CR Legal Tech GmbH
Selbe AdresseErbringung sonstiger juristischer Dienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claudio Tommaso Raimondo Di Vincenzo seit 16.12.2025 | Geschäftsführer |
Roland Rainer Josef Kölbl seit 29.9.2025 | Geschäftsführer |
Christoph Werner Theodor Bertling seit 14.3.2025 | Geschäftsführer |
Sebastian Schaaps seit 10.10.2024 | Prokura |
Thomas Flentge seit 15.5.2023 | Prokura |
Konrad Walther Rüdiger seit 16.11.2022 | Prokura |
Sophia Boden seit 19.5.2021 | Prokura |
Ingo Friedrich Kretzschmar seit 19.5.2021 | Geschäftsführer |
Astrid Dr. Wagner seit 19.5.2021 | Prokura |
Dirk Skudlarek seit 22.1.2020 | Prokura |
Falk Fischer seit 22.1.2020 | Prokura |
Jan Otto seit 22.1.2020 | Prokura |
Timm Riedl seit 22.1.2020 | Prokura |
Volker Thurner-Meischen seit 22.11.2005 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Dr. H****** H****** J**** F*****Thalia Bücher GmbH+3 | 3.10% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 62.37% | |
| 34.53% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 11.02% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lehmanns Media GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023INHALTSVERZEICHNIS Bestätigungsvermerk 1. Bilanz zum 30. September 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023 4. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023 Allgemeine Auftragsbedingungen Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Lehmanns Media GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lehmanns Media GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lehmanns Media GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen und Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 24. Januar 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Martin Schulz-Danso, Wirtschaftsprüfer Susanne Schaefer, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 30. September 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023I. Allgemeine Angaben Die Lehmanns Media GmbH mit Sitz in Köln ist im Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 12268 eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 bis 256a HGB und den ergänzenden Vorschriften der §§ 264 bis 288 HGB) aufgestellt. Zusätzlich waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Die Zahlen des Jahresabschlusses zum 30. September 2023 sind nur eingeschränkt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar: mit Verschmelzungsvertrag vom 15. August 2023 wurde die Muttergesellschaft Lehmanns Holding GmbH, Hagen, auf ihre Tochtergesellschaft Lehmanns Media GmbH, Köln, rückwirkend zum 1. Juli 2023 ohne Gegenleistung verschmolzen (Downstream-Merger). Es entstand ein Verschmelzungsverlust von EUR 332.475,14, der im Jahresabschluss der Lehmanns Media GmbH zum 30. September 2023 erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet wurde. Darüber hinaus sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die Finanzanlagen von den Verschmelzungsbuchungen betroffen. II. Erläuterungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Den Abschreibungen liegen die jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde. Abonnentenverträge, EDV-Software und Lizenzen werden über einen Zeitraum von drei bis zehn Jahren abgeschrieben. Mietereinbauten werden über einen Zeitraum von drei bis zehn Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der Betriebs- und Geschäftsausstattung betragen drei bis zehn Jahre. Selbstständig nutzungsfähige, bewegliche Anlagengegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis einschließlich EUR 1.000,00, die bis zum Jahr 2020 erworben wurden, werden als Sammelposten linear über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Danach erworbene geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis zu EUR 800,00 im Jahr werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgabe angesetzt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden linear vorgenommen. Vorräte Die Bewertung der Handelswaren (Bücher) erfolgte zu Nettoverkaufspreisen abzüglich im Buchhandel üblicher Abschläge für Handelsspanne und Abwertungen überalterter Bestände. Sonstige Sortimentsbestände und Antiquariatsbestände sind mit Anschaffungskosten abzüglich angemessener Abschläge für Wertminderungen angesetzt. Im Lehmanns-Verlag erschienene Produkte wurden zu Herstellungskosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen sowie einer Pauschalwertberichtigung von 1,0 % der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen angesetzt. Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Passiva Die Rückstellungen für Pensionsanwartschaften und laufende Rentenverpflichtungen sind unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck und unter Anwendung des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,81 % p.a. (Vorjahr: 1,77 % p.a.) bewertet. Der angenommene Rententrend wurde mit 2,2 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit 0 % angenommen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Zinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 27), der nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt ist. Der Wertansatz für die sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle zum Zeitpunkt der Bilanzierung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden soweit erforderlich bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden nur geleistete bzw. erhaltene Zahlungen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen. Latente Steuern Die aufgrund des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht in der Bilanz angesetzten aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 118 beruhen auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Rückstellungen. Der bei der Bewertung verwendete Steuersatz beträgt 15 % für die Gewerbesteuer und 16 % für die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag. Währungsumrechnung Auf ausländische Währung lautende Forderungen, Bankguthaben und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. III. Einzelangaben zu einzelnen Positionen der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 ist dem nachfolgend dargestellten Anlagenspiegel zu entnehmen. 2. Finanzanlagen Im Rahmen der Verschmelzung mit der Muttergesellschaft Lehmanns Holding GmbH wurde von dieser die Beteiligung in Höhe von 11,0 % an der SciFlow GmbH, Berlin, in das Finanzanlagevermögen übernommen. 3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen mit TEUR 9.645 auf Ansprüche gegen die neue Gesellschafterin Thalia Bücher GmbH. Diese resultieren in Höhe von TEUR 10.000 (Vorjahr: TEUR 9.000) aus dem Cash Pooling, gegenläufig sind Verbindlichkeiten aus Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 355) eingegangen. Im Vorjahr waren TEUR 278 aus einem kurzfristigen Darlehen gegen die alte Gesellschafterin Lehmanns Holding GmbH enthalten. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 254; Vorjahr: TEUR 102) betreffen ebenfalls Lieferungs- und Leistungsverkehr. 4. Sonstige Vermögensgegenstände Die Sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 2) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 5. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten enthalten zum Referenzkurs der EZB am Bilanzstichtag umgerechnete Fremdwährungsguthaben in Höhe von insgesamt TEUR 263 (Vorjahr: TEUR 224). 6. Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 934; Vorjahr: TEUR 729), zum Bilanzstichtag ausstehende Rechnungen (TEUR 592; Vorjahr: TEUR 417) und für Jahresabschlusskosten einschl. Steuererklärungen (TEUR 56; Vorjahr: TEUR 69). Die Rückstellungen für Personalkosten betreffen hauptsächlich Verpflichtungen aus noch nicht genommenem Urlaub der Mitarbeiter, geleistete Mehrarbeitsstunden, Abfindungszahlungen sowie Verpflichtungen aus Tantieme- und Prämienzahlungen. 7. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten hatten im Vorjahr ebenfalls ausschließlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. IV. Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 323 (Vorjahr: TEUR 38) enthalten. Sie resultieren vor allem aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 281; Vorjahr: TEUR 0) und Eingängen auf ausgebuchte Forderungen (TEUR 31; Vorjahr: TEUR 37). Die Erträge aus Kursdifferenzen betragen TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 188). Das Vorjahr war durch Erträge aus dem Verkauf der Anteile an der Lehmanns Media AG, Hägendorf/ Schweiz in Höhe von TEUR 668 beeinflusst. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Aufwendungen aus Kursdifferenzen betragen TEUR 129 (Vorjahr: TEUR 102). V. Zusätzliche Angaben 1. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 sowie die folgenden Geschäftsjahre ergeben sich voraussichtliche finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und sonstigen langfristigen Verträgen in Höhe von insgesamt TEUR 1.174. 2. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2022/2023 wurden folgende Mitarbeiter beschäftigt:
Darüber hinaus wurden im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2022/2023 12 Auszubildende beschäftigt. 3. Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2022/2023 bestellt: Herr Detlef Büttner, Buchhändler, Köln Herr Ingo Kretzschmar, Chief Executive Officer Thalia Gruppe, Hagen Herr Marcus Droste, Chief Financial Officer Thalia Gruppe, Holzwickede 4. Organbezüge Die an ehemalige Geschäftsführer gezahlten Pensionen betrugen in 2023 TEUR 14. Die für diesen Personenkreis gebildete Rückstellung für Pensionen beträgt am 30. September 2023 TEUR 303. Auf die Angabe der Vergütungen gem. § 285 Nr. 9a und 9b HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 5. Konzernzugehörigkeit Die Lehmanns Media GmbH ist ein Konzernunternehmen der Herder Thalia Gruppe. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Lehmanns Media GmbH werden in den freiwillig nach IFRS-Grundsätzen aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Klio GmbH, Hagen, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird nicht offengelegt. Der Konzernabschluss der Klio GmbH stellt den kleinsten Konsolidierungskreis dar. Die Klio GmbH und ihre Tochtergesellschaften werden in den befreienden gesetzlichen und ebenfalls nach IFRS-Grundsätzen aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Herder Thalia Holding GmbH & Co. KG, Freiburg im Breisgau, einbezogen, die im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht werden. Der Konzernabschluss der Herder Thalia Holding GmbH & Co. KG, Freiburg im Breisgau, stellt den größten Konsolidierungskreis dar. 6. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Die Angaben über das im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar sind im Konzernabschluss der der Herder Thalia Holding GmbH & Co. KG, Freiburg im Breisgau, enthalten. 7. Besondere Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres Besondere Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. 8. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Köln, den 18. Dezember 2023 Detlef Büttner, Geschäftsführer Marcus Droste, Geschäftsführer Ingo Kretzschmar, Geschäftsführer Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens zum 30. September 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/20231. Grundlagen der Gesellschaft Die Lehmanns Media GmbH gehört zu den führenden Fachinformationshändlern im deutschsprachigen Raum (DACH). Die Marktposition wurde in den letzten Jahren durch neue Services und Produkte kontinuierlich ausgebaut. Im b2b-Geschäft unterstützt das Business-Portal "Le2B" den professionellen Medieneinkauf in Wissenschaftlichen Bibliotheken, Krankenhäuser/Kliniken, Unternehmen und der Öffentlichen Hand. "Le2B" organisiert Suche, Einkauf und Nutzung von über 40 Millionen Büchern, 2 Millionen E-Books, 50 Tausend Wissenschaftlichen Zeitschriften, 30 Millionen Abstracts sowie den Zugang zu Datenbanken und Normen. In angepasster Form steht dieses Angebot unseren Endkunden, die in enger Verzahnung mit acht Niederlassungen vertriebskanalübergreifend angesprochen werden, über die Website "lehmanns.de" ebenfalls zur Verfügung. Der Verlag "Lehmanns Media", der Bücher, Skripten und wissenschaftliche Abhandlungen zu Spezialthemen veröffentlicht, rundet das Dienstleistungsspektrum ab. 2. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der seit Februar 2022 stattfindende Krieg in der Ukraine hat zu erheblichen Kostensteigerungen insbesondere im Energiebereich geführt, die sich dann auf fast alle Branchen übertragen haben. Daraus resultierte ein deutlicher Anstieg der Inflationsrate, die im Oktober und November 2022 mit 8,8% ihren Höhepunkt markierte. In der Folge wurden die Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB) in einer vorher nicht gekannten Geschwindigkeit sukzessive von 0,0% (Mitte 2022) auf 4,50% (20. September 2023) erhöht. Die damit gestiegenen Finanzierungskosten trugen ebenfalls zur inflationären Entwicklung bei und bremsen gegenwärtig gleichzeitig die konjunkturelle Entwicklung. Zudem hat sich der Welthandel deutlich schwächer entwickelt als erwartet, nicht zuletzt auch durch die wirtschaftliche Abschwächung in China. Es wird erwartet, dass die deutsche Wirtschaftsleistung nach einem weiteren schwachen dritten Quartal 2023 zur Jahreswende wieder an Dynamik gewinnt. Hier sollte insbesondere der private Konsum aufgrund von Lohnerhöhungen, einer guten Beschäftigungssituation und weniger stark steigender Preise eine wichtige Rolle spielen. Nach einer Inflationsrate von durchschnittlich 6,1% in 2023 wird in 2024 ein Rückgang auf 2,6% erwartet. Für den Jahresdurchschnitt 2025 wird mit der Rückkehr zum EZB-Zielwert von 2,0% gerechnet. Insgesamt wird für 2023 ein Rückgang des preisbereinigten deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,4% prognostiziert, in den beiden kommenden Jahren sollen jedoch wieder Wachstumsraten von 1,3% (2024) und 1,5% (2025) erreicht werden. Risiken liegen jedoch in den Unsicherheiten resultierend aus den geopolitischen Konflikten sowie der schwächeren wirtschaftlichen Entwicklung in China und den USA. (Quelle: Bundeswirtschaftsministerium - "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik November 2023 Monatsbericht; Publikation 20. Oktober 2023) Der Ifo-Geschäftsklimaindex war im September 2023 im Vergleich zum Vormonat leicht rückläufig, allerdings nahm der Pessimismus hinsichtlich kommender Monate leicht ab. Im Handel sank die Beurteilung der Geschäftslage weiter im Vergleich zum Vormonat, die Geschäftserwartungen verbesserten sich jedoch leicht. (Quelle: Ifo-Geschäftsklima September 2023 vom 25. September 2023) Auch die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen damit, dass der seit über einem Jahr andauernde Abschwung zum Jahresende abklingt und die Auslastung der Wirtschaft im Verlauf des nächsten Jahres wieder steigen wird. Das BIP wird voraussichtlich im laufenden Kalenderjahr 2023 um 0,6% schrumpfen. Für das Jahr 2024 wird ein BIP von 1,3% prognostiziert. (Quelle: Gemeinschaftsdiagnose 2/2023 vom 28. September 2023) Der Sachverständigenrat erwartet für 2023 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,4% und für 2024 ein Wachstum von 0,7%. Aufgrund von steigenden Realeinkommen sollte sich der private Konsum in 2024 jedoch wieder beleben. Im Laufe des Jahres 2023 hat die Inflation deutlich abgenommen. Der Sachverständigenrat erwartet im laufenden Kalenderjahr 2023 eine Inflationsrate von 6,1% und für das Jahr 2024 werden 2,6% prognostiziert. (Quelle: Sachverständigenrat Pressemitteilung 8. November 2023) Der deutsche Gesamtbuchhandel (stationär und online) hat im Jahresverlauf 2022 einen Umsatzrückgang von 2,1% gegenüber dem Vorjahr hinnehmen müssen. Diese Entwicklung beruhte auf den rückläufigen Verkaufszahlen (-3,0%), während die erzielten Preise leicht um 0,9% gesteigert werden konnten. Auch im Vergleich zu 2019, dem letzten vollen Jahr ohne Corona-Einflüsse, sank der Umsatz insgesamt in 2022 um 1,3%. Allerdings basierte diese Entwicklung allein auf niedrigeren Mengen (-6,7%), die von dem erzielten Preisanstieg in Höhe von 5,7% nicht kompensiert werden konnten. Im stationären Buchhandel ist der Umsatz im Kalenderjahr 2022 um 4,8% gegenüber dem Vorjahr gestiegen, bei unveränderten Preisen. (Quelle: buchreport.express Nr. 1/2023) Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels schätzt den Gesamtumsatz der Buchbranche im Jahr 2022 auf 9.444 Mio. Euro, ein Rückgang von 1,9% im Vergleich zum Vorjahr. Die Anzahl der Buchkäufer zeigte sich im vierten Jahr in Folge rückläufig (25,8 Mio.; -5,2%), im Vergleich zu den Vorjahren mit einer höheren Dynamik. 