Beteiligungsgesellschaften
HEXPOL Compounding GmbH
Ottostraße 34, 41836 Hückelhoven, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thorsten Henz seit 12.6.2023 | Geschäftsführer |
Andreas Kerl seit 19.5.2017 | Geschäftsführer |
Carsten Rüter seit 30.8.2010 | Geschäftsführer |
Ralph Wolkener seit 11.4.2007 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
HEXPOL AB | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HEXPOL Compounding GmbHHückelhovenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die HEXPOL Compounding GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HEXPOL Compounding GmbH, Hückelhoven, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HEXPOL Compounding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 13. Dezember 2024 EY
GmbH & Co. KG
Rees, Wirtschaftsprüfer Bumke, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Teil I - Allgemeine AngabenAufgrund der Ausübung des Wahlrechts zur rückwirkenden Anwendung der monetären Schwellenwerte des § 267 HGB "Bilanzsumme" und "Umsatzerlöse" in der Fassung des Zweiten Gesetzes zur Änderung des DWD-Gesetzes sowie zur Änderung handelsrechtlicher Vorgaben vom 17. April 2024 erfüllt die Gesellschaft im Berichtsjahr und im Vorjahr die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft. Die Bilanz wurde nach dem Gliederungsschema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Durch den Geschäftszweig bedingte Gliederungsabweichungen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind nicht gegeben. Zur treffenderen Darstellung im Jahresabschluss wurde bei den Vorräten im Geschäftsjahr der Posten "Unfertige Erzeugnisse" ergänzt. Zudem wurde beim Materialaufwand der Posten "Aufwendungen für bezogene Leistungen" ergänzt, unter dem die Strombezugskosten ausgewiesen werden. Die jeweiligen Vorjahreswerte wurden angepasst. Im Vorjahr wurden Strombezugskosten in Höhe von TEUR 1.581 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, unfertige Erzeugnisse in Höhe von TEUR 121 wurden unter den fertigen Erzeugnissen ausgewiesen. Die Gesellschaft hat am 24. Mai 2012 mit der 100 % igen Tochtergesellschaft HEXPOL TPE GmbH, Lichtenfels (im folgenden "HEXPOL TPE"), einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Des Weiteren hat die Gesellschaft am 19. Dezember 2012 mit Nachträgen vom 11./12. Juli 2018 einen Darlehensvertrag für Ansprüche im Zusammenhang mit den Ergebnisabführungen der Jahre 2012 ff. mit der Hexpol TPE geschlossen. Die Gesellschaft hat am 11. August 2015 mit der 100%igen Tochtergesellschaft Stellana Deutschland GmbH, Seevetal, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Einzige Gesellschafterin der HEXPOL Compounding GmbH ist die HEXPOL AB, Malmö, Schweden. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist ebenfalls die HEXPOL AB, Malmö, Schweden. Der Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen der HEXPOL AB erhältlich. Die Gesellschaft ist unter der Firma HEXPOL Compounding GmbH mit Sitz in Hückelhoven im Handelsregister des Amtsgerichts Mönchengladbach unter der Nummer HRB 8742 eingetragen. Teil II - Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer Jahresabschluss der HEXPOL Compounding GmbH wird auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften werden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Im Einzelnen werden folgende Grundsätze und Methoden angewendet: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer, die überwiegend bei fünf Jahren liegt, um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer je nach Kategorie der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer von Gebäuden beträgt 25 Jahre, von technischen Anlagen und Maschinen überwiegend 8 bis 16 Jahre sowie von Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend 5 bis 10 Jahre. Wertminderungen aufgrund außergewöhnlicher technischer bzw. betriebsbedingter Abnutzung wird, soweit erforderlich, durch Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen Rechnung getragen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden sofort als Betriebsausgaben gebucht. Für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens über EUR 250,00 bis zu einem Wert von EUR 1.000,00 wird eine Sammelposition gebildet und über fünf Jahre zu je 20 % abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Zudem werden die langfristigen Forderungen aus dem Darlehensvertrag für Ansprüche im Zusammenhang mit den Ergebnisabführungen der Jahre 2012 ff. mit der HEXPOL TPE sowie ein langfristiges Darlehen an die Gesellschafterin HEXPOL AB unter den Ausleihungen gegen verbundene Unternehmen gezeigt und mit ihren Nominalwerten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Soweit zum jeweiligen Bilanzstichtag die Wiederbeschaffungskosten die Anschaffungskosten unterschreiten, erfolgt eine Bewertung zu dem niedrigeren Wiederbeschaffungspreis. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch anrechenbare Teile der Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Konkret drohenden Forderungsausfällen wird durch Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Soweit erforderlich werden für die sonstigen Vermögensgegenstände ebenfalls Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens wurden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls nach § 253 Abs. 4 HGB zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die liquiden Mittel werden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurden unter einem gleichnamigen Sonderposten passiviert. Der Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 247 Abs. 3 HGB a. F. in Verbindung mit § 273 HGB a. F. wurde gemäß dem Wahlrecht in Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB beibehalten. Die ertragswirksame Auflösung des Sonderpostens erfolgt nach Maßgabe der auf die bezuschussten Anlagegegenstände über deren Nutzungsdauer vorgenommenen Abschreibungen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB) beachtet. Teil III - Einzelangaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Positionen der Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einem Brutto-Anlagenspiegel dargestellt. Daraus ist die Entwicklung im Jahre 2023 zu ersehen. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind positionsbezogen gesondert vermerkt. Die Gesellschaft hält unverändert sämtliche Anteile an der Hexpol TPE GmbH (vormals: Müller Kunststoffe GmbH), Lichtenfels (Eigenkapital TEUR 25, Anteil 100 %, Gewinnabführung an die HEXPOL Compounding GmbH in Höhe von TEUR 6.347). Die Gesellschaft hält unverändert sämtliche Anteile an der Stellana Deutschland GmbH, Seevetal (Eigenkapital TEUR 25, Anteil 100 %, Gewinnabführung an die Hexpol Compounding GmbH in Höhe von TEUR 397). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen den Gesellschafter aus dem Cash Pooling in Höhe von TEUR 1.079 (Vj. TEUR 2.127), die Forderungen aus der Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr von der HEXPOL TPE GmbH in Höhe von TEUR 6.347 (Vj. TEUR 7.796) und die kumulierte Ergebnisabführung der Stellana Deutschland GmbH in Höhe von TEUR 1.513 (Vj. TEUR 1.116). Die restlichen Forderungen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Wertpapiere enthalten die Anteile an der am 17. November 2014 gekauften HEXPOL Compounding Viersen GmbH & Co. KG, Hückelhoven, (vormals HEXPOL Compounding Viersen GmbH) (Eigenkapital TEUR -2.968, Anteil 100 %, Ergebnis 2023: TEUR -350), und der HEXPOL Compounding Viersen Verwaltungs GmbH, Viersen (Eigenkapital TEUR 7, Anteil 100 %, Ergebnis 2023: TEUR -2). Der Ausweis erfolgt im Umlaufvermögen, da diese in absehbarer Zeit geschlossen werden und von vornherein nicht dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen sollten. Die Bildung des Sonderpostens erfolgte in Anwendung der Vorschrift nach § 273 HGB in Verbindung mit R 34 Abs. 2 S. 3 und 4 EStR 1993. Der Sonderposten wird über die Nutzungsdauer der Produktionsgüter, für die er gewährt wurde, pro rata temporis aufgelöst. Die Auflösung ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die Entwicklung des Sonderpostens stellt sich wie folgt dar:
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle voraussichtlichen Verpflichtungen und Wagnisse der Gesellschaft. Die sonstigen Rückstellungen sind im Einzelnen:
Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr sämtlich Restlaufzeiten von unter einem Jahr und sind nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5.076 (Vj. TEUR 5.241) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der HEXPOL Viersen GmbH & Co. KG in Höhe von unverändert TEUR 4.243 sowie der Stellana Deutschland GmbH in Höhe von unverändert TEUR 683 aus den bestehenden Verlustübernahmeverpflichtungen. Die restlichen Verbindlichkeiten (TEUR 150, Vj. TEUR 315) resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter sind in Höhe von TEUR 24 (Vj. TEUR 22) enthalten. 2. Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geografischen Märkten wie folgt:
Die Umsatzerlöse gliedern sich nachfolgenden Abnahmemärkten:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten TEUR 64 periodenfremden Erträge (Vj. TEUR 0). Zudem sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen TEUR 714 Zuschreibungen im Anlagevermögen enthalten. Wesentliche periodenfremde Aufwendungen existieren wie im Vorjahr nicht. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen das laufende Geschäftsjahr. Angabe gem. 285 Nr. 30a HGB Aus der Anwendung des Mindeststeuergesetzes sind keine Auswirkungen auf die Gesellschaft zu erwarten. Teil IV - Zusatzangaben1. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 68 der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die aus laufenden Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen resultieren, ergibt in Bezug auf die Fälligkeit der Beträge folgende Aufteilung für die nächsten Jahre:
Das Bestellobligo bewegte sich zum Stichtag im geschäftsüblichen Rahmen und beinhaltet den Materialvorlauf für die Produktion der ersten vier Wochen des neuen Geschäftsjahres. 2. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse. 3. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. 4. Organe Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr und bis zum Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses:
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB (Schutzklausel) verzichtet, da im Geschäftsjahr nur Herr Hausmann, Herr Kerl und Herr Henz von der Gesellschaft vergütet werden. Die Geschäftsführer Herr Kerl, Herr Hausmann und Herr Henz haben ihre Geschäftsführertätigkeit hauptberuflich ausgeübt. Prokura wurde im Geschäftsjahr nicht erteilt. 5. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Die Geschäftsführer sind hierin nicht enthalten. 6. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. 7. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt den Vortrag des Bilanzgewinns zum 31. Dezember 2023 auf neue Rechnung vor. Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023
Hückelhoven, den 4. Dezember 2024 Die Geschäftsführung R. Wolkener C. Rüter A. Kerl T. Henz Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Geschäft und RahmenbedingungenDie Kernkompetenz der HEXPOL Compounding GmbH mit Sitz in Hückelhoven (im Folgenden auch kurz: "HEXPOL" genannt) ist die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von technisch hochwertigen Kautschukmischungen für die unterschiedlichsten Anwendungen in der Industrie und im privaten Bereich. Hauptabnehmerbranchen sind die Bauzulieferindustrie (u.a. Wassermanagement, Fenster- und Fassadendichtungen), die Hersteller von speziellen technischen Artikeln (Antriebsriemen, Schienenzulieferindustrie, Elektroindustrie), die Automobilzulieferindustrie (Hersteller von Dichtungsprofilen und Spritzgussartikel), die Kabelindustrie (Kautschukmischungen), sowie Produzenten von diversen Gummiprodukten (Extrusions- und Spritzgussteile). Unsere Gesellschaft gehört zum HEXPOL Compounding-Segment des schwedischen HEXPOL-Konzerns mit Sitz in Malmö. Im Geschäftsjahr gab es keine rechtlichen Einflussfaktoren, die auf den Geschäftsverlauf einen Einfluss gehabt hätten. "Die großen internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Im Vergleich zum Jahr 2022 war die Fahrzeugverfügbarkeit deutlich verbessert, was sich positiv auf den Pkw-Absatz auswirkte. Hinzu kommen schwache Vorjahreswerte, die zu einem Basiseffekt geführt haben. Dieser hatte jedoch zuletzt immer weniger unterstützende Wirkung auf die Wachstumsraten. Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd: Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus. Auf dem europäischen Pkw-Markt (EU, EFTA & UK) wurden im Jahr 2023 gut 12,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erholung verläuft jedoch weiterhin schleppend: Der europäische Pkw-Markt liegt aktuell noch immer knapp ein Fünftel (-19 Prozent) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. Im Monat Dezember wurden mit gut 1,0 Mio. Einheiten 4 Prozent weniger Neufahrzeuge registriert als noch im Vorjahresmonat. Maßgeblich für den Rückgang ist der schwache deutsche Markt, auf dem infolge eines Ende 2022 wirksamen Sondereffektes (Änderungen bei der Förderung von E-Autos) im Elektrosegment im Dezember 2023 insgesamt deutlich weniger Neufahrzeuge zugelassen wurden. Die fünf größten europäischen Einzelmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Monat wie folgt: Frankreich (+15 Prozent), Spanien (+11 Prozent), Vereinigtes Königreich (+10 Prozent), Italien (+6 Prozent), Deutschland (-23 Prozent)." Quelle: Internationale PKW-Märkte im Jahr 2023 mit kräftigem Wachstum - Eine Pressemitteilung vom Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) - veröffentlicht am 18. Januar 2024. "Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Jahr 2023 um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Mit einem Volumen von 102,3 Milliarden Euro lag der Auftragseingang nominal (nicht preisbereinigt) 3,3 % über dem Vorjahresniveau und damit erstmals im dreistelligen Milliardenbereich, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Die unterschiedliche Entwicklung von realen und nominalen Werten ist auf die zu Beginn des Jahres deutlich gestiegenen Baupreise zurückzuführen. Im Hochbau gingen die realen Auftragseingänge um 11,4 % zurück und lagen mit 49,1 Milliarden Euro nominal 5,0 % unter dem Vorjahresergebnis. Dabei verzeichnete der Wohnungsbau mit real -19,8 % (nominal: -13,4 %) die größten Einbußen und das niedrigste nominale Jahresergebnis seit 2018. Der Tiefbau stieg im Vergleich zum Vorjahr real um 3,0 % und steigerte sich nominal um 12,2 % auf 53,2 Milliarden Euro. Großaufträge, vor allem im Bahnstreckenausbau und beim Bau der Kabeltrassen Suedlink und Süd-Ost-Link trugen maßgeblich zum vorliegenden Rekordergebnis bei." Quelle: Pressemitteilung Nr. 068 vom 23. Februar 2024 - Statistisches Bundesamt (destatis.de) II. Geschäftsverlauf a) Ertragslage
Die Umsatzerlöse sind im Jahr 2023 im Vergleich zu dem Vorjahreswert von 43,5 Mio. EUR (2022) auf 40,5 Mio. EUR (2023) gesunken. Die veräußerten Mengen haben sich von 14.079 to um 8,8 % auf 15.314 to erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich insbesondere aufgrund der Zuschreibungen im Anlagevermögen (TEUR 714) stark erhöht. Der Materialaufwand ist von 31,3 Mio. EUR in 2022 auf 26,6 Mio. EUR in 2023 gesunken, im Verhältnis zum Umsatz sank die Materialeinsatzquote von 72,0 % (2022) auf 65,7 % (2023). Dies ist einerseits durch die Umsatzzusammensetzung (bedingt durch den Produktmix an verkauften Kautschukmischungen) bedingt, maßgeblich jedoch durch sinkende Rohstoffpreise hervorgerufen. Zudem wirkte sich auch die Verminderung der Strombezugskosten aus, die unter dem Materialaufwand ausgewiesen werden (2023: TEUR 800; 2022: TEUR 1.581). Der Personalaufwand ist um TEUR 288 von TEUR 4.183 TEUR auf TEUR 4.471 gestiegen. Dies ist zum einen auf die jährliche Lohn- und Gehaltserhöhung zurückzuführen und einen Inflationsausgleich, aber zum anderen auch auf Personalneueinstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 4.109 im Jahr 2022 auf TEUR 4.389 in 2023 gestiegen. Dies ist maßgeblich begründet durch gestiegene Aufwendungen für Verpackungen (TEUR +22), Reparaturen inkl. Ersatzteile (TEUR +176), Ausgangsfrachten (TEUR +32) und Beratung (+TEUR +45) wobei Mieten für Stapler und Technik gesunken sind (TEUR -58). Im Mai 2012 hat die Gesellschaft einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Müller Kunststoffe GmbH, Lichtenfels, (jetzt HEXPOL TPE) geschlossen, woraus eine Gewinnübernahme für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 6.347 (Vj. TEUR 7.796) resultiert. Des Weiteren resultiert aus der Vereinbarung vom 19. Dezember 2012 mit der HEXPOL TPE mit Nachtrag vom 11./12. Juli 2018 zur Durchführung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages (Darlehensvertrag) ein Zinsertrag in Höhe von TEUR 269 für das Jahr 2023. Im August 2015 hat die Gesellschaft einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Stellana Deutschland GmbH, Seevetal, geschlossen, woraus eine Gewinnübernahme für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 397 (Vj. TEUR 575) resultiert. Die Auftragslage lag nur knapp unterhalb des prognostizierten Niveaus. Am Jahresende lag die verkaufte Tonnage mit 15.314 to im Vergleich zu erwarteten 15.174 to um 0,9 % darüber. Der wirtschaftliche Verlauf des Jahres 2023 verlief besser als im Lagebericht 2022 prognostiziert. Der Umsatz in 2023 liegt wie erwartet unter dem Vorjahreswert. Das erwartete operative Ergebnis (vor Ergebnisabführungen und dem zugehörigen Steueraufwand) von etwas über 3,0 Mio. EUR (ohne Berücksichtigung des Sondereffekts aus den Zuschreibungen zum Anlagevermögen) wurde ebenfalls erreicht. b) Finanzlage Die HEXPOL AB hält alle Geschäftsanteile an der HEXPOL Compounding GmbH. Die Finanzierung des Liquiditätsbedarfs im operativen Geschäft erfolgt überwiegend durch den operativen Cashflow und Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 %-Punkte von 72,1 % auf 79,8 % gestiegen. Das Nettoumlaufvermögen (bereinigtes Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten - bereinigte kurzfristige Verbindlichkeiten) 1 ist um TEUR 988 auf TEUR -363 (Vj. TEUR -1.351) gestiegen. Weiterhin kann die HEXPOL im Rahmen des konzernweiten Cash Pooling auf liquide Mittel zugreifen.
1 bereinigt um Forderungen bzw.
Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsverträge
Die Cash Pool-Vereinbarung kann kurzfristig zum Ende des Monats gekündigt werden. Dem Management liegen derzeit keine Anzeichen für die Kündigung dieser Vereinbarung vor. c) Vermögenslage
* bereinigt um Forderungen bzw.
Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsverträgen
Das Eigenkapital der HEXPOL Compounding GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 8.696 erhöht. Die Veränderung resultiert aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2023. Die Vorräte sind aufgrund höherer Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, aber stark gesunkener Rohstoffpreise von TEUR 1.905 in 2022 auf TEUR 1.549 in 2023 gesunken. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um TEUR 2.313 auf TEUR 12.185 (Vj. TEUR 14.498) verringert. Dies resultiert zum Großteil aus den um TEUR 727 niedrigeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den um TEUR 2.097 niedrigeren Forderungen gegen verbundene Unternehmen (hauptsächlich aufgrund von um TEUR 1.047 niedrigeren Cash Pool-Forderungen und um TEUR 1.052 geringeren Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen). Die Senkung des kurzfristigen Fremdkapitals ist im Wesentlichen durch niedrigere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (-TEUR 694) und Steuern (-TEUR 1.528) sowie geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 5.258 (Vj. TEUR 5.419) geprägt. Ein wesentlicher Faktor sind die im Vorjahresvergleich gesunkenen Rohstoffpreise. III. Wichtige Vorgänge im GeschäftsjahrKunden Die Bestandskundenstruktur ist wie in den zurückliegenden Perioden im Jahr 2023 weitestgehend stabil geblieben. Die Bereiche Bau, Abwasserwirtschaft, allgemeine Industrie und Automobil bildeten wie in den Vorjahren das Basisgeschäft. Das gesamte Geschäftsjahr war durch Kontinuität in der Kundenstruktur geprägt, wobei eine Verlagerung zu interner Fertigung aufgrund von freigewordener Mischsaalkapazität zu beobachten war. Diese Mengen wurden teilweise durch Neukunden/-Projekte aufgefangen. Neukunden Zahlreiche Projekte und Versuche wurden sowohl mit Bestandskunden, aber auch mit neuen Kunden in 2023 angegangen bzw. fortgeführt. Hierzu wurden deutlich mehr Kundengespräche vor Ort an den betreffenden Kundenstandorten im In- und Ausland geführt. Die Marktsegmente sind bestehende bzw. bekannte Anwendungen. Hinzu kommen komplette Neuentwicklungen, wo entsprechend mit alternativen/nachhaltigen Rohstoffen und Verfahren neue Bereiche erschlossen werden. Darüber hinaus wurde die Entwicklung von Projekten im Jahr 2023, die in den Vorjahren begonnen wurden, weiter fortgeführt und kommerzialisiert. Forschung und Entwicklung Die Umsätze mit flammhemmenden Mischungen (HEXFLAME®,) konnten im Geschäftsjahr 2023 um weitere TEUR 85 auf TEUR 1.679 erhöht werden. Darüber hinaus wurden die Projekte mit Alternativrohstoffen auf Basis von nachhaltigen Rohstoffquellen in Kautschukmischungen vorgestellt. Diese sog. HEXGREEN®, -Mischungen stießen bei unseren Kunden auf großes Interesse. In Kooperation mit unserem Kompetenzcenter der Schwestergesellschaft in Eupen/Belgien wurden diese nachhaltigen Mischungen entwickelt. Diese Mischungen sind sowohl für die Automobilkunden als auch für die Bauwirtschaft von Interesse. Die entsprechenden OEMs sind daran interessiert die Serienreife in ihre eigenen Produkte (vorrangig extrudierte Profile) umzusetzen. Ebenfalls wurde den gestiegen technischen Kundenanforderungen Rechnung getragen, indem die Diversifizierung unserer Kautschukmischungen, Rohstoffeinsatz und Normungen weiter ausgebaut wurde. Diversifizierung Wie im vorherigen Absatz erwähnt wurde die Diversifizierung des Produktportfolios in 2023 weiter ausgebaut. Mit dieser Diversifizierung sorgen wir dafür, den Kundenanforderungen nach anspruchsvollen dynamischen Lösungen gerecht zu werden. Zum einen sind weitere Kautschukmischungen auf Basis von Spezialelastomeren entwickelt und erfolgreich an Kunden geliefert worden. Zum anderen wurden "nachhaltige" Compounds vorgestellt, um neben den flammhemmenden Mischungen, farbigen Compounds und anderen speziellen Compounds den bestehenden Produktmix für Bestands- und Neukunden noch interessanter zu gestalten. Wir sehen uns als Innovationsgeber, sowohl für Kunden, die selbst über Mischkapazitäten verfügen, als auch für Partner, die einen Dienstleister an ihrer Seite benötigen, um ihre technischen Herausforderungen zu lösen. Dabei achten wir auf die Einhaltung der vorgegebenen wirtschaftlichen Rahmenparameter sowie der internen und externen Umweltvorgaben bis hin zur Arbeitssicherheit unserer Mitarbeiter. Investitionen Im Jahr 2023 wurden Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 519 getätigt. Im Zentrum der Investitionen stand der Austausch der Mischersteuerung an Linie 2. Ferner wurde ein Druckluft-Kompressor ausgetauscht, der neue Kompressor ist mit Wärmerückgewinnung und Frequenzregelung ausgestattet. Dies trägt zu einer höheren Energieeffizienz bei. IV. Risiko- und ChancenberichtDie Gesellschaft ist in das Konzernreporting der Muttergesellschaft eingebunden. Dadurch werden potenzielle Risiken zeitnah erkannt und Maßnahmen ergriffen, um diese zu minimieren. Zusätzlich werden auf wöchentlicher Basis die Außenstände und Produktionskennziffern überprüft und entsprechende Maßnahmen umgesetzt. Ein weiterer Fokus liegt auf der Qualität und Prozessoptimierung, um Risiken in Form von Reklamationen weiter auf niedrigem Niveau zu halten. Zum aktuellen Zeitpunkt beeinflussen weiterhin die geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten die Situation in der Gummi-Industrie. Dies führt zu einem gedämpften Bedarf und damit zu einer verhaltenen Nachfrage. Die gestiegene Preisteuerung aus den Vorjahren belastet weiterhin die Gummi-Industrie in unseren Heimatmärkten. Des Weiteren sorgen die gesetzlichen Vorgaben für einen höheren bürokratischen Aufwand. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die Nachfrage der Kunden aus. Diese gestiegenen Lebenshaltungskosten haben zu einer Zurückhaltung bei den Konsumenten geführt, die insbesondere bei den Kunden aus den Segmenten Automotive und Bau spürbar sind. Die Kunden haben folglich ihren Fokus auf reduzierte Lagerbestände gelegt und fordern von HEXPOL kurze Reaktionszeiten mit Preisreduzierungen, weil inländische und ausländische Marktmitbegleiter versuchen, Mengen abzugreifen. Wir beobachten ferner, dass ein verlängertes Zahlungsziel angefordert wird und hier einer der Schwerpunkte in den Jahresgesprächen liegt. Die wirtschaftliche Stimmungslage bleibt somit weiter angespannt, so dass Kauf- und Investitionsvorhaben zurückgestellt werden. Dies beeinflusst unsere Kunden in allen Segmenten, aber vor allem in der Automobil- und Bauindustrie. Weitere Risikofaktoren sind angekündigte steigende Rohstoffpreise, aber auch die Verfügbarkeiten, da Produktionskapazitäten heruntergefahren wurden. Die lokale Preisentwicklung bei fossilen Energieträgern und elektrischem Strom bzw. Gas macht es uns im internationalen Wettbewerb schwer. Diese Rahmenbedingungen werden kontinuierlich analysiert, um frühzeitig die Weichen für eine mögliche Veränderung innerhalb des Unternehmens stellen zu können. Diese anhaltende schwierige Marktsituation hat in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres ein durchwachsenes Bild ergeben. Die Auftragseingänge bei den Kunden sind auf ähnlichem Niveau wie in der zweiten Jahreshälfte 2023. Rohstoffpreissenkungen wurden an die Kundschaft weitergegeben. Durch zahlreiche Maßnahmen sind die Erwartungen an das Absatzvolumen konstant ausgefallen. Eine verbesserte Rohstoffverfügbarkeit hat die vorherigen Preissteigerungen umgekehrt, wobei im Laufe des Jahres 2024 keine Trendumkehr zu erwarten ist, da u.a. Kapazitäten reduziert wurden und die Einfuhr von speziellen russischen Rohstoffen, wie z.B. Ruß, zur Jahresmitte komplett im Rahmen des 10. Sanktionspakets untersagt wurde. Dies führt zu einer höheren Nachfrage nach westeuropäischen Rohstoffen und der Einfuhr aus Regionen wie Indien und China, die Seefrachtpreissteigerungen unterliegen, was wiederum Preiseffekte nach sich zieht. Die Zugehörigkeit zur HEXPOL-Gruppe ermöglichte dem Standort einen vorteilhaften Zugriff auf besonders nachgefragte Rohstoffe, wodurch zusätzlich nachgefragte Mischungsvolumen am Markt bedient werden können. Unsere Stärke bleibt weiterhin die Kundennähe, kurze Reaktionszeiten und wettbewerbsfähige Preise. Es werden weiterhin Überstundenaufbau vermieden, Urlaub im Geschäftsjahr abgebaut und Home-Office-Regelungen beibehalten, die flexible bedarfsorientierte Arbeitszeiten gewährleisten. Aufgrund der stabilen Liquiditätssituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Trotz der andauernden geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten ist die finanzielle Lage der HEXPOL-Gruppe weiterhin stabil. Durch die kontinuierliche Erweiterung des Mischungsportfolios und Diversifizierung der angebotenen Compounds für höherwertige Anwendungen ergeben sich Potentiale für Neugeschäft in bestehenden als auch neuen Marktsegmenten. Zum derzeitigen Zeitpunkt sehen wir keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden. V. Zukünftige EntwicklungWir erwarten 2024 ein etwas schwächeres Jahr, für die Folgejahre aber eine dann wieder positive Geschäftsentwicklung. Durch die oben genannten Umstände existieren zahlreiche Chancen zum Ausbau von bestehenden Kunden und deren Segmenten, zudem können Neukunden aus anderen Segmenten mit Neuentwicklungen und Diversifizierung bedient werden. Eine positive Marktentwicklung lässt sich auch bis Ende August 2024 nicht beobachten. Die Rohstoffverfügbarkeit bleibt weiterhin entspannt, was sich aber bei den Preisen nur teilweise bemerkbar macht. Anfallende Preiserhöhungen können nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden. Auf der anderen Seite werden wir die kurzfristig entstandenen Chancen in den wachsenden Marktbereichen, in denen bspw. HEXPOL TPE GmbH sehr gut positioniert ist (z.B. Hygiene, Lebensmittel, Spielzeug), nutzen, um die Marktanteile auszubauen und zu sichern. Die Stärke der Gruppenstruktur konnte weiterhin unter Beweis gestellt werden. So wurden die entwickelten Back-up-Pläne umgesetzt, welche die Mischungsversorgung der Kunden uneingeschränkt und durchgehend ermöglichen. Die aktuelle Planung für 2024 für HEXPOL Compounding GmbH geht von einem sinkenden Volumen aufgrund einer nach wie vor schwachen Produktionsquote der Automobilindustrie (Fokussierung auf margenträchtige, aber volumenschwache Premiumfahrzeuge) aus. Bei hohen Lagerbeständen und konstanten Preisen für Roh- und Fertigwaren sowie der eingebrochenen Nachfrage in zahlreichen Märkten (z.B. Automotive- und Bauindustrie) rechnen wir mit geringeren Mengen bei konstanten Margen. Die Geschäftsführung erwartet für das gesamte Jahr 2024 Umsatzerlöse deutlich unter dem Vorjahreswert 2023. Dies ist in der Nachfragesituation und den gesunkenen Rohstoffpreisen begründet. Zum aktuellen Zeitpunkt lässt sich aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten und der geopolitischen Situation im Allgemeinen das zu erwartende Ergebnis 2024 nicht zuverlässig quantifizieren. Nach unserer Einschätzung erwarten wir ein deutlich niedrigeres operatives Ergebnis gegenüber dem Geschäftsjahr 2023. Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir wieder steigende Umsatzerlöse sowie ein verbessertes operatives Ergebnis im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024. Auch für die Tochtergesellschaft Hexpol TPE GmbH zeigt der aktuelle Forecast für das Geschäftsjahr 2024 eine vergleichbare Umsatz- und Ergebniserwartung. Die Umsätze werden zum Jahresende voraussichtlich auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegen, während ein leicht niedrigeres Ergebnis erwartet wird. Dennoch wird die Hexpol TPE GmbH auch in 2024 weiterhin einen deutlich positiven Ergebnisbeitrag zum Jahresergebnis der HEXPOL Compounding GmbH beisteuern. Ein solcher wird auch für 2025 erwartet.
Hückelhoven, den 4. Dezember 2024 R. Wolkener, Geschäftsführer C. Rüter, Geschäftsführer A. Kerl, Geschäftsführer T. Henz, Geschäftsführer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
2 nahegelegene Organisationen
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen