Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 76749
Eingetragen
18.8.2004
Branche
Tätigkeiten von WerbeagenturenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
Ferner: Die Tätigkeit einer Werbe- und Marketingagentur.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Julia Sommerfeld
seit 20.10.2025
Prokura
Jovan Protić
seit 16.10.2025
Geschäftsführer
Sabrina Dr. Frank
seit 1.10.2025
Prokura
Martin Loske
seit 27.9.2024
Prokura
Fabio Plebani
seit 27.9.2024
Prokura
Petra Stühler
seit 27.9.2024
Prokura
Caroline Erler
seit 27.9.2024
Prokura
Agnieszka Niemeier
seit 27.9.2024
Prokura
Jörn Rehse
seit 5.7.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 4 angezeigt

Germany
20.300 €
74.91%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
95.95%
Filmgarten GmbHAufgelöst
42.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Idealo Internet GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Idealo Internet GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Idealo Internet GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Idealo Internet GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 19. April 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

von Michaelis, Wirtschaftsprüfer

Lichtblau, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände
Rechte und Lizenzen 90.334,00 90.128,00
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.967.238,00 3.267.185,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.156,06 0,00
1.973.394,06 3.267.185,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.303.934,20 33.364.885,53
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.395.204,27 628.031,53
Beteiligungen 0,00 86.220,00
12.699.138,47 34.079.137,06
14.762.866,53 37.436.450,06
UMLAUFVERMÖGEN
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 39.547.187,44 38.882.831,31
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 61.612.455,93 51.284.274,14
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 15.488.288,59 (Vorjahr: EUR 18.748.645,05) Sonstige Vermögensgegenstände 781.131,57 243.353,20
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 54.198,12)
101.940.774,94 90.410.458,65
Finanzmittel 20.304,16 65.439,51
101.961.079,10 90.475.898,16
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.853.522,82 2.648.552,97
BILANZSUMME AKTIVA 119.577.468,45 130.560.901,19

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 27.100,00 27.100,00
Ergebnisvortrag 74.919.931,95 60.448.526,69
Jahresergebnis 9.289.893,96 14.471.405,26
84.236.925,91 74.947.031,95
RÜCKSTELLUNGEN
Steuerrückstellungen 2.707.714,93 3.541.429,31
Sonstige Rückstellungen 9.009.049,01 11.214.451,33
11.716.763,94 14.755.880,64
VERBINDLICHKEITEN
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 100.000,00 210.786,41
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.416.508,30 8.787.196,31
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.254.901,97 19.886.308,88
- davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 7.139.071,93 (Vorjahr: EUR 19.538.036,40)
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 7.254.901,97 (Vorjahr: EUR 12.747.236,95)
- davon mit einer Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 7.139.071,93)
Sonstige Verbindlichkeiten 6.685.952,39 11.756.767,18
- davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 2.391.413,26 (Vorjahr: EUR 6.544.760,97)
- davon aus Steuern: EUR 2.830.512,53 (Vorjahr: EUR 3.771.207,10)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.198,63 (Vorjahr: EUR 10.587,31)
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 6.685.952,39 (Vorjahr: EUR 9.365.353,92)
- davon mit einer Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 2.391.413,26)
23.457.362,66 40.641.058,78
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 166.415,94 216.929,82
BILANZSUMME PASSIVA 119.577.468,45 130.560.901,19

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

01.01.-31.12.2023 01.01.-31.12.2022
EUR EUR
Umsatzerlöse 238.653.369,95 224.062.508,97
Sonstige betriebliche Erträge 1.651.693,79 3.255.144,11
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 471.150,65 (Vorjahr: EUR 93.619,57)
Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -66.251.400,72 -71.518.018,90
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -66.374.846,73 -67.671.810,76
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung -12.323.817,10 -12.390.071,41
- davon für Altersversorgung: EUR -634,57 (Vorjahr: EUR -820,44)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.474.357,72 -2.392.494,42
Sonstige betriebliche Aufwendungen -49.404.270,14 -40.500.871,55
- davon aus Währungsumrechnung: EUR -342.194,87 (Vorjahr: EUR -323.616,35)
Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 28.664,63 1.079.234,14
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 48.654,69 17.172,74
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 47.464,69 (Vorjahr: EUR 17.172,74)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.915.711,79 69.849,53
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.913.582,31 (Vorjahr: EUR 68.251,46)
Abschreibungen auf Finanzanlagen -23.060.951,33 -8.648.702,64
Aufwendungen aus Verlustübernahmen -155.733,18 -187.245,63
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -198.323,90 -777,47
- davon an verbundene Unternehmen: EUR -198.323,63 (Vorjahr: EUR 0,00)
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -13.764.500,07 -10.702.511,45
Jahresergebnis 9.289.893,96 14.471.405,26

