Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 225967
Eingetragen
27.5.2016
Branche
Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten a. n. g.Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Entwicklung, Marketing, Vertrieb, Verkauf und Lizensierung von Software, Hardware und integrierten Systemen im Bereich Managed Hosting und damit in Zusammenhang stehende Transaktionen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Dorothea Brüggler
seit 27.7.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Rackspace Benelux B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Rackspace Benelux B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rackspace Germany GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT zum 31. Dezember 2022

Rackspace Germany GmbH

Inhaltsverzeichnis

A. Grundlegende Informationen über das Unternehmen

1. Organisation und rechtliche Struktur

2. Geschäftsmodell und Absatzmärkte

B. Wirtschaftliches Umfeld

1. Makroökonomisches und sektorspezifisches Umfeld

2. Geschäftsverlauf 2022

C. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

2. Finanzlage

3. Vermögenslage

D. Chancenbericht

E. Risikobericht

1. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten

2. Marktrisiko

3. Klima- und Technologierisiken

4. Zusammenfassung

F. Prognosebericht

A. Grundlegende Informationen über das Unternehmen

1. Organisation und rechtliche Struktur

Die Rackspace Germany GmbH (das Unternehmen) wurde im Mai 2016 gegründet und ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Rackspace Benelux B.V., die in den Niederlanden registriert ist. Das Unternehmen erwarb die Bright Skies GmbH, einen führenden Cloud-Transformationsanbieter, am 11. November 2020. Das Unternehmen und die Bright Skies GmbH schlossen die Verschmelzung im Dezember 2021 mit Wirkung zum 1. Januar 2021 ab.

2. Geschäftsmodell und Absatzmärkte

Rackspace Germany ist eine Tochtergesellschaft von der Rackspace Technology, einem globalen Anbieter von Cloud-Lösungen und -Dienstleistungen. Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen für die Rackspace International GmbH ("RIG"), damit RIG Dienstleistungen für die Endkunden erbringen kann. Diese Kundenverträge für Dienstleistungen werden zwischen der RIG, einem in der Schweiz registrierten verbundenen Unternehmen, und dem jeweiligen Kunden geschlossen. Die von der Gesellschaft aus der betrieblichen Tätigkeit erzielten Erträge stellen eine marktübliche Vergütung für die Erbringung von Dienstleistungen an die RIG im Rahmen eines entsprechenden Vertrags dar (cost plus Modell). Das Unternehmen und die RIG sind Teil der Rackspace-Unternehmensgruppe ("die Gruppe") und haben dieselbe Muttergesellschaft, Rackspace Technology, Inc., San Antonio/ Vereinigte Staaten von Amerika.

Darüber hinaus bietet Rackspace Germany Dienstleistungen/Produkte für die Cloud- Transformation an Endkunden an, die sie 2020 von der Bright Skies übernommen hat. Diese übernommenen Verträge wurden im Jahr 2022 von RIG übernommen und das Geschäft auch in das cost plus Modell überführt.

B. Wirtschaftliches Umfeld

1. Makroökonomisches und sektorspezifisches Umfeld

Allgemeine Entwicklung

Der Ausbruch der Coronavirus-Krankheit 2019 / Anfang 2020 (die "COVID-19-Pandemie") hat weltweit Unternehmen und wirtschaftliche Aktivitäten in unterschiedlichem Ausmaß beeinträchtigt. Das Unternehmen hat eine Reihe von Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen von COVID-19 auf die Mitarbeiter zu beobachten und zu verringern, einschließlich der Arbeit von zu Hause aus. Die Unternehmensleitung hat eine Bewertung der Fähigkeit des Unternehmens vorgenommen, den Verpflichtungen gegenüber Lieferanten und Mitarbeitern nachzukommen, neue Maßnahmen zur Einziehung von Einnahmen zu ergreifen und sicherzustellen, dass bestehende Einnahmen eingezogen werden usw. Darüber hinaus beobachtet das Unternehmen die Entwicklung der COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Geschäftsbereiche des Unternehmens genau.

Sektorspezifisches Umfeld

Der Technologiesektor in Deutschland ist im Zeitalter der Digitalisierung von großer Bedeutung.

Die deutsche Cloud-Computing-Branche erzielte im Jahr 2022 einen Gesamtumsatz von 17,4 Milliarden US-Dollar, was zwischen 2017 und 2022 einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 17,1% entspricht.

2. Geschäftsverlauf 2022

Der Geschäftsverlauf entsprach den Erwartungen mit leicht rückläufigen Umsatzerlösen in Höhe von knapp unter 40 Mio. EUR (2022: 36,3 Mio. EUR) nach der Übernahme und Fusion mit der Bright Skies GmbH.

C. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtsjahr 36.349 TEUR (2021: 40.569 TEUR). Der Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr betrug 10,4 %. Hauptgrund für den Rückgang ist die Übertragung der Kundenverträge der BSK Kunden in 2022 auf die RIG und somit die grundsätzliche Verlagerung von verbliebenen direkten Kundenverträgen auf cost plus.

Materialaufwendungen veränderten sich geringfügig auf 13.614 TEUR (2021: 13.774 TEUR).

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 393 TEUR gesunken. Grund dafür waren im Wesentlichen die Rückgänge variabler Vergütungen und Boni. Gegenläufig wirkten sich gestiegene Aufwendungen aus der Altersversorgung aus. Dieser Anstieg resultierte aus der Übernahme aktiver Mitarbeiter der BT (Germany) GmbH & Co. oHG (BT (Germany)) zum 30. November 2022, bei der Rackspace Germany auch deren Pensionszusagen übernahm. Aufgrund von Bewertungsunterschieden für die Ausgleichszahlung der Übernahme der Pensionszusage und dem erstmaligen Ansatz der Pensionsrückstellung entstand ein Aufwand in Höhe von 553 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Unternehmens fielen im laufenden Jahr auf 6.874 TEUR (2021: 9.485 TEUR). Gründe für den Rückgang waren die hohen einmaligen Transaktionskosten in 2021 aus der Verschmelzung der Bright Skies.

2. Finanzlage

Das Unternehmen steuert sein Liquiditätsrisiko, indem es ausreichend liquide Mittel für den Betrieb bereithält.

Die Geschäftsleitung stellt sicher, dass das Unternehmen über ausreichende Bankguthaben und Kreditfazilitäten von Konzernunternehmen verfügt, um allen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können.

Der Rückgang der liquiden Mittel ergibt sich im Wesentlichen aus gefallenen sonstigen Verbindlichkeiten (- 1.956 TEUR) sowie aus dem Rückgang der sonstigen Rückstellungen (- 2.907 TEUR) für ausstehende Rechnungen.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft belief sich zum Bilanzstichtag auf 21.908 TEUR. Im Vergleich zum Vorjahr 2021 (25.948 TEUR) ist sie um 15,6 % gefallen. Grund dafür ist im Wesentlichen der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten (-2.017 TEUR), die in Verbindung mit der Übernahme der Bright Skies GmbH in 2021 bestanden.

Die materiellen und immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens machten zum 31. Dezember 2022 63,0 % der Bilanzsumme aus.

Die Eigenkapitalquote beläuft sich im Geschäftsjahr 2022 auf 2,57 %, nach 3,56 % im Vorjahr. Der leichte Rückgang ist insbesondere auf den erreichten Jahresfehlbetrag zurückzuführen.

D. Chancenbericht

Lieferanten

Das Unternehmen ist bestrebt, langfristige Beziehungen zu Lieferanten und Subunternehmern aufzubauen, um sicherzustellen, dass kontinuierlich hohe Lieferstandards eingehalten werden. Zu diesem Zweck führt das Unternehmen vierteljährliche Business reviews (QBR) durch, in denen Sachverhalte und Verbesserungsmöglichkeiten zwischen dem Unternehmen und den Hauptlieferanten aufgezeigt werden. Das QBR-Engagement trägt dazu bei, die Beziehung zu den Hauptlieferanten zu verbessern und zu fördern. Alle Zulieferanten werden einem Set-up Prozess unterzogen, der auch eine finanzielle Überprüfung umfasst. Das Informationspaket des Unternehmens für Zulieferer enthält Einzelheiten zu den Unternehmensrichtlinien, einschließlich Verhaltenskodex für Zulieferanten, Menschenhandel, Umweltstrategie und weiteren Aspekten.

Kunden

Das Unternehmen stärkt die Beziehung zu seinen Kunden, indem es sie bei der Einführung bewährter moderner Technologien und integrierter Lösungen unterstützt, unvoreingenommene Stellungnahmen abgibt und den Kunden bewährtes betriebliches Know-how bietet. Das Unternehmen verwendet in erster Linie den Net Promoter Score (NPS), um sein Engagement und seine Leistung gegenüber den Kunden zu messen. Das Kundenserviceteam kümmert sich täglich um die Kunden des Unternehmens und bietet ihnen schnelle und dauerhafte Lösungen an.

E. Risikobericht

1. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Kredit-, Zins-, Liquiditäts- und Währungsrisiken entstehen im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit des Unternehmens. Die Lage des Unternehmens bezüglich dieser Risiken und die Richtlinien und Praktiken des Finanzrisikomanagements, die das Unternehmen zum Management dieser Risiken anwendet, werden im Folgenden erörtert:

(a) Kreditrisiko

Finanz - Risikomanagement

Das Kreditrisiko ist das Risiko eines finanziellen Verlusts für das Unternehmen, wenn ein Kunde oder Geschäftspartner eines Finanzinstruments seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt, und ergibt sich hauptsächlich aus den Barmitteln des Unternehmens bei Bank- und Lieferungen und Leistungen sowie Kreditforderungen. Bei den Barmitteln bei Banken ist die ausgewiesene Wertminderung unwesentlich, da sie bei international renommierten Banken hinterlegt sind.

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen trägt hingegen das gesamte Kreditrisiko, das mit Kundenverträgen verbunden ist, die Rackspace International GmbH. Die Geschäftsleitung ist der Ansicht, dass das Kreditrisiko in Bezug auf die Darlehen an und die Forderungen gegen Konzernunternehmen gering ist, da diese über eine gute Kreditqualität verfügen und es in der Vergangenheit zu keinen Zahlungsausfällen gekommen ist. Daher ist kein wesentliches Kreditrisiko zu erwarten.

b) Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass das Unternehmen nicht in der Lage sein wird, seinen finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. Der Einsatz von Finanzinstrumenten durch das Unternehmen beschränkt sich auf Bankkonten, Leasingverträge und Kreditfinanzierungen von Rackspace Benelux B.V. Die Geschäftsleitung stellt sicher, dass das Unternehmen über ausreichende Barmittel bei Banken und Kreditfazilitäten von Konzernunternehmen verfügt, um alle Verpflichtungen bei Fälligkeit begleichen zu können.

(c) Fremdwährungsrisiko

Ein Fremdwährungsrisiko besteht, wenn eine Finanztransaktion eine andere Währung als die funktionale Währung des Unternehmens nutzt, wobei das Risiko einer ungünstigen Bewegung des Wechselkurses der Abwicklungswährung in Bezug auf die funktionale Währung vor dem Datum des Abschlusses der Transaktion besteht.

Aufgrund konzerninterner Vereinbarungen wird das gesamte Fremdwährungsrisiko auf Forderungen und Verbindlichkeiten letztlich von der RIG getragen. Das Fremdwährungsrisiko des Unternehmens ist daher unbedeutend.

(d) Zinsänderungsrisiko

Das Zinsrisiko ist das Risiko schwankender Zinssätze. Die Geschäftsleitung überwacht regelmäßig die Entwicklung der Zinssätze und prüft, ob sich ungünstige Zinsentwicklungen in absehbarer Zukunft wesentlich auf den Jahresabschluss des Unternehmens auswirken.

2. Marktrisiko

Das Marktrisiko/Vertragsverlängerungsrisiko entsteht, wenn das Unternehmen nicht in der Lage ist, neue Kunden zu halten oder zu gewinnen und somit eine effiziente Nutzung seiner Vermögenswerte zu gewährleisten. Da die Rackspace Germany GmbH ein Dienstleistungsunternehmen ist, das in einem cost plus Modell vergütet wird, wird dieses Risiko vollständig von RIG getragen. Dies gilt auch für die Kosten bezüglich der übernommenen Kundenverträge von Bright Skies GmbH.

Die Geschäftsführung der Rackspace International GmbH überwacht laufend die Vertragsverlängerungen und das Neugeschäft, um dieses Risiko zu steuern.

3. Klima- und Technologierisiken

Die Besorgnis über Treibhausgasemissionen und den globalen Klimawandel kann zu Umweltsteuern, -abgaben, -bescheiden oder -strafen, höheren Strompreisen und Kundenverlusten führen, wenn die Unternehmen es versäumen, auf die sich ändernden Verbraucherwünsche nach umweltfreundlicheren Geschäftspraktiken einzugehen.

Die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf den globalen Klimawandel haben in der Öffentlichkeit und in der Wissenschaft, aber auch bei der deutschen Regierung große Aufmerksamkeit erregt. Es werden Anstrengungen unternommen, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren, insbesondere die aus der Verbrennung von Kohle in Kraftwerken, von denen wir einige für die Stromerzeugung nutzen. Die zusätzlichen Kosten, die durch Umweltsteuern, - abgaben, -veranlagungen oder -strafen für diese Kraftwerke entstehen, könnten an uns weitergegeben werden und die Kosten für den Betrieb unserer Rechenzentren erhöhen. Umweltsteuern, -abgaben, -veranlagungen oder -strafen könnten direkt von uns im Verhältnis zu unserem CO2 -Fußabdruck erhoben werden. Jeder Erlass von Gesetzen oder Verordnungen in Bezug auf Treibhausgasemissionen durch die Bundesrepublik Deutschland oder eine in- oder ausländische Gerichtsbarkeit, in der wir geschäftlich tätig sind, könnte sich nachteilig auf unser Geschäft, unsere Finanzlage und unsere Betriebsergebnisse auswirken. Darüber hinaus könnte die Nachfrage der Verbraucher nach umweltbewusstem Geschäftsgebaren zu einem Verlust von Vertragsverlängerungen und Marktanteilen führen, wenn sich die Verbraucher an Konkurrenten wenden, die stärker auf die Umwelt ausgerichtet sind.

Die Geschäftsleitung ist sich bewusst, dass unsere Geschäftstätigkeit Auswirkungen auf die Umwelt hat, einschließlich Kohlenstoffemissionen, Luftverschmutzung, Nutzung natürlicher Ressourcen, Wasserverbrauch und allgemeiner Abfallverbrauch. Diese Auswirkungen werden in erster Linie durch den Energieverbrauch des Unternehmens verursacht. Um die Auswirkungen so weit wie möglich zu reduzieren, konzentriert sich das Unternehmen in erster Linie darauf, eine energieeffiziente Infrastruktur zu schaffen. Der Energieverbrauch wird kontinuierlich überwacht, und das Unternehmen hat in der Vergangenheit Projekte durchgeführt, um sicherzustellen, dass die effizientesten Technologien eingesetzt werden.

Über das cost plus Modell trägt RIG die finanziellen Auswirkungen des Klimawandelrisikos.

In Deutschland müssen Hyperscaler außerdem strenge Vorschriften zu Datenschutz, Sicherheit und Umweltstandards einhalten. Sie müssen sicherstellen, dass ihre Rechenzentren gegen Cyberangriffe, Naturkatastrophen und Stromausfälle gewappnet sind. Außerdem müssen sie ihren CO2 -Fußabdruck reduzieren und so weit wie möglich erneuerbare Energiequellen nutzen.

4. Zusammenfassung

In Anbetracht der Rentabilität des Unternehmens im laufenden Jahr und im Vorjahr sowie der Position des Nettoumlaufvermögens hält die Geschäftsführung es für angemessen, in diesem Jahresabschluss von der Annahme der Unternehmensfortführung auszugehen.

F. Prognosebericht

Die durch die Verschmelzung mit der Bright Skies GmbH gewonnenen Kundenverträge wurden im Jahr 2022 von RIG übernommen und das Geschäft in das cost plus Modell überführt. Das Unternehmen wird zukünftig weiterhin Dienstleistungen für RIG erbringen und die erzielten Erträge werden sich aus der Vergütung für die Erbringung dieser Dienstleistungen zusammensetzen.

In den Geschäftsjahren 2023 und 2024 wurden Umsatzerlöse von knapp unter 40 Mio. EUR erwirtschaftet. Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2025 einen geringfügigen Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr.

 

München, 31. Juli 2025

Gez. D. Brüggler, Geschäftsführer

Gez. A.M. Rogers, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 7.316.922,50 8.221.537,81
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 6.013.981,79 6.606.425,27
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 463.477,55 69.623,29
6.477.459,34 6.676.048,56
13.794.381,84 14.897.586,37
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.529.404,55 2.028.813,79
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 21.142,80 2.067.716,17
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.302.727,77 866.029,64
5.853.275,12 4.962.559,60
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.543.443,82 5.279.709,88
7.396.718,94 10.242.269,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 542.515,86 612.580,19
D. Aktive latente Steuern 174.794,00 195.532,00
21.908.410,64 25.947.968,04

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 500.000,00 500.000,00
III. Gewinnvortrag 398.241,18 232.803,07
IV. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -360.947,61 165.438,11
562.293,57 923.241,18
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 1.675.723,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 480.238,63 340.872,84
3. sonstige Rückstellungen 2.210.239,92 5.117.174,51
4.366.201,55 5.458.047,35
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.963.841,90 2.041.396,12
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.046.848,47 14.600.000,00
davon mit einer Laufzeit größer als 1 Jahr EUR 10.000.000,00 (Vorjahr: EUR 14.600.000,00)
3. sonstige Verbindlichkeiten 969.225,15 2.925.283,39
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 27.374,42 (Vorjahr: EUR 65,902.43)
16.979.915,52 19.566.679,51
21.908.410,64 25.947.968,04

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

01.01.2022 - 31.12.2022 01.01.2021 - 31.12.2021
1. Umsatzerlöse 36.348.831,40 40.568.695,24
2. sonstige betriebliche Erträge 212.953,59 250.537,67
(davon aus Währungsumrechnung EUR 212.953,59; Vorjahr EUR 250.537,67)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 13.613.956,42 13.773.729,52
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.342.315,94 11.123.168,96
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.028.613,70 1.640.795,76
(davon für Altersversorgung EUR 740.920,30; Vorjahr EUR 86.294,37)
12.370.929,64 12.763.964,72
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.505.647,91 3.864.833,06
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.873.887,63 9.485.094,26
(davon aus Währungsumrechnung EUR 127.007,72; Vorjahr EUR 292.585,35)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 255,39 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 383.508,01 541.445,34
(davon an verbundene Unternehmen EUR 339.325,37; Vorjahr EUR 498.475,74)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 175.058,38 224.727,90
10. Ergebnis nach Steuern/ Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -360.947,61 165.438,11

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft

Firma: Rackspace Germany GmbH
Sitz: München
Registergericht: AG München
Registernummer: HRB 225967

2. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Rackspace Germany GmbH, München, ist unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes sowie der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Gesellschaft ist als mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 HGB zu behandeln.

3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt 1 bis 7 Jahre. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben, da die Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, sind Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Gezahlte Beträge, die Aufwand im Folgejahr darstellen, werden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt.

Rückstellungen für Pensionen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes von 1,78% (Vj.: 0,00%) bewertet. Der 7-Jahres- Durchschnittszinssatz von 1,44% (Vj.: 0,00%) ist der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen wurden jährliche Gehaltssteigerungen von 0,00% (Vj.: 0,00%) und Rentensteigerungen von jährlich 2,00% (Vj.: 0,00%) zugrunde gelegt, sowie eine standardmäßige Fluktuation unterstellt.

Alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken sind in Höhe des Erfüllungsbetrages als Rückstellungen angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie entsprechen den zu erwartenden Aufwendungen.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines kombinierten Einkommensteuersatzes von derzeit 32,00 %.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag gemäß § 256a HGB umgerechnet.

4. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist der Anlage zum Anhang zu entnehmen.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr von 3.047 TEUR sowie aus Finanzverkehr in Höhe von 10.000 TEUR mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in voller Höhe gegenüber Rackspace Benelux B.V, Amsterdam/ Niederlande (Gesellschafter).

Alle sonstigen Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Es liegen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren vor.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 1.734 TEUR, Rückstellungen für Personal in Höhe von 216 TEUR, Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 218 TEUR, und sonstige Rückstellungen in Höhe von 42 TEUR.

Differenz gemäß § 253 Abs. 6 HGB zum Bilanzstichtag:

Die Differenz zwischen den Barwerten unter Anwendung des 7-Jahres- Durchschnittszinssatzes und dem 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes beträgt 60 TEUR zum 31. Dezember 2022. Die Differenz unterliegt einer Ausschüttungssperre, d. h. Gewinne können nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich der kumulierten Gewinnvorträge und abzüglich der kumulierten Verlustvorträge mindestens der Differenz entsprechen.

Betrag gemäß § 268. Abs. 8 HGB zum Bilanzstichtag:

In Höhe der aktiven latente Steuern von 175 TEUR, dürfen Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens den insgesamt angesetzten Beträgen entsprechen.

5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Umsatzerlösen sind 30.458 TEUR an Umsätzen mit verbundenen Unternehmen enthalten. Diese beruhen auf der angewandten cost-plus-Methode.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Mietaufwendungen (1.242 TEUR), Beratungskosten (525 TEUR), Lizenzgebühren (1.385 TEUR), Raumkosten (731 TEUR) und sonstigen Büroaufwendungen (550 TEUR).

Im Berichtsjahr ergibt sich aus der Veränderung des Ansatzes von aktiv latenten und passiv latenten Steuern im Sinne von § 274 HGB ein Aufwand in Höhe von 21 TEUR.

6. Sonstige Angaben

Angaben zu Arbeitnehmern

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug 94 (Vorjahr: 92). Davon haben 61 Personen im Bereich Cost of revenue (Vorjahr 52), 1 Person im Bereich Research and development (Vorjahr: 1), 27 Personen im Bereich Sales and Marketing (Vorjahr: 32) und 5 Personen im Bereich General and administrative (Vorjahr: 7) gearbeitet.

Mitglieder der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Frau Dorothea Brüggler, Schweiz, VP Strategic Operations

Frau Stefanie Box, USA (bis 09.02.2022), SVP & Deputy General Counsel

Frau Aimee Marroquin Rogers, USA (ab 09.02.2022), VP Global Tax and Supply Chain

Die Geschäftsführer sind gemeinsam vertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Geschäftsführung erhalten von der Gesellschaft keine Vergütung.

Konzernabschluss Und Name/ Sitz des Mutterunternehmens

Die Rackspace Germany GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Rackspace Benelux B.V., Amsterdam, die in den Niederlanden eingetragen ist. Das oberste Mutterunternehmen ist Rackspace Technology, Inc., Texas/ USA. Die oberste kontrollierende Partei ist Apollo Global Management, LLC, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die in Delaware, USA, über die Verwaltung bestimmter Fonds eingetragen ist, die die Mehrheitsbeteiligung an Rackspace Technology, Inc. halten.

Rackspace Technology, Inc. wurde am 5. August 2020 am Nasdaq Global Select Market notiert. Die kleinste und größte Gruppe, die den Konzernabschluss aufstellt, ist Rackspace Technology, Inc. Dieser Jahresabschluss ist unter https://ir.rackspace.com/ öffentlich zugänglich.

Abschlussprüferhonorare

Nach § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB wird die Angabe der Abschlussprüferhonorare unterlassen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen für Mietverhältnisse von Büroräumlichkeiten in Dresden, Hamburg, Mannheim und München für den Zeitraum von 1 bis 5 Jahren in Höhe von 868 TEUR und für den Zeitraum von über 5 Jahren in Höhe von 1.453 TEUR.

Nachtragsbericht

In 2023 erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen durch die Aufnahme eines zusätzlichen Kredites in Höhe von 5.500 TEUR. Weitere Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 sind nicht eingetreten.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

München, 31. Juli 2025

D. Brüggler, Geschäftsführer

A. M. Rogers, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Rackspace Germany GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rackspace Germany GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rackspace Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 31. Juli 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Eden, Wirtschaftsprüfer

ppa. Nils Kieseleit, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das am 31.12.2022 endende Geschäftsjahr wurde mit Beschluss vom 18.08.2025 festgestellt.

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