systec POS-Technology GmbH

Lindberghstraße 8, 82178 Puchheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 47176
Eingetragen
22.11.2001
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von mechanischen Geräten, elektronischen Geräten und Software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alice Usai
seit 1.4.2021
Prokura
Geschäftsführer
Tobias Gunderlach
seit 14.6.2019
Prokura
Andreas Filosi
seit 22.11.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
50.00%
40.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Franz Wieth
Feldafing
25.600 €
50.00%
Andreas Filosi
Inning
20.380 €
40.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

systec POS-Technology GmbH

Puchheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.12.2022 bis zum 30.11.2023

Lagebericht

Vorbemerkungen

Die systec POS-Technology GmbH (kurz: "systec GmbH" oder "Gesellschaft") gilt als mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. §267 (2) HGB und ist zur Aufstellung des Jahresabschlusses nach deutschem Handelsrecht verpflichtet. Soweit im Lagebericht zahlenmäßige Darstellungen erfolgen, beziehen sich diese auf den nach deutschen Vorschriften (HGB) aufgestellten Einzelabschluss der systec GmbH.

1. Grundlagen des Unternehmens

systec bewirbt seine Produkte bei allen LEH-Betrieben weltweit, gleichzeitig unterhält systec sehr gute Beziehungen zu fast allen Einkaufswagenherstellern, die systec Produkte auf Ihren Einkaufswagen montieren und weiterverkaufen.

systec unterhält eine eigene Entwicklungsabteilung, um bei Technik und Design im Marktsegment Einkaufswagenzubehör eine führende Rolle einnehmen zu können. Die wichtigsten Produktsegmente die systec anbietet sind Pfandsysteme für Einkaufswagen, als auch ergonomische Griffsysteme.

Die Absatzmärkte von systec sind vor allem Europa, Nordamerika und Australien und zu einem geringeren Teil Asien und Nahost.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Branchenkonjunktur im Geschäftsjahr 2023 war geprägt durch eine starke Investitionszurückhaltung bedingt durch die hohen Energiekosten und eine nach wie vor große Unsicherheit bei der Teile- und Warenversorgung. Große Kunden wie z.B. die Schwarz Gruppe haben im Investitionsgüterbereich die Budgets um mehr als 50% gekürzt. Dadurch wurden viele Neuprojekte nicht realisiert bzw. auf das Folgejahr verschoben. Im USA-Geschäft war das Minus beim Umsatz bedingt durch die Beendigung eines großen Nachrüstprojektes beim Kunden SEG.

Trotz dieser ungünstigen Marktentwicklung war systec in der Lage, seine Marktposition im Vergleich mit den Wettbewerbern zu behaupten. Im abgelaufenen Jahr wurden die ersten Märkte mit dem hybriden Pfandschloss installiert. Dieses hybride Pfandschloss kann sowohl mechanisch mit Münze als auch elektronisch mit einem Smartphone ausgelöst werden.

b) Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf in 2023 von systec war analog zur Branchenentwicklung, vor allem bis Jahresmitte, eher schwach. Es ergab sich bis einschließlich Juli eine negative Differenz zum Vorjahr beim Umsatz in Höhe von mehr als 23%, zum Geschäftsjahresende lag die negative Differenz bei immer noch etwas über 20%.

Die Situation auf den Rohstoffmärkten hat sich leicht gebessert, die Rohstoffpreise und Materialzuschläge waren im Vergleich zum Jahr 2022 leicht rückläufig.

Marktanteil und Wettbewerbsposition waren im Jahr 2023 stabil, es gab keine wesentlichen Veränderungen.

c) Ertragslage

Die Ergebnisentwicklung im Jahr 2023 war entsprechend der Entwicklung beim Umsatz, im Vergleich zu 2022, rückläufig. Nachdem sich der Umsatz um mehr als 20% gegenüber Vorjahr verringert hat, war die Auswirkung beim Ergebnis mit minus 55% deutlich negativ. Der Hauptanteil beim Umsatz wurde nach wie vor in Europa erzielt, dahinter folgen die USA und Kanada.

d) Finanzlage

Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren zu jederzeit sichergestellt. Neben den vorhandenen liquiden Mitteln, stehen ausreichend verbindliche und derzeit nur teilweise in Anspruch genommene Kreditzusagen zur Verfügung. Die finanzielle Lage der Gruppe ist somit als sehr gut einzustufen. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wurden von systec nicht genutzt.

d1) Kapitalstruktur

Die Kapitalstruktur ist ausgewogen. Die Eigenkapitalquote beträgt 65,30 % und liegt damit über dem Branchendurchschnitt. Die Eigenkapitalrendite liegt mit 14,36 % deutlich über dem allgemeinen Kapitalmarktzins für langfristige Anlagen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden aufgrund von Investitionen und Betriebsmittelfinanzierungen von 834 T€ auf 2.390 T€ erhöht. Alle Investitionen im Bereich des beweglichen Anlagevermögens, vor allem Anschaffungen im Bereich Digitalisierung, können aus den laufend zur Verfügung stehenden Finanzmitteln und genutzten Kreditlinien getätigt werden.

