Best Practice Consulting AG

Am Mittelhafen 32, 48155 Münster, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster HRB 6257
Eingetragen
18.2.2002
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieUnternehmensberatungManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Der Gegenstand des Unternehmens ist die Organisations- und Managementberatung, ferner Entwicklung und Vertrieb von Software, deren Nutzungsüberlassung an Dritte, die Einsatzberatung und Schulung der Anwender, soweit jeweils keine besondere Erlaubnis erforderlich ist.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Daniel Santel
seit 22.1.2025
Vorstandsmitglied
Stephan Dr. Zumdick
seit 22.1.2025
Prokura
Jonathan Dölle
seit 8.12.2022
Prokura
Sebastian Feuring
seit 6.1.2022
Prokura
Hans Jupp Eck
seit 21.8.2020
Prokura
Lukas Duddek
seit 21.8.2020
Prokura
Sebastian Landgraf
seit 6.12.2017
Vorstandsmitglied
Stefanie Buckmann
seit 18.8.2016
Vorstandsmitglied
Christian Mertens
seit 18.8.2016
Prokura
Daniela Klose
seit 18.8.2016
Prokura
Markus Bertelt
seit 18.8.2016
Prokura
Daniel Hermening
seit 13.5.2013
Prokura
Alexander Pörschke
seit 13.5.2013
Prokura
Tobias Zierau
seit 15.7.2005
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Best Practice Consulting AG

Münster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die Best Practice Consulting AG, Münster (bpc AG), bietet professionelle Management-, Prozess- und IT-Beratung sowie Projektunterstützung mit Schwerpunkt im SAP-Umfeld an. Dabei berät und unterstützt sie namhafte Kunden im Öffentlichen Sektor, in der Ver- und Entsorgungswirtschaft sowie in der Finanzwirtschaft. Das Leistungsportfolio umfasst die Entwicklung, Programmierung, Implementierung, Optimierung und Wartung innovativer Softwarelösungen und reicht von der punktuellen Beratung bis zur verantwortlichen Realisierung von komplexen Projekten.

1.2 Niederlassungen

Die bpc AG betreibt neben dem Geschäftssitz in Münster eine Niederlassung in Hamburg sowie eine Zweigniederlassung in der Schweiz. Der Sitz der Zweigniederlassung wurde im Geschäftsjahr 2023 von Regensdorf nach Zürich verlegt. In Neuhausen bei Schaffhausen besteht ein weiterer Standort in der Schweiz.

1.3 Organe der Gesellschaft

Der Vorstand der bpc AG setzt sich aus Frau Stefanie Buckmann, Dipl.-Wirtschaftsinformatikerin, Herrn Ulf Koglin, Dipl.-Wirtschaftsmathematiker, Herrn Sebastian Landgraf, Dipl.-Kaufmann, und Herrn Tobias Zierau, Dipl.-Kaufmann (Vorstandsvorsitzender), zusammen. Der Aufsichtsrat wird durch Herrn Dr. Günter Brinkhoff (Vorsitzender), Herrn Wilhelm Alms sowie Herrn Stephan Kremer besetzt. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18.01.2024 wurde Herr Dr. Michael Müller-Wünsch als weiteres Mitglied des Aufsichtsrates bestellt. Die Hauptversammlung der bpc AG, als weiteres Organ, setzt sich aus den Aktionären zusammen.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftlich stand das Jahr 2023 weiterhin im Zeichen der Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und der damit verbundenen Energiepreiskrise. Während die COVID-19-Pandemie in 2023 weitestgehend überwunden werden konnte, führten u.a. diese sich zeitweise überlappenden Krisen zu einer weltwirtschaftlichen Schwäche. Gleichzeitig zeigten sich zunehmend die Effekte der restriktiveren Geldpolitik der Notenbanken als Gegenmaßnahme zu den steigenden Inflationsraten. All dies belastete die deutsche Wirtschaft weitaus stärker als zunächst zu Jahresbeginn angenommen. Insgesamt ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 kalenderbereinigt um 0,1% geschrumpft (Bruttoinlandsprodukt). Die Entwicklung im Jahr 2023 wurde im Wesentlichen durch das produzierende Gewerbe (Rückgang um 2,0%) und durch den privaten Konsum (Rückgang um 0,8%) beeinflusst. Währenddessen zeigten sich die Dienstleistungsbereiche als Stütze der deutschen Wirtschaft, wobei der Bereich Information und Kommunikation mit einem Zuwachs von 2,6% den höchsten Anteil daran hatte.

Die Inflationsrate bewegte sich weiterhin auf einem hohen Niveau; erste Effekte der restriktiveren Geldpolitik zeigten sich erst ab Herbst 2023, die monatlichen Teuerungsraten nehmen seitdem langsam ab. Insgesamt verteuerten sich Energieprodukte im Jahr 2023 immer noch um 5,3% im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 12,4%. Die Gesamtinflationsrate betrug im Jahr 2023 in Deutschland 5,9%, während die Inflationsrate im Vorjahr bei 6,9% lag.

Die Arbeitslosenquote bewegte sich im Laufe des Jahres 2023 um 5,7 %, jeweils leicht beeinflusst durch saisonale Schwankungen. Der Arbeitsmarkt zeigte sich damit weiterhin robust und hat trotz der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage mit 45,9 Millionen Menschen im Jahresdurchschnitt einen neuen Höchststand der Erwerbstätigen seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 erreicht.

