GÖKELER BERATENDE INGENIEURE GmbH
Selbe AdresseIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Josef Seyr seit 16.6.2023 | Geschäftsführer |
Thomas Pollmer seit 16.6.2023 | Geschäftsführer |
Urban Vogt seit 18.4.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Continentale Assekuranz Service GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Continentale Assekuranz Service GmbH Baierbrunner Str. 31-33 - 81379 München Handelsregister Amtsgericht München B 96716Bericht über das Geschäftsjahr 2023vorgelegt in der ordentlichen Gesellschafterversammlung am 03. Mai 2024Geschäftsführung 2Die Gesellschaft wurde im Berichtsjahr durch die Geschäftsführer Josef Seyr, Gablitz, ab 01.05.2023 Thomas Pollmer, München, ab 01.05.2023 Urban Vogt, Dortmund, vertreten.
2) Angaben zum Anhang gemäß §
285 Nr. 10 Handelsgesetzbuch (HGB)
Lagebericht1. Grundlagen des UnternehmensDie Continentale Assekuranz Service GmbH ist ein Unternehmen des Continentale Versicherungsverbundes. Sie ist eine Tochtergesellschaft der Continentale Holding AG (Dortmund). Gegründet wurde die Gesellschaft im Jahr 1988. Die Gesellschaft bietet unabhängigen Vertriebspartnern in Österreich Vertriebsunterstützung bei der Vermittlung von Produkten des Continentale Versicherungsverbundes. Im Geschäftsjahr wurden im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft mehrere Versicherungsarten der Continentale Lebensversicherung AG und der EUROPA Lebensversicherung AG im freien Dienstleistungsverkehr in Österreich angeboten. 2. WirtschaftsberichtRahmenbedingungenDie nachfolgend aufgeführten Zahlen und Fakten stammen, soweit nicht anders angegeben, aus einer ersten amtlichen Schätzung des Statistischen Bundesamtes vom Januar 2024. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ging 2023 leicht zurück. Nach einer Steigerung von 1,8 % im Vorjahr reduzierte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt um 0,3 %. Das von Konflikten und Krisen geprägte Umfeld sorgte nach wie vor für Unsicherheit bei Produzenten, Investoren und Konsumenten. Insbesondere wirkte sich der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine spürbar auf die deutsche Wirtschaft aus. So litt die größte Volkswirtschaft Europas im Berichtsjahr unter einem schwächelnden Welthandel, weiterhin hohen Preisen und gestiegenen Zinsen. Außerdem bremste der zunehmende Arbeits- und Fachkräftemangel das wirtschaftliche Wachstum. Die preisbereinigte gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung verringerte sich im vergangenen Jahr geringfügig um 0,1 %. Als Konjunkturstütze erwies sich erneut der Dienstleistungssektor. Am stärksten legte der Bereich Information und Kommunikation mit einem Plus von 2,6 % zu. Dagegen sank die Bruttowertschöpfung im Bereich Handel, Gastgewerbe und Verkehr um 1,0 %. Nachdem Russlands Krieg gegen die Ukraine im Jahr 2022 die Energiepreise massiv in die Höhe getrieben hatte, stabilisierten sich diese auf hohem Niveau. Wie im Vorjahr belastete die Energiekrise in erster Linie energieintensive Industriezweige wie die Chemie- und Metallindustrie. Insgesamt verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe im Berichtsjahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4 %. Das Baugewerbe erzielte ein leichtes Plus von 0,2 %. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte reduzierten sich im vergangenen Jahr preisbereinigt um 1,1 %. Die Zurückhaltung beim Konsum ist nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes maßgeblich bedingt durch die hohen Verbraucherpreise. Die Inflationsrate fiel im Jahresdurchschnitt 2023 auf 5,9 %, nachdem sie im Vorjahr mit durchschnittlich 6,9 % einen historischen Höchststand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte nahm aufgrund eines kräftigen Anstieges der Nettolöhne und -gehälter im vergangenen Jahr um 5,9 % zu. Die Sparquote erhöhte sich leicht von 11,1 % im Vorjahr auf 11,3 %. Die staatlichen Konsumausgaben gingen preisbereinigt erstmals seit fast zwei Jahrzehnten zurück. Sie verminderten sich um 1,7 %, vor allem, weil Ausgaben zur Bekämpfung der Coronapandemie im Vergleich zu den Jahren ab 2020 entfielen. Auch Bauinvestitionen wurden in geringerem Maß getätigt, besonders im Wohnungsbau. Sie reduzierten sich 2023 um 2,1 %. Dagegen legten die Investitionen in Ausrüstungen wie Maschinen, Geräte und Fahrzeuge um 3,0 % zu. Die Nachfrage aus dem In- und Ausland war im Berichtsjahr schwach. Die Importe sanken preisbereinigt um 3,0 % und die Exporte um 1,8 %. Der Arbeitsmarkt zeigte sich relativ stabil. Im Jahr 2023 arbeiteten durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätige und damit 333.000 Personen beziehungsweise 0,7 % mehr als im Vorjahr. Dies markierte einen neuen Höchststand seit der Wiedervereinigung. Die Zahl der Beschäftigten wuchs infolge der hohen Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte sowie durch die gestiegene Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Dennoch hinterließ die schwächelnde Konjunktur Spuren am Arbeitsmarkt. Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit vom 3. Januar 2024 stieg die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2023 um 191.000 auf 2.609.000. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr durchschnittlich um 0,4 Prozentpunkte auf 5,7 %. Vor diesem Hintergrund konnten die deutschen Versicherer die Beitragseinnahmen nur moderat um 0,6 % auf 225 Mrd. Euro steigern. Das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld und die Konsumzurückhaltung der privaten Haushalte führten 2023 zu weiteren Einbußen in der Lebensversicherung. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) gingen die Beitragseinnahmen hier um 5,2 % zurück. Stark rückläufig entwickelte sich das Lebensversicherungsgeschäft gegen Einmalbeiträge, da viele Kunden infolge des deutlich gestiegenen Zinsniveaus kurzfristige Geldanlagen bei alternativen Anbietern bevorzugten. Die Schaden- und Unfallversicherer erzielten hauptsächlich aufgrund von Beitrags- und Summenanpassungen in der Sachversicherung ein Wachstum von 6,8 %. Die anhaltende Inflation verstärkte den ohnehin hohen Preisdruck in dieser Sparte. So machten gestiegene Schadenaufwendungen im Vorjahr, zum Beispiel infolge stark anziehender Bau- und Reparaturkosten, Beitragserhöhungen erforderlich. In der Privaten Krankenversicherung (PKV) nahmen die Beitragseinnahmen 2023 um 2,3 % zu. Laut PKV-Verband erhöhte sich erstmals seit 2011 die Zahl der Vollversicherten, wenn auch nur geringfügig. Wesentliche Herausforderungen für die Versicherer waren auch 2023 die Digitalisierung, die demografische Entwicklung und der Klimawandel. Prävention und Anpassung an die Folgen der klimatischen Veränderungen gewannen angesichts von Milliardenschäden durch Wetterextreme weiter an Bedeutung. Außerdem rücken Themen wie Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz und Cyberkriminalität in den Fokus. Hinzu kamen neue vielfältige regulatorische Anforderungen, beispielsweise an die Nachhaltigkeitsberichterstattung oder die IT-Sicherheit. Darüber hinaus macht sich der zunehmende Fachkräftemangel auch in der Versicherungswirtschaft massiv bemerkbar. GeschäftsverlaufGeschäftsergebnis 3Im Berichtsjahr sanken die Provisionserlöse aus dem Basisgeschäft der Gesellschaft, der Versicherungsvermittlung, um 4,0 % (Vj. -12,5 %) auf 4.404 Tsd. Euro (Vj. 4.589 Tsd. Euro). Die Provisionsaufwendungen erhöhten sich um 1,4 % (Vj. -13,2 %) auf 3.331 Tsd. Euro (Vj. 3.285 Tsd. Euro). Per saldo ergibt sich ein Rohergebnis aus der Versicherungsvermittlung unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 16 Tsd. Euro (Vj. 34 Tsd. Euro) von 1.089 Tsd. Euro (Vj. 1.338 Tsd. Euro). Der Personalaufwand stieg um 2,6 % (Vj. -9,8 %) auf 698 Tsd. Euro (Vj. 680 Tsd. Euro). Im Geschäftsjahr wurden auf das Sachanlagevermögen planmäßige lineare Abschreibungen in Höhe von 1 Tsd. Euro vorgenommen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen um 1,2 % (Vj. 20,0 %) auf 722 Tsd. Euro (Vj. 713 Tsd. Euro) zu. Die Continentale Assekuranz Service GmbH weist im Geschäftsjahr einen Verlust nach Steuern in Höhe von 344 Tsd. Euro (Vj. 62 Tsd. Euro) aus, der im Wesentlichen auf das um 249 Tsd. Euro rückläufige Rohergebnis zurückzuführen ist. Bei gestiegenen übrigen Aufwendungen ergab sich insgesamt eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Steuerbelastung von 1 Tsd. Euro, so dass der Jahresfehlbetrag 345 Tsd. Euro nach 63 Tsd. Euro im Vorjahr beträgt. Einschließlich des Gewinnvortrags von 708 Tsd. Euro (Vj. 771 Tsd. Euro) beläuft sich der Bilanzgewinn auf 363 Tsd. Euro (Vj. 708 Tsd. Euro). Das Eigenkapital der Gesellschaft ist aufgrund des geringeren Bilanzgewinns um 345 Tsd. Euro auf 850 Tsd. Euro gesunken. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt 37,5 % (Vj. 46,0 %). Das Fremdkapital der Gesellschaft setzt sich aus den gebildeten Rückstellungen, die um 24,6 % (Vj. 1,6 %) auf 70 Tsd. Euro (Vj. 56 Tsd. Euro) zunahmen und den Verbindlichkeiten, die sich um 0,1 % (Vj. 6,1 %) auf 1.350 Tsd. Euro (Vj. 1.348 Tsd. Euro) erhöhten, zusammen. Das Vermögen der Continentale Assekuranz Service GmbH besteht zum Bilanzstichtag zu 81,5 % (Vj. 78,9 %) aus den Abrechnungsforderungen gegen die Continentale Krankenversicherung a.G. in Höhe von 1.849 Tsd. Euro (Vj. 2.051 Tsd. Euro). Die Bilanzsumme sank um 12,7 % (Vj. +0,6 %) auf 2.269 Tsd. Euro (Vj. 2.599 Tsd. Euro). KonzernunternehmenIm Jahr 2023 ergaben sich keine Änderungen im Kreis der Konzernunternehmen des Continentale Versicherungsverbundes. Die Continentale Krankenversicherung a.G., Dortmund, bildete am 31. Dezember 2023 zusammen mit der Continentale Assekuranz Service GmbH und den folgenden Gesellschaften einen Konzern:
Der Konzernabschluss wird - unter Anwendung des § 296 Abs. 2 HGB - gemäß § 341i HGB von der Continentale Krankenversicherung a.G. als Mutterunternehmen aufgestellt. In den Organen der Konzernunternehmen besteht weitgehend Personalunion. FunktionsausgliederungZwischen den Unternehmen bestehen Organisationsabkommen beziehungsweise Dienstleistungsverträge. Im Continentale Versicherungsverbund werden aus Wirtschaftlichkeitsgründen bestimmte Funktionen zentral von einem Unternehmen wahrgenommen. So übernimmt die Continentale Krankenversicherung a.G. für die Gesellschaft die Aufgaben des Vermittlungsservice und alle Arbeiten aus den Bereichen Recht und Datenschutz, Unternehmenskommunikation, Konzerncontrolling, Risikomanagement, der Vertriebstechnik sowie die Betreuung von Vertriebspartnern. Die Arbeiten aus dem Bereich Rechnungswesen werden von der Continentale Lebensversicherung AG übernommen. PersonalberichtAm 31.12.2023 waren 7 (Vj. 6) Mitarbeiter im Angestelltenverhältnis beschäftigt. 3. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtPrognoseberichtAllgemeinDie folgenden Ausführungen basieren im Wesentlichen auf der "ifo Konjunkturprognose Winter 2023" vom 14. Dezember 2023 und dem "Jahreswirtschaftsbericht 2024" der Bundesregierung vom 21. Februar 2024. Die ifo-Prognose war insbesondere mit Unsicherheiten über den Bundeshaushalt 2024 behaftet, da während der Beratungen im Haushaltsausschuss des Bundestages das Bundesverfassungsgericht am 15. November 2023 entschied, dass die Umwidmung von Mitteln zur Bekämpfung der Coronapandemie zugunsten von Maßnahmen für den Klimaschutz in Höhe von 60 Mrd. Euro verfassungswidrig und damit nichtig ist. Bevor der Haushalt am 2. Februar 2024 verabschiedet wurde, reduzierte das ifo Institut am 24. Januar 2024 seine Prognose zum BIP-Wachstum von zuletzt 0,9 % um 0,2 Prozentpunkte auf 0,7 %. Grundsätzlich sei jedoch eine Erholung der Wirtschaft in Sicht. Die Bundesregierung ist pessimistischer. Sie prognostiziert in ihrem Jahreswirtschaftsbericht eine Steigerung des BIP von nur 0,2 %, nachdem sie im Oktober noch von einem Plus von 1,3 % ausgegangen war. Einig sind sich die Wirtschaftsexperten darin, dass kräftig steigende Löhne, eine nachlassende Inflation und eine weiterhin hohe Beschäftigung voraussichtlich die Kaufkraft sowie die gesamtwirtschaftliche Nachfrage stärken. Vor allem infolge fallender Energiepreise werde die Inflationsrate im Jahr 2024 merklich sinken: Laut ifo-Prognose auf rund 2 %, laut Jahresprojektion der Bundesregierung auf 2,8 %. Eine erste Leitzinssenkung im Verlauf des Jahres, steigende Reallöhne und der Rückgang der Teuerung sollen nach Einschätzung der Ökonomen den privaten Konsum wieder beflügeln. Allerdings müssen die Verbraucher nach dem endgültigen Bundeshaushalt 2024 unter anderem durch die nun höhere CO 2 -Abgabe mehr für Heizöl, Gas und Treibstoff zahlen als bisher. Vor diesem Hintergrund kühlte sich das Konsumklima zum Jahresanfang merklich ab. Der GfK Konsumklima-Index, der die Konsumneigung der Privathaushalte misst, sank im Januar 2024 gegenüber dem Vormonat deutlich. Auch die Stimmung der Unternehmen trübte sich zu Jahresbeginn mit Blick auf die kommenden Monate weiter ein. Der ifo Geschäftsklimaindex - ein wichtiger Frühindikator für die Konjunktur in Deutschland - lag im Januar 2024 nur noch bei 85,2 Punkten und fiel damit zum zweiten Mal in Folge. So gehen die ifo-Ökonomen wie auch die Bundesregierung davon aus, dass die Unternehmen erst im weiteren Jahresverlauf wieder mehr in Ausrüstungen investieren. Hemmnisse sind nur langsam sinkende Kreditzinsen sowie hohe geo- und wirtschaftspolitische Unsicherheiten. Den Wohnungsbau bremsen zudem die unverändert hohen Baukosten und der anhaltende Fachkräftemangel. Der Außenhandel kommt in absehbarer Zeit voraussichtlich ebenfalls nicht richtig in Schwung. Die Wirtschaftsexperten des ifo Institutes sowie der Bundesregierung rechnen damit, dass die Exporte und Importe 2024 nur leicht zulegen. Unter anderem schwächen höhere Fracht- und Transportkosten sowie Lieferverzögerungen als Folge der Angriffe auf Schiffe im Roten Meer erheblich den internationalen Handel. Am Arbeitsmarkt macht sich die demographische Entwicklung weiter bemerkbar. So wird die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt 2024 voraussichtlich langsamer steigen als im Berichtsjahr. Die Zahl der Arbeitslosen wird sich schätzungsweise in geringerem Maße als 2023 erhöhen. Die Arbeitslosenquote wird somit im Jahr 2024 durchschnittlich bei etwa 5,9 % liegen. Gleichzeitig kann jeder zweite deutsche Betrieb laut einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer offene Stellen nicht besetzen. Der Fachkräftemangel hat mittlerweile alle Branchen erfasst, auch die Versicherungswirtschaft. Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hält der GDV ein Beitragsplus der deutschen Versicherer von insgesamt 3,8 % im laufenden Geschäftsjahr für möglich. Angesichts steigender Löhne und höherer Zinsen erwartet der Verband eine Stabilisierung des Geschäftes in der Lebensversicherung und damit nur noch einen leichten Beitragsrückgang um 0,2 %. In der Schaden- und Unfallversicherung wird mit einer Beitragssteigerung von 7,7 % gerechnet. Infolge vermutlich weiter steigender Reparaturkosten dürften vor allem die Beiträge in der Kraftfahrtversicherung steigen. In der Krankenversicherung geht der GDV ebenfalls von erforderlichen Beitragsanpassungen aus und prognostiziert ein Beitragswachstum von 4,5 %. Auch im Jahr 2024 hat die Versicherungswirtschaft große Herausforderungen zu bewältigen. Inflation und Zinswende bleiben für die Versicherer als institutionelle Investoren mit einem Kapitalanlagevolumen von insgesamt 1,9 Bio. Euro zentrale Themen. Darüber hinaus rangieren die Modernisierung der IT sowie die Digitalisierung von Geschäftsmodellen, Produkten und Prozessen nach wie vor ganz oben auf der Agenda. Naturgefahren und Cyberrisiken rücken zunehmend in den Blickpunkt der Schadenprävention und des -managements. Zudem gewinnen Nachhaltigkeit und Künstliche Intelligenz immer mehr an Bedeutung. Die Versicherungsunternehmen haben weiterhin vielfältige regulatorische Anforderungen insbesondere des europäischen Gesetzgebers zu erfüllen. Die Branche beschäftigt sich im laufenden Jahr zudem mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Es fußt auf einer EU-Richtlinie. Das Gesetz soll es Menschen mit Behinderungen erleichtern, ein unabhängiges Leben zu führen. Die entsprechende Verordnung konkretisiert, wie Produkte bereitgestellt und Dienstleistungen anzubieten sind. Die Regelungen zur Barrierefreiheit betreffen Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr, die nach dem 28. Juni 2025 erbracht werden. Um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, müssen die Versicherer im Vorfeld verschiedene informative und technische Herausforderungen lösen. Continentale Assekuranz Service GmbHDie Gesellschaft konzentriert die vertrieblichen Aktivitäten weiterhin sehr stark auf die biometrischen Produkte, also konkret die EUROPA Risikolebensversicherungen und die Berufsunfähigkeitsversicherungen der Continentale Lebensversicherung AG. Bei der EUROPA Risikolebensversicherung soll der Absatz nach dem rückläufigen Vorjahresergebnis wieder ausgebaut werden. Um dieses Ziel zu erreichen sind Vertriebsimpulse durch Aktionen und Kampagnen geplant. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung soll das verbesserte Vorjahresergebnis möglichst aufrechterhalten werden. Daneben wird auch weiterhin die fondsgebundene Rentenversicherung im Fokus der Vertriebsaktivitäten stehen. Ein neues Fondsanlagespektrum wird hierfür unterstützende Kommunikationsansätze bieten. Zukunftsbezogene AussagenDieser Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Derartige Aussagen unterliegen aufgrund der aktuellen Situation deutlich erhöhten Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten der Continentale Assekuranz Service GmbH in Bezug auf eine Kontrolle oder eine präzise Entscheidung liegen, wie die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das künftige Marktumfeld und das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer. Sollte eine dieser oder sollten andere Unsicherheitsfaktoren oder Unwägbarkeiten eintreten, oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von der Continentale Assekuranz Service GmbH weder beabsichtigt noch übernimmt die Continentale Assekuranz Service GmbH eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichtes anzupassen. Chancen- und RisikoberichtRisikomanagementsystemDie Continentale Assekuranz Service GmbH ist in das Risikomanagementsystem des Continentale Versicherungsverbundes eingebunden. Durch den Risikoinventurprozess werden Risiken systematisch identifiziert und beurteilt. Übergreifendes Ziel des Risikomanagements ist es, die Finanz- und Ertragskraft der Continentale Assekuranz Service GmbH langfristig zu sichern und weiter zu stärken. Die etablierten Strukturen und Prozesse dienen der Identifikation, der Bewertung, der Steuerung und der Überwachung der Risiken. Sie generieren zudem Detailinformationen, die die Geschäftsführung bei der Unternehmenssteuerung unterstützen. Die Revision trägt durch eine risikoorientierte Prüfungsplanung und -durchführung zur Umsetzung des Risikomanagements bei. Sie unterstützt die Gesellschaft bei der Erreichung ihrer Ziele, indem sie mit einem systematischen Ansatz die Angemessenheit und Effektivität des installierten Internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems sowie der Führungs- und Überwachungsprozesse bewertet. Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungVor allem angesichts der Kriege in der Ukraine, im Nahen Osten und weiterer geopolitischer Konflikte sowie der damit verbundenen wirtschaftlichen Unwägbarkeiten besteht weiterhin in hohem Maße die Möglichkeit unerwarteter Entwicklungen. Die Chancen der Continentale Assekuranz Service GmbH liegen insbesondere in der positiven Entwicklung ihres Basisgeschäftes, der Vermittlung von Lebensversicherungsprodukten auf dem österreichischen Absatzmarkt, und in der engen Einbindung in die Makler-Vertriebsstruktur des Continentale Versicherungsverbundes. Der Continentale Versicherungsverbund hat mit seinen beiden Lebensversicherungsgesellschaften, der Continentale Lebensversicherung AG und der EUROPA Lebensversicherung AG, in zahlreichen Produktbereichen eine starke Wettbewerbsposition. Diese Marktstellung unterstützen beide Gesellschaften durch gezielte Kommunikation zum Thema Sicherheit und Zuverlässigkeit. Die Continentale Lebensversicherung AG hat für den österreichischen Markt eine angepasste fondsgebundene Rentenversicherung im Portfolio. Die Continentale Assekuranz Service GmbH erwartet sich davon weitere Wachstumsimpulse im Vorsorgebereich. Gesamtbeurteilung der RisikolageAuch angesichts der Kriege in der Ukraine und dem Nahen Osten sowie weiterer geopolitischer Konflikte ist zurzeit insgesamt keine Entwicklung erkennbar, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Continentale Assekuranz Service GmbH wesentlich beeinträchtigen könnte. Jahresabschluss1. Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Aufwendungen wurden mit negativen Vorzeichen versehen. 3. AnhangErläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2023AktivseiteZu B. UmlaufvermögenII. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände1. Forderungen gegenüber verbundenen UnternehmenDie Forderungen bestehen in Höhe von 1.848.832,06 Euro gegenüber der Continentale Krankenversicherung a.G. und resultieren im Wesentlichen aus den Vergütungen der für die Continentale Krankenversicherung a.G. erbrachten Versicherungsvermittlungsleistungen. Die übrigen Forderungen in Höhe von 44.906,16 Euro betreffen die Continentale Lebensversicherung AG und beinhalten den Saldo des Verrechnungskontos. Der Ansatz erfolgte zum Nennwert. 2. Sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen wurden zum Nennwert angesetzt. Der Saldo der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen beträgt 2.218.814,34 Euro. III. Flüssige MittelDer Posten weist einen Saldo von 41.257,23 Euro auf und betrifft laufende Guthaben bei Kreditinstituten. Die Bewertung erfolgte zum Nennwert. PassivseiteZu A. EigenkapitalI. Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital besteht aus zwei Geschäftsanteilen im Nennwert von je 25.000,00 Euro. Die alleinige Gesellschafterin ist die Continentale Holding AG, Dortmund. II. Kapitalrücklage
III. Gewinnrücklage
IV. Bilanzgewinn (+) / Bilanzverlust (-)
Zu B. RückstellungenSonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen betragen 69.750,00 Euro und wurden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Sie beinhalten ausschließlich die Erfolgs- und Leistungsvergütungen. Zu C. VerbindlichkeitenI. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Verbindlichkeiten resultieren aus dem laufenden Abrechnungskonto mit der Continentale Sachversicherung AG. II. Sonstige Verbindlichkeiten
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Zu 2. Sonstige betriebliche Erträge
Zu 6. Abschreibungen
Im Geschäftsjahr wurden auf das Sachanlagevermögen planmäßige lineare Abschreibungen vorgenommen. Zu 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Zu 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Zu 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Zu 12. Sonstige Steuern
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Sonstige AngabenKonzernzugehörigkeitDie Continentale Krankenversicherung a.G., Dortmund, stellt als Konzernobergesellschaft einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht auf. Die Offenlegung erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger. Die Continentale Assekuranz Service GmbH wird wegen der untergeordneten Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen (siehe Lagebericht, Seite 8). NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Ablauf des Berichtsjahres nicht zu verzeichnen. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt folgende Verwendung des Bilanzgewinnes vor:
MitarbeiterIm Durchschnitt waren im Berichtsjahr bei der Continentale Assekuranz Service GmbH 7 (Vj. 7) Personen im Beschäftigungsverhältnis angestellt. GeschäftsführungZu den Angaben über die Unternehmensorgane gemäß § 285 Nr. 10 HGB wird auf Seite 4 verwiesen. Sonstige ErläuterungenDie Continentale Assekuranz Service GmbH ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Um den Informationsgehalt dieses Berichtes nicht zu mindern, hat die Gesellschaft auf, die vom Handelsgesetzbuch für kleine Kapitalgesellschaften eingeräumten Erleichterungen für die Rechnungslegung, im Wesentlichen verzichtet, aber eine verkürzte Bilanz aufgestellt.
München, den 22. März 2024 Die Geschäftsführer Seyr Pollmer Vogt |
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