Aktuell weist die Bilanz Guthabenbestände von insgesamt 2.077 T€ aus. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich gegenüber dem Vorjahr um 953 T€ vermindert, die Lieferantenverbindlichkeiten haben sich im gleichen Zeitraum um 111 T€ vermindert.

Zum Abschlussstichtag 30.11.2023 weist die Bilanz der Gesellschaft eine Bilanzsumme in Höhe von 11.099 T€ aus. Das Eigenkapital verringerte sich auf 7.248 T€ und hat damit einen Anteil an der Bilanzsumme von 65,30 %.

d2) Investitionen

Investitionen im Bereich Maschinen und Anlagen wurden im Kalenderjahr 2023 im Umfang von ca. 250 T€ getätigt. Darüber hinaus gab es Investitionen im Bereich Digitalisierung und IT-Infrastruktur. Die Abschreibung im laufenden Jahr beträgt 3,21 % des Rohergebnisses und hat sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig verändert. Diese wird sich in den kommenden Jahren aufgrund weiterer Investitionen im Bereich Digitalisierung und IT erhöhen.

d3) Liquidität

Die Liquiditätslage unserer Gesellschaft ist gut, es sind derzeit keine Engpässe zu erwarten. Durch eine weitere bisher nicht vollständig ausgeschöpfte Kreditlinie besteht die Möglichkeit, eventuelle kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken.

e) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Eigenkapitalrendite 14,36 %
Gesamtkapitalrendite 14,27 %
Umsatzrendite 11,36 %
Cashflow zu Umsatzerlösen 13,18 %
Working Capital 336,67 %
EBIT 1.553 T€

Die Kundenzufriedenheit ist nach wie vor sehr hoch, was sich darin manifestiert, dass die Lieferbeziehungen mit einem Großteil der Kunden bereits seit Jahrzehnten bestehen. Dasselbe gilt für die Mitarbeiterzufriedenheit, die Mitarbeiterfluktuation ist sehr gering.

Das Unternehmen arbeitet kontinuierlich daran, den Energieverbrauch im Unternehmen zu reduzieren. Dies ist sowohl unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes zu betrachten, aber auch im Hinblick auf die Kosten des CO 2 Ausstoßes.

3. Prognose-. Chancen- und Risikobericht

Die Chancen für das Unternehmen ergeben sich in 2024 aus der Vermarktung des neuen digitalen Hybridpfandschlosses, als auch aus der sich belebenden Investitionstätigkeit der großen Handelskunden. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Budgetbeschränkungen im Investitionsgüterbereich maximal zwei Jahre laufen und dann wieder investiert werden muss.

Wir sind auch weiterhin sehr optimistisch für die Smartphonehalterung EASY, nachdem immer mehr Einzelhändler dem Kunden die Möglichkeit geben das Smartphone während des Einkaufs zu nutzen bzw. sogar das Selfscanning per Smartphone einführen.

Aus unserer Sicht besteht in 2024 das Potential für einen sich belebenden Geschäftsverlauf, siehe oben, weshalb wir für 2024 von einem Umsatz- und Gewinnwachstum ausgehen, solange dem nicht geostrategische Ereignisse entgegenstehen.

4. Sonstige Angaben

a) Bericht über Forschung und Entwicklung

systec arbeitet aktiv an der Weiterentwicklung der bestehenden Produktpalette und forscht und entwickelt an weiteren Projekten, die die Digitalisierung des Einkaufswagens und des Einkaufsmarktes betreffen.

b) Bericht über bestehende Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält keine Niederlassungen.

