Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 14210
Eingetragen
6.11.2019
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Lösungen in allen Bereichen der Informationstechnologie. Das Leistungsspektrum besteht aus Technologie Consulting, Planung, Entwicklung /Realisierung, Integration, Produktionseinführung und Support.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Atanur Öztürk
seit 8.8.2024
Prokura
Heinz Urban
seit 8.8.2024
Geschäftsführer
Kai Braunert
seit 8.8.2024
Geschäftsführer
Marilena Reh
seit 18.12.2023
Prokura
Matthias Weidler
seit 18.12.2023
Prokura
Jens Tillmann
seit 7.2.2023
Prokura
Geschäftsführer
Markus Beverungen
seit 6.11.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

S&N Group AG
Germany
1.085.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

S&N Invent GmbH

Paderborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

I Grundlagen, Geschäftsverlauf 2021 und Lage des Unternehmens sowie Rahmenbedingungen

1. Grundlagen des Unternehmens

Gründung, Sitz und Gegenstand des Unternehmens

Die S&N Systeme und Netzwerke, Gesellschaft für Softwareentwicklung und Systemintegration mbH, wurde am 1. März 1991 im Handelsregister beim Amtsgericht Paderborn unter HRB 1895 eingetragen und hat am 1. April 1991 den operativen Betrieb aufgenommen. Mit Wirkung zum 7. April 1999 erfolgte die Umwandlung von einer GmbH in eine Aktiengesellschaft mit der Firmierung S&N AG, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Paderborn unter HRB 3270. Mit Wirkung zum 4. Juli 2011 wurde die Firmierung auf S&N Aktiengesellschaft geändert. Mit Gesellschafterbeschluss vom 15.10.2019 wurde die S&N Aktiengesellschaft im Wege des Formwechsels in eine GmbH mit der Firmierung S&N Invent GmbH umgewandelt und am 06.11.2019 unter HRB 14210 beim Amtsgerichts Paderborn in das Handelsregister eingetragen.Mit Gesellschafterbeschuss vom 19.11.2019 (UrNr. 388/2019 des Notars Dr. Norbert Gehling, Paderborn) wurde die Verschmelzung der A:gon Solutions GmbH mit Sitz in Eschborn (Eingetragen beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRB 58185) mit Verzicht auf die Gewährung von Geschäftsanteilen beschlossen. Mit dem weiterem Gesellschafterbeschluss vom 16.12.2019 (UrNr. 421/2019 des Notars Dr. Norbert Gehling) wurde der Verzicht auf die Gewährung von Geschäftsanteilen aufgehoben und die S&N Invent GmbH gewährt dem alleinigen Gesellschafter, der S&N Group AG, eingetragen beim Amtsgericht Paderborn unter HRB 13076, 50.000 Geschäftsanteile im Nennbetrag von je € 1,00. Zur Durchführung der Verschmelzung erhöht die S&N Invent GmbH ihr Stammkapital von € 1.035.000,00 auf € 1.085.000,00. Der bisherige Unternehmenssitz der A:gon Solutions GmbH in 65760 Eschborn, Frankfurter Straße 71-75 wurde entsprechend zur Zweigniederlassung der S&N Invent GmbH unter der Firma S&N Invent GmbH mit Zusatz "Zweigniederlassung". Mit Wirkung zum 31.10.2021 hat die Amadeus IT GmbH (Amtsgericht Nürnberg, HRB 19399) ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten im Wege der Verschmelzung durch Aufnahmen (UrNr. 347/2021 des Notars Dr. Norbert Gehling) auf die S&N Invent GmbH übertragen. Tätigkeitsfeld des Unternehmens ist die informationstechnologische und die fachprozessbezogene Beratung von Unternehmen, die Konzeption, Realisierung sowie die Implementierung von Softwarelösungen. Darüber hinaus gehören der Vertrieb von Softwareprodukten und Informationstechnologie, die Bereitstellung von Softwarefunktionen in öffentlichen und privaten Netzwerken sowie die Erbringung von sonstigen Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie und der Geschäftsprozessoptimierung zum Geschäftszweck der Gesellschaft.

Kapitalverhältnisse

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt am 31. Dezember 2021 Euro 1.085.000,00. Alleiniger Gesellschafter ist die S&N Group AG.

Geschäftsjahr, Bekanntmachungen

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen ausschließlich im Bundesanzeiger.

Rechtsstreitigkeiten

Gegen die Gesellschaft sind keine Gerichts- oder Schiedsverfahren anhängig oder anhängig gewesen, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage haben könnten.