Anhang 2023

1. Grundlagen

Die Idealo Internet GmbH hat ihren Sitz in Berlin. Die Gesellschaft wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Handelsregisternummer HRB 76749 B geführt.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften des HGB; die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Abnutzbare Vermögensgegenstände werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Den planmäßigen Abschreibungen lagen folgende betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde:

Software 3-5 Jahre
Sonstige Lizenzen und Rechte 1 - 5 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3-25 Jahre
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 15 Jahre

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zu dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Finanzmittel werden zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben zum Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag betreffen.

Rückstellungen werden nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet; erwartete Preis- und Kostensteigerungen werden hierbei berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen zum Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag betreffen.

Die Fremdwährungsbewertung von Forderungen, Finanzmitteln sowie sonstigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

Auf temporäre Differenzen zwischen den steuerrechtlichen Wertansätzen und den Ansätzen in der Handelsbilanz sowie auf Zins- und Verlustvorträge werden latente Steuern ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden in Summe verrechnet; ein sich hieraus ergebender Überhang aktiver latenter Steuern wird nicht angesetzt.

3. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Berichtsjahr ist im Anlagespiegel dargestellt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hatten wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthielten im Wesentlichen Finanzforderungen aus dem Cashpooling mit der Axel Springer SE (TEUR 39.900) sowie Forderungen aus der Entschädigungszahlung im Zusammenhang mit der vorzeitigen Aufhebung des Hauptmietvertrags in 2021 für den ehemaligen Hauptstandort in Berlin Kreuzberg gegen die AS Services & Immobilien (TEUR 14.625). Zudem waren ebenfalls Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.110 enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen enthielten im Wesentlichen Beträge für ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 6.393) und Urlaub (TEUR 1.493).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen hatten wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Finanzverbindlichkeiten für bereits beschlossene Gewinnausschüttungen für das Jahr 2020 (TEUR 7.139) sowie aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 116).

Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen im Bereich der digitalen Medien erwirtschaftet.

Von den Umsatzerlösen entfielen auf das Ausland TEUR 22.271. Dies entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von 9,33 %.

Periodenfremde Erträge betrafen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 321).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 644 (Vj.: TEUR 558) enthalten.

Im Jahresergebnis waren außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen von TEUR 23.061 enthalten.

Zum 1. Januar 2024 trat das Mindeststeuergesetz in Deutschland in Kraft. Die Gesellschaft fällt grundsätzlich in den Geltungsbereich dieser Rechtsvorschrift. Die potentiellen Auswirkungen werden derzeit analysiert. Das Ergebnis der Analyse liegt aktuell noch nicht vor.

4. Sonstige Angaben

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 39.168. Davon entfallen TEUR 29.822 auf zukünftige Mietkosten.

Der Berechnung der latenten Steuern wurde grundsätzlich ein kombinierter Ertragsteuersatz von 30,18 % zu Grunde gelegt. Die Steuerermittlung zum 31. Dezember 2023 ergab einen Überhang aktiver latenter Steuern. Diese resultieren im Wesentlichen aus der niedrigeren steuerrechtlichen Bewertung der Rückstellungen.

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 976 Mitarbeiter.

Angaben zu den Honoraren der Wirtschaftsprüfer sind unterblieben, da die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Axel Springer SE, Berlin, einbezogen ist, die diese Angaben in ihrem Anhang veröffentlicht.

Die Schutzvorschrift des § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB wurde angewandt.

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr Herr Dr. Albrecht von Sonntag, Jurist und Herr Jörn Rehse, Diplom Informatiker.

