Deichmann SE
Selbe AdresseGroßhandel mit Schuhen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Falk Deckstein seit 10.11.2022 | Prokura |
Kai Szopinski seit 1.2.2022 | Prokura |
Lars Dr. Jendrian seit 3.1.2018 | Geschäftsführer |
Henning Rohlfs seit 8.11.2017 | Prokura |
Philipp Dr. Semmann seit 8.11.2017 | Prokura |
Kristina Ruppel seit 8.11.2017 | Prokura |
Karen Christina Böhme seit 4.7.2016 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Deichmann SEEssenJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Kapitalflussrechnung für den Konzern
Kapitalflussrechnung für den KonzernDer Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021
Zusammengefasster Anhang für das Geschäftsjahr 20211 Allgemeine Angaben Die Deichmann SE, Essen, Amtsgericht Essen, HRB 21020 (im Folgenden auch "Gesellschaft" oder "Deichmann" genannt), ist als Mutterunternehmen zur Erstellung eines Konzernabschlusses nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB verpflichtet. Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Gesellschaft wurden für das Geschäftsjahr 2021 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, Alt. 61 der Verordnung (EG) Nr. 2157/2001 über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE) (kurz auch "SE-VO") und des SE-Ausführungsgesetzes (kurz auch "SEAG") i. V. m. den anwendbaren Vorschriften des AktG sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnungen wurden unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens aufgestellt. Der Anhang zum Jahresabschluss der Gesellschaft und der Konzernanhang wurden gemäß § 298 Abs. 2 HGB zu einem Anhang zusammengefasst. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der Gesellschaft werden beim elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist in Abschnitt 2 dieses zusammengefassten Anhangs enthalten. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der Gesellschaft sind in EUR aufgestellt, allerdings in TEUR dargestellt. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (TEUR, %, usw.) auftreten. Nachfolgende inländische Gesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft, die in den Konzernabschluss der Gesellschaft einbezogen werden, haben die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschriften erfüllt bzw. werden diese erfüllen und verzichten deshalb auf die Aufstellung des Lageberichtes und des Anhangs sowie die Prüfung und Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen:
2 Konsolidierungskreis In den zum 31. Dezember 2021 aufgestellten Konzernabschluss der Gesellschaft sind 70 Tochterunternehmen einbezogen. Erstmalig konsolidiert wurde folgende im Geschäftsjahr 2021 neu gegründete Gesellschaft:
Die MyShoes (Schweiz) AG, Dietikon/Schweiz wurde zum 01.01.2021 auf die OCHSNER Shoes AG, Dietikon/Schweiz verschmolzen. Die Off Broadway Shoes Inc., Charlotte, NC/USA wurde zum 31.12.2021 auf die Rack Room Shoes Inc., Charlotte, NC/USA verschmolzen. Mit Kaufvertrag vom 21. Dezember 2018 und wirtschaftlicher Wirkung zum 28. Januar 2019 hat die Rack Room Shoes Inc., Charlotte, N.C./USA, sämtliche Geschäftsanteile an der Jako Holding Company, LLC, Philadelphia, PA/USA (Jako Holding) mit den Tochtergesellschaften Jako Enterprises, Kicks USA, LLC Philadelphia, PA/USA (Kicks USA) sowie UBIQ LLC, Philadelphia, PA/USA erworben. Mit weiterem Kaufvertrag vom 11. Juni 2019 hat die Jako Enterprises sämtliche Geschäftsanteile an der Mr. Alan's Men's Bootery LLC, Michigan/USA (Mr. Alan's) erworben. Bei einem zum jeweiligen Erstkonsolidierungszeitpunkt nach den Vorgaben des § 301 HGB neubewerteten Eigenkapital ergab sich ein derivativer Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von USD 112,1 Mio (EUR 99,8 Mio) bzw. USD 8,1 Mio (EUR 7,2 Mio). Der Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von insgesamt EUR 107,0 Mio wird seit dem Geschäftsjahr 2019 über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 10 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Der Kaufpreis bestand aus einem fixen Anteil und aus einem variablen Anteil (sogenannten Earn out-Klauseln). Die im Erwerbszeitpunkt geschätze Verpflichtung aus der Earn Out-Klausel erhöhte sich im Geschäftsjahr 2020. Insgesamt ergaben sich entsprechend § 255 Abs. 1 Satz 2 HGB nachträgliche Anschaffungskosten, die entsprechend DRS 23 berücksichtigt wurden. Insgesamt erhöhte sich der Geschäfts- und Firmenwert dementsprechend um USD 27,9 Mio (EUR 21,9 Mio) zum Erstkonsolidierungszeitpuntkt 28. Januar 2019. Durch gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen wurden zum 28. Dezember 2019 die Jako Holding auf ihre Tochtergesellschaft Jako Enterprises verschmolzen. Gleichzeitig wurden die Kicks USA und die Mr. Alan's ebenfalls auf die Jako Enterprises verschmolzen. Erstmalig wurden aufgrund einen Erwerbsvorgangs folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss der Gesellschaft aufgenommen: • DISTANCE S.A., Poznan/Polen Mit Kaufvertrag vom 28. Mai 2021 und Kaufpreiszahlung vom 11. Oktober 2021 erwarb die Snipes SE, Köln, 100% der Geschäftsanteile an der DISTANCE S.A., Poznan/Polen. Die Anschaffungskosten des Erwerbsvorgangs belaufen sich insgesamt auf TEUR 11.832. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entsteht daraus ein derivativer Geschäft- und Firmenwert i. H. v. TEUR 7.573. Der Geschäfts- und Firmenwert wird über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 10 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. • Verwaltungsgesellschaft Köln, Bonner Straße/Koblenzer Straße mbH, Köln Mit Kaufvertrag vom 04. August 2021 erwarb die Snipes SE, Köln, 100% der Geschäftsanteile an der Verwaltungsgesellschaft Köln, Bonner Straße/Koblenzer Straße mbH, Köln. Die Anschaffungskosten des Erwerbsvorgangs belaufen sich insgesamt auf TEUR 31. Asset Deal Deichmann hat mit Datum vom 30. November 2021 über die Jako Enterprises LLC das Geschäft sowie substantiell alle Vermögensgegenstände und Schulden der Jimmy Jazz Gruppe in den USA im Rahmen eines Asset Deals erworben. Der Vollzug der Transaktion erfolgte mit Erfüllung der aufschiebenden Bedingungen am 31. Dezember 2021. Auf Grund des Closings zum Bilanzstichtag konnte noch keine finale Zuordnung des Kaufpreises auf die erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden sowie den Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen werden. Die Kapitalkonsolidierung ist daher vorläufig im Sinne von § 301 Abs. 2 Satz 2 HGB in Bezug auf den Ansatz und die Bewertung des erworbenen Nettovermögens. Eine etwaige Anpassung erfolgt im Konzernabschluss des kommenden Geschäftsjahres. Die Zuordnung des Kaufpreises auf die erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte auf Basis der vom Veräußerer aus dem Finanzinformationssystemen entnommenen Werte zum 31.12.2021. Im Rahmen der Transaktion ist vorläufig ein Geschäft- oder Firmenwert in Höhe von 583,7 MEUR ermittelt worden, der über 10 Jahre abgeschrieben wird. Sämtliche in folgender Tabelle aufgeführten Tochterunternehmen werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die folgenden Angaben beziehen sich auf die für Konsolidierungszwecke aufgestellten Handelsbilanzen (HB II):
* Ergebnisabführungsvertrag mit Deichmann
SE, Essen
** Verlustübernahmevertrag mit Deichmann
SE, Essen
*** Die Einbeziehung in den Konzernabschluss
erfolgt aufgrund § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB.
3 Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung wurde bei der Gesellschaft, mit Ausnahme der Einbringung der Heinrich Deichmann-Schuhe GmbH & Co. KG, Essen, gemäß der Empfehlung des DRS 23 grundsätzlich nach der Neubewertungsmethode gem. § 301 HGB durchgeführt. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ist grundsätzlich der jeweilige Erwerbs- bzw. Gründungszeitpunkt. Für die Einbringung der Heinrich Deichmann-Schuhe GmbH & Co. KG, Essen, in die Deichmann SE, Essen, wurde zum Erwerbszeitpunkt im Geschäftsjahr 2009 die Kapitalkonsolidierung bei Interessenzusammenführung gem. § 302 HGB a. F. angewandt. Derivative Geschäfts- oder Firmenwerte, die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstehen, werden grundsätzlich über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. Erwerbe von Anteilen an einem Tochterunternehmen, dessen Beherrschung dem Konzern bereits vor dem Erwerbsvorgang direkt oder indirekt möglich war, werden als Eigenkapitaltransaktionen zwischen den Gesellschaftern bilanziert (Einheitstheorie). Ein aus solchen Erwerben resultierender Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem Anteil, der den Anteilen anderer Gesellschafter bisher am Nettovermögen zuzurechnen war, wird ergebnisneutral mit den Gewinnrücklagen des Konzernabschlusses verrechnet. Aufwendungen und Erträge, entstandene Zwischengewinne und -verluste sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konsolidierungskreis einbezogenen Konzerngesellschaften werden eliminiert. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen (Innenumsatzerlöse) mit den auf sie entfallenden Aufwendungen der Empfänger der Lieferungen und Leistungen verrechnet. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden in der Konzernbilanz angesetzt. Der Bilanzstichtag der einbezogenen Gesellschaften entspricht dem der Muttergesellschaft. 4 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt bei den Konzernunternehmen sowohl im Einzel- als auch im Konzernabschluss entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes sowie unter Berücksichtigung von SE-VO und SEAG. Die Vorschriften werden in ihrer Gesamtheit im Einzelabschluss der Gesellschaft, angewandt und für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse werden grundsätzlich diese einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens besteht nach § 248 Abs. 2 HGB ein Aktivierungswahlrecht. Die Gesellschaft übt dieses dahingehend aus, dass keine Aktivierung stattfindet, sondern dass eine ergebniswirksame Erfassung der hierfür anfallenden Aufwendungen erfolgt. Sofern den Gegenständen des Anlagevermögens am Abschlussstichtag ein voraussichtlich dauerhaft niedrigerer Wert beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Anlagenzugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen. Sofern den Gegenständen des Anlagevermögens am Abschlussstichtag ein voraussichtlich dauerhaft niedrigerer Wert beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Anlagenzugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Ladeneinrichtungen bei neu angemieteten Verkaufsstellen der Gesellschaft und der deutschen Tochtergesellschaften werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Umbaumaßnahmen bei bestehenden Verkaufsstellen werden grundsätzlich als Erhaltungsaufwand erfasst, es sei denn, die Umbaumaßnahmen führen zu einer wesentlichen Verbesserung über den ursprünglichen Zustand hinaus oder die Verkaufsfläche erhöht sich um mehr als 25%. Die Abschreibung der Ladeneinbauten erfolgt pauschal über eine Nutzungsdauer von zehn (i. Vj. acht Jahren) bzw. über die kürzere Restmietvertragslaufzeit. Aufgrund besserer Erkenntnisse wurde die Nutzungsdauer von Ladeneinbauten rückwirkend zum Geschäftsjahr 2017 von acht auf zehn Jahre angepasst. Der geringere Abschreibungsaufwand (Zuschreibung) für die Geschäftsjahre 2017 bis 2020 wurde in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Finanzanlagen Das Finanzanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gem. § 253 HGB, angesetzt. Sofern den Gegenständen des Finanzanlagevermögens am Abschlussstichtag ein voraussichtlich dauerhaft niedrigerer Wert beizulegen ist, wird dem durch Abschreibungen Rechnung getragen. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden Abschreibungen auf Finanzanlagen vorgenommen. Soweit Wertminderungen nicht mehr bestehen, wird dem Wertaufholungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB Rechnung getragen. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten auf der Basis des gleitenden Durchschnittsverfahrens oder den niedrigeren beizulegenden Werten gemäß § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Die Anschaffungskosten umfassen den Einkaufspreis sowie die dem einzelnen Artikel zurechenbaren Anschaffungsnebenkosten. Soweit die Ware in Fremdwährung bezogen wird, wird der Betrag mit dem von der Gesellschaft für den entsprechenden Monat des Warenbezugs ermittelten durchschnittlichen Sicherungskurs umgerechnet. Bei der Handelsware wird einer absatzbezogenen Betrachtung und den modischen und sonstigen Risiken branchenüblich durch angemessene Abschläge Rechnung getragen. Warenbezüge, bei denen der Gefahrenübergang zum Bilanzstichtag stattgefunden hat, werden als Vorräte ausgewiesen (Unterwegsware). Sonstige Wertpapiere Die Wertpapiere werden mit Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gem. § 253 Abs. 4 HGB, angesetzt. Soweit Wertminderungen nicht mehr bestehen, wird dem Wertaufholungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB Rechnung getragen. Übriges Umlaufvermögen Die Vermögensgegenstände des übrigen Umlaufvermögens werden mit ihren Nominalwerten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten gemäß § 253 Abs. 4 HGB angesetzt. Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie in den sonstigen Vermögensgegenständen bestehen pauschal ermittelte Wertberichtigungen. Forderungen in fremder Währung werden zum amtlichen Mittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Forderungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Aktive latente Steuern Von dem Wahlrecht zum Ansatz eines sich insgesamt ergebenden Überhangs an aktiven latenten Steuern auf Grund zukünftiger Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird sowohl im Einzel- als auch im Konzernabschluss (Handelsbilanz II) kein Gebrauch gemacht. Ein je Tochterunternehmen sich ergebender Netto-Passivüberhang an latenten Steuern wird bilanziert. Aktive latente Steuern hätten nach dem bilanzorientierten Konzept im Wesentlichen aus den im Vergleich mit den in landesrechtlichen Steuerbilanzen niedrigeren Wertansätzen des Anlagevermögens und auf Grund höherer Wertansätze von Rückstellungen (i.W. Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für drohende Verluste aus belastenden Mietverträgen) in den Handelsbilanzen II der zu konsolidierenden Konzerngesellschaften sowie auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt werden können. Aktive latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden gemäß § 306 HGB bilanziert. Bei der Gesellschaft und im Konzern werden landesspezifische und unternehmensindividuelle Steuersätze zugrunde gelegt, die sich aus den tatsächlichen Verhältnissen der einzelnen Konzerngesellschaften ergeben. Latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen werden mit einem Steuersatz von 30% ermittelt. Bei der Gesellschaft wird ein Steuersatz von 30 % (KSt, Solz, GewSt) und im Konzern werden Steuersätze von 9 % bis 31 % zugrunde gelegt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Bilanzierung der Pensionsrückstellungen wird nach den Bewertungsvorschriften des § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei werden unternehmensabhängige Gehalts-, Renten- und Fluktuationstrends berücksichtigt. Die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen wurden bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für den Jahres- und den Konzernabschluss - jeweils bezogen auf das Jahresende und mit wirtschaftlicher Wirkung für das Geschäftsjahr - getroffen:
Die Rückstellungen für unmittelbare Pensionszusagen betreffen im Wesentlichen unmittelbare Versorgungszusagen. Zur Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde zum 31. Dezember 2021 das nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen übliche versicherungsmathematische Verfahren zur Bewertung des erdienten Anspruchs (Projected Unit Credit Method) angewandt. Für die Berechnungen wurden in Bezug auf Gehaltsdynamik, Anpassung der Versorgungsbezüge und Fluktuationswahrscheinlichkeiten branchentypische Werte unterstellt. Bezogen auf den laufzeitadäquaten Abzinsungsfaktor hat die Gesellschaft von dem Wahlrecht gem. § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht und den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren angewendet. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung und der Zinssatzänderung werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Unter Restlaufzeit ist die Duration im Sinne eines versicherungsmathematischen Schwerpunkts aller künftigen Zahlungen an den Versorgungsberechtigten zu verstehen. Der anzuwendende Abzinsungssatz wird von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) ermittelt und monatlich bekannt gegeben. Für die Rückstellungen für unmittelbare Pensionszusagen werden die Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Sonstige Rückstellungen Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken sowie für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, die Außenverpflichtungen darstellen, in angemessener Höhe gebildet. Rückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt, einschließlich künftiger Kosten- und Preissteigerungen. Darüber hinaus werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB langfristige Rückstellungen abgezinst. Der relevante Zinssatz entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre vor dem Bilanzstichtag. Dieser Marktzins wird von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe einer Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) ermittelt und monatlich bekannt gegeben. Die Rückstellungen werden regelmäßig überprüft und bei neuen Erkenntnissen oder geänderten Umständen angepasst. Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt mit ihrem Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum amtlichen Mittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit größer ein Jahr wird das Imparitätsprinzip beachtet. Absicherung von Fremdwährungsrisiken Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bereits kontrahierter Wareneinkäufe in US-Dollar und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Wareneinkäufe werden durch die Gesellschaft und durch Tochterunternehmen Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Dabei werden Devisentermingeschäfte und zuvor genannte Wareneinkäufe von wesentlichen Landesgesellschaften, deren funktionale Währung der Euro ist, in eine Bewertungseinheit (Macro-Hedge) designiert und nach der so genannten "Einfrierungsmethode" bilanziert. Wertänderungen von in diesem Sinne gesicherten Werten werden nicht gebucht, soweit die Bewertungseinheit effektiv ist. Devisentermingeschäfte in anderen Währungen und die dazugehörigen Grundgeschäfte werden mit Ausnahme der Deichmann-Shoes UK Ltd. nicht in Bewertungseinheiten designiert. Die Marktwerte werden anhand von Marktinformationen zum Bilanzstichtag ermittelt (Mark-to-Market-Methode). Währungsumrechnung In den Konzernabschluss einbezogene Einzelabschlüsse in ausländischer Währung werden nach der modifizierten Stichtagskursmethode mit Umrechnung des Eigenkapitals nach dem Zeitbezug umgerechnet. Die Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet, die Bewertung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zum Jahresdurchschnittskurs. Entstandene Währungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung erfasst. Die Kurse wesentlicher Währungen im Konsolidierungskreis betragen:
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten in den jeweiligen Einzelabschlüssen, für die keine Sicherungsbeziehungen bestehen, werden mit den Umrechnungskursen im Zeitpunkt ihrer Entstehung erfasst. Zum Bilanzstichtag erfolgt gemäß § 256a S. 1 HGB die Umrechnung dieser auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden zum Devisenkassamittelkurs. Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Insoweit werden das Anschaffungskosten- und das Realisationsprinzip nicht beachtet. Erträge aus der Währungsumrechnung sind unter dem Posten sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind gesondert unter dem Posten sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Passive latente Steuern Passive latente Steuern, die auf Grund zukünftig zu erwartender Steuerbelastungen entstehen, werden nach § 274 Abs. 1 S. 1 HGB, soweit in den Tochterunternehmen keine entsprechenden aktiven latenten Steuern gegenüber stehen, passiviert. Nach dem bilanzorientierten Konzept entstehen die gebildeten passiven latenten Steuern im Wesentlichen aus den im Vergleich zu den in landesrechtlichen Steuerbilanzen höheren Wertansätzen des Anlage- bzw. Umlaufvermögens in den Handelsbilanzen der zu konsolidierenden Konzerngesellschaften. Etwaige passive latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden gemäß § 306 HGB bilanziert und mit einem Steuersatz von 30% bewertet. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt anhand landesspezifischer, unternehmensindividueller Steuersätze (9 % bis 31%), die sich aus den tatsächlichen Verhältnissen der einzelnen Konzerngesellschaften ergeben. Kapitalflussrechnung des Konzerns Die Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Berichtsjahr und wird nach den Regelungen des DRS 21 (Deutscher Rechnungslegungsstandard Nr. 21) erstellt. Es wird unterschieden zwischen Veränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit. Die Darstellung des Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge lassen sich im Wesentlichen auf die Währungsumrechnung zurückführen. Der für die Kapitalflussrechnung definierte Finanzmittelfonds umfasst die liquiden Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten). Konzerneigenkapitalspiegel Der Konzerneigenkapitalspiegel zeigt die Zusammensetzung und Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Berichtsjahr und wird nach den Regelungen des DRS 22 (Deutscher Rechnungslegungsstandard Nr. 22) erstellt. Öffentliche Stützungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie Rückwirkend zum 1. März ist am 25. März 2020 die "Verordnung über Erleichterungen der Kurzarbeit" (KuGV) in Kraft getreten. Demnach haben Arbeitnehmer grundsätzlich einen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, wenn mindestens 10% der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10% haben. Aus Sicht der Deichmann SE ist das Kurzarbeitergeld ein "durchlaufender Posten". In der Gewinn- und Verlustrechnung werden sowohl die laufenden Aufwendungen, als auch die Erstattungen von der Bundesagentur für Arbeit im Personalaufwand (netto) ausgewiesen. Bei der Erstattung der Beiträge zur Sozialversicherung handelt es sich um eine nicht rückzahlbare Zuwendung der öffentlichen Hand, die erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird. Eine Verrechnung mit den Aufwendungen, für die die Zuschüsse gewährt werden, wird wegen des Saldierungsverbots nicht durchgeführt. In anderen europäischen Ländern des Konzerns sind dem KuGV vergleichbare Regelungen in Kraft. Die Deichmann SE hat für sich bzw. stellvertretend für fünf Tochtergesellschaften mit Datum vom 18. Oktober 2021 fristgerecht einen Antrag auf Gewährung von Überbrückungshilfe III des Bundes gestellt. Der Antrag belief sich auf den Maximalbetrag von EUR 52,0 Mio. Unter Abzug von Korrekturen und Sicherheitsabschlägen wurden zum 31. Dezember 2021 EUR 48,5 Mio ertragswirksam realisiert. Mit Datum 25. Januar 2022 wurden die beantragten Mittel durch die Bezirksregierung Düsseldorf in voller Höhe von EUR 52,0 Mio beschieden. Der Zahlungseingang erfolgte am 28. Januar 2022. Die Bewilligung der Höhe der Überbrückungshilfe erging unter dem Vorbehalt der endgültigen Festsetzung durch einen Schlussbescheid. Dieser ist bislang noch nicht ergangen. Des Weiteren hat der Konzern in anderen europäischen Ländern der deutschen Überbrückungshilfe III vergleichbare Beihilfezahlungen in Höhe von TEUR 16.808 realisiert. 5 Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 5.1 Konzernabschluss 5.1.1 Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns ist aus dem Anlagespiegel (Anlage 1 zum Anhang) ersichtlich. Wertpapiere des Anlagevermögens Die Wertpapiere des Anlagevermögens betragen TEUR 284.107. Hiervon betreffen TEUR 209.044 die Tochtergesellschaft Deichmann-Schuhe Service-GmbH (DSG). Gem. § 314 Nr. 18 HGB zum 31. Dezember 2021 sind hierfür folgende Angaben zu machen:
Das Anlageziel des Fonds ist die Erwirtschaftung einer angemessenen Rendite bei entsprechender Risikostreuung über folgende Wertpapierklassen: Aktien, Staatsanleihen, Geldvermögen und sonstige Vermögenswerte sowie aktiv gemanagte Publikumsfonds (Renten und Aktien). Die Ermittlung des Marktwertes erfolgt anhand von Börsenkursen. Der Fonds wird dem Anlagevermögen zugeordnet und zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Im Jahr 2021 wurden aus dem Fonds Ausschüttungen in Höhe von TEUR 26.241 vorgenommen. Ferner wurden Anteilscheine im Nominalwert von TEUR 119.635 zu einem Kurswert von TEUR 153.531 veräußert, so dass ein Ertrag aus Anlagenabgang in Höhe von TEUR 33.896 resultierte, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird. Bei einer weiteren Tochtergesellschaft befinden sich ebenfalls Wertpapiere im Anlagevermögen. Die Ermittlung des Marktwertes erfolgt anhand von Börsenkursen der Einzeltitel. Die Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegendem Wert angesetzt. In 2021 wurden bei dieser Tochtergesellschaft Wertpapiere mit einem Gegenwert von TEUR 48.201 veräußert. Es wurde eine Zuschreibung in Höhe von TEUR 5.593 vorgenommen. Der Buchwert der Wertpapiere beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 53.787 (i. Vj.: TEUR 91.973). Der Marktwert der Wertpapiere beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 81.026. Forderungsspiegel
In den sonstigen Vermögensgegenständen werden zum 31. Dezember 2021 Forderungen gegen Geld- und Wertdienstleister aus unterwegs befindlichen Geldern sowie Mietkautionen ausgewiesen. Die Deichmann SE hat mit Datum vom 18. Oktober 2021 fristgerecht einen Antrag auf Gewährung von Überbrückungshilfe III des Bundes gestellt. Der beantragte Maximalbetrag wird i. H. v. EUR 52,0 Mio. in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Mit Datum vom 25. Januar 2022 wurden die beantragten Mittel durch die Bezirksregierung Düsseldorf in voller Höhe von EUR 52,0 Mio beschieden. Der Zahlungseingang erfolgte am 28. Januar 2022. Die Bewilligung der Höhe der Überbrückungshilfe ergeht unter dem Vorbehalt der endgültigen Festsetzung durch einen Schlussbescheid. Dieser ist bislang noch nicht ergangen. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen abgegrenzte Auszahlungen für Mieten, Pachten, Wartungs- und Lizenzgebühren. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Konsolidierungsmaßnahmen (§ 306 HGB) in Höhe von TEUR 10.593 (i. Vj.: TEUR 11.963). Hierbei wurde ein Konzernsteuersatz von 30 % angewendet. Eigenkapital Unter den gesetzlichen Rücklagen werden ausschließlich die Beträge des Mutterunternehmens ausgewiesen. Die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns ist aus dem Eigenkapitalspiegel ersichtlich. Zu weiteren Ausführungen verweisen wir auf die Angaben zur Eigenkapitalentwicklung der Muttergesellschaft (siehe unter Punkt 5.2). Andere Gewinnrücklagen Der sich bei der erstmaligen Konsolidierung gemäß § 302 HGB a. F. ergebende passivische Unterschiedsbetrag von TEUR 108.795 wurde in Vorjahren, da er im Wesentlichen auf bei Tochterunternehmen vor der Kapitalkonsolidierung bei Interessenzusammenführung erwirtschaftete, jedoch nicht ausgeschüttete Gewinne zurückzuführen ist, den Gewinnrücklagen (Gesetzliche Rücklage: TEUR 384, andere Gewinnrücklagen: TEUR 108.411) zugeordnet. Bilanzgewinn Im Bilanzgewinn des Konzerns zum 31. Dezember 2021 ist ein Gewinnvortrag von TEUR 2.024.014 (i. Vj.: TEUR 2.099.075) enthalten. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung In dem Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung werden die entstandenen Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Vermögensgegenstände und Schulden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag, die Bewertung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs, die Währungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung und die Währungsdifferenzen aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für unmittelbare Pensionsverpflichtungen Die Rückstellungen für unmittelbare Pensionsverpflichtungen sind zum 31. Dezember 2021 zu handelsrechtlichen Verpflichtungswerten entsprechend versicherungsmathematischer Gutachten i. H. v. TEUR 365.740 (i. Vj.: TEUR 325.764) passiviert worden. Zur Glättung der Gehaltsabsenkung durch das coronabedingte Kurzarbeitergeld wurde dazu für alle aktiven Anwärter als Gehalt das Maximum aus den Werten zum 31. Dezember 2020 und 31. Dezember 2021 angesetzt. Die Leistungsempfänger der Unterstützungskassen wurden in 2019 auf den Hamburger Pensionsfonds PFVaG (HPF) übertragen. Jeweils mit Datum vom 6. Juni 2019 haben die Unterstützungskassen der Firma DEICHMANN SE e.V., Essen, sowie der ROLAND SE Versorgungshilfe e.V., Essen, und die beiden Trägerunternehmen einen Pensionsfondsvertrag mit dem HPF abgeschlossen. Im Rahmen dieses Vertrages übernahm der HPF gegen Zahlung eines Einlösebetrages in Höhe von TEUR 95.120 bzw. TEUR 7.732 zum 11. Juni 2019 Verpflichtungen aus den Unterstützungskassenzusagen. Hierbei handelte es sich ausschließlich um laufende Rentenverpflichtungen. Der Einlösebetrag wurde von den Unterstützungskassen durch das freie Kassenvermögen und einer Zuwendung des jeweiligen Trägerunternehmens (TEUR 36.808) gedeckt. Der Pensionsfonds übernimmt die Durchführung der Leistungen nur insoweit, als dass das Trägerunternehmen seinen Finanzierungsverpflichtungen nachkommt und dem Pensionsfonds ausreichende Deckungsmittel zur Verfügung stellt. Für die Erfüllung der durchgeführten Zusagen, für die der Pensionsfonds keine ausreichenden Deckungsmittel zur Verfügung hat, bleibt das jeweilige Trägerunternehmen unmittelbar verpflichtet. Der Übertragungswert wurde als Barwert der Rentenverpflichtungen berechnet. Zum 31. Dezember 2021 bestehen keine Nachschusspflichten. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt im Konzern TEUR 43.072 (i. Vj.: TEUR 53.238). Bei den deutschen Konzernunternehmen basieren die Berechnungen der Sterblichkeitsrate auf den Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Den versicherungsmathematischen Berechnungen im Ausland liegen länderspezifische Sterbetafeln zugrunde. Von den Rückstellungen für unmittelbare Pensionsverpflichtungen betreffen TEUR 346.128 (i. Vj.: TEUR 307.732) nach Saldierung mit Planvermögen die DSD. Diesbezüglich verweisen wir auf die Ausführungen zum Einzelabschluss der Muttergesellschaft (siehe unter Punkt 5.2). Saldierung mit Planvermögen Erfüllen Vermögensgegenstände die Voraussetzungen von § 246 Abs. 2 S. 2 1. Hs. HGB (Planvermögen), so sind diese Vermögensgegenstände mit den Pensionsrückstellungen zu verrechnen. Die Bewertung der zu verrechnenden Vermögensgegenstände erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die verrechneten Vermögensgegenstände betreffen ausschließlich Rückdeckungsversicherungen, die von der Gesellschaft für Einzelzusagen abgeschlossen wurden und insoweit dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind. Die Aktivwerte werden mit den Pensionsrückstellungen (Erfüllungsbetrag TEUR 372.940 (i. Vj.: TEUR 332.359) saldiert. Der Zeitwert (Zeitwerte entsprechen den Anschaffungskosten) dieser Vermögensgegenstände beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 7.200 (i. Vj.: TEUR 6.595). Zugehörige Aufwendungen und Erträge i. H. v. TEUR 465 wurden entsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Aufwendungen für Altersversorgung saldiert. Sonstige Rückstellungen Die gebildeten Rückstellungen i. H. v. TEUR 241.496 (i. Vj.: TEUR 271.457) beziehen sich im Wesentlichen auf personalbezogene Verpflichtungen, noch abzuführende umsatzabhängige Mieten, noch zu erwartende Kundenreklamationen und ausstehende Eingangsrechnungen. Darüber hinaus enthalten die sonstigen Rückstellungen noch zu zahlende Earn Out-Verpflichtungen aus dem Erwerb der Jako Holding i. H. v. USD 12,1 Mio (EUR 10,7 Mio). Jubiläumsrückstellung Die Bewertung der Rückstellung erfolgte entsprechend versicherungsmathematischer Grundsätze unter Zugrundelegung landesspezifischer Rechnungszinssätze und unternehmensindividueller Fluktuationsraten. Zu den Bewertungsparametern der DSD verweisen wir auf die Ausführungen zum Einzelabschluss der Muttergesellschaft (siehe unter Punkt 5.2). Verbindlichkeitenspiegel
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betragen zum 31.12.2021 TEUR 8.558 (i. Vj.: TEUR 7.091) und beinhalten im Wesentlichen zum Stichtag vereinnahmte Zahlungen, die in den Folgejahren ertragswirksam realisiert werden. Passive latente Steuern Im Geschäftsjahr wurden auf Ebene einzelner Tochterunternehmen passive latente Steuern i. H. v. TEUR 18.471 (i. Vj.: TEUR 17.437) aufgrund von Bewertungsabweichungen zwischen den Bilanzposten der Handelsbilanz II und der jeweiligen Steuerbilanz, im Wesentlichen resultierend aus der Nutzung von steuerlichen Sonderabschreibungen auf Waren und Sachanlagen, bilanziert. Mit den passiven latenten Steuern wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 470 verrechnet. 5.1.2 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse teilen sich auf die verschiedenen Geschäftsbereiche wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse wurden i. H. v. TEUR 4.154.987 (i. Vj.: TEUR 3.800.273) in Europa, i. H. v. TEUR 1.283.765 (i. Vj.: TEUR 964.710) in Nordamerika und i. H. v. TEUR 5.167 (i. Vj.: TEUR 4.730) in Asien erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Unterstützungsleistungen aus Corona-Hilfen der Bezirksregierung Düsseldorf i. H. v. TEUR 52.000 (i. Vj.: TEUR 0), sowie TEUR 16.808 weitere staatliche Unterstützungsleistungen im europäischen Raum. Darüber hinaus wurden Erträge aus einer Nachaktivierung von Ladeneinrichtungen aufgrund von vorgenommen Anpassungen der Abschreibungsdauer i. H. v. TEUR 4.519 (i. Vj.: TEUR 0) ausgewiesen. Aus der Währungsumrechnung sind TEUR 1.939 (i. Vj.: TEUR 7.123) in den sonstigen betrieblichen Erträgen gebucht. Sonstige periodenfremde Erträge betreffen die Auflösung von Rückstellungen i. H. v. TEUR 6.864 (i. Vj.: TEUR 6.801) und Gewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen i. H. v. TEUR 35.300 (i. Vj.: TEUR 2.769) davon betreffen TEUR 33.896 (i. Vj.: TEUR 0) aus Wertpapierverkäufen. Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Erstattungen für Sozialversicherungsbeiträge i. H. v. TEUR 11.107 sowie von Vermietern für Vorjahre gewährte Mietverzichte i. H. v. TEUR 14.491 enthalten. Personalaufwand Der Personalaufwand wurde u.a. auf Grund der COVID-19-bedingten staatlichen Unterstützungsleistungen, insbesondere Kurzarbeitergeld, um TEUR 37.535 (i. Vj.: TEUR 38.783) entlastet. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die Abschreibungen sind in der Entwicklung des Konzernanlagevermögens nach Einzelposten aufgegliedert. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 S. 5 HGB wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr i. H. v. TEUR 1.553 (i. Vj.: TEUR 4.828) erfasst. Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind i. H. v. TEUR 3.495 (i. Vj.: TEUR 6.736) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gebucht. Die sonstigen periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 3.498 (i. Vj.: TEUR 4.320) und resultieren im Wesentlichen aus Verlusten aus Abgang Anlagevermögen i. H. v. TEUR 1.710 (i. Vj.: TEUR 3.058). Finanzergebnis
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Wertentwicklung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens resultieren im Wesentlichen aus der Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert bei den Wertpapieren des Finanzanlagevermögens. Die Zuschreibungen auf Finanzanlagen resultieren im Wesentlichen aus der Aufwertung auf den höheren beizulegenden Zeitwert bei den Wertpapieren des Finanzanlagevermögens. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im Steueraufwand sind Aufwendungen aus latenten Steuern i. H. v. TEUR 2.404 (i. Vj.: TEUR 3.066 Erträge) enthalten. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Ertäge i. H. v. TEUR 2.226 (i. Vj.: TEUR 3.282 Aufwendungen) enthalten, die mit den Aufwendungen saldiert wurden. 5.2 Einzelabschluss 5.2.1 Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens der Gesellschaft ist aus dem Anlagespiegel (Anlage 2 zum Anhang) ersichtlich. Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Markenrechte, geleistete Abstandszahlungen an Vormieter, Zahlungen für Vorkaufsrechte auf Verkaufsstellen oder Parkplatzablösungen sowie erworbene EDV-Software. Anteile an verbundenen Unternehmen Bezüglich der von der Gesellschaft gehaltenen Anteile an anderen Unternehmen verweisen wir auf die Aufstellung zum Konsolidierungskreis unter Abschnitt 2 dieses zusammengefassten Anhangs. Forderungsspiegel
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist ein Darlehen an die Rack Room Shoes, Inc., Charlotte/USA ausgewiesen. Das Darlehen valutiert zum 31. Dezember 2021 mit TEUR 220.731. Des Weiteren enthält der Posten ein Darlehen an die Deichmann-Schuhe Service-GmbH über TEUR 69.115. Die Deichmann SE hat für sich bzw. stellvertretend für fünf Tochtergesellschaften mit Datum vom 18. Oktober 2021 fristgerecht einen Antrag auf Gewährung von Überbrückungshilfe III des Bundes gestellt. Der beantragte Maximalbetrag wird i. H. v. EUR 52,0 Mio. in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Mit Datum vom 25. Januar 2022 wurden die beantragten Mittel durch die Bezirksregierung Düsseldorf in voller Höhe von EUR 52,0 Mio beschieden. Der Zahlungseingang erfolgte am 28. Januar 2022. Die Bewilligung der Höhe der Überbrückungshilfe ergeht unter dem Vorbehalt der endgültigen Festsetzung durch einen Schlussbescheid. Dieser ist bislang noch nicht ergangen. Darüber hinaus sind in den sonstigen Vermögensgegenständen zum 31. Dezember 2021 im Wesentlichen Forderungen aus der Abrechnung von Kurzarbeitergeldern gegenüber der Bundesagentur für Arbeit, Forderungen gegen Sozialversicherungsträgern, Forderungen gegen Geld- und Wertdienstleister aus unterwegs befindlichen Geldern sowie geleistete Anzahlungen auf Dienstleistungen ausgewiesen. Sonstige Wertpapiere Bei den Wertpapieren handelte es sich um unverzinsliche Schatzanweisungen der Bundesrepublik Deutschland mit einem Nominalvolumen von TEUR 10.000. Die Wertpapiere wurden insgesamt im Jahr 2021 zurückgegeben. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital ist eingeteilt in 408.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils EUR 980,39. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. September 2016 wurden 141.006 bestehende Stammaktien der Gesellschaft in eine neue Gattung nachrangiger stimmrechtsloser Vorzugsaktien umgewandelt. Die auf den Namen lautenden Stückaktien sind somit eingeteilt in 29.988 vorrangige stimmrechtslose Vorzugsaktien, in 141.006 nachrangige stimmrechtslose Vorzugsaktien sowie in 237.006 Stammaktien. Jede Stammaktie gewährt eine Stimme. Gewinnrücklagen Gesetzliche Rücklage Aufgrund des Jahresfehlbetrags wurde für das Geschäftsjahr 2021 keine Zuführung zur gesetzlichen Rücklage gemäß § 150 Abs. 2 AktG i. V. m. Artikel 61 SE-VO vorgenommen. Die gesetzliche Rücklage beträgt somit, wie im Vorjahr, 9,08 % des Grundkapitals. Andere Gewinnrücklagen Die anderen Gewinnrücklagen beinhalten die Auflösung von Passivposten gem. Art. 67 EGHGB, die im Rahmen der erstmaligen Anwendung der Bewertungsregeln nach dem BilMoG entstanden sind. Bilanzgewinn Im Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2021 ist ein Gewinnvortrag von TEUR 633.457 (i. Vj.: TEUR 681.939) enthalten. Der ausschüttungsfähige Betrag der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2021 nach Abzug der gesetzlichen Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB (TEUR 29.197) TEUR 600.937. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für unmittelbare Pensionsverpflichtungen sind zum 31. Dezember 2021 zu handelsrechtlichen Verpflichtungswerten entsprechend versicherungsmathematischer Gutachten i. H. v. TEUR 346.252 (i. Vj.: TEUR 307.844) passiviert worden. Zur Glättung der Gehaltsabsenkung durch das coronabedingte Kurzarbeitergeld wurde dazu für alle aktiven Anwärter als Gehalt das Maximum aus den Werten zum 31. Dezember 2020 und 31. Dezember 2021 angesetzt. Bezogen auf den laufzeitadäquaten Abzinsungsfaktor, der sich als Durchschnitt der vergangenen zehn Geschäftsjahre errechnet, hat die Gesellschaft von dem Wahlrecht gem. § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht und den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren angewendet. Bei Zugrundelegung des durchschnittlichem Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergäbe sich eine um TEUR 41.710 (i. Vj.: TEUR 51.558) höhere Rückstellung. Mit Datum vom 10. Dezember 2010 und Nachtrag vom 23. Oktober 2015 hat die DSD einen Pensionsfondsrahmenvertrag mit der Deutschen Pensionsfonds AG, Bonn, abgeschlossen. Im Rahmen dieses Vertrages hat die Gesellschaft ihre Pensionsverpflichtungen gegenüber Pensionären gegen Zahlung von TEUR 35.119 an den Pensionsfonds übertragen. Die Versorgungsleistungen werden zukünftig von dem Pensionsfonds gem. § 112 Abs. 1 a VAG erbracht. Der Pensionsfonds übernimmt die Durchführung der Leistungen nur insoweit, als dass das Trägerunternehmen seinen Finanzierungsverpflichtungen nachkommt und dem Pensionsfonds ausreichende Deckungsmittel zur Verfügung stellt. Für die Erfüllung der durchgeführten Zusagen, für die der Pensionsfonds keine ausreichenden Deckungsmittel zur Verfügung hat, bleibt das jeweilige Trägerunternehmen unmittelbar verpflichtet. Der Übertragungswert wurde als Barwert der zukünftigen Rentenverpflichtungen berechnet. Das der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 zugeordnete Vermögen im Pensionsplan betrug etwa TEUR 41.010. Dieser Betrag liegt über dem Mindestvermögen von TEUR 19.972. Eine Nachschussverpflichtung besteht demnach zum Bilanzstichtag nicht. Mit Vertrag vom 3. Juni/6. Juni 2019 haben die Deichmann SE, die Unterstützungskasse der Firma Deichmann SE e.V., Essen, und der Hamburger Pensionsfond PFVaG, Hamburg (HPF) einen Pensionsfondsvertrag geschlossen. Im Rahmen des Vertrags übernimmt der HPF von der Deichmann SE zum 11. Juni 2019 Verpflichtungen aus Unterstützungskassenzusagen. Hierbei handelt es sich ausschließlich um laufende Rentenverpflichtungen. Die Übernahme der Leistungsverpflichtungen der Deichmann SE durch den HPF erfolgt im Wege des Schuldbeitritts. Für die Übernahme der Verpflichtungen musste die Deichmann SE einen Ablösebetrag in Höhe von TEUR 95.120 leisten. Ansprüche gegen die Deichmann SE bleiben auf die Subsidiärhaftung gemäß § 1 Abs. 1 S. 3 BetrAVG beschränkt. Der HPF überprüft laufend das Vorliegen einer Unterdeckung und wird die Deichmann SE zur Betragszahlung auf der Grundlage einer etwaigen Unterdeckung heranziehen. Zum 31. Dezember 2021 beträgt die von der HPF gemeldete Mindestdeckungsrückstellung TEUR 84.837 bei einem Marktwert der Kapitalanlagen von TEUR 96.155. Demnach besteht keine Unterdeckung zum Bilanzstichtag. Saldierung mit Planvermögen Erfüllen Vermögensgegenstände die Voraussetzungen von § 246 Abs. 2 S. 2 1.Hs. HGB (Planvermögen), so sind diese Vermögensgegenstände mit den Pensionsrückstellungen zu verrechnen. Die Bewertung der zu verrechnenden Vermögensgegenstände erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die verrechneten Vermögensgegenstände betreffen ausschließlich Rückdeckungsversicherungen, die von dem Konzern für Einzelzusagen abgeschlossen wurden und insoweit dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind. Die Aktivwerte werden mit den Pensionsrückstellungen (Erfüllungsbetrag TEUR 353.330 (i. Vj.: TEUR 314.327)) saldiert. Der Zeitwert (Zeitwerte entsprechen den Anschaffungskosten) dieser Vermögensgegenstände beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 7.078 (i. Vj.: TEUR 6.483). Zugehörige Aufwendungen und Erträge i. H. v. TEUR 455 wurden entsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Aufwendungen für Altersversorgung saldiert. Sonstige Rückstellungen Die gebildeten Rückstellungen beziehen sich im Wesentlichen auf personalbezogene Verpflichtungen, noch abzuführende Zoll- und Frachtkosten, noch abzuführende Mietverpflichtungen sowie ausstehende Eingangsrechnungen. Jubiläumsrückstellung Auf Grund der bestehenden Verpflichtung wurde zum 31. Dezember 2021 eine Jubiläumsrückstellung in Höhe des versicherungsmathematischen Verpflichtungswerts i. H. v. TEUR 5.052 (i. Vj.: TEUR 5.126) passiviert. Die Bewertung der Rückstellung erfolgte entsprechend dem versicherungsmathematischen Gutachten auf der Grundlage der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,35 % (i. Vj.: 1,60 %). Bezogen auf den laufzeitadäquaten Abzinsungsfaktor hat die Gesellschaft von dem Wahlrecht gem. § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht und den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz für eine Laufzeit von 15 Jahren angewendet. Verbindlichkeitenspiegel
In den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen werden i. H. v. TEUR 7.761 im Wesentlichen die auf die Tochterunternehmen entfallenden Anteile aus den beantragten Corona- Hilfen ausgewiesen. 5.2.2 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse teilen sich auf die verschiedenen Geschäftsbereiche wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse wurden i. H. v. TEUR 1.306.836 (i. Vj.: TEUR 1.312.471) in Deutschland und i. H. v. TEUR 433.173 (i. Vj.: TEUR 438.133) im übrigen Europa erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Unterstützungsleistungen aus Corona-Hilfen der Bezirksregierung Düsseldorf i. H. v. TEUR 52.000 (i. Vj.: TEUR 0), Erstattungen für Beiträge zur Sozialversicherung durch die Bundesagentur für Arbeit i. H. v. TEUR 8.727 (i. Vj.: TEUR 2.178). Darüber hinaus wurden Erträge aus einer Nachaktivierung von Ladeneinrichtungen aufgrund von vorgenommenen Anpassungen der Abschreibungsdauer i. H. v. TEUR 4.317 (i. Vj.: TEUR 0) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung i. H. v. TEUR 238 (i. Vj.: TEUR 49) gebucht. Sonstige periodenfremde Erträge betreffen die Auflösung von Rückstellungen i. H. v. TEUR 3.395 (i. Vj.: TEUR 1.394) und Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen i. H. v. TEUR 325 (i. Vj.: TEUR 213). Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen von Vermietern für Vorjahre gewährte Mietverzichte i. H. v. TEUR 2.715 enthalten. Personalaufwand Der Personalaufwand wurde auf Grund der COVID-19-bedingten staatlichen Unterstützungsleistungen, insbesondere Kurzarbeitergeld, um TEUR 12.668 (i. Vj.: TEUR 2.764) entlastet. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 7.760 aus Weiterleitungen von Corona-Beihilfeleistungen an Tochterunternehmen enthalten. Die sonstigen periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 617 (i. Vj.: TEUR 729) und resultieren im Wesentlichen aus Verlusten aus Abgang Anlagevermögen i. H. v. TEUR 434 (i. Vj.: TEUR 450). Finanzergebnis
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen den Körperschaftsteuer- und Gewerbesteueraufwand der Gesellschaft. Sie entfallen i. H. v. TEUR 1.824 (i. Vj.: TEUR 850) auf die Körperschaftsteuer und i. H. v. TEUR 7.421 (i. Vj.: TEUR 3.903) auf die Gewerbesteuer. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen i. H. v. TEUR 633 (i. Vj.: TEUR 2.503) enthalten. 6 Sonstige Angaben 6.1 Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestehen bei der Gesellschaft aus 23 Patronatserklärungen gegenüber einzelnen Vermietern von Ladenlokalen in Deutschland, Dänemark, Österreich, Polen, Slowakei, der Tschechischen Republik und Ungarn, außerdem steht die Gesellschaft gegenüber der Deichmann-Shoes UK Ltd., Market Harborough, Leicestershire/Großbritannien, und gegenüber der Deichmann-Sko ApS, Kopenhagen/Dänemark, uneingeschränkt dafür ein, die Gesellschaften mit liquiden Mitteln so auszustatten, dass sie stets in der Lage sind, ihren Verpflichtungen gegenüber Dritten nachzukommen. Für die niederländischen Tochtergesellschaften besteht eine gesamtschuldnerische Haftungserklärung der Deichmann SE für Verbindlichkeiten, die ab dem Geschäftsjahr 2019 entstanden sind. Die Deichmann SE hat sich gegenüber der Deichmann- Schuhe Service-GmbH, Essen, verpflichtet, jeden während der Dauer des Verlustübernahmevertrags entstandenen Jahresfehlbetrag auszugleichen, soweit dieser nicht durch Entnahmen aus den Gewinnrücklagen gedeckt werden kann. Des Weiteren hat die Deichmann SE gegenüber der Deutschen Bank AG eine Garantieerklärung für Ansprüche abgegeben, die die Konzernunternehmen der Deutschen Bank AG gegen bestimmte Konzernunternehmen der Deichmann SE hat. Die Garantieerklärung ist begrenzt auf TEUR 55.000. Die Deichmann SE ist in Form eines Schuldbeitritts dem mit der Deutschen Bank AG bestehenden Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte der Deichmann-Schuhe Service-GmbH beigetreten. Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der ausgewiesenen Haftungsverhältnisse aus Patronatserklärungen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen, liegen uns nicht vor. 6.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB betreffen Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen, die sich im Konzern zum Bilanzstichtag auf TEUR 2.853.859 belaufen. Hiervon werden TEUR 519.291 innerhalb eines Jahres fällig und TEUR 2.334.568 bis zum jeweiligen Ende des Mietvertrags. Des Weiteren bestehen im Konzern Verpflichtungen aus Leasing- und Wartungsverträgen i. H. v. voraussichtlich TEUR 35.691 sowie sonstige langfristige Verpflichtungen i. H. v. TEUR 32.503. Bei der Deichmann SE bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB aus langfristigen Mietverträgen in Höhe von TEUR 702.278. Hiervon werden TEUR 133.449 innerhalb eines Jahres und TEUR 568.829 bis zum jeweiligen Ende der Mietlaufzeit fällig. Zudem bestehen Verpflichtungen aus Leasing- und Wartungsverträgen i. H. v. voraussichtlich TEUR 35.689. 6.3 Angaben zu Organmitgliedern Im Geschäftsjahr 2021 waren geschäftsführende Direktoren der Deichmann SE:
Die Gesamtbezüge der geschäftsführenden Direktoren einschließlich der Bezüge von Tochterunternehmen beliefen sich auf TEUR 7.555 (i. Vj.: TEUR 6.915). Frühere Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene erhielten im Geschäftsjahr TEUR 69 (i. Vj.: TEUR 35). Für ehemalige geschäftsführende Direktoren besteht eine Rückstellung i. H. v. TEUR 3.068 (i. Vj.: TEUR 2.875). Im Geschäftsjahr 2021 waren Verwaltungsräte (Kaufleute) der Deichmann SE:
Von den Verwaltungsratsmitgliedern erhalten nur zwei Bezüge für die Tätigkeit als Verwaltungsrat. Auf die Angabe der Bezüge wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 6.4 Devisentermingeschäfte Die Gesellschaft und drei weitere Tochterunternehmen mit der Hauswährung EUR bzw. GBP bezahlen einen Großteil der von ihnen beschafften und vertriebenen Handelswaren in USD. Dem finanziellen Risiko, welchem die Unternehmen aufgrund der Wechselkursschwankungen kontinuierlich ausgesetzt sind, wird in Form von Devisenterminankaufsgeschäften und bei Fälligkeitsänderungen Devisenswaps entgegengewirkt. Durch den Abschluss von Devisenterminankaufsgeschäften, deren Wert sich im Hinblick auf das Währungsrisiko gegenläufig zum Einkaufsgeschäft entwickelt, ist auf Grund der Nominalbetrags- und Währungsidentität sowie der grundsätzlich vorhandenen Fristenkongruenz eine Risikokompensation gewährleistet. Die prospektive und retrospektive Effektivität ist somit gegeben. Die abgesicherten Risiken gleichen sich in einem Zeitraum bis zum Juni 2023 aus. Zur Absicherung der Währungsrisiken setzt die Gesellschaft ausschließlich marktgängige derivative Finanzinstrumente ein, die mit dem Einkaufsgeschäft (Grundgeschäft) eine Bewertungseinheit in Form eines Macro-Hedges bilden. Die Gesellschaft sichert grundsätzlich fest kontrahierte Lieferantenaufträge bzw. bereits getätigte Warenorders (bilanztechnisch = schwebende Geschäfte) zuzüglich geplanter Einkaufsgeschäfte in USD, die mit sehr- hoher Wahrscheinlichkeit eintreten, ab. Devisentermingeschäfte in anderen Währungen werden nicht nach den Grundsätzen der Sicherungsbeziehungen gem. § 254 HGB bilanziert. Ein sich daraus ergebender unrealisierter Verlust wird zurückgestellt. Eine positive Differenz (Bewertungsgewinn) wird nicht berücksichtigt. Eine Aufrechnung von Gewinnen und Verlusten erfolgt nicht. Konzern Die Bewertungseinheiten stellen sich im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wie folgt dar:
Das Nominalvolumen sämtlicher noch nicht abgerechneter Devisenterminankaufsgeschäfte des Deichmann-Konzerns in USD (Forwards und Swaps) beträgt für bestehende Bewertungseinheiten TUSD 679.048 (TEUR 547.333 bzw. TGBP 19.005). Der beizulegende Zeitwert dieser Devisenterminankaufsgeschäfte am Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 entspricht dem Marktwert und beträgt insgesamt (positiver Marktwert) TEUR 25.778 bzw. (positiver Marktwert) TGBP 192. Die Höhe der mit der Bewertungseinheit abgesicherten Risiken beträgt TEUR 25.778 bzw. TGBP 192. Die nicht in eine Bewertungseinheit designierten Devisentermingeschäfte stellen sich zum 31. Dezember 2021 wie folgt dar: Das Nominalvolumen sämtlicher noch nicht abgerechneter Devisenterminankaufsgeschäfte in USD (Forwards) für CHF beträgt TUSD 69.300 (TCHF 62.338). Der beizulegende Zeitwert der Devisenterminankaufsgeschäfte am Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 entspricht dem Marktwert und beträgt für CHF saldiert (positiver Marktwert) TCHF 407. Für Devisenterminankaufsgeschäfte mit negativen Marktwerten wurde eine Rückstellung für drohende Verluste in Höhe vom TCHF 244 gebildet. Die Devisentermingeschäfte haben eine Laufzeit bis Dezember 2022. Das Nominalvolumen sämtlicher noch nicht abgerechneter Devisenterminankaufsgeschäfte in EUR (Forwards) für CHF beträgt TEUR 45.900 (TCHF 49.476). Der beizulegende Zeitwert der Devisenterminankaufsgeschäfte am Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 entspricht dem Marktwert und beträgt für CHF (negativer Marktwert) TCHF 1.941. Hierfür wurde eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Die Devisentermingeschäfte haben eine Laufzeit bis Dezember 2022. Der Marktwert noch nicht abgerechneter Devisenterminankaufsgeschäfte wird anhand von Marktinformationen zum Bilanzstichtag ermittelt (Mark-to-Market-Methode). Deichmann SE Die Bewertungseinheiten stellen sich im Einzelabschluss zum 31. Dezember 2021 wie folgt dar:
Das Nominalvolumen sämtlicher noch nicht abgerechneter Devisenterminankaufsgeschäfte der Gesellschaft in USD (Forwards) beträgt TUSD 598.273 (TEUR 501.297). Der beizulegende Zeitwert der Devisenterminankaufsgeschäfte am Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 entspricht dem Marktwert und beträgt insgesamt (positiver Marktwert) TEUR 23.590. Die Devisentermingeschäfte haben eine Laufzeit bis Juni 2023. Die Höhe der mit der Bewertungseinheit abgesicherten Risiken beträgt TEUR 23.590. 6.5 Mitarbeiteranzahl Die durchschnittlich bei Deichmann beschäftigte Mitarbeiter-Anzahl (umgerechnet auf Vollzeit-Kräfte) der beiden vergangenen Jahre stellt sich wie folgt dar:
6.6 Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer Als Konzernabschlussprüfer der Deichmann SE wurde die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Essen, beauftragt. Das vom Konzernabschlussprüfer gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB berechnete Gesamthonorar stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
6.7 Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Hauptversammlung vor, den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 626.957 auf neue Rechnung vorzutragen. 6.8 Nachtragsbericht Die geschäftsführenden Direktoren der Gesellschaft sind davon überzeugt, dass die Gesellschaft und der Konzern trotz des herausfordernden Geschäftsjahres 2021 bedingt durch die Corona-Pandemie und der damit im Zusammenhang stehenden Einschränkungen und Filialschließungen im Schuhmarkt gut positioniert sind. Für das Geschäftsjahr 2022 wird bei Erreichung der geplanten Umsatzsteigerungen und unter Berücksichtigung erhöhter Beschaffungskosten für die Gesellschaft ein Jahresergebnis vor Steuern leicht oberhalb des Vorjahres und für den Konzern (ohne Berücksichtigung der Akquisition in den USA) leicht unterhalb des Vorjahres erwartet. Die seit Februar 2022 dramatisch eskalierende Situation in der Ukraine zeigt, dass vergessen geglaubte Risiken von kriegerischen Handlungen leider wieder akut sind. Aktuell sind mögliche, zukünftige Folgen daraus kaum absehbar. Die Geschäftsleitung beobachtet die Situation sorgfältig und ist darauf vorbereitet, je nach Anforderung der Situation, flexibel zu reagieren. Eine Tochtergesellschaft der Deichmann SE hat im März 2022 sämtliche Anteile an einer amerikanischen Gesellschaft zum Kaufpreis von rd. USD 81 Mio erworben. Weitere Kaufpreiszahlungen werden bei Erreichen der vereinbarten Kennzahlen fällig.
Essen, 31. März 2022 Deichmann SE Heinrich Otto Deichmann Samuel Deichmann Martin Fischer Dr. Olaf Bernd Ihde Dr. Lars Jendrian Manfred Kroneder Deichmann SE Entwicklung des Anlagevermögens in 2021
Deichmann SE, Essen Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021
Deichmann SE, Essen Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021Der vorliegende zusammengefasste Lagebericht umfasst neben dem Konzern auch die Deichmann SE, Essen (im Folgenden auch "Gesellschaft" oder "Deichmann" genannt). 1 Grundlagen des Konzerns Die Gesellschaft und die mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen betreiben den Einzelhandel mit Schuhen und Nebenartikeln in siebenundzwanzig europäischen Ländern und in den USA. "Modische Schuhe für alle Altersgruppen in guter Qualität zu einem unschlagbaren Preis." Mit diesen Prinzipien hat sich Deichmann in Deutschland und im Ausland positioniert. Durch die Vielzahl der Filialen entstehen große Bestellmengen, aus denen sich bei weltweiter Beschaffung Preisvorteile und Synergieeffekte ergeben, die Deichmann gerne an seine Kunden weitergibt. Die Gesellschaft und die mit ihr verbundenen Unternehmen verfügen nicht über eigene Produktionsstätten, sondern bestellen direkt bei in der Regel langjährigen zuverlässigen Lieferanten in 40 Ländern. Ein Schwerpunkt der Beschaffung liegt in Asien. Die Kollektionsentwicklung betreibt Deichmann mit Designern und Trendscouts, die die aktuellen Trends identifizieren und in aktuelle modische Kollektionen umsetzen. Dabei verfolgt Deichmann das Ziel, mit einer großen Auswahl an Schuhen für alle Altersgruppen ein umfassendes Angebot im Markt anzubieten und dabei nicht nur auf ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis zu achten, sondern die jeweiligen Modetrends auch innerhalb der Saison schnell umzusetzen. Durch den Wegfall des Zwischenhandels, große Einkaufsmengen und die frühzeitige Einbindung der Lieferanten in den Entwicklungsprozess zielt Deichmann darauf ab, für breite Schichten der Bevölkerung modisch aktuelle und qualitativ gute Schuhe zu einem sehr günstigen Preis anzubieten. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die für die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften maßgeblichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind im Wesentlichen durch die Entwicklungen in Deutschland sowie den weiteren Absatzmärkten in Europa und Nordamerika bestimmt. Indikatoren für diese Entwicklungen sind die jeweiligen Bruttoinlandsprodukte ("BIP"). Die verwendeten volkswirtschaftlichen Rahmendaten stammen im Wesentlichen aus dem Jahreswirtschaftsbericht 2022 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, Berlin. Die Prognosen berücksichtigen nicht die aktuellen Ereignisse hinsichtlich des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine, die sich insbesondere auf die russische Wirtschaft, aber auch auf die Konjunkturprognosen der übrigen relevanten Märkte auswirken dürften. Deutschland Nach einem durch die Corona-Pandemie herbeigeführten historischen Einbruch im Jahr 2020 konnte die deutsche Wirtschaft 2021 eine leichte Erholung verzeichnen. Dazu haben unter anderem die zahlreichen Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen und Beschäftigte beigetragen, die Insolvenzen vermieden und die Substanz der deutschen Wirtschaft erhalten haben. Zu Beginn des Jahres, bis in den Mai hinein, war die wirtschaftliche Entwicklung vor allem durch die Pandemie und entsprechende Eindämmungsmaßnahmen gekennzeichnet. Im Sommer konnten sich nahezu alle Wirtschaftsbereiche erholen, allerdings spielten Lieferengpässe und Materialknappheiten im Jahresverlauf zunehmend eine Rolle. Im Herbst kam es dann abermals zu einer deutlichen Zunahme der Infektionszahlen, in deren Folge die wirtschaftliche Erholung im Schlussquartal einen spürbaren Dämpfer hinnehmen musste. Insbesondere das Gastgewerbe und - in geringerem Ausmaß - auch der Einzelhandel waren von Beschränkungen wie der 2G-Regelung und regionalen Beschränkungen betroffen. Im Ergebnis ist das BIP im Jahr 2021 um 2,7 % gestiegen, nachdem es im Jahr zuvor pandemiebedingt um 4,6 % zurückgegangen war. Im Jahr 2022 kommt es darauf an, durch Fortschritt bei den Impfungen gut durch den zweiten Pandemiewinter zu kommen und den Fortgang der wirtschaftlichen Aktivitäten zu sichern. Wenn sich im Verlauf des Jahres die Lieferengpässe allmählich auflösen, sollte wieder eine dynamischere wirtschaftliche Erholung möglich sein. Die Inflationsrate hat bis zuletzt weiter angezogen und lag im Dezember bei 5,3 %. Das war der höchste Wert seit Juni 1992. Grund dafür sind die Knappheiten bei Rohstoffen und Vorprodukten sowie hohe Energiepreise. Für das Jahr 2022 wird ein Zuwachs des BIP in Höhe von 3,6 % erwartet. Dabei fällt der Jahresbeginn durch die Corona-Pandemie insbesondere in den Dienstleistungsbereichen noch gedämpft aus. Im weiteren Jahresverlauf sollte die konjunkturelle Erholung nach annahmegemäßer Abflachung des Infektionsgeschehens und der damit verbundenen Rücknahme der Einschränkungen aber wieder spürbar an Fahrt gewinnen. Die Industrie dürfte ihre Produktion merklich ausweiten können, sobald sich die Lieferengpässe allmählich auflösen. Auf dem Arbeitsmarkt setzte sich die Erholung im Jahr 2021 weiter fort, wenngleich mit verminderter Dynamik. Die Erwerbstätigkeit entwickelte sich weiter positiv und die Arbeitslosigkeit verringerte sich erneut spürbar. Die Kurzarbeit bleibt dabei auf konstantem Niveau. Die Frühindikatoren sprechen dafür, dass die Erholung am Arbeitsmarkt im kommenden Jahr auch unter Berücksichtigung der zunehmenden Ausbreitung der Omikron-Variante mit vermindertem Schwung anhält. In der Schuheinzelhandels-Branche zeichnete sich auf Basis der durch das Institut für Handelsforschung GmbH, Köln, vorgelegten Statistik nach einer deutlichen Verschlechterung im Vorjahr insgesamt wieder ein leichter Anstieg ab. In Deutschland stiegen die Umsätze der Branche gegenüber dem Vorjahr 2020 um 3,2 % (i. Vj.: -13,5 %).
