Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 2697
Eingetragen
8.10.2002
Branche
Sonstige Caterer und Erbringung sonstiger VerpflegungsdienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtVermittlungstätigkeiten für gastronomische Dienstleistungen
Gegenstand
Die Anpachtung sowie Bewirtschaftung von Verpflegungseinrichtungen aller Art, Catering und Außer-Haus-Verpflegung, sowie die Beratung in allen Fragen des Verpflegungs-Services, der Küchenplanung und -einrichtung; Die Herstellung, der Vertrieb, die Vermietung, Leasing und der Betrieb von Warenautomaten jeglicher Art; Die Zubereitung von Speisen und Getränken sowie der Vertrieb von Waren aller Art, insbesondere Nahrungs- und Genußmittel, manuell und durch Automaten sowie die Zusammenstellung von Programmen für die Verkaufsförderung dritter Unternehmen sowie Einkauf und Verkauf der damit zusammenhängenden Produkte; Die Erteilung von Lizenzen und Franchisen sowie die Durchführung aller mit dem vorstehenden Gegenstand des Unternehmens im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karsten Slawik
seit 3.2.2025
Geschäftsführer
Mirko Schmidt
seit 29.10.2024
Prokura
Rico Schmidt
seit 25.4.2024
Prokura
Martin Seng
seit 25.4.2024
Prokura
Christian Koch
seit 1.11.2022
Prokura
Katja Grimm
seit 28.12.2021
Prokura
Holger Fuchs
seit 28.12.2021
Prokura
Simone Zilgen
seit 15.7.2021
Geschäftsführer
Daniel Finkenrath
seit 7.1.2021
Prokura
Arnd Rune Thomas
seit 18.11.2020
Geschäftsführer
Kai Herwig
seit 17.1.2018
Prokura
Lutz-Eckart Spahr
seit 10.5.2012
Prokura
Olaf Ladwig
seit 25.2.2009
Prokura
Christoph Dr. Schmid
seit 17.12.2008
Prokura
Andreas Heymann
seit 10.5.2006
Prokura
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Aramark Holding Deutschland GmbH

Neu-Isenburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2020 bis zum 30.09.2021

Konzernlagebericht zum 30. September 2021

I. Grundlagen des Konzerns

Die Aramark Holding Deutschland GmbH hält jeweils 100 % der Anteile an den Gesellschaften ARAMARK GmbH, ARAMARK Restaurations GmbH, GTB Gastro Team Bremen GmbH und 75,1 % an der Restaurationsbetriebe Stockheim GmbH. Alle Tochterunternehmen werden im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen.

Als Anbieter für Catering und Service Management zählt ARAMARK in Deutschland zu den führenden Dienstleistern in diesem Markt und betreut über 600 Kunden in den Bereichen Betriebsgastronomie sowie Event-, Klinik-, Senioren-, Schul- und Kita-Catering. Unsere Kunden im Bereich Betriebsgastronomie finden sich in allen Branchen; wir decken die gastronomischen Belange von kleineren, mittelständischen Unternehmen genauso ab wie die Anforderungen von DAX-Unternehmen. Dabei passen wir unsere Angebotsstruktur und -Vielfalt an die Wünsche unserer Kunden individuell an. Jeden Tag versorgt ARAMARK über 200.000 Menschen in den Unternehmen mit Frühstücksangeboten, Pausensnacks und vor Ort gekochten Gerichten zum Mittagessen. Mit mehr als 3.000 Getränke- und Verpflegungsautomaten gewährleisten wir die Mitarbeiterversorgung zu jeder Tages- und Nachtzeit. Für Krankenhäuser und Seniorenheime bieten wir speziell auf die Bedarfe dieser Zielgruppen zugeschnittene Verpflegungskonzepte, die für Patienten und Heimbewohner an 365 Tagen im Jahr morgens, mittags und abends die Versorgung mit Speisen und Getränken sicherstellen. Anforderungen wie spezielle Sonderkostformen und Diäten werden von unseren geschulten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bewältigt. In Schulen und Kitas gehen wir auf die Wünsche der Kinder ein und bereiten auch dort frisch vor Ort gekochtes, gesundes Essen zu. Hinzu kommen etwa 3.500 Unternehmen, die von ARAMARK Refreshment Services unter anderem mit Kaffeespezialitäten beliefert werden.

Die ARAMARK Restaurations GmbH ist in zehn deutschen Fußballstadien, vier großen deutschen Messen, in der Volkswagen Halle Braunschweig, in der Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen sowie im Allwetterzoo Münster gastronomischer Partner. Für unsere Kunden erbringen wir gastronomische Dienstleistungen nicht nur bei Bundesliga-, Champions-League- und Länderspielen, sondern auch bei Konzerten, Großveranstaltungen, Events und Messen. Unser Know-how haben wir schon mehrfach bei weltweit beachteten Sportveranstaltungen unter Beweis gestellt, z. B. bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Herren 2006, der Damen-Fußball-Weltmeisterschaft 2011 und zuletzt bei der Leichtathletik-Europameisterschaft 2018 im Olympiastadion Berlin.

Unser gastronomisches Angebot erstreckt sich in den Stadien und Arenen von der Verpflegung der Besucher an den Kiosken und mobilen Verkaufsständen, auf den Tribünen, in den Stadionrestaurants über die Logen bis hin zu den VIP-Bereichen. Wir sind zuständig für die Bereitstellung der Getränke, Zubereitung von Snacks, warmer Verpflegung bis hin zur kulinarischen Premiumklasse in den VIP-Logen.

Auf den Messen und in der Volkswagen Halle Braunschweig sind wir sowohl in den Restaurants als auch in mobilen Verkaufsständen mit einem breiten Angebot an (Zwischen-)Mahlzeiten vertreten. Darüber hinaus sorgen wir bei einer Vielzahl von Kongressen und sonstigen Veranstaltungen für ein gastronomisches Angebot.

Die ARAMARK Restaurations GmbH ist auf Basis der bewirtschafteten Stadien und Messen in ihrem Marktsegment einer der größten Marktteilnehmer. Neben großen internationalen Wettbewerbern steht die Gesellschaft auch im Wettbewerb mit kleineren lokalen Anbietern.

Mit der GTB Gastro Team Bremen GmbH (im Folgenden "GTB") haben wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr unsere Aktivitäten im Bereich Freizeitgastronomie weiter ausgebaut und verstärkt. GTB ist führender Gastronomieanbieter im Bereich großer Musikfestivals und von Konzerten in Deutschland und Österreich.

Die Restaurationsbetriebe Stockheim GmbH erweitert unsere Angebotspallette um das Eventcatering auf der Rheinterrasse in Düsseldorf sowie die Bewirtschaftung der Messe Düsseldorf.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die operativ tätigen Tochterunternehmen Konzernes ARAMARK GmbH, ARAMARK Restaurations GmbH, GTB Gastro Team Bremen GmbH und Restaurationsbetriebe Stockheim GmbH betreiben im Wesentlichen die Bewirtschaftung von Betriebsrestaurants, Krankenhaus- und Altenheimverpflegung, Stadionverpflegung, Messeverpflegung sowie Publikumsverpflegung auf großen Konzertveranstaltungen.

Die ARAMARK-Gruppe ist in ihrem Marktsegment einer der größten Marktteilnehmer. Neben großen internationalen Wettbewerbern steht die Gesellschaft auch im Wettbewerb mit kleineren lokalen Anbietern.

In den operativen Gesellschaften wurde der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr vom Ausbruch der COVID-19 Pandemie dominiert, die seit März 2020 in Deutschland das Leben jedes Einzelnen, aber natürlich auch das Wirtschaftsgeschehen in weiten Teilen maßgeblich beeinflusste. Viele unserer Kunden haben ihre Betriebsrestaurants und Verpflegungseinrichtungen ab diesem Zeitpunkt auch aufgrund behördlicher Anordnungen geschlossen, um die Infektionen unter Kontrolle bekommen zu können. Auch wenn im Laufe des Geschäftsjahrs viele Kantinen wieder öffnen konnten, war doch die Nachfrage infolge vermehrter Tätigkeit vieler Kundenmitarbeiter aus dem Home Office dauerhaft bis zum Ende des Geschäftsjahrs geringer als in den Vorjahren. Konferenzen und Sonderveranstaltungen fanden nur noch in sehr reduziertem Ausmaß bei unseren Kunden statt, so dass auch in diesen Geschäftsfeldern die Umsätze stark zurückgingen. In den Geschäftsfeldern Krankenhaus- und Heimverpflegung sowie Refreshment Services hingegen konnten wir die Geschäfte trotz Pandemie nahezu unverändert fortsetzen.

