Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 144358
Vorher
Blitz 02-050 GmbHAvery Dennison Zweckform Office Products Europe GmbH
Eingetragen
12.9.2002
Branche
Herstellung von Schreibwaren und Bürobedarf aus Papier, Karton und PappeHerstellung von BüromöbelnEinzelhandel mit Schreib- und Papierwaren, Schul- und Büroartikeln
Gegenstand
Vertrieb von Erzeugnissen für den Bürobedarf, insbesondere von Formularbüchern, Blöcken, Zeiplanern, Etiketten einschließlich Etikettier-Software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nicole Kincer
seit 11.4.2022
Prokura
Peter Sperl
seit 31.7.2013
Geschäftsführer
Prokura
Claudia Lioumbas
seit 31.7.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
CCL Label A/SDNK
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Avery Zweckform GmbH

Valley, OT Oberlaindern

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Avery Zweckform GmbH, Valley, OT Oberlaindern

Grundlagen der Gesellschaft

Avery Zweckform GmbH (im Folgenden Avery Zweckform genannt) ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Syrinx Holding Germany GmbH in Holzkirchen, diese wiederum ist ein Tochterunternehmen des kanadischen Konzerns CCL Industries Inc. (CCL), den weltweit führenden Beschichter von Haftetiketten und Folien für Verpackungslösungen und industrielle Anwendungen. Das Büroartikel-Geschäft wird unter dem Markennamen "Avery" als berichtspflichtiger Bereich der CCL-Gruppe geführt.

In Deutschland wird das Büroartikel-Geschäft als Avery Zweckform GmbH mit Sitz in Valley, OT Oberlaindern eigenständig und unabhängig geführt.

Die Avery Zweckform GmbH ist führend bei innovativen Technologien und Produktlösungen rund um PC-bedruckbare Medien sowie Geschäfts- und Formularbücher. Unter seinen Erfolgsmarken Avery Zweckform, Z-Design und Chronoplan bietet das Unternehmen in Deutschland an die 2.000, vorwiegend über den Handel vertriebene Produkte für die professionelle und individuelle Arbeit im Büro und zu Hause an. Zusätzlich bietet das Unternehmen individuelle Druck- und Konfigurations-Dienstleistungen für Etiketten über das Internet an. Die Gesellschaft ist Marktführer bei Büroetiketten und Formularbüchern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Firmensitz ist Valley, OT Oberlaindern, südlich von München. Das Unternehmen produziert überwiegend am deutschen Firmenstandort.

Forschung und Entwicklung

Avery Zweckform investiert kontinuierlich in Produkt- und Marktforschung und in die Optimierung bestehender als auch in die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, um den Nutzern bestmögliche Qualität auf dem aktuellen Stand anbieten zu können. Dabei liegt ein Fokus zunehmend auf online-gestützten Angeboten und Lösungen, um der allgemeinen Marktentwicklung im digitalen Zeitalter gerecht zu werden. Zudem steht vermehrt die Nachhaltigkeit der Produkte und ihrer Lieferketten im Vordergrund, indem verwendete Rohstoffe, Verpackungsmaterialien und logistische Bewegungen optimiert werden, um den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens und seiner Produkte kontinuierlich zu verbessern.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3 % unter dem Jahr 2022. Laut der Destatis-Pressemitteilung Nr. 066 vom 23. Februar 2024 konnte sich der Dienstleistungssektor insgesamt gut behaupten und auch die Konsumausgaben haben sich nach der sehr schwierigen Jahreswende 2022/23 etwas erholt, allerdings haben anhaltende Rückgänge bei den Bau- und Ausrüstungsinvestitionen und ein rückläufiges Exportgeschäft zu einem insgesamten Rückgang der Wirtschaftsleistung geführt.

Bezogen auf die Entwicklung der PBS (Papier, Büro und Schreibwaren)-Branche im Jahr 2023 hat der Handelsverband Büro und Schreibkultur mit einer Pressemitteilung vom 27.01.2024 kommuniziert, dass 2023 ein nominales Umsatzwachstum von 1,6 % erreichte wurde, dieses Wachstum jedoch primär auf Preissteigerungen zurückzuführen ist, die sich insbesondere bei Papierprodukten bemerkbar machten. Ein positiveres Marktbild zeigen Handels-Paneldaten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zu den Verkaufszahlen traditioneller Büroartikel in Deutschland, wonach die Umsätze von Januar bis September 2023 wertmäßig um 4% gestiegen sind, allerdings bei rückläufigen Verkaufsmengen im höheren einstelligen Prozentbereich. Mithin bestätigen die GfK-Zahlen die Aussage des Handelsverbandes, wonach spürbare Preiserhöhungen im Rahmen der starken Inflation entscheidend zum Marktwachstum beigetragen haben.

Allgemeiner Geschäftsverlauf

Avery Zweckform konnte im Berichtsjahr die Netto-Handelsumsätze um 2,6% gegenüber dem Vorjahr steigern und damit der zuvor skizzierten PBS-Marktentwicklung insgesamt folgen. Ebenfalls der Branchenentwicklung folgend, kam das Umsatzwachstum aus Preiserhöhungen, wohingegen die Mengen im mittleren einstelligen Prozentbereich rückläufig waren. Unter Berücksichtigung der schwachen gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland im Jahr 2023 kann die Umsatzentwicklung im Berichtsjahr insgesamt als zufriedenstellend betrachtet werden.

Weiterhin zweistellig prozentuale Zuwächse im Direct-to-Consumer-Internetgeschäft mit Etiketten und Aufklebern und stabiles und gesundes Wachstum in modernen eCommerce-Kanälen des Handels waren die positiven Umsatztreiber im Berichtsjahr, während das Geschäft in den traditionellen PBS-Vertriebskanälen und in stationären Flächenmärkten weiter unter Druck war und nicht die Erwartungen erfüllen konnte.

Das Geschäft in den von Avery Zweckform belieferten Regionen hat sich im Berichtsjahr unterschiedlich entwickelt. Während das Inlandsgeschäft leicht gewachsen ist und sich das Exportgeschäft in Osteuropa und im mittleren Osten sehr positiv entwickelt hat, konnten die Umsätze in Österreich und der Schweiz nicht an das Vorjahr anschließen und waren in Summe leicht rückläufig.

