Mercury Engineering GmbH

Ruhrallee 9, 44139 Dortmund, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 23625
Vorher
Kronen tausend579 GmbH
Eingetragen
29.6.2010
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für TragwerksplanungIngenieurbüros für Fachplanung von sonstigen technischen Anlagen
Gegenstand
Die Entwicklung und Installation von mechanischen, elektrischen und Brandschutzsystemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alan Terence Gorman
seit 13.3.2017
Geschäftsführer
Eoin Paul Vaughan
seit 24.11.2016
Geschäftsführer
Ronan Lynch
seit 15.9.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Mercury Engineering LimitedIRL
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Mercury Engineering Limited
Ireland
250.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mercury Engineering GmbH

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.635.258,99 1.641.215,07
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 82.752.293,10 149.502.522,60
2. Geleistete Anzahlungen 199.238.223,07 341.547.008,40
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -281.990.516,17 -491.049.531,00
0,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.288.389,08 9.453.740,11
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 62.226.477,64 55.624.695,62
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.376.608,84 1.496.020,88
93.891.475,56 66.574.456,61
III. Guthaben bei Kreditinstituten 34.253.305,71 45.532.416,00
128.144.781,27 112.106.872,61
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 1.500,50
129.780.040,26 113.749.588,18
31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Kapitalrücklage 25.000,00 25.000,00
III. Gewinnvortrag 9.784.382,39 8.237.339,39
IV. Jahresüberschuss 4.710.448,94 1.547.043,00
14.769.831,33 10.059.382,39
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.142.042,53 2.080.993,03
2. Sonstige Rückstellungen 19.033.181,42 16.191.465,69
21.175.223,95 18.272.458,72
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 71.304.025,09 69.349.094,73
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.430.215,09 11.909.868,49
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 274.709,16 1.042.985,35
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.826.035,64 3.115.798,50
- sämtlich aus Steuern -
93.834.984,98 85.417.747,07
129.780.040,26 113.749.588,18

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 722.811.448,40 200.903.477,05
2. Verminderung / Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen -66.750.229,50 47.509.172,47
3. Sonstige betriebliche Erträge 55.131,15 4.466.068,59
- davon aus Währungsumrechnung € 49.126,08 (i. Vj. € 0,00)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -60.978.809,82 -82.047.803,14
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -549.669.169,37 -135.314.494,27
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -33.419.240,98 -26.805.585,94
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -5.018.758,73 -3.991.212,05
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -723.479,11 -448.810,30
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -436.904,99 -706.369,65
- davon aus Währungsumrechnung € 0,00 (i. Vj. € 104.649,66)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 911.933,89 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -200.002,76
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.071.472,00 -1.817.397,00
11. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 4.710.448,94 1.547.043,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

(1) Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuchs und den sie ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über 3 bis 5 Jahre angesetzt.

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bilanziert. In die Herstellungskosten werden Einzelkosten sowie Fertigungs- und Materialgemeinkosten und der Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB werden nicht aktiviert. Ebenso werden keine Fremdkapitalzinsen gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB einbezogen.

Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennwert offen von den Vorräten abgesetzt. Über die Höhe der Vorräte hinausgehende erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden in dem entsprechenden Posten auf der Passivseite ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr sind unverzinslich. Allen risikobehafteten Posten wird durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben für Aufwendungen des Folgejahres und ist zu Nominalwerten angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren bzw. höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die aus Fremdwährungsgeschäften resultierenden Erträge und Aufwendungen werden zum Kurs im Zeitpunkt ihrer Entstehung umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

(3) Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang dargestellt.

(4) Forderungen

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von € 9.421.630,80 (i. Vj. € 0,00) enthalten. Die übrigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von € 61.794.009,80 (i. Vj. € 55.555.260,36) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen.

(5) Erläuterung der Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen die Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer für die Jahre 2022 bis 2023.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen, Rückstellungen im Personalbereich sowie die erwarteten Aufwendungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses.

(6) Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von € 3.224.167,02 (i. Vj. € 0,00) enthalten. Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(7) Umsatzerlöse

Sämtliche Umsatzerlöse in den Geschäftsjahren 2022 und 2023 sind in Deutschland realisiert worden und betreffen ausschließlich Bauprojekte.