In den Stadien und Messen ist das Zusammentreffen vieler Menschen wesentliche Voraussetzung für die Erbringung unserer gastronomischen Dienstleistungen. Um die Auswirkungen der Pandemie zu begrenzen, wurden sämtliche Großveranstaltungen, aber auch die allermeisten kleineren Veranstaltungsformate, gleich welcher Art, bekanntermaßen ab ca. Mitte März 2020 bis zum Ende des Geschäftsjahrs und darüber hinaus abgesagt, oder fanden ohne Publikum statt. Die Folge davon war, dass die Aramark Restaurations GmbH ihren Geschäftszweck ab diesem Zeitpunkt zumindest bis zum Ende des dritten Geschäftsjahresquartals nicht verfolgen konnte und es bis dahin keine nennenswerten Umsätze zu verzeichnen gab. Im vierten Quartal gab es bekanntlich erste Lockerungen und Veranstaltungen wurden mit Publikum durchgeführt, wenn auch in deutlich begrenztem Umfang, so dass in diesem Zeitraum wieder erste Umsätze zu verzeichnen waren.

Diese Effekte trafen in den genannten Geschäftsfeldern nicht nur die operativ tätigen Tochterunternehmen ARAMARK Holding Deutschland GmbH, sondern waren typisch für den gesamten Markt der Betriebsgastronomie. Letztlich hat sich das Geschäftsvolumen im Bereich der betrieblichen Gemeinschaftsverpflegung im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr, nach dem Einbruch des Geschäfts im Jahr 2020 insgesamt nochmals deutlich, It. Branchen-magazin gv-praxis um mehr als 10%, reduziert.

Die Entwicklung sämtlicher Kennzahlen, auf die im Weiteren näher eingegangen wird, ist maßgeblich durch die Pandemie beeinflusst, und unterliegt im Berichtsjahr im Wesentlichen diesem Sondereffekt. Aus dem Geschäftsverlauf können daher, wenn überhaupt, nur sehr bedingt Rückschlüsse auf das Geschäftsvolumen, die Ertrags- sowie die Vermögens- und Finanzlage unter normalen Bedingungen geschlossen werden.

- Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug der Umsatzrückgang insgesamt 30,0 % bzw. EUR 118,1 Mio. auf EUR 275,2 Mio. Die Prognose aus dem Vorjahr (Umsatzrückgang um 13 %) konnte damit nicht erfüllt werden. Zum Umsatzrückgang hat hauptsächlich der Ausbruch der COVID-19 Pandemie beigetragen.

Im Geschäftsbereich Betriebliche Gemeinschaftsverpflegung war ein Umsatzrückgang von 26,2 % zu verzeichnen. Aufgrund der Vielzahl von Betriebsschließungen bzw. Teilbetriebsschließungen über mehrere Monate hinweg konnten unsere nachhaltigen und zeitgemäßen Foodkonzepte wie z.B. "food-boost" oder "Snackerei" zwar in vielen Betrieben eingeführt werden, sich aber nur in geringerem Umfang positiv auf die Umsätze auswirken. Auch die Einführung von neuen To-go-Produkten konnte die Auswirkungen der Pandemie nicht kompensieren. Positiv zu vermerken war der Gewinn einer Vielzahl von Ausschreibungen bei Bestandskunden und somit eine gute Kundenbeibehaltungsrate von ca. 94 %. Durch maßvolle Anpassung der Personalstärke an die Volumina wie auch durch Nutzung der Kurzarbeit konnten die Auswirkungen des Umsatzrückgangs auf die Ergebnisse reduziert werden.

Die Rahmenbedingungen im Geschäftsbereich Krankenhaus- und Altenheimverpflegung werden primär durch die allgemeine Finanzlage im deutschen Gesundheitswesen und durch die umsatzsteuerliche Rechtslage bezüglich der Ausgestaltung des Angebotsportfolios bestimmt. Der immense Kostendruck aufgrund der angespannten Lage im Gesundheitswesen führt zum Abbau von Bettenkapazitäten und zur Schließung einzelner Krankenhäuser. Weitere Folgen sind das Entstehen und Wachstum privater Krankenhausketten, aber auch ein Trend zum Insourcing bereits nach außen vergebener Dienstleistungen, insbesondere getrieben vom Wunsch, den Umsatzsteuervorteil bei Eigenleistung gegenüber einer Fremdvergabe in Anspruch zu nehmen. Dies führte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem Umsatzrückgang von 1,7 %.

Der Geschäftsbereich Refreshment Services verzeichnete für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang von 11,2 %. Der pandemiebedingte Rückgang konnte auch durch ein solides Neukundengeschäft nicht vollständig abgefangen werden. Wie bereits auch in den Vorjahren wurden die Bestandskunden analysiert und vereinzelt unrentable Verträge mit einzelnen Kunden gekündigt.

Der Markt tendiert weiterhin überwiegend zu Spezialitäten-Kaffees oder anderen Erfrischungsprodukten wie Wasser oder Tee.

Im Bereich Leisure war ein Rückgang in Höhe von TEUR 41.342 bzw. 74,8 % auf TEUR 13.907 zu verzeichnen. Ursächlich für den Rückgang um TEUR 29.205 gegenüber dem Vorjahr in den Stadien sind die Auswirkungen durch die COVID-19 Pandemie. Erst ab dem Sommer 2021 waren in den Stadien wieder Zuschauer zugelassen, allerdings nur mit Teilauslastung der jeweiligen Stadien. Im Messebereich war zum Vorjahr ein Rückgang von TEUR 12.137 zu verzeichnen. Hauptursächlich hierfür sind ebenfalls die Auswirkungen durch die COVID-19 Pandemie aufgrund abgesagter oder verschobener Messen. Die Gesamtumsatzprognose aus dem Vorjahr mit der Hälfte des Umsatzes aus dem Geschäftsjahr 2019/2020 wurde daher nicht erfüllt. Durch Nutzung der Kurzarbeitsregelungen und anderer kostensenkender Maßnahmen konnte der Verlust der Aramark Restaurations GmbH auf TEUR 8.133 begrenzt werden, was im Rahmen der Erwartungen aus dem Vorjahr lag. Der Verlust wird von der Aramark Holding Deutschland GmbH übernommen.

Bei der GTB Gastro Team Bremen GmbH sind die Umsatzerlöse um TEUR 184 auf TEUR 523 gestiegen nach einem Rückgang um 98,4 % im Vorjahr. Ursächlich dafür waren im Vorjahr die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie, aufgrund derer bis auf eine kleine Anzahl alle Open-Air-Veranstaltungen abgesagt wurden. Ein nahezu ähnliches Bild zeichnete sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ab. Das Jahresergebnis vor Verlustübernahme beläuft sich auf TEUR 961 Jahresfehlbetrag nach TEUR 1.712 Jahresfehlbetrag vor Gewinnabführung im Vorjahr. Insoweit wurde die Prognose aus dem Vorjahr mit einem Umsatz in einstelliger Millionenhöhe und einem leicht positiven Ergebnis verfehlt.

Zum 1. Januar 2021 wurde über das neue Tochterunternehmen Restaurationsbetriebe Stockheim GmbH (vorher: Youco D20-H252 Vorrats-GmbH), Düsseldorf, die Restaurationsbetriebe Stockheim GmbH & Co. KG, Düsseldorf, erworben. Diese Gesellschaft ging im Zuge einer anschließenden Anwachsung auf die Restaurationsbetriebe Stockheim GmbH über. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 2.861 erzielt. Auch hier dominierten die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie durch die im Geschäftsjahr größtenteils geschlossene Rheinterrasse und den abgesagten Veranstaltungen in der Messe Düsseldorf. Das Jahresergebnis vor Verlustübernahme beläuft sich auf TEUR 4.678. Eine Prognose für das abgelaufene Geschäftsjahr gab es nicht.

- Neukundengeschäft

Bei einem insgesamt nur leicht steigenden Marktvolumen hat sich die Wettbewerbssituation im Neugeschäft im Geschäftsbereich Betriebliche Gemeinschaftsverpflegung noch einmal verschärft. Dennoch konnten bei 36 verlorenen Kunden insgesamt 28 Neukunden gewonnen werden.

Der Bereich Krankenhaus- und Altenheimverpflegung verzeichnete im Geschäftsjahr keine Neukunden. Einige Neukundenprojekte sind allerdings bereits weit vorangetrieben, jedoch aufgrund der langen Entscheidungszyklen, die für den Gesundheitsmarkt typisch sind, noch nicht abschließend durch die Kunden entschieden.

Durch verstärkte Anstrengungen in der Kundengewinnung und zahlreichen Produktinnovationen konnte im Bereich Refreshment Services 231 Neukunden gewonnen werden. Gleichzeitig waren durch Kündigungen, Schließungen und auslaufende Verträge jedoch auch 343 Abgänge zu verzeichnen. In den Bereichen Leisure und Convention Center konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Neukunden gewonnen werden.

- Investitionen ins Sachanlagevermögen

In Neukundenprojekte, Projekte mit unseren bestehenden Kunden und in den Ausbau unserer Infrastruktur haben wir Investitionen in Höhe von TEUR 8.380 getätigt. Nach wie vor stellt unsere Bereitschaft und Fähigkeit zu Investitionen einen wichtigen Wettbewerbsfaktor dar.

Ertragslage

Die Leistungsindikatoren für den Konzern sind der Umsatz und der Jahresüberschuss.

Der Konzernjahresfehlbetrag ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 20,0 % auf EUR 44,7 Mio. gesunken. Damit wurde die Vorjahresprognose mit einem gleichbleibenden Konzernjahresfehlbetrag verfehlt. Einen positiven Einfluss auf das Jahresergebnis hatten die mit 41,4 % überproportional zum Umsatz gesunkenen Materialaufwendungen, wodurch sich die Materialeinsatzquote gegenüber dem Vorjahr um 4,8 % verminderte. Dennoch war beim Rohertrag ein Rückgang um 64,9 Mio. zu verzeichnen. In der Gesamtbetrachtung des abgelaufenen Geschäftsjahrs gab es bei den Lebensmittelpreisen einen eher moderaten Anstieg. Dies trug neben gezielten Maßnahmen zur Verbesserung des Wareneinsatzes wie ein verbessertes Warenhandling, die konsequente Vor- und Nachkalkulation sowie die Vermeidung von Überbeständen dazu bei, dass die Wareneinsatzquote von im Vorjahr 29,5 % auf 24,7 % gesunken ist. Ebenfalls gesunken um TEUR 26.247 sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, im Wesentlichen resultierend aus dem Rückgang der Aufwendungen für Kundenbonus sowie Fremdleistungen und Zeitarbeit.

Die Abschreibungen des Anlagevermögens in Höhe von insgesamt TEUR 39.789 (Vorjahr: TEUR 42.686) beinhalten die planmäßige Abschreibung des konsolidierungsbedingten Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von TEUR 29.535 (gleichbleibend).

Die Personalaufwendungen sind unter Berücksichtigung von Personalrestrukturierungsmaßnahmen (im Vorjahr aufwandswirksam mit TEUR 11.199), durch die Beanspruchung von Kurzarbeitergeld und der geringeren Mitarbeiterzahl im Berichtsjahr um 23,5 % (TEUR 46.779) unterproportional zur Umsatzentwicklung gesunken. Am Jahresende waren insgesamt 6.052 Mitarbeiter im ARAMARK-Konzern beschäftigt. Das sind 848 Mitarbeiter weniger als zum Vorjahresstichtag. Die Vereinbarung mit der Gewerkschaft NGG und der Arbeitnehmervertretung hat in diesem Geschäftsjahr zu einer Tariferhöhung um 1 % ab dem 1. Januar 2021 für die Mitarbeiter geführt.

Im Wesentlichen durch die Verzinsung der Darlehenskonten ergaben sich insgesamt Zinsaufwendungen von TEUR 13.132 sowie Zinserträge und Erträge aus Ausleihungen von insgesamt TEUR 2.219. Das Finanzergebnis verbesserte sich um TEUR 19 im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt ergibt sich eine Reduzierung des Konzernjahresfehlbetrages von TEUR 55.884 im Vorjahr auf TEUR 44.703. Der Jahresfehlbetrag ist begründet im Wesentlichen durch den pandemiebedingten Umsatzrückgang um TEUR 118.114 in den operativen Gesellschaften, sowie die planmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes im Konzern um TEUR 29.535.

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage des deutschen ARAMARK-Konzerns ist geprägt durch den im Rahmen des Erwerbes der ARAMARK Holdings GmbH & Co. KG in 2017 entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 443,0 Mio. Im Zuge dieser Transaktion erfolgte die Sacheinlage der Anteile an den deutschen operativen Gesellschaften in das Mutterunternehmen, was die wesentliche Ursache für die Kapitalrücklage (EUR 215,9 Mio.) sowie die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber ausländischen verbundenen Unternehmen der internationalen ARAMARK-Gruppe (EUR 322,7 Mio.) darstellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zum Vorjahr um TEUR 3.804 gesunken und beinhalten u.a. Darlehen an europäische Konzerngesellschaften der internationalen Aramark-Gruppe.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 322.738 und betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Unternehmenserwerben.

Das Eigenkapital beträgt TEUR 75.256. Bei einer Bilanzsumme von TEUR 508.810 entspricht dies einer Eigenkapitalquote von 14,8 % (im Vorjahr: 23,1 %). Wesentlicher Bestandteil des Eigenkapitals ist eine Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 215.895.

Der Finanzmittelbestand, bestehend aus Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand, von TEUR 15.035 hat sich um TEUR 1.813 verringert. Neben dem im Vergleich zum Vorjahr (TEUR -6.151) deutlich verbesserten Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit (TEUR 9.240) und dem positiven Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR 5.618; Vorjahr: TEUR 25.211) waren Mittelabflüsse für die Investitionstätigkeit (TEUR 16.671; Vorjahr: TEUR 7.029) zu verzeichnen.

Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr den Umständen entsprechend als zufriedenstellend zu bezeichnen.

III. Chancen- und Risikobericht

Das seit langem in der ARAMARK-Gruppe etablierte Risikomanagementsystem beinhaltet strategische sowie mittel- und langfristig ausgerichtete Frühwarnsysteme, ein Controlling-System, ein Qualitätsmanagementsystem (Zertifizierung nach DIN EN ISO 9000), ein System zur Sicherung der Einhaltung aller Lebensmittelvorschriften und Hygiene-Richtlinien (HACCP) sowie Berichtssysteme in den einzelnen Gesellschaften und auf Gruppenebene.

Darüber hinaus wurde in den Vorjahren das Risikomanagement ausgebaut. Die ARAMARK-Gruppe hat klare Strukturen eingerichtet, um das Betriebsrisiko im Not- oder Katastrophenfall zu mindern.

Unser Controlling besteht aus fünf regionalen Controllern und sechs Controllern in der Hauptverwaltung. Diese nehmen sowohl operative als auch strategische Steuerungs- und Kontrollaufgaben wahr. Dies schließt u. a. auch die Prüfung der Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme ein.

Darüber hinaus verfügt die Gruppe über eine Interne Revision, die eine unabhängige Überwachung der Sicherheit und Ordnungsmäßigkeit von Geschäftsabläufen vornimmt. Weiter prüft die Interne Revision die Einhaltung der konzerninternen Richtlinien und buchhalterischen Vorgaben.

Die Geschäftstätigkeit der ARAMARK-Gruppe wird durch verschiedene Risiken beeinflusst. Die im Folgenden beschriebenen Risiken sind nach der Bedeutung für die ARAMARK-Gruppe geordnet.

Das größte Risiko für die weitere Geschäftsentwicklung sehen wir derzeit in der COVID-19 Pandemie, deren weitere Entwicklung nahezu nicht einschätzbar ist.

Auch im laufenden Geschäftsjahr erfolgte unverändert eine Überwachung und Steuerung der Forderungen und Vorräte auf Betriebsebene. Durch unsere konsequente Überwachung offener Forderungen gelingt es uns, das Risiko von Forderungsausfällen gering zu halten. Hinzu kommt, dass es sich bei unseren Kunden in der Regel um renommierte Unternehmen mit entsprechender Bonität handelt. Im Bereich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stellen wir durch regelmäßige Lieferantenaudits sicher, dass die Risiken überschaubar sind.

