ATC Germany Holdings GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marion Schild seit 15.1.2016 | Prokura |
Jörg Metzen seit 12.6.2015 | Prokura |
André Markus Dr. Schimmel seit 27.11.2014 | Prokura |
Clemens Paul Lay seit 14.4.2014 | Prokura |
Jörg Hartmann seit 14.4.2014 | Prokura |
Burkhard Sager seit 24.9.2013 | Prokura |
Rainer Hollang seit 24.9.2013 | Prokura |
Andreas Schmutzler seit 24.9.2013 | Prokura |
Andreas Wokittel seit 1.8.2013 | Prokura |
Markus Holzke seit 23.4.2013 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SPIE GmbHEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 2015Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der SPIE GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren in Staffelform aufgestellt. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die Bewertung der Immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Ansatz planmäßiger Abschreibungen über die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (drei bis 14 Jahre). Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Abschreibung führt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt über eine Laufzeit von fünf Jahren. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls nach Abzug von Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den durchschnittlichen Beschaffungspreisen. Es werden Gängigkeitsabwertungen vorgenommen. Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen umfassen Material-, Konstruktions- und Montagekosten und einen Gemeinkostenzuschlag. Finanzierungskosten, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden nicht einbezogen. Erhaltene Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Bestandsrisiken wurde ausreichend Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet, Pauschalwertberichtigungen werden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 0,5 % für das allgemeine Kreditrisiko und mit 1 % für Unverzinslichkeit auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand gebildet. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr sind abgezinst. Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Berechnung der Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Dabei wurden als Rechnungszins 3,89 % (Vorjahr 4,54 %) gemäß RückAbzinsV, sowie unverändert zum Vorjahr für künftige Gehaltssteigerungen 3,25 % p.a., ein Rententrend von 1,75 % p.a., für die Fluktuation 5,0 % p.a. sowie die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Dem Zins wurde eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen wurden abgezinst, wobei Effekte aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes im Finanzergebnis ausgewiesen wurden. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden für vorausempfangene Beträge gebildet, die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden für vorab geleistete Zahlungen gebildet. Beide Posten werden planmäßig aufgelöst. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel gemäß § 268 Abs. 2 HGB) ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. (2) Vorräte In den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind lagermäßig geführte Ersatzteile zum Bilanzstichtag enthalten. Die Unfertigen Leistungen beinhalten ausschließlich unverrechnete Lieferungen und Leistungen aus nutzerspezifischen Leistungen und Projekten. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden Forderungen gegen die alleinige Gesellschafterin SPIE Holding GmbH, Essen, in Höhe von TEUR 65.552 (Vorjahr: TEUR 60.948). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Verlustübernahme (TEUR 50.406; Vorjahr: Verlustübernahme TEUR 50.406), Darlehensforderungen (TEUR 16.434; Vorjahr: TEUR 13.619), Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr (TEUR 14.632; Vorjahr: TEUR 1.224) sowie aus Cash-Pooling (TEUR 40.459; Vorjahr: TEUR 42.531). In den bilanzierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungsverkäufe in Höhe von TEUR 46.298 in Abzug gebracht worden. Von der Bank einbehalten wurde eine Reserveposition in Höhe von TEUR 4.484, die in den sonstigen Forderungen bilanziert ist. Das Bankkonto für die Zahlungseingänge auf Kundenforderungen wurde an den Factorer verpfändet. Durch diese Abwicklung erhält die Bank auch Zahlungen für nicht angekaufte Forderungen, die grundsätzlich als sonstige Forderungen bilanziert werden; zum 31. Dezember 2015 gab es keine derartigen Forderungen. (4) Haftungsverhältnisse Die zum 31. Dezember 2015 ausgegebenen Bürgschaften beliefen sich auf TEUR 17.267; sie betreffen ausschließlich verbundene Unternehmen. Das Risiko der Inanspruchnahme aus diesen Bürgschaften wird aufgrund der wirtschaftlichen Lage der betroffenen Tochtergesellschaften als gering eingeschätzt. Die Gesellschaft hat gemeinsam mit wesentlichen Gesellschaften des SPIE-Konzerns Garantie- und Freistellungsverpflichtungen für die vom Konzern im Berichtsjahr durchgeführte Refinanzierung übernommen. Die Verbindlichkeiten aus der Konzernfinanzierung des SPIE-Konzerns betrugen zum 31. Dezember 2015 insgesamt Mio. EUR 1.175. Über die vorgenannten Garantie- und Freistellungsverpflichtungen sind von der Gesellschaft keine weiteren Sicherheiten bestellt worden. Eine etwaige Inanspruchnahme der Gesellschaft aus den Garantie- und Freistellungsverpflichtungen steht unter dem Vorbehalt, dass die Inanspruchnahme nicht gegen gesetzliche Kapitalerhaltungsvorschriften verstößt. Eine Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis ist in der Vergangenheit nicht erfolgt und wird auch für die Zukunft nicht erwartet. (5) Latente Steuern Die Bildung erfolgt beim Organträger, der SPIE Holding GmbH. (6) Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen sind überwiegend durch Vermögensgegenstände abgedeckt, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen). Hierzu zählen Vermögensgegenstände - im Wesentlichen Wertpapiere des Umlaufvermögens und liquide Mittel - welche im SPIE Pension Trust e.V. im Rahmen eines Contractual-Trust-Arrangements (CTA) treuhänderisch angelegt werden, sowie an Mitarbeiter verpfändete Rückdeckungsversicherungen. Von den vorhandenen Pensionsverpflichtungen mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 97.918 wurde der Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 55.103 abgesetzt. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen zum Bilanzstichtag TEUR 46.422. Der bilanzierte Wert für die Pensionsverpflichtungen beläuft sich somit auf TEUR 42.814. Im Berichtsjahr wurden Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 14.944 mit Erträgen aus Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 2.917 saldiert. (7) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten
Bei den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften handelt es sich um Rückstellungen für diverse Projekte mit teilweise mehrjährigen Laufzeiten. Die Abzinsung der langfristigen Rückstellungen erfolgt gemäß § 253 II HGB nach laufzeitadäquaten Abzinsungssätzen, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für Restlaufzeiten bis zu einem Jahr wurde dabei ein Zinssatz von 2,08 % zugrunde gelegt. Zinseffekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes sowie aus einer geänderten Schätzung der Restlaufzeiten werden im Zinsergebnis gezeigt. (8) Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber SPIE Holding GmbH, Essen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr (TEUR 14.003; Vorjahr: TEUR 3.343) sowie aus Cash-Pooling (TEUR 23.054; Vorjahr: TEUR 9.251). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (9) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden im Gebäudemanagement (Facility Management) überwiegend im Inland erzielt. Die größten Kundengruppen bilden der Siemens Konzern, der Lufthansa Konzern, der Daimler Konzern sowie der HOCHTIEF Konzern. Die Aufteilung nach Kundengruppen stellt sich wie folgt dar:
(10) Periodenfremde Erträge Im laufenden Abschluss sind periodenfremden Erträge aus der Auflösung einer Projektrisikovorsorge von rund Mio. EUR 10 enthalten. Sonstige Angaben (11) Ausschüttungssperre Der Zeitwert des Deckungsvermögens liegt zum Bilanzstichtag mit TEUR 8.663 über den Anschaffungskosten. In diesem Fall dürfen Gewinne gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe des Gewinns aus Deckungsvermögen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortags mindestens diesem Wert entspricht. Zum 31. Dezember 2015 betragen die frei verfügbaren Rücklagen nach Abzug des Verlustvortrages TEUR 68.294. (12) Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2015 zählte die Belegschaft durchschnittlich 3.887 Arbeitnehmer.
