Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 85190
Eingetragen
29.8.1988
Branche
Großhandel mit Roh- und SchnittholzGroßhandel mit sonstigen Holzhalbwaren sowie Bauelementen aus HolzGroßhandel mit Tapeten und Bodenbelägen (ohne Teppiche)
Gegenstand
Groß- und Einzelhandel sowie Verlegen von Fußbodenbelägen, insbesondere von Parkett, Teppichen, Spanplatten, Leisten und Holzerzeugnissen aller Art sowie Beund Verarbeitung dieser Artikel.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Hinterseer
seit 9.11.2001
Geschäftsführer
Michael Hinterseer
seit 9.11.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 4 angezeigt

Bartholomäus Hinterseer
Ottobrunner Str. 16, 8000 München 83
70.000 DM
70.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Parkett-Hinterseer GmbH

Putzbrunn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2022 bis zum 30.04.2023

Bilanz zum 30. April 2023

AKTIVA

30.04.2023 30.04.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbende Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.017,00 23.847,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.254.831,00 1.287.510,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 49.421,00 56.317,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 176.866,00 185.409,00
1.481.118,00 1.529.236,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
1,00 1,00
1.495.136,00 1.553.084,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.818.348,35 3.835.753,01
4.818.348,35 3.835.753,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 969.586,16 1.452.978,49
2. Sonstige Vermögensgegenstände 26.936,35 154.293,68
996.522,51 1.607.272,17
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 395.082,70 341.330,21
6.209.953,56 5.784.355,39
Summe Aktiva 7.705.089,56 7.337.439,39

PASSIVA

30.04.2023 30.04.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Kapitalrücklage 1.500.000,00 1.500.000,00
III. Gewinnvortrag 2.901.875,68 1.869.949,06
IV. Jahresüberschuss 509.067,49 1.031.926,62
4.962.072,36 4.453.004,87
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 475.848,31 419.505,31
2. Sonstige Rückstellungen 221.780,00 85.835,11
697.628,31 505.340,42
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 345.255,55 536.015,67
2. Erhaltene Anzahlungen 6.532,98 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 203.144,42 354.283,06
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 490.491,33 481.028,07
5. Sonstige Verbindlichkeiten 999.964,61 1.007.767,30
- davon aus Steuern EUR 135.884,84 (Vj. EUR 252.785,73)
2.045.388,89 2.379.094,10
Summe Passiva 7.705.089,56 7.337.439,39

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Mai 2022 bis 30. April 2023

2022/2023 2021/2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 3.901.024,75 4.514.412,94
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.368.705,58 -1.308.027,96
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -375.960,24 -268.065,28
- davon für Altersversorgung EUR 0,00 (Vj. EUR 2.228,73)
-1.744.665,82 -1.576.093,24
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -102.913,67 -105.756,74
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.272.862,35 -1.351.499,94
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.560,32 104,18
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -59.067,49 -34.055,97
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag -213.947,80 -405.733,31
8. Ergebnis nach Steuern 517.127,94 1.041.377,92
9. Sonstige Steuern -8.060,45 -10.769,21
10. Jahresüberschuss 509.067,49 1.030.608,71

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Parkett-Hinterseer GmbH hat ihren Sitz in Putzbrunn und ist beim Amtsgericht München unter der Register-Nr. HRB 85190 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen der §§ 264. ff HGB und der Vorschriften des Gesetzes der Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erfolgt.

Die Parkett-Hinterseer GmbH, Putzbrunn, weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Soweit aufgrund der Offenlegung einer verkürzten Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung ergänzende Angaben verlangt werden (z.B. gem. § 327 HGB), sind diese nachfolgend genannt.

Das Wirtschaftsjahr beginnt am 1. Mai eines Kalenderjahres und endet am 30. April des darauffolgenden Kalenderjahres.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen entsprechend der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen entsprechend den betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauern vermindert. Sofern die Anschaffungs- und Herstellungskosten bei einem abnutzbaren beweglichen und einer selbständigen Nutzung fähigen Wirtschaftsgut des Anlagevermögens den Betrag von EUR 800 netto nicht überstiegen (sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter), wurden gemäß steuerrechtlicher Regelung die anschaffungs- oder Herstellungskosten im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Betriebsaufwand abgesetzt.

Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert.

Die Vorräte werden stichtagsbezogen zum Bilanzstichtag nach Art und Menge aufgenommen. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Den Risiken im Forderungsbestand wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Höhe der Pauschalwertberichtigung wird dabei mit 1 % auf die um die einzelwertberichtigten Forderungen gekürzten Nettoforderungen angesetzt.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstelllungen werden in Höhe der Erfüllungsbeträge angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Sofern im Berichtsjahr Geschäftsvorfälle in fremder Währung durchgeführt wurden, erfolgt i.d.R. die Umrechnung zu banküblichen Kursen oder zu den vom Bundesminister der Finanzen (BMF) gemäß § 16 Abs. 6 UStG festgesetzten monatlichen Umsatzsteuer-Umrechnungskursen.

IV. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Posten der Anlagegenstände ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel ersichtlich.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt T€ 26 (Vorjahr T€ 26).

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Personal (T€ 161) sowie Rückstellungen für die Prüfung des Jahresabschlusses und Erstellung der betrieblichen Steuererklärungen (T€ 55).

Gemäß § 268 Abs. 5 HGB gibt der nachfolgende Verbindlichkeitenspiegel Auskunft über die entsprechenden Restlaufzeiten.

in EUR RLZ RLZ
Art der Verbindlichkeit < 1 J. 1 bis 5 J. Gesamt
gegenüber Kreditinstituten 0,00 345.255,55 345.255,55
(124.968,00) (411.047,67) (536.015,67)
aus Lieferungen und Leistungen 203.144,42 0,00 203.144,42
(354.283,06) (0,00) (354.283,06)
erhaltene Anzahlungen 6.532,98 (0,00) 6.532,98
(0,00) (0,00) (0,00)
gegenüber Gesellschaftern 53.313,74 437.177,59 490.491,33
(43.850,48) (437.177,59) (481.028,07)
gegenüber verbundenen Unternehmen 649.297,93 0,00 649.297,93
(645.866,86) (0,00) (645.866,86)
Sonstige Verbindlichkeiten 350.666,68 0,00 350.666,68
(361.900,44) (0,00) (361.900,44)
Summe Verbindlichkeiten 1.262.955,75 782.433,13 2.045.388,89
(1.530.868,84) (848.225,26) (2.379.093,10)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind i.H.v. TEUR 345 (Vj. TEUR 536) durch Grundpfandrechte besichert.

Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von TEUR 649 (Vorjahr TEUR 646) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die zukünftigen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen werden wie folgt fällig:

TEUR
- bis zu einem Jahr 1.493
- mehr als ein Jahr 4.578
Summe 6.071

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten überwiegend Erträge aus KFZ Eigenverbrauch.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen allgemeine Kosten für Betrieb und Verwaltung, einschließlich Energiekosten, Mieten, Pachten und Versicherungsbeiträge sowie Vertriebs- und Werbekosten.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsen an die Gesellschafter in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr TEUR 9).

VI. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 43 Angestellte beschäftigt.

Die Geschäftsführung erfolgte im Geschäftsjahr durch Herrn Michael Hinterseer (Kaufmann) sowie Herrn Thomas Hinterseer (Kaufmann). Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Über Ereignisse nach dem Bilanzstichtag war nicht zu berichten.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Putzbrunn, 06.02.2025

Parkett Hinterseer GmbH

Die Geschäftsführer

Michael Hinterseer

Thomas Hinterseer

Entwicklung des Anlagevermögens für das Jahr 2022/2023 (Bruttodarstellung)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.05.2022 Zugänge Abgänge Stand 30.04.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbende Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 99.639,20 0,00 0,00 99.639,20
Summe 99.639,20 0,00 0,00 99.639,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.150.603,71 0,00 0,00 2.150.603,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 137.865,13 0,00 0,00 137.865,13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.001.696,78 44.965,67 0,00 1.046.662,45
Summe 3.290.165,62 44.965,67 0,00 3.335.131,29
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 0,00 0,00 1,00
Summe 1,00 0,00 0,00 1,00
Summe Anlagevermögen 3.389.805,82 44.965,67 0,00 3.434.771,49
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.05.2022 Zugänge Abgänge Stand 30.04.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbende Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 75.792,20 9.830,00 0,00 85.622,20
Summe 75.792,20 9.830,00 0,00 85.622,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 863.093,71 32.679,00 0,00 895.772,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 81.548,13 6.896,00 0,00 88.444,13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 816.287,78 53.508,67 0,00 869.796,45
Summe 1.760.929,62 93.083,67 0,00 1.854.013,29
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.836.721,82 102.913,67 0,00 1.939.635,49
Buchwerte
Stand 30.04.2023 Stand 01.05.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbende Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.017,00 23.847,00
Summe 14.017,00 23.847,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.254.831,00 1.287.510,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 49.421,00 56.317,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 176.866,00 185.409,00
Summe 1.481.118,00 1.529.236,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
Summe 1,00 1,00
Summe Anlagevermögen 1.495.136,00 1.553.084,00

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/2023

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

2. Zweigniederlassungsbericht

3. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Parkett Hinterseer besteht bereits seit über 100 Jahren. Beginn war ein Sägewerk in Schliersee/Bayern. 1966 wurde in München die Parkett Hinterseer eröffnet, die vormals als Parkett Hübner gegründet wurde. Heute beschäftigt sich Parkett Hinterseer hauptsächlich mit dem Großhandel von Fußbodenbelägen, insbesondere mit Holzfußböden. Zur Produktarrondierung werden auch andere Produkte wie Laminat-, Vinyl- und Hartbodenbeläge sowie Terrassendielen angeboten. Das Sortiment umfasst ferner Unterboden-Renovierungssysteme, Klebstoffe, Lacke, Werkzeuge, Maschinen und andere branchenbezogene Produkte und Zubehörartikel. Die Produkte werden zum größten Teil als Eigenmarken verkauft. Dafür gibt es verschiedene Produktlinien, unter die die unterschiedlichen Produkte eingeordnet werden. Unter der Marke Eterna Bodenbeläge werden Laminat, Kork- und Vinyl Beläge verkauft. Die Marke Parat Parkett, deckt Massiv- und Fertigparkett ab. Hier sind die meisten Produkte zu finden, sowohl in den unterschiedlichsten Formaten und Holzarten, sowie sämtliches Zubehör. Unter der Marke Hinterseer Floor-Art werden hauptsächlich Sonderanfertigungen und hochwertige individuelle Böden verkauft. Parkett Hinterseer hat eine Manufaktur für Sonderanfertigung sowie eigene Produkte, die sie ausschließlich von Premiumpartnern nach ihren Vorgaben produzieren lässt.

Zu ihren Kunden zählt die Gesellschaft schwerpunktmäßig alle Handwerker, welche sich in ihren Gewerken mit Bodenbelägen befassen, insbesondere sind dies der Parkettleger, Bodenleger, Maler, Innenausbauer und Raumausstatter. Außerdem wird der Fachgroß- und Einzelhandel bedient. Endverbraucher werden hauptsächlich beraten und an Verleger/Kunden empfohlen.

Organisatorische Struktur

Die Geschäftsbereiche sind aufgeteilt in Beratungs-Studios für den Endverbraucher, Abholläger für den Handwerker und Logistikzentrum für die Einlagerung und Auslieferung. Servicedienstleistungen vor Ort werden durch unseren Außendienst angeboten. Die Verwaltung und Geschäftsführung werden vom Hauptsitz aus gesteuert. Die Waren werden zu über 60% mit eigenem Fuhrpark kurzfristig ausgeliefert.