Damit verbunden ist auch das Risiko, dass Einschränkungen der Geschäftstätigkeit der Tochterunternehmen infolge einer fortdauernden pandemischen Situation zu geringeren zukünftigen Umsätzen, Erträgen und Cashflows, und in der Folge zu einer Neubewertung und letztlich außerplanmäßigen Abschreibungen der Firmenwerte führen könnten.

Zum anderen besteht ein zunehmendes mittelbares Risiko über die Tochterunternehmen im Bereich des Anlagevermögens durch die Verlagerung des Investitionsrisikos auf den Caterer. Unter den Begriff des Investitionsrisikos fallen die Investitionen in das Sachanlagevermögen, die langfristigen Werbekostenzuschüsse und die langfristigen Ausleihungen an die Kunden. Das Investitionsrisiko versuchen wir durch Buy-Back-Regelungen zu minimieren, das heißt, die Kunden verpflichten sich vertraglich bei vorzeitiger Vertragsbeendigung zur Übernahme der Investitionen. Gleichzeitig bestehen umfangreiche Chancen aus den langjährigen Kunden- und Lieferantenbeziehungen.

Bei den operativen Gesellschaften sehen wir außerdem das Risiko von deutlichen Steigerungen bei den Beschaffungspreisen im Bereich der Warenbeschaffung. Dies ist eine Folge diverser Aspekte, u.a. tragen die Erhöhung der Logistikkosten, insbesondere aufgrund gestiegener Treibstoffpreise und verknappter Frachtkapazitäten, die globale Rohstoffknappheit, aber auch Themen wie nachhaltige Beschaffung, Verzicht auf Plastik, das Lieferkettengesetz, etc., zu der erwarteten Verteuerung der Waren in den nächsten Monaten bei.

Durch konsequentes Working Capital Management und jederzeitige Absicherung der Liquidität durch die US-Muttergesellschaft ist die Aramark Holding in diesem Bereich wie in der Vergangenheit sehr gut aufgestellt. Wesentliche Liquiditätsrisiken sind nicht zu erwarten. Die Intercompany Darlehen und Verbindlichkeiten mit den Schwestergesellschaften sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Banken sind ebenfalls durch die US-Muttergesellschaft abgesichert, so dass hier keine Risiken zu erwarten sind.

Bestandsgefährdende Risiken werden insgesamt nicht gesehen.

Die ARAMARK-Gruppe steuert bereits heute mit Projekten in allen Bereichen entgegen. Dazu gehören, neben der weiteren Konsolidierung auf qualitativ hochwertige Lieferanten, die Instrumente des Menu Cycle, eines gemeinsamen Bestell- und Menüplanungstools der operativen Einheiten, die Steuerung der Logistik mithilfe einer Stoppvergütung und eine Sortimentsoptimierung. Dabei wird die regionale Beschaffung mit einer gebündelten Belieferung kombiniert werden.

Wesentliche Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen in der Erfahrung und Marktstellung unserer Gruppe begründet. Durch die langjährige Betreuung vieler Bundesligastadien, Events und Messen haben wir die Expertise und die Kontakte in der Branche, die uns sowohl bei der Weiterentwicklung der bestehenden Kunden als auch in der Neukundengewinnung einen entscheidenden Vorteil liefern werden. Zudem verfügt ARAMARK über die entsprechende Personalstärke und Logistikerfahrung in der Branche.

Ein fester Bestandteil der Personalpolitik der ARAMARK-Gruppe ist, Mitarbeiter auf allen Ebenen - entsprechend ihren Fähigkeiten - zu fördern. Gut ausgebildete und engagierte Mitarbeiter sind auch weiterhin die Basis für unseren Unternehmenserfolg.

Über Zielvereinbarungen ist sichergestellt, dass alle Führungskräfte und Mitarbeiter die Unternehmenszielsetzungen der ARAMARK-Gruppe uneingeschränkt unterstützen. Die Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat der Tochtergesellschaft ARAMARK GmbH ist von Fairness und hohem Verantwortungsbewusstsein geprägt.

IV. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2021/2022 erzielten wir in der Aramark Holding Deutschland GmbH im Bereich der in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Rückvergütungen eine deutliche Steigerung um ca. 30% aufgrund des steigenden Einkaufsvolumens bei allen Tochtergesellschaften. Aufgrund unserer langjährigen Geschäftsbeziehungen mit den meisten wesentlichen Lieferanten sowie aufgrund der positiven Tendenz im Geschäftsverlauf des Geschäftsjahrs 2021/2022 konnten wir die Konditionen trotz des deutlich geringeren Einkaufsvolumens im Geschäftsjahr 2020/2021 im Wesentlichen beibehalten und bei einzelnen Lieferanten bzw. Warengruppen sogar verbessern. Durch Ausschreibungen in mehreren Warengruppen, Bündelungseffekten bei Lieferanten und Artikeln sowie weiter steigende Compliance in Bezug auf Bestellungen gelisteter Artikel bei gelisteten Lieferanten werden wir versuchen, die Rückvergütungen weiter zu erhöhen. Nicht zuletzt werden auch die zu erwartenden Erhöhungen bei den Beschaffungspreisen zu einer Erhöhung der Rückvergütungen beitragen. Aufgrund der Prognosen für die Tochtergesellschaften ist davon auszugehen, dass die Holding auch im kommenden Geschäftsjahr aufgrund der bestehenden Ergebnisabführungs- und Verlustübernahmeverträge Verluste der Tochterunternehmen in einer Höhe zwischen EUR 6,0 Mio. und EUR 2,0 Mio. wird übernehmen müssen. Die Personalaufwendungen und sonstigen Aufwendungen in der Holding werden im kommenden Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr leicht steigen, u.a. durch Lohn- und Gehaltserhöhungen. Aufgrund der zu erwartenden höheren Umsätze bzw. sonstigen betrieblichen Erträge aus Konzernumlagen gehen wir für die Holding von steigenden Erträgen aus Konzernumlagen und Rückvergütungen aus. Insgesamt rechnen wir mit einem positiven Jahresergebnis in einer Bandbreite zwischen EUR 3,0 Mio. und 6,0 Mio.

Für die ARAMARK GmbH ergibt sich im Verlauf des neuen Geschäftsjahrs ein gemischtes Bild: während der Geschäftsbereich Krankenhaus- und Heimverpflegung relativ stabil bleibt und nur ein relativ geringes Wachstum von rund 4% verzeichnet, entwickelt sich für den Bereich Betriebliche Gemeinschaftsverpflegung im Lauf des Jahres eine Mehraktivität in Form von steigenden Essensteilnehmerzahlen, leicht steigendem Konferenzservice und zunehmenden Sonderveranstaltungen in den Betrieben. Dies führt zu einer Umsatzsteigerung von nahezu EUR 70 Mio. bzw. ca. 29% gegenüber dem Geschäftsjahr 2020/21.

Wie zu erwarten zeigen hierbei die ersten beiden Quartale des Geschäftsjahrs nur moderate Umsatzsteigerungen, verursacht hauptsächlich durch nach wie vor verstärkte Home Office Tätigkeit bei vielen Kundenmitarbeitern, ebenso wie durch vorwiegend virtuelle Konferenzen und das Fehlen von Sonderveranstaltungen. Somit verblieb der Umsatz in der Betrieblichen Gemeinschaftsverpflegung zumindest in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres auf einem relativ niedrigen Niveau. Für die zweite Geschäftsjahreshälfte ergab sich dann ein dynamischerer Anstieg der Nachfrage. Durch unsere zeitgemäßen Food-Konzepte wie "foodboost", aber auch durch den Einsatz von To-Go-Angeboten sowie durch die Entwicklung von Produkten zur Mitnahme ins Home Office können wir eine gewisse Kompensation der Umsatzrückgänge erreichen. Durch Neuverhandlung vieler Bestandskundenverträge ergeben sich für uns günstigere Unterdeckungserstattungen und höhere Subventionsanteile. Hierzu gab es bereits im zurückliegenden Geschäftsjahr einige ermutigende Erfolge.

Im Bereich der Produktkosten sind insbesondere in der zweiten Geschäftsjahreshälfte erhebliche Preiserhöhungen zu verzeichnen. Diese versuchen wir durch Anpassungen der Speisepläne und effizientes Warenhandling, aber natürlich auch durch Erhöhungen der Verkaufspreise und Kundenzuschüsse zumindest teilweise zu kompensieren. Dennoch wird durch die zunehmende Inflation bei den Lebensmittelpreisen der Materialeinsatz in Prozent vom Umsatz um ca. 10% von rd. 30% vom Umsatz auf ca. 34% vom Umsatz ansteigen. Dies ist auch bedingt durch den höheren Anteil der Verkaufserlöse am Gesamtumsatz der Aramark GmbH im Vergleich zur Vorperiode. Hinzu kommt im Verlauf des Geschäftsjahrs der negative Einfluss von Lieferkettenproblemen, der durch die Ukraine-Krise noch verstärkt wird und dazu führt, dass einzelne Produkte und/oder Warengruppen zumindest temporär nur schwer oder nur zu überteuerten Preisen verfügbar sind. Dem wirken wir durch Flexibilität in der Speisenplangestaltung und Austausch von Artikeln operativ entgegen. Unser Supply Chain Management pflegt weiterhin stabile Lieferantenbeziehungen. Im Bereich der Personalkosten nutzen wir weiterhin für viele Mitarbeiter zumindest in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs die Anordnung von Kurzarbeit zur Kostensteuerung. Wir steuern die Personalkosten auch im weiteren Verlauf des Geschäftsjahrs aktiv durch laufende Anpassungen an die jeweilige Nachfrageentwicklung.

Auch im neuen Geschäftsjahr gewinnen wir durch attraktive und innovative, kundenindividuelle Konzepte und Lösungen neue Kunden, vor allem im Bereich Betriebliche Gemeinschaftsverpflegung. Durch unsere hochwertige Speisenqualität, aber auch durch ein ausgeklügeltes, von einem unabhängigen namhaften Hygieneinstitut zertifiziertes Sicherheits- und Hygienekonzept werden wir wie in der Vergangenheit bei Neukunden punkten und Ausschreibungen für uns entscheiden. Aufgrund unseres konsequenten und proaktiven Bestandskundenmanagements wird die hohe Kundenbeibehaltungsraten der Vorjahre auch im nächsten Geschäftsjahr beibehalten und wir verlieren nur relativ wenige Kunden.

In den Geschäftsbereichen Krankenhaus- und Heimverpflegung sowie Refreshment Services bleibt der Geschäftsverlauf auch im neuen Geschäftsjahr stabil mit in etwa gleichbleibenden Umsätzen und Ergebnissen.

Insgesamt sehen wir für das Unternehmen eine deutliche Umsatzsteigerung gegenüber dem zurückliegenden Berichtsjahr um ca. 27%. Aufgrund der zu erwartenden Preissteigerungen beim Wareneinsatz sowie aufgrund des Wegfalls der Kurzarbeit im Laufe des Geschäftsjahrs erwarten wir ein Jahresergebnis in einer Bandbreite zwischen EUR -5,0 Mio. Jahresverlust und EUR +1,0 Mio. Jahresgewinn.

Für die ARAMARK Restaurations GmbH ergibt sich für die erste Geschäftsjahreshälfte zwar eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr, allerdings waren die Aktivitäten in den Stadien und Messen von Dezember bis einschließlich Februar erneut sehr stark eingeschränkt, weil pandemiebedingt entweder keine oder nur sehr wenige Besucher bei den Veranstaltungen erlaubt waren. Für die zweite Geschäftsjahreshälfte ab dem Frühjahr 2022 ist festzustellen, dass sehr viele, auch große Veranstaltungen mit Publikum stattfinden, bei denen wir unsere gastronomischen Dienstleistungen in unbeeinträchtigtem Umfang erbringen können. Im Verlauf der zweiten Geschäftsjahreshälfte waren nahezu alle Veranstaltungen, bei denen wir tätig waren, ausverkauft. Zudem ist beim Konsumverhalten der Gäste ein signifikanter Nachholeffekt zu konstatieren, der zu deutlich steigenden Pro-Kopf-Umsätzen sowohl bei Fußballspielen in den Stadien als auch bei Publikumsmessen führt. Dies führt insgesamt zu einem massiven Umsatzsprung um fast EUR 100 Mio. gegenüber dem Geschäftsjahr 2020/21, in dem ja nur sehr geringe Umsätze in der Aramark Restaurations GmbH zu verzeichnen waren. Trotz der deutlichen Umsatzsteigerung erwarten wir eine nur relativ geringe Ergebnisverbesserung, da aufgrund des Personalmangels, der Mindestlohn- und damit verbundenen Stundenlohnerhöhungen, insbesondere für die Vielzahl der in unseren Objekten benötigten Aushilfen, aber analog zur Aramark GmbH auch bei der Aramark Restaurations GmbH zu verzeichnenden Preiserhöhungen bei den Lebensmitteln, ein hoher Anteil der Mehrumsätze durch die genannten Kostensteigerungen geschmälert und teilweise überstiegen wird. Den Verlust vor Verlustübernahme erwarten wir in einer Größenordnung zwischen ca. EUR 3,0 Mio. bis EUR 8,0 Mio.

Im Geschäftsjahr 2021/22 ergeben sich daher steigende Material- und Personalkostenquoten. Im Bereich der Materialkosten versuchen wir, durch Preiserhöhungen im Publikumsbereich der Stadien und Messen, aber auch bei den Hospitalitybereichen der Stadien bei den Verrechnungspreisen pro Gast diesen Trends entgegenzuwirken. Im Bereich der Personalkosten werden wir versuchen, uns so weit wie möglich flexibel an die Kapazitätsauslastung anzupassen, u.a. durch den angepassten Einsatz von Aushilfskräften sowie durch bedarfsgerechte Nutzung von Zeitarbeitsunternehmen. Die Fixkosten in Form von Abschreibungen der von uns erbrachten Investitionen bzw. in Form von Amortisierung von Signing Fees werden auch im kommenden Geschäftsjahr die Ergebnisse der Stadien und Messen belasten, ebenso wie die übernommenen Mietnebenkosten je nach Vertragsgestaltung und -objekt.

Wir werden uns auch im kommenden Geschäftsjahr aktiv um Neukunden bemühen und sind sicher, dass wir mit unserer nachgewiesenen Kompetenz in Bezug auf das gesamte gastronomische Portfolio bei Veranstaltungen jeglicher Größe und mit attraktiven Konditionen punkten können. Ebenso werden wir versuchen, durch partnerschaftlichen Umgang in und mit der Krise unsere langjährigen Kundenbeziehungen zu verstärken und auslaufende Verträge mit unseren Bestandskunden zu verlängern. Wesentliche Veränderungen der Vermögens- und Finanzlage erwarten wir insgesamt nicht. Aufgrund unseres starken finanziellen Engagements in den einzelnen Stadien werden wir neben dem sportlichen Abschneiden sehr aufmerksam die wirtschaftliche Situation der Vereine und der Betreibergesellschaften beobachten und aktives Risiko- und Vertragsmanagement betreiben.

Für die folgenden Jahre gehen wir insgesamt davon aus, dass das Publikumsinteresse an Fußball- und anderen Sport- und Freizeitveranstaltungen anhält. Mittel- und langfristig erwarten wir ein moderates stetiges Umsatzwachstum. Unsere seit langem erfolgreichen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostenkontrolle werden dazu beitragen, die Ertragssituation positiv zu beeinflussen und eine nachhaltige Profitabilität sicherzustellen.

Nachdem im vergangenen Geschäftsjahr Pandemie-bedingt nahezu keine Konzert- und Festivalveranstaltungen stattfanden, war der Umsatz der GTB Gastro Team Bremen GmbH als dem Spezialisten für die Bewirtschaftung genau solcher Veranstaltungen naturgemäß sehr gering. Für das Geschäftsjahr 2021/22 wurden eine erhebliche Anzahl von Veranstaltungen gebucht. Daher rechnen wir mit einem Umsatz von mehr als EUR 30 Mio. und damit auch einem leicht positiven Ergebnis.