Kostenseitig stand das Unternehmen im Berichtsjahr weniger unter Druck als noch in 2022. Die starken Auswirkungen der Inflation haben während des Berichtsjahres sukzessive nachgelassen und der Kostendruck konnte unterjährig durch Preisanpassungen im Markt weitergegeben werden. Dies gilt insbesondere für Material- und Energiekosten, während die Personalkosten aufgrund hoher Lohn- und Gehaltsabschlüsse weiterhin stark über den Vorjahren lag. In Summe lagen die inflationsbedingten Kostensteigerungen im niedrigen siebenstelligen Bereich.

Das im Unternehmen gebundene, operative Kapital lag zum Jahresende auf Vorjahresniveau. Dabei konnten die inflationsbedingt höher bewerteten Lagerbestände und notwendige Rückstellungsauflösungen durch ein sehr gutes Zahlungsmanagement mit Kunden und Lieferanten ausgeglichen werden. In Summe konnte Avery Zweckform im Berichtsjahr eine negative Kapitalbindung, und damit Kapitalüberschüsse im mittleren siebenstelligen Bereich, verzeichnen.

Zusammengefasst ist Avery Zweckform in wirtschaftlich und politisch herausfordernden Zeiten ein ertragsstarkes und solide finanziertes Unternehmen. Basierend auf einer starken Marke, breitem Marktzugang, loyalen und langjährigen Kundenbeziehungen, qualitativ und funktional hochwertigen Produkten, attraktiven Serviceangeboten, modernen Online- und eCommerce-Lösungen sowie einer stabilen und qualifizierten Belegschaft sieht sich das Unternehmen insgesamt gut aufgestellt.

Eine zunehmend wichtiger werdende Rolle spielt die ökologische, soziale und gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen. Dies gilt auch für Avery Zweckform. Durch den breiten Einsatz nachhaltig erzeugter Rohstoffe und Materialien aus Deutschland und europäischen Nachbarländern, der eigenen lokalen Produktion am Standort in Oberlaindern und den damit verbundenen kurzen Lieferwegen zu Lieferanten und Kunden weist Avery Zweckform bereits heute eine verantwortungsvolle Ökobilanz auf, wie Auditierungen durch externe Partner wiederkehrend zeigen. Die Umweltverantwortung spiegelt sich auch im angebotenen Produktportfolio wider, indem Produkte keine umwelt- oder gesundheitsschädlichen Bestandteile enthalten, überwiegend aus nachhaltig erzeugten oder wiederaufbereiteten Rohstoffen und Verpackungen bestehen und Restabfälle produktions- und verbraucherseitig problemlos der Kreislaufwirtschaft zugeführt werden können. Damit kommt das Unternehmen dem steigenden ökologischen Markt- und Verbraucherbewusstsein nach. Im Berichtsjahr wurden weitere Verbesserungen beim nachhaltigen Material- und Ressourceneinsatz und bei der Reduzierung des CO 2 Ausstoßes erzielt, indem vermehrt Rezyklatmaterialien eingeführt wurde. Auch der Bau einer Solaranlage am Standort wurde entschieden, die Mitte 2024 in Betrieb gehen und etwa 35% des gesamten Strombedarfes abdecken wird.

Für Avery Zweckform als Markenartikelunternehmen ist ein moderner und zeitgemäßer Marken- und Unternehmensauftritt von hoher Bedeutung für den langfristigen Geschäftserfolg. Aus diesem Grund hat das Unternehmen 2021 damit begonnen, die Markenpositionierung zu aktualisieren und den Markenauftritt neu zu entwickeln. Im Berichtsjahr wurden - bis auf das allgemeine europäische Webseiten-Layout - alle Online- und Offline-Kommunikationsmaterialien für Endverbraucher und Handel auf das neue Markendesign umgestellt. Die europäische Modernisierung des Webseiten-Auftritts wurde im Berichtsjahr konzeptionell und inhaltlich vorangetrieben und wurde zum Ende des ersten Quartals 2024 eingeführt.

Ausbau des hybriden Geschäftsmodells

Vor einigen Jahren hatte sich das Unternehmen dazu entschieden, sein bekanntes und etabliertes Geschäft mit Standard-Etiketten, die über den Handel vertrieben werden, durch neue, flexible, internet-gestützte Onlineangebote zu ergänzen und zu erweitern.

Damit folgt Avery Zweckform modernen Marktentwicklungen in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft, indem Verbraucher Etiketten einfach, schnell und individuell im Internet gestalten und kaufen können.

Mit diesem hybriden Geschäftsmodell, bestehend aus einem gut sortierten und breit distribuierten Sortiment an Standardprodukten, welches über verschiedene Groß- und Einzelhandelskanäle vertrieben wird, und mehreren Tausend individuell konfigurierbaren und frei gestaltbaren Etikettenvarianten im Internet, besitzt Avery Zweckform heute ein in der Form einzigartiges Angebot an digital gedruckten Etiketten und Aufklebern für kleine und mittlere Auflagen im deutschsprachigen Markt.

Im Berichtsjahr wurde das Etiketten- und Aufkleberangebot um neue Materialien und Formen erweitert und es wurden neu Freiformetiketten im Rahmen des Druckservices eingeführt. Des Weiteren wurde Polen als neuer Online-Markt systematisch erschlossen und ausgebaut. Unterstützt und begleitet wird der weitere Geschäftsausbau durch Google- und Social Media-Werbekampagnen sowie andere digitale Vermarktungsaktivitäten, um Bekanntheit und Nachfrage kontinuierlich zu steigern. Hierfür wendete das Unternehmen einen niedrigen siebenstelligen Betrag im Marketing auf.

Produktion, Technologie, ökologische Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung

Investitionsseitig wurden im Berichtsjahr verschiedene Instandhaltungs- und Modernisierungsinvestitionen am Standort getätigt, um die Sicherheit im Unternehmen zu erhalten und die Effizienz weiter zu steigern. Dazu zählen beispielsweise eine neue Pressanlage für Produktionsabfälle, ein neues maschinelles Hilfsmittel im Lager zur Förderung der Ergonomie bei der Beladung von Containern und ein neues Zeiterfassungs- und Türschluss-System am Standort. Zudem wurde mit der abschnittsweisen Sanierung des Daches der Produktionshalle begonnen, die im Jahr 2024 fortgesetzt werden wird, und in der IT wurde in neue Server-Anlagen investiert. Des Weiteren wurde mit Unterstützung des CCL-Mutterkonzern die Projektierung und Bestellung einer modernen, großen Solaranlage auf den Weg gebracht, die im zweiten Quartal 2024 installiert und in Betrieb genommen werden soll. Mit dieser Investition wird das Unternehmen ca. 35% seines jährlichen Strombedarfs zukünftig regenerativ vor Ort erzeugen und knapp 400 Tonnen CO 2 einsparen.

