Volksbank Demmin eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Neubrandenburg GnR 239
Eingetragen
12.8.1991
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Spareinlagen; b) die Annahme von sonstigen Einlagen; c) die Gewährung von Krediten aller Art; d) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; e) Durchführung des Zahlungsverkehrs; f) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; g) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; h) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; i) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen, Reisen, Immobilien und Leasingverträgen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mirko Lust
seit 24.7.2006
Vorstandsmitglied
Manfred Henne
seit 24.7.2006
Vorstandsmitglied
Frank Rahn
seit 24.7.2006
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank Demmin eG

Demmin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Volksbank Demmin eG, Demmin

Gliederung des Lageberichts

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Risiko- und Chancenbericht

D. Prognosebericht

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Als Genossenschaftsbank besteht unsere Kernaufgabe darin, die wirtschaftliche Entwicklung unserer Mitglieder und Kunden zu fördern. Darin gründet auch die enge regionale Bindung an das Geschäftsgebiet.

Die Bank hat als zentrale Geschäftsfelder das Privat- und das Firmenkundengeschäft sowie als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung das Eigengeschäft definiert. Das Institut nutzt darüber hinaus das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken.

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i.V.m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank der BVR Institutssicherung (BVR-ISG-Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG-Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssytem gilt. Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG-Sicherungssystem tätig.

Verpflichtungen aus Verträgen mit der Sicherungseinrichtung oder Sanierungsverträgen bestehen nicht.

Wir unterhalten keine Zweigniederlassungen.

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2023 wurde durch viele dämpfende Einflüsse geprägt. Die Einflüsse des russischen Angriffskriegs, der hohen Inflation, der Material- und Fachkräfteengpässe, die kräftigen Leitzinsanhebungen, der eskalierende Nahostkonflikt sowie das Haushaltsurteil und die damit verbundenen Kürzungen und Einsparungen überlagerten sich gegenseitig und ließen das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 % sinken.

Die privaten Konsumausgaben wurden ebenfalls durch die hohe Teuerung gebremst und gingen preisbereinigt um 0,7 % zurück. Die staatlichen Konsumausgaben verminderten sich mit dem Wegfall der pandemiebedingten Sonderausgaben ebenfalls und sanken um 1,5 %. Die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen legten zu, während die Bauinvestitionen, bedingt durch Zinsanstiege und nur langsam nachlassende Baupreisdynamik, zurückgingen. Der Außenhandel blieb schwach und wirkte mit nur 0,6 Prozentpunkten dem Rückgang des BIP entgegen. Die staatliche Schuldenquote, die 2022 noch bei 66,1 % lag, dürfte auf rund 65,0 % gesunken sein. Dies ist unter anderem auf steigende Sozialbeiträge und Verkaufserlöse auf der Einnahmenseite zurückzuführen, die höheren Ausgaben für Renten, Pensionen und Zinsen sowie Ausgaben zur Abmilderung der Energiekrise gegenüberstehen.

Der Arbeitsmarkt blieb im Jahr 2023 solide. Die Zahl der Arbeitslosen stieg, u.a. durch die verstärkte Erfassung Geflüchteter in der Statistik. Die Arbeitslosenquote befand sich jedoch mit 5,7 % auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Vorjahreswert von 5,3 %.

Branchenbezogene Entwicklung

Im verarbeitenden Gewerbe belasteten die immer noch sehr hohen Energiepreise, die Materialengpässe und die globale Nachfrageschwäche die Lage. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung sank gegenüber dem Vorjahr nochmals um 0,3 %. Auch im Baugewerbe verminderte sich die Bruttowertschöpfung um 0,2 %. Ursächlich sind vor allem die hohen Baukosten, der Mangel an Arbeitskräften und die verteuerte Finanzierung. Das Handwerk hingegen konnte seine Umsätze ausbauen und endete mit einem Umsatzplus von 6,3 % gegenüber dem Vorjahr. Der Einzelhandelsumsatz wiederum sank - inflationsbedingt - um deutliche 3,3 %, ebenso der Großhandel um 4,2 %.

Der Dienstleistungssektor blieb eine zentrale Stütze der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung legte mit einem Anstieg um 0,5 % allerdings weniger dynamisch zu als noch im Vorjahr. Eine Ursache ist in der zunehmenden Digitalisierung zu finden, die insbesondere in den Bereichen Informations- und Kommunikationsdienstleister (+ 2,6 %) und sonstige Dienstleister (+ 1,8 %) für Auftrieb sorgt.

Die Landwirtschaft kämpfte weiter mit den Auswirkungen des russischen Angriffskriegs. Angesichts der kriegsbedingt engen Versorgungslage an den globalen Nahrungsmittel- und Rohstoffmärkten kam es temporär zu deutlichen Preissteigerungen. Außerdem führten strukturelle Veränderungen zu einer geringeren Erzeugung von tierischen Lebensmitteln. Da jedoch die Erzeugerpreise stärker stiegen als die Betriebsmittelpreise, konnten viele Betriebe zur wirtschaftlichen Profitabilität zurückfinden. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Sektors expandierte um 1,4 %.

Finanzmärkte

Noch immer dominierte der Inflationsschock des Jahres 2022 die Finanzmärkte. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitische Straffung aus dem Vorjahr fort und erhöhten die Leitzinsen weiter. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungskosten.

Die US-Notenbank Fed beendete ihren geldpolitischen Straffungskurs im Juli 2023 bei einem Leitzinskorridor von 5,25 bis 5,5 % und kündigte an, diesen zunächst stabil zu halten. Die Leitzinsen der EZB erreichten nach 6 weiteren Erhöhungsschritten im September 2023 mit 4,75 % für die Spitzenrefinanzierungsfazilität ihren vorläufigen Höhepunkt. Damit überschritt die EZB erstmals ihr vor der Finanzkrise erreichtes Leitzinsniveau.

Inflations- und Zinserwartungen prägten die Anleihemärkte 2023 in Form hoher Volatilität. Im Vorfeld der geldpolitischen Sitzungen der Notenbanken stiegen oder fielen die Renditen teils deutlich. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen belief sich am 2. Februar 2023 auf 2,07 % und erreichte ihren Höchststand am 28. September 2023 mit 2,97 %.

Der Euro beendete das Jahr mit einem Gegenwert von 1,10 Dollar (Vorjahr: 1,07 Dollar).

Der DAX stieg vom 1. Januar 2023 bis zum 9. März 2023 zunächst um 12,3 % auf 15.633,21 Punkte, verlor in der Folge der plötzlichen Zahlungsunfähigkeit der Silicon Valley Bank jedoch bis zum 17. März 5,5 % seines Kurswertes. Nach einigem Auf und Ab schloss er letztlich mit 16.751,64 Punkten und damit auf Jahressicht um 20,3 % im Plus. Der Euro Stoxx 50 konnte 19,2 % zulegen, der S&P 500 24,2 % und der Nasdaq Composite 43,4 %.

Entwicklung der Kreditgenossenschaften

Die 697 Volks- und Raiffeisenbanken, PSD-Banken, Sparda-Banken und sonstigen Genossenschaftsbanken konnten in einem anspruchsvollen Umfeld ihr Kredit- und Einlagengeschäft mit ihren 30 Millionen Privat- und Firmenkunden leicht ausbauen. Die aggregierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken blieb mit 1.175 Milliarden Euro konstant im Vergleich zum Vorjahr.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen:

Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung/dBS") festgelegt. Die Kennzahl BE vor Bewertung/dBS misst die Ertragskraft der Bank in Relation zum Geschäftsvolumen, gemessen als durchschnittliche Bilanzsumme. Der strategische Zielwert liegt bei mindestens 0,7 %.

Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit bzw. Produktivität unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar. Das strategische Ziel beträgt max. 80,0 %.

Das Wachstum der bilanziellen Kundeneinlagen und -kredite definieren wir als Indikator für die Zukunftsfähigkeit unseres Instituts. Wir streben ein strategisches Wachstum zwischen 1,0 % und 2,0 % an.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote, deren strategischer Planwert bei 21,8 % auf 5-Jahressicht liegt.

Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:

Unser Betriebsergebnis vor Bewertung verbesserte sich von TEUR 2.524 auf TEUR 3.656. Die Rentabilitätskennzahl BE vor Bewertung/dBS betrug 1,06 % gegenüber 0,75 % im Vorjahr. Die CIR lag im Geschäftsjahr 2023 bei 60,0 % (Vorjahr: 66,9 %). Die Gesamtkapitalquote belief sich auf 18,7 %; ein Zuwachs von 2,0 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.

Die Entwicklung aller bedeutsamsten Leistungsindikatoren liegt im Rahmen unserer Erwartungen.

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 352.593 341.312 11.280 3,3
Außerbilanzielle Geschäfte *) 10.339 10.609 -271 -2,6

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten) und 2 (Andere Verpflichtungen)

Ursächlich für den Anstieg der Bilanzsumme waren insbesondere Zugänge bei den Kundeneinlagen. Auf der Aktivseite erhöhten sich die Forderungen an Kreditinstitute sowie die Wertpapieranlagen. Die außerbilanziellen Geschäfte sanken leicht gegenüber dem Vorjahr, da die Höhe der Kreditzusagen rückläufig war.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 125.210 130.654 -5.445 -4,2
Wertpapieranlagen 176.080 171.987 4.093 2,4
Forderungen an Kreditinstitute 38.865 25.696 13.169 51,3

Im Geschäftsjahr ging das Kundenkreditgeschäft um 5,4 Mio. EUR zurück. Der Schwerpunkt unseres Kreditgeschäftes liegt im Bereich der Privatkunden insbesondere bei privaten Immobilienfinanzierungen.

Die Kreditvergabe an Firmenkunden betraf schwerpunktmäßig Unternehmensfinanzierungen des regionalen Mittelstands. Im gewerblichen Bereich dominieren Kreditvergaben an die Land- und Forstwirtschaft, welche mit ca. 52,0 % des gesamten Risikovolumens des Kundenkreditgeschäftes unsere größte Branche ist.

Die Veränderung der Wertpapieranlagen ist maßgeblich geprägt durch Zukäufe in unser Depot-A-Eigengeschäft und Wiederanlagen in den Spezialfonds.

Der Anstieg in den Forderungen an Kreditinstitute betrifft das laufende Konto bei der Zentralbank.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.411 10.093 -1.682 -16,7
Spareinlagen 74.896 94.955 -20.058 -21,1
andere Einlagen 223.044 195.694 27.350 14,0
Nachrangige Verbindlichkeiten 2.522 186 2.336 ***. *

Wesentliche Veränderungen im Passivgeschäft sind insbesondere zurückzuführen auf erhöhte Zinsen, die eine Umschichtung von kurzfristigen in längerfristige Anlagen begünstigten. Aufgrund dieser Entwicklung ist auch ein deutlicher Zuwachs in den nachrangigen Verbindlichkeiten zu verzeichnen. Diese dienen der Stabilisierung des Eigenkapitals.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 2 2 0 0,0
Vermittlungserträge 840 952 -112 -11,8
Erträge aus Zahlungsverkehr 1.507 1.479 28 1,9

Die Vermittlungserträge sanken unter anderem aufgrund von Rückgängen in den Bereichen Kreditvermittlung und Vermittlung von Investmentanteilen. Die Erträge aus dem Zahlungsverkehr konnten leicht gesteigert werden.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 6.795 5.152 1.643 31,9
Provisionsüberschuss 2) 2.254 2.395 -141 -5,9
Verwaltungsaufwendungen 5.282 4.903 379 7,7
a) Personalaufwendungen 3.298 3.150 148 4,7
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.984 1.753 231 13,2
Betriebsergebnis vor Bewertung 3.656 2.524 1.132 44,8
Bewertungsergebnis 3) 426 -896 1.322 -147,6
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 4.197 1.725 2.472 143,3
Steueraufwand 1.261 562 699 124,5
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 2.700 1.000 1.700 170,0
Jahresüberschuss 236 163 73 44,5

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Unser Ergebnis hat sich wie folgt entwickelt:

Aufgrund der Zinsentwicklung konnte der Zinsüberschuss gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Aufgrund der hohen kurzfristigen Passivbestände stieg zwar auch der Zinsaufwand spürbar; dennoch konnten die Erträge im Aktivgeschäft stärker ausgebaut werden. Auch die Erträge aus den festverzinslichen Wertpapieren sowie den Investmentanteilen stiegen merklich.

Der Provisionsüberschuss war leicht rückläufig. Ursächlich ist das bereits erwähnte Vermittlungsgeschäft.

Der Sachaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Neben steigenden Personalkosten und einigen Einmaleffekten stiegen die Aufwendungen über alle Bereiche aufgrund der allgemeinen Kostensteigerung. Besonders erhöhte Aufwendungen sind in den Bereichen Energiekosten, Beiträge und Versicherungen, Prüfungskosten, Aufwendungen für Rechenzentrumsleistungen sowie Outsourcing zu verzeichnen.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Unsere Eigenmittel setzen sich aus Geschäftsguthaben, Rücklagen sowie dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340 g HGB zusammen. Des Weiteren bestehen Vorsorgereserven nach § 340 f HGB sowie § 253 Abs. 4 HGB (a.F.). Es bestehen weiterhin nachrangige Verbindlichkeiten. Gezielte längerfristige Refinanzierungsgeschäfte wurden nicht getätigt.

Investitionen

Im Geschäftsjahr erfolgten im Wesentlichen Investitionen im Bereich EDV, so z. B. die Anschaffung neuer Drucker und PCs.

Liquidität

Die Liquiditätslage stellt sich wie folgt dar:

Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung.

Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit gegeben. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum 2023 einen Wert von mindestens 120,0 % aus. Zum Bilanzstichtag lag die Stresskennzahl bei 193,2 % und die NSFR bei 107,2 %. Die Mindestreserveverpflichtungen wurden erfüllt.

Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf ausreichende Liquiditätsreserven auch in Form von Bankguthaben oder liquiden Wertpapieren zurückgreifen. Durch die Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB bestehen weitere Refinanzierungsmöglichkeiten.

Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit der Kreditgenossenschaft zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gesichert.

Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder und erwirtschafteten Rücklagen. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Zuführung zu den Rücklagen, zum Fonds für allgemeine Bankrisiken und zu den Vorsorgereserven, durch die Erhöhung der Geschäftsguthaben und die Ausgabe von nachrangigen Verbindlichkeiten gestärkt. Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich im Vorjahresvergleich um TEUR 5.795.

Die in unserem Institut getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des Kernkapitals und des Ergänzungskapitals im Rahmen der bankaufsichtlichen Meldungen sind angemessen. Nach den vertraglichen sowie satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital.

Die relevanten Vorgaben des KWG sowie der CRR zu den Eigenmitteln wurden eingehalten.

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,07 % (Vorjahr: 0,05 %).

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 41.435 35.640 5.795 16,3
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 38.417 34.391 4.026 11,7
Harte Kernkapitalquote 17,5 % 16,6 %
Kernkapitalquote 17,5 % 16,6 %
Gesamtkapitalquote 18,7 % 16,7 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 143.639 139.437 4.202 3,0
Liquiditätsreserve 32.441 32.550 -109 -0,3

Von den Wertpapieranlagen entfällt ein Anteil von TEUR 45.345 auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) bzw. von TEUR 130.735 auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6).

Die im Bestand befindlichen Wertpapiere im Aktivposten 5 wurden überwiegend der Liquiditätsreserve zugeordnet und nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Im Wertpapierbestand sind zu 52,0 % festverzinsliche und zu 48,0 % variabel verzinsliche Wertpapiere (jeweils ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzung) enthalten. Davon entfallen TEUR 5.440 auf öffentliche Emittenten, TEUR 35.870 auf Kreditinstitute und TEUR 3.755 auf Nichtbanken. Alle Wertpapiere lauten auf Euro. Wesentliche Veränderungen in der Struktur sowie Bonitätseinstufung bei den Wertpapieranlagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben.

Der Aktivposten 5 beinhaltet Credit Linked Notes (CLN), welcher der Liquiditätsreserve zugeordnet sind, in Höhe von TEUR 20.240.

Der Aktivposten 6 beinhaltet einen Spezialfonds, welcher dem Anlagevermögen zugeordnet ist.

Überschüssige Liquidität sowie durch Fälligkeiten oder Verkäufe frei gewordene Mittel im Wertpapierportfolio wurden überwiegend zur Finanzierung der Kundenforderungen eingesetzt oder neu angelegt.

Bei den Anlagen wurde auf eine Ausgewogenheit zwischen Bonität, Rentabilität und Liquidität geachtet.

Vom gesamten Wertpapierbestand wurde ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 12.904 wie Anlagevermögen bewertet. Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere in diesem Teilbestand wurden in Höhe von TEUR 968 vermieden.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zur ursprünglichen Planung als sehr gut. Das Jahresergebnis vor Bewertung übertraf die Eckwertplanung um TEUR 1.067. Der Gewinn nach Steuern betrug 0,99 % der durchschnittlichen Bilanzsumme im Gegensatz zu geplanten 0,33 %.

Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus, da die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr eingehalten wurden. Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen sind Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden.

Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen.

Vor dem Hintergrund schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen hat sich die Ertragslage der Bank verbessert.

C. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

Unsere im Risikohandbuch dokumentierte Geschäfts- und Risikostrategie basiert auf einem Strategieprozess und ist ausgerichtet auf das Kundengeschäft mit Mitgliedern und Kunden aus unserer Region. Wesentliche Bestandteile der Geschäftsstrategie sind die aus der Risikotragfähigkeit der Bank abgeleiteten Teilstrategien für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten Kundengeschäft und Eigengeschäft.

Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt.

Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von 5 Jahren steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch gemeinsame Expertenschätzungen von Vertrieb und Controlling auf Basis bisheriger Erfahrungen und zukünftiger Erwartungen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control ermittelt.

Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig und ggf. anlassbezogen überprüft. Das von uns verwendete Strategiemodell zeigt den organisatorischen Rahmen für die Strategieüberprüfung und für die Vernetzung der strategischen und operativen Gesamtbanksteuerung auf.

Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die vollständige Vermeidung von Risiken, sondern das bewusste Eingehen von Risiken und die Wahrung eines angemessenen Chancen-Risiko-Profils unserer Risikopräferenz entsprechend.

Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft sehen wir dies als eine zentrale Aufgabe an. Die zuständigen Organisationseinheiten berichten unmittelbar an den Vorstand. In diesem Rahmen ist ein Risikocontrolling- und Managementsystem mit entsprechenden Instrumenten eingerichtet, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können.

Unsere Entscheidungsträger werden durch das interne Berichtsystem über die Geschäfts- und Risikoentwicklung frühzeitig informiert, um Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen zu können.

Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie.

Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive als komplementäre, sich ergänzende Ansätze umgestellt. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive).

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit ab. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und die sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden.

Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von 5 Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen in einem adversen Szenario berücksichtigt.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertnah ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind.

Ausgangspunkt bei der barwertnahen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist eine indirekte Berechnung, die auf Bilanzgrößen bzw. aufsichtlichen Kapitalgrößen aufsetzt und diese Werte um stille Lasten und Reserven aus ökonomischer Sicht sowie den Risikoprämienbarwert der wesentlichen Risikoklassen als Abzugsposten korrigiert.

Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen.

Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit einem Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv. Eine Ausnahme bilden der Spezialfonds sowie die festverzinslichen Wertpapiere; hier werden zum Teil Korrelationen berücksichtigt.

Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts.

In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR).

Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf.

In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz Stress-Liquiditätsablaufbilanzen erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest-Überlebenshorizont von 210 Tagen definiert.

Die Offenlegung der Risikomanagementziele und -politik entsprechen den Anforderungen des Artikels 435 CRR.

Die Risikomanagementziele und -strategien werden dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert.

Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk.

Risiken

Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich unsere Geschäftsleitung einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt.

Zum Abschlussstichtag werden das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das operationelle Risiko, das Beteiligungsrisiko, das Immobilienrisiko sowie das Liquiditätsrisiko als wesentliche Risiken bewertet.

Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von 12 Monaten zu Grunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird. Im Rahmen der Planung wird auf einen Zeitraum von 5 Jahren abgestellt.

Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum nicht vor.

Adressenausfallrisiken bzw. Kreditrisiko

Das Adressenausfallrisiko stellt das Risiko des teilweisen oder vollständigen Ausfalls von Forderungen oder anderen schuldrechtlichen Instrumenten dar. Es beinhaltet das Kreditrisiko, das Emittentenrisiko und das Kontrahentenrisiko (jeweils einschließlich Länderrisiken).

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Ratingmigration oder der adressbezogenen Spreadveränderung entstehen. Es umfasst das Kreditrisiko im Kundengeschäft sowie im Eigengeschäft.

Das Adressenausfallrisiko stufen wir als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich relevant ein. Auf Grundlage der Risikoinventur unseres Instituts hat das Risiko ein Schadenspotenzial mit entsprechend wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im wesentlichen VR-Rating). Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet die Bank vorrangig die Verfahren der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz.

Gemäß unseren Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir zur Absicherung von Kreditrisiken im Kundengeschäft werthaltige Sicherheiten herein. Ratingnoten und Sicherheiten fließen in alle relevanten Kreditprozesse ein - von der Kreditvergabe bis zur Kreditüberwachung.

Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene, nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolioebene vor. Zu diesem Zweck ist ein Limitsystem, unter anderem bezogen auf die Risikokonzentration Branchen, implementiert. Im Rahmen der Kreditrisikorisikosteuerung wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Sicherheiten und weiteren Risikotreibern sowie deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht. Zur Begrenzung der Einzelemittentenrisiken werden vom Vorstand kombinierte Kontrahenten- und Emittentenlimite ("Geschäftspartnerlimite") beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat werden monatlich bzw. quartalsweise über die Entwicklung des Portfolios sowie über die Auslastung der Einzel- und Strukturlimite informiert.

Daneben stellen die Organisationsrichtlinien für die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung der Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Die Bank prüft die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Sanierungsbedürftige und notleidende Engagements werden in einem marktunabhängigen Bereich betreut bzw. überwacht.

Wir ermitteln monatlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM-KG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen.

Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank monatlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen.

Für Wertpapiere nutzen wir die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen und bei den Fonds die Risikoinformationen der Fondsgesellschaft Union Investment. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in viele Anlageklassen und Beschränkung auf Bonitäten mit einem angemessenen Chancen-Risiko-Profil.

Adressenausfallrisiken aus Fonds werden mittels einer von der Kapitalanlagegesellschaft ermittelten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer berücksichtigt.

Marktpreisrisiken bzw. Marktrisiken

Das Marktrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Marktrisiken umfassen Zins-, Aktien- und Währungsrisiken sowie sonstige Marktrisiken.

Das Marktrisiko stuft die Bank anhand der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein, mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem hohen potenziellen Schaden, der sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken kann.

Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir monatlich einen Value-at-Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden wir die klassische historische Simulation. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control.

Das Aktienrisiko betrachten wir im Rahmen der Risikomessung des Spezialfonds.

Währungsrisiken spielen eine untergeordnete Rolle.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungskostenrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten.

Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können.

Die Bank erachtet das Liquiditätsrisiko insgesamt als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts und als betriebswirtschaftlich derzeit relevantes Risiko. Zwar tritt das Risiko nach unserer Einschätzung mit geringer Wahrscheinlichkeit ein, zeichnet sich in Bezug auf die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage jedoch durch ein hohes Schadenspotenzial aus.

Zur Begrenzung von Abrufrisiken sind Strukturlimite insbesondere für Branchen, Größenklassen, Emittenten, Länder und Anlageklassen implementiert.

Die Berücksichtigung des Refinanzierungskostenrisikos in der ökonomischen Perspektive erfolgt monatlich unter Berücksichtigung historischer Schwankungen des Refinanzierungsspreads.

Liquiditätsablaufbilanzen dienen als Frühwarnindikator für eine mögliche Zahlungsunfähigkeit und stellen dabei insbesondere den Überlebenshorizont dar. Stresstests führen wir anhand institutseigener, marktweiter und kombinierter Szenarien für Liquiditätsrisiken durch.

Liquiditätsrisiken werden darüber hinaus von der Bank anhand von Fälligkeitslisten im Depot-A-Bereich beobachtet.

Das Liquiditätsrisiko wird anhand der aufsichtsrechtlichen Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR) überwacht. Unsere Risikotoleranz haben wir über die Festlegung einer LCR-Ziel-Quote von 120,0 % definiert. Für die Net Stable Funding Ratio (NSFR) ist eine Quote von mindestens 100,0 % einzuhalten. Nach den Daten vom 31. Dezember 2023 waren diese Quoten eingehalten.

Operationelles Risiko

Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein.

Anhand der Risikoinventur stufen wir operationelle Risiken als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich relevant ein. Das Risiko hat eine eher geringe Eintrittswahrscheinlichkeit, unter Umständen jedoch ein hohes Schadenspotenzial.

Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien fixiert und kommuniziert. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen.

Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden.

Das IT-Risiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Hier betrachten wir insbesondere die Teilbereiche "Zentrales Rechenzentrum" und "IT-Risiken Bank". Über die IT-Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom lT-Dienstleister einschließlich Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen. Über die Beseitigung der im Rahmen von Sonderprüfungen durch die Finanzaufsicht ermittelten Mängel beim IT-Dienstleister wurde zeitnah an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Die vereinbarte Meilensteinplanung wurde eingehalten.

Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne IT-Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem lT-Bereich abgestimmt.

Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare und die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten.

Im Rahmen der ökonomischen Perspektive wird für die operationellen Risiken monatlich ein Value-at-Risk (VaR) mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % aus unserem Self-Assessment berechnet.

Immobilienrisiken

Das Immobilienrisiko entsteht aus einer nachteiligen Entwicklung des Objektwerts und Erträgen von Immobilienpositionen. Es teilt sich in die Komponenten Wertänderungsrisiko, Ertragsrisiko und Mietausfallrisiko auf (inklusive Baukostenrisiko und Instandhaltungsrisiko).

Immobilienrisiken werden im Rahmen der Risikoinventur identifiziert und als wesentliches Risiko eingestuft. Ein wesentlicher Teil der Risiken aus Immobilienfondsbeständen stammt aus unserem aktiv gemanagten Spezialfonds und wird über dessen Risikokennziffern quantifiziert.

Weitere Risiken

Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dabei potenziellen Beteiligungsrisiken und dem Outsourcing-Risiko, welche als wesentlich eingestuft werden. Die Risiken aus Beteiligungen werden im Rahmen der Risikomessung des Spezialfonds quantifiziert, da der wesentliche Anteil aus Beteiligungsfonds stammt, die über diesen gemanagt werden. Die operationellen Risiken werden über ein Self Assessment identifiziert und mit Hilfe von Eintrittswahrscheinlichkeiten und potenziellen Schadenshöhen bewertet.

Aktuell stufen wir alle sonstigen weiteren Risiken als unwesentlich ein. Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig oder anlassbezogen.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Wir haben keine Finanzinstrumente im Bestand.

Gesamtbild der Risikolage

Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) unter den von uns definierten Risiko- und Stressszenarien gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden.

Das zum 31. Dezember 2023 ist das Gesamtrisikolimit der Bank zu 72,0 % ausgelastet, der Anteil des Gesamtrisikos am gesamten Risikodeckungspotenzial beträgt 42,0 %.

Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. Es bestehen jedoch nicht unwesentliche stille Lasten in den Eigenanlagen (TEUR 3.547).

Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation des Instituts auch im Berichtszeitraum 2024-2028 gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

Insgesamt hat sich die Risikolage im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt. Die Vergleichbarkeit ist insofern eingeschränkt, dass der Wechsel auf die ökonomische Risikotragfähigkeit zum 1. Januar 2024 vollzogen wurde. Allerdings bestanden für die ökonomische Risikotragfähigkeit bereits vorher Vergleichsrechnungen. Aus diesen lässt sich ableiten, dass die Risiken mit ca. 21 Mio. EUR fast konstant blieben, das Risikodeckungspotenzial jedoch von 44 auf 49 Mio. EUR stieg.

Aufsichtsrechtliche Eigenmittel stiegen gegenüber dem Vorjahr durch die Zuführung zu den Rücklagen und dem Fonds für allgemeine Bankrisiken. Die Einhaltung der Risikolimite und somit die Risikotragfähigkeit sind gegeben. Die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen wurden jederzeit eingehalten.

Den Risiken steht die Chance gegenüber, langfristig von steigenden Zinsen zu profitieren.

D. Prognosebericht

Hinsichtlich unserer Prognose gehen wir davon aus, dass die globalen Unsicherheiten weiter anhalten werden. Aufgrund der dynamischen Entwicklung muss weiter mit wirtschaftlichen und konjunkturellen Auswirkungen gerechnet werden.

Unsere Eckwertplanung basiert auf folgenden wesentlichen Annahmen:

Der Zinsüberschuss soll unter der Prämisse eines konstanten Zinsniveaus und eines leicht steigenden Geschäftsvolumens bei ansonsten unveränderter Geschäftsstruktur moderat weiter ausgebaut werden. Der Gesamtbankbericht per 12/2023 weist für den parallelen Aufwärtsschock ein um etwa TEUR 680 höheres Zinsergebnis für das Folgejahr aus.

Für das Jahr wird dabei ein prozentuales Wachstum im Kundenkredit- und im Kundeneinlagengeschäft von 1,0 - 2,0 % angenommen. Fällige Wertpapiere werden prolongiert oder, ebenso wie überschüssige Liquidität, in den DEVIF Spezialfonds investiert.

Daneben sehen wir einen im Geschäftsjahr 2024 leicht absinkenden und in den Folgejahren moderat steigenden Provisionsüberschuss von ca. 0,6 % der durchschnittlichen Bilanzsumme vor. Der in der Planung zugrunde gelegte Zuwachs soll insbesondere durch das Vermittlungsgeschäft realisiert werden.

Beim Personalaufwand haben wir eine reguläre tarifliche Steigerung der Gehälter sowie einen Anstieg der Mitarbeiterkapazitäten berücksichtigt, um alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen langfristig erfüllen zu können.

Die Höhe der Sachaufwendungen soll im Wesentlichen über alle Positionen steigen; hierbei spielt die allgemeine Teuerung eine Rolle. Insbesondere sehen wir Steigerungen in den Bereichen Prüfung und Beratung, Beiträge sowie Outsourcing.

Aus der Kapitalplanung für die Jahre 2024-2028 ergeben sich für das geplante Wachstum im Kreditgeschäft unter der Prämisse von Rücklagenzuführungen und der Einwerbung von Geschäftsguthaben derzeit keine Erkenntnisse für zusätzlichen Kapitalbedarf. Dabei wurde angenommen, dass die aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen auch im Jahr 2024 und Folgeperioden gültig bleiben. Bekannte oder erwartbare Kapitalzuschläge wurden berücksichtigt.

Über Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, wird gemäß § 285 Nr. 33 HGB unter Angabe ihrer Art und ihrer finanziellen Auswirkungen im Anhang berichtet.

Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen erwarten wir für 2024 gegenüber 2023 ein niedrigeres Betriebsergebnis vor und nach Bewertung. Zum Einen erwarten wir steigende Kosten und zunächst absinkende Zinsergebnisse, zum Anderen rechnen wir in der Planung Bewertungsabschläge für das Kunden- und das Eigengeschäft ein, welche im Geschäftsjahr 2023 positiv ausfielen. Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt demnach im Jahr 2024 bei 0,95 % im Vergleich zu 1,10 % in 2023.

Für den bedeutsamsten Leistungsindikator CIR prognostizieren wir eine Verschlechterung von ca. 60,0 % auf ca. 62,0 % in 2024.

Die für 2024 geplante Gesamtkapitalquote soll mit ca. 20 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 leicht steigen.

 

Demmin, 28. März 2024

Volksbank Demmin eG

Der Vorstand

Lust

Henne

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Volksbank Demmin eG, Demmin

Genossenschaftsregisternummer 239 beim Amtsgericht Neubrandenburg

Aktivseite

Geschäftsjahr
EUR EUR EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 1.658.613,99
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 1.025.000,00
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 1.025.000,00
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00
b) Wechsel 0,00
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 38.864.953,97
b) andere Forderungen 0,00
4. Forderungen an Kunden
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 61.868.220,19
Kommunalkredite 129.278,27
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 5.469.873,47
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00
bb) von anderen Emittenten 39.874.997,51 45.344.870,98
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 5.324.164,52
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00
Nennbetrag 0,00
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
6a. Handelsbestand
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 2.915.866,78
darunter:
an Kreditinstituten 100.992,00
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00
an Wertpapierinstituten 0,00
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 988.050,00
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 980.000,00
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00
bei Wertpapierinstituten 0,00
8. Anteile an verbundenen Unternehmen
darunter:
an Kreditinstituten 0,00
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00
an Wertpapierinstituten 0,00
9. Treuhandvermögen
darunter: Treuhandkredite 3.445.264,10
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00
d) geleistete Anzahlungen 0,00
12. Sachanlagen
13. Sonstige Vermögensgegenstände
14. Rechnungsabgrenzungsposten
Summe der Aktiva

Passivseite

Geschäftsjahr
EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 8.410.883,94
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 74.884.476,04
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 11.748,91 74.896.224,95
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 167.083.844,77
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 55.960.281,49 223.044.126,26
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00
3a. Handelsbestand
4. Treuhandverbindlichkeiten
darunter: Treuhandkredite 3.445.264,10
5. Sonstige Verbindlichkeiten
6. Rechnungsabgrenzungsposten
6a. Passive latente Steuern
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 0,00
b) Steuerrückstellungen 198.137,00
c) andere Rückstellungen 673.972,83
8. [gestrichen]
9. Nachrangige Verbindlichkeiten
10. Genussrechtskapital
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 2.509.050,00
b) Kapitalrücklage 0,00
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 5.012.991,30
cb) andere Ergebnisrücklagen 3.617.912,53 8.630.903,83
d) Bilanzgewinn 155.828,24
Summe der Passiva
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 2.144
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 575
darunter: bei der Deutschen Bundesbank (575)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 2.683.613,99 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar (0)
b) Wechsel 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 25.696
b) andere Forderungen 38.864.953,97 0
4. Forderungen an Kunden 125.209.770,67 130.654
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert (58.440)
Kommunalkredite (195)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank (0)
ab) von anderen Emittenten 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 5.367
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank (5.367)
bb) von anderen Emittenten 37.587
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank (6.423)
c) eigene Schuldverschreibungen 45.344.870,98 0
Nennbetrag (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 130.734.698,82 129.032
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 2.916
darunter:
an Kreditinstituten (101)
an Finanzdienstleistungsinstituten (0)
an Wertpapierinstituten (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 3.903.916,78 988
darunter:
bei Kreditgenossenschaften (980)
bei Finanzdienstleistungsinstituten (0)
bei Wertpapierinstituten (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0
darunter:
an Kreditinstituten (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten (0)
an Wertpapierinstituten (0)
9. Treuhandvermögen 3.445.264,10 3.838
darunter: Treuhandkredite (3.838)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0
12. Sachanlagen 1.511.482,85 1.619
13. Sonstige Vermögensgegenstände 845.056,25 834
14. Rechnungsabgrenzungsposten 49.047,48 62
Summe der Aktiva 352.592.675,89 341.312

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 8.410.883,94 10.093
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 94.915
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 40
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 177.891
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 297.940.351,21 17.803
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 3.445.264,10 3.838
darunter: Treuhandkredite (3.838)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 379.453,40 245
6. Rechnungsabgrenzungsposten 109.831,34 140
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 0
b) Steuerrückstellungen 0
c) andere Rückstellungen 872.109,83 708
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 2.522.000,00 186
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 27.617.000,00 24.917
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 1.944
b) Kapitalrücklage 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 4.973
cb) andere Ergebnisrücklagen 3.537
d) Bilanzgewinn 11.295.782,07 83
Summe der Passiva 352.592.675,89 341.312
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 1.670.171,05 1.855
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 1.670.171,05 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 8.668.496,39 8.668.496,39 8.754
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 4.795.719,46 3.578
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 1.276.912,34 6.072.631,80 908
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 0,00 (3)
2. Zinsaufwendungen 1.088.008,43 4.984.623,37 527
darunter: erhaltene negative Zinsen 942,77 (1)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 1.710.298,75 1.103
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 99.923,18 92
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 1.810.221,93 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 2.524.050,36 2.667
6. Provisionsaufwendungen 269.774,00 2.254.276,36 272
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 218.769,29 184
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 2.764.333,85 2.628
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 533.976,29 3.298.310,14 522
darunter: für Altersversorgung 139.488,47 (58)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.984.103,08 5.282.413,22 1.753
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 196.811,13 203
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 18.146,87 5
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 841
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 426.152,08 426.152,08 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 55
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 0,00 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 4.196.671,81 1.725
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.235.601,97 553
darunter: latente Steuern 0,00 (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 25.241,60 1.260.843,57 9
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 2.700.000,00 1.000
25. Jahresüberschuss 235.828,24 163
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
235.828,24 163
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
235.828,24 163
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 40.000,00 40
b) in andere Ergebnisrücklagen 40.000,00 80.000,00 40
29. Bilanzgewinn 155.828,24 83

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Volksbank Demmin eG, Demmin

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Volksbank Demmin eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert oder den Anschaffungskosten angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt.

Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2023 über ein Expected-Credit-Loss-Modell, ein erwarteter Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter den Bilanzpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und anderen Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen). Nicht beanspruchte Kreditzusagen (Kreditlinien) werden berücksichtigt, soweit ungeachtet vertraglicher Kündigungsrechte mit einer Inanspruchnahme ernsthaft zu rechnen ist. Im Hinblick auf unwiderrufliche Kreditzusagen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung.

Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB sowie eine Globalwertberichtigung gemäß § 253 Abs. 4 HGB (a.F.). Diese wurde gemäß Art. 67 (4) EGHGB zulässigerweise beibehalten.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, mit Ausnahme des Handelsbestands, wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nur bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip).

Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens wären im Falle einer Bewertung wie Umlaufvermögen Abschreibungen in Höhe von TEUR 968 notwendig gewesen.

Wertpapierleihegeschäfte

Zum Bilanzstichtag besteht lediglich eine LCR-Anlegerleihe, in deren Rahmen Wertpapiere aus unserem Spezialfonds ausgeliehen wurden.

Die im Rahmen einer Wertpapierleihe übertragenen Wertpapiere sind weiterhin in dem Bilanzposten "Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere" ausgewiesen und entsprechend gekennzeichnet. Die Bewertung erfolgt wie bisher innerhalb des Spezialfonds selbst. Der Nominalwert der verliehenen Wertpapiere beträgt TEUR 26.600.

Derivative Geschäfte bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei der Bemessung der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig berücksichtigt. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.

Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten bewertet. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden Abschreibungen vorgenommen. Dies war im Geschäftsjahr nicht der Fall.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Sofern dauerhafte Wertminderungen vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Es bestehen derzeit keine Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem niedrigeren Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten.

Aktive latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen.

Passive Steuerlatenzen bestehen insbesondere in der Position Rückstellungen.

Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde.

Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 29,25 % zugrunde gelegt.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Vermögensgegenstände, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, wurden mit den Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen verrechnet. Das Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 522.072 (Anschaffungskosten in Höhe von EUR 522.072) wurde mit dem Erfüllungsbetrag der Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von EUR 522.072 saldiert.

Die Bewertung sowohl der Verpflichtung (Passiva 07) als auch des Wertpapieres (Aktiva 06, UniGlobal) erfolgte mit dem Zeitwert des Wertpapieres (Bewertungsvorschrift § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB). Ein Überhang nach Saldierung verbleibt nicht. Aufwendungen aus der Verpflichtung wurden mit Erträgen aus dem Deckungsvermögen verrechnet.

Zur Ermittlung des garantierten Mindestbetrages als Erfüllungsbetrag der Garantieleistungen gemäß Altersversorgungsverpflichtung wurden ein Gutachten der compertis Beratungsgesellschaft, Wiesbaden, eingeholt. Dessen Wert betrug am 31.12.2023 EUR 280.954 und liegt unter dem Zeitwert des Wertpapieres.

Dem Gutachten der Pensionsrückstellung liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Die Bewertung erfolgte nach der Projected Unit Method (PUC-Methode). Für Anwartschaftstrends bzw. Rententrends wurden keine Annahmen getroffen, da laut Alterversorgungsverpflichtung eine feste Garantieleistung bzw. eine einmalige Kapitalzahlung zugesagt sind.

Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellung angewendete Zinssatz von 1,83 % (Vorjahr: 1,80 %) wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre auf Basis des von der Deutschen Bundesbank per 31.12.2023 ermittelten Zinssatzes festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt EUR 1.341.

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.

Passive latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasipermanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen.

Aktive Steuerlatenzen bestehen insbesondere in den Positionen Forderungen an Kunden, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie in den anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren. Letzteres betrifft unseren Spezialfonds.

Aktive und passive latente Steuern werden nicht bilanziert (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.).

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 6,00 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre auf Basis des von der Deutschen Bundesbank per 31.12. 2023 ermittelten Zinssatzes festgelegt, dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten wurden mit dem Nennwert bzw. in Höhe der zugrunde liegenden Verbindlichkeiten angesetzt.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Abweichungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Von den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden des Vorjahres wurde nicht abgewichen.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres Zugänge (a) Umbuchungen (a) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des Geschäftsjahres
Zuschreibungen (b) Abgänge (b)
im Geschäftsjahr
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.824 0 (a) 0 (a) 11.786
0 (b) 17.037 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 6.848.535 223 (a) 0 (a) 6.848.758
0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.555.800 89.393 (a) 0 (a) 3.423.716
0 (b) 221.477 (b)
Summe a 10.433.159 89.616 (a) 0 (a) 10.284.260
0 (b) 238.514 (b)
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt) Abschreibungen Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt) Buchwerte Bilanzstichtag
Geschäftsjahr (a) Zugängen (a) Umbuchungen (a)
Zuschreibungen Geschäftsjahr (b) Zuschreibungen (b) Abgängen (b)
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.824 0 (a) 0 (a) 0 (a) 11.786 0
0 (b) 0 (b) 17.037 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 5.372.828 147.356 (a) 0 (a) 0 (a) 5.520.184 1.328.574
0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.412.430 49.455 (a) 0 (a) 0 (a) 3.240.807 182.909
0 (b) 0 (b) 221.078 (b)
Summe a 8.814.082 196.811 (a) 0 (a) 0 (a) 8.772.777 1.511.483
0 (b) 0 (b) 238.115 (b)
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 139.393.809 4.202.434 143.596.243
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 3.903.917 0 3.903.917
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0
Summe b 143.297.726 4.202.434 147.500.160
Summe a und b 153.730.885 149.011.643

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 38.864.954 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 4.496.384 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Als Sicherheit für Verbindlichkeiten wurden Kundenforderungen mit einem Gesamtbetrag von EUR 8.410.883 abgetreten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 6.639.960 fällig.

Aufgliederung der in dem Bilanzposten A 5 enthaltenen Wertpapiere

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 45.344.871 29.901.538 15.443.333 10.361.544

Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.

Im Rahmen einer LCR-Anlegerleihe wurden Wertpapiere mit einem Nominalwert von TEUR 26.600 in das Depot A entliehen.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind.

Anzeichen für eine Bonitätsbeeinträchtigung des jeweiligen Emittenten oder andere dauernde Wertminderungen sind nicht erkennbar.

Der Buchwert der mit dem gemilderten Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere beträgt EUR 12.861.544, der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf EUR 11.941.493

Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den Forderungen sind keine Beträge enthalten, die auch Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind.

Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent

Im Bilanzposten "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" (A 6) sind folgende Anteile an Sondervermögen im Sinn des § 1 Abs. 10 KAGB oder Anlageaktien an Investmentaktiengesellschaften mit veränderlichem Kapital im Sinn der §§ 108 bis 123 KAGB oder vergleichbaren EU-bzw. sonstigen ausländischen Investmentvermögen mit Anteilsquoten von mehr als 10 % enthalten:

Anlageziel Wert der Anteile (Zeitwert)
EUR
Differenz zum Buchwert (Reserve)
EUR
Erfolgte Ausschüttung für das Geschäftsjahr
EUR
1. DEVIF-Spezialfonds Nr. 338 (Management von Eigenanlagen gemäß vereinbarten Anlagerestriktionen 128.155.662 -2.579.037 1.702.467

Beschränkungen in der täglichen Rückgabemöglichkeit bestehen grundsätzlich nicht. Die Vertragsbedingungen enthalten ausschließlich eine Beschränkung nach § 98 Abs. 2 Satz 1 KAGB (vormals § 37 InvG).

Eine Abschreibung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB ist unterblieben, da wir nicht von einer dauerhaften Wertminderung ausgehen. Anhaltspunkte ergeben sich zum Beispiel aus der Berechnung der Wertaufholung für den Spezialfonds.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt:

Anteil am Gesellschaftskapital Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz % Jahr TEUR Jahr TEUR
a) NGB AG & Co. KG, Hannover 0,16 2023 1.750.733 2023 37.901

Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde.

Treuhandvermögen

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandforderungen handelt es sich um Forderungen an Kunden (A 4).

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 975.140 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 182.909 enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2023
EUR
Forderungen aus Mietverhältnissen 203.684
Steuerforderungen 469.605
Provision Union Investment GmbH 126.480

Nachrangige Vermögensgegenstände

Im folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten/Unterposten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
5 4 AT-1-Anleihen (nom. TEUR 5.000) und eine AT-2-Anleihe (nom. TEUR 1.000) 6.002.364 3.502.383

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Forderungen an Kunden (A 4) 3.593.716 8.616.730 32.875.620 75.587.099

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 284.311 860.240 3.308.462 3.957.034
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 4.445 7.304 0 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 26.996.113 22.571.980 6.391.670 519

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 1.169.745 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Treuhandverbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1).

Sonstige Verbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" (P 5) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2023
EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung gegenüber der Atruvia AG 55.947
Steuerverbindlichkeiten 129.112
Verbindlichkeiten aus Mietverhältnissen 108.641

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 0 (Vorjahr EUR 140.250) enthalten.

Passive latente Steuern

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Den passiven Steuerlatenzen stehen höhere aktive Steuerlatenzen gegenüber.

Nachrangige Verbindlichkeiten

Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten (P 9) in Höhe von EUR 44.474 an.

Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen, erfolgen zu folgenden Bedingungen:

Betrag Währung Zinssatz
in %
Fälligkeit
300.000 EUR 3,75 November 2030
500.000 EUR 2,50 Januar 2029

Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Verbindlichkeiten sind im Falle des Insolvenzverfahrens oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich.

Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR. Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit Zinssätzen von 3,50 % bis 3,75 % ausgestattet.

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 2.436.150
b) der ausscheidenden Mitglieder 72.900

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2023 4.972.991 3.537.255
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 0 40.657
- aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 40.000 40.000
Stand 31.12.2023 5.012.991 3.617.912

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute und latente Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind nicht erkennbar.

Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für Kunden bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die unwiderruflichen Kreditzusagen sind überwiegend breit gestreut.

Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die unter Posten 1b) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Beträge zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 8.410.884

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestehen Credit Linked Notes (CLN), die unter Aktiva 5 einheitlich bilanziert werden und derivative Elemente in Form von Credit Default Swaps umfassen. Die Bewertung erfolgte zum strengen Niederstwert.

Der Buchwert der im Umlaufvermögen geführten CLN beträgt EUR 20.239.910 und der Nominalwert EUR 20.500.000. Im Anlagevermögen wurden zum Bilanzstichtag keine CLN geführt.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Negative Zinsen aus Passivgeschäften sind in den Zinsaufwendungen (GuV 2) als Reduktion des Zinsaufwands enthalten.

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für die Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Vermittlung von Bausparverträgen, Versicherungen, Krediten und Investmentanteilen nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein und machen 0,2 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV 8) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:

Art EUR
Auflösung von in Vorjahren gebildeten Rückstellungen 82.626
Mieterträge 123.086

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 2.245 (Vorjahr EUR -1.174) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (GuV 12) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:

Art EUR
Nachzahlungszinsen Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer aus Betriebsprüfung 6.698

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 89.258 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 135.197 enthalten.

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 15.991.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 60.701 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 11.967.404.

Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Mit nahe stehenden Unternehmen und Personen sind keine wesentlichen Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 1.341, diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von insgesamt EUR 796.576; diese entfallen in voller Höhe auf Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund).

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Personalstatistik

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 1 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 34 4
Gewerbliche Mitarbeiter 1 1
36 5

Außerdem wurden durchschnittlich 6 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2023 3.497 37.811 9.452.750
Zugang 2023 195 13.392 0
Abgang 2023 103 2.480 0
Ende 2023 3.589 48.723 9.452.750

Gemäß Beschluss der Generalversammlung vom 07.06.2023 zur Satzungsänderung ist eine Nachschusspflicht der Mitglieder ausgeschlossen. Aufgrund widersprüchlicher Angaben im Genossenschaftsregister besteht aktuell noch Unklarheit über das Datum der Bekanntmachung. Insofern bleibt bis zur Klärung des Sachverhalts der Beginn der in § 120 GenG geregelten Frist in Bezug auf die gegebenenfalls zu leistende Nachschusspflicht offen.

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 545.600
Höhe des Geschäftsanteils EUR 50

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Das vom Prüfungsverband für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar schlüsselt sich in folgende Honorare auf:

- Abschlussprüfungsleistungen EUR 121.008
- Andere Bestätigungsleistungen EUR 2.090
- Steuerberatungsleistungen EUR 8.403
- Sonstige Leistungen EUR 1.779

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genoverband e.V.

Karl-Wiechert-Allee 76 a

30625 Hannover

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf Lust, Mirko, Geschäftsleiter (Marktfolge)

Henne, Manfred, Geschäftsleiter (Markt)

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Groß, Holger, - Vorsitzender - , Geschäftsführer Ingenieurbüro Dieter Neuhaus & Partner

Manfred, Komesker, - stellvertretender Vorsitzender - , Geschäftsführer bei der KOMESKER ANLAGENBAU GmbH und weiteren Gesellschaften

Radke, Ina, Rentnerin

Kummer, Michael, selbständiger Rechtsanwalt

Giermann, Hartmut, Geschäftsführer Bentziner Ackerbau GmbH

Felgenhauer, Hans-Dieter, Rentner

Meyer, Matthias, Geschäftsführer bei der MMV Verwaltungs-GmbH und weiteren Gesellschaften (seit 07.06.2023)

Hannak, Wolfgang, Rentner (bis 07.06.2023)

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 235.828,24 - sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 80.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 155.828,24) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 3,50 % 76.505,44
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
b) Andere Ergebnisrücklagen 79.322,80
155.828,24

 

Demmin, 27. März 2024

Volksbank Demmin eG

Der Vorstand

Lust

Henne

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Volksbank Demmin eG, Demmin

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank Demmin eG, Demmin (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar: Werthaltigkeit von Kundenforderungen

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden belaufen sich saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen auf 125,2 Mio. EUR. Dies entspricht 35,5 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 1,7 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 5,0 Mio. EUR mit Bezug zum Kundenkreditvolumen nach § 19 Abs. 1 KWG.

Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigungen von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Systeme und Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird.

In Folge haben wir uns insbesondere von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse zur Risikofrüherkennung und Risikovorsorge durch Prüfung in ausgewählten Einzelfällen überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft ab.

Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile, die Zugehörigkeit zu bestimmten Branchen sowie die Gesamtzusage berücksichtigt.

Hierauf aufbauend haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden enthalten.

Im Lagebericht sind Ausführungen zu den Kreditstrukturen und Verfahren der Risikoerkennung enthalten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

- Prüfung der Aufstellung von Finanzangaben für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 (KJA)

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Joachim Nenast.

 

Berlin, 9. April 2024

Genoverband e.V.

Bettina Hubrich, Wirtschaftsprüferin

Joachim Nenast, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Generalversammlung vom 12.06.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 235.828,24 wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Volksbank Demmin eG, Demmin

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Genoverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Herr Komesker, Frau Radke und Herr Felgenhauer aus dem Aufsichtsrat aus. Herr Felgenhauer scheidet satzungsgemäß aus. Die Wiederwahl der weiteren ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Demmin, 9. April 2024

Der Aufsichtsrat

Holger Groß, Vorsitzender

Volksbank Demmin eG, Demmin

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Volksbank Demmin eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank Demmin eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Volksbank Demmin eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 9.268.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 42,0.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 4.197.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 1.236 und betreffen laufende Steuern.

Die Volksbank Demmin eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Nachrichten & Medien

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