(13) Anteilsbesitz (in Tausend)
1) Das Eigenkapital wurde mit dem jeweiligen
Stichtagskurs und die Ergebnisse wurden mit dem jeweiligen
Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.
(14) Geschäftsführer Herr Markus Holzke, Krefeld, Diplom-Kaufmann. (15) Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans Bezüglich der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird von § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch gemacht. (16) Aufsichtsrat Die Gesellschaft hat einen Aufsichtsrat. Mitglieder im Geschäftsjahr 2015 waren:
Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Geschäftsjahr für ihre Tätigkeit eine Vergütung in Höhe von insgesamt TEUR 192. (17) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen belaufen sich aus längerfristigen Büroraummietverträgen auf TEUR 28.542 und aus PKW-Leasingverträgen auf TEUR 15.835. (18) Gesamthonorare des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug nach Tätigkeiten aufgeschlüsselt:
(19) Weitere Angaben Alleinige Gesellschafterin ist die SPIE Holding GmbH, Essen. Eine Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes für den Teilkonzern der SPIE GmbH nach § 290 HGB besteht nicht, da die SPIE GmbH und ihre Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der SPIE SA., Paris, einbezogen werden und kein Antrag von Minderheitsgesellschaftern zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts nach § 291 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB vorliegt. Voraussetzung hierfür ist, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der SPIE SA geprüft und in deutscher Sprache offengelegt werden. Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt, ist die SPIE SA. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger veröffentlicht.
Essen, 29. Feburar 2016 SPIE GmbH Holzke Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015
LageberichtSPIE GmbH, EssenLagebericht für das Geschäftsjahr 2015I. Darstellung des Geschäftsverlaufes 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche 1.1 Ökonomische Rahmenbedingungen und weltwirtschaftliche Entwicklung Das weltweite Wachstum in 2015 wurde beeinflusst durch die erneute Konjunkturabschwächung in den aufstrebenden Volkswirtschaften. Gleichzeitig haben die Entwicklungen in diesen Ländern zur Verlangsamung des Welthandelswachstums beigetragen. 1 Die deutsche Wirtschaft konnte sich im anspruchsvollen Jahr 2015 dennoch behaupten. In seinem Jahresgutachten bezifferte der Sachverständigenrat das reale Wachstum im Euroraum auf ca. 1,6 %. Die deutsche Wirtschaft lag bei 1,7 % Wachstum und zeigte im Vergleich somit eine etwas bessere Entwicklung als der Gesamt-Euroraum auf. Der Sachverständigenrat prognostiziert für Deutschland ein Anhalten des guten gesamtwirtschaftlichen Trends für absehbare Zeit. Auch das ifo Institut geht von einer positiven Entwicklung für 2016 aus und prognostiziert ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,9 % in 2016. 2,3
2
http://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg201516/wirtschafts-gutachten/jg15_ges.pdf
1.2 Entwicklung der Branche Die Stimmung in der Branche der Facility Services in Deutschland ist gut. Laut der Lünendonk-Studie 2015 erwirtschaften die Top 25 im Kalenderjahr 2014 mehr als 10 Milliarden Euro. Die erwirtschaftete Bruttowertschöpfung der auf dem Markt tätigen Facility-Management-Unternehmen liegt in 2014 bei 55,5 Milliarden Euro. Laut dem Branchenverband GEFMA hat der deutsche Facility-Management-Markt eine Größe von über 130 Milliarden Euro 4. Hierunter fallen alle, d.h. nicht nur extern, sondern auch intern erbrachte Leistungen im Bereich Facility-Management. Mit einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt von über 5 % ist die Branche ein wichtiger Zweig der deutschen Wirtschaft. Die Entwicklung des Marktes ist von einem sich verstärkenden Konsolidierungstrend geprägt, speziell auch deshalb, weil sich die Nutzer verstärkt an Multidienstleister wenden. Die Tendenz zum Outsourcing, zur Fremdvergabe und Bündelung von Leistungen setzt sich überdies auch weiterhin fort. 2. Darstellung der Gesellschaft 2.1 Aufstellung SPIE GmbH Die SPIE GmbH ist innerhalb des SPIE-Konzerns für die Weiterentwicklung des Geschäfts im deutschsprachigen Raum in Europa sowie die Erschließung und Weiterentwicklung des Geschäfts in Osteuropa zuständig. Die SPIE GmbH gliedert sich mit ihren Tochtergesellschaften organisatorisch in die sechs operativen Einheiten Facility Solutions Nordwest, Facility Solutions Südost, Facility Solutions Key Accounts, Building Technology & Service Solutions, Energy Solutions sowie Facility Solutions Flächenprojekte. Der Geschäftsbereich Facility Solutions Flächenprojekte betreute in 2015 noch einzelne Verträge, die im gleichen Jahr ausliefen. Mit Vertragsende wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Geschäftsbereichs in die Einheiten Facility Solutions Nordwest und Facility Solutions Südost organisatorisch integriert. Durch die beiden Geschäftsbereiche Facility Solutions Nordwest und Facility Solutions Südost ist die SPIE GmbH in Deutschland geographisch optimal aufgestellt. Dadurch können Facility Management Leistungen flächendeckend angeboten werden. Die Bereiche Gebäudetechnik und Kleinanlagenbau sind im Geschäftsbereich Building Technology & Service Solutions gebündelt. Die im Jahr 2014 getätigten Akquisitionen, das heißt der Erwerb der Unternehmensgruppe Fleischhauer sowie die Mitarbeiterübernahme der Johnson Controls Technischer Service GmbH, sind ebenfalls in diesem Geschäftsbereich angesiedelt. Im Geschäftsbereich Energy Solutions sind alle Aktivitäten rund um die effiziente Nutzung von Energie vertreten. Zum 1. Januar 2016 wurden bei der SPIE GmbH organisatorische Anpassungen vorgenommen mit der Zielsetzung, das Unternehmen zukunftsorientiert zum Multitechnik-Dienstleister weiterzuentwickeln, um damit die Marktposition weiter zu stärken. Zentrale Elemente sind die Etablierung einer ausgewogenen Geschäftsbereichsstruktur mit dem Fokus "Multitechnik-Dienstleister", die organisatorische Bündelung der Aktivitäten im Bereich Information & Communication Services (ICS) in einem eigenen Geschäftsbereich sowie die Reduzierung von Schnittstellen in der übergreifenden Zusammenarbeit. 