Großhandel mit Getränken
InterNestor GmbH
Vitalisstraße 184, 50827 Köln, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Pascal Remmert seit 19.5.2023 | Prokura |
Moritz Meltzer seit 19.5.2023 | Geschäftsführer |
Alexander Dr. Schulz seit 9.10.2020 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
InterNestor GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss (bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) der InterNestor GmbH, Köln, (Amtsgericht Köln, HRB 57746) zum 31. Dezember 2023 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Von den Erleichterungsvorschriften gemäß § 288 Abs. 2 HGB wird Gebrauch gemacht. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise in diesem Anhang gemacht. Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Nach Auffassung der Geschäftsführung ist kein Insolvenzgrund gegeben. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Im Einzelnen erfolgte die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden nach folgenden Grundsätzen: Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, die sich an den Höchstsätzen der von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientieren. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 800,00 € sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten die aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungseinzelkosten, notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten angesetzt. Als antizipativer Posten ist in den sonstigen Vermögensgegenständen noch nicht abziehbare Vorsteuer in Höhe von 5.791,66 € (Vorjahr: 31.979,28 €) enthalten. Die liquiden Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten sind für Zahlungen von Aufwendungen der folgenden Geschäftsjahre gebildet worden. Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennbetrag ausgewiesen. Die Rückstellungen berücksichtigen in angemessenem Umfang alle erkennbaren Verpflichtungen und Risiken. Ihr Ansatz erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen (vgl. § 284 Abs. 3 HGB ) Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist diesem Anhang als Anlage beigefügt. Hieraus ergeben sich die Abschreibungen des Geschäftsjahres. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (vgl. § 265 Abs. 7 i.V.m. 268 Abs. 4 Satz 1 HGB) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beruhen im Vorjahr gänzlich auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 3. Sonstigen Rückstellungen (§ 285 Nr. 12 HGB) Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten, ausstehende Rechnungen, Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie Aufbewahrungskosten. 4. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr, von über einem Jahr und bis zu fünf Jahren und von mehr als fünf Jahren (§ 268 Abs. 5 Satz 1, § 285 Nr. 1a HGB)
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beruhen auf sonstigen Verbindlichkeiten. D. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) Es bestehen jährliche Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von 619.210,22 € (Vorjahr: 477.113,52 €) sowie aus Leasingverträgen in Höhe von 7.456,80 € (Vorjahr: 9.145,92 €). Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2026. 2. Angabe der durchschnittlichen Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB) Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeiternehmer betrug 133 (Vorjahr: 155). Die Arbeitnehmer waren in der Produktion (110) und in der Verwaltung (23) tätig. 3. Gesamtbezüge der Organmitglieder (§ 285 Nr. 9a HGB) Für die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Herr Moritz Meltzer hat im Geschäftsjahr 2023 seine Bezüge von der Gesellschafterin All About Cake GmbH erhalten. 4. Geschäftsführung (§ 285 Nr. 10 HGB) Alexander Weinzetl, Produktion, Einkauf und Firmenkundengeschäft, Köln (bis zum 31. März 2023) Henrik Svensson, Technik, Marketing und Kundendienst, Vallentuna / Schweden (bis zum 31. März 2023) Moritz Meltzer, Technik, Marketing, Firmenkundengeschäft, Compliance und Kundendienst, Bielefeld (seit dem 1. April 2023) Dr. Alexander Schulz, Finanzen, Produktion, Einkauf und Lizenzen, Köln 5. Konzernzugehörigkeit (§ 285 Nr. 14 HGB, § 285 Nr. 14a HGB) Der Jahresabschluss der InterNestor GmbH wird in den Konzernabschluss der Dr. August Oetker KG, Bielefeld, einbezogen. Die Dr. August Oetker KG, Bielefeld, erstellt einen Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch für den größten Kreis der Unternehmen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. 