Zur Förderung der Elektromobilität wurden weitere e-Ladesäulen am Standort installiert und das Laden von Kraftfahrzeugen der Belegschaft wird mit attraktiven Flat rate-Modellen finanziell unterstützt.

Seiner sozialen Verantwortung ist das Unternehmen - wie bereits in den Vorjahren - dadurch nachgekommen, dass mehr als 20 behinderte Menschen der Oberland-Behindertenwerkstätten am Firmenstandort beschäftigt wurden. Diese benachteiligten Menschen sind vollständig am Standort integriert, nutzen Sozialeinrichtungen (z.B. Kantine) und erhalten sinnvolle Aufgaben im Produktionsumfeld wie z.B. das Verpacken von Artikeln. Das Unternehmen profitiert hierdurch von günstigen Kosten bei niederschwelligen Routineaufgaben.

Personal- und Sozialbereich

Avery Zweckform ist sich der Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern, deren Entwicklung, Gesundheit, Sicherheit und des weltweiten Standards für Arbeitsbedingungen bewusst.

Die Anzahl der Mitarbeiter verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig. Zum 31. Dezember 2023 waren 172 Mitarbeiter beschäftigt, im Vorjahr waren es 180 Mitarbeiter. Einzelne Personalanpassungen erfolgten im Rahmen der natürlichen Fluktuation.

Um der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung nach zunehmend flexiblen Arbeitsbedingungen, die sich den Lebensumständen der Mitarbeiter und ihrer Familien besser anpassen, Rechnung zu tragen, hat das Unternehmen im Berichtsjahr sein hybrides Arbeitsmodell an die Anforderungen angepasst und weiter zum Einsatz gebracht. Danach können Mitarbeiter in Unternehmensbereichen, wo dies möglich ist, bis zu zwei Tage mobil arbeiten, jeweils in enger Abstimmung mit Vorgesetzten und Kollegen.

Ein sehr wichtiger Wert ist die Integrität der Mitarbeiter, die der Geschäftstätigkeit mit Ehrlichkeit und unter Anwendung hoher ethischer Standards nachgehen. Jeder Mitarbeiter besitzt das globale CCL-Handbuch zur Geschäftsethik. Überall auf der Welt können CCL-Mitarbeiter ohne Bedenken Fragen stellen, Probleme zur Sprache bringen oder Verletzungen des Kodexes melden. Im Laufe des Berichtsjahres sind diesbezüglich keine Vorfälle bekannt geworden.

EHS-Politik

Im Rahmen der Corporate Policy "Environment, Health and Safety" verpflichtet sich das Unternehmen, alles Sinnvolle zu unternehmen, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten und die Umwelt zu schonen.

Diese Verpflichtung wird durch folgende Grundsätze konsequent verfolgt:

Konzentration auf die Vorbeugung und Minimierung von Umweltbelastungen und Gefahren am Arbeitsplatz

Einhaltung aller bindenden Verpflichtungen sowie die Integrierung und Umsetzung der ISO 14001 und ISO 45001 Managementsysteme

Berücksichtigung von Sicherheit und Umweltschutz bei Entwicklung, Produktion und Verkauf der Produkte

Einsatz von Kontrollmechanismen, Verfahren und Prozessen, die technisch einwandfrei und wirtschaftlich machbar sind

Schulung und Beteiligung der Mitarbeiter, um das Verständnis, die Umsetzung und Weiterentwicklung dieser Grundsätze in der gesamten Organisation sicherzustellen und die Unterstützung der Mitarbeiter bei der Verbesserung der Leistung des Unternehmens zu gewährleisten

Regelmäßige Überprüfung der Ziele, Politik und getroffenen Maßnahmen, um sicherzustellen, dass die Anforderungen an die EHS-Politik erfüllt sind

Aktive Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten, um das Engagement für eine bewusste Handlungsweise hinsichtlich Umwelt- und Arbeitsschutz anzuregen und zu fördern

Einsatz kontinuierlicher Verbesserungen, um ständig weiterentwickelte Prozesse in die Organisation zu integrieren

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Aufgrund der Zugehörigkeit der Gesellschaft zu einem internationalen Konzern wird die Planung des Unternehmens unter Berücksichtigung der Bilanzierungsvorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die wesentlichen Leistungsindikatoren, die zur internen Steuerung herangezogen werden, sind die Umsatzerlöse und das Operating Result (Ergebnis vor Zinsen und Steuern, ohne außergewöhnliche Einmaleffekte und Konzernumlagen).

Ertragslage

Bei der Planung für 2023 hinsichtlich Umsatz und Operating Result nach IFRS wurde das ursprüngliche Umsatzziel von 49.551 TEUR als auch das Operating Result von 10.240 TEUR aufgrund der unter Absatz "Allgemeiner Geschäftsverlauf" dargelegten Gründe nicht erreicht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung der Avery Zweckform GmbH entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:

Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 766 TEUR auf 49.292 TEUR (Vorjahr 48.526 TEUR). Die Gründe für den geringer als geplanten Umsatzanstieg werden im Absatz "Allgemeiner Geschäftsverlauf" ausführlich beschrieben.

Die Umsatzrentabilität liegt bei 12,71 % (Vorjahr 12,06 %).

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 51 TEUR auf 678 TEUR (Vorjahr 627 TEUR). Hauptsächlich bedingt durch höhere Erträge aus Währungskursdifferenzen.

Aufgrund von Kosteneinsparungen erhöhte sich der Materialaufwand lediglich um 312 TEUR auf 17.476 TEUR (Vorjahr 17.164 TEUR).

Der Personalaufwand erhöhte sich um 916 TEUR auf 12.825 TEUR (Vorjahr 11.909 TEUR). Die Inflationsrate betrug im Berichtsjahr 5,9% (Quelle: Statistisches Bundesamt), dies erforderte höhere Anpassungen im Lohn und Gehaltsbereich. Gegenüber dem Vorjahr wurden höhere Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligungen ausbezahlt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um 171 TEUR auf 9.999 TEUR (Vorjahr 10.170 TEUR). Die Werbekostenzuschüsse verringerten sich um 394 TEUR auf 1.537 TEUR (Vorjahr 1.931 TEUR). Die Werbekosten verringerten sich um 60 TEUR auf 2.092 TEUR (Vorjahr 2.152 TEUR). Die Frachtkosten verringerten sich um 19 TEUR auf 1.271 TEUR (Vorjahr 1.290 TEUR), die Beratungskosten erhöhten sich um 30 TEUR auf 443 TEUR (Vorjahr 413 TEUR) und der Aufwand für EDV Material reduzierte sich um 6 TEUR auf 32 TEUR (Vorjahr 38 TEUR). Die übrigen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 409 TEUR.

