SPIE Versorgungstechnik GmbHLiquidiert

15299 Müllrose, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt/Oder HRB 16552
Eingetragen
12.10.2017
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungWärme- und KältehandelIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Gegenstand
Entwicklung, Planung, Projektierung, Herstellung, Errichtung, Betrieb, Vertrieb, Instandsetzung und Wartung von sowie der Handel mit Roh- und Betriebsstoffen, Erzeugnissen, Einrichtungen, Geräten, Anlagen und Verfahren auf den Gebieten des Maschinen-, Anlagen- und Gerätebaus sowie der Verfahrens-, Ingenieur-, Netzund Energietechnik; die Erbringung von Dienst- und Serviceleistungen auf den genannten Gebieten.

Historie

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Management

NameRolle
Steffen Dalke
seit 23.4.2020
Prokura
Geschäftsführer
Tim Krätzer
seit 16.5.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
52.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

SPIE Versorgungstechnik GmbH

Müllrose

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

I. Darstellung des Geschäftsverlaufes

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche

1.1 Ökonomische Rahmenbedingungen und weltwirtschaftliche Entwicklung

Die Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft hat sich verlangsamt. Zeitgleich ist ein Rückgang des Welthandelsvolumens zu vermerken. 1

Die Weltkonjunktur ist durch die fortdauernden Handelskonflikte zwischen USA und China und eine schwache globale Industriekonjunktur geprägt. Die durch die Handelskonflikte ausgelösten Unsicherheiten und politisch-wirtschaftlichen Risiken stiegen an und dämpften das Investitionswachstum. 2

Die Wirtschaft im Euro-Raum konnte das Wachstumstempo des Vorjahrs nicht bestätigen und lässt weiter nach. Schwächere Investitionen und Exporte verlangsamten das Wachstum, wobei eine heterogene Entwicklung der Mitgliedstaaten vermerkt werden konnte. 3

Die deutsche Wirtschaft befindet sich das zehnte Jahr in Folge auf Wachstumskurs, allerdings hat sich das Wachstum im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verlangsamt und liegt unterhalb der Potenzialrate. Während die Industrie vom wirtschaftlichen Abschwung besonders betroffen ist, erweisen sich die Dienstleistungsbereiche als robust und expandieren. 4 Trotz des Rückgangs schneidet die deutsche Wirtschaft insgesamt gut ab: Exporte erreichen Rekordwerte, in vielen Gebieten herrscht Vollbeschäftigung und die Reallöhne steigen immer weiter an. 5

1.2 Entwicklung der Branche

Der relevante Markt der SPIE Versorgungstechnik GmbH (im Folgenden auch kurz "SPIE VST" oder "Gesellschaft" genannt) als Service- und Systemlieferant für Strom-, Gas-, Wasser-, Fernwärme -und Kommunikationsinfrastrukturen sowie für Anlagen rund um die Erzeugung, Bereitstellung und Anwendung von Energien und Medien beinhaltet mehrere Marktsegmente. Um die Entwicklungen in den einzelnen Marktsegmenten darzustellen, sind spezifische Erhebungen heranzuziehen.

Der Energiesektor ist weiterhin wesentlich vom Umbau zu einer dekarbonisierten Energieerzeugungsstruktur und dem dadurch indizierten Netzausausbau im Rahmen der Energiewende geprägt. Die Bundesregierung hat sich mit dem Klimaschutzpaket 2030 das Ziel gesetzt, bis 2030 den Anteil von Ökostrom in Deutschland am Bruttostromverbrauch auf 65 % zu steigern. 6 2019 waren es nach Zahlen des Energieverbandes BDEW 43 %. 7

Wesentlich für die Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung ist die Windenergie. 21 % der Bruttostromerzeugung fielen in 2019 in Deutschland auf die Windkraft. 8 Lange Genehmigungsverfahren, zu wenig ausgewiesene Flächen und viele Klagen haben den Bau neuer Windräder in 2019 gebremst. Im Jahresverlauf wurden neue Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 940 Megawatt in Betrieb genommen. Das ist ein Rückgang von mehr als 60 % gegenüber dem Vorjahr. 9 Dieser Zubau-Einbruch hat den für die SPIE VST relevanten Markt der Windpark-Umspannwerke in 2019 negativ belastet.

Im Bereich der Strom- und Gasverteilnetzbetreiber gibt es in 2019 keine größeren Veränderungen in den regulatorischen Rahmenbedingungen. Es gelten die Bedingungen der ab 1. Januar 2019 begonnen 3. Regulierungsperiode Strom der Anreizregulierungsverordnung (ARegV). Die fixierten Budgets für Netzerhalt und -erneuerung werden durch die Netzbetreiber kontinuierlich abgearbeitet.

Die Elektromobilität erfährt in 2019 einen deutlichen Durchbruch. Mit der steigenden Verfügbarkeit von Modellen mit Hybrid- oder Elektroantrieb stieg die Nachfrage der Privat- und Unternehmenskunden nach diesen Fahrzeugen. Die Neuzulassungen von reinen Elektrofahrzeugen stieg um 75 % gegenüber dem Vorjahr. 10 Diese Entwicklung impliziert eine entsprechende Nachfrage an Lademöglichkeiten. Insbesondere werden erste Ladestationen mit Schnellladetechnologie für Ladeleistungen von bis zu 350 kW an Bundesautobahnen realisiert.

Der kontinuierlich hohe Ausbau der leitungsgebundenen Infrastrukturen führt in 2019 zu einer hohen Auslastung der Anbieter für Tiefbauleistungen. Dies stellt ein Limit für frei verfügbare Tiefbaukapazitäten dar.

Zusammenfassend stellen sich die von der SPIE VST adressierten Märkte als attraktiv dar und weisen für die Zukunft ein großes Potenzial auf.

1 Vgl. Statistisches Bundesamt (2019), S. 11.
2 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2019), S. 12.
3 Vgl. Statistisches Bundesamt (2019), S. 11.
4 Vgl. Statistisches Bundesamt (2019), S. 11.
5 Vgl. Die Bundesregierung (2019)
6 Vgl. Bundesregierung (2019)
7 Vgl. BDEW (2019a), S. 2.
8 Vgl. BDEW (2019b), S. 1.
9 Vgl. Fachagentur Windenergie an Land (2019), S. 4.
10 Vgl. Kraftfahrzeugbundesamt (2020)

2. Darstellung der Gesellschaft

2.1 Aufstellung SPIE Versorgungstechnik GmbH

Die SPIE Versorgungstechnik GmbH (SPIE VST) ist Partner für die energietechnische Infrastruktur von Versorgungs- und Industrieunternehmen und bietet herstellerunabhängige, branchenspezifische und integrierte Gesamtlösungen sowie Produkte und Systeme rund um Energien und Medien an. Durchschnittlich 721 Beschäftigte erwirtschafteten einen Umsatz von Mio. EUR 73,5.

