RF360 Europe GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Eichhorn seit 15.3.2017 | Prokura |
Christian Block seit 15.3.2017 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
QUALCOMM Germany RFFE GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022Inhaltsverzeichnis Lagebericht Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 1. Bilanz zum 30. September 2022 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 3. Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 Entwicklung des Anlagevermögens zum 30. September 2022 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht Für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022I. Grundlagen des Unternehmens Die Hauptaktivität der Qualcomm Germany RFFE GmbH, München, besteht in der Erbringung technischer Dienstleistungen für die Qualcomm Technologies Incorporated in Bezug auf innovative Radio-Frequency-Front-End-Entwicklungen (RFFE) für mobile Endgeräte und schnell wachsende Geschäftssegmente, wie IoT, Drohnen, Automobilanwendungen und viele mehr. Diese technischen Support-Leistungen für die Qualcomm Technologies Incorporated umfassen Forschungs- und Entwicklungsleistungen (143 Mitarbeiter) in Bezug auf RFFE- Module und Modul-Verfahrenstechnik, Ingenieurleistungen einschl. Prüftechniken sowie die Verbreitung von Informationen und die Durchführung allgemeiner Werbemaßnahmen. Zudem unterstützt die Qualcomm Germany RFFE GmbH die RF360 Europe GmbH in den Bereichen Vertrieb und Marketing. Dies umfasst die Beratung hinsichtlich lokaler Marketingstrategien und lokaler Marktbedingungen sowie die Verkaufsförderung von Produkten und Kerntechnologien für Kunden im europäischen Markt der jeweiligen Geschäftssegmente. Derzeit sind für die kommenden Jahre keine wesentlichen Änderungen bezüglich des Inhaltes oder Umfanges der Hauptaktivitäten geplant. Unternehmensstruktur Die Qualcomm Germany RFFE GmbH hat ihren Sitz in München, wo das Unternehmen registriert ist und für Hochfrequenz-Front-End-Lösungen (radio frequency front end solutions: RFFE) für mobile Geräte und Testtechnologien sowie für die Verteilung, Verbreitung von Informationen, Durchführung und Verwaltung von Werbeaktivitäten verantwortlich ist. Mutterunternehmen und herrschendes Unternehmen Die QGT International Incorporated in den USA ist seit dem 29. März 2019 das direkte Mutterunternehmen der Qualcomm Germany RFFE GmbH. QGT International Incorporated hat seinen Sitz in 5775 Morehouse Drive, San Diego, CA 92121. Oberstes Mutterunternehmen und herrschendes Unternehmen ist QUALCOMM Incorporated, ein in den USA eingetragenes Unternehmen. QUALCOMM Incorporated ist das Mutterunternehmen des kleinsten und größten Kreises von Unternehmen, die in den Konzernabschluss zum 30. September 2022 einbezogen werden. Der Konzernabschluss von QUALCOMM Incorporated ist über den Corporate Secretary, 5775 Morehouse Drive, San Diego, CA 92121-1714 verfügbar. II. Bericht über die wirtschaftliche Lage Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine im Frühjahr 2022 und dessen Auswirkungen stellen Europa, und in besonderem Maße Deutschland, vor große wirtschaftliche Herausforderungen. Die Energiepreise sind seit Beginn des Krieges weiter kräftig gestiegen. Die deutliche Einschränkung russischer Erdgaslieferungen im Sommer 2022 hat die Energiekrise verschärft und die bereits im Jahr 2021 erhöhte Inflation weiter angeheizt. Dies belastet Haushalte und Unternehmen massiv und trübt den konjunkturellen Ausblick deutlich ein. Erschwerend hinzu kommt, dass die negativen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie noch nicht vollständig überwunden sind und Lieferkettenstörungen andauern. Zusammen mit spürbaren Fachkräfteengpässen verlangsamt dies die konjunkturelle Erholung. Deutschland und Europa sollten die Energiekrise solidarisch bewältigen. Dazu sind umfangreiche Maßnahmen gegen die Energieknappheit und zielgenaue Entlastungen notwendig. Die Energieknappheit sollte durch eine Stärkung des Angebots und Energieeinsparungen, insbesondere bei Erdgas, bekämpft werden. Angesichts der europäischen Dimension der Energiekrise sollten die staatlichen Maßnahmen zur Entlastung und zur Sicherstellung der Energieversorgung eng mit den europäischen Partnerländern abgestimmt werden. Aufgrund der veränderten geopolitischen Situation und der Energiekrise sind Deutschland und Europa mit einer neuen Realität konfrontiert. Diese gilt es, aktiv und in enger Kooperation mit den EU-Mitgliedstaaten zu gestalten. (Quelle: Sachverständingenrat-Jahresgutachten 2022/23: https://www.sachverstaendigenratwirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/ig202223/JG202223 Gesamtausgabe.pdf) Der Mobilfunkmarkt bleibt weiterhin wettbewerbsstark. Auf den Grundlagen der Basisinnovationen, die für 3G und 4G entwickelt wurden, stellt die Mobilfunkbranche zunehment auf 5G um. Zum 30. September 2022 existierten weltweit etwa 7,5 Milliarden 3G, 4G- und 5G-Anschlüsse, was 88% aller Mobilfunkverträge entspricht. Bis zum Jahr 2026 wird ein weiterer Anstieg der 3G-, 4G- und 5G-Anschlüsse auf 8,7 Milliarden erwartet, davon rund 86% in Schwellenländern und China (GSMA Intelligence, Oktober 2022). Die Verbrauchernachfrage nach neuen Features führt zusammen mit dem Druck auf die Netzbetreiber und Gerätehersteller, sich durch immer neue Möglichkeiten und Dienstleistungen zu differenzieren, zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung des Smartphones. Es ist davon auszugehen, dass 5G die Fortentwicklung der Smartphonebranche im Hinblick auf noch intuitivere und umfassendere Kundenerfahrungen weiter vorantreibt. Leistungsindikatoren Das Unternehmen ist auf die Einnahmen aus Cost-Plus Vereinbarungen mit der Qualcomm Technologies Incorporated (USA) und der RF360 Europe GmbH angewiesen. Das Unternehmen erhält im Rahmen der Cost-Plus Vereinbarungen monatliche Erstattungen für die direkten und indirekten Kosten. Die relevanten wesentlichen Kennzahlen für das interne Controlling und das Managementsystem können wie folgt zusammengefasst werden:
(EBIT: Ergebnis vor Zinsaufwendungen und Zinserträgen sowie vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag) Insgesamt sind wir mit dem Verlauf des Geschäftsjahres zufrieden. Unsere Prognosen für die Umsatzerlöse sowie die direkten und indirekten Kosten und das EBIT konnten wir erreichen. Der Anstieg in den Personalkosten, ganz besonders der jährliche Anstieg im Gehalt und eine branchenübergreifende Anpassung des Gehaltsniveaus, sowie ein Anstieg der Aufwendungen für Abschreibungen wurde größtenteils durch einen Rückgang der sonstigen betrieblichen Kosten, insbesondere durch einen Rückgang der Kosten für Betriebsmittel, kompensiert. Da die Umsätze der Qualcomm Germany RFFE auf der Grundlage vonCost-Plus-Vereinbarungen mit anderen Konzerngesellschaften erzielt werden, hat der Anstieg der vorgenannten Kosten zu einem entsprechenden Anstieg der Umsatzerlöse geführt und unsere Prognose damit erreicht. Durch die vorgenannten Punkte wurde ebenso ein EBIT Ergebnis im Rahmen der Vorjahresprognose erzielt. Geschäftsentwicklung Vermögens- und Ertragslage Das Anlagevermögen belief sich zum 30. September 2022 auf EUR 13.103.812 gegenüber EUR 12.329.409 zum 30. September 2021. Das Anlagevermögen zum 30. September 2022 umfasst immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 1.078.763, Sachanlagen in Höhe von EUR 11.902.396 und Finanzanlagen in Höhe von EUR 122.654. Der Anstieg des Anlagevermögens ist im Wesentlichen auf den Kauf von weiterer Maschinenausstattung zurückzuführen. Das Umlaufvermögen inkl. des Rechnungsabgrenzungsposten zum 30. September 2022 belief sich auf EUR 18.059.500 (2020/2021: EUR 18.078.060) und ist im Vergleich zum Vorjahr mit einem Anstieg von EUR 23.851 nahezu unverändert geblieben. Das Eigenkapital belief sich zum 30. September 2022 auf EUR 5.716.438 gegenüber EUR 4.415.777 zum 30. September 2021. Der Anstieg um EUR 1.849.024 ist auf den Jahresüberschuss 2021/2022 und die Fortschreibung der positiven Ergebnisse aus Vorjahren im Gewinnvortrag zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote zum 30. September 2022 beträgt 20,1% (Vorjahr: 14,5%). Die Rückstellungen zum 30. September 2022 beliefen sich auf EUR 23.106.493 gegenüber EUR 21.238.501 zum 30. September 2021. Der Anstieg der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von EUR 2.569.962 wurde teilweise durch einen Rückgang der Steuerrückstellungen kompensiert. Die sonstigen Rückstellungen stiegen um EUR 248.945 an. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstigen Verbindlichkeiten beliefen sich zum 30. September 2022 auf EUR 2.340.381 gegenüber EUR 4.753.191 zum 30. September 2021.Der Rückgang ist im Wesentlichen zurückzuführen auf einen Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Umsatzerlöse resultieren aus Forderungen gegen die Qualcomm Technologies Inc. und die RF360 Europe GmbH basierend auf einer prozentualen Fixgebühr auf betriebliche Aufwendungen abzüglich betrieblicher Erträge des Unternehmens während der Berichtsperiode (Cost-plus-Verfahren). Die Umsatzerlöse werden monatlich im Verhältnis zu den tatsächlich anfallenden Aufwendungen berechnet und gebucht. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021/2022 beliefen sich auf EUR 35.280.323 gegenüber EUR 32.344.969 im Geschäftsjahr 2020/2021. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist wiederum auf das Cost-plus-Verfahren zurückzuführen, das den Anstieg des Personalaufwands im Geschäftsjahr 2021/2022 auf EUR 20.153.671 (2020/2021 EUR 18.770.948) abdeckt, da dieser mit einem Kostenaufschlag weiterbelastet wird. Der Personalaufwand erhöhte sich insbesondere durch den Anstieg der Mitarbeiterzahl von durchschnittlich 134 im Geschäftsjahr 2021 auf durchschnittlich 143 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2022 und durch die Erhöhung des Gehaltsniveaus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind dagegen um EUR 1.031.526 auf EUR 8.766.952 im Geschäftsjahr 2021/2022 gesunken (2020/2021: EUR 9.798.478) und verringern damit die weiterverrechenbaren Kosten. Dieser Rückgang beruht im Wesentlichen auf einem Rückgang der Kosten für Betriebsmittel um EUR 2.146.730 sowie einem Rückgang der in Anspruch genommenen Dienstleistungen um EUR 400.554. Gegenläufig erhöhten sich hier die Kosten für Wartung um EUR 361.549. Die Abschreibungen sind um EUR 664.518 von EUR 2.500.021 im Geschäftsjahr 2020/2021 auf EUR 3.164.539 im Geschäftsjahr 2021/2022 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Geschäftsjahr 2021/2022 EUR 309.809 im Vergleich zu EUR 1.861.149 im Vorjahr. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Erstattungen seitens anderer verbundener Unternehmen zurückzuführen. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2021/2022 belief sich auf EUR 1.300.661 gegenüber EUR 1.130.987 im Geschäftsjahr 2020/2021. Finanzlage Das Unternehmen ist abhängig von den Erlösen auf Basis von Cost-Plus Vereinbarungen mit diversen Tochtergesellschaften des obersten Mutterunternehmens und wird dadurch kontinuierlich voll finanziert. Die der Qualcomm Germany RFFE GmbH hauptsächlich in Verbindung mit Personal- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen entstandenen Kosten werden zuzüglich eines Gewinnaufschlags seitens der Qualcomm Technologies Inc. und der RF360 Europe GmbH beglichen. Des Weiteren ist die Gesellschaft in das Cashpooling des Konzerns eingebunden und verfügt daher stets über ausreichend liquide Mittel. Investitionen Die Zugänge zum Anlagevermögen im Geschäftsjahr 2021/2022 beliefen sich auf EUR 3.977.137. Diese betreffen EUR 496.933 für immaterielle Vermögensgegenstände und EUR 3.152.492 für technische Anlagen und Maschinen sowie EUR 109.012 für andere Betriebs- und Geschäftsausstattung, EUR 209.440 für im Bau befindliche Anlagen und EUR 9.260 Finanzanlagevermögen. III. Erwartete Entwicklungen, Risiken, Chancen und Prognose Erwartete Entwicklungen Das Wachstum der Weltwirtschaft wird von prognostizierten 3,4% für das Jahr 2022 auf 2,9% für das Jahr 2023 sinken und dann auf 3,1% für das Jahr 2024 ansteigen (Bericht "World Economic Outlook Update January 2023" des Internationalen Währungsfonds [IWF]). Dem IWF zufolge wurde die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 durch die weltweite Bekämpfung der Inflation, den Krieg in der Ukraine und ein Wiederaufleben der COVID-19-Pandemie in China belastet. Diese Faktoren werden die Weltwirtschaft voraussichtlich auch 2023 belasten. Der russische Angriffskrieg und die geopolitischen Veränderungen bedeuten eine Zäsur; auch Deutschland und Europa stehen vor einer neuen Realität. Neben der Bewältigung der akuten Herausforderungen der Energiekrise gilt es, unter neuen geopolitischen Rahmenbedingungen die vielen mittelfristigen Herausforderungen zu bewältigen. Die aktuelle Energiekrise erhöht den Druck auf die Unternehmen, ihre Energieintensität zu reduzieren. Dies wird den ohnehin anstehenden Strukturwandel in der Industrie weiter beschleunigen. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat im 3. Quartal 2022 knapp das Niveau aus dem 4. Quartal 2019 - vor der Corona-Krise - überschritten. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wird durch die Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine allerdings stark beeinträchtigt. Die massiv gestiegenen Energiepreise führen zu erheblichen Kaufkraftverlusten und dämpfen die privaten Konsumausgaben. Gleichzeitig belasten sie die Produktion insbesondere in den energieintensiven Industriezweigen. Hohe wirtschaftliche Unsicherheit und ein schwaches außenwirtschaftliches Umfeld lassen in der kurzen Frist von Investitionen und Exporten kaum Wachstumsimpulse erwarten. Demgegenüber ist davon auszugehen, dass die Lieferkettenstörungen sukzessive zurückgehen. Dadurch könnte der hohe Auftragsbestand in der Industrie abgearbeitet werden. Überdies kann damit gerechnet werden, dass die privaten Haushalte einen größeren Anteil ihres Einkommens verausgaben oder Ersparnisse auflösen werden, um ihren Konsum zu glätten. Zusammen mit einem weiterhin robusten Arbeitsmarkt und den Impulsen durch die Entlastungspakete, insbesondere die Gaspreisbremse, dürfte dies den Abschwung dämpfen. Der Sachverständigenrat erwartet für Deutschland ein BIP-Wachstum von 1,7% im Jahr 2022. Dabei resultiert das Wachstum im Jahr 2022 aus dem statistischen Überhang aus dem vergangenen Jahr und dem noch aufwärtsgerichteten 1. Halbjahr 2022, während im zweiten Halbjahr von einer Stagnation auszugehen ist. Im Jahr 2023 dürften die Abwärtskräfte überwiegen und das BIP um 0,2% zurückgehen. Im Oktober 2022 erreichte die Verbraucherpreisinflation in Deutschland mit einer Rate von 10,4% im Vorjahresvergleich den höchsten Stand seit Anfang der 1950er-Jahre. Die Inflation ist von hohen Raten bei allen drei Hauptaggregaten, Energie, Nahrungsmitteln und Kerninflation, getrieben. Für das kommende Jahr ist davon auszugehen, dass die gestiegenen Großhandelspreise für Energie zunehmend auf die Verbraucherpreise für Energie und die inländischen Güter und Dienstleistungen überwälzt werden. Die Inflation dürfte daher weiterhin hoch bleiben. Zusammen mit den zu erwartenden Lohnsteigerungen und hohen Importpreisen für nichtenergetische Güter dürfte dies die Kerninflation weiter anheben. Die Aufwärtsdynamik dürfte im Jahresverlauf allerdings etwas abnehmen. Für das Jahr 2022 erwartet der Sachverständigenrat in Deutschland eine Inflationsrate von 8,0%. Für das Jahr 2023 prognostiziert der Sachverständigenrat für Deutschland eine Inflationsrate von 7,4%. (Quelle: Sachverständingenrat-Jahresgutachten 2022/23: https://www.sachverstaendigenrat wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/ig202223/JG202223 Gesamtausgabe.pdf) Es wird nicht erwartet, dass sich Inhalt und Umfang unserer betrieblichen Tätigkeit in den nächsten Geschäftsjahren wesentlich ändern werden. Da die Umsatzerlöse aus den Kostenaufschlagsvereinbarungen erzielt werden und sich die Kostenstruktur im kommenden Geschäftsjahr nicht wesentlich ändern wird, gehen wir von einer konstanten positiven Entwicklung der Umsatzerlöse, der direkten und indirekten Kosten sowie des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) aus. Risiken Da das Unternehmen Servicegebühren von Unternehmen der Qualcomm Incorporated-Gruppe erhält, hängt die Auswirkung auf die Gesellschaft von den Auswirkungen der Risiken auf die gesamte Gruppe ab. Die Qualcomm Gruppe ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Diese Risiken zu begrenzen und gleichzeitig die sich bietenden Geschäftschancen wahrzunehmen, ist die dringendste Aufgabe des konzernweiten Risikomanagements, in das die Qualcomm Germany RFFE GmbH eingebunden ist. Innerhalb des Risikomanagements werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um unangemessene Risiken möglichst zu vermeiden. Um Compliance-Risiken zu begrenzen hat der Qualcomm-Konzerns, die Funktion des Chief Compliance Officer eingerichtet und ein Whistleblower-Meldesystem geschaffen. Über substantielle Vorkommnisse werden Geschäftsführung und Gesellschafter zeitnah informiert. Durch die Bildung einer absteigenden Rangordnung werden die Risiken und Chancen der Gesellschaft entsprechend ihrer relativen Bedeutung dargestellt. Die Bedeutung ermittelt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkung auf die Erreichung der Prognosen bzw. der angestrebten Ziele. Die Geschäftsführung hat die folgenden wesentlichen Risiken und Chancen identifiziert, welche gegenüber dem Vorjahr aufgrund einer breiteren Risikobetrachtung der gesetzlichen Vertreter um die Risiken "Wettbewerbsrisiko", "Steuerliche Risiken", "Rechtliche Risiken", "Währungsrisiko" und "Inflationsrisiko" ergänzt wurden. IT-Risiko Das Geschäft und die Geschäftstätigkeit des Unternehmens können im Falle von Sicherheitsverletzungen oder anderen Veruntreuungen unseres geistigen Eigentums oder vertraulicher Informationen leiden. Versuche anderer, unbefugten Zugriff auf die Informationstechnologiesysteme des Unternehmens zu erhalten, werden immer ausgefeilter. Diese Versuche, die mit industrieller oder anderer Spionage Zusammenhängen könnten, umfassen unter anderem das verdeckte Einführen von Malware in Computer und Netzwerke und das Identifizieren autorisierter Benutzer. Das Unternehmen versucht, alle Sicherheitsvorfälle zu erkennen und zu untersuchen und deren Wiederholung zu verhindern. In einigen Fällen ist es jedoch möglicherweise nicht über einen Vorfall oder dessen Ausmaß und Auswirkungen informiert. Während das Unternehmen mehrere Vorfälle von nicht autorisiertem Zugriff festgestellt hat, hat bisher keiner wesentliche Schäden verursacht. Der Diebstahl, die unbefugte Verwendung oder Veröffentlichung des geistigen Eigentums und / oder der vertraulichen Geschäftsinformationen des Unternehmens kann seine Wettbewerbsposition beeinträchtigen, den Wert seiner Investitionen in Forschung und Entwicklung und andere strategische Initiativen verringern und / oder sein Geschäft auf andere Weise beeinträchtigen. In dem Maße, in dem eine Sicherheitsverletzung zu einer unangemessenen Offenlegung von vertraulichen Informationen seiner Kunden führen würde, könnte das Unternehmen in Haftung genommen werden. Das Unternehmen geht davon aus, weiterhin Ressourcen für die Sicherheit seiner Informationstechnologiesysteme bereitzustellen und gegebenenfalls externen Rat einzuholen, sofern notwendig. Unter Berücksichtigung der aufgeführten Faktoren schätzen wir das Risiko als gering ein. Technologie- und Qualitätsrisiken Die Branche unterliegt einem raschen technologischen Wandel, sich weiterentwickelnden Industriestandards und häufigen Produkteinführungen. Die Unternehmensgruppe muss umfangreiche Forschungs-, Entwicklungs- und andere Investitionen wie Akquisitionen in neue Produkte, Dienstleistungen und Technologien tätigen, um erfolgreich im Wettbewerb zu bestehen. Unser Wachstum hängt zum Teil von unserer Fähigkeit ab, unsere Technologien und Produkte auf neue und erweiterte Produktbereiche sowie Branchen und Anwendungen außerhalb von Mobiltelefonen auszuweiten. Während wir weiterhin erhebliche Ressourcen in die Weiterentwicklung vor allem von 5G- basierten Technologien investieren, investieren wir auch in neue und erweiterte Produktbereiche sowie Branchen und Anwendungen außerhalb von Mobiltelefonen, wie beispielsweise Automotive und IoT (Internet of Things, Internet der Dinge), indem wir unser bestehendes technisches und geschäftliches Know-how nutzen oder durch Übernahmen und andere strategische Transaktionen. Unser Wachstum hängt auch wesentlich von unserer Fähigkeit ab, 5G-Technologien zu entwickeln und patentieren zu lassen sowie Produkte zu entwickeln und zu vermarkten, die die 5G-Technologien nutzen. Es werden ständig neue Innovationen und Projekte eingeführt und beobachtet, um verstecktes Potenzial bei 5G-LTE und Mobiltechnologie der nächsten Generation aufzudecken. Diese Projekte sind darauf ausgerichtet, neue Konzepte und Verbesserungen zur Entwicklung der vorhandenen 3G-, 4G- und Mobiltechnologien der nächsten Generation zu liefern. Im Rahmen der Aktivitäten bezüglich innovativer Technologien bietet das Unternehmen technischen Support und Dienstleistungen auf der Basis unternehmensinterner Dienstleistungsvereinbarungen an. Im Ergebnis schätzen wir die Technologie- und Qualitätsrisiken des Unternehmens als gering ein. Personalrisiken Unser zukünftiger Erfolg hängt davon ab, ob es uns gelingt, unsere leitenden Angestellten und weiteres wichtiges Management- und technisches Personal zu finden, zu gewinnen, zu halten und zu motivieren. Die Umsetzung unserer Geschäftsstrategie erfordert spezialisierte Ingenieure und andere Talente, da unsere Umsätze in hohem Maße von technologischen und Produktinnovationen abhängig sind. Um unser Geschäft auf bestimmte neue und erweiterte Produktbereiche, Branchen und Anwendungen jenseits von Mobiltelefonen auszudehnen, müssen wir außerdem Ingenieure und anderes technisches Personal mit speziellen Fähigkeiten in diesen Bereichen gewinnen, halten und motivieren, und diese Fähigkeiten sind bei unseren Wettbewerbern ebenso sehr gefragt. Die Corona-Pandemie hat uns dazu veranlasst, unsere Arbeitspraktiken zu ändern, einschließlich der Tatsache, dass die große Mehrheit unserer Mitarbeiter von zu Hause arbeitet. Obwohl wir unsere Büros im Allgemeinen wieder geöffnet haben, arbeiten wir derzeit nach einem hybriden Arbeitsmodell, was bedeutet, dass die meisten unserer Mitarbeiter die Flexibilität haben, zumindest zeitweise von zu Hause zu arbeiten. Das hybride Arbeitsmodell kann unsere Fähigkeit beeinträchtigen, unsere kollaborative und innovative Arbeitskultur aufrechtzuerhalten, und es kann zu Irritationen bei unseren Mitarbeitern führen, einschließlich Produktivitätseinbußen, Herausforderungen bei der Kommunikation zwischen Mitarbeitern vor Ort und Mitarbeitern, die remote arbeiten, und möglicherweise zu Unzufriedenheit und Fluktuation unter den Mitarbeitern. Darüber hinaus kann jeder künftige Versuch, vom hybriden Arbeitsmodell zu strengeren Anforderungen an die Arbeit vor Ort überzugehen, zu Unzufriedenheit und Abwanderung von Mitarbeitern führen. Sollte es uns nicht gelingen, wichtige Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden oder die Produktivität der Mitarbeiter aufrechtzuerhalten, als Folge des hybriden Arbeitsmodells oder des Versuchs, zu mehr Vor-Ort-Arbeit zurückzukehren, könnte sich dies nachteilig auf unser Geschäft auswirken. Qualifizierte und hochmotivierte Spezialisten und langjährige Führungskräfte bilden eine wichtige Basis für die Entwicklung und Produktion von qualitativ hochwertigen und innovativen Produktlösungen. Es könnte schwierig sein, auf regionaler Ebene hochqualifiziertes Personal anzuwerben. Die Unternehmensgruppe ist aber weltweit tätig und damit in der Lage, seinen Bedarf zu decken. Unter Berücksichtigung der aufgeführten Faktoren und dessen, dass sich das Management dieser Risken bewusst ist und diese entsprechend überwacht, schätzen wir das Personalrisiko des Unternehmens als gering ein. Wettbewerbsrisiko Unsere Branche unterliegt einem intensiven Wettbewerb in einem Umfeld des raschen technologischen Wandels. Unser Erfolg hängt zum Teil von unserer Fähigkeit ab, uns an diesen Wandel anzupassen und effektiv zu konkurrieren. Der Wettbewerb kann sich verschärfen, wenn unsere derzeitigen Konkurrenten ihr Produktangebot erweitern, ihre Produkte verbessern oder die Preise ihrer Produkte im Rahmen einer Strategie zur Aufrechterhaltung bestehender Geschäfte und Kunden oder zur Gewinnung neuer Geschäfte und Kunden senken, wenn sich neue Möglichkeiten entwickeln und wenn neue Wettbewerber in die Branche eintreten. Der Markt für Mitarbeiter in unserer Branche ist äußerst wettbewerbsintensiv, und Konkurrenten um Talente, insbesondere im technischen Bereich, versuchen zunehmend, unsere Mitarbeiter oder Bewerber einzustellen, und waren dabei in unterschiedlichem Maße erfolgreich. Darüber hinaus hat die zunehmende Verfügbarkeit von Remote-Arbeitsplätzen den Kreis der Unternehmen, die um unsere Mitarbeiter und Bewerber konkurrieren können, erweitert. Einige dieser Konkurrenten um Talente sind wesentlich größer als wir und/oder bieten eine höhere Vergütung oder andere Vorteile, die wir im Allgemeinen nicht bieten, wie z. B. die Möglichkeit, ständig von zu Hause zu arbeiten. Unter Berücksichtigung der aufgeführten Faktoren und der entsprechender Aufmerksamkeit des Managements auf diesen Risiken sowie entsprechender Überwachung schätzen wir das Wettbewerbsrisiko des Unternehmens als gering ein. Rechtliche Risiken Rechtliche Risiken können sich für das Unternehmen vor allem in den Bereichen Beschaffung und Personal ergeben. Das Unternehmen sieht sich derzeit keinen weiteren Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt und stuft dieses Risiko daher als gering ein. Steuerliche Risiken Die unzureichende Erfüllung von steuerlichen Verpflichtungen kann weltweit zu finanziellen Risiken führen. Durch die Einführung eines Vorauszahlungssystems sowohl für die Körperschaft- als auch für die Gewerbesteuer im Unternehmen wird die rechtzeitige und korrekte Erfüllung der steuerlichen Verpflichtungen sichergestellt. Die Qualcomm Germany RFFE GmbH wird in allen steuerlichen Belangen von externen Steuerberatern unterstützt. Insgesamt sind die steuerlichen Risiken für das Unternehmen gering. Liquiditätsrisiko Das Unternehmen ist keinen wesentlichen Finanzierungsrisiken ausgesetzt, die durch Währungs- und Zinsschwankungen entstehen. Das Unternehmen macht keinen Gebrauch von derivativen Finanzinstrumenten und folglich auch nicht von Sicherungsgeschäften. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens ist durch vertragliche Vereinbarungen mit Unternehmen innerhalb der QUALCOMM-Gruppe gesichert. Auf Basis der aktuellen Geschäftspläne geht das Unternehmen davon aus, dass es aufgrund der momentanen Liquiditätslage und der erwarteten Cashflows aus den Cost-Plus Vereinbarungen flexibel ist und alle Working Capital- sowie sonstigen Kapitalansprüche im nächsten Geschäftsjahr und darüber hinaus erfüllen kann. Unter Berücksichtigung der aufgeführten Faktoren schätzen wir das Liquiditätsrisiko des Unternehmens als gering ein. Preisrisiko Das Unternehmen ist aufgrund der Cost-Plus Vereinbarungen mit der der obersten Konzerngesellschaft QUALCOMM Incorporated und einigen anderen Tochtergesellschaften, der RF360 Europe GmbH und QUALCOMM Technologies Incorporated, "voll finanziert". Unter Berücksichtigung der aufgeführten Faktoren schätzen wir das Preisrisiko des Unternehmens als gering ein. Währungsrisiko Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens bringt eine große Zahl von Zahlungsströmen in verschiedenen Währungen mit sich. Die im Rahmen der "Cost plus"-Struktur erzielten und von den Muttergesellschaften Qualcomm Inc., San Diego/USA und Qualcomm Technologies Inc., USA erhaltenen Umsätze basieren auf dem US-Dollar, welche für das Unternehmen die größte Bedeutung haben. Außerdem werden in anderen Währungen Ausgaben von untergeordneter Bedeutung getätigt. Eine Absicherung von Fremdwährungsrisiken findet nicht statt, da eine entsprechende Absicherung auf der Ebene des indirekten Mehrheitsgesellschafters des Unternehmens, der Qualcomm Technologies Inc., San Diego/USA, erfolgt. Im Allgemeinen werden die Währungsrisiken als gering eingestuft. Covid-19-Risiko Die COVID-19-Pandemie führte zu erheblicher wirtschaftlicher Unsicherheit, zu einem erheblichen Rückgang des Geschäfts- und Verbrauchervertrauens und der weltweiten Nachfrage in der Mobilfunkbranche (unter anderem) sowie zu einem weltweiten Konjunkturrückgang. Das Ausmaß, in dem sich die Corona-Pandemie oder eine ähnliche Gesundheitskrise auf unser künftiges Geschäft, unsere Betriebsergebnisse und unsere Finanzlage auswirkt, hängt von künftigen Entwicklungen ab, die ungewiss sind, einschließlich, aber nicht beschränkt auf die Dauer der mittlerweile zur Endemie eingestuften Coronakrise oder einer anderen Gesundheitskrise, die Häufung von Fällen in verschiedenen geografischen Regionen, das Auftreten, die Ausbreitung und die Schwere des neuen Virus oder der neuen Krankheitsvarianten, die Verfügbarkeit, Akzeptanz und Wirksamkeit von Impfstoffen oder anderen medizinischen Behandlungen, die Reaktionen der Regierungen sowie andere Maßnahmen zur Minderung der daraus resultierenden negativen wirtschaftlichen Auswirkungen. Unter Berücksichtigung der aufgeführten Faktoren schätzen wir das COVID-19-Risiko des Unternehmens als gering ein. Ukraine-Russland-Krise Der anhaltende geopolitische Konflikt nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine hat sich nicht wesentlich auf unsere Ertragslage ausgewirkt, da wir sowohl direkt als auch indirekt nur in geringem Umfang in Russland und der Ukraine tätig sind. Sollte der Konflikt jedoch über einen längeren Zeitraum andauern, kann es zu Unterbrechungen der Transport- und Lieferketten kommen, einschließlich der Beschaffung von Bauteilen, was auch zu erheblichen Preissteigerungen bei diesen Artikeln führen kann. Das Unternehmen erwartet derzeit keine signifikanten Auswirkungen auf die zukünftige Ertragslage aufgrund des Einmarsches Russlands in der Ukraine, da die Qualcomm-Gruppe sowohl direkt als auch indirekt nur minimale Geschäfte in Russland und der Ukraine tätigt. Inflationsrisiko Der Inflationsdruck kann unsere Kosten, einschließlich der Personalkosten, erhöhen, die Nachfrage nach unseren Produkten oder denen unserer Kunden oder Lizenznehmer aufgrund höherer Preise für diese Produkte verringern oder zu einer Personalfluktuation führen, sofern unsere Vergütung nicht mit der Inflation Schritt hält, insbesondere wenn die Vergütung unserer Wettbewerber dies tut. Unter Berücksichtigung der aufgeführten Faktoren schätzen wir das Inflationsrisiko des Unternehmens als gering ein. Gesamtrisiko Im Berichtsjahr 2021/2022 gab es keine wesentlichen Veränderungen der Unternehmensstruktur und es werden in naher Zukunft auch keine Veränderungen erwartet. Das oberste Mutterunternehmen geht davon aus, dass es trotz der weltweit unsicheren Wirtschaftslage gut aufgestellt ist. Um diese unsicheren Zeiten zu überstehen, werden wir uns weiterhin auf langfristige, strategische Ziele konzentrieren. Aufgrund der weltweiten Umstellung auf die nächste Generation 5G-fähiger Geräte und Mobilfunktechnologien besteht weiterhin eine starke Nachfrage nach Produkten des Unternehmens. Für die Gesellschaft sehen wir daher, einzeln oder in Summe, keine bestandsgefährdenden Risiken. Chancenbericht Das oberste Mutterunternehmen QUALCOMM Incorporated investiert in Forschungs- und Entwicklungsprogramme und in Technologien der nächsten Generation, um weiterhin sein Portfolio an Produkten und geistigem Eigentum zu erweitern und neue Märkte für zukünftiges Wachstum zu eröffnen. Eine Chance der Gruppe liegt in dem anhaltenden Wachstum auf den globalen Märkten für 5G-fähige Geräte und in Geräten der darauffolgenden Generation. Dies kann sich indirekt positiv auf die Gesellschaft auswirken. Prognose Wir gehen davon aus, dass sich der Umfang unserer betrieblichen Tätigkeit im Jahr 2022/2023 nicht wesentlich verändern wird. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 wird ein Umsatz zwischen 32 und 39 Mio. EUR erwartet. Die Kostenstruktur wird sich im Geschäftsjahr 2022/2023 voraussichtlich nicht wesentlich verändern. Wir erwarten, dass die direkten Kosten und indirekte Servicekosten für das Geschäftsjahr 2022/2023 zwischen 30 und 37 Mio. EUR liegen und erwarten ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in einer Bandbreite von 3,0 bis 4,5 Mio. EUR. Die aktuellen Zahlen bestätigen diese Prognosen.
München, 24. August 2023 Die Geschäftsführung Christian Block BILANZ zum 30. September 2022AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.10.2021 bis 30.09.2022
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 und Abs. 4 HGB. Größenabhängige Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 288 HGB werden in Anspruch genommen. Bei der Offenlegung werden die Erleichterungen gemäß §§ 276, 327 HGB in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Qualcomm Germany RFFE GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 232044 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren um planmäßige Abschreibungen vermindert. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Für den Firmenwert der im Jahr 2017 übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der EPCOS AG, München, wird unverändert eine Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden in voller Höhe abgeschrieben. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Verfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,77 % (Vorjahr 1,97 %). Darüber hinaus wurde ein Rententrend angenommen, welcher zusammen mit der Anpassung der jeweiligen Versicherungsgesellschaft 2,00 % (Vorjahr 2,00 %) ergibt. Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden gemäß Gutachten in Höhe von 2,50 % (Vorjahr 2,50 %) angenommen. Für die Fluktuation werden unternehmensspezifische alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt. Gemäß den Gutachten wurde als Bewertungsmethode die Projected Unit Credit Method (PUCM) gewählt. Gemäß der PUCM wird der bis zum Bewertungsstichtag verdiente Anspruch ermittelt und dessen Barwert unter der Zugrundelegung der anerkannten Regelungen der Versicherungsmathematik berechnet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden auf Unterschiedsbeträge zwischen den Buchwerten der HGB und der Steuerbilanz gebildet, soweit sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich umkehren. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern saldiert. Im laufenden Jahr besteht im Wesentlichen aufgrund von Pensionsrückstellungen ein Überhang aktiver latenter Steuern. Die Gesellschaft macht vom Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch, aktive latente Steuern nicht anzusetzen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden im Zeitpunkt des Zugangs mit dem tagesgültigen Geld- bzw. Briefkurs der Fremdwährung bewertet und mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungsdifferenzen. Die Umsatzerlöse werden nach den Cost-plus Vereinbarungen mit der RF360 Europe GmbH, München, Deutschland, ("Sales & Support Services Agreement") und mit der Qualcomm Technologies Inc., San Diego, USA, ("Technical Services Agreement") vereinnahmt. Der Umsatz wird monatlich in Bezug auf die im jeweiligen Monat tatsächlich angefallenen Aufwendungen berechnet und verbucht. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Der Firmenwert in Höhe von EUR 571.324,00, welcher nach § 246 Abs. 1 Satz 4 HGB aktiviert worden ist, resultiert unverändert zum Vorjahr im Wesentlichen aus der Übernahme von Mitarbeitern der EPCOS AG, München, im Geschäftsjahr 2016/2017. Da die Verweildauer der Mitarbeiter nicht verlässlich geschätzt werden kann, wird dieser nach § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB linear über zehn Jahre abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von insgesamt EUR 17.989.582,44 (Vorjahr EUR 18.042.926,89), enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 17.445.861,02 (Vorjahr EUR 17.679.309,04). Die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt auf:
Gegen die Gesellschafterin bestehen analog Vorjahr keine Forderungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus dem Cash-Pooling, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Kostenerstattungen. Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind in folgender Tabelle dargestellt:
Eigenkapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 25.000,00 wird seit dem 29. März 2019 in voller Höhe von der QGT International, Inc., San Diego, CA, USA, gehalten. Gewinnvortrag Der Jahresüberschuss aus dem Geschäftsjahr 2020/2021 in Höhe von EUR 1.130.987,20 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Unter Verwendung des Jahresüberschusses 2020/2021 entwickelte sich der Gewinnvortrag wie folgt:
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Gemäß versicherungsmathematischem Gutachten ergibt sich ein Erfüllungsbetrag zum 30. September 2022 in Höhe von EUR 17.533.332,00 (Vorjahr EUR 14.963.370,00). Die Qualcomm Germany RFFE GmbH, München, hat im Rahmen einer Übernahme wesentlicher Teile der EPCOS AG, München, Pensionsverpflichtungen übernommen. Die nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelte Höhe der Verpflichtung wurde unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfasst, während der Differenzbetrag zum beizulegenden Zeitwert zum Übertragungszeitpunkt in den sonstigen Verbindlichkeiten gezeigt wurde. Dieser Differenzbetrag wird über 10 Jahre - den Zeitraum, über den sich der der Entgeltbemessung zugrundeliegende Zinssatz und der Durchschnittszinssatz nach HGB unter der Annahme in Zukunft konstanter Zinssätze angleichen wird - erfolgswirksam aufgelöst. Der Unterschiedsbetrag, der sich nach § 253 Abs. 6 HGB unter Anwendung eines sieben Jahresdurchschnittszinssatzes ergeben hätte, beträgt EUR 1.239.837,00 (Vorjahr EUR 1.767.538,00) und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen werden für noch nicht veranlagte Steuern gebildet und betreffen mit EUR 385.653,00 (Vorjahr EUR 936.918,57) Gewerbesteuer und EUR 510.055,65 (Vorjahr EUR 909.704,54) Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag des laufenden und vorangegangenen Geschäftsjahrs. Die in der Bilanz ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2.340.381,03 (Vorjahr EUR 4.753.190,71) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 646.113,79 (Vorjahr EUR 989.777,93), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 179.222,11 (Vorjahr EUR 2.040.506,31) und in den sonstigen Verbindlichkeiten hauptsächlich den Wert einer übernommenen Pensionsverpflichtung in Höhe von EUR 917.872,96 (Vorjahr EUR 1.165.744,29) sowie Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus Lohnsteuer in Höhe von EUR 349.300,84 (Vorjahr EUR 309.290,85). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt auf:
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter bestanden wie im Vorjahr keine. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträgen beinhalten Erträge aus der Auflösung übernommener Pensionsverpflichtung in Höhe von EUR 247.871,33 (Vorjahr EUR 247.871,33) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 54.821,92 (Vorjahr EUR 29.551,43). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 7.115,94 enthalten (Vorjahr EUR 38.365,62). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Anlagenabgängen in Höhe von EUR 5.893,93 (Vorjahr EUR 26.527,39) enthalten. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind nicht enthalten (Vorjahr EUR 0,00). Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von EUR 916.990,00 (Vorjahr EUR 1.144.346,00) beinhalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen für Pensionen. Es bestanden keine sonstigen Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen EUR 1.287.319,24 (Vorjahr EUR 861.337,66). GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.300.660,58 (Vorjahr EUR 1.130.987,20) auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet- und Leasingverträgen erwachsen der Gesellschaft in den kommenden Jahren folgende Nettozahlungsverpflichtungen:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen lagen nicht vor. Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestanden keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse. Geschäfte mit nahestehenden Personen Angabepflichtige Transaktionen mit nahestehenden Personen lagen nicht vor. Sonstige Angaben Organe der Gesellschaft Geschäftsführung der Gesellschaft:
Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des §181 BGB befreit. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angaben bezüglich der Bezüge der aktiven Geschäftsführungsmitglieder unterbleiben aufgrund der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 143 (Vorjahr 130).
Konzernverhältnisse Die Qualcomm Germany RFFE GmbH, München, wird in den Konzernabschluss der QUALCOMM Incorporated, San Diego, USA, einbezogen. QUALCOMM Incorporated, San Diego, USA, ist die Muttergesellschaft der kleinsten und größten Unternehmensgruppe, in die die Gesellschaft zum 30. September 2022 konsolidiert wird. Der Konzernabschluss von QUALCOMM Incorporated, San Diego, USA, kann bei der Direktionsbüro des Konzerns (5775 Morehouse Drive, San Diego, CA 92121-1714) angefordert werden. Der Abschluss des obersten Mutterunternehmens kann bei der US-Wartpapier und Börsenaufsichtsbehörde (Registernummer: 0000804328) eingesehen werden. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag fanden keine wesentlichen Ereignisse statt, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens hatten.
München, den 24. August 2023 Christian Block, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens zum 30. September 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Qualcomm Germany RFFE GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Qualcomm Germany RFFE GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Qualcomm Germany RFFE GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 24. August 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Sebastian Stroner, Wirtschaftsprüfer Vera Daners, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss wurde am 14. September 2023 festgestellt. |
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