Herr Maxim Nohroudi, Wirtschaftswissenschaftler, wurde nach Ende des Geschäftsjahres zum Geschäftsführer bestellt.

Die Schutzvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in Höhe von EUR 9.289.893,96 vollständig auszuschütten.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Axel Springer SE, Berlin, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis aufstellt, einbezogen. Sie ist dadurch von der Verpflichtung befreit, einen eigenen Konzernabschluss zu erstellen. Der Konzernabschluss der Axel Springer SE wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

 

Berlin, 28. März 2024

Idealo Internet GmbH

gez. Dr. Albrecht von Sonntag

gez. Jörn Rehse

gez. Maxim Nohroudi

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Rechte und Lizenzen 1.407.374,70 1.000,00 0,00 1.408.374,70
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 4.309,55 0,00 0,00 4.309,55
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.226.512,34 217.910,72 1.724.386,06 18.720.037,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 176.304,19 170.148,13 6.156,06
20.230.821,89 394.214,91 1.894.534,19 18.730.502,61
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 42.041.088,17 0,00 0,00 42.041.088,17
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.095.763,30 1.767.172,74 467.731,77 2.395.204,27
Beteiligungen 551.899,70 0,00 551.899,70 0,00
Sonstige Ausleihungen 106.586,46 0,00 106.586,46 0,00
43.795.337,63 1.767.172,74 1.126.217,93 44.436.292,44
65.433.534,22 2.162.387,65 3.020.752,12 64.575.169,75
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Rechte und Lizenzen 1.317.246,70 794,00 0,00 1.318.040,70
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 4.309,55 0,00 0,00 4.309,55
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.959.327,34 1.473.563,72 1.680.092,06 16.752.799,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
16.963.636,89 1.473.563,72 1.680.092,06 16.757.108,55
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.676.202,64 23.060.951,33 0,00 31.737.153,97
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 467.731,77 0,00 467.731,77 0,00
Beteiligungen 465.679,70 0,00 465.679,70 0,00
Sonstige Ausleihungen 106.586,46 0,00 106.586,46 0,00
9.716.200,57 23.060.951,33 1.039.997,93 31.737.153,97
27.997.084,16 24.535.309,05 2.720.089,99 49.812.303,22
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Rechte und Lizenzen 90.334,00 90.128,00
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 0,00 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.967.238,00 3.267.185,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.156,06 0,00
1.973.394,06 3.267.185,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.303.934,20 33.364.885,53
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.395.204,27 628.031,53
Beteiligungen 0,00 86.220,00
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
12.699.138,47 34.079.137,06
14.762.866,53 37.436.450,06

Lagebericht für 2023

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Idealo Internet GmbH (idealo), mit Sitz in Berlin-Mitte, wurde im Jahr 2000 gegründet und gehört zu 74,9 % zum Konzern der Axel Springer SE, Berlin (vollkonsolidiert). Im Rahmen der Finanzberichterstattung des Axel Springer Konzerns ist idealo dem Geschäftsbereich "Other Business Units" zugeordnet.

Als Kerngeschäft bietet idealo eine Produkt- und Preissuchmaschine auf der Website idealo.de an. Der Nutzer kann Produkte segmentiert nach unterschiedlichen Merkmalen suchen und die Preise verschiedener Online-Händler vergleichen. Ist ein Nutzer am Kauf eines Produkts interessiert, gelangt er von der idealo-Website durch Klicken auf die Seiten des ausgewählten Online-Shops. Je nach vertraglicher Regelung bezahlt ein Online-Händler idealo für seine Dienstleistungen entweder einen festen Preis pro vermittelten Besuch eines potenziellen Kunden oder einen zum realisierten Kundenumsatz prozentualen Preis.

idealo bietet seinen Preisvergleich neben Deutschland auch in Österreich, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien an. Darüber hinaus existiert in diesen und weiteren Ländern eine Flugsuche sowie in Deutschland zusätzlich eine Unterkunftssuche.

Die Verbraucherstimmung hat sich laut Erhebungen der Gesellschaft für Konsumforschung im Verlauf des Jahres 2023 leicht erhöht. Allerdings liegt sie noch deutlich unter dem Niveau von Anfang 2022. Die leichte Verbesserung des Konsumklimas ist vor allem besseren Einkommensaussichten in Folge geringerer Inflation zuzuschreiben. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stiegen die Verbraucherpreise im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 5,9% an, während sie im Jahr 2022 noch um 6,9 % angestiegen sind.

Nach Angaben vom Handelsverband Deutschland aus dem Januar 2024 betrugen die E-Commerce-Umsätze in Deutschland im Jahr 2023 ca. 84 Mrd. EUR. Das entspricht einem leichten Rückgang in Höhe von knapp -0,4 % gegenüber dem Vorjahr. Nach anhaltend konstantem Wachstum und einem Höhenflug während der Corona-Pandemie erlebte der deutsche E-Commerce zuletzt stagnierende Umsätze.

Auf Basis der Jahresendprognose des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft vom Dezember 2023 sind die Netto-Werbeeinnahmen in Deutschland im Jahr 2023 leicht um 1,4 % gewachsen. Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung war das überproportionale Wachstum der digitalen Werbung, die ihren Anteil auf 48 % steigern konnte (Vj. 46 %).

Mit einem deutlichen Umsatzanstieg von 7 % konnte sich idealo von diesen Markttrends auf Ebene der Umsatzerlöse entkoppeln. In Zeiten hoher Preissensibilität und wirtschaftlicher Unsicherheit haben viele Nutzer auf den bekannten, umfangreichen und vertrauenswürdigen idealo Preisvergleich zurückgegriffen.

Aktuell finden sich auf idealo.de rund 570 Mio. Angebote von Online-Händlern. Darüber hinaus ist idealo.de laut SimilarWeb mit ca. 16,0 Mio. Unique Visitors im Dezember 2023 erneut die reichweitenstärkste Preissuchmaschine Deutschlands.

Zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit der unterschiedlichen Bereiche werden die zentralen Steuerungsgrößen operatives IFRS-EBITDA, Umsatzerlöse und Ergebnis vor Steuern verwendet. Das operative IFRS-EBITDA berechnet sich dabei aus dem Ergebnis vor Steuern, zuzüglich Abschreibungen und bereinigt um das Finanz- und Beteiligungsergebnis.

Neben den finanziellen Steuerungsgrößen wird die Anzahl der Klicks als nicht finanzieller Leistungsindikator verwendet, auch wenn das Unternehmen als Ganzes nicht danach gesteuert wird.

Im Jahr 2024 wird der Fokus auf der Ausweitung und Verbesserung des klassischen Preisvergleichs liegen. Dazu sind weitere Investitionen in Personal, Werbung und IT- Dienstleistungen geplant. Sämtliche Investitionen werden aus dem eigenen Cashflow finanziert.

idealo betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Sinne eines Industrieunternehmens. Die verschiedenen Bereiche des Unternehmens konzentrieren sich auf die stetige Optimierung des bestehenden Angebots sowie auf die Etablierung von innovativen Produkten im Markt. Dabei werden digitale Entwicklungen fortlaufend berücksichtigt und das eigene Angebot den Bedürfnissen der Kunden angepasst.

2. Ertragslage

idealos Umsatzerlöse verbesserten sich gegenüber dem Vorjahr um 7 % auf insgesamt TEUR 238.653. Dies ist sowohl auf eine steigende Nutzung (Klicks), als auch auf die Erhöhung der durchschnittlichen Klickpreise im Zuge einer verbesserten Kauf- Conversion auf den Seiten der Partner-Shops zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind hingegen um insgesamt TEUR 1.603 gefallen. Dafür ursächlich ist, dass die Anpassung der Entschädigungszahlung in Folge der vorzeitigen Aufhebung des Hauptmietvertrages für den ehemaligen Hauptstandort in Berlin Kreuzberg im Jahr 2023, abweichend zu 2022, nicht ertrags-, sondern aufwandserhöhend gewirkt hat.

idealo beschäftigte 2023 durchschnittlich 976 festangestellte Mitarbeitende (Vj. 1.078). Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Nettorückgang von 102 Mitarbeitenden. Ursächlich hierfür ist die nicht fortgeführte Direktkauf-Funktionalität und die damit verbundene Konzentration auf den klassischen Preisvergleich. Die Personalaufwandsquote hat sich entsprechend auf 33 % reduziert (Vj. 36 %).