Durch ihr umfangreiches Leistungsspektrum und ihre Kompetenz hat die SPIE VST im Markt für energietechnische Dienstleistungen in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen eine bedeutende Position erworben.

Für die einzelnen Wertschöpfungsstufen im Bereich Energieinfrastruktur, von der Netz- und Anlagenplanung über Komplettleistungen im Netzbau und im Kraftwerks- und Industriebereich bis hin zum Energiedatenmanagement entwickelt die Gesellschaft im Zusammenspiel mit ihren Kunden Produkte und Lösungen, die auf die individuellen Anforderungen jedes einzelnen Bauvorhabens bzw. Projektes zugeschnitten sind.

Die alleinige Gesellschafterin der SPIE VST ist die SPIE SAG GmbH, Ratingen. Die SPIE SAG GmbH ist im Handelsregister von Düsseldorf unter der Nummer HRB 82030 eingetragen.

Die Gesellschafterin berät und überwacht die Geschäftsführung. Im Sinne einer langfristigen und werteorientierten Unternehmensführung werden die Leitlinien unternehmerischen Handelns festgelegt und verankert. Das Ziel beider ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes der SPIE VST und die Sicherstellung der gesellschaftlichen Akzeptanz für ihr unternehmerisches Handeln.

2.2 Entwicklung der Gesellschaft
a. Marktpositionierung

Die SPIE VST ist ein herstellerunabhängiger Service- und Systemlieferant für Planung, Bauausführung, Instandhaltung, Betrieb und Entstörung von Strom-, Telekommunikations-, Gas-, Wasser- und Fernwärmenetzen in Deutschland. Darüber hinaus finden diese Dienstleistungen auch in den Bereichen der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität und Beleuchtungsanlagen Anwendung. An neun Standorten wird eine umfassende infrastrukturtechnische Kompetenz abgebildet.

b. Entwicklung der Gesellschaft

Die SPIE VST baute im Jahr 2019 erfolgreich die Zusammenarbeit mit Bestandskunden aus.

Exemplarisch hervorzuheben sind dabei folgende Projekte:

In Mecklenburg-Vorpommern war die SPIE VST im Bereich Breitbandausbau (FTTH) erfolgreich für die Deutsche Telekom tätig, z.B. wurden im Ortsnetz Löbnitz circa 36 km Verteilnetztrassen sowie 500 FTTH Hausanschlüsse ausgebaut.

Ebenfalls war die SPIE VST bei der Errichtung von E-Ladesäuleninfrastruktur in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern tätig. Für diverse Stadtwerke und Industriekunden wurden im Berichtszeitraum mehr als 30 Ladesäulen in Städten und auf Bundesautobahnrastplätzen realisiert.

In Sachsen-Anhalt wurden erfolgreich Projekte im Rohrleitungsbau für die Trinkwasser- und Gasversorgung durchgeführt. Beispielsweise konnte für die Stadtwerke Schönebeck eine Überlandleitung für Gas, Wasser und einem Multipipesystem auf einer Länge von 6 km im Bohrspülverfahren und in offener Bauweise realisiert werden.

c. Vernetzung innerhalb des SPIE-Konzerns

Als Unternehmen des SPIE-Konzerns kann die SPIE VST auf die gruppenweit angebotenen technologischen Kompetenzen und Erfahrungen zurückgreifen. Dies ermöglicht ihr, das gesamte Leistungsspektrum der Gruppe aus einer Hand anbieten und damit bestehende Kundenbeziehungen fortwährend erweitern zu können.

3. Gesamtleistung und Auftragseingang

Die Gesamtleistung einschließlich Bestandsveränderungen (ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug im Geschäftsjahr 2019 Mio. EUR 72,9 (Vorjahr: Mio. EUR 69,3). Der Auftragseingang belief sich auf Mio. EUR 72,6 (Vorjahr: Mio. EUR 75,6).

4. Personalentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigte zum Stichtag 31. Dezember 2019 insgesamt 717 Mitarbeiter (Vorjahr: 692 Mitarbeiter).

5. Struktur der Gesellschaft

Die Gesellschaft hat folgende operative Einheiten:

Servicebüro Müllrose - Kabelbau, Gewerbeparkring 17, 15299 Müllrose

Servicebüro Müllrose - Rohrleitungsbau, Gewerbeparkring 17, 15299 Müllrose

Servicebüro Angermünde, Schmargendorfer Weg 35, 16278 Angermünde

Servicebüro Bützow, Jägersteg 2, 18246 Bützow

Servicebüro Gommern, Rudolf-Diesel-Str. 2, 39245 Gommern

Servicebüro Weimar, Schwanseestraße 94, 99427 Weimar

Servicebüro Zeitz, Beethovenstraße 1, 06712 Zeitz

Servicebüro Sonneberg, Langer Weg 23, 96515 Sonneberg

Servicebüro Schenkendöbern, Viersener Str. 10-11, 03205 Calau

II. Wirtschaftsbericht

1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die kontinuierliche Unternehmenssteuerung basiert maßgeblich auf folgenden finanziellen Leistungsindikatoren: Auftragseingang, Gesamtleistung, Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT), Working Capital und operativer Cashflow.

Im Folgenden werden diese wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren näher ausgeführt sowie weitere inhaltliche Erläuterungen zur Bilanz gegeben.

1.1 Auftragseingang

Der Auftragseingang der SPIE VST betrug im Geschäftsjahr 2019 insgesamt Mio. EUR 72,6, (Vorjahr: Mio. EUR 75,6). Dieser moderate Rückgang entsprach somit der im Vorjahr getroffenen Prognose.

1.2 Gesamtleistung

Die Gesamtleistung, bestehend aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen, betrug im Geschäftsjahr 2019 Mio. EUR 72,9 (Vorjahr: Mio. EUR 69,3). Entgegen der letztjährigen Prognose, bei der die Gesellschaft von einem moderaten Rückgang ausgegangen war, resultierte die Verbesserung im Wesentlichen aus Projekten in den Bereichen Breitbandausbau FTTH und E-Ladeinfrastruktur.

1.3 Ergebnis vor Steuern und Zinsen

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern belief sich in 2019 auf Mio. EUR 3,3 (Vorjahr: Mio. EUR -2,0) und hat sich damit deutlich verbessert. Damit lag die SPIE VST ebenfalls über der im Vorjahr prognostizierten Entwicklung.

1.4 Working Capital

Das Working Capital, ermittelt als Saldo von Umlaufvermögen (ohne Guthaben bei Kreditinstituten und Kasse) und Verbindlichkeiten, betrug Mio. EUR 18,6 (Vorjahr: Mio. EUR 19,9). Bereinigt um die Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung von Mio. EUR 3,1 (Vorjahr: Forderungen aus Verlustübernahme von Mio. EUR 3,4) und die Geldanlage im Cash-Pool der SPIE SAG GmbH von Mio. EUR 22,1 (Vorjahr: Mio. EUR 12,9) belief sich das Working Capital auf Mio. EUR -0,4 (Vorjahr: Mio. EUR 3,6), was einer deutlichen Verbesserung entspricht. Die Prognose für das Geschäftsjahr war von einem leichten Anstieg ausgegangen. Als wesentliche Treiber dieser gegenläufigen Entwicklung sind hier im Wesentlichen das gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserte Geschäftsergebnis sowie die höhere Geldanlage im Cash-Pool der SPIE SAG GmbH anzuführen.

1.5 Ertragslage

Für die SPIE VST ergab sich im Geschäftsjahr 2019 ein deutlich verbessertes Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von Mio. EUR 3,3 (Vorjahr: Mio. EUR -2,0).

Die deutliche Verbesserung resultierte im Wesentlichen aus höheren Umsatzerlösen (Mio. EUR 4,8) infolge einer sehr erfreulichen Geschäftsentwicklung. Gleichzeitig konnte im Berichtsjahr eine höhere Eigenauslastung realisiert werden, die zudem die Absenkung der Materialaufwendungen um insgesamt Mio. EUR 1,1 ermöglichte. Insgesamt konnte dadurch die Materialintensität auf 36,9 % verbessert werden (Vorjahr: 41,2 %).

Gegenläufig entwickelten sich die Personalaufwendungen, inklusive der Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersversorgung, die in 2019 Mio. EUR 30,8 (Vorjahr: Mio. EUR 28,6) betrugen. Neben einer Tariferhöhung von 3,7 % war hierfür vor allem die im Berichtsjahr gestiegene Mitarbeiterzahl verantwortlich.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen und sonstige betriebliche Aufwendungen betrugen in 2019 Mio. EUR 13,8 (Vorjahr: Mio. EUR 15,5). Letztere waren insbesondere aufgrund von Einmaleffekten in 2018 rückläufig, die sich im Vorjahr im Zusammenhang mit dem Betriebsübergang ergaben.

Dabei ist zu beachten, dass das Ergebnis des Vorjahres auch Erträge aus Projekten beinhaltet, für die noch keine Abnahme vorlag und die somit noch nicht realisiert waren. Dies wurde im laufenden Geschäftsjahr nun korrigiert. Die Korrektur der bisher erfassten Ergebnisanteile für nicht abgeschlossene Projekte führt zu einer Ergebnisminderung im Geschäftsjahr von Mio. EUR 0,8. Die korrigierten Gewinnanteile werden voraussichtlich größtenteils im Geschäftsjahr 2020 realisiert.

Der Gewinn wurde in voller Höhe aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die SPIE SAG GmbH abgeführt.

1.6 Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug im Berichtsjahr Mio. EUR 49,2 (Vorjahr: Mio. EUR 39,8). Das Anlagevermögen umfasste Mio. EUR 11,9 (Vorjahr: Mio. EUR 11,7).

Der Anstieg des Umlaufvermögens auf Mio. EUR 37,2 (Vorjahr: Mio. EUR 28,0) resultierte in erster Linie aus einer Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Mio. EUR 3,9) sowie der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Mio. EUR 6,1), letztere insbesondere aufgrund der gegenüber Vorjahr verbesserten Geldanlage im Cash-Pool der SPIE SAG GmbH.

Das Eigenkapital betrug unverändert Mio. EUR 20,5 und ergab sich im Wesentlichen aus der Kapitalrücklage von Mio. EUR 20,4. Die Eigenkapitalquote belief sich auf 41,7 % (Vorjahr: 51,5 %). Das Anlagevermögen wurde demnach zu 172,9 % durch das Eigenkapital gedeckt (Vorjahr: 175,2 %).

Die Rückstellungen umfassten Mio. EUR 10,2 (Vorjahr: Mio. EUR 11,3) und die Verbindlichkeiten betrugen Mio. EUR 18,5 (Vorjahr: Mio. EUR 8,0). Die Erhöhung der Verbindlichkeiten ergab sich vornehmlich aufgrund der gestiegenen Anzahlungen auf Bestellungen (Mio. EUR 5,5) sowie höherer Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Mio. EUR 4,5), letztere insbesondere bedingt durch die Abführung des Geschäftsergebnisses 2019 von Mio. EUR 3,1.

1.7 Finanzlage

Die Gesellschaft ist in den Cash-Pool der SPIE SAG GmbH eingebunden. Damit ist die Liquidität jederzeit gesichert.

Die Liquidität, bestehend aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie den Finanzforderungen und -verbindlichkeiten mit verbundenen Unternehmen (Darlehen, Cash-Pool), betrug zum Bilanzstichtag Mio. EUR 22,2 (Vorjahr: Mio. EUR 13,0). Diese Entwicklung entsprach somit unserer im Geschäftsjahr 2018 formulierten Prognose.

1.8 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung

Im Hinblick auf die finanziellen Leistungsindikatoren Gesamtleistung, Ergebnis vor Steuern und Working Capital konnte die SPIE VST die für das Geschäftsjahr 2019 formulierten Erwartungen zum Teil deutlich übertreffen. Die Indikatoren Auftragseingang und operativer Cashflow entwickelten sich erwartungsgemäß. Insgesamt ist damit die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft sehr zufriedenstellend.

2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.1 Kundenzufriedenheit

Dass ein Großteil des gesamten Umsatzes mit Bestandskunden erzielt wird, spricht für die hohe Zufriedenheit der Auftraggeber der SPIE VST. Als Dienstleistungsunternehmen versteht die SPIE VST ihr Geschäft als "people business". Proaktives Handeln und die Bereitschaft zur kontinuierlichen Verbesserung in der Leistungserbringung sind wesentliche Stellhebel für eine hohe Kundenzufriedenheit. Ebenso tragen interne und externe Audits zur kontinuierlichen Überprüfung der Leistungserfüllung und Messung der Kundenzufriedenheit bei.

2.2 Betriebszugehörigkeit

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SPIE VST waren im Jahr 2019 durchschnittlich 12,2 Jahre (Vorjahr: 12,8 Jahre) bei SPIE beschäftigt. Die Fluktuation in 2019 betrug 14,9 %.

2.3 Weiterbildung

Den Mitarbeitern bei SPIE VST wurde in 2019 die Teilnahme an fachlichen und überfachlichen Seminaren angeboten, welche auf spezifische Bedarfe der Mitarbeiter ausgerichtet waren.