Europa Das BIP im Euroraum stieg im Gesamtjahr 2021 um 5,1 %, nachdem es im Vorjahr pandemiebedingt um 6,5 % eingebrochen war. Die Wachstumsbelebung wurde in erster Linie durch die Inlandsnachfrage angetrieben, die im Sommer 2021 auf höhere Impfquoten und damit verbundenen Lockerungen der Beschränkungen zurückzuführen ist. Allerdings haben stark steigende Infektionszahlen im vierten Quartal in mehreren Ländern des Euroraums zu erneuter Verschärfung der pandemiebedingten Einschränkungen geführt und die Unsicherheit über die Dauer der Pandemie erhöht. Das Auftreten der Omikron-Variante hat diese Unsicherheit noch verstärkt. Zusätzlich dämpften Versorgungsengpässe die wirtschaftliche Erholung zunehmend. Es wird erwartet, dass die Corona-Einschränkungen den Beginn des Jahres 2022 weiter prägen werden und der Einfluss der Pandemie erst ab dem zweiten Quartal nachlassen wird. Auch die globalen Versorgungsengpässe werden voraussichtlich noch bis zum zweiten Quartal anhalten und sich dann allmählich auflösen. Folglich dürfte das Wachstum in der Eurozone ab dem zweiten Quartal wieder stark anziehen. Für das Gesamtjahr 2022 wird mit einem BIP-Wachstum von 4,2 % gerechnet. Dabei wird der private Verbrauch weiterhin die treibende Kraft des Wirtschaftswachstums sein und von einem robusten Arbeitsmarkt profitieren. Die Arbeitslosenquote lag im Jahr 2021 bei 7,7 %. Durch die weitere wirtschaftliche Erholung wird für das Jahr 2022 ein weiterer Rückgang der Arbeitslosenquote auf 7,3 % erwartet. Die Wirtschaft in der Schweiz konnte sich im Jahr 2021 dank der weitgehenden Lockerung der Corona-Maßnahmen wieder erholen. Das BIP stieg im Gesamtjahr 2021 um 3,3 %. Allerdings lasten international Liefer- und Kapazitätsengpässe auf dem Industriesektor und bewirken kräftige Preisanstiege. Zudem hat sich die Unsicherheit rund um die Pandemie zum Jahresende wieder verstärkt. Im Verlauf des Jahres 2022 sollten sich die bremsenden Faktoren allmählich auflösen. Das Wirtschaftswachstum dürfte sich deutlich beleben, getragen durch Aufholeffekte beim privaten Konsum und bei den Investitionen, aber auch durch die Exportwirtschaft. Vor dem Hintergrund wird für das Jahr 2022 mit einem BIP-Wachstum von 3,0 % gerechnet. Auch die Entwicklung am Schweizer Arbeitsmarkt war 2021 stark durch die Covid-19 Krise geprägt. Die Kurzarbeitsentschädigung konnte allerdings dazu beitragen, die negativen Einflüsse auf die Unternehmen und die Arbeitsnehmenden abzudämpfen. Im Jahresdurchschnitt resultierte eine Arbeitslosenquote von 3,0 %, was einer leichten Abnahme gegenüber 2020 (3,1 %) entspricht. Die russische Wirtschaft erholte sich im abgelaufenen Jahr sehr stark. Die Lockerungen der COVID-19-Restriktionen im zweiten Quartal führten zu einem Konsumboom, der durch die im Laufe des Vorjahres gesammelten Ersparnisse und das schnelle Kreditwachstum befeuert wurde. Im Herbst wurde jedoch deutlich, dass sich eine neue Pandemiewelle anbahnte, die angesichts der niedrigen Impfquote wieder eine enorme Gefahr für die Wirtschaftsleistung darstellte. Mit neuen Maßnahmen zur Bekämpfung der Virusausbreitung schwächte sich die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal wieder ab. Insgesamt zeichnete sich für das Jahr 2021 ein BIP-Wachstum von 4,3 % ab. Im Hinblick auf das Jahr 2022 werden die Aussichten von mehreren kurzfristigen Faktoren beeinflusst. Auf der einen Seite tragen die weiterhin hohen Rohstoffpreise und höhere Rohölfördermengen zum Wachstum bei. Auf der anderen Seite belasten die weiterhin geltenden Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19 Pandemie sowie strenge Zinssätze, die zur Eindämmung der Inflation erforderlich sind, das Wachstum. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren, wird für das Gesamtjahr 2022 ein BIP-Wachstum von 2,4 % erwartet. USA Die Wirtschaft in den USA erholte sich im ersten Halbjahr 2021 rasant. Der schnelle Aufschwung wurde auch von einem Konjunkturprogram mit einem historisch einmaligen Volumen ermöglicht. Im zweiten Halbjahr schwächte sich das Wachstum wieder ab. Gegenwind kam aus mehreren Bereichen. Neben der weiter anhaltenden COVID-19 Pandemie bremsten auch zunehmende Versorgungsengpässe und steigende Energiepreise das Wachstum. Alles in allem liegt das BIP- Wachstum in den USA bei 5,6 % im Jahr 2021. Für 2022 wird erwartet, dass sich das Wachstum auf 3,7 % abschwächt. Gründe für das schwächere Wachstum sind neben der Omikron-Variante, die die Pandemie wieder aufflammen lässt, auch eine höhere Inflation und, dass überschüssige Ersparnisse aufgebraucht sein werden und die Unterstützung durch die Fiskal- und Geldpolitik langsam nachlassen wird. 2.2 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Für die Deichmann SE und den Konzern sind bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren
Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind
Ein bedeutendes Steuerungsinstrument des Konzerns ist das interne Kontrollsystem ("IKS"). Es dient im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse des Deichmann-Konzerns insbesondere dazu, eine ordnungsgemäße Buchführung und Rechnungslegung sicherzustellen. Ziel ist, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deichmann SE und ihrer Tochtergesellschaften richtig und vollständig darzustellen. Für Auswertungen zur internen Steuerung der Gesellschaft und des Konzerns ebenso wie zur Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft und des Konzerns werden neben den bedeutsamsten Leistungsindikatoren auch aus ihnen berechenbare weitere Kennzahlen (z.B. Durchschnittspreis als Quotient aus Umsatzerlösen und Paarzahlen) sowie weitere wichtige Leistungsindikatoren verwendet. 2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Jahr 2021 ist wie im Vorjahr- weiterhin wesentlich von der COVID-19 Pandemie geprägt. Während des Geschäftsjahres 2021 mussten aufgrund der COVID-19 Pandemie und der daraufhin von den jeweiligen Regierungen angeordneten Schutzmaßnahmen ein Großteil der Verkaufsstellen in Europa und in den USA vorübergehend für unterschiedliche Zeiträume geschlossen werden. Die einzelnen Konzerngesellschaften waren über unterschiedliche Zeiträume von den jeweiligen Schließungen und Einschränkungen betroffen. Die Schließungszeiträume konzentrierten sich im Jahr- 2021 vor allem auf die Monate Januar bis März. Vermögenslage Die Vermögenslage des Konzerns ist durch das Einzelhandelsgeschäft gekennzeichnet. Sachanlagevermögen, Geschäfts- oder Firmenwerte, Waren und Finanzmittelbestand stellen zum 31. Dezember 2021 die wesentlichen Aktiva dar. Die Anzahl der Verkaufsstellen nahm (ohne Berücksichtigung der Akquisitionen in den USA und Polen) im Geschäftsjahr 2021 bei 176 Neueröffnungen und 138 Schließungen auf 4.294 zu. Damit wurde der im Vorjahr geplante leichte Zuwachs an Verkaufsstellen erreicht. Nahezu alle Verkaufsstellen werden in angemieteten Räumlichkeiten betrieben. Das Sachanlagevermögen im Konzern erhöhte sich nach im Vorjahr angepassten Investitionstätigkeiten im Zuge der Corona-Pandemie im Jahr 2021 von EUR 817,6 Mio. auf EUR 826,5 Mio. Die immateriellen Vermögensgegenstände stiegen im Geschäftsjahr 2021 von EUR 149,2 Mio. auf EUR 723,8 Mio. hauptsächlich durch den aus dem Asset Deal mit einer US-amerikanischen Gesellschaft entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind von EUR 431,7 Mio. auf EUR 284,1 Mio. aufgrund von Verkäufen gesunken. Die Vorräte erhöhten sich von EUR 789,8 Mio. im Jahr 2020 auf EUR 952,7 Mio. im Jahr 2021. Ursächlich für den Anstieg sind sowohl ein höherer Bruttowarenbestand nach den im Vorjahr angepassten Einkaufsaktivitäten im Zuge der Corona-Pandemie, als auch geringere Wertberichtigungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich von EUR 82,9 Mio. auf EUR 143,9 Mio. hauptsächlich durch gestiegene Forderungen aus Steuerüberzahlungen, entstandene Forderungen aus staatlichen Corona-Hilfen sowie aus dem Kauf der US-amerikanischen Gesellschaft entstandene Forderungen. Die Eigenkapitalquote im Konzern entwickelte sich in den letzten fünf Jahren wie folgt:
Darüber hinaus hat sich die unter Einbeziehung der Einlagen stiller Gesellschafter und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bzw. stillen Gesellschaften berechnete Eigenfinanzierungsquote in den letzten fünf Jahren wie folgt entwickelt:
Die Rückstellungen erhöhten sich insgesamt von EUR 621,6 Mio. auf EUR 636,8 Mio. hauptsächlich durch gestiegene Pensionsrückstellungen. Die übrigen Passiva betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten. Finanzlage Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg trotz einer deutlich höheren Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, insbesondere aufgrund eines höheren Periodenergebnisses sowie der Zunahme der Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten sowie anderer Passiva stark an und betrug EUR 459,1 Mio. nach EUR 266,5 Mio. im Vorjahr. Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit war von betriebstypischen Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen i. H. v. EUR 126,9 Mio. sowie Auszahlungen für den Erwerb von Unternehmensanteilen i. H. v. EUR 672,7 Mio. geprägt. Diese betrafen hauptsächlich den Asset Deal mit einer US-amerikanischen Gesellschaft sowie die Erstkonsolidierung einer polnischen Gesellschaft. Bedingt durch höhere Investitionen belief sich der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit insgesamt auf EUR -653,4 Mio. nach EUR -165,5 Mio. im Vorjahr. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit resultiert hauptsächlich aus Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten und beträgt EUR 291,9 nach EUR -5,4 Mio. im Vorjahr. Insgesamt hat sich der Finanzmittelbestand des Konzerns im Geschäftsjahr 2021 von EUR 1.541,4 Mio. durch zahlungswirksame Effekte und wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds um insgesamt EUR 125,5 Mio. auf EUR 1.666,9 Mio. erhöht. Trotz ausreichender Eigenmittel wurden im Geschäftsjahr 2021 Fremdmittel i. H. v. insgesamt EUR 300 Mio. aufgenommen, um die Liquidität im operativen Geschäft auch im Falle des Eintretens weiterer unvorhersehbarer Ereignisse in der aktuellen Zeit sicherstellen zu können. Die Investitionen in die Sachanlagen und in die immateriellen Vermögensgegenstände erfolgten regelmäßig aus dem Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit. Ertragslage Die Marktbedingungen des Geschäftsjahres 2021 stellten sich trotz der weltweit fortwährenden Corona-Pandemie und der insbesondere Anfang des Jahres angeordneten Filialschließungen im Vergleich zum Vorjahr wieder besser dar. Typische Wetterverhältnisse und eine wieder ansteigende Konsumstimmung haben zu positiven Einflüssen auf die Paarzahlen, die Umsatzerlöse und damit auf die Ertragslage geführt, auch wenn das Vorkrisenniveau des Jahres 2019 noch nicht erreicht werden konnte. Die Anzahl der verkauften Schuhe stieg gruppenweit expansionsbedingt von 150,0 Mio. Paar im Jahr 2020 auf 160,5 Mio. Paar in 2021 (+7,0 %) an. Der korrespondierende Durchschnittspreis stieg von EUR 28,87 auf EUR 31,40 (+8,8 %). Insgesamt zeigen die Paarzahlen und realisierten Durchschnittspreise der vergangenen fünf Jahre folgendes Bild:
Anders als in Deutschland waren die corona-bedingten Einschränkungen im Jahr 2021 weniger strikt als im Vorjahr und führten daher in den meisten Auslandsgesellschaften wieder zu steigenden Umsatzerlösen.
So stiegen die Umsätze währungsbereinigt im Vorjahresvergleich insgesamt um 14,1 %, flächenbereinigt um 6,5 %. Das im Vorjahr ausgegebene Ziel von deutlich steigenden Umsatzerlösen, insbesondere vor dem Hintergrund besserer gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen und erfolgter Expansion, wurde damit im Konzern erreicht. Die Rohertragsquote (definiert als Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) im Konzern erhöhte sich im Wesentlichen wegen gestiegener Umsatzerlöse und gleichzeitig gesunkener Wertberichtigungen gegenüber dem Vorjahr von 48,1 % um 2,6%-Punkte auf 50,7 %. Die Entwicklung der Rohertragsquote im Konzern der vergangenen fünf Jahre zeigt folgendes Bild:
Der Personalaufwand stieg auch expansionsbedingt gegenüber dem Vorjahr von EUR 1.008,9 Mio. um EUR 78,6 Mio. auf EUR 1.087,5 Mio. Der Mitarbeiterstand ist um 2,9 % gestiegen. Die Relation zwischen Personalaufwand und Umsatzerlösen ist von 21,2 % im Vorjahr auf 20,0 % gesunken. Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich von EUR 1.171,9 Mio. auf EUR 1.292,6 Mio. Der Anstieg ist im Wesentlichen begründet durch wieder höhere Werbeaufwendungen nach den Einsparungen im Vorjahr sowie expansionsbedingt gestiegene Mietaufwendungen und sonstige Verwaltungskosten. Das Jahresergebnis vor Steuern stieg von EUR -37,6 Mio. auf EUR 400,5 Mio. Hierin sind staatliche Unterstützungsmaßnahmen (u.a. Kurzarbeitergeld, Beihilfezahlungen) von insgesamt EUR 132 Mio. sowie Erträge aus Wertpapieren des Anlagevermögens von rd. EUR 60 Mio. enthalten. So ergab sich nach einem Konzernjahresfehlbetrag im Vorjahr von EUR -73,9 Mio. für das Jahr 2021 ein Jahresüberschuss i. H. v. EUR 316,3 Mio. Das im Vorjahr unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie ausgegebene Ziel eines wieder leicht positiven Jahresergebnisses vor Steuern konnte damit auch unter Abzug der oben genannten Einmaleffekte deutlich übertroffen werden. In Anbetracht der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage bedingt durch die Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Einschränkungen und Lockdowns, blicken wir insgesamt auf ein herausforderndes aber insgesamt zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2021 zurück. 2.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deichmann SE Aufgrund der durch die Bundesregierung angeordneten Filialschließungen im Zuge der Corona- Schutzmaßnahmen mussten die Verkaufsstellen in Deutschland über den Jahreswechsel hinaus bis zum 27. März 2021 weiterhin vollständig geschlossen bleiben. Ab Ende März konnten Verkaufsstellen teilweise und unter regional unterschiedlichen Einschränkungen, wie Click & Meet, zum Abholen wieder öffnen. Öffnungen unter Vorlage eines negativen Corona-Tests und zum Teil unter Beschränkung der Besucherzahl waren größtenteils ab Mitte Mai wieder möglich. Im übrigen Verlauf des Jahres waren die Verkaufsstellen überwiegend unter regional unterschiedlichen Einschränkungen (2G- bzw. 3G-Regelungen) wieder geöffnet. Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft ist durch das Einzelhandelsgeschäft sowie die Großhandels- und Holdingfunktion für die in- und ausländischen Tochterunternehmen gekennzeichnet. Anteile an verbundenen Unternehmen, Sachanlagevermögen, Waren und Finanzmittelbestand stellen zum 31. Dezember 2021 die wesentlichen Aktiva dar. Mit 8 Eröffnungen und 29 Schließungen verringerte sich die Anzahl der Verkaufsstellen - wie im Vorjahr geplant - leicht auf 1.175. Nahezu alle Verkaufsstellen werden in angemieteten Räumlichkeiten betrieben. Im Geschäftsjahr 2021 wurden von der Gesellschaft in Deutschland insgesamt EUR 2,4 Mio. (i. Vj.: EUR 19,3 Mio.) in das immaterielle Anlagevermögen und EUR 26,4 Mio. (i. Vj.: EUR 39,1 Mio.) in das Sachanlagevermögen investiert. Die Investitionen betreffen hauptsächlich Investitionen in Gebäude und Verkaufsstellen. Im Vergleich zum vorangegangenen Bilanzstichtag nahm das immaterielle Anlagevermögen von EUR 49,4 Mio. auf EUR 40,6 Mio. ab. Das Sachanlagevermögen verringerte sich leicht von EUR 251,7 Mio. auf EUR 244,9 Mio. Das Finanzanlagevermögen der Gesellschaft blieb mit EUR 386,2 Mio. nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr (i. Vj.: EUR 386,1 Mio.). Die Vorräte erhöhten sich von EUR 255,2 Mio. auf EUR 309,6 Mio. Ursächlich für den Anstieg sind sowohl ein höherer Warenbestand als im Vorjahr aufgrund der im Vorjahr angepassten Einkaufsaktivitäten aufgrund der Corona-Pandemie sowie geringere Wertberichtigungen. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist im Wesentlichen auf konzerninterne Darlehen zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen von EUR 10,5 Mio. auf EUR 61,2 Mio. an. Der Anstieg ist hauptsächlich durch die entstandene Forderung hinsichtlich der staatlichen Unterstützungsleistung aus den Corona-Hilfen zu erklären. Die Finanzierung der Gesellschaft besteht am Bilanzstichtag zu mehr als der Hälfte aus Eigenkapital, Einlagen stiller Gesellschafter und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die Rückstellungen erhöhten sich um EUR 63,8 Mio. von EUR 364,8 Mio. auf EUR 428,6 Mio. im Wesentlichen durch gestiegene Pensionsrückstellungen. Durch die Aufnahme kurzfristiger Festkredite entstanden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i. H. v. EUR 300,0 Mio. (i. Vj.: EUR 0 Mio.). Die Kredite dienen ausschließlich zur Sicherstellung der Liquidität im operativen Geschäft für den etwaigen Eintritt weiterer unvorhersehbarer Ereignisse in der aktuellen Zeit. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich von EUR 27,0 Mio. auf EUR 21,4 Mio. Die übrigen Passiva betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten. Finanzlage Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit verringerte sich bei Deichmann in 2021 auf EUR -284,9 Mio. nach EUR 64,3 Mio. im Vorjahr trotz eines höheren Periodenergebnisses und trotz einer stärkeren Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva. Wesentlicher Grund dafür ist eine sehr deutliche Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva. Im Vergleich zum Vorjahr geringere Auszahlungen im Bereich des Finanzanlagevermögens sowie geringere Investitionen in das Anlagevermögen führten zu einem geringeren Abfluss des Cash-Flows aus der Investitionstätigkeit i. H. v. EUR 17,5 Mio. (i. Vj.: EUR 91,4 Mio.). Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit ist durch die Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten von EUR -3,1 Mio. in 2020 auf EUR 298,6 Mio. gestiegen. Insgesamt ist der Finanzmittelbestand im Geschäftsjahr 2021 von EUR 676,5 Mio. um EUR 3,8 Mio. auf EUR 672,7 Mio. leicht gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind im Geschäftsjahr 2021 von EUR 1,2 Mio. um EUR 0,9 Mio. auf EUR 0,3 Mio. zurückgeführt worden. Trotz ausreichender Eigenmittel wurden im Geschäftsjahr 2021 Fremdmittel i. H. v. insgesamt EUR 300 Mio. aufgenommen, um die Liquidität im operativen Geschäft auch im Falle des Eintretens weiterer unvorhersehbarer Ereignisse in der aktuellen Zeit sicherstellen zu können. Ertragslage Die Anzahl verkaufter Schuhe bei Deichmann in Deutschland ging von 55,9 Mio. Paar im Jahr 2020 auf 53,3 Mio. Paar (-4,7 %) in 2021 zurück. Der Absatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr ist auf die länger als in 2020 anhaltenden Schließungen der Verkaufsstellen im Zuge der Corona-Schutzmaßnahmen sowie der langsamen Öffnungsschritte unter starken Einschränkungen zurückzuführen. Die Umsatzerlöse des Einzelhandels nahmen gegenüber dem Jahr 2020 um 0,4 % zu, flächenbereinigt um 5,4 % ab. Die Prognose des Vorjahres von Umsatzerlösen leicht oberhalb des Vorjahres konnte aufgrund der länger anhaltenden corona-bedingten Schließungen der Verkaufsstellen und anschließender erst langsamer Öffnungsschritte unter weitreichenden Einschränkungen nicht erreicht werden. Die Rohertragsquote der Deichmann SE ist auf 43,0 % gestiegen (i. Vj.: 42,3 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von EUR 10,1 Mio. im Jahr 2020 auf EUR 79,6 Mio. im Jahr 2021. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Ansprüchen der staatlichen Unterstützungsleistungen aus Corona-Hilfen sowie aus Erstattungsansprüchen der pauschalen Sozialversicherungsbeiträge für das Kurzarbeitergeld. Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 10,7 Mio. auf EUR 387,1 Mio. im Wesentlichen tarifbedingt gestiegen. Im laufenden Geschäftsjahr hat die Gesellschaft wie im Vorjahr Kurzarbeitergeld erhalten. Der Mitarbeiterbestand ist mit rd. 6,2 % moderat zurückgegangen. Der sonstige betriebliche Aufwand stieg von EUR 320,7 Mio. auf EUR 375,6 Mio. an. Grund dafür ist insbesondere die anteilige Weitergabe der staatlichen Corona-Hilfen an die Tochtergesellschaften, sowie nach den Einsparungen im Vorjahr wieder höheren Werbeaufwendungen. Zudem belasten Aufwendungen aus Verlustübernahme für die MyShoes SE und die Roland SE i. H. v. EUR 7,4 Mio. (i.Vj. EUR 22,0 Mio.) das Ergebnis. Das Jahresergebnis vor Steuern lag mit EUR 3,8 Mio. über dem Vorjahresergebnis von EUR -42,7 Mio. Darin enthalten sind unter Vorbehalt ertragswirksam realisierte staatliche Unterstützungsleistungen aus Corona-Hilfsprogrammen i. H. v. EUR 40,8 Mio. Nach Eliminierung dieses Sondereffektes bewegt sich das Jahresergebnis vor Steuern mit EUR -37,0 Mio. auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2020. Die im Vorjahr' getätigte Prognose eines Jahresergebnisses vor Steuern deutlich unterhalb des Jahres 2020 ist demnach aufgrund eines besser als im Vorjahr prognostizierten operativen Ergebnisses nicht eingetroffen. Der Jahresfehlbetrag für das Jahr 2021 lag bei EUR -6,1 Mio. (i. Vj.: EUR -48,1 Mio.). In Anbetracht der sehr schwierigen gesamtwirtschaften Lage aufgrund der corona-bedingten, deutschlandweiten Filialschließungen zu Jahresbeginn und der erst sukzessive und unter Einschränkungen stattfindender Öffnungsschritte ab März, blicken wir insgesamt auf ein sehr herausforderndes Geschäftsjahr 2021 zurück. 2.5 Gesellschaftliches Engagement Deichmann kauft Schuhe in rund 40 Ländern der Welt ein, auch in so genannten Entwicklungs- und Schwellenländern. Daher sieht sich das Unternehmen in der Verantwortung, sicher zu stellen, dass nicht nur Qualität und Preis der Produkte, sondern auch die Produktionsbedingungen stimmen. Um nachteilige menschenrechtliche Auswirkungen zu verhindern, hat Deichmann einen Verhaltenskodex entwickelt, den "Supplier Code of Conduct". Er ist für alle Lieferanten bindend und orientiert sich an internationalen Standards, wie den Normen der International Labour Organisation ("ILO"). Zusätzlich hat das Unternehmen eine Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschrechte auf der Corporate Website veröffentlicht. Damit unterstreicht Deichmann das Bekenntnis zu den internationalen Menschenrechtsgrundsätzen der Vereinten Nationen sowie zu den Zielen des "Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte". Die Einhaltung der Menschenrechte sowie des Verhaltenskodex für Lieferanten wird von eigenen und unabhängigen Prüfern, angemeldet und unangemeldet kontrolliert. Die Deichmann-Gruppe ist Mitglied in der amfori BSCI (Business Social Compliance Initiative) zur Verbesserung der sozialen Standards in den Lieferländern. Damit hat sie sich unter anderem verpflichtet, alle Lieferanten regelmäßig durch unabhängige Prüfer kontrollieren zu lassen. Zudem ist Deichmann Mitglied der Leather Working Group, in der sich verschiedene Markenunternehmen, Einzelhändler, Produkthersteller, Lederproduzenten und andere an der Lederproduktion Beteiligte zusammengeschlossen haben. Ziel sind einheitliche Umweltstandards und -audits. Deichmann ist außerdem Gründungsmitglied der Organisation cads - "Cooperation for assuring defined standards for shoe- and leathergoods production e.V." unter dem Dach des Deutschen Schuhinstituts (DSI). cads beschäftigt sich mit dem Thema Schadstoffe in Schuhen sowie mit Nachhaltigkeit in der Schuhindustrie mit Aspekten wie Umwelt und soziale Standards. In Bezug auf Verbraucherschutz überprüft Deichmann seine Produktpalette kontinuierlich auf Schadstoffe im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. 3 Chancen-, Risiko- und Prognosebericht Chancenbericht Die Deichmann SE und ihre Tochtergesellschaften agieren im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit in einem internationalen Marktumfeld, in dem sich ständig neue Chancen eröffnen. Diese systematisch zu erkennen und zu nutzen - und dabei unnötige Risiken zu vermeiden - ist ein wesentlicher Faktor für das nachhaltige Wachstum unseres Unternehmens. Im Rahmen unseres Chancenmanagements werten wir bspw. Markt- und Wettbewerbsanalysen aus und befassen uns mit der Ausrichtung unseres Produktportfolios, den Kostentreibern sowie den kritischen Erfolgsfaktoren unserer Branche. Daraus werden konkrete Marktchancen abgeleitet, über die Verwaltungsrat und geschäftsführende Direktoren im Rahmen der Geschäftsplanung entscheiden. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben Einfluss auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns. Sollten sich die künftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen besser entwickeln, als wir in unserer Prognose dargestellt haben, könnten sich positive Auswirkungen auf VKST, Paarzahlen, Umsatzerlöse und Jahresergebnisse ergeben. Die geschäftsführenden Direktoren der Gesellschaft sind sich der Tatsache bewusst, dass sich Chancen durch eine weitere Stärkung der Dachmarke "DEICHMANN" ergeben können, wenn ein ausgewogener Mix aus Mode und Basis und gleichzeitig eine anhaltende Qualitätsoptimierung bei den Hauptmarken zu den bei Deichmann geltenden Preisen erfolgt. Hier gilt es, unsere Kunden in gewohnter Weise in allen relevanten Märkten zufrieden zu stellen. Insbesondere die ausländischen Tochterunternehmen der Gesellschaft werden mit dieser Unterstützung zukünftig neue Verkaufsstellen sowie teilweise auch eigene Online Shops eröffnen, so dass sich positive Auswirkungen auf VKST, Paarzahlen, Umsatzerlöse und Jahresergebnisse ergeben können. Risikobericht Die seit Februar 2022 zunehmend eskalierende Situation in der Ukraine könnte sich auch auf Deichmann und den Konzern unmittelbar und mittelbar auswirken. Hier sind insbesondere die eigene Geschäftsaktivität der Tochtergesellschaft in Russland, die im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz im niedrigen zweistelligen Millionenbereich erzielte, sowie die aus dem Konflikt resultierenden möglichen makro-ökonomischen Entwicklungen für Deichmann und den Konzern wie bspw. eine mögliche Rezession und eine damit verbundene mögliche Konsumzurückhaltung unserer Kunden, steigende Inflation und höheren Bezugskosten für Handelswaren zu nennen. Die Geschäftsleitung beobachtet die Situation sorgfältig und ist darauf vorbereitet, je nach Anforderungen auf die Situation flexibel zu reagieren. Als weltweit agierende Unternehmen sind die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken ausgesetzt. Die internen Controllingprozesse sind darauf ausgerichtet, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Insbesondere vor dem Hintergrund der weltweiten Corona-Pandemie haben wir diese Prozesse sowohl in der unterjährigen Frequenz also auch im Detailgrad intensiviert. Monatliche Hochrechnungsprozesse und Szenario-Simulationen gewährleisten die schnelle Adaption der Gesamtlage des Unternehmens und dokumentieren die Wirkung von steuernden Eingriffen zeitnah. Unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeiten von Risiken und der Risikobegrenzungsmaßnahmen kombiniert mit den geschätzten Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird eine Klassifizierung der Risiken als "hoch", "mittel" oder "gering" im Hinblick auf mögliche negative Abweichungen in Bezug auf den bedeutsamsten Leistungsindikator Jahresergebnis vor Steuer für den Konzern bzw. die Gesellschaft vorgenommen. Deichmann ist wie jedes Unternehmen im Einzelhandel stark vom Konsumverhalten der Verbraucher sowie vom modischen Wandel abhängig ("Moderisiko"). Zusätzlich können atypische Wetterverhältnisse die Nachfrage stark verändern ("Wetterrisiko"). Durch jahrzehntelange Erfahrung kann die Gesellschaft diese Risiken gut kontrollieren und führt Maßnahmen zu deren Begrenzung durch, indem durch den unternehmensinternen Abstimmungs- und Auswahlprozess der von Deichmann angebotenen Handelswaren die richtige Balance zwischen Mode und Fashion Basics sowie einer innovativen Sortimentsentwicklung gefunden wird. Das Moderisiko sowie das Wetterrisiko werden unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen als mittel eingeschätzt. Die Gesellschaft und einzelne mit ihr verbundenen Unternehmen kaufen Schuhe in rund 40 Ländern der Welt ein und haben in der Vergangenheit langjährige Beziehungen zu einer Reihe von Produzenten in verschiedenen Beschaffungsregionen aufgebaut. Durch die zunehmende Warenbeschaffung aus den Schwellenländern Asiens ergeben sich Risiken aus Schwankungen der Wechselkurse, Veränderungen bei Abgaben und Zöllen, Handelsbeschränkungen sowie möglichen