Die gesamtwirtschaftliche Situation spiegelte sich nur in Teilen auf den Aktienmärkten wider. Für den deutschen Aktienindex DAX ging es im Jahr 2023 von 13.923 Punkten mit nur kleinen Rücksetzern kontinuierlich bergauf. Am letzten Handelstag im Dezember 2023 lag er mit 16.751 Punkten nahe an seinem Allzeithoch. Damit war das Jahr 2023 für den DAX mit einem Anstieg von 20,3% das zweitbeste Jahr in den vergangenen zehn Jahren und steht damit im Kontrast zur allgemeinen wirtschaftlichen Lage. Ein großer Teil des Zuwachses entfiel auf das letzte Quartal und spiegelt insbesondere die Aussicht auf erste Zinssenkungen wider. Zudem sind für DAX-Konzerne insbesondere die ausländischen Märkte in den USA und China von Relevanz, die sich gerade im Jahr 2023 deutlich robuster zeigten.

Ungeachtet von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und den äußeren Einflüssen stellt das Jahr 2023 für die deutsche Unternehmensberatungsbranche laut dem Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen e.V. ein Rekordjahr dar: Der Gesamtumsatz ist von 43,7 auf 46,7 Mrd. Euro und damit um rd. 7,2% angestiegen. Für das Jahr 2024 erwartet die Studie einen Anstieg der Umsatzerlöse auf über 50 Mrd. Euro, wobei wie schon in der jüngeren Vergangenheit insbesondere die Themen Nachhaltigkeit, Digitalstrategie und künstliche Intelligenz hervorstechen.

Für die Branchen, in denen die bpc AG primär agiert, ist die digitale Transformation - wie schon in der jüngeren Vergangenheit - ein unumgängliches Thema. Stärker im Fokus stehen dabei inzwischen auch die Themengebiete cloudbasierte Lösungen und künstliche Intelligenz.

Im Bereich der Versorgungswirtschaft sind derzeit - insbesondere bei Stadtwerken - der Ausbau der Erneuerbaren Energien, die Berücksichtigung von Daten- und Cybersicherheit sowie die Umsetzung der Wärmewende zentrale Themen. Eine nachhaltige Energieversorgung eröffnet dabei unterschiedliche Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle. Gleichzeitig setzen neue gesetzliche Regularien die Unternehmen unter Druck, da Anforderungen in kürzester Zeit bei ihren Kunden umgesetzt werden müssen. Hohe Anforderungen der Kunden und ein hoher Wettbewerb in der Versorgungswirtschaft zwingt die Unternehmen dazu, eine nachhaltige digitale Infrastruktur zu schaffen. Kleinere Energieversorger müssen kooperieren, damit sie Investitionen tätigen können und ihre Marktposition nicht verlieren. Dies führt zu einer besseren Vernetzung und Kooperationen im Markt. Nur so können die Unternehmen die Herausforderungen, die insbesondere durch die Energiepreiskrise in kürzester Weise verdeutlicht wurden, in Zukunft begegnen. Dabei hilft der gezielte Einsatz von IT-Technologien und die Erneuerung ihrer energiewirtschaftlichen IT-Plattformen, so dass auch in einer der Kernbranchen der bpc AG weiterhin Wachstumspotentiale bestehen. Mit dem Blick in die Zukunft verfolgt der Entwurf des Gesetzes zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz das zentrale Ziel, den Rollout intelligenter Messsysteme zu beschleunigen. Hierfür sollen die aufwändigen Verwaltungsverfahren im Zuge der Rollout-Freigabe entbürokratisiert und die Rechts- und Planungssicherheit für alle Akteure gestärkt werden.

Neben der Versorgungswirtschaft zählt der öffentliche Sektor bestehend aus u.a. Bund, Ländern und Kommunen zu den Kernbranchen der bpc AG. Im Jahr 2023 gab der öffentliche Sektor nach Angaben des Bundesfinanzministerium rd. 64,9 Mrd. Euro mehr aus, als er einnahm. Im vergangenen Jahr hatte das Finanzierungsdefizit noch 101,6 Mrd. Euro betragen. Höhere Steuereinnahmen und eine geringe Steigerung der Ausgaben durch den starken Rückgang der Subventionen der auslaufenden Maßnahmen zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie sorgten für eine Verbesserung des Finanzierungsdefizits. Negativ machten sich die zusätzlichen Ausgaben durch die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine bemerkbar. Dennoch wird sich diese grundsätzlich positive Entwicklung erfahrungsgemäß nicht direkt in höheren Investitionen widerspiegeln. In der Vergangenheit haben die öffentlichen Haushalte oftmals versucht, bestehende Haushaltsdefizite zunächst abzubauen und Überschüsse zu kumulieren. Dies betraf auch Investitionen in die Informationstechnologie, obwohl eine grundsätzliche Bereitschaft für den Ausbau - u.a. der digitalen Infrastruktur - bestand. Es ist davon auszugehen, dass trotz angespannter Haushaltslage die digitale Transformation in den öffentlichen Haushalten eine wesentlich größere Bedeutung einnehmen wird und verstärkt Investitionen im Bereich der Informationstechnologie erfolgen werden.

