Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 224597
Vorher
Blitz 16-319 GmbH
Eingetragen
21.3.2016
Branche
Einzelhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Forschung, Entwicklung und Vertrieb von pharmazeutischen Produkten im humanen Bereich. Ausgenommen sind erlaubnispflichtige Tätigkeiten jeder Art, sofern nicht eine Erlaubnis vorliegt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Katarzyna Maria Witkos
seit 11.10.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Alnylam UK LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Alnylam UK Limited
United Kingdom
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Alnylam Germany GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Alnylam Germany GmbH, München

1. Überblick über das Geschäft

1.1 Geschäftsmodell

Sitz der Alnylam Germany GmbH (eingetragen in das Handelsregister B beim Amtsgericht München (HRB 224597)) ist an der Erika-Mann-Straße 7, Skygarden in 80636 München. Das Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Alnylam UK, Ltd., im Vereinigten Königreich; Muttergesellschaft der Alnylam-Gruppe ist Alnylam Pharmaceuticals, Inc., Cambridge, Massachusetts ("Alnylam"), in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Alnylam-Gruppe wird seit Ende 2021 von Dr. Yvonne Greenstreet als Chief Executive Officer geführt. Alnylam hat die Übersetzung von RNAi (RNA-Interferenz) von einer mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Entdeckung zu einer innovativen, völlig neuen Klasse von Medikamenten mitangeführt. Alnylam wurde 2002 von einem Team aus Forschern im Bereich der Biowissenschaften gegründet und ihre Vision besteht darin, das Potenzial von RNAi-Therapeutika zu nutzen, um das Leben von Menschen mit Krankheiten zu verändern, für die begrenzte oder unzureichende Behandlungsmöglichkeiten vorliegen. Auf RNAi basierende Medikamente wirken, indem sie die Produktion ("Genexpression") der Gene, die bestimmte Krankheiten verursachen, eindämmen oder deaktivieren. Dabei wirken RNAi-Therapeutika im Vergleich zu vielen anderen Medikamentenklassen, wie z. B. kleine Moleküle und monoklonale Antikörper, indem sie den Fokus auf den Ursprung der genetischen Ursache einer Krankheit und nicht auf ihre Symptome setzen.

1.1.1 Organisatorische Struktur

Im Jahr 2023 beschäftigte die Alnylam Germany GmbH durchschnittlich 30 Mitarbeiter (2022: 29):

2023 2022
Leitende Angestellte 0 1
Gehaltsempfänger 30 28
Gewerbliche Mitarbeiter 0 0

Zusätzlich beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich einen gesetzlichen Vertreter als Mitarbeiter. Die Mehrheit der Mitarbeiter ist an den kommerziellen Aktivitäten des Unternehmens beteiligt.

Die Bemühungen von Alnylam um Vielfalt, Gleichberechtigung und Einbeziehung zeigen das Engagement für die Mitarbeiter und eine integrative Arbeitskultur. Bei der Besetzung freier Leadership-Positionen ist und war eine wichtige Überlegung, Kandidaten nach ihrer Eignung auszuwählen, wobei alle Aspekte der spezifischen Rolle, einschließlich relevanter Erfahrung, berücksichtigt wurden.

Gender Diversity im Leadership-Team der Alnylam-Gruppe

2023 33% 67%
2022 33% 67%

1.1.2 Geschäftszweck

Die Aktivitäten der Alnylam Germany GmbH bestehen, basierend auf dem Modell der begrenzten Risikoverteilung, im Wesentlichen aus dem Vertrieb und der Vermarktung von Alnylam-Produkten auf dem deutschen Markt.

1.1.3 Standorte

Der Hauptsitz des Unternehmens in Deutschland befindet sich in München. Die Gesellschaft hatte im Jahr 2022 ihren Sitz an der Maximilianstraße 35a in 80539 München. Im Juli 2023 verlegte sie ihren Sitz an die Erika-Mann-Straße 7, Skygarden in 80636 München, Deutschland. Das Unternehmen verfügt über keine Zweigniederlassungen oder externen Lagerhäuser.

1.1.4 Produkte und Dienstleistungen

Derzeit werden in Deutschland vier Alnylam-Produkte vermarktet:

AMVUTTRA ® (Vutrisiran) - AMVUTTRA ist ein verschreibungspflichtiges Medikament und wird zur Behandlung von Polyneuropathie eingesetzt, die durch eine hereditäre Transthyretin-Amyloidose (hATTR Amyloidose) verursacht wird. AMVUTTRA wird nur bei Erwachsenen verwendet.

