Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 239286
Vorher
Pave Group GmbH
Eingetragen
27.2.2018
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieArchitekturbüros für HochbauEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Gegenstand
Entwicklung und Vertrieb von Software und entsprechenden Applikationen sowie sämtliche damit zusammenhängende Beratung, insbesondere für die Baubranche sowie sämtliche damit zusammenhänge Beratung und Wahrnehmung verwandter Geschäftstätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Schlecht
seit 27.2.2018
Geschäftsführer
Florian Biller
seit 27.2.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (8)

Ungelöste Beteiligungen (5)

NameAnteil
Capmo GmbHEigenbeteiligung
2.09%

Gesellschafter
Beta

5 von 12 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Capnamic Ventures Fund II GmbH & Co. KG
Germany
19.68%
Unternehmertum
Germany
17.61%
Bessemer Venture Partners XI Institutional L.P.
Grand Cayman, Cayman Islands
16.39%
HighPeak UG (haftungsbeschränkt)
Germany
13.95%
Bessemer Venture Partners XI L.P.
Grand Cayman, Cayman Islands
10.90%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Capmo GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Capmo GmbH, München

I. Geschäftstätigkeit und Grundlagen des Unternehmens

Das Technologie-Unternehmen Capmo GmbH wurde im Jahr 2018 mit der Vision gegründet, den komplexen Alltag der Bauausführung zu vereinfachen. Die gleichnamige Software erleichtert unter anderem das Projektmanagement, die Koordination der Gewerke sowie die Dokumentation von Mängeln und Bauherrenwünschen. So ermöglicht die Software eine reibungslose Projektumsetzung sowie eine klare Zusammenarbeit der Projektbeteiligten. Mit einem starken Fokus auf den Kundenservice begleitet Capmo seine Partner dabei erfolgreich auf dem Weg in die Digitalisierung: Schon über 45.000 Bauprojekte wurden im deutschsprachigen Raum mit Capmo realisiert. Zusätzlich wurde im Jahr 2023 ein stärkerer Fokus auf Digitalisierungsprojekte als Teil der Vertriebsstrategie bei Enterprise-Kunden gelegt.

Die Plattformlösung Capmo bringt verschiedene Insellösungen in einem System zusammen. In der Branche werden vor allem Legacy Systeme, teilweise noch on-premise Lösungen für sehr spitze Anwendungsfälle verwendet. Die intuitive Lösung von Capmo dient als zentrales System, die verschiedenen Phasen eines Bauprojekts digital abzuwickeln. Durch diese Schlüsselrolle kann durch die Software eine bessere Projektmarge auf den einzelnen Projekten und folglich mit steigenden Margen für die Unternehmungen realisiert werden.

Bei der Entwicklung der Capmo Lösung wird seit Beginn auf einen äußerst hohen Grad an Intuitivität geachtet, für die noch immer sehr Software averse Baubranche. Für das Jahr 2024 ist geplant, mit besonderem Fokus auf Enterprise-Kunden weitere Anwendungsfälle in die Plattform aufzunehmen. Zusätzlich wird gezielt der Fokus gelegt, mit ausgewählten Kunden gemeinsam an Integrationen in bestehende Software-Lösungen, wie beispielsweise einem etablierten ERP-System, zu arbeiten. Durch die neuen Möglichkeiten im Bereich AI (artifical intelligence) wurden auch für die Capmo Software vielversprechende Anwendungsfälle identifiziert. Um diesen Fokus auch im Bereich Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten zu ermöglichen, wurde die Abteilung entsprechend neu ausgerichtet. Eine kundennahe Produktentwicklung sowie eine schnelle Umsetzung sind dabei weiterhin die maßgebliche Vorgabe.

II. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Capmo GmbH operiert weiterhin ausschließlich im deutschsprachigen Markt und ist daher hauptsächlich von den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen in dieser Region betroffen.

Unternehmen, insbesondere innerhalb der Baubranche, sahen sich auch weiterhin mit weiter verstärktem Fachkräftemangel konfrontiert.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 leicht gesunken um 0,3% gegenüber dem Vorjahr. Dabei drücken weltweit der nach wie vor andauernde Krieg in der Ukraine, aber auch neue Brennpunkte wie der Nahostkonflikt zusätzlich die deutsche Wirtschaft.

Die Inflation im Jahr 2023 lag mit 5,9% unter dem hohen Vorjahreswert von 6,9%, jedoch noch immer deutlich über den Werten aus 2021 und früher. Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Jahr 2023 um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr gesunken, meldet das Statistische Bundesamt. Dabei verzeichnete der Wohnungsbau mit real -19,8 % (nominal: -13,4 %) die größten Einbußen und das niedrigste nominale Jahresergebnis seit 2018.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 ist durch einen erfolgreichen und wachstumsorientierten Geschäftsverlauf gekennzeichnet. Der Erfolg zeigt sich besonders in der Zunahme der Kundenzahlen sowie einem höheren wiederkehrenden Umsatz je Kunde. Dabei konnten sowohl Kunden mit höherem wiederkehrendem Umsatz gewonnen werden, insbesondere aber auch Bestandskunden auf einen Vertrag mit deutlich höherem Volumen umgezogen werden.

Zudem wurde die Breite der Software durch die Erweiterung um zusätzliche Produktbestandteile weiter vorangetrieben. Somit kann den Kunden ein tieferes Produkterlebnis ermöglicht werden. Durch die Möglichkeit verschiedener Sprachen in den Applikationen, kann auch bei den Kunden eine steigende Produktnutzung beobachtet werden. Hiermit konnte eine der dringendsten Kundenanfragen bedient werden.

Eine wesentliche Änderung im Geschäftsmodell ist in der Preisgestaltung der Capmo Software zu sehen. Das bestehende Preismodell auf Basis von Nutzerlizenzen wurde im Jahr 2023 durch die metrik gestützte Preisgestaltung auf Basis des Bauvolumens einer Baufirma abgelöst. Generell wird erwartet, dass die neue Preisgestaltung ein zentrales Element im weiteren Geschäftsverlauf sein wird.

Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 44% gestiegen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist von 92 Arbeitnehmern auf 90 Arbeitnehmern gesunken.

3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 5.630 (Vorjahr: TEUR 3.920). Daraus wurden 95% im Inland, 3% im EU-Land und 2% im Drittland erwirtschaftet.

Sonstige betriebliche Erträge sind in Höhe von TEUR 387 entstanden (Vorjahr: TEUR 70). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem Investitionszuschuss in Höhe von TEUR 126 sowie einem periodenfremden Ertrag in Höhe von TEUR 171.

Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 7.274 (Vorjahr: TEUR 7.295). Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 90 Arbeitnehmer (Vorjahr: 92 Arbeitnehmer).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 gesamt auf TEUR 6.051 (Vorjahr: TEUR 5.881) und ergeben eine Aufwandsquote von 107% (Vorjahr: 150%) im Vergleich zu den Umsatzerlösen. Der Anstieg der Aufwendungen ist vor allem in den erhöhten Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 866 (Vorjahr: TEUR 288) für den Standort München zu begründen, die mit dem Einzug in das neue Büro einhergingen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 83), davon entfallen TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 77) auf Abschreibungen auf Sachanlagen inklusive Sofortabschreibungen auf geringwertige Wirtschaftsgüter.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR -7.309 (Vorjahr: TEUR -9.186) und ist vor allem durch notwendige Investitionen in der Produktentwicklung sowie interner Prozesse und Systeme geprägt.

4. Finanzlage

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2023 TEUR 14.715 (Vorjahr: TEUR 22.068), was einer Eigenkapitalquote von 78% (Vorjahr: 87%) entspricht. Die Veränderung des Eigenkapitals ergibt sich aus dem Verlustvortrag 2022.

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Neuinvestitionen in immaterielle Vermögensgegenstände getätigt. Hingegen wurden im Bereich der Sachanlagen im Laufe des Geschäftsjahres 2023 Investitionen, insbesondere in Form von Büroausstattungen, im Rahmen des Umzuges in die neuen Büroräume am Standort München, vorgenommen.

Die Aufwendungen des operativen Geschäfts sowie die getätigten Investitionen in Sachanlagen wurden aus dem Finanzmittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie den vorhandenen liquiden Mitteln finanziert.

Im Geschäftsjahr 2023 belaufen sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 368 (Vorjahr: TEUR 427) und sonstige Verbindlichkeiten auf TEUR 282 (Vorjahr: TEUR 164).

5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag TEUR 18.869 (Vorjahr: TEUR 25.434).

Die Finanzanlagen stiegen im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 659 um TEUR 774 und machen 8% der Bilanzsumme aus. Der Anstieg der Finanzanlagen entsteht durch die Mietkaution für die neue Bürofläche am Standort München.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens betragen insgesamt TEUR 1.134 (Vorjahr: TEUR 2.761) und machen 6% der Bilanzsumme aus. Diese Senkung resultiert in erster Linie aus den zurückgegangenen Guthaben in Höhe von TEUR 186 (Vorjahr: TEUR 2.259), die zum Ende des Geschäftsjahres auf den Payhawk Konten (Software für das Ausgabenmanagement) dokumentiert wurden.

Die liquiden Mittel betragen TEUR 15.474 (Vorjahr: TEUR 21.547).

Die Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 494 (Vorjahr: TEUR 584) und beinhalten Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 129). Der Anstieg für die Drohverlustrückstellungen resultiert aus der Differenz der zu leistenden Mietaufwendungen, die im Vergleich zu den erhaltenen Erlösen aus der Untermiete für die alte Bürofläche am Standort München höher ausfällt. Gleichzeitig kann die in Gesamtheit reduzierte Summe der sonstigen Rückstellungen auf eine Minderung der Personalkostenrückstellungen, insbesondere für Abfindungszahlungen, Bonuszahlungen sowie Urlaubsrückstellungen zurückgeführt werden.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 649 (Vorjahr: TEUR 591) sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 368 (Vorjahr: TEUR 427) enthalten. Weiterhin betragen die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten TEUR 282 (Vorjahr: TEUR 164), deren Anstieg insbesondere auf eine erhaltene Kaution für die Untermiete des bisherigen Büros in Höhe von TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 0) sowie ein erhaltenes Wandeldarlehen in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 0) zurückzuführen ist. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden im laufenden Geschäftsjahr nicht (Vorjahr: TEUR 0).

6. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentliche Kennzahl für die Unternehmenssteuerung ist der Umsatz.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Die Gesellschaft sieht Wachstumschancen in der deutlich stärkeren Fokussierung auf Enterprise-Kunden. Eine deutlich geringere Preissensitivität, aber auch ein deutlich ausgeprägtes Verständnis für die positiven Möglichkeiten einer zentral angelegten Digitalisierungsstrategie, bestimmen dieses Kundensegment.

Ebenfalls bieten sich sehr hohe Wachstumschancen durch die Weiterentwicklung des bisherigen Softwareumfangs. Durch die Ausweitung der Funktionalitäten der Software hin zu einer vollumfänglichen Baumanagement Software findet eine deutlich stärkere Verankerung beim Kunden statt. Zusätzlich kann sich die Gesellschaft mit Produktentwicklungen im Bereich AI, aber auch durch Integrationen in die bestehende Softwarelandschaft weiter am Markt etablieren. Der Einsatz von Robotern, autonomen Maschinen und KI in der Baubranche kann die Produktivität verbessern, die Sicherheit erhöhen und den Fortschritt der Arbeiten effizienter gestalten. Software, die diese Technologien integriert, eröffnet neue Möglichkeiten in der Bauplanung und -ausführung.

2. Risiken

Die wirtschaftliche Aussicht für Deutschland im Jahr 2024 ist mit einigen Risiken behaftet, die das Wachstum negativ beeinflussen könnten. Nach Einschätzung verschiedener Quellen könnte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 ein geringes Wachstum von etwa 0,3% erleben, eine Abwärtsrevision von früheren Prognosen, die ein Wachstum von 0,8% vorhersagten.

Einige der wichtigsten Risikofaktoren, die eine Rezession auslösen könnten, sind hohe Energiepreise, geopolitische Unsicherheiten und die strukturellen Herausforderungen innerhalb der deutschen Wirtschaft. Trotz des Rückgangs der Großhandelsenergiepreise und der Einführung von Energieunterstützungsmaßnahmen bleibt die Energiekostenbelastung ein kritischer Punkt. Diese hohen Energiekosten könnten insbesondere energieintensive Branchen weiterhin belasten.

Zudem wird die deutsche Wirtschaft durch hohe Zinsen und eine Abkühlung der globalen Wirtschaft beeinträchtigt. Die schwache Nachfrage im verarbeitenden Gewerbe, die Unsicherheiten in der Haushaltsführung und die Diskrepanzen in der Energiepolitik tragen ebenfalls dazu bei, das Investitionsklima zu dämpfen.

Ein weiterer signifikanter Faktor ist die demografische Entwicklung. Deutschland sieht sich mit einem Mangel an Fachkräften konfrontiert, was das Wirtschaftswachstum weiter einschränken könnte. Diese strukturellen Herausforderungen erfordern eine langfristige Strategie, die Bildung, Einwanderung von Fachkräften und bessere Arbeitsbedingungen umfasst, um das Potenzial der Wirtschaft voll auszuschöpfen.

Branchenspezifische und ertragsorientierte Risiken

Für Softwareunternehmen, die in der Baubranche tätig sind, bestehen mehrere Risiken für das Unternehmenswachstum im Jahr 2024. Die größten Herausforderungen liegen in der Anpassung an die sich schnell ändernden technologischen und regulativen Anforderungen.

Eines der Hauptprobleme ist der Stillstand bei der Digitalisierung innerhalb der Bauindustrie. Fast jedes zweite Bauunternehmen sieht einen Nachholbedarf beim Einsatz digitaler Lösungen, und 90% der Unternehmen nennen den Fachkräftemangel als größte Hürde bei der Nutzung dieser digitalen Lösungen. Diese Herausforderungen haben weitreichende Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten in der Bauindustrie, einschließlich Kostendruck und Projektstopps.

Softwareunternehmen in der Baubranche müssen diese Risiken bewältigen, indem sie innovative Lösungen entwickeln, die auf Effizienzsteigerung, Nachhaltigkeit und die Überwindung des Fachkräftemangels abzielen. Die Implementierung fortschrittlicher Technologien wie Lean Construction Management, integrierte Projektentwicklung (IPA), serielle und modulare Bauverfahren sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und automatisierten Baustellen könnten dazu beitragen, diese Herausforderungen zu bewältigen und gleichzeitig neue Geschäftschancen zu eröffnen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das finanzwirtschaftliche Risikomanagement der Capmo GmbH zielt auf die Absicherung des Geschäfts gegen wesentliche Risiken ab, welche geeignet sind, die Einnahmen und Ausgaben des Unternehmens negativ zu beeinflussen.

Kernbestandteile des finanzwirtschaftlichen Risikomanagements sind das interne Kontrollsystem sowie die laufende und fallbezogene Überwachung wesentlicher Indikatoren im Liquiditätsbereich, wie z.B. der Bestand an liquiden Mitteln sowie die Entwicklung von Forderungen und Verbindlichkeiten.

Das Risiko von Forderungsausfällen wurde für den überwiegenden Teil der Umsätze durch den gezielten Einsatz geeigneter Zahlungsweise und Zahlungsdienstleister eliminiert. Bisher sieht die Gesellschaft keinen Bedarf, sich weiterer externer Dienstleister zu bedienen, wie beispielsweise dem Angebot von Factoring Unternehmen.

