Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 44058
Vorher
DNSW GmbH
Eingetragen
19.6.2012
Branche
Vermietung von SchienenfahrzeugenBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenBetrieb von Verkehrswegen für Schienenfahrzeuge
Gegenstand
Die Beförderung von Personen und Gütern auf der Eisenbahn, die Übernahme von Verkehrsleistungen im Auftrag anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen sowie die Übernahme aller artverwandten Geschäfte. Der Erwerb und das Halten von Beteiligungen an anderen Unternehmen im In- und Ausland, die Entwicklung und Beratung, in jedem der vorgenannten Fälle in allen Bereichen, die mittelbar oder unmittelbar den Transport von Menschen und/oder Waren per Bus und/oder Bahn auf nationalem und internationalem Gebiet betreffen, sowie die Durchführung, die Finanzierung und das Angebot von Dienstleistungen, die sich auf obige Transportdienstleistungen beziehen (mit ihnen im Zusammenhang stehen, diesen untergeordnet sind oder diese ergänzen, z.B. die Vermietung von Fahrzeugen, die Überlassung von Arbeitnehmern etc.) und das Halten von Beteiligungen, deren Geschäft sich auf solche Transportdienstleistungen bezieht (mit ihnen im Zusammenhang steht, diesen untergeordnet ist oder diese ergänzt), sowie das Halten und Verwalten von Immobilienbesitz im Zusammenhang hiermit. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen berechtigt, die dem Gegenstand des Unternehmens zu dienen geeignet sind; sie kann zur Erfüllung ihrer Aufgaben Tochtergesellschaften und/oder Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten.

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Scholles
seit 1.8.2019
Prokura
Uwe Kaerstens
seit 8.6.2018
Prokura
Frank Höhler
seit 11.5.2015
Geschäftsführer
Christian Siemer
seit 20.8.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Trenitalia S.p.A.ITA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

vlexx GmbH

Mainz

Geänderter Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 und nachträglich aufgestellter Lagebericht

Bilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva

31.12.2014 31.12.2013
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen und Schutzrechte   368.312,91   29.648,54
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.931.095,37   1.576.413,50  
2. Gleisanlagen, Streckenausrüstung, Sicherungsanlagen 3.792.528,86   0,00  
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.238.601,93   54.039,49  
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 495.151,02 17.457.377,18 571.307,40 2.201.760,39
    17.825.690,09   2.231.408,93
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe 248.696,27   0,00  
2. Geleistete Anzahlungen 1.075,00 249.771,27 0,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 773.865,94   0,00  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.708.948,33   20.891.556,07  
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.492.882,11 10.975.696,38 8.762,00 20.900.318,07
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   127.174,54   25.000,00
    11.352.642,19   20.925.318,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten   2.581.957,65   2.398.722,28
    31.760.289,93   25.555.449,28

Passiva

       
      31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital     25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage     10.000.000,00 10.000.000,00
      10.025.000,00 10.025.000,00
B. Rückstellungen        
Sonstige Rückstellungen     3.251.034,14 600.300,00
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen     1.870.365,69 77.609,11
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen     16.234.139,45 294.463,03
3. Sonstige Verbindlichkeiten     379.750,65 14.558.077,14
- davon aus Steuern EUR 69.402,96 (i. Vj. EUR 14.550.062,62) -        
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 6.049,64 (i. Vj. EUR 4.102,68) -        
      18.484.255,79 14.930.149,28
      31.760.289,93 25.555.449,28

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

2014 2013
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   2.899.987,50   0,00
2. Sonstige betriebliche Erträge   7.312.538,46   591.086,21
3. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe -729.625,39   0,00  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.576.159,01 -4.305.784,40 -39.089,57 -39.089,57
4. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -3.423.915,71   -542.913,88  
b) Soziale Abgaben -691.697,81 -4.115.613,52 -70.539,26 -613.453,14
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -135.030,13   -20.148,50
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -3.626.674,78   -4.217.938,47
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   13.166,92   4.230,19
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 12.907,60 (i. Vj. TEUR 4.230,19) -        
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -1.677.869,87   -1.290.438,02
- davon an verbundene Unternehmen EUR 1.629.151,54 (i. Vj. EUR 1.256.649,91) -        
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -3.635.279,82   -5.585.751,30
10. Sonstige Steuern   -1.601,00   -553,00
11. Erträge aus Verlustübernahme   3.636.880,82   5.586.304,30
12. Jahresergebnis   0,00   0,00

GEÄNDERTER ANHANG für das Geschäftsjahr 2014

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft AG, Regensburg, hat entsprechend dem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 23. April 2015 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 geprüft und über die Prüfung des Jahresabschlusses den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Dieser geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde, aufgrund § 9 Abs. 1 AEG, geändert.