ONPATTRO ® (patisiran) - ONPATTRO ist ein verschreibungspflichtiges Medikament für Erwachsene, das die Polyneuropathie behandelt, die durch eine hereditärer ATTR-Amyloidose (hATTR) verursacht wird.

GIVLAARI ® (givosiran) - GIVLAARI ist ein Medikament, das zur Behandlung akuter hepatischer Porphyrie (AHP) bei Erwachsenen verwendet wird. GIVLAARI kann zur Behandlung aller 4 Arten eingesetzt werden: Akuter intermittierenden Porphyrie (AIP), Porphyria variegata (VP), hereditäre Koproporphyrie (HCP) und ALA-Dehydratasemangel-Porphyrie (ADP).

OXLUMO ® (lumasiran) - OXLUMO ist ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Behandlung einer primären Hyperoxalurie Typ 1 (PH1) zur Senkung von Oxalat im Urin und Blut bei Kindern und Erwachsenen.

1.2 Absatzmärkte

Die Kunden auf den deutschen Märkten sind Apotheken und Krankenhäuser in Deutschland. Alle produktbezogenen Umsätze werden ausschließlich in Deutschland und in EUR realisiert.

1.3 Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen nutzt F&E-Aktivitäten, die von anderen Alnylam-Unternehmen durchgeführt werden. Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2023 keine Ausgaben für Forschung und Entwicklung getätigt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Makroökonomische und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartete für Deutschland im Jahr 2023 einen Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,5 %. Der tatsächliche Rückgang des BIP mit 0,3 % im Jahr 2023 fiel damit leicht besser aus, als vom IWF erwartet wurde. Das erwartete Wirtschaftswachstum für Deutschland im Jahr 2024 liegt zwischen 0,1 % und 0,3 %. 1 Im Vergleich dazu wird nach Erwartung der OECD das globale BIP im Jahr 2024 ein Wachstum von 2,7 % aufzeigen. 2

Nach Angaben des Marktforschungsinstituts IQVIA stieg der Umsatz mit Arzneimitteln auf dem gesamten Pharmamarkt (Apotheken und Kliniken) in Deutschland im Jahr 2023 um insgesamt 5,7 %. Der mengenmäßige Absatz ging um 2 % zurück. Die Umsatzentwicklung war im Kliniksegment im vergangenen Jahr fast doppelt so hoch wie im Apothekenbereich. Insgesamt wurden 100 Milliarden Zähleinheiten (Kapseln, Beutel, Tütchen usw.) im Wert von fast 60 Milliarden Euro an Patienten abgegeben. 3

Laut dem Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa) haben 2023 Pharma-Unternehmen 30 Medikamente mit neuen Wirkstoffen in Deutschland eingeführt. 4

2.2 Geschäftsverlauf im Jahr 2023

Die Alnylam Germany GmbH erzielte nach Ansicht der Geschäftsführung im Jahr 2023 eine sehr starke Leistung mit kommerziellen Produkten. Der Produktumsatz stieg um 4,1 % auf 66.019 TEUR (2022: 63.399 TEUR). Der Produktumsatz ist wesentlicher Leistungsindikator (KPI) der Gesellschaft. Der im Jahr 2023 erzielte Produktumsatz lag nahe am Produktumsatzziel. Der im Jahr 2023 tatsächlich realisierte Produktumsatz unterschritt den insgesamt erwarteten Produktumsatz in geringem Maß. Die Differenz ist hauptsächlich auf ein geringeres Verkaufsvolumen als erwartet zurückzuführen. Der Anstieg der Produktumsätze im Vergleich zum Vorjahr ist das Ergebnis der Ausweitung der Aktivitäten in Deutschland und der im Vorjahr vorgenommenen Einführung eines neuen Medikaments AMVUTTRA (Vutrisiran) auf dem deutschen Markt.

Die Gesellschaft erzielte einen Jahresüberschuss in Höhe von 1.494 TEUR und übertraf damit den Jahresüberschuss des Vorjahres von 988 TEUR um 506 TEUR.

In Übereinstimmung mit der Erwartung für das Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich die Anzahl des bei Alnylam Germany GmbH beschäftigten Personals.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Ertragslage

Der Umsatz bezieht sich auf den Verkauf von pharmazeutischen Produkten auf dem deutschen Markt. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten ("Produktumsatz") beliefen sich auf 66.019 TEUR (2022: 63.399 TEUR). Der Materialaufwand erhöhte sich von 46.650 TEUR auf 46.985 TEUR.

