Kling Consult Planungs- und Ingenieurgesellschaft für Bauwesen Verwaltungsgesellschaft mbH International
Selbe AdresseIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Manuel Hafner seit 25.11.2023 | Prokura |
Axel Krauß seit 25.10.2018 | Prokura |
Markus Dipl.-Ing. Daffner seit 14.5.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 66.60% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.40% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kling Consult GmbHKrumbach/SchwabenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die Kling Consult GmbH ist eine inhabergeführte Planungs- und Ingenieursgesellschaft mit durchschnittlich 153 Mitarbeitern an 4 Standorten. Seit 1954 ist das Unternehmen mit seinen Dienstleistungen in der Realisierung von individuellen, nachhaltigen und innovativen Bauvorhaben von der ersten Idee bis zur Fertigstellung eingebunden. Durch das stetige Wachstum können inzwischen die Leistungen in den Fachbereichen Architektur, Baugrund, Bauleitung, Generalplanung, Tiefbau, Konstruktiver Ingenieurbau, SiGe-Koordination, Raumordnungsplanung und Tiefbau für Auftraggeber überwiegend im Inland erbracht werden. 1.2 Verbundene Unternehmen Seit dem 16.10.2020 gehört die Sieber Consult GmbH als eigenständiges Tochterunternehmer (100%-Beteiligung) zur Kling Consult GmbH und hat zum 01.01.2021 den Geschäftsbetrieb des Büro Sieber übernommen. Mit rund 65 Mitarbeitern bietet das Unternehmen seit 25 Jahren an zwei Standorten Dienstleistungen im Bereich der Bauleitplanung an. Damit stellt es sowohl räumlich als auch fachlich eine Erweiterung des Fachbereiches der Raumordnungsplanung von Kling Consult dar. Zudem können mittelfristig Synergien in der Verwaltung genutzt werden. Seit Oktober 2021 besteht eine Beteiligung an der Kling4Audit LLC, mit einem Anteil von 24% der Geschäftsanteile. Das Unternehmen hat seit der Beteiligung eine Lizenz für Prüfaufträge in Abu Dhabi und kann damit neue Geschäftsbereiche erschließen. Durch die Lizenzierung vor Ort, besteht ein limitierter Markt an Auftraggebern, was sich wirtschaftlich vielversprechend auswirkt. 1.3 Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft tätigt keinerlei Produktentwicklungen. Jedoch besteht das Bestreben einer kontinuierlichen Verbesserung der Planungsprozesse in der Dienstleistung sowie einer weitreichenden Digitalisierung aller Tätigkeiten. Die übergeordnete Stabstelle zur Umsetzung von Building Information Modelling (BIM) koordiniert den Einsatz und die Anwendung der Planungs- und Ausschreibungssoftware. Prozesse und Planungsqualitäten wurden in Arbeitsanweisungen geregelt und kontinuierlich weiterentwickelt. Neben der Wirtschaftlichkeit stehen die Differenzierung und letztlich Wettbewerbsvorteile im Fokus der Umsetzung. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft zeigte im Jahr 2023 eine gemischte Leistung, wobei das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3% gesunken ist. Diese negative Entwicklung ist vorrangig auf die anhaltenden Auswirkungen der Inflation, geopolitische Spannungen und weiterhin bestehende Lieferengpässe zurückzuführen. Laut dem Statistischen Bundesamt beeinträchtigten besonders die fortwährend hohen Energiepreise und die noch immer spürbaren Folgen der Corona-Pandemie die wirtschaftliche Dynamik.1 Im europäischen Kontext zeigt Deutschland ein unterdurchschnittliches Wachstum und bremst damit die Konjunktur in der Eurozone aus. Im Umkehrschluss können viele andere europäischen Länder eine stärkere Erholung verzeichnen.2 Wesentliche Stütze der deutschen Wirtschaft waren im vergangenen Jahr die Dienstleistungsbereiche, wohingegen das Produzierende Gewerbe und der Handel deutliche Verluste verzeichnen mussten. Das Baugewerbe kann trotz weiterhin vorherrschendem Material- und Fachkräftemangel, hohen Baukosten und schlechteren Finanzierungsbedingungen eine nahezu unveränderte Bruttowertschöpfung zum Vorjahr (+0,2) aufweisen. Die hiervon wesentlich betroffenen Bereiche des Hochbaus konnten durch positive Entwicklungen im Tiefbau kompensiert werden.3 Im Bereich der Architektur- und Ingenieurbüros führen diese Themen zu Fachkräftemangel und gestörten Projektabläufen, was laut der repräsentativen VBI-Umfrage zur Konjunktur zunehmend die wesentlichen Herausforderungen darstellen. Entsprechend verdeutlicht nachfolgende Grafik die Relevanz der Einflussnahme dieser beiden Faktoren auf die wirtschaftliche Situation der Unternehmen. Weitere Themen wie der "Wegfall verbindlicher HOAI Mindest- und Höchstsätze" oder "Lieferengpässe und Preissteigerungen" spielen verhältnismäßig eine untergeordnete Rolle. Trotzdem konnten dreiviertel aller befragten Ingenieurbüros einen unveränderten oder gesteigerten Umsatz im Geschäftsjahr 2023 vermelden.4 (Vgl. https://www.vbi.de/wp-content/uploads/2024/04/Konjunkturumfrage-2024.pdf) Für 2024 prognostiziert das IFO-Institut eine weitere Lähmung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland, bedingt durch eine anhaltend schlechte Stimmung und Unsicherheiten in globalen Märkten. Die konjunkturelle Entwicklung im Baugewerbe wird sich entsprechend verlangsamen und weiter unter ausbleibenden Investitionen leiden.5 2.2 Geschäftsverlauf Von Kling Consult wird ein großer Anteil an langfristigen Projekten bearbeitet, deren Leistungszeitraum über den Bilanzstichtag hinausgeht. Daraus ergeben sich durch die Bewertungsgrundsätze des Niederstwertprinzips regelmäßig zum Stichtag erhebliche Unterschiede zum Vorjahresstichtag. Diese begründen sich in "den in Arbeit befindlichen Aufträgen" (unfertige Leistungen) und den daraus resultierenden Umsatzerlösen. Im Geschäftsjahr 2023 war ein wesentlicher Teil der Arbeit auf laufende Projekte ausgelegt. Der Abschluss vieler langlaufender Projekte ist für die kommenden Jahre zu erwarten, was die Realisierung entsprechend verschiebt. Dies zeigt sich in der Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen und im Vergleich zum Vorjahr wird der diskontinuierliche Unternehmensverlauf deutlich sichtbar. Dies nimmt wesentlich Einfluss auf die Gesamtleistung des Unternehmens. In Zahlen ausgedrückt, verringert sich diese im laufenden Geschäftsjahr auf 13,4 Mio. €. Die Abnahme des Rohertrages beläuft sich auf 0,8 Mio. €. Zum positiven Ergebnis beigetragen haben abweichend zum Vorjahr auch die sonstigen betrieblichen Erträge, welche sich zu einem großen Teil aus Wertpapiergewinnen abbilden. Das Finanzinstrument mit konservativer Ausrichtung dient der Liquiditätssicherung. Zusammenfassend kann vermerkt werden, dass die für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierten Leistungskennzahlen mit einer Gesamtleistung von 13 bis 14 Mio.€ und einem EBIT im Bereich von 400 bis 800 TEUR erreicht werden konnten. Im Jahr 2023 war die Auslastung in den einzelnen Fachbereichen deutlich differenzierter als in den Vorjahren. Betrachtet man die Leistungsfähigkeit auf Cash-Flow-Ebene, konnten die meisten Abteilungen auskömmlich wirtschaften. Eine Ausnahme bildet das Baugrundinstitut, welches aufgrund kleinteiliger Projektstrukturen unmittelbar auf konjunkturelle Veränderungen reagiert. Zur Kostendeckung durch den operativen Cash-Flow konnten die Abteilungen im Schnitt mit -1% bis 23% beitragen. Im Vorjahresvergleich sind hier größere Schwankungen zu erkennen. Die Mitarbeiterzahl hat sich in diesem Zeitraum von etwa 147 auf 152 Personen (in Voll- bzw. Teilzeit) erhöht. Dies ist in der anhaltend schwierigen Arbeitsmarktsituation und dem Fachkräftemangel eine überaus positive Entwicklung. Zudem gab es allgemein weniger Fluktuation, was einen positiven Einfluss auf die Projektbearbeitung nimmt. Trotz der wirtschaftlichen Situation konnte das Unternehmen den Auftragsbestand um rund 20% erhöhen. Neben dem positiven Aspekt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, zeigt dieser Umstand einmal mehr den diskontinuierlichen Unternehmensverlauf. Die resultierende Auslastung aus dem offenen Auftragsvolumen beläuft sich auf ca. 18 Monate. Aufgrund gestiegener Kosten entspricht dieser Zeitraum in etwa dem Vorjahresniveau. 2.3 Lage des Unternehmens Der Geschäftsverlauf wurde durch die Fachbereiche unterschiedlich stark beeinflusst, wobei besonders die positive Ergebnislage trotz geringerer Realisierung an Projekten zu bewerten ist. Bei den umsatzstarken Fachbereichen ist sowohl ein hoher Cash-Flow als auch ein positiver Auftragsbestand zu verzeichnen. Daraus ergibt sich auch gesamtheitlich eine gute Lage des Unternehmens. Die angestrebten Umsatzerlöse konnten damit im Jahr 2023 erreicht werden. Unter Berücksichtigung des deutlich erhöhten Bestandswertes, der unfertigen Leistungen, kann das Ergebnis als äußerst positiv eingestuft werden. Damit setzt sich die gute Unternehmensentwicklung der letzten Jahre fort und deutlich von der allgemein verhaltenen Entwicklung im Baugewerbe ab. 2.3.1 Ertragslage 2.3.2 In Summe stellt sich die Ertragslage in einem positiven EBIT dar, welches 569,0 TEUR (Vorjahr: 1.464,2 TEUR) beträgt. Die darauf basierende Umsatzrentabilität verringert sich von 9,81% im Geschäftsjahr 2022 auf 5,24% im Berichtszeitraum 2023. Das Jahresergebnis nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses (731,2 TEUR) und Steuern (-23,1 TEUR) beläuft sich auf 708,1 TEUR. In den Aufwandspositionen fallen die Veränderungen zum Vorjahr mit einzelnen Ausnahmen eher gering aus. Die Personalkosten nehmen unverändert den wesentlichen Bestandteil ein und erhöhen sich um 716,2 TEUR auf 8.543,0 TEUR. Gering gestiegen sind die Materialaufwände, welche sich nunmehr auf 2.451,7 TEUR (+1,7%) belaufen und sich durch weitere Projekte in der Generalplanung leicht erhöht haben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 651,6 TEUR gesunken, was hauptsächlich durch die Einstellung der Einzelwertberichtigung von 593,8 TEUR im Jahr 2022 als Einmaleffekt begründet ist. Des Weiteren konnte eine deutlich höhere Zuschreibung der Wertpapiere von 245,8 TEUR vermerkt werden sowie eine Abnahme der Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr von 448,4 TEUR aufgrund von stichtagsbedingten Wertpapierschwankungen. Gesunkene Steueraufwendungen für Körperschafts- und Gewerbesteuern spiegeln sich ebenfalls positiv mit einer Veränderung von 279,6 TEUR auf das Jahresergebnis wider. Alle weiteren Aufwendungen sind im Jahr 2023 relativ konstant geblieben, was sich im Ergebnis widerspiegelt. Die Entwicklung der Umsätze in den letzten 6 Jahren ist in folgender Tabelle dargestellt:
Die Aussagekraft des Umsatzes allein ist sehr begrenzt. Durch das Realisierungsprinzip sind weitere Teile der Leistung, insbesondere bei langlaufenden Großprojekten nicht periodenrein zur Leistungserbringung enthalten. Erst durch die Berücksichtigung der Bestandsveränderung ist ein Rückschluss auf die Leistung des Unternehmens möglich. Um die Eigenleistung des Unternehmens abbilden zu können, muss im Weiteren noch die nicht selbsterbrachte Dienstleistung abgezogen werden. Der in nachfolgender Tabelle dargestellte Rohertrag zeigt demnach den Umsatz des Unternehmens unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung und abzüglich der Materialaufwände. Durch diese Abbildung wird ein Vergleich zum Personaleinsatz möglich.
In der Darstellung sind noch Verzerrungen durch die im Berichtzeitraum entstandene Zunahme der stillen Reserven, in direkter Korrelation zu den Unfertigen Leistungen, enthalten. Trotz deutlich höherer Teilfertiger Leistungen kann hier eine kontinuierlichere Entwicklung der Unternehmensleistungen aufgezeigt werden, welche in den letzten Jahren unter Berücksichtigung von Schwankungen, einen zunehmenden Trend aufzeigt. Ergänzend dazu ist die Entwicklung des Auftragsbestandes in den letzten 6 Jahren in nachfolgender Tabelle dargestellt:
Nach Abschluss von mehreren Großprojekten im Jahr 2022 konnten im Berichtszeitraum neue Aufträge akquiriert werden, was zu einer hohen Auslastung für das kommende Jahr führt. Zum Stichtag entspricht der Auftragsbestand einer durchschnittlichen Auslastung von 18 Monate für die aktuell beschäftigten Mitarbeiter. Die Verteilung zwischen den Fachabteilungen stellt sich allerdings sehr unterschiedlich dar, was sich in den Projektgrößen begründet. Zudem gibt es noch ein Auftragsvolumen von bereits geschlossenen Verträgen, deren Leistungsabruf noch nicht erfolgte und entsprechend nicht dargestellt wird. Im langjährigen Vergleich hat sich der Auftragsbestand parallel zum Rohertrag entwickelt und ist für das Berichtsjahr 2023 als solide Kennzahl zu vermerken. 2.3.3 Finanzlage (Kapitalstruktur, Investitionen, Liquidität) 2.3.4 Kapitalstruktur
Das Eigenkapital zeigt eine positive Veränderung von 333,1 TEUR auf 2.134,9 TEUR, welche durch das positive Jahresergebnis (708,1 TEUR) und durch eine Gewinnausschüttung an den Gesellschafter (-375 TEUR) bewirkt wird. Wesentliche Veränderung in der Kapitalstruktur stellen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar, welche hauptsächlich durch steigende Preise und durch die schwierige Marktsituationen beeinflusst wurden. Auch die Rückführung eines Bankdarlehens in Höhe von 900 TEUR hat einen signifikanten Einfluss auf die Kapitalstruktur. Der Verbrauch der Rückstellung zur Nacharbeitung zum Projekt Perlach Plaza über 121 TEUR aus dem Jahr 2022 spiegelt sich ebenfalls in der Abnahme der Rückstellung wider. Deutliche Schwankungen der erhaltenen Anzahlung sind im Jahr 2023 zu verzeichnen, welche sich signifikant um 456,1 TEUR gegenüber dem Vorjahr erhöht haben. Dies steht in einem direkten Zusammenhang mit den unfertigen Leistungen, welche ebenfalls eine erhebliche Erhöhung gegenüber dem Vorjahr erfahren haben. Investitionen Im Jahr 2023 sind dem Anlagevermögen 315 TEUR (Vorjahr 525 TEUR) zugegangen. Der Zugang setzt sich aus Betriebsausstattung inkl. GWG (197 TEUR), EDV-Anlagen (53 TEUR), EDV-Software (47 TEUR) sowie ähnliche Rechte und Werte (18 TEUR) zusammen. Liquidität Der Cashflow aus Laufender Geschäftstätigkeit beträgt 2023 1.466,9 TEUR und liegt damit über dem Niveau des Vorjahrs (1.175,9 TEUR). Die nachfolgende Kapitalflussrechnung dient der Darstellung der Finanzmittelbewegungen:
2.3.5 Vermögenslage 2.3.6 Die Bilanzsumme verringert sich um 2,0 % (von TEUR 13.933) auf TEUR 13.655. Dabei ist die Aktivseite im Wesentlichen geprägt von den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 738, (Vorjahr TEUR 830,1) und liquiden Mitteln sowie Wertpapieren in Höhe von TEUR 10.535,2 (Vorjahr TEUR 9.741,7). Die liquiden Mittel weisen einen Anstieg um TEUR 815,7 gegenüber dem Vorjahr auf, hingegen haben sich Wertpapiere im Vergleich zum Jahr 2022 um TEUR 53,8 verringert. Die Forderungen gegenüber verbunden Unternehmen sind um TEUR 900 gesunken aufgrund der Rückführung eines Darlehens. Das Anlagevermögen sank um TEUR 53,2 auf TEUR 1.075,9 (Investitionen TEUR 315,0 ./. Abschreibungen/Abgänge/Wertberichtigungen TEUR 368,2). Anschließend wird die Vermögenslage mit Vorjahresvergleich dargestellt:
2.3.7 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren 2.3.8 Entsprechend der Tätigkeit als Dienstleister weist unser Vermögen nur eine entsprechende Anlagenintensität von 7,9% (Vorjahr 8,1%) auf. Die Eigenkapitalquote erhöht sich im Geschäftsjahr 2023 von 13,1% auf 15,6%. Die Liquidität 1. Grades betrug zum 31.12.2023 28,4% (Vorjahr 21,4%) Die Liquidität 2. Grades betrug zum 31.12.2023 109,2% (Vorjahr 106,5%) Die Veränderung des Finanzmittelbestandes betrug in 2023 TEUR 816,5 (Vorjahr TEUR 1.175,9). Der Kassenbestand ist zum 31.12.2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 TEUR gestiegen. Ein Anstieg des Bankguthabens um 815,7 TEUR von 2.241,9 TEUR auf 3.057,6 TEUR konnte zum 31.12.2023 vermerkt werden. Die Rückzahlung einer kurzfristigen Verbindlichkeit bei einem Kreditinstitut in Höhe von 650,4 TEUR sowie die Tilgung eines langfristigen Bankdarlehens in Höhe von 250,0 TEUR wirkten sich wesentlich auf die Veränderung des Finanzmittelbestandes aus, wodurch diese negativ die Liquidität beeinflussten. 2.4 Cashflow Entwicklung Trotz Investitionen in Wertpapiere und der Rückzahlung eines Bankdarlehens, ist eine positive Entwicklung des Cashflows zu vermerken. Die Zahlungsmoral der Kunden war im Jahr 2023 weiterhin gut. 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Im abgeschlossenen Wirtschaftsjahr konnten die Ziele erreicht werden, obwohl sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht besonders positiv entwickelt haben. Die Schwierigkeiten für die Branche aus dem Vorjahr, durch gestiegene Zinsen und rückläufigen Investitionen, setzt sich weiter fort. Zwar haben sich die relativen Einbrüche zum Vorjahr im geringen Einstelligen negativen Prozentbereich stabilisiert, zugleich bedeutet dies jedoch ein Verharren auf sehr niedrigem Niveau.6 Die Entwicklung eines nominalen Anstieges an Auftragseingängen in den letzten Monaten begründet sich auch überwiegend an einer Preisstabilisierung und weniger an einem wirtschaftlichen Aufschwung.7 Der Konjunkturprognose des IFO-Institutes zufolge verhält sich die "Deutsche Wirtschaft wie gelähmt" was sich in einer Zunahme des BIP um nur 0,2% im Vergleich zum Vorjahr bemerkbar macht. Dadurch wurde die Prognose nochmals herabgesetzt und einer Erholung erst für 2025 in Aussicht gestellt, was insbesondere an der späten Erholung der Industriekonjunktur liegt. Weiterhin besonders betroffen ist auch die Wertschöpfung in der Bauwirtschaft, was den Beschäftigungsaufbau verlangsamt und zu mehr Arbeitslosigkeit führt.8 Diese Baukrise trifft unmittelbar die Ingenieurbüros, was sich in den deutlich pessimistischeren konjunkturellen Erwartungen ausdrückt. Erstmals schätzen weniger als die Hälfe (50,5%) ihre aktuelle Geschäftslage als nicht mehr positiv ein. Diese Verschlechterung zeigt sich auch in der Anzahl an Büros mit offenen Stellen, welche von 54% im Vorjahr auf 40% zurückgegangen ist. Diese Entwicklung ist unter Berücksichtigung des zunehmendem Fachkräftemangels nochmals drastischer einzustufen.9 3.2 Prognose / Entwicklung der Kling Consult GmbH 2024 Die Auftragslage bleibt im Unternehmen trotz krisenhafter Stimmung in der Branche im ersten Quartal 2024 unverändert stabil. Der Auftragsbestand beläuft sich kontinuierlich auf 18-19 Mio.€, was einer durchschnittlichen Auslastung von ca. 18 Monaten entspricht. Es muss jedoch zwischen den Fachbereichen differenziert werden, was sowohl Auftragsbestand als auch Auslastung betrifft. Die Abwägung zwischen ausreichender Auslastung und fehlendem Personal nimmt dabei eine zunehmende Herausforderung ein. Dies gestaltet sich zwischen den Abteilungen aufgrund heterogenen Projektanforderungen grundlegend unterschiedlich. Die Auswirkungen auf die Ertragslage in 2024 müssen daher auch differenziert betrachtet werden. Unternehmensweit ist für das laufende Geschäftsjahr mit einer Vollauslastung zu rechnen und entsprechend mit Umsatzzahlen des Vorjahres zu rechnen. Die relative Ertragslage könnte aufgrund gestiegener Kosten und hohem Wettbewerbsdruck geringer ausfallen. Da in allen Fachbereichen keine wirtschaftlichen Defizite zu erwarten sind, kann unternehmensweit auch trotz einzelner Abweichungen mit einer soliden wirtschaftlichen Entwicklung gerechnet werden. In einer differenzierten Prognose stellt sich dies wie folgt dar: Konstruktiver Ingenieurbau Das erste Quartal 2024 war im Fachbereich durch ausbleibende Auftragseingänge und schwierige Vertragsgestaltungen geprägt. Durch den Zuschlag bei mehreren VgV-Verfahren sind positive Prognosen für den Fachbereich zu erwarten. Insbesondere begründet sich dies im nun wieder vorherrschend hohen Auftragsbestand und neuen Projekten mit Laufzeiten von teilweise über 5 Jahren. Damit liegt rechnerisch eine Vollauslastung von über 28 Monaten vor. Baugrundinstitut Die Auftragslage des Fachbereichs reagiert aufgrund kleinteiliger Aufträge und kurzfristiger Abarbeitung unmittelbar auf konjunkturelle Veränderungen. Die weiterhin stagnierende Baubranche spiegelt sich unmittelbar am Auftragsbestand wider, welcher aktuell keine große Planungssicherheit mit sich bringt. Maßgebend wird eine effiziente Bearbeitung sein, um wettbewerbsfähige Angebot abgeben zu können. Vermessung Der Fachbereich steht in enger Verbindung zum Baugrundinstitut und dem Tiefbau, weshalb trotz geringer Vorlaufzeiten und tendenziell geringem Auftragsbestand von einer kontinuierlichen Auslastung gesprochen werden kann. Die Rendite der Abteilung ist tendenziell gering, was am allgemein sehr hohen Wettbewerb liegt, jedoch ist der Fachbereich im gesamtheitlichen Ansatz des Unternehmens unverzichtbar. Bauleitung Im Wesentlichen werden im Fachbereich Großprojekte bearbeitet, welche mit Projektlaufzeiten bis 2030 eine hohe Grundauslastung durch große Auftragsvolumina mit sich bringen. Zudem stellt diese Abteilung das größte Wachstum im Unternehmen dar. Die Akquirierung neuer Mitarbeiter bildet dabei die größte Herausforderung, um auch eine strukturelle Ausweitung der Projektthemen vornehmen zu können. Raumordnungsplanung Hier wird weiterhin eine Verbesserung der Synergie und Zusammenarbeit mit dem verbundenen Unternehmen Sieber Consult GmbH angestrebt. Dies dient sowohl der kontinuierlichen Auslastung, Ausbau von Fachkompetenzen und Standards. Die wirtschaftliche Lage stellt sich insbesondere durch Klimaprojekte (PV- und Windkraftanlagen) sowohl im Auftragseingang als auch den Umsatzzahlen als positiv dar. Architektur Die Bündelung der Kompetenzen mit dem verbundene Unternehmen Schmidt-Schicketanz Planer GmbH bringt eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit mit sich. Durch unmittelbare Zusammenarbeit kann die Projektbearbeitung in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht zielorientierter erfolgen. Insbesondere in der Generalplanung profitiert der Fachbereich bei Kling Consult durch die architektonische Expertise von Schmidt-Schicketanz Planer GmbH. Zusammenfassend kann für das Jahr 2024 mit einer Gesamtleistung von 14 bis 15 Mio.€ gerechnet werden. Die Zunahme ist differenziert in vielen Einzelprojekten zu begründen und wird zudem durch den geplanten Abschluss mehrerer Großprojekte bestimmt. Analog zum aktuellen Berichtsjahr ist dieser Einfluss nicht unerheblich, allerdings stark von der tatsächlichen Realisierbarkeit abhängig. Das EBIT wird wieder im positiven Bereich mit 400 bis 800 TEUR erwartet, was in der aktuellen Konjunktur als solide einzustufen ist. In den Aufwandspositionen sind insbesondere bei der größten Anteilsgruppe, den Personalkosten, weitere Zunahmen einzukalkulieren. Sowohl der Auftragsbestand als auch Bestand an unfertigen Leistungen wird unter Zugrundelegung der geplanten Projektlaufzeiten und Gesamtleistung stagnieren. Die Einflussnahme der unfertigen Erzeugnisse auf die Ertragslage dürfte daher nicht maßgeblich werden, was für einen prognostizierten Ertrag in Höhe der Arbeitsleistung spricht. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellen große Herausforderungen dar. Diese sind durch unplanbare Schwankungen in der Projektbearbeitung durch globale Einflüsse gepaart mit der zunehmenden Herausforderung in der Gewinnung und Entwicklung von Personal. Beide Themenbereiche münden in einer Zunahme der Kosten. Ob diese Steigerung vollständig an die Auftraggeber weitergegeben werden kann, bleibt nicht zuletzt aufgrund der langen Projektlaufzeit und zunehmendem Wettbewerbsdruck unwahrscheinlich. 3.3 Chancenbericht Auftragsbestand Die aktuell stagnierende Wirtschaft, hohe Zinsen und Investitionsrückgänge zeigen in vielen Branchen unmittelbare und mittelbare Auswirkungen. Durch die lange Laufzeit (> 5 Jahre) vieler Projekte sowie den allgemein hohen Auftragsbestand besteht im Geschäftsbereich der Kling Consult GmbH die Chance, die aktuellen Auswirkungen zu überbrücken. Unklar ist jedoch, wie anhaltend die wirtschaftlichen Entwicklungen sind und welche langzeitlichen Folgen daraus entstehen. Für das Wirtschaftsjahr 2024 wird kein exponentielles Wachstum erwartet, da die anhaltende Eintrübung der Baukonjunktur länger als ursprünglich zu erwarten war anhält und über das aktuelle Geschäftsjahr hinaus prognostiziert wird. Unternehmensverbund Durch das Wirken der Kling Consult GmbH im Unternehmensverbund mit der Schmidt-Schicketanz Planer GmbH und der Sieber Consult GmbH bestehen langfristig in unterschiedlichen Bereichen differenzierte Chancen zur nachhaltigen Entwicklung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit: - Ausbau der Synergieeffekte und Möglichkeiten zur Vereinheitlichung und Rationalisierung in Verwaltung und Administration - Wettbewerbsvorteile im Zusammenwirken durch breiteres Portfolio - Abdeckung von Spitzen durch Auslagerung von Aufträgen bzw. Mitarbeiterüberlassung - Skaleneffekte bei Fixkosten - Knowhow-Transfer 3.4 Risikobericht Um Risiken aus dem laufenden Geschäftsbetrieb weitmöglichst zu reduzieren, wird durch die Kling Consult GmbH in unterschiedlicher Hinsicht vorgesorgt: - Haftungsrisiken sind durch diverse Sicherungen auf ein verträgliches Maß abgedeckt und werden laufend aktualisiert. - Zur Sicherung der Liquidität wird fortlaufend eine Umsatzplanung und -prognose vorgenommen, wurden liquide Rücklagen gebildet sowie für eventuelle Unwägbarkeiten sind Kontokorrentlinien mit den Banken vereinbart. - Reduzierung der Risiken im operativen Geschäft des Unternehmens: o Standardisiertes Qualitätsmanagement mit definierten Prozessen o Ergebniskontrolle durch monatliche Projektauswertungen zur Möglichkeit eines frühzeitigen steuernden Eingriffes und strukturiertes Nachtragsmanagement o Sicherung einer kontinuierlichen Auslastung durch fortschreibende Personaleinsatzplanung und Umsatzprognosen auf Projektebene Neben den allgemeinen Risiken aus dem Geschäftsbetrieb sind aufgrund aktueller Gegebenheiten und derzeitiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen nachfolgende Punkte explizit, in Bezug auf das Unternehmen, zu erwähnen: Wirtschaftliche Entwicklung Die Stimmung in den deutschen Unternehmen bleibt unverändert. Zwar wird die aktuelle Lage als weniger zufriedenstellend eingestuft, jedoch ist eine Erwartung zur Erholung nicht mehr ganz ausgeschlossen und eine schrittweise Aufbesserung wird prognostiziert.10 Die Planbarkeit der wirtschaftlichen Situation ist entsprechend eingeschränkt, was ein erhebliches Risiko zur wirtschaftlichen Entwicklung darstellt. Es zeigt sich zunehmend eine Volatilität in der Projektabwicklung, was maßgeblich die Entwicklung des laufenden Jahres und den nächsten Jahren beeinflussen wird. Im besten Fall können Schwankungen durch den Auftragsbestand kompensiert werden. Russisch-ukrainischer Krieg Unmittelbar gibt es nach aktuellem Stand keine Risiken, die das Handeln des Unternehmens beeinflussen. Mittelbar sind die volkswirtschaftlichen Auswirkungen, die sich überproportional in der Baukonjunktur widerspiegeln, wie bereits im vorherigen Punkt ausgeführt, zu befürchten. Bei laufenden Projekten sind Verzögerungen aufgrund von Materialengpässen nicht auszuschließen. Dies führt zu Mehraufwänden im Rahmen unserer Dienstleistung, deren Vergütung nicht immer abschließend geklärt ist. Zudem führen Projektverzögerungen zu ineffizientem Personaleinsatz und weiteren Zusatzkosten. Veränderung der Marktsituation Es zeichnet sich in der Gliederung des Marktes eine erst Konsolidierung ab. In den letzten zehn Jahren gab es eine Reduzierung der Büros um 15%, bei gleicher Beschäftigungsanzahl an Ingenieuren und Architekten.11 Durch unklare Altersnachfolge und andere Faktoren, ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren fortsetzen wird. Daraus entstehen neue Marktsituationen, die Einfluss auf Preisgestaltung und Auftragsvergabe haben werden. Personal Die Mitarbeiter sind sowohl höchster Kostenanteil als auch wichtigster Bestandteil eines Dienstleisters und damit von Kling Consult. Der Fachkräftemangel an gut qualifizierten Bewerbern auf dem Arbeitsmarkt wird ungeachtet der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anhalten und sich noch verstärken. Hier wird es für die Unternehmensentwicklung weiterhin ein Risiko bleiben, qualifiziertes Personal zu gewinnen und nachhaltig an das Unternehmen zu binden. Dieser Umstand hat sich gegenüber dem Vorjahr nochmals verschärft, insbesondere da die öffentliche Hand Mitarbeiter abwerben kann, ohne den wirtschaftlichen Zwängen eines Mitbewerbers zu unterliegen. Finanzinstrumente Zu den wesentlichen im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen das Wertpapierdepot und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanzmanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs durch Aufrechterhaltung steter Zahlungsfähigkeit. Die Finanzpolitik kann als konservativ bezeichnet werden. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes größere, langfristige Projekt ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Das Wertpapierdepot dient überwiegend zur Absicherung der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens und wird in einer diversen Anlagestrategie risikominimierend angelegt. 4 Sonstige Angaben 4.1 Zweigniederlassungsbericht Hauptsitz der Gesellschaft ist Krumbach. Unselbständige Zweigniederlassungen befinden sich in Augsburg, Ulm und München.
Krumbach, 10.Juli 2024 Markus Daffner 1 Vgl. Deutsche Bundesbank (www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/destatis-deutsches-bruttoinlandsprodukt-sinkt-2023-um-0-3-prozent-921680) 2 Vgl. SZ (https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/eu-deutschland-wirtschaft-wachstum-prognose-1.6363328) 3 Vgl. Statistisches Bundesamt (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/statement-bip.pdf?__blob=publicationFilel) 4 Vgl. VBI-Konjunkturdaten (https://www.vbi.de/wp-content/uploads/2023/02/VBI-Konjunkturumfrage-2023.pdf 5 Vgl. IFO-Institut (https://www.ifo.de/publikationen/2024/aufsatz-zeitschrift/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024) 6 Vgl. Statistisches Bundesamt (https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturindikatoren/Baugewerbe/kae262.html 264358) 7 Vgl. Finanzmarktwelt (https://finanzmarktwelt.de/auftragseingaenge-im-baugewerbe-steigen-die-trendwende-311081/) 8 Vgl. IFO-Institut (https://www.ifo.de/fakten/2024-03-06/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024-deutsche-wirtschaft-wie-gelaehmt) 9 Vgl. Bayrische Ingenieurkammer-Bau (https://www.bayika.de/bayika-wAssets/docs/beratung-und-service/download/bayika_konjunkturumfrage_2024_ergebnisse.pdf) 10 Vgl. ifo-Institut (https://www.ifo.de/fakten/2024-05-27/ifo-geschaeftsklimaindex-unveraendert-mai-2024) 11 Vgl. Bundes-Ingenieurekammer (https://bingk.de/ingenieurstatistik/) BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 1.1 Allgemeine Angabe Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276 und § 288 HGB wurden in Anspruch genommen. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. 1.2 Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
2 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach voraussichtlicher Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: • Beteiligungen zu Anschaffungskosten • Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt mittels retrograder Ermittlung der Herstellungskosten im Rahmen einer Gruppenbewertung gemäß § 240 Abs. 4 HGB. Ausgangspunkt hierbei ist die mit dem zum Bilanzstichtag ermittelten Fertigstellungsgrad gewichtete Auftragssumme des einzelnen Projektes. Der so ermittelte anteilige zum Bewertungszeitpunkt erreichte Erlös wird mit einem retrograden Herstellkostenfaktor multipliziert, um die nicht aktivierbaren Kosten und den kalkulatorischen Gewinn zu eliminieren. Für die Bewertung werden Gewinnmargengruppen gebildet, in denen Projekte mit ähnlichen Gewinnmargen zusammengefasst und gruppenweise bewertet werden. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung werden durch die Berücksichtigung des projektbezogenen Fertigstellungsgrads gewährleistet, da dadurch nicht mehr aktivierungsfähige Herstellkosten angesetzt werden, als dem Fertigstellungsgrad entspricht. Dem Imparitätsprinzip und Saldierungsverbot von Gewinnen und Verlusten einzelner Projekte wird durch Anwendung von gruppenspezifischen retrograden Herstellkostenfaktoren im Rahmen der detaillierten Gruppenbildung entsprochen. Da der Warenbestand (Zeichen- und Labormaterialien) nur geringfügigen Änderungen unterliegt, wurde ein Festwert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind ausgehend von den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des erkennbaren und latent vorhandenen Ausfallrisikos bewertet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Die liquiden Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft € 198.086,68 und wird entsprechend dem Zeitablauf linear aufgelöst. Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung und ist voll eingezahlt. Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag bewertet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen im Zeitpunkt der Bilanzerstellung alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden laufzeitkongruent mit einem Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und - entlastung mit den unternehmensindividuellen Steueransätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt zum Tageskurs bzw. bei Forderungen mit dem niedrigeren Kurs am Abschlussstichtag sowie bei Verbindlichkeiten mit dem höheren Kurs am Abschlussstichtag. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden zum Stichtagskurs bewertet. 3 Angaben zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus Anlage A ersichtlich. 