Nach Fach- und Führungstrainings lagen weitere Trainingsschwerpunkte auf Methoden- und Sozialkompetenz. Die Schulungs- und Trainingsmaßnahmen sind für verschiedene Karrierestufen von Ausbildungs-Workshops bis zu modularen Führungskräfteprogrammen konzeptioniert und dienen der Verbesserung der persönlichen und arbeitsplatzbezogenen Kompetenzen. Sie orientieren sich an Funktionen, Tätigkeiten und Verantwortungsbereichen. Ziel ist es, Nachbesetzungen wie z.B. Experten- oder Führungspositionen weitestgehend aus den eigenen Reihen vorzunehmen. Der Besuch von Seminaren lag 2019 bei 389 Trainingstagen.

Ausgebildet wird in technischen und in kaufmännischen Berufen, sowohl in SPIE-eigenen Betriebsstätten als auch gemeinsam mit Kooperationspartnern. Zum Stichtag 31. Dezember 2019 absolvierten 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 26) eine Ausbildung in der SPIE VST. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von 3,5 %.

2.4 Arbeitssicherheit

Die SPIE VST ist eine Legaleinheit, welche durch Ausgründung aus der Gesellschaft Bohlen & Doyen GmbH (BoDo) gegründet wurde. Die organisatorische Aufteilung erfolgte regional in drei Niederlassungen, der NL Müllrose, der NL Chemnitz und der NL Erfurt.

Guter Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz (HSE) sind Kernziele der SPIE Gruppe und daher auch bei SPIE Deutschland & Zentraleuropa ein gleichrangiges Ziel neben den wirtschaftlichen Zielen innerhalb der Unternehmung. Die HSE-Belange werden auf den Ebenen Technische Maßnahmen und Regeln, Managementsystem und Führung sowie Kulturentwicklung und Bewusstseinsentwicklung weiterentwickelt.

Als Messgröße für die Arbeitssicherheit wird die Ereignishäufigkeitsrate (TRCFR = Total Recordable Cases Frequency Rate) herangezogen.

Diese Kennzahl errechnet sich aus der Summe aller Ereignisse "MT = Medical Treatments / ärztliche Behandlung ohne Ausfallzeit" und "LTI = Lost Time Incidents / Unfälle mit Arbeitsausfall von mindestens einem Tag" bezogen auf eine Millionen Arbeitsstunden, die durch alle Mitarbeitenden (eigene und AÜG-Kräfte) geleistet wurden.

Es gab im Berichtszeitraum 26 Unfallereignisse, dies entspricht bei 1.272.488 geleisteten Arbeitsstunden einer TRCFR von 20,4.

Im Vorjahresvergleich konnten die TRCFR von 23,9 (2018) um ca. 14,64 % verringert und somit wie prognostiziert das gesetzte Ziel erreicht werden.

Die durchgeführten Seminare "Arbeitssicherheit für Führungskräfte" sowie das Implementieren von internen Audits führen zu mehr Sicherheit in der Gesellschaft. Es ist geplant diese Audits auch in 2020 fortzuführen.

III. Prognose, Chancen- und Risikobericht

1. Erwartetes wirtschaftliches Umfeld

1.1. Erwartete weltwirtschaftliche Entwicklung

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der SPIE sollten 2020 unter normalen Umständen günstig bleiben. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ging in seinem Jahresgutachten davon aus, dass das weltweite BIP in 2020 um 2,6 % wächst. Für den Euro-Raum wurde mit 1,1 % ein ähnliches Wachstum wie in 2019 prognostiziert. In Deutschland rechnete man mit einem Wachstum von rund 1 %.

Ergänzend hierzu sind seit März 2020 auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Konjunktur zu beachten. Auf der Grundlage der aktuellen Entwicklungen wird die Pandemie vor dem Hintergrund aktueller Erkenntnisse deutliche Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung in der Welt und in Deutschland haben. In ihrer aktuellen Frühjahrsprojektion von Ende April 2020 erwartet die Bundesregierung für 2020 nun einen Rückgang von 6,3 %, für 2021 wird derzeit mit einem Wachstum von 5,2 % gerechnet. Für Unternehmensdienstleister, zu denen auch die SPIE Versorgungstechnik zu rechnen ist, wird von einem Schrumpfen der Bruttowertschöpfung in 2020 von 8,1 % ausgegangen (davon -13,1 % im zweiten Quartal; ab dem dritten Quartal wird bereits wieder mit einem Wachstum von 5 % gerechnet). Für das kommende Jahr wird mit einem Wachstum der Branche von 107 % gerechnet 11.

Im Folgenden wird zunächst die Entwicklung für die SPIE Versorgungstechnik ausgeführt, wie sie unter der dargelegten normalen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu erwarten wäre. Abschließend wird auf die Entwicklung unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie eingegangen.

1.2. Erwartete Entwicklung der Branche

Unabhängig davon bieten sich in dem für die SPIE VST relevanten Markt für Energie Infrastruktur vielfältige Chancen zum organischen Wachstum.

Getragen von der weltweiten Klimaschutzbewegung befindet sich der Energiesektor weiterhin in einem grundlegenden Umbruch. Das unternehmerische Handeln der SPIE VST wird dabei wesentlich von nationalen Maßnahmen zur Erreichung der Ziele des internationalen Klimaschutzes bestimmt.

Den Verteilnetzen wird ein wesentlicher Beitrag beim Ausgleich dezentraler Energieerzeugung und der notwendigen Flexibilisierung der Nachfrage beigemessen. Insbesondere die erforderliche netzdienliche Integration von dezentralen Energiespeichern sowie Ladeleistungen von Elektrofahrzeugen machen Investitionen in die intelligente Netzsteuerung sowie digitalisierte Netzbetriebsmittel erforderlich. Dies ist ein wesentlicher Aspekt bei der Entwicklung der urbanen smarten Infrastrukturen.

Mit dem Durchbruch der Elektromobilität ist eine stark wachsende Nachfrage nach Dienstleistungen bei der Planung, der Errichtung sowie im Betrieb und Wartung von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge entstanden. Dieses Wachstumsfeld bedient SPIE VST bereits mit der Bereitstellung von Dienstleistungen für die Ladeinfrastruktur.

Die Bundesregierung hält an ihrem Ziel, mittels eines effizienten Technologiemixes eine flächendeckende Breitbandinfrastruktur mit einer Downloadgeschwindigkeit von mind. 50 Mbit/s zu erreichen, fest. Erwartet wird, dass der Bedarf an schnelleren Breitbandanschlüssen in den nächsten Jahren exponentiell steigt. Der Ausbau leitungsgebundener und drahtloser Hochgeschwindigkeitsnetze nach dem 5G-Standard für die elektronische Kommunikation erfordert beträchtliche Investitionen von denen ein bedeutender Anteil auf Hoch- und Tiefbauarbeiten entfällt.

Aufgrund der durch die Energiewende, den rasanten Ausbau der Elektromobilität sowie des Breitbandangebots indizierten Maßnahmen ist davon auszugehen, dass sich das Investitionsvolumen der Verteilnetzbetreiber, Telekommunikationsunternehmen und Betreiber von Ladeinfrastrukturen weiterhin positiv auf das Geschäft der SPIE VST auswirken wird.

