Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 94296
Eingetragen
28.9.2004
Branche
Stationäre Einrichtungen zur psychosozialen Betreuung, SuchtbekämpfungAmbulante Betreuungsdienste für Menschen mit BehinderungSonstige soziale Betreuung von Menschen mit Behinderung
Gegenstand
Zweck der Gesellschaft ist die Förderung des Wohlfahrtswesens insbesondere im Bereich der sozialen und psychosozialen Versorgung sowie der Behinderten- und Suchthilfe. Der Zweck gemäß Absatz 1 wird insbesondere durch folgende Tätigkeiten verwirklicht, die zugleich den Gegenstand der Gesellschaft bilden: - Versorgung psychisch kranker und geistig behinderter Menschen - Aufbau und Betrieb von ambulanten, komplementären, rehabilitativen, teilstationären und stationären Projekten - Beteiligung an der regionalen bezirklichen Versorgungsverpflichtung - Förderung und Unterstützung von Projekten und Aktionen zum Abbau von Vorurteilen und Stigmata gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen oder mit geistiger Behinderung - Errichtung von verbindlichen Kooperationsstrukturen sowie Beteiligung an Projekten und Aktionen anderer gemeinnütziger Träger und Einrichtungen des öffentlichen Rechts mit gleichgerichteten Zielen hauptsächlich in den Berliner Bezirken Reinickendorf und Mitte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Felix Kersten
seit 15.11.2023
Geschäftsführer
Marion Locher
seit 31.1.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

Daten zu Gesellschaftern mit Minderheitsbeteiligung (natürliche Personen) sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Träger gGmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.927,50 11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.976.239,65 6.059
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.573,00 5
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 148.143,25 164
6.128.955,90 (6.228)
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 13
6.136.883,40 (6.252)
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 135.534,05 108
2. Geleistete Anzahlungen 11.230,35 1
146.764,40 (109)
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 557.256,98 454
2. Sonstige Vermögensgegenstände 431.528,30 180
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 137.484,38 (Vorjahr: T€ 120) 988.785,28 (634)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.782.068,46 2.920
4.917.618,14 (3.663)
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.732,34 21
11.066.233,88 9.936

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200
II. Kapitalrücklage 704.302,02 704
III. Gemeinnützig gebundene Rücklage 3.795.657,06 2.959
4.699.959,08 (3.863)
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 317.100,00 315
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.369.001,44 4.467
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 120.412,53 112
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 108.455,61 64
4. Sonstige Verbindlichkeiten 715.850,70 389
davon 5.313.720,28 (5.032)
- aus Steuern: € 80.802,88 (Vorjahr: T€ 90)
- im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 23.497,51 (Vorjahr: T€ 18)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 735.454,52 726
11.066.233,88 9.936

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für 2023

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 13.059.397,74 12.516
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 26.754,22 4
3. Sonstige betriebliche Erträge 144.064,47 138
4. Materialaufwand Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.809.957,98 -1.594
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.033.085,26 -7.826
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.709.391,01 -1.681
- davon für Altersversorgung: € 77.004,72 (Vorjahr: T€ 77) -9.742.476,27 (-9.507)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -139.865,03 -138
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -631.493,21 -713
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 40,13 0
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -65.739,18 -67
10. Ergebnis nach Steuern 840.724,89 639
11. Sonstige Steuern -3.956,27 -4
12. Jahresüberschuss 836.768,62 635
13. Einstellung in die Gemeinnützig gebundene Rücklage -836.768,62 -635
14. Bilanzgewinn 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Tz A 1 Der Jahresabschluss der Träger gGmbH für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt im Berichtsjahr die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft. Bei Erstellung des Anhangs wurde von der größenabhängigen Erleichterungsvorschrift des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die Träger gGmbH mit Sitz in Berlin wird beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) unter der Registernummer HRB 94296 B geführt.

Tz A 2 Die Form der Darstellung, insbesondere der Gliederung des Jahresabschlusses, entspricht den gesetzlichen Regelungen. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) vorgenommen. Aus Gründen der Klarheit wurde der Bilanzposten Eigenkapital um den zusätzlichen Unterposten "Gemeinnützig gebundene Rücklage" erweitert.