3.2 Forderungen In den "Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen" sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von € 600.000,00 (Vj. 1.500.000,00), in den "Sonstigen Vermögensgegenständen" in Höhe von € 738.003,53 (Vj.: € 830.082,74) enthalten. 3.3 Eigenkapital Unser Unternehmen führt schwerpunktmäßig Aufträge mit langfristigen Projektlaufzeiten aus. Die Ergebnisentwicklung des Unternehmens verläuft diskontinuierlich in Abhängigkeit von der ergebniswirksamen Abnahme von Großprojekten. Das ausgewiesene Jahresergebnis entspricht wegen der Beachtung des Imparitätsprinzips (vor allem im Bereich der Bewertung der teilfertigen Leistungen), verbunden mit dem Problem der periodengerechten Abgrenzung, nicht der Ertragslage des Unternehmens. Die Ertragslage lässt sich nur für einen längeren Zeitraum von etwa 5 Jahren beurteilen. 3.4 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
3.5 Verbindlichkeiten Der Verbindlichkeitenspiegel ist aus der Anlage B zu entnehmen. 3.5.1 gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB) In den "Sonstigen Verbindlichkeiten" sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von EUR 246.874,49 (Vorjahr: EUR 230.298,02) enthalten. 3.5.2 Haftungsverhältnisse durch Pfandrechte gesicherte Verbindlichkeiten Es bestehen keine Haftungsverhältnisse. 3.5.3 Haftungsverhältnisse für fremde Verbindlichkeiten Das Wertpapierdepot 619006014 der Frankfurter Bankgesellschaft (Deutschland) AG dient als Sicherheit für einen Avalkredit der Kling Consult GmbH & Co. KG International über EUR 900.000,00 (Vorjahr: EUR 900.000,00) bei der HypoVereinsbank AG, München. Es besteht eine Verpfändung des Depots in voller Höhe. Das Wertpapierdepot 619006006 der Frankfurter Bankgesellschaft (Deutschland) AG dient als Sicherheit für ein Darlehen der Schmidt-Schicketanz Planer GmbH über EUR 425.002,00 bei der Stadtsparkasse München. Es besteht eine Verpfändung des Depots in voller Höhe. 3.5.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt EUR 729.255,73 €. Diese beinhalten Miet- und Leasingverträge mit Restlaufzeiten von 1 bis 63 Monate bezogen auf den 31.12.2023. 3.5.5 Latente Steuern In der Bilanz sind die latenten Steuern auf der Passivseite mit einem Saldo in Höhe von 25.675,00 € (Vj: 23.396,00 €) ausgewiesen. 4 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus den Währungsumrechnung in Höhe von EUR 27.844,99 (Vorjahr: EUR 85,14) enthalten. 5 Sonstige Angaben Vorgänge von besonderer Bedeutung, über welche zu berichten wäre, sind nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2023 nicht eingetreten. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. 5.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 152. Technischer Mitarbeiter: 102 Kaufmännischer Mitarbeiter: 38 Sonstige Mitarbeiter: 12 5.2 Gesellschafterorgane Geschäftsführender Gesellschafter: Dipl.-Ing. Markus Heinrich Daffner, Dipl.-Ing., München Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Bezüge des Geschäftsführers wird Gebrauch gemacht. 6 Verbundene Unternehmen und Beteiligungsverhältnisse 6.1 Sieber Consult GmbH Sitz: Am Schönbühl 1, 88131 Lindau (Bodensee) Beteiligungsverhältnis: 100 % Eigenkapital: 0 € (Stand: 31.12.2023) Ergebnis des letzten Geschäftsjahres: 323.966,25 € (Stand: 31.12.2023) 6.2 Country- und Freizeitanlagen GmbH Günzburg & Co. Golfplatz-Träger-Gesellschaft KG Sitz: 89343 Jettingen-Scheppach Beteiligungsverhältnis: 0,1 % Eigenkapital: EUR 2.030.373,76 (Stand: 31.12.2022) Ergebnis des letzten Geschäftsjahres: EUR 701,54 (Stand: 31.12.2022) 6.3 Kling 4 Audit L.L.C Abu Dhabi Sitz: Office No. 701, 7th Floor, Salam Street-Salam HQ Building, Abu Dhabi, UAE Beteiligungsverhältnis: 24% Eigenkapital: - AED 96.979,00 (- 23.918,00 €) (Stand: 31.12.2023) Ergebnis des letzten Geschäftsjahres: AED 9.775,00 (2.410,82 €) (Stand: 31.12.2023)
Krumbach, den 10.07.2024 Markus Daffner
Art, Form Sicherheit Verpfändung Wertpapierdepot/Bankguthaben Frankfurter Bankgesellschaft AG in voller Höhe sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 17.02.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkNachstehender Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den von der Offenlegung abweichenden vollständigen Jahresabschluss: " Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Kling Consult GmbH Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Kling Comsult GmbH- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Kling Consult GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle."
Starnberg, den 20. August 2024 Horn, Wirtschaftsprüfer |
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