Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt/Oder HRB 11367
Vorher
5N PV Gesellschaft für photovoltaische Produkte mbH
Eingetragen
14.5.2007
Branche
Erzeugung und erste Bearbeitung von sonstigen NE-MetallenErzeugung und erste Bearbeitung von EdelmetallenGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Gegenstand
Herstellung, Verarbeitung, Weiterentwicklung sowie das Recycling und der Vertrieb von Nichteisenmetallen und deren Anwendungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Paul Tancell
seit 30.9.2021
Prokura
Richard Perron
seit 18.1.2016
Geschäftsführer
Uwe Jens Peschke
seit 20.12.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
5N Plus Inc.CAN
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
5N Plus Inc.
Canada
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

5N PV GmbH

Eisenhüttenstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

5N PV GmbH

Geschäftsjahr Januar bis Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die 5N PV GmbH in Eisenhüttenstadt ist eine Tochtergesellschaft der kanadischen 5N Plus Inc., einem führenden Hersteller von metallischen und chemischen Spezialprodukten, die in einer Vielzahl von pharmazeutischen, elektronischen und industriellen Anwendungen eingesetzt werden.

Das Kerngeschäft der 5N PV GmbH liegt in der Verarbeitung, der Veredelung und dem hydrochemischen Recycling von Nebenmetallen (Minor-Metalls).

Die 5N PV GmbH wurde im Jahr 2007 gegründet. Nach Errichtung und Fertigstellung des Produktionsgebäudes und der Fertigungsanlagen konnte im August 2008 der Produktionsbetrieb aufgenommen werden. Bis Februar 2009 wurden dann weitere Fertigungsstrecken und die Recyclinganlage in Betrieb genommen.

Die Gesellschaft ist ein typischer Auftragsfertiger, das heißt, sie hat weder eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung, noch besitzt sie einen Verkaufs- oder Vertriebsbereich.

Die Gesellschaft hat mit Eintragung in das Handelsregister vom 29.06.2011 einen Beherrschungsvertrag mit der 5N Plus Inc., Quebec, Kanada, geschlossen. Im Rahmen dieses weiterhin gültigen Vertrages verpflichtet sich 5N Plus Inc. zur Verlustübernahme i. S. d. § 302 Aktiengesetz.

II. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf

Das Jahr 2023 war, wie schon 2022, stark geprägt durch den Ukrainekonflikt und dessen politischen, ökonomischen sowie wirtschaftliche Folgen. Hier sind zuallererst die stark angestiegenen Energiepreise sowie Unterbrechungen bzw. Umschichtungen bei Lieferketten zu nennen. Die Auswirkungen für die 5N PV GmbH hielten sich dabei auch im aktuellen Jahr in beherrschbaren Grenzen. Da die Geschäftsgrundlage aus langfristigen Liefervereinbarungen besteht und die Kunden vergleichsweise gering betroffen waren, hatte der Konflikt und seine Folgen in Bezug auf Verkaufsmenge und -preise keine negativen Auswirkungen. Bei der Beschaffung bestanden weiterhin einzelne Engpässe und gelegentlichen Verzögerungen. Die Produktion am Standort wurde nicht beeinträchtigt.

Ungleich schwerwiegender waren jedoch die Auswirkungen auf die Beschaffungspreise und die Verfügbarkeit von Vorprodukten. Je nach Produkt kam es hier teilweise zu erheblichen Preissteigerungen. Besonders betroffen waren dabei Produkte aus Quarz oder Grafit sowie wie Chemikalien und Gase (also in erster Linie energieintensive Vorprodukte). Die durch die Pandemie stark erhöhten Lieferzeiten verringerten sich wieder auf Normalmaß und auch bei den Preisen konnte das Niveau von vor der Pandemie fast wieder erreicht werden.

Teilweise konnten die Preiserhöhungen durch alternative Angebote bzw. Lieferantenwechsel sowie durch Nachverhandlungen abgefedert oder zumindest begrenzt werden. Insbesondere im Bereich der Strom- und Erdgasbeschaffung gelang es, im Juni 2022 mit dem örtlichen Energieversorger Verträge für die nächsten Jahre zu noch akzeptablen Festpreisen abzuschließen. Einen kostenmindernden Effekt hatten hier die durch die Regierung beschlossenen Energiepreisbremsen bei Strom und Gas.

Die gesamtwirtschaftliche Lage betrifft auch die Arbeitnehmer in ihrem privaten Bereich. Um die inflationsbedingten Auswirkungen abzufedern, hat das Unternehmen die Gehälter im Laufe des Jahres entsprechend angepasst. Insgesamt verursachten die geschilderten Umstände bislang keine substanziell negativen Folgen für das Unternehmen. Größtenteils gelang es der Geschäftsleitung die gestiegenen Beschaffungspreise bei den Kunden im Rahmen von Preiserhöhungen durchzusetzen.

Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die Gesellschaft eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegene Produktionsmenge aller Produkte (+16%) und eine signifikant gestiegene Verkaufsmenge des Hauptproduktes (+36%). Zusätzliche konnten Preiserhöhungen gegenüber den Kunden durchgesetzt werden. Daraus resultierend stiegen die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 40%.

Im Bereich des Recyclings von Tellurium ist die Produktionsmenge im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Ein Großteil des verarbeiteten Materials kommt mittlerweile aus der Produktion des Hauptproduktes, dies resultiert aus den stark gestiegenen Produktionsmengen in diesem Bereich.

Die Verarbeitung von Zinn ist im Vergleich zum Vorjahr um 27% gefallen und lag damit unter den ursprünglichen Erwartungen. Hauptgrund ist ein Rückgang bei der Nachfrage.

Das Indium-Recycling ist um 60% gegenüber dem Vorjahr zurück gegangen. Auch hier ist eine Nachfragerückgang als Hauptursache zu sehen.

Die Investitionen in Höhe von 883 TEUR wurden im Wesentlichen für Kapazitätserweiterungen und Modernisierungen der bestehenden Produktionsanlagen und des Gebäudes genutzt. Der Fokus liegt dabei auf der Erweiterung der Produktionsanlagen für das Hauptprodukt, dessen Produktionsmenge im Jahr 2023 um rund 45% erhöht wurde.

Die Mitarbeiterzahl zum Bilanzstichtag betrug 68 (Vorjahr 61).

2. Lage

a) Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein operativer Umsatz von 54.977,7 TEUR (Vorjahr 39.089,7 TEUR) erzielt. Der Umsatz bewegt sich deutlich über dem Niveau des Vorjahres (+40%) und entspricht damit den Erwartungen aus dem letzten Lagebericht (bis zu 40%). Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus der gestiegenen Verkaufsmenge des Hauptproduktes (+36%) bei erhöhten Verkaufspreisen und einem leicht schwächeren USD, in dem die Hauptumsätze erzielt werden. Die Gesamtleistung betrug TEUR 59.723,4 gegenüber 39.463,5 TEUR im vorangegangenen Geschäftsjahr und ist damit ebenfalls gestiegen. Dies resultiert einerseits aus dem starken Anstieg bei den Umsatzerlösen und andererseits aus einer signifikanten Erhöhung der Bestandsveränderung. Grund hierfür ist eine Produktion des Hauptproduktes auf Lager, damit im folgenden Geschäftsjahr die Kundennachfrage ausreichend bedient werden kann.

Der Materialaufwand ist von 32.454,6 TEUR im Vorjahr auf 46.192,5 TEUR gestiegen. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) ist von 82% im Vorjahr auf 77% im aktuellen Jahr gefallen, dies resultiert im Wesentlichen aus dem noch stärkeren Anstieg der Umsatzerlöse. Die Metallpreise stiegen zunächst stark an und erreichten ihren Höhepunkt zum Sommer. Zum Ende des Jahres fielen sie wieder leicht. Im Mittel lagen sie circa 15% über dem Niveau des Jahres 2022.

Das operative Ergebnis der Gesellschaft vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) fiel mit 7,2 Millionen EUR im Vergleich zum Vorjahr (2,2 Millionen EUR) erheblich höher aus. Die Ursachen hierfür lagen hauptsächlich in den gestiegenen Umsatzerlösen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug 6.717,0 TEUR und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr (2.461,4 TEUR) signifikant.

Aufgrund bestehender Liefer- und Abnahmeverträge für Rohstoffe, die jeweils in US-Dollar vereinbart wurden, entstehen Gewinne bzw. Verluste aus Währungsumrechnung. Der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar veränderte sich während des Jahres 2023 von 1,05 USD auf 1,08 USD pro Euro. Aus dieser Wertänderung des Euros im Vergleich zum US-Dollar ergab sich ein saldierter Aufwand von 187,4 TEUR (Vorjahr Ertrag 240,9 TEUR).

b) Finanzlage

Für die Investitionen in den Aufbau und Erhalt der Produktionskapazitäten wurden ausschließlich Eigenmittel der Gesellschaft sowie der Muttergesellschaft verwendet. Auf das Mittel der Fremdfinanzierung konnte daher vollständig verzichtet werden.

Die im abgelaufenen Geschäftsjahr getätigten Investitionen erfolgten vollständig aus Eigenmitteln. Die Anlagenintensität betrug 18% (Vorjahr 19%). Der Rückgang ist dabei hauptsächlich der Erhöhung der Bilanzsumme geschuldet.

Die Liquidität der Gesellschaft war im gesamten Geschäftsjahr gut und ist auf der Grundlage der Unternehmensplanung auch für die Zukunft gesichert. Die Quote der flüssigen Mittel (Kassenbestände/Bilanzsumme) betrug 20% (Vorjahr 10%). Hier resultiert der Anstieg im Wesentlichen aus der Erhöhung der Bankbestände.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet und sehr gut. Die Gesellschaft verzeichnete am Bilanzstichtag insgesamt 23 Millionen EUR an Eigenkapital (Vorjahr 19 Millionen EUR). Die Eigenkapitalquote betrug damit 79% und lag über dem Niveau des Vorjahres (74%). Der Grund für den Anstieg ist das erhöhte Eigenkapital.

Die Bilanzsumme stieg signifikant von 25,5 Millionen EUR im Vorjahr auf nun 29,8 Millionen EUR. Auf der Seite der Aktiva erhöhten sich die Bankbestände und Vorräte deutlich und glichen dabei den Rückgang der Forderungen aus. Bei den Passiva gab es einen Anstieg im Eigenkapital und bei den Rückstellungen. Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich hingegen.

Die Vorräteintensität (Vorräte/Bilanzsumme) stieg von 43% im Vorjahr auf 51% im aktuellen Jahr. Dies war unter anderem den erhöhten Produktionsmengen des Hauptproduktes geschuldet, die teilweise auf Lager produziert wurden.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten ist ein signifikanter Rückgang von 3.634,7 TEUR im Vorjahr auf 1.289,1 TEUR im Jahr 2023 zu verzeichnen. Im abgelaufenen Jahr wurden fast alle Auslieferungen bereits Ende November/Anfang Dezember ausgeführt und teilweise vorfristig bezahlt. Demzufolge erhöhte sich auch der Bankbestand.

Die Laufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich dabei von 33 Tagen auf 8 Tage reduziert; das liegt unter den vereinbarten Zahlungszielen mit den Kunden und resultiert aus vorfristigen Zahlungen zum Jahresende. Die Laufzeit der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen blieb stabil bei 8 Tagen.

Die Gesellschaft verzeichnete eine Eigenkapitalrentabilität von 20% bei einer Umsatzrentabilität von 9% (beide bezogen auf das Jahresergebnis nach Steuern).

Die Verbindlichkeiten Quote der Gesellschaft (Verbindlichkeiten/Bilanzsumme) ist von 21% (Vorjahr) auf 12% gefallen. Dies resultiert einerseits aus den gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und andererseits aus der gestiegenen Bilanzsumme.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Der Cashflow (Jahresüberschuss + Abschreibungen) betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 5.162,3 TEUR (Vorjahr 4.083,2 TEUR). Dies entsprach einer Cashflow-Marge (Cashflow im Verhältnis zur Gesamtleistung) von 9% (10% im Vorjahr). Die Eigenkapitalrendite bezogen auf den Cashflow lag wie im Vorjahr bei 22%.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug 4.318,2 TEUR (Vorjahr -2.767,4 TEUR) und wurde im Wesentlichen verursacht durch gestiegene Einzahlungen durch Kunden.

Die Kennzahlen zur Beurteilung des Geschäftsverlaufs leiten sich wie folgt ab:

2023
in TEUR
2022
in TEUR
Abweichung
in TEUR
Ergebnis vor Steuern (EBT) 6.717 2.461 4.256
Zinsenertrag/Zinsaufwand -5 -641 637
Abschreibung 436 412 24
EBITDA 7.148 2.232 4.916

EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen)

Das EBITDA wurde wie folgt beeinflusst:

2023
in TEUR
2022
in TEUR
Abweichung
in TEUR
Bruttomarge 13.531 7.009 6.522
Währungseffekte -187 241 -428
Personalaufwand -3.420 -2.801 -619
SbA/SbE -2.775 -2.217 -558
EBITDA 7.148 2.232 -4.916

III. Prognosebericht

Die 5N PV GmbH wird auch 2024 eine stabile geschäftliche Entwicklung vorweisen können. Ungeachtet der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Zuge des unter Druck stehenden Marktes und der anhaltenden Inflation, ist die wirtschaftliche Lage der 5N PV GmbH weiterhin als geordnet und gut zu bezeichnen.

Aufgrund der starken Abhängigkeit von der Solarindustrie ist auch in den nächsten Jahren mit einer weiterhin positiven Entwicklung des Geschäftes zu rechnen. Die erneuerbaren Energien sind insbesondere aufgrund der aktuellen politischen Entwicklungen immer stärker auf dem Vormarsch und gewinnen mehr und mehr Marktanteile. Zunehmend negativ wirkt sich allerdings der Standort in Deutschland aus, da speziell durch die Politik verursacht, mit einer weiter ausufernden Bürokratie, anhaltend hohen Energie- und Beschaffungspreisen sowie Steuern und Abgaben zu rechnen sein wird.

Die Geschäftsleitung erwartet für das kommende Jahr 2024 eine signifikant steigende Verkaufsmenge (ca. 30%) und daraus folgend eine Steigerung der Produktionsmenge des Hauptproduktes in Höhe von nur 15%, da bereits im Jahr 2023 ein Teil auf Lager produziert wurde. Die Verkaufspreise werden im Vergleich zu 2023 aufgrund bestehender Verträge stabil bleiben. Daraus folgend erwartet das Management, dass sich der Gesamtumsatz der Gesellschaft um bis zu 30% erhöhen kann. Dabei besteht weiterhin eine starke Abhängigkeit vom Wechselkurs zwischen EUR und USD, da die Verkaufsverträge mehrheitlich in USD notiert sind. Die vorstehende Schätzung sowie die gesamte Budgetierung für 2024 wurde auf Basis eines durchschnittlichen Wechselkurses von 1,10 EUR/USD vorgenommen.

Die Metallpreise werden voraussichtlich auf einem leicht niedrigeren Niveau von Ende 2023 liegen, können unterjährig aber nach oben oder unten ausschlagen.

Es bestehen nach wie vor Bestrebungen innerhalb der 5N Plus Gruppe im Sinne einer Diversifizierung weitere Produkte am Standort in Eisenhüttenstadt zu platzieren. Aufgrund der effizienten Kostenstruktur der 5N PV GmbH ergeben sich sehr gute Voraussetzungen zur Umsetzung dieser Pläne. Mittelfristig liegt jedoch zunächst der Fokus auf der Kapazitätserweiterung der Produktionsanlagen für das Hauptprodukt, um der steigenden Kundennachfrage gerecht werden zu können. In direkter Folge werden zukünftig auch Aktivitäten zur Sicherstellung der Verfügbarkeit von Rohmaterialien an den Standort in Eisenhüttenstadt verlegt, die bisher von fremden Dritten erbracht werden.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren werden sich auch im Jahr 2024 stabil verhalten. Die Geschäftsleitung erwartet ein deutlich höheres Ergebnis vor Steuern (EBT) als im Jahr 2023. Die Investitionen werden sich im Vergleich zum abgelaufenen Wirtschaftsjahr voraussichtlich verdreifachen; dies resultiert einerseits aus den älter gewordenen Anlagen, aus der notwendigen Kapazitätserweiterung für die stark steigende Absatzmenge sowie der Sicherstellung der Rohmaterialversorgung. Insgesamt wird das EBITDA auf einem deutlich erhöhten Niveau erwartet. Dasselbe gilt für den Cash-Flow, resultierend in erster Linie aus den steigenden Umsatzerlösen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Gesellschaft ist unter anderem von der Rohstoffbeschaffung abhängig. Dabei wird das wichtigste Rohmaterial mit Unterstützung der 5N Plus Inc. über mittelfristige Beschaffungsverträge eingekauft. Hierdurch ist eine kontinuierliche Versorgung der Produktion gewährleistet. Für das Jahr 2024 geht die Geschäftsleitung von einer stabilen Entwicklung des Rohstoffpreises aus. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass der Einkaufspreis für das Tellur durch die bestehende Transferpreis-Regelung beeinflusst wird und daher nicht zwangsläufig die Entwicklung des Markpreises widerspiegelt.

Da der Hauptrohstoff Tellur in USD abgerechnet wird, treten bei der Beschaffung erhebliche Währungsrisiken auf. Dies wird durch 5N Plus Inc. zumindest teilweise abgemildert, indem größerer Mengen im Voraus gekauft werden. Des Weiteren werden Euro und US-Dollar zwischen den Konzerngesellschaften zu Marktpreisen gehandelt. Dies senkt die Beschaffungskosten im Bereich der Fremdwährungen.

Ein Großteil der Produktionsmittel wird regelmäßig über lokale Lieferanten bezogen. Dadurch werden Währungsrisiken verringert und die Produktionsversorgung zeitnah sichergestellt. In diesem Bereich konnten signifikante Preissteigerungen bis dato weitestgehend abgefedert werden. Das Management ist dabei bestrebt, durch mittelfristige Planung und Preisvereinbarungen eine stabile Kostenentwicklung zu gewährleisten. Die im Zuge der Ukraine-Krise aufgetretenen Preissteigerungen werden auch im Jahr 2024 Bestand haben.

Speziell im Bereich der Energieversorgung werden durch die Entwicklungen der Vorjahre und die Reaktion der deutschen bzw. europäischen Politik darauf in den nächsten Jahren die Preise zumindest auf einem hohen Niveau verbleiben. Dies betrifft sowohl die Strom- als auch die Gasversorgung. Um diesem Trend der gestiegenen Energiekosten entgegenzuwirken, unterhält die Geschäftsleitung seit 2013 ein Energiemanagementsystem (ISO 50001). Zusätzlich wurden und werden verschiedene Investitionen in die Versorgungstechnik und die Produktionsanlagen getätigt sowie Änderungen in Betriebsablauf vorgenommen, um energieeffizienter zu werden und die Verbräuche zu reduzieren.

Die Umsatzerlöse sind zu einem beträchtlichen Teil abhängig von einer geringen Anzahl von Kunden. Durch den Wegfall eines Kunden können sich erhebliche Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage ergeben. Die 5N PV GmbH versucht das Risiko negativer Auswirkungen auf die Umsatzerlöse, Rentabilität und Wachstum durch die Gewinnung von Neukunden, durch die Erweiterung ihres Produktangebotes und durch mittel- bis langfristige Lieferverträge, welche durch die Muttergesellschaft 5N Plus Inc. abgeschlossen werden, zu verringern.

Um die Qualität der Produkte und den Schutz der Umwelt weiter zu verbessern bzw. sicherzustellen und auf einem hohen Niveau zu halten, wird seit nunmehr über zehn Jahren ein Managementsystem entsprechend der Zertifizierung nach ISO 9001 und ISO 14001 aufrechterhalten. Damit wird das Vertrauen der Kunden in die 5N PV GmbH als einen zuverlässigen Lieferanten gestärkt und gewährleistet, dass die Produkte und Verarbeitungsprozesse der Gesellschaft höchsten Qualitätsansprüchen und allen geforderten Umweltstandards entsprechen.

Die Gesellschaft hat eine Betriebserlaubnis nach BImSchG (Bundes-Immissionsschutzgesetz). Hierbei werden strenge Anforderungen an den Umweltschutz gestellt. Die 5N PV GmbH ist bestrebt, durch höchstmögliche Sorgfalt und modernste Produktionsverfahren die Belastungen für die Umwelt so niedrig wie möglich zu halten bzw. zu vermeiden.

Die 5N PV GmbH hat zusammen mit der 5N Plus Gruppe ein umfangreiches Versicherungsprogramm abgeschlossen. Damit werden Risiken durch Feuer, Wasser, Naturkatastrophen oder andere Beschädigungen abgedeckt. Zusätzlich werden Rohstoffe und fertige Güter sowohl bei der Lagerung als auch auf dem Transportweg versichert.

Die Geschäftsführung der 5N Plus Gruppe ist bestrebt, mögliche Risiken für die Gesellschaft so früh wie möglich zu erkennen und im Falle von auftretenden Gefahren entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Regelmäßige monatliche Berichterstattung und die Kontrolle durch externe Berater stellen dabei sicher, dass mögliche Risiken zügig erkannt werden. Jede operative Einheit der 5N Plus Gruppe ist für die Risiko-Identifikation mitverantwortlich.

Als ein an der Börse in Toronto notiertes, öffentliches Unternehmen ist 5N Plus Inc. verpflichtet, entsprechende Vorgaben zur internen Kontrolle zu erfüllen. Im Rahmen dieser Vorgaben existiert ein internes Kontrollsystem bei der 5N PV GmbH. Die jährliche Prüfung dieses internen Kontrollsystems durch die konzerneigene Revision ergab für das Jahr 2022/2023 keine Beanstandungen.

2. Chancenbericht

Wie schon im Prognosebericht angedeutet, bestehen Bestrebungen seitens der Geschäftsführung der 5N Plus Inc. weitere Produkte am Standort der 5N PV GmbH in Eisenhüttenstadt anzusiedeln. Zukünftige Investitionen können dabei aus den in der Gesellschaft vorhandenen Mitteln oder durch die 5N Plus Gruppe finanziert werden. Die aktuelle weltweite Entwicklung mit Fokus auf erneuerbare Energien wird auch in der Zukunft zu einer positiven Geschäftsentwicklung der Gesellschaft beitragen.

3. Gesamtaussage

Neben den bereits genannten Risiken bestehen keine weiteren nennenswerten Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft innerhalb des nächsten Geschäftsjahres gefährden könnten.

Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ergeben.

 

Eisenhüttenstadt, den 31. Januar 2024

Geschäftsführung 5N PV GmbH

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.352.160,17 4.905.404,66
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 11.091,00 2.007,00
II. Sachanlagen 5.341.069,17 4.903.397,66
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.888.445,83 3.042.215,83
2. technische Anlagen und Maschinen 2.307.863,00 1.320.214,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.057,00 14.642,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 113.703,34 526.325,83
B. Umlaufvermögen 24.248.745,56 20.460.735,39
I. Vorräte 15.253.406,41 10.948.342,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.096.324,12 7.046.189,78
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 680.462,89 301.110,19
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.415.861,23 6.745.079,59
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.899.015,03 2.466.203,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 200.565,81 148.287,82
Aktiva 29.801.471,54 25.514.427,87

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 23.486.378,68 18.759.872,96
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 18.734.872,96 15.063.244,28
III. Jahresüberschuss 4.726.505,72 3.671.628,68
B. Rückstellungen 2.840.518,83 1.438.529,68
C. Verbindlichkeiten 3.474.574,03 5.316.025,23
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.416.514,03 3.217.742,27
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.416.514,03 3.217.742,27
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.058.060,00 2.098.282,96
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.058.060,00 2.098.282,96
Passiva 29.801.471,54 25.514.427,87

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 15.246.716,15 9.288.471,89
2. Personalaufwand 3.420.161,75 2.800.877,12
a) Löhne und Gehälter 2.867.162,34 2.345.742,04
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 552.999,41 455.135,08
davon für Altersversorgung 12.945,00 10.195,00
3. Abschreibungen 435.819,11 411.546,27
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 435.819,11 411.546,27
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.671.342,42 4.248.972,08
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.903.213,78 1.973.708,73
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.361,60 645.717,40
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.796,96 4.299,07
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.990.461,44 -1.210.191,28
8. Ergebnis nach Steuern 4.733.496,07 3.678.686,03
9. sonstige Steuern 6.990,35 7.057,35
10. Jahresüberschuss 4.726.505,72 3.671.628,68

Anhang

5N PV GmbH

Sitz: Oderlandstraße 104, 15890 Eisenhüttenstadt, Deutschland
Handelsregisternummer: HRB 11367
Registergericht: Frankfurt (Oder)

1. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. HGB) über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes über die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt worden.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB und hat ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 unter Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gliederung und die Bewertungsgrundsätze entsprechen den Vorschriften der §§ 238 ff. HGB. Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

2.1 Das Anlagevermögen wird mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet.

2.2 Die planmäßigen Abschreibungen wurden entsprechend der betriebsindividuellen Nutzungsdauer ermittelt und erfolgen linear über 1 bis 33 Jahre. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten Euro 800,00 nicht übersteigen, wurden auch handelsbilanziell sofort voll abgeschrieben (Vgl. § 6 Abs. 2 EStG). Der Betrag der gewährten Investitionszuschüsse (GA-Mittel) für den Bau der Produktionsstätte wurde von den Herstellungskosten des Gebäudes und der technischen Anlagen abgesetzt und verringert entsprechend der angesetzten Nutzungsdauer die Abschreibungsbeträge. Erhaltene steuerfreie Investitionszulagen wurden hingegen im Jahr der Vereinnahmung direkt als steuerfreier Ertrag ergebniswirksam verbucht.

2.3 Die Vorräte (Rohmaterialien) sind zu Durchschnittsanschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet worden. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden auf Basis der Anschaffungskosten der Rohmaterialien und der Herstellungskosten (variable sowie fixe Einzel- und Gemeinkosten) bewertet. Verwaltungs- und/oder Fremdkapitalkosten fanden dabei keine Berücksichtigung.

2.4 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bewertet. Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert waren nicht erforderlich.

2.5 Die liquiden Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

2.6 Für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, wird ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

2.7 Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

2.8 Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert.

2.9 Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.10 Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

2.11 Es bestehen keine temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, infolgedessen werden keine latenten Steuern ausgewiesen.

2.12 Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

3. Angaben zur Bilanz

AKTIVA

3.1 Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 sind in dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

3.2 Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben in voller Höhe eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten TEUR 639,3 (Vorjahr TEUR 253,2) gegen Gesellschafter und beziehen sich vollständig auf Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände (in voller Höhe mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr) setzen sich aus Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 1.093,7 (Vorjahr TEUR 494,5), Rückforderungen für Einkommenssteuern in Höhe von TEUR 0,0 (Vorjahr TEUR 2.585,8), Rückforderungen für Verbrauchssteuern in Höhe von TEUR 26,1 (Vorjahr TEUR 25,4) sowie sonstigen Forderungen in Höhe von TEUR 7,0 (Vorjahr TEUR 4,5) zusammen.

3.3 Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Die Währungsumrechnung von Fremdwährungskonten in Euro erfolgt mit den Anschaffungskursen. Wertberichtigungen auf den gültigen Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag wurden durchgeführt.

3.4 Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen die Kosten für Hilfs- und Betriebsstoffe (TEUR 28,9), für Service- und Wartungsverträge von Maschinen und Anlagen (TEUR 134,4) sowie Beiträge (TEUR 37,2).

PASSIVA

3.5 Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25,0. Es ist voll eingezahlt.

3.6 Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten Aufwendungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 262,3), ausstehende Boni und Überstunden/Urlaubstage die Mitarbeiter betreffend (TEUR 255,4), Beiträge zu Berufsverbänden sowie Kosten für die Erstellung des Jahresabschlusses und der Steuererklärungen (TEUR 66,0).

3.7 Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten TEUR 1.416,5 gegen Gesellschafter (Vorjahr TEUR 3.177,4) und beziehen sich in voller Höhe auf Lieferungen und Leistungen. Alle Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.

3.8 Die Sonstigen Verbindlichkeiten bezogen sich im Vorjahr in Höhe von TEUR 929,4 au Körperschaftsteuern und wurden im abgelaufenen Wirtschaftsjahr aufgrund einer Stundungsvereinbarung mit den Rückforderungen aus Einkommenssteuern (siehe Sonstige Vermögensgegenstände) verrechnet. Ein Betrag in Höhe von TEUR 967,0 (Vorjahr TEUR 410,0) betrifft Verbindlichkeiten gegen das Hauptzollamt.

3.9 Zum Stichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus ausgelösten Bestellungen in Höhe von TEUR 2.528,1.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

4.2 Bei den Sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen TEUR 1.715,8 (Vorjahr TEUR 2.214,6) auf Erträge aus Währungsumrechnung sowie TEUR 0,0 (Vorjahr TEUR 65,0) auf Auflösungen von Rückstellungen.

4.3 Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 1.903,2 (Vorjahr TEUR 1.973,7) sowie Aufwendungen für weiter zu belastenden Kosten in Höhe von TEUR 166,9 (Vorjahr TEUR 61,0).

5. Sonstige Angaben

Zum Bilanzstichtag sind zwei Grundschuldbelastungen über jeweils 5 Millionen Euro (Gesamt 10 Mio. EUR) auf das Grundstück der 5N PV GmbH eingetragen. Des Weiteren hat die Gesellschaft Verpfändungserklärungen und Sicherungsabtretungen mit einem Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 26.032,0 (Vorjahr TEUR 22.022,8) vorgenommen. Diese Haftungsverhältnisse dienen als Sicherheiten im Rahmen eines Kreditvertrages, der durch den Gesellschafter abgeschlossen wurde und beziehen sich auf das Anlagevermögen ohne Grundstücke und Bauten, die Vorräte, die Forderungen aus LuL, sonstige Vermögensgegenstände sowie die Kassenbestände und Bankguthaben. Nach derzeitiger Beurteilung der wirtschaftlichen Lage des Gesellschafters ist ein Zugriff auf die Vermögenswerte der 5N PV GmbH aufgrund des Ausfalls des Kreditvertrages als unwahrscheinlich einzuschätzen. Die Laufzeit des Kreditvertrages beträgt nicht mehr als fünf Jahre.

Die Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Berichtszeitraum durchschnittlich 64 Mitarbeiter. Davon entfielen 60 Mitarbeiter auf die Produktion und 4 auf die Verwaltung.

Name und Sitz des Mutterunternehmens, das einen Konzernabschluss aufstellt:

5N Plus Inc.; 4385 Rue Garand, Saint-Laurent (Québec), Canada H4R 2B4

5N Plus Inc. ist 100%iger Gesellschafter der 5N PV GmbH und wird an der Börse von Toronto, Kanada, unter dem Zeichen VNP.TSX geführt. Der Konzernabschluss ist auf der Homepage der Gesellschaft (www.5nplus.com) verfügbar.

Zum Geschäftsführer der Gesellschaft ist berufen:

Herr Richard Perron, Boucherville/Canada, Chief Financial Officer der 5N Plus Inc.

Herr Perron ist alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Der Geschäftsführer ist bzw. war nicht bei der 5N PV GmbH angestellt und erhält daher keinerlei Bezüge.

Ergebnisverwendungsvorschlag:

Der Jahresüberschuss 2023 soll in das neue Geschäftsjahr vorgetragen werden.

 

Eisenhüttenstadt, den 31. Januar 2024

Richard Perron

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.02.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die 5N PV GmbH, Eisenhüttenstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der 5N PV GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der 5N PV GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

§ entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

§ vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

§ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

§ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

§ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

§ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

§ beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

§ beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

§ führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 28. Februar 2024

Mazars GmbH & Co. KG
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gez. Uwe Ehrsam, Wirtschaftsprüfer

gez. Thorsten Hoffmann, Wirtschaftsprüfer

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