Tz A 3 Die Grundsätze und Methoden der Gliederung und Bewertung wurden beibehalten.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Tz A 4 Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihren Nutzungsdauern von drei bis fünf Jahre um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Tz A 5 Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt. Es wird nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Tz A 6 Die Bestände des Vorratsvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert bewertet.

Tz A 7 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von T€ 9 (Vorjahr: T€ 9), rd. 2% der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen, gebildet worden. Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 89 wurden als Mietsicherheit verpfändet.

Tz A 8 Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 32 wurden als Mietsicherheiten verpfändet. Für Guthaben in Höhe von T€ 84 besteht eine Verfügungsbeschränkung aufgrund von vereinnahmten Kautionen.

Tz A 9 Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite der Bilanz Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Tz A 10 Als gezeichnetes Kapital wurde das Stammkapital entsprechend dem Gesellschaftsvertrag ausgewiesen

Tz A 11 Die Kapitalrücklage beinhaltet den Überschuss des Vermögens des zum 1. Januar 2004 umgewandelten Vereins, soweit dieser das Stammkapital der Träger gGmbH übersteigt (§ 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB), vermindert um die Jahresfehlbeträge der Jahre 2004, 2005 und 2007 bis 2012.

Tz A 12 Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 837 ab. Auf Vorschlag der Geschäftsführerin und des Geschäftsführers wurde der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in die Gemeinnützig gebundene Rücklage eingestellt.

Tz A 13 Ein Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wird in Höhe der erhaltenen Zuwendungen zum Erwerb von Gegenständen des Anlagevermögens, vermindert um Auflösungen entsprechend der Nutzungsdauer der Anlagegegenstände, gebildet.

TzA 14 Die Sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Tz A 15 Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag bewertet.

TzA 16 Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde in Höhe der für kommende Perioden vorausgezahlten Vergütungen gebildet.

3. Erläuterungen zur Bilanz nach § 285 HGB

TzA 17 Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage I zum Anhang zu diesem Anhang dargestellt.

Tz A 18 Im Berichtsjahr wurde die RPK REHA - Reinickendorf - Spandau gGmbH, an deren Stammkapital in Höhe von € 75.000,00 die Träger gGmbH in Höhe von 20 % beteiligt war, liquidiert. Gemäß der Liquidationsschlussbilanz zum 7. Dezember 2023 weißt die Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2023 bis 07.12.2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von € 1.275,05 aus. Für die anteilige gehaltene 20-prozentige Beteiligung in Höhe von € 13.241,58 erfolgte die Schlussauskehrung am 06.12.2023 in Höhe von € 9.664,93, der Restbetrag in Höhe von € 3.576,65 wurde als Abgangsverlust unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Tz A 19 Sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 137 (Vorjahr: T€ 119) haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr (geleistete Kautionen sowie Instandhaltungsrücklage an WEG-Anteilen).

Tz A 20 Das Gezeichnete Kapital beträgt € 200.000,00.

Tz A 21 Die Sonstigen Rückstellungen wurden für Urlaubsansprüche (T€ 70), Abgeltung von Mehrarbeitszeiten (T€ 122), Rückbauverpflichtungen (T€ 88) Archivierung von Unterlagen (T€ 10) sowie für Jahresabschlusserstellungs-, Prüfungs- und Steuererklärungskosten (T€ 27) gebildet.

Tz A 22 Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind einschließlich der Angaben zur Besicherung im Verbindlichkeitenspiegel als Anlage II zum Anhang zu diesem Anhang dargestellt.

Tz A 23 Eventualverbindlichkeiten bestehen am Bilanzstichtag nicht.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Tz A 24 In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden keine zusammengefassten Posten ausgewiesen.

Tz A 25 Außerordentliche Erträge und Aufwendungen liegen nicht vor.

5. Sonstige Angaben

Tz A 26 Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 227 (Vorjahr: 229).

Tz A 27 Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9a) und b) HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 verzichtet.

Tz A 28 Als Geschäftsführende waren Frau Marion Locher, Dipl. Sozialpädagogin, und Herr Felix Kersten, Dipl. Volkswirt, bestellt.

 

Berlin, 21.06.2024

gez. Marion Locher, Geschäftsführerin

gez. Felix Kersten, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

(Anlagenspiegel)

Anschaffungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.209,48 120,11 0,00 54.329,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.946.829,34 0,00 0,00 6.946.829,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.971,85 0,00 0,00 6.971,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 504.409,14 38.029,92 0,00 542.439,06
7.458.210,33 38.029,92 0,00 7.496.240,25
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 13.241,58 0,00 -13.241,58 0,00
7.525.661,39 38.150,03 -13.241,58 7.550.569,84
Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.565,98 2.836,11 0,00 46.402,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 887.979,69 82.610,00 0,00 970.589,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.526,85 872,00 0,00 2.398,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 340.748,89 53.546,92 0,00 394.295,81
1.230.255,43 137.028,92 0,00 1.367.284,35
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.273.821,41 139.865,03 0,00 1.413.686,44
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.927,50 10.643,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.976.239,65 6.058.849,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.573,00 5.445,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 148.143,25 163.660,25
6.128.955,90 6.227.954,90
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 13.241,58
6.136.883,40 6.251.839,98

Entwicklung der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023

(Verbindlichkeitenspiegel)

Laufzeit
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
31.12.2023 Vorjahr 31.12.2023 Vorjahr 31.12.2023 Vorjahr
T€ T€ T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 99.557,23 98 412.956,56 407 3.856.487,65 3.962
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 120.412,53 112 0,00 0 0,00 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 108.455,61 64 0,00 0 0,00 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 632.006,24 312 83.844,46 77 0,00 0
davon
- aus Steuern: (80.802,88) (90) (0,00) (0) (0,00) (0)
- im Rahmen der sozialen Sicherheit: (23.497,51) (18) (0,00) (0) (0,00) (0)
960.431,61 586 496.801,02 484 3.856.487,65 3.962
Summe davon gesichert
31.12.2023 Vorjahr 31.12.2023
T€ T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.369.001,44 4.467 4.369 *)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 120.412,53 112 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 108.455,61 64 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 715.850,70 389 0
davon
- aus Steuern: (80.802,88) (90) (0)
- im Rahmen der sozialen Sicherheit: (23.497,51) (18) (0)
5.313.720,28 5.032 4.369

*) Die Besicherung erfolgt durch Grundpfandrechte sowie die Abtretung von Miet- und Pachtzinsforderungen.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Wirtschaftsleistung hat in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr abgenommen. Für das Jahr 2024 wird ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,2 Prozent erwartet. Im Jahr 2023 stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland im Jahresdurchschnitt um 5,9 % im Vergleich zu 2022. Die Teuerung für das Jahr 2023 wurde von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen prägte.

Im Land Berlin wurden im Jahr 2023 die Verhandlungen zum Berliner Rahmenvertrag für die Eingliederungshilfe fortgeführt. Wesentlicher Inhalt ist die Neustrukturierung der Vergütungssystematik. Ein Ergebnis ist nicht vor 2025 zu erwarten. Für das jahr 2025 sind Haushaltskürzungen angekündigt, welche auch den Bereich der Eingliederungshilfe betreffen können.

II. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf

Das Jahr 2023 war geprägt durch eine Vielzahl von personellen Wechseln an zentralen Positionen der Organisation.

Matthias Rosemann schied zum 31.5. aus der Träger gGmbH aus. Als langjähriger Geschäftsführer des Trägers tragen alle Bereiche und Angebote sowie das Leitbild und die vermittelte Haltung seine Handschrift. Er wurde im Juni im Rahmen eines Sommerfestes feierlich verabschiedet und bleibt dem Träger sehr verbunden.

Neben Marion Locher wurde Felix Kersten, seit 2013 Leiter des Bereichs Organisation und Verwaltung, zum 1.6.2023 als weiteres Mitglied der Geschäftsführung berufen.

Im Bereich Menschen mit einer geistigen Behinderung ging die langjährige Bereichsleiterin in den Ruhestand und wurde feierlich verabschiedet. Als Nachfolgerin wurde eine Kollegin benannt, die bereits im Wohnheim in Alt-Reinickendorf arbeitete und nun gemeinsam mit der stellvertretenden Leiterin den Bereich verantworten und gestalten wird.

Darüber hinaus ging im Bereich Reinickendorf Ost die ebenfalls langjährige fachliche Anleitung in den Ruhestand. Als Nachfolgerin konnten wir eine angehende psychologische Psychotherapeutin gewinnen.

Im Bereich Sucht konnte die vakante Stelle der stellvertretenden Leitung besetzt werden, so dass die Leitung des Bereichs nun wieder vollständig ist.

Im Bereich Tegel verließ die Leiterin den Bereich auf eigenen Wunsch. Trotz intensiver Suche, konnte die Stelle erst im Frühjahr 2024 besetzt werden. In der Zwischenzeit verantwortete die stellvertretende Leiterin den Bereich alleine und konnte glücklicherweise auf stabile Strukturen zurückgreifen, so dass dies gut gelang.

Ebenfalls in der zentralen Verwaltung ergaben sich personelle Veränderungen. In der Buchhaltung wurde eine zweite Kollegin eingestellt und in der Personalstelle wurde die Stelle einer Kollegin, die sich beruflich verändern wollte, erfolgreich nachbesetzt.

Die Einführung der Dokumentationssoftware PAPP konnte im Jahr 2023 abgeschlossen werden. Die Erweiterung der Anwendung für die Rechnungslegung wird für das Jahr 2024 angestrebt.

a. Entwicklung der Bereiche

Bereich für Menschen mit einer geistigen Behinderung

In der besonderen Wohnform ist die Platzzahl seit 1.1.2023 um vier Plätze auf 26 reduziert worden. Dies führte zu einer neuen Vergütungsvereinbarung auf der Grundlage eines neuen Konzeptes, dass von der Fachverwaltung eingefordert worden ist. Ebenso wurde ein Gewaltschutzkonzept für die Einrichtung verlangt; das trägerweite Gewaltschutzkonzept war nicht ausreichend. Im Zuge des Platzabbaus erfolgte auf der 1. Etage ein Umbau für den Bürobereich der Bereichsleitung und -verwaltung. Die bisherigen Büroräume im Erdgeschoss werden künftig für die Leitung und Verwaltung des Bereichs West zur Verfügung stehen.

Weiterhin gestaltet sich die Personalakquise für den Bereich schwierig, da auch langjährige Mitarbeitende in Ruhestand gegangen sind, deren Nachbesetzung große Probleme bereitet. Die Schichtarbeit an sieben Tagen ist wenig attraktiv für jüngere Menschen. In diesem Zuge werden derzeit alle bisherigen Strukturen überprüft, inwieweit die Arbeit attraktiver gestaltet werden kann, zum Beispiel in dem mehr Zeit mit den Klient*innen für Außenaktivitäten zur Verfügung steht.

Bereich für Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung

In der Wohnstätte begann eine Diskussion mit den Kolleg*innen über die Zukunftsperspektiven der Einrichtung. Hintergrund ist, dass der Mietvertrag im Juni 2026 endet. Mit einer darüberhinausgehenden Verlängerung können wir derzeit nicht planen.

Im APD Sucht blieb die Anzahl der Klient*innen weiterhin relativ konstant. Leider hatte das Team durch langzeiterkrankte Kolleg*innen eine erhöhte Belastung. Hinzu kam, dass zwei unbesetzte Stellen lange Zeit nicht besetzt werden konnten. Für den Bereich erreichen uns leider nur wenige Bewerbungen, von denen die überwiegende Zahl keine Fachkräfte sind.

Bereiche für Menschen mit einer psychischen Erkrankung

Reinickendorf Ost

Für das bereits seit längerem geplante Projekt "Osthafen" für psychisch kranke obdachlose Menschen konnte im Spätsommer eine Immobilie angemietet werden. Für die Ausstattung und Umbaumaßnahmen haben wir bezirkliche Gelder im Rahmen des Netzwerkes der Wärme erhalten. Da diese Gelder nur bis zum 31.12.23 bewilligt waren, musste sehr schnell die Einrichtung geplant und gekauft werden. Hierzu haben wir die ehemalige Fachanleitung des Bereiches mit einen Minijob wieder beschäftigt, da sie das Konzept für das Projekt entwickelt hat. Auch sollte sie dem neu entstehenden Team die Idee und die nötigen Informationen zur Verfügung stellen, da sie in einem früheren Angebot, dem Betreuungsteam, mitgearbeitet hat, welches auch für dieses Klientel konzipiert war.

Waidmannslust

Für die Mitarbeitenden konnte die Bürosituation deutlich verbessert werden, da im gleichen Haus Raum frei wurde. Die Vermieter kamen auf uns mit dem Angebot einer freiwerdenden Wohnung zu und das zu einem sehr günstigen Gewerbemietpreis. Auch die notwendigen Renovierungen wurden vom Vermieter übernommen.

In der Villa Frohnau sind erstmals alle Zimmer vermietet worden. Die dort lebenden Menschen sind sowohl vom Alter als auch von den Beeinträchtigungen sehr heterogen, was zuweilen eine Herausforderung für die Mitarbeiter*innen ist. In dem Projekt geben wir oft Praktikant*innen die Möglichkeit, die ambulante psychiatrische Arbeit mit allen Facetten kennenzulernen. Dadurch kam es im letzten Jahr zu einer Anstellung im Rahmen eines Werkstudentenvertrages.

Tegel

Im Bereich Tegel stellte sich durch den Weggang der Leiterin die Aufgabe, die Strukturen und Abläufe vor Ort kurzfristig anzupassen und entsprechende Unterstützung für die Kolleg*innen und die stellvertretende Leiterin bereit zu stellen.

West und Soziotherapie

Im Bereich West, welcher seit 2022 neben dem Team West, ein weiteres Team (Team Finsterwalder Straße) umfasst, steht die Integration des Teams Finsterwalder Straße und die Vernetzung mit dem Team West im Mittelpunkt. Ziel ist es, die gegenseitige Unterstützung der Teams zu verankern. Im Team Finsterwalder Straße gab es zudem viele personelle Wechsel und lang andauernde krankheitsbedingte Ausfälle, so dass dieses Team sich neu finden musste.

Derzeit sind aufgrund des Wegganges einer Mitarbeiterin aus Altersgründen noch drei Soziotherapeutinnen tätig. Eine weitere Soziotherapeutin wird im Spätsommer 2024 in den Ruhestand gehen, so dass derzeit aufgrund der Defizite geprüft wird, wie und ob die Weggänge kompensiert werden können. Die Nachfrage nach Soziotherapie ist weiterhin hoch. Leider sind die Krankenkassen nicht bereit, die tatsächlichen Kosten zu tragen und es finden aktuell erneut Verhandlungen für das Jahr 2024 statt.

b. Entwicklung der Einnahmen

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 haben sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 4,3 % auf 13.059.397,74 EUR erhöht (Vorjahr: 12.515.597,97 EUR). Für die Leistungsangebote der Eingliederungshilfe wurde die Vergütung für das Jahr 2023, außer für das Wohnheim für Menschen mit einer geistigen Behinderung, auf Antrag pauschal um 4 % gesteigert.

Im Bereich Menschen mit einer geistigen Behinderung sind die Einnahmen um 4,7 % auf 2.738 TEUR gestiegen (Vorjahr 2.615 TEUR). Die Vergütung für das Wohnheim wurde aufgrund der Platzzahländerung neu verhandelt.

Im Übergangswohnheim sind die Einnahmen um 5,8 % auf 1.328 TEUR gesunken (Vorjahr 1.408 TEUR). Die Auslastung ist um 6,1 % gesunken.

In der Wohnstätte am Schillerpark sind die Einnahmen um ca. 4,5 % auf 1.715 TEUR gesunken (Vorjahr 1.796 TEUR). Ursächlich ist hier ebenfalls eine geringere Auslastung.