Bei der Restaurationsbetriebe Stockheim GmbH sind im Verlauf des Geschäftsjahrs ebenfalls zunehmende Aktivitäten in der Messe Düsseldorf in Form von Messen und Ausstellungen festzustellen. Auch in der Lokation Düsseldorfer Rheinterrasse nehmen die Buchungen von Veranstaltungen zu. Insgesamt ist ein Umsatz von ca. EUR 11,0 Mio. absehbar, der damit deutlich höher als im Vorjahr, aber immer noch signifikant unter der möglichen Kapazität liegen wird. Wir rechnen für die Restaurationsbetriebe Stockheim GmbH mit einem Jahresverlust von EUR 1,0 Mio. bis EUR 2,0 Mio.

Für den Konzern insgesamt ergeben sich durch den starken Rückgang der pandemiebedingten Auswirkungen, durch die starke Zunahme der Aktivitäten in allen Tochtergesellschaften, durch Neukundengewinnung und eine gute Kundenbeibehaltungsrate im Geschäftsjahr 2021/22 Mehrumsätze gegenüber dem Vorjahr von rd. EUR 200 Mio. Dies entspricht einem Anstieg um mehr als 70%. Insgesamt wird auf Konzernebene ein Umsatz von mehr als EUR 470 Mio. erreicht werden. Unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 29,5 Mio. erwarten wir für das Geschäftsjahr 2021/22 einen Konzernjahresfehlbetrag in einer Größenordnung zwischen ca. EUR 23,0 Mio. bis EUR 26,0 Mio.

Wesentliche Veränderungen der Vermögens- und Finanzlage des Aramark Konzerns ergeben sich insgesamt nicht. Wir erwarten, dass die Liquidität der Gesellschaft stets ausreichend gesichert bleiben wird, insbesondere durch die Verfügbarkeit über liquide Mittel aus der Unternehmensgruppe.

 

Neu-Isenburg, den 27. Oktober 2022

Die Geschäftsführung

Arnd Rune Thomas

Simone Zilgen

Lutz-Eckart Spahr

Konzernbilanz zum 30. September 2021

Aktiva

30.09.2021 30.09.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Bewirtschaftungsrechte und entgeltlich erworbene Software 21.558.417,05 8.819.191,62
2. Geschäfts- oder Firmenwert 324.884.687,67 354.419.659,28
3. Geleistete Anzahlungen 261.809,00 42.887,00
346.704.913,72 363.281.737,90
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 11.411.128,17 10.355.053,68
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.326.996,68 12.502.644,77
3. Geleistete Anzahlungen 761.964,70 417.115,05
23.500.089,55 23.274.813,50
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 6.000.000,00 250.000,00
376.205.003,27 386.806.551,40
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.828.680,50 2.681.900,13
2. Waren 6.950.061,92 6.681.831,72
9.778.742,42 9.363.731,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 38.191.012,94 34.697.237,77
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 56.620.765,59 60.424.457,65
3. Sonstige Vermögensgegenstände 11.826.840,90 10.325.249,08
106.638.619,43 105.446.944,50
III. Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 15.034.827,56 16.847.719,78
131.452.189,41 131.658.396,13
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.152.571,94 1.865.558,87
508.809.764,62 520.330.506,40

Passiva

30.09.2021 30.09.2020
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 215.895.071,00 215.895.071,00
III. Konzernbilanzverlust (-) -140.664.000,71 -95.961.084,88
75.256.070,29 119.958.986,12
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 1.833.818,12 1.809.383,18
2. Steuerrückstellungen 984.376,11 1.011.521,83
3. Sonstige Rückstellungen 26.436.290,16 28.208.732,53
29.254.484,39 31.029.637,54
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.000.161,80 16.000.000,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.469.222,75 5.364.150,91
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.216.845,52 14.419.408,25
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 322.737.500,43 327.903.643,87
5. Sonstige Verbindlichkeiten 17.942.534,37 4.222.397,12
davon aus Steuern 3.541.458,58 2.170.294,92
davon im Rahmen der soz.Sicherheit 594.893,28 601.755,14
403.366.264,87 367.909.600,15
D. Rechnungsabgrenzungsposten 932.945,07 1.432.282,59
508.809.764,62 520.330.506,40

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021

2020/2021 2019/2020
1. Umsatzerlöse 275.189.649,61 393.303.773,53
2. Sonstige betriebliche Erträge 6.826.740,02 1.695.552,72
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 67.894.978,87 115.947.872,61
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 126.699.135,00 171.119.093,36
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 25.228.591,09 27.587.592,29
davon für Altersversorgung 137.327,45 137.467,78
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 39.789.465,18 42.685.725,18
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 57.208.577,83 83.455.545,65
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.218.879,03 1.731.381,39
davon aus verbundenen Unternehmen 2.218.446,03 1.729.075,39
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 185.202,33 16.602,66
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.131.715,35 12.663.242,85
davon an verbundene Unternehmen 12.338.292,00 12.363.042,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Ertrag) 829.076,50 827.382,19
11. Ergebnis nach Steuern/Konzernjahresfehlbetrag (-) -44.702.915,83 -55.884.379,45
12. Verlustvortrag (-) aus dem Vorjahr -95.961.084,88 -40.076.705,43
13. Konzernbilanzverlust (-) -140.664.000,71 -95.961.084,88

Konzernanhang zum 30. September 2021

I. Allgemeine Angaben

Die Aramark Holding Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Neu-Isenburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Offenbach am Main (Reg.Nr. HRB 51324).

Der Konzernabschluss der Aramark Holding Deutschland GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§ 264 HGB i. V. m. §§ 290 ff. HGB) aufgestellt. Für den Konzernlagebericht wurde § 315 HGB beachtet. Der Konzernanhang richtet sich nach den Vorschriften der §§ 313 ff. HGB.

Die Bilanz wurde nach den Gliederungsvorschriften des § 298 Abs.1 HGB i.V.m. § 266 HGB aufgestellt. Der Konzernanhang richtet sich nach den Vorschriften der § 313 ff. HGB.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Geschäfts- oder Firmenwert ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und - soweit erforderlich - außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Bei der Bestimmung der Nutzungsdauer wurden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Entwicklungspotential der Branche, die Laufzeit der Absatz- und Beschaffungsverträge und die Fluktuationsrate von wichtigen Mitarbeitern berücksichtigt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibung wird nach der linearen Methode vorgenommen. Folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern werden für die Berechnung der Abschreibungen auf Basis der steuerlichen AfA Tabellen, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen, zugrunde gelegt:

Bewirtschaftungsrechte Vertragslaufzeit
Entgeltlich erworbene Software 2 bis 7 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Abschreibung werden vorgenommen, wenn es sich um dauerhafte Wertminderungen handelt. Vom Abschreibungswahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Das Vorratsvermögen wird durch Einzelbewertung getrennt nach Waren und RHB zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips durch Vergleich mit den Wiederbeschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken für mögliche Ausfälle werden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Die von der Bundesagentur für Arbeit im Berichtsjahr geleisteten Erstattungen von Kurzarbeitergeld sind in der Gewinn- und Verlustrechnung aufwandsmindernd im Personalaufwand erfasst. Noch nicht erstattete Beträge sind in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Die Pensionsrückstellungen sind im Rahmen des § 253 Abs. 1 und 2 HGB auf Basis des "Projected Unit Credit (PUC)"-Bewertungsverfahrens und auf der Grundlage der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 30. September 2021 auf 1,97 %. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Es wurde eine Renten- und Entgeltsteigerung von 2,00 % berücksichtigt. Bei Anwendung des 7-Jahres Durchschnittszinssatzes hätte sich zum 30. September 2021 eine um TEUR 36 höhere Rückstellung ergeben.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages sowie für erkennbare Risiken für drohende Verluste in Höhe des Verpflichtungsüberschusses gebildet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend der Restlaufzeit abgezinst. Das Mutterunternehmen ist Organträgerin für die deutsche ertragsteuerliche Organschaft.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Im Wesentlichen aufgrund von temporären Differenzen bei Rückstellungen sowie steuerlichen Verlustvorträgen ergeben sich aktive latente Steuern im Sinne des § 274 Abs. 1 HGB in Höhe von TEUR 14.900, ermittelt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz (30,32 %) zum Stichtag. Nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ergibt sich - wie bereits im Vorjahr - ein latenter Steueranspruch, der nicht bilanziert wird.