Das Finanzergebnis verbesserte sich um 847 TEUR auf 878 TEUR (Vorjahr 31 EUR), bedingt durch höhere Zinserträge und niedrigere Aufwendungen aus Aufzinsungen.

Das Jahresergebnis beträgt nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.266 TEUR (Vorjahr 5.851 TEUR).

Finanzlage

Auf Basis eines Jahresüberschusses von 6.266 TEUR sind der Gesellschaft aus operativer Geschäftstätigkeit Mittel in Höhe von 8.533 TEUR zugeflossen. Der Finanzmittelbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 4.585 TEUR erhöht. Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen 405 TEUR, die Mittelabflüsse im Rahmen der Finanzierungstätigkeit betragen 2.308 TEUR. Zum Abschlussstichtag besteht als wesentliche Investitionsverpflichtung die Anschaffung der Solaranlage.

Wie auch im Vorjahr konnten alle Verbindlichkeiten stets pünktlich und in vollem Umfang bezahlt werden, größtenteils unter Inanspruchnahme der gewährten Skonti.

Die Planung für das folgende Geschäftsjahr sieht einen positiven Cashflow aus dem operativen Geschäft vor. Es besteht somit kein Bedarf externe Kredite aufzunehmen.

Vermögenslage

Die Bilanz der Avery Zweckform GmbH zeigt per 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr folgende Veränderungen:

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 964 TEUR auf 43.640 TEUR (Vorjahr 42.676 TEUR).

Das Anlagevermögen reduzierte sich um 1.608 TEUR auf 8.015 TEUR (Vorjahr 9.623 TEUR) insbesondere durch die lineare Abschreibung der immateriellen Vermögensgegenstände.

Die Vorräte erhöhten sich um 308 TEUR auf 3.297 TEUR (Vorjahr 2.989 TEUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbedingt um 403 TEUR auf 3.259 TEUR (Vorjahr 2.856 TEUR).

Im Jahresdurchschnitt hat sich im IFRS Reporting die DSO (Days Sales Outstanding) gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Tage verbessert, die Kennzahl lag bei 27,2 Tagen (Vorjahr 27,4 Tage). Aufgrund eines konsequenten Credit-Managements konnte der prozentuale Anteil nichtfälliger Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (A/R curr%), die nicht einzelwertberichtigt waren, auf 100 % gehalten werden, d.h. der Ausgleich der Forderungen erfolgt innerhalb der mit den Kunden vereinbarten Zahlungsziele.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich um insgesamt 2.639 TEUR auf 19.208 TEUR (Vorjahr 21.847 TEUR), wobei sich die darin enthaltenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr um 331 TEUR verringerten die Darlehensforderungen verringerten sich um insgesamt 2.308 TEUR.

Das Eigenkapital erhöhte sich um insgesamt 415 TEUR auf 17.749 TEUR (Vorjahr 17.335 TEUR). Im Berichtsjahr erfolgte eine Gewinnausschüttung an die Muttergesellschaft Syrinx Holding Germany GmbH in Höhe von 5.851 TEUR, der Jahresüberschuss 2023 beträgt 6.266 TEUR.

Die Rückstellungen verringerten sich um 47 TEUR auf 18.724 TEUR (Vorjahr 18.771 TEUR). Die Steuerrückstellungen erhöhten sich um 7 TEUR auf 15 TEUR (Vorjahr Steuerforderung in Höhe von 8 TEUR) und die Pensionsrückstellungen erhöhten sich um 142 TEUR auf 12.208 TEUR (Vorjahr 12.066 TEUR), insbesondere bedingt durch Zinseffekte. Die sonstigen Rückstellungen betrugen 6.501 TEUR (Vorjahr 6.697 TEUR).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um 761 TEUR auf 5.792 TEUR (Vorjahr 5.031 TEUR) erhöht.

Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 68 TEUR auf 1.240 TEUR (Vorjahr 1.308 TEUR).

Die Eigenkapitalquote betrug somit 40,67 % (Vorjahr 40,62 %), die Fremdkapitalquote 59,33 % (Vorjahr 59,38 %). Die Eigenkapitalrentabilität lag zum 31. Dezember 2023 bei 35,30 % (Vorjahr 33,75 %).

Abschließende Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts.

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens hat sich zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts gegenüber dem Bilanzstichtag nicht wesentlich verändert, allerdings wurde Avery Zweckform - wie der gesamte PBS-Markt - im ersten Quartal 2024 von einer spürbaren Nachfrageschwäche überrascht, die kurzfristig erhöhten Druck auf Umsatz und Ertrag erzeugt hat. Im April hat sich die Geschäftssituation wieder verbessert und auch die bis zur Berichtserstellung aufgelaufenen Umsätze im Mai und Juni deuten weiter auf eine Verbesserung der Situation hin.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichtes sieht sich das Unternehmen erneut mit steigenden Beschaffungspreisen beim Etikettengrundmaterial und im Spezialpapierbereich konfrontiert, die auf breiter Front von Vorlieferanten durchgesetzt werden. Des weiteren liegen die Lohn- und Gehaltsabschlüsse 2024 weiterhin auf erhöhtem Niveau, was zum einen notwendigen Aufholeffekten auf Arbeitnehmerseite und zum anderen dem wachsenden Fachkräftemangel im Markt geschuldet ist. Aufgrund der weiter ansteigenden Kostensituation hat sich das Unternehmen zu einer unterjährigen Preiserhöhung entschieden, um den wachsenden Kostendruck im Markt weiterzugeben.

Wegen des Angriffskrieges in der Ukraine bleibt das Intercompany-Geschäft mit CCL-Kontur in Russland weiter stark eingeschränkt, allerdings hat die Umsatzgröße dieses Geschäftes keine spürbaren Auswirkungen auf den Gesamterfolg des Unternehmens.

Chancen- und Risikobericht, Prognosebericht

Zur Überwachung der operativen Risiken der Tochtergesellschaften sind diese in den Planungs- und Reporting-Prozess des CCL-Konzerns eingebunden. Die Aktivitäten der Tochtergesellschaften werden im Konzern gesteuert und überwacht und die Werthaltigkeit der Beteiligungen regelmäßig überprüft.