Hinsichtlich der Personalkosten besteht die Vergütung der Mitarbeiter aus dem monatlichen Gehalt und zusätzlichen Vergütungen, die auf Grundlage eines an die Zielerreichung gekoppelten Bonussystems bemessen werden. Darüber hinaus wird die Leistung der Mitarbeiter nach einem konzernweiten Beurteilungssystem der Alnylam-Gruppe bewertet. Für jeden Mitarbeiter werden die wichtigsten Verantwortlichkeiten und Ziele festgelegt. Der Personalaufwand belief sich im Berichtsjahr auf insgesamt 9.703 TEUR, wovon 225 TEUR auf Aufwendungen für Altersversorgung entfielen (Vorjahr: 11.802 TEUR, davon 176 TEUR für Aufwendungen für Altersversorgung). Der Rückgang ist insbesondere auf geringere Aufwendungen für Aktienoptionsprogramme zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 8.779 TEUR (2022: 8.267 TEUR). Der Anstieg ist unter anderem auf die verstärkten Aktivitäten zur Unterstützung des Unternehmenswachstums zurückzuführen, insbesondere Vertriebsaktivitäten sowie die Ausgaben für verschiedene Berater.

Im Ergebnis erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von 1.494 TEUR (2022: 988 TEUR).

3.2 Finanzlage

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich unverändert auf 25.000 EUR. Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über flüssige Mittel in Höhe von 22.049 TEUR (31.12.2022: 6.971 TEUR). Der Großteil der Cashflows in den Jahren 2023 und 2022 stammte aus der operativen Tätigkeit. Investitionen und Finanzierungsaktivitäten waren von untergeordneter Bedeutung. Die Geschäftsführung erwartet, dass die künftigen Cashflows ausreichen, um die operative Tätigkeit fortzusetzen.

3.3 Vermögenslage und Verbindlichkeiten

Das Anlagevermögen erhöhte sich um 639 TEUR und bezieht sich auf Investitionen in den laufenden Betrieb (2022: EUR 12 TEUR). Im Geschäftsjahr sind planmäßige Abschreibungen in Höhe von 65 TEUR (2022: 0 EUR) angefallen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 8.423 TEUR und stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 1.323 TEUR an. Die durchschnittliche Forderungslaufzeit beträgt 32 Tage. Im Jahr 2023 mussten keine Wertberichtigungen auf Forderungen vorgenommen werden (2022: keine).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich zum Stichtag auf 908 TEUR (31.12.2022: 0 EUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 222 TEUR haben sich gegenüber dem Vorjahr um 463 TEUR verringert. Dies ist hauptsächlich auf die Begleichung von Umsatzsteuerforderungen aus den Vorjahren zurückzuführen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich um 1.494 TEUR auf 4.259 TEUR. Dies ist auf den Jahresüberschuss in Höhe von 1.494 TEUR zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote für 2023 beträgt 13,2 % (2022: 18,6 %). Das Verhältnis des Jahresüberschusses zum Eigenkapital (Return on Equity) sank auf 35,1 % (Vorjahr 35,7 %).

Die Rückstellungen zum 31.12.2023 belaufen sich auf 27.072 TEUR (31.12.2022: 4.716 TEUR). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Abbildung der Folgen des Gesetzes zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Finanzstabilisierungsgesetz), insbesondere die zeitliche Reduktion des AMNOG-Preisfixums sowie die temporäre Erhöhung der Herstellerrabatte von 7 % auf 12 %. Am Bilanzstichtag lagen für zwei Produkte nach Ablauf der nunmehr 6-monatigen Preisfreiheit (§ 130b Abs. 1, 3a SGB V n.F.) keine verbindlichen Verträge mit dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen über die Erstattungsbeträge vor, weshalb ein Ansatz einer Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten erfolgte.

Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 978 TEUR (31.12.2022: 7.405 TEUR).

4. Chancen, Risiken und Prognosebericht

4.1 Chancen

Die Weiterentwicklung der RNA-Interferenz-Technologie durch Alnylam hat zu AMVUTTRA geführt, einer verbesserten Version von ONPATTRO. Es besteht die Chance AMVUTTRA weiter auf dem deutschen Markt zu integrieren und die Umsatzerlöse hieraus zu erhöhen.

Für die Gesellschaft besteht zudem die Chance, durch eine Erhöhung des mengenmäßigen Absatzes die Umsatzerlöse zu steigern. Denkbar sind ferner die Erschließung neuer Anwendungsmöglichkeiten für das bestehende Produktportfolio.

Darüber hinaus besteht die Chance durch Neueinführung von Produkten auf dem deutschen Markt das Unternehmenswachstum fortzusetzen.

4.2 Risiken

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der Alnylam-Gruppe eingebunden. Im Rahmen dieses Risikomanagementsystems werden alle wesentlichen und für die Gesellschaft materiellen Risiken erfasst und beurteilt.

Die Geschäftsleitung führt jährlich eine Bewertung des Betrugsrisikos durch, die die Identifizierung der wichtigsten Betrugsrisiken in der gesamten Organisation, die Kontrollen und Prozesse zur Verhinderung oder Aufdeckung von Betrug (einschließlich der Ethik-Hotline des Unternehmens und der jährlichen Umfragen zur Unternehmenskultur), die im Laufe des Jahres durchgeführten spezifischen Betrugsprüfungen/Untersuchungen sowie künftige Maßnahmen der Geschäftsleitung zur Minderung der bestehenden Betrugsrisiken umfasst. Das Management kommt zu dem Schluss, dass das Kontrollumfeld vorhanden und wirksam ist, um die Betrugsrisiken zu mindern.

Im Folgenden werden die wichtigsten identifizierten Risiken im Zusammenhang mit der Gesellschaft beschrieben. Es sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den vorgestellten Risiken nicht um eine vollständige Auflistung handelt. Die hier dargestellten Risiken sind nicht unbedingt die einzigen, denen das Unternehmen gegenübersteht. Weitere Risiken, die derzeit nicht bekannt sind oder die derzeit als weniger signifikant bewertet werden, könnten noch Auswirkungen auf das Unternehmen haben. Um die Risiken sinnvoll darzustellen, wurden sie nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren potentiellen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage klassifiziert.

Wettbewerbsrisiken

Der Pharmamarkt ist hart umkämpft. Wenn wir nicht in der Lage sind, wirksam mit bestehenden Medikamenten, neuen Behandlungsmethoden und neuen Technologien zu konkurrieren, können wir möglicherweise keine Medikamente, die die Alnylam-Gruppe entwickelt, erfolgreich vermarkten. Wir stehen im Wettbewerb mit anderen Unternehmen, die an der Entwicklung neuartiger Medikamente und Technologieplattformen arbeiten und die ähnliche Technologien wie unsere nutzen. Ebenso konkurrieren wir mit Unternehmen, die neue Technologien wie Gentherapie und Genbearbeitung einsetzen. Nach Einschätzung der Geschäftsführung ist Alnylam Germany auch zukünftig in der Lage wettbewerbsfähig im Markt aufzutreten, weshalb die Eintrittswahrscheinlichkeit als hoch, die resultierenden Auswirkungen auf die Gesellschaft jedoch als gering eingeschätzt werden.

Geschäftsrisiken

Die Vermarktung und der Verkauf von Alnylams zugelassenen Produkten oder zukünftigen Produkten kann weniger erfolgreich sein als erwartet. Um den Geschäftsplan zum Aufbau eines profitablen, erstklassigen Biotech-Unternehmens in den nächsten 5 Jahren umzusetzen, entwickelte die Alnylam Group die Alnylam P5x25-Strategie und die mit dieser Strategie verbundenen Kennzahlen, zusätzlich zu der erfolgreichen Vermarktung, dem Verkauf und den Ausbau der Indikationen der von Alnylam zugelassenen Produkte. Da die Geschäftsleitung eine Strategie entwickelt hat, werden die Eintrittswahrscheinlichkeit und der daraus resultierende Schaden daher als gering angesehen.

Rechtliche und regulatorische Risiken

Die vermarkteten Arzneimittel unterliegen einer laufenden regulatorischen Aufsicht durch Regierungsbehörden in jedem der Märkte, in denen das Unternehmen tätig ist. Wenn die Gesellschaft diese Anforderungen nicht erfüllt, könnten die Genehmigungen eingeschränkt oder zurückgezogen werden. Zudem kann das Unternehmen mit Strafen belegt werden und das Geschäft wird somit geschädigt. Die Konformität mit Gesetzen und Vorschriften wird in den Richtlinien der Alnylam-Gruppe festgelegt und durch ein robustes System von Rechts-, Compliance- und Qualitätsteams genau überwacht. Die Teilnahme der Mitarbeiter an regelmäßigen Compliance-Schulungen ist hierbei verpflichtend. Nach Auffassung der Geschäftsführung verfügt die Alnylam Germany GmbH über ein robustes Kontrollsystem, um die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften zu überwachen, weshalb die Eintrittswahrscheinlichkeit und der daraus möglicherweise resultierende Schaden als gering eingeschätzt werden.