III. Erläuterungen zum Konzernabschluss

Erläuterungen zur Konsolidierung

1. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 30. September 2021 sind neben der Muttergesellschaft folgende Unternehmen nach den Regeln der Vollkonsolidierung einbezogen, an denen die Gesellschaft die folgenden Anteile hält:

- ARAMARK GmbH, Neu-Isenburg 100 %
- ARAMARK Restaurations GmbH, Neu-Isenburg 100 %
- GTB Gastro Team Bremen GmbH, Bremen 100 %
- Restaurationsbetriebe Stockheim GmbH, Düsseldorf 75,1 %

Der Konsolidierungskreis hat sich zum 01.01.2021 um die Restaurationsbetriebe Stockheim GmbH erweitert. Dem Minderheitsgesellschafter sind aufgrund vertraglicher Regelungen keine Gewinn-/Verlustanteile zuzurechnen. Aufgrund Geringfügigkeit erfolgt kein Ausweis nicht beherrschender Anteile im Konzerneigenkapital.

Die Tochtergesellschaften machen im Hinblick auf die Offenlegungspflichten von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden einheitlich nach den Vorschriften des HGB in Euro aufgestellt.

2. Konzernabschlussstichtag

Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt worden. Bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht der Stichtag des Einzelabschlusses dem Stichtag des Konzernabschlusses.

3. Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. HGB. Aus der Erstkonsolidierung der ARAMARK Holdings GmbH & Co. KG ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 443.025, der über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben wird. Aus dem Erwerb der Restaurationsbetriebe Stockheim GmbH, Düsseldorf, wurde aus Wesentlichkeitsgründen kein Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt und kein Ausweis von nicht beherrschenden Anteilen vorgenommen.

4. Schulden- und Aufwands-/Ertragskonsolidierung

Alle zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehenden Ausleihungen und anderen Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind verrechnet worden. Gleiches gilt für Umsätze, Aufwendungen und Erträge.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020/2021 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten folgende kurzfristige Darlehensforderungen EUR 29,2 Mio (i. Vj. EUR 29,2 Mio) gegen die Aramark Investment Ldt. Leeds/UK, EUR 25,0 Mio (i. Vj. EUR 25,0 Mio) gegen die Aramark Servicios de Catering, S.L.U., Barcelona/Spanien, EUR 0,0 Mio (i. Vj. EUR 4,0 Mio) gegen die Aramark S.A, Brüssel/Belgien und EUR 2,4 Mio (i. Vj. EUR 2,2 Mio) gegen Aramark Czech Republic, s.r.o., Prag/Tschechien.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind hauptsächlich Forderungen an die Bundesagentur für Arbeit für Kurzarbeitergeld (TEUR 2.472) und einkaufsabhängige Forderungen gegen Lieferanten enthalten (TEUR 5.037), die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.

3. Eigenkapital

Das Eigenkapital ist im Vergleich zum 30. September 2020 aufgrund des Konzern-Jahresfehlbetrages in Höhe von TEUR -44.703 auf TEUR 75.256 gesunken. Der Konzern-Jahresfehlbetrag des Vorjahres ist im Bilanzverlust enthalten.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Restrukturierungs- und Personalkosten (TEUR 7.867), Umsatzbonus für Kunden (TEUR 4.137), Bonus und Prämien an Mitarbeiter (TEUR 3.143), Resturlaub (TEUR 2.872) sowie Weihnachtsgeld (TEUR 1.784).

Die Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen wurden nahezu ausschließlich von der HEUBECK AG ermittelt. Insgesamt ergibt sich eine Zuführung von TEUR 25 zu der Pensionsrückstellung auf insgesamt TEUR 1.834. In diesem Betrag sind Aufzinsungen von TEUR 41 enthalten.

5. Verbindlichkeiten

Gegenüber der ARAMARK International Finance S.à.r.l., Ehlange-sur-Mess/Luxemburg, besteht eine Darlehensverbindlichkeit in Höhe von TEUR 322.738 (i.Vj. TEUR 322.738). Die Rückzahlung des Darlehens hat spätestens am 1. April 2025 zu erfolgen. Damit haben Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von unveränderten TEUR 322.738 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr bestehen nicht.

Alle übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, so auch das Darlehen der JP Morgen Bank in Höhe von TEUR 31.000, das bei Bedarf monatlich verlängert wird. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.

Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind.

Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

6. Konzernkapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 15.035 (i. Vj. TEUR 16.848) setzt sich zusammen aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse:

Die Umsatzerlöse werden im Inland erzielt und gliedern sich wie folgt:

2020/2021 2019/2020
TEUR TEUR
Betriebliche Gemeinschaftsverpflegung (Catering) 220.219 298.206
Leisure (Stadionbewirtschaftung) 9.261 38.466
Krankenhaus- und Altenheimverpflegung (Healthcare Support Services) 26.977 27.455
Convention Center (Bewirtschaftung von Messen) 4.647 16.784
GTB Gastro Team Bremen GmbH 523 339
Restaurationsbetriebe Stockheim GmbH 2.861 0
Büro-Kaffee-Service (Refreshment Services) und Automatengeschäft (Vending) 10.702 12.054
275.190 393.304

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im wesentlichen Ausgaben für Zeitpersonal (TEUR 9.354), Mieten und Mietnebenkosten (TEUR 8.565), Fremdinstandhaltung (TEUR 6.607), Reinigung und Hygiene (TEUR 5.870), Kundenbonus (TEUR 4.816) und Bekleidung (TEUR 4.562).

3. Periodenfremdes Ergebnis

Das periodenfremde Ergebnis in Höhe von TEUR 4.475 betrifft periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 3.500), Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 228), Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen (TEUR 33) sowie Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Forderungen aus Vorjahren (TEUR -111).

4. Vorgänge von außergewöhnlicher Bedeutung

Eine außergewöhnliche Bedeutung und Höhe haben die Erstattungen der Bundesagentur für Arbeit für Gewährung von Kurzarbeitergeld innerhalb des Personalaufwands in Höhe von TEUR 32.271.

5. Zinserträge/-aufwendungen

Dem Zinsaufwand in Höhe von TEUR 13.132 (davon TEUR 12.338 an verbundene Unternehmen) standen TEUR 2.219 Zinserträge (davon TEUR 2.220 aus verbundenen Unternehmen) gegenüber. Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 41.

6. Steuerbelastung

Der Steuerertrag aus Gewerbesteuer betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr TEUR 829.

7. Royalty-Fee

Vor dem Hintergrund der negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wurde im Berichtszeitraum von Seiten der Aramark Trademark Services Inc., Philadelphia/USA, auf die Erhebung einer Royalty-Fee in Höhe von TEUR 2.038 verzichtet.

VI. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

a) Haftungsverhältnisse

Die BHF-Bank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, hat der ARAMARK GmbH eine Rahmenkreditlinie in Höhe von TEUR 1.000 eingeräumt. Die Kreditgewährung erfolgte unter der gesamtschuldnerischen Mithaftung der Aramark Holding Deutschland GmbH. Die Rahmenkreditlinie ist zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen.

Im Rahmen des in der ARAMARK-Gruppe bestehenden Risikomanagementsystems werden die Finanzierungsrisiken und damit auch die Risiken aus der Inanspruchnahme aus Eventualschulden eng überwacht. Haftungsverhältnisse werden nur nach erfolgter Risikobewertung eingegangen.

Es bestehen keine weiteren Haftungsverhältnisse, über die gemäß § 268 Abs. 7 HGB i. V. m. § 251 HGB zu berichten wäre.

b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende finanzielle Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverhältnissen:

bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR
Gebäudemietverträge 3.015 10.995 14.010
Kfz-Leasingverträge 1.511 1.587 3.098
Bewirtschaftungsrechte 5.000 0 5.000
Sonstige Leasingverträge 67 143 210
9.593 12.725 22.318

2. Konzern- und Beteiligungsverhältnisse

Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Aramark, Philadelphia/USA. Ihr Konzernabschluss wird bei der SEC, Washington D.C./USA, unter dem Central Index Key 0001584509 eingereicht.

Als verbundene Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB gelten alle Unternehmen des Aramark-Konzerns.

3. Geschäftsführung

Arnd Rune Thomas, Vorsitzender der Geschäftsführung (seit 01.10.2022) und Geschäftsführung Operations (seit 01.10.2020)

Jürgen Vogl, Vorsitzender der Geschäftsführung (bis 30.09.2022)

Frau Simone Zilgen, Geschäftsführung Human Resources (seit 15.06.2021)

Lutz-Eckart Spahr, Geschäftsführung Finanzen, Controlling und IT

Detlef Knuf, Geschäftsführung Vertrieb und Marketing (bis 15.11.2021)

Thomas Brütt, Geschäftsführung Operations (bis 31.12.2020)

Katja Borghaus, Geschäftsführung Human Resources (bis 30.05.2021)

Im Geschäftsjahr wurden TEUR 1.957 an Geschäftsführerbezügen gewährt (inklusive erworbener Ansprüche nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 2 HGB).

4. Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt: 6.362.

Die Aufteilung der Mitarbeiter ergibt sich wie folgt:

Mitarbeiter
Mitarbeiter außertariflich 697
Mitarbeiter tariflich 5.629
Auszubildende 36
6.362

5. Honorare des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das zum 30. September 2021 endende Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf TEUR 220 und entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

VII. Vorgänge von besondere Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Zu Beginn des Kalenderjahres 2022 zeichnete sich aufgrund der Lieferkettenprobleme bereits ein überdurchschnittlicher Anstieg der Beschaffungspreise für die deutsche Aramark Gruppe ab. In Abhängigkeit von den jeweiligen Warengruppen müssen wir mit einem Preisanstieg in Höhe von bis zu 10% rechnen. Die Ukraine-Krise ab Februar 2022 führt dazu, dass sich diese Thematik möglicherweise noch verstärkt. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass wir das generelle Problem der Warenverfügbarkeit aufgrund der Diversität und Regionalität unserer Lieferantenstruktur, wie auch aufgrund unserer langjährigen guten Beziehungen zu unseren Hauptlieferanten im Wesentlichen gut bewältigen können.

Ein weiteres schwerwiegendes Thema, das die Geschäftsentwicklung im nächsten Geschäftsjahr maßgeblich beeinflussen wird, ist der Fachkräftemangel, der die gesamte Gastronomiebranche und damit auch unser Unternehmen in zunehmendem Umfang betreffen wird. Dem versuchen wir durch verstärkte Recruitingmaßnahmen, aber auch wie bisher durch gezielte Aus- und Weiterbildung unserer Belegschaft, entgegenzuwirken.

Die zu erwartenden Beschlüsse der Bundesregierung zum Mindestlohn werden dazu führen, dass mit nicht unerheblichen Lohnsteigerungen gerechnet werden muss.

Ein wichtiges Thema für die Profitabilität wird es demzufolge sein, die sich abzeichnenden Kostenerhöhungen an unsere Gäste in Form von Preiserhöhungen an unsere Kunden weitergeben zu können.

 

Neu-Isenburg, 27. Oktober 2022

Die Geschäftsführung

Arnd Rune Thomas

Simone Zilgen

Lutz-Eckart Spahr

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020/2021

Anschaffungskosten
01.10.2020 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anzahlungen Umbuchungen Konzernintern 30.09.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Bewirtschaftungsrechte und entgeltlich erworbene Software 48.856.373,91 15.212.742,80 -89.527,28 42.887,00 0,00 64.022.476,43
2. Geschäfts- und Firmenwert 443.024.574,11 0,00 0,00 0,00 0,00 443.024.574,11
3. Geleistete Anzahlungen 42.887,00 261.809,00 0,00 -42.887,00 0,00 261.809,00
491.923.835,02 15.474.551,80 -89.527,28 0,00 0,00 507.308.859,54
II. Sachanlagen
1. Techn. Anlagen und Maschinen 30.732.000,06 4.907.445,40 -1.909.384,88 158.557,07 0,00 33.888.617,65
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 51.886.619,54 2.710.319,16 -1.959.159,39 258.557,98 0,00 52.896.337,29
3. Geleistete Anzahlungen 417.115,05 761.964,70 0,00 -417.115,05 0,00 761.964,70
83.035.734,65 8.379.729,26 -3.868.544,27 0,00 0,00 87.546.919,64
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 250.000,00 6.000.000,00 -250.000,00 0,00 0,00 6.000.000,00
250.000,00 6.000.000,00 -250.000,00 0,00 0,00 6.000.000,00
575.209.569,67 29.854.281,06 -4.208.071,55 0,00 0,00 600.855.779,18
Kumulierte Abschreibungen
01.10.2021 Zugänge Abgänge Konzerninterne Umbuchungen 30.09.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Bewirtschaftungsrechte und entgeltlich erworbene Software 40.037.182,29 2.514.724,24 -87.847,15 0,00 42.464.059,38
2. Geschäfts- und Firmenwert 88.604.914,83 29.534.971,61 0,00 0,00 118.139.886,44
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
128.642.097,12 32.049.695,85 -87.847,15 0,00 160.603.945,82
II. Sachanlagen
1. Techn. Anlagen und Maschinen 20.376.946,38 3.707.458,67 -1.606.915,57 0,00 22.477.489,48
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.383.974,77 4.032.310,66 -1.846.944,82 -0,00 41.569.340,61
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
59.760.921,15 7.739.769,33 -3.453.860,39 -0,00 64.046.830,09
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
188.403.018,27 39.789.465,18 -3.541.707,54 -0,00 224.650.775,91
Buchwerte
30.09.2021 Vorjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Bewirtschaftungsrechte und entgeltlich erworbene Software 21.558.417,05 8.819.191,62
2. Geschäfts- und Firmenwert 324.884.687,67 354.419.659,28
3. Geleistete Anzahlungen 261.809,00 42.887,00
346.704.913,72 363.281.737,90
II. Sachanlagen
1. Techn. Anlagen und Maschinen 11.411.128,17 10.355.053,68
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.326.996,68 12.502.644,77
3. Geleistete Anzahlungen 761.964,70 417.115,05
23.500.089,55 23.274.813,50
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 6.000.000,00 250.000,00
6.000.000,00 250.000,00
376.205.003,27 386.806.551,40

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021

2020/2021 2019/2020
T€ T€
Konzern-Jahresfehlbetrag (-) -44.703 -55.884
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 39.789 42.686
Zunahme der Pensionsrückstellungen 24 87
Zunahme (i.Vj. Abnahme) der sonstigen Rückstellungen -1.772 5.096
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
Vorräte -415 2.290
Lieferforderungen -3.494 27.401
Sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten 1.111 3.154
-2.798 32.845
Verlust/Ertrag aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -58 260
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
Erhaltene Anzahlungen 105 112
Lieferverbindlichkeiten 11.797 -43.134
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen -5.166 5.166
Sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten 1.321 -4.616
8.057 -42.472
Zinsaufwendungen 13.132 12.529
Zinserträge (-) -2.404 -1.748
Ertragssteueraufwand -829 44
Ertragssteuererstattungen 802 406
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 9.240 -6.151
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 449 582
Einzahlungen aus Abgängen von Immateriellen Vermögensgegenständen 0 0
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 250 348
699 930
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -5.475 -2.640
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -6.000 0
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -8.253 -7.067
-19.728 -9.707
Erhaltene Zinsen 2.358 1.748
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -16.671 -7.029
Einzahlung aus der Aufnahme von Bankkrediten 15.000 13.471
Veränderung der Konzernfinanzierung (kurzfristige Finanzkredite) 3.804 30.437
Gezahlte Zinsen (-) -13.186 -18.697
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 5.618 25.211
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -1.813 12.031
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 16.848 4.817
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 15.035 16.848

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2020/2021

Rücklagen Bilanzverlust
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Verlustvortrag Konzernjahresfehlbetrag (-) Summe
30. September 2020 25.000,00 215.895.071,00 -40.076.705,43 -55.884.379,45 -95.961.084,88
Konzernjahresfehlbetrag (-) 0,00 0,00 0,00 -44.702.915,83 -44.702.915,83
30. September 2021 25.000,00 215.895.071,00 -40.076.705,43 -100.587.295,28 -140.664.000,71
Konzerneigenkapital
30. September 2020 119.958.986,12
Konzernjahresfehlbetrag (-) -44.702.915,83
30. September 2021 75.256.070,29

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Aramark Holding Deutschland GmbH, Neu-Isenburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Aramark Holding Deutschland GmbH, Neu-Isenburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Aramark Holding Deutschland GmbH, Neu-Isenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 27. Oktober 2022

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rainer Wiesner, Wirtschaftsprüfer

Tobias Löser, Wirtschaftsprüfer

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