Branchenübergreifend ist zudem der Fachkräftemangel eine große Herausforderung. Hier stellen optimierte, digitalisierte und automatisierte Geschäftsprozesse einen Lösungsansatz dar, um der voraussichtlichen weiteren Verschärfung der Situation in den kommenden Jahren zu begegnen.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Inlandsnachfrage unserer Kunden aus der Ver- und Entsorgungswirtschaft und dem Öffentlichen Sektor hat sich im Jahr 2023 weiterhin positiv entwickelt. Dies ist unter anderem auf die Umsetzung regulatorischer Anforderungen sowie die marktführende Stellung im Bereich der Portalentwicklung in der Ver- und Entsorgungswirtschaft zurückzuführen. Im Öffentlichen Sektor zahlt sich bei der Bearbeitung der Märkte die Entwicklung strategischer Partnerschaften sowie die Platzierung von branchenspezifischen Lösungen und Produkten aus. Die hohe Nachfrage ist zudem eng mit der Vielzahl an erfolgreich abgeschlossenen Großprojekten im Öffentlichen Sektor und der über die vergangenen Jahre erarbeiteten, marktführende Stellung verbunden. Gleichzeitig nimmt in beiden Geschäftsbereichen der S/4HANA-Umstellungsdruck stetig zu und verstärkt die ohnehin hohe Nachfrage.

Die für die Gesellschaft bedeutendsten Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Steuern. Die zu Jahresbeginn 2023 getroffene Prognose der Umsatzerlöse konnte im Jahresverlauf übertroffen werden, während das ursprünglich prognostizierte Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2023 nicht erreicht werden konnte.

Die Umsatzverteilung zwischen den drei Bereichen der bpc AG zeigt sich im Geschäftsjahr 2023 nahezu unverändert. Mit einem Umsatzanteil von 53% war der Öffentliche Sektor der umsatzstärkste Bereich der bpc AG (VJ: 54%). Der Geschäftsbereich Ver- und Entsorgungswirtschaft trug im Geschäftsjahr 2023 rd. 41% zum Gesamtumsatz bei (VJ: 39%). Der in Bezug auf die absolute Umsatzhöhe kleinste Geschäftsbereich Finanzwirtschaft steuerte nahezu unverändert 6% zu den Umsatzerlösen bei (VJ: 7%).

2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.3.1 Geschäftsergebnis

Das Geschäftsjahr 2023 war umsatzseitig ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Die Umsatzerlöse stiegen von 21.195 TEUR um 16% auf 24.489 TEUR (VJ: 19.809 TEUR auf 21.195 TEUR). Die Wachstumsrate erhöhte sich dabei um rd. 9 Prozentpunkte. Wesentliche Sondereffekte, wie beispielsweise die Abnahme von langfristigen Werkverträgen, waren im Geschäftsjahr 2023 nicht zu verzeichnen.

2.3.2 Ertragslage

Die Ertragslage zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr trotz der Umsatzsteigerung deutlich schwächer. Gründe sind im Wesentlichen allgemeine Kostensteigerungen, insbesondere bei den Personalkosten, auf Grund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Diese konnten nicht in gleichem Maße durch eigene Preisanpassungen kompensiert werden. Zudem war das Geschäftsjahr 2023 durch einen deutlichen Anstieg der Mitarbeitendenzahl geprägt, die - im Einklang mit den Erwartungen - erst zeitverzögert Einfluss auf die Ertragsseite nehmen wird. Durch die positive Auftragslage musste zudem verstärkt auf Subunternehmer zurückgegriffen werden, um Auftragsspitzen abzudecken. Diese Aspekte spiegeln sich deutlich in der Entwicklung des Ergebnisses vor Steuern wider, welches von 1.346 TEUR im Vorjahr auf 737 TEUR und damit um 45% gesunken ist. Das Ergebnis vor Steuern in Bezug auf die Gesamtleistung beträgt im Geschäftsjahr 2023 3,0% (Vorjahr 6,3%). Der Jahresüberschuss hat sich entsprechend von 1.019 TEUR auf 595 TEUR um 42% reduziert. Die Umsatzrendite liegt damit nach 4,8% im Vorjahr bei 2,4% im Geschäftsjahr 2023.

Die sonstigen betrieblichen Erträge fielen im Geschäftsjahr 2023 mit 656 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (726 TEUR) geringer aus. Dies resultiert primär aus der erfolgswirksamen Auflösung von nicht in Anspruch genommenen Rückstellungen (193 TEUR) sowie Erträgen aus dem Verkauf von Anlagevermögen (26 TEUR) im Vorjahr. Der Personalaufwand stellt wie auch in der Vergangenheit mit 18.245 TEUR den größten Aufwandsposten dar. Im Vergleich zum Vorjahr (16.018 TEUR) ist der Personalaufwand um rd. 14% angestiegen, was im Wesentlichen auf das Mitarbeiterwachstum sowie inflationsbedingte Anpassungen bei der Vergütungsstruktur zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 2.814 TEUR im Vorjahr um rd. 29% auf 3.632 TEUR erhöht. Neben inflationsbedingten Kostensteigerungen ist die Entwicklung insbesondere auf höhere Raumkosten durch die Erweiterung des Hamburger Standorts und eines neuen Standortes in Zürich zurückzuführen.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr von 12.249 TEUR um rd. 3% auf 12.657 TEUR gestiegen.

Das Umlaufvermögen (Kassenbestand, Bankguthaben, Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Vorräte) belief sich per 31. Dezember 2023 auf 11.795 TEUR. Gegenüber dem Vorjahr (11.668 TEUR) ist dies ein Anstieg um rd. 1%. Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme beträgt rd. 93% (Vorjahr 95%).

2.3.4 Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich durch Eigenkapital. Das Eigenkapital ist mit 6.164 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (6.080 TEUR) nahezu unverändert geblieben. Die Eigenkapitalquote liegt zum 31. Dezember 2023 bei 49% (Vorjahr: 50%). Neben dem trotz der schwächeren Ertragslage dennoch positiven Geschäftsverlauf spiegelt sich in diesen Zahlen auch die teilweise Thesaurierung des Jahresüberschusses 2022 wider.

Insgesamt haben sich die freien Finanzmittel im Geschäftsjahr 2023 um 913 TEUR auf 5.423 TEUR verringert. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 45 TEUR und dem negativen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit durch die Zahlung einer Dividende in Höhe von -512 TEUR. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag mit -446 TEUR aufgrund höherer Investitionen in Bürostandorte über dem des Vorjahres.

Der Liquiditätsgrad I (Verhältnis liquider Mittel zu kurzfristigen Verbindlichkeiten) betrug zum 31.12.2023 83,6%, der Liquiditätsgrad II (Verhältnis liquider Mittel und kurzfristiger Forderungen zu kurzfristigen Verbindlichkeiten) 173,7% und der Liquiditätsgrad III (Verhältnis Umlaufvermögen zu kurzfristigen Verbindlichkeiten) 179,2%. Während der Liquiditätsgrad I im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt deutlich zurückgegangen ist, sind die Liquiditätsgrade II und III nur leicht geringer und befinden sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Finanzierung der Gesellschaft war somit auch im Geschäftsjahr 2023 zu jeder Zeit sichergestellt.

2.4 Personal

Im Geschäftsjahr 2023 konnte der Personalbestand ausgehend von 145 Mitarbeitenden (inkl. Vorstand) zum 31.12.2022 auf 185 Mitarbeitende zum 31.12.2023 deutlich gesteigert werden. Dies entspricht einem Personalzuwachs von rund 28% und liegt damit deutlich über dem Vorjahreszuwachs (+ 4%). Das starke Personalwachstum im Geschäftsjahr 2023 ist das Ergebnis der hohen Recruiting-Aktivitäten in den letzten Jahren bei einer gleichzeitig rückläufigen Fluktuationsquote. Der allgemeine Fachkräftemangel, insbesondere im IT-Umfeld, wird jedoch weiterhin für die bpc AG kurz- und mittelfristig eine wesentliche Herausforderung darstellen. Als entscheidende Gegenmaßnahmen werden zielgruppenspezifische Recruiting-Aktivitäten sowie die weitere Intensivierung von Bindungsmaßnahmen für Mitarbeitende gesehen. Zu den flankierenden Maßnahmen gehören weiterhin die Stärkung des vorhandenen Employer Brandings, der stärkere Einsatz von Active Sourcing sowie kontinuierliche Überprüfungen und mögliche Anpassungen der Vergütungsstruktur.

3 Chancen und Risiken

3.1 Chancen- und Risikobericht

Das Geschäft der bpc AG ist unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Aktuell stehen hierbei die angespannte gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland sowie die damit verbundenen hohen Inflationsraten sowie der starke Wettbewerb um die für bpc AG notwendigen hochqualifizierten Fachkräfte im Zentrum der Betrachtung. Während die bpc AG zu Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine die Situation aufgrund des eigenen Engagements im Bereich der Ver- und Entsorgungswirtschaft kritisch einschätzte, haben sich rückblickend keine direkten negativen Folgen für die bpc AG ergeben; die Kunden im Geschäftsbereich Ver- und Entsorgungswirtschaft standen aufgrund der Verwerfungen auf den Energiemärkten zwar vor großen Herausforderungen, welche aber im Geschäftsjahr 2023 durch die Normalisierung der Versorgungssituation weitestgehend überwunden werden konnten.

Trotz der angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland verhält sich die Nachfrage in den Kernbranchen der bpc AG insgesamt vergleichsweise stabil. Gemeinsam mit der Geschäftsleitung beobachtet der Vertrieb die Lage kontinuierlich, um frühzeitig einer sich ändernden Situation mit geeigneten Maßnahmen entgegenzutreten. Ein Fokus liegt zudem auf dem Vertrieb von selbstentwickelten Produkten als Lizenzmodell im SAP-Umfeld, um die Umsatzerlöse unabhängiger von der reinen Anzahl an Mitarbeitenden zu gestalten.

Neben den bereits angesprochenen Maßnahmen zur Mitarbeitendengewinnung investiert die bpc AG zur Stärkung ihrer Attraktivität als Arbeitgeberin und gleichzeitigen Förderung von Kollaboration und Kommunikation in ihre Standorte in Deutschland und der Schweiz. So wurde im Sommer 2023 ein neuer Standort in repräsentativer Lage in Zürich eröffnet; im Herbst 2024 erfolgt der Bezug eines neuen Standortes am Stammsitz in Münster, wobei auf einer mehr als doppelt so großen Grundfläche allen Anforderungen einer modernen Arbeitsumgebung Rechnung getragen werden kann.

Neben diesen Risiken stellt weiterhin das dauerhafte Schrumpfen des Beratungsmarktes in einer der Zielbranchen der bpc AG ein wesentliches Risiko dar. Wie bereits häufiger in der Vergangenheit praktiziert, würde die Geschäftsleitung frühzeitig Maßnahmen ergreifen, um Beratungskapazitäten gezielt in Branchen mit höherer Nachfrage zu verschieben. Die Ausbildung der Berater:innen der bpc AG ist darauf ausgerichtet, dass sie die benötigte Flexibilität mitbringen.

Wenn die Nachfrage in der Gesamtsicht einer Branche nachlässt, ist es umso wichtiger, die Nischen zu identifizieren, in denen noch Nachfrage besteht bzw. generiert werden kann und das Branchenwissen der Berater:innen der bpc AG erfolgreich eingebracht werden kann. Die Geschäftsleitung setzt ihre Branchenkenntnis und Kontakte laufend in der Form ein, diese Nischen frühzeitig zu identifizieren und zu besetzen. Weiterhin besteht ein enges Kontaktnetz zu unterschiedlichen Vertriebspartnern, mit denen Marktchancen gemeinsam wahrgenommen werden.

Um weiteres Wachstum zu ermöglichen und die branchenbezogenen Risiken zu minimieren, hat die Geschäftsleitung auch im Geschäftsjahr 2023 den Ausbau der Geschäftstätigkeit in der Schweiz eng begleitet und vorangetrieben. Inzwischen beschäftigt die schweizerische Zweigniederlassung an zwei Standorten in Zürich und Neuhausen 15 festangestellte Mitarbeitende (VJ: 9). Im Geschäftsjahr 2023 reduzierten sich die absoluten Umsatzerlöse durch die schweizerische Zweigniederlassung um rd. 800 TEUR auf 3.942 TEUR, der Umsatzanteil ging von 22% im Vorjahr auf 16% im Geschäftsjahr 2023 zurück. Gleichzeitig wurde aber die Eigenständigkeit der schweizerischen Zweigniederlassung weiter ausgebaut; so wurden erstmals zwei Mitarbeitende für administrative Tätigkeiten in der Schweiz eingestellt und der Anteil der Umsatzerlöse, der durch Mitarbeitende der deutschen bpc AG auf Basis der Leistungsverrechnung erbracht wird, konnte deutlich reduziert werden.

Insgesamt verteilen sich die Umsatzerlöse der bpc AG auf sehr viele einzelne Kunden in verschiedenen Branchen. In fast allen Fällen war die bpc AG aufgrund der Qualität ihrer Leistungen in der Lage, ihre Kunden langfristig an sich zu binden. Einen unerwarteten Wegfall eines wichtigen Kunden könnte die bpc AG verkraften, ohne in existenzielle Schwierigkeiten zu geraten. Auch hier würden die oben beschriebenen Mechanismen der Verlagerung der Beratungskapazitäten schnell greifen.

3.2 Risikomanagement

Die bpc AG überwacht Aufträge ab der Angebotsphase kontinuierlich hinsichtlich ihres Risikos für das Gesamtunternehmen. Dabei werden mögliche Risiken anhand von Auswirkungen auf die bpc AG und deren Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Mögliche Risiken können Risiken mit direkten finanziellen Auswirkungen wie zu gering kalkulierte Festpreisprojekte oder aber auch Reputationsrisiken darstellen. Mittels des so ermittelten Risikowertes werden die Aufträge in ein Risikoportfolio übertragen, um dadurch kritische Aufträge frühzeitig zu identifizieren und Veränderungen im Zeitverlauf zu erkennen. Die risikobehafteten Aufträge sind auch Gegenstand der quartalsweisen stattfindenden Aufsichtsratssitzungen.

Typischerweise ist der Erfolg des Beratungsgeschäfts eng mit den Personen verknüpft, die die Beratungsleistungen erbringen. Die bpc AG setzt eine Vielzahl von Maßnahmen ein, um Leistungsträger:innen langfristig an das Unternehmen zu binden. So besteht ein strukturiertes Talentmanagement, welches u.a. die zielorientierte Vorbereitung auf zukünftige Führungsrollen umfasst. Zudem wird zur Entwicklung der Mitarbeitenden ein vielschichtiges Karrieremodell eingesetzt. Für die Führungskultur innerhalb der bpc AG bestehen einheitliche Führungsleitlinien, die durch die entsprechenden Führungskräfte (vor-)gelebt werden. Auch wird die Zufriedenheit der Mitarbeitenden regelmäßig erhoben, um daraus neue Maßnahmen im für die bpc AG als Dienstleistungsunternehmen kritischen HR-Bereich abzuleiten.

3.3 Beurteilung Chancen und Risiken

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 hat sich die exogene Risikolage für die bpc AG weiter deutlich verbessert. Die weltweite COVID-19-Pandemie spielte im Geschäftsjahr nahezu keine Rolle mehr; aufgrund der getätigten Erfahrungen aus der Vergangenheit kann die bpc AG zudem darauf bauen, dass ein Wechsel des Arbeitsortes bzw. eine weitgehende Verlagerung der Tätigkeiten ins Home Office sowohl für Berater:innen als auch für zentrale Kräfte kurzfristig möglich ist, ohne den Geschäftsbetrieb zu gefährden. Obwohl die wirtschaftlichen Auswirkungen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine die Kunden der bpc AG - im besonderen Maße die Energieversorgungsunternehmen - getroffen haben, sind bis heute keine wesentlichen Einflüsse auf die Auftragslage spürbar. Durch ein umfangreiches Vertriebsmanagement wird der Auftragseingang weiterhin kontinuierlich überwacht, um negative wirtschaftliche Entwicklungen frühzeitig zu antizipieren. Gleichwohl erfordert die hohe Inflation der vergangenen zwei Jahre - trotz aktuell stark rückläufiger Inflationsraten - eine enge Überwachung der Kostensituation und angemessene Reaktion bei der eigenen Preisgestaltung.

Im Vergleich zu den Vorjahren besteht nur eine kleinere bzw. vom Volumen her geringere Anzahl an nicht abgenommenen Werkverträgen. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist die Abnahme bei keinem der bestehenden Werkverträge gefährdet.

Im Geschäftsjahr 2022 konnte die Zahl der Mitarbeitenden um rd. 4% bzw. 5 zusätzliche Mitarbeitende gesteigert werden. Im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich trotz des angespannten Bewerbermarktes der Zuwachs auf 28% bzw. 40 zusätzliche Mitarbeitende. Unter Berücksichtigung der hohen Nachfrage nach hochqualifizierten Fachkräften und dem damit verbundenen angespannten Arbeitsmarkt zeigt sich die Geschäftsleitung der bpc AG mit dieser Entwicklung äußerst zufrieden. Gleichzeitig sieht die Geschäftsleitung auch die Risiken, die dieses Wachstum für die Organisation mit sich bringt und treibt dazu eine kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender Prozesse voran. Es herrscht jedoch das klare Bild, dass das Wachstum der Mitarbeitenden im Geschäftsjahr 2023 in der Form nur äußerst schwierig zu wiederholen ist. Der Fachkräftemangel wird für die bpc AG eine kontinuierliche Herausforderung darstellen, der keine einfachen Lösungen entgegengesetzt werden können und die gleichzeitig großen Einfluss auf das zukünftige Geschäft ausüben wird. Dementsprechend nimmt die Geschäftsleitung der bpc AG bei allen Entscheidungen die Auswirkungen auf den HR-Bereich mit in den Blick.

4 Strategie

Die Unternehmens- und Fachbereichsstrategien wurden im Jahre 2023 aktualisiert, dokumentiert und kommuniziert. Der sog. "compass 26" ist eine wesentliche Maßnahme im Rahmen der Unternehmensstrategie.

Zum 01.01.2024 wurde der "compass 26" durch die Geschäftsleitung der bpc AG gestartet. Neben marktseitigen Zielen werden auch die internen Bereiche im Zielbild für die Geschäftsjahre 2024, 2025 und 2026 berücksichtigt. Im Mittelpunkt stehen effiziente Prozesse, Innovationen, der Ausbau der Produkte und die Personalentwicklung. Die individuelle Zielerfüllung wird quartalsweise im Rahmen des Unternehmensreportings analysiert und bewertet. Dadurch können Entwicklungen nachvollzogen und unterstützende Maßnahmen rechtzeitig abgeleitet werden.

5 Ausblick

Die ersten Monate des Geschäftsjahres 2024 der bpc AG sind mit einem Umsatz gestartet, der über dem Vorjahresniveau liegt. Auch im März 2024 entspricht die Auslastung mit rd. 66% den Erwartungen. Derzeit geht die Geschäftsleitung der bpc AG für das Geschäftsjahr 2024 von einem Umsatzwachstum von rd. 10% bei einer leicht höheren Marge als im Vorjahr aus. Das Ergebnis vor Steuern wird im Vergleich zum Vorjahr entsprechend ebenfalls leicht höher erwartet. Damit wird auf Basis dieser ersten Prognose die Umsatzplanung in Höhe von 26,6 Mio. EUR erreicht werden. Insgesamt geht die Geschäftsleitung von einem weiterhin positiven Geschäftsverlauf mit einem Ausbau der Marktposition aus. Unterstützt wird diese Entwicklung durch den kontinuierlichen Ausbau strategischer Partnerschaften sowie die Platzierung branchenspezifischen Lösungen und Produkte. Marktseitig werden Transformationsprojekte von SAP ERP auf SAP S/4HANA noch stärker an Relevanz gewinnen, da die reguläre Wartung für die ERP-Systeme bis Ende 2027 auslaufen wird und der Umstellungsdruck somit weiter ansteigt. Für das Geschäftsjahr 2024 werden daher insbesondere Beauftragungen im Rahmen von größeren Transformationsprojekten auf SAP S/4HANA sowie Digitalisierungsprojekte im Bereich Rechnungswesen erwartet. Mit Herrn Müller-Wünsch wurde zudem im Februar 2024 durch die Hauptversammlung ein weiteres Aufsichtsratsmitglied bestellt, um auch in diesem Gremium die Themenfelder neue Technologien und künstliche Intelligenz zu stärken. Um die zukünftigen Potenziale nutzen zu können, wird die bpc AG weiterhin das organische Wachstum durch personellen Ausbau verbunden mit einem fundierten Ausbildungskonzept verfolgen, um für ihre Kunden optimale und passgenaue Lösungen unter Berücksichtigung sämtlicher technologischer Möglichkeiten im SAP-Umfeld anbieten zu können.

 

Münster, den 26.04.2024

Tobias Zierau

Ulf Koglin

Stefanie Buckmann

Sebastian Landgraf

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 778.980,57 523.520,55
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 26.588,12 32.738,29
II. Sachanlagen 752.392,45 490.782,26
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 752.392,45 490.782,26
B. Umlaufvermögen 11.794.915,04 11.668.470,03
I. Vorräte 274.665,85 204.029,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.097.391,09 5.128.427,77
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 257.682,14 176.624,12
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.422.858,10 6.336.012,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 83.187,93 57.385,66
Aktiva 12.657.083,54 12.249.376,24

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.164.058,23 6.080.281,92
I. Gezeichnetes Kapital 56.789,00 56.789,00
II. Kapitalrücklage 299.071,36 299.071,36
III. Gewinnvortrag 5.213.320,64 4.705.321,58
IV. Jahresüberschuss 594.877,23 1.019.099,98
B. Rückstellungen 4.463.639,62 4.574.033,85
C. Verbindlichkeiten 2.029.385,69 1.595.060,47
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.029.385,69 1.595.060,47
Passiva 12.657.083,54 12.249.376,24

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 22.796.120,43 20.351.274,29
2. Personalaufwand 18.244.657,89 16.017.798,36
a) Löhne und Gehälter 16.029.004,91 14.187.264,85
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.215.652,98 1.830.533,51
davon für Altersversorgung 230.604,07 181.666,47
3. Abschreibungen 200.419,78 153.434,32
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 200.419,78 153.434,32
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.631.597,54 2.813.631,87
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 168.699,53 242.742,32
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.959,14 2.613,56
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 600,49 23.112,56
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 137.179,71 324.386,76
8. Ergebnis nach Steuern 599.624,16 1.021.523,98
9. sonstige Steuern 4.746,93 2.424,00
10. Jahresüberschuss 594.877,23 1.019.099,98

Anhang 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Best Practice Consulting AG hat ihren Sitz in Münster und ist eingetragen in das Handelsregister B des Amtsgerichts Münster (Handelsregisternummer HRB 6257).

Der Jahresabschluss der Best Practice Consulting AG zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes erstellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Absatz 2 HGB Anwendung. Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung weicht die Position "Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen" von der Beschriftung nach § 275 Abs. 2 Nr. 2 HGB ab. Zudem wurde das Gliederungsschema zur Verbesserung der Übersicht über die Ertragslage des § 275 Abs. 2 HGB bei den sonstigen betrieblichen Erträgen um die Positionen "Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus Zuschreibungen zu Gegenständen des Anlagevermögens", "Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen" und "übrige sonstige betriebliche Erträge" erweitert. Weiterhin wurde die Gewinn- und Verlustrechnung um die Position "Gesamtleistung" ergänzt.

Ebenso wurden die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zur Verbesserung der Übersicht über die Ertragslage in die Positionen "Raumkosten", "Versicherungen, Beiträge und Abgaben", "Fahrzeugkosten", "Werbe- und Reisekosten", "Verschiedene betriebliche Kosten", "Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens", "Verluste aus Wertminderungen oder aus dem Abgang von Gegenständen des Umlaufvermögens und Einstellungen in die Wertberichtigung zu Forderungen" und "Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen" unterteilt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Es kommt ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung.

Für die Bemessung der planmäßigen Abschreibungen wurden Nutzungsdauern zugrunde gelegt, die sich an den steuerlich anerkannten amtlichen AfA-Tabellen orientieren, da diese den tatsächlichen Nutzungsdauern annähernd entsprechen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert bis zu 800 Euro netto wurden als geringwertige Anlagegüter im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die Verteilung der Abschreibungen des Geschäftsjahres auf die einzelnen Posten des Anlagevermögens kann dem Anlagenspiegel entnommen werden.

Die Vorräte (Unfertige Leistungen) werden zu Herstellungskosten mit den direkt zurechenbaren Kosten, Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie dem Werteverzehr des Anlagevermögens bewertet. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Dies entspricht dem jeweiligen projektbezogenen Leistungsstand. Die Gewinnrealisierung erfolgt nach Projektabnahme. Projekte mit Verlusterwartung werden zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Sofern der erwartete Verlust die angefallenen Herstellungskosten übersteigt, wird in Höhe des übersteigenden Betrags eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bewertet.

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Auf das Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern wurde verzichtet.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Sonstige Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den folgenden Anlagespiegel verwiesen.

AHK 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
AHK 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 86.844,48 999,00 0,00 87.843,48
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 86.844,48 999,00 0,00 87.843,48
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.489.381,52 539.717,25 108.881,17- 1.920.217,60
Summe Sachanlagen 1.489.381,52 539.717,25 108.881,17- 1.920.217,60
Summe Anlagevermögen 1.576.226,00 540.716,25 108.881,17- 2.008.061,08
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.106,19 7.149,17 0,00 61.255,36
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 54.106,19 7.149,17 0,00 61.255,36
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 998.599,26 193.270,61 24.044,72- 1.167.825,15
Summe Sachanlagen 998.599,26 193.270,61 24.044,72- 1.167.825,15
Summe Anlagevermögen 1.052.705,45 200.419,78 24.044,72- 1.299.080,51
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.588,12 32.738,29
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 26.588,12 32.738,29
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 752.392,45 490.782,26
Summe Sachanlagen 752.392,45 490.782,26
Summe Anlagevermögen 778.980,57 523.520,55

(2) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Berichtsjahr umfassen die sonstigen Vermögensgegenstände Kautionen in Höhe von 273.149,06 € (Vorjahr: 183.057,53 €) und haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die verbleibenden sonstigen Vermögensgegenstände entfallen im Wesentlichen auf Steuererstattungsansprüche und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(3) Das Grundkapital in Höhe von 56.789,00 € ist in 56.789 Namensaktien mit einem Nennwert von jeweils 1,00 € aufgeteilt.

(4) Im Rahmen der Hauptversammlung vom 14. August 2020 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 13. August 2025 durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender, nennwertloser Stückaktien gegen Sach- oder Bareinlagen einmal oder mehrmals, um bis zu insgesamt 5.678,00 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020). Im Berichtsjahr wurde davon kein Gebrauch gemacht.

(5) Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich (4.230 T€), Jahresabschlusskosten (45 T€) und sonstige Rückstellungen (162 T€).

(6) Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Gemäß § 284 Abs. 1 HGB i. V. m. § 158 Abs. 1 Satz 2 AktG ist eine Überleitungsrechnung des Jahresergebnisses zum Bilanzgewinn im Anhang darzustellen:

Jahresüberschuss 594.877,23
+ Bilanzgewinn Vorjahr 5.724.421,56 €
./. Dividende für 2022 511.100,92 €
= Bilanzgewinn 5.808.197,87 €

5. Sonstige Angaben

(1) Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von 3.100 T€. Die Pachtverträge haben eine maximale Laufzeit bis Juni 2031. Bei den Leasingverträgen handelt sich ausschließlich um Leasingverträge über Kraftfahrzeuge mit einer maximalen Laufzeit bis Dezember 2026. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt.

Euro bis 1 Jahr 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre
Künftige Verpflichtungen aus Pachtverträgen für angemietete Immobilien 615.036,67 1.757.050,67 383.700,00
Künftige Verpflichtungen aus Leasingverträgen über Kraftfahrzeuge 170.632,24 174.110,66 0,00

(2) Im Jahresdurchschnitt wurden 206 Arbeitnehmende (57 weiblich, 149 männlich) beschäftigt. Unter Berücksichtigung von Praktikanten und Auszubildenden wurden durchschnittlich 218 Arbeitnehmende (59 weiblich, 159 männlich) beschäftigt.

(3) Der Vorstand ist mit Frau Stefanie Buckmann, Vorständin für den Bereich Öffentlicher Sektor, Herrn Ulf Koglin, Vorstand für die Bereiche Öffentlicher Sektor und Finanzwirtschaft, Herrn Sebastian Landgraf, Vorstand für den Bereich Ver- und Entsorgungswirtschaft, und Herrn Tobias Zierau, Vorstandsvorsitzender sowie Vorstand für den Bereich Ver- und Entsorgungswirtschaft, besetzt.

(4) Der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023 wurde durch Herrn Dr. Günter Brinkhoff, selbstständiger Unternehmensberater (Vorsitzender), Herrn Wilhelm Alms, selbstständiger Unternehmensberater (Stellvertreter) und Herrn Stephan Kremer, Steuerberater, Leimbach Rechtsanwälte GbR besetzt. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18.01.2024 wurde Herr Dr. Michael Müller-Wünsch, Bereichsvorstand Technology & Logistics, Otto GmbH & Co. KG, als weiteres Mitglied des Aufsichtsrates bestellt.

(5) Die Gesamtbezüge des Vorstandes lagen im Geschäftsjahr 2023 bei 3.242 T€ (Vorjahr: 3.531 T€) inkl. Tantieme, die des Aufsichtsrates bei 42 T€ (Vorjahr: 37 T€).

6. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

7. Ergebnisverwendung

Der Vorstand der Best Practice Consulting AG ist sich über die Erwartungen der Aktionäre an eine möglichst konstante Ausschüttungspolitik bewusst. Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende in Höhe von 5,25 € je Aktie auszuschütten und den verbleibenden Betrag zur Stärkung der Liquidität sowie des Eigenkapitals auf neue Rechnung vorzutragen.

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der bpc AG hat sich im Geschäftsjahr 2023 regelmäßig und ausführlich mit der Lage und der Entwicklung des Unternehmens befasst. Den gesetzlichen Vorschriften entsprechend unterstützten wir den Vorstand bei der Geschäftsführung und berieten ihn in Fragen der Unternehmensleitung. In sämtliche Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat eingebunden. Darüber hinaus erörterten wir mit dem Vorstand in regelmäßigen Abständen strategische Erwägungen.

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über die Geschäftsentwicklung, die Planung und die Situation des Unternehmens einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements unterrichtet.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand und der Leimbach Rechtsanwälte GbR aufgestellten und von der BDO Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüften Jahresabschluss 2023 in seiner Sitzung am 3. Mai 2024 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands haben wir unter Berücksichtigung der Interessen der Gesellschaft und der Aktionäre geprüft und uns dem Vorschlag angeschlossen.

Wir danken dem Vorstand und der Belegschaft der bpc AG für die im Jahr 2023 geleistete Arbeit. Alle haben mit ihrem Einsatz dazu beigetragen, dass die bpc AG ihre positive Entwicklung weiter fortsetzen konnte.

 

Hamburg, 3. Mai 2024

Dr. Günter Brinkhoff, Vorsitzender des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Best Practice Consulting AG, Münster

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Best Practice Consulting AG, Münster - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Best Practice Consulting AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRüFERS FüR DIE PRüFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Münster, 30. April 2024

BDO Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgens, Wirtschaftsprüfer

Wendel, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

4 nahegelegene Organisationen

  • Eaaze GmbH

    Selbe Adresse

    Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie

  • Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.