IT-Risiken

Potenziellen IT-Risiken, wie Infrastrukturausfälle, wirkt die Capmo GmbH durch mehrfach redundante Infrastruktur entgegen. Gleichzeitig werden Software und Hosting Anbieter nach einem internen Auswahlprozess ausgewählt.

Im Bereich der Enterprise Kunden Beratung sind bereits steigende Anforderungen für die IT-Sicherheit spürbar, da Softwareausfälle zu enormen Folgeschäden führen können.

Ein entsprechendes Nutzer- und Rechtesystem sorgt zusätzlich für eine Minimierung von Schwachstellen an der Infrastruktur. Die neuen Büroräume, die von der Unternehmung im Jahr 2023 bezogen wurden, verfügen über den neuesten Stand der Technik im Bereich IT Infrastruktur, Systemkomponenten sind mindestens zweifach ausgelegt. Eine weitreichende automatische Prüfung des Systemstatus aller Teilsysteme schließt zudem den schleichenden oder unbemerkten Systemausfall aus.

Aus diesem Grund wurde die interne IT Management Abteilung direkt unter den CTO zugeordnet, um die Einbindung dieser Funktion in die Produktentwicklung sicherzustellen.

IV. Prognosebericht

Die Prognosen für die deutsche Bauwirtschaft im Jahr 2024 zeigen ein gemischtes Bild: Auf der einen Seite stehen Herausforderungen wie Fachkräftemangel, hohe Inflation und strukturelle Probleme, die eine exakte Konjunkturprognose erschweren. Besonders die ambitionierten Ziele für den Wohnungsbau scheinen unerreichbar, mit erwarteten Fertigstellungen weit unter dem Soll. Der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) prognostiziert einen realen Umsatzrückgang um 3 Prozent im Bauhauptgewerbe.

Dennoch gibt es auch positive Signale: Die Nachhaltigkeitswende und die Einführung neuer Technologien wie Lean Construction Management und serielle Bauverfahren könnten langfristig für Impulse sorgen. Lean Construction, das auf Effizienzsteigerung und Minimierung von Verschwendung abzielt, könnte Projekte um bis zu 30 Prozent beschleunigen. Serielles Bauen verspricht zudem durch vorindustrielle Fertigungsprozesse kürzere Bauzeiten und Kosteneinsparungen.

Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2024 bezüglich der Capmo GmbH werden weiterhin vom Umsatzwachstum geprägt. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit Umsatzerlösen in einer Größenordnung von € 6,6 Mio. geplant. Auch für das Geschäftsjahr 2025 wird mit steigenden Umsatzerlösen gerechnet. Hier wird mit einer Umsatzsteigerung von € 1,8 Mio. geplant.

Durch den klaren Fokus auf den Generalunternehmer als zentrale Schlüsselposition auf einem Bauprojekt, werden einzelne Prozesse und Initiativen deutlich stärker auf diese Gruppe ausgelegt. Dieses Vorgehen wird sich sowohl in den Umsatzzahlen für die Jahre 2024 und 2025 aus diesem Segment widerspiegeln als auch in der Organisationsausrichtung.

 

München, den 15. April 2024

Capmo GmbH

Geschäftsführung

Florian Biller

Sebastian Schlecht

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.746.861,91 829.973,38
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
II. Sachanlagen 313.691,00 170.632,40
III. Finanzanlagen 1.433.169,91 659.339,98
B. Umlaufvermögen 16.607.987,98 24.307.902,68
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.133.940,42 2.760.815,79
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 15.474.047,56 21.547.086,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 513.739,56 295.791,41
Aktiva 18.868.589,45 25.433.667,47