6. Ergebnisverwendungsvorschlag (§ 285 Nr. 34 HGB) Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 357.926,49 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Köln, den 28. März 2024 gez. Dr. Alexander Schulz, Geschäftsführer gez. Moritz Meltzer, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens Die InterNestor GmbH stellt in eigener Produktion am Standort Köln in handwerklicher Qualität Back- und Konditoreiwaren, im Wesentlichen Torten und ähnliche Produkte, wie Cupcakes, Cake-Pops, Muffins und Kekse her und vertreibt diese über den hauseigenen Online-Shop an Endkonsumenten sowie über B2B-Mitarbeiter an Firmenkunden. Bei der Herstellung wird Lebensmitteldruck-Technik verwendet, die es erlaubt individuelle Motive auf Torten zu drucken. Die Torten werden europaweit mittels eigener E-Commerce-Shops schwerpunkmäßig in Deutschland, aber auch in Schweden, Frankreich, Niederlande und Polen vertrieben. Die InterNestor GmbH wurde im Jahre 2020 von der Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG (Muttergesellschaft) erworben und als eigenständige Tochter weitergeführt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 war die geopolitische Lage in Deutschland weiterhin geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und dem eskalierten Konflikt zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen. Gesamtwirtschaftlich befanden wir uns 2023 weiterhin in einem Umfeld, in dem die Inflation zwar rückläufig, aber dennoch auf einem hohen Niveau war. Entsprechend wurde der Leitzins der EZB auf ein historisches Niveau angehoben, was den Konsum stark belastet hat. Entsprechend war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Damit lag die Inflation in 2023 unter dem Wert des Vorjahres, wo sie noch bei +6,9 % gelegen hatte, aber dennoch deutlich über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank in Höhe von 2 %. Im Euroraum reagierte die Europäische Zentralbank mit weiteren Schritten zur Anhebung des Leitzinssatzes von 2,5 % im Dezember 2022 auf zuletzt konstante 4,5 % im September 2023. Restriktivere monetäre Rahmenbedingungen dämpften den dynamischen Inflationsprozess, gleichzeitig haben sich dadurch die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen und private Haushalte verschlechtert, was sich wiederum bremsend auf die Konjunktur in 2023 auswirkte. Zudem ist durch das inflationäre Umfeld und die gestiegenen Kosten für den Endverbraucher eine allgemeine Konsumzurückhaltung zu verzeichnen. Auf den Beschaffungsmärkten haben sich die pandemiebedingten Störungen in den Lieferketten inzwischen gelegt. Dennoch kamen durch den Konflikt zwischen Israel und der Hamas neue Verwerfungen durch die Huthi Rebellen hinzu, die Logistikern durch Angriffe auf Frachtschiffe im Roten Meer Umwege und höhere Versicherungskosten aufzwangen und mitunter einen weiteren Rücklauf der Frachtkosten verhinderten. Die aus dem Krieg in der Ukraine, bzw. den damit verbundenen Sanktionen, resultierenden höherem Preise bei Energie und wichtigen Rohstoffen für die Nahrungsmittelbranche (bspw. Weizen, Rapsöl, Düngemittel) haben sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr weiter reduziert. Wenngleich durch bereits vorab geschlossene Kontrakte nicht immer vollumfänglich an fallenden Markpreisen partizipiert werden konnte. Auch führten wetterbedingt schlechte Ernten bei wichtigen Rohstoffen, wie Kakao und Zucker, dazu, dass Preise teils weiterhin auf hohem Niveau verblieben und noch nicht auf die Vorkrisenjahre zurückliefen. Das Konditorenhandwerk setzte im Jahr 2023 mit einem Gesamtumsatz von 2,040 Milliarden EUR (ohne USt.) 8,5 % mehr um als 2022 und übertraf damit das Vor-Corona-Jahr 2019. So konnte das 1. und 2. Quartal 2023 mit einem Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr abgeschlossen werden (+13,7 % / +6,1 %), was auf ein weiteres Abklingen der Corona-Pandemie im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen ist. Weiteres Umsatzwachstum im 3. und 4. Quartal (+10,9 % / +4,5 %) lag aus Sicht der Konditorei-Café Betriebe im Wesentlichen an guten Wetterverhältnissen. Trotz dieser guten Entwicklung kann weiter keine Entwarnung für das Konditorenhandwerk gegeben werden: Neben den inflationsbedingt höheren Kosten bleibt der Fachkräftemangel unverändert gravierend und durch den Rückgang der Ausbildungszahlen ist kurz- bis mittelfristig keine Verbesserung zu erwarten. 2. Unternehmensentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 konnte der Trend einer positiven Umsatzentwicklung auf Grund der geopolitischen Krisen und der daraus resultierenden abgeschwächten Konjunktur nicht weiter fortgesetzt werden. Der Umsatz fiel daher um 7,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Auf Grund der allgemeinen Teuerung und Kaufzurückhaltung waren die Kunden der InterNestor GmbH in 2023 beim Kauf weiterhin sehr preissensibel. Die weiterhin hohen Materialkosten und Fixkosten konnten somit auch im Jahr 2023 erwartungsgemäß noch nicht voll an die Kunden weitergereicht werden. Durch zahlreiche Kostensenkungsmaßnahmen konnte jedoch die Profitabilität gesteigert und somit der Jahresfehlbetrag auf 358 T€ reduziert werden, was einer Ergebnisverbesserung von 56,6% entspricht. III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt vom operativen Geschäft. 1. Vermögenslage Um die Liquidität zu schonen, beschränkten sich in 2023 die Investitionen in technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung lediglich auf nötige Ersatzinvestitionen. Das Anlagevermögen hat sich somit, bedingt durch die gewöhnliche nutzungsdauerorientierte Abschreibung, um ca. 21 % zum Vorjahr verringert. Aufgrund der allgemeinen Teuerungssituation an den Rohstoffmärkten und zur Sicherstellung der Rohstoffversorgung verblieb der Vorratsbestand mit 735 T € auf einem konstanten Niveau zum Vorjahr (734 T €). Die Reserve an liquiden Mitteln wurde um ca. 25 % abgebaut. 2. Finanzlage Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist unter Ausnutzung von Skonto zu begleichen. Das Risiko von Forderungsausfällen ist kaum vorhanden, da es sich bei den meisten Geschäftsvorfällen um Online-Verkäufe handelt, die mittels diverser Zahlungsanbieter (Kreditkarte, Paypal, Überweisung, Klarna) vom Kunden bezahlt werden, bevor die Bestellungen in die Produktion gehen und an den Kunden versandt werden. Einzig im B2B werden Waren auf Ziel verkauft. Die Investitionen betrugen im Geschäftsjahr insgesamt 23 T€ (im Vorjahr 171 T€). Insgesamt hat sich der Investitionsbedarf im Vergleich zu den Vorjahren stark reduziert, da der Ausbau der erweiterten Produktionshallen im Vorjahr abgeschlossen werden konnte und somit lediglich Ersatzinvestitionen nötig waren. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen 534 T€ (im Vorjahr 659 T€). Diese belaufen sich auf 28 % der Bilanzsumme. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten finanzieren die kurzfristigen Aktiva. Dabei beruht die kurzfristige Finanzierung sowie die Finanzierung von Investitionen im Wesentlichen auf Lieferantenverbindlichkeiten und Darlehen der Muttergesellschaft. Neben den liquiden Mitteln von 203 T€ (im Vorjahr 271 T€) besteht zur Sicherung der Liquidität die Zusage der Muttergesellschaft, die InterNestor ausreichend mit finanziellen Mitteln auszustatten, so dass diese ihren finanziellen Verpflichtungen auch zukünftig weiterhin pünktlich und vollständig nachkommen kann. 3. Ertragslage Die im Zuge des inflationären Umfelds angehobenen Verkaufspreise wurden weitestgehend im Jahr 2023 beibehalten. Die Umsatzerlöse verringerten sich daher im Wesentlichen durch eine verringerte Absatzmenge. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand in % von den Umsatzerlösen) ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 %-Punkte auf 31,9 % gesunken. Dies ist zum einen darauf zurückzuführen, dass sich in 2023 die Preise für Rohwaren geringfügig verringert haben sowie dass gleichzeitig höhere Verkaufspreise im Markt etabliert wurden. Zum anderen ergibt sich die verringerte Quote aus Effizienzmaßnahmen, die im Jahr 2023 umgesetzt wurden und den Materialausschuss verringerten. Inflationsbedingt gestiegenen Löhnen sowie geringeren Umsätzen wurde mit einem moderaten Personalabbau begegnet, sodass sich die Personalkostenquote (Personalaufwand in % von den Umsatzerlösen) mit 34,0 % (Vorjahr: 33,3 %) nur geringfügig erhöht hat. Die sonstigen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 807 T€ verringert. Ursächlich hierfür waren in erster Linie Reduzierungen bei den Marketingausgaben. Das Jahresergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere infolge der umgesetzten Effizienzmaßnahmen um 467 T€. Gesamtaussage der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage In Summe bewertet die Geschäftsführung die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vor dem Hintergrund der Auswirkungen des inflationären Umfeldes sowie andauerndem Ukraine-Konflikt und neuem Nahost-Konflikt als positiv und solide. IV. Prognosebericht Die EU-Kommission geht in ihrer EU-Wirtschaftsprognose davon aus, dass die Inflationsrate in der EU von 6,3 % in 2023 auf 3,0 % in 2024 sinken wird und 2025 mit einem weiteren Rückgang auf 2,5 % zu rechnen sei. Auch in Deutschland sollte die Inflation nach Schätzungen des ifo Instituts München in 2024 weiter zurück gehen. Dadurch, dass sich der Arbeitsmarkt zuletzt krisenfest zeigte und sich branchenübergreifend Reallohn-Steigerungen durchgesetzt haben, sollte Kaufkraft in die Märkte zurückkehren, was die allgemeine Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen stärken dürfte. Ähnlich geht für die EU die Kommission davon aus, dass die Wirtschaftstätigkeit in 2024 wieder Fahrt aufnimmt. Zudem sollte die zurücklaufende Inflation der Europäischen Zentralbank den Spielraum für erste Zinssenkungen eröffnen, was wiederum zu einer Ankurbelung der Konjunktur führen sollte. Während daher das ifo Institut für 2023 noch von einem Rückgang des BIP in Höhe von 0,3 % für Deutschland ausgeht, rechnet sie für 2024 mit einem moderaten Anstieg in Höhe von 0,9 %. Erst im Jahr 2025 geht das Institut von einer Normalisierung der Konjunktur mit einem Anstieg des BIP um 1,3 % aus. Wachstumshemmend werden sich weiterhin die geopolitischen Unsicherheiten auswirken. Neben dem andauernden Ukraine-Krieg kam in 2023 mit dem Nahost-Konflikt zwischen Israel und der Hamas ein neuer Krisenherd dazu, der durch den Angriff der Huthi-Rebellen auf Frachtschiffe direkten Einfluss auf den internationalen Warenverkehr und damit den globalen Welthandel nimmt. Der Ukraine-Krieg hat gezeigt, wie schnell solche geopolitischen Konflikte zu Verwerfungen am Energie- und Rohstoffmarkt führen können und mitunter direkte Auswirkungen auf die Konsumentennachfrage haben können. Zwar haben sich die Preise für Energie in 2023 verringert, was grundsätzlich auch zu einer Entspannung bei den Kosten für die im Bäckerhandwerk verwendeten Rohstoffe geführt hat. Dennoch gab es bei kritischen Rohstoffen, wie Kakao oder Zucker, klimabedingt schlechte Ernten, sodass sich nicht für alle Rohwaren die Einkaufspreise verringert haben. Daher wird auch im Jahr 2024 größtenteils an den etablierten Verkaufspreisen festgehalten, während im Jahresverlauf weitere Effizienzmaßnahmen umgesetzt werden, um die Profitabilität insgesamt zu steigern. Da für keine der beiden Konflikte bis zur Berichtserstellung ein Ende prognostiziert werden kann, geht die Geschäftsführung für 2024 weiterhin von einem geopolitisch unsicheren Umfeld aus. Auch sieht die Geschäftsführung bislang keine Verbesserung bei klimabedingten Ernteausfällen, weshalb auch in Zukunft mit höheren Preispunkten bei wichtigen Rohwaren gerechnet werden muss. Für 2024 erwartet die Geschäftsführung im Einklang mit den Wirtschaftsforschungsinstituten eine sich erst allmählich erholende Konjunktur. Erst in 2025 wird daher mit einer stärkeren Konsumentennachfrage im E-Commerce gerechnet. Aus diesem Grund prognostizieren wir für 2024 einen ähnlichen Umsatz wie im Jahr 2023. Vor diesem Hintergrund werden wir in 2024 primär weiter an unserer Kostenstruktur arbeiten und somit durch Effizienzmaßnahmen unsere Produktmargen und damit das Ergebnis verbessern. Für das Jahr 2024 gehen wir daher von einem Break-Even-Ergebnis aus. V. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht a) Branchenspezifische Risiken Sollte es wider Erwarten in der EU und in Deutschland nochmals zu einer deutlichen Konjunkturabschwächung kommen, würden sich hieraus negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Konsumausgaben ergeben. Dies würde auch die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Als Reaktion hierauf arbeitete die InterNestor in 2023 verstärkt daran neue Zielgruppen (bspw. im B2B-Segment) sowie neue Verzehranlässe zu erschließen. So wurde bspw. das Zuckerfest als neues Zielgruppen-Event aufgenommen und mit eigenen Produkten begleitet sowie das Konzept der "do-it-yourself" Süßigkeitentorten entwickelt und stetig ausgebaut. Diese und ähnliche Vorhaben werden auch in 2024 fortgeführt. Veränderte Verzehrgewohnheiten haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass vegane und zuckerfreie oder -reduzierte Produkte an Beliebtheit gewonnen haben. Sofern sich dieser Trend fortsetzt, können sich branchenspezifische Risiken verstärken. Hieraus können sich Umsatz- und Ergebnisrisiken ergeben. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir für 2024 jedoch weiterhin als gering an, zumal die InterNestor stetig an Rezeptverbesserungen arbeitet und das Produktsortiment bspw. im veganen Bereich ausbaut. b) Ertragsorientierte Risiken Der IT-Betrieb, die damit verbundene Sicherheit und Verfügbarkeit der Systeme und die Einhaltung von Datenschutzrichtlinien sind für uns von hoher Bedeutung. Durch die eingerichteten technischen und organisatorischen Maßnahmen wird das Datensicherheits-, Betriebs- und Ausfallrisiko als beherrschbar angesehen. Kritische Systeme und Daten laufen nahezu vollständig auf externen Cloud-Lösungen, die zudem stetigen Backups unterliegen. c) Finanzwirtschaftliche Risiken Dadurch, dass für das Jahr 2024 keine größeren Investitionen in den Geschäftsbetrieb zu erwarten sind und die Geschäftsführung zudem von einem Break-Even-Ergebnis am Ende des Jahres ausgeht, sind aufgrund des stetigen Cash Flows und der zugesicherten Unterstützung unserer liquiden Muttergesellschaft für 2024 keine Liquiditätsengpässe zu erwarten. 2. Chancenbericht Unsere Chancen sehen wir darin, dass der Lebensmittel E-Commerce in den vergangenen Jahren dynamisch gewachsen ist und wir dies - nach einem kriegs- und inflationsbedingten Rückgang in den Jahren 2022 bis 2024 - für den Mittelfristzeitraum wieder erwarten. Für die jüngeren Generationen ist es normal geworden, Lebensmittel über das Internet zu bestellen, eine Gewohnheit, von der wir langfristig profitieren werden. Parallel dazu nimmt die Anzahl an Bäckereien und Konditoreien seit Jahren stetig ab, wodurch sich die Wettbewerbssituation für uns weiter verbessern wird und wir so die Marktführerschaft in unserer Nische ausbauen können werden. Zudem treten unprofitable Quick-Commerce-Geschäftsmodelle aus dem deutschen Markt aus, was die Wettbewerbslandschaft für uns insgesamt verbessert und weshalb wir davon ausgehen, dass unser Angebot auch in Zukunft attraktiv bleiben wird. Weitere Markt-Chancen sehen wir darin, dass wir unser Produktsortiment stetig erweitern und zielgerichtet auf weitere Verzehranlässe ausrichten. Dabei helfen uns die Kooperationen mit zahlreichen Lizenzpartnern, mit denen wir uns von der Konkurrenz abheben. Zudem bestehen Chancen in einer besseren Auslastung der neuen Produktionsräumlichkeiten sowie in der Verbesserung zahlreicher Prozesse. Hier werden weitere Automatisierungs- und Digitalisierungs-Projekte vorangetrieben, die schließlich zu einer gesteigerten Profitabilität führen werden. 3. Gesamtaussage Umfeldrisiken der Gesellschaft sind eng verbunden mit der Entwicklung des schwer einschätzbaren Konsumklimas einerseits und dem Preisniveau auf den für uns relevanten Rohstoffmärkten - insbesondere bei Mehl und Milchfolgeprodukten - andererseits. Insgesamt hat die Beurteilung der gegenwärtigen Risiken ergeben, dass keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken bestehen und künftige bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar sind. VI. Unterschrift der Geschäftsführung
Köln, den 28. März 2024 gez. Dr. Alexander Schulz gez. Moritz Meltzer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die InterNestor GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der InterNestor GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der InterNestor GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 16. August 2024 AWADO
GmbH
Ralph Kuhn, Wirtschaftsprüfer Dorothee Böhmer, Wirtschaftsprüferin |
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