2. Geschäftsverlauf 2021

Nachdem der Geschäftsverlauf im vorangegangenen Geschäftsjahr insbesondere in der ersten Jahreshälfte noch geringfügig durch die COVID-19-Pandemie beeinflusst war, waren im Geschäftsjahr 2021 tatsächlich keinerlei negative Auswirkungen vorhanden. Die Projekte liefen vollständig störungsfrei. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft betrugen im Geschäftsjahr 2021 ca. € 58,6 Mio. und liegen damit über denen des Geschäftsjahres 2020 sowie über den ursprünglichen Planungen für das Geschäftsjahr 2021. Das Ergebnis vor Steuern in Höhe von ca. € 3.198 Tsd. liegt damit ebenfalls deutlich über dem Vorjahresergebnis. Die Gründe für diese positive Entwicklung liegen einerseits in der guten Geschäftsentwicklung, die durch den weiter zunehmenden Digitalisierungsdruck in unseren Zielmärkten wesentlich gefördert wurde. Andererseits haben sich im Zuge der Corona-Pandemie die Arbeitsmodelle deutlich verändert. Im Softwareentwicklungs- und im Beratungsgeschäft sind die Anforderungen bezüglich der physischen Präsenz des Personals erheblich zurückgegangen. Das hat zu einem signifikanten Rückgang der Präsenzkosten, also insbesondere der Reisekosten, aber auch des Aufwandes für bezahlte Reisezeiten geführt.

Markt und Kunden

Der ITK-Markt ist in 2021 gegenüber dem Vorjahr insgesamt deutlich, im Bereich Software um ca. 8 % und im Bereich IT-Services um ca. 4 % gewachsen (Quelle: bitkom). Mit einem Umsatzanteil von mehr als 75% ist unser Kernmarkt nach wie vor der Bereich der Finanzwirtschaft. Auch wenn diese Branche nach wie vor in einer schwierigen Lage ist, sind hier ebenfalls die ITK-Aufwendungen in 2021 gegenüber 2020 gestiegen. Der Margenverfall in vielen wichtigen Geschäftsfeldern erzeugt einerseits einen massiven Kostendruck. Auf der anderen Seite erfordert die voranschreitende Digitalisierung signifikante Veränderungen der Geschäftsmodelle sowie der einzusetzenden Technologie. Damit sind in der Finanzbranche erhebliche Investitionen u. a. in die Informationstechnologie zwingend geboten. Die durchgängige Digitalisierung der Geschäftsprozesse im Finanzwesen gehört zu den Innovationsfeldern unseres Hauses. Hier ist das Unternehmen mit hervorragenden Kompetenzen zukunftsorientiert aufgestellt und mittlerweile in zahlreichen Projekten für seine Kunden erfolgreich tätig.Neben dem Kerngeschäft für Finanzdienstleister, in dem das Unternehmen über signifikantes Domänen-Know-how verfügt, konnten das Geschäftsvolumen im Geschäftsjahr 2021 branchenübergreifend ebenfalls weiter ausgebaut werden.

Personalentwicklung

Zum Jahresende 2021 ist die Anzahl fest angestellter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der S&N Invent GmbH im Verhältnis zum Vorjahr weitgehend konstant geblieben. Allerdings konnte die Reduzierung durch den Wechsel des SAP-Personals in die Schwestergesellschaft ABISCON GmbH durch Neueinstellungen praktisch kompensiert werden. Insofern sind die verstärkten Anstrengungen zur Personalgewinnung in 2021 durchaus erfolgreich gewesen. Dennoch haben wir es nach wie vor mit einem angespannten Bewerbermarkt zu tun. Die Fluktuation ist weiterhin als marktüblich zu bewerten. Die wesentlichen Assets des Unternehmens sind die hervorragend ausgebildeten, erfahrenen und außerordentlich engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diesem Umstand und den wachsenden Anforderungen des Marktes wurde auch in 2021 durch intensive Schulungsmaßnahmen sowohl in technologischen, wie auch in methodischen Bereichen Rechnung getragen. Darüber hinaus wurden ergänzende Maßnahmen zur Förderung von potentiellen Führungskräften auf den Weg gebracht.

Planung

Unser Markt im Bestandskundenbereich ist nach wie vor im Wesentlichen das Segment der Finanzdienstleister sowohl im direkten Geschäft als auch mit den jeweiligen assoziierten IT Providern im Sparkassen- und Genossenschaftsverbund. Hier sehen wir auch weiterhin gute Chancen für werthaltiges Wachstum. Insgesamt planen wir nach dem deutlichen Wachstum in 2021 für das Geschäftsjahr 2022 eine moderate Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr mit einer weiter verbesserten EBIT-Marge.

Controlling

Das Controlling der Gesellschaft ist eingebettet in das übergreifende Konzerncontrolling, das entsprechenden Standards, Vorgehensweisen und Werkzeuge einheitlich für alle Konzerngesellschaften vorgibt bzw. zur Verfügung stellt. Ausgehend von der Planung zu Beginn des Geschäftsjahres erfolgt monatlich eine Überarbeitung des Forecasts für Umsatz und den Einkauf von externen Projektdienstleistungen sowie der Personalkosten. Die sonstigen Kostenpositionen werden quartalsweise mit der aktuellen Entwicklung abgeglichen und ggfs. entsprechend korrigiert. Die jeweils ggfs. angepassten Werte für Umsatz, Fremdleistungseinkauf, Personalkosten und sonstige Kosten werden in die aktualisierte Prognose-GuV übernommen, die ihrerseits dann in die Konzernkonsolidierung einfließt.

3. Lage des Unternehmens

Absatzlage

Der primäre Zielmarkt für die S&N Invent GmbH ist nach wie vor die Finanzdienstleistungsbranche. Hier sind bereits seit mehreren Jahren erhebliche Veränderungen zu erkennen. Die Tendenz, insbesondere IT-Dienstleistungen aus Regionen mit einem signifikant niedrigerem Kosten- und damit Preisniveau zu beziehen, besteht unverändert. S&N Invent hat hierauf mit der Intensivierung alternativer Geschäftsmodelle reagiert, z. B. in den Bereichen agile Softwareentwicklung, Festpreisprojekte sowie Wartung und Service und hier mittlerweile signifikante Geschäftsvolumina erreicht. Darüber hinaus wird das Beratungsgeschäft mit spezifischen Schwerpunktkompetenzen weiter ausgebaut, mit denen auch andere Branchen adressiert werden. Ergänzt wird diese Strategie durch innovative Projekte in den Bereichen Digitalisierung und Cloud Technologie sowie die umfassende Einführung und Nutzung agiler Projektmethoden. Mit dem Angebot vollständiger agiler Teams zur ganzheitlichen Abwicklung innovativer Softwareentwicklungsprojekte fokussieren wir eine aktuell deutlich steigende Nachfrage in diesem Bereich. Insgesamt konnte im Geschäftsjahr 2021 eine deutliche Steigerung der Nachfrage im Bereich der Softwareentwicklung und der IT-Beratung festgestellt werden. Allerdings ist der Preisdruck dennoch aufgrund der weitgehend angespannten Ertragssituation in unseren Kundensegmenten deutlich spürbar. Darüber hinaus sind die Schwierigkeiten bei der Personalbeschaffung und des dadurch begrenzten personellen Wachstums ein limitierender Faktor für die Steigerung unsers Geschäftsvolumens.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist mit ca. € 20,699 Mio. gegenüber dem Vorjahr (ca. € 18,427 Mio.) um ca. 12% gestiegen. Das Anlagevermögen hat sich aufgrund der Verschmelzung der Amadeus IT GmbH mit der S&N Invent GmbH i. W. um die entsprechenden Anteile an verbundenen Unternehmen deutlich reduziert. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Jahresende 2021 ist gegenüber dem Stand per Stichtag 31.12.2020 erheblich geringer, das hängt i. W. mit einer teilweise veränderten Zahlungsweise der Kunden zusammen. Die verfügbaren Mittel (Bankguthaben und Wertpapiere) sind mit ca. € 8.958 Tsd. (VJ ca. € 5.418 Tsd.) deutlich gestiegen, das liegt einerseits an der Verschiebung von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu den Barmitteln, andererseits aber an dem ergebnisbedingten guten Cashflow.

Die Barmittel liegen damit deutlich über dem, was für den regulären Geschäftsbetrieb erforderlich ist. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr um ca.

€ 2,8 Mio. gestiegen. Sie bestehen im Wesentlichen aus Gesellschafterdarlehen an die Muttergesellschaft S&N Group AG zur Finanzierung des Erwerbs von Unternehmenbeteiligungen. Auf der Passivseite der Bilanz hat sich das Eigenkapital mit ca. € 11.303 (VJ ca. € 11.193 Mio.) nur geringfügig gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Rückstellungen insgesamt (für Steuern, Gewährleistungen und für Bonuszahlungen bezogen auf das Ergebnis im Geschäftsjahr 2021) sind gegenüber dem Vorjahr deutlich um ca. € 2,8 Mio. gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit ca. € 1.424 Tsd. (VJ ca. € 1.624Tsd.) gegenüber dem Vorjahr geringfügig verändert, gleiches gilt für die sonstigen Verbindlichkeiten, die i. W. aus Steuerverbindlichkeiten bestehen. Zusammen mit der gestiegenen Bilanzsumme ergibt sich eine geringfügig reduzierte Eigenkapitalquote von 54,6% (VJ 60,7 %). Die Eigenkapitalquote liegt damit weiterhin deutlich über dem Durchschnitt der mittelständischen Wirtschaft in Deutschland.

Finanzlage

Die Gesellschaft hat nach wie vor keine Bankverbindlichkeiten. Sie konnte und kann ihren Verpflichtungen stets zeitnah nachkommen. Die Zahlungszuverlässigkeit der Bestandskunden ist im Allgemeinen gut, die Zahlungsziele werden weitestgehend eingehalten, Zahlungsausfälle sind im Geschäftsjahr 2021 nicht aufgetreten. Das vereinfachte Working Capital (Umlaufvermögen abzgl. Rückstellungen und kurzfristige Verbindlichkeiten) ist mit ca. € 11,1 Mio. (VJ ca. € 10,3 Mio.) nach wie vor in Relation zum Geschäftsvolumen auf hohem Niveau.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 lagen mit ca. € 58,6 Mio. (VJ ca. € 52,8 Mio.) und einer Steigerung von ca. 11% gegenüber dem Vorjahr auch deutlich über der Jahresanfangsplanung. Das Ergebnis vor Steuern in Höhe von € 3.197.581,18 und die entsprechende EBIT-Marge von ca. 5,46% ist ebenfalls zufriedenstellend. Ausgehend vom Jahresüberschuss nach Ertragssteuern in Höhe von ca. € 2.110 Tsd. (VJ ca. € 1.191 Tsd.) ergibt sich vor Zahlung einer Dividende an den alleinigen Gesellschafter, die S&N Group AG, ein deutlich positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Liquidität ist in Relation zum Geschäftsvolumen als sehr gut zu bewerten. Auch nach Abführung der Dividende an die Muttergesellschaft verbleibt ein positiver Cashflow und damit entsprechend ausreichende Finanzmittel, um das Geschäft ohne Fremdmittel zu führen.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden im Rahmen der Planung und des Controllings die Kennzahlen Umsatz, Umsatzrendite (EBIT) und Cash Flow betrachtet. Der Umsatz für ein Geschäftsjahr wird zum Ende des jeweils vorangegangenen Geschäftsjahres durch den Vertrieb differenziert geplant. Eine entsprechende Planung erfolgt für den Einkauf von externen Dienstleistungen und die Betriebskosten. Monatlich laufend werden der tatsächliche Auftragsbestand, die jeweils aktualisierte Umsatzprognose, der Aufwand (Ist- und Prognosewert) für externe Dienstleistungen und die Kostenentwicklung im Controlling mit den Planwerten abgeglichen. Auf diese Weise ist eine zeitnahe Überwachung der finanziellen Leistungsindikatoren gewährleistet. Die wesentlichen nicht finanziellen Leistungsindikatoren liegen insbesondere in den Bereichen der Antizipation von Markt- und Technologietrends sowie in der Qualität und Quantität der erforderlichen Personalbeschaffung. In regelmäßigen themenspezifischen Arbeitskreisen (Management Bord Meetings) werden die Markt- und Technologietrends analysiert, im Hinblick auf ihre Relevanz für unsere Geschäftsstrategie bewertet und mit entsprechenden Entscheidungsvorlagen für das regelmäßig stattfindende strategische Managementboard Meeting aufbereitet. Die Rekrutierung von qualifiziertem Personal erfolgt auf der Ebene der Muttergesellschaft S&N Group AG durch den HR-Bereich für den gesamten Unternehmensverbund. Der Personalbedarf wird von den verschiedenen Bedarfsträgern mit konkreten Anforderungsprofilen an die Personalabteilung bzw. das Ressourcing gemeldet. Dort werden dann die geeigneten Personalbeschaffungsmaßnahmen durchgeführt. In regelmäßigen (halbjährlichen) Auswertungen wird die Erfolgsquote der Personalbeschaffung analysiert und ggfs. Veränderungen in der Beschaffungsstrategie festgelegt. Sowohl die finanziellen als wie auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren werden auf der Ebene des Unternehmensverbundes S&N Group in einem BSC-System (Management Cockpit) definiert, der Status der Erreichung wird dort dokumentiert und die damit verbundenen Risiken bewertet und ggfs. erforderliche Maßnahmen abgeleitet.

II Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1. Prognosebericht

Der primäre Zielmarkt des Unternehmens, wie auch des Unternehmensverbundes S&N Group ist nach wie vor im Wesentlichen das Segment der Finanzdienstleister sowohl im direkten Geschäft als auch mit den jeweiligen assoziierten IT Providern im Sparkassen- und Genossenschaftsverbund. Durch die enge Zusammenarbeit aller Unternehmen im Verbund sehen wir weiterhin beste Chancen für weiteres werthaltiges Wachstum. Durch die Ergänzung der jeweiligen Geschäftsschwerpunkte der Verbundunternehmen in den Bereichen Beratung, Projekte, Produkte und Services erzeugen wir ein umfassendes Leistungsportfolio und damit nachhaltige Wettbewerbsvorteile. Darüber hinaus bedingt die bereits angesprochene Situation der Unternehmen in unserer primären Zielbranche, aber auch der Veränderungsbedarf der IT in anderen Marktsegmenten, eine allgemeine Verstärkung des Bedarfs an Unterstützung und Lösungsbereitstellung in der IT. Das wird eine weitere Verstärkung der Nachfrage im Bereich unseres Leistungsportfolios zur Folge haben. Für das Geschäftsjahr 2022 ist eine moderate Steigerung des Umsatzvolumens auf ca. € 61 Mio. und eine Verbesserung der Profitabilität sowie damit einhergehend des Ergebnisses mit einer EBIT-Marge von ca. 6,5% geplant.

2. Risikobericht

Während wir aus der Corona-Situation nach den Erfahrungen der vergangene zwei Jahre keine wesentlichen Risiken mehr erwarten, sind die mittel- und langfristigen Auswirkungen des Russischen Krieges gegen die Ukraine auf die Gesamtwirtschaft im Augenblick absolut nicht abschätzbar. Es ist allerdings davon auszugehen, dass es in der Folge dieses Krieges zu einer deutlichen Eintrübung der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und Europa kommen wird und dieses in der Folge auch auf unser Geschäft negative Einflüsse haben wird. Die aktuelle Bewertung der operativen Risiken des Unternehmens hat sich grundsätzlich gegenüber der bisherigen Einschätzung nicht verändert. Im Wesentlichen handelt es sich um Risiken, die sich aus der Art und Struktur unserer Geschäftsmodelle sowie um Risiken, die sich im laufenden Geschäftsbetrieb ergeben. Die Geschäftsmodelle von S&N Invent bestehen nach wie vor aus drei Kategorien, der Vermarktung und Integration eigenentwickelter Softwareprodukte, Beratungs- und Entwicklungsprojekten zu Festpreisen sowie der Erbringung von Beratungs-, Service- und Supportleistungen mit der Abrechnung des jeweils erbrachten Aufwandes. Insgesamt ist in allen drei Kategorien eine weitgehend stabile Geschäftssituation mit steigender Nachfrage zu erkennen.

Bedarfsspitzen in den Kundenprojekten werden nach wie vor mit externer Unterstützung in der Zusammenarbeit mit größtenteils langjährigen Partnerunternehmen (Subcontracting) abgefedert.

Die strategischen Risiken ergeben sich insbesondere aus der Positionierung des Unternehmens im Markt. S&N Invent kombiniert innovative Technologiekompetenz mit einem klaren Branchenfokus auf Finanzdienstleister. Damit ist das Unternehmen gut positioniert, sodass die strategischen Risiken zumindest in der mittelfristigen Perspektive ebenfalls als eher gering bewertet werden können.

Darüber hinaus bestehen Risiken in der Kunden-/Umsatzstruktur der Gesellschaft. Mit drei Einzelkunden werden jeweils mehr als 10% des Gesamtumsatzes erwirtschaftet. Da es sich allerdings in diesen Fällen einerseits um langjährige gute Geschäftsbeziehungen (> 20 Jahre) handelt und sich anderseits das Geschäft mit diesen Kunden auf ganz unterschiedliche, zumeist eigenständige Bereiche verteilt, kann das sich hieraus ergebende "Klumpenrisiko" als gering eingeschätzt werden. Dennoch werden bereits seit mehreren Jahren erheblichen Anstrengungen unternommen, durch verstärkte Neukundengewinnung und den Geschäftsausbau mit umsatzschwächeren Bestandskunden dieses Risiko zu reduzieren. Die entsprechenden Maßnahmen zeigen zunehmende Erfolge, gegenüber dem Vorjahr konnte ein weiterer Bestandkunde zu einem Umsatzanteil von mehr als 10% aufgebaut werden.

Mit Hilfe der valide arbeitenden Überwachungs- und Controllinginstrumente werden regelmäßig sowohl die operativen als auch die strategischen Risiken quantitativ und qualitativ dargestellt und in regelmäßigen Gesprächsrunden durch den Führungskreis analysiert und bewertet. Dabei liefern die eingesetzten Werkzeuge zu jedem Zeitpunkt unmittelbar die aktuellen Werte für Umsatz, Kostenentwicklung, Auftragsbestand und Forecast.

3. Chancenbericht

Die wesentlichen Chancen für den werthaltigen Ausbau des Geschäfts des Unternehmens liegen einerseits in der bereits angesprochenen Situation der nach wie vor größten Zielbranche. Der Renovierungs- und Ausbaubedarf der IT-Infrastrukturen insgesamt und insbesondere bei Finanzdienstleistern sowie der erhebliche Investitionsbedarf in neue IT-Lösungen (Mobile, Digitalisierung, Cloud etc.) sind nach wie vor erheblich. Hier ist S&N Invent marktgerecht aufgestellt. Die erzwungene Umstellung der Arbeitsweise im Zuge der Corona-Pandemie hin zu Remotetätigkeit von zu Hause oder mobil hat sich mittlerweile etabliert. Nicht nur wir, sondern auch unsere Kunden haben erfahren, dass die Projekte praktisch in unveränderter Qualität realisiert werden können. Insofern erwarten wir zukünftig deutlich weniger Reisenotwendigkeit für unsere Mitarbeiter*innen und damit in diesem Bereich auch entsprechend weiter zurückgehende Kosten.

Insgesamt ist festzustellen, dass natürlich Risiken erkennbar sind, aber diese aus heutiger Sicht keine grundsätzliche Gefährdung des Unternehmens darstellen. Die Chancen und das Potential des Zielmarktes auf der anderen Seite weiteres werthaltiges Wachstum des Unternehmens ermöglichen.

4. Nachtragsbericht Corona-Pandemie

Auf die denkbaren Auswirkungen des Russischen Angriffskrieges und die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2022 wurde in den obigen Ausführungen entsprechend eingegangen. Insofern ist dem an dieser Stelle nichts hinzuzufügen.

 

Paderborn, den 05.08.2022

Markus Beverungen, Geschäftsführer

Dr. Jan Hendrik Hausmann, Geschäftsführer

Horst Merschjohann, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 218.523,00 858.774,66
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 689,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 689,00
II. Sachanlagen 218.363,00 269.940,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 218.363,00 269.940,00
III. Finanzanlagen 160,00 588.145,66
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 587.985,66
2. Sonstige Finanzanlagen 160,00 160,00
a. Genossenschaftsanteile 160,00 160,00
B. Umlaufvermögen 20.219.217,91 17.456.882,21
I. Vorräte   0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.260.895,73 12.038.566,22
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.959.783,49 8.337.087,23
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.774.758,30 2.954.699,81
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 311.378,20
3. sonstige Vermögensgegenstände 526.353,94 746.779,18
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 108.740,61 122.067,48
III. Wertpapiere 644.062,68 644.062,68
1. sonstige Wertpapiere 644.062,68 644.062,68
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.314.259,50 4.774.253,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 45.037,46 86.831,70
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 216.207,38 24.526,83
Aktiva 20.698.985,75 18.427.015,40

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 11.303.353,12 11.193.546,25
I. Gezeichnetes Kapital 1.085.000,00 1.085.000,00
II. Kapitalrücklage 1.650.048,65 1.650.048,65
III. Gewinnrücklagen 4.809.041,30 4.809.041,30
1. andere Gewinnrücklagen 4.809.041,30 4.809.041,30
IV. Bilanzgewinn 3.759.263,17 3.649.456,30
davon Gewinnvortrag 1.649.456,30 2.458.137,32
B. Rückstellungen 6.189.379,70 3.415.875,00
1. Steuerrückstellungen 461.584,70  
2. sonstige Rückstellungen 5.727.795,00 3.415.875,00
C. Verbindlichkeiten 2.944.172,93 3.770.107,58
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.424.194,32 1.624.137,36
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 439.076,43 675.611,91
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.080.902,18 1.470.358,31
davon aus Steuern 1.026.955,84 1.328.455,21
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.501,15 90.296,36
D. Rechnungsabgrenzungsposten 262.080,00 47.486,57
Passiva 20.698.985,75 18.427.015,40

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Umsatzerlöse 58.588.820,41 52.816.351,20
2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   -1.750.592,50
3. sonstige betriebliche Erträge 660.820,90 534.385,48
4. Materialaufwand 21.253.692,28 17.608.223,20
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 301.498,95 27.991,55
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.952.193,33 17.580.231,65
5. Personalaufwand 26.359.008,19 25.793.176,59
a) Löhne und Gehälter 23.090.706,02 22.379.519,18
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.268.302,17 3.413.657,41
davon für Altersversorgung 29.692,80 95.004,61
6. Abschreibungen 152.578,45 218.377,22
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 152.578,45 218.377,22
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.295.272,37 6.295.364,17
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 2.130,00 2.130,00
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4,80 4,80
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 68.175,00 62.203,13
davon aus verbundenen Unternehmen 55.523,14 47.778,48
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 59.688,64 29.924,95
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.087.774,31 525.967,00
12. Ergebnis nach Steuern 2.109.806,87 1.191.318,98
13. Jahresüberschuss 2.109.806,87 1.191.318,98
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.649.456,30 2.458.137,32
15. Bilanzgewinn 3.759.263,17 3.649.456,30

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die S&N Invent GmbH ihren Sitz in Paderborn. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Paderborn HRB 14210 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 264 Abs. 1 HGB i.V.m. § 267 Abs. 3 HGB und ist daher prüfungspflichtig.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet worden.

Die sonstigen Steuern sind nun in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten, die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften vorgenommen worden.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer, teils degressiver Abschreibungen angesetzt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten, d. h. zu ihrem Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bilanziert.

Möglichen Ausfallrisiken ist durch Wertberichtigung angemessen Rechnung getragen.

Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Kurswert zum Bilanzstichtag bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Ausweis erfolgt mit dem Nennwert.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen den Bilanzposten aus handels- und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Die sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen werden gem. § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB verrechnet angesetzt. Das Wahlrecht gem. § 274 Abs.1 Satz 2 HGB wurde durch die Gesellschaft dahingehend in Anspruch genommen, dass auf den Ansatz der sich aus der Verrechnung insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern verzichtet wurde. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz liegt bei 15,8 %. Der für die Ermittlung des Steuersatzes zugrunde gelegte Gewerbesteuer-Hebesatz beträgt 400 %.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung resultiert aus der Verrechnung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert mit der Pensionsrückstellung.

Bei der Bildung der Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verlusten angemessen Rechnung getragen. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Einnahmen vor dem Bilanzstichtag gebildet, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Ausweis erfolgt mit dem Nennwert.

III. Angaben zur Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben i.H.v. € 108.740,61 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: € 433.445,68).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 111.660,53 (Vorjahr: € 65.144,48).

Guthaben bei Kreditinstituten

Für die Anmietung von Büroräumen besteht eine Mietsicherheit, die durch ein Mietkautions- sparbuch mit Verpfändungserklärung in Höhe von € 22.993,88 beigebracht wurde.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Zur Erfüllung der Pensionsversprechen sind verpfändete Rückdeckungsversicherungen vorhanden.

Der Zeitwert des Deckungsvermögens zum 31.12.2021 beträgt € 1.431.213,38 (Vorjahr: € 1.227.881,83). Nach Saldierung mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung i. H. v. € 1.215.006,00 (Vorjahr: € 1.203.355,00) verbleibt ein aktiver Unterschiedsbetrag.

Aktive latente Steuern

Es bestehen aktive latente Steuern im Bereich der Pensionsrückstellungen und passive latente Steuern im Bereich des beweglichen Anlagevermögens.

Eigenkapital

Im Bilanzgewinn in Höhe von € 3.759.263,17 (im Vorjahr € 3.649.456,30) ist ein Gewinnvortrag in Höhe von € 1.649.456,30 (im Vorjahr € 2.458.137,32) enthalten.

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Bewertungsverfahren Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) angewendet.

Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt.

Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

• Rechnungszins von 1,87 % (Der Rechnungszinssatz wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB nach der Vereinfachungsregelung vom 10-Jahres-Durchschnitt ermittelt.)

• Rententrend von 0,00 % p.a.

• Gehaltstrend von 0,00 % p.a.

• Fluktuationsansatz von 0,00 % p.a.

• HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G von Klaus Heubeck

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergibt sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von € 31.943,00. Von der Übergangs- regelung gem. Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wurde demgemäß 1/15, also € 2.130,00 den Pensionsrückstellungen zugeführt

Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum 31.12.2021 beträgt € 6.383,00 (Art. 67 Abs. 2 EGHGB).

Der Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz der Rückstellung für Pensionen nach Maßgabe des zehnjährigen durchschnittlichen Marktzinssatzes im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre beläuft sich auf € 64.836,00. Der Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB.

Die Pensionsrückstellung ist mit dem Deckungsvermögen zu saldieren. Nach Saldierung verbleibt ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB.

Sonstige Rückstellungen

Die in der Bilanz zum 31.12.2021 ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen gliedern sich folgendermaßen: 829.000,00
Resturlaub und Überstunden 2.888.120,00
Prämien/Tantieme 1.468.600,00
Garantierückstellung 30.000,00
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 5.000,00
IHK-Beiträge 500.000,00
Vertriebskostenvergütung 7.075,00
Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 5.727.795,00

Verbindlichkeiten

Stand 31.12.2021 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr davon Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.424.194,32 1.424.194,32 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 439.076,43 439.076,43 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.080.902,18 1.080.902,18 0,00 0,00
  2.944.172,93 2.944.172,93 0,00 0,00
Stand 31.12.2020 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr davon Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.624.137,36 1.624.137,36 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 675.611,91 675.611,91 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.470.358,31 1.470.358,31 0,00 0,00
  3.770.107,58 3.770.107,58 0,00 0,00

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die im Geschäftsverkehr üblichen Sicherheiten. Weitergehende Sicherheiten für Verbindlichkeiten bestehen nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 79.884,66 (im Vorjahr € 407.221,48).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Mietverträgen für  
Immobilien belaufen sich auf insgesamt 2.330.190,47
davon sind innerhalb des nächsten Jahres fällig 552.583,01
Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen  
belaufen sich auf insgesamt 394.794,26
davon sind innerhalb des nächsten Jahres fällig 258.642,29

Die Bankverbindlichkeiten des verbundenen Unternehmens, der S&N Group AG, in Höhe von € 288.787,75 sind mit einer Bürgschaft der S&N Invent GmbH und der Verpfändung der Gesellschaftsanteile der S&N Invent GmbH über € 40.000,00 besichert. Das Risiko der Inanspruchnahme schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungs- verhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus der Verschmelzung der Amadeus IT GmbH in Höhe von € 450.378,64 (außergewöhnliche Aufwendungen) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern in Höhe von € 25.750,69 (im Vorjahr € 20.012,06) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Zuführungsbeträge zur Pensionsrückstel- lung, die aufgrund der Umbewertung nach den neuen Rechnungslegungsvorschriften nach Bil-MoG erforderlich sind und gem. Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB in jedem Geschäftsjahr zu mindestens 1/15 zugeführt werden, in Höhe von € 2.130,00 (Vorjahr: € 2.130,00) enthalten.

Im Rahmen der Verrechnung des Deckungsvermögens mit der Pensionsrückstellung gem. § 246 Abs. 2 HGB erfolgte gleichzeitig eine Verrechnung der Aufwendungen und Erträge, die aus der Abzinsung sowie aus dem zu verrechnenden Vermögen stammen, wie folgt:

Erhöhung Rückdeckungsversicherung 203.331,55
Beitragsprämie Rückdeckungsversicherung - 240.281,49
  - 36.949,94
Abzinsung der Pensionsverpflichtung - 22.421,00
  - 59.370,94

Der saldierte Ausweis erfolgt im Finanzergebnis

V. Sonstige Angaben

Geschäftsführer der S&N Invent GmbH sind (seit 06.11./25.11.2019):

Herr Dipl.-Ing. Markus Beverungen, Diplom-Ingenieur, Paderborn

Herr Horst Merschjohann, Diplom-Mathematiker, Hövelhof

Herr Dr. Jan Hendrik Hausmann, Diplom-Informatiker, Bielefeld

Herr Udo Peters, Kaufmann, Frankfurt (bis 31.12.2021)

Herr Josef Tillmann, Diplom-Informatiker, Paderborn (bis 26.11.2021)

Die Angaben zu den Gesamtbezügen der aktuellen und früheren Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und Aufsichtsrats nach § 285 Nr. 9a und b HGB unterbleiben mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Die Gesellschaft hat in 2021 durchschnittlich 266 Mitarbeiter beschäftigt. Es handelt sich um Angestellte. Zudem wurden durchschnittlich 14 Auszubildende und 9 FHDW-Studenten beschäftigt.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der S&N Group AG.

Die S&N Group AG hat ihren Sitz in Paderborn. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Paderborn unter HRB 13076 eingetragen.

Die S&N Group AG stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen zum 31. Dezember des Jahres auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht

Honorar an den Abschlussprüfer

Das Honorar an den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 gem. § 285 Nr. 17 HGB gliedert sich wie folgt auf:

a) Abschlussprüfung 11.000,00
b) sonstige Leistungen 0,00

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit dem Gesellschafter vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

VI. Nachtragsbericht

Der Krieg in der Ukraine stellt ein Ereignis von besonderer Bedeutung dar. Auf die Ausführungen im Lagebericht wird verwiesen.

 

Paderborn, den 5. August 2022

Markus Beverungen

Horst Merschjohann

Dr. Jan Hendrik Hausmann

Anlagenspiegel

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgend dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2021
+ Zugänge - Abgänge
Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.511.050,14 - 7.016,12 2.504.034,02
II. Sachanlagen      
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   + 100.312,45  
  1.601.844,15 - 72.371,48 1.629.785,12
III. Finanzanlagen      
    + 101,00  
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 587.985,66 - 588.086,66 0,00
2. Genossenschaftsanteile 160,00 0,00 160,00
    + 101,00  
  588.145,66 - 588.086,66 160,00
    + 100.413,45  
Gesamt 4.701.039,95 - 667.474,26 4.133.979,14
kumulierte Abschreibungen 01.01.2021
+ Zugänge - Abgänge
kumulierte Abschreibungen 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   + 689,00  
  2.510.361,14 - 7.016,12 2.504.034,02
II. Sachanlagen      
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   + 151.889,45  
  1.331.904,15 - 72.371,48 1.411.422,12
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00
    + 152.578,45  
Gesamt 3.842.265,29 - 79.387,60 3.915.456,14
Buchwert 31.12.2020
Buchwert 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 689,00 0,00
II. Sachanlagen    
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 269.940,00 218.363,00
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 587.985,66 0,00
2. Genossenschaftsanteile 160,00 160,00
  588.145,66 160,00
Gesamt 858.774,66 218.523,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.08.2022 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die S&N Invent GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der S&N Invent GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der S&N Invent GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben un angemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde ge legten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 8. August 2022

gez. Bernd Lenzen, Wirtschaftsprüfer

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