Der Gesamtaufwand aus operativer Tätigkeit stieg gegenüber dem Vorjahr leicht um TEUR 1.355 auf TEUR 195.829 an. Dies lag vor allem an erhöhten IT- (+ TEUR 5.270) und Werbeaufwand (+ TEUR 3.635). Gegenläufig sind der Personal- (- TEUR 1.363), der Materialaufwand (- TEUR 5.267) und die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen gesunken (- TEUR 918).

In Folge höherer Abschreibungen auf Finanzanlagen (+ TEUR 14.412) hat idealo trotz der höheren Umsatzerlöse ein leicht geringeres Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 23.054 (Vj. TEUR 25.174) erzielt. Der Jahresüberschuss hat sich im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr entsprechend auch um TEUR 5.182 auf TEUR 9.290 verringert.

Das operative IFRS-EBITDA, welches neben den Abschreibungen auf Finanzanlagen auch nicht die im Geschäftsjahr 2023 und 2022 vorgenommenen Anpassungen der pauschalen Entschädigungszahlung beinhaltet, hat sich hingegen um TEUR 12.677 auf TEUR 53.053 erhöht. Die vergleichbare Größe nach HGB für das Geschäftsjahr 2023 weicht im Wesentlichen in den Posten der aktivierten Eigenleistungen (TEUR 2.925) und der Abschreibung auf aktivierte Mietverträge (Nutzungsrechte) gem. IFRS 16 (TEUR 4.128) vom IFRS-Ergebnis ab.

Es ist beabsichtigt, den Jahresüberschuss 2023 in voller Höhe auszuschütten.

Im Einklang mit der Prognose für das Jahr 2023 konnten die Umsatzerlöse gesteigert werden. Die Kostensteigerungen sind wie erwartet eingetreten, allerdings in geringerem Umfang. Entsprechend sind die Ergebnisprognosen nicht wie erwartet eingetroffen: das Ergebnis vor Steuern ist vor allem wegen der hohen Abschreibungen auf Finanzanlagen leicht gesunken, wohingegen das operative IFRS-EBITDA in Folge einer guten Umsatzentwicklung in Verbindung mit nur leicht höherem Gesamtaufwand aus operativer Tätigkeit deutlich gestiegen ist.

3. Finanzlage

Die Finanzlage ist durch die enge finanzielle Verbindung zur Axel Springer SE, Berlin, gekennzeichnet. So werden im Rahmen eines Cash-Poolings die Finanzmittel durch die Axel Springer SE, Berlin, eingezogen und einem Verrechnungskonto gutgeschrieben. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr durch eigene Mittel und durch die Einbindung in das konzernweite Cash-Management der Axel Springer SE, Berlin, jederzeit sichergestellt. Der Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 2023 betrug TEUR 39.921 (Vj. TEUR 27.057). Darin enthalten waren Cash-Pool Forderungen in Höhe von TEUR 39.900 gegen verbundene Unternehmen.

Entsprechend des operativen Ergebnisses lag der operative Cashflow mit TEUR 29.587 um TEUR 3.135 über Vorjahr. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug TEUR 27. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -16.751 beinhaltete insbesondere die Abführung von zwei Tranchen des Jahresüberschusses aus den Geschäftsjahren 2019 und 2020.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug TEUR 119.577 und ist damit um TEUR 10.983 geringer als im Vorjahr. Dieser Effekt ist auf der Aktivseite vor allem auf ein, um TEUR 22.674 gesunkenes Anlagevermögen zurückzuführen. Ursächlich für den Rückgang des Anlagevermögens ist eine Wertberichtigung auf eine Beteiligung. Das Umlaufvermögen ist im Zuge der guten operativen Entwicklung hingegen um TEUR 11.485 gestiegen. Grund hierfür ist im Wesentlichen der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Zusammenhang mit dem Cash-Pooling.

Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um TEUR 9.290, während die Rückstellungen und Verbindlichkeiten auch wegen der zuvor beschriebenen Ausschüttungen um TEUR 20.223 gesunken sind.

5. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von idealo war im Geschäftsjahr 2023 durch eine Umsatzsteigerung geprägt. Während das operative IFRS-EBITDA stark gestiegen ist, ist das HGB-Ergebnis bedingt durch den oben beschriebenen Einmaleffekt deutlich gesunken.

Wesentliche Veränderungen bei den außerbilanziellen Verpflichtungen bzw. Haftungsverhältnissen liegen nicht vor.

6. Risiko- und Chancenbericht

idealo ist zwar in das Risikomanagementsystem der Axel Springer SE, Berlin, eingebunden, aber das Management der Risiken, also die Früherkennung, Bewertung, Steuerung und Dokumentation der Risiken, sowie die Festlegung und Durchführung geeigneter Gegenmaßnahmen und die diesbezügliche Kommunikation liegen im Verantwortungsbereich der Gesellschaft. idealo ist neben der jährlichen Risikoaufnahme dazu verpflichtet, den eigenen Bereich ständig nach einer sich ändernden Risikosituation hin zu überwachen und wesentliche Änderungen der bereichsspezifischen Risikosituation umgehend an den Axel Springer Konzern zu melden.

Für eine möglichst transparente Darstellung der Risikosituation werden alle erfassten Risiken vor Risikosteuerungsmaßnahmen (Bruttobetrachtung) bewertet. Für den Prognosezeitraum 2024 wurden als maßgebliche Risiken, sortiert nach der Höhe der Nettoschäden, das heißt der Schadenshöhe nach Einleitung geeigneter Gegenmaßnahmen, die nachfolgenden Risiken identifiziert.

Als größtes Risiko gilt die Änderung von Suchalgorithmen bei Internet-Suchmaschinen oder die bevorzugte Darstellung von suchmaschineneigenen Diensten. Ein für den Nutzer stetig weiter verbessertes Produkt ist hierbei die effektivste Maßnahme zur Risikobegrenzung, da Suchmaschinen dem Nutzer das stets optimale Ergebnis liefern möchten.

Aufgrund der hohen Integration von Informationstechnologien in Geschäftsprozesse ist idealo auf eine hohe Verfügbarkeit von IT-Komponenten angewiesen, um Unterbrechungen der Geschäftstätigkeit mit weitreichenden Konsequenzen für Erlöse und Reputation zu vermeiden. Externe Faktoren in Form von Cybercrime stellen dabei ein zunehmendes Risiko dar. Als weitere IT-Risiken werden Ereignisse eingestuft, die eine Verletzung der Vertraulichkeit von Informationen oder der Datenintegrität zur Folge haben können. Aus diesem Grund wurden und werden spezifische Maßnahmen ergriffen, um Auswirkungen von kriminellen Handlungen und Ausfall von IT- Komponenten zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Die Maßnahmen werden kontinuierlich analysiert und, sofern notwendig, ausgebaut und verbessert.

Auch bei dem identifizierten Risiko Wettbewerbsverschärfung durch neue Marktteilnehmer (internationale Wettbewerber) gilt als geeignete Gegenmaßnahme, das beste Produkt am Markt anzubieten. Hierfür wird auch im Jahr 2024 weiter sehr intensiv am Produkt gearbeitet, und es werden entsprechende Investitionen getätigt.

In diesem Zusammenhang besteht das Risiko, Markttrends und neue Technologien, beispielsweise künstliche Intelligenz, zu verpassen. Als Gegenmaßnahme erfolgen regelmäßige Marktbeobachtungen durch die verantwortliche Abteilung im Unternehmen.

Die zukünftige Entwicklung von idealo hängt maßgeblich auch von der Einstellung von hoch qualifizierten Mitarbeitenden ab. Insbesondere in Berlin herrscht bezüglich dieser Fachkräfte starker Wettbewerb und damit das Risiko nicht ausreichend Mitarbeitende einstellen zu können. Bereits in der Vergangenheit konnte sich idealo als attraktiver Arbeitgeber etablieren und plant auf diesem Wege auch zukünftige Neueinstellungen zu gewährleisten.