Mit Schreiben vom 28. Dezember 2016 wurde der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft AG, Regensburg, der Auftrag erteilt, den geänderten Jahresabschluss zu prüfen, soweit es die Änderungen erfordern. Es wurde nun ein Jahresabschluss und ein Lagebericht nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Bestimmungen aufgestellt, wohingegen zuvor ein Jahresabschluss ohne einen Lagebericht nach den für kleine Kapitalgesellschaften geltenden Bestimmungen aufgestellt worden war.

Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 267 Abs. 4 Satz 1 HGB. Gemäß § 9 Abs. 1 AEG (Allgemeines Eisenbahngesetz) hat die Gesellschaft einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Bestimmungen des Zweiten Abschnitts des Dritten Buchs des Handelsgesetzbuchs aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Ansatz-, Bewertungs- und Gliederungsvorschriften unter Beachtung der für Gesellschaften mit beschränkter Haftung geltenden Vorschriften aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 272 Abs. 2 HGB erstellt.

Eine Vergleichbarkeit der Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Vorjahr ist nur eingeschränkt gegeben, da der operative Geschäftsbetrieb erst zum 14. Dezember 2014 aufgenommen worden ist.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Die bisherigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert fortgeführt, soweit im Folgenden nicht gesondert erläutert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten i. S. d. § 255 Abs. 1 HGB abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 HGB bewertet. Die Abschreibungssätze orientieren sich an den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten mehr als EUR 150,00 und weniger als EUR 1.000,00 betragen, wurde gemäß § 6 Abs. 2a EstG ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear aufgelöst wird.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert. Erkennbare Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen begegnet; im Geschäftsjahr 2014 gab es jedoch keine Veranlassung hierzu.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. In die Bewertung wurden entsprechende Kosten- und Preissteigerungen einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden, von der Bundesbank im Monat Dezember 2014 veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

2. Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Anlagevermögen

Die Aufgliederung des Anlagevermögens geht aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel hervor.

Forderungen

Die Forderungen setzen sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 774; Vorjahr: TEUR 0) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 3.709; Vorjahr: TEUR 20.892). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten im Wesentlichen Ansprüche aus der Ergebnisabführung (TEUR 3.637; Vorjahr: TEUR 5.586) und Forderungen aus dem Cash-Pooling mit NETINERA Deutschland GmbH, Viechtach, (TEUR 0; Vorjahr: TEUR 15.305). Der übrige Betrag entfällt auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 72; Vorjahr: TEUR 0). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen den Gesellschafter aus der Ergebnisabführung (TEUR 3.637; Vorjahr: TEUR 5.586) enthalten.

Die Forderungen sind vollständig innerhalb eines Jahres fällig.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt TEUR 6.493 (Vorjahr: TEUR 9) betreffen im Wesentlichen Ansprüche aus der Erlösabrechnung (TEUR 5.006; Vorjahr: TEUR 0) und der Umsatzsteuer (TEUR 1.427; Vorjahr: TEUR 0).

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind vollständig innerhalb eines Jahres fällig.

Flüssige Mittel

Die Gesellschaft ist in das Cashpooling mit der NETINERA Deutschland GmbH, Viechtach, integriert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktive Rechnungsabgrenzung in Höhe von TEUR 2.582 (Vorjahr: TEUR 2.399) beinhaltet im Wesentlichen das Bearbeitungsentgelt für die Fahrzeugfinanzierung und die Kosten für die Bauüberwachung.

Passiva

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2014 unverändert EUR 25.000,00.

Die Kapitalrücklage beträgt EUR 10.000.000,00.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.251 (Vorjahr: TEUR 600) enthalten im Wesentlichen ausstehende Rechnungen von Lieferanten und Dienstleistern in Höhe von TEUR 2.055 (Vorjahr: TEUR 532), Rückstellungen für Leasingraten der Fahrzeugflotte TEUR 846 (Vorjahr: TEUR 0) sowie personenbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 328 (Vorjahr: TEUR 17).

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit kleiner als ein Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 16.234; Vorjahr: TEUR 294) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.604; Vorjahr: TEUR 294) und das Cashpooling mit NETINERA Deutschland GmbH, Viechtach (TEUR 14.630; Vorjahr: TEUR 0).

Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Regentalbahn AG, Viechtach, bestehen nicht (Vorjahr: TEUR 9).

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 380 (Vorjahr: TEUR 14.558) betreffen im Wesentlichen die Erlösabgrenzung und Ausgleichsleistung sowie die Lohnsteuer.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen sind Fahrgeldeinnahmen in Höhe von TEUR 970 (Vorjahr: TEUR 0), Verkehrsentgelte in Höhe von TEUR 1.294 (Vorjahr: TEUR 0) sowie sonstige Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 636 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 83) enthalten. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Weiterbelastungen von Reisekosten im Rahmen von Ausbildungsmaßnahmen des Vorjahres.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 1) enthalten. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Ausbildungskosten aus Maßnahmen des Vorjahres.