Es gibt drei weitere Gesellschaften - Parkett Hinterseer Nord, West und Süd. Zu jeder Gesellschaft gehören regionale Standorte, die angegliedert sind. Die Hinterseer-Gruppe betreibt deutschlandweit insgesamt 28 Filialen. In vielen Standorten ist ein Großteil der Ware eingelagert, um kurzfristig auf die Kundenwünsche einzugehen.

Rechtliche Struktur

Sitz der Gesellschaft ist Putzbrunn. Ort der Geschäftsleitung ist 85640 Putzbrunn, Herman-Oberth- Str. 15, von hieraus werden die Zweigstellen der Gesellschaft gesteuert und verwaltet.

2. Zweigniederlassungsbericht

Neben Putzbrunn bestehen noch weitere Standorte München-Freiham, München-Ramersdorf und Regensburg.

3. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft ist nicht im Bereich Forschung und Entwicklung tätig.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bauhauptgewerbe hat 2022 einen Umsatz von 160,3 Mrd. Euro erzielt, das war nominal 10,7 % mehr als 2021. Nominal war dies der höchste gesamtdeutsche Wert. Die Lieferengpässe aufgrund des Krieges in der Ukraine führten allerdings zu stark gestiegenen Baumaterialpreisen, was sich in deutlich höheren Baupreisen niedergeschlagen hat: Sie legten 2022 um 16,7 % zu. Dies führte zu einem preisbereinigten (realen) Rückgang des Umsatzes 2022 von 5,1 %. Den deutlichsten realen Rückgang verzeichnete der Öffentliche Bau mit einem Minus von 6,2 % (nominal: + 9,3 %). Bund, Länder und Gemeinden haben ihre Investitionsbudgets nicht an die gestiegenen Baumaterial- und somit Baupreise angepasst. Aber auch für den Wohnungs- und den Wirtschaftsbau wurde ein reales Minus von 4,7 % bzw. 4,4 % ausgewiesen (nominal: + 10,7 bzw. 11,7 %). Aufgrund der Preis- und Zinssteigerungen und der damit einhergehenden Verunsicherung haben die privaten und gewerblichen Investoren auf die Bremse getreten.

Für die kleineren Betriebe des Bauhauptgewerbes mit bis zu 19 Beschäftigten ist der Wohnungsbau bereits seit Jahrzehnten die dominierende Bausparte. Auf ihn entfallen nahezu zwei Drittel des Umsatzes. Da diese Betriebe zur monatlich erhobenen Auftragseingangsstatistik im Bauhauptgewerbe nicht meldepflichtig sind, ist der Wohnungsbau in dieser Statistik, was das Volumen betrifft, deutlich unterrepräsentiert. Mit wachsender Betriebsgrößenklasse geht die Bedeutung des Wohnungsbaus drastisch zurück, bei den größeren Betrieben des Bauhauptgewerbes mit 200 und mehr Beschäftigten machte er im Juni 2022 nur 15 % des Umsatzes aus. Das zwischenzeitliche starke Wachstum des Wohnungsbaus hinterlässt aber auch hier seine Spuren, 2010 betrug der Anteil nur 7 %. In der Kategorie der größeren Baufirmen überwiegt der Wirtschaftsbau mit einem Anteilswert von 43 bis 49 %. Der bauwirtschaftliche Mittelstand (20 bis 99 Beschäftigte) lebt nahezu gleichgewichtet von allen Bausparten.

2022 wurden in Deutschland 354.158 Wohnungen zum Bau genehmigt. Der Schwerpunkt lag mit 86 % in neuen Wohngebäuden. In diesem Segment haben die Wohnungen in Mehrfamilienhäusern ihren Anteil seit 2010 sehr deutlich von 41 auf 63 % ausgebaut. 12 % aller Wohnungen entfielen auf genehmigungspflichtige Umbaumaßnahmen im Bestand, 2 % auf Wohnungen in neuen Nichtwohngebäuden. 2022 wurden zwar doppelt so viele Wohnungen zum Bau genehmigt als zum Tiefpunkt im Jahr 2008, gegenüber 2021 lag die Zahl allerdings um 7 % niedriger, trotz des nach wie vor hohen Bedarfs. Der Wohnungsbau hat vor allem unter den steigenden Zinsen, zulegenden Baumaterial- und somit Baupreisen, den sinkenden verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte und dem nahezu kompletten Wegfall der staatlichen Neubauförderung bei energieeffizienten Wohnungen gelitten. Vom Rückgang waren vor allem Ein- und Zweifamilienhäuser betroffen, wo die Genehmigungen sogar um 16 % einbrachen. Hier hat sich auch der Wegfall des Baukindergeldes negativ ausgewirkt.

2022 wurden neue Nichtwohngebäude für 46,0 Mrd. Euro (veranschlagte Baukosten) genehmigt, 9,1 % mehr als ein Jahr zuvor. Aufgrund der stark gestiegenen Baumaterial- und somit Baupreise ist dies allerdings ein realer Rückgang von ca. 6 %. Das Segment "Büro- und Verwaltungsgebäude" konnte seinen ersten Platz (noch) halten, hat aber aufgrund eines Rückgangs (nominal von 2,3 %, real von 16 %) an Bedeutung verloren. Dies ist auf einen Basiseffekt (2021: +16,2 %), aber auch auf den Trend zum Homeoffice zurückzuführen. Demgegenüber hat das Segment "Handels- und Lagergebäude" wieder an Bedeutung gewonnen.

Die Europäische Parkettföderation (FEP) meldet für das erste Halbjahr 2023 auf den europäischen Märkten erhebliche Rückgänge des Parkettverbrauch. Nach der jüngsten Marktanalyse des Herstellerverbands, die auf einer Vorstandstagung am 18. Oktober vorgestellt wurde, sanken die Absätze in allen Mitgliedsländern in einer Spanne zwischen 15-38 % verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.

Als Hauptgrund für die Marktschwäche nennt die FEP die allgemein geringe Bautätigkeit sowohl im Neubau als auch in der Renovierung. Nicht nur in Europa produziertes Parkett, auch Importe, vor allem aus China, seien inzwischen betroffen. Die Inflation bleibe hoch, ebenso wie die Zinssätze, konstatiert der Herstellerverband. Da ein baldiger Aufschwung der Baukonjunktur nicht zu erwarten sei und das bodenlegende Handwerk zudem zuletzt auf die Baustelle komme, sei für die Mitgliedsunternehmen insgesamt keine Verbesserung der Marktsituation vor Ende 2024 zu erwarten.

In Deutschland brach der Parkettverbrauch im zweiten Quartal 2023 um - 38 % verglichen mit dem Vorjahr am stärksten ein. Die Lager der Hersteller und des Handels sind voll. Auch die Parkett-Importe aus China gingen zuletzt um - 38 % zurück. Die Neubautätigkeit stagniert auf niedrigem Niveau, gleichzeitig wird zusätzlicher Wohnraum benötigt - möglicherweise verbessere sich die Lage Ende 2024, so die FEP.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Das Geschäftsjahr 2022/2023 kann insgesamt als zufriedenstellend bezeichnet werden. Aufgrund des Ukraine-Krieges und der damit in Zusammenhang zu sehenden gestiegenen Inflation sowie des deutlich höheren Zinsniveaus sank der Parkettverbrauch Ende 2022 deutlich. Das Ergebnis vor Steuern ist mit TEUR 722 weiterhin stabil positiv.

a) Ertragslage

Aufgrund gestiegener Einkaufspreise, die nur teilweise an die Kunden weitergereicht werden und anfänglicher Lieferschwierigkeiten, bedingt durch den Ukrainekrieg, gingen Umsatz und Rohergebnis bei insgesamt um rund 10% bzw. 13% zurück

Die Personalkosten stiegen ebenfalls um rund 10%.