2.2 Entwicklung der Gesellschaft a. Marktpositionierung Die SPIE GmbH ist der dienstleistungsgestaltende und branchenprägende Multitechnik-Anbieter in Deutschland, im deutschsprachigen Ausland sowie in Zentraleuropa. Das Leistungsspektrum umfasst technische Dienstleistungen für Gebäude, Anlagen und Infrastrukturen von der Planung über die Errichtung bis hin zum Betrieb und der Instandhaltung. Als Multitechnik-Dienstleister gehen die Lösungen der SPIE GmbH über die technischen Facility Services hinaus. Die Leistungen in den Bereichen Contracting und Energiemanagement sowie des Weiteren auch in der Informations- und Kommunikationstechnologie als entscheidendem Teil der gesamten Gebäudetechnik komplettieren das umfassende Portfolio, das die Kunden würdigen. Einhergehend mit dem immer größer werdenden Energieverbrauch und dazu steigenden Energiepreisen wächst die Nachfrage nach energieeffizienten und kostensparenden Lösungen. Hinzu kommen allgemeine Umweltaspekte und nicht zuletzt die Forderung nach nennenswerten Einsparungen von CO2, die erfüllt werden muss. Genau in Bezug auf diese benannten Herausforderungen bietet die SPIE GmbH ein breites Leistungsspektrum mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit. So reduziert die SPIE GmbH die CO2-Emissionen ihrer Kunden um insgesamt etwa 160.000 Tonnen pro Jahr. In puncto Lebenszyklusmanagement von Gebäuden, speziell im Zusammenhang mit der technischen Wartung und Instandhaltung, werden stetig tiefergehende Kenntnisse abverlangt, da die Komplexität der Gebäude fortwährend steigt. Auch hier ist die SPIE GmbH mit innovativen Lösungen und tiefgehendem Fach- und Branchen-Know-how ein zuverlässiger Dienstleister. Durch die Akquisition der Fleischhauer-Gruppe hat die SPIE GmbH darüber hinaus das Leistungsspektrum erweitert; das Portfolio beinhaltet seitdem auch vielfältige Dienstleistungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik. b. Entwicklung der Geschäftsbereiche Die SPIE GmbH konnte in 2015 erneut zahlreiche wichtige Verträge abschließen. Hervorzuheben sind dabei zwei Projekte: Die SPIE GmbH konnte einen Vertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren mit dem SRH-Waldklinikum in Gera abschließen. SPIE ist in diesem Zeitraum für den Betrieb und die Instandhaltung der gesamten technischen Anlagen verantwortlich. Der Vertragsabschluss beinhaltet auch die Personalübernahme der bisherigen Mitarbeiter aus dem Bereich Facility Management. SPIE baut somit die Geschäftsbeziehungen mit dem SRH-Konzern weiter aus. Bereits seit 2007 ist SPIE im SRH Zentralklinikum in Suhl aktiv und konnte dort die Verfügbarkeit der technischen Anlagen erhöhen und deren Betriebskosten nachhaltig senken. Des Weiteren hat die SPIE GmbH einen Auftrag von der Finanz Informatik für multitechnische Dienstleistungen am Standort Hannover erhalten. Die Vertragsdauer beläuft sich auf drei Jahre. Besonders hervorzuheben ist die Betreuung der zwei Rechenzentren, bei der es zum einen gilt, die Höchstverfügbarkeit der Rechenzentren selbst zu sichern, zum anderen aber auch die Verfügbarkeit der weiteren Anlagen abzudecken. Darüber hinaus übernimmt SPIE die Instandhaltung der gebäudetechnischen Anlagen. Die SPIE GmbH ist zudem für das Gewährleistungsmanagement verantwortlich. Darüber hinaus konnten u.a. wesentliche Verträge mit Lufthansa Technik und Fujitsu verlängert werden. Auch bei der größten Tochtergesellschaft der SPIE GmbH, der SPIE Energy Solutions GmbH, sind wesentliche Auftragsverlängerungen bspw. mit dem SI Centrum in Stuttgart oder Continental in Hannover wie auch der Neuauftrag mit der Charité Berlin am Campus Virchow-Klinikum zu verzeichnen. c. Erweiterung des Leistungsspektrums Im Jahr 2015 hat die SPIE GmbH zwei Akquisitionen getätigt. Zum einen erwarb die SPIE GmbH die Cromm und Co. GmbH, Eggenstein-Leopoldshafen, und baut damit ihre Kompetenz in den Bereichen Kommunikations-, Datennetz- und Glasfasertechnik aus. Zum anderen wurde ein Kaufvertrag zur vollständigen Übernahme der Hartmann Elektrotechnik GmbH unterzeichnet. Die Hartmann Elektrotechnik GmbH mit Sitz in Hamburg erbringt mit mehr als 300 Mitarbeitern an sechs Standorten in Deutschland ein breites Leistungsspektrum in den Bereichen ICT sowie mechanische und elektrotechnische Dienstleistungen, insbesondere Netzwerk-, Automatisierungs- und Sicherheitstechnik sowie Industrietechnik. d. Vernetzung innerhalb des SPIE-Konzerns Insbesondere im Hinblick auf Kunden, die Leistungen in mehreren europäischen Ländern abfragen, ergeben sich ausgezeichnete Synergien - die Kooperation der Ländergesellschaften untereinander wird daher stets fokussiert. Die hohe technische Kompetenz und das gesamte Leistungsspektrum werden aus einer Hand angeboten und bestehende Kundenbeziehungen fortwährend erweitert. Unterstützt wird der konzernweite Austausch im Rahmen von sogenannten Clubs & Committees, die sich länderübergreifend dem Best-Practice-Transfer zu Fachthemen sowie der Geschäftsentwicklung für spezielle Markt- und Kundensegmente widmen. Außerdem arbeiten die verschiedenen Länderorganisationen innerhalb von "Pan European Projects" zusammen und zeigen den Kunden so anschaulich auf, dass SPIE seine Leistungen und Lösungen europaweit anbieten kann. 3. Entwicklung von Gesamtleistung und Auftragseingang SPIE GmbH Die Gesamtleistung der SPIE GmbH erhöhte sich im Geschäftsjahr 2015 leicht um 1,5 % gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamtjahresleistung einschließlich Bestandsveränderungen und aktivierter Eigenleistungen (ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug Mio. EUR 516,6 (Vorjahr: Mio. EUR 509,0). Die Gesamtleistung entwickelte sich damit unterhalb des Marktwachstums, was insbesondere den selektiveren Vertriebsangang mit einer klareren Fokussierung auf anspruchsvolle Multitechnik-Dienstleistungen widerspiegelt. Größter Einzelkunde ist nach wie vor der Siemens-Konzern mit einer Gesamtleistung von über Mio. EUR 100. Der Auftragseingang betrug im Geschäftsjahr insgesamt Mio. EUR 466,2 (Vorjahr: Mio. EUR 594,5). Der diesjährige Rückgang des Auftragseinganges ist wesentlich bedingt durch den Einmaleffekt der Vertragsverlängerung mit dem Siemens-Konzern im Vorjahr. Die Vertragsverlängerung mit der Lufthansa und neu gewonnene Aufträge wie das SRH Klinikum Gera oder die Finanz Informatik in Hannover im aktuellen Geschäftsjahr konnten dies nur teilweise ausgleichen. 