Sonstige Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Parkett-Hinterseer GmbH
Hermann-Oberth-Straße 15, 85640 Putzbrunn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Hinterseer seit 9.11.2001 | Geschäftsführer |
Michael Hinterseer seit 9.11.2001 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 4 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Parkett-Hinterseer GmbHPutzbrunnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2022 bis zum 30.04.2023Bilanz zum 30. April 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Mai 2022 bis 30. April 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Parkett-Hinterseer GmbH hat ihren Sitz in Putzbrunn und ist beim Amtsgericht München unter der Register-Nr. HRB 85190 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen der §§ 264. ff HGB und der Vorschriften des Gesetzes der Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erfolgt. Die Parkett-Hinterseer GmbH, Putzbrunn, weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Soweit aufgrund der Offenlegung einer verkürzten Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung ergänzende Angaben verlangt werden (z.B. gem. § 327 HGB), sind diese nachfolgend genannt. Das Wirtschaftsjahr beginnt am 1. Mai eines Kalenderjahres und endet am 30. April des darauffolgenden Kalenderjahres. III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen entsprechend der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren bewertet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen entsprechend den betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauern vermindert. Sofern die Anschaffungs- und Herstellungskosten bei einem abnutzbaren beweglichen und einer selbständigen Nutzung fähigen Wirtschaftsgut des Anlagevermögens den Betrag von EUR 800 netto nicht überstiegen (sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter), wurden gemäß steuerrechtlicher Regelung die anschaffungs- oder Herstellungskosten im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Betriebsaufwand abgesetzt. Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Die Vorräte werden stichtagsbezogen zum Bilanzstichtag nach Art und Menge aufgenommen. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Den Risiken im Forderungsbestand wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Höhe der Pauschalwertberichtigung wird dabei mit 1 % auf die um die einzelwertberichtigten Forderungen gekürzten Nettoforderungen angesetzt. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstelllungen werden in Höhe der Erfüllungsbeträge angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Sofern im Berichtsjahr Geschäftsvorfälle in fremder Währung durchgeführt wurden, erfolgt i.d.R. die Umrechnung zu banküblichen Kursen oder zu den vom Bundesminister der Finanzen (BMF) gemäß § 16 Abs. 6 UStG festgesetzten monatlichen Umsatzsteuer-Umrechnungskursen. IV. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Posten der Anlagegenstände ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel ersichtlich. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt T€ 26 (Vorjahr T€ 26). Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Personal (T€ 161) sowie Rückstellungen für die Prüfung des Jahresabschlusses und Erstellung der betrieblichen Steuererklärungen (T€ 55). Gemäß § 268 Abs. 5 HGB gibt der nachfolgende Verbindlichkeitenspiegel Auskunft über die entsprechenden Restlaufzeiten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind i.H.v. TEUR 345 (Vj. TEUR 536) durch Grundpfandrechte besichert. Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von TEUR 649 (Vorjahr TEUR 646) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die zukünftigen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen werden wie folgt fällig:
V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten überwiegend Erträge aus KFZ Eigenverbrauch. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen allgemeine Kosten für Betrieb und Verwaltung, einschließlich Energiekosten, Mieten, Pachten und Versicherungsbeiträge sowie Vertriebs- und Werbekosten. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsen an die Gesellschafter in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr TEUR 9). VI. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 43 Angestellte beschäftigt. Die Geschäftsführung erfolgte im Geschäftsjahr durch Herrn Michael Hinterseer (Kaufmann) sowie Herrn Thomas Hinterseer (Kaufmann). Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Über Ereignisse nach dem Bilanzstichtag war nicht zu berichten. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Putzbrunn, 06.02.2025 Parkett Hinterseer GmbH Die Geschäftsführer Michael Hinterseer Thomas Hinterseer Entwicklung des Anlagevermögens für das Jahr 2022/2023 (Bruttodarstellung)
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/2023Gliederung I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell 2. Zweigniederlassungsbericht 3. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 3. Finanzielle Leistungsindikatoren 4. Gesamtaussage III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Parkett Hinterseer besteht bereits seit über 100 Jahren. Beginn war ein Sägewerk in Schliersee/Bayern. 1966 wurde in München die Parkett Hinterseer eröffnet, die vormals als Parkett Hübner gegründet wurde. Heute beschäftigt sich Parkett Hinterseer hauptsächlich mit dem Großhandel von Fußbodenbelägen, insbesondere mit Holzfußböden. Zur Produktarrondierung werden auch andere Produkte wie Laminat-, Vinyl- und Hartbodenbeläge sowie Terrassendielen angeboten. Das Sortiment umfasst ferner Unterboden-Renovierungssysteme, Klebstoffe, Lacke, Werkzeuge, Maschinen und andere branchenbezogene Produkte und Zubehörartikel. Die Produkte werden zum größten Teil als Eigenmarken verkauft. Dafür gibt es verschiedene Produktlinien, unter die die unterschiedlichen Produkte eingeordnet werden. Unter der Marke Eterna Bodenbeläge werden Laminat, Kork- und Vinyl Beläge verkauft. Die Marke Parat Parkett, deckt Massiv- und Fertigparkett ab. Hier sind die meisten Produkte zu finden, sowohl in den unterschiedlichsten Formaten und Holzarten, sowie sämtliches Zubehör. Unter der Marke Hinterseer Floor-Art werden hauptsächlich Sonderanfertigungen und hochwertige individuelle Böden verkauft. Parkett Hinterseer hat eine Manufaktur für Sonderanfertigung sowie eigene Produkte, die sie ausschließlich von Premiumpartnern nach ihren Vorgaben produzieren lässt. Zu ihren Kunden zählt die Gesellschaft schwerpunktmäßig alle Handwerker, welche sich in ihren Gewerken mit Bodenbelägen befassen, insbesondere sind dies der Parkettleger, Bodenleger, Maler, Innenausbauer und Raumausstatter. Außerdem wird der Fachgroß- und Einzelhandel bedient. Endverbraucher werden hauptsächlich beraten und an Verleger/Kunden empfohlen. Organisatorische Struktur Die Geschäftsbereiche sind aufgeteilt in Beratungs-Studios für den Endverbraucher, Abholläger für den Handwerker und Logistikzentrum für die Einlagerung und Auslieferung. Servicedienstleistungen vor Ort werden durch unseren Außendienst angeboten. Die Verwaltung und Geschäftsführung werden vom Hauptsitz aus gesteuert. Die Waren werden zu über 60% mit eigenem Fuhrpark kurzfristig ausgeliefert. Es gibt drei weitere Gesellschaften - Parkett Hinterseer Nord, West und Süd. Zu jeder Gesellschaft gehören regionale Standorte, die angegliedert sind. Die Hinterseer-Gruppe betreibt deutschlandweit insgesamt 28 Filialen. In vielen Standorten ist ein Großteil der Ware eingelagert, um kurzfristig auf die Kundenwünsche einzugehen. Rechtliche Struktur Sitz der Gesellschaft ist Putzbrunn. Ort der Geschäftsleitung ist 85640 Putzbrunn, Herman-Oberth- Str. 15, von hieraus werden die Zweigstellen der Gesellschaft gesteuert und verwaltet. 2. Zweigniederlassungsbericht Neben Putzbrunn bestehen noch weitere Standorte München-Freiham, München-Ramersdorf und Regensburg. 3. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft ist nicht im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Bauhauptgewerbe hat 2022 einen Umsatz von 160,3 Mrd. Euro erzielt, das war nominal 10,7 % mehr als 2021. Nominal war dies der höchste gesamtdeutsche Wert. Die Lieferengpässe aufgrund des Krieges in der Ukraine führten allerdings zu stark gestiegenen Baumaterialpreisen, was sich in deutlich höheren Baupreisen niedergeschlagen hat: Sie legten 2022 um 16,7 % zu. Dies führte zu einem preisbereinigten (realen) Rückgang des Umsatzes 2022 von 5,1 %. Den deutlichsten realen Rückgang verzeichnete der Öffentliche Bau mit einem Minus von 6,2 % (nominal: + 9,3 %). Bund, Länder und Gemeinden haben ihre Investitionsbudgets nicht an die gestiegenen Baumaterial- und somit Baupreise angepasst. Aber auch für den Wohnungs- und den Wirtschaftsbau wurde ein reales Minus von 4,7 % bzw. 4,4 % ausgewiesen (nominal: + 10,7 bzw. 11,7 %). Aufgrund der Preis- und Zinssteigerungen und der damit einhergehenden Verunsicherung haben die privaten und gewerblichen Investoren auf die Bremse getreten. Für die kleineren Betriebe des Bauhauptgewerbes mit bis zu 19 Beschäftigten ist der Wohnungsbau bereits seit Jahrzehnten die dominierende Bausparte. Auf ihn entfallen nahezu zwei Drittel des Umsatzes. Da diese Betriebe zur monatlich erhobenen Auftragseingangsstatistik im Bauhauptgewerbe nicht meldepflichtig sind, ist der Wohnungsbau in dieser Statistik, was das Volumen betrifft, deutlich unterrepräsentiert. Mit wachsender Betriebsgrößenklasse geht die Bedeutung des Wohnungsbaus drastisch zurück, bei den größeren Betrieben des Bauhauptgewerbes mit 200 und mehr Beschäftigten machte er im Juni 2022 nur 15 % des Umsatzes aus. Das zwischenzeitliche starke Wachstum des Wohnungsbaus hinterlässt aber auch hier seine Spuren, 2010 betrug der Anteil nur 7 %. In der Kategorie der größeren Baufirmen überwiegt der Wirtschaftsbau mit einem Anteilswert von 43 bis 49 %. Der bauwirtschaftliche Mittelstand (20 bis 99 Beschäftigte) lebt nahezu gleichgewichtet von allen Bausparten. 2022 wurden in Deutschland 354.158 Wohnungen zum Bau genehmigt. Der Schwerpunkt lag mit 86 % in neuen Wohngebäuden. In diesem Segment haben die Wohnungen in Mehrfamilienhäusern ihren Anteil seit 2010 sehr deutlich von 41 auf 63 % ausgebaut. 12 % aller Wohnungen entfielen auf genehmigungspflichtige Umbaumaßnahmen im Bestand, 2 % auf Wohnungen in neuen Nichtwohngebäuden. 2022 wurden zwar doppelt so viele Wohnungen zum Bau genehmigt als zum Tiefpunkt im Jahr 2008, gegenüber 2021 lag die Zahl allerdings um 7 % niedriger, trotz des nach wie vor hohen Bedarfs. Der Wohnungsbau hat vor allem unter den steigenden Zinsen, zulegenden Baumaterial- und somit Baupreisen, den sinkenden verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte und dem nahezu kompletten Wegfall der staatlichen Neubauförderung bei energieeffizienten Wohnungen gelitten. Vom Rückgang waren vor allem Ein- und Zweifamilienhäuser betroffen, wo die Genehmigungen sogar um 16 % einbrachen. Hier hat sich auch der Wegfall des Baukindergeldes negativ ausgewirkt. 2022 wurden neue Nichtwohngebäude für 46,0 Mrd. Euro (veranschlagte Baukosten) genehmigt, 9,1 % mehr als ein Jahr zuvor. Aufgrund der stark gestiegenen Baumaterial- und somit Baupreise ist dies allerdings ein realer Rückgang von ca. 6 %. Das Segment "Büro- und Verwaltungsgebäude" konnte seinen ersten Platz (noch) halten, hat aber aufgrund eines Rückgangs (nominal von 2,3 %, real von 16 %) an Bedeutung verloren. Dies ist auf einen Basiseffekt (2021: +16,2 %), aber auch auf den Trend zum Homeoffice zurückzuführen. Demgegenüber hat das Segment "Handels- und Lagergebäude" wieder an Bedeutung gewonnen. Die Europäische Parkettföderation (FEP) meldet für das erste Halbjahr 2023 auf den europäischen Märkten erhebliche Rückgänge des Parkettverbrauch. Nach der jüngsten Marktanalyse des Herstellerverbands, die auf einer Vorstandstagung am 18. Oktober vorgestellt wurde, sanken die Absätze in allen Mitgliedsländern in einer Spanne zwischen 15-38 % verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Als Hauptgrund für die Marktschwäche nennt die FEP die allgemein geringe Bautätigkeit sowohl im Neubau als auch in der Renovierung. Nicht nur in Europa produziertes Parkett, auch Importe, vor allem aus China, seien inzwischen betroffen. Die Inflation bleibe