Lausitz Propan Autogas GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Linke seit 8.2.2024 | Geschäftsführer |
Thomas Schmidt seit 24.5.2007 | Geschäftsführer |
Heidrun Schmidt seit 27.6.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 45.97% | |
| 44.05% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
3 von 4 Anteilseignern sichtbar
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lausitz Propan GmbHRöderlandJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023LageberichtUmfeld und Geschäftsentwicklung Rahmenbedingungen international und national Die Entwicklung der Weltwirtschaft war im Jahr 2023 und ist auch weiterhin durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Faktoren, wie zunehmenden geopolitischen Spannungen, Handelskonflikten und volatilen Rohstoffpreisen bestimmt. Nach wie vor liegt das globale Wachstum mit ca. 4,3 Prozent im Vergleich zu den vergangenen zwei Jahrzehnten unter dem historischen Durchschnitt. Die Weltwirtschaft wird die Folgen des Krieges in der Ukraine und die weiterhin hohe Inflation dennoch besser verkraften als zunächst befürchtet. Dabei konstatiert der IWF zahlreichen Volkswirtschaften eine "unerwartet hohe Widerstandsfähigkeit". Gleichwohl werden Zinserhöhungen der Zentralbank die Nachfrage und damit auch das globale Wachstum 2024 bremsen. Nachdem die deutsche Wirtschaft in den ersten zwei Quartalen des Jahres 2023 einen leichten Rückgang erfuhr, verlief auch der Rest des Jahres identisch. Private Konsumausgaben und Investitionen - infolge der weiterhin starken Preissteigerungen, der anhaltenden Energiekrise und der rasanten Erhöhung der Zinskosten - bremsten die Wirtschaftsleistung. Nach aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland um 0,3% im Vergleich zum Vorjahr. Auch in der EU stagnierte das BIP im vierten Quartal 2023. Die Jahreswachstumsrate in der EU lag im Jahr 2023 bei 0,4 % (Quelle: Eurostat). Die deutsche Wirtschaft zeigt sich jedoch weiterhin robust, wobei der Ausblick weiter von vielen Unsicherheiten (u. a. durch Lieferstopp beim russischen Gas, Lieferkettenprobleme, hohe Inflation) geprägt ist. Die Lausitz Propan GmbH zählt als mittelständisches, unabhängiges Familienunternehmen zu einem der größten Flüssiggashändler in den neuen Bundesländern mit Schwerpunkt in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin. Dabei beliefert die Lausitz Propan GmbH mit ihrem umfangreichen eigenen Fuhrpark - basierend auf einem effektiven und flexiblen Logistikkonzept - Einzel- und Gewerbekunden mit Heiz- und Flaschengas. Darüber hinaus betreibt die Lausitz Propan GmbH in Berlin-Brandenburg und Sachsen eigene Autogastankstellen und beliefert Großkunden mit Autogas. In Ergänzung zum Handelsgeschäft mit Flüssiggas erbringt die Lausitz Propan GmbH Service- und Installationsleistungen im Bereich Gas und betreibt einen Onlinehandel für Gasgeräte für den Camping-, Outdoor- und Freizeitbereich. Im Jahr 2022 waren lt. Jahresbericht 2022 des Deutschen Flüssiggasverbandes weltweit 332 Millionen Tonnen Flüssiggas verfügbar. In Deutschland wurden im Jahr 2022 insgesamt 3,4 Millionen Tonnen Flüssiggas verkauft, was knapp unter dem Vorjahresniveau liegt. Wichtigste Quelle für die Flüssiggasversorgung sind deutsche Raffinerien. Dort fällt es als natürlicher Bestandteil des Rohöl als Begleitprodukt an. Aufgrund des besonderen Bezugs zum Rohöl und deren Verarbeitung ist auch der Preis zum überwiegenden Maße an die Preisentwicklung des Rohöls gekoppelt. Die Mitgliedsunternehmen des Deutschen Flüssiggasverbandes konnten ihren Inlandsabsatz 2022 im Vergleich zu 2021 nicht halten und verzeichneten einen Rückgang um 10,0 %. Maßgeblich für den Rückgang der Absatzmengen war die sinkende Nachfrage aus der chemischen Industrie. Der Verkauf von Flüssiggas als Rohstoff für die chemische Weiterverarbeitung sank um 19,0 %. Dem gegenüber hat sich die Absatzmenge im Bereich der inländischen Energieversorgung positiv entwickelt. Diese stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,1%. An dieser Stelle sei jedoch auch noch einmal darauf hingewiesen, dass nicht nur die Preisentwicklung am Rohölmarkt die Preisentwicklungen beeinflussen. Der Gesetzgeber hat ab dem 1. Januar 2021 eine sogenannte CO 2 -Bepreisung eingeführt. Danach sind von den Flüssiggasunternehmen sogenannte Emissionszertifikate für das in Inverkehrbringen von fossilen Energieträgern für den Zeitraum von 2021 - 2026 zu einem Festpreis zu erwerben. Der Festpreis im Jahr 2021 betrug 25,00 Euro pro Tonne und im Jahr 2022 30,00 Euro pro Tonne. Nachdem der CO 2 -Preis für 2023 bei 30,00 Euro pro Tonne auf dem Niveau von 2022 festgelegt wurde, wurde der Preis im Jahr 2024 auf 45,00 Euro pro Tonne angehoben. Weiterhin soll der Festpreis bis 2025 auf 55,00 Euro pro Tonne angehoben werden. Für das Jahr 2026 soll dann ein Preiskorridor von mindestens 55 und höchstens 65 Euro pro Tonne CO 2 gelten. Insoweit ist absehbar, dass sich in Zukunft eine Entlastung der Abgabepreise von Flüssiggas - trotz möglicher Preiskorrekturen am Rohölmarkt nach unten - nur begrenzt einstellen wird. Die Geschäftsentwicklung der Lausitz Propan GmbH Die jährliche Absatzmenge bei Flüssiggas liegt derzeit bei ca. 13.630 Tonnen im Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Absatzmenge nur unwesentlich verändert. Diese Entwicklung folgt dem oben beschriebenen Branchentrend. Wie prognostiziert, sind die Umsätze im Flüssiggasbereich mit TEUR 23.108 aufgrund der rückläufigen Preisentwicklung am Flüssiggasmarkt im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.230 geringer ausgefallen, da gleichzeitig die Ausbringungsmenge im laufenden Geschäftsjahr annähernd auf Vorjahresniveau geblieben ist. Parallel dazu verringerte sich auch der Materialeinkauf aus Flüssiggas von TEUR 16.757 im Vorjahr um TEUR 809 auf TEUR 15.948 im laufenden Geschäftsjahr. Bei der Analyse der Deckungsbeiträge aus dem Flüssiggashandel ist jedoch zu berücksichtigen, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr keine zusätzlichen Erträge mehr durch den Verkauf von Emissionszertifikaten wie im Vorjahr erzielt werden konnten. Der Umsatz im Onlinehandel mit Gasgeräten hat sich weiterhin sehr gut im laufenden Geschäftsjahr entwickelt. So wurde in diesem Geschäftsbereich der Umsatz des Vorjahres von TEUR 6.119 um TEUR 432 auf TEUR 6.551 erneut gesteigert. Gleichzeitig konnten die Kosten für Gebühren der genutzten Handelsplattformen und für Transport und Verpackung (Ausweis unter sonstige betriebliche Aufwendungen) auf Vorjahresniveau gehalten werden und verringerten sich sogar geringfügig von TEUR 2.031 um TEUR 83 auf TEUR 1.948. Daüber hinaus werden noch sonstige Umsätze im Bereich Heizungsbau erzielt. Das EBITDA verringerte sich im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um TEUR 945 von TEUR 2.483 auf TEUR 1.538. Aus dem mit der Tochtergesellschaft, Lausitz Propan Gasservice GmbH, bestehenden Ergebnisabführungsvertrag konnte ein Gewinn in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr: 176) zusätzlich erwirtschaftet werden. Das Jahresergebnis verringerte sich im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um TEUR 794 von TEUR 1.413 auf TEUR 620. Grundsätzlich kann auch festgestellt werden, dass erfreulicherweise weder die Corona-Pandemie noch der Ukrainekrieg im laufenden Geschäftsjahr 2022/2023 und auch nicht im Vorjahr einen signifikanten Einfluss auf die weiterhin erfolgreiche Geschäftsentwicklung der Lausitz Propan GmbH hatte. Lage der Gesellschaft Der Geschäftsverlauf und die Lage der Lausitz Propan GmbH wird nachfolgend unter Einbeziehung der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren erläutert. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2022/2023 als solide, stabil und positiv zu beurteilen. Die erwartete Verringerung der Rohertragsmarge im aktuellen und kommenden Geschäftsjahr stellt nach Ansicht der Geschäftsführung vor allem eine Korrektur der in 2021/2022 zu verzeichnenden sehr positiven Markt- und Preisbedingungen dar. Die Geschäftsführung sieht in der Fortsetzung der Schaffung einer dem Umsatzvolumen angemessenen Struktur von Eigenkapital- und Fremdkapitalfinanzierung die wichtigsten Aufgaben, um auch zukünftig eine nachhaltige und solide Sicherung des Unternehmens zu gewährleisten. Vermögenslage der Gesellschaft Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich auch im Berichtsjahr 2022/2023 als positiv, solide und stabil dar. Die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2023 beträgt 38,4 Prozent (Vorjahr: 37,8 Prozent). Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem vorangegangenen Bilanzstichtag aufgrund des Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 620 erneut nicht unwesentlich erhöht und beträgt zum 30. Juni 2023 nunmehr TEUR 4.788. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich durch die vorgenommenen Investitionen (in Höhe von TEUR 1.586) unter Berücksichtigung von Abgängen im Sachanlagevermögen (in Höhe von TEUR 131) und von planmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen (in Höhe von TEUR 636) auf TEUR 5.892 (Vorjahr: TEUR 5.073). Das Vorratsvermögen verringerte sich von TEUR 2.041 am Ende des vorherigen Geschäftsjahres auf TEUR 1.774 zum 30. Juni 2023. Der Betrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen hat sich auf TEUR 1.372 (Vorjahr TEUR 1.338) leicht erhöht. Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich stichtagsbezogen von TEUR 1.425 zum 30. Juni 2022 auf TEUR 2.279 zum 30. Juni 2023 erhöht. Die unter dem Posten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Bilanzstichtag 30. Juni 2023 ausgewiesenen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 843 (Vorjahr TEUR 1.020) betreffen ausschließlich kurz- und mittelfristige Fahrzeugfinanzierungen. Finanzlage der Gesellschaft Die Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin als solide und stabil zu bezeichnen. Des Weiteren ist hervorzuheben, dass die deutsche Bundesbank eine Bonitätsanalyse durchführte und die Gesellschaft als notenbankfähig einstuft. Planmäßige Anlageninvestitionen, insbesondere in den Fahrzeugpark werden durch mittelfristige Tilgungsdarlehen finanziert. Der Finanzmittelfonds hat sich stichtagsbezogen um TEUR 1.035 auf TEUR 2.460 erhöht. Der Gesellschaft stehen für Investitionen und Betriebsmittelfinanzierungen Kreditlinien der Kreditinstitute zur Verfügung. Eingeräumte Kreditlinien zur Betriebsmittelfinanzierung werden durch die Gesellschaft derzeit nur teilweise in Anspruch genommen. Ertragslage der Gesellschaft Die Ertragslage der Gesellschaft ist für das Berichtsjahr 2022/2023 trotz des leichten Umsatzrückgangs als weiterhin positiv zu bewerten. Im Geschäftsjahr 2022/2023 ging der Rückgang der Umsatzerlöse mit gestiegenen Materialaufwendungen einher. Leicht höheren Personalkosten stehen gesunkene sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber. Das Ergebnis nach Steuern beträgt im Geschäftsjahr 2022/2023 TEUR 620 (Vorjahr: TEUR 1.413). Chancen und Risiken der Gesellschaft Die Lausitz Propan GmbH bewegt sich mit ihrem Geschäftsmodell in 2022/2023 weiterhin in dem risikobehafteten Umfeld (Lieferstopp, Lieferengpässen und Verunsicherung durch den Ukrainekrieg) mit einer hohen Volatilität der Flüssiggaspreise. Gleichzeitig leistet die Lausitz Propan GmbH einen großen Beitrag zur Sicherstellung der Versorgung mit Flüssiggas in den neuen Ländern, insbesondere in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die Umstellung der Energiewirtschaft auf Klimaneutralität und die Vermeidung von Emissionen im Bereich Energieversorgung und Verkehr wird langfristig auch das Geschäftsmodell der Lausitz Propan nachhaltig beeinflussen. In dem offensichtlich gesättigten Markt des Flüssiggashandels bleibt es jedoch abzuwarten, wann und inwieweit Flüssiggas als Energieträger mittel- und langfristig in Ermangelung von Alternativen vom Markt verdrängt wird. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass die Entwicklung hin zur Nutzung von grünem Flüssiggas ebenfalls für die Zukunft Handlungsalternativen darstellen könnte. Durch die Fortsetzung einer sehr konservativen Ausschüttungspolitik sollen weiterhin auch finanzielle Polster geschaffen werden, um auf Marktveränderungen sehr schnell und effektiv reagieren zu können. Folgende wesentliche Risiken sieht die Geschäftsführung der Lausitz Propan GmbH für die Gesellschaft als bedeutend an: Die Lausitz Propan GmbH ist mit ihrem Geschäftsmodell weiterhin den Preisrisiken an den Rohstoffmärkten, insbesondere für Flüssiggas als Nebenprodukt bei der Erdölverarbeitung in den Raffinerien ausgesetzt. Bisher wurden diesen Risiken nur durch strenge Überwachung der einzelnen, relativ einfach strukturierten Verkaufsprozesse erfolgreich begegnet. Derzeit prüft die Geschäftsführung, ob und in welchem Umfang unter Nutzung des in den letzten Jahren aufgebauten Liquiditätspolsters durch Intensivierung einer Bevorratung mit Flüssiggas auf diese Preisrisiken in Zukunft noch besser und effektiver reagiert werden kann. Aufgrund der Umstellung der Vorprodukte (Erdöl) in der Raffinerie in Schwedt ist nicht ausgeschlossen, dass sich auch die Qualität des von dort bezogenem Flüssiggas ändern könnte. Durch zusätzliches Monitoring und laufende Analysen des Flüssiggases soll und wird die Lausitz Propan GmbH weiterhin den hohen Qualitätsansprüchen gegenüber Ihren Kunden gerecht werden. Durch ein optimiertes und effektives Forderungsmanagement wird einem möglichen Ausfallrisiko Rechnung getragen. Rechtsrisiken haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 und auch im laufenden Geschäftsjahr 2023/2024 bisher nicht ergeben. Die Rückstellungen wurden für die bekannten Risiken in angemessener Höhe gebildet bzw. angepasst. Wesentliche oder bestandsgefährdende Risiken bestehen für die Lausitz Propan GmbH derzeit nicht. Prognosebericht Aufgrund der Unsicherheiten in der derzeitigen Rohstoffpreisentwicklung für Flüssiggas gehen wir für das laufende Geschäftsjahr 2023/2024 von einem ähnlichen Umsatz im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 aus. Insbesondere aufgrund der Unsicherheit bei den Verbrauchern und der hohen Kosten für Flüssiggas, ist eine gewisse Kaufzurückhaltung sowohl im Privatbereich als auch bei Gewerbekunden festzustellen Wir gehen weiterhin auch davon aus, dass der Marktpreis sich im laufenden Geschäftsjahr wesentlich nach unten korrigieren wird, was ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Absatz- und Ausbringungsmenge an Flüssiggas bei Lausitz Propan GmbH haben wird und wir somit für das gesamte Geschäftsjahr 2023/2024 mit einer ähnlichen Absatzmenge, wie im abgelaufenen Geschäftsjahr rechnen. Insgesamt rechnen wir für das laufende Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem leicht positiven Ergebnis.
Röderland, 30. August 2024 Lausitz Propan GmbH Heidrun Schmidt, Geschäftsführerin Christian Linke, Geschäftsführer Thomas Schmidt, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft
B. Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Lausitz Propan GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die größenabhängigen Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs wurden in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir "davon-Vermerke" zu Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang aufgenommen. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit (§ 265 Abs. 3 HGB) zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls im Anhang gemacht. Der Jahresabschluss ist vor Ergebnisverwendung aufgestellt worden. Der Anhang wurde für Zwecke der Offenlegung verkürzt. C. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um die lineare Abschreibung entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungswert von bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Sofern bei den Anlagegütern zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, werden Abschreibungen vorgenommen. Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten einbezogen. Die Bewertung der verzollten Propangasbestände erfolgt nach dem First in - First Out (FiFo) Verfahren. Das strenge Niederstwertprinzip wird bei der Bewertung beachtet. Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt worden. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Anteilige Ausgaben aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für Folgejahre darstellen, werden abgegrenzt. Aufgrund von Abweichungen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen haben sich aktive und passive latente Steuern ergeben, die saldiert unter dem Posten aktive latente Steuern ausgewiesen werden. Der Bewertung der zukünftigen steuerlichen Auswirkungen lag ein unternehmensindividueller Steuersatz von 28,08 % zu Grunde. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Rücklagen sind zum Nennwert bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Erfüllungsbetrag unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit (PUC) Method) ermittelt. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Juni 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag zwischen der Rückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzins aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,80 %) und der Rückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzins aus den vergangenen sieben Jahren (1,57 %) beträgt € 45.197,00 (ausschüttungsgesperrter Betrag). Bei der Ermittlung werden keine jährlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen und kein Rententrend unterstellt. Zugrundegelegt werden die Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, sie sind ausreichend bemessen und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in der Höhe notwendig. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. D. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten I. Posten der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel: 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 3. Eigenkapital Für die Ausschüttung gesperrt sind Beträge i. H. v. T€ 151. Davon entfallen auf die Aktivierung latenter Steuern i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB T€ 106 und auf den Unterschiedsbetrag bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen i.S.d. § 253 Abs. 6 HGB T€ 45. 4. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel: Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten Verbindlichkeiten:
Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von T€ 843 (Vorjahr: T€ 1.020) durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind im Posten sonstige Verbindlichkeiten enthalten und bestehen in Höhe von € 594.688,16 (Vorjahr: € 200.489,29). 5. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Gazcamp GmbH, Merzdorf, bis zu einer Höhe von € 250.000,00. Zum Bilanzstichtag wurde die Kreditlinie nicht in Anspruch genommen. II. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 1. sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 265.050,73. 2. Personalaufwand In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von € 67.981,26 (Vorjahr: € 113.280,07) enthalten. 3. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr folgende Gewinne erhalten: - Lausitz Propan Gasservice GmbH, Röderland € 30.186,35 4. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den Zinserträgen sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen (Verbindlichkeiten) von € 500,00 (Vorjahr: € 13.800,00) enthalten. 5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen (Verbindlichkeiten) von € 10.034,00 (Vorjahr: € 9.463,00) enthalten. 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wird ein Betrag aus Veränderung latenter Steuern in Höhe von € -8.300,00 (Vorjahr: € 27.200,00) ausgewiesen. E. Sonstige Pflichtangaben I. Aufstellung des Anteilbesitzes Zum 30. Juni 2023 war die Gesellschaft an folgendem Unternehmen mit mindestens 20 % der Anteile beteiligt:
II. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren 40 Arbeitnehmer beschäftigt. Davon 39 Angestellte und 1 leitender Angestellte (Vorjahr 34 Angestellte und 1 leitender Angestellter). III. Organe der Gesellschaft und Gesamtbezüge Als Geschäftsführer sind bzw. waren bestellt:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung i.S.v. § 285 Nr. 9 a HGB wird unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. IV. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. V. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von € 619.651,39 auf neue Rechnung vorzutragen.
Röderland, 30. August 2024 Lausitz Propan GmbH Heidrun Schmidt, Geschäftsführerin Christian Linke, Geschäftsführer Thomas Schmidt, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 27.09.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Lausitz Propan GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lausitz Propan GmbH, Röderland - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lausitz Propan GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Leipzig, 30. August 2024 CT
Lloyd GmbH
ppa. Dipl.-Math. Frauke Knigge, Wirtschaftsprüferin Dipl.-Kfm. Guido Große, Wirtschaftsprüfer |
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