Kundenforderungen unterliegen in wirtschaftlich angespannten Zeiten einem erhöhten Ausfallrisiko. Wertberichtigungen oder Abschreibungen der Forderungen wären die Folgen. Dem Ausfallrisiko wird vor allem mit einem effektiven Inkasso- und Mahnwesen begegnet. Mit Hilfe eines konsequenten Forderungsmanagements und der Überwachung des Zahlungsverhaltens der Kunden wird das Risiko von Forderungsausfällen reduziert. Für Lager und Verwertungsrisiken werden Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen. Darüber hinaus besteht eine umfassende Warenkreditversicherung, diese gilt für nahezu alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht bereits durch Kunden-Delkrederevereinbarungen abgesichert sind. Das Ausfallrisiko von Kundenforderungen wird deshalb als niedrig eingeschätzt, obwohl die Anzahl der deutschen Firmeninsolvenzen in 2023 um mehr als 22% gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist, laut einer Pressemitteilung des Finanz-Informationsdienstleisters CRIF vom 04. März 2024. Und auch für 2024 geht CRIF von weiter steigenden Insolvenzahlen aus (siehe auch: https://www.crif.de/pr-events/pressemitteilungen/2024/march/04/firmeninsolvenzen-steigen-in-deutschland-um-mehr-als-20-prozent-prognose-insolvenzen-erreichen-2024-das-vor-corona-niveau/).

Nach Einschätzung der Ifo-Konjunkturprognose vom 06. März 2024 ist die deutsche Wirtschaft derzeit wie gelähmt. Unter Unternehmen und Haushalten ist die Stimmung schlecht und die Unsicherheit hoch. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt soll dieses Jahr nur um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Damit fällt Deutschland in seiner wirtschaftlichen Entwicklung deutlich gegenüber anderen, großen europäischen Ländern ab. Die aktuell vorliegenden Frühindikatoren deuten für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin: Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, geringer Auftragsbestand, hoher Krankenstand, diverse Streiks. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Das Ifo-Institut weist jedoch eindrücklich darauf hin, dass die Risiken für die vorliegende Prognose mannigfaltig sind. Vor allem von der weiteren Entwicklung der Energiepreise geht hohe Unsicherheit aus. Bislang wird davon ausgegangen, dass sich die Preise für Rohöl, Strom und Erdgas im Prognosezeitraum gemäß den Kursen an den Terminmärkten entwickeln werden. Demnach haben die jüngsten Preisrückgänge Bestand und die Preise pendeln sich nur knapp oberhalb des Niveaus ein, das in den Jahren vor der Coronakrise zu beobachten war. Hiervon dürften die Industrie- und Konsumkonjunktur profitieren. Jedoch hängt der weitere Verlauf entscheidend von den geopolitischen Umständen ab, die sich jederzeit ändern können und damit erheblichen Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft haben. Ein weiteres Risiko geht von der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzpolitik aus. Zwar konnte eine Einigung für den Haushalt des laufenden Jahres erzielt werden und die Einhaltung der Schuldenbremse dürfte gewährleistet sein. Allerdings ist es vor dem Hintergrund der derzeitigen Haushaltssituation sowie vor allem im Hinblick auf die vorrausichtlich abermals schwierigen Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2025 nicht unwahrscheinlich, dass dringend nötige Reformen auf die lange Bank geschoben oder nur zögerlich in Angriff genommen. Dieser Stillstand und die Unsicherheit über wichtige wirtschaftspolitische Weichenstellungen lähmen die Konjunktur und hemmen das langfristige Wachstum, da Ausgaben für Investitionen und Konsum zurückgehalten werden. Sollte sich die Unsicherheit, anders als in der vorliegenden Prognose unterstellt, nicht auflösen, dürfte die erwartete Erholung weiter in die Ferne rücken (siehe auch: https://www.ifo.de/fakten/2024-03-06/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024-deutsche-wirtschaft-wie-gelaehmt).

Als Folge der allgemeinen wirtschaftlichen Schwächephase im Land sieht sich das Unternehmen seit Beginn des Jahres 2024 einer anhaltenden Nachfrageschwäche im Markt ausgesetzt, die nach vorliegenden Informationen von Handelspartnern und Marktbegleitern allgemein für die PBS-Branche gilt. Inwieweit diese Schwächephase kurzfristig überwunden werden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.

Die Marktentwicklung erschwert insbesondere den Verkauf hochpreisiger Erstmarkenprodukte im Handel, während die Nachfrage nach günstigen Eigenmarken des Handels weniger stark hiervon betroffen ist. Aus diesem Grunde forciert das Unternehmen zum einen den wachsenden Direktverkauf individuell gefertigter Etikettenprodukte im Internet und passt zum anderen sein Angebot im Bereich der Standardprodukte an die aktuellen Marktanforderungen an, indem das Sortiment an kleineren Packungsgrößen und attraktiver Promotion-Produkten weiter ausgebaut und werbeseitig unterstützt wird.

Das Unternehmen geht darüber hinaus davon aus, dass die seit Jahren stattfindende Konsolidierung in der PBS-Distributions- und Handelslandschaft weiter voranschreiten wird. Insbesondere kleine Händler und traditionelle PBS-Vertriebsformen im Strecken- und Ladenbereich werden davon betroffen sein, während moderne, online-gestützte Vertriebsformen weiter an Bedeutung gewinnen werden. Das Unternehmen wird deshalb seine Vertriebsressourcen weiter verstärkt auf den Distanz- und Onlinehandel fokussieren, um der Marktentwicklung im indirekten Absatzbereich Rechnung zu tragen.

Wachstumschancen bieten sich dem Unternehmen weiterhin im regionalen und funktionalen Ausbau des Internet-Direktgeschäftes mit Etiketten und Aufklebern. Dieser Geschäftszweig ist in den ersten Monaten dieses Jahres erneut gegenüber dem Vorjahr gewachsen und die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich dieser Trend im restlichen Jahr fortsetzen wird. Aufgrund der positiven Entwicklung dieses Geschäftszweiges hat das Unternehmen zudem entschieden, das individualisierte Internet-Etikettengeschäft auf Handelspartner auszuweiten und erste Händler ab Anfang 2025 anzubinden. Damit entstehend für das Unternehmen neue Möglichkeiten bei der Marktdurchdringung und Kundenansprache.

Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der ersten sechs Monate und unter Abwägung der genannten Chancen und Risiken erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 keine erheblichen Risiken.

Insgesamt erwartet die Geschäftsführung im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Umsatzrückgang (IST: TEUR°49.292), einhergehend mit einem etwas niedrigerem operativen Ergebnis (IST: TEUR 7.904).

 

Valley, OT Oberlaindern, den 15. Juli 2024

Peter Sperl, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.680.616,00 4.496.128,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.438.041,00 1.757.606,00
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 68.910,00 56.993,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.226.676,00 2.803.295,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 541.437,02 411.525,54
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.713,68 45.059,23
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 52.000,00 52.000,00
8.015.393,70 9.622.606,77
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.437.363,99 1.265.075,11
2. Unfertige Erzeugnisse 129.264,76 162.660,94
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.730.458,71 1.561.541,44
3.297.087,46 2.989.277,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.259.420,99 2.856.151,31
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 19.208.342,06 21.847.309,28
(davon gegenüber der CCL Immob. GmbH 7.989.136,26 Euro, gegenüber der SHG GmbH 10.715.176,25 Euro)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 215.659,94 233.289,30
22.683.422,99 24.936.749,89
III. Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 9.477.326,10 4.892.338,63
35.457.836,55 32.818.366,01
C. Rechnungsabgrenzungsposten 167.173,50 234.989,74
43.640.403,75 42.675.962,52

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 10.483.672,75 10.483.672,75
III. Gewinnvortrag 37,51 69,96
IV. Jahresüberschuss 6.265.589,97 5.850.967,55
17.749.300,23 17.334.710,26
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12.208.235,00 12.066.100,00
2. Steuerrückstellungen 14.554,87 7.773,63
3. Sonstige Rückstellungen 6.501.161,41 6.697.069,26
18.723.951,28 18.770.942,89
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
(davon mit einer Laufzeit < 1 Jahr 0,00 Euro) Vorjahr 0,00 Euro)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.791.837,23 5.031.102,98
(davon mit einer Laufzeit < 1 Jahr 5.791.837,23 Euro; Vorjahr 5.031.102,98 Euro)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 126.060,27 116.747,70
(davon mit einer Laufzeit < 1 Jahr 126.060,27 Euro) Vorjahr 116.747,70 Euro)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.239.822,69 1.307.688,23
(davon aus Steuern 468.935,99 Euro Vorjahr 478.527,23 Euro)
(davon mit einer Laufzeit < 1 Jahr 892.928,69 Euro Vorjahr 870.143,23,23 Euro)
(davon mit einer Laufzeit > 1 Jahr 346.894,00 Euro Vorjahr 437.545,00 Euro) 7.157.720,19 6.455.538,91
D. Rechnungsabgrenzungsposten 9.432,05 114.770,46
43.640.403,75 42.675.962,52

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 49.291.519,76 48.525.852,23
2. Bestandsveränderungen 183.802,18 182.877,33
3. Sonstige betriebliche Erträge 677.774,01 626.789,07
(davon Erträge aus Währungsumrechnung 30.303,92 Euro; Vorjahr 11.011,60 Euro)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 17.236.822,13 16.815.565,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 239.006,70 348.070,41
17.475.828,83 17.163.635,41
5. Rohergebnis 32.677.267,12 32.171.883,22
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.670.559,06 9.962.854,45
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.155.010,37 1.946.242,11
(davon für Altersversorgung 65.950,81 Euro; Vorjahr 71.705,68 Euro)
12.825.569,43 11.909.096,56
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.948.758,19 1.928.496,09
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.999.255,34 10.170.412,07
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung Euro 23.203,98 Euro; Vorjahr 26.112,03 Euro)
9. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 7.903.684,16 8.163.878,50
10. Erträge aus Beteiligungen 0,00 10.000,00
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.245.453,81 400.097,72
(davon aus verbundenen Unternehmen 1.027.511,81 Euro; Vorjahr 399.063,72 Euro)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 367.313,00 379.580,00
(davon an verbundene Unternehmen 0,00 Euro; Vorjahr 0,00 Euro)
davon Aufwendungen aus Aufzinsungen 367.313,00 Euro; Vorjahr 379.580,00 Euro)
13. Finanzergebnis 878.140,81 30.517,72
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.515.037,00 2.342.384,67
15. Ergebnis nach Steuern 6.266.787,97 5.852.011,55
16. Sonstige Steuern 1.198,00 1.044,00
17. Jahresüberschuss 6.265.589,97 5.850.967,55

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Die Avery Zweckform GmbH hat ihren Sitz in Valley, OT Oberlaindern und ist eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichts München (Reg.Nr. 144358 B). Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ist sie eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

ALLGEMEINE BILANZERLÄUTERUNGEN

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände einschließlich des Markennamens sowie der Geschäfts- oder Firmenwert werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 15 Jahren. Der Markennamen und der Geschäfts- oder Firmenwert werden jeweils linear über 15 Jahre abgeschrieben, da die Geschäftsführung davon ausgeht, dass sowohl die Marke Zweckform als auch der Goodwill mindestens diese Nutzungsdauer haben werden. Die Marke Zweckform besteht nunmehr seit 1946 und ist insbesondere im deutschen Sprachbereich, auch nach mehr als 15 Jahre mit kombiniertem Auftreten als Avery Zweckform, dominierend.

Die Sachanlagen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden und beim beweglichen Anlagevermögen grundsätzlich nach ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 14 Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 Euro und 800,00 Euro werden direkt abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen im Anlagevermögen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Finanzanlagen sind grundsätzlich zu den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelsware sind zu tatsächlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Lagerrisiken sind durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind teilweise mit den Herstellungskosten, teilweise mit dem individuellen niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten neben den direkten Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der aktivierungspflichtigen Gemeinkosten. Lagerrisiken sind durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Für das allgemeine Kreditrisiko sind pauschal ermittelte Wertberichtigungen gebildet.

Flüssige Mittel werden mit ihrem Nennwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt betreffen.

Die Eigenkapitalposten sind zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage der versicherungsmathematischen Berechnung nach der Bewertungsmethode "Projizierte Einmalbeitragsmethode" (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet.

Mit der Änderung des § 253 HGB Absatz 2 Satz 1 im Geschäftsjahr 2016 wurde der Durchschnittszeitraum des Marktzinssatzes bei der Bewertung (Abzinsung) der Pensionsverpflichtungen von sieben Jahren auf zehn Jahre angepasst.

Der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Jahre beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 2023 1,83 %. Der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2023 1,76%.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Verpflichtungswert ermittelt mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 10 Jahre, und dem Verpflichtungswert, der sich unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Jahre ergibt, beträgt 88.607,00 Euro.

Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,5 % zugrunde gelegt, sowie eine alters- und geschlechtsabhängige Fluktuation unterstellt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in ausreichendem Umfang. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung erforderlich ist.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Bildung erfolgt unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen.

Zinsaufwendungen und -erträge aufgrund der Veränderung langfristiger Rückstellungen werden als Bestandteil des Zinsergebnisses gezeigt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Aktive latente Steuern auf künftige Steuerentlastungen werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 HGB nicht angesetzt. Die Differenzen beruhen im Wesentlichen auf der unterschiedlichen Bewertung der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen sowie der Bewertung der sonstigen Rückstellungen, insbesondere Rückstellungen aus Rückbauverpflichtungen und Abnahmeverpflichtungen. Der durchschnittliche Steuersatz beträgt rund 29%.

Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Die Umrechnung zum Stichtag erfolgt für Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, mit dem Devisenkassamittelkurs.

ERLÄUTERUNGEN ZU DEN EINZELNEN BILANZPOSTEN

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Übersicht als Anlage zum Anhang dargestellt.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen weisen die für die Vertriebsaktivitäten notwendige Beteiligung von 16,6 % an der PBS Network Gesellschaft für Kommunikations- und Serviceleistungen m.b.H. mit Sitz in Stuttgart aus.

Der Anteilsbesitz ist nachfolgend dargestellt:

Aufstellung des Anteilsbesitzes per 31. Dezember 2023
Höhe des anteiligen Eigenkapital des Jahresergebnis Buchwert
Kapitals
%
Unternehmens
EUR
Jahr Höhe
EUR
31.12.2023
EUR
A) Beteiligungen
1. PBS Network GmbH (vormals Gesellschaft für Kommunikations-Serviceleistungen m.b.H) Sitz: Stuttgart (Deutschland) 16,6 491.823,32 2023 40.362,84 52.000,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 22.683 (im Vorjahr TEUR 24.937). Davon sind TEUR 19.208 (im Vorjahr TEUR 21.847) Forderungen gegen verbundene Unternehmen, im Wesentlichen bestehend aus einer kurzfristigen Darlehensforderung gegenüber der CCL Immobilien GmbH in Höhe von TEUR 7.989 (im Vorjahr TEUR 7.989) und einer kurzfristigen Darlehensforderung gegenüber der Syrinx Holding Germany, Gesellschafterin der Avery Zweckform GmbH, in Höhe von TEUR 10.715 (im Vorjahr TEUR 13.023).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 504 (im Vorjahr TEUR 835).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf TEUR 3.259 (im Vorjahr TEUR 2.856).

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 216 (im Vorjahr TEUR 233) beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Verrechnungen von Dienstleistungen in Höhe von TEUR 164 (im Vorjahr TEUR 127), sowie debitorische Kreditoren TEUR 21 (im Vorjahr TEUR 91).

Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital zeigt das Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von TEUR 1.000 unverändert zum Vorjahr.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 10.484 (Vorjahr TEUR 10.484).

Gewinnverwendung 2022

Im Berichtsjahr wurde aus dem Gewinnvortrag eine Dividende in Höhe von TEUR 5.851 an die Gesellschafterin Syrinx Holding Germany GmbH ausgeschüttet.

Der Jahresüberschuss 2023 beläuft sich auf TEUR 6.266 (im Vorjahr TEUR 5.851).

Pensionsrückstellungen

Aufgrund von Einzelzusagen der Gesellschaft und der allgemeinen Versorgungsordnung wurden Pensionsrückstellungen nach den handelsrechtlichen Vorschriften gebildet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Rückstellungen für Kundenboni 4.275 4.544
Rückstellungen für Bonuszahlungen an Mitarbeiter 488 378
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 269 372
Personalrückstellungen 254 237
Rückst. für Rückbauverpflicht. a. Miet- u. Leasingverträgen 207 207
Rückstellungen für Gleitzeit-Verpflichtungen 190 140
Jubiläumstückstellungen 152 156
Rückstellung für Marketingkosten 136 84
Gewährleistungsrückstellungen 122 139
Skontorückstellungen 78 70
Abnahmeverpflichtungen gegenüber Lieferanten 52 145
Übrige Rückstellungen 278 225
6.501 6.697

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 7.158 (im Vorjahr TEUR 6.456). Davon weisen 6.811 TEUR (im Vorjahr TEUR 6.018) eine Restlaufzeit von weniger als 1 Jahr auf und sind nicht durch Pfandrechte besichert. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von 1-5 Jahren betragen TEUR 347 (im Vorjahr TEUR 438). Wie im Vorjahr bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre.

Der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf TEUR 5.792 (im Vorjahr TEUR 5.031); die Veränderung ist im Wesentlichen stichtagsbedingt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 126 (im Vorjahr TEUR 117). Sie resultieren im Berichtsjahr wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.240 (im Vorjahr TEUR 1.308) beinhalten im Wesentlichen sonstige Verbindlichkeiten aus Pensionen in Höhe von TEUR 721 (im Vorjahr TEUR 738), sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 469 (im Vorjahr TEUR 479), sowie kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 50 (im Vorjahr TEUR 45).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus den mehrjährigen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen belaufen sich auf etwa TEUR 274 (im Vorjahr TEUR 239), davon sind TEUR 148 in 2024 fällig. Der verbleibende Betrag fällt in den Jahren 2025 mit TEUR 85 und 2026 mit TEUR 41 an.

Daneben besteht ein Mietvertrag für Geschäfts- und Produktionsgebäude mit einem verbundenen Unternehmen mit Verpflichtungen in Höhe von jährlich TEUR 952.

ERLÄUTERUNGEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete die Gesellschaft Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Büroartikeln in Höhe von TEUR 49.292 (im Vorjahr TEUR 48.526). Die Gründe für den Umsatzanstieg werden im Lagebericht unter Absatz "Allgemeine Geschäftsentwicklung" ausführlich erläutert.