hoch, ebenso wie die Zinssätze, konstatiert der Herstellerverband. Da ein baldiger Aufschwung der Baukonjunktur nicht zu erwarten sei und das bodenlegende Handwerk zudem zuletzt auf die Baustelle komme, sei für die Mitgliedsunternehmen insgesamt keine Verbesserung der Marktsituation vor Ende 2024 zu erwarten. In Deutschland brach der Parkettverbrauch im zweiten Quartal 2023 um - 38 % verglichen mit dem Vorjahr am stärksten ein. Die Lager der Hersteller und des Handels sind voll. Auch die Parkett-Importe aus China gingen zuletzt um - 38 % zurück. Die Neubautätigkeit stagniert auf niedrigem Niveau, gleichzeitig wird zusätzlicher Wohnraum benötigt - möglicherweise verbessere sich die Lage Ende 2024, so die FEP. 2. Geschäftsverlauf und Lage Das Geschäftsjahr 2022/2023 kann insgesamt als zufriedenstellend bezeichnet werden. Aufgrund des Ukraine-Krieges und der damit in Zusammenhang zu sehenden gestiegenen Inflation sowie des deutlich höheren Zinsniveaus sank der Parkettverbrauch Ende 2022 deutlich. Das Ergebnis vor Steuern ist mit TEUR 722 weiterhin stabil positiv. a) Ertragslage Aufgrund gestiegener Einkaufspreise, die nur teilweise an die Kunden weitergereicht werden und anfänglicher Lieferschwierigkeiten, bedingt durch den Ukrainekrieg, gingen Umsatz und Rohergebnis bei insgesamt um rund 10% bzw. 13% zurück Die Personalkosten stiegen ebenfalls um rund 10%. Die Abschreibungen verblieben auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen leicht um TEUR 79 zurück. Aufgrund des Umsatzrückganges und der leicht gesunkenen Rohertragsmarge hat sich das Betriebsergebnis auf TEUR 771 verringert. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen war damit um TEUR 700 rückläufig, jedoch weiterhin nachhaltig positiv. Das Jahresergebnis beträgt TEUR 509 (i. Vj. TEUR 1.031). b) Finanzlage Die allgemeine Finanzlage ist weiterhin als sehr gut einzuschätzen. Die liquiden Mittel betragen TEUR 395. Die Eigenkapitalquote stieg entsprechend dem thesaurierten Gewinn auf 64,4 % (Vj. 60,7 %). Das positive Jahresergebnis wurde im Geschäftsjahr in erster Linie zu Investitionen in den Vorratsbestand genutzt. c) Vermögenslage in T€
Die Bilanzsumme erhöhte sich im laufenden Geschäftsjahr um TEUR 368. Hierbei standen dem gestiegenen Vorratsbestand vor allem ein weiterhin verbessertes Eigenkapital gegenüber. Dieses ist um das laufende Jahresergebnis in Höhe von TEUR 509 gestiegen. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahl "Umsatz" und "Umsatzrentabilität" heran. Fertigparkett konnte im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 % gesteigert werden. Massivparkett verzeichnet einen Rückgang von 19,6% im Vergleich zum Vorjahr. Laminat blieb unverändert zum Vorjahr. Elastische Beläge verzeichneten einen Umsatzrückgang von 6%. Im laufenden Geschäftsjahr betrug der Umsatz pro Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung) rd. TEUR 306 (bei 43 Angestellten). Die Rohertragsquote reduzierte sich um 1,1 %. Die Kosten für Löhne und Verwaltung blieben nahezu unverändert bzw. sind gestiegen. Der Lagerbestand erhöhte sich deutlich um TEUR 982 und ist als Reaktion auf die Risiken im Beschaffungsmarkt zu sehen. Im Übrigen verweisen wir auf die Ausführungen zu Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens- Finanz- und Ertragslage schätzen wir weiterhin als gut ein. Dies spiegelt sich in dem konstant positiven Ergebnis wider. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei den Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Das Forderungsmanagement und die Kreditprüfung erfolgt, effektiv und kostenbewusst bei uns im Haus, dadurch konnten die Kosten und Zahlungsausfälle gegenüber früheren Zeiten mit Kreditversicherungen deutlich minimiert werden. III. Prognosebericht Die Baubranche in Deutschland befindet sich in einer Krise. Aufgrund der hohen Zinsen, der erhöhten Baukosten, sowie einem weiteren Anstieg der Bürokratie, ist die Zahl der Baugenehmigungen stark rückläufig. Daher ist mit einem verminderten Verbrauch von Parkett und Bodenbelägen in Deutschland zu rechnen. Der Ukraine Krieg beeinflusst weiter