Im ambulanten Bereich sind die Einnahmen um ca. 9,4 % auf 7.108 TEUR gestiegen (Vorjahr 6.496 TEUR). Die Anzahl der Betreuungstage hat sich hier um 4,2 % erhöht.

Im Bereich der Soziotherapie sind die Einnahmen insgesamt auf 128 TEUR gestiegen (Vorjahr 119 TEUR).

C. Vermögenslage

Das Anlagevermögen in Höhe von insgesamt 6.137 TEUR (Vorjahr 6.252 TEUR) umfasst im Wesentlichen das Grundstück und das Gebäude in Alt-Reinickendorf 45, 46 in Höhe von 5.428 TEUR (Vorjahr 5.495 TEUR), Anteile an der WEG Namslaustraße 15 in Höhe von 545 TEUR (Vorjahr: 556 TEUR), andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 148 TEUR (Vorjahr: 164 TEUR).

Das Umlaufvermögen in Höhe von insgesamt 4.918 TEUR (Vorjahr: 3.663 TEUR) setzt sich im Wesentlichen aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 557 TEUR (Vorjahr: 454 TEUR), Sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 432 TEUR (Vorjahr: 180 TEUR) sowie dem Kassenbestand einschließlich Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 3.782 TEUR (Vorjahr: 2.920 TEUR) zusammen.

Das Eigenkapital wird zum Stichtag in Höhe von 4.700 TEUR ausgewiesen. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 837 TEUR entspricht dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres.

Die Rückstellungen in Höhe von 317 TEUR (Vorjahr: 315 TEUR) beinhalten im Wesentlichen die Rückstellungen für den Personalbereich von 192 TEUR sowie Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von 88 TEUR.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von 5.314 TEUR (Vorjahr: 5.032 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 4.369 TEUR (Vorjahr: 4.467 TEUR), Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 120 TEUR (Vorjahr: 111 TEUR) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 108 TEUR (Vorjahr: 64 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus einer Kreditaufnahme im Jahr 2020 zum Zweck der Finanzierung der Immobilie Alt-Reinickendorf 45,46. In der Immobilie befinden sich das Wohnheim für Menschen mit einer geistigen Behinderung und die Geschäftsstelle.

Als Passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Stichtag vereinnahmte Zahlungen (fast ausschließlich der Kostenträger) in Höhe von 735 TEUR (Vorjahr: 727 TEUR) ausgewiesen, soweit sie Leistungszeiträume nach dem Abschlussstichtag betreffen.

d. Finanzlage

Der nach DRS 21 ermittelte Cashflow war im Geschäftsjahr 2023 mit 862 TEUR positiv. Hierbei beliefen sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit auf 1.055 TEUR, der Cashflow aus der Investitionstätigkeit auf -29 TEUR und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit auf -164 TEUR.

Von den Bankguthaben sind Beträge in Höhe von 32 TEUR als Mietsicherheit verpfändet. Für Bankguthaben in Höhe von 84 TEUR besteht eine Verfügungsbeschränkung aufgrund von vereinnahmten Kautionen.

Die Träger gGmbH war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

e. Personal

Die Mitarbeiter*innen der Träger gGmbH, mit Ausnahme der Nachtbereitschaftskräfte, werden nach der Entgeltordnung des Tarifvertrags der Länder im öffentlichen Dienst (TV-L) in der für Berlin geltenden Fassung, vergütet. Die Grundlage dafür ist eine Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat unserer Organisation. Diese Vergütungsregelung wird auch seitens des Landes Berlin für das Betreuungspersonal anerkannt. Grundsätzlich darf bei einer Vergütungsverhandlung auf der Rechtsgrundlage des neuen SGB IX die Anwendung dieses Tarifvertrags nicht als unwirtschaftlich abgelehnt werden.

Die Verträge mit den Nachtbereitschaftskräften sind an den Vorgaben des Bundes-Mindestlohngesetzes orientiert. Nach einer Neufassung des Berliner Mindestlohngesetzes wird jede Stunde der Nachtbereitschaft (auch während der Schlafphasen) mit dem gesetzlichen Mindestlohn nach den Vorgaben des Landes Berlin vergütet.