11 Quelle: Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsinstitute Frühjahr 2020

2. Finanzielle Leistungsindikatoren
2.1 Auftragseingang

Im Geschäftsjahr 2019 wurde ein Auftragseingang von Mio. EUR 72,6 erzielt. Für das Geschäftsjahr 2020 wird ein moderater Rückgang des Auftragsbestands erwartet, da größere Projekte der SPIE VST im Laufe des Jahres abgeschlossen werden. Der Auftragseingang für 2020 wird auf Mio. EUR 70,1 prognostiziert.

2.2 Gesamtleistung

Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet die SPIE VST eine moderate Minderung der Leistung gegenüber Vorjahr. Diese Annahme resultiert aus der Tatsache, dass es gegenwärtig vergleichsweise wenig neu hinzu gewonnene Projekte neben den Rahmenvertragsarbeiten im Portfolio gibt.

2.3 Ertragslage

Auf der Grundlage einer leicht rückläufigen Leistungsentwicklung rechnete die SPIE VST für das Geschäftsjahr 2020 mit einem Rückgang des EBIT gegenüber Vorjahr. Zur Dämpfung dieser Entwicklung werden die in der Vergangenheit begonnenen Optimierungsmaßnahmen in den Bereichen Schenkendöbern, Sonneberg und Weimar weiter intensiviert.

2.4 Working Capital

Ausgehend von einem Working Capital zum Jahresabschluss 2019 in Höhe von Mio. EUR 18,6 wird ein leichter Anstieg gegenüber dem Berichtsjahr erwartet.

2.5 Liquiditäts-Entwicklung

Am Jahresende 2019 belief sich der Cash-Bestand auf Mio. EUR 22,2 inkl. Cash-Pool-Guthaben im Konzern. Die Planung der Cash-Entwicklung basiert auf der ausgeführten positiven Ertragsentwicklung und einer weiteren Optimierung des Working Capital. Insgesamt wird eine Erhöhung des Cash-Bestandes im Rahmen der erwarteten Ergebnisentwicklung erwartet.

3. Effiziente Organisation des Risikomanagements

Die Risikopolitik im Konzern ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern.

Eine zentrale Abteilung ist für das Risikomanagement mit folgenden wesentlichen Aufgaben verantwortlich:

Risikotransparenz (Erkennen - Dokumentieren - Steuern),

Standardisierung und Beschreibung von Prozessen,

Qualitätsmanagement und Rechtssicherheit,

Kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP) und

Qualitätssicherung von Kundenaufträgen.

Wesentlich für die Erreichung dieses Ziels ist die Steuerung der identifizierten Auftrags- und Absatzrisiken durch unternehmensinterne Standards und Freigabeprozesse.

Kunden- und Marktrisiken begegnen wir durch eine differenzierte Produkt- und Kundenstruktur sowie durch sorgfältige Kundenauswahl, kontinuierliche Überprüfungen der Bonität unserer Kunden und Lieferanten sowie durch effektives Debitoren- und Kreditorenmanagement.

Die hohe Wettbewerbsintensität führt zu einem anhaltend hohen Margendruck, dem z.B. durch eine konsequente Erweiterung der eigenen Wertschöpfungskette als Multitechnik-Anbieter begegnet wird. Die Gesellschaft ist konzeptionell in das Risikomanagementsystem des SPIE-Konzerns eingebunden das alle zentralen Risikofelder erfasst.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

4.1. Kundenzufriedenheit

Die SPIE-Unternehmenswerte Performance, Verantwortung und lokale Präsenz finden auch bei den Kunden hohen Zuspruch. Die hohe technische Kompetenz trägt maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei und wird auch weiterhin im Fokus stehen.

Der ONE SPIE-Ansatz fördert eine transparente Darstellung des gesamten konzernweiten Leistungsportfolios. Die konsequente Ausrichtung auf die Kundenbedürfnisse steht dabei eindeutig im Vordergrund. Eine vernetzte, bereichs- und länderübergreifende Arbeitsweise trägt zusätzlich zu bestmöglichen Ergebnissen für die Kunden bei und wird weiterhin in der SPIE VST und im Gesamtkonzern durch Arbeitsgruppen und spezielle Angebotsausarbeitungen gezielt gefördert.

4.2. Betriebszugehörigkeit

Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit betrug bei SPIE 12,2 Jahre (Vorjahr: 12,8 Jahre). Der Wert wird sich erwartungsgemäß im folgenden Berichtsjahr ähnlich verhalten.

Die Fluktuation im Berichtsjahr betrug 14,9 %. In 2020 ist eine konstante Fluktuationsquote zu erwarten.

4.3. Aus- und Weiterbildung

Für das Jahr 2020 werden ähnliche Weiterbildungskennzahlen wie für 2019 erwartet.

Im Jahr 2020 werden vergleichbare Ausbildungskennzahlen wie für 2019 prognostiziert.

4.4. Arbeitssicherheit

Fortlaufendes Ziel ist eine stetige Reduzierung der Ereignishäufigkeitsrate und damit der absoluten Anzahl der Ereignisse (MT und LTI). Um dieses Ziel zu erreichen, werden die bereits eingeführten Maßnahmen weitergeführt. Anlassbezogen werden aus übergeordneten Zielen operative Ziele abgeleitet und Maßnahmen sowie Arbeitsmittel implementiert, die das Bewusstsein erhöhen und damit eine wirksame Arbeitssicherheitskultur fördern.

In 2020 werden alle Führungskräfte der SPIE VST die Gefährdungsbeurteilung überarbeiten und mit Hilfe eines bei SPIE eingeführten Softwaretools prozessorientiert entwickeln, Maßnahmen ableiten, implementieren und die Mitarbeitenden anhand der Maßnahmenkonzepte unterweisen und, wo notwendig, trainieren.

Durch weitere Schulungen, wie z.B. der zentralen SPIE Führungskräfteveranstaltungen für Arbeitssicherheit, regelmäßige Begehungen der Arbeitsbereiche durch Führungskräfte und Auditierungen der Managementsysteme sollen die Prozesse so optimiert werden, dass Unfälle im Geschäftsbereich weiter reduziert werden.

Weiterhin werden anlassbezogen Mitarbeiter geschult, um Befähigungen zu erhalten, die für die Tätigkeiten von SPIE VST notwendig sind.

Noch nicht umgesetzte Maßnahmen aus Audits aus 2019 werden im Jahr 2020 umgesetzt.

5. Erklärung zur Unternehmensführung

Den Gesellschaftern und der Geschäftsführung der SPIE VST ist eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen wichtig. Daher legen wir großen Wert auf die gleichberechtigte Behandlung bei der Besetzung von Führungspositionen.

Aufgrund der Übergabe aller zentralen Funktionen in die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH in 2018/2019 erfolgt die Festlegung einer Frauenquote seither auf Ebene der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe. Die Zahlen für die SPIE Deutschland & Zentraleuropa Gruppe stellen sich zum 31. Dezember 2019 wie folgt dar:

Die Quote für die erste Ebene unterhalb der Geschäftsführung, dem Geschäftsleitungskreis ohne GF, liegt aktuell bei 10 %, was auch der Zielsetzung zum 31. Dezember 2020 entspricht. Auf der zweiten Ebene unterhalb der Geschäftsführung konnte zum 31. Dezember 2019 eine Quote von 19,3 % erreicht werden (Zielsetzung 20 %).

6. Chancen und Risiken zur künftigen Entwicklung

Chancen für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ergeben sich insbesondere aus der Ausweitung der Geschäftsbeziehungen mit Bestandskunden und dem hohen Investitionsbedarf in die Energieinfrastruktur.

Risiken für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft resultieren im Wesentlichen aus dem Abschluss nicht profitabler Aufträge sowie dem Verlust von Großaufträgen mit hohem Mitarbeitereinsatz. Ersterem begegnet die Gesellschaft mit einem mehrstufigen Review- und Freigabeprozess, der bereits vor Angebotsbearbeitung in Form eines "Bid go/no-go"-Prozesses etabliert ist. Dieser Review-Prozess setzt sich in der Start-Up-Phase bei neuen Projekten sowie einem kontinuierlichen Review- und Verbesserungsprozess über die gesamte Laufzeit der Projekte fort. Durch die in den letzten Jahren eingeleiteten Maßnahmen konnte die Anzahl nicht profitabler Aufträge signifikant reduziert werden. Dieser Ansatz wird weiterverfolgt. Einem möglichen Verlust wichtiger Aufträge wird durch eine intensive, koordinierte Betreuung wichtiger Bestandskunden begegnet. Diese umfasst auch die Durchführung von Workshops mit dem Kunden, um frühzeitig Optimierungspotentiale zu identifizieren und die Leistungserbringung an die Kundenerfordernisse anzupassen. Durch diese Maßnahmen erwarten wir eine weitere Steigerung der Kundenbindung und somit die Reduzierung des Auftragsverlustrisikos.

Aktuelle Risiken ergeben sich aus der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie, deren konkrete Auswirkungen weiterhin ungewiss sind.

SPIE wirkt der Corona-Pandemie durch ein umfassendes Maßnahmenpaket entgegen. Im Vordergrund steht hier der höchstmögliche Schutz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unserer Kunden im Arbeitsalltag, um Arbeits- und Leistungsfähigkeit gegenüber unseren Kunden und Geschäftspartner sicherzustellen. Im Hinblick auf ein zielgerichtetes Vorgehen wurden nationale und internationale Krisenstäbe in der SPIE-DZE-Gruppe eingerichtet. Dies sichert eine schnelle firmeninterne Abstimmung sowie zügige Entscheidungswege, um auf veränderte Rahmenbedingungen unmittelbar zu reagieren.

Das für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichtende Maßnahmenpaket umfasst z.B. den Umgang mit Verdachts- und Erkrankungsfällen im geschäftlichen und persönlichen Umfeld sowie den dann einzuhaltenden Meldeweg. Dienstreisen wurden auf das notwendige Maß reduziert, eine Vielzahl von größeren Tagungen abgesagt bzw. auf Video-, WebEx- bzw. Telefonkonferenzen umgestellt. Geschäftsreisen in Corona-Krisengebiete sind untersagt. Zur Sicherstellung von kritischen Prozessen im Unternehmen erfolgte eine räumliche Trennung der betreffenden Abteilungen. Bezogen auf das operative Geschäft werden Business-Continuity-Pläne erstellt bzw. aktualisiert.

Im Hinblick auf die negativen Einflüsse hat die Sicherung der Liquidität oberste Priorität. Liquiditätssicherungsprogramme auf nationaler - über die Muttergesellschaft SPIE DZE GmbH - und auf internationaler Ebene - über die Konzernmutter SPIE SA/Cergy - stellen dies sicher.

Die SPIE Versorgungstechnik GmbH hat in einem Simulationsmodell die möglichen indikativen Effekte auf die Leistungsindikatoren untersucht. Denkbare Auswirkungen sind zeitliche Verschiebungen oder Stornierungen von Aufträgen sowie Probleme in der Leistungserbringung durch erhöhten Krankenstand oder vorsorgliche Quarantänemaßnahmen. Grundlage des Simulationsmodells ist ein erwarteter Rückgang der Nachfrage im 2. Quartal 2020 und eine erneute Belebung ab dem 3. Quartal 2020 infolge einer Fortsetzung der weitgehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens bis zum Ende der ersten Jahreshälfte. Für die SPIE VST sind die Auswirkungen der Pandemie bisher kaum spürbar. Lediglich im Bereich Zählerservice konnten nach dem Inkrafttreten der Beschränkungen durch die Bundesregierung einige Aufträge nicht wie geplant abgearbeitet werden. Bei der Kundennachfrage in der Ortsnetzversorgung für die Bereiche Gas, Wasser, Strom und Telekommunikation verzeichnete die Gesellschaft in den letzten Monaten seit Ausbruch der Corona-Pandemie einen nur unwesentlichen Rückgang der Aufträge.

Vor diesem Hintergrund wird für das Geschäftsjahr 2020 erwartet, dass die Leistungsindikatoren Auftragseingang, Leistung, Ergebnis und damit Liquidität zum Vorjahr unverändert bleiben. Beim Working Capital wird das Niveau des Vorjahres angestrebt. Es verbleiben jedoch große Unsicherheiten bezüglich der Prognose, da die weitere Entwicklung der Pandemie in Deutschland aktuell nicht abschätzbar ist.

 

Müllrose, den 26. Juni 2020

Peter Pfannenstiel, Geschäftsführer

HGB-Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2019
Euro
31.12.2018
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 614.785,00 754.110,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.753.820,00 5.387.663,00
5.368.605,00 6.141.773,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.206,00 4.141,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.367.981,74 1.803.946,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.487.237,92 2.056.063,92
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 62.984,00
4.858.425,66 3.927.135,66
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.624.296,38 1.624.296,38
11.851.327,04 11.693.205,04
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 883.908,86 730.710,51
2. Unfertige Leistungen 14.076.647,41 13.338.122,53
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 45.593,00 36.422,39
4. Geleistete Anzahlungen auf Bestellungen -10.282.570,64 -8.480.341,89
4.723.578,63 5.624.913,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.921.899,56 4.973.569,43
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 23.327.907,88 17.214.311,76
3. Sonstige Vermögensgegenstände 140.224,87 76.253,60
32.390.032,31 22.264.134,79
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 94.855,42 109.923,26
37.208.466,36 27.998.971,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 101.411,29 103.200,39
49.161.204,69 39.795.377,02

Passiva

31.12.2019
Euro
31.12.2018
Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 52.000,00 52.000,00
II. Kapitalrücklage 20.397.923,00 20.397.923,00
III. Gewinnvortrag 37.520,76 37.520,76
20.487.443,76 20.487.443,76
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.253.131,64 1.253.131,64
2. Sonstige Rückstellungen 8.907.526,78 10.055.294,89
10.160.658,42 11.308.426,53
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.971.949,00 2.768.612,75
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.497.468,51 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.521.294,34 2.987.608,44
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.522.390,66 2.243.285,54
davon aus Steuern: EUR 696.892,37 (Vorjahr: EUR 625.923,22)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 506.459,27 (Vorjahr: EUR 398.649,18)
18.513.102,51 7.999.506,73
49.161.204,69 39.795.377,02

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

Euro Vorjahr
Euro
1. Umsatzerlöse 73.490.031,50 68.658.173,99
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen 632.785,49 669.748,57
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.519.695,30 651.293,90
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 11.580.254,65 11.937.713,53
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 15.543.632,59 16.324.959,27
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 21.928.451,68 20.376.546,79
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.850.526,82 8.173.800,62
davon für Altersversorgung: EUR 105.438,70 (Vorjahr: EUR 110.859,00)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.619.026,88 2.344.035,04
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.137.152,33 13.154.692,21
8. Erträge aus Beteiligungen 592.169,44 305.509,29
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 592.169,44 (Vorjahr: EUR 305.509,29)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 2,67
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.168,52 9.474,75
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 1.253.131,64
12. Ergebnis nach Steuern 3.300.897,28 -3.289.625,43
13. Sonstige Steuern 173.827,89 133.907,35
14. Ergebnis vor Ergebnisabführung 3.127.069,39 -3.423.532,78
15. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn (Vorjahr: Erträge aus Verlustübernahme) 3.127.069,39 3.423.532,78
16. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der SPIE Versorgungstechnik GmbH (SPIE VST) ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren in Staffelform aufgestellt.

Sitz der SPIE VST ist Müllrose, das zuständige Registergericht ist das Amtsgericht Frankfurt (Oder). Die Handelsregisternummer lautet HRB 16552 FF.

Alleinige Gesellschafterin der SPIE VST ist die SPIE SAG GmbH mit Sitz in Ratingen, mit der ein Gewinnabführungsvertrag besteht.

Im vorliegenden Jahresabschluss wurden Korrekturen zum Vorjahresabschluss erfasst. Im Vorjahresabschluss zum 31. Dezember 2018 wurden Umsatzerlöse teilweise zu früh ausgewiesen. Die Richtigstellungen erfolgten in laufender Rechnung im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019. Der Jahresabschluss ist insoweit nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar. Auf Basis vergleichbarer Werte würde sich gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzanstieg von TEUR 11.480 ergeben. Die Gesamtleistung des Jahres hätte sich auf Basis vergleichbarer Werte um TEUR 4.317 erhöht. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung hätte sich ohne Korrektur gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.096 verbessert. In der Bilanz würde sich ohne Korrektur ein Rückgang der unfertigen Leistungen gegenüber dem Vorjahr in Höhe von TEUR 6.451 und ein Rückgang der erhaltenen Anzahlungen gegenüber dem Vorjahr in Höhe von TEUR 5.129 ergeben.

Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 5 Jahren.

Der Zeitraum der planmäßigen linearen Abschreibung für entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt zehn Jahre. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Kundenstämme, die im Rahmen des Erwerbs übernommen wurden.

Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear. Die Abschreibung im Anschaffungsjahr erfolgt zeitanteilig.

Die Nutzungsdauern orientieren sich an den steuerlich anerkannten Werten, da diese grundsätzlich als sachgerechte Schätzung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern angesehen werden. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Geschäftsjahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Nutzungsdauern haben folgende Bandbreiten: Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken acht bzw. neun Jahre, Technische Anlagen und Maschinen zwischen null und sechs Jahren, andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen null und sieben Jahren.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den durchschnittlichen Beschaffungspreisen. Es werden Gängigkeitsabwertungen vorgenommen. Die Herstellungskosten der unfertigen Bauleistungen umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den Sonderkosten der Fertigung auch die notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten, den auf die Fertigung entfallenden Werteverzehr des Anlagevermögens, die Kosten für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung. Finanzierungskosten, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden nicht einbezogen. Erhaltene Anzahlungen werden entsprechend § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Bestandsrisiken wurde ausreichend Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet.

Die Flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Abzinsung der langfristigen Rückstellungen erfolgt gemäß § 253 II HGB nach laufzeitadäquaten Abzinsungssätzen, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind.

Die langfristigen Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen sind auf Basis versicherungsmathematischer Berechnungen, basierend auf dem Diskontierungszinssatz von 1,97 %, passiviert.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Gesellschaft ist in den steuerlichen Organkreis der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH eingebunden. Die Bildung latenter Steuern erfolgt beim Organträger.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB) ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

(2) Vorräte

In den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind lagermäßig geführte Ersatzteile zum Bilanzstichtag enthalten.

Die Unfertigen Leistungen beinhalten ausschließlich unverrechnete Lieferungen und Leistungen aus nutzerspezifischen Leistungen und Projekten.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden aus der Übernahme des laufenden Gewinns auf der Grundlage des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags in Höhe von TEUR 592 (Vorjahr: TEUR 3.729), aus dem Cash-Pooling von TEUR 22.122 (Vorjahr: TEUR 12.870) sowie aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 613 (Vorjahr: TEUR 615). Dabei bestanden gegen die alleinige Gesellschafterin SPIE SAG GmbH, Ratingen, Forderungen von TEUR 22.158 (Vorjahr: TEUR 16.507).

(4) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Ertragsteuern, ausstehende Lieferantenrechnungen, Personalaufwendungen, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und Gewährleistungen.

(5) Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden aus der Übernahme des laufenden Gewinns auf der Grundlage des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags in Höhe von TEUR 3.127 (Vorjahr: TEUR 0) sowie aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 4.231 (Vorjahr: TEUR 1.978). Dabei bestanden gegen die alleinige Gesellschafterin SPIE SAG GmbH Verbindlichkeiten von TEUR 6.988 (Vorjahr: TEUR 1.244).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten vor allem Verbindlichkeiten gegenüber Personal von TEUR 1.340 (Vorjahr: TEUR 1.239), Sozialversicherungsträgern von TEUR 485 (Vorjahr: TEUR 379) und aus Lohnsteuer von TEUR 697 (Vorjahr: TEUR 626).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(6) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 73.490 (Vorjahr: TEUR 68.658) wurden im Berichtsjahr ausschließlich, im Vorjahr überwiegend im Inland erzielt.

Die Aufteilung nach Kundengruppen stellt sich wie folgt dar:

2019
TEUR
Vorjahr
TEUR
Fremde 70.550 66.100
Verbundene Unternehmen SPIE 2.940 2.558
73.490 68.658

(7) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 623 (Vorjahr: TEUR 148) und Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen in Höhe von TEUR 291 (Vorjahr: TEUR 134). Außerdem sind Weiterberechnungen im Firmenverbund in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 106) enthalten.

(8) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Wesentlichste Positionen der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Mieten und Leasing in Höhe von TEUR 2.225 (Vorjahr: TEUR 2.148) sowie Personal- und Sachkostenumlagen in Höhe von TEUR 2.631 (Vorjahr: TEUR 3.350).

(9) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Vorjahres sind einer vorangegangenen Periode zuzurechnen.

Sonstige Angaben

(10) Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2019 zählte die Belegschaft durchschnittlich 721 (Vorjahr: 535) Arbeitnehmer.

2019 Vorjahr
Angestellte 156 117
Gewerbliche Arbeitnehmer 537 400
693 517
Auszubildende 28 18
Mitarbeiter gesamt: 721 535

(11) Anteilsbesitz

Bezeichnung Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis des Jahres
in % TEUR Jahr TEUR
Inland
SEG LiPro Energietechnik GmbH, Lützen OT Zorbau 100,0 1.660 2019 592 *)

*) vor Gewinnabführung

(12) Honorar des Abschlussprüfers

Das von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug TEUR 47, welches ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen entfiel.

(13) Geschäftsführer

Herr Jan Jörgenshaus, Diplom-Kaufmann, Leiter Region Nord, Geschäftsführer SPIE Versorgungstechnik GmbH, SPIE Verteilnetze GmbH und SPIE Gastechnischer Service GmbH (bis 31. März 2020)

Herr Burkhard Sager, Diplom-Ingenieur, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bohlen & Doyen GmbH, Wiesmoor, und Leiter des Geschäftsbereichs Gas & Offshore der SPIE Gruppe (bis 31. Oktober 2019)

Herr Peter Pfannenstiel, Diplom-Ingenieur, Leiter Geschäftsbereich CityNetworks & Grids, Geschäftsführer SPIE Versorgungstechnik GmbH, SPIE Verteilnetze GmbH und SPIE Gastechnischer Service GmbH (seit 8. November 2019)

(14) Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans

Bezüglich der Bezüge der Geschäftsführung wird von § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch gemacht.

(15) Sonstige finanziellen Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf TEUR 2.030 aus Operating Leasingvereinbarungen für Fahrzeuge und TEUR 451 aus Mietverpflichtungen.

(16) Konzernverhältnisse

Alleinige Gesellschafterin ist die SPIE SAG GmbH, Ratingen.

Eine Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts für den Teilkonzern der SPIE Versorgungstechnik GmbH nach § 290 HGB besteht nicht, da die SPIE Versorgungstechnik GmbH und ihr Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der SPIE SA, Paris/Frankreich, einbezogen werden und kein Antrag von Minderheitsgesellschaftern zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts nach § 291 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB vorliegt. Voraussetzung hierfür ist, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der SPIE SA geprüft und in deutscher Sprache offengelegt werden.

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt, ist die SPIE S.A., Cergy/Frankreich. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger veröffentlicht.

(17) Nachtragsberichterstattung

Im Dezember 2019 wurden in China erste Fälle einer zunächst unbekannten Lungenkrankheit erkannt, die auch in Deutschland in Einzelfällen Ende Januar 2020 diagnostiziert wurde. Die Krankheit - bezeichnet als Covid 19 - entwickelte sich zunächst als Corona-Epidemie, seit März 2020 hat sich diese Erkrankung als weltweite Corona-Pandemie weiter ausgewachsen. Die Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen und die Wirtschaft sind erheblich. Dies wird auch negative finanzielle Auswirkungen für unsere Gesellschaft haben. Zu den Folgen für die SPIE Versorgungstechnik wird an dieser Stelle auf die Prognoseberichterstattung im Lagebericht verwiesen.

 

Müllrose, den 26. Juni 2020

SPIE Versorgungstechnik GmbH, Müllrose

Peter Pfannenstiel, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Anlagenspiegel Stand 1.1.2019
Euro
Zugänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2019
Euro
Stand 1.1.2019
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 894.946,00 0,00 0,00 0,00 894.946,00 140.836,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.021.506,00 0,00 0,00 0,00 6.021.506,00 633.843,00
6.916.452,00 0,00 0,00 0,00 6.916.452,00 774.679,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 213.638,47 0,00 0,00 0,00 213.638,47 209.497,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.592.368,59 1.314.462,83 0,00 586.627,28 8.320.204,14 5.788.421,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.122.128,88 1.530.779,05 62.984,00 654.121,97 10.061.769,96 7.066.064,96
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 62.984,00 0,00 -62.984,00 0,00 0,00 0,00
16.991.119,94 2.845.241,88 0,00 1.240.749,25 18.595.612,57 13.063.984,28
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.624.296,38 0,00 0,00 0,00 1.624.296,38 0,00
1.624.296,38 0,00 0,00 0,00 1.624.296,38 0,00
25.531.868,32 2.845.241,88 0,00 1.240.749,25 27.136.360,95 13.838.663,28
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Anlagenspiegel Abschreibungen des Geschäftsjahres
Euro
Umbuchungen
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2019
Euro
31.12.2019
Euro
31.12.2018
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 139.325,00 0,00 0,00 280.161,00 614.785,00 754.110,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 633.843,00 0,00 0,00 1.267.686,00 4.753.820,00 5.387.663,00
773.168,00 0,00 0,00 1.547.847,00 5.368.605,00 6.141.773,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 935,00 0,00 0,00 210.432,47 3.206,00 4.141,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 688.850,83 0,00 525.050,28 5.952.222,40 2.367.981,74 1.803.946,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.156.073,05 0,00 647.605,97 7.574.532,04 2.487.237,92 2.056.063,92
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 62.984,00
1.845.858,88 0,00 1.172.656,25 13.737.186,91 4.858.425,66 3.927.135,66
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 1.624.296,38 1.624.296,38
0,00 0,00 0,00 0,00 1.624.296,38 1.624.296,38
2.619.026,88 0,00 1.172.656,25 15.285.033,91 11.851.327,04 11.693.205,04

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SPIE Versorgungstechnik GmbH, Müllrose

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SPIE Versorgungstechnik GmbH, Müllrose, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SPIE Versorgungstechnik GmbH, Müllrose, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt III des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 26. Juni 2020

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

André Bedenbecker, Wirtschaftsprüfer

Thomas Micheel, Wirtschaftsprüfer

Angabe des Datums der Feststellung des Jahresabschlusses gem. § 328 Abs. 1a Satz 1 HGB

Der Jahresabschluss zum 31.12.2019 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 06.08.2020 festgestellt.

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