Fritz-Jochen Weber Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Uwe Bretzinger seit 26.7.2017 | Geschäftsführer |
Marco Oliver Hertel seit 19.4.2010 | Prokura |
Sascha Collin seit 23.11.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 90.00% | |
| 10.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NetPlans GmbHEttlingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage a. Ertragslage b. Finanzlage c. Vermögenslage 3. Finanzielle Leistungsindikatoren 4. Gesamtaussage III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht I. Grundlagen des UnternehmensDie NetPlans GmbH ist ein global agierender Managed Service Provider, der sich auf innovative Cloud Lösungen mit einer eigenen Business Cloud in Deutschland spezialisiert hat. Die von uns angebotenen IT-Services basieren aus den Erfahrungen seit unserer Gründung im Jahr 1998 und der Tätigkeit als klassisches IT-Systemhaus, das stetig in neue Technologien investiert hat. Das NetPlans 360° IT-Portfolio verankert eine stabile IT-Architektur mit den Schwerpunkten Cloud, Security, Infrastructure sowie Datacenter. Durch eine herstellerunabhängige Beratungsphilosophie garantieren wir immer neutrale und bestmögliche Unterstützung. Ein konsistentes Unternehmensleitbild schafft Raum für engagierte IT-Pioniere, ihr volles Potenzial zu entfalten und gewährleistet die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte und Lösungsstrategien. Unsere Kunden beschleunigen täglich die Innovationskraft, deren langfristige Zufriedenheit und Erfolge unser Leistungsantrieb sind. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenKonjunktur Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 Prozent. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen haben die Konjunktur gedämpft. Hinzu sind ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland gekommen. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung ist im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich verlaufen. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe, ohne Baugewerbe, ist insgesamt deutlich um 2,0 Prozent zurückgegangen. Entscheidend dafür ist eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung gewesen. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, ist im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus gewesen (-0,4 Prozent). Positive Impulse sind hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau gekommen. Dagegen sind Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut gesunken, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich, neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel, insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen gewesen. Dagegen ist die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert worden. Insgesamt hat das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 Prozent erreicht. Die meisten Dienstleistungsbereiche haben ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten können und die Wirtschaft im Jahr 2023 gestützt. Der Anstieg ist aber insgesamt schwächer ausgefallen als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs hat der Bereich "Information und Kommunikation" mit einem Plus von 2,6 Prozent verzeichnet. Er hat damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte angeknüpft. Der Bereich "Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit" (+1,0 Prozent) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 Prozent) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ist die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich "Handel, Verkehr und Gastgewerbe" um 1 Prozent zurückgegangen. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 Prozent oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor gewesen und somit so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung hat 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zugenommen. Hinzu ist eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung gekommen. Diese positiven Effekte haben die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels überwogen. Der Beschäftigungsaufbau hat 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen stattgefunden. Branche Die ITK-Branche konnte auch im Jahr 2023 ein weiteres Wachstum der Umsätze von 210,7 auf 215,6 Milliarden EUR verzeichnen. Die Informationstechnik erzielte einen Umsatz von 143,4 Milliarden EUR gegenüber 139,8 Milliarden EUR im Vorjahr, wobei sich das Marktvolumen mit IT-Hardware von 55,0 Milliarden EUR auf 51,6 Milliarden EUR reduzierte. Die Umsätze mit Software erhöhten sich von 37,9 Milliarden EUR auf 42,5 Milliarden EUR und mit IT-Services von 47,0 Milliarden EUR auf 49,3 Milliarden EUR. Im Jahr 2023 hat die ITK-Branche 28.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Damit setzte sich der Arbeitsplatzaufbau auch im Jahr 2023 weiter fort. Dieser hätte noch höher ausfallen können, wenn sich nicht der IT-Fachkräftemangel weiterhin als Hemmschuh erweisen würde. Nach dem KPMG Cloud-Monitor für 2023 setzen mittlerweile 97 Prozent der deutschen Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten Cloud-Lösungen ein. Die meisten Unternehmen nutzen dabei hybride Modelle, bei denen Public- und Private-Cloud-Dienste parallel eingesetzt werden. So lassen sich Workloads je nach Anforderungen auf die geeignete Umgebung verteilen. Zugleich sind hybride Modelle aber komplexer zu steuern. 82 Prozent verfolgen eine Multi-Cloud-Strategie, um auf mehr als einen Anbieter zu setzen. Der Ansatz Cloud-First wird zum Standard: Inzwischen verfolgt über die Hälfte der Unternehmen (57 Prozent) diese Strategie - ein Jahr zuvor waren es nur 40 Prozent. Auch Cloud-Only ist auf dem Vormarsch. 16 Prozent setzen auf diese Strategie (Cloud-Monitor 2022: 9 Prozent). Das Hauptaugenmerk bei der Cloud-Nutzung liegt derzeit auf einer sichereren IT: Sechs von zehn Unternehmen wollen mit ihrer Cloud-Strategie die IT-Sicherheit steigern. Dieses Ergebnis zeigt das hohe Sicherheitsbedürfnis in Zeiten geopolitischer Spannungen und zunehmender Cyberangriffe. Straftaten im Bereich Cybercrime liegen lt. dem Bundeslagebild Cybercrime 2023 des Bundeskriminalamtes in Deutschland weiter auf einem hohen Niveau. Das zeigt sich insbesondere mit Blick auf Cyberstraftaten, die zu Schäden in Deutschland führen, jedoch aus dem Ausland oder von einem unbekannten Ort aus verübt werden. Die Zahl dieser sogenannten Auslandstaten steigt seit ihrer Erfassung im Jahr 2020 kontinuierlich an - 2023 um 28% gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Auslandstaten im Phänomenbereich Cybercrime übersteigen damit erneut die der Inlandstaten, also jene Cyberstraftaten, bei denen Deutschland gleichermaßen Handlungs- und Schadensort ist. Die Inlandstaten stagnieren auf hohem Niveau (134.407 Fälle bzw. -1,8% gegenüber 2022). Cybercrime richtet jedes Jahr einen hohen wirtschaftlichen Schaden an. Laut Erhebung des Branchenverbandes Bitkom e. V. lagen die im Jahr 2023 direkt durch Cyber-Angriffe verursachten gesamtwirtschaftlichen Schäden bei 148 Milliarden Euro. Insgesamt war die hohe Bedrohungslage für das Jahr 2023 geprägt von hacktivistischen DDoS-Kampagnen und einer Vielzahl an Ransomware-Angriffen, die teils weitreichende Auswirkungen auf IT-Supply-Chains (dt. IT-Lieferketten) hatten. 2. Geschäftsverlauf und LageDie NetPlans GmbH befand sich auch im Geschäftsjahr 2023 auf Wachstumskurs. So konnten die Umsatzerlöse um 22,6 % (Vj + 21,4 %) gesteigert werden. Das Jahresergebnis konnte deutlich um TEUR 825 auf TEUR 2.149 erhöht werden. Der Umsatzanstieg beruht vor allem auf der Entwicklung in den folgenden Sparten: "Hardware und Projektgeschäft" (+ 22,7 %), "Cloud-Computing" (+7,2 %), "Lizenzen" (+ 35,2 %) und "Dienstleistungen" (+ 14,0 %). Mit diesen 4 Sparten wurden im laufenden Jahr 94,4 % (Vj. 94,2 %) des Gesamtumsatzes erzielt. Die Anzahl der Managed Service- und Cloud Verträge konnte mit 315 neu abgeschlossenen Verträgen weiter ausgebaut und somit langfristige Kundenbeziehungen gefestigt werden. a) Ertragslage
Das Rohergebnis stieg um TEUR 3.289 bzw. 21,8 % (Vj. TEUR 1.441 bzw. 10,5 %) auf nunmehr TEUR 18.452. Die Erhöhung konnte vor allem in den Geschäftsbereichen "Hardware und Projektgeschäft", "Lizenzen" und "Dienstleistungen" erzielt werden, die sich zu unserer großen Zufriedenheit positiv entwickelt haben. Die Personalaufwandsquote reduzierte sich von 61,9 % auf nunmehr 59,6 % im Verhältnis zum Rohergebnis. Grund für den Rückgang ist das verbesserte Verhältnis von Umsatzwachstum zum Lohnanstieg. Die Materialaufwandsquote im Verhältnis zur Gesamtleistung blieb mit 61,2 % (Vj. 61,3 %) nahezu konstant. Der sonstige Betriebsaufwand erhöhte sich um TEUR 437 auf TEUR 3.295. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf höheren Mietaufwendungen (+ TEUR 137), um TEUR 103 gestiegenen Fuhrparkkosten und höherem Werbeaufwand (+ TEUR 123). Aufgrund der verbesserten Personalaufwands- und Betriebsaufwandsquote in Relation zum Rohergebnis konnte das Betriebsergebnis spürbar um TEUR 1.163 auf TEUR 3.417 gesteigert werden, das sich letztendlich im Anstieg des Jahresergebnisses um TEUR 825 auf nunmehr TEUR 2.149 widerspiegelt. b) Finanzlage Die Finanzlage wird weiterhin als gut eingeschätzt. Der Cashflow im engeren Sinne (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) beträgt im Berichtsjahr TEUR 2.870 (Vj. TEUR 1.963). Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus den Kreditlinien können die notwendigen Investitionen finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber bedient werden. Zum Stichtag bestehen Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 3.681 (Vj. TEUR 3.359). c) Vermögenslage
Das Anlagevermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um TEUR 18. Die Zugänge betrafen vorwiegend Fahrzeuge und Investitionen in die Cloud. Dabei stehen den Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 745 (Vj. TEUR 1.366) andererseits Abgänge in Höhe von TEUR 6 (Vj. TEUR 75) sowie Abschreibungen in Höhe von TEUR 721 (Vj. TEUR 639) gegenüber. Bei den kurzfristen Vermögenswerten ist ein Anstieg von TEUR 881 zu verzeichnen. Dieser beruht im Wesentlichen auf einen Anstieg des Debitorenbestandes um TEUR 583. Demgegenüber gab es eine Verringerung des Vorratsbestandes um TEUR 340. Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen konnten aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements auch im Geschäftsjahr niedrig gehalten werden. Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf TEUR 4.504 (Vj. TEUR 2.640). Die Eigenkapitalquote liegt bei 38,4 % (Vj. 25,2 %). Die vorhandenen Kontokorrentlinien wurden, wie bereits im Vorjahr, nicht beansprucht. Die langfristigen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 275 verringert, da Investitionen aus Eigenmitteln getätigt wurden. Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten ist ein Rückgang um TEUR 352 auf nunmehr TEUR 7.125 festzustellen. Der Rückgang ist hauptsächlich auf geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. 3. Finanzielle LeistungsindikatorenBei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf Umsatzentwicklung und Entwicklung des EBT. Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen EBT und abgerechnete Stunden pro technischen Mitarbeiter heran. Der Anstieg der Umsätze im Vergleich zum Vorjahr übertraf mit 22,6 % unsere Erwartungen aus dem Vorjahr (16,0 %). Beim EBT konnte ebenfalls eine deutliche Erhöhung von 62,9 % erzielt werden (unsere konservative Schätzung lag bei 15,0 %). 4. GesamtaussageUnsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist ebenfalls gut. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. III. PrognoseberichtFür 2024 kündigt der Digitalverband Bitkom für die Unternehmen der IT und Telekommunikation (ITK) im deutschen Markt ein Umsatzplus von 4,3 Prozent auf 224,8 Milliarden Euro an. Für 2025 wird ein Wachstum auf ähnlichem Niveau in Höhe von 4,7 Prozent auf 235,4 Milliarden Euro erwartet. Einzelne Segmente, wie zum Beispiel die Umsätze mit Unterhaltungselektronik (minus 7,5 Prozent) oder Desktop-PCs (minus 1,5 Prozent), schrumpfen hingegen. Der von Bitkom und ifo Institut erstellte Digitalindex lag im Juni bei 7,9 Punkten. Er notiert damit weiter über dem ifo Geschäftsklimaindex für die Gesamtwirtschaft, der mit minus 6,3 Punkten im negativen Bereich verharrt. "Die Digitalbranche entwickelt sich 2024 in einem schwierigen Umfeld insgesamt stabil. Massive politische Eingriffe in den Markt, Krisen und ungelöste Fragen in der Ampel-Koalition sorgen allerdings für Verunsicherung", sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. Wintergerst verweist unter anderem auf Kriege und Konflikte in der Ukraine und in Nahost, die anstehenden Wahlen in den USA und einen drohenden Handelskonflikt mit China. "Geopolitik und Weltwirtschaft sind stark in Bewegung. Die Bundesregierung muss auf zusätzliche Verunsicherung durch Markteingriffe und unverhältnismäßige Regulierung verzichten. Innovationsförderung, Bürokratieabbau und Digitalisierung gehören ins Zentrum der restlichen Legislaturperiode. Ein gleichermaßen verständlicher wie verlässlicher politischer Kurs und Planungssicherheit sind so wichtig wie schon lange nicht mehr. Das betrifft auch die Investitionen der öffentlichen Hand in die Digitalisierung des Staats und seiner Verwaltungen. Trotz schwieriger Bedingungen entstehen in der Bitkom-Branche weiterhin neue Arbeitsplätze. Im laufenden Jahr werden es voraussichtlich 29.000 sein, im kommenden Jahr sollen dann sogar knapp 47.000 hinzukommen. Damit würden Ende 2025 1,41 Millionen Menschen in der Bitkom-Branche beschäftigt sein, 2005 waren es noch 810.000. "Auch wenn einzelne Unternehmen zuletzt Arbeitsplätze abbauen mussten: Die Digitalbranche ist Deutschlands stärkster Job-Motor. Die Beschäftigung könnte sogar noch höher sein, wenn es ausreichend Fachkräfte gäbe, denn vielfach sind Unternehmen nicht in der Lage, freie Stellen zu besetzen", so Wintergerst. Innerhalb der Bitkom-Branche gibt es eine große Spreizung zwischen den einzelnen Segmenten. Das größte Wachstum kann wie in den Vorjahren die Informationstechnik verbuchen. Nach aktueller Prognose werden 2024 mit IT 151,2 Milliarden Euro umgesetzt. Das entspricht einem Plus von 5,4 Prozent. Am stärksten wachsen dabei die Umsätze mit Software (+9,8 Prozent auf 46,6 Milliarden Euro). Besonders stark legen die Umsätze von Plattformen für die Entwicklung, das Testen und die Bereitstellung von Software zu (+12,8 Prozent auf 12,6 Milliarden Euro). Künstliche Intelligenz wächst innerhalb dieses Segments massiv um 39,2 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Ebenfalls stark legen die Geschäfte mit Software für die Systeminfrastruktur von Unternehmen (+8,4 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro) zu. Sicherheits-Software steht dabei mit plus 12,7 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro an der Wachstumsspitze. Mit sonstigen Software-Anwendungen werden 23,5 Milliarden Euro erzielt, ein Plus von 8,8 Prozent. Überdurchschnittlich zulegen können in diesem Bereich Kollaborations-Tools, also Anwendungen zur Zusammenarbeit und zum mobilen Arbeiten, mit denen 1,3 Milliarden Euro umgesetzt werden, 15,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Umsätze mit IT-Dienstleistungen steigen im laufenden Jahr um 4,5 Prozent auf 51,6 Milliarden Euro.Bei der IT-Hardware wird nach einem Umsatzrückgang im vergangenen Jahr wieder ein leichtes Wachstum von 2,8 Prozent auf 53,0 Milliarden Euro erwartet. Allerdings gibt es im Hardware- Segment sowohl Bereiche, die sehr viel stärker wachsen als auch solche, die leicht schrumpfen. Starkes Wachstum gibt es insbesondere im Bereich Infrastructure-as-a-Service, also bei gemieteten Servern, Netzwerk- und Speicherkapazitäten. Auch die Nachfrage nach Sicherheitstechnologien wächst weiter überdurchschnittlich, in diesem Jahr um 4,1 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Nach einem Wachstumsknick im Nachgang der Corona-Pandemie drehen jetzt auch die Umsätze mit PCs (plus 1,1 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro) und Workstations (plus 2,4 Prozent auf 0,9 Milliarden Euro) wieder leicht ins Plus. Die Umsätze mit Servern sind einem leichten Minus von 0,3 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro noch nicht wieder im schwarzen Bereich. "Bei der IT-Hardware sehen wir immer noch die Auswirkungen des Nachfrageschubs während der Corona-Jahre, aber der Markt normalisiert sich zusehends", so Wintergerst. "Die Integration von KI in die Hardware wird hier in den kommenden Jahren für zusätzliche Investitionen sorgen." Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass sich im Geschäftsjahr 2024 die Umsatzerlöse auf ähnlicher Höhe wie im Vorjahr bewegen werden. Das EBT erwarten wir ebenfalls auf einem ähnlichem Niveau. IV. Chancen- und RisikoberichtChancen Die NetPlans GmbH agiert auf einem Markt, der sich seit Jahren mit stabilen Wachstumsraten auszeichnet. Von den prognostizierten Umsatzrückgängen im klassischen Desktop-PC Bereich sind wir nicht betroffen, da wir uns auf Managed Services und Cloud Computing fokussiert haben. In diesen beiden Bereichen können wir seit Jahren kontinuierliche Wachstumsraten erzielen und eine höhere Fixkostendeckung realisieren. Risiken Unser Risikomanagement umfasst den Abschluss branchenüblicher Versicherungen, wie z.B. IT-Betriebshaftpflichtversicherung, Cyberriskversicherung, Forderungsausfallversicherung und Sachversicherungen. Zur Sicherstellung der Liquidität