politischen Instabilitäten ("Beschaffungsrisiken"). Diesen Beschaffungsrisiken begegnet die Gesellschaft durch eine genaue Analyse der aktuellen Beschaffungsmärkte sowie etwaiger Alternativen. Die Beschaffungsrisiken werden in Anbetracht der anhaltenden Corona-Pandemie, welche bei unseren Lieferanten zu Beeinträchtigungen im Geschäftsbetrieb führen kann und unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen als mittel eingeschätzt. Finanzielle Risiken bestehen durch Schwankungen in Wechselkursrelationen zum USD für das Beschaffungsvolumen aus Fernost auf USD-Basis ("Fremdwährungsbeschaffungsrisiko"). Zur Minimierung dieses Fremdwährungsbeschaffungsrisikos setzt der Konzern zur Absicherung von Bestellungen und von geplanten aber noch nicht kontrahierten Bestellungen Devisentermingeschäfte ein. Diese werden ausschließlich mit Kreditinstituten abgeschlossen, deren Bonität nicht bezweifelt wird. Liquiditätsrisiken bestehen in diesem Zusammenhang nicht. Die Gesellschaft hält keine derivativen Finanzinstrumente zu Handelszwecken. Wir verweisen darüber hinaus diesbezüglich auch auf die Angaben in Abschnitt 6.4 des zusammengefassten Anhangs. Das Fremdwährungsbeschaffungsrisiko wird unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen als mittel eingeschätzt. Als Einzelhandelsunternehmen mit einem Omnichannel-Vetriebsansatz ist das Funktionieren der IT-Systeme notwendig. Ein Ausfall der IT-Systeme würde die lokalen Vertriebsaktivitäten und den ordnungsgemäßen Betrieb des Warenflusses des Unternehmens einschränken ("IT-Risiken"). Diese Risiken werden begrenzt durch das neue Deichmann-Rechenzentrum, welches dem TÜViT Trusted Site Infrastructure (TSI) Level 3 entspricht. Das bedeutet: Kein Single Point of Failure (SPoF) in der Versorgung, erhöhte Einbruchhemmung, Absicherung der Versorgungsstraßen sowie Überwachung der Zustände sowie Brandbeherrschung. Damit gilt das Deichmann-Rechenzentrum als ausfallsicher und die IT-Risiken können als gering eingeschätzt werden. Durch die Anmietung von Verkaufsstellen werden - sofern dem nicht bereits bei Vertragsbeginn durch geeignete Vertragsoptionen entgegnet werden kann - Risiken infolge möglicher Langfristigkeit der Mietverträge eingegangen ("Mietrisiken"). Deichmann reduziert diese Mietrisiken durch die sorgfältige Auswahl von Standorten sowie durch den Einsatz von Mitarbeitern mit langjähriger Erfahrung im Retail-Geschäft, die auch bestehende Mietverträge einer permanenten Beobachtung im Hinblick auf Profitabilität der betriebenen VKST unterziehen. Insgesamt werden die Mietrisiken unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen als gering eingeschätzt. Das vom stationären Einzelhandel geprägte Wettbewerbsumfeld der Gesellschaft und des Konzerns wandelt sich stetig durch voranschreitende Digitalisierung und zunehmenden Onlinehandel ("Wettbewerbsrisiken"). Deichmann stellt sich diesem Wettbewerb durch die Weiterentwicklung und enge Verzahnung von stationärem und Online-Geschäft im Rahmen einer Omnichannel-Strategie. Die Wettbewerbsrisiken werden unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen als mittel eingeschätzt. Demgegenüber werden die kurzfristigen Absatz- und Umsatzrisiken aus Filialschließungen als weiterhin hoch angesehen, auch wenn derzeit aufgrund der weltweit sich entspannenden epidemischen Lage keine Filialschließungen drohen. Nach unserer Überzeugung weisen die vorstehend beschriebenen Risiken in Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihrer Auswirkungen grundsätzlich weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. Wir sind zuversichtlich, dass die Ertragskraft des Konzerns und der Gesellschaft eine solide Basis für die künftige Geschäftsentwicklung bildet und für die notwendigen Ressourcen sorgt, um die dem Konzern und der Gesellschaft zur Verfügung stehenden Chancen zu verfolgen. Angesichts dieser Tatsachen werden wir den Herausforderungen, die sich aus den genannten Risiken ergeben, auch 2022 begegnen können. Prognosebericht Der konsequente Ausbau und die kontinuierliche Modernisierung des Filialnetzes werden trotz der aktuellen Lage weiter vorangetrieben, um für moderne Verkaufsstellen der Gesellschaft und des Konzerns zu sorgen. Im Jahr 2022 sind Investitionen in den Ausbau der Verkaufsstellen und die Infrastruktur von EUR 326,7 Mio. geplant. Hierdurch können sich langfristig positive Effekte auf die Paarzahl, die Umsatzerlöse und damit auch auf die Jahresergebnisse ergeben. Insgesamt ist im Jahr 2022 für die Deichmann SE ein leichter Rückgang von Verkaufsstellen geplant. Im Konzern hingegen ist ein leichter Zuwachs geplant, hauptsächlich bedingt durch den Zukauf von Verkaufsstellen in Polen und Neueröffnungen in den USA. Die Gesellschaften und der Konzern waren durch die COVID-19 Krise und die infolgedessen in vielen Ländern im stationären Mode- und Schuhhandel behördlich angeordneten Schließungen und Einschränkungen hinsichtlich eines Besuches stark betroffen. Da es nur in wenigen europäischen Ländern kompensatorische Regelungen hinsichtlich einer staatlichen Unterstützung der Einzelhändler gab und gibt, lag und liegt der aktuelle Schwerpunkt der Tätigkeit in den nationalen Expansionsabteilungen im Mietvertrags- und Portfoliomanagement mit unseren Vertragspartnern. Gleichzeitig wird die weitere Expansion mit verschiedenen Formaten in Ländern mit entsprechendem Potential für die Zeit nach der Krise unter Berücksichtigung der dynamischen Marktveränderungen weiterbetrieben. Aus der genannten Situation heraus können sich für die Deichmanngruppe sowohl notwendige Portfolioanpassungen als auch durch die Akquise von Wettbewerben neue Marktchancen ergeben. So konnte die Snipes SE im Jahr 2021 ca. 170 Standorte des US-amerikanischen Konkurrenten Jimmy Jazz übernehmen. Zudem konnte die Snipes SE den polnische Wettbewerber Distance mit 30 Filialen übernehmen. Im Franchise-Bereich konnte nach den Markteintritten in den Vereinigten Arabischen Emiraten (2019) und in Kuwait (2020) im Jahr 2021 eine weitere Filiale in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die erste Deichmann Filiale in Katar eröffnet werden. Für 2022 sind Eröffnungen in weiteren Teilen der MENA ("Middle East North Africa")-Region geplant. Nachdem die Umsatzerlöse im Jahr 2021 durch die Einschränkungen und Lockdowns im Zuge der Corona-Schutzmaßnahmen stark beeinträchtigt waren, werden für das Jahr 2022 sowohl für die Gesellschaft als auch für den Konzern wieder deutlich steigende Umsatzerlöse erwartet. Abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kann die tatsächliche Umsatzsteigerung wesentlich von diesem Ziel abweichen und die Paarzahl, die Umsatzerlöse und die Jahresergebnisse dementsprechend beeinflussen. Der USD-Bedarf aus dem für 2022 geplanten Beschaffungsvolumen ist zum Bilanzstichtag zu rd. 70 % durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Auch im Internet setzt der Konzern verstärkt auf Expansion. Das Sortiment der Filialen in den verschiedenen Geschäftsmodellen kann auch über mittlerweile 39 Online Shops bestellt werden. Dabei wächst der Anteil des über das Filialsortiment hinaus gehenden "Online Exclusiv"-Angebots, das wiederum über den "Ship-To-Home"-Service auch aus allen Filialen heraus bestellbar ist, stetig. Die digitale Expansion wird auch in diesem Jahr konsequent vorangetrieben, vor allem durch die stetige Verbesserung der Nutzererfahrung des im Jahr 2020 neu gelaunchten Online Shops sowie durch dessen internationalen Roll-Out in weitere europäische Kernmärkte. Der Konzern ist bestrebt, die Kundenwünsche im Rahmen von Omnichannel-Lösungen in Kombination aus modernen Online Shops, Mobile Shopping Apps und landesweit flächendeckenden Filialnetzen zufrieden zu stellen. Im Rahmen der Omnichannel-Strategie werden konsequent Elemente des stationären Handels mit denen der Online Shops verbunden, sodass die Kunden gewünschte Schuhe überall mit geringstem Aufwand erwerben können und das Wechseln zwischen den Kanälen für den Kunden so einfach wie möglich gestaltet wird. Ein essenzieller Service für die Verknüpfung der Vertriebskanäle ist die Filialabholung von Onlinebestellungen ("Click & Collect"), die schnelle Produktverfügbarkeit und das damit einhergehende bequeme Einkaufserlebnis für Kunden mit Kostensenkungen in der Logistik verbindet. Dieser Service wird auch im Jahr 2022 in zahlreiche Länder außerhalb Deutschlands ausgerollt werden. Die Gesellschaft setzt damit weiterhin gruppenweit auf Synergieeffekte zwischen Internetauftritt, Online Shop und stationärem Einzelhandel, die insbesondere die Paarzahl, die Umsatzerlöse und die Jahresergebnisse positiv beeinflussen können. Die geschäftsführenden Direktoren der Gesellschaft sind davon überzeugt, dass die Gesellschaft und der Konzern trotz des herausfordernden Geschäftsjahres 2021 bedingt durch die Corona-Pandemie und der damit im Zusammenhang stehenden Einschränkungen und Filialschließungen im Schuhmarkt gut positioniert sind. Für das Geschäftsjahr 2022 wird bei Erreichung der geplanten Umsatzsteigerungen und unter Berücksichtigung erhöhter Beschaffungskosten für die Gesellschaft ein Jahresergebnis vor Steuern leicht oberhalb des Vorjahres und für den Konzern (ohne Berücksichtigung der Akquisition in den USA) leicht unterhalb des Vorjahres erwartet.
Essen, 31. März 2022 Deichmann SE Heinrich Otto Deichmann Samuel Deichmann Martin Fischer Dr. Olaf Bernd Ihde Dr. Lars Jendrian Manfred Kroneder Bestätigungsvermerke des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Deichmann SE, Essen Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Deichmann SE, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 sowie dem zusammengefassten Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Deichmann SE, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Verantwortung der geschäftsführenden Direktoren und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die geschäftsführenden Direktoren sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die geschäftsführenden Direktoren verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die geschäftsführenden Direktoren dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die geschäftsführenden Direktoren verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die geschäftsführenden Direktoren verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Deichmann SE, Essen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Kapitalflussrechnung für den Konzern für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem zusammengefassten Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Deichmann SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Verantwortung der geschäftsführenden Direktoren und des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die geschäftsführenden Direktoren sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die geschäftsführenden Direktoren verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die geschäftsführenden Direktoren dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die geschäftsführenden Direktoren verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die geschäftsführenden Direktoren verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 14. April 2022 KPMG
AG
Lurweg, Wirtschaftsprüfer Jessen, Wirtschaftsprüfer Bericht des Verwaltungsrats der Deichmann SE Der Verwaltungsrat der Deichmann SE hat im Berichtsjahr (d.h. im Geschäftsjahr 2021) die Gesellschaft nach Gesetz und Satzung geleitet, die Grundlinien ihrer Tätigkeit bestimmt und deren Umsetzung überwacht. Er hat sich im Rahmen seiner Sitzungen und durch weitere schriftliche und mündliche Berichte der geschäftsführenden Direktoren eingehend und regelmäßig über die Lage und Entwicklung des Unternehmens, wichtige Geschäftsvorfälle sowie das Risikomanagement informiert. Die geschäftsführenden Direktoren haben den Verwaltungsrat über Vorkommnisse von besonderer Bedeutung auch zwischen den Sitzungen informiert; darüber hinaus führte der Vorsitzende des Verwaltungsrats regelmäßige In- formations- und Konsultationsgespräche mit den geschäftsführenden Direktoren im Rahmen ihrer Zuständigkeiten. Der Verwaltungsrat befasste sich u.a. mit dem Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021, diversen Personalangelegenheiten und Investitionen sowie der Tagesordnung für die Hauptversammlung 2022. Jahres- und Konzernabschluss Die durch die Hauptversammlung vom 26. März 2021 zum Abschlussprüfer bestellte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, 45133 Essen, hat den durch die geschäftsführenden Direktoren aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer berichtete dem Verwaltungsrat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Der Verwaltungsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung waren Einwendungen nicht zu erheben. Der Verwaltungsrat hat den durch die geschäftsführenden Direktoren aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 der Deichmann SE festgestellt. Die geschäftsführenden Direktoren der Deichmann SE haben bei der Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2021 bereits folgende Verwendung des Bilanzgewinns i. H. v. EUR 627.352.533,58 (Gewinnvortrag aus dem Vorjahr i. H. v. EUR 633.456.776,19 abzüglich Jahresfehlbetrag i. H. v. EUR 6.104.242,61) vorgenommen:
Nach dieser teilweisen Verwendung ergibt sich ein verbleibender Bilanzgewinn der Deichmann SE für das Geschäftsjahr 2021 i. H. v. EUR 626.956.629,58. Der Verwaltungsrat folgt dem Vorschlag der geschäftsführenden Direktoren und schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der Deichmann SE aus dem Geschäftsjahr 2021 (EUR 627.352.533,58) wie folgt zu verwenden:
Essen, den 29. April 2022 Der Verwaltungsrat Heinrich Otto Deichmann Hauptversammlung am 29.04.2022 - Auszug - Auf Vorschlag des Verwaltungsrates wurde ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen einstimmig folgender Beschluss gefasst: Der Bilanzgewinn der Deichmann SE für das Geschäftsjahr 2021 i. H. v. EUR 627.352.533,58 (Gewinnvortrag aus dem Vorjahr i. H. v. EUR 633.456.776,19 abzüglich Jahresfehlbetrag i. H. v. EUR 6.104.242,61) wird wie folgt verwendet:
Essen, den 29.04.2022 Deichmann SE |
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