Auch geopolitische Spannungen stellen Risikofaktoren für die Weltwirtschaft dar. Allen voran ist der andauernde Krieg in der Ukraine und der Gaza-Israel-Konflikt zu nennen. Es ist auch jetzt noch nicht abzuschätzen, wie sie sich weiterentwickeln und welche Auswirkungen diese Kriege auf die Weltwirtschaft haben werden. Es besteht jedenfalls weiterhin das Risiko, dass die Auswirkungen auf die globale Konjunktur erheblich sind. Dies könnte auch die Geschäftsentwicklung von idealo negativ beeinflussen.

Die Gesamtrisikosituation von idealo setzt sich aus den Einzelrisiken aller Risikokategorien zusammen. Einzeln betrachtet, weist nur das Risiko Änderung von Suchalgorithmen bei Internet-Suchmaschinen das Potential auf, um die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage maßgeblich zu beeinflussen.

Den Risiken stehen eine Reihe von realistischen Chancen gegenüber, diese bieten sich vor allem durch:

eine weiter steigende Akzeptanz des Online-Einkaufs,

den Ausbau der Internationalisierung,

die Erweiterung von Produktkategorien und den Ausbau des Preisvergleichs,

eine Verbesserung der Sichtbarkeit in den Suchmaschinenergebnissen, vor allem auch vor dem Hintergrund der im November 2021 vom Gericht der Europäischen Union bestätigten Wettbewerbsstrafe von 2,4 Milliarden EUR der EU-Kommission gegen Google Shopping und sein Produkt Google Shopping (Ads) aus dem Jahr 2017 und die Einführung des Gesetzes über digitale Märkte,

eine gute Konjunkturentwicklung in Deutschland und Europa mit steigenden privaten Konsumausgaben.

7. Prognosebericht

Das ifo Institut erwartet laut seiner im Dezember 2023 veröffentlichten Konjunkturprognose eine leichte Erholung der deutschen Wirtschaft. Die Inflation ist weiter auf dem Rückzug, die Lohneinkommen steigen deutlich, und die Beschäftigung ist so hoch wie nie zuvor im wiedervereinigten Deutschland. Damit kehrt Kaufkraft zurück, und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sollte wieder steigen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wird voraussichtlich im Jahr 2024 um 0,9 % steigen, nach einem Rückgang um 0,3 % im Jahr 2023. Der Internationale Währungsfonds blickt hingegen etwas pessimistischer auf die Konjunktur in Deutschland. Die deutsche Wirtschaftsleistung dürfte demnach im Jahr 2024 nur minimal zulegen und mit 0,5 % wachsen.

Der Handelsverband Deutschland erwartet für 2024 ebenfalls leicht steigende E- Commerce-Umsätze in Höhe von 3 %. Aufgrund dieses Marktwachstums aber auch durch den weiteren Ausbau des Preisvergleichs und verbesserter Monetarisierung plant idealo auch für 2024 im In- und Ausland erneut ein moderates Umsatzwachstum.

Neben Personalkosten werden vor allem Marketingaufwendungen sowie Kosten für IT- Dienstleistungen steigen, um den stetig wachsenden Anforderungen an das Produkt idealo gerecht zu werden.

Während das Ergebnis vor Steuern im Jahr 2024, wegen des negativen Einmaleffekts in den Abschreibungen auf Finanzanlagen im Vorjahr, voraussichtlich deutlich wachsen wird, soll auch das operative IFRS-EBITDA im Jahr 2024 aufgrund eines Umsatzwachstums im einstelligen Prozentbereich leicht steigen.

Es ist darauf hinzuweisen, dass die vorgenannten Prognosen einer großen Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung und Auswirkungen der aktuellen Konflikte unterliegen. Sollte es darüber hinaus zu einer weiteren Rezession in Deutschland kommen, besteht mit einer konjunkturellen Abschwächung das Risiko einer verminderten Konsumgüternachfrage. In diesem Zusammenhang ist gleichwohl anzumerken, dass idealo in der Vergangenheit auch bei schlechter werdenden Rahmenbedingungen profitieren konnte, zum Beispiel bei steigender allgemeiner Preissensitivität.

 

Berlin, 28. März 2024

Idealo Internet GmbH

Dr. Albrecht von Sonntag

Jörn Rehse

Maxim Nohroudi

Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.06.2024 festgestellt.

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