 

Puchheim, den 11. März 2024

gez. Andreas Filosi

gez. Michael Wieth

Bilanz

Aktiva

30.11.2023
EUR
30.11.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.673.304,51 2.681.658,92
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 345.040,30 408.664,30
II. Sachanlagen 1.672.502,01 1.630.811,66
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.462,00 2.472,00
2. technische Anlagen und Maschinen 567.395,00 391.355,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.023.327,00 1.191.201,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 80.318,01 45.783,66
III. Finanzanlagen 655.762,20 642.182,96
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 17.905,21 5.447,97
2. Beteiligungen 636.734,99 636.734,99
3. Sonstige Finanzanlagen 1.122,00
B. Umlaufvermögen 8.300.058,53 8.077.375,60
I. Vorräte 4.413.049,00 4.557.524,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.810.198,17 2.763.278,02
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 412.812,51 1.271.042,79
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.397.385,66 1.492.235,23
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.076.811,36 756.573,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 126.445,87 59.235,34
Aktiva 11.099.808,91 10.818.269,86

Passiva

30.11.2023
EUR
30.11.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.248.755,71 7.769.943,66
I. Gezeichnetes Kapital 52.200,00 52.200,00
II. Gewinnrücklagen 123.800,00 123.800,00
III. Gewinnvortrag 5.993.943,66 5.440.850,09
IV. Jahresüberschuss 1.078.812,05 2.153.093,57
B. Rückstellungen 1.044.960,49 994.689,23
C. Verbindlichkeiten 2.806.092,71 2.053.636,97
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.390.038,82 833.662,56
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 110.522,85
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.285,78 75.401,87
4. sonstige Verbindlichkeiten 406.768,11 1.034.049,69
Passiva 11.099.808,91 10.818.269,86

Gewinn- und Verlustrechnung

1.12.2022 - 30.11.2023
EUR
1.12.2021 - 30.11.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.859.798,36 13.299.271,74
2. Personalaufwand 4.783.089,43 5.049.515,08
a) Löhne und Gehälter 3.907.460,93 4.108.378,21
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 875.628,50 941.136,87
davon für Altersversorgung 80.618,84 188.757,92
3. Abschreibungen 343.011,92 363.483,01
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 343.011,92 363.483,01
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.179.949,07 4.351.894,92
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 89.877,21 77.457,65
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.583,52 -5.016,87
davon aus verbundenen Unternehmen 8.960,91 4.561,02
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 343.097,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 52.171,53 4.718,00
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 4.718,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 432.488,54 1.023.559,86
9. Ergebnis nach Steuern 1.080.671,39 2.157.987,00
10. sonstige Steuern 1.859,34 4.893,43
11. Jahresüberschuss 1.078.812,05 2.153.093,57

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Puchheim und wird bei dem Amtsgericht München unter HRB 47176 im Handelsregister geführt.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022/2023 ist gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt worden.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB; für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt worden.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, über eine Nutzungsdauer von drei Jahren pro rata temporis abgeschrieben worden.

2. Sachanlagen

Die entgeltlich erworbenen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert und, sofern abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Hergestellte Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden auf Einzelkostenbasis zuzüglich angemessener Gemeinkostenzuschläge, soweit diese für die Herstellung notwendig sind, bewertet. Fremdkapitalzinsen sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen sind nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände - zwischen zwei und 20 Jahren - und entsprechend den steuerlichen Vorschriften wie folgt vorgenommen worden:

Anlageposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken linear 6 bis 20 Jahre
technische Anlagen und Maschinen linear 2 bis 16 Jahre
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 2 bis 19 Jahre

Die Zugänge des Berichtsjahres sind gemäß § 253 Abs. 3 Satz 1 HGB zeitanteilig abgeschrieben worden.

Die im Geschäftsjahr 2022/2023 angeschafften abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht überstiegen haben, sind im Jahr der Anschaffung in voller Höhe analog § 6 Abs. 2 EStG abgeschrieben worden.

3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau sind mit dem Anschaffungspreis einschließlich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen angesetzt worden.

4. Finanzanlagen

Die verzinslichen Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind mit dem Nennwert angesetzt worden.

Die Beteiligungen sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen aktiviert worden.

5. Vorräte

Die Vorräte sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um Abschläge aufgrund Erfahrungswerten in Abhängigkeit des Nutzungsgrades (eines pauschalen Abschlags) unter Beachtung des Grundsatzes der verlustfreien Bewertung angesetzt worden.

6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Berücksichtigung notwendiger einer 1 %igen Pauschalwertberichtigung (TEUR 13) zu Nennwerten angesetzt worden.

7. Übrige Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel

Der Ansatz erfolgte jeweils zu Nennwerten.

8. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält vor dem Abschlussstichtag getätigte Ausgaben, die Aufwand für Folgejahre darstellen.

9. Eigenkapital und Rücklagen

Das Eigenkapital und die Rücklagen sind zum Nennbetrag angesetzt.

10. Rückstellungen

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert worden.

11. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt worden.

12. Umrechnung von Fremdwährungsposten

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Euroreferenzkurs am Transaktionstag erfasst. Am Bilanzstichtag ausgewiesene, auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit Laufzeiten von einem Jahr oder weniger werden zum Euroreferenzkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Bei Vermögensgegenständen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr nah Abschlussstichtag erfolgt die Bewertung mit dem niedrigeren Kurs am Abschlussstichtag sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem höheren Kurs am Abschlussstichtag.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023 wird auf den Anlagespiegel verwiesen.

2. Finanzanlagen

Ausgewiesen werden Beteiligungen an folgenden Gesellschaften:

a) 100% an der Ungurean Service GmbH, Kammeltal-Ettenbeuren

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 304.922,70

Im Geschäftsjahr 2023 hat die Ungurean GmbH einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 24.138,30 erzielt.

b) 100% an der systec POS-Technology Inc., St. Charles, USA

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 30. November 2023 EUR 181.044,00 (USD 197.166,00). Im Geschäftsjahr 2023 hat die systec POS-Technology Inc. einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 33.523,00 (USD 36.508,00) erzielt.

Die Werte wurden mit dem amtlichen Kurs von 1,089 umgerechnet.

3. Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von EUR 2.029,15 (i. Vj. EUR 2.029,15) und betreffen Kautionen.

4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Zum Stichtag 30. November 2023 erfolgte gemäß § 246 Abs 2 Satz 2 HGB eine Saldierung der Verpflichtungen aus Pensionszusagen (EUR 788.874,00) mit vorhandenen Aktivwerten aus Rückdeckungsversicherungen. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betrugen EUR 789.996,00.

Der Ansatz der Rückstellung erfolgte anhand der versicherungsmathematischen Gutachten vom 17. Januar 2024 der Allianz Lebensversicherung AG, Berlin, Gutachten vom 23. Oktober 2023 der SLPM Schweizer Leben, Garching und zwei Gutachten vom 8. Dezember 2023 der HDI Lebensversicherung AG, Köln.

Die Pensionsrückstellung ist nach den Vorschriften des § 253 Abs.1 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt worden. Als Rechnungsgrundlage sind die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Klaus Heubeck und als Berechnungsmethode ist das Teilwertverfahren modifiziert verwendet worden. Der Rententrend ist mit 0,00 % berücksichtigt worden. Als Rechnungszinsfuß sind 1,9 % angenommen worden.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum Bilanzstichtag EUR 44,00.

6. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

mit einer Restlaufzeit von
Verbindlichkeiten Gesamtbetrag
TEUR
bis zu einem Jahr
TEUR
einem bis fünf Jahren
TEUR
mehr als fünf Jahren
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.390 1.004 1.386 0
(Vorjahr) (834) (500) (334) (0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 235 235 0 0
(Vorjahr) (346) (346) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9 9 0 0
(Vorjahr) (75) (75) (0) (0)
4. sonstige Verbindlichkeiten 172 172 0 0
(Vorjahr) (798) (798) (0) (0)
Summe 2.806 1.420 1.386 0
(Vorjahr) (2.053) (1.719) (334) (0)

Gegenüber der Sparkasse Fürstenfeldbruck besteht eine Sicherungsübereignung von zwei Spritzgussmaschinen. Gegenüber der Deutschen Bank besteht eine Höchstbürgschaft der EIF über EUR 150.000,00.

7. Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen in den Wertansätzen bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie beim Sachanlagevermögen.

Die Bewertung ist mit einem Steuersatz in Höhe von 15 % erfolgt.

