Sirio Europe Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Volker Schulz seit 23.6.2006 | Prokura |
Ralf-Dieter Otto Blesel seit 2.3.2005 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gelkaps GmbHFalkenhagenJahresabschluss zum 31. Dezember 2006Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006A. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN1. Vorbemerkungen Die Geschäftstätigkeit umfasste im Jahr 2006, wie bisher, im Wesentlichen die Lohnherstellung von Weichgelatinekapseln. Weiterhin wurden Hartgelatinekapseln von Zulieferern basierend auf Gelkaps eigener Rezeptur hergestellt und von Gelkaps verkauft. Gelkaps erfüllt Kundenwünsche nach verblisterten Durchdrückpackungen als Endverpackung durch Inanspruchnahme von entsprechenden Zulieferern. Es wurde ausschließlich an Vermarkter verkauft, eine direkte Vermarktung an den Großhandel oder an den Endverbraucher fand nicht statt. 2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung innerhalb Europas ist, was den für Gelkaps relevanten Markt angeht, zweigeteilt zu sehen. Während der Markt der rezeptfreien Arzneimittel bedingt durch veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen rückläufig ist, entwickelt sich der Markt der Nahrungsergänzungsmittel deutlich nach oben. Neue Substanzen, wie z.B. Lutein, Sojaisoflavone und Lycopin tragen verstärkt zu diesem Wachstum bei. 3. Branchenentwicklung Im Zuliefergeschäft von Weichgelatinekapseln an Vermarkter sind in Europa neben Gelkaps 16 weitere Firmen aktiv, von denen 3 über einen größeren Maschinenpark als Gelkaps verfügen. Der Marktführer, R.P. Scherer, verliert aufgrund der Gesundheitsreformgesetze in Deutschland und ist gemeinsam mit der Nr. 2 Swisscaps und der Nr. 3 Banner in einen Preiskampf eingetreten. Nach Brancheninformationen stagnieren die Umsätze von Swisscaps und Banner in 2006. Ein Finanzinvestor ist in 2006 mit der Übernahme von 60 % der Geschäftsanteile bei Swisscaps eingestiegen. Danach wurde die Weichgelatinekapsel-Produktion in Deutschland geschlossen und in ein neues Werk nach Rumänien verlagert, das zuerst mit der Produktion von Ölen startete, aber seit Anfang 2007 auch Suspensionen verarbeiten kann. Cardinal Health hat sein Lohnherstellungsgeschäft PTS, zu dem auch das R. P. Scherer Weichgelatinegeschäft gehört, Anfang 2007 an einen Finanzinvestor veräußert. Gelkaps baute in seinen wichtigen Marktsegmenten, Nahrungsergänzungsmittel und Arzneimittel seine Marktanteile deutlich aus. Während das Wachstum des Arzneimittelmarktes stagniert, befindet sich der Markt der Gesundheitsmittel in stetigem Wachstum. In Deutschland findet dieses Wachstum im Wesentlichen in Apotheken und Drogeriemärkten statt. Verbrauchermärkte verlieren an Umsatz. 4. Geschäftsverlauf der Gesellschaft a) Umsatz- und Auftragsentwicklung Insgesamt konnte der Umsatz Gesamt im abgelaufenen Geschäftsjahr um 16,6 % auf 17,6 Mio. Euro gesteigert werden. Hauptgrund für die deutliche Umsatzsteigerung war die Reorganisation der Vertriebsabteilung und die damit verbundene intensive Außendienstaktivität der Kundenbetreuer. Dies wurde durch eine intensive Außendienstaktivität der Kundenbetreuer erreicht. Verstärkt wurde der Vertrieb zusätzlich durch einen neuen Handelsvertreter in Frankreich. Der Anteil des Geschäftes in Deutschland beträgt 55 %, im Sonstigen Europa (ohne Schwesterfirmen) 39 %. Die Belieferung der Konzernschwester in den USA hat sich mit -15 % negativ entwickelt, ebenso wie das Geschäft mit der Konzernschwester in Prag mit -61 %. Der Anteil des Neugeschäftes am Umsatz betrug 45 %, sowohl mit neuen Kunden als auch mit neuen Produkten von langjährigen Kunden. b) Produktion Die Produktion von Weichgelatinekapseln betrug 1.163 Mio. Kapseln und lag damit 6 % unter Vorjahr. Grund für den Rückgang war eine starke Veränderung im Produktmix. Gelkaps hat sich von einigen Kunden mit zwar großer Menge aber niedrigem Deckungsbeitrag getrennt und diese durch neue Kunden mit höherwertigeren Produkten und höherem Deckungsbeitrag ersetzt. Dies zeigt auch die gestiegene Anzahl an produzierten "Batches" mit 986 in 2006 zu 834 in 2005 (+18%). Gelkaps produziert seit Oktober 2006 auf 10 Linien in einem 3-Schichtsystem, in der Regel 6-Tage die Woche. Im Sommer und im Dezember gab es zwei Unterbrechungen für planmäßige Wartungsarbeiten. Die Produktion von "Endverbraucher-verkaufsfähigen Verpackungen" in Dosen betrug im Geschäftsjahr 2006 insgesamt 0,5 Mio. Dosen (-54%) mit einem Umsatz von 664 TEUR (-40%). c) Beschaffung Bedingt durch den erhöhten Umsatz, erhöhte sich der Lagerbestand an Rohstoffen und führte somit unterjährig zu einer Liquiditätsbindung in Rohstoffen und unfertigen Erzeugnissen. Im November 2004 wurde mit Unterstützung eines externen Beraters eine "Beschaffungsoffensive" gestartet, bei der die ca. 60 meistverwendeten Rohstoffe weltweit ausgeschrieben wurden. Durch diese Maßnahme wurden in den Jahren 2005 und 2006 Einsparungen in Höhe von 1.280 TEUR erzielt. d) Investitionen In 2006 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 1.007 (im Vorjahr TEUR 2.213) durchgeführt, im Wesentlichen zur Qualitätserhöhung in Richtung auf die Herstellung von Pharmazeutika und zur Kapazitätsausweitung der Produktion in neue Maschinen . Das Gesamtinvestitionsvolumen der Produktionserweiterung und Qualitätsverbesserungsmaßnahmen beträgt TEUR 4.350 und läuft von 2005 bis in das Jahr 2007. Die Investitionsmaßnahmen wurden durch Kapitaleinlagen der Muttergesellschaft IVAX (TEUR 2.000 in 2004, von denen TEUR 600 für Investitionen verwendet wurden und TEUR 3.250 in 2005) unterstützt. Der Rest wird abgedeckt durch Investitionszulagen des Landes Brandenburg, die fest zugesagt sind und Eigenfinanzierung durch Gelkaps. e) Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte im Wesentlichen über eine Bank-Kontokorrentlinie sowie durch die Muttergesellschaft. Im Rahmen der Gesellschafterfinanzierung wurde im Geschäftsjahr 2006 eine Kapitaleinlage durch die Muttergesellschaft über T€ 48 vorgenommen. f) Personal- und Sozialbereich Im Laufe des Jahres 2006 erfolgte ein personeller Ausbau von 161 auf 166 (+ 3 %) Mitarbeiter zur Bewältigung der erhöhten Auftragslage. Im Bereich der Qualitätssicherung wurde die Inprozesskontrolle um 2 Mitarbeiter ausgebaut. g) Forschung und Entwicklung Die Ausgaben in diesem Bereich lagen mit TEUR 152 +9% über Vorjahr. B. ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE1. Ertragslage Die Umsatzerlöse von EUR 15,1 Mio. des Vorjahres konnten auf EUR 17,6 Mio. (+16,6%) gesteigert werden. Das Jahresergebnis beträgt -81 TEUR (+1.951 TEURO gegen Vorjahr). Sowohl die Entwicklung der Umsatzerlöse als auch das Jahresergebnis liegen leicht unter Plan des im Januar 2006 verabschiedeten neuen strategischen Business Plans für Gelkaps für die Jahre 2006 bis 2010. Der Gesamtplan ist dadurch nicht gefährdet. 2. Vermögenslage Durch die getätigten Investitionen des Geschäftsjahres ist das Anlagevermögen um T€ 130 auf T€ 6.039 gestiegen und macht nunmehr 49,2% der Bilanzsumme aus. Die Summe der Investitionen im Geschäftsjahr betrugen T€ 1.007. Das Umlaufvermögen hat sich um T€ 1.482 erhöht. Hierbei spielen die wesentlich höhere Auslastung zum Ende des Geschäftsjahres 2006 die wesentliche Rolle. Ebenso war der November Umsatz und der Dezember Umsatz wesentlich höher als der Vorjahresumsatz in den Zeiträumen. Hierdurch sind die Forderungen entsprechend angestiegen. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 894 gestiegen. Dies resultiert aus der Gewährung eines Darlehens im Geschäftsjahr 2006 über T€ 500 und der aufgelaufenen Zinsen im Geschäftsjahr für die Gesellschafterdarlehen in Höhe von T€ 235. Die Kapitalstruktur hat sich durch das leicht negative Ergebnis 2006 nicht wesentlich verändert. 3. Finanzlage Über die Finanzlage gibt die nachfolgende Kapitalflussrechnung Aufschluss
C. NACHTRAGSBERICHTVorgänge von wesentlicher Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2006 nicht ergeben. D. RISIKOBERICHT1. Risikomanagement Das Risikomanagement wird durch die Erfüllung der Vorschriften des Sarbanes-Oxly-Actes bestimmt. Diese schreiben für Tochterunternehmen börsennotierter amerikanischer Unternehmen reichhaltige Prüfungen und Test vor, die sich mit den Bilanzposten aus auch mit internen Abläufen und Rahmenbedingungen des Unternehmens befassen. Die Betrachtung umfasst sämtliche Bilanzpositionen als auch sämtliche Bereiche des Unternehmens. Die wirtschaftlichen Erfolge werden in monatlichen Abschlüssen gemessen und kommuniziert. In diesen Abschlüssen werden sämtliche bekannten Risiken bewertet und erfasst. Durch diese Prüfungen und das monatliche interne Berichtswesen der Gelkaps GmbH sind die Risiken bekannt. 2. Risiken und Chancen Die Risiken für das Unternehmen werden im Wesentlichen durch drei Bereiche dargestellt. Ein Risiko stellt das derzeit eingesetzte ERP-System dar, dass erhebliche manuelle Pflege bedarf, damit die notwendigen Informationen für das Unternehmen bereitgestellt werden können. Hier ist ein zeitnaher Austausch geplant. Ein weiteres Risiko ist ein kurzfristig zu kündigender Mietvertrag für das genutzte und notwendige Lager. Notwendige Lagerflächen müssten bei Kündigung des Mietvertrages innerhalb von 3 Monaten durch Gelkaps durch Baumassnahmen geschaffen werden. Weiter ist die ausreichende Ausstattung des Unternehmens mit Liquidität kritisch für die Erreichung der Wachstumsziele. Durch das erhebliche Wachstum und die geschäftsbedingte Zahlungslücke besteht bei diesem Wachstum ein Finanzierungsbedarf. Sollte dieser nicht gedeckt werden, ist das geplante Wachstum nicht zu erreichen. Aufgrund der von der Gesellschafterin geleisteten Kapitaleinlagen in 2004 und 2005 hat sich die Kapitalstruktur der Gesellschaft bedeutend verbessert. 3. Gesamtrisiko Die Abhängigkeit von wenigen Großkunden mit Produkten von geringer Profitabilität wurde im Jahre 2006 deutlich reduziert. Der strategische Plan wird weiterhin dahingehend umgesetzt, mehr Kunden mittlerer Größenordnung zu gewinnen, mit Produkten, die einen deutlich höheren Deckungsbeitrag ausweisen. Aufgrund der von der Gesellschafterin geleisteten Kapitaleinlage in 2004 bis 2006 in Höhe von TEURO 5.298 und eines Darlehns in 2006 in Höhe von 500 TEURO hat sich die Kapitalstruktur der Gesellschaft bedeutend verbessert. Eine bilanzielle Überschuldung liegt zum Bilanzstichtag nicht vor. IVAX B.V. hat sich verpflichtet, hinsichtlich ihrer Forderungen an die Gesellschaft zugunsten aller anderen gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger im Range zurückzutreten. Weiterhin hat sich IVAX verpflichtet, im Falle der Zahlungsunfähigkeit sowie Überschuldung der Gesellschaft fällige Verbindlichkeiten der Gesellschaft in dem Umfang zu erfüllen, als dies zur Beseitigung der Überschuldung oder zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit erforderlich ist. E. PROGNOSEBERICHTDie steigenden Qualitätsanforderungen der Kunden und neue gesetzliche Anforderungen erfordern weitere Umbauten in der bestehenden Produktion sowie im Labor. Für diese Maßnahmen ist in 2007 ein Brutto - Investitionsvolumen von 546 TEURO vorgesehen. Diese Summe wird durch wird durch Zusagen des Landes Brandenburg über 30% Investitionszuschüsse reduziert. Die restlichen Mittel wird Gelkaps aus eigenen Mitteln aufbringen. Das Gelkaps Geschäft hat in 2006 Break-even erreicht, und soll in 2007 um weitere 22% wachsen. Dazu wird weiterhin der in 2004 verabschiedete Businessplan mit leichten Modifikationen umgesetzt, welcher beinhaltet, dass Kunden mit niedrigem oder sogar negativem Deckungsbeitrag gegen neue Kunden mit besseren Margen ausgetauscht werden. Das Neugeschäft (40%) in 2006 hat gezeigt, dass trotz geringerer Produktionsmenge (-9%) ein wesentlich verbessertes Ergebnis erzielt werden konnte. Diese Maßnahme konnte zu einer deutlichen Risikoreduzierung beigetragen. Dieser Weg wird konsequent weiter fortgesetzt. Zur Erreichung des Umsatzzieles werden sollen auch neue Märkte erschlossen werden, wie zum Beispiel Frankreich, Spanien und UK, die Grundlagen sind dafür bereits gelegt durch einen eigenen Handelsvertreter in Frankreich sowie diverse Probeverkapselungen für andere Kunden. Die Einsparungen bei den Materialkosten betrugen im vergangenen Jahr 808 TEURO bezogen auf das Jahr 2004 und haben das gesetzte Ziel weit überschritten. Während sich Preiserhöhungen im Markt, bezogen auf das Preisniveau des Jahres 2004, nur schwer durchsetzen lassen, ist es gelungen neue Produkte mit erhöhtem Deckungsbeitrag im Markt zu platzieren. Durch die erneut geplante Umsatzsteigerung in Höhe von 22 % ist die Liquiditätssituation der Gelkaps weiter angespannt, da Rohstoffe und Forderungen in größerem Umfang vorfinanziert werden müssen. Von daher geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Gesellschafterdarlehn so lange bestehen bleiben, bis Gelkaps in der Lage sein wird, sich selbst zu finanzieren.
Pritzwalk, 14. Februar 2007 Gelkaps GmbH Ralf-Dieter Blesel, Geschäftsführer Michael Ewers, Geschäftsführer Theo Andriessen, Geschäftsführer Thomas Patrick McCabe, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2006Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006
Entwicklung des Anlagevermögens
Anhang für das Geschäftsjahr 2006I. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEDer Jahresabschluss der Gelkaps GmbH, Falkenhagen, für das Geschäftsjahr 2006 wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Der Abschluss ist in EURO aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Von den ihr eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs gemäß § 288 HGB macht die Gesellschaft Gebrauch. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung, über 3 Jahre, abgeschrieben. Der Zeitraum der Nutzung der eingesetzten CSB-Software erstreckt sich über die Laufzeit des mit CSB abgeschlossenen Lizenzvertrages, das sind 5 Jahre. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 50,00 bis EUR 410,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben; solche mit Anschaffungskosten bis EUR 50,00 werden im Jahr der Anschaffung als Aufwand gebucht. Gegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 410,00 werden gemäß ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Die Herstellungskosten beinhalten die nach steuerlichen Vorschriften notwendigen Gemeinkosten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Erhaltene Investitionszuschüsse sowie -zulagen auf Sachanlagen werden unter dem Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen ausgewiesen. Sie werden über die Nutzungsdauer des betreffenden Vermögensgegenstands ertragswirksam aufgelöst. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden unter Beachtung des Imparitäts-prinzips zum Anschaffungskurs oder zum niedrigeren bzw. höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. II. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Seite 6 und 7 des Anhangs dargestellt. 2. Beteiligungen Im Geschäftsjahr 2002 erwarb die Gesellschaft eine Beteiligung an der Kooperation Phyto-pharmaka GbR, Bonn. Die Einlage erhöhte sich in 2003 auf EUR 3.900,00. Aufgrund der Neueinschätzung der Einlage als Mitgliedsbeitrag wurde die Beteiligung in 2004 bis auf EUR 1,00 als Erinnerungswert abgewertet. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Es bestehen keine Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 4. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten verauslagte Rechnungen für 2007. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen für Prozesskosten (TEUR 19), Mitarbeiterboni (TEUR 148), für allgemeine Gewährleistungsrisiko (TEUR 144) Kundenboni (TEUR 104), Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 42), Urlaubsansprüche der Mitarbeiter (TEUR 46), geleistete Überstunden (TEUR 60), Schwerbehindertenabgabe (TEUR 22), für Jahresabschlusskosten (TEUR 17) und für Steuerberatung (TEUR 10). 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert. Davon entfallen TEUR 1.470 auf Grundschulden auf die Betriebsgrundstücke in Falkenhagen. Die übrigen Sicherheiten setzen sich im Wesentlichen aus Sicherungsübereignungen von beweglichen Sachen (Sachanlagen, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) sowie Abtretungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusammen. Die IVAX International B.V., Amsterdam, Niederlande führte dem Unternehmen im September 2006 mit einer Einlage i. H. v. TEUR 48 Kapital zu. Die IVAX International B.V., Amsterdam, Niederlande, ist in ihrer Eigenschaft als Gesellschafterin hinsichtlich ihrer Forderung von EUR 6.142.780,41 zum 31. Dezember 2006 zuzüglich Zinsen von EUR 742.574,11 zugunsten aller anderen gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger zurückgetreten, solange die bilanzielle Überschuldung - ohne Berücksichtigung der Rangrücktrittserklärung - besteht. Aufgrund dieser Rangrücktrittserklärung ist eine Überschuldung im Sinne der Insolvenzordnung nicht gegeben. Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGUmsatzerlöse Aufgliederung der Umsatzerlöse 1) nach Produkten (Nahrungsergänzungsmittel T€
15.435; Arzneimittel T€ 2.037; kosmetische Produkte
T€ 51; sonstige Umsätze
2) nach Märkten (Deutschland T€ 9.561 ; Europa T€ 7.285; USA T€ 737; Asien T€ 38 ) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 348 umfassen im Wesentlichen TEUR 226 für die Auflösung der Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen zum Anlagevermögen, TEUR 23 für die Förderung vom Arbeitsamt für die Einstellung von Mitarbeitern, . In Höhe von TEUR 44 sind in diesem Posten brutto ausgewiesene Kursgewinne enthalten. IV. SONSTIGE ANGABEN1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen über ein Außenlager und Büroflächen, über 7 Leasingfahrzeuge (PKW) einen Gabelstapler und ein Kopiergerät mit folgenden Fälligkeiten:
Für das Geschäftsjahr 2007 bestehen zum Prüfungszeitpunkt feste Kontrakte mit Lieferanten, Gelatine und Füllstoffe betreffend im Umfang von TEUR 1.758. 2. Mutterunternehmen 100 % des Stammkapitals der Gesellschaft werden seit dem 17. März 1995 von IVAX International B. V., Amsterdam, Niederlande (IVAX B. V.), einem Tochterunternehmen der TEVA Pharmaceutical Ltd., Petach Tikva, Israel Der Jahresabschluss der Gelkaps GmbH, Falkenhagen, wird in den Konzernabschluss der TEVA Pharmaceuticals, Tel Aviv, Israel, einbezogen. 3. Durchschnittliche Mitarbeiterzahl Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 200, ohne Auszubildende, im Durchschnitt 161 Mitarbeiter (Vorjahr: 158 Mitarbeiter):
4. Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an: Ralf-Dieter Blesel Michael Ewers Theo Andriessen Thomas Patrick McCabe 5. Organbezüge Die Bezüge der Geschäftsführung beliefen sich auf EUR 220.459,70
Falkenhagen, 14. Februar 2007 Gelkaps GmbH Theo Andriessen, Geschäftsführer Thomas Patrick McCabe, Geschäftsführer Ralf-Dieter Blesel, Geschäftsführer Michael Ewers, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschlussbestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhangunter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gelkaps GmbH, Falkenhagen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Schwerin, den 16. Februar 2007 PricewaterhouseCoopers
ppa. Dr. Görlitz, Wirtschaftsprüfer Hausmann, Wirtschaftsprüfer |
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