(8) Personalaufwand

Im Personalaufwand werden die Aufwendungen für angestellte sowie von der Muttergesellschaft entsendete Mitarbeiter ausgewiesen. Letztere sind im Personalaufwand mit einem Volumen von € 0,4 Mio. (i. Vj. € 0,5 Mio.) enthalten. Die Aufwendungen für Altersversorgung belaufen sich auf € 176.789,77 (i. Vj. € 78.842,04).

(9) Ausweis Baukosten

Alle mit der Bautätigkeit zusammenhängenden Sachaufwendungen werden im Materialaufwand ausgewiesen. Das betrifft auch Reise- und Unterbringungskosten der Mitarbeiter, die in den Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen werden. Im Materialaufwand unter den bezogenen Leistungen werden Aufwendungen für konzerninterne Dienstleistungen der Alleingesellschafterin in Höhe von € 73,0 Mio. (i. Vj. € 19,6 Mio.) ausgewiesen. Die Ermittlung dieser Aufwendungen basiert auf der konzerninternen Verrechnungspreispolitik und beinhaltet eine Zielmarge des Jahresergebnisses vor Steuern in Höhe von 7,5% der Betriebskosten, die sich im Wesentlichen in Personalkosten und andere damit verbundene Kosten für die Erbringung der Projektmanagementdienste unterteilen, jedoch Aufwendungen für bezogene Leistungen von Subunternehmern außen vor lassen.

(10) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbesteuer für das laufende Geschäftsjahr mit € 2,2 Mio. und für Vorjahre mit € -0,1 Mio.

Sonstige Angaben

(11) Sitz und Handelsregister

Die Mercury Engineering GmbH hat ihren Sitz in Dortmund und wird beim Registergericht Dortmund unter der Handelsregisternummer HR B 23625 geführt.

(12) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Mercury Engineering GmbH haftete zum Bilanzstichtag als Mitverpflichtete in Höhe von € 3,9 Mio. zugunsten von Finanzunternehmen, die projektbezogene Vertragserfüllungsbürgschaften für andere verbundene Unternehmen der Mercury-Gruppe gewährt haben. Von einer Inanspruchnahme aus den bestehenden Haftungsverhältnissen wird nicht ausgegangen, da die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmen der Mercury-Gruppe für die Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen ausreichend ist und eine Vertragsverletzung der Unternehmen der Mercury-Gruppe auf der Grundlage der derzeitigen Informationen und des Baufortschritts der relevanten Projekte unwahrscheinlich ist. Mit Endabnahme des betreffenden Projekts im Februar 2024 ist die Haftung inzwischen erloschen.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich auf € 1,2 Mio.

(13) Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt für a) die Prüfung des Jahresabschlusses T€ 88 und b) Steuerberatungsleistungen T€ 150.

(14) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 ergeben.

(15) Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

In 2023 waren einschließlich entsandter Mitarbeiter durchschnittlich 350 Mitarbeiter (Angestellte) beschäftigt.

(16) Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Mercury Holdings UC, Dublin/Irland, einbezogen, der den größten und kleinsten Kreis von Konzernunternehmen umfasst. Der Konzernabschluss ist beim Irish Companies Registration Office erhältlich.

(17) Vorschlag über die Verwendung des Jahresergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

(18) Geschäftsführung

Die Geschäftsführung besteht aus den folgenden Mitgliedern:

Ronan Lynch, Dublin/Irland,

Eoin Paul Vaughan, Co Wicklow/Irland,

Alan Terence Gorman, Co Wicklow/Irland.

Alle Geschäftsführer üben ihre Haupttätigkeit bei der Muttergesellschaft aus. Ronan Lynch ist dort Finanzvorstand (CFO), Eoin Paul Vaughan Vorstandsvorsitzender (CEO) und Alan Terence Gorman technischer Leiter (director of operations).

Die Geschäftsführung erhält keine Bezüge von der Gesellschaft.

 

Dortmund, den 24. September 2024

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Mercury Engineering GmbH Dortmund Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.350.778,43 725.606,83 98.432,06 2.977.953,20
GESAMT: 2.350.778,43 725.606,83 98.432,06 2.977.953,20
Abschreibungen
Mercury Engineering GmbH Dortmund Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 709.563,36 723.479,11 90.348,26 1.342.694,21
GESAMT: 709.563,36 723.479,11 90.348,26 1.342.694,21
Buchwerte
Mercury Engineering GmbH Dortmund Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.635.258,99 1.641.215,07
GESAMT: 1.635.258,99 1.641.215,07

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Die Mercury Engineering GmbH arbeitet als Bauunternehmen mit Schwerpunkt im Bereich des Baus von Datenzentren, sowohl als schlüsselfertiges Objekt wie auch als Rohbau.

