Universal Pictures Germany GmbH

Christoph-Probst-Weg 26, 20251 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 67950
Eingetragen
7.7.1998
Branche
Filmverleih und -vertrieb, nicht an private HaushalteFernsehveranstalter und Verbreitung von VideoinhaltenHerstellung von sonstigen Videofilmen, von Filmen und Fernsehprogrammen
Gegenstand
Herstellung, Erwerb, Handel, Vertrieb und Vermittlung von Film-, Fernseh- und Videoproduktionen und Lizenzen für Aufführungen, Vorführungen und Sendungen jeder Art, insbesondere zu Film- und Fernsehzwecken im In- und Ausland, die sonstige audio-visuelle Verwertung von Produktionen, z.B. in Form von Videos und anderen optischen Speichermedien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ralph Tübben
seit 16.1.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Universal Studios International B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Universal Studios International B.V.
Netherlands
100000
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Universal Pictures Germany GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach Angaben des Consumer Panel Services GfK (CPS GfK) ist das Jahr 2023 für den Home Entertainment/Kaufmarkt erneut durch einen rückläufigen Geschäftsverlauf gekennzeichnet. In der neuen Marktanalyse der GfK sank der Kaufmarkt in Deutschland um rund 13,5% von € 348 Mio. auf € 301 Mio. Die Anzahl der verkauften Bildträger nahm in diesem Zusammenhang um rund 12,8% von 23,5 auf 20,5 Mio. Stück ab.

Gegenstand unserer Geschäftstätigkeit ist die Verwertung von Filmrechten für den Verkauf, den Verleih und die sonstige Nutzung dieser Rechte im privaten und nichtkommerziellen Bereich im Videomarkt. Mit der Universal Studios Limited, London, Großbritannien, bestehen Lizenzverträge, welche die Vermarktung der lizenzierten Filme durch Universal Pictures Germany GmbH exklusiv in Deutschland und Österreich regeln. Darüber hinaus verwertet die Gesellschaft lokal akquirierte Filmrechte und schließt mit konzernfremden Studios Distributionsverträge.

2. Geschäftsentwicklung

Der Umsatz des Geschäftsjahres 2023 der Universal Pictures Germany GmbH wurde getragen von erfolgreichen Filmveröffentlichungen wie Oppenheimer, Barbie, Fast and Furious 10, Super Mario Brothers und Puss in Boots. Das Katalogsegment ist wie im Jahr 2022 von einem stetig rückläufigen Trend betroffen. Der Gesamtumsatz der Universal Pictures Germany GmbH im Geschäftsjahr 2023 betrug hierbei € 68,3 Mio. (Vorjahr: € 74,6 Mio.). Das Geschäftsjahr wurde mit einem Jahresüberschuss von € 0,9 Mio. (i.Vj. € 2,9 Mio.) geschlossen. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Lage der Gesellschaft als weiterhin stabil mit einem leicht rückläufigen Geschäft.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme ist von € 56,2 Mio. auf € 42,2 Mio. gesunken. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus dem konzernweiten Cash- Pooling in Höhe von € 11,5 Mio. (i. Vj. € 22,3 Mio.) enthalten, die stichtagsbedingt und aufgrund einer Dividendenzahlung von € 6 Mio. um € 10,8 Mio. gesunken sind. Auf der Passivseite haben sich die sonstigen Rückstellungen um € 2,8 Mio. im Wesentlichen aufgrund der geringeren Retourenrückstellung vermindert. Aufgrund der geringeren Royalty-Verbindlichkeiten gegenüber Warner und Paramount haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um € 3,94 Mio. vermindert.

Die Verminderung des Eigenkapitals um € 5,1 Mio. bei einem Jahresüberschuss von € 0,9 Mio. ist durch eine im Geschäftsjahr erfolgte Ausschüttung in Höhe von € 6,0 Mio. bedingt. Insgesamt ist die Eigenkapitalquote von 14,6% zum 31.12.2022 auf 7,5% zum 31.12.2023 gesunken. Nach dem Geschäftsjahresende wurden im August 2023 erneut € 6,0 Mio., teilweise als Vorabausschüttung auf den Jahresüberschuss 2023, ausgeschüttet.

Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Umsatz von € 74,6 Mio. in 2022 auf € 68,3 Mio. in 2023. Das Bruttoergebnis vom Umsatz nach Abzug der Vertriebskosten verringerte sich entsprechend von € 4,0 Mio. im Vorjahr auf € 3,2 Mio. in 2023. Aufgrund des niedrigeren Bruttoergebnisses vom Umsatz nach Abzug der Vertriebskosten verringerte sich auch die Profitabilität (Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Erträge aus Beteiligungen, Gewinnabführungsverträgen und Aufwendungen aus Verlustübernahmen) von € 2,0 Mio. im Vorjahr auf € -0,1 Mio. in 2023. Die verringerte Profitabilität ist im Wesentlichen auf erhöhte Aufwendungen für eine Restrukturierung (€ 1,9 Mio.) zurückzuführen und wurde auch nicht durch das Finanzergebnis von € 1,9 Mio. (Vorjahr € 1,8 Mio.) und die niedrigeren Ertragsteuern von € 0,8 Mio. (Vorjahr € 0,9 Mio.) kompensiert. Insgesamt verringerte sich der Jahresüberschuss damit um rund € 2,0 Mio. von € 2,9 Mio. im Vorjahr auf € 0,9 Mio. in 2023.

Die Finanzierung wird durch den Cash-Pool mit einer Konzerngesellschaft sichergestellt. Der Finanzmittelbestand umfasst deswegen sowohl die liquiden Mittel als auch die Cash-Pool-Forderungen. Der Finanzmittelbestand verringerte sich von € 22,3 Mio. zum 31.12.2022 auf € 11,6 Mio. zum 31.12.2023.

4. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine nennenswerten Investitionen.

5. Personalbereich

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 41 Mitarbeiter (i.Vj. 48). Die Mitarbeiter werden im Rahmen der in der Universal-Gruppe bestehenden Fortbildungs- und Förderungsmaßnahmen ausgebildet und gefördert.

6. Risiken und Risikomanagement

Ein rückläufiger Umsatz wird weiterhin durch das geänderte Nutzungsverhalten der Konsumenten durch die Inanspruchnahme von digitalen Angeboten und Streamingdiensten beeinflusst. Durch preisaggressive Vermarktungsstrategien einiger Wettbewerber und der gestiegenen Marktbedeutung von Handelsketten wie Amazon oder Media Markt und Saturn ist von einem weiteren Preisverfall auszugehen. Die DVD/Blu-ray hat sich als Massenmedium etabliert, mit dem negativen Nebeneffekt, dass dieses Format unter zunehmenden Preisdruck gerät. Zur Beibehaltung des derzeitigen Umsatzniveaus wären immer größere Absatzmengen bei kürzeren Vermarktungszyklen erforderlich. Mittelfristig besteht somit das Risiko, dass der Vertrieb von DVD und BluRay nicht weiter wirtschaftlich betrieben werden kann.

Durch die Ausrichtung auf den Vertrieb konzerneigener Titel und solcher konzernfremder Studios ist diesbezüglich grundsätzlich ein weiteres Risiko für die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft zu sehen, da Voraussetzung für einen erfolgreichen Vertrieb entsprechend geeignete Filmtitel sind.

Durch den inzwischen beendeten Autoren- und Schauspielerstreik in den USA können Verschiebungen von Neuerscheinungen möglich sein. Selbst bereits abgedrehte Filme können sich verschieben, da eine Veröffentlichung ohne direkte Werbung durch die Schauspieler den Werbeeffekt verringern würde und daher Veröffentlichungen verschoben werden. Die Auswertungen nach dem Kinostart verschieben sich dementsprechend auch nach hinten.

Gestiegene Herstellungs- und Distributionskosten können aufgrund des rückgängigen Marktes nicht an die Kunden weitergegeben werden. Eine Reduzierung der Kosten durch effektivere Gestaltung der Herstellung und der Distribution kann diese Kostensteigerung nicht komplett auffangen, was zu einer niedrigeren Marge führt.

Zur Risikoreduzierung hat die Gesellschaft neben dem Vertrieb konzerneigener Titel auch Distributionsverträge mit konzernfremden Studios abgeschlossen. Nachdem die Gesellschaft seit 2016 den Vertrieb von Paramount- und Constantin-Titeln übernahm, wurde Ende 2020 auch die Distribution für Time-Warner übernommen. Die Risiken aus Änderungen der Absatzmengen sind darüber hinaus auch dadurch begrenzt, dass alle von der Gesellschaft geschlossenen Distributionsverträge (konzerneigene und konzernfremde) eine Vergütung auf Cost-plus-Basis vorsehen. Allerdings ist im Geschäftsjahr 2024 bekannt geworden, dass diese in 2025 endenden Distributionsverträge nicht verlängert werden.

Aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen mit der Universal Pictures Hamburg Film- und Fernsehvertrieb GmbH, Hamburg, und der Universal Pictures Productions GmbH ist die Gesellschaft deren Chancen und Risiken ausgesetzt. Diese Gesellschaften verfügen über eigene Filmrechte, mit denen sie Lizenzeinnahmen erwirtschaften.

So wird zum 31. Dezember 2024 für Universal Pictures Hamburg Film- und Fernsehvertrieb GmbH eine Gewinnabführung auf Höhe des Vorjahres erwartet; auf die Universal Pictures Productions GmbH entfällt entgegen dem Vorjahr voraussichtlich auch eine Gewinnabführung auf niedrigem Niveau.

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem des Comcast/NBC Universal- Konzerns eingebunden, dessen Funktionsfähigkeit regelmäßig durch die konzerninterne Revision überprüft wird.

Durch ein aktives Forderungsmanagement sowie die vorhandenen liquiden Mittel im Rahmen des konzernweiten Cash-Pools ist die Liquidität der Universal Pictures Germany GmbH gesichert. Der Cash-Pool wird von der NBC Television Investments B.V., Amsterdam, Niederlande, geführt. Diese Gesellschaft finanziert sich ihrerseits im Comcast/NBC Universal-Konzern. Im Laufe des Jahres wurde für selektive Kunden eine Warenkreditversicherung abgeschlossen.

Die oben beschriebene Abhängigkeit von der Entwicklung des Absatzmarktes und damit der Preisentwicklung sowie die genannten Risiken auf Lieferantenseite wirken sich im Geschäftsjahr aus unserer Sicht nicht bestandsgefährdend aus. Ebenso ist das Ausfall- und Liquiditätsrisiko nicht als bestandsgefährdend einzustufen. Andererseits analysiert die Geschäftsführung nach dem absehbaren Auslaufen der externen Distributionsverträge Ende 2025, welche Maßnahmen einzuleiten wären, um den Vertrieb der konzerneigenen Filmrechte ab 2026 auf einen externen Partner zu übertragen. Dies könnte zur Folge haben, dass die Gesellschaft ihren operativen Geschäftsbetrieb zum Ende des Geschäftsjahres 2025 einstellen würde.

In Folge des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine wurden Sanktionen erlassen, die den Zugriff auf unsere Beteiligungen in Russland beschränken könnten.

Da NBCU Global Networks-1 LLC und NBCU Global Networks-2 LLC Ende 2021 liquidiert wurden und der Beteiligungsbuchwert der Universal Pictures Russia LLC gering ist, sind 2023 keine wesentlichen Auswirkungen zu erwarten.

7. Chancen und Ausblick

Ziel des Unternehmens ist es, auch zukünftig die Position in den Segmenten Katalogvermarktung und Neuveröffentlichungen zu wahren und, wo nötig, Risiken entgegenzuwirken.

Da Gruppenprodukte und Distributionsverträge mit Dritten den absatz- wie wertmäßigen Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit bilden, sind bilanzielle Risiken stark begrenzt. Generell ist der Publikumserfolg von Neuproduktionen nicht vorhersehbar, so dass entsprechende Risiken mit der Akquise von Filmrechten verbunden sind.

Im Geschäftsjahr 2024 ist bekannt geworden, dass die 2025 endenden externen Distributionsverträge nicht verlängert werden. Die Geschäftsführung analysiert deshalb, welche Maßnahmen einzuleiten wären, um den Vertrieb der konzerneigenen Filmrechte auf einen externen Partner zu übertragen. Dies könnte zur Folge haben, dass die Gesellschaft ihren operativen Geschäftsbetrieb zum Ende des Geschäftsjahres 2025 einstellen würde.

Für die Geschäftsführung stellen die Umsatzerlöse sowie die Profitabilität (Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Erträgen aus Beteiligungen, Gewinnabführungsverträgen und Aufwendungen aus Verlustübernahmen) bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren dar. Für das Jahr 2023 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von € 68,3 Mio.

Die Umsatzprognose für das Jahr 2024 im Vergleich zum Jahr 2023 ist rückläufig entsprechend der Marktentwicklung. Aktuell rechnet die Gesellschaft nach vorläufigen Zahlen für 2024 mit einem Umsatz von rund € 56 Mio., verbunden mit stabiler Profitabilität. Um dem kontinuierlichen Marktrückgang Rechnung zu tragen, hat die Gesellschaft ihre Organisation anpasst und in 2023/24 um 17 Personen reduziert.

