HI Finance 1 Immobilien Verwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Beier seit 12.6.2023 | Prokura |
Fabian Lippert seit 12.6.2023 | Prokura |
Alexander Marcus Sträßer seit 20.6.2022 | Prokura |
Marko Blüthchen seit 13.10.2021 | Prokura |
André Dr. Martens seit 13.10.2021 | Geschäftsführer |
Christian Middelberg seit 2.8.2021 | Prokura |
Peter Lischewski seit 29.1.2015 | Prokura |
Heiko Breiholz seit 30.12.2011 | Prokura |
Peter Dr. Andres seit 19.8.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SIGNAL IDUNA Asset Management GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGrundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Die SIGNAL IDUNA Asset Management GmbH (im Folgenden: SIAM) betreibt marktseitig die nachfolgenden zwei Geschäftsfelder:
Im Geschäftsfeld "Portfoliomanagement" ist die SIAM als zentraler Portfoliomanager für die Unternehmen der SIGNAL IDUNA Gruppe tätig. Dies umfasst auch die Finanzportfolioverwaltung für einen Teil der Wertpapier-Investmentvermögen der HANSAINVEST Hanseatische Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung (im Folgenden: HANSAINVEST). Die SIAM erwirtschaftet Provisionserträge auf Basis der Höhe der verwalteten Vermögen aus der Erbringung der Finanzportfolioverwaltung und Anlageberatung für die Versicherungsunternehmen im Konzern sowie aus der Finanzportfolioverwaltung der HANSAINVEST-Investmentvermögen. Im Geschäftsfeld "Vertrieb und Service Finanzprodukte" unterhält die SIAM ein Haftungsdach für vertraglich gebundene Vermittler (vgV) und betreibt den Vertrieb und Service für Investmentprodukte der HANSAINVEST. Hierbei erhält die SIAM Vergütungen in Form von Vermittlungs- und Vermittlungsfolgeprovisionen in Abhängigkeit der Höhe der Anteilsbestände bzw. Brutto-Mittelzuflüsse. Weitere Marketing- und Vertriebsdienstleistungen werden für die Finanztochterunternehmen Donner & Reuschel Aktiengesellschaft sowie SIGNAL IDUNA Bauspar Aktiengesellschaft (im Folgenden: SI Bauspar) bereitgestellt. Die SIAM erhält von diesen Unternehmen Vergütungen auf Grundlage der durchgeführten Serviceleistungen sowie der Erstattung anteiliger Personal- und Verwaltungsaufwendungen. Schließlich stellt der Bereich Service & Direktvertrieb Finanzen die Information, Betreuung und Beratung von Kundinnen und Kunden, Interessentinnen und Interessenten sowie der Außendienstpartnerinnen und -partnern und anderer Vertriebsorganisationen sicher. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Aus konjunktureller Sicht gestaltete sich das Jahr 2023 rückblickend unspektakulär und letztlich besser als befürchtet. Die zu Jahresbeginn nicht gänzlich auszuschließende Gasmangellage und ein daraus resultierender Konjunktureinbruch in Europa blieben aus. Jenseits des Atlantiks entwickelte sich vor allem die US-Konjunktur entgegen einer durchaus erwartbaren Rezession robust. Das Wachstum wurde hier unter dem Eindruck eines vollbeschäftigten Arbeitsmarktes von deutlichen Zuwächsen beim privaten Konsum als auch einer expansiven Fiskalpolitik getragen. Die erwarteten negativen Folgen deutlich gestiegener Zinsen wurden nur partiell sichtbar. Während sich die US-Konjunktur angesichts bestehender Probleme bemerkenswert widerstandsfähig zeigte, litt die Konjunktur im Euroraum unter dem Zinsanstieg und den Folgen der hohen Inflation. Deutschland glitt dabei in die Rezession ab und nimmt einen der hinteren Plätze unter den Industrieländern ein. Zu einem schwachen Außenhandel gesellte sich eine schwächelnde Binnennachfrage. Insbesondere die Baubranche wurde hart von gestiegenen Zinsen und hohen Materialkosten getroffen. Hoffnungen auf China als Impulsgeber, welches aufgrund verschiedenster Probleme hinter den Erwartungen zurückblieb, verpufften. Angesichts von Inflationsraten weit oberhalb ihrer Zielmarken setzten sowohl die US-Notenbank (FED) als auch die Europäische Zentralbank (EZB) ihren jeweils 2022 eingeschlagenen Zinserhöhungskurs 2023 zunächst relativ forsch fort, um mit fortgesetzt rückläufigen Inflationsdaten ihr Tempo zu drosseln und schließlich eine abwartende Haltung einzunehmen. So erhöhte die FED ihren Leitzins bis Juli um weitere vier Schritte bzw. 1 %-Punkt auf eine FED-Funds-Target- Rate von 5,25 % - 5,50 %. Die in der Inflationsbekämpfung zunächst zögerliche EZB erhöhte ihren Hauptrefinanzierungssatz bis September um weitere sechs Schritte bzw. 2 %-Punkte auf 4,50 %. Damit erreichten die Leitzinsen dies- und jenseits des Atlantiks das höchste Niveau seit 2001. Der Einlagenzins der EZB wurde entsprechend von 2,00 % auf 4,00 % erhöht. Aus Sicht der SIAM war die Entwicklung an den Rentenmärkten 2023 weniger von der Konjunktur als vielmehr von der Inflationsentwicklung sowie den Aktionen und Äußerungen der Notenbanken geprägt. Im Vergleich zum desaströsen Vorjahr konnte im abgelaufenen Jahr mit festverzinslichen Wertpapieren (sowohl bei Staatsanleihen als auch bei Spreadprodukten) unter dem Strich wieder eine positive Rendite erzielt werden. Dabei war der Pfad jedoch keineswegs gradlinig und die Volatilität ausgesprochen hoch. So weist die Spanne bei der Rendite 10-jähriger Bundesanleihen zwischen Tief- und Hochpunkt gut 100 Basispunkte auf und rund 175 Basispunkte bei vergleichbaren 10-jährigen US-Staatsanleihen. Allen voran in den USA entwickelte sich einhergehend mit der Notenbankpolitik bis Oktober mehr oder weniger ein Trend zu steigenden Renditen und die 10-jährigen Treasuries erreichten in der Spitze die Marke von rund 5,00 % nach 3,88 % zum Jahreswechsel. Ebenso verhielt es sich bei den 10-jährigen Bundesanleihen, deren Rendite im Oktober kurzzeitig eine Drei vor dem Komma aufwies im Vergleich zu 2,57 % zum Ultimo 2022. Der Zusammenbruch der USamerikanischen Silicon Valley Bank und auch der Vertrauensverlust in die Credit Suisse sorgten dabei im Frühjahr zwischenzeitlich für deutliche Renditerückgänge, da Sorgen über die Stabilität des Bankensystems geschürt wurden, führte aber zu keinem Trendwechsel. Dieser wurde in diesem Sinne im Oktober mit pausierenden Notenbanken und vom Markt zunehmend eingepreister Erwartungen an zukünftige Zinssenkungen eingeleitet. Die Tür zu Zinssenkungen öffnete die FED mit ihren Äußerungen auf ihrer letzten Notenbanksitzung. Unter dem Strich fiel die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries wieder auf das Ausgangsniveau von 3,88 %, während die Rendite entsprechender Bundesanleihen zum Jahresende mit 2,02 % sogar unter das Jahresanfangsniveau zurückging. Im Vergleich zum Vorjahr weisen die beiden Zinsstrukturkurven weiterhin eine Inversität auf. Nach Einschätzung der SIAM konnten die Aktienmärkte in 2023 die Verluste des Vorjahres wettmachen und trotzten dabei teilweise schwierigen Rahmenbedingungen aus steigenden Zinsen, konjunktureller Schwäche in Europa und China sowie geopolitischem Störfeuer. In Europa sorgten die sich verflüchtigenden Sorgen vor einer Gasmangellage für einen positiven Jahresstart, welcher kurzzeitig von Sorgen über eine Bankenkrise unterbrochen wurde. Der sich anschließenden Seitwärtsbewegung und Gewinnmitnahmen im Herbst folgte dank Zinssenkungsfantasie schließlich eine fulminante Jahresendrallye. Unter dem Strich steht bei den Indizes wie EuroSTOXX50 oder DAX ein deutlich zweistelliger Kursgewinn von 19,2 % bzw. 20,3 % zu Buche. Der USamerikanische S&P500 Index konnte 24,2 % zulegen, während die Technologiebörse Nasdaq, welche von dem Thema "Al" profitierte, ein etwa doppelt so hohes Plus erzielen konnte. Dabei spiegeln die Indizes teilweise jedoch nicht die wahre Situation wider, denn in der Breite blieben eine Vielzahl von Aktien hinter der Index-Entwicklung zurück. So wurde in den USA auch der Begriff der "Magnificent Seven" geboren. Diese umfassen sieben großkapitalisierte Technologiewerte, die maßgeblich die US-Indizes trieben. Der Fondsbranche flossen gemäß dem Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) 2023 rund 62,6 Mrd. EUR an Netto-Neugeschäft zu, davon entfielen 33,7 Mrd. EUR auf offene Spezialfonds. Geschäftsverlauf unseres Unternehmens Portfoliomanagement Die SIAM konnte in dem sehr volatilen Kapitalmarktjahr 2023 marktbedingt einen leichten Anstieg bei den Assets under Management verzeichnen. Überlagert wurde diese Entwicklung von einer dem neuen Zinsregime geschuldeten Umallokation aus den zu Marktpreisen bewerteten Spezialfonds in die zu Buchwerten bewertete Direktanlage. Dieser Trend dürfte sich auch mittelfristig fortsetzen. Auch in 2023 stand das Thema ESG erneut im Fokus der Kapitalanlage. Eingebettet in ein SIAM-Gesamtprojekt wurde neben dem organisatorischen Aufbau die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie unter Berücksichtigung der Kundenrestriktionen auf Portfolioebene geschärft. Im Bereich der "Beratermandate" konnte die Zahl der Mandate im Vergleich zum Vorjahr gemeinsam mit der HANSAINVEST leicht gesteigert werden. In 2024 beabsichtigt die SIAM für den Bereich "Beratermandate" die Rückübertragung auf die HANSAINVEST, um sich künftig stärker auf die Geschäftstätigkeit "Trading" auszurichten. Bei den Publikumsfonds kam es kapitalmarktbedingt zu einem leichten Anstieg des verwalteten Vermögens. Ein absolut und auch relativ sehr gutes Ergebnis konnte der auf deutsche Aktien ausgerichtete HANSAsecur erzielen. Im Spezialfondsbereich führten die positiven Vorzeichen bei der Wertentwicklung in den Assetklassen Renten und Aktien ebenfalls zu einem leichten Anstieg des Fondsvolumens, der die vorab angeführte Umallokation in die Direktanlage mehr als kompensieren konnte. In der Assetklasse Renten überzeugten vor allem die Mandate mit Ausrichtung auf Kreditrisiken: Renten Credit und Renten ALM. Aufgrund der sich einengenden Creditspreads konnten hier teilweise zweistellige Zuwachsraten erzielt werden. Im Aktienbereich realisierten die auf eine langfristig positive Wertentwicklung ausgerichteten Mandate ALM und ALM Global den höchsten Wertzuwachs. In der Direktanlage war das Anlagejahr 2023 geprägt durch unsere strategische De-Risking Anlagepolitik, die durch die hohe Ratingqualität der Neuanlagen mit AA+ dokumentiert wurde. Bei einem Anlagehorizont von ca. 10 Jahren lagen die durchschnittlichen Anlagerenditen erstmals seit Jahren wieder über 3,5 % p.a. Das Anlagevolumen fiel mit knapp 1 Mrd. EUR inklusive Prolongationen niedrig aus. Hervorzuheben bleiben unsere Prolongationstrades für diverse Versicherungsunternehmen, die - aufsetzend auf niedrig verzinste Zinsanlagen - liquiditätsneutral die laufenden Erträge spürbar erhöhen konnten. Unter hohen Schwankungen der repräsentativen Swap-Sätze ermäßigten sich die negativen Bewertungsreserven zum Jahresende deutlich. Im Bereich der "Alternativen Investments" sind im letzten Jahr die Geschäftsaktivitäten der SIAM konstant geblieben. Es wurden in diesem Bereich Kapitalanlagen in den Assetklassen Infrastructure Debt, Real Estate Mezzanine sowie European Commercial Real Estate Debt gemanagt. Die verwalteten Vermögen beliefen sich dabei in etwa auf Vorjahresniveau. Insgesamt hat sich die SIAM in 2023 erneut als zentraler Asset Manager der SIGNAL IDUNA Gruppe bewährt. Bedingt durch das neue Zinsregime hat sich der langjährige Trend der Stärkung der Spezialfondsanlagen zu Lasten der Direktanlage in 2023 zum ersten Mal wieder umgekehrt. Vertrieb und Service Finanzprodukte Nach den stetigen Steigerungen im Absatz- und Investmentbestand bis inklusive 2021 sank der Bruttomittelzufluss von 68,0 Mio. EUR in 2022 auf 49,2 Mio. EUR in 2023. Der geplante Absatz in Höhe von 80 Mio. EUR konnte nicht erreicht werden. Die Mittelabflüsse lagen mit 52,6 Mio. EUR um 7,8 % niedriger als im Geschäftsjahr 2022. Somit lag das Nettoabsatzergebnis in 2023 bei -3,3 Mio. EUR. Trotz dieser rückläufigen Entwicklung stieg das vom Vertrieb der SIAM betreute Fondsvermögen der SIGNAL IDUNA Privatkunden aufgrund deutlich positiver Wertentwicklung von 570,7 Mio. EUR auf 608,3 Mio. EUR. Der Sparplanabsatz in 2023 lag mit 1.570 vermittelten Sparplänen um 13,7 % niedriger als im Vorjahr - in 2022 wurden 1.784 Sparpläne von den Privatkunden der SIGNAL IDUNA Gruppe eröffnet. Dabei konnte der über die digitale Vertriebsplattform abgesetzte Anteil von Sparplänen auf 76 % erhöht werden (Vorjahr: 70 %). Im Jahresverlauf 2023 betrug die durchschnittliche Anzahl der vertraglich an die SIAM gebundenen Vermittler 786 (Vorjahr: 878). Unser bereits im Jahr 2021 gestartetes Strategieprojekt "Mehr Finanzen" zur Optimierung der Vertriebsstrategie, wurde im Jahr 2023 in die konkrete Umsetzungsphase überführt. Ziel unseres "Mehr Finanzen" Projekts ist, gemeinsam mit dem Exklusivvertrieb des SIGNAL IDUNA Konzerns, das Angebot rund um das Thema "Vermögensaufbau" neu und wesentlich attraktiver zu gestalten. Hierbei stehen drei wesentliche Handlungsfelder im Fokus unseres Projektes:
Der mehrstufige strategische Fahrplan wird in aufeinander aufbauenden Etappen abgearbeitet, mit dem Ziel "erste" Projektergebnisse ab 2025 für unsere Kunden erlebbar werden zu lassen. Inhaltlich berücksichtigt das "Mehr Finanzen" Projekt die gesamte Wertschöpfungskette. Die neue Produktwelt wird von Marketing- und Vertriebsmaßnahmen flankiert werden, um unsere ambitionierten Ziele zu erreichen und in den nächsten Jahren neben der Kundenzufriedenheit auch den Bruttomittelzufluss zu steigern. Die Erreichung unserer ambitionierten Ziele in einem herausfordernden Umfeld erfordert die ständige Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit. Denn unser Ziel ist es profitabel zu wachsen. Lage des Unternehmens Vermögens- und Finanzlage Die Vermögens- und Finanzlage zum Ende des Geschäftsjahres 2023 war auf der Aktivseite im Wesentlichen unverändert durch kurzfristige Forderungen an Kreditinstitute und Kunden in Höhe von insgesamt 55,5 Mio. EUR (Vorjahr: 57,4 Mio. EUR) geprägt. Dem stehen auf der Passivseite im Wesentlichen Verbindlichkeiten der Gesellschafterin SIGNAL IDUNA Holding Aktiengesellschaft aus dem bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag in Höhe von 32,4 Mio. EUR (Vorjahr: 34,2 Mio. EUR) gegenüber. Darüber hinaus ist die Passivseite gekennzeichnet durch Rückstellungen in Höhe von 13,4 Mio. EUR (Vorjahr: 12,6 Mio. EUR). Davon entfallen auf die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen 11,1 Mio. EUR (Vorjahr: 10,4 Mio. EUR). Das Eigenkapital beläuft sich auf 9,1 Mio. EUR (Vorjahr: 9,1 Mio. EUR) und setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 2,5 Mio. EUR und den Kapital- und Gewinnrücklagen in Höhe von 6,6 Mio. EUR zusammen. Zum Bilanzstichtag ergab sich bei einer um 1,5 Mio. EUR niedrigere Bilanzsumme eine Eigenkapitalquote von 15,8 % (Vorjahr: 15,4 %). Ertragslage Die Ertragslage der SIAM war im Geschäftsjahr 2023 unverändert durch das Provisionsergebnis geprägt, dem im Wesentlichen allgemeine Verwaltungsaufwendungen in Form von Personal- und Sachaufwendungen gegenüberstanden. Im Geschäftsfeld "Portfoliomanagement" erwirtschaftete die SIAM ein Provisionsergebnis in Höhe von 48,7 Mio. EUR (Vorjahr: 49,4 Mio. EUR). Wesentlicher Grund für die Verringerung der Provisionserträge war der marktbedingte Rückgang der Assets under Management in 2022, der sich nun auf das Gesamtjahr 2023 auswirkte. Das verwaltete Vermögen stieg zum 31. Dezember 2023 leicht auf 45,0 Mrd. EUR (Vorjahr: 44,6 Mrd. EUR). Im Geschäftsfeld "Vertrieb und Service Finanzprodukte" verringerte sich das Provisionsergebnis auf 6,7 Mio. EUR (Vorjahr: 7,2 Mio. EUR). Der Rückgang im Provisionsergebnis ist auf eine veränderte Ertragsstruktur der konzerninternen Marketing-, Vertriebs- und Servicedienstleistungen zurückzuführen. Aufgrund einer im Vorjahr Teil-Rückverlagerung von Vertriebs- und Servicefunktion verringerten sich die Erträge aus Dienstleistungen um 0,4 Mio. EUR. Der übrige Ergebnisbeitrag aus der Anlageberatung und -vermittlung von Investmentvermögen sank auf 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR). Die Verwaltungsaufwendungen stiegen im Geschäftsjahr um 2,1 Mio. EUR bzw. 9,5 % auf 23,9 Mio. EUR an. Der Zuwachs verteilt sich auf den darin enthaltenen Anstieg des Personalaufwands von 1,1 Mio. EUR und dem Anstieg der anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 1,0 Mio. EUR. Neben gestiegenen Aufwendungen für Auskunftsdienste (+0,3 Mio. EUR) sind im Geschäftsjahr die Aufwendungen für Beratungsleistungen (+1,3 Mio. EUR) im Zuge der geplanten strategischen Neuausrichtung des Unternehmens und zur Umsetzung einer neuen Nachhaltigkeitsstrategie gestiegen. Gegenläufig ist die Vergütung gegenüber Konzerngesellschaften (-0,6 Mio. EUR) gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich im Jahr 2023 um 0,2 Mio. EUR auf 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR). Der Rückgang ist in der Verringerung der Kapitalkosten im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen (-0,2 Mio. EUR) begründet. Die Cost-Income-Ratio stieg auf 37,4 % (Vorjahr: 36,4 %). In der Berechnung der Cost-Income-Ratio sind außerordentliche und periodenfremde Aufwendungen (insbesondere Aufwendungen im Zusammenhang von Restrukturierungen von Betriebsteilen) unberücksichtigt, um die Rentabilität des regulären Geschäftsbetriebs präziser darzustellen. Insgesamt wurde ein um 1,7 Mio. EUR bzw. 5,1 % niedrigeres Jahresergebnis von 32,4 Mio. EUR erzielt (Vorjahr: 34,2 Mio. EUR), das aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die alleinige Gesellschafterin SIGNAL IDUNA Holding Aktiengesellschaft abgeführt wird. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die SIAM hat als strategisches Ziel den jährlichen Anstieg des Provisionsergebnisses bzw. des Betriebsergebnisses um 2,0 % festgelegt. Die tatsächliche Veränderung in 2023 betrug -2,0 % (Provisionsergebnis) bzw. -0,9 % (Betriebsergebnis). In der Abteilung Service und Direktvertrieb ist eine hohe Kundenzufriedenheit sehr wichtig, welche hier am Telefon zuletzt in 2022 mit 88,3 % bei einem Ziel von 85,0 % erreicht wurde. Noch viel wichtiger ist die Kundenbindung, welche den geschäftlichen Erfolg der Zukunft sichert. Aus diesem Grund wurde im Januar 2023 die Befragung auf den sogenannten transaktionalen Net Promoter Score (T-NPS) umgestellt, der sich mit der Frage der Weiterempfehlungsbereitschaft am Messpunkt telefonischer Service auseinandersetzt und ebenso die Vorgehensweise der SIGNAL IDUNA Gruppe im Hinblick auf die Messung unterstützt. Denn ein wesentlicher Aspekt der Kundenbindung ist die Weiterempfehlungsbereitschaft. Im Rahmen dieser Messung wurde im Jahr 2023 ein T-NPS für das Investmentgeschäft von 22 und für die SI Bauspar von 18 erreicht. Hierbei handelt es sich für uns, insbesondere mit den Treibern der NPS-Messverfahren in der SIGNAL IDUNA Gruppe, um erfreuliche Ergebnisse. Tatsächliche Entwicklung im Vergleich zur Planung des Vorjahres Das Provisionsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um 2,0 % auf 55,4 Mio. EUR rückläufig und liegt damit leicht über dem für das Geschäftsjahr 2023 geplanten Provisionsergebnis in Höhe von 55.2 Mio. EUR. Das Betriebsergebnis des Unternehmens verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,9 % auf 35,3 Mio. EUR. Das Betriebsergebnis liegt damit um 4,0 Mio. EUR über dem für das Geschäftsjahr 2023 geplanten Ergebnis von 31,3 Mio. EUR. Diese Planabweichung ist in großen Teilen auf das gestiegene Zinsergebnis (+1,2 Mio. EUR) und auf dem gegenüber Plan niedrigeren Verwaltungsaufwand (-2,1 Mio. EUR) zurückzuführen. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Die SIAM konnte in dem sehr volatilen Kapitalmarktjahr 2023 marktbedingt einen leichten Anstieg bei den Assets under Management verzeichnen. In diesem sehr herausfordernden Marktumfeld gelang es, das geplante Gesamtergebnis um 7,4 % bzw. 2,2 Mio. EUR zu übertreffen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SIAM ist geordnet. Risiko- und Chancenbericht Risikobericht Wesentliche Elemente unseres Risikofrüherkennungssystems Das verantwortungsbewusste Eingehen von mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken ist integraler Bestandteil der Aktivitäten der SIAM. Die strategische Risikosteuerung obliegt der Geschäftsführung und verfolgt das Ziel, die Risikotragfähigkeit der betriebenen Geschäfte langfristig sicherzustellen, die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalanforderungen zu erfüllen und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Hierbei unterliegt die SIAM der Investment Firm Regulation (IFR) und dem Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG). Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement trägt die Geschäftsführung. Sie benötigt zur Steuerung umfassende steuerungsrelevante Informationen und hat dafür eine Risikocontrolling-Funktion eingerichtet. Diese betreut den Risikomanagementprozess und berichtet direkt an die Geschäftsführung. Unterstützt wird die Risikocontrolling-Funktion durch dezentrale Risikoverantwortliche in den jeweiligen Geschäftsfeldern. Die Mitarbeitenden der Risikocontrolling-Funktion haben alle notwendigen Befugnisse und einen uneingeschränkten Zugang zu allen Informationen, die für die Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlich sind. Die Geschäftsführung lässt sich quartalsweise über die Risikolage und die Risikokennziffern der SIAM berichten und erörtert diese im Rahmen ihrer Sitzungen. Bei wesentlichen Ereignissen zwischen den Quartalsstichtagen lässt sie sich adhoc informieren. Die Berichterstattung an die Geschäftsführung dient gleichzeitig als Basis für die regelmäßige bzw. anlassbezogene Information des Aufsichtsrates. Die SIAM hat aus der Geschäftsstrategie eine konsistente Risikostrategie abgeleitet. In der Risikostrategie wurde die Risikosteuerung sowie der Risikoappetit der wesentlichen Geschäftsaktivitäten der SIAM festgelegt. Die Strategien des Unternehmens wurden eingehend mit dem Aufsichtsrat erörtert. Zur Umsetzung der Geschäftsstrategie und zur aktiven Steuerung und dem Management von Erlösen, Kosten und Risiken ist in der SIAM ein gesamtinstitutsbezogener Steuerungsprozess installiert. Wesentliche Elemente unseres Risikomanagementsystems sind die Risikoidentifikation, die Risikoanalyse und -bewertung, die Risikosteuerung und -überwachung sowie die Risikoberichterstattung. Der Umfang des Risikomanagementsystems erfüllt dabei die Anforderungen des WplG sowie der MaRisk. Die wesentlichen Risikofelder werden im Rahmen einer jährlichen und quartalsweisen bzw. anlassbezogenen Risikoinventuren ermittelt. Im Fokus stehen hierbei insbesondere die Adressenausfall-, Markt-, Liquiditäts -, Geschäfts-, Reputations- und operationellen Risiken. Auf der Grundlage des Gesamtrisikoprofils ist sicherzustellen, dass die wesentlichen eingegangenen Risiken des Unternehmens durch das Risikodeckungspotenzial, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Wechselwirkungen, laufend abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Die SIAM ermittelt das Risikodeckungspotenzial auf Basis der geplanten bzw. hochgerechneten handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung und der frei verfügbaren regulatorischen Eigenmittel. Dabei erfolgt eine angemessene Betrachtung über den Bilanzstichtag hinaus. Die Geschäftsführung hat aufbauend auf der Berechnung des Risikodeckungspotenzials zur Festlegung des Risikoappetits ein Gesamtrisikolimit festgelegt. Bei der Limitfestsetzung wird geprüft, ob das verbleibende Risikodeckungspotenzial zur Unterlegung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen ausreicht. Hierdurch wird verhindert, dass aufsichtsrechtlich gebundene Eigenkapitalbestandteile auch zur Abdeckung der Risikopotenziale im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung herangezogen werden. Die SIAM verfolgt damit einen Going-Concern-Ansatz. Auf Basis des Gesamtrisikolimits hat die Geschäftsführung für wesentliche Risiken Einzellimite festgelegt. Zur Überwachung der Limite wird ein Ampelsystem eingesetzt, das bei Überschreiten von bestimmten Schwellenwerten eine Adhoc-Berichterstattung an die Geschäftsleitung sowie grundsätzlich eine Befassung mit möglichen Steuerungsmaßnahmen auslöst. Die in unserem Unternehmen eingesetzten Risikomanagementmethoden und -verfahren zur Unterstützung des Steuerungsprozesses wurden in 2023 turnusmäßig überprüft und weiterentwickelt. Zur Sicherstellung angemessener ausgestalteter Vergütungssysteme besteht eine schriftliche dokumentierte Vergütungspolitik. Die Interne Revision ist Teil des von der Geschäftsführung eingerichteten Risikomanagements der SIAM. Sie nimmt ihre Aufgaben im Auftrag der Geschäftsführung selbstständig und unabhängig wahr und beurteilt die Wirksamkeit des Risikomanagements und des internen Kontrollsystems sowie die Ordnungsmäßigkeit der Prozesse und Aktivitäten auf Basis einer risikoorientierten Prüfungsplanung. Adressenausfallrisiken Unter Adressenausfallrisiken versteht das Unternehmen vorrangig Emittentenrisiken, die durch den Ausfall eines Emittenten, Kontrahenten oder Geschäftspartner entstehen können. Das Unternehmen hat zur Begrenzung der Risiken interne Vorgaben definiert, so dass keine übermäßigen Konzentrationen bei den Ausstellern entstehen können. Die Einhaltung der Vorgaben wird im Risikomanagement überwacht. Marktrisiken Unter Marktrisiken wird das Risiko finanzieller Verluste aufgrund der Änderung von Marktpreisen (z. B. Anleihekurse) verstanden. Das Marktrisiko in der Eigenanlage ist für das Unternehmen aufgrund der konservativen Anlagepolitik von untergeordneter Bedeutung. Das Unternehmen hat zur Begrenzung der Risiken interne Vorgaben für die Eigengeschäfte definiert. Liquiditätsrisiken Die SIAM unterscheidet:
Das Liquiditätsrisiko im engeren Sinne ist die Gefahr, den gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr vollständig oder nicht mehr fristgerecht nachkommen zu können. Dem Risiko begegnet das Unternehmen mit entsprechenden Überwachungsprozessen im Controlling und in der Buchhaltung. Das Unternehmen refinanziert seine geschäftlichen Aktivitäten aus dem laufenden Ergebnis und verzichtet soweit möglich auf Fremdmittel. Das Refinanzierungsrisiko ist damit für die SIAM von untergeordneter Bedeutung. Das Marktliquiditätsrisiko der Eigenanlage ist für das Unternehmen aufgrund der konservativen Anlagepolitik von untergeordneter Bedeutung. Die Quantifizierung der Adressenausfall- und Marktrisiken erfolgt über einen Value at risk-Ansatz. Operationelle Risiken Operationelles Risiko ist das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden, einschließlich Rechtsrisiken. Die aufsichtsrechtlich geforderte Quantifizierung der operationellen Risiken erfolgt mit einer Bewertung jedes Einzelrisikos. Der hiernach quantifizierte Risikobeitrag wird regelmäßig dem aus der Risikotragfähigkeit abgeleiteten Risikolimit gegenübergestellt. Mittels Self-Assessments wird sichergestellt, dass das Unternehmen die wesentlichen operationellen Risiken quartalsweise identifiziert und beurteilt. Die entsprechenden Risiken werden nach Art und erwartetem maximalen Verlust erfasst und mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit belegt. Die Gruppierung der Risiken erfolgt ursachenbasiert. In einer Schadenfalldatenbank werden die eingetretenen operationellen Schadenfälle - einschließlich der Schadenhöhe und der Schadenursache - sowie ggf. Änderungsvorschläge festgehalten. Bedeutende Schadensfälle werden unverzüglich hinsichtlich ihrer Ursachen im Schadenfallbearbeitungsprozess analysiert und ggf. Maßnahmen zur Risikoreduzierung definiert. Zur Vermeidung bzw. Verringerung von operationellen Risiken besteht eine Vielzahl von Maßnahmen:
Geschäftsrisiken Die Risikoart Geschäftsrisiko umfasst das Ertragskonzentrationsrisiko im Geschäftsfeld "Portfoliomanagement" sowie das Vertriebsrisiko im Geschäftsfeld "Vertrieb und Service Finanzprodukte". Das Ertragskonzentrationsrisiko im Geschäftsfeld "Portfoliomanagement" beschreibt einerseits das Übergewicht der Provisionserträge aus dem Portfoliomanagement in den Gesamterträgen der SIAM im Vergleich zu den Provisionserträgen aus dem Geschäftsfeld "Vertrieb und Service Finanzprodukte" und andererseits die Abhängigkeit von wenigen Konzernkunden. Es handelt sich hierbei um ein bewusst eingegangenes Risiko, das sich aus dem Geschäftszweck als Konzerndienstleister der SIGNAL IDUNA Gruppe ergibt. Die Quantifizierung erfolgt auf der Grundlage von Szenarien. Das Vertriebsrisiko ist die Gefahr, selbst gesteckte Vertriebsziele nicht zu erreichen. Die Quantifizierung der Vertriebsrisiken aus der Beratung und Vermittlung von Investmentvermögen durch vertraglich gebundene Vermittler (Haftungsdach) erfolgt bei der SIAM auf Grundlage des von der Geschäftsführung beschlossenen Geschäftsplans und der Annahme einer 50 %igen Planverfehlung. Für die Risikosteuerung ist in der SIAM ein Vertriebscontrolling installiert. Hier werden in Bezug auf die Aktivitäten des Haftungsdaches monatliche Plan-Ist-Vergleiche zur Bestandsentwicklung und zu Bruttomittelbewegungen durchgeführt. Die Ergebnisse werden in einem monatlichen Vertriebsreport an die Geschäftsleitung zusammengefasst. Reputationsrisiken Reputationsrisiko ist die Gefahr, dass negative Publizität über das Geschäftsgebaren und die Geschäftsverbindungen eines Unternehmens, ob zutreffend oder nicht, das Vertrauen in die Integrität des Unternehmens beeinträchtigt. Die Reputationsrisiken der SIAM werden durch Expertenbefragung ermittelt. Die Quantifizierung des Gesamtreputationsrisikos erfolgt über die Aggregation der Bewertung jedes Einzelrisikos. Nachhaltigkeitsrisiken Nachhaltigkeitsrisiken (ESG-Risiken) sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt (Environmental), Soziales (Social) oder Unternehmensführung (Governance), deren Eintreten tatsächlich oder potenziell wesentliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage sowie auf die Reputation der SIAM haben könnten. Risiken aus dem Bereich Umwelt unterteilen sich dabei in physische Risiken und Transitionsrisiken. Nachhaltigkeitsrisiken sind in diesem Zusammenhang nicht als eigenständige Risikoart zu verstehen, sondern beschreiben vielmehr die Auswirkungen auf bestehende Risikoarten und können zudem als zusätzlicher Faktor zur Wesentlichkeit dieser Risikoarten beitragen. Die SIAM hat das Schadenpotenzial von Nachhaltigkeitsrisiken erkannt und setzt sich dementsprechend mit diesen in seinem Risikomanagementsystem auseinander. Dabei werden nicht nur klimabezogene Risiken berücksichtigt, sondern auch weitere Risiken aus dem ökologischen Bereich sowie Risiken aus den Bereichen Soziales und einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Die einzelnen ESG- Risiken der SIAM werden im Wesentlichen aus den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen sowie aus der Aufzählung der ESG-Themen im Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken von der BaFin abgeleitet. Da Nachhaltigkeitsrisiken keine gesonderte Risikoart darstellen, werden die identifizierten ESG-Risiken in die bekannten Risikoarten der SIAM integriert. Die bekannten Risikoarten werden hinsichtlich der Wesentlichkeit für die SIAM neu bewertet. Vor dem Hintergrund des Geschäftsmodells der SIAM beeinflussen Nachhaltigkeitsrisiken insbesondere die operationellen Risiken und die Reputationsrisiken. Geopolitische Risiken Nachdem die Ukraine-Krise an den Kapitalmärkten als längerfristige Begleiterscheinung eingepreist wurde und auch die Rohstoffmärkte sich auf die neuen Rahmenbedingungen einstellen konnten, stand mit dem Nahost-Konflikt erneut eine Bewährungsprobe für die Finanzmärkte an. Die hieraus resultierenden erhöhten Marktrisiken wurden mit Absicherungsgeschäften entgegengewirkt, die mögliche Wertverluste begrenzen. Die Anlagepolitik im Rahmen der Eigenanlagen bezieht sich lediglich auf Geldmarktanlagen und auf bonitätsstarke EU-Gläubigerbanken. Ausfälle werden hier nicht erwartet. Die Bedrohungslage im Hinblick auf die Informationssicherheit wird ständig überwacht. Chancenbericht Aufgrund der unterschiedlichen Dienstleistungen in den Geschäftsfeldern Portfoliomanagement sowie Vertrieb und Service Finanzprodukte ist eine differenzierte Chancenbeurteilung notwendig. Portfoliomanagement Die Ergebnisentwicklung im Portfoliomanagement wird maßgeblich durch die in diesem Bereich betreuten Vermögenswerte bestimmt. Die Voraussetzung für einen steigenden Wertbeitrag ist hierbei eine erfolgreiche Kapitalanlagepolitik. Im Zentrum steht dabei insbesondere die Identifikation neuer renditeträchtiger und interessanter Asset Klassen für die betreuten Vermögen. Der installierte Investmentprozess und die effizienten Organisationsstrukturen garantieren in diesem Zusammenhang, dass sich die an den Kapitalmärkten bietenden Potenziale bestmöglich ausgeschöpft werden können. Vertrieb und Service Finanzprodukte Der implementierte Vertriebsprozess unter dem Haftungsdach ermöglicht eine rechtssichere, bedarfsorientierte und qualitativ hochwertige Beratung der Privatkundinnen und -kunden. Die weitere Professionalisierung von Vertriebspartnern im Haftungsdach wird zum einen dazu beitragen, dass das Potenzial im Absatz von Investmentprodukten weiter ausgeschöpft werden kann. Zum anderen hat die Qualifikation (Sachkundenachweis und laufende Weiterbildung) der Vermittler unter dem Haftungsdach positive Abstrahleffekte auf den Absatz anderer fondsgebundener Produkte der SIGNAL IDUNA Gruppe. Die Umsetzung der strategischen Initiative "Mehr Finanzen" wird darüber hinaus dazu beitragen, ein modernes Produktangebot mit einer modernen Infrastruktur zur Verfügung zu stellen mit dem Ziel das Kundenpotenzial innerhalb der SIGNAL IDUNA Gruppe weiter auszuschöpfen. Die zukünftigen intelligenten Produktzugänge werden den Kundennutzen signifikant erhöhen, das Kundenerlebnis verbessern und somit zur Kundenbindung beitragen. Zusammenfassende Darstellung Aktuell sind den Bestand des Unternehmens gefährdende Risiken nicht erkennbar. Die internen Limite wurden im Gesamtjahr 2023 eingehalten. Darüber hinaus waren die gesetzlichen Vorgaben an die Eigenmittel auf Basis der fixen Gemeinkosten gemäß Artikel 13 IFR und die Kapitalanforderung gemäß Artikel 9 IFR sowie die Liquiditätsanforderung gemäß Artikel 43 IFR ganzjährig erfüllt. Prognosebericht Kapitalmärkte Im Jahr 2024 werden die geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten weiterhin ein unliebsamer Begleiter bleiben. Daneben wird das Marktumfeld von den konjunkturellen und inflationären Tendenzen geprägt werden. Dabei sollte der Preisdruck tendenziell weiterhin nachlassen, während die Inflationsrate allerdings auch im neuen Jahr wohl oberhalb der Notenbankziele von 2 % verbleiben dürfte. Von wirtschaftlicher Seite deutet sich weiterhin ein schwaches Bild an. Während China unverändert mit Problemen kämpft, ist für die USA eine temporäre Rezession nicht ausgeschlossen. Europa dürfte eine Gratwanderung zwischen Rezession und schwachem Wachstum vollziehen. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen und in die richtige Richtung weisende Inflationsraten eröffnen den Spielraum für Zinssenkungen seitens der FED und der EZB. Die Frage wird sein, in welchem Ausmaß die Notenbanken diesen Spielraum nutzen werden. Damit dürften die Rentenmärkte eine Unterstützung erfahren. Angesichts der Erwartung einer möglichen Normalisierung der Zinsstrukturkurven ist allerdings nicht zwangsläufig in allen Laufzeitbändern mit einem Zinsrückgang zu rechnen. Neben den bereits genannten Einflussfaktoren wird im Jahresverlauf zunehmend auch die anstehende Präsidentschaftswahl in den USA die Märkte in ihren Bann ziehen. In welche Richtung lässt sich dabei zu gegebenem Zeitpunkt jedoch nicht wirklich vorhersagen. Unabhängig davon erscheinen die Aktienmärkte aktuell eine faire Bewertung aufzuweisen. Für 2024 rechnen wir daher nicht mit deutlichen Wertzuwächsen. Geopolitische Krisen Auch in 2024 können die geopolitischen Risiken Einfluss auf die Kapitalmärkte nehmen. Sowie die Ukraine-Krise als auch der Nahost-Konflikt haben das Potenzial für stärkere geopolitische Verwerfungen unter Einbindung weiterer Nationen. Darüber hinaus könnten sich spill over Effekte beispielhaft in Taiwan ergeben, wo China unverändert seinen Anspruch deklariert. Während wir keine direkten Investments in den Regionen halten, würde eine Ausweitung der Konflikte zu einer hohen Volatilität an den Kapitalmärkten führen. Portfoliomanagement Wir gehen für unsere Fonds von einer moderaten Wertentwicklung in 2024 aus. Für die Aktienfonds erwarten wir eine Performance im unteren einstelligen Bereich, während für die Rentenfonds nach der Rallye zum Jahresende 2023 lediglich eine Wertentwicklung knapp über der Null-Linie wahrscheinlich erscheint. Für das Direktanlageportfolio erwarten wir aufgrund der Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten keine marktwertbedingten Änderungen. Insgesamt sollte das Volumen der Assets under Management unter Berücksichtigung der Aufgabe der Geschäftstätigkeit der Beratermandate moderat zurückgehen. Das Provisionsergebnis in diesem Geschäftsfeld wird im Vergleich zu 2023 nahezu unverändert erwartet. Vertrieb und Service Finanzprodukte Die strategische Neuausrichtung und die Initiierung des "Mehr Finanzen" Projekts wird dazu beitragen, die Potenziale innerhalb der SIGNAL IDUNA Gruppe besser zu verwerten und langfristig den Kundennutzen im Bereich des Investmentgeschäfts zu erhöhen. Insbesondere im Exklusivvertrieb trägt die Neuausrichtung der Vertriebsstrategie dazu bei einen durchgängigen Kundenzugang zur neuen Produktwelt Investment im Privatkundenbereich der SIGNAL IDUNA Gruppe sicherzustellen. Die Möglichkeiten neue Produktabschlüsse im Investmentgeschäfts umzusetzen, unterstützen die Potenzialnutzung innerhalb der SIGNAL IDUNA Gruppe Die "State of the Art" Technologie wird über die bisherigen Möglichkeiten der vertrieblichen Maßnahmen hinaus gehen und zur Erhöhung der Attraktivität des Dienstleistungsangebotes und des vertrieblichen Potenzials beitragen. Der Ausbau des Kundenbeziehungsmanagements für den Investmentvertrieb und eine intensivierte Zielgruppenorientierung sollen einen positiven Beitrag zur Bestandssicherung und zum Bestandsausbau leisten. Zusätzlich werden Marketing-, Vertriebs- und Servicedienstleistungen umgesetzt, die den Vertrieb von Bauspar- und Finanzierungsprodukten der SI Bauspar unterstützen. Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung Insgesamt rechnen wir für 2024 mit einem leicht rückläufigen Provisionsergebnis. Aufgrund der Aufgabe der Geschäftstätigkeit der Beratermandate wird das betreute Vermögen moderat sinken. Für das Betriebsergebnis wird aufgrund von Investitionsbedarfen zur Umsetzung der vertrieblichen strategischen Neuausrichtung ein moderater Rückgang erwartet. Gravierende Änderungen an den Märkten und in den Rahmenbedingungen können zu einer anderen Einschätzung führen.
Die Geschäftsführung Dr. Peter Andres Dr. André Martens Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
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Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
AnhangBilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in Verbindung mit der zwingend anzuwenden Vorschrift des § 2 Abs. 1 RechKredV als Finanzdienstleistungsinstitut gemäß den Formblättern 1 (Bilanz) und 2 (Gewinn- und Verlustrechnung in Kontoform) der Anlage zur RechKredV aufgestellt. Aus rechentechnischen Gründen können im Lagebericht und im Anhang Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR, %, etc.) auftreten. Forderungen an Kreditinstitute Die Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nennwert bilanziert. Forderungen an Kunden Forderungen an Kunden werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Immaterielle Anlagewerte Die immateriellen Anlagewerte sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die linearen Abschreibungen erfolgen planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Sachanlagen Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen, die planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer erfolgen, bewertet. Sonstige Vermögensgegenstände Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten werden zeitanteilig ermittelt. Aktive latente Steuern Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft werden latente Steuern beim Organträger abgebildet. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Zur gesetzlichen Insolvenzsicherung der Wertguthaben aus Altersteilzeitverpflichtungen gemäß § 8a Altersteilzeitgesetz haben wir ein CTA-Modell umgesetzt, über das entsprechende Kapitalanlagen über einen Treuhandvertrag treuhänderisch verwaltet werden. Diese werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit ihrem Zeitwert, der den Anschaffungskosten entspricht, bewertet und mit dem Teil der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet, der sich auf den Erfüllungsrückstand bezieht. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Die Passivierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden wird mit den Erfüllungsbeträgen vorgenommen. Sonstige Verbindlichkeiten Die Passivierung der sonstigen Verbindlichkeiten wird gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit den Erfüllungsbeträgen vorgenommen. Passive latente Steuern Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft werden latente Steuern beim Organträger abgebildet. Mindeststeuergesetz (MinStG) Das Unternehmen ist Bestandteil einer Mindeststeuergruppe (§ 3 MinStG). Gruppenträger der Mindeststeuergruppe ist die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G. Der Gruppenträger wird die Übergangsregelung bei untergeordneter internationaler Tätigkeit (§ 83 MinStG) in Anspruch nehmen. Hierdurch ergibt sich in den ersten fünf Jahren eine Befreiung von der Mindeststeuer. Rückstellungen • Pensionsrückstellungen Für die Bewertung werden als Rechnungsgrundlagen die biometrischen Grundwerte aus den HEUBECK-Richttafeln 2018 G verwendet. Der Erfüllungsbetrag wird gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit der Projected-Unit-Credit-Methode unter Berücksichtigung des IDW-Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021 berechnet. Dabei wird das Deckungskapitalverfahren mit dem Aktivprimat angewendet. Der Erfüllungsbetrag wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem korrespondierenden Deckungsvermögen verrechnet. Der gemäß § 253 Abs. 2 HGB verwendete und zum Bilanzstichtag auf Basis der Marktverhältnisse zum 31. Oktober 2023 prognostizierte und verwendete durchschnittliche Rechnungszins der vergangenen zehn Geschäftsjahre, bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren, beträgt 1,82 %. Der Zinssatz weicht nicht vom durch die Deutsche Bundesbank zum Stichtag veröffentlichten Zins ab und führt zu keinen Änderungen des Verpflichtungsumfangs. Der Unterschiedsbetrag zum Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren wird in den Erläuterungen zur Bilanz angegeben. Darüber hinaus werden folgende Bewertungsparameter bei der Berechnung berücksichtigt: Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass die Versorgungsberechtigten die Betriebsrente mit dem frühestmöglichen Bezug einer Vollrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen. Falls in der Pensionszusage ein früheres Pensionierungsalter vereinbart ist, so wird dieses Pensionierungsalter bei der Bewertung berücksichtigt. Für die Ausscheideursache Fluktuation wird eine Wahrscheinlichkeit von 0,50 % bei Männern und 0,40 % bei Frauen angesetzt. Der Gehaltstrend inklusive einer Karrierekomponente fließt mit 2,50 % ein. Falls die Pensionszusage eine garantierte Rentenanpassung enthält, wird diese berücksichtigt. Die übrigen Pensionszusagen werden mit einem Rententrend von 2,30 % bewertet. Es ist kein verrechnungsfähiges Deckungsvermögen vorhanden. Die Bewertungseffekte aus der Verzinsung der Erfüllungsbeträge sowie aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Das im Jahr 2010 aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) ausgeübte Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB, die erforderliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen auf maximal 15 Jahre zu verteilen, wird weiterhin in Anspruch genommen. Im Geschäftsjahr 2023 wird erneut ein Fünfzehntel zugeführt. • Andere Rückstellungen Rückstellungen für Jubiläumsgeldzusagen Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumsgeldzusagen erfolgt nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit Ausnahme des Rechnungszinses analog zur Pensionsrückstellungsermittlung. Als Rechnungsgrundlagen werden die biometrischen Grundwerte aus den HEUBECK-Richttafeln 2018 G verwendet. Der Bewertung liegt der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Rechnungszins mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren zugrunde. Zum Bilanzstichtag wird ein auf Basis der Marktverhältnisse zum 31. Oktober 2023 prognostizierter durchschnittlicher Rechnungszins der vergangenen sieben Geschäftsjahre von 1,51 % verwendet. Rückstellungen für Altersteilzeit Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB. Der Erfüllungsbetrag ergibt sich aufgrund der versicherungsmathematisch diskontierten monatlichen Gehaltszahlungen. Die Rückstellung beinhaltet außerdem den Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung sowie den tariflichen Aufstockungsbetrag. Der Gehaltstrend inklusive einer Karrierekomponente fließt mit 2,50 % ein. Der Bewertung liegt der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Rechnungszins mit einer Restlaufzeit von drei Jahren zugrunde. Zum Bilanzstichtag wird ein auf Basis der Marktverhältnisse zum 31. Oktober 2023 prognostizierter durchschnittlicher Rechnungszins der vergangenen sieben Geschäftsjahre von 1,07 % verwendet. Zur gesetzlichen Insolvenzsicherung der Wertguthaben aus Altersteilzeitverpflichtungen gemäß § 8a Altersteilzeitgesetz haben wir ein CTA-Modell umgesetzt, über das entsprechende Kapitalanlagen über einen Treuhandvertrag treuhänderisch verwaltet werden. Diese werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit ihrem Zeitwert, der den Anschaffungskosten entspricht, bewertet und mit dem Teil der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet, der sich auf den Erfüllungsrückstand bezieht. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen werden nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihren nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt und - soweit die Laufzeiten mehr als ein Jahr betragen - gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
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Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Sonstige Angaben Gesamtbezüge der Geschäftsführer und des Aufsichtsrates, gewährte Kredite Auf die Angaben über Bezüge gemäß § 285 Nr. 9 a) und b) HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Darlehen an Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates wurden nicht gewährt. Gesamthonorar Abschlussprüfer Auf die Angaben über das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar gemäß § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die Angaben im Konzernabschluss der SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G. enthalten sind. Mitarbeitende Wir beschäftigten im Jahresdurchschnitt 2023 124 Mitarbeitende (Vorjahr: 115), davon haben 104 Mitarbeitende einen Vollzeitarbeitsvertrag (Vorjahr: 96) und 20 Mitarbeitende einen Teilzeitarbeitsvertrag (Vorjahr: 19). Wir danken den Mitarbeitenden, den von ihnen gewählten Gremien sowie allen anderen für uns tätigen Personen für die gute Arbeit, die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistet wurde. Wir hoffen und wünschen, dass die Grundgedanken unseres Unternehmensleitbildes im Interesse unserer Kunden weiter konsequent gelebt und umgesetzt werden. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die nach BilMoG neu bewerteten und aufgrund des Verteilungswahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB noch nicht in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen betragen 66,2 TEUR (Vorjahr: 132,3 TEUR). Die übrigen sonstigen Verpflichtungen belaufen sich auf insgesamt 36,3 TEUR (Vorjahr: 56,3 TEUR). Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Berichtszeitraum wurden mit nahestehenden Unternehmen und Personen keine marktunüblichen Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB getätigt. Nachtragsbericht Über weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, ist nichts zu berichten. Organe Aufsichtsrat Martin Berger Vorstandsmitglied, SIGNAL IDUNA Gruppe Vorsitzender Torsten Uhlig Vorstandsmitglied, SIGNAL IDUNA Gruppe Clemens Vatter Vorstandsmitglied, SIGNAL IDUNA Gruppe Geschäftsführung Dr. Peter Andres Geschäftsführer Sprecher Dr. André Martens Geschäftsführer Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Konzernangaben Gesellschafterin der SIGNAL IDUNA Asset Management GmbH, Hamburg (Amtsgericht Hamburg, Handelsregisternummer HRB 87959) ist die SIGNAL IDUNA Holding Aktiengesellschaft, Dortmund, mit 2.500.000,00 EUR (100 %). Das Stammkapital von 2.500.000,00 EUR ist zu 100 % eingezahlt. Wir sind aufgrund der Beteiligungsverhältnisse ein von der SIGNAL IDUNA Holding Aktiengesellschaft, Dortmund, abhängiges Unternehmen. Gemäß § 290 HGB wird unser Unternehmen in den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg, einbezogen. Die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg, stellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht und hinterlegt. Zur SIGNAL IDUNA Gruppe gehören folgende Unternehmen: SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a. G., Dortmund SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg SIGNAL IDUNA Lebensversicherung AG, Dortmund SIGNAL IDUNA Życie Polska Towarzystwo Ubezpieczeń S.A., Warschau SIGNAL IDUNA ASIGURARE REASIGURARE S.A., Bukarest SIGNAL IDUNA Pensionskasse Aktiengesellschaft, Hamburg SIGNAL IDUNA Holding Aktiengesellschaft, Dortmund SIGNAL IDUNA Unfallversicherung a. G., Dortmund SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung Aktiengesellschaft, Dortmund ADLER Versicherung AG, Dortmund PVAG Polizeiversicherungs-Aktiengesellschaft, Dortmund SIGNAL IDUNA ASIGURARI S.A., Bukarest SIGNAL IDUNA Biztosító Zrt., Budapest SIGNAL IDUNA Polska Towarzystwo Ubezpieczeń S.A., Warschau DEURAG Deutsche Rechtsschutz-Versicherung AG, Wiesbaden SIGNAL IDUNA Rückversicherungs AG, Zug SIGNAL IDUNA Bauspar Aktiengesellschaft, Hamburg HANSAINVEST Hanseatische Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg Donner & Reuschel Aktiengesellschaft, Hamburg SIGNAL IDUNA Asset Management GmbH, Hamburg OVB Holding AG, Köln HANSAINVEST Real Assets GmbH, Hamburg SIGNAL IDUNA Select Invest GmbH, Hamburg Sie stehen unter einheitlicher Leitung und bilden deshalb einen Konzern nach Aktiengesetz.
Hamburg, 27. Februar 2024 Die Geschäftsführung Dr. Peter Andres Dr. André Martens Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SIGNAL IDUNA Asset Management GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SIGNAL IDUNA Asset Management GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SIGNAL IDUNA Asset Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmä- ßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Unternehmens zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 10. April 2024 KPMG
AG
Olschewski, Wirtschaftsprüfer Marschall, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat während des Berichtsjahres seine nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich insbesondere von der Geschäftsführung während des Geschäftsjahres regelmäßig über die Geschäftsentwicklung, die Risiken und die finanzielle Situation des Unternehmens sowie über die Lage des Unternehmens schriftlich und mündlich unterrichten lassen und die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überwacht. In seinen Sitzungen informierte sich der Aufsichtsrat eingehend über die geschäftlichen Aktivitäten des Unternehmens und die Entwicklung der verwalteten Vermögen und überprüfte sowie erörterte diese ausführlich mit der Geschäftsführung. Die dafür notwendigen Beschlüsse wurden gefasst. Zum Jahresende wurde die Unternehmensplanung von der Geschäftsführung vorgestellt und in der Sitzung erörtert. Ferner hat sich der Aufsichtsrat über den Verlauf der Entwicklung des Haftungsdaches und der Entwicklung der Anzahl der gebundenen Vermittler eingehend informiert sowie den Geschäftsplan beraten. Weiterhin hat der Aufsichtsrat wesentliche Projekte und Projektergebnisse besprochen. Von besonderer Bedeutung war das Projekt zur strategischen Neuausrichtung eines Geschäftsfelds des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat zudem die Geschäftspolitik sowie die strategische Ausrichtung inklusive der Geschäfts- und Risikostrategie sowie der IKT-Strategie des Unternehmens erörtert. Der Aufsichtsrat hat sich hierbei über die erstmalige Etablierung einer Nachhaltigkeitsstrategie informieren lassen und diese besprochen. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat über die Finanz- und Investitionsplanung unterrichten lassen. Um den Anforderungen der neuen strategischen Ausrichtung eines Geschäftsfelds gerecht zu werden, hat der Aufsichtsrat die Ernennung eines weiteren Generalbevollmächtigten empfohlen. Dem Aufsichtsrat lagen die Ergebnisse der Prüfung der Internen Revision vor. Er konnte sich dadurch von der ordnungsgemäßen Geschäftsführung überzeugen. Der Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht zum 31. Dezember 2023 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Er hat in der Bilanzaufsichtsratssitzung über den Verlauf der Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsbericht zur Kenntnis genommen und stimmt dem Ergebnis der Prüfung zu. Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat vor und sind von ihm geprüft worden. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss 2023 und wird der Gesellschafterversammlung die Feststellung empfehlen. Der Geschäftsführung und allen Mitarbeitenden der SIGNAL IDUNA Asset Management GmbH gilt der Dank des Aufsichtsrates für die im Jahre 2023 geleistete Arbeit.
Hamburg, 25. April 2024 Der Aufsichtsrat Martin Berger, Vorsitzender Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 25. April 2024 festgestellt. |
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