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 14.714.821,51 22.067.545,10
I. ausgegebenes Kapital 62.411,00 62.411,00
1. Gezeichnetes Kapital 63.743,00 63.743,00
2. eigene Anteile -1.332,00 -1.332,00
II. Kapitalrücklage 41.542.288,14 41.542.288,14
III. Verlustvortrag 19.537.154,04 10.270.553,19
IV. Jahresfehlbetrag 7.352.723,59 9.266.600,85
B. Rückstellungen 494.261,07 583.699,28
C. Verbindlichkeiten 649.031,00 591.024,23
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.010.475,87 2.191.398,86
Passiva 18.868.589,45 25.433.667,47

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.514.859,76 3.840.494,56
2. Personalaufwand 7.274.213,84 7.294.624,74
a) Löhne und Gehälter 6.080.098,86 6.129.882,12
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.194.114,98 1.164.742,62
davon für Altersversorgung 7.521,15 3.303,94
3. Abschreibungen 131.230,56 82.855,99
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 131.230,56 82.855,99
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.549.629,25 5.731.682,58
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 87.823,63 2.078,14
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 333,33
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 10,24
8. Ergebnis nach Steuern -7.352.723,59 -9.266.600,85
9. Jahresfehlbetrag 7.352.723,59 9.266.600,85

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Capmo GmbH, München

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Capmo GmbH hat ihren Sitz in München und ist unter der Nummer HRB 239286 im Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, da die Gesellschaft im Prognosezeitraum planmäßig über ausreichend finanzielle Mittel verfügt. Im Übrigen waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von bis zu 3 Jahren linear abgeschrieben

2. Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen werden linear entsprechend den folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen:

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 13 Jahre

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von netto EUR 250,00 werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt.

3. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nennwerten angesetzt. Den besonderen Ausfallrisiken der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung ist durch ausreichend bemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen

5. Liquide Mittel

Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

6. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

7. Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

9. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

10. Fremdwährungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

III. ANGABEN ZU BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel auf der folgenden Seite dargestellt.

2. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 158 (Vorjahr TEUR 37).

3. Verbindlichkeiten

Es bestehen sonstige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von TEUR 132 (Vorjahr TEUR 0). Sämtliche weitere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen wie folgt:

Bis 1 Jahr: TEUR 910
1 bis 5 Jahre: TEUR 6.909
ab 5 Jahre: TEUR 5.982
Gesamt TEUR 13.801

IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 5.258 (Vorjahr EUR 25.999) enthalten.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung in Höhe von EUR 12.181 (Vorjahr EUR 10.665) enthalten.

V. SONSTIGE ANGABEN

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 90 Arbeitnehmer, davon zwei Geschäftsführer.

2. Gesellschaftsorgane

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:

Herr Florian Biller, Unternehmer

Herr Sebastian Schlecht, Unternehmer

Bezüglich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

3. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

4. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag von EUR 7.352.723,59 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 15. April 2024

Capmo GmbH

Geschäftsführung

Florian Biller

Sebastian Schlecht

01.01.23
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
31.12.23
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.404,31 0,00 0,00 0,00 51.404,31
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 382.845,11 274.747,16 27.966,09 14.494,40 644.120,58
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.494,40 0,00 0,00 -14.494,40 0,00
397.339,51 274.747,16 27.966,09 644.120,58
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 659.339,98 773.829,93 0,00 0,00 1.433.169,91
Gesamt 1.108.083,80 1.048.577,09 27.966,09 2.128.694,80
01.01.23
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.23
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.403,31 0,00 0,00 51.403,31
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 226.707,11 131.230,56 27.508,09 330.429,58
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
226.707,11 131.230,56 27.508,09 330.429,58
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 278.110,42 131.230,56 27.508,09 381.832,89
01.01.23
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.23
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.403,31 0,00 0,00 51.403,31
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 226.707,11 131.230,56 27.508,09 330.429,58
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
226.707,11 131.230,56 27.508,09 330.429,58
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 278.110,42 131.230,56 27.508,09 381.832,89

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Capmo GmbH, München:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Capmo GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Capmo GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 30. April 2024

Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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