Die Umsatzerlöse wurden zu 71 % (im Vorjahr 72 %) in Deutschland und zu 29 % (im Vorjahr 28 %) im Ausland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 678, davon periodenfremd TEUR 90 (im Vorjahr TEUR 573, davon periodenfremd TEUR 89), setzen sich wie folgt zusammen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Erlöse aus Verrechnung an verbundene Unternehmen 382 322
Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen 88 86
Sachbezug PKW 69 82
Währungsumrechnung 30 11
Übrige Erträge 109 126
678 627

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Werbekosten 2.092 2.152
Werbekostenzuschüsse 1.537 1.931
Frachtkosten 1.271 1.290
Raumkosten 1.103 1.150
Instandhaltungskosten 489 448
Beratungskosten (Organisation, Personal, EDV) 443 413
Delkredere 322 359
Kraftfahrzeugkosten 242 245
Kosten für Entwicklungen, Patente und Lizenzen 226 330
Werkzeugaufwand 136 110
Steuerberatungs-/Rechtsanwalts- und Notarkosten 120 97
Reisekosten 113 75
Mieten-u. Leasing v. Betriebs-u. Geschäftsausstattung 105 94
Kantinenaufwand 61 109
Postkosten 23 38
Währungsumrechnung 23 26
Übrige Aufwendungen 1.693 1.303
9.999 10.170

Abschreibungen

Dieser Posten in Höhe von TEUR 1.949 (im Vorjahr TEUR 1.928) betrifft ausschließlich planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.158 (im Vorjahr TEUR 1.159) und auf das Sachanlagevermögen mit TEUR 791 (im Vorjahr TEUR 769). Nähere Ausführungen sind im Anlagenspiegel enthalten.

Zinsen und ähnliche Erträge und Zinsaufwendungen

Die Zinserträge betragen TEUR 1.245 (im Vorjahr TEUR 400). Darin enthalten sind, Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.028 (im Vorjahr TEUR 399).

Die Zinsaufwendungen betragen TEUR 367 (im Vorjahr TEUR 380).

SONSTIGE ANGABEN

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 6 (Vorjahr 5) leitende Angestellte, 111 (Vorjahr 115) Angestellte und 64 (Vorjahr 68) gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt.

Die Mitarbeiter waren zum 31. Dezember 2023 in folgenden Bereichen beschäftigt:

Abteilung 2023 2022
Personalwesen 8 9
Rechnungswesen 10 10
IT 13 11
Marketing 31 33
Vertrieb 26 29
Einkauf 6 6
Produktion 58 60
Versand/Lager 20 22
Mitarbeiterzahl Gesamt 172 180

Zum 31. Dezember 2023 war ein gesetzlicher Vertreter für die Gesellschaft tätig.

Organbezüge

Von der Befreiungsvorschrift nach § 286 (4) HGB wird Gebrauch gemacht, da sich anhand dieser Angaben die Bezüge des Mitglieds der Geschäftsführung feststellen lassen.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beläuft sich für das Geschäftsjahr auf TEUR 55.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Dem ausschüttungsgesperrten Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB stehen freiverfügbare Rücklagen sowie ein Gewinnvortrag in Höhe von zusammen TEUR 10.484 gegenüber. Eine Ausschüttungssperre bezüglich des laufenden Gewinns besteht somit nicht.

Ergebnisverwendungsvorschlag 2023

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 6.266. Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der Syrinx Holding Germany GmbH, Holzkirchen. Der Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch den größten Kreis von Unternehmen wird von der CCL Industries Inc., Willowdale/Kanada aufgestellt. Der Konzernabschluss ist bei CCL Industries Inc. Investor Relations Department, Willowdale/Kanada, als Download unter www.cclind.com verfügbar und wird von der Syrinx Holding Germany GmbH im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Geschäftsführer:

Peter Sperl (Diplom-Kaufmann)

Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen:

Daniela von der Heyden, Finance / IT Director
Claudia Lioumbas, Sales Director Central Europe

 

Valley, OT Oberlaindern, den 15. Juli 2024

Peter Sperl

Anlagenspiegel per 31.12.2023 - HGB

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EURO
Zugänge
EURO
Zuschreibung
EURO
Abgänge
EURO
Umbuchungen
EURO
Stand 31.12.2023
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 14.236.874,94 22.753,48 0,00 9.431,51 0,00 14.250.196,91
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.793.473,28 0,00 0,00 0,00 0,00 4.793.473,28
19.030.348,22 22.753,48 0,00 9.431,51 0,00 19.043.670,19
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 367.378,09 23.547,00 0,00 3.637,96 0,00 387.287,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.978.464,15 5.703,45 0,00 3.076,00 19.747,80 6.000.839,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsaussattung 2.463.934,87 283.068,51 0,00 121.918,20 25.311,43 2.650.396,61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 45.059,23 70.141,80 0,00 62.428,12 -45.059,23 7.713,68
8.854.836,34 382.460,76 0,00 191.060,28 0,00 9.046.236,82
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 52.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 52.000,00
52.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 52.000,00
Gesamtes Anlagevermögen 27.937.184,56 405.214,24 0,00 200.491,79 0,00 28.141.907,01
Abschreibung
Stand 01.01.2023
EURO
Zugänge
EURO
Abgänge
EURO
Zuschreibung
EURO
Stand 31.12.2023
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 9.740.746,94 838.265,48 9.431,51 0,00 10.569.580,91
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.035.867,28 319.565,00 0,00 0,00 3.355.432,28
12.776.614,22 1.157.830,48 9.431,51 0,00 13.925.013,19
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 310.385,09 11.630,00 3.637,96 0,00 318.377,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.175.169,15 602.070,25 3.076,00 0,00 3.774.163,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsaussattung 2.052.409,33 177.227,46 120.677,20 0,00 2.108.959,59
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5.537.963,57 790.927,71 127.391,16 0,00 6.201.500,12
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamtes Anlagevermögen 18.314.577,79 1.948.758,19 136.822,67 0,00 20.126.513,31
Buchwerte
Stand 01.01.2023
EURO
Stand 31.12.2023
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.496.128,00 3.680.616,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.757.606,00 1.438.041,00
6.253.734,00 5.118.657,00
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 56.993,00 68.910,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.803.295,00 2.226.676,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsaussattung 411.525,54 541.437,02
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 45.059,23 7.713,68
3.316.872,77 2.844.736,70
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 52.000,00 52.000,00
52.000,00 52.000,00
Gesamtes Anlagevermögen 9.622.606,77 8.015.393,70

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Avery Zweckform GmbH, Valley, OT Oberlaindern

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Avery Zweckform GmbH, Valley, OT Oberlaindern, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Avery Zweckform GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 5. August 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Leistner, Wirtschaftsprüfer

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