Die Muttergesellschaft Mercury Engineering Limited mit Sitz in Irland besteht seit über 50 Jahren. Zusammen mit unseren Kunden realisieren unsere Projektteams Bauprojekte in Deutschland auf hohem technischem Niveau. Pünktliche Lieferung, Sicherheit und perfekte Ausführung sind Zielsetzungen von allergrößter Bedeutung für uns. Soziale, regionale und ökologische Verantwortung sind zentral für unsere unternehmerischen Aktivitäten gemeinsam mit unseren wirtschaftlichen Interessen.

Die Bautätigkeiten werden durch eigenes Personal ausgeführt. Fremdleistungen werden für Gewerke eingekauft, die durch eigenes Personal nicht abgewickelt werden können.

Die Geschäftstätigkeit wurde im Geschäftsjahr 2016 begonnen und ist in den Folgejahren erheblich ausgeweitet worden. Vor allem im Raum Frankfurt/Main, Berlin und München werden die wesentlichen Bauaufträge abgewickelt.

A. Geschäftsverlauf

1. Branchenentwicklung

Das Geschäft im Rechenzentrumsmarkt verlief im Jahr 2023 fundamental positiv. Der steigende Bedarf an Datenverarbeitung in Deutschland erfordert eine verbesserte und fortschrittliche Dateninfrastruktur und schafft so Nachfrage nach Rechenzentren. Beeinflusst durch die COVID-19-Pandemie lag der Schwerpunkt der Regierungsprojekte auf der Digitalisierung von Bildung, Gesundheitswesen, Cybersicherheit, Agrarindustrie, öffentlicher Sicherheit und Fertigung in Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie, Wissenschaft und öffentlichem Sektor, um Wirtschaftswachstum und Kompetenzentwicklung zu fördern.

2. Entwicklung von Umsatz und Betriebsleistung

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz und der Auftragsbestand.

Die Entwicklung der Mercury Engineering GmbH in 2023 war durch die hohe Nachfrage für den Bau von Datencentern und die Fertigstellung von bestimmten großen Datencentern, deren Bautätigkeit in Vorjahren begonnen wurde, getrieben. Auf Basis der hohen technischen Kompetenz wurde die Kundenbasis strategisch erweitert. Der gezielte Fokus auf eine gemeinschaftliche Projektdurchführung mit anderen spezialisierten Zulieferern wird zu einer Expansion des Kundenportfolios beigetragen.

Der Umsatz hat sich in 2023 auf € 722,8 Mio. deutlich erhöht. Der Umsatz 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr 2022 gestiegen, da einige große Bauprojekte fertiggestellt werden konnten. Unter Einbezug der Bestandsveränderungen unfertiger Bauten ist die Betriebsleistung von € 248,4 Mio. in 2022 auf € 656,1 Mio. in 2023 gestiegen. Der Umsatz in 2023 liegt deutlich über den geplanten Umsätzen für 2023 von € 629 Mio., da einige Bauprojekte vor dem erwarteten Fertigstellungstermin beendet werden konnten.

Der wesentliche Teil dieser Betriebsleistung entfällt auf Datencenterprojekte, in denen die Gesellschaft sowohl als Generalunternehmer wie auch als spezialisierter Subunternehmer auftritt. Der Auftragsbestand laufender und in 2023 begonnener Projekte beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf ein Volumen von € 1,17 Milliarden. Dieser Auftragsbestand hat sich im Vergleich zum Bestand zum 31. Dezember 2022 von € 714 Mio. um € 456 Mio. erhöht. Der am 31. Dezember 2023 bestehende Auftragsbestand wird durch die geplanten Fertigstellungen in 2024 mit € 602 Mio. und in 2025 und 2026 mit € 568 Mio. umsatzwirksam. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 von € 1,17 Milliarden liegt deutlich über dem geplanten Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 von € 377 Mio., da im Geschäftsjahr 2023 noch einige Großaufträge akquiriert werden konnten.

Aufgrund des oben beschriebenen Umsatzanstiegs lag der Jahresüberschuss 2023 mit € 4,7 Mio. deutlich über dem Niveau von 2022 von € 1,5 Mio.

3. Investitionen

Die Investitionen in 2023 von € 0,7 Mio. betreffen Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie PKW.