4. Personalentwicklung Die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter der SPIE GmbH belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2015 auf 3.893 (Vorjahr: 4.035 Mitarbeiter). 5. Struktur der Gesellschaft Die Gesellschaft hat folgende Geschäftseinheiten: Facility Solutions Nordwest, Rhonestraße 7, 60528 Frankfurt am Main Facility Solutions Südost, Sankt-Martin-Straße 57, 81669 München Facility Solutions Key Accounts, Nägelsbachstraße 26, 91052 Erlangen Facility Solutions Flächenprojekte, Rhonestraße 7, 60528 Frankfurt am Main Building Technology & Service Solutions, Speditionsstraße 13, 40221 Düsseldorf Der Geschäftsbereich Energy Solutions wird in der Tochtergesellschaft SPIE Energy Solutions GmbH geführt. II. Wirtschaftsbericht 1. Finanzielle Leistungsindikatoren Die kontinuierliche Unternehmenssteuerung basiert maßgeblich auf folgenden finanziellen Leistungsindikatoren: Auftragseingang, Leistung, Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT), Working Capital und operativer Cashflow. Im Folgenden werden diese wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren näher ausgeführt sowie weitere inhaltliche Erläuterungen zur Bilanz gegeben. 1.1 Auftragseingang Der Auftragseingang der SPIE GmbH betrug im Geschäftsjahr insgesamt Mio. EUR 466,2 (Vorjahr: Mio. EUR 594,5) und liegt damit mit einer Abweichung von ca. Mio. EUR -20 im Rahmen der Prognose. Der diesjährige Rückgang des Auftragseinganges ist wesentlich bedingt durch den Einmaleffekt der Vertragsverlängerung mit dem Siemens-Konzern im Vorjahr. Die Vertragsverlängerung mit der Lufthansa und neu gewonnene Aufträge wie das SRH Klinikum Gera oder die Finanz Informatik in Hannover im aktuellen Geschäftsjahr konnten dies nur teilweise ausgleichen. 1.2 Leistung Die Gesamtjahresleistung einschließlich Bestandsveränderungen (ohne sonstige betriebliche Erträge) erhöhte sich von Mio. EUR 509,0 in 2014 auf Mio. EUR 516,6 im Geschäftsjahr 2015 und entspricht damit den Erwartungen (Mio. EUR 520). 1.3 Ertragslage SPIE GmbH weist für das Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss (vor Ergebnisabführung) von Mio. EUR 14,0 aus (Vorjahr: Jahresfehlbetrag vor Übernahme von Mio. EUR 50,4). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern beträgt ebenfalls Mio. EUR 14,0 (Vorjahr: Mio. EUR -15,4). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt Mio. EUR 25,9 (Vorjahr: Mio. EUR -12,4). Bereinigt um das Beteiligungsergebnis sowie eine zusätzliche Vorsorge für Restrukturierung in Höhe von Mio. EUR 3,3 ergibt sich ein Ergebnis von Mio. EUR 21,1, was leicht über dem erwarteten Ergebnis von Mio. EUR 20,0 liegt. Das laufende operative Ergebnis kann somit als zufriedenstellend bezeichnet werden. Das Zinsergebnis (Zinsen und ähnliche Erträge bzw. Aufwendungen) von Mio. EUR -11,9 beruht im Wesentlichen auf dem Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen (Mio. EUR -14,9), der mit den Zinserträgen aus Planvermögen (Mio. EUR 2,9) saldiert wurde. Im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang des Abzinsungssatzes auf 3,89 % (Vorjahr: 4,54 %) ergab sich beim Zinsaufwand aus Pensionen ein Wert von Mio. EUR -12,0 (Vorjahr: Mio. EUR -2,4), was einem nicht geplanten Mehraufwand von Mio. EUR 9,6 entspricht. Der Jahresüberschuss wird in Höhe von Mio. EUR 5,4 zum Ausgleich vorhandener Verlustvorträge genutzt, der verbleibende Wert von Mio. EUR 8,6 wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die SPIE Holding GmbH abgeführt. 1.4 Vermögenslage Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bilanzsumme leicht von Mio. EUR 284,1 um Mio. EUR 5,1 auf Mio. EUR 279,0 gesunken. Diese Entwicklung geht insbesondere auf einen Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, teilweise kompensiert durch den Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Cash-Pool-Guthaben und Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag zurück. Gleichzeitig reduzierten sich im Geschäftsjahr 2015 insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die wesentlichen Veränderungen in der Bilanz sind: Das Working Capital, ermittelt als Saldo von Umlaufvermögen (ohne Guthaben bei Kreditinstituten und Kasse) und Verbindlichkeiten, hat sich von Mio. EUR 71,2 um Mio. EUR 7,5 auf Mio. EUR 63,7 reduziert. Bereinigt um die Forderung aus der Verlustübernahme (Mio. EUR 50,4) und die Verbindlichkeit aus Gewinnabführung (Mio. EUR 8,6), die Geldanlage im Cash-Pool des SPIE-Konzerns (Mio. EUR 40,0) sowie die Darlehensforderung gegen die SPIE Holding GmbH (Mio. EUR 14,9) ist das Working Capital aufgrund einer weiteren Reduzierung der Forderungen gegen Dritte sowie einer Erhöhung der Verbindlichkeiten wie erwartet auf Mio. EUR -33,0 gesunken (Vorjahr: Mio. EUR -28,9). Dies entspricht einer Verbesserung von Mio. EUR 4,1. Das CTA (Contractual Trust Agreement) Planvermögen hat sich binnen Jahresfrist aufgrund der erfreulichen Ertragsentwicklung von Mio. EUR 51,4 um Mio. EUR 2,3 auf Mio. EUR 53,7 erhöht. In Abzug gebracht sind hier bereits geleistete Pensionszahlungen von Mio. EUR 0,9. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen um Mio. EUR 14,2 auf Mio. EUR 57,2 ist im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang von Drohverlustrückstellungen in Höhe von Mio. EUR 13,7 auf Mio. EUR 13,9 sowie bei den Personalrückstellungen um Mio. EUR 7,0 (Abbau aus dem Restrukturierungsprogramm). Gegenläufig dazu wirkt sich die Entwicklung der übrigen sonstigen Rückstellungen aus. Die Bilanzkennzahlen betreffend kann festgestellt werden, dass das Anlagevermögen zu über 100 % durch Eigenkapital gedeckt und finanziert ist (Vorjahr: > 100 %). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 28,1 % (Vorjahr: 25,6 %). 1.5 Finanzlage Die Stichtagsliquidität aus Bankguthaben und Kassenbeständen der SPIE GmbH beträgt Mio. EUR 63,8 und liegt damit um Mio. EUR 11,7 über dem Stand zum 31. Dezember 2014 (Mio. EUR 52,1). Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Cash-Pool der SPIE Operations zum 31. Dezember 2015 Mio. EUR 40,0 angelegt waren (Vorjahr: Mio. EUR 39,4), so dass sich die verfügbare Stichtagsliquidität um Mio. EUR 12,4 auf Mio. EUR 103,8 erhöht hat. Der Grund für die positive Abweichung zur Prognose liegt in einem erfolgreichen Working Capital Management, das die Erwartungen übertroffen hat. Die deutlich verbesserte Liquiditätslage beruht maßgeblich auf einer Reduzierung des Working Capital (Saldo aus Umlaufvermögen - ohne Cash - und Verbindlichkeiten) um bereinigt Mio. EUR 4,1. Die SPIE GmbH hat im Dezember 2013 die Refinanzierung der laufenden Kundenforderungen im Rahmen einer Asset-Backed-Commercial Paper Transaktion in eine klassische Factoring-Refinanzierung überführt. Im Rahmen des Factoring wurden zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von Mio. EUR 46,3 (Vorjahr: Mio. EUR 48,5) verkauft. 2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.1 Kundenzufriedenheit Die SPIE GmbH sieht ihr Geschäft als "people business" an. Der Kunde gibt fortwährend Rückmeldungen zur Leistung, die gleichzeitig seine Zufriedenheit oder Unzufriedenheit widerspiegeln. Weiterhin wird auf das Feedback des Kunden unmittelbar reagiert und ggf. eine Verbesserung eingeleitet. Dass mehr als 90 % des gesamten Umsatzes mit Bestandskunden erzielt werden, spricht für die hohe Kundenzufriedenheit der Auftraggeber der SPIE GmbH. Im Facility Management Report von Bell Management Consultants belegt die SPIE GmbH in der Rangliste der Dienstleister mit mehr als 300 Millionen Euro Jahresumsatz den ersten Platz. Die Markenstärke sowie die Kundenzufriedenheit in verschiedenen Kompetenzfeldern wurden im Rahmen der Befragung beleuchtet. Die technische und ökonomische Kompetenz, die Erreichbarkeit und das Energiemanagement wurden bewertet und die Tendenz zur Weiterempfehlung sowie Weiterbeauftragung hinterfragt. Das Ergebnis des Bell Reports deckt sich somit mit der hohen Bestandskundenquoten der SPIE GmbH und unterstreicht die hohe Kundenorientierung. Auch Auszeichnungen wie der "European Energy Service Award 2015", den SPIE für das innovative Beleuchtungskonzept erhielt, das gemeinsam mit der Deutsche Postbank AG in zahlreichen Verwaltungsstandorten bundesweit umgesetzt wurde, oder die fünftmalige Auszeichnung als "FM Company of the Year" in Polen in Folge unterstreichen die Zufriedenheit der Kunden auch in den Tochtergesellschaften der SPIE GmbH. 2.2 Betriebszugehörigkeit Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter ist leicht auf 13,8 Jahre (Vorjahr: 13,5 Jahre) gestiegen. Die Fluktuation (Verhältnis der Austritte zum Personalanfangsbestand des Jahres) ist von 8,5 % im Vorjahr auf 11,7 % in 2015 gestiegen. 2.3 Weiterbildung Die SPIE GmbH hat auch in 2015 ein eigenes Weiterbildungsprogramm mit fachlichen und überfachlichen Seminaren angeboten, welches auf spezifische Bedarfe der Mitarbeiter ausgerichtet war. Der Besuch von internen Weiterbildungsmaßnahmen blieb 2015 mit 1.113 Trainingstagen gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant (2014: 1.150 Trainingstage). Der Besuch von externen Seminaren stieg in 2015 auf 2.260 Trainingstage gegenüber dem Vorjahr (2014: 2.090) leicht an. Dieser Anstieg ist mit dem Bedarf an fachspezifischen Weiterbildungen zu erklären. Zehn Mitarbeiter der SPIE GmbH nahmen 2015 an internationalen Weiterbildungsangeboten der SPIE SA teil. Im Gegensatz zum Vorjahr wurden als Basis für die Berechnung nicht die Anzahl der Seminare, sondern die Trainingstage zugrunde gelegt. Damit passen wir uns der Berichtserstattung der SPIE SA an. 2.4 Arbeitssicherheit Analog zu wirtschaftlichen Kennzahlen werden bei der SPIE GmbH die Arbeitssicherheitskennzahlen zur Unternehmensteuerung eingesetzt. Ziel ist es, eine Arbeitssicherheitskultur nachhaltig zu implementieren und auf einem hohen Niveau zu halten. Jeder Mitarbeiter soll an einem sicher gestalteten Arbeitsplatz arbeiten. Im Kalenderjahr 2015 konnte in der SPIE GmbH Gruppe eine signifikante Reduzierung der Lost Time Incident Frequency Rate (LTI1 FR) um 30 % erreicht werden. Die LTI1 FR wurde von 14,40 (2014) auf 10,25 (2015) gesenkt. Dabei ist ein LTI1 definiert als ein Unfallereignis, aus dem mindestens ein Ausfalltag resultiert. Der Unfalltag selbst wird gemäß internationaler Konvention nicht mitgezählt. Grundlage für die starke Senkung der Unfallhäufigkeitsrate ist die Selbstverpflichtung aller Führungskräfte, die Themen Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz intensiv in den Fokus zu rücken und die Optimierung der Themen als Führungsaufgabe zu etablieren. Die Selbstverpflichtung wurde u.a. über eine von allen Geschäftsleitungskreismitgliedern unterschriebene Grundsatzerklärung in das Unternehmen kommuniziert. In jedem Regeltermin werden die Themen Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz als jeweils erster Tagesordnungspunkt besprochen. 3. Sondereinflüsse Die Ergebnissituation im Geschäftsjahr 2015 wurde durch eine Erhöhung des in 2014 beschlossenen Restrukturierungsplans in einer Gesamthöhe von Mio. EUR 3,3 belastet. Erfreulich ist der Tatbestand, dass durch ein intensives Optimierungsmanagement die in 2013 gebildeten Risikovorsorgen für vornehmlich ein Projekt in Höhe von rund Mio. EUR 10 nicht benötigt wurden. Dieser positive Effekt wurde durch im üblichen Rahmen auf Basis einer vorsichtigen kaufmännischen Bewertung gebildete Projektrückstellungen egalisiert. Vor den Sondereinflüssen konnte das prognostizierte EBIT von Mio. EUR 20,0 nahezu genau erreicht werden. III. Prognosebericht 1. Finanzielle Leistungsindikatoren 1.1. Auftragseingang Im Geschäftsjahr 2015 wurde ein Auftragseingang von Mio. EUR 466,2 erzielt. Für das Geschäftsjahr 2016 wird ein leichter Anstieg des Auftragseingangs auf rd. Mio. EUR 484 erwartet. 1.2. Leistung Für das Geschäftsjahr 2016 wird mit rd. Mio. EUR 519 eine Leistung auf Niveau des Berichtsjahres (Mio. EUR 516,6) erwartet. Einen besonderen Einfluss darauf werden wieder Zusatzaufträge bei bestehenden Betreiberaufträgen haben, die je nach Projekt erfahrungsgemäß 25 % bis 50 % der Betreiberleistungen betragen. 1.3. Ertragslage Das Geschäftsjahr 2015 war im Unterschied zum Vorjahr nicht durch außerordentliche Belastungen geprägt. Auf der Grundlage einer stabilen Leistungsentwicklung und der positiven Auswirkungen der in 2014 eingeleiteten Restrukturierung wird für das Geschäftsjahr 2016 ein EBIT von über Mio. EUR 22 vor Ergebnisabführungen aus Tochtergesellschaften angestrebt. 1.4. Working Capital Ausgehend von einem Working Capital zum Jahresabschluss 2015 in Höhe von bereinigt rd. Mio. EUR -33,0 wird durch konsequentes Forderungsmanagement und eine weitere Erhöhung der Forderungsverkäufe eine Verbesserung gegenüber dem Berichtsjahr angestrebt. 1.5. Finanzanlagen Die Finanzanlagen beliefen sich zum Jahresende 2015 auf Mio. EUR 40,3. Im November wurde mit der Cromm & Co. GmbH eine Gesellschaft mit einer Leistung von ca. Mio. EUR 1 akquiriert, die bereits bilanziert ist. Im Dezember wurde zudem die Hartmann Elektrotechnik GmbH mit Sitz in Hamburg erworben; das Closing erfolgte im Januar 2016. Zielsetzung ist, das Unternehmenswachstum auch durch Unternehmenskäufe in 2016 weiter konsequent voranzutreiben. Dabei konzentriert sich das Unternehmenswachstum weiterhin auf den Ausbau unserer Multitechnik-Dienstleistungskompetenz. 1.6. Liquiditäts-Entwicklung Am Jahresende 2015 belief sich der Cash-Bestand auf Mio. EUR 63,8 bzw. Mio. EUR 103,8 inkl. Cash-Pool-Guthaben im Konzern. Die Planung der Cash-Entwicklung basiert auf der ausgeführten positiven Ertragsentwicklung, einer weiteren Optimierung des Working Capital sowie der geplanten Wachstumsstrategie durch Akquisitionen. Insgesamt wird eine Erhöhung des Cash-Bestandes im Rahmen der erwarteten Ergebnisentwicklung und vor Steuern und Anteilskäufen erwartet. 2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.1. Kundenzufriedenheit Das beachtliche Ergebnis des Bell Reports im Hinblick auf die Kundenzufriedenheit bestärkt die SPIE GmbH in ihrer Ausrichtung. Die hohe technische Kompetenz trägt maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei und wird auch weiterhin im Fokus des Multitechnik-Dienstleisters stehen. Der ONE SPIE-Ansatz fördert eine transparente Darstellung des gesamten konzernweiten Leistungsportfolios. Eine kundenfreundliche Veranschaulichung steht dabei eindeutig im Vordergrund und soll auch in Zukunft so weitergetragen werden. 2.2. Betriebszugehörigkeit Die gegenüber dem Vorjahr geringfügig gestiegene Betriebszugehörigkeit auf 13,8 Jahre ist weiterhin positiv, sodass keine besonderen Maßnahmen erforderlich sind. Der Anstieg der Fluktuation gegenüber dem Vorjahr von 8,5 % auf 11,7 % ist auf die im vergangenen Jahr durchgeführten Personalanpassungsmaßnahmen im Rahmen der Neuorganisation der Gesellschaft zurückzuführen. Da die Anpassungsmaßnahmen weitgehend abgeschlossen sind, ist für 2016 mit einem Rückgang der Fluktuation zu rechnen. 2.3. Weiterbildung Für 2016 wurde das Weiterbildungsangebot der SPIE GmbH erneut überarbeitet und unter anderem um Führungsthemen und neue Fachschulungen für das Multitechnik-Geschäft erweitert. Für das Jahr 2016 werden ähnliche Weiterbildungskennzahlen wie für 2015 erwartet. 2.4. Arbeitssicherheit Auch im Jahr 2016 wird an der Zielsetzung, die Unfallkennzahlen weiter zu senken, festgehalten. Messgröße ist ab 2016 die sogenannte TRCFR ("Total Recordable Cases Frequency Rate"), in der die Ereignisse "Medical Treatment" und "Lost Time Incidents" vollumfänglich einfließen. Bei der Ermittlung der Kennzahl werden neben den Mitarbeitern der SPIE GmbH auch alle Mitarbeiter, die im Zuge von Arbeitnehmer-Überlassungen für die SPIE GmbH tätig sind, berücksichtigt. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Effiziente Organisation des Risikomanagements Die Risikopolitik der SPIE GmbH ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern. Für das Risikomanagement ist innerhalb der SPIE GmbH die Abteilung Risikomanagement mit folgenden wesentlichen Aufgaben verantwortlich:
Wesentlich für die Erreichung dieses Ziels ist die Steuerung der Auftrags- und Absatzrisiken. Wir begegnen diesen Risiken durch ein wirksames Angebotskomitee, das alle Angebote mit einem Jahresvolumen oberhalb Mio. EUR 0,75, Angebote mit einem Gesamtauftragswert von über Mio. EUR 3 und Angebote mit Vertragslaufzeiten über fünf Jahre prüft. Das Angebotskomitee wird unterstützt durch die Abteilung Angebotscontrolling, die die Gesamtplausibilität eines Angebots im Vorfeld prüft und darüber hinaus größere Projekte vor der Durchsprache im Angebotskomitee auditiert. Neben dem Freigabeprozess im Angebotskomitee wurden wie in den Vorjahren projektbezogene Audits durchgeführt. Diese werden von einem dedizierten Team innerhalb der Abteilung Risikomanagement umgesetzt. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2015 die im Vorjahr begonnenen "Cross Project Audits" fortgesetzt. Nach erfolgreicher Qualifikation von Objekt- und Projektleitern zu Auditoren führen diese eigenständig Projektprüfungen in anderen operativen Einheiten durch. Auch im Geschäftsjahr 2016 wird dieser Ansatz konsequent weiterverfolgt und die Anzahl der Cross Project Audits weiter erhöht sowie weitere Objekt- und Projektleiter qualifiziert. Neben weiteren Kriterien mussten bislang insbesondere Projekte mit einer Größe von über Mio. EUR 10 im Risk Review Committee der SPIE SA freigegeben werden. Im Geschäftsjahr 2015 wurden die Freigabekriterien und der Freigabeprozess geschärft. Aufträge im Errichtergeschäft mit einem Gesamtauftragswert von mehr als Mio. EUR 6,0 und Betreiberaufträge mit einem Jahresumsatz von mehr als Mio. EUR 2,0 sind seit September 2015 vom Vorstandsvorsitzenden des SPIE-Konzerns freizugeben. Zudem wurde vom SPIE-Konzern ein sogenanntes "Go/No Go-Komitee" eingeführt, welches die Angebotsbearbeitung von Großprojekten freigibt. Angebote im Errichtergeschäft mit einem Gesamtauftragswert von mehr als Mio. EUR 30,0, Angebote für Betreiberaufträge mit mehr als Mio. EUR 10,0 Jahresumsatz sowie Projekte mit Kapitalbeteiligung oder bei denen mehr als 30 Mitarbeiter zu SPIE übergehen werden, sind vor Beginn der Angebotsbearbeitung von dem Gremium freizugeben. In 2016 wird die SPIE GmbH ihren Freigabeprozess ebenfalls überarbeiten und - unter Berücksichtigung niedrigerer Schwellenwerte - ebenfalls ein "Go/No Go-Komitee" einführen. Kunden- und Marktrisiken begegnen wir durch differenzierte Produkt- und Kundenstruktur sowie sorgfältige Kundenauswahl, Bonitätsrisiken durch effektives Debitorenmanagement. Die hohe Wettbewerbsintensität führt zu einem anhaltend hohen Margendruck, dem z.B. durch Realisierung von Synergieeffekten innerhalb des SPIE-Konzerns sowie eine konsequente Erweiterung der eigenen Wertschöpfungskette als Multitechnik-Anbieter begegnet wird. Die Gesellschaft ist ansonsten konzeptionell in das Risikomanagementsystem des SPIE-Konzerns eingebunden, das alle zentralen Risikofelder erfasst und im Zuge des Börsengangs der Muttergesellschaft weiter geschärft wurde. 2. Erklärung zur Unternehmensführung In seiner Sitzung am 10. September 2015 fasste der Aufsichtsrat den Beschluss, die Zielgrößen zum 30. Juni 2017 für den Frauenteil im Aufsichtsrat auf 16,67 % und für die Geschäftsführung auf 0 % festzulegen. Bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen strebt die Geschäftsführung eine deutliche Erhöhung des Anteils von Frauen an. Dabei wurden für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung für die erste Ebene 8 % (derzeit 0 %), für die zweite Ebene 16 % (derzeit 8 %) festgelegt. Die Zielsetzung ist bis zum 30. Juni 2017 zu erreichen. 3. Chancen bzw. künftige Entwicklung Der Konjunkturausblick aus Sicht der Weltbank für die globale Wirtschaft und auch für die Eurozone ist gut. Unabhängig davon bieten sich in dem für uns relevanten Markt vielfältige Möglichkeiten zur organischen wie auch anorganischen Entwicklung in multitechnischen Dienstleistungen. Um die Marktchancen zu nutzen und eine weitere Differenzierung vom Wettbewerb zu erwirken gilt es, unser integriertes Leistungsportfolio und unsere über Jahre aufgebaute technische Kompetenz und spezifische Prozesserfahrung in diversen Branchen weiter zu vertiefen und zu ergänzen, dies auch über weitere Zukäufe. Dazu hat die SPIE GmbH bereits in 2014 begonnen, sich intern neu aufzustellen und in Teilen zu restrukturieren, um einerseits die länderübergreifende Zusammenarbeit und den Know-how-Austausch innerhalb des Verantwortungsbereichs wie auch hin zum Konzern zu fördern, sich auf Änderungen im Energiegesetz und entsprechend geänderten Kundenanforderungen im Bereich Energy Solutions einzustellen, andererseits die Produktivität mit der Senkung administrativer und operativer Kosten in allen Bereichen zu erhöhen. So können wir dem vorherrschenden Kostendruck gerade in den klassischen Facility Management Leistungen entgegentreten, indem wir für den Kunden individuelle und nachhaltige Konzepte, aber auch eine Vielzahl neuer technischer Dienstleistungen anbieten können. Den eingeschlagenen Weg in der Umsetzung der Strategie zum Multitechnik-Anbieter wird die SPIE GmbH auch in 2016 konsequent weitergehen. Seit dem 1. Januar 2016 wird das Geschäft dazu in fünf Geschäftsbereichen gebündelt:
Mit der Neuaufstellung wird die bereits in 2014 beschlossene Auflösung des Geschäftsbereichs Flächenprojekte zum 31. Dezember 2015 abgeschlossen. Alle bestehenden Kundenaufträge wurden in 2015 in die bestehenden Geschäftsbereiche überführt und werden zukünftig von diesen geführt und ausgebaut. Ebenfalls zum 1. Januar 2016 wurde der Geschäftsbereich Building Technology & Service Solutions aufgelöst und alle bestehenden Niederlassungen zum 1. Januar 2016 in die Geschäftsbereiche SPIE NORD und SPIE SÜD überführt. Die Geschäftsbereiche "SPIE NORD" und "SPIE SÜD" umfassen die ehemaligen Geschäftsbereiche "Facility Solutions Nordwest" bzw. "Facility Solutions Südost". Mit dem Verzicht auf den Zusatz "Facility Solutions" stärken wir unseren Anspruch als Multitechnik-Dienstleister. Durch die neue geographische Aufteilung rücken wir zudem näher an unsere Kunden. So ist der Geschäftsbereich SPIE NORD zukünftig mit Niederlassungen in Berlin, Hamburg, Hannover, Düsseldorf und Essen vertreten. Der Geschäftsbereich SPIE SÜD mit Niederlassungen in München, Stuttgart, Frankfurt am Main und Leipzig. Im Geschäftsbereich "SPIE ICS" bündeln wir ab 1. Januar 2016 unsere Kompetenz in den Bereichen Elektro-, Sicherheits-, Informations-/Kommunikations- und Medientechnik. Neben den bestehenden Tochtergesellschaften SPIE Fleischhauer GmbH und SPIE Deutschland System Integration GmbH ist die Anfang 2016 erworbene Gesellschaft Hartmann Elektrotechnik GmbH Teil dieses Geschäftsbereichs. Auf Basis unserer neuen Führungskultur, die mit dem Leitmotiv 'SPIE, gemeinsam zum Erfolg' die sowohl interne Zusammenarbeit zwischen unseren Einheiten wie auch im Verhältnis zu unseren Mitarbeitern stärken als auch die Entwicklung der Geschäftsbeziehung mit unseren Kunden und Lieferanten vorantreiben soll, gilt es, mit dem ONE SPIE-Ansatz unser gesamtes Leistungsspektrum für unsere Bestandskunden verfügbar zu machen. Durch die geänderte Aufstellung unserer Geschäftsbereiche setzen wir den ONE SPIE-Ansatz konsequent im Sinne unserer Mitarbeiter und Kunden um. V. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Abschlussstichtag nicht eingetreten.
Essen, den 29. Februar 2016 Markus Holzke Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SPIE GmbH, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der SPIE GmbH, Essen, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 7. März 2016 Deloitte
& Touche GmbH
gez. Bedenbecker, Wirtschaftsprüfer gez. Neu, Wirtschaftsprüfer Angabe des Datums der Feststellung des Jahresabschlusses gem. § 328 Ziffer 1 Satz 2 HGB Der Jahresabschluss zum 31.12.2015 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 14.06.2016 festgestellt. Bericht des Aufsichtsratsder SPIE GmbH gemäß § 171 Abs. 2 Satz 1 AktG i.V.m. § 25 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 MitbestGDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Die Geschäftsführung unterrichtete ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend sowohl schriftlich als auch mündlich über die wirtschaftliche Lage und die Entwicklung der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften, die vorgesehene Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung, das Risikomanagement sowie über bedeutende Einzelvorgänge. Der Aufsichtsrat hat diese Berichte in seinen Sitzungen ausführlich erörtert und mit der Geschäftsführung beraten sowie die erforderlichen Entscheidungen getroffen. Zu Maßnahmen gemäß § 111 Abs. 2 Satz 1 AktG (zum Beispiel Einsicht in Bücher und Schriften der Gesellschaft) bestand keine Veranlassung. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in regelmäßigem Kontakt mit der Geschäftsführung und ließ sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informieren. Grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik, des Risikomanagements, der Auftrags- und Ergebnisentwicklung, der Finanzlage sowie die Beschäftigungssituation in den einzelnen Unternehmenseinheiten wurden in vier Aufsichtsratssitzungen ausführlich behandelt. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat von der Geschäftsführung im Einzelnen erläutert. Ein zentrales Beratungsthema war die Auftrags- und Ertragslage der einzelnen Geschäftsbereiche der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat hat sich in diesem Zusammenhang auch mit den Chancen und Risiken einzelner Projekte befasst. Themen der Aussprache waren u.a. auch die kritische Auseinandersetzung mit Negativprojekten, insbesondere im Geschäftsbereich Flächenprojekte sowie im Errichtergeschäft. Entsprechend dem verabschiedeten Katalog der zustimmungsbedürftigen Geschäfte hat sich der Aufsichtsrat auch mit der Übernahme von Garantien und Freistellungsverpflichtungen für die SPIE-Konzernfinanzierung durch die Gesellschaft befasst und diesem Geschäft zugestimmt. Gegenstand der Erörterungen im Aufsichtsrat waren auch aktuelle Vertriebsprojekte, die Situation der Arbeitssicherheit als auch die Einführung von neuen IT-Systemen für das Personalwesen. Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat mit der Unternehmensstrategie befasst. Themen waren u.a. die Stärkung des ´One SPIE´ Ansatzes durch Intensivierung der internen Zusammenarbeit als auch Zukäufe von Zielunternehmen, um die Marktposition als Multitechnik Dienstleister weiter auszubauen. Weitere Schwerpunkte betrafen erforderliche Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung, die neben der Restrukturierung der Geschäftsbereiche und der Zentrale auch den Verkauf von Tochtergesellschaften im Ausland sowie die Beendigung von Negativprojekten im Geschäftsbereich Flächenprojekte und im Errichtergeschäft zum Gegenstand hatten. Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2015 auch mit der ab 2016 geltenden Neuordnung der Organisationsstruktur auseinandergesetzt. Besonderes Augenmerk richtete der Aufsichtsrat im Personalbereich auf die personellen Auswirkungen der eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen auf die Geschäftsbereiche und Zentralbereichsfunktionen. In mehreren Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat auch mit den Zielgrößen und Maßnahmen zur Förderung des Frauenanteils im Unternehmen, Geschäftsführung und Aufsichtsrat befasst. Im Rahmen der Mitarbeitervergütung stand die künftige Anpassung der erfolgsorientierten Vergütung im Vordergrund. Über die Entwicklung der Gesellschaft hinaus ist der Aufsichtsrat im Laufe seiner Tätigkeit auch seitens der unmittelbaren und mittelbaren Gesellschafter, der SPIE Holding GmbH und der SPIE S.A., über die wesentlichen Entwicklungen im Konzern informiert worden, so auch über den 2015 durchgeführten Börsengang des Konzerns und des damit verbundenen Mitarbeiterprogramms, an dem auch eine Vielzahl der Mitarbeiter der Gesellschaft und deren Tochtergesellschaften teilgenommen haben. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats hat im Geschäftsjahr 2015 einmal getagt und einen Beschluss gefasst. Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz brauchte nicht einberufen zu werden. Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss (Bilanz zum 31. Dezember 2015 und Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015) sowie der Lagebericht der SPIE GmbH für das Geschäftsjahr 2015 ist unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Gesellschafterversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahresabschlusses beauftragten Abschlussprüfer, der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Bericht des Abschlussprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 31. März 2016 ausgehändigt worden. Diese Unterlagen sind in der Bilanzsitzung von der Geschäftsführung zusätzlich auch mündlich erläutert worden. Die Wirtschaftsprüfer, die den Prüfungsbericht unterzeichnet haben, haben an der Beratung des Aufsichtsrats über die Vorlagen teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet und für ergänzende Auskünfte zur Verfügung gestanden. Der Aufsichtsrat hat nach eigener Prüfung dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben und der Aufsichtsrat stimmt mit der im Lagebericht enthaltenen Einschätzung der Geschäftsführung überein. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss und den Lagebericht. Herr Jörg Metzen ist am 21.05.2015 und Herr Christian Rochat am 28.05.2015 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. An deren Stelle hat die Gesellschafterversammlung am 21.05.2015 Herrn Johan Dekempe und am 18.06.2015 Frau Regine Stachelhaus zu Mitgliedern des Aufsichtsrates bestellt. Für das auf Seiten der Arbeitnehmervertretung ausgeschiedene Mitglied Elmar Rommerskirchen ist mit Beschluss des Amtsgerichts Essen vom 13.11.2015 Herr Hans-Hermann Loest zum Mitglied des Aufsichtsrates bestellt worden. Der Aufsichtsrat hat allen im Berichtsjahr ausgeschiedenen Mitgliedern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und fachmännischen Rat gedankt. Der Aufsichtsrat spricht der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.
Essen, den 31. März 2016 Der Aufsichtsrat Gauthier Louette - Vorsitzender - |
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