Betrugsrisiken

Es besteht das Risiko, dass der Jahresabschluss der Gesellschaft aufgrund von vorsätzlichem Fehlverhalten (Betrug), das durch internen oder externen Druck verursacht wird, eine wesentliche falsche Darstellung enthält. Das Management führt jährlich eine Bewertung des Betrugsrisikos durch. Diese beinhalten die Identifizierung der wichtigsten Betrugsrisiken im gesamten Unternehmen, Kontrollen und Prozesse zur Verhinderung oder Erkennung von Betrug (einschließlich der Hotline für Unternehmensethik, einschließlich jährlicher Kulturumfragen), spezielle, im Laufe des Jahres durchgeführte Betrugsprüfungen/Untersuchungen sowie alle zukünftigen Managementaktivitäten, die die bestehenden Betrugsrisiken mindern können. Das Management kommt zu dem Schluss, dass eine Kontrollumgebung vorhanden und wirksam ist, um Betrugsrisiken zu mindern. Daher sind die Eintrittswahrscheinlichkeit und der daraus resultierende Schaden als gering einzustufen.

IT-Risiken

Unsere Geschäftsprozesse sowie unsere interne und externe Kommunikation sind von globalen IT-Systemen abhängig. Die optimale Ausrichtung unserer IT-Architektur, die auch den Einsatz von Cloud-basierten Services und das Management von beauftragten Dienstleistern umfasst, stellt daher eine Herausforderung dar. Das bedeutet, dass die Zuverlässigkeit des Systems und die Vertraulichkeit interner und externer Daten für uns von grundlegender Bedeutung ist. Wenn unsere interne Steuerung diese herausfordernden Rahmenbedingungen nicht optimal angehen kann, könnte sich unsere operative Stabilität auf unser Geschäft auswirken und unsere Anforderungen an die Informationssicherheit könnten möglicherweise nicht angemessen erfüllt werden. Sollte das Risiko einer Verletzung der Vertraulichkeit, Integrität oder Authentizität von Daten, beispielsweise durch (Cyber)-Angriffe, eintreten, könnte dies zu Manipulationen und/oder unkontrolliertem Daten- und Wissensabfluss sowie zu Reputationsschäden führen. Solche Angriffe können auch von internen Mitarbeitern durchgeführt werden. Auch die Geschäfts- und/oder Produktionsprozesse der Alnylam-Gruppe könnten vorübergehend durch (Cyber)-Angriffe gestört werden. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, evaluieren und nutzen wir neue Technologien. Außerdem wurden Projekte und Maßnahmen umgesetzt, um die technischen Sicherheitsvorkehrungen auf dem neuesten Stand zu halten und Bedrohungen proaktiv zu identifizieren und zu untersuchen. Darüber hinaus wurden Sicherheitsmaßnahmen implementiert, um unsere IT-Infrastruktur vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Die Geschäftsleitung kommt daher zu der Schlussfolgerung, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit und der daraus resultierende Schaden als gering einzustufen sind.

Entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. Zusammenfassend ergibt sich eine branchenübliche Chancen- und Risikosituation bei Alnylam Germany GmbH.

4.3 Prognosebericht

Das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2024 wird von der Marktentwicklung abhängen. Das Unternehmen erwartet ein anhaltendes Wachstum aufgrund der zunehmenden Kommerzialisierungsaktivitäten auf dem deutschen Markt. In Deutschland wird nach Einschätzung der Geschäftsführung das Umsatzwachstum im Jahr 2024 aufgrund verschiedener Faktoren (unter anderem Senkung des Herstellerrabatts von 12,0 % im Jahr 2023 zurück auf 7,0 % im Jahr 2024) voraussichtlich höher ausfallen als im Jahr 2023. Da unser Produktportfolio auf eine erhöhte Nachfrage auf dem deutschen Markt trifft, erwarten wir ein Wachstum der Produktumsätze zwischen 20 % und 30 % für den deutschen Markt. Bis Ende 2024 erwarten wir außerdem einen geringen zweistelligen Personalzuwachs, um die Expansion in ein neues Indikationsgebiet zu unterstützen. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von den Erwartungen hinsichtlich der wahrscheinlichen Entwicklungen abweichen können, wenn sich die den zukunftsgerichteten Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als falsch erweisen.