Aufgrund des Vorliegens aktiver Wertansatzdifferenzen bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen ergab sich ein Aktivüberhang von TEUR 184 auf dessen Bilanzierung vom Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht worden ist.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Periodenfremdes Ergebnis

periodenfremde Erträge 2022/2023
TEUR
2021/2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 81 - 81
Buchgewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 12 5 7
Versicherungsentschädigungen 2 1 1
Erträge aus abgeschriebenen Aufwendungen 15 - 15
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1 - 1
Erträge aus der Auflösung der Pauschalwertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1 - 1
sonstige periodenfremde Erträge 30 25 5
61 112 - 51
periodenfremde Aufwendungen
Abschreibungen auf Finanzanlagen - 343 - 343
Steuernachzahlungen Vorjahre - 2 - 2
Buchverluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens - 1 - 1
sonstige periodenfremde Aufwendungen 63 12 51
63 358 - 295
periodenfremdes Ergebnis -2 -246 - 244

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen für die Geschäftsjahre 2023 bis 2029 TEUR 5.476 (2022: TEUR 6.511). Diese Aufwendungen betreffen Mietaufwendungen (TEUR 5.332; i. Vj. TEUR 6.210) bis zum Jahr 2029 sowie Leasingaufwendungen (TEUR 162; i. Vj. TEUR 301) bis zum Jahr 2025.

2. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2022/2023 sind durchschnittlich 71 Arbeitnehmer beschäftigt worden:

Kaufm./techn. Angestellte 33
Gewerbliche Arbeitnehmer 38

3. Geschäftsführung

Die Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2022/2023 vertreten worden durch die Herren:

- Andreas Filosi, Dipl. Betriebswirt (FH);

- Michael Wieth, Dipl. Wirt. Ing. (FH).

Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

4. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, von dem sich aus dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.078.812,05 und dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr unter Berücksichtigung der Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 5.993.943,66 ergebenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 7.072.755,71 diesen auf neue Rechnung vorzutragen.

5. Nachtragsbericht

Das Geschäftsjahr 2023/2024 wird auch weiterhin durch den Ukraine-Krieg sowie mit den dadurch verursachten höheren Energiepreisen beeinflusst werden.

Dies führt bei unseren Kunden zu Budgetkürzungen und somit einhergehend zu rückläufigen Umsatzerlösen sowie Ergebnisverminderungen.

 

Puchheim, den 11. März 2024

gez. Andreas Filosi

gez. Michael Wieth

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.12.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.11.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 9.760.458,22 856,30 59.629,40 9.701.685,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.687.812,03 0,00 0,00 1.687.812,03
2. technische Anlagen und Maschinen 1.152.688,42 241.488,51 3.220,07 1.390.956,86
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.418.089,64 44.225,11 37.518,01 5.424.796,74
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 45.783,66 34.534,35 0,00 80.318,01
8.304.373,75 320.247,97 40.738,08 8.583.883,64
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.447,97 12.457,24 0,00 17.905,21
2. Beteiligungen 1.162.443,30 0,00 0,00 1.162.443,30
3. Rückdeckungsversicherung 0,00 1.122,00 0,00 1.122,00
1.167.891,27 13.579,24 0,00 1.181.470,51
19.232.723,24 334.683,51 100.367,48 19.467.039,27
Abschreibungen
01.12.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.11.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 9.351.793,92 64.468,00 59.617,40 9.356.644,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.685.340,03 1.010,00 0,00 1.686.350,03
2. technische Anlagen und Maschinen 761.333,42 65.444,51 3.216,07 823.561,86
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.226.888,64 212.089,11 37.507,01 4.401.470,74
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.673.562,09 278.543,62 40.723,08 6.911.382,63
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 525.708,31 0,00 0,00 525.708,31
3. Rückdeckungsversicherung 0,00 0,00 0,00 0,00
525.708,31 0,00 0,00 525.708,31
16.551.064,32 343.011,62 100.340,48 16.793.735,46
Buchwerte
30.11.2023
EUR
30.11.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 345.040,60 408.664,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.462,00 2.472,00
2. technische Anlagen und Maschinen 567.395,00 391.355,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.023.326,00 1.191.201,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 80.318,01 45.783,66
1.672.501,01 1.630.811,66
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 17.905,21 5.447,97
2. Beteiligungen 636.734,99 636.734,99
3. Rückdeckungsversicherung 1.122,00 0,00
655.762,20 642.182,96
2.673.303,81 2.681.658,92

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach §§ 276 Satz 1 und 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die systec POS-Technology GmbH, Puchheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Systec POS-Technology GmbH, Puchheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30. November 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis zum 30. November 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Systec POS-Technology -GmbH, Puchheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis zum 30. November 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

Ø entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. November 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis zum 30. November 2023 und

Ø vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

Ø identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

Ø gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

Ø beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

Ø ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

Ø beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ø beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

Ø führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 22. März 2024

ATCon Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Prof. Dr. Manfred Lorch, Wirtschaftsprüfer

gez. Franz-Josef Hans, Wirtschaftsprüfer

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