Stammdaten

Register
Amtsgericht Pinneberg HRB 15949 PI
Eingetragen
26.5.2021
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von WärmepumpenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Entwicklung und industrielle Produktion von sowie der Handel mit umwelttechnischen Anlagen und Geräten, insbesondere Vakuum-Toiletten und deren Zubehör

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marcel Hopfe
seit 30.9.2021
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Galli Participations S.A.SFRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
EV Participations GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EVAC GmbH

Wedel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Gesellschafterbeschluss

Die Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH mit Sitz in München, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 91181 (die "Gesellschafterin"), als Inhaberin eines Geschäftsanteils in Höhe von EUR 25.000,00 vertritt das gesamte Stammkapital der EVAC GmbH mit Sitz in Wedel, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Pinneberg unter HRB 15949 PI (die "Gesellschaft"), im Nennbetrag von EUR 25.000,00.

Unter Verzicht auf alle gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Form- und Fristerfordernisse für die Einberufung und Abhaltung einer Gesellschafterversammlung sowie die Fassung von Gesellschafterbeschlüssen fasst die Gesellschafterin gemäß § 48 Abs. 2 GmbHG in schriftlicher Abstimmung folgenden Beschluss:

(1)

Die Bilanz zum 31. Dezember 2021 mit Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01. - 31.12.2021 wird festgestellt.

(2)

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 595.833,26 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

(3)

Der Geschäftsführer, Andreas Engelmann, wird entlastet.

(4)

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, wird zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 gewählt.

Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst.

 

München, den 23. Januar 2023

Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH

Harald Schneider, Mitglied der Geschäftsführung

ppa. Helge Allaburda, Prokurist

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 1.1.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 64.616,00 121.990,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.134.499,00 1.378.181,72
2. Anlagen im Bau 357.959,83 1.492.458,83 265.264,64 1.643.446,36
1.557.074,83 1.765.436,36
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hils- und Betriebsstoffe 8.715.659,47 8.928.830,39
2. Unfertige Erzeugnisse 2.541.702,75 450.861,10
3. Fertige Erzeugnisse 2.256.910,35 13.514.272,57 1.407.247,31 10.786.938,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.362.875,90 9.745.514,09
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 404.101,97 530.280,80
3. Sonstige Vermögensgegenstände 616.817,38 10.383.795,25 1.060.757,13 11.336.552,02
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.753.639,06 262.876,75
26.651.706,88 22.386.367,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 140.467,49 142.453,75
28.349.249,20 24.294.257,68

Passiva

31.12.2021 1.1.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 20.516.893,85 18.356.607,45
III. Jahresüberschuss 595.833,26 0,00
21.137.727,11 18.381.607,45
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 3.862.514,20 2.715.054,75
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 57.444,58 22.412,88
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.589.878,75 2.991.473,15
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 26.104,01 177.975,38
4. Sonstige Verbindlichkeiten 675.580,55 5.734,07
3.349.007,89 3.197.595,48
28.349.249,20 24.294.257,68

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 47.712.092,93
2. Veränderung des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen 2.940.504,69
3. Sonstige betriebliche Erträge 748.941,19
- davon aus Währungsumrechnung EUR 11.448,93 -
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -29.487.631,16
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.334.746,89 -32.822.378,05
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.462.343,18
b) Soziale Abgaben -1.858.890,24 -12.321.233,42
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -511.614,41
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.102.137,20
- davon aus Währungsumrechnung EUR 39.774,23 -
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.104,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -50.446,47
10. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 595.833,26

Anhang für 2021

1. Allgemeine Hinweise

Die EVAC GmbH hat ihren Sitz in Wedel. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 15949 PI im Register des Amtsgerichts Pinneberg eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gesellschaft wurde zum 1. Januar 2021 durch Ausgliederung aus der EVAC GmbH, Wedel (nun EVAC Participations GmbH), neu gegründet. Dabei sind wesentliche Geschäftsbestandteile der EVAC GmbH, Wedel, auf die Gesellschaft übertragen worden. Als Vorjahresvergleichszahlen werden in der Bilanz die Eröffnungsbilanzwerte der Vermögensgegenstände und Schulden zum 1. Januar 2021 gezeigt. Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen der Vorgesellschaft ist insoweit eingeschränkt, als das kein vollumfänglicher Übertrag der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind die gesetzlich vorgesehenen davon- Vermerke in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung teilweise im Anhang angegeben.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Fortführung des Unternehmens aufgestellt.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gültig:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 5 Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit nur zeitlich begrenzt nutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr voll abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 2 und 30 Jahren.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zum beizulegenden Wert bewertet.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten inklusive Gemeinkostenanteile sowie Abschreibungen bewertet. Dabei werden Fremdkapitalzinsen nicht berücksichtigt. Auftragsbezogene Entwicklungskosten werden als Sondereinzelkosten der Fertigung für wesentliche und langfristige Kundenprojekte im Verhältnis zum Auslieferungsgrad in den unfertigen Erzeugnissen aktiviert. Die Bewertung der Sondereinzelkosten erfolgt mit einem Vollkostensatz auf der Basis der geleisteten Arbeitsstunden sowie bei externer Entwicklungsunterstützung auf Basis der berechneten Aufwendungen. Im Zeitablauf erfolgt der Verbrauch im Verhältnis der ausgelieferten Serienteile.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden, falls notwendig, Abschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Die Berechnung der pauschalen Garantierückstellungen erfolgte mit 1,35% vom Produktionsumsatz der letzten 30 Monate.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung des Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Wahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen haben, wie die Vergleichszahlen, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben ebenfalls eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Vergleichszahlen der sonstigen Vermögensgegenstände ist ein Betrag in Höhe von TEUR 515 mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten.

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von TEUR 283 gegen die Gesellschafterin Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, München, aus der Weiterbelastung von Aufwendungen.

Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen, wie in den Vergleichszahlen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28,3 % zu Grunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Bilanzdifferenzen aufgrund der unterschiedlichen Bewertung der Vorräte sowie aus der Aufdeckung stiller Reserven zum Zeitpunkt der Ausgliederung. Die aktiven latenten Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1 HGB nicht aktiviert.

Eigenkapital

Zum 31. Dezember 2021 beträgt das Stammkapital der Gesellschaft TEUR 25. Die Kapitalrücklage resultiert aus dem das Stammkapital übersteigenden Einbringungswert aus dem übertragenen Vermögen inklusive einer im Geschäftsjahr erfolgten Einbringung des Altgesellschafters im Rahmen der Ausgliederung.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.863 wurden im Wesentlichen für Gewährleistungsansprüche in Höhe von TEUR 1.538, ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 1.439, Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 626 sowie Rückstellungen für Projekt-, Jahresabschluss- und Archivierungskosten (TEUR 250) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben sämtlich, wie in den Vergleichszahlen, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem laufenden Verrechnungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 612 (TEUR 143).

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2021
TEUR %
Umsatzerlöse
- nach Sparten
Projekte 31.805 66,7
Ersatzteile 14.083 29,5
Service 1.809 3,8
andere - 15 0,0
47.712 100,0
- nach Regionen
Inland 6.461 13,5
Übrige EU-Länder 15.669 32,8
Übriges Europa (nicht EU-Länder) 9.995 21,0
Nordamerika 1.390 2,9
Australien/Ozeanien 381 0,8
Asien 13.815 29,0
47.712 100,0

Von den Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 47.712 sind TEUR 1.333 mit verbundenen Unternehmen erzielt worden.

5.Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat Leasingverträge mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2024 für verschiedene Büroeinrichtungen (Telefonanlage, Kopierer, Faxgeräte, etc.) abgeschlossen. Die Verpflichtungen belaufen sich insgesamt auf einen Betrag von TEUR 53.

Mietaufwendungen aus der langfristigen Anmietung von Büro- und Lagerräumen fallen wie folgt an:

Fällig im Folgejahr: TEUR 798
Fällig im 2. bis 5. Jahr: TEUR 3.192
Fällig nach dem 5. Jahr: TEUR 333

Die Summe der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag somit TEUR 4.376.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

 

Rudolf Andreas Engelmann, Ellerbek, hauptberuflicher Geschäftsführer der EVAC GmbH, seit dem 26. Mai 2021

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Berichterstattung über die Organbezüge wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft bezieht.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2021
Gewerbliche Arbeitnehmer 44
Angestellte 102
Summe Mitarbeiter Vollzeit 146
Teilzeit 32
Aushilfen 3
Total 181

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für den Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2021 beträgt TEUR 70 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernverhältnisse

Bei dem Unternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, handelt es sich um die Knorr Bremse Aktiengesellschaft, München. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis von EUR 595.833,26 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 sind wesentliche Geschäftsvorfälle, die von Bedeutung für die Beurteilung der Lage oder voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft wären, nicht zu verzeichnen. An dieser Stelle wird zusätzlich auf den Chancen- und Risikobericht im Lagebericht verwiesen. Die Auswirkungen durch das Lieferembargo gegen Russland schätzen wir in der jetzigen Situation in einem Umsatzbereich von circa TEUR 2.184 mit einem Margeneffekt von 28,5% oder TEUR 626.

 

Wedel, den 22. Oktober 2022

Rudolf Andreas Engelmann

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2021 Zugang im Rahmen der Ausgliederung Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 121.990,00 14.765,03 0,00 136.755,03
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.378.181,72 195.792,66 0,00 1.573.974,38
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 265.264,64 92.695,19 0,00 357.959,83
0,00 1.643.446,36 288.487,85 0,00 1.931.934,21
0,00 1.765.436,36 303.252,88 0,00 2.068.689,24
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 72.139,03 0,00 72.139,03
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 439.475,38 0,00 439.475,38
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 439.475,38 0,00 439.475,38
0,00 511.614,41 0,00 511.614,41
Buchwerte
31.12.2021 1.1.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 64.616,00 121.990,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.134.499,00 1.378.181,72
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 357.959,83 265.264,64
1.492.458,83 1.643.446,36
1.557.074,83 1.765.436,36

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Grundlagen des Unternehmens

Die EVAC GmbH ist zuständig für das Projektmanagement, die Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die Produktion, den weltweiten Handel sowie die Durchführung von Reparaturen im Marktsegment Zugsanitärprodukte von einzelnen Schlüsselkomponenten bis zum gesamten Kabinensystem, wie z.B. die Projekte mit Siemens für die ÖBB oder IC600 mit Hitachi.

Die wesentlichen Absatzmärkte sind Europa mit ca. 67% und Asien ca. 29%. Unsere Kunden sind hier die Zugbauer wie z.B. Siemens, Hitachi oder Alstom, Kabinenhersteller wie Barart Alte, BFG oder Satek und die Zugbetreiber wie z.B. die Deutsche Bahn oder die ÖBB. Die Kundenbestellungen variieren nach Komplexität und können über Lieferzeiträume von bis zu 3 Jahren laufen. Nach Auslieferung sind die Systeme circa 30 Jahre im Betrieb und generieren so nachhaltigen Umsatz im Ersatzteil vertrieb und Service.

Wir bedienen uns den internationalen Beschaffungsmärkten. Wir sind hier über die Bauteile hinweg bemüht für sämtliche Produkte zwei oder mehr Lieferanten zu nutzen. Der Großteil unserer Artikel wird in Europa gefertigt. Wir kaufen aber auch in Fernost oder den USA zu.

Die EVAC GmbH ist am 26.05.2021 durch Ausgliederung von Teilen des Vermögens (Geschäftsbetrieb ohne verbleibenden Rumpfbetrieb) der EVAC GmbH (nun EV Participations GmbH, HRB 3203PI) aufgrund des Ausgliederungsplans vom 07.05.2021 nebst Zustimmungsbeschluss vom selben Tag entstanden. Die EVAC GmbH ist mit Stichtag der Ausgliederung beim Amtsgericht Pinneberg im Handelsregister unter HRB 15949 Pi eingetragen. Die Ausgliederung ist mit gleichzeitig erfolgter Eintragung im Register des übertragenden Rechtsträgers wirksam geworden. Die Haftung für die im Betrieb der EVAC GmbH (nun EV Participations GmbH, HRB 3203 PI) begründeten und nicht übernommenen Verbindlichkeiten im Bereich "verbleibender Rumpfbetrieb" ist ausgeschlossen.

Stichtag für die Ausgliederung zur Neugründung und somit Beginn der Berichtsperiode ist gemäß dem Umwandlungsbeschluss vom 11.03.2021 der 01.01.2021.

Die Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH hat im Juni 2021 die Anteile an der EVAC GmbH erworben. Somit gehört die EVAC GmbH nunmehr der Knorr-Bremse Gruppe an.

Markt- und Wettbewerbsumfeld

Aufgrund der Covid-19-Pandemie wird der globale Schienenfahrzeugmarkt 2021 im Vergleich zu 2020 nach Einschätzungen und Hochrechnungen von Marktforschern im Fernverkehr sowie im Regional- und Nahverkehr merklich steigen. Im Vergleich zu 2019 liegt das Transportvolumen im Passagierverkehr weiterhin unter Vorkrisenniveau. Insgesamt zeigte sich der Markt für Schienenfahrzeuge im Jahresverlauf 2021 in den Regionen zeitlich unterschiedlich beeinflusst von der Covid-19-Pandemie. Alle Länder waren weiterhin von den Auswirkungen der Pandemie betroffen, mit Einschränkungen unterschiedlicher Ausprägung.

Die in der 2. Jahreshälfte 2020 einsetzende weltwirtschaftliche Erholung setzte sich im Jahr 2021 während der ersten Hälfte des Geschäftsjahres fort. (Quelle: OECD). Die Fortsetzung bzw. Neueinführung erfolgreicher Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung im Bereich der öffentlichen Gesundheit spielten bei der Begrenzung der Übertragung des COVID-19-Virus eine wesentliche Rolle. Insbesondere ist die rasche Einführung von Impfungen zu erwähnen, die speziell in den weiterentwickelten Volkswirtschaften eine wichtige Rolle bei der Pandemiebekämpfung gespielt hat. (Quelle: World Bank)

Die Entwicklung des BIP-Wachstums war im Jahr 2021 durch ein regionsunabhängiges, homogenes Bild geprägt, ähnlich wie es bereits im Jahr 2020 beobachtet werden konnte - wenngleich aber jetzt mit umgekehrten Vorzeichen. Die Veränderung des weltweiten BIPs stieg von - 3,1 % im Jahr 2020 auf +5,9 % im Jahr 2021. Die Veränderung der Wirtschaftsleistung im Euroraum stieg im selben Zeitraum von -6,4 % auf +5,2 %, die der USA von -3,4 % auf +5,6 % und die Chinas von +2,3 % auf +8,1 %. (Quelle: IMF)

Neue Mitbewerber drängen besonders im Bereich der Kabine mit aggressiven Preisstrategien auf den Markt. Wir sind als langfristiger Systemlieferant mit Präsenz auf diversen Zugplattformen in einer guten Ausgangsposition, unsere Marktanteile zu verteidigen oder im Bereich der Kabine sogar weiter auszubauen. Ein weltweites Vertriebs netz, teilweise über Vertreter und Distributoren, gewährleistet direkten Kundenkontakt vor Ort. So nutzt die EVAC GmbH neben den eigenen Vertriebsmitarbeitern diverse "Business Partner" als Multiplikatoren um auch regionalen Besonderheiten gerecht werden zu können und eine ständige Präsenz vor Ort zu haben. Handelsvertreter oder Distributoren hat die EVAC GmbH bspw. in wichtigen Märkten wie Japan (Goko), Österreich (IBC) oder auch Polen (GG Tecnic).

Durch die Zugehörigkeit zur Knorr-Bremse-Gruppe ergeben sich zudem seit Mitte 2021 ganz neue vertriebliche Möglichkeiten. Seitdem bestehen in vielen Ländern mit KB-Präsenz exzellente Kontakte in die Bahnindustrie. In Märkten wie Polen, Frankreich, China oder auch Indien wurde der Kontakt zu den dortigen KB-Gesellschaften schon stark vorangetrieben, erste Synergieeffekte (die Teilnahme an einem Tender für weit über 1.000 Toilettensysteme in Indien) sind sichtbar. Die Planung von EVAC und der KB-Gruppe geht klar in die Richtung, durch die Zusammenarbeit in den einzelnen Märkten deutlich mehr Aufträge zu gewinnen, als es EVAC alleinständig möglich gewesen wäre.

Durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine ist ein für die EVAC wichtiger Markt weggebrochen. Für das Jahr 2022 werden wir mit Blick auf die politische Lage und die festgelegten Sanktionen eine Umsatzreduzierung von circa 5% berichten.

Die regionale Vertriebsstruktur sichert einen vollständigen Marktzugang. Die EVAC GmbH nutzt die Präsenz auf der wichtigsten Messe der Bahnindustrie - die Innotrans in Berlin wird 2022 erstmalig seit vier Jahren (in 2020 und 2021 pandemiebedingt ausgefallen) wieder stattfinden - um die Produkte sowie das Spektrum an Leistungen im Bereich Technologie und Service dem Markt vorzustellen. Dies wird im Rahmen des Standes der Knorr-Bremse-Gruppe passieren, mit 1000 qm Standfläche einer der größeren der Messe. Auch hier wird wieder viel Wert auf die Synergieeffekte und Kundenvorteile der Übernahme der EVAC GmbH durch Knorr-Bremse liegen.

Im Geschäftsjahr 2021 hat sich die EVAC GmbH weiter als kompletter Nasszellenlieferant inklusiv komplett integrierter Systemtechnik etabliert. Die beiden "großen" Kabinenprojekte, die sich 2020 noch hauptsächlich in der Entwicklungsphase befanden, liefen 2021 voll in der Auslieferphase bzw. im Fall des Kabinenprojektes der Tag- und Nachtzüge mit Siemes in der Hochlaufphase. An weiteren Ausschreibungen für Kabinenprojekte wurde teilgenommen, entschieden wurden diese im Jahr 2021 noch nicht. Dabei hat EVAC auch an zwei Kunden angeboten, die bisher noch keine schlüsselfertigen Nasszellen bei EVAC eingekauft haben (Alstom, Skoda). Sollte eines der Projekte gewonnen werden können, wäre das ein großer Erfolg.

Wesentliche Ereignisse für den Geschäftsverlauf

Die weltweite Covid-19-Pandemie beeinflusste auch im vergangenen Jahr das öffentliche Leben, die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und auch die Geschäftsentwicklung der EVAC GmbH. Hierbei ist insbesondere eine rückläufige Nachfrage infolge reduzierter Fahrgastzahlen und damit einhergehend weniger Nachfrage im Bereich des Ersatzteilvertriebes und Service.

Es wurden umfangreiche Schutzmaßnahmen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getroffen bzw. die bestehenden Regelungen fortgeführt. Diese umfassen etwa Hygienekonzepte sowie die notwendigen organisatorischen sowie infrastrukturellen Veränderungen. Hierzu gehören etwa der Einsatz mobiler Arbeit und die Bereitstellung von Schutzausrüstung und Antigen Schnelltests. Diese Schutzmaßnahmen wurden auch während einer leichten Entspannung im zweiten und dritten Quartal 2021 fortgeführt und mit dem Wiederaufflammen der Pandemie nach den Sommermonaten konsequent fortgesetzt.

In China sind die Geschäfte der EVAC GmbH im Jahr 2021 eingebrochen, da ein Vertrag mit einem Handelspartner nicht fortgeführt wurde. Erste Kooperationen mit der Knorr-Bremse in China sind gestartet worden, sowie ein neuer Mitarbeiter vor Ort für den Sanitary Bereich eingestellt, um Umsatzanteile in China zurückzugewinnen.

Durch den Eintritt in die Knorr-Bremse Gruppe ist die EVAC GmbH jetzt in einer optimalen Position an großen Ausschreibungen in Indien teilzunehmen. In 2021 konnten einige kleinere Bestellungen im fünf- bis niedrig sechsstelligen Eurobereich verbucht werden. Für 2022 / 2023 rechnen wir mit kräftig steigenden Auftragsvolumina. Grund sind große Ausschreibungen ("Train-18"), die noch in 2022 vergeben werden sollen und bei der wir realistischerweise planen, einen signifikanten Anteil zu gewinnen.

Der indische Markt für Vakuumtoiletten zeigt weiterhin großes Potential und die EVAC GmbH hat sich mit den Konzerngesellschaften der Knorr-Bremse-Gruppe vor Ort verbunden, um zukünftig auch in Indien Marktanteile zu erobern.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Die wesentlichen Leistungsindikatoren, nach denen das Unternehmen intern steuert, sind neben dem Umsatz das erzielte Ergebnis vor Steuern (EBT) sowie der Auftragsbestand.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 47,7 MEUR erzielt. Die im Budgetprozess prognostizierten Umsätze in Höhe von 55,8 MEUR konnten aufgrund der durch das gesamte Jahr 2021 anhaltenden Corona Effekte und der Lieferverschiebungen auf einem der großen Sanitär-Kabinenprojekte um 8,1 MEUR nicht erzielt werden. Bei den projektbezogenen Umsätzen aus Systemgeschäft konnten wir das Budget erreichen, blieben aber im Ersatzteilvertrieb 2,2 MEUR und bei den Umsätzen aus Kabinenumsätze 6,2 MEUR zurück.

Der Umsatz 2021 setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR %
Umsatzerlöse
- nach Sparten
Projekte 31.805 66,7
Ersatzteile 14.083 29,5
Service 1.809 3,8
andere - 15 0,0
47.712 100,0

Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein EBT von 0,6 MEUR erreicht. Das sind im Verhältnis zu den Umsatzerlösen für den Berichtszeitraum 1,4%. Ein weiterhin durch Corona geschwächter Markt im besonders margenträchtigen Ersatzteilvertrieb und hohe Entwicklungskosten, von denen ein Anteil von 1,5 MEUR in den Vorräten kapitalisiert wurden, erläutern das schwache Betriebsergebnis, welches auch unter der Prognose des Vorjahres liegt.

Der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag 31.12.2021 beträgt 53,2 MEUR (Vergleich zu Jahresbeginn 72,1 MEUR) und betrifft hauptsächlich die nächsten 2 Jahre. Die Auslieferung von 2 Kabinenprojekten parallel führt zu einer Reduzierung im Auftragsbuch. Ein großer Folgeauftrag mit der ÖBB konnte Anfang 2022 geschlossen werden und weitere Ausschreibungen an großen Kabinenprojekten werden bis Ende 2022 abgeschlossen.

Der Materialaufwand betrug 32,8 MEUR. Die Materialintensität (Materialaufwand/Umsatzerlöse) ist für das Berichtsjahr mit ca. 69% erklärt durch den Produktmix und den zunehmenden Anteil im Kabinengeschäft auf hohem Niveau.

Der Personalaufwand lag bei 12,3 MEUR. Neben einer allgemeinen Lohnsteigerung wurden im Jahr 2021 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, so dass der Personalaufwand während des Jahres kontinuierlich anstieg.

Die Personalintensität (Personalaufwand/Umsatzerlöse) im Geschäftsjahr 2021 lag bei ca. 26%.

Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen lagen im Geschäftsjahr 2021 bei 0,5 MEUR. Die Abschreibungsbeträge sind auf planmäßige Abschreibungen zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Dienstleistungen, Fremdpersonal, Mietkosten sowie Kosten für Fracht- und Verpackungen. Durch die Entwicklungsarbeiten der Kabinenprojekte waren die Kosten für Fremdpersonal und -leistungen im Jahr 2021 noch sehr hoch, gegenläufig konnten die monatlichen Mietkosten durch Preisverhandlungen um über 30% reduziert werden.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind besonders durch Aufwendungen aus der Auflösung der Mietbürgschaft beeinflusst.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen betrug zum 31. Dezember 2021 1,6 MEUR und setzt sich wie folgt zusammen:

• Immaterielle Vermögensgegenstände 0,1 MEUR
• Sachanlagen 1,5 MEUR

Langfristige und weiter genutzte Anlagen sind aus der Abschreibungsphase gelaufen. Sinnvolle und notwendige Investitionen wurden im Geschäftsjahr umgesetzt. Von einem Rückstau an Investitionen ist nicht zu sprechen.

Die Vorräte im Wert von 13,5 MEUR entfallen auf

• Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8,7 MEUR
• unfertige Erzeugnisse 2,5 MEUR
• fertige Erzeugnisse 2,3 MEUR

Der Lagerbestand zum 31. Dezember 2021 ist im Laufe des Jahres um 2,7 MEUR oder 25,3% gestiegen. Hauptgrund sind hier im Wesentlichen die Kabinenprojekte, die eine zusätzliche Bevorratung erfordern. In den unfertigen Leistungen wurden 1,5 MEUR Entwicklungskosten für 6 Kundenprojekte mit Siemens, Alstom und Hitachi aktiviert. Der Aufwand für die Entwicklung wird entsprechend der Auslieferungen während der Auslieferungsphase bis Anfang 2024 realisiert.

Die Vorrätebindung (Vorräte/Umsatzerlöse x 365 Tage) liegt demzufolge bei 103 Tagen und damit höher als im Vorjahr aufgrund oben beschriebener Effekte. Die Ziele für das Jahr 2022 ist durch optimierte Lagerhaltung und steigenden Umsätzen eine wesentliche Reduktion in der Vorratsbindung.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte in Höhe von 9,4 MEUR liegen 0,4 MEUR unter dem Niveau vom Jahresbeginn. Besonders erfreulich ist hier der Rückgang der überfälligen Außenstände.

Die Reichweite der Forderungen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/Umsatzerlöse x 365 Tage) bewegt sich in 2021 mit 72 Tagen durch den hohen Umsatz und die gute Zahlungsmoral unserer Kunden auf einem sehr akzeptablen Niveau und ist verbessert im Vergleich zum Vorjahr.

Die Intensität des Umlaufvermögens (Umlaufvermögen/Gesamtvermögen) ist im Geschäftsjahr 2021 stabil bei 94%.

Das Eigenkapital veränderte sich um das Jahresergebnis von 0,6 MEUR und einer Einbringung durch den Altgesellschafter in Höhe von 2,2 MEUR auf 21,1 MEUR.

Die Eigenkapitalquote liegt damit bei sehr hohen 75%.

Die sonstigen Rückstellungen sind im Laufe des Jahres um 1,1 MEUR angestiegen. Ausstehende Rechnungen zu Lieferungen in Bezug auf das Kabinengeschäft (Rechnungen in Höhe von 159 TEUR für Wandelemente) und Lieferungen unseres Tanklieferanten in Höhe von 550 TEUR sind hierzu nennen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit Anstieg der Rückstellungen rückläufig. Insgesamt sind die Veränderungen in den Verbindlichkeiten im Verhältnis zu dem gestiegenen Umsatz.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen auf Umsatzsteuerverbindlichkeiten zurückzuführen. Die Veränderung ergibt sich entsprechend dem operativen Geschäft sowie vor dem Hintergrund, dass die EVAC GmbH Ende Mai 2021 ohne Steuerverbindlichkeiten entstanden ist.

Finanzlage

Im Berichtsjahr 2021 erhöhten sich die liquiden Mittel von 0,3 MEUR auf 2,8 MEUR. Hauptgrund sind die zuverlässigen Kundenzahlungen und die zusätzliche Einbringung des Altgesellschafters in die Kapitalrücklage im Rahmen der Ausgliederung.

Der Cashflow setzt sich wie folgt zusammen:

• Investitionstätigkeit +0,3 MEUR
• Laufende Geschäftstätigkeit +0,1 MEUR
• EK Erhöhung +2,2 MEUR

Kontinuierliche Reduzierungen des gebundenen Kapitals sind das Ziel des Finanzmanagements. Ein weiteres Ziel des Finanzmanagements liegt in der Sicherstellung der Liquidität.

Die EVAC GmbH konnte jederzeit alle Zahlungsverpflichtungen erfüllen. Seit Anfang 2022 ist die EVAC GmbH im Cashpoolverfahren mit der Gesellschafterin, so dass Zahlungsspitzen und Finanzengpässe ausgeglichen werden.

Gesamtaussage zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Sowohl das Jahresergebnis, das Orderbuch und die Eigenkapitalsituation bilden eine solide Grundlage, um die Herausforderungen auf den Märkten zu meistern. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bewertet die Geschäftsführung als geordnet.

Im Geschäftsjahr 2021 konnte ein Ergebnis von 0,6 MEUR erzielt werden. Im Wesentlichen sind Umsatzverschiebungen aus den Kabinenlieferungen an Siemens Erläuterungen für das geringe Jahresergebnis.

Die Vermögenslage der EVAC GmbH ist geordnet. Die Bilanzsumme in Höhe von 28,3 MEUR ist auf der Aktivseite im Wesentlichen durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 9,4 MEUR und Vorräte in Höhe von 13,5 MEUR bestimmt. Wesentliche Veränderungen sind hier die Aktivierung der Entwicklungskosten auf Kundenprojekte in Höhe von 1,5 MEUR sowie Anstieg des Guthabens bei Banken in Höhe von 2,5 MEUR.

Auf der Passivseite steht dem ein Eigenkapital von 21,1 MEUR entgegen. Innerhalb des Jahres wurden dem Eigenkapital 2,2 MEUR Kapitalrücklage durch Einbringung sowie das Jahresergebnis in Höhe von 0,6MEUR zugeführt.

Dazu ist die EVAC GmbH Anfang 2022 dem Cashpooling der Knorr Bremse Gruppe beigetreten. Bis Ende 2021 hat sich die EVAC GmbH die Liquidität aus dem eigenen Cash Flow gesichert. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Bankverbindlichkeiten. Die Bankkonten weisen einen positiven Saldo von 2,8 MEUR aus.

Wir erwarten auch in der Zukunft Liquiditätsüberschüsse aus der Geschäftstätigkeit der EVAC GmbH.

Im Jahr 2022 erwarten wir mit Blick auf die Herausforderungen am Beschaffungsmarkt trotz des Umsatzanstiegs durch zusätzliche Kabinenlieferungen und Erholung im Ersatzteilvertrieb ein negatives Ergebnis aus dem operativen Geschäft.

3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der feste Mitarbeiterstamm hat sich im Geschäftsjahr 2021 um 2 Mitarbeiter auf 181 Mitarbeiter erhöht. Zu Unterstützung der guten Auftragslage wurde auf die Unterstützung von Zeitarbeitnehmern gesetzt.

Der Personalbestand ist im Rahmen der Umsatzerwartung und veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst. Bei den festangestellten Vollzeitarbeitskräften zählen wir durchschnittlich 146 Mitarbeiter. Im Berichtszeitraum wurden keine Auszubildenden beschäftigt. Des Weiteren wurden 32 Mitarbeiter in Teilzeit und 3 Aushilfen beschäftigt.

Maßnahmen zur Arbeitssicherheit und Gesundheitsvorsorge sowie ausgewogenen Work-Life-Balance sind selbstverständlich und genießen einen hohen Stellenwert bei der Geschäftsleitung. Regelmäßige Betriebsrundgänge zur Einschätzung von Risiken und der werksärztliche Dienst seien an dieser Stelle erwähnt.

Im Rahmen der Pandemie-Anforderungen konnte bereits im ersten Lockdown schnell reagiert werden und ein Großteil der Mitarbeiter umgehend und ohne nachhaltige Reibungseffekte effizient mobil von zu Hause arbeiten.

Der Arbeitsmarkt in der Metropolregion Hamburg ist stark ausgereizt und die Besetzung offener Positionen wird vermehrt schwerer. Die Lage ist über alle Bereiche hinweg komplex, sowohl Softwareentwickler wie Mitarbeiter im Bereich der Fertigung sind heute nicht mehr leicht zu ersetzen. Die Vorteile eines internationalen Konzerns, die sich sowohl in der Attraktivität als Arbeitgeber aber auch in Standortunabhängigkeit widerspiegeln werden uns hier helfen.

Ein Ziel der Knorr-Bremse Gesellschaften ist die Minimierung von Umweltbelastungen. Der nachhaltige Fokus des Unternehmens zeigt sich in der Unterstützung der Schiene und damit in umweltfreundlichen und sicheren Produkten, die Kunden helfen, Energie zu sparen und Emissionen zu reduzieren. Dasselbe gilt für umweltschonende Produktionsprozesse.

4. Forschung und Entwicklung

Während 2021 die Entwicklungstätigkeiten hauptsächlich auf die laufende Projektarbeit und die Erneuerung einiger Komponenten (wie bspw. das neue Toiletten-Kontrollgerät "ILC" als Nachfolger des "STC") konzentriert war, sollen im Jahr 2022 auch wieder Innovationen geschaffen werden. Im Fokus steht bspw. die Überarbeitung der hauseigenen Grauwasser-Wiederverwendungseinheit, das Thema prädiktive Instandhaltung und auch berührungslose Elemente in den Nasszellen.

Die EVAC GmbH bietet ihren Kunden weltweit einen umfassenden Kundenservice an. Dies geschieht durch ein erfahrenes Team an Servicetechnikern, die vom Standort Wedel aus zu fachlicher Unterstützung bei der Lösungsentwicklung, der Reparatur in unserer eigenen Werkstatt oder auch für den Service direkt beim Kunden vor Ort weltweit reisen. Die Entwicklung von prädiktiver Instandhaltung oder online Datenaustausch in Echtzeit werden unseren Service und unsere Position weiter unterstützen.

Eine selbständige Qualitätsabteilung überwacht und verbessert permanent die Hauptprozesse im Unternehmen, um einen reibungslosen Ablauf und die Erhöhung der Kundenzufriedenheit zu gewährleisten.

Seit 1999 ist das Unternehmen nach der Norm ISO 9001:2000 zertifiziert. Die Norm umfasst die Entwicklung, Projektierung, Vertrieb, Montage und Wartung von Kompakt- und Zentralvakuumtoilettensystemen. Unter anderem unterstützen diese Normen langfristig die Prozessqualität innerhalb des Unternehmens. Sie fordert regelmäßige Wiederholungsaudits, denen sich die EVAC GmbH erfolgreich unterzogen hat. Die Zertifizierung konnte im Juni 2022 erneut bestätigt werden. Zusätzlich werden durch die Integration in die Knorr-Bremse Qualitätsstandards den Qualitätslevel hochhalten und weiter verbessern.

Die "technology roadmap" wird nach Analyse der Wettbewerbsposition und Marktanforderungen definiert und priorisiert. Gemeinsam mit einem externen Berater CGI Consulting werden wir die Ergebnisse erarbeiten und damit die Weichen für die Produktentwicklungen der nächsten Jahre stellen.

Aufgrund der Unternehmensgröße mit komplexen Schnittstellen werden Optimierungsmaßnahmen, wie ,Lean Management', und Ausbau des Wissensmanagements auch in den folgenden Jahren vorangetrieben.

5. Chancen- und Risikobericht

Die nachfolgenden Chancen und Risiken sind in absteigender Bedeutung aufgeführt.

Risiken

Die deutlich gestiegenen Kosten in der Materialbeschaffung sind auch im Jahr 2022 weiter angestiegen. Insgesamt rechnen wir im Jahr 2022 mit einer Preisteuerung von mehr als 8% über unseren gesamten Produktmix. Diese Kosten können aufgrund unserer Vertragsstruktur nur begrenzt an die Kunden weitergegeben werden. Für neue Projekte beachtet EVAC diese höheren Kosten in den Preiskalkulationen, bestehende Projekte, die nicht zulieferseitig abgesichert sind, sind so unter Margendruck geraten. Besonders die steigenden Energie- und Rohstoffpreise stellen uns vor eine Herausforderung. Hier wurden in Zusammenarbeit mit dem Einkauf der Gruppe sowie dem lokalen Engineering diverse Maßnahmen erarbeitet, um den Einfluss so gering wie möglich zu halten. Die Auswirkungen durch das Lieferembargo gegen Russland schätzen wir in der jetzigen Situation in einem Umsatzbereich von circa TEUR 2.184 mit einem Margeneffekt von 28,5% oder TEUR 626. Weitere Risiken aus dem Ukraine Krieg ergeben sich nicht.

Die Covid-19-Pandemie könnte zudem im Jahr 2022 zu ungeplanten Produktionsausfällen führen und ggf. auch die Absatz- und Beschaffungsmärkte weiter belasten. Das geänderte Reiseverhalten (weniger Reisen) der Menschheit führt zu einem geringeren Ersatzteilbedarf, da ja auch die Zugtoiletten automatisch seltener genutzt werden. Wann genau der Markt wieder das Vor-Pandemie-Niveau erreicht, ist aktuell mit Unsicherheit behaftet.

Die aktuell schwierige Lage eines der Hauptkunden der EVAC GmbH, die Hitachi-Gruppe, birgt ebenfalls gewisse Risiken. Der Kunde steht für einen signifikanten Umsatzanteil bei EVAC, konnte im Jahr 2021 aber kaum Zugprojekte gewinnen und hat deshalb auch keine/wenige Anfragen an EVAC für Toiletten/komplette Nasszellen gestellt. Das von Hitachi eventuell fehlende Umsatzvolumen müsste durch andere Kunden kompensiert werden, hierzu gibt es vielversprechende Gespräche mit bspw. Alstom und Stadler, von Alstom wurde bereits ein größerer Auftrag gewonnen.

Das Auftragsbuch der EVAC GmbH ist für die Jahre 2022 und 2023 gut gefüllt und sollte es erlauben, die gesteckten finanziellen Ziele zu erreichen. Jedoch fehlt für 2024 noch einiges an Auftragsvolumen, was in den nächsten Monaten akquiriert werden sollte, da die Vorlaufzeiten für "große" Projekte durchaus 10- 12 Monate betragen können. Die notwendigen Angebote sind abgegeben oder in Bearbeitung.

Risikomanagement

Ziel des Risikomanagements ist die Früherkennung von Risiken und Vermeidung der damit verbundenen Folgen.

Das Risikomanagement innerhalb des Unternehmens zeichnet sich durch ein abteilungsübergreifendes Berichtwesen sämtlicher Verantwortungsbereiche aus. Alle Abteilungsleiter melden potenzielle Risiken einmal per Quartal an die Geschäftsleitung und das Controlling.

Des Weiteren finden regelmäßige Risk Assessments durch das Auditteam des Mutterkonzerns statt. Zuletzt wurden diese noch durch die Safran Gruppe durchgeführt und ohne wesentliche Beanstandungen beendet. Im März 2022 wurde ein erstes Audit durch die Knorr-Bremse Konzernrevision ausgeführt. In dem Audit wurden 27 Findings berichtet, die im Wesentlichen mit der KB Integration zusammenhängen und zu einem großen Teil kurzfristig abgestellt werden konnten.

Es gibt ein regelmäßiges Reporting über die Auftragsentwicklung an die Geschäftsleitung und ein monatliches Reporting an die Konzernmutter Knorr-Bremse über das konzerninterne Reportingtool SEMBCS.

Für alle Kunden werden die Kreditlinien regelmäßig überprüft und im Bedarfsfall angepasst. Rechnungen werden in Euro ausgestellt, so dass das Währungsrisiko minimiert ist.

Durch die starke internationale Ausrichtung sind lokale Konjunkturschwankungen einzelner Märkte für die EVAC GmbH nicht so schwerwiegend wie für andere Unternehmen in der Branche.

Chancen

Das Wachstum im Bereich der Bahnindustrie bei der Personenbeförderung in Europa wird auch in den kommenden Jahren beständig sein. Die UNIFE erwartet ein Wachstum von 2+% jährlich (siehe Studie WRMS_2020_20), von dem auch die EVAC GmbH partizipieren wird. Durch die neue Zugehörigkeit zur Knorr-Bremse Gruppe ergeben sich zudem vertriebliche Synergien, bspw. durch die Bündelung von Angeboten mit anderen Gewerken oder durch die Nutzung der weit entwickelten Business Intelligence Tools der Gruppe (bspw. Projektdatenbank "PLUPS").

Die COVID-19 Pandemie hatte auch 2021 einen erheblichen Einfluss auf unser privates Leben sowie die Industrie. Dieses wird wohl auch noch für einige Zeit der Fall sein. Bei den Fahrgastzahlen geht man allerdings davon aus, dass man im Laufe 2022 wieder auf dem 2019 Niveau landen wird. Dieses ist bereits an einem positiven Trend in unserem Reparatur- und Ersatzteilgeschäft zu erkennen.

Durch die weitere Integration in die Knorr-Bremse Gruppe werden zunehmend Synergieeffekte entstehen, die die wirtschaftliche Lage der EVAC GmbH positiv beeinflussen werden. So sind beispielhaft im Bereich Service die lokalen Knorr-Bremse Gesellschaften optimal mit den Zugbetreibern vernetzt und werden die Kontakte mit den speziellen Anforderungen der Kunden in den diversen Regionen optimierend bearbeiten. Weiter werden durch die Zusammenlegung der Technologie oder Einkaufsverträge Kostensenkungen erzielt werden.

Chancen bestehen durch die getätigten Vertriebsanstrengungen auf den europäischen Märkten. Die starke Wettbewerbssituation von EVAC konnte erhalten und zusätzlich das Geschäft mit kompletten Kabinen ausgebaut werden. Dort liegt auch der Fokus für die Folgejahre: Erhalt der guten Position im Bereich Toilettensysteme und Ausbau und dadurch Wachstum durch Akquise von mehr Kabinenprojekten. Auch das Geschäft außerhalb Europas - hier sind speziell Indien und die USA zu nennen; ersterer Markt wird in den nächsten Jahren stark wachsen, in letzterem stehen einige Großprojekte an - birgt gute Chancen für die EVAC GmbH.

In den kommenden Jahren rechnet die EVAC GmbH mit einem Wiederanlaufen des Geschäfts in China sowie eine wesentliche Marktpräsenz auf dem indischen Markt. Grund für den (verhaltenen) Optimismus ist die Präsenz der Knorr-Bremse Gruppe.

Durch den geplanten "Deutschlandtakt" sind hohe Investitionen in den Eisenbahnbereich in Deutschland über viele Jahre sehr wahrscheinlich. Globale Trends zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz werden den Bahnverkehr ebenso begünstigen.

Ebenso wurde ein weitgehender Planungsprozess (S&OP) eingeführt; beginnend mit einer laufend aktualisierten Vertriebsplanung soll es so gelingen, die weiteren Ressourcen des Unternehmens (bspw. Entwicklung, Einkauf, Produktion, Qualität) effizienter zu steuern und auf Zusatzbedarfe (oder auch Einbrüche) besser und frühzeitiger reagieren zu können. Der neue Prozess ist angelaufen und konnte 2021 weiter detailliert werden.

In 2021 ist die Stelle eines Produktmanagements geschafft worden, um bspw. für noch mehr Innovation zu sorgen, Alleinstellungsmerkmale zu schaffen und Kostenoptimierungen zu erreichen.

Bestandsgefährdende Risiken für die EVAC GmbH sind nicht zu erkennen.

Zusammenfassend kann eingeschätzt werden, dass die Risiken durch geeignete Maßnahmen nicht zu wesentlichen Belastungen der Gesellschaft führen werden und bei Nutzung der Chancen die EVAC GmbH weiterhin in der Lage sein wird, sich mit positiven, für die Eisenbahn-Industrie typischen Ergebnissen weiterzuentwickeln.

6. Prognosebericht

Mit weiterer Optimierung der Prozesse und Produkte sowie damit verbundener Kostenreduzierungen ist eine wesentliche Voraussetzung für die zukünftige Wirtschaftlichkeit der EVAC GmbH geschaffen.

Die Umsatzvorhersage für das Jahr 2022 ist bereits zu 100% durch den Auftragsbestand abgesichert. Unter Abwägung der Chancen und Risiken wird für das Geschäftsjahr 2022 ein Umsatz bei ca. 51,1 MEUR prognostiziert.

Als unser größtes Risiko bleibt aktuell der weiterhin schwierige Beschaffungsmarkt, besonders die Elektronikbauteile sind hier zu nennen. Das zu erwartende Ergebnis vor Steuern für 2022 liegt aktuell bei 0,2 MEUR.

Besonders durch einen Folgeauftrag von Siemens im Rahmen der Nachtzüge der ÖBB sehen wir einem gestiegenen Auftragsbestand auf 65,5 MEUR zum Ende 2022 entgegen. Kapazitätsschwankungen werden mit Zeitarbeitskräften ausgeglichen.

 

Wedel, den 22. Oktober 2022

Rudolf Andreas Engelmann

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die EVAC GmbH, Wedel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EVAC GmbH, Wedel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EVAC GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 1. Dezember 2022

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Boger, Wirtschaftsprüfer

Huss, Wirtschaftsprüfer

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