Sensient Technologies Real Estate GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Conor O'Rourke seit 5.12.2025 | Geschäftsführer |
Torben Vogel seit 21.11.2018 | Prokura |
Jörg Kaltenhäuser seit 13.5.2014 | Prokura |
Leroy Clark Watson seit 17.10.2012 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 94.90% | |
Sensient Technologies Corporation | 5.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sensient Technologies Europe GmbHGeesthachtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das GESCHÄFTSJAHR 2023der Sensient Technologies Europe GmbHGeesthachtI. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2023 1. Unternehmen/Branche Die Sensient Technologies Europe GmbH ist ein mittelbares Tochterunternehmen der in den USA ansässigen und weltweit operierenden Sensient Corporation, Milwaukee/Wisconsin, und ist in die weltweiten Aktivitäten des Konzerns eingebunden. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel und die Produktion von Lebensmittelfarben, von Farbstoffen für die pharmazeutische Industrie und von Essentiellen Ölen. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Nach einem positiven Start in das Jahr 2023 erfuhr die Weltwirtschaft eine deutliche Verlangsamung über den Sommer bis hin zur Prognose auf eine längere Phase unterdurchschnittlichen Wachstums am Jahresende. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um rund 4,3 Billionen US-Dollar auf insgesamt rund 105,7 Billionen US-Dollar erhöht (+4,2%). Vielerorts wurde die konjunkturelle Entwicklung durch hohe Energiepreise, stark gestiegene Zinsen, Kaufkraftverluste infolge der erhöhten Inflation sowie geopolitische Krisen und Unsicherheiten belastet. In den meisten Ländern schwächelte dadurch in erster Linie die Industrie, während sich die Dienstleistungen vielerorts etwas besser behaupten konnten. Während sich die Lieferketten in 2023 erholt haben, zeigt das verarbeitende Gewerbe ein global schwaches Produktivitätswachstum. Dieses ist zurückzuführen auf das Auslaufen von Subventionen im Zuge der Corona Krise, eine Verschiebung der Nachfrage zum Dienstleistungssektor und Investitionszurückhaltung aufgrund der geoökonomischen Unsicherheit. Die Inflation sinkt nur sehr langsam von hohem Niveau auf +6,9% in 2023 (vs. +8,7% im Vorjahr). Die oben genannten Trends spiegeln sich im Welthandel wieder, der mit +0,9% nur sehr langsam wächst. Im Vergleich zu den durchschnittlichen Wachstumsraten von +5% in den 20 Jahren vor der Pandemie zeigt dies klar die Entwicklung der globalen Nachfrage. In den USA hat sich die wirtschaftliche Situation zum Jahresende besser entwickelt als zuvor erwartet. Die umfangreichen fiskalpolitischen Impulse der Jahre 2020 bis 2022 stützten nach wie vor sowohl den privaten Konsum als auch die Unternehmensinvestitionen. Allerdings schwächte sich der private Konsum im Jahresverlauf ab, da Erspartes langsam aufgebraucht ist und durch eine historisch niedrige Sparquote keine neuen Reserven gebildet wurden. Trotzdem ist nach wie vor im Gesamtjahresdurchschnitt ein recht robustes Konsumwachstum sichtbar, welches mit den Unternehmensinvestitionen ab dem zweiten Quartal zu einem insgesamten Wachstum der USA von gut 2,1% führt. Die europäische Wirtschaft hingegen trat auf der Stelle, gebremst von der Energiepreiskrise und der restriktiven Geldpolitik. Der Euroraum trug mit 0,5% nur wenig zum Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2023 bei. Das Vereinigte Königreich rutschte im zweiten Halbjahr in eine technische Rezession, in der die Wirtschaftsleistung sank (um -0,1% im 3. Quartal und -0,3% im 4. Quartal). Das britische Wachstum war unter anderem von den Nachwirkungen der Cost-of-Living Crisis der Haushalte stark belastet. In Deutschland wird durch eine schwache Nachfrage aus dem In- und Ausland die Wirtschaft ausgebremst. Die Wirtschaftsleistung sank um -0,3% versus dem Vorjahr und die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt bei +5,9%. Eine lediglich leichte Steigerung der Reallöhne, kombiniert mit Verbraucherpreisen auf steigendem Niveau, führt zu Verunsicherung und sinkender Kaufkraft. Steigende Nominalzinsen steigern die ohnehin hohe Sparquote auf Verbraucherseite und dämpfen das Investitionsgeschehen durch hohe Finanzierungskosten für sowohl Verbraucher als auch Unternehmen. Quelle: Statista, Bundesministerium für Wirtschaft & Klimaschutz, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V., 2.2. Geschäftsbereichsbezogene Rahmenbedingungen Nahrungsmittel, Getränke Das deutsche Umsatzwachstum für Nahrungsmittel und Getränke lag 2023 bei 7,1% und ging ausschließlich auf starke Preissteigerungen im FMCG (Fast Moving Consumer Goods) zurück, die zwar im Jahresverlauf abnahmen (Januar +14,8% und Dezember +2,9%), doch mit +9,4% Gesamtjahresdurchschnitt in 2023 zu Buche schlagen. Die Herstellermarken im FMCG Bereich hatten es, wie schon im Vorjahr, auch 2023 schwer. Das Umsatzwachstum der Herstellermarken betrug nur +4%, was angesichts der Preissteigerung ein Mengenminus von knapp -5% bedeutet. Der Umsatzzuwachs der Handelsmarken hingegen beträgt +14% und sie verzeichnen ein Mengenwachstum von gut +2%. Die sehr dynamische Entwicklung der Handelsmarken ist durch alle Qualitätsstufen getrieben. Während 2022 noch die Preiseinstiegs-Handelsmarken die größten Umsatzsteigerungen aufwiesen, sind es 2023 die Premium-Handelsmarken, allerdings auf deutlich kleinerer Basis. Besonders positive Trends sind im Bereich der Convenience Foods zu erkennen, die weiterhin im Trend liegen. Das Thema Gesundheit spielt wieder eine größere Rolle und es gibt erste Anzeichen, dass auch das Thema Qualität erneut Potential hat, wie z.B. an der Entwicklung der Premium Handelsmarken erkennbar ist. Diese Kombination spiegelt Potentiale für (zukünftigen) Produkt- und Innovationserfolg wieder, welche die FMCG Landschaft beeinflussen werden. Nach Berichten soll der weltweite Lebensmittel- und Getränkeumsatz in 2023 7,2 Billionen US-Dollar betragen und im Vergleich zum Vorjahr um +7,3% gewachsen sein. Der Krieg in der Ukraine beeinträchtigt die Wahrscheinlichkeit einer weltwirtschaftlichen Erholung nachhaltig negativ. Er führt zu wirtschaftlichen Sanktionen, einem starken Anstieg von Rohstoffpreisen, Unterbrechungen in den Lieferketten und Inflation im Waren- und Dienstleistungsektor und betrifft viele Märkte auf der ganzen Welt. Die Konsumentennachfrage nach gesünderen und "cleaneren" Produkten steigt weiter, da das Bewusstsein für gesunde Ernährung ebenfalls kontinuierlich in den Vordergrund rückt. Viele Hersteller und Produzenten setzen vermehrt auf natürliche Inhaltsstoffe und haben den Einsatz künstlicher Farbstoffe und Aromen reduziert. Im Food-Service-Bereich oder Lebensmitteleinzelhandel gibt es oft Listen von Zutaten, die nicht in den dort angebotenen Lebensmitteln enthalten sein dürfen. Ein weiterer wichtiger Trend ist die erhöhte und weiterhin steigende Nachfrage nach pflanzenbasierten Alternativen zu Fleisch, Fisch, Milchprodukten, Käse oder Eiern. Die Anzahl der Neuproduktentwicklungen war eher rückläufig und stärker getrieben von kleineren und regionalen Marken als globalen Herstellermarken. Chemie/Pharma Die chemisch-pharmazeutische Industrie erlebt auch in 2023 stürmische Zeiten und verzeichnet erneut einen starken Produktionsrückgang von nun -8% versus dem Vorjahr; in 2022 waren es -6,6% vs. 2021. Der Umsatzrückgang liegt in diesem Jahr bei -12% und auch in 2024 wird keine Trendwende erwartet. Die Fragen nach einem Politikwechsel mit Fokus auf wettbewerbsfähige Wirtschaft werden lauter. Das Pharmageschäft entwickelte sich erneut positiver, denn ohne diesen Bereich lag der Produktionsrückgang bei -11%. Umsatzrückgang, sinkende Verkaufs-preise und hohe Produktionskosten setzen die Gewinne der Unternehmen erheblich unter Druck. Laut VCI-Mitgliederumfrage beklagen knapp 40% deutliche Gewinneinbrüche. Rund 15% der Unternehmen schreiben bereits rote Zahlen. Der Ausstieg aus defizitären Geschäftsfeldern, Investitionsverlagerung ins Ausland oder Personalabbau seien mittlerweile nicht mehr auszuschließen, so VCI Präsident Steilemann in der Pressemitteilung vom Dezember 2023. Quellen: GfK 2022 Konsumindex, GlobeNewsWire, Verband der Chemischen Industrie e.V. Essentielle Öle Der globale Markt der Essentiellen Öle wurde im Jahr 2022 auf 8,8 Mrd USD geschätzt und wird voraussichtlich bis zum Jahr 2027 mit einer durchschnittlichen, jährlichen Rate von 11,8% wachsen. Dies ist auf die steigende Nachfrage aus wichtigen Endverbraucherbranchen wie z. B. Lebensmittel und Getränke, Körperpflege und Kosmetik sowie Aromatherapie zurückzuführen. Ätherische Öle enthalten komplexe und flüchtige chemische Verbindungen, die für ihre antimykotischen, antibakteriellen, entzündungshemmenden und antiviralen Eigenschaften bekannt sind. Im Gegensatz zu den meisten herkömmlichen Arzneimitteln und Medikamenten haben diese Öle keine signifikanten Nebenwirkungen. Diese Faktoren werden voraussichtlich der Hauptantriebsfaktor für das Marktwachstum sein. Quellen: Markets and Markets Research, Grand View Research 3. Umsatzentwicklung Nach einer erheblichen Steigerung des Umsatzes im Vorjahr verringerte sich der Umsatz im Jahr 2023 um TEUR 1.207 auf TEUR 120.671. Es ergaben sich nur unerhebliche Verschiebungen der Umsatzanteile nach Verkaufsgebiet. Gliederung nach Verkaufsgebieten:
4. Produktion Die verarbeiteten Mengen verringerten sich nach dem Rekordjahr 2022 ganz erheblich um 17 %, Dieser Rückgang ist auf die Geschäftsbereiche Food und Essentielle Öle und eine geplante Reduzierung der Vorräte zurückzuführen. 5. Beschaffungsmarkt Die Entwicklung der Einkaufspreise ist häufig erntebedingt. Die Preise können sich daher in Abhängigkeit von dem beschafften Rohstoff sehr unterschiedlich entwickeln. Wie viele Industrien waren auch wir weiter von gestörten Lieferketten und gestiegenen Transportkosten betroffen. Viele Rohstoffe und auch Handelswaren konnten wir nach dem Anstieg im Vorjahr in 2023 wieder zu geringeren Preisen beschaffen. 6. Investition Im Jahr 2023 investierten wir weiter in verschiedene Bereiche unserer Produktionsanlagen. Ferner finalisierten wir die Investition in den Ausbau unserer Forschungs- und Entwicklungs-abteilung. Diese sieht zusätzliche Labore und Büros und einen "scale-up" Bereich vor. In diesem wollen wir die Überführung von Laborproduktionen zu regulären Produktionsansätzen nach der Entwicklung neuer Produkte verbessern. 7. Finanzierung Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind stabil. Wir konnten alle Investitionen aus eigenen Finanzmitteln bezahlen. 8. Geschäftsergebnis Die verringerten Umsatzerlöse führten zu einem Rückgang des Bruttoergebnisses vom Umsatz um TEUR 346 auf TEUR 39.670. Die Bruttoergebnismarge blieb fast unverändert bei 33%. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten und der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen erhöhten sich um insgesamt TEUR 214. Nach einem starken Rückgang im Vorjahr verbesserten sich die Erträge aus Beteiligungen um TEUR 313 auf TEUR 595. Das weiter gestiegene Zinsniveau zeigte sich in einem verbesserten Zinsergebnis mit einer Steigerung um TEUR 505. Diese Veränderungen führten zu einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von TEUR 18.867. Somit entspricht der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung 15,6% des erzielten Umsatzes (2022: 15,3%). 9. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Der Fokus lag erneut auf der Statistik und der Analyse von Lieferterminen im Vergleich zu dem Bedarfstermin des Kunden als wichtiger Indikator der Kundenzufriedenheit. Ferner erfassen und analysieren wir weiter die eingehenden Kundenreklamationen sowie andere Hinweise unserer Kunden, um unsere Organisation noch besser auf die Kundenwünsche auszurichten. 10. Personal Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer verringerte sich moderat aufgrund der geringeren Produktionszahlen und des etwas niedrigeren Umsatzniveaus. Dennoch sind wir froh, eine weiterhin unterdurchschnittliche Personalfluktuation zu haben. Durch unsere internationale Ausrichtung sind wir auch für Mitarbeiter aus dem europäischen und außereuropäischen Ausland mit englischen Sprachkenntnissen ein interessanter Arbeitgeber. Für die Mitarbeiter aus dem Ausland bieten wir Kurse in verschiedenen Niveaustufen zur Verbesserung der deutschen Sprache an. Daneben gibt es weiterhin Kurse zur verbesserten Kommunikation in der englischen Sprache. Neben der jährlichen Schulung internationaler Verhaltensstandards lag der Fokus erneut im Bereich der Schulung von Mitarbeitern zum Thema Datensicherheit. II. Lage der Gesellschaft 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich weiter um TEUR 1.589 auf TEUR 119.446. Die verringerten Umsätze im zweiten Halbjahr führten zu niedrigeren Forderungen aus Lieferungen & Leistungen. Wir reduzierten die Vorräte erheblich um TEUR 7.869. Dagegen erhöhten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus unserem Cash Pool um TEUR 8.578 und sonstige Forderungen um TEUR 4.599, davon Forderungen aus Geldtransit von 4,5 Mio. EUR. Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist weiterhin stabil. Die Eigenkapitalquote ist geringfügig niedriger aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme mit nun 47,0%. Die Gesellschaft wird ausschließlich durch die Sensient-Gruppe finanziert.
2. Finanzlage Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich erheblich gegenüber dem Vorjahr. Er lag bei TEUR 24.985. Dies ist insbesondere auf den Rückgang der Bestände zurückzuführen. Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen können wir regelmäßig innerhalb der Zahlungsfristen begleichen.
3. Ertragslage Trotz saisonaler Schwankungen in unserem Geschäft war die Ertragslage in jedem Quartal positiv. Die Umsatzerlöse verringerten sich leicht um TEUR 1.207. Für den Bereich der Essentiellen Öle sahen wir einen Umsatzrückgang um TEUR 1.392. Der Umsatz des Bereiches Pharma verbesserte sich weiter um TEUR 4.397. Der Umsatz des Geschäftsbereiches Food verringerte sich um TEUR 4.212 aufgrund verringerter Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte. Die Bruttomarge blieb stabil. Vertriebs- und Verwaltungskosten erhöhten sich um insgesamt TEUR 567. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um TEUR 474 und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um TEUR 827. Das Beteiligungsergebnis verbesserte sich nach dem starken Rückgang im Vorjahr auf TEUR 595. Aufgrund des gestiegenen, allgemeinen Zinsniveaus verbesserte sich das Zinsergebnis weiter auf TEUR 580. Im Endeffekt steigerten wir das Ergebnis nach Steuern und vor Gewinnabführung um TEUR 258 auf den Rekordwert von TEUR 18.867.
III. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung 1. Gesamtwirtschaftliche Risiken In den vergangenen Jahren konnten wir die Auswirkungen politischer Entscheidungen gut meistern. Dennoch können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die zu signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums in Deutschland, anderen europäischen Volkswirtschaften und auch weltweit führen können. Risiken für die Sensient Technologies Europe GmbH können dabei nicht nur die Absatzentwicklung betreffen, sondern auch zu Beeinträchtigungen der Produktion, des Beschaffungsmarkts und der Zulieferkette führen. 2. Branchenspezifische Risiken Die Gesellschaft ist, auch aufgrund der zunehmenden Globalisierung, branchenüblichen Risiken ausgesetzt. Potentiell können sich gesetzliche Vorschriften in einzelnen Ländern aber auch Vorschriften in der Europäischen Union negativ bzw. positiv auf unser Geschäft auswirken. Betroffen hiervon sind weitestgehend synthetische Lebensmittelfarbstoffe, die durch höherpreisige Naturfarbstoffe und färbende Lebensmittel, welche am Standort produziert werden, ersetzt werden. 3. Ertragsorientierte Risiken Durch mittel- und langfristige Lieferverträge und eine vorausschauende Lagerhaltung versuchen wir, kurzfristige und massive Kostenanstiege zu vermeiden. Wir sind vom Kundenkreis sowie vom Produktportfolio sehr breit aufgestellt und waren bisher in der Lage, gestiegene Kosten an die Kunden weiterzugeben. 4. Finanzwirtschaftliche Risiken Über die Sensient-Gruppenversicherungen ist die Gesellschaft gegen größere Risiken, wie z.B. Haftpflichtrisiken sowie Feuerschäden und den damit verbundenen Gewinnausfall, abgesichert. Aufgrund der Finanzierung durch den Konzern bestehen für die Gesellschaft keine Risiken bezüglich der Refinanzierung- und Liquiditätsbeschaffung. Den auf dem Forderungsbestand lastenden Risiken wird durch ein konsequentes und systemgestütztes Mahnwesen Rechnung getragen. Wir erhalten regelmäßig Auskünfte von Wirtschaftsauskunfteien über die Bonität unserer Kunden. Erkennbare Ausfallrisiken sind bereits bei der Bewertung der Forderungen berücksichtigt worden. Devisenkursrisiken können sich für die Gesellschaft hauptsächlich aus den Schwankungen der Währung US Dollar gegenüber dem Euro ergeben. Zeitnah zum Entstehen einer Währungsverbindlichkeit bilden wir regelmäßig die jeweiligen Finanzmittelpositionen. Diese werden dann bei Fälligkeit zum Ausgleich der Verbindlichkeiten genutzt. Wir sichern einen Teil unseres erwarteten Bedarfes oder Überschusses an Fremdwährungen durch den Abschluss von Devisentermingeschäften ab. Hierbei werden wir durch die Zentrale der Sensient Corporation in Milwaukee/Wisconsin unterstützt. Kurz- und mittelfristige Währungskursschwankungen können wir in großen Teilen absichern. Hiervon wird auch regelmäßig Gebrauch gemacht. Mittel- und langfristige Änderungen der Währungskurse können dagegen einen Einfluss auf unser Geschäftsergebnis haben. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen größere finanzielle Risiken jeglicher Art. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. 5. Chancen-Bericht Gesetzesänderungen zu Beschränkungen von Farbstoffen bieten uns die Möglichkeit, mit Ersatzprodukten neue Märkte zu erschließen und Umsätze zu steigern. Mit dem Verbot von Titandioxid als Zusatzstoff in Lebensmitteln, Getränken und Tiernahrung in Europa und weiteren Ländern bieten sich Möglichkeiten innovative Alternativen am Markt zu positionieren. Der Verbraucherwunsch nach kurzen, verständlichen Zutatenlisten auf Lebensmitteln und Getränken bietet Chancen sowie Risiken für den Food Colors Bereich mit einem Trend zu Naturfarbstoffen und färbenden Lebensmitteln. Für Sensient Pharmaceutical bietet das steigende Gesundheitsbewusstsein von Verbrauchern Chancen im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel. Die positive Entwicklung im pharmazeutischen Markt können wir ebenfalls nutzen, um den Geschäftsbereich in Europa weiter auszubauen. Der konsequente Fokus auf sehr gute Kundenbetreuung fördert die gegenwärtige und zukünftige Zusammenarbeit und Kundenzufriedenheit für alle Geschäftsbereiche. Der Markt für Essenzielle Öle erwartet eine steigende Nachfrage aus wichtigen Endverbraucherbranchen wie Lebensmittel und Getränke, Körperpflege und Kosmetik sowie Aromatherapie. Durch die Produkteigenschaften von Essenziellen Ölen, sowie den zumeist fehlenden Nebenwirkungen im Vergleich zu den meisten herkömmlichen Arzneimitteln und Medikamenten sind starke Antriebsmotoren für weiteres Wachstum unserer Essential Oils Geschäftseinheit geschaffen. 6. Gesamtaussage Die Risikolage der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr ist unverändert. Die geopolitische Lage sowie die weltwirtschaftliche Lage haben unmittelbare Folgen auf die Entwicklung der für uns relevanten Märkte. Das Verbraucherverhalten bleibt von Unsicherheit geprägt. Neuwahlen in Deutschland und politische Krisen in anderen europäischen Ländern sowie eine neue Regierung in den Vereinigten Staaten von Amerika sorgen für Verunsicherung. Folglich ist auch das Niveau des Konsumklimas weiterhin niedrig. Die Finanzpolitik ist tendenziell restriktiv ausgerichtet und bremst die konjunkturelle Dynamik. Die geopolitische Lage in verschiedenen Regionen, die Rivalitäten der Großmächte sowie politischen Risiken weltweit nehmen ebenfalls Einfluß. Qualitative Trendaussagen lassen sich angesichts der hohen Dynamik der Finanzmärkte und der geringen Beständigkeit weiterhin nur unzureichend treffen. Derzeit gehen wir davon aus, dass sich die für uns relevanten Märkte stabiler als der gesamtwirtschaftliche Durchschnitt entwickeln werden. Insgesamt sind wir markt- sowie produktbezogen exzellent positioniert und haben damit gute Voraussetzungen, auch die kommenden Herausforderungen weiterhin erfolgreich zu meistern. IV. Prognosebericht Für das Jahr 2023 erwarteten wir einen stabilen Umsatz. Diese Erwartungen wurden annähernd erfüllt. Umsatzrückgänge der Geschäftsbereiche Food und Essentielle Öle konnten nicht vollständig durch den Umsatzanstieg im Geschäftsbereich Pharma ausgeglichen werden. Der Umsatzrückgang belief sich auf 1%. Für das Jahr 2024 erwarten wir einen Umsatzanstieg von 6% durch eine wieder verbesserte Nachfrage. Dadurch werden unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen steigen. Wir planen ein stabiles Niveau unserer Bestände. Wir erwarten eine stabile Finanzlage der Gesellschaft und werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Weitere wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren wie das Bruttoergebnis vom Umsatz sowie das Betriebsergebnis haben sich in 2023 aufgrund des Umsatzrückgangs erwartungsgemäß etwas verringert. Für 2024 erwarten wir in diesen Bereichen verbesserte Ergebnisse aufgrund einer deutlich positiven Entwicklung der Verkaufsmengen sowie eine erheblich steigende Umsatzrendite. V. Sonstige Angaben Forschung und Entwicklung Seitens der Forschung & Entwicklung im Geschäftsbereich Food wurde in 2023 das neue F&E Zentrum "Innovation Hub" eingeweiht, in dem die europaweite Forschungs- und Entwicklungsarbeit in neuen Labor- und Technikumsräumen gebündelt ist. Dank eines neuen Geräteparks mit modernster Prozesstechnologie samt Analysenverfahren bietet das Forschungszentrum eine ideale Basis für zukünftige Innovationen. Auch in 2023 wurden die Forschungsaktivitäten weitergeführt, um Alternativen für das Weißpigment Titandioxid zu entwickeln, die konsequent auf natürlichen Zutaten basieren und für den Einsatz in verschiedenen Lebensmittelsegmenten maßgeschneidert sind. Hier konnten mineralstoff-basierte Ergänzungen der Produktpalette "Avalanche" sowohl für den europäischen als auch den globalen Markt vorgestellt und erfolgreich eingeführt werden. Ein weiterer Fokus der Produktentwicklung in 2023 war die Entwicklung neuer Konzepte zur dekorativen Färbung von Süsswaren und Backwaren mittels ergiebiger Zubereitungsformen sowohl in flüssiger wie auch in pulverförmiger Form, um den Kunden möglichst effiziente Anwendungen zu ermöglichen. Durch die konsequente Ausrichtung auf natürliche Zutaten stellen wir sicher, den steigenden Anforderungen unser Kunden an Natürlichkeit, Produktsicherheit sowie Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit zu entsprechen. Aufgrund höherer Personalkosten und aufgrund der Investitionen in den neuen "Innovation Hub" stiegen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Jahr 2023 um 11%.
Geesthacht, den 13. Januar 2025 gez. Dr. Andreas Klingenberg gez. Leroy Clark Watson gez. Gregory Thomas Till Bilanz zum Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anlagengitter zum 31. Dezember 2023
ANHANG für das GESCHÄFTSJAHR 2023der Sensient Technologies Europe GmbHGeesthacht1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Sensient Technologies Europe GmbH hat ihren Sitz in Geesthacht. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter HRB 632 GE eingetragen. Der Jahresabschluss der Sensient Technologies Europe GmbH, Geesthacht, ist für das Geschäftsjahr 2023 nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellt worden. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren gewählt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. 2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 1 2, 266 ff. HGB). 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände pro rata temporis vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 netto werden in Anlehnung an die steuerrechtlichen Vorschriften in einem Sammelposten über 5 Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten gemäß § 255 HGB angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse und Waren werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, § 255 Abs. 2 Nr. 2 HGB) bewertet. Gemäß § 253 Abs. 4 HGB werden sowohl bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen als auch bei den fertigen Erzeugnissen und Waren Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nennwerten bilanziert. Daneben werden bei diesen Posten individuelle Einzelrisiken durch Wertabschläge sowie das allgemeine Kreditrisiko durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die liquiden Mittel werden grundsätzlich zu Nennwerten bilanziert. Die Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach den Grundsätzen einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Anschaffungskurs unter Berücksichtigung von Umrechnungsergebnissen aus Währungskursveränderungen zum Bilanzstichtag bewertet. Dabei findet der vom Konzern einheitlich anzuwendende Umrechnungskurs Anwendung, der an den Devisenkassamittelkurs angelehnt ist, § 256 a HGB. Fremdwährungsposten in der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum monatlichen Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. 4. Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens wird auf der folgenden Seite dargestellt. Vorräte: Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Bewertung der selbst hergestellten Erzeugnisse im Vergleich zum Vorjahr angepasst. Die Kosten der Einkaufsabteilung werden ab dem Jahr 2023 nicht mehr in der Bewertung der selbst hergestellten Erzeugnisse berücksichtigt. Da es sich bei diesen Kosten um Verwaltungsgemeinkosten handelt liegt somit ein Wahlrecht i.S.d. § 255 Abs. 2 S. 3 HGB vor. Die geänderte Ausübung des Wahlrechts erfolgt zur Vereinheitlichung der Bewertung mit Handelswaren, bei denen die Kosten der Einkaufsabteilung nicht als Anschaffungskosten aktivierungsfähig sind. Weiterhin wurden die Gängigkeitsabschläge für synthetische Stoffe im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Die Abschläge orientieren sich am letzten Bewegungsdatum des jeweiligen Produkts. Ab dem Jahr 2023 wird eine einheitliche Abwertung von 20 % vorgenommen, wenn das letzte Bewegungsdatum mehr als ein Jahr zurückliegt. In den Vorjahren erfolgte eine gestaffelte Abwertung von 30 % bis 90 % in Abhängigkeit des letzten Bewegungsdatums (größer 1 Jahr bis größer 3 Jahre). Die Anpassung der Gängigkeitsabschläge erfolgte aufgrund der Erfahrungen der Verwertbarkeit der vergangenen Jahre. Die Bewertungsanpassung führt in der Vermögenslage zu einer niedrigeren Bewertung der Vorräte von TEUR 386. Somit sind die Vorräte um diesen Betrag niedriger dargestellt. Ebenso kommt es aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags zu einem niedrigeren Ausweis der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in gleicher Höhe. Die Finanzlage wird auf Ebene der Zunahme / Abnahme der Vorräte um diesen Betrag beeinflusst. Die Ertragslage ist in der Position der umsatzbezogenen Herstellungskosten durch Bewertungsanpassung beeinflusst. In Folge der Bewertungsanpassung ist die Position um TEUR 386 höher ausgewiesen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen In diesem Posten sind ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Kunden enthalten. Forderungen und Verbindlichkeiten gegen/gegenüber verbundene Unternehmen Der Ausweis betrifft in Höhe von TEUR 1.004 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vj. TEUR 1.004) und in Höhe von TEUR 14.264 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vj. TEUR 13.123). sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 850 und Forderungen aus Geldtransit TEUR 4.500. Rechnungsabgrenzungsposten In dem Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 26.344,00. Die Kapitalrücklage beträgt EUR 56.467.903,37. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen weisen Beträge für ausstehende Rechnungen (TEUR 2.439), sowie für ausstehende Urlaubsansprüche der Mitarbeiter (TEUR 93), Gewährleistung (TEUR 160), Abschlusskosten (TEUR 170), Tantiemen (TEUR 140), Aufbewahrung Geschäftsunterlagen (TEUR 25) aus. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen wurden mit der PUC-Methode (projected unit credit) unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Als Rechnungszins wurde der in der Rückstellungsabzinsungsverordnung genannte Zins für die pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt. In Folge der Verschmelzung der Sensient Flavors GmbH auf die Sensient Technologies Europe GmbH im Jahr 2021 sind weitere Pensionsverpflichtungen auf die Gesellschaft übergegangen. Versicherungsmathematische Parameter:
Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 13 (STE) bzw. TEUR 17 (SF). Diese Unterschiedsbeträge sind für die Ausschüttung gesperrt. Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergab sich eine deutliche Erhöhung des Rückstellungsbetrages. Wir haben bereits im ersten Jahr die volle Dotierung vorgenommen. Für die aus der Sensient Flavors GmbH übernommenen Pensionsverpflichtungen wurde der verbliebene Wertunterschied aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG im Geschäftsjahr 2022 erfolgswirksam erfasst. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden (§ 285 Nr. 25 HGB)
Die zum Zeitwert bewerteten Vermögenswerte umfassen Rückdeckungsversicherungen, die mit dem Aktivwert angesetzt wurden. 5. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Angaben gemäß § 285 Nr. 4 HGB Bezüglich der Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten / relativer Anteil am Gesamtumsatz wird auf die Angaben im Lagebericht verwiesen. Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen:
Angaben gemäß § 285 Nr. 25 HGB Unter den Zinsaufwendungen werden im Zusammenhang mit der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden ausgewiesen:
6. Aufstellung des Beteiligungsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB
Devisenkassamittelkurse zum Bilanzstichtag: HUF 382,80; PLN 4,3395; CZK 24,7240 7. Angabe zur Konzernzugehörigkeit und Befreiung zur Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses gemäß § 292 HGB i.V.m. § 291 HGB und § 285 Nr. 14 HGB Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres wird in den Konzernabschluss der Sensient Technologies Corporation, Milwaukee/USA, einbezogen, die als oberstes Mutterunternehmen einen befreienden Konzernabschluss gemäß § 292 HGB in Verbindung mit § 1 und § 2 KonBefrV aufstellen und im Bundesanzeiger in deutscher Sprache offenlegen wird. Die Sensient Technologies Europe GmbH verzichtet daher auf die Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses. Abweichungen zwischen dem nach den United States Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) aufgestellten Konzernabschluss der Sensient Technologies Corporation und den deutschen Rechnungslegungsvorschriften ergeben sich im Wesentlichen wie folgt: In dem nach amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Konzernabschluss wird das Anlagevermögen teilweise aufgrund anderer Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden mit anderen Beträgen als im deutschen Abschluss ausgewiesen. Ferner erfolgt die Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums bei Leasinggeschäften nach unterschiedlichen Kriterien. Dies kann zu einem abweichenden Bilanzausweis führen. Ergänzend bestehen Abweichungen bei der Bilanzierung aufgrund der Aktivierung von Zinsen und anderen Beträgen. Geschäfts- und Firmenwerte sowie immaterielle Vermögensgegenstände mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nach amerikanischem Recht nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einer jährlichen Werthaltigkeitsprüfung unterzogen und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Bestimmte marktfähige Vorräte, Terminkauf- und -verkaufskontrakte auf Festpreisbasis und börsengehandelte Future- und Optionskontrakte werden zum geschätzten Marktwert bewertet. Veränderungen der Marktwerte werden erfolgswirksam erfasst. Im US-amerikanischen Konzernabschluss werden darüber hinaus Gewinne und Verluste aus als Cash-Flow-Hedge konzipierten derivativen Kontrakten erfolgsneutral unter Berücksichtigung von Ertragsteuern im Eigenkapital erfasst. 8. Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar beträgt für die Abschlussprüfung TEUR 34 (Vorjahr TEUR 34). 9. sonstige Angaben Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen durchschnittlich beschäftigt: Arbeitnehmergruppen
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Unsere Gesellschaft war zum 31. Dezember 2023 folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen eingegangen:
Zusätzlich bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus unbefristeten Mietverträgen in Höhe von EUR 120.000,00 p.a. 10. Jahresergebnis und Ergebnisverwendungsvorschlag Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von EUR 18.866.968,93 erwirtschaftet. Dieser wird gemäß Gewinnabführungsvertrag an die Sensient Technologies Holding Deutschland GmbH, Bremen abgeführt. 11. Offenlegung Die Gesellschaft hat gemäß § 325 Abs. 1 HGB ihren Jahresabschluss des Vorjahres und den Lagebericht 2022 zum elektronischen Bundesanzeiger eingereicht. 12. Geschäftsführung Der Geschäftsführung der Sensient Technologies Europe GmbH gehören an:
Der Geschäftsführer Leroy Clark Watson erhält keine Bezüge von der Gesellschaft. Die Bezüge der übrigen Organe der Gesellschaft (§ 285 Abs. 9 HGB) werden in Anlehnung an die Schutzvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.
Geesthacht, den 13. Januar 2025 gez. Dr. Andreas Klingenberg gez. Leroy Clark Watson gez. Gregory Thomas Till Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 15. Januar 2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersWir erteilen dem in den Anlagen I bis IV beigefügten Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar zum 31. Dezember 2023 der Sensient Technologies Europe GmbH folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk: Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die Sensient Technologies Europe GmbH, Geesthacht Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sensient Technologies Europe GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sensient Technologies Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie/ eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Hamburg, den 13. Januar 2025 BWLS
GmbH
gez. Peter Stoffersen, Wirtschaftsprüfer gez. Tilman Jung, Wirtschaftsprüfer |
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