Insgesamt waren im Jahr 2023 durchschnittlich 227 Mitarbeitende bei der Träger gGmbH beschäftigt. Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 235 TEUR auf 9.742 TEUR.

f. Investitionen und Instandhaltung

In den Besonderen Wohnformen wurden Instandhaltungsmaßnahmen in Höhe von 59 TEUR durchgeführt. In vermietetem Wohnraum wurden bereichsübergreifend Arbeiten zur Renovierung und Instandhaltung in Höhe von 12 TEUR durchgeführt, in Büroräumen in Höhe von 58 TEUR.

Darüber hinaus wurden im Jahr 2023 keine nennenswerten Investitionen oder Instandhaltungen getätigt.

g. Qualitätsmanagement

Der Schwerpunkt des Bereichs des Qualitätsmanagements lag in diesem Jahr weiterhin in der Erstellung und Überarbeitung von Prozessen im Hinblick auf ein den Qualitätsstandards der ISO 9001:2015 entsprechendes QM-System. Darüber hinaus war die Aktualisierung bestehender Prozesse und der Erhalt der Zertifizierungsreife zentral.

Wesentlich überarbeitet wurden die Inhalte Umgang mit Aggression und Gewalt und das Thema Mietangelegenheiten. Aktuell laufende Qualitätszirkel befassen sich mit den Themenfeldern Aktenführung und Dokumentation, Arbeitszeiterfassung, Archivierung und Datenschutz im Bewerbungsverfahren.

In Planung befindet sich weiterhin eine grundlegende Neustrukturierung des QM-Handbuches, mit dem Ziel einer gesteigerten Nutzungsfreundlichkeit. Zu diesem Zweck wird voraussichtlich in 2024 eine neue Software eingeführt.

Es konnten neue Kolleg*innen als Auditor*innen, welche unsere internen Audits vornehmen können, gewonnen werden.

Zusammenfassung und Bewertung der wirtschaftlichen Situation

Die wirtschaftliche Situation der Träger gGmbH ist wie in den Vorjahren stabil. Um dies dauerhaft sicherzustellen, werden regelmäßig Vergütungsverhandlungen mit dem Land Berlin für den Bereich der Eingliederungshilfe geführt, um insbesondere die erhöhten Personalkosten zu refinanzieren. Die nächste Verhandlung wird absehbar für das Jahr 2025 erfolgen.

Vor dem Hintergrund einer sparsamen Wirtschaftsführung, insbesondere in allen Bereichen, die nicht unmittelbar den Hilfen für die von uns begleiteten Menschen dienen, konnte, außer im Bereich der Krankenkassen finanzierten Leistungen, ein positives Ergebnis erzielt werden.

Der Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 836.768,62 EUR übertrifft die Prognose des Wirtschaftsplans, der davon ausging, dass das Geschäftsjahresergebnis 2023 unter dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 liegen wird. Die Planung wurde zu einem Zeitpunkt erstellt, zu dem die Erhöhung der Entgelte für 2023 noch nicht feststand. Darüber hinaus war die Auslastung besser als geplant. Der Jahresüberschuss von 836.768,62 EUR wurde den Rücklagen zugeführt.

III. Zukünftige Entwicklungen mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1. Chancen und Risiken

Es ist zu erwarten, dass die Sparmaßnahmen im Haushalt des Landes Berlin den Spielraum auch im Bereich der Eingliederungshilfe beschränken und künftige Verhandlungen mit dem Land Berlin erschweren.

Zudem ist die Lage auf dem Wohnungsmarkt weiterhin sehr angespannt, insbesondere für Wohnraum, der ökonomisch für unsere Klient*innen und Angebote in Frage kommt. Wir unternehmen vielfache Anstrengungen, den Wegfall von Wohnraum zu kompensieren und neuen Wohnraum anzumieten und stehen dabei in direkter Konkurrenz zu anderen Leistungsanbietern, z.B. zu Angeboten für wohnungslose und geflüchtete Menschen.

Eine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt für Fachkräfte in sozialen Berufen ist ebenfalls nicht absehbar. Wir verstärken unsere Aktivitäten im Bereich Personalakquise, werben für die Attraktivität des Berufsfeldes insgesamt und modernisieren unsere interne Infrastruktur, um den Kolleg*innen weiterhin eine gute und wertschätzende Arbeitsumgebung zu bieten. Auch hier stehen wir in direkter Konkurrenz zu anderen Leistungserbringern.

2. Maßnahmen

Auf Bezirks- und Landesebene nehmen wir an Gremien teil, um auf die politischen Entscheidungen Einfluss nehmen zu können, in dem wir unsere Erfahrungen und unsere Expertise zur Verfügung stellen. Darüber hinaus engagieren wir uns in einer Vielzahl von Arbeitsgruppen im Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin, insbesondere hinsichtlich der anstehenden Verhandlungen zum Berliner Rahmenvertrag und eines neuen Vergütungssystems.

Wir bemühen uns um die rechtzeitige Verlängerung unserer Mietverträge und die Sicherung der Finanzierung durch die Kostenträger. Bei der Suche nach neuen Objekten oder Ersatz setzen wir auf den direkten Kontakt zu den bezirklichen Entscheider*innen, beauftragen punktuell jedoch auch Makler*innen. Darüber hinaus sind wir Mitglied der Genius eG geworden, um von der Expertise und dem Netzwerk der Genossenschaft zu profitieren und unsere Erfahrungen und unser Engagement einzubringen.

Weiterhin werden wir in die Qualifizierung unserer Mitarbeitenden investieren und uns im Kompetenz-Verbund mit anderen Organisationen unter der Führung von VIA-Berlin engagieren. Zusätzlich bieten wir Inhouse-Schulungen zu aktuell auftretenden Fragen an. Auch die Erneuerung der IT-Infrastruktur, die zunehmende Nutzung der Dokumentationssoftware sowie beginnende Aktivitäten im Bereich Social Media sind Initiativen, die zur Erhöhung der Attraktivität der Träger gGmbH als Arbeitgeber beitragen können. Wir haben zudem unsere Präsenz bei Jobmessen verstärkt und nehmen direkt Kontakt zu Hochschulen auf.

3. Wirtschaftlicher Ausblick

Die Organisation befindet sich in einer wirtschaftlich stabilen Situation. Vor dem Hintergrund, dass wir die Zahl der Klient*innen stets in Übereinstimmung mit der nachzuweisenden Personalvorgabe halten müssen, ist diese Situation auch nicht grundsätzlich gefährdet. Die Planungs- und Kontrollinstrumente, die wir dazu einsetzen, haben sich als verlässlich erwiesen.

Weiterhin betreibt die Träger gGmbH ihrer Grundhaltung folgend keine aktive "Kundenbindung". Die Nutzung unserer Angebote und Leistungen ist von der Zuweisung von Klient*innen durch die Partner in den Bezirken abhängig. Daher entzieht sich unsere Belegung weitestgehend unseren Steuerungsmöglichkeiten. Insofern beschränken sich unsere Möglichkeiten Kostendeckung und Wirtschaftlichkeit zu erreichen auf die Anpassung der personellen Ressourcen an die Auslastung bzw. Inanspruchnahme unserer Angebote.

Wir planen, das Jahr 2024 mit einem Jahresüberschuss abzuschließen, der jedoch deutlich unter dem Jahresüberschuss des Jahres 2023 liegt.

 

Berlin, 21. Juni 2024

gez. Marion Locher, Geschäftsführerin

gez. Felix Kersten, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Träger gGmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Träger gGmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Träger gGmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 1. August 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Bert Franke, Wirtschaftsprüfer

gez. Ingo Fehlberg, Wirtschaftsprüfer

HRB 94296

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 5. September 2024 festgestellt.

Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses

Der Jahresüberschuss wird in die gemeinnützig gebundene Rücklage eingestellt.

Nachrichten & Medien

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