41,9% dieses Umsatzes wurden im Sortimentsbuchhandel erzielt (+5,0%), während der Internetbuchhandel mit einem Anteil von 24,1% rückläufig war (-12,6%). Das Direktgeschäft der Verlage konnte gegenüber dem Vorjahr zulegen mit einem Anteil von 23,0% (Vorjahr 21,7%). Der E-Book Anteil lag mit 6,0% am Gesamtumsatz leicht über dem Vorjahr (5,7%). Bei Hörbüchern bestätigte sich der Trend zur digitalen Ausgabe zu Lasten des physischen Hörbuchs, die Anzahl der Downloads stieg um 17,9%, das Streaming um 23,6% zum Vorjahr. (Quelle: Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Präsentation 5.7.2023) Obwohl im Jahresverlauf 2023 (Januar bis einschließlich September 2023) der Höhepunkt der Inflation überschritten wurde, blieb die Konsumstimmung schwach aufgrund von reduzierten Budgets der Konsumenten. Zudem belasteten nicht nur der anhaltende Krieg in der Ukraine, sondern auch andere Krisen die konjunkturelle Entwicklung. Insgesamt wurde im deutschen Gesamtmarkt in den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 ein Umsatzzuwachs von 4% erzielt, (Preise +5,1%, Absatz -1,1%). Während der stationäre Buchhandel von Januar bis September 2023 um 5,2% an Umsatz gegenüber Vorjahr zulegen konnte (Preise 0,0%, Absatz +5,2%), verlor der Onlinebuchhandel an Umsatz gegenüber diesem Vorjahreszeitraum. (Quelle: buchreport.express Nr. 40/2023) Das im Rahmen einer Markt-Media-Studie untersuchte Freizeitverhalten in Deutschland bestätigt mit einer weiter deutlich zunehmenden Onlinenutzung den Trend der Vorjahre. Das Internet als Informations- und Freizeitmedium hat sich in der Mediennutzung auf Platz 2 hinter dem Fernsehen etabliert, welches schon im dritten Jahr in Folge sinkende Beliebtheitswerte in der Mediennutzung aufweist und seinen Zenit vermutlich überschritten hat. Das Thema "Buch lesen" steht bei den Freizeitbeschäftigungen nach wie vor an 13. Stelle, dabei ist der Anteil der Vielleser (mehrmals pro Woche) mit 21,5% der Befragten genauso hoch wie der der Nichtleser (nie). Beim Kaufverhalten zeigt sich, dass in 2022 die Anzahl der Buchkäufer weiter rückläufig ist. Allerdings hat sich der Trend, dass insbesondere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 10 und 29 Jahren mehr lesen fortgesetzt. In diesen Altersgruppen ist die durchschnittliche Zahl der jährlich erworbenen Bücher weiter gestiegen, nicht zuletzt durch Empfehlungen auf Social Media (insbesondere BookTok). Frauen greifen zudem wesentlich häufiger zum Buch als Männer. (Quelle: best for planning 2022 in "Buch und Buchhandel in Zahlen 2023", GfK Consumer Panel Media Scope Buch) Der E-Book Markt setzt sein Wachstum der Vorjahre fort und hat einen Zuwachs von 3,3% und damit einen Umsatzanteil von 7,9% des Gesamtmarktes im ersten Halbjahr 2023 erreicht. Insgesamt wurden etwa 22,1 Mio. E-Books verkauft (+6,1% ggü. Vj.), allerdings von weniger Käufer*innen (-7,0%). Somit stieg die Kaufintensität pro Kopf. (Quelle: Börsenverein des Dt. Buchhandels Pressemeldung 25.09.2023) Im Buchhandel insgesamt bestätigte sich der langfristige Konsolidierungstrend: die Zahl der beim Börsenverein des deutschen Buchhandels als Mitglieder gelisteten Buchhändler sank im vergangenen Jahr weiter um 1,1%, allerdings verlangsamte sich dieser Trend deutlich im Vergleich zu den Vorjahren. (Quelle: Buch und Buchhandel in Zahlen 2023, Börsenverein des Dt. Buchhandels) b. Darstellung des Geschäftsverlaufs Der Digitalisierungsschub der Pandemie-Jahre hat auf Kundenseite zu einem "neuen Normal" geführt, das Home-Office, Online-Lernen, Webinare und E-Commerce ganz selbstverständlich mit klassischen Formaten wie stationären Arbeitsplätzen, Präsenzveranstaltungen im universitären Umfeld, der Ausrichtung von Fach- und Publikumsmessen sowie dem Einkauf im stationären Handel verbindet. Der Verlauf