Zinsen und ähnliche Erträge

Von den Zinsen und ähnlichen Erträgen in Höhe von insgesamt TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 4) betreffen mit TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 4) verbundene Unternehmen. Es sind im Geschäftsjahr keine Erträge aus der Rückstellungsabzinsung angefallen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.678 (Vorjahr: TEUR 1.290) betreffen mit TEUR 1.629 (Vorjahr: TEUR 1.257) verbundene Unternehmen. Es sind im Geschäftsjahr keine Aufwendungen aus der Rückstellungsaufzinsung angefallen.

4. Sonstige Pflichtangaben

Bewertungseinheiten

Es wurden keine Bewertungseinheiten gemäß § 285 Nr. 23 HGB gebildet.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag keine.

Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen

Die Gesellschaft hat einen Leasingvertrag für Schienenfahrzeuge abgeschlossen. Die Laufzeit des Leasingvertrags beträgt 22,5 Jahre. Der Leasingvertrag beinhaltet eine Verlängerungsoption. Der Gesellschaft als Leasingnehmer werden keine Beschränkungen durch die Leasingvereinbarungen auferlegt.

Zum 31. Dezember 2014 bestehen folgende künftige Mindestleasingzahlungsverpflichtungen aufgrund von unkündbaren Operating-Leasingverträgen:

2015
TEUR
2016 bis 2037
TEUR
Gesamt
TEUR
17.901 379.844 397.745

Der Leasinggeber hat am Ende des Vertrages ein Andienungsrecht gegenüber der Leasingnehmerin vlexx GmbH für die Fahrzeuge. Der Leasingvertrag läuft am 13. Juni 2037 aus.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

TEUR
Verpflichtungen aus Managementverträgen 732
Verpflichtungen aus Mietverträgen 658
Gesamt 1.390
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 732

Organe der Gesellschaft und Gesamtbezüge

Geschäftsführung

Familienname Vorname Ort Ausgeübter Beruf Zeitraum
Höhler Frank Kronberg im Taunus Geschäftsführer ab 1.5.2015
Schuchmann Arnulf Werneuchen Geschäftsführer vom 5.2.2015 bis 1.5.2015
Schulz Mirco Mainz Geschäftsführer bis 5.2.2015
Deeken Martin Frankfurt Geschäftsführer bis 5.2.2015

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB werden die Bezüge der zuvor genannten Geschäftsführer nicht offengelegt.

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter beläuft sich auf 104 (Vorjahr: 6) Lohnempfänger sowie 36 (Vorjahr: 3) Gehaltsempfänger.

Konzernkreis

Die Regentalbahn AG, Viechtach, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Für den größten Kreis von Unternehmen stellt die Ferrovie dello Stato Italiane, Rom, Italien, den Konzernabschluss auf. Der Abschluss der Ferrovie dello Stato Italiane S.p.A. ist im Handelsregister bei der Handelskammer Rom, Viale Oceano Indiano, Nr. 19, 00144 Rom, Italien, einsehbar.

Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der Regentalbahn AG, Viechtach.

Honorar für Abschlussprüfung

Das Honorar der Abschlussprüfer wird bei der Konzernmutter NETINERA Deutschland GmbH, Viechtach, ausgewiesen.

Unterzeichnung des GEÄNDERTEN Jahresabschlusses 2014

 

Mainz, den 9. Januar 2017

vlexx GmbH

Der Geschäftsführer

Frank Höhler

Entwicklung des Anlagevermögens 2014

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2014
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen und Schutzrechte 38.091,80 375.065,29 0,00 26.342,80 386.814,29
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.576.413,50 8.806.406,42 571.307,40 0,00 10.954.127,32
2. Gleisanlagen, Streckenausrüstung, Sicherungsanlagen 0,00 3.805.619,48 0,00 0,00 3.805.619,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 68.956,59 2.265.069,97 0,00 0,00 2.334.026,56
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 571.307,40 495.151,02 -571.307,40 0,00 495.151,02
  2.216.677,49 15.372.246,89 0,00 0,00 17.588.924,38
  2.254.769,29 15.747.312,18 0,00 26.342,80 17.975.738,67
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2014
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen und Schutzrechte 8.443,26 18.400,03 8.341,91 18.501,38
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 23.031,95 0,00 23.031,95
2. Gleisanlagen, Streckenausrüstung, Sicherungsanlagen 0,00 13.090,62 0,00 13.090,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.917,10 80.507,53 0,00 95.424,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  14.917,10 116.630,10 0,00 131.547,20
  23.360,36 135.030,13 8.341,91 150.048,58
Buchwerte
31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen und Schutzrechte 368.312,91 29.648,54
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.931.095,37 1.576.413,50
2. Gleisanlagen, Streckenausrüstung, Sicherungsanlagen 3.792.528,86 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.238.601,93 54.039,49
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 495.151,02 571.307,40
  17.457.377,18 2.201.760,39
  17.825.690,09 2.231.408,93

Nachträglich aufgestellter Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die vlexx GmbH (vlexx) mit Sitz in Mainz ist der neue Mobilitätspartner in der Region und verbindet die Menschen in Rheinland-Pfalz, Hessen, dem Saarland und dem Elsass.

Die vlexx betreibt seit Mitte Dezember 2014 im Auftrag der Zweckverbände Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord und Süd, der Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH sowie des saarländischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr Nahverkehr auf den Linien Frankfurt - Mainz - Saarbrücken, Frankfurt - Mainz - Alzey - Kirchheimboldanden und Kirn - Baumholder und andere Teilleistungen vor allem in Rheinland-Pfalz. Der Verkehrsvertrag für diese Leistungen hat eine Laufzeit von 22,5 Jahren und endet im Juni 2037. Jährlich wird mit einer Fahrleistung von rund 6,1 Mio. Zugkilometer gerechnet.

Neben dem Personennahverkehr sorgt vlexx auch für die Wartung der neuen, modernen Fahrzeugflotte - bestehend aus 45 Alstom CORADIA Lint 54 und 18 Alstom CORADIA Lint 81 im eigenen Betriebswerk.

vlexx ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Länderbahn (Regentalbahn AG, Viechtach). Die Länderbahn ist ein Unternehmen der NETINERA Deutschland GmbH, Viechtach.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das makroökonomische Umfeld im Geschäftsjahr 2014 war insgesamt positiv. Neben dem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,6 Prozent unterlag insbesondere der Arbeitsmarkt mit einer Steigerung der Erwerbstätigen auf über 43 Millionen Personen einer positiven Entwicklung. Damit einhergehend erhöhten sich die Reallöhne um rund 1,8 Prozent. Für das Unternehmen stellt diese Entwicklung des Arbeitsmarkts eine besondere Herausforderung im Hinblick auf die Rekrutierung und Bindung von Mitarbeitern dar.

Die Entwicklung der Preise war im Geschäftsjahr 2014 nicht einheitlich. So stiegen zwar getrieben durch die Steigerung bei den Reallöhnen die Preise für Dienstleistungen um knapp 1,6 Prozent, die Preise für Mineralölprodukte sanken jedoch im gleichen Zeitraum um fast 4 Prozent. Insgesamt betrug der Anstieg der Preise lediglich 0,9 % gegenüber dem Vorjahr.

Im Geschäftsjahr 2014 stand eine grundsätzliche Revision des Regionalisierungsgesetzes und der damit verbundenen Regionalisierungsmittel zur Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs durch die Länder an. Eine Einigung hinsichtlich der grundsätzlichen Revision konnte nicht erzielt werden, so dass der Bund die zu verteilenden Mittel von 7,3 Milliarden Euro in 2014 auf nur 7,4 Milliarden Euro für das Jahr 2015 aufstockte. Allerdings wurde im Oktober 2014 durch die Verkehrsministerkonferenz eine Neuverteilung der Mittel nach dem sogenannten Kieler Schlüssel beschlossen. Dieser neue Verteilungsschlüssel bedeutet für das Land Rheinland-Pfalz als Hauptauftraggeber der vlexx GmbH eine leichte Abnahme des Anteils an den Gesamtmitteln ab 2015. Einhergehend mit der beschlossenen Erhöhung der Regionalisierungsmittel insgesamt sollte die Gesamthöhe der Mittel für Rheinland-Pfalz jedoch stabil bleiben.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Betriebsleistung im Schienenpersonen Nahverkehr (SPNV) insgesamt von 653 auf 659 Millionen Zugkilometer in 2014 um nochmals 1 Prozent. Zeitgleich stieg die Zahl der von Fahrgästen im SPNV zurückgelegten Kilometer von 51 Milliarden auf 53 Milliarden Personenkilometer. Der stärkere Anstieg der Personenkilometer im Vergleich zu den Zugkilometern wird als Hinweis für eine verbesserte Auslastung gedeutet. Der Marktanteil der Wettbewerber gegenüber der DB stieg gemessen an den Zugkilometern auf knapp 26 Prozent.

Im Rahmen der jährlich von der Bundesnetzagentur durchgeführten Markterhebung werden die Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) gebeten, eine Reihe marktrelevanter Aspekte zu bewerten. Diese Wertungen haben sich in den vergangenen Jahren in vielen Themenfeldern verbessert. Nach wie vor gibt es jedoch große Kritikpunkte. Diese betreffen überwiegend die nicht der Regulierung unterworfenen Bereiche.

Der zu Beginn des Jahres 2013 liberalisierte Fernbusmarkt mit ca. 110 Fernbuslinien wies in 2014 weiterhin deutliche Steigerungsraten auf und erreichte zum Jahresende bereits 250 angebotene Linien. Dabei teilte sich das Angebot im Wesentlichen auf zwei große und rund 30 kleinere Betreiber auf. Zwar wird zukünftig im Allgemeinen von einer Konsolidierung des Marktes durch Fusionen und Marktaustritte ausgegangen, allerdings könnten die neuen Verkehrsangebote auch eine Konkurrenz zum etablierten SPNV darstellen.

2.2 Geschäftsverlauf

Das Jahr 2014 war stark geprägt durch den Aufbau des Werkstattstandortes Mainz, die Baubegleitung und Auslieferung der bestellten Fahrzeugflotte, den Aufbau eines Vertriebssystems sowie durch die Akquise und Ausbildung des benötigten Fahr- und Servicepersonals.

Die Baumaßnahmen bezüglich der Werkstatt und der dazugehörigen Schieneninfrastruktur konnten fristgerecht vor dem Betriebsstart abgeschlossen werden. Neben den Gleisen für die Instandhaltung in der neuen Werkshalle und dem Lager verfügt vlexx damit auch über eine eigene Waschanlage und eine eigene Tankanlage für Dieselkraftstoff und Adblue.

Die Lieferung der Fahrzeugflotte bestehend aus 45 Alstom CORADIA Lint 54 und 18 Alstom CORADIA Lint 81 erfolgte für einen Großteil der Flotte vor der Betriebsaufnahme und ohne besondere Mängel. Die Bauüberwachung der Fahrzeuge während der Produktionsphase wurde seitens der vlexx GmbH durch einen eigenen Gutachter sichergestellt. Die Fahrzeuge werden über einen Zeitraum von 22,5 Jahren geleast. Der Leasingvertrag mit der Dost Vermietungs GmbH wurde hierfür bereits im Dezember 2013 geschlossen.

Das im Geschäftsjahr 2014 geschaffene Vertriebssystem umfasst mehr als 50 eigene Fahrkartenautomaten. Hierdurch ist die vlexx GmbH an einem Großteil der am Streckennetz liegenden Bahnhöfe mit eigener Vertriebsinfrastruktur vertreten. Darüber hinaus wurde ein Servicecenter im Bahnhof Alzey eingerichtet, von dem aus Kunden auch direkt betreut werden können. Außerdem rundet die Not-Verkaufsmöglichkeit mit mobilen Terminals durch die Fahrgastbetreuer das Serviceangebot für die Fahrgäste ab.

Aufgrund der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt für Triebfahrzeugführer stellte die Ausbildung des Fahrpersonals jedoch bis zur Betriebsaufnahme und auch darüber hinaus eine Herausforderung dar. Der Betriebsstart im Dezember 2014 gestaltete sich dementsprechend schwierig und wurde von Zugausfällen und Schienenersatzleistungen begleitet. Der Anteil an Fahrtausfällen war mit 32 % entsprechend hoch. Die Pünktlichkeit der verbleibenden Züge erreichte 93 %. Im laufenden Geschäftsjahr legten die vlexx Züge insgesamt rund 190.000 Zug-km zurück. Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel auf TEUR -1.971.

Die Geschäftsführung und Teile des Managements wurden nach dem Betriebsstart durch ein Interimsmanagement ersetzt.

2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Die vlexx GmbH konnte im Berichtsjahr betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 10.213 (Vorjahr: TEUR 591) erwirtschaften.

Dabei entfallen auf Umsatzerlöse TEUR 2.900 (Vorjahr: TEUR 0) und auf sonstige Erträge TEUR 7.313 (Vorjahr: TEUR 591).

Die Umsatzerlöse setzen sich zusammen aus Verkehrsdienstleistungen TEUR 2.264 (Vorjahr: TEUR 0) und sonstigen Leistungen TEUR 636 (Vorjahr: TEUR 0). Der Anstieg der Umsatzerlöse wurde durch die Aufnahme des operativen Geschäfts im Dezember 2014 ausgelöst.

Die Umsatzerlöse aus Verkehrsdienstleistungen wiederum bestehen zu rund 43 % aus direkten bzw. über Verkehrsverbünde und die Tarifkooperation mit der DB Vertrieb GmbH, Frankfurt am Main, indirekt erzielten Ticketeinnahmen und zu rund 57 % aus Zuschüssen der eingangs genannten Aufgabenträger für erbrachte Zugkilometer sowie für die Nutzung der Infrastruktur der DB Netz AG, Frankfurt am Main. In den Zuschüssen für erbrachte Zugkilometer wurden bereits die Kürzungen für mangelnde Pünktlichkeit sowie Zugausfälle anhand der dargestellten Leistungsindikatoren berücksichtigt.

Die Höhe der sonstigen betrieblichen Erträge ist auf Schadensersatzforderungen hinsichtlich der verspäteten Auslieferung eines Teils der Fahrzeugflotte zurückzuführen.