Für 2025 erwartet die Gesellschaft wegen der weiter starken Verbreitung von digitalen Subskriptions-Plattformen und geändertem Konsumverhalten rückläufige Umsatzerlöse und eine leicht verminderte Profitabilität.

 

Hamburg, den 19. Dezember 2024

Universal Pictures Germany GmbH

Gez. Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 38.475,14 69.039,52
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 125.567,08 125.567,08
164.042,22 194.606,60
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte Waren 2.061.305,41 3.663.390,15
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.596.308,81 25.283.558,37
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.063.895,18 24.601.571,14
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.268.330,35 2.372.149,33
39.928.534,34 52.257.278,84
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 38.640,29 36.453,83
42.028.480,04 55.957.122,82
42.192.522,26 56.151.729,42

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Kapitalrücklage 1.401.488,05 1.401.488,05
III. Gewinnvortrag 759.933,09 3.907.858,79
IV. Jahresüberschuss 948.231,45 2.852.074,29
3.160.781,78 8.212.550,32
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.175.198,00 3.727.748,00
2. Steuerrückstellung 0,00 683.927,41
3. Sonstige Rückstellungen 21.004.168,84 23.792.148,16
25.179.366,84 28.203.823,57
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.866.018,26 15.806.687,70
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 984.426,99 1.444.544,40
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.001.928,39 2.484.123,43
13.852.373,64 19.735.355,53
42.192.522,26 56.151.729,42

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 68.279.706,27 74.635.203,33
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 48.807.273,42 56.137.046,79
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 19.472.432,85 18.498.156,54
4. Vertriebskosten 16.223.158,01 14.490.566,50
5. Allgemeine Verwaltungskosten 3.335.690,10 2.742.465,95
6. Sonstige betriebliche Erträge 146.834,34 706.960,16
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 195.851,73 8.698,40
8. Erträge aus Beteiligungen 175.483,90 778.185,39
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.197.059,55 1.141.367,00
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 588.075,69 50.767,06
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 17.704,43
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 28.050,00 128.145,00
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 848.905,04 935.781,58
14. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 948.231,45 2.852.074,29

HRB 67950, Amtsgericht Hamburg

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Universal Pictures Germany GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem konzerneinheitlich angewandten Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurden die nachstehend erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Angaben, die in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind im Anhang enthalten.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich nutzungsbedingter Abschreibungen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode über die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind vollständig abgeschrieben.

Für Zugänge geringwertiger Anlagegegenstände mit Einzelanschaffungskosten ab EUR 250,00, die aber EUR 1.000,00 nicht übersteigen, wird ein jährlicher Sammelposten gebildet, der im Jahr der Anschaffung und den folgenden vier Jahren mit jeweils 20 % linear abgeschrieben wird. Der Abgang wird im fünften Jahr unterstellt.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten.

Die im Umlaufvermögen ausgewiesenen Vorauszahlungen an Repertoiregeber werden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Bei Nichteinspielbarkeit werden die Vorauszahlungen individuell wertberichtigt. Im Berichtjahr erfolgen wie im Vorjahr keine Abschreibungen.

Waren sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten angesetzt. Für erkennbare Risiken werden individuelle Wertberichtigungen (Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen) vorgenommen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden unter Berücksichtigung der Projected Unit Credit Method ermittelt. Die Pensionsrückstellungen wurden mit einem Rechnungszinssatz von 1,83 % p.a. (i. Vj. 1,78 % p.a.) unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt. Der zuvor genannte Zinssatz entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre, der sich laufzeitadäquat auf Basis einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Hierbei wird der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und bekanntgegebene Abzinsungssatz verwendet. Darüber hinaus wurde bei der Berechnung der Pensionsrückstellung ein Gehaltstrend von 3,00 % p.a. (i. Vj. 2,75 % p.a.) angesetzt. Zur Berücksichtigung des Rententrends wurden Rentenanpassungen von 2,00 % p.a. (i. Vj. 2,00 % p.a.) unterstellt und hinsichtlich der Fluktuationswahrscheinlichkeit Standardwerte zu Grunde gelegt.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurde allen zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Erfüllungsbetrag.

Verpflichtungen aus Lizenzverträgen sind - wie branchenüblich - als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder, soweit zutreffend, als Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden auf sich in Folgejahren wieder ausgleichende Differenzen in den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich daraus zukünftige Steuerbe- oder -entlastungen ergeben. Dabei werden auch die quasi permanenten Differenzen berücksichtigt.

Aktive latente Steuern auf Verlust- und Zinsvorträge werden insoweit angesetzt, wie mit einer Nutzung innerhalb der nächsten 5 Jahre gerechnet wird. Sich daraus ergebende aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Ergibt sich dabei ein aktivischer Überhang latenter Steuern, wird von dem bestehenden Ansatzwahlrecht kein Gebrauch gemacht.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehrung der Differenzen anzuwenden ist. Dabei handelt es sich um den kombinierten Steuersatz aus Körperschaftsteuer in Höhe von 15,0 %, Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer in Höhe von 5,5 % sowie Gewerbesteuer in Höhe von 16,46 % (Hebesatz 470 %) von insgesamt 32,28 %.

Währungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten sind mit dem Devisenkassa-Mittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden im Zeitpunkt ihrer Entstehung mit dem mittleren Tageskurs bewertet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden neben den unrealisierten Verlusten auch die unrealisierten Gewinne aus der Stichtagskursbewertung berücksichtigt. Zum Stichtag des Geschäftsjahres resultierten hieraus jedoch keine wesentlichen unrealisierten Währungsgewinne oder -verluste.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Software 13.421,37 0,00 0,00 13.421,37
13.421,37 0,00 0,00 13.421,37
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 999.532,09 0,00 0,00 999.532,09
999.532,09 0,00 0,00 999.532,09
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 125.567,08 0,00 0,00 125.567,08
125.567,08 0,00 0,00 125.567,08
1.138.520,54 0,00 0,00 1.138.520,54
Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgange Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Software 13.421,37 0,00 0,00 13.421,37
13.421,37 0,00 0,00 13.421,37
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 930.492,57 30.564,38 0,00 961.056,95
930.492,57 30.564,38 0,00 961.056,95
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
943.913,94 30.564,38 0,00 974.478,32
Buchwerte
31.12.2023 Vorjahr
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 0,00 0
0,00 0
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 38.475,14 69
38.475,14 69
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 125.567,08 126
125.567,08 126
164.042,22 195

An den folgenden Gesellschaften besteht unmittelbar oder mittelbar ein Anteilsbesitz (§ 285 Satz 1 Nr. 11 HGB).

Anteil Eigenkapital 31.12.2023 Jahresergebnis
% TEUR TEUR
Universal Pictures Hamburg Film- und Fernsehvertrieb GmbH, Hamburg 100 26 1.196 *)
Universal Pictures Productions GmbH, Hamburg 100 103 1 *)
Universal Pictures Russia LLC, Moskau/Russland 100 225 -100

*) vor Verlustübernahme oder Gewinnabführung

Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 13.064 (i. Vj. TEUR 24.602). Der Saldo betrifft mit TEUR 11.543 (i. Vj. TEUR 22.292) Forderungen aus konzernweitem Cash-Pooling. Darüber hinaus bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 1.272 (i. Vj. TEUR 1.107) sowie sonstige Forderungen mit TEUR 249 (i. Vj. TEUR 1.203). Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das in der Bilanz ausgewiesene gezeichnete Kapital (EUR 51.129,19) entspricht dem im Gesellschaftsvertrag mit DM 100.000,00 festgesetzten Wert.

Im Geschäftsjahr wurden EUR 6.000.000,00 an die Gesellschafterin ausgeschüttet.

Pensionsrückstellungen

Zum 31. Dezember 2023 betrug der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB TEUR 54 (i. Vj. TEUR 260). Hierfür gilt die dort geregelte Ausschüttungssperre.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen hauptsächlich aus Erlösschmälerungen und anderen umsatzbezogenen Verpflichtungen (TEUR 17.136; i. Vj. TEUR 22.729) und Personalkosten (TEUR 2.692; i. Vj. TEUR 546).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber verbundenen Unternehmen sind wie im Vorjahr kurzfristiger Natur (Restlaufzeit bis zu einem Jahr) und nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich mit TEUR 704 (i. Vj. TEUR 1.445) um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) um sonstige Verbindlichkeiten. Gegenüber der Gesellschafterin sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 192 (i. Vj. Forderung TEUR 1.142) enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 386 (i. Vj. TEUR 2.054), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Filmförderinstituten in Höhe von TEUR 548 (i. Vj. TEUR 357) enthalten. Von den Verbindlichkeiten aus Filmförderdarlehen haben TEUR 407 (i. Vj. TEUR 0) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, TEUR 93 (i. Vj. TEUR 308) von ein bis fünf Jahren sowie TEUR 49 (i. Vj. TEUR 49) von mehr als fünf Jahren.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus dem Vertrieb von Filmrechten auf dem Videomarkt:

2023 2022
TEUR TEUR
Umsatzerlöse nach Tätigkeit
Vertrieb von Filmrechten auf dem Videomarkt 67.942 74.293
Dienstleistungen an Schwestergesellschaften 338 342
68.280 74.635
Umsatzerlöse nach geographischen Märkten
Inland 65.390 70.970
Ausland 2.890 3.665
68.280 74.635

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 175 (i. Vj. TEUR 778) resultieren wie im Vorjahr aus der Beteiligung an der Universal Pictures Russia LLC, Moskau/Russland.

Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Die Erträge aus Gewinnabführung in Höhe von TEUR 1.196 (i. Vj. TEUR 1.141) resultieren im Wesentlichen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Universal Pictures Hamburg Film- und Fernsehvertrieb GmbH, Hamburg, und in Höhe von TEUR 1 (i. Vj. TEUR - 17) aus der Universal Pictures Productions GmbH.

Erträge bzw. Aufwendungen aus Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 147 (i. Vj. TEUR 4) aus Währungsumrechnungen und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen solche aus Währungsumrechnung von TEUR 11 (i. Vj. TEUR 14) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge betreffen mit TEUR 588 (i. Vj. TEUR 51) verbundene Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen resultieren mit TEUR 28 (i. Vj. TEUR 128) im Wesentlichen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen und betreffen mit TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) verbundene Unternehmen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen das aktuelle Jahr.

Angaben gemäß § 285 Satz 1 Nr. 8 HGB

2023 2022
TEUR TEUR
Aufwendungen für bezogene Waren 39.413 45.052
Aufwendungen für bezogene Leistungen
Lizenzbereich 9.075 10.497
48.488 55.549
Personalaufwendungen
Löhne und Gehälter 7.276 4.143
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 513 603
Aufwendungen für Altersversorgung 221 523
8.010 5.269

E. Sonstige Angaben

Organmitglieder

Geschäftsführer der Gesellschaft ist Dirk Lisowsky, Kaufmann, Emkendorf.

Herr Dirk Lisowsky übt die Tätigkeit des Geschäftsführers der Universal Pictures Germany GmbH hauptberuflich aus.

Die Angabe der Bezüge des Geschäftsführers im Geschäftsjahr ist mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beträgt TEUR 935 (i. Vj. TEUR 1.002) und stellt sich wie folgt dar:

Innerhalb 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Insgesamt
TEUR TEUR TEUR
Verpflichtungen aus
Leasingverträgen 72 27 99
Raummietverträgen 371 464 835
443 491 934

Anzahl der Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 41 (i. Vj. 48) Mitarbeiter.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr 2023 erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfungsleistungen TEUR 118.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernabschluss

Der Jahresabschluss wird über den Konzernabschluss der NBCUniversal Media LLC, New York City, New York/USA, in den Konzernabschluss der Comcast Corporation, Philadelphia, Pennsylvania/USA, einbezogen, die als oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im Internet unter www.comcast.com veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Im Geschäftsjahr 2024 ist bekannt geworden, dass die 2025 endenden externen Distributionsverträge nicht verlängert werden. Die Geschäftsführung analysiert deshalb, welche Maßnahmen einzuleiten wären, um den Vertrieb der konzerneigenen Filmrechte ab 2026 auf einen externen Partner zu übertragen. Dies könnte zur Folge haben, dass die Gesellschaft ihren operativen Geschäftsbetrieb zum Ende des Geschäftsjahres 2025 einstellen würde.

Darüber hinaus sind keine Vorgänge nach dem Bilanzstichtag aufgetreten, die rückwirkend wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Hamburg, den 19. Dezember 2024

Universal Pictures Germany GmbH

Gez. Dirk Lisowsky

Der Jahresabschluss wurde am 25. März 2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Universal Pictures Germany GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Universal Pictures Germany GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Universal Pictures Germany GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe im Nachtragsbericht im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 6. und 7. des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sie aktuell analysieren, welche Maßnahmen einzuleiten wären, um den Vertrieb der konzerneigenen Filmrechte ab 2026 auf einen externen Partner zu übertragen. Wie im Nachtragsbericht des Anhangs und in Abschnitt 6. und 7. des Lageberichts dargelegt, zeigt diese Gegebenheit, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 19. Dezember 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Jan Fürwentsches, Wirtschaftsprüfer

Thomas Sutorius, Wirtschaftsprüfer

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