 

München, 12. August 2024

Alnylam Germany GmbH

Die Geschäftsführung

Katarzyna Witkos

Hans Jörg Christian Hansen

Thomas Andreas Kruijver

1 Quelle: https://www.reuters.com/markets/europe/german-economic-advisers-cut-2024-growth-forecast-02-2024-05-
15/ :~:text=The%20German%20economy%20is%20seen,forecasts%201.0%25%20growth%20in%20Germany.
2 Quelle: https://www.oecd.org/en/publications/oecd-economic-outlook/volume-2023/issue-2_7a5f73ce-en.html
3 Quelle: https://www.iqvia.com/-/media/iqvia/pdfs/germany/library/publications/iqvia-pharma-marktbericht-classic-q4-2023.pdf
4 Quelle: https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/neue-medikamente-und-anwendungsgebiete-2023

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 651.106,31 0,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 12.496,50
651.106,31 12.496,50
Summe Anlagevermögen 651.106,31 12.496,50
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.423.347,63 7.100.747,97
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 908.041,35 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 221.674,40 684.798,62
9.553.063,38 7.785.546,59
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 22.048.725,63 6.970.559,47
Summe Umlaufvermögen 31.601.789,01 14.756.106,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 55.603,09 117.283,14
32.308.498,41 14.885.885,70

PASSIVA

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 2.740.411,41 1.752.590,04
III. Jahresüberschuss 1.493.670,96 987.821,37
Summe Eigenkapital 4.259.082,37 2.765.411,41
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 588.691,70 668.314,39
2. sonstige Rückstellungen 26.482.873,76 4.047.325,72
27.071.565,46 4.715.640,11
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 531.669,80 597.877,73
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 140.611,87 5.763.066,25
3. sonstige Verbindlichkeiten 305.568,91 1.043.890,20
977.850,58 7.404.834,18
32.308.498,41 14.885.885,70

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
1. Rohergebnis 20.656.789,17 21.596.507,35
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.880.011,37 11.306.279,99
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 822.902,84 495.574,58
9.702.914,21 11.801.854,57
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 64.871,45 0,00
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.778.568,39 8.267.454,55
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 362.852,30 13.297,81
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 63,21 40.680,24
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 977.045,63 511.994,43
8. Ergebnis nach Steuern 1.496.178,58 987.821,37
9. sonstige Steuern 2.507,62 0,00
10. Jahresüberschuss 1.493.670,96 987.821,37

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

Die Alnylam Germany GmbH hat ihren Sitz in München und ist eingetragen in das Handelsregister B beim Amtsgericht München (HRB 224597).

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist entsprechend § 242 ff. und § 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und beinhaltet das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023.

Davon-Vermerke werden im Anhang gezeigt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss enthält alle Aktiva, Passiva, Rückstellungen, Aufwendungen, Rechnungsabgrenzungsposten und Erträge, sofern gesetzlich nicht anders vorgeschrieben. Posten auf der Aktivseite wurden nicht mit Posten auf der Passivseite verrechnet, ebenso wenig wie Aufwendungen mit Erträgen verrechnet wurden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Verbindlichkeiten, die Rückstellungen und die Rechnungsabgrenzungsposten werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und sind angemessen aufgegliedert.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände wurden einzeln bewertet (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB).

Aktiva

A. I. Anlagevermögen - Sachanlagen

Die Sachanlagen sind zu aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 1 und Abs. 2 HGB bewertet. Bei Vermögensgegenständen mit zeitlich begrenzter Nutzung werden planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer getätigt.

B. I. Umlaufvermögen - Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bzw. zu den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Forderungen in Fremdwährung haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und werden zum Devisenkassamittelkurs bewertet.

B. II. Umlaufvermögen - Liquide Mittel

Flüssige Mittel werden mit dem Nominalwert bilanziert.

C. Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Passiva

B. Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen bewertet.

C. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum jeweiligen Erfüllungsbetrag bewertet.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und werden zum Devisenkassamittelkurs bewertet.

III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagengitter dargestellt, das als Anlage dem Anhang beigefügt ist.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter einem Jahr fällig. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 53 (i. Vj TEUR 216) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Der Betrag der Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0).

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 908 (i. Vj. TEUR 0) entfallen auf solche aus Lieferungen und Leistungen. Es sind keine Forderungen gegen die Gesellschafterin enthalten (i. VJ. TEUR 0).

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 25.000 und ist in voller Höhe einbezahlt.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten, wie Boni, Urlaub und Provisionen (TEUR 1.372; i. Vj TEUR 1.242), Rückstellungen für Herstellerrabatte und Erstattungsbeträge nach §§ 130a f. SGB V (TEUR 24.134; i. Vj TEUR 1.877), für Retouren (TEUR 0; i. Vj. TEUR 33) und für ausstehende Rechnungen (TEUR 132; i. Vj TEUR 56). Der Anstieg der Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus der Abbildung der Folgen des Gesetzes zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Finanzstabilisierungsgesetz), insbesondere die zeitliche Reduktion des AMNOG-Preisfixums sowie die temporäre Erhöhung der Herstellerrabatte von 7 % auf 12 %.

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 141 (i. Vj. TEUR 5.763) entfallen auf solche aus Lieferungen und Leistungen. Es sind keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin enthalten (i. Vj. TEUR 25).

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 264 (i. Vj. TEUR 172) auf solche aus Steuern und TEUR 14 (i. Vj. TEUR 8) auf sonstige Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

6. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt TEUR 66.019 (i. Vj. TEUR 63.399) wurden ausschließlich im Inland erzielt.

Anpassungen von Transferpreisen der von der niederländischen Schwestergesellschaft bezogenen Erzeugnisse wurden im Vorjahr in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Um den Materialaufwand sachgerecht darzustellen, erfolgt nun ein Ausweis der Transferpreis-Anpassungen im Materialaufwand. Die Anpassungen belaufen sich in 2023 auf TEUR 33.878 (i. Vj. TEUR 18.449).

Zur Herstellung einer Vergleichbarkeit wurden die Vorjahresangaben angepasst. Die Umsatzerlöse und der Materialaufwand des Vorjahres wurden um jeweils TEUR 18.449 reduziert.

7. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen von insgesamt TEUR 1.623 (i. Vj. TEUR 4.848) sind Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 11; i. Vj. TEUR 51), aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 0; i. Vj. TEUR 12), aus Erstattungen aus dem Aufwendungsausgleichsgesetz (TEUR 21; i. Vj. TEUR 50), verrechnete sonstige Sachbezüge (TEUR 1.575; i. Vj. TEUR 4.705), periodenfremde Erträge (TEUR 16; i. Vj. EUR 0) sowie sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 30) enthalten.

8. Personalaufwand

Der Personalaufwand in Höhe von TEUR 9.703 (i. Vj. TEUR 11.802) enthält Löhne und Gehälter für Mitarbeiter der Alnylam Germany GmbH (TEUR 4.981; i. Vj. TEUR 4.366), Aufwendungen für Aktienoptionen (TEUR 1.783; i. Vj. TEUR 1.640), Sachzuwendungen und Dienstleistungen an Arbeitnehmer (TEUR 1.590; i. Vj. TEUR 4.718) sowie soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von TEUR 823 (i. Vj. TEUR 456), davon für Altersversorgung TEUR 225 (i. Vj. TEUR 176).

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von insgesamt TEUR 8.779 (i. Vj. TEUR 8.267) sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (TEUR 6; i. Vj. TEUR 48), aus Miete (TEUR 351; i. Vj. TEUR 361), aus Fremdfahrzeugkosten (TEUR 276; i. Vj. TEUR 240) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 2 (i. Vj. EUR 0) enthalten. Darüber hinaus sind Reisekosten (TEUR 379; i. Vj. TEUR 304) und Werbe- und Vertriebsaufwendungen (TEUR 4.665; i. Vj. TEUR 4.839) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.100 (i. Vj. TEUR 2.476) angefallen.

10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen wie im Vorjahr keine auf Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen.

11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Dezember 2021 veröffentlichte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) Modellregelungen zur Einführung einer globalen Mindestbesteuerung. In Deutschland wurde die Pillar 2-Gesetzgebung im Dezember 2023 beschlossen und tritt ab dem 1. Januar 2024 in Kraft. Alnylam fällt in den Anwendungsbereich der OECD-Pillar 2-Modellregelungen.

Es ist davon auszugehen, dass auf die Alnylam Germany GmbH zukünftig keine Steuermehrbelastung aus der nationalen Ergänzungssteuer entfällt, da sie weder oberste Muttergesellschaft noch Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe im Sinne der § 3 MinStG ist.