4. Finanzierung

Die Projektfinanzierung wird durch Bankguthaben und kundenseitige Anzahlungen sichergestellt. Bankfinanzierungen waren daher nicht notwendig. Durch das gestiegene Zinsniveau konnten sogar Zinserträge auf die Bankguthaben realisiert werden.

5. Arbeitnehmer

Die Mercury Engineering GmbH beschäftigte im Durchschnitt 350 Mitarbeiter (im Vorjahr 296 Mitarbeiter), einschließlich entsandter Mitarbeiter.

Die Gesellschaft ist ein Arbeitgeber, der Arbeitnehmer dadurch gewinnen möchte, dass ein ansprechendes Umfeld, herausfordernde Möglichkeiten und Raum zur Entfaltung ihres vollen Potentials geboten werden. Wir bieten eine wettbewerbsfähige Vergütung und ausgezeichnete Karrieremöglichkeiten. Die Erweiterung der Mitarbeiterbasis ist eine Schlüsselkomponente für unsere zukünftigen Pläne. Es ist unsere Verpflichtung, neue Mitarbeiter zu betreuen, so dass wir nicht nur im Wettbewerb bestehen können, sondern auch eine verbindende Unternehmenskultur schaffen können, die unseren zentralen Werten entspricht. Wir investieren erhebliche Ressourcen in unsere Wohlbefindens-Programme. Wir glauben an die Förderung des mentalen und physischen Wohlbefindens unserer Mitarbeiter/-innen und möchten, dass unsere Teams Gefallen an ihrer Arbeit finden.

B. Lage der Gesellschaft

1. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme am 31. Dezember 2023 von € 129,8 Mio. hat sich im Vorjahresvergleich um € 16,0 Mio. erhöht.

Die unfertigen Leistungen haben sich durch Fertigstellungen von Bauprojekten, die in früheren Jahren begonnen wurden, vermindert. Die erhaltenen Anzahlungen werden bis zur Höhe der Summe aus unfertigen Leistungen und geleisteten Anzahlungen von den Vorräten abgezogen und nur die überschießenden erhaltenen Anzahlungen als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Entsprechend ergibt sich ein Bilanzwert von € 0,00 für den Bilanzposten Vorräte.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund höherer Sicherheitseinbehalte nach Fertigstellung von Projekten in 2023 um € 18,8 Mio. erhöht.

Der Anstieg der Bilanzsumme auf der Aktivseite ist vor allem auf den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind um € 6,6 Mio. angestiegen, während die Liquiden Mittel um € 11,3 Mio. rückläufig sind.

Auf der Passivseite ist der Anstieg der Bilanzsumme vor allem auf die um € 8,5 Mio. gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen, die sich ebenfalls aufgrund der Fertigstellung von Bauprojekten und eigenen Sicherheitseinbehalten ergeben haben.

Die liquiden Mittel belaufen sich zum Bilanzstichtag auf € 34,3 Mio., was unter dem Stand der liquiden Mittel zum 31. Dezember 2022 von € 45,5 Mio. liegt. Insgesamt war während des Geschäftsjahres 2023 eine ausreichende Liquidität gewährleistet. Die Gesellschaft war stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Aufgrund der Finanzierung aus eigener Geschäftstätigkeit sind der Cashflow aus der Investitionstätigkeit sowie aus der Finanzierungstätigkeit nicht wesentlich.

Die Eigenkapitalquote ist durch den höheren Jahresüberschusses 2023 trotz der gestiegenen Bilanzsumme von 8,8% auf 11,4% zum 31. Dezember 2023 angestiegen.

2. Ertragslage

Bei einer deutlich gestiegenen Betriebsleistung im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr (€ +407,6 Mio. (+164,1%) ist der Rohgewinn (Summe aus Umsatz, Bestandsveränderungen, Materialaufwand und Personalaufwand) in 2023 mit € 7,0 Mio. um € 6,7 Mio. höher als in 2022. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern liegt mit € 5,9 Mio. über dem Vorjahr (€ 3,6 Mio.).

Dabei ist der Materialaufwand aufgrund der deutlich gestiegenen Betriebsleistung um € 393,3 Mio. (+180,9%) gestiegen. Im Materialaufwand unter den bezogenen Leistungen werden Aufwendungen für konzerninterne Dienstleistungen der Alleingesellschafterin in Höhe von € 73,0 Mio. (i. Vj. € 19,6 Mio.) ausgewiesen. Die Ermittlung dieser Aufwendungen basiert auf der konzerninternen Verrechnungspreispolitik und beinhaltet eine Zielmarge des Jahresergebnisses vor Steuern in Höhe von 7,5% der Gesamtkosten, welche sich im Wesentlichen in Personalkosten und andere damit verbundene Kosten für die Erbringung der Projektmanagementdienste unterteilen, jedoch die Aufwendungen für bezogene Leistungen von Subunternehmern außen vor lassen.