werden erhaltene Eingangsrechnungen bei reinen Warenlieferungen umgehend an die Kunden weiterberechnet und größere IT-Projekte sofort bei Fertigstellung abgerechnet. Wir verfolgen ein intensives Debitorenmanagement, das zum einen unsere Liquidität sicherstellt und zum anderen unsere Forderungsausfälle in einem niedrigen Rahmen hält. Da wir ausschließlich projektbezogene Bestellungen bei unseren Lieferanten vornehmen, verfügen wir i.d.R. nur über einen geringen Vorratsbestand und damit auch über kein Wertminderungsrisiko. Eine Herausforderung bleibt weiterhin der Wettbewerb um IT-Fachkräfte. Wir begegnen diesem Risiko durch eine hohe Ausbildungsquote, einer attraktiven Arbeitgebermarke und regelmäßigen Fortbildungen unserer Mitarbeiter.
Ettlingen, 4. November 2024 NetPlans GmbH Geschäftsführung Sascha Collin Uwe Bretzinger BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke in dieser Stelle gemacht. Die Gesellschaft ist unter der Firma NetPlans GmbH mit Sitz in Ettlingen im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim HRB 362502 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren (im Wesentlichen) unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (3 bis 8 Jahre) um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze abgeschrieben. Soweit steuerlich zulässig, wird für bewegliche Anlagegüter die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Zur linearen Methode wird in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt, übergegangen. Die übrigen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Dabei werden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt werden. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 34 (Vj. TEUR 27). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Vertriebsprovisionen, Mitarbeiterzulagen, Urlaubsansprüche, Gewährleistungsansprüche und ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 14 (Vj. TEUR 421) und resultieren aus einer Gewinnausschüttung. Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnissen Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich ausschließlich um Dauerschuldverhältnisse aus Leasing-, Miet-, Pacht- und Wartungsverträgen, die zum Abschlussstichtag bestanden haben. Die Wartungsverträge dienen der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes. Bei den geleasten Sachanlagen handelt es sich im Wesentlichen um Fahrzeug-Leasing. Durch die abgeschlossenen Verträge erfolgt keine Ausweitung der Fremdfinanzierung und kein Liquiditätsentzug zum Investitionszeitpunkt, allerdings erfolgt der Liquiditätsabfluss kontinuierlich über die Laufzeit der Verträge. Demgegenüber stehen Planungssicherheit und ein aktueller technischer Stand. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in folgender Höhe:
Die Miet- und Leasingverträge enden spätestens 2033. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Bei den periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 9) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Überzahlungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 1) enthalten. Sonstige Angaben Geschäftsführung Zu Geschäftsführern mit Einzelvertretungsbefugnis sind bestellt: Herr Sascha Collin (Vertrieb und Marketing) Herr Uwe Bretzinger (Finanzen/Rechnungswesen und Personal) Gesamtbezüge der Geschäftsführung Hinsichtlich der Angaben zu den Geschäftsführervergütungen wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 157. Geschäfte mit nahen stehenden Unternehmen und Personen Alle wesentlichen Geschäfte mit nahen stehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten, über die zu berichten wäre. Gewinnverwendung/GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 2.149.445,84 auf neue Rechnung vorzutragen.
Ettlingen, 4. November 2024 gez. Sascha Collin gez. Uwe Bretzinger Geschäftsführung sonstige BerichtsbestandteileEntwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2023
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 04.11.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NetPlans GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NetPlans GmbH, Ettlingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NetPlans GmbH, Ettlingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Müllheim, 15. November 2024 Regio
Audit GmbH
Lang, Wirtschaftsprüfer Schmelzle, Wirtschaftsprüfer |
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