Aspen Bad Oldesloe GmbH
Industriestraße 32, 23843 Bad Oldesloe, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Chris Mynhard Botha seit 5.9.2024 | Geschäftsführer |
Ulf Pagenkopf seit 4.12.2019 | Prokura |
Lorraine Angela Hill seit 26.10.2009 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Aspen Pharmacare Holding Limited | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Aspen Bad Oldesloe GmbHBad OldesloeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Aspen Bad Oldesloe GmbH PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Aspen Bad Oldesloe GmbH, Bad Oldesloe - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aspen Bad Oldesloe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der UnternehmenstätigkeitWir verweisen auf die Angaben in den Abschnitten "I. Allgemeine Angaben" und "III. Erläuterungen zur Bilanz" im Anhang und in Abschnitt "C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft in den vergangenen Jahren negative Ergebnisse erzielt hat und auch für das Geschäftsjahr 2023/24 ein negatives Ergebnis erwartet. Zusätzlich befindet sich die Gesellschaft derzeit in einem Transformationsprozess, welcher aufgrund laufender und zukünftiger Investitionen mit hohen Zahlungsmittelabflüssen verbunden ist, deren Amortisationsphase erst verzögert startet. Die Gesellschaft geht dennoch von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit wurde von der Muttergesellschaft, Aspen Pharmacare Holdings Ltd., Durban, Südafrika, am 13. Dezember 2022 gegenüber der Gesellschaft eine Patronatserklärung mit qualifizierter Rangrücktrittsvereinbarung abgegeben. Die Aspen Pharmacare Holdings Ltd., Durban, Südafrika, verpflichtet sich demnach gegenüber der Gesellschaft zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit i. S. v. §§ 17, 19 InsO dafür Sorge zu tragen, dass diese finanziell und kapitalmäßig so ausgestattet wird, dass sie jederzeit in der Lage ist, alle Zahlungsverpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern bei Fälligkeit zu erfüllen. Die auf EUR 40 Mio. limitierte Patronatserklärung erlischt jederzeit, nach schriftlicher Vereinbarung, sofern und insoweit die Gesellschaft im Beendigungszeitpunkt nicht überschuldet (§19 InsO) oder zahlungsunfähig (§17 InsO) ist oder dies durch die Beendigung dieser Vereinbarung wird. Nach Ablauf dieses Datums können aus dieser Erklärung keine Ansprüche mehr hergeleitet werden. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft ist daher bis zum Erreichen nachhaltig positiver Ergebnisse von der Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung durch die Muttergesellschaft abhängig. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 1. Dezember 2023 Ernst
& Young GmbH
Opaschowski, Wirtschaftsprüfer Hirsch, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 30. Juni 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023
Anhang zum Jahresabschluss 2022/23I. Allgemeine AngabenDie Aspen Bad Oldesloe GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 HGB. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Bad Oldesloe und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Lübeck (Register-Nr. HR B 9561 HL). Die Gesellschaft stellt ihren Jahresabschluss nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist ein vom Kalenderjahr abweichendes. Es beginnt am 1. Juli und endet am 30. Juni. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgrund der von der Aspen Pharmacare Holdings Ltd., Durban, Südafrika, am 13. Dezember 2022 zugunsten der Gesellschaft abgegebenen Patronatserklärung mit qualifizierter Rangrücktrittsvereinbarung. Im Hinblick auf die wesentliche Unsicherheit bzw. bestandsgefährdende Risiken wird auch auf die Angabe im Abschnitt "C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts verwiesen. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und AusweismethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis sieben Jahren abgeschrieben. Bei selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurden Fremdkapitalzinsen nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen mit einbezogen. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Dabei werden Bauten über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 15 bis 25 Jahren, technische Anlagen und Maschinen über einen Zeitraum von 10 bis 20 Jahren sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über einen Zeitraum von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben. Das Wertaufholungsgebot wird beachtet. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Sofern erforderlich werden Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 29,1 % bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Abweichend zum Vorjahr unterbleibt die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst. Der Aufwand bzw. Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen. 2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,80 % p.a. (Vj. 1,78 %) bewertet. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre zum 30. Juni 2023, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren ergibt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,95 % (Vj. 2,95 %) und Rentensteigerungen von jährlich 1,90 % (Vj. 1,90 %) zugrunde gelegt; eine Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde berücksichtigt. Bei den Pensionszusagen die unter den Anwendungsbereich des IDW Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021 "Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen" fallen, erfolgte erstmalig die Bewertung mit einem faktorbasierten Bewertungsverfahren aus dem Ergebnisbericht der DAV "Aktuarielle Umsetzung des IDW Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021 zur handelsrechtlichen Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen vom 26. April 2022." Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung des Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Steuer- und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält erhaltene Zahlungen für Leistungen, die das Unternehmen erst im nächsten Geschäftsjahr erbringt. 3. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Aufgliederung und die Bewegungen des Anlagevermögens sind der Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) zu entnehmen. Patronatserklärung Grundlage für die derzeit laufenden Produkttransfers sind Investitionen in Abfüll- und Verpackungsanlagen sowie eine Anlage zur Fertigung steriler Lösungen. Die Amortisationsphase startet verzögert, erst nachdem alle regulatorischen Freigaben erfolgt sind. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit während der Investitionsphase hat die Gesellschaft im Dezember 2022 eine Patronatserklärung in Höhe von € 40,0 Millionen von der Aspen Pharmacare Holdings Ltd., Durban, Südafrika, erhalten. Für weitere Informationen wird auf den Abschnitt "C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht" im Lagebericht verwiesen. Erhöhung der Kapitalrücklage Die Aspen Pharmacare Holdings Ltd., Durban, Südafrika, hat im laufenden Geschäftsjahr einen Betrag von € 10,0 Millionen als andere Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in die Kapitalrücklage der Gesellschaft eingezahlt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen (T€ 25.146; Vj. T€ 25.984) wurden mit Deckungsvermögen (T€ 7.777; Vj. T€ 7.798) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Das Deckungsvermögen besteht aus zweckexklusiven, verpfändeten und insolvenzgeschützten Contractual Trust Agreements (CTAs) bzw. verpfändeten Rückdeckungsversicherungen. Gemäß Mitteilungen der Versicherer entspricht der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens den fortgeführten Anschaffungskosten. Die Pensionsrückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt € 0,8 Mio. verringert. Dies ist im Wesentlichen auf eine Reduktion der Ansprüche (Plankürzung) zurückzuführen. Der Effekt aus dieser Plankürzung beläuft sich auf ca. € 1,0 Millionen. Aus der Erstanwendung des IDW RH FAB 1.021 ergeben sich keine Auswirkung, da bei den Versorgungswerken "Risikoplan" und "GlaxoWellcome-VO" die Passivseite unverändert bleibt (Passivprimat). Bei dem Pensionsplan "Deferred Compensation Stufe 2" handelt es sich um eine wertpapiergebundene Zusage, deren Erfüllungsbetrag weiterhin nach der Höhe des Aktivwertes des Vermögensgegenstandes bestimmt (Wahl des Aktivprimats). Auch hier ergeben sich daher keine Auswirkungen. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 1.029 (Vj. T€ 1.953) und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Die Verluste aus dem Deckungsvermögen (T€ 21; Vj. T€ 41) und die Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen (T€ 375; Vj. T€ 1.834) werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert im Finanzergebnis unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen für betrieblich oder tariflich vereinbarte Leistungen an aktive Mitarbeiter, Urlaubszeit und Überstunden sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr unbesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten langfristige Verbindlichkeiten aus der Finanzierung für ein Blockheizkraftwerk in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 147). Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen resultieren zumeist aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und der Weiterbelastung von Projektkosten, initiiert durch die Gruppe, sowie der konzerninternen Finanzierung. Es bestehen dabei Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 48 (Vj. T€ 48) bzw. T€ 261 (Vj. T€ 175). Darüber hinaus besteht eine Forderung in Höhe von T€ 1.523 (Vj. T€ 863), die aus dem konzerninternen Cashpooling resultiert. Sämtliche Forderungen, auch gegen nicht verbundene Unternehmen, sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 150 (Vj. T€ 150) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen enthalten ein Intercompany Darlehen in Höhe von T€ 10.000 (Vj. T€ 10.000), welches im Vorjahr eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufwies. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, Deckungsvermögen für Pensionsverpflichtungen und einem steuerrechtlichen Geschäfts- oder Firmenwert sowie aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen. Diese wurden mit passiven latenten Steuern aus Bilanzdifferenzen bei steuerfreien Rücklagen und immateriellen Vermögensgegenständen saldiert. Der Berechnung wurde unverändert ein Steuersatz von 29,13 % zugrunde gelegt. Die Gesellschaft macht von ihrem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB dahingehend Gebrauch, dass der entstehende Aktivüberhang latenter Steuern nicht aktiviert wird. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die im Geschäftsjahr 2022/23 erzielten Umsatzerlöse betragen € 72,2 Mio. (Vj. € 66,6 Mio.). Darin enthalten sind originäre Umsatzerlöse von € 67,9 Mio. (Vj. € 59,7 Mio.), die die Auftragsproduktion pharmazeutischer Erzeugnisse betreffen. Daneben enthalten diese € 4,3 Mio. (Vj. € 6,9 Mio.) sonstige Umsatzerlöse aus der Erbringung von produktionsnahen Dienstleistungen, Intercompany-Dienstleistungen und Vermietung. Diese entfallen auf:
Die Umsätze werden dabei im Wesentlichen mit den Hauptkunden Aspen Global Inc., Grand Bay/Mauritius, und zwei Drittkunden erzielt. Die Veränderung im Umsatzmix ist bedingt durch das Produktionsvolumen für die zwei Hauptkunden. Außergewöhnliche Erträge / Aufwendungen Außergewöhnliche und periodenfremde Aufwendungen aus Vorjahren in Höhe von € 1,1 Mio. (Vj. € 0 Mio.) wurden durch eine Ausbuchung von im Vorjahr in den Anlagen im Bau aktivierten Kosten für die ERP Software SAP S/4HANA verursacht. Die Kosten hätten im Vorjahr aufwandswirksam erfasst werden müssen, sodass mit der Ausbuchung eine Fehlerkorrektur in laufender Rechnung vorgenommen wurde. Außergewöhnliche und periodenfremde Erträge aus Vorjahren sind durch die Erstattung von Kapitalertragssteuern in Höhe von € 1,2 Mio. (Vj. € 0 Mio.) durch die Konzernmutter Aspen Pharmacare Holdings Ltd. entstanden. Diese hätte in Vorjahren bereits ergebnisneutral erfasst werden müssen, sodass die periodenfremde Erstattung eine Fehlerkorrektur in laufender Rechnung darstellt. V. Sonstige AngabenAusschüttungssperre Gem. § 268 Abs. 8 HGB besteht hinsichtlich der Beträge aus der Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (T€ 135; Vj. T€ 347) abzgl. der entsprechenden passiven latenten Steuern (T€ 39; Vj. T€ 101) und aus dem danach verbleibenden Aktivüberhang der latenten Steuern (T€ 0; Vj. T€ 0) sowie dem Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB (T€ 1.029; Vj. T€ 1.953) eine Ausschüttungssperre in Höhe von insgesamt T€ 1.125 (Vj. T€ 2.200). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag mit dem Verlustvortrag des Vorjahres zu saldieren und den neuen Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführung
Von der Befreiungsmöglichkeit des §286 Abs. 4 HGB zur Angabe von Bezügen der Geschäftsführung und ehemaliger Organmitglieder nehmen wir Gebrauch. Die Geschäftsführer erhielten im Geschäftsjahr keine Vergütungen für ihre Tätigkeit von der Gesellschaft mit Ausnahme von Herrn Dr. Roland Suck. Prüfungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 98 (Vj. T€ 82) und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen Konzernverhältnisse Die Aspen Bad Oldesloe GmbH ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Aspen Pharmacare Holdings Ltd., Durban, Südafrika. Der Jahresabschluss der Aspen Bad Oldesloe GmbH wird in den Abschluss der Aspen Pharmacare Holdings Ltd. einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird an der Johannesburg Stock Exchange Limited in Südafrika (www.jse.co.za) veröffentlicht. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
Bad Oldesloe, den 26. Oktober 2023 Die Geschäftsführung Lorraine Hill Dr. Elisabeth Perrin Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis 30.06.2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023A. Grundlagen des UnternehmensGeschäftsmodell Die Aspen Bad Oldesloe GmbH ist seit 2009 eine hundertprozentige Tochter der Aspen Pharmacare Holdings Ltd. - einem südafrikanischen Generikahersteller. Zum Gegenstand der Gesellschaft zählen die Herstellung, Verpackung und die Versendung sowie die Einfuhr von pharmazeutischen Erzeugnissen in verarbeitetem und unverarbeitetem Zustand. Zu den Kunden in dem über 130 Länder umfassenden Vertriebsgebiet zählen im Wesentlichen zum Konzernverbund gehörende Gesellschaften und weitere Drittkunden. B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen in der Pharmaindustrie Die weltweite Pharmaindustrie ist sehr stark geprägt durch Umsatzverluste auslaufender Patente und einen stärker werdenden Preisdruck der Gesundheitssysteme. 2023 wird das Umfeld für die Pharmaindustrie nicht nur im Hinblick auf die Beschaffung von Vorprodukten schwieriger werden, sondern die Branche muss sich zudem auf eine Wachstumsdelle aufgrund des Endes der Corona Sonderkonjunktur einstellen. Als Konsequenz wird erwartet, dass die Wachstumsdynamik von 3 % in 2022 auf 1 % in 2023 sinkt, um sich dann in den Folgejahren auf 6 bis 8 % zu normalisieren. Sinkende Umsätze der Pharmabranche in 2023 sowie steigende Kosten haben die systembedingten Probleme im deutschen Markt zuletzt dramatisch verschärft. Die Branche steht vor der Rückkehr in ein neues Normal unter deutlich härter gewordenen Randbedingungen. In der Pharmazeutischen Industrie machen vor allem Generikaherstellern die stark gestiegenen Produktionskosten zu schaffen. Die Bundesregierung plant ein neues Anreizsystem, mit dem die Wirkstoffproduktion in der EU gestärkt werden soll. Um den Herausforderungen entgegenzuwirken, liegt der Fokus bei den Investitionen auf Automatisierung und Digitalisierung. (Quelle: www.pharma-food.de) Für die Aspen Bad Oldesloe GmbH hatten marktbedingte Nachfrageschwankungen bei einzelnen Produkten Auswirkungen auf Umsatz und Profitabilität. Aus teilweise unterbrochenen Lieferketten ergaben sich Preiserhöhungen für direktes Produktionsmaterial, welche in gewissem Umfang an Kunden weitergegeben werden konnten. Umgesetzte Preiserhöhungen bei ausgewählten Kunden haben zu einem positiven Effekt auf die Umsatzentwicklung beigetragen. 2. Finanzielle und nicht-finanzielle Kennzahlen Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt aufgrund der Einbindung in den südafrikanischen Mutterkonzern auf Basis von IFRS-Kennzahlen. Die wesentlichen Steuerungskennzahlen der Gesellschaft sind der Umsatz aus der Auftragsproduktion, das operative Ergebnis (EBIT bzw. Ergebnis vor Steuern und Zinsen) und die Umsatzrendite (operatives Ergebnis / produktionsbezogener Umsatz). Die relevanten Steuerungskennzahlen stellen sich im Geschäftsjahr 2022/23 wie folgt dar:
Qualität und Lieferzuverlässigkeit sind für das Werk von hoher Bedeutung. In beiden Bereichen zeigte die Aspen Bad Oldesloe GmbH im Geschäftsjahr 2022/2023 gute Werte. Die intern gesetzten Qualitätskennzahlen sind im Geschäftsjahr erreicht worden. Die Mengen- und Termintreue lag bedingt durch Einschränkungen bei der Kapazität und Materialverfügbarkeit bei 68 % (2021/22: 72 %). Hinsichtlich der Unfallrate für das Kalenderjahr 2022 konnte der Standort das Niveau gegenüber dem Vorjahr verbessern. In dem Beitragsausgleichsverfahren (BAV) der Berufsgenossenschaft (BG RCI) wurde Aspen Bad Oldesloe der BAV-Stufe 11 zugeordnet (2021 BAV Stufe 8, 2020 BAV Stufe 2, 2019 BAV-Stufe 3). Dieses ist verbunden mit einem 25 %igen Beitragszuschlag (10 % Beitragszuschlag im Jahr 2021, 20 % Beitragsnachlass im Jahr 2020, 15 % Beitragsnachlass im Jahr 2019). Es wurde Widerspruch eingelegt, eine Rückmeldung der BG ist noch nicht erfolgt. Der Arbeitssicherheit der Mitarbeiter wird eine sehr hohe Bedeutung zugemessen. Maßnahmen zur Verhinderung von Arbeitsunfällen und Meldung von Beinahe Unfällen dienen alle dem Zweck, den Mitarbeiter optimal zu schützen. Um die Sicherheit der Mitarbeiter und Umweltbelange noch besser zu unterstützen, werden regelmäßige Prüfungen und Pflichtschulungen in allen Bereichen des Unternehmens durchgeführt. Zur Reduktion der Energiekosten und des CO 2 -Ausstoßes wird bereits im siebten Geschäftsjahr erfolgreich ein Blockheizkraftwerk betrieben. Um aktuellen Risiken der Gasversorgung vorzubeugen, wird derzeit in den Anschluss des Werkes an Versorgung mit Flüssiggas investiert. 3. Geschäftsverlauf Wesentlich für den Geschäftsverlauf 2022/23 waren der Transfer neuer Produkte und die Vorbereitung weiterer Transfers und die Entwicklung neuer Produkte. Herausfordernde Faktoren waren das, gegenüber dem Budget, reduzierte Produktionsvolumen und die im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg stark angestiegene Inflation. Diesen Effekten konnte anteilig durch Kostenreduktion und die Weitergabe inflationärer Effekte an Kunden entgegengewirkt werden. Der potenziell schwierigen Energieversorgung wird weiter durch Investitionen in LPG Tanks und Photovoltaik weitgehend vorgebeugt. Als Produktionsbetrieb mit Auftragsfertigung reagiert die Gesellschaft auf die Bestellungen der Kunden und ist abhängig vom Markterfolg der verbundenen Unternehmen und Vertragspartner. Seit der Unternehmensgründung besteht eine eigene technische und vertriebliche Struktur mit der Aufgabe, das Kerngeschäft auszubauen. 4. Ertragslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 46,4 Mio. Einzelpackungen produziert (2021/22: 48,2 Mio. Einzelpackungen). Die daraus resultierenden Umsatzerlöse aus der Auftragsproduktion betragen 67,9 Mio. € (2021/22: 60,5 Mio. €) und unterteilen sich in Umsätze mit der Aspen Global Incorporated, Mauritius, (AGI) und Drittkunden. Der Umsatz setzt sich aus der Berechnung von lokaler Produktionsleistung, lokal eingekauftem Material und dem Wirkstoff zusammen. Die Berechnung des Wirkstoffs für Drittkunden entfällt teilweise, da dieser bei der Mehrheit der Produkte bereitgestellt wird. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz aus der Auftragsproduktion bedingt durch Preissteigerungen an. Die Personalaufwendungen sind projektbedingt und durch Dienstleistungen leicht höher als im rein operativen Geschäftsbetrieb. Dienstleistungen wurden im Rahmen eines gruppeninternen Abkommens weiterbelastet. Die Tariferhöhung vom Januar 2023 wirken sich negativ auf das Ergebnis aus. Dagegen konnten durch geänderte Parameter der Bewertung der Pensionsrückstellungen ein positiver Effekt erzielt werden. Das operative Ergebnis (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) beträgt -0,1 Mio. € (2021/22: -6,8 Mio. €). Der Jahresfehlbetrag nach Steuern beläuft sich auf -0,9 Mio. € (2021/22: -11,7 Mio. €). Wesentliche ergebnisbeeinflussende Faktoren im Geschäftsjahr 2022/23 waren:
5. Vermögens- und Finanzlage Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag 68 % (Vorjahr 66 %). Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag unverändert mit einem Intercompany-Darlehen von 10,0 Mio. € sowie über Cash-Pooling finanziert. Die Bilanzsumme hat sich von 118,6 Mio. € auf 128,9 Mio. € erhöht. Die Vermögensstruktur der Gesellschaft wird mit 79,3 Mio. € (Vorjahr 78,6 Mio. €) durch das Anlagevermögen geprägt. Die Anzahl der zum Geschäftsjahresende Beschäftigten in Höhe von 439 (2021/22: 452) verringert sich im Vergleich zum Vorjahr leicht. Dies resultiert im Wesentlichen aus einer zeitlichen Verzögerung bei der Neubesetzung von offenen Vakanzen. 6. Investitionen Die Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 7,1 Mio. € beinhalten im Wesentlichen Erweiterungsinvestitionen im Produktionsbereich. Der Wert liegt oberhalb der laufenden Abschreibungen (5,3 Mio. €), so dass das Anlagevermögen im Geschäftsjahr zunahm. Der Gesamtzustand des Anlagevermögens ist dank der Investitionen und der guten Instandhaltung weiter auf hohem Niveau. 7. Vergleich des tatsächlichen Geschäftsverlaufs mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf Die Budgetplanung für das Geschäftsjahr 2022/23 ging von einem Produktionsvolumen von ca. 53,4 Mio. Packungen bei einem Umsatz von 71,4 Mio. € aus. Das operative Ergebnis war mit -5,6 Mio. € avisiert und die Umsatzrendite mit -7,8 % geplant. Das budgetierte Produktionsvolumen lag um 7,0 Mio. Einzelpackungen über dem tatsächlichen Produktionsvolumen. Die Abweichung zum Budget lässt sich im Wesentlichen durch den Nachfragerückgang eines Produktes, verzögerter Transfers neuer Produkte sowie Lieferschwierigkeiten von Lieferanten für Produktionsmaterialien begründen. Der aktuelle produktionsbezogene Umsatz reduzierte sich entsprechend zum Volumen. Der Volumenverlust wurde teilweise kompensiert durch eine nicht prognostizierte Anpassung der Produktpreise für den Konzern und Kosteneinsparmaßnahmen im Bereich der Fixkosten. Die produktionsbezogenen Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2022/23 lagen mit 67,9 Mio. € bedingt durch das reduzierte Volumen unter der Prognose. Das operative Ergebnis beträgt -0,1 Mio. € und stellt sich damit gegenüber der Prognose sowie im Vergleich zum Vorjahr erheblich verbessert dar. Das Ergebnis wurde positiv unterstützt aufgrund einer nicht budgetierten Anpassung des intercompany mark up in Höhe von 5,6 Mio. €. Die Umsatzrendite liegt bei -0,1 % und konnte gegenüber der Budgetplanung auch signifikant verbessert werden. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. Chancen-und Risikobericht Die Gesellschaft hat in den vergangenen Jahren negative Ergebnisse erzielt. Sie befindet sich derzeit in einem Transformationsprozess. Dieser beinhaltet im Wesentlichen: laufende Produkttransfers für lokal anwendbare Anästhetika in Kombination mit Investitionen in Abfüll- und Verpackungsanlagen sowie die Geschäftserweiterung im Bereich steriler Lösungen in Kombination mit Investitionen in ein neues Gebäude und eine Anlage zu deren Fertigung. Die Amortisationsphase dieser Investitionen startet verzögert, erst nach dem alle regulatorischen Freigaben erfolgt sind. Weitere Maßnahmen sind die Überprüfung und Neuverhandlung der Profitabilität des Produktportfolios im Bereich der Lohnherstellung und verhandelte Einsparmaßnahmen in den Personalkosten. Auf Basis der eingeleiteten Maßnahmen geht die Geschäftsführung von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit wurde von der Aspen Pharmacare Holdings Ltd am 13. Dezember 2022 zugunsten der Gesellschaft eine Patronatserklärung mit qualifizierter Rangrücktrittsvereinbarung abgegeben. Die Aspen Pharmacare Holdings verpflichtet sich danach gegenüber der Gesellschaft zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit i. S. d. §§ 17, 19 InsO dafür Sorge zu tragen, dass diese finanziell und kapitalmäßig so ausgestattet wird, dass sie jederzeit in der Lage ist, alle Zahlungsverpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern bei Fälligkeit zu erfüllen. Die auf 40,0 Mio. € limitierte Patronatserklärung erlischt jederzeit, nach schriftlicher Vereinbarung, sofern und insoweit die Gesellschaft im Beendigungszeitpunkt nicht überschuldet (§ 19 InsO) oder zahlungsunfähig (§ 17 InsO) ist oder dies durch die Beendigung dieser Vereinbarung wird. Nach Ablauf dieses Datums können aus dieser Erklärung keine Ansprüche mehr hergeleitet werden. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft ist daher bis zum Erreichen nachhaltig positiver Ergebnisse von der Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung durch die Muttergesellschaft abhängig. Andere bestandsgefährdende Risiken sind zurzeit nicht ersichtlich. Die Risikovorsorge nimmt einen immer größeren Raum in der Unternehmensführung und in der Berichterstattung ein. Im sensiblen Pharmaumfeld wird sehr intensiv an der Minimierung von Risiken gearbeitet. Eine Vielzahl von unterschiedlichen Kontrollen und Maßnahmen dient der Erkennung und Beseitigung von potenziellen Gefahren. Stellvertretend hier zu nennen sind: Liefersicherheit, Qualitätskontrolle, Feuer- und Versicherungsschutz, Umweltverträglichkeitsprüfungen, Iso-Zertifizierungen und Managementkontrollen. Die Ergebnisse der genannten Kontrollen fließen in den standardisierten Risikomanagementprozess des Werkes ein und werden dort entsprechend einer Risikomatrix bewertet. Allesamt dienen diese internen oder von Externen durchgeführten Zertifizierungen dem Ziel, das Unternehmen für Störungen weniger anfällig zu machen, sehr früh neue Risiken zu erkennen und rechtzeitig Gegensteuerungsmaßnahmen zu ergreifen. Nachfrageänderungen oder auslaufende Lieferverträge können zu Anpassungen in der strategischen Ausrichtung bei den Kunden führen. Dieses kann durch ein reduziertes Produktionsvolumen zu einem Anstieg der Produktpreise führen. Dieses Risiko wird mitigiert durch verschiedene Produkttransfer- und Entwicklungsprojekte, aus denen ein zukünftiger Volumenanstieg zu erwarten ist. Weiterhin arbeitet das Werk permanent an Kostensenkungen im Bereich der Produktivitätsverbesserung und der Reduzierung der Materialkosten. Dem Risiko auslaufender Kundenverträge wird durch eine frühzeitige Verhandlungsaufnahme entgegengewirkt. Preisbedingt kann es zu einem Wechsel bei Wirkstofflieferanten kommen. Dabei können die Produkteigenschaften leicht variieren. Zusätzlicher Aufwand ist dann notwendig, um die gleiche Produktqualität sicherzustellen und nachzuweisen. Die Qualitätskennzahlen werden im Werk monatlich vom Management verfolgt. Auch wenn der Import von Rohstoffen und unfertigen Leistungen und der Export von Fertigerzeugnissen einen großen Umfang einnehmen, sind Währungsrisiken sehr begrenzt, da der ganz überwiegende Teil des Zahlungsverkehrs in Euro abgewickelt wird. Das Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird als gering angesehen. Die Umsätze und die damit verbundenen Forderungen verteilen sich zu 68 % auf den Konzern und zu weiteren 32 % auf zwei Großkunden zu denen bereits seit mehreren Jahren eine etablierte Lieferbeziehung besteht. Perspektivisch wird die Gesellschaft 75 % des Umsatzes mit dem Konzern generieren. Im Rahmen der verbesserten Auslastung bestehender Kapazitäten und strategischen Wachstumsziele wird jedoch aktiv am Ausbau der externen Kundenstruktur gearbeitet. Die Höhe von leistungsorientierten Altersversorgungszusagen ist abhängig vom Zinsniveau. Der Barwert der Pensionsverpflichtungen steigt mit fallendem Zinsniveau und unterliegt somit dem Zinsänderungsrisiko. Diesem Risiko wird zum Teil durch die Finanzierung der Pensionszusagen über Contractual Trust Agreements (CTAs) bzw. Rückdeckungsversicherungen entgegengewirkt. Die Risiken und Auswirkungen aus dem Russland-Ukraine-Krieg, beispielsweise Kosten- und Preissteigerungen, lassen sich nur schwer einschätzen. Chancen ergeben sich für die Gesellschaft immer wieder durch die Gewinnung von Neugeschäft innerhalb der Aspen-Gruppe, bei Drittkunden und auch am Markt durch die Übernahme von bereits eingeführten Arzneimitteln. Dabei kommt den Produktionskosten, der Liefersicherheit und der Produktqualität eine entscheidende Bedeutung zu. Die kontinuierliche Verbesserung der Leistungsdaten und der Kostensituation sind eine wesentliche Voraussetzung, um Chancen am Markt nutzen zu können. 2. Prognose Das erwartete Geschäftsergebnis wird stark vom Volumen, der Durchführung der Projekte und Vorbereitungen auf den Produktionsstart neuer Produkte, der stetigen Verbesserung der Leistungszahlen und der Möglichkeit, Preissteigerungen an den Kunden weiterzugeben, abhängen. Das Produktionsvolumen wird im kommenden Geschäftsjahr voraussichtlich bei ca. 57,0 Mio. Packungen liegen. Die Anzahl der Produktionsmitarbeiter wird dem Volumenanstieg entsprechend erhöht. Die Kosten werden inflationsbedingt das operative Ergebnis beeinflussen. Gründe hierfür sind der für Januar 2024 erwartete Tarifabschluss der Chemischen Industrie, Abschreibungen aus erhöhter Investitionstätigkeit und erhöhte Kosten während der Einführungsphase neuer Produkte. Die geplanten operativen Investitionen werden überwiegend in Ersatzinvestitionen stattfinden und über den laufenden Abschreibungen liegen. Aus den aufgeführten Gründen plant die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023/24 einen produktionsbezogenen Umsatz in Höhe von 79,7 Mio. € und ein operatives Ergebnis von -3,5 Mio. €. Die daraus resultierende Umsatzrendite ergibt sich mit -4,4 %. In den nächsten 12 Monaten ist ein Volumenanstieg aus Produkttransferierungen geplant. Durch den momentan zu beobachtenden Trend eines starken Rückgangs der Erzeugerpreise wird mit einem positiven Einfluss auf Zukaufmaterialien gerechnet. (Quelle: destatis.de) Zusammen mit Initiativen zur Stabilisierung der Fixkostenstruktur wird erwartet, das operative Ergebnis weiter verbessern zu können.
Bad Oldesloe, den 26. Oktober 2023 Die Geschäftsführung Lorraine Hill Dr. Elisabeth Perrin Auftragsbedingungen, Haftung und VerwendungsvorbehaltWir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. |
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