des Geschäftsjahres 2022/2023 wurde durch die insgesamt herausfordernde gesamtwirtschaftliche Situation geprägt. Der Ukraine-Krieg mit seinen zahlreichen Implikationen hat sich maßgeblich auf unser Geschäft ausgewirkt. Der Inflationsschub zog Kostensteigerungen in nahezu allen Bereich nach sich, die wir - unter anderem auch aufgrund der Preisbindung - in vielen Fällen nicht an die Kunden weitergegeben konnten. Auf Kundenseite wurden - vor allem bei Kunden der Öffentlichen Hand - Mittel für den Medienerwerb gekürzt, um den steigenden Kosten zu begegnen. Auch bei professionellen Endkunden hatten wir aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage Kaufzurückhaltung zu verzeichnen. In der Folge zog dies für uns Einbußen im Bar- und Rechnungsgeschäft mit Bestandskunden bei gleichzeitig steigenden laufenden Kosten für den laufenden Geschäftsbetrieb nach sich. Diesen Einflussfaktoren sind wir mit einer Stärkung des plattformbasierten Rechnungsgeschäft begegnet, mit dem wir weitere Neukunden für uns gewonnen konnten. Darüber hinaus haben wir damit begonnen, schrittweise die Abonnement- und Fortsetzungsbestände der Thalia-Gruppe zu übernehmen. Mit diesem Schritt entlasten wir die Thalia- Organisation von komplexen Geschäftsvorgängen im Fachinformationsgeschäft und stärken auf der anderen Seite unser Kern-Geschäft. In diesem Kontext ist auch die Schließung vier unserer stationären Standorte einzuordnen, deren Sortimente wir an die lokalen Thalia-Filialen übertragen haben. Damit entlastet sich Lehmanns Media von unrentablen Filialen und stärkt mit Shop-in-Shop-Auftritten das Thalia-Filialgeschäft vor Ort. Zur Erhaltung der Fachkompetenz sind einzelne MitarbeiterInnen von Lehmanns Media zu den Thalia-Filialen am Standort gewechselt. Vor diesem Hintergrund konnten wir die Rechnungsumsätze gegenüber dem Vorjahr um 297 TEUR auf 57.064 TEUR steigern. Mit einem Barumsatz i. H. v. 3.387 TEUR liegen wir um 165 TEUR unter dem Vorjahr. Insgesamt konnten wir im Geschäftsjahr ein positives Ergebnis vor Steuern von 1.611 TEUR erzielen. Darin enthalten ist im Geschäftsjahr der Earn-Out und im Vorjahr der Buchgewinn aus dem Verkauf der Lehmanns Media AG, Hägendorf/Schweiz. Der Jahresüberschuss wird auf nachfolgende Rechnung vorgetragen. c. Darstellung der Lage der Gesellschaft i. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 1.130 TEUR auf 24.244 TEUR erhöht. Die Bilanzstruktur hat sich dabei wie folgt verändert:
Wesentliche Verschiebungen der Relationen in der Bilanz haben sich nicht ergeben. ii. Finanzlage Das Eigenkapital wurde durch zwei Faktoren beeinflusst: neben der Erhöhung durch den Vortrag des Jahresüberschusses belastete der Verschmelzungsverlust aus der Verschmelzung der Muttergesellschaft Lehmanns Holding GmbH auf die Lehmanns Media GmbH das Eigenkapital. Insgesamt ergab sich jedoch ein Anstieg i.H.v. 801 TEUR auf 10.521 TEUR. Die Eigenkapitalquote ist gegenüber dem Vorjahr von 42,1% auf 43,4% leicht gestiegen. Die Fremdkapitalquote - ohne Rückstellungen - ist mit 19,0% gegenüber dem Vorjahr mit 20,8% etwas gefallen. Der Cashflow aus dem aktuellen Ergebnis vor Steuern zuzüglich Abschreibungen beträgt 1.802 TEUR in 2022/2023 gegenüber 2.501 TEUR in 2021/22. Der Barmittelbestand hat sich von 1.836 TEUR auf 1.067 TEUR verringert. Die Entwicklung des Barmittelbestandes wird durch den Anschluss an den Cash-Pool der Thalia-Gruppe beeinflusst. Die Investitionen beliefen sich im Geschäftsjahr 2022/2023 auf 83 TEUR und lagen damit um 162 TEUR unter dem Vorjahreswert von 245 TEUR. Die Investitionen betrafen im Wesentlichen IT-Hard- und Software. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über einen inländischen Cash-Pool mit der Thalia Bücher GmbH, Hagen. Der Cash-Pool-Vertrag wurde am 25. Juli 2021 abgeschlossen. iii. Ertragslage Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres belaufen sich auf 60.926 TEUR, nahezu unverändert zum Vorjahr. Der Barumsatz ist aufgrund von Filial-Schließungen um 165 TEUR auf 3.387 TEUR gesunken. Rechnungsumsatz wuchs um 297 TEUR auf nunmehr 57.064 TEUR. Der Materialaufwand hat sich in 2022/2023 um 0,2%-Punkte auf 78,6% bezogen auf die Umsatzerlöse erhöht. Aufgrund der unveränderten Umsatzerlöse und dem ganz leicht gestiegenen Materialaufwand ist der Rohertrag um 128 TEUR auf 13.018 TEUR gefallen. Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr von 6.769 TEUR um 625 TEUR auf 7.394 TEUR erhöht. Bezogen auf den Umsatz sind die Personalkosten zum Vorjahr um 1,0%-Punkte von 11,1% auf 12,1% gestiegen. Die Summe der betrieblichen Kosten hat sich gegenüber dem Vorjahr um 369 TEUR auf 12.173 TEUR erhöht. Gemessen an der Gesamtleistung sind diese um 0,7%-Punkte gegenüber Vorjahr auf 19,8% gestiegen. Durch die spürbar gestiegenen Leitzinsen hat sich das Zinsergebnis deutlich um 138 TEUR auf 124 TEUR verbessert. Das Jahresergebnis vor Steuern ist um 645 TEUR auf 1.611 TEUR gefallen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahr der Buchgewinn aus dem Verkauf der Anteile an der Lehmanns Media AG, Hägendorf/Schweiz, enthalten war. Im Hinblick auf die Planung war 2022/2023 ein erfolgreiches Jahr. Die realisierten Umsatzerlöse lagen mit 60.926 TEUR zwar unter Plan, mit den eingeleiteten Maßnahmen auf der Kostenseite sowie den Sondereffekten aus Zinserträgen und der Auflösung von Pensionsrückstellungen wurde das geplante Ergebnis vor Steuern von 1.373 TEUR um 238 TEUR übertroffen. Dazu trug die Handelsspanne als bedeutender Leistungsindikator bei, die mit 21,4% über dem Planwert von 20,7% lag. Die betrieblichen Kosten überschritten mit 12.173 TEUR aufgrund der allgemeinen Entwicklung dagegen den Zielwert um 545 TEUR. 3. Risiko- und Chancenbericht Auch das Geschäftsjahr 2023/2024 wird maßgeblich von den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt. Die unsichere Finanzlage führt in nahezu allen Kundengruppen, insbesondere aber bei Einrichtungen der öffentlichen Hand, zu Ausgaben-Stopps bzw. reduzierten Mitteln für den Medieneinkauf. Weiterhin bindet die Finanzierung der Open Access Transformation enorme Mittel, die historisch für die Erwerbung von Inhalten in Wissenschaftlichen Publikationen zur Verfügung standen. Da diese Gelder nun für die Finanzierung von frei verfügbaren Veröffentlichungen verwendet werden, gehen dem Handel große Teile dieses Geschäfts verloren. Vor diesem Hintergrund erwarten wir bei zahlreichen Bestandskunden tendenziell rückläufige Umsätze bei gleichzeitig steigenden eigenen Kosten für den laufenden Geschäftsbetrieb. Die aktuelle Situation birgt nicht aber nicht nur Risiken, sondern auch Chancen, da der Bedarf an digitalen Services für Einkauf und Nutzung von Fachmedien weiter steigt. Hier bieten wir Lösungen, die hervorragend dafür geeignet sind, den Digitalisierungsprozess auf der Kundenseite zu unterstützen. Endkunden greifen auf unseren etablierten Webshop "lehmanns.de" zu, b-to-b-Kunden nutzen das Business Portal Le2B mit seinen umfangreichen Katalogen und Funktionalitäten. Über die Lehmanns Online-Bibliothek stellen wir kundenspezifische freie und lizenzierte Inhalte zur Verfügung, damit diese für die NutzerInnen jederzeit und an jedem Ort nutzbar sind. Weiterhin sehen wir Chancen in der fortschreitenden Konsolidierung der Handelslandschaft in der Nische Fachinformation. Diese resultiert aus der zwingenden Notwendigkeit laufend in digitale Services und Dienstleistungen zu investieren und gleichzeitig den Margen- und Kostendruck zu managen. Aus dieser Entwicklung ergeben sich Opportunitäten, um weitere Kunden durch eigene Akquisitionsanstrengungen oder durch Übernahmen des Rechnungsgeschäfts von Buchhandlungen dazuzugewinnen. Personalchancen und -risiken Im Personalbereich erhöht sich die Attraktivität der Lehmanns Media GmbH als Arbeitgeber durch die Bekanntheit der Marke im Bereich Fachinformation, des hohen Digitalisierungsgrades des Geschäftsmodells sowie der Einbindung in die Thalia-Gruppe. Dadurch wird die Versorgung mit qualifizierten Arbeitskräften sichergestellt. Ein wichtiger Eckpfeiler für Erfolg und Misserfolg des Unternehmens, insbesondere im Buchhandel, sind kompetente und freundliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung haben sich viele gewohnte Arbeitsweisen deutlich verändert und sich neue Anforderungen an das Personal ergeben, da Prozesse komplexer werden. Während sich der Buchhandel z.B. früher auf den stationären Buchverkauf konzentrieren konnte, wird heute umfassende Kompetenz nicht nur im E-Reading- und Online-Bereich gefordert, sondern insbesondere im Bereich der digitalen B2B-Plattform "Le2B" und "lehmanns.de". Demnach stellen ein möglicher Mangel an Qualität und eine unzureichende Serviceorientierung von Mitarbeitern das größte Risiko in diesem Bereich dar. Aus diesem Grund sind die betriebliche Aus- und Weiterbildung sowie die Schaffung eines positiven Arbeitsumfelds ein primäres Ziel der Gesellschaft. Sortimentsauswahlrisiko Das Risiko der richtigen Sortimentsauswahl wird durch weitgehende Remissionsvereinbarungen gemindert. Risiken in der Bewertung von Sortimenten außerhalb der Buchpreisbindung und ohne Remissionsrecht begegnet die Gesellschaft mit branchenüblichen Reichweiten- und Gängigkeitsabschlägen. Das Zeitschriftengeschäft wird überwiegend im Rahmen von Abonnements durchgeführt, die bereits vor Abschluss, im Rahmen einer festen Vertragslaufzeit, per Vorkasse vom Kunden beglichen werden. Informationstechnologische Chancen und Risiken Durch technologischen Fortschritt, zunehmende Vernetzung und dauerhafte Verfügbarkeit sind auch immer mehr IT-Systeme in Geschäftsprozesse eingebunden. Vom Smartphone bis zur Warenwirtschaft erhöht sich die Abhängigkeit von Verfügbarkeit und Funktionalität von IT-Komponenten und Daten. Lehmanns Media GmbH verfügt daher über eine verbindliche IT-Sicherheitsinfrastruktur sowie klare Regeln und Richtlinien, um das Risikopotenzial zu minimieren. Neben Firewalls, aktuellen Virenschutzlösungen und umfangreichen technischen Sicherungen trägt auch die regelmäßige Überprüfung der IT-Infrastruktur durch externe Experten dazu bei, Verfügbarkeit, Funktionalität und Effizienz von Systemen und Daten aufrechtzuerhalten. Durch Schulungen von beteiligten Mitarbeitern im Bereich Datenschutz kann ein effektiver Schutz von kritischen Geschäfts- und Kundendaten sichergestellt werden, der weit über das vorgeschriebene gesetzliche Niveau hinausgeht. Mittels Social Media-Schulungen wird ferner zum sicheren Auftreten von Mitarbeitern in sozialen Netzwerken und damit auch zur Erschließung neuer Kundengruppen beigetragen. Weitgehend standardisierte IT-Infrastrukturen in den Bereichen Store und Rechenzentrum gewährleisten einfache Kontrollen und Überwachung sowie eine schnelle Reaktion im Falle von Krisen oder Notfällen. Zudem erhöhen sich dadurch ebenfalls Effizienz und Effektivität, was wiederum zu Wettbewerbsvorteilen führen kann. Forderungsausfallrisiko Durch die Etablierung eines aktiven Forderungsmanagements mittels interner und externer Dienstleister ist das Forderungsausfallrisiko für die Lehmanns Media GmbH nur von geringer Relevanz. Eine kontinuierliche systemunterstützte Überwachung und Bewertung von Forderungen minimiert die Risiken eines Forderungsausfalls. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken mit einem konsequenten Debitorenmanagement und entsprechenden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Eine zeitnahe Verrechnung der Forderungen mit Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten verringert zudem das Ausfallsrisiko. Risiken des baren und bargeldlosen Zahlungsverkehrs werden durch geeignete Richtlinien und systematische Prüfverfahren begrenzt. Auch Ausfälle durch gefälschte Banknoten sind aufgrund der Kontroll- und Prüfverfahren von minimaler Natur. Insgesamt wird die Gefahr von Forderungsausfällen als gering eingeschätzt. Den Ausfallrisiken der Forderungen aus dem eCommerce Business begegnet die Gesellschaft mit Betrugspräventionsmaßnahmen und einem konsequenten Debitorenmanagement sowie entsprechenden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. 4. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht) Das Geschäftsjahr 2023/24 startete mit einer verhaltenen Umsatz- und plangemäßen Ergebