Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 179406
Vorher
dedicom Direktcomputer GmbHdedicom Deutsche DirektComputer GmbH
Eingetragen
18.5.2009
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareGroßhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
Handel mit Datenverarbeitungsgeräten und Zubehör; Dienstleistungen im Bereich Unternehmens- und Personalberatung mit Bezug auf Personalmotivation und Mitarbeiterbindung sowie Makeln von Versicherungen und Leasinggeschäften in Verbindung mit dem Vertrieb von elektronischen Geräten;

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Jan Forster
seit 26.1.2026
Geschäftsführer
Tobias Wiest
seit 7.5.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
T***** W****
16.50%
F**** K****
2.86%

Ungelöste Beteiligungen (11)

NameAnteil
heptus 541. GmbHEigenbeteiligung
26.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

heptus 541. GmbH
Germany
25.100 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

dedicom GmbH (vormals: dedicom Deutsche DirektComputer GmbH)

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Bilanz zum 30. September 2023

Aktiva

30.09.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 1.349.743,00 2.765.924,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 775.051,25
1.349.743,00 3.540.975,25
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 235.944,00 137.079,00
2. Geleistete Anzahlungen 383.673,66 0,00
619.617,66 137.079,00
1.969.360,66 3.678.054,25
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 185.175,71 1.131.312,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 902.306,95 974.912,95
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.870.127,54 1.197.399,16
2.772.434,49 2.172.312,11
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.312.318,81 3.829.287,32
10.269.929,01 7.132.912,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 132.453,88 41.192,00
12.371.743,55 10.852.158,64

Passiva

30.09.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.100,00 25.100,00
II. Kapitalrücklage 466.680,61 109.900,00
III. Gewinnvortrag 8.218.438,39 7.321.389,32
IV. Jahresüberschuss 1.179.432,99 897.049,07
9.889.651,99 8.353.438,39
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 567.500,00 230.670,00
2. Sonstige Rückstellungen 727.469,00 350.025,00
1.294.969,00 580.695,00
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 240.880,25 372.703,39
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 854.324,28 1.481.095,37
3. Sonstige Verbindlichkeiten 91.918,03 64.226,49
1.187.122,56 1.918.025,25
12.371.743,55 10.852.158,64

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023

2022/2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 96.959.883,40 74.541.858,45
2. Sonstige betriebliche Erträge 146.137,95 118.819,27
97.106.021,35 74.660.677,72
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 82.623.541,82 63.867.655,92
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.342.271,43 1.209.363,66
83.965.813,25 65.077.019,58
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.569.450,64 3.370.042,31
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 964.121,87 663.196,22
6.533.572,51 4.033.238,53
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.525.205,33 1.410.825,80
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreitet 315.315,00 0,00
1.840.520,33 1.410.825,80
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.012.029,64 2.786.513,25
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29.920,79 31,71
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 917,90 296,40
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 608.590,32 443.228,67
10. Ergebnis nach Steuern 1.174.498,19 909.587,20
11. Sonstige Steuern -4.934,80 12.538,13
12. Jahresüberschuss 1.179.432,99 897.049,07

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

A. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

I. Vorbemerkung

Die dedicom (Vormals: dedicom Deutsche DirektComputer GmbH) GmbH hat ihren Sitz in München und ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 179406 eingetragen.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft finden hinsichtlich der Bilanzierung und der Bewertung die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) Anwendung.

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft und macht von den Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB teilweise Gebrauch.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Mit Vertrag vom 12. Dezember 2022 hat die Palmato GmbH, Buseck, ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten auf die dedicom GmbH im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2022 übertragen. Im Rahmen der Verschmelzung wurden die Vermögensgegenstände und Schulden der übertragenden Gesellschaft mit den Buchwerten zum 30. September 2022 von der dedicom GmbH übernommen:

Bilanzposten T€
Sachanlagen 58
Unfertige Leistungen 315
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 84
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.969
Rechnungsabgrenzungsposten 21
2.447
Bilanzposten T€
Rückstellung 503
Verbindlichkeiten 1.587
2.090

Der Buchwert des Nettovermögens wurde in die die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt.

Aufgrund der Verschmelzung sind die Zahlen des Berichtsjahres nur eingeschränkt mit den Vorjahreswerten vergleichbar.

Die Postenbezeichnungen der §§ 266 und 275 HGB wurden teilweise an die tatsächlichen Posteninhalte angepasst.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert - ohne Umsatzsteuer - angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige kumulierte Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden analog den steuerlichen Regelungen für geringwertige Wirtschaftsgüter im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten beinhalten Bar- und Bankguthaben und werden zu Nominalwerten angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten entspricht den zeitanteiligen Vorleistungen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB).

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt worden.

Die im Jahresabschluss enthaltenen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag bewertet, da sie wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr haben.

B. Erläuterung zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagegitter) im Geschäftsjahr 2022/2023 wird in der Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Umlaufvermögen

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Steuererstattungsansprüche in Höhe von € 1.639.851,00 (i. Vj. T€ 1.099), die in Höhe von € 23.239,02 (i. Vj. T€ 52) antizipativen Charakter haben.

Die unter den sonstigen Vermögensgegenstände erfassten Forderungen hatten im Vorjahr in Höhe von T€ 61 eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

3. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt € 25.100,00 und ist in voller Höhe einbezahlt bzw. erbracht.

Die Erhöhung der Kapitalrücklage i.S.d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB betrifft das im Rahmen der Verschmelzung übernommene Reinvermögen der übertragenden Gesellschaft (vgl. unter A. I.).

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Personal (€ 373.069,00; i. Vj. T€ 187), für ausstehende Rechnungen (€ 228.100,00; i. Vj. T€ 123), für Drohverluste (€ 77.600,00; i. Vj. T€ 0) für Gewährleistungen (€ 19.600,00; i. Vj. T€ 17) sowie für sonstige Aufwandsabgrenzungen (€ 29.100,00; i. Vj. T€ 23).

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen aus Steuern in Höhe von € 78.543,44 (i. Vj. T€ 57) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von € 9.725,64 (i. Vj. T€ 5).

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von T€ 10.159. Die Restlaufzeiten gliedern sich wie folgt:

Fällig bis 30.9.2024 Fällig vom 1.10.2024 bis 30.9.2028 Fällig ab 1.10.2029 Gesamt
T€ T€ T€ T€
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 1.513 3.884 4.763 10.159

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

1. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 31.769,48 (i. Vj. T€ 61) ausgewiesen.

2. Aufwendungen für Altersversorgung

In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von € 7.129,91 (i. Vj. T€ 28).

3. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten

Im Geschäftsjahr waren die im Rahmen der Verschmelzung (vgl. unter A. I.) von der übertragenden Gesellschaft übergegangene Unfertige Leistungen in voller Höhe abzuschreiben.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von € 28.531,08 (i. Vj. T€ 54) enthalten. Im Geschäftsjahrjahr waren im Zusammenhang mit der Umsetzung des Transformationsprozesses und der damit verbundenen Change-Maßnahmen Aufwendungen in Höhe von € 257.815,63 (i. Vj. T€ 330) angefallen.

5. Sonstige Steuern

Im Geschäftsjahr waren in den sonstigen Steuern aperiodische Erträge in Höhe von T€ 4.934,80 (i. Vj. aperiodische Aufwendungen von T€ 13) enthalten.

C. Sonstige Angaben

I. Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 88 (i. Vj. 63) Arbeitnehmer (ausschließlich Angestellte) beschäftigt. Darüber hinaus wurden, wie im Vorjahr zwei Geschäftsführer beschäftigt.

II. Organ der Gesellschaft

Die Geschäftsführung erfolgte im Geschäftsjahr durch

Herrn Gerhard Riedle, Managing Director, München, einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen und

Herr Roman Breil, Managing Director, Putzbrunn, einzelvertretungsberechtigt.

Herr Tobias Wiest, Managing Director, München wurde am 27. März 2024 zum weiteren Geschäftsführer bestellt. Herr Breil und Herr Wiest führen seit diesem Datum die Geschäfte gemeinsam und sind befugt im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Herr Riedle ist am 7. Mai 2024 aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

III. Gesamtbezüge der Organe

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

IV. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers betreffen ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen und betragen € 26.800,00 (i. Vj. T€ 26).

V. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Die dedicom GmbH hat ab Oktober 2023 neue Mieträume bezogen und in Zusammenhang mit dem Umzug nahezu die gesamte Büroausstattung ersetzt.

VI. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, 8. August 2024

dedicom GmbH

Roman Breil

Tobias Wiest

Entwicklung des Anlagevermögens im Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.10.2022 Zugänge Zugang durch Verschmelzung
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 6.563.320,14 9.305,00 0,00
2. Geleistete Anzahlungen 775.051,25 14.640,40 0,00
7.338.371,39 23.945,40 0,00
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 440.228,84 120.680,81 149.067,10
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 383.673,66 0,00
440.228,84 504.354,47 149.067,10
7.778.600,23 528.299,87 149.067,10
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen 30.09.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 7.900,00 27.915,40 6.592.640,54
2. Geleistete Anzahlungen 761.776,25 -27.915,40 0,00
769.676,25 0,00 6.592.640,54
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 709.976,75
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 383.673,66
0,00 0,00 1.093.650,41
769.676,25 0,00 7.686.290,95
Kumulierte Abschreibungen
1.10.2022 Zugänge Zugang durch Verschmelzung Abgänge 30.09.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 3.797.396,14 1.445.501,40 0,00 0,00 5.242.897,54
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.797.396,14 1.445.501,40 0,00 0,00 5.242.897,54
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 303.149,84 79.703,93 91.178,98 0,00 474.032,75
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
303.149,84 79.703,93 91.178,98 0,00 474.032,75
4.100.545,98 1.525.205,33 91.178,98 0,00 5.716.930,29
Buchwerte
30.09.2022 30.09.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 2.765.924,00 1.349.743,00
2. Geleistete Anzahlungen 775.051,25 0,00
3.540.975,25 1.349.743,00
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 137.079,00 235.944,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 383.673,66
137.079,00 619.617,66
3.678.054,25 1.969.360,66

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023

I. Grundlagenbericht

Die dedicom im Überblick. Oder auch: Worum geht es uns?

Kurz gesagt: Um Zugang zu Technologie und Digitale Teilhabe. Die dedicom GmbH (vormals: dedicom Deutsche DirektComputer GmbH; im Folgenden: dedicom) möchte möglichst vielen Menschen einen einfachen und niederschwelligen Zugang zu Technologie ermöglichen, um so die digitale Teilhabe an der Gesellschaft zu fördern.

Die Herausforderung:

Unsere Gesellschaft digitalisiert sich fortlaufend, immer schneller und in immer kürzeren technologischen Zyklen. Haben also einzelne Menschen oder ganze Teile der Gesellschaft keinen nachhaltigen Zugang zu Technologie, so wird es für die betroffenen Menschen immer schwerer am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, geschweige denn: es mitzugestalten.

Zugang zu Technologie - über Unternehmen für deren Mitarbeitende und deren Familien - zu ermöglichen, leistet nach unserer Überzeugung einen nachhaltigen Beitrag zur digitalen Teilhabe und ermöglicht den Menschen ein selbstbestimmtes und wirksames Mitgestalten an der Zukunft unserer Gesellschaft und der Welt im Allgemeinen.

Wie wir arbeiten:

Unserem eigenen Leitbild entsprechend setzen wir in der dedicom auf autonome und selbstwirksame Teams, die eigenständig, aber gemeinsam für dieses Ziel arbeiten.

Das Geschäftsmodell:

Über das steuerlich geförderte Mitarbeiter-PC-Programm, kurz: MPP, können wir einerseits einen Zugang zu Technologie ermöglichen, der die privaten Bedürfnisse der Mitarbeitenden adressiert.

Darüber hinaus bieten wir über unsere "Corporate Owned, Privately Enabled", kurz: COPE-Plattform auch die Möglichkeit, unternehmensbezogene Anforderungen an die Endgeräte mit den individuellen Wünschen der Beschäftigten zu kombinieren.

In beiden Varianten besteht das Geschäftsmodell darin, den bestellenden Mitarbeitenden unserer Kunden die gewünschten IT- und Telekommunikationsgeräte zu liefern, sämtliche damit in Zusammenhang stehenden Prozesse - von der Bestellung bis zur Auslieferung der Geräte an die Mitarbeiter - sowie sämtliche Leistungsbeziehungen - vom Einkauf und Verkauf der Geräte bis zum Leasing durch den Arbeitgeber - digital über unsere Plattform abzubilden. Unsere Leistung wird dabei aus dem Rohertrag des bestellten Warenvolumens finanziert.

Ziele und Strategien:

Die dedicom versteht die digitale Teilhabe nicht nur als Kerngeschäft, sondern auch als Mission. Wir wollen Menschen befähigen, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, ohne dabei die Risiken zu ignorieren. Wir wollen digitale Kompetenzen vermitteln, die über das reine Bedienen von Geräten hinausgehen. Wir wollen digitale Räume schaffen, die inklusiv, divers und demokratisch sind. Und wir wollen digitale Innovationen anstoßen, die einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten, an der Gestaltung von politischen Rahmenbedingungen und gesellschaftlichen Diskursen mitwirken, um die digitale Teilhabe in Deutschland voranzubringen.

Das bedeutet konkret:

Die dedicom GmbH verfolgt das konsequente Ziel, ihre Marktführerschaft im Bereich des Mitarbeiter-PC-Programms (MPP) weiter auszubauen. Dies soll einerseits durch die fortlaufende Verbesserung der Funktionalitäten und Services erreicht werden, um das Kundenerlebnis optimal zu gestalten und den Zugang zu Technologie sowie die digitale Teilhabe zu fördern. Darüber hinaus setzt die dedicom auf den Auf- und Ausbau neuer Geschäftsfelder im Bereich COPE (Corporate Owned, Privately Enabled) und Education.

Durch das Gewinnen neuer Kunden und Kundinnen und das Einführen zusätzlicher Services wird dieser Bereich stetig weiterentwickelt.

Zusätzlich zielt dedicom darauf ab, potenzielle neue Geschäftsfelder zu identifizieren und zu erschließen, um die langfristige Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und weiter zu stärken.

Darüber hinaus setzt die dedicom seit einem Jahr auf einen kommunikationsstrategischen Wechsel von einem Whitelabel-Unternehmen hin zu mehr Sichtbarkeit mithilfe eines gezielten Rebrandings, einem neuen Außenauftritt sowie strategischen und öffentlichkeitswirksamen Partnerschaften sowie auch in der eigenen Unternehmenskultur auf Partizipation der Mitarbeitenden, um Prozesse und Produkte multiperspektivisch zu treiben.

Dabei verpflichtet sich dedicom, diesen Ausbau unter Berücksichtigung der ökologischen Nachhaltigkeit zu gestalten, um ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber gerecht zu werden.

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Da die dedicom vor allem Dienstleistungen erbringt, werden keine Forschungsaktivitäten durchgeführt. Die Aktivitäten im Bereich Softwareentwicklung orientieren sich an den Kundenerfordernissen. Hiermit waren im Geschäftsjahr 2022/2023 durchschnittlich zehn Mitarbeiter beschäftigt.

II. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Geschäftsjahr 2022/2023 waren die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen weiterhin sehr angespannt. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine dauerte weiterhin an.

Die Weltwirtschaft gewann im ersten Quartal 2023 als Folge der guten Entwicklung in China wieder etwas an Schwung. Die globale Industrieproduktion folgte dem schwach aufwärts gerichteten Trend. Im dritten Quartal 2023 beschleunigte sich die gesamtwirtschaftliche Produktion der Welt, weil sowohl in China als auch in den USA die Expansionsdynamik zulegte. Dabei zeichnete sich aber kein nachhaltiger Aufschwung ab. Der Welthandel war seit seinem Höchstwert im September 2022 bis zum Februar 2023 deutlich zurückgegangen, konnte sich aber auf diesem Niveau stabilisiert. Die Konsumstruktur der privaten Haushalte normalisierte sich nach dem Ende der Pandemie und anstelle von Waren wurden wieder vermehrt Dienstleistungen nachgefragt, was den Welthandel belastete. Zudem haben die Unternehmen nach Auflösung der Lieferkettenprobleme ihre teils hohen Lagerbestände an Zwischenprodukten wieder abgebaut, statt neue anzuschaffen. Während sich die Rohölpreise stabilisierten, stiegen die Erdgaspreise. Die Leitzinsen in den USA und im Euroraum erreichten voraussichtlich ihre Höchststände und die Inflation sank bei gleichzeitig angespannten Arbeitsmärkten deutlich. In den USA unterstützten die Konsumausgaben der privaten Haushalte die robuste Konjunktur. Im Euroraum hingegen schwächelte die Konsumnachfrage der privaten Haushalte aufgrund der ungünstigen Reallohnentwicklung. Die Industrieproduktion war weiterhin durch die höheren Energiekosten belastet und die Arbeitsmärkte angespannt. Die demographisch bedingte Verknappung des Arbeitskräfteangebots erhöhte die Suchkosten für qualifiziertes Personal und senkte gleichzeitig die Rekrutierungschancen der Unternehmen. Auch in den Schwellenländern war die Teuerung hoch, wenngleich die Inflation dort bislang unter der in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften lag. 1

1 Vgl. ifo Konjunkturprognose Winter 2023 des ifo Instituts, veröffentlicht im Dezember 2023.

Die Weltwirtschaft hat im Jahr 2023 um 3,9 % (Vorjahr 3,5 %) verhalten zugelegt. Einen Schub gab es aus den Vereinigten Staaten. Die US-Wirtschaft expandierte 2023 insgesamt überraschend stark um 2,5 % (Vorjahr 1,9 %). Während in den Schwellenländern der BIP- Anstieg 5,3 % (Vorjahr 3,8 %) betrug, konnte das Wirtschaftswachstum in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften lediglich um 1,7 % (Vorjahr 2,5 %) wachsen. Die europäische Wirtschaft trat mit einem Wirtschaftswachstum von 0,5 % (Vorjahr 3,4 %) auf der Stelle.

In Deutschland ging das BIP im Jahr 2023 aufgrund der schwachen Nachfrage aus dem In- und Ausland sogar um 0,3 % zurück. Im Vorjahr gab es noch einen Anstieg von 1,8 %. Obwohl die Verbraucherpreise seit Anfang 2023 insbesondere wegen rückläufiger Energiepreise fast durchgehend weniger zulegten, lag die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt noch bei 5,9 % (Vorjahr 8,7 %). Der leichte Anstieg der Reallöhne im Jahresverlauf konnte die vorangegangenen Kaufkraftverluste der Verbraucher nicht ausgleichen. Die Einkommens- und die Preisentwicklung führten zur anhaltenden Verunsicherung, was die Kauflaune trübte und den privaten Konsum im Gesamtjahr 2023 deutlich sinken ließ. Die steigenden Nominalzinsen setzen zudem Sparanreize, wodurch die sich ohnehin hohe Sparquote noch erhöhte. Trotz der konjunkturellen Schwächephase erreichte die Beschäftigung mit jahresdurchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen einen Höchststand. 2

2 Vgl. DIW Wochenbericht 10/2024.

b) Was das für die dedicom bedeutet (branchenbezogene Rahmenbedingungen)

Der Markt für Informationstechnik (IT) hat im Jahr 2023 entsprechend den Zahlen des Branchenverbands Bitkom trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ein Gesamtvolumen von 142,9 Mrd. € erreicht. Das entspricht einem Wachstum von 2,2 % (Vorjahr 8,7 %). Aufgrund der Schwäche im PC-Markt und der Kaufzurückhaltung vieler Kunden ging das Volumen beim Hardwaregeschäft um 5,4 % zurück. Die Serviceumsätze konnten hingegen mit einem Plus von 5,1 % zulegen. Der Branchenverband Bitkom gibt das Volumen des Markts für Telekommunikation mit 72,1 Mrd. € an. Gegenüber dem Vorjahr wuchs dieses Marktsegment um 1,7 % (Vorjahr 3,4 %). 3

3 Vgl. bitkom, IDC, Januar 2024.

Der bitkom-ifo-Digitalindex, ein Indikator für die konjunkturelle Entwicklung der Digitalwirtschaft in Deutschland, der sich aus der Einschätzung von Geschäftslage und Geschäftserwartung berechnet, erreichte im Oktober 2022 einen Stand von 8,3 Punkten. Aufgrund der verbesserten Geschäftserwartung lag der Index im März 2023 bei 25,1 Punkten und verzeichnete damit den besten Wert seit Juni 2022. Zum Ende des dritten Quartals 2023 fiel der Digitalindex auf 6,2 Punkte zurück und damit unter den Wert vom September 2022 von 7,5 Punkten, was auf dem verschlechterten Geschäftsklima und der schwächeren Geschäftserwartung beruht. 4 Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft bewegt sich die IT-Branche weiterhin auf deutlich höherem Niveau. So gab das ifo Geschäftsklima in Deutschland bis zum September 2023 nach.

4 Vgl. bitkom, bitkom-ifo-Digitalindex Archiv, September 2023.

Der GfK-Konsumklimaindex, der sich aus der Verbraucherstimmung in Deutschland errechnet, verbesserte sich von -40,1 Punkten zum Dezember 2022 auf -25,6 Punkte im September 2023 5 und spiegelt eine verbessere Verbraucherstimmung wider. Ursächlich waren eine verbesserte Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie Zuwächse bei der Anschaffungsneigung. Allerdings bremste ein zinsbedingter Anstieg der Sparneigung das Konsumklima. 6

5 Vgl. statista, GFK-Koonsumklima-Index für Deutschland bis Juni 2024.

6 Vgl. GfK, Presseinformation zum Konsumklima vom 27.09.2023.

c) Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2022/2023 konnte die dedicom trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen ein erfolgreiches Jahr verzeichnen, was teilweise auf Aufholeffekte nach dem herausfordernden Geschäftsjahr 2021/2022 zurückzuführen ist. Unser attraktives und passgenaues Angebot für Kunden und Kundinnen bildet die Grundlage unseres erfolgreichen Geschäftsmodells.

Durch die Verschmelzung der Palmato GmbH, Buseck, (im Folgenden: Palmato) mit Wirkung zum 1. Oktober 2022, konnte die dedicom die Entwicklungsfähigkeiten der Palmato in das Unternehmen integrieren. Dies führte zu einem Anstieg der Mitarbeitendenzahl und damit verbundenen höheren Personalkosten. Diese Investition in personelle Ressourcen stärkt jedoch unsere Innovationskraft und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.

d) Lage und finanzielle Leistungsindikatoren

Als relevante Steuerungsgrößen für die wirtschaftlichen Ziele, und damit als finanzielle Leistungsindikatoren, haben wir für die Entwicklung unserer Gesellschaft Umsatz und EBIT 7 definiert. Weitere wichtige Kennzahlen sind Rohertrag 8 , EBITDA 9 , Cashflow 10 sowie Working Capital. 11 Kunden- und Mitarbeiterbelangen als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren räumt die dedicom einen sehr hohen Stellenwert ein, allerdings werden diese Indikatoren (noch) nicht unmittelbar in den Unternehmenssteuerungsprozess einbezogen.

7 EBIT = Periodenergebnis + Ertragsteuern + Finanzergebnis.

8 Rohertrag = Gesamtleistung (Umsatzerlöse + sonstige betriebliche Erträge) abzüglich Materialaufwendungen/Aufwendungen für bezogene Leistungen.

9 EBITDA = Periodenergebnis + Ertragsteuern + Finanzergebnis + Abschreibungen.

10 Cashflow = Saldo aus Einzahlungen und Auszahlungen einer Periode aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit.

11 Working Capital = kurzfristiges Umlaufvermögen abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten.

Ertragslage

Die dedicom konnte im Geschäftsjahr 2022/2023 gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Umsatzsteigerung um T€ 22.418 bzw. 30 % auf T€ 96.960 verzeichnen. Ursächlich hierfür waren Nachholeffekte bei den Kunden im ersten Quartal 2022/2023 sowie die Realisierung von neuen Projekten im gesamten Geschäftsjahr. Der Rohertrag konnte um T€ 3.556 bzw. 37 % auf T€ 13.140 überproportional gesteigert werden und macht 14 % (im Vorjahr 13 %) der Gesamtleistung aus.

Die betrieblichen Aufwendungen (ohne Materialaufwand) sind gegenüber dem Vorjahr überproportional um insgesamt T€ 3.155 bzw. 38 % auf T€ 11.386 angestiegen. Größte Werttreiber waren die Personalkosten sowie die Abschreibungen. Die Personalkosten sind durch die Zunahme der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl (um 23 auf 88 Mitarbeiter) um T€ 2.501 bzw. 62 % auf T€ 6.534 angewachsen. Der Anstieg der Abschreibungen um T€ 430 bzw. 30 % ist ebenfalls deutlich. Diese Zunahme ist im Wesentlichen durch die Abschreibung von unfertigen Leistungen (T€ 315), die im Rahmen der Verschmelzung von der Palmato auf die dedicom übertragen worden sind, sowie durch Investitionen bedingt. Aufgrund der Anmietung zusätzlicher Räumlichkeiten und des umsatzbedingten Anstiegs der Frachtkosten haben die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 225 bzw. 8 % auf T€ 3.012 zugenommen.

Das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) hat sich um T€ 401 verbessert und beträgt T€ 1.754 nach T€ 1.353 im Vorjahr.

Das Ergebnis nach Steuern ist um T€ 282 bzw. 31 % höher als im Vorjahr und beträgt T€ 1.174.

Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat infolge des Working Capital Managements im Geschäftsjahr 2022/2023 um T€ 1.946 auf T€ 2.636 deutlich zugenommen.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug T€ 498 nach T€ 2.028 im Vorjahr. Diese deutliche Reduktion ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass infolge der Verschmelzung der Palmato die dedicom die Entwicklung der eigenen Unternehmenssoftware selbst fortgeführt hat.

Ausschüttungsbedingt beträgt der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit T€ 624.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, der reduzierte Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit, der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit sowie die verschmelzungsbedingte Übernahme von Finanzmitteln in Höhe von T€1.970 führten zu einem gegenüber dem Vorjahr um T€ 3.483 bzw. 91 % auf T€ 7.312 merklich angewachsenen Finanzmittelfonds. Dieser spiegelt die finanzielle Unabhängigkeit unserer Gesellschaft wider.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der dedicom steht nach Einschätzung der Geschäftsführung trotz hohem Wachstum für wirtschaftliche Solidität und finanzielle Unabhängigkeit.

Das langfristige Vermögen unserer Gesellschaft hat gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.770 bzw. 47 % auf T€ 1.969 abgenommen und macht nunmehr 16 % (i. Vj. 34 %) des Gesamtvermögens aus. Gründe hierfür sind, dass die dedicom ab dem Geschäftsjahr 2022/2023 die Unternehmenssoftware selbst fortentwickelt hat und entsprechend die Investitionen in das Anlagevermögen gegenüber dem Vorjahr reduziert sind (vgl. oben) und die Abschreibungen vergangenheitsbedingt hoch sind. Demgegenüber konnte das kurzfristige Vermögen um T€ 3.290 bzw. 46 % auf T€ 10.403 aufgebaut werden. Dabei stand dem Abbau des Vorratsbestands um T€ 946 auf T€ 185 ein deutlicher Aufbau sonstiger Vermögensgegenstände um T€ 673 gegenüber, die insbesondere Steuererstattungsansprüche betreffen. Zusätzlich konnten die liquiden Mittel um T€ 3.483 auf T€ 7.312 aufgebaut werden (vgl. oben).

Die kurzfristigen Schuldposten lagen mit T€ 2.482 nahezu auf Vorjahresniveau (T€ 2.499) und machen 20 % (i. Vj. 23 %) des Gesamtkapitals aus. Die Eigenkapitalquote ist mit 80 % (i. Vj. 77 %) nochmals angewachsen und damit komfortabel. Die Eigenkapitalrentabilität ist mit 12 % gegenüber dem Vorjahr verbessert.

Das Working Capital ist um T€ 3.308 bzw. 72 % angewachsen und beträgt nunmehr T€ 7.921 und spiegelt die überaus positive Liquiditätslage wider.

Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2022/2023 stellt sich die Ertrags-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft sehr positiv dar, wie auch die hohe Eigenkapitalquote zeigt. Die dedicom erzielte einen Umsatzanstieg um 30 % auf T€ 96.960, EBITDA bzw. EBIT liegen mit T€ 3.594 bzw. mit T€ 1.754 jeweils um 30 % über dem Vorjahreswert, der Cashflow ist um T€ 2.851 auf T€ 1.513 und das Working Capital ist um 72 % auf T€ 7.921 angewachsen. Die Geschäftsführung bewertet die Entwicklung der dedicom, die über der Vorjahresprognose lag, als sehr zufriedenstellend und beabsichtigt, die positive Entwicklung weiterhin sicherzustellen.

III. Chancen- und Risikobericht

a) Chancen- und Risikomanagement allgemein

Die Geschäftstätigkeit der dedicom ist wie jede unternehmerische Aktivität mit Chancen und Risiken verbunden, deren Eintritt sich auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken kann. Das Chancen- und Risikomanagement legt den Grundstein, Möglichkeiten für profitables Wachstum genauso wie die damit verbundenen Gefahren frühzeitig zu erkennen, zu analysieren, zu bewerten und mit diesen adäquat umzugehen.

Das Chancenmanagementsystem der dedicom ist an das Risikomanagementsystem angelehnt. Ziel des Chancenmanagements ist es, die im Rahmen der Geschäftstätigkeit durch positive Entwicklungen mögliche Chancen frühzeitig zu erkennen und diese durch geeignete Maßnahmen möglichst optimal für das Unternehmen zu nutzen. Durch das Ergreifen von Chancen sollen die geplanten Ziele abgesichert oder übertroffen werden.

Das etablierte, schlank aufgebaute Chancenmanagement der dedicom leitet sich im Wesentlichen von der Strategie in den Geschäftssegmenten MPP und COPE und deren Zielen ab.

Verantwortlich für das frühzeitige und kontinuierliche Identifizieren, Bewerten und Steuern von Chancen sind in erster Linie die Unternehmensführung sowie die agilen Organisationseinheiten. Die Unternehmensführung der dedicom beschäftigt sich auf Basis von Markt- und Wettbewerbsanalysen mit den kritischen Erfolgsfaktoren, diskutiert diese zusammen mit den engsten Partnerinnen und Partnern und leitet konkrete Chancenpotentiale für die verschiedenen Geschäftssegmente ab. Diese werden dann im Team diskutiert und entsprechende Maßnahmen und Ziele zur Nutzung der Chancen vereinbart.

Grundlegendes Ziel des Risikomanagements ist gemäß dem Vorsorgeprinzip die langfristige und nachhaltige Existenzsicherung des Unternehmens.

Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Informations- und Kommunikationsabläufe innerhalb der agilen Organisationseinheiten mit dem Ziel, mögliche Risiken zu erkennen, zu analysieren und auf eintretende Risiken frühzeitig reagieren zu können. Darüber hinaus setzt die dedicom auch in der eigenen Unternehmenskultur auf Partizipation der Mitarbeitenden, um Prozesse und Produkte multiperspektivisch zu treiben.

Entsprechend dem Geschäftszyklus wird die Risikolage vierteljährlich evaluiert.

Es ist die feste Überzeugung der Unternehmensführung, dass es nicht die Aufgabe des Risikomanagements ist, alle Risiken zu vermeiden, sondern Risiken auf ein akzeptables Maß zu begrenzen, bestmöglich zu kontrollieren und so die mit Risiken verbundenen Chancen angemessen auszunutzen. Das Risikomanagement der dedicom erwächst aus der Unternehmenskultur, den Unternehmensgrundsätzen, den Führungsleitlinien und den strategischen Zielen und ist in der kulturellen Prägung des Unternehmens verankert.

b) Das interne Kontrollsystem der dedicom

Entsprechend dem organisatorischen Aufbau sind Aufgaben und Verantwortlichkeiten zwischen den agilen Organisationseinheiten und dem Führungsteam aufgeteilt. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) der dedicom regelt die Vermeidung oder Reduzierung von Risiken auf operativer Ebene durch den Einsatz von Kontrollinstrumenten.

Ziele des IKS sind die Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit, die Sicherung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung. Es soll gewährleisten, dass die Rechnungslegung im Einklang mit den gesetzlichen Regelungen, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung sowie den internen Vorgaben erfolgt.

Die Ausgestaltung und Sicherstellung der Wirksamkeit des IKS liegt im Ermessen sowie in der Verantwortung der Geschäftsführung.

Unterstützt werden soll das IKS durch das in Aufbau befindliche Tax Compliance Management System. Die Aufstellung des Jahresabschlusses der dedicom erfolgt nach den handelsrechtlichen Vorschriften des HGB. Zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen und einheitlichen Rechnungslegung gelten die Grundprinzipien der Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip sowie IT- Zugriffskonzepte zur Vermeidung von nichtberechtigten Zugriffen auf rechnungslegungsbezogene Daten.

c) Chancen

Die Internet- und Telekommunikations-Branche bietet weiterhin enormes Wachstumspotential. Auch die Herausforderungen, verursacht durch die COVID-19 Pandemie, konnten diesen Trend nicht unterbrechen. Im Gegenteil: Homeoffice- und Homeschooling-Arbeitsplätze sind die relevanten Wachstumstreiber der Branche. Und auch das Bedürfnis nach niederschwelligem Zugang zu aktueller Technologie nimmt damit einhergehend zu:

Der demografische Wandel und der damit einhergehen Fachkräftemangel gekoppelt mit dem weiterhin hohen Digitalisierungsdruck erfordert von den Unternehmen in Deutschland und Europa zunehmend eine Fokussierung auf eine nachhaltige Weiterbildung der bestehenden Mitarbeitenden.

Darüber hinaus müssen Unternehmen potenziellen Bewerber:innen attraktive, individuelle und nachhaltige technische Angebote machen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Lebenslanges Lernen und die digitale Teilhabe etablieren sich also sowohl gesellschaftlich und politisch als auch im Umfeld von Unternehmen als Grundlage und Chance für eine aktive Gestaltung der Zukunft.

Technologische Sprünge in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Augmented bzw. Virtual Reality oder neue Datenübertragungsstandards generieren eine Nachfrage nach IT-Technologie, die immer auf dem aktuellen Stand ist.

Konkret übertragen auf einzelne relevante Segmente bedeutet das für die dedicom:

Markt und Wettbewerb

Der Trend zu Digitalisierung und Cloudifizierung der IT-Systeme, im privaten wie auch betrieblichen Umfeld, hält an. Die COVID-19 Pandemie hat erheblichen Nachholbedarf offengelegt und ein neues Bewusstsein für die Wichtigkeit der digitalen Teilhabe im schulischen, beruflichen und privaten Umfeld geschaffen.

Wachsende Bedürfnisse und steigende Anforderungen werden auch zukünftig regelmäßige Erneuerungen privater und betrieblicher IT-Geräte notwendig machen.

Kundinnen und Kunden

Unser derzeitiger Kundenstamm ist geprägt von sehr großen Unternehmen mit über 100.000 Mitarbeitenden, über große und mittlere Unternehmen mit 1.000 bis 6.000 Mitarbeitenden, bis hin zu vielen kleineren Unternehmen, wobei hier die meisten über eine Verbandsstruktur angebunden sind. Diese Mischung erlaubt eine breite Risikostreuung, die sich auch während der COVID-19 Pandemie als stabil und belastbar gezeigt hat.

Wachstumsfelder sind in allen Unternehmensgrößen vorhanden - das breite Wachstumsfeld der großen Unternehmen liegt auch zukünftig im Akquise-Fokus.

Partner:innen (Distributor:innen, Lieferant:innen und Hersteller:innen)

Die dedicom arbeitet auf menschlicher und operativer Seite eng mit ihren Partner:innen zusammen, um die jeweiligen, teils spezifischen Anforderungen und Prozesse gemeinschaftlich umzusetzen. Als Mitglied eines Ökosystems sind wir der Auffassung, dass ein gemeinsames Ziel, auf das sich alle Verpartnerten auf Augenhöhe verpflichten und wertschätzend miteinander umgehen, die besten Voraussetzungen für das gemeinsame Erreichen der Ziele darstellt.

Aufgrund der vertrauenswürdigen Zusammenarbeit und der offenen Kommunikation erhält die dedicom regelmäßig steigende Warenkreditvolumen, so dass der operative Cashflow und das Wachstum ohne Fremdmittel geleistet werden konnten.

Viele Partner:innen sind gleichzeitig Kunde oder Kundin der dedicom.

Unternehmensorganisation

Um als Organisation schneller und flexibler auf die komplexeren Anforderungen des Marktes und zum Wohle und Nutzen unserer Kundinnen und Kunden zu reagieren, verfolgen und verstärken wir weiterhin unsere bestehende Transition zu dezentralen, selbstwirksamen und dynamikrobusten Teams.

Innerhalb eines Teams steht der Mensch mit seinen persönlichen Stärken und seiner Motivation im Mittelpunkt. Denn Kreativität und Freiraum sind notwendige Voraussetzung, um den Kunden den optimalen Nutzen auch in einer sich verändernden Welt bieten zu können.

Mitarbeitende

Die mitarbeitenden Menschen spielen im Geschäftsmodell der dedicom eine zentrale Rolle.

Daher sind eine positive Unternehmenskultur, die Attraktivität des Arbeitsplatzes sowie die langfristige Bindung der Mitarbeitenden an das Unternehmen wichtige Faktoren für das Geschäftsmodell. Über ein gezieltes Employer-Branding positioniert sich die dedicom zudem als attraktive Arbeitgeberin.

Der begrenzten Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal begegnet die dedicom beispielsweise damit, Werkstudentinnen und -studenten über das Studium hinaus Chancen zu bieten, das duale Studium anzubieten oder Fachkräfte selbst auszubilden und so zukünftigen Bedarf zu decken.

Darüber hinaus investiert die dedicom stark in die berufliche und persönliche Weiterentwicklung, versucht durch attraktive Angebote an Entwicklungsmöglichkeiten die Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu erhöhen und diese langfristig an das Unternehmen zu binden.

Nachhaltigkeit

Versand und Gebrauch von IT-Geräten verbrauchen unbestritten Ressourcen der Erde. Die dedicom nimmt diese Verantwortung ernst und hat deshalb eine interne Sustainability-Initiative ins Leben gerufen, und einen eigenen Sustainability-Beauftragten benannt. Diese Initiative führt eine umfassende Bestandsanalyse durch und entwickelt langfristige Nachhaltigkeitsmaßnahmen, um den langfristigen Erfolg der dedicom zu sichern.

Was wir in Sachen Nachhaltigkeit konkret tun:

Wir haben uns mit dem "aer" für ein neues Office entschieden, das als ein besonders nachhaltiges Gebäude in München gilt. Das ehemalige Allianz-Objekt wurde kernsaniert und nach höchsten und innovativsten ökologischen Standards ausgebaut.

Wir haben die für uns notwendigen Rechenzentrumsleistung bereits auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen umgestellt.

Darüber hinaus erhalten Mitarbeitende Jobtickets mit vollem Zuschuss, um möglichst viele Strecken öffentlich zurücklegen zu können. Die Fokussierung soll weiterhin den CO 2 -Abdruck der gesamten dedicom reduzieren und minimieren.

Darüber sorgt das Geschäftsmodell im Sinne der Kreislaufwirtschaft für eine sinnvolle Nutzung der eingesetzten Ressourcen. Mit Ende der vereinbarten Nutzungsdauer werden die Geräte bei Rückgabe in eine Zweitnutzung überführt, von den Endkundinnen und -kunden noch weiter genutzt oder falls notwendig weitestgehend recycelt.

d) Risiken

Konjunkturelle und geopolitische Risiken

Hier verweisen wir auf den Prognosebericht.

Branchenrisiken

Hier verweisen wir auf den Prognosebericht.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Zu möglichen finanzwirtschaftlichen Risiken gehören insbesondere Liquiditäts-, Ausfall-, Zins- und Währungsrisiken. Die dedicom ist ausschließlich innenfinanziert und verfügt über entsprechende Liquiditätsreserven. Flankiert wird die Innenfinanzierung durch Kreditlinien bei den Lieferanten und Lieferantinnen sowie kurzfristige Zahlungsvereinbarungen mit den wichtigsten Geschäftspartner:innen, die seit Jahren zuverlässig gelebt werden.

Zusätzlich stehen der Gesellschaft Kontokorrentlinien seitens einer Geschäftsbank zur Verfügung. Um Liquiditätsrisiken zu reduzieren, wird eine Liquiditätsplanung für den Prognosezeitraum erstellt, werden Einnahmen- und Ausgabenströme ständig überwacht und wird in den umsatzstärksten Geschäftszyklen die kurzfristige Liquidität täglich festgestellt. Das Ausfallrisiko einzelner Kreditgeber und Zinsänderungsrisiken und damit nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sind daher als gering einzuschätzen.

Das Ausfallrisiko bei Forderung von Kundinnen und Kunden und infolge Liquiditätsrisiken sind grundsätzlich gegeben. Die dedicom begrenzt Ausfallrisiken durch die geschäftsmodellbedingte limitierte Auswahl der Kundinnen und Kunden bzw. durch Vorfinanzierung. Außerdem wird durch ein adäquates Debitorenmanagement sowie über Warenkreditversicherungen das Forderungsausfallrisiko reduziert. Das Ausfallrisiko und damit nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sind daher als gering einzuschätzen.

Die dedicom unterliegt grundsätzlich auf dem Schweizer Markt einem gewissen Währungsrisiko. Da auf diesem Markt sowohl Eingangs- als auch Ausgangsleistungen in Schweizer Franken fakturiert werden, sind das Währungsrisiko und damit nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage als gering zu bewerten.

Operative Risiken

Die Geschäftstätigkeit der dedicom ist in hohem Maße durch das Chancen- und Risikoprofil der Gesellschaft bestimmt. Es ergeben sich insbesondere Risiken auf der Beschaffungsseite.

Die dedicom bezieht die Waren von namhaften Distributoren und Distributorinnen. Preisschwankungen auf den Beschaffungsmärkten sowie mangelnde Verfügbarkeit der Ware gehören daher zu den möglichen Beschaffungsrisiken. Dem steuert die dedicom durch ein enges Netzwerk, mit Monitoring und regelmäßigen Gesprächen mit Lieferantinnen und Lieferanten sowie strategischen Partnerschaften entgegen. Das Risiko aus Lieferengpässen bei den Distributoren und Distributorinnen und damit nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage stufen wir als hoch ein.

Mitarbeitende

Die Mitarbeitenden der dedicom sind der wesentliche Erfolgsfaktor. Deshalb ist es für das Wachstum des Unternehmens von enormer Bedeutung, Mitarbeitende langfristig zu binden und neue Mitarbeitende zu akquirieren. Zu den größeren Personalrisiken zählen daher zum einen der Fachkräftemangel und zum anderen die Fluktuation von qualifizierten Mitarbeitenden mit dem verbundenen Know-how Verlust und einem Vertrauensverlust gegenüber Lieferantinnen und Lieferanten sowie Kundinnen und Kunden. Für die dedicom steht daher die Mitarbeitenden-Zufriedenheit im Fokus. Wir arbeiten fortlaufend an einem positiv wahrgenommenen Arbeitsumfeld mithilfe von Gesundheitsförderung, persönlichen Weiterentwicklungsmöglichkeiten sowie Fort- und Weiterbildungen im Vordergrund der Personalarbeit. Zusätzlich versucht die dedicom vorsorglich Personal aufzubauen.

Unser Zielbild sind dezentrale, selbstwirksame Teams, die unterstützt durch Zugang zu aktueller Technologie und weiterbildende Maßnahmen in der Lage sind, die zukünftig notwendigen Fähigkeiten und Kompetenzen auf- und auszubauen.

Insgesamt wird Personalretention als mittleres Risiko eingeschätzt mit den entsprechenden nachteiligen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage.

IT-Risiken

Durch die vollständige Digitalisierung sind bei der dedicom sämtliche Geschäftsprozesse sehr eng mit IT-Systemen und IT-Anwendungen verknüpft. Hieraus ergeben sich verschiedene Risiken insbesondere für MPP-Plattformen, Auftragsabwicklung, Warenwirtschaft, Finanzbuchhaltung, Controlling, Telefonie-Anwendungen sowie diverse Softwareapplikationen.

Um diesen Risiken zu begegnen, arbeitet die dedicom ständig und parallel zu laufenden Geschäftsprozessen daran, innerhalb der internen IT die Voraussetzungen zu schaffen, dass solche mit dem Betrieb von IT immanenten Risiken eingedämmt werden. Hierzu gehören insbesondere die fortlaufenden Investitionen in die IT-Sicherheit, die permanente Fortentwicklung und Aktualisierung der Unternehmensplattform, das ausgelagerte Webhosting auf sehr hohem Sicherheitsstandard und geringem Ausfallrisiko, sowie der Personalaufbau mit Professionals. Den Risikoeintritt schätzen wir mit mittlerer Wahrscheinlichkeit ein mit den entsprechenden nachteiligen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage.

Ein weiteres IT-Risiko ist die Zunahme von Cyberkriminalität sowie die daraus resultierenden wirtschaftlichen Schäden und Störungen. So können Dritte versuchen, unberechtigte Zugriffe auf vertrauliche Informationen und Daten oder die Systeme selbst zu erlangen und diese möglicherweise auch über einen längeren Zeitraum stillzulegen. Darüber hinaus können solche Systeme sowie Daten durch Malware gesperrt, beschädigt oder zerstört werden. Weitere Risiken bestehen in möglichen Ausfällen bei Rechenzentren oder von Telekommunikationsnetzwerken, die dazu führen, dass Systeme und Netzwerke über eine längere Zeit hinweg nicht einsatzbereit sind.

Um solche Risiken zu reduzieren, werden technische und organisatorische Vorkehrungen getroffen. Hierzu gehören umfassende Sicherungsmaßnahmen sowie permanente Sicherheitstests sowie regelmäßige Schulungsmaßnahmen zur Steigerung des Bewusstseins für die zunehmende Bedrohung durch Cyberkriminalität und die Einrichtung von Notfallplänen.

Die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Schäden durch externe Angriffe sind nur schwer abzuschätzen. Der Risikoeintritt erscheint möglich und insoweit können sich negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz, und Vermögenslage ergeben.

Rechtliche Risiken

Die dedicom sieht sich im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit unterschiedlichen rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu gehören insbesondere Risiken im Bereich Datenschutz, Kaufrecht und Steuerrecht. Die dedicom ist grundsätzlich bestrebt, rechtliche Risiken möglichst gering zu halten und zu kontrollieren. Dennoch können solche Risiken trotz gebotener Sorgfalt nicht ganz ausgeschlossen werden mit den entsprechenden nachteiligen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage.

Gerichtliche und außergerichtliche Rechtsstreitigkeiten werden bei Bedarf durch die interne Rechtsabteilung sowie externe Anwälte unterstützt. Darüber hinaus wird durch entsprechende Rückstellungsdotierung Vorsorge getroffen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit solcher Risiken und damit nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage stufen wir als gering ein.

e) Gesamteinschätzung der Risikosituation

Auf Basis der aktuell zur Verfügung stehenden Informationen sind keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in Kombination den Fortbestand der dedicom gefährden oder seine Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen könnten.

Es ist jedoch grundsätzlich möglich, dass die zukünftige Entwicklung von der heutigen Erwartung der Geschäftsführung abweicht. Die dedicom hat sich im Geschäftsjahr 2021/2022 trotz des unerwarteten Umsatzrückgangs in der zweiten Jahreshälfte behaupten können. Die weitere Entwicklung sowie deren wirtschaftliche Auswirkungen sind aufgrund der aktuellen Verunsicherung auf dem Konsumentenmarkt in ihrer Gesamtheit jedoch nicht vollständig abschätzbar. Das gilt gleichermaßen für die Folgen aus der Eskalation des seit Februar 2022 herrschenden Kriegs in der Ukraine.

Die Geschäftsführung ist der festen Überzeugung, die sich bietenden Chancen und Herausforderungen auch zukünftig nutzen zu können, ohne dabei unverhältnismäßig hohe Risiken eingehen zu müssen.

IV. Prognosebericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Entsprechend der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klima ist die Erholung der Weltwirtschaft trotz multipler Krisen erstaunlich widerstandsfähig, auch wenn die steigende Wirtschaftsdynamik nicht auf allen Märkten spürbar ist. Das ifo-Institut geht in seiner Konjunkturprognose vom Juni 2024 davon aus, dass die gesamtwirtschaftliche Produktion der Welt im Jahr 2024 um 2,5 % steigen wird. 12 Das Risiko einer globalen Rezession hat sich verringert, was vor allem auf die Stärke der US-Wirtschaft zurückzuführen ist. In den USA bleibt das Wachstum robust. IWF und OECD erwarten dort ein Wachstum von über 2,1 %, welches weiterhin trotz der restriktiven Geldpolitik durch den privaten Konsum gestützt wird. 13

12 Vgl. ifo Konjunkturprognose Sommer 2024 vom 20. Juni 2024.

13 Vgl. BWMK, Schlaglichter de Wirtschaftspolitik, Monatsbericht März 2024.

Im Euroraum hat sich im ersten Quartal die Konjunktur merklich belebt. Die Inflation ist deutlich zurückgegangen und es ist zu erwarten, dass die Inflation bereits zum Jahresende 2024 unter 2 % sinkt und sich die Konjunktur weiterhin deutlich beschleunigen wird. Dazu trägt bei, dass die Realeinkommen weiter zunehmen und die Lockerung der Geldpolitik sowie das Anziehen des Welthandels die Nachfrage stützen werden. Gleichwohl wird die Dynamik der Export- und Investitionsnachfrage erst gegen Jahresende an Schwung gewinnen.

Das ifo-Institut erwartet, dass sich die deutsche Konjunktur tendenziell weiterhin erholt. Auch wenn entsprechend der ifo Konjunkturumfragen die Lage von den meisten Unternehmen nach wie vor schlecht bewertet wird, hat sich die Stimmung unter den Unternehmen in allen Wirtschaftsbereichen seit Jahresbeginn doch aufgehellt. Ursächlich hierfür sind die allmähliche Verbesserung des Klimas auf den deutschen Absatzmärkten, die damit verbundene Hoffnung auf steigende Neuaufträge im verarbeitenden Gewerbe sowie die sinkenden Energiekosten für Industrieunternehmen, wodurch die Produktion in Deutschland wieder profitabler wird. Die Wirtschaftsleistung wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2024 mit 0,3 % geringfügig schneller als im ersten Quartal 2024 (0,2 %) zulegen. Auf Basis der vorliegenden Konjunkturindikatoren wird der private Konsum zunächst noch stagnieren. Im weiteren Jahresverlauf dürfte die Kaufkraft der privaten Haushalte in Folge der Lohndynamik und des weiteren Rückgangs der Inflation an Stärke gewinnen und die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen sich allmählich erholen. Alles in allem wird in Deutschland für 2024 mit einem Wirtschaftswachstum von 0,4 % gerechnet. 14 Die globalen und multiplen Krisen stellen allerdings ein großes Risiko für die leicht positive Entwicklung dar.

14 Vgl. ifo Konjunkturprognose Sommer 2024 vom 20. Juni 2024.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Für 2024 geht der Branchenverband für die ITK-Branche Bitkom für die Unternehmen der IT und Telekommunikation im deutschen Markt von einem Umsatzplus von 4,3 % auf insgesamt 224,8 Mrd. € aus. Bei der IT-Hardware wird nach einem Umsatzrückgang im vergangenen Jahr wieder ein leichtes Wachstum von 2,8 % auf 53,0 Mrd. € erwartet. So soll nach einem Wachstumsknick die Umsätze mit PCs (+ 1,1 %) und Workstations (+ 2,4 %) leicht ins Plus drehen. Die Integration von KI in der Hardware wird in den kommenden Jahren für zusätzliche Investitionen sorgen. Auch die Umsätze mit Wearables wie Smartwatches sollen wieder merklich zulegen. Starkes Wachstum gibt es voraussichtlich auch im Bereich Infrastructur-as-Service. Der Branchenverband geht weiter davon aus, dass auch der Markt für Telekommunikation in 2024 moderat um insgesamt 2,0 % auf 73,7 Mrd. € wachsen wird und insbesondere das Geschäft mit Endgeräten um 4,3 % zulegen wird. Zwar nutzen die Menschen die Smartphones immer länger, zugleich wächst jedoch die Bereitschaft, Premiumgeräte zu entsprechenden Preisen zu kaufen. 15

15 Bitkom, Presseinformation vom 26. Juni 2024.

Der GFK-Konsumklima-Index für Deutschland lag im Mai 2024 bei einem Wert von -24 Punkten weiterhin auf niedrigem Niveau. Für Juni wird eine weiter Wert von -20,9 Punkten und damit eine weitere Verbesserung der Stimmung der Konsumentinnen und Konsumenten erwartet. 16

16 GFK, Presseinformation vom 29. Mai 2024.

3. Erwartete Entwicklung des Unternehmens

Der nachfolgende Prognosebericht basiert auf dem Forecast 2023. Hinsichtlich des Geschäftsjahres 2023/2024 können die Entwicklung auf den Rohstoff- und Energiemärkten, die anhaltenden Lieferengpässe sowie insbesondere die anhaltend hohe Inflation nicht abschließend bewertet und daher nur eingeschränkt in die aktuelle Prognose der dedicom berücksichtigt werden.

Ungeachtet der aktuellen Lage des Konsumklimas setzt die dedicom den Fokus weiterhin auf die Gewinnung großer Neukundinnen und -kunden. Aufgrund der umfangreich zu leistenden Prozess- und Gremienarbeit beim Onboarding neuer Accounts ist der Abschluss dieses mehrmonatigen Onboarding-Prozesses zeitlich schwer zu prognostizieren. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird eine mäßige Umsatzsteigerung sowie ein moderat wachsendes EBIT erwartet. Wir betrachten den Umsatzeinbruch im Frühjahr 2022 als temporär und erwarten eine annähernde Rückkehr des Bestelleingangs aufgrund des gestiegenen Bewusstseins für die Wichtigkeit der digitalen Teilhabe im schulischen, beruflichen und privaten Umfeld.

Eine weitere signifikante Erhöhung der Anzahl Bestellberechtigter wirkt sich, ungeachtet der aktuellen Situation, mittel- und langfristig positiv auf die Entwicklung der dedicom aus.

Unser Fazit:

Die Erholung nach dem Umsatzeinbruch aufgrund der Corona Pandemie ist stabil.

Parallel hat die Unsicherheit in den multiplen Krisen naturgemäß auch zu einer Verschiebung von geplanten Projektstarts neuer Kundinnen und Kunden geführt.

Unabhängig von diesen aktuellen Einflüssen schätzen wir die Nachfrage nach nachhaltigem Zugang zu aktueller IT-Technologie sowohl für den privaten Bedarf als auch im Unternehmenskontext als stabil ein.

Die Digitalisierung hat den notwendigen Schub bekommen, und lässt sich nicht mehr ausbremsen. Unternehmen, die wettbewerbsfähig bleiben und sich nachhaltig positionieren wollen, um dem Fachkräftemangel offensiv zu begegnen, müssen sich digital aufstellen und ihre Mitarbeitenden befähigen.

Wir sehen sowohl im bestehenden Kreis der Kundinnen und Kunden als auch im Markt herausragende Wachstumschancen und sind fest entschlossen, die digitale Teilhabe weiter voranzutreiben.

 

München, 8. August 2024

dedicom GmbH

Roman Breil

Tobias Wiest

1. Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die dedicom GmbH (vormals: dedicom Deutsche DirektComputer GmbH), München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der dedicom GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der dedicom GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 8. August 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Anton Schreitt, Wirtschaftsprüfer

Martin Kolb, Wirtschaftsprüfer

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