Aufgrund des Anstiegs der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter, die für die Durchführung des erhöhten Bauvolumens notwendig waren, sowie durch Gehaltssteigerungen hat sich der Personalaufwand um € 7,6 Mio. erhöht (+24,8%).

Das Jahresergebnis liegt mit € 4,7 Mio. deutlich über dem Niveau des Vorjahres.

Zusammenfassend ist die wirtschaftliche Lage des Unternehmens aus Sicht der Geschäftsführung als gut und die Gesamtentwicklung der Gesellschaft als positiv zu beurteilen.

C. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

Die Flexibilität und Finanzstärke der Mercury Engineering GmbH und ihre Belegschaft ermöglichen es, ein verlässlicher Partner in Bauprojekten zu sein und kurzfristig auf wechselnde Nachfragesituationen reagieren zu können.

Der Zentralverband des deutschen Baugewerbes e.V. rechnet in seiner Konjunkturprognose für 2024 von Ende 2023 mit einem Umsatzrückgang von nominal 3% für Bauleistungen. Speziell für den Wirtschaftsbau (Hochbau) rechnet der Verband mit einem realen Umsatzrückgang in 2024 um die 1%.

2023 war durch eine weiterhin hohe Nachfrage im Datencentersektor gekennzeichnet. Regelmäßig benötigte Kapazitätserweiterungen der Datencenterkunden schufen zusätzliche Nachfrage für den Bau neuer Gebäude.

Frankfurt, Berlin, München and Hamburg gehören aufgrund der wachsenden Nachfrage nach Colocation-Flächen von Betreibern, die in diesen Städten Rechenzentren unterhalten, zu Deutschlands attraktivsten Investitionsstandorten. Nach einer Untersuchung der CBRE GmbH besteht allein in Frankfurt eine hohe Kapazitätsnachfrage mit 118 Megawatt in 2023 und 150 Megawatt, die für 2024 vorhergesagt sind.

Nach einer Untersuchung von JLL über die vergangenen drei Jahre hat Frankfurt das Angebot bei Vorvermietungen dominiert, da der Markt ein Rekordniveau bei Angebot und Nachfrage sieht. Das Interesse im Markt erhöht sich mit jedem neuen Angebot, das bereits wenigstens 18 Monate vor Fertigstellung vermietet wird. Als Folge davon konnten die Leerstände unter 6% gedrückt werden und die Colocationsmieten haben sich signifikant über das letzte Jahr erhöht, insbesondere für Flächen mit höheren Anforderungen.

(Quelle: https://www.cbre.com/insights/data-center https://www.jll.co.uk/en/trends-and-insights/research/emea-data-centre-report)

Die Zukunftsaussichten für Mercury für 2024 und darüber hinaus sind positiv. Während die kurzfristigen Wachstumsaussichten durch die zeitlichen Investitionsentscheidungen unserer Kunden beeinflusst werden, erwarten wir entsprechend der Prognose der Statista.com ein jährliches Wachstum des Marktes für Datencenter von 6,24% in den nächsten vier Jahren. In diesem Zeitraum möchten wir unseren Marktanteil vergrößern und neue Kunden in den bedeutsamen Märkten (Tier 1 und 2) gewinnen.

(Quelle: https://www.statista.com/outlook/tmo/data-center/germany#:~:text=Revenue %20in%20the%20Data%20Center,US%249.62bn%20in%202024.)

Die Geschäftsentwicklung wird über die Analyse des Auftragsbestands ("Backlog") und der Umsatzentwicklung der Bauprojekte gesteuert.

Der Auftragsbestand am 31. Dezember 2023 belief sich auf € 1,17 Milliarden (hauptsächlich aus bereits begonnenen Aufträgen), der voraussichtlich mit € 602 Mio. in 2024, € 330 Mio. in 2025 und € 238 Mio. in 2026 umsatzwirksam wird.

Im Geschäftsjahr 2024 konnten bislang Aufträge im Volumen von € 58 Mio. akquiriert werden, die erwartungsgemäß in 2025 umsatzwirksam werden. Durch die erwartete Minderung von € 602 Mio. des Auftragsbestands zum Bilanzstichtag des Vorjahres (aus Projektfertigstellungen im Geschäftsjahr 2024) ergibt sich daher ein geplanter Auftragsbestand von € 626 Mio. zum 31. Dezember 2024.

Insgesamt erwartet die Geschäftsführung somit Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2024 von € 602 Mio.

Zusammenfassend wird von einer Fortsetzung der deutlich positiven Entwicklung der Umsätze im Folgejahr 2024 ausgegangen. Die bisherigen Ergebnisse unterstützen diese Erwartung.

D. Wesentliche Chancen und Risiken (Chancen- und Risikobericht)

Die Mercury Engineering GmbH bewertet und überwacht technische und andere operationale Projektrisiken. Die bestehenden Kontrollen, insbesondere im entscheidenden Zeitpunkt der Abgabe des Vertragsangebots, werden als ebenso bedeutsam angesehen wie die in Verbindung mit der Durchführung und Fertigstellung der Projekte selbst. In den Vertragsbedingungen werden im normalen Geschäftsgang Vertragserfüllungs- und Anzahlungsgarantien den Kunden gegenüber abgegeben, die sich auf eine zufriedenstellende Projektrealisierung abzielen.

Im IT-Bereich können Ausfallzeiten zu Unterbrechungen in der Geschäftstätigkeit führen, was wiederum Auswirkungen auf die Profitabilität des Projekts haben kann. Zur Minderung dieses Risikos sind angemessen qualifizierte IT-Fachleute zum Betrieb und zur Wartung der IT-Infrastruktur beschäftigt.

Die Mercury Engineering GmbH ist zahlreichen Risiken und Herausforderungen im Bereich von Lieferketten, einschließlich von Konflikten und anderen Unsicherheiten, ausgesetzt. Zur Risikominimierung werden enge Kooperationen mit Kunden und Lieferanten, ein aktives Management der Lieferketten und eine Organisation alternativer Liefermöglichkeiten und -wege umgesetzt. Die jeweiligen Verantwortlichkeiten werden dem Management unter Aufsicht des Risikoausschusses übertragen. Der Ausschuss ist mit diesem Ansatz der Risikominderung zufrieden.

Bei Kunden bestehen die üblichen Ausfallrisiken. Kunden, für die Vorleistungen auf Kreditbasis erbracht werden, werden im Vorfeld einer strengen Überprüfung unterzogen und werden kontinuierlich überwacht.

Bezüglich Liquiditäts- und Cashflow-Risiken sehen die Unternehmensrichtlinien vor, dass ausreichende Mittel aus Bankguthaben, Cashflows und geldnahen Anlagen zur Verfügung stehen müssen, um alle Verpflichtungen bei Fälligkeit bedienen zu können.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft und die Mercury-Gruppe überwachen alle Risiken regelmäßig durch Kontrollen und die Berichterstattung in der Gruppe und ergreifen Maßnahmen, diese Risiken zu minimieren. Zusätzlich wird ein sogenanntes Corporate Risk Register von dem Group Risk Management Committee geführt und aktualisiert, das von der Geschäftsführung oder dem Audit Committee halbjährlich überprüft wird.

Der geschäftliche Erfolg der Gesellschaft baut auf einem starken Managementteam auf. Der Verlust von Schlüsselpersonal kann zeitweise eine erhebliche Auswirkung auf die Geschäftsentwicklung haben.

Wie bereits im Prognosebericht ausgeführt, steht diesen Risiken ein erhebliches Umsatzpotential für die Zukunft gegenüber. Basis hierfür ist die Chance, weiterhin und in zunehmendem Umfang als kompetenter und spezialisierter Partner im zukunftsträchtigen Markt für den Bau von Datencentern anerkannt und beauftragt zu werden.

 

Dortmund, 24. September 2024

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Mercury Engineering GmbH, Dortmund

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mercury Engineering GmbH, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mercury Engineering GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, den 24. September 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Daniela Engel, Wirtschaftsprüferin

Valerie Loschelder, Wirtschaftsprüferin

Dieser Jahresabschluss für das am 31.12.2023 endende Geschäftsjahr wurde von der Gesellschafterversammlung mit Beschluss vom 31. Oktober 2024 festgestellt. Die Gesellschafterversammlung vom 31. Oktober 2024 hat zudem beschlossen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

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