IV. Ergänzende Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Vermerkpflichtige Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB und außerbilanzielle Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen nicht in der Bilanz ausgewiesene sonstige finanzielle Verpflichtungen in einer Gesamthöhe von TEUR 817 (i. Vj. TEUR 1.071). Davon betreffen TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) verbundene Unternehmen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

Gesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
2-5 Jahre
TEUR
>5 Jahre
TEUR
Gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Gegenüber anderen Unternehmen 817 199 618 0
• davon aus Miete 794 183 611 0
• davon aus kurzfristigen Pacht- und Leasing-Verträgen 16 16
• davon aus langfristigen Pacht- und Leasing-Verträgen 7 7
Gesamt 817 199 618 0

3. Anzahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter während des Geschäftsjahres beträgt 30 (Vj. 29), davon:

 

Leitende Angestellte 0 (i. Vj. 1)

 

Gehaltsempfänger 30 (i. Vj. 28)

 

Gewerbliche Mitarbeiter 0 (i. Vj. 0)

4. Honorar des Abschlussprüfers

Honorare des Abschlussprüfers sind nach § 285 Nr. 17 HGB anzugeben. In 2023 sind Gesamthonorare in Höhe von TEUR 63 angefallen, die ausschließlich auf die Jahresabschlussprüfung entfallen.

5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf Alnylam Germany GmbH Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Alnylam Germany GmbH unterliegen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen werden mit den Unternehmen der Alnylam-Gruppe abgeschlossen. Es handelt sich vor allem um Dienstleistungs- und Finanzierungsgeschäfte. Zudem schloss die Gesellschaft in wesentlichem Umfang Liefergeschäfte mit der Alnylam Netherlands B.V. ab. Entsprechende Geschäfte werden regelmäßig zu auf dem jeweiligen Markt üblichen Konditionen abgeschlossen.

Wesentliche Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen bestehen bei der Alnylam Germany GmbH nicht.

6. Organe

Die Geschäftsführung der Alnylam Germany GmbH setzt sich wie folgt zusammen:

David Ronald Jones, Vevey, Schweiz, Vice President, Finance International Market - bestellt 3. September 2019

- abberufen 30. Juni 2023

Katarzyna Witkos, Forch, Schweiz, Senior Vice President, Head of International Markets - bestellt 11. Oktober 2021

Carsten Michael Hans Nowotsch, München, Vice President, Country Manager Germany - bestellt 9. Mai 2022

- abberufen 22. Juni 2023

Hans Jörg Christian Hansen, Hamburg, Vice President, Country Manager Germany - bestellt 28. April 2023

Thomas Andreas Kruijver, Ouderkerk aan de Amstel, Niederlande, Senior Director, Controller International Markets

- bestellt 30. Juni 2023

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

7. Gesamtbezüge für aktive und ehemalige Organmitglieder und deren Hinterbliebene

In Anwendung der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans nach § 285 Nr. 9 a und b HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer ein Gehalt von der Gesellschaft erhalten hat.

8. Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Alnylam Pharmaceuticals Inc. (Cambridge, MA, United States) einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird bei der das Unternehmensregister führenden Stelle eingereicht. Die Muttergesellschaft ist an der amerikanischen Technologiebörse NASDAQ unter dem Kennzeichen ALNY gelistet.

9. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023, aber bis zur Beendigung der Aufstellung des Abschlusses eingetreten sind, und die weder in Bilanz noch Gewinn- und Verlustrechnung des Berichtsjahres berücksichtigt sind, sind nicht aufgetreten.

10. Jahresergebnis und Ergebnisverwendung

Die Gesellschaft erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von TEUR 1.494. Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterin vorschlagen den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 12. August 2024

Alnylam Germany GmbH

Geschäftsführung

Katarzyna Witkos

Hans Jörg Christian Hansen

Thomas Andreas Kruijver

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
Umbuchungen
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 703.481,26 12.496,50
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.496,50 -12.496,50
Summe Sachanlagen 12.496,50 703.481,26 0,00
Summe Anlagevermögen 12.496,50 703.481,26 0,00
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 64.871,45 64.871,45
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00
Summe Sachanlagen 64.871,45 64.871,45
Summe Anlagevermögen 64.871,45 64.871,45
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 651.106,31 0,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 12.496,50
Summe Sachanlagen 651.106,31 12.496,50
Summe Anlagevermögen 651.106,31 12.496,50

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Alnylam Germany GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Alnylam Germany GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Alnylam Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 12. August 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Anita Botzenhardt, Wirtschaftsprüfer

ppa. Reinhard Anzenberger, Wirtschaftsprüfer

Auszug aus dem Gesellschafterbeschluss der Alnylam Germany GmbH vom 26. August 2024

1. Feststellung Jahresabschluss und Ergebnisverwendung

1.1 Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 für das Geschäftsjahr 2023 wird gemäß Anlage 1 festgestellt.

1.2 Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.493.670,96 wird zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 2.740.411,41 in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 26.08.2024 festgestellt.

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