die Stimmung und das Wachstum in Deutschland. Arbeitskräfte fehlen am Arbeitsmarkt. Die Lohnkosten sind daher weiter steigend. Wir gehen von einer weiteren Verschlechterung der Auftragslage aus. Die Entwicklung im Baugewerbe trübte sich im Lauf des Jahres 2022 ein, bedingt durch den Ukrainekrieg und die damit im Zusammenhang stehenden gestiegenen Inflations- als auch Zinsraten. Es kam zudem zum Teil zu Lieferengpässen bei unseren Produzenten. Diese Effekte führten in der ersten Jahreshälfte 2023 zu einer Verschlechterung der Auftragslage. Die Digitalisierung der Geschäftsprozesse wird in unserem Hause weiter vorangetrieben. Unser Konzept als Service-Dienstleister wird weiterhin auszubauen sein. Dies wird im Wesentlichen durch die bestehenden Außendienstleister erfolgen. Hierfür werden wir verstärkt in Fort- und Ausbildung investieren. Es wird verstärkt in die Digitalisierung und den Ausbau unserer Präsenz im Internet investiert. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir eine rückläufige Unternehmensentwicklung. Die Umsatzerwartung liegt aufgrund der geschilderten Marktsituation bei Parkett und Bodenbelägen im Bereich von - 5 bis 10% unter den Werten des Geschäftsjahres 2022/2023. Selbiges wird für das Ergebnis erwartet. IV. Chancen- und Risikobericht Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Bankguthaben. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Mahnwesen und Debitorenmanagement. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit der Mehrheit der Kunden. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine sehr konservative Risikopolitik. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Zinsrisiken bei Darlehen sind derzeit nicht relevant. Das Liquiditätsrisiko wird durch eine rollierende Finanzplanung und entsprechendes Berichtswesen innerhalb des Unternehmens kontrolliert. Die Liquidität ist durch die Kapitalstruktur gesichert, es sind daher auch zukünftig keine finanziellen Engpässe zu erwarten. Das Währungsrisiko kann als sehr gering eingestuft werden, da der Anteil der Fremdwährungsgeschäfte sehr gering ist. Das Risikomanagementsystem basiert im Wesentlichen auf einer detaillierten Finanz- und Budgetplanung zu Beginn des Geschäftsjahres mit fortlaufender Anpassung an die tatsächlichen Ergebnisse und das wirtschaftliche Umfeld. Alle wesentlichen Vorgänge sind dem Vier-Augen-Prinzip unterworfen, wodurch eine Funktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsprozesse gewährleistet wird. Unsere Gesellschaft nutzt die Chance, durch Fokussierung auf hochwertige Qualitätsprodukte weiter organisch zu wachsen. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der laufenden Sortimentserweiterung und Produktinnovation. Es werden Produktlinien mit unterschiedlichen Preiskategorien angeboten. Im Servicebereich sehen wir Chancen in einer zeitlich und qualitativ nachhaltigen Verbesserung der Warenverfügbarkeit durch Ausbau unseres Lagersystems. Risiken bestehen in Lieferengpässen bei einzelnen Produkten, denen wir mit einer Diversifizierung der Lieferanten begegnen. Hinzu kommen Preissteigerungen bei Energie, Frachtraten und Vorprodukten, die sich auf die Einkaufspreise des Sortiments niederschlagen werden. Wir werden versuchen, die Preissteigerungen an unsere Kunden weiterzugeben. Ohne die Risiken zu vernachlässigen, bestehen unseres Erachtens gute Marktchancen, auch aufgrund der künftigen konjunkturellen Rahmenbedingungen. Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten. Der Fortbestand der Gesellschaft ist nicht gefährdet.
Putzbrunn, 06. Februar 2025 Parkett Hinterseer GmbH, Putzbrunn - Geschäftsführung - Thomas Hinterseer und Michel Hinterseer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Parkett-Hinterseer GmbH, Putzbrunn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Parkett-Hinterseer GmbH, Putzbrunn - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Parkett- Hinterseer GmbH, Putzbrunn, für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 07.02.2025 WZT
GmbH
Zingraf, Wirtschaftsprüfer |
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