In 2014 sind betriebliche Aufwendungen von TEUR 12.183 (Vorjahr: TEUR 4.891 angefallen. Haupttreiber dieses Anstiegs war auch hier der Aufbau der Gesellschaft im Hinblick auf die Betriebsaufnahme im Dezember.

Durch die Einstellung und Ausbildung von Mitarbeitern im Fahrbetrieb sind die Personalaufwendungen auf TEUR 4.116 (Vorjahr: TEUR 613) gestiegen. Auch die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe nahmen durch den regulären Verbrauch von Dieselkraftstoff für die Traktion um TEUR 730 im Vergleich zum Vorjahr zu. Ebenfalls um TEUR 3.537 auf TEUR 3.576 (Vorjahr: TEUR 39) aufgrund der Betriebsaufnahme stark gestiegen sind die Aufwendungen für bezogene Leistungen, davon entfiel mit TEUR 1.778 der größte Teil auf Trassen- und Stationsentgelte der DB Netz AG sowie der RP Eisenbahn GmbH, der verbliebende Anstieg ist im Wesentlichen auf die Leasingzahlungen für die LINT-Fahrzeugflotte und andere Dienstleistungen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erreichten TEUR 3.627 und nahmen damit hauptsächlich aufgrund gesunkener Rechts- und Beratungskosten im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 591 ab.

Im Ergebnis erwirtschaftete die vlexx GmbH ein Betriebsergebnis von TEUR -1.971 (Vorjahr: TEUR ‑4.300), was nach den skizzierten Anlaufschwierigkeiten zur Betriebsaufnahme eine deutliche Unterschreitung der Erwartungen darstellt.

Das Finanzergebnis zeigt mit TEUR -1.665 (Vorjahr: TEUR -1.286) eine Verschlechterung aufgrund der Zinsaufwendungen für Cashpoolverbindlichkeiten.

Insgesamt erzielte die vlexx GmbH in 2014 damit ein Periodenergebnis vor Verlustübernahme durch den Mutterkonzern und Regentalbahn AG, Viechtach, in Höhe von TEUR -3.637 (Vorjahr: TEUR ‑5.586).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 2014 TEUR 31.760 (Vorjahr: TEUR 25.555). Davon betreffen TEUR 17.826 (Vorjahr: TEUR 2.231) langfristige Vermögenswerte. Die langfristigen Vermögenswerte enthalten Sachanlagevermögen von TEUR 17.457 (Vorjahr: TEUR 2.202) und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 368 (Vorjahr: TEUR 30).

Der Anstieg der Sachanlagen ist im Wesentlichen auf Investitionen in Gleisanlagen, Betriebsausstattung und Gebäude im Rahmen des Aufbaus des Betriebswerkes Mainz zurückzuführen. Die Veränderung der immateriellen Vermögenswerte beruht hauptsächlich auf Investitionen in Vertriebs- und Leitstellensoftware.

Die kurzfristigen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2014 betragen TEUR 11.353 (Vorjahr: TEUR 20.925) und enthalten TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 0) Vorräte, TEUR 4.483 (Vorjahr: TEUR 20.892) Forderungen, TEUR 6.493 (Vorjahr: TEUR 9) sonstige Vermögensgegenstände sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 127 (Vorjahr: TEUR 25). Die Erhöhung der Vorräte ist auf den Aufbau des Ersatzteillagers am Standort Mainz sowie den Anstieg bei den Betriebsstoffen, hauptsächlich Dieselkraftstoff, zurückzuführen.

Der wesentliche Treiber für die Veränderung der Forderungen ist die Abnahme der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen mit TEUR 3.709 (Vorjahr: TEUR 20.892), resultierend aus geringeren Forderungen für die Verlustübernahme durch die Regentalbahn AG, Viechtach, sowie dem Entfall von Forderungen aus dem Cashpooling (Vorjahr: TEUR 15.305). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen auf TEUR 774 (Vorjahr: TEUR 0) und betreffen im Wesentlichen Forderungen aus der Verrechnung von Ausbildungskursen sowie der Erbringung von Verkehrsleistungen im Rahmen eines Vorlaufbetriebs.

Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 6.484 auf TEUR 6.493 wird hauptsächlich durch die ausstehende Abrechnung der Verkehrsleistung für den Dezember mit TEUR 5.006 (Vorjahr: TEUR 0) bedingt.

Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2014 beträgt aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Konzernmutter Regentalbahn AG, Viechtach, unverändert TEUR 10.025 (Vorjahr: TEUR 10.025), die Eigenkapitalquote ist durch den Aufbau des Unternehmens erwartungsgemäß von 44 % auf 32 % gesunken.

Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen um TEUR 2.651 auf TEUR 3.251 (Vorjahr: TEUR 600) betrifft im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für die Infrastrukturnutzung Personalrückstellungen und sonstigen Rückstellungen.

Die wesentlichen Posten der kurzfristigen Schulden, TEUR 21.735 (Vorjahr: TEUR 15.530), sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit TEUR 16.234 (Vorjahr: TEUR 294), davon Verbindlichkeiten im Rahmen des Cashpoolings TEUR 14.630 (Vorjahr: TEUR 0) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 1.604 (Vorjahr: TEUR 294). Des Weiteren reduzierten sich die sonstigen Verbindlichkeiten auf TEUR 380 (Vorjahr: TEUR 14.558) aufgrund des Ausgleichs der Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuern im Rahmen der Fahrzeugfinanzierung in 2013.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen mit TEUR 1.870 (Vorjahr: TEUR 78) gegenüber dem Vorjahr an. Hauptgrund war auch hier der Aufbau der Gesellschaft und die Betriebsaufnahme im Dezember.

Finanzlage

Im Berichtsjahr konnte die vlexx GmbH einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 916 (Vorjahr: TEUR -13.077) erzielen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist mit TEUR -15.716 (Vorjahr: TEUR 24.179) erwartungsgemäß negativ. Dieser Wert ist durch die zuvor skizzierten Investitionen für das Betriebswerk Mainz geprägt.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt inkl. Cashpool insgesamt TEUR 14.903 (Vorjahr: TEUR -11.102).

Insgesamt ergibt sich ein Zahlungsmittelbestand am 31. Dezember 2014 von TEUR 127 (Vorjahr: TEUR 25).

Die gesamte Finanzlage der vlexx GmbH profitiert von der Teilnahme am Cash-Pooling-System der obersten deutschen Muttergesellschaft NETINERA Deutschland GmbH, Viechtach. Die Liquidität war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet.

Insgesamt entspricht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der vlexx GmbH unter den Rahmenbedingungen des Betriebsstarts im Dezember 2014 den Erwartungen.

3. Nachtragsbericht

Zum 1. Mai 2015 wurde eine neue Geschäftsführung eingesetzt. Zudem wurde im Berichtsjahr 2015 ein Darlehensvertrag über TEUR 18.500 für die Finanzierung der Werkstatt in Mainz abgeschossen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ereignet.

4. Prognosen-, Chancen- und Risikobericht

Die vlexx GmbH verfügt wie die anderen Tochterunternehmen im Netinera Konzern über ein Risikomanagementsystem. Zielsetzung dieses Systems ist die frühzeitige systematische Identifikation von unternehmerischen Risiken, deren Bewertung sowie die Einleitung geeigneter Steuerungsmaßnahmen. Hierbei werden strategische, umsatz-, leistungs- und kostenspezifische Chancen und Risiken erkannt und bewertet. Es erfolgt eine monatliche Berichterstattung sowie eine Beurteilung der getroffenen Steuerungsmaßnahmen. Die nachfolgenden zukünftigen Chancen und Risiken leiten sich aus dem System ab.

Die Lösung der betrieblichen Probleme wird auch weiterhin in 2015 im Fokus des Managements stehen. Dabei werden die Stabilisierung des Betriebs, die Beseitigung des Lokführermangels sowie die Besetzung der betrieblichen Führungspositionen oberste Priorität genießen. Dem bestehenden Fachkräftemangel, besonders im Bereich der Lokführer, wird durch zahlreiche Ausbildungskurse in Zusammenarbeit mit dem Schwesterunternehmen ODEG mbH entgegengewirkt. Zielgerichtete Werbemaßnahmen werden dabei unterstützend eingesetzt. Dennoch besteht weiterhin ein Restrisiko, in dem kommenden Geschäftsjahr den Bedarf an Lokführern nicht vollständig decken zu können.

Ab dem Sommer 2015 werden Verkehrserhebungen durchgeführt, um Transparenz in der Nachfragesituation zu erlangen. Die Erhebungen werden erst Mitte 2016 abgeschlossen sein, daraus folgende Ergebnisse werden bis Ende 2016 bzw. in den ersten Monaten des Jahres 2017 erwartet.

Chancen und Risiken ergeben sich im Zusammenhang mit der ausstehenden Verkehrserhebung und daraus resultierenden Erlöszuscheidungen. Eine Tendenz kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht abgesehen werden, daher werden die Erlöse auf Grundlage des Erlösgutachtens der Ausschreibung gelegt.

Als Risiko kann zudem die Expansion der Fernbusverbindungen betrachtet werden, deren weitere Entwicklung wahrscheinlich auch einen Einfluss auf die Fahrgastzahlen im SPNV haben wird. Ebenso können die infrastrukturellen Engpässe zwischen Frankfurt, Mainz und Bingen Risiken für die vlexx GmbH bergen, da diese Strecken eine hohe Verspätungsanfälligkeit aufweisen. Vertragsbedingt wird die vlexx GmbH auch für netzseitige Verspätungen pönalisiert ohne auf diesen Umstand größeren Einfluss nehmen zu können.

Als Risiko ist die Entwicklung im politischen Bereich anzuführen, insbesondere in der Frage der Finanzierung des SPNV, da die Entwicklung der Trassen- und Stationspreise von der Entwicklung der Regionalisierungsmittel abgekoppelt ist. Risiken können sich ferner aufgrund von künftigen Änderungen der steuerlichen Gesetzgebung ergeben.

Risiken mit bestandsgefährdendem Charakter sind aus heutiger Sicht nicht vorhanden.

Die vlexx GmbH hat Chancen sich auf dem Markt weiterzuentwickeln. Die Beteiligung an Ausschreibungen für weitere Verbindungen wird intensiv geprüft.

Im neuen Geschäftsjahr 2015 zeigt sich die Stabilisierung des Betriebs deutlich in der Entwicklung der beiden betrieblichen Leistungsindikatoren Pünktlichkeit und Zugausfälle. So stieg die Gesamt-Pünktlichkeit der vlexx-Züge gemessen an den verkehrsvertraglich festgelegten Messpunkten von März 2015 mit knapp 85 % zu September 2015 auf 85 % und schließlich auf 91 % im Dezember 2015. Der Zielwert von 95 % wurde jedoch verfehlt. Neben dem schwierigen Betriebsstart liegen die Gründe hierfür auch in Kapazitätsengpässen bei der Infrastruktur, hier insbesondere am Knotenpunkt Mainz Hauptbahnhof sowie in zahlreichen Baumaßnahmen am Schienennetz.

Der Anteil an Fahrtausfällen gemessen an der Gesamtleistung fiel von 13 % im Januar 2015 auf 0,5 % im Dezember 2015, wobei der Anteil der vlexx GmbH verursachten Ausfälle hier sogar nur 0,4 % betrug. Einen Rückschritt stellte der Anstieg auf rund 4,5 % in den Sommermonaten dar. Ein wesentlicher Treiber für diese unterjährige Zunahme der Ausfälle war ein starker Anstieg der Krankenquote beim Fahrpersonal. Zum Ende des Jahres normalisierte sich die Situation, so dass die Ausfälle im letzten Quartal auf einem niedrigen branchenüblichen Niveau verharrten.

Trotz der operativen Stabilisierung erzielte die vlexx GmbH lediglich ein Betriebsergebnis (EBIT) von TEUR 53. Die finanziellen Auswirkungen der Anlaufschwierigkeiten im ersten Quartal 2015 auf das Ergebnis konnten nicht vollständig kompensiert werden.

Für das Geschäftsjahr 2016 wird aufgrund der erfolgreichen Stabilisierung des Betriebs ein deutlich steigendes Betriebsergebnis (EBIT) erwartet. Es wird von einer weiteren Zunahme der Gesamtpünktlichkeit auf Grundlage der verkehrsvertraglichen Regelungen ausgegangen. Die Gesamt-Pünktlichkeit erreichte durchschnittlich rund 90 % über die ersten drei Quartale. Zwar haben die Baumaßnahmen im Schienennetz gegenüber 2015 nochmals zugenommen und werden auch im vierten Quartal 2016 durch Felshangsicherungsarbeiten in Kronweiler und den Bahnsteigneubau in Kirnsulzbach den operativen Betrieb und damit die Pünktlichkeit weiterhin beeinträchtigen, allerdings wurde das Risiko in Form von Verspätungspönalen für diese Fälle durch Einzelmaßnahmen minimiert. Auch der Anteil von Zugausfällen gemessen an der Gesamtleistung wird ausgehend von den guten Ergebnissen in den ersten drei Quartalen 2016 und den anhaltenden Aus- und Fortbildungsmaßnahmen im Bereich Fahrpersonal für das Geschäftsjahr 2016 auf einem fortlaufend niedrigen Niveau erwartet. Der Anteil der durch vlexx verschuldeten ausgefallenen Zugleistungen konnte mit einem Durchschnittswert von 0,3 % für die ersten drei Quartale 2016 verglichen mit dem Geschäftsjahr 2015 noch weiter gesenkt werden. Die Leistungsfaktoren Pünktlichkeit und Zugausfälle werden daher auch im vierten Quartal 2016 voraussichtlich keiner grundlegenden Veränderung unterliegen.

 

Mainz, den 9. Januar 2017

vlexx GmbH

Der Geschäftsführer

Frank Höhler

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der vlexx GmbH, Mainz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Diese Bestätigung erteilen wir aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 24. Juli 2015 abgeschlossenen Abschlussprüfung und unserer Nachtragsprüfung, die sich auf die Anwendung der Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Jahresabschluss und die erstmalige Aufstellung des Lageberichts bezog. Auf die Begründung der Änderungen durch die Gesellschaft im geänderten Anhang wird verwiesen. Die Nachtragsprüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

 

Regensburg, den 24. Juli 2015/12. Januar 2017

KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft
Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

David, Wirtschaftsprüfer

Hocker, Wirtschaftsprüfer

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