Die Abschreibungen verblieben auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen leicht um TEUR 79 zurück.

Aufgrund des Umsatzrückganges und der leicht gesunkenen Rohertragsmarge hat sich das Betriebsergebnis auf TEUR 771 verringert. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen war damit um TEUR 700 rückläufig, jedoch weiterhin nachhaltig positiv. Das Jahresergebnis beträgt TEUR 509 (i. Vj. TEUR 1.031).

b) Finanzlage

Die allgemeine Finanzlage ist weiterhin als sehr gut einzuschätzen. Die liquiden Mittel betragen TEUR 395. Die Eigenkapitalquote stieg entsprechend dem thesaurierten Gewinn auf 64,4 % (Vj. 60,7 %). Das positive Jahresergebnis wurde im Geschäftsjahr in erster Linie zu Investitionen in den Vorratsbestand genutzt.

c) Vermögenslage in T€

Wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva
Anlagevermögen 1.495 1.533 -58
Umlaufvermögen 6.210 5.784 426
davon:
Vorräte 4.818 3.836 982
Forderungen 997 1.607 -610
Passiva
Eigenkapital 4.962 4.453 509
Rückstellungen 698 506 192
Verbindlichkeiten 2.045 2.378 -333

Die Bilanzsumme erhöhte sich im laufenden Geschäftsjahr um TEUR 368. Hierbei standen dem gestiegenen Vorratsbestand vor allem ein weiterhin verbessertes Eigenkapital gegenüber. Dieses ist um das laufende Jahresergebnis in Höhe von TEUR 509 gestiegen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Umsatzentwicklung und Umsatzrentabilität

Ertragsentwicklung (Rohertragsquote, Kostenmanagement, Betriebsergebnis)

Bilanzsumme und Eigenkapitalquote.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahl "Umsatz" und "Umsatzrentabilität" heran. Fertigparkett konnte im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 % gesteigert werden. Massivparkett verzeichnet einen Rückgang von 19,6% im Vergleich zum Vorjahr. Laminat blieb unverändert zum Vorjahr. Elastische Beläge verzeichneten einen Umsatzrückgang von 6%. Im laufenden Geschäftsjahr betrug der Umsatz pro Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung) rd. TEUR 306 (bei 43 Angestellten).

Die Rohertragsquote reduzierte sich um 1,1 %. Die Kosten für Löhne und Verwaltung blieben nahezu unverändert bzw. sind gestiegen. Der Lagerbestand erhöhte sich deutlich um TEUR 982 und ist als Reaktion auf die Risiken im Beschaffungsmarkt zu sehen.

Im Übrigen verweisen wir auf die Ausführungen zu Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens- Finanz- und Ertragslage schätzen wir weiterhin als gut ein. Dies spiegelt sich in dem konstant positiven Ergebnis wider.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei den Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Das Forderungsmanagement und die Kreditprüfung erfolgt, effektiv und kostenbewusst bei uns im Haus, dadurch konnten die Kosten und Zahlungsausfälle gegenüber früheren Zeiten mit Kreditversicherungen deutlich minimiert werden.

III. Prognosebericht

Die Baubranche in Deutschland befindet sich in einer Krise. Aufgrund der hohen Zinsen, der erhöhten Baukosten, sowie einem weiteren Anstieg der Bürokratie, ist die Zahl der Baugenehmigungen stark rückläufig. Daher ist mit einem verminderten Verbrauch von Parkett und Bodenbelägen in Deutschland zu rechnen.

Der Ukraine Krieg beeinflusst weiter die Stimmung und das Wachstum in Deutschland. Arbeitskräfte fehlen am Arbeitsmarkt. Die Lohnkosten sind daher weiter steigend. Wir gehen von einer weiteren Verschlechterung der Auftragslage aus.

Die Entwicklung im Baugewerbe trübte sich im Lauf des Jahres 2022 ein, bedingt durch den Ukrainekrieg und die damit im Zusammenhang stehenden gestiegenen Inflations- als auch Zinsraten. Es kam zudem zum Teil zu Lieferengpässen bei unseren Produzenten. Diese Effekte führten in der ersten Jahreshälfte 2023 zu einer Verschlechterung der Auftragslage.

Die Digitalisierung der Geschäftsprozesse wird in unserem Hause weiter vorangetrieben.

Unser Konzept als Service-Dienstleister wird weiterhin auszubauen sein. Dies wird im Wesentlichen durch die bestehenden Außendienstleister erfolgen. Hierfür werden wir verstärkt in Fort- und Ausbildung investieren. Es wird verstärkt in die Digitalisierung und den Ausbau unserer Präsenz im Internet investiert.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir eine rückläufige Unternehmensentwicklung. Die Umsatzerwartung liegt aufgrund der geschilderten Marktsituation bei Parkett und Bodenbelägen im Bereich von - 5 bis 10% unter den Werten des Geschäftsjahres 2022/2023. Selbiges wird für das Ergebnis erwartet.

IV. Chancen- und Risikobericht

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Bankguthaben.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Mahnwesen und Debitorenmanagement. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit der Mehrheit der Kunden.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine sehr konservative Risikopolitik. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Zinsrisiken bei Darlehen sind derzeit nicht relevant.

Das Liquiditätsrisiko wird durch eine rollierende Finanzplanung und entsprechendes Berichtswesen innerhalb des Unternehmens kontrolliert. Die Liquidität ist durch die Kapitalstruktur gesichert, es sind daher auch zukünftig keine finanziellen Engpässe zu erwarten. Das Währungsrisiko kann als sehr gering eingestuft werden, da der Anteil der Fremdwährungsgeschäfte sehr gering ist.

Das Risikomanagementsystem basiert im Wesentlichen auf einer detaillierten Finanz- und Budgetplanung zu Beginn des Geschäftsjahres mit fortlaufender Anpassung an die tatsächlichen Ergebnisse und das wirtschaftliche Umfeld. Alle wesentlichen Vorgänge sind dem Vier-Augen-Prinzip unterworfen, wodurch eine Funktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsprozesse gewährleistet wird.

Unsere Gesellschaft nutzt die Chance, durch Fokussierung auf hochwertige Qualitätsprodukte weiter organisch zu wachsen. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der laufenden Sortimentserweiterung und Produktinnovation. Es werden Produktlinien mit unterschiedlichen Preiskategorien angeboten.

Im Servicebereich sehen wir Chancen in einer zeitlich und qualitativ nachhaltigen Verbesserung der Warenverfügbarkeit durch Ausbau unseres Lagersystems.

Risiken bestehen in Lieferengpässen bei einzelnen Produkten, denen wir mit einer Diversifizierung der Lieferanten begegnen. Hinzu kommen Preissteigerungen bei Energie, Frachtraten und Vorprodukten, die sich auf die Einkaufspreise des Sortiments niederschlagen werden. Wir werden versuchen, die Preissteigerungen an unsere Kunden weiterzugeben.

Ohne die Risiken zu vernachlässigen, bestehen unseres Erachtens gute Marktchancen, auch aufgrund der künftigen konjunkturellen Rahmenbedingungen.

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten.

Der Fortbestand der Gesellschaft ist nicht gefährdet.

 

Putzbrunn, 06. Februar 2025

Parkett Hinterseer GmbH, Putzbrunn

- Geschäftsführung -

Thomas Hinterseer

und

Michel Hinterseer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Parkett-Hinterseer GmbH, Putzbrunn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Parkett-Hinterseer GmbH, Putzbrunn - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Parkett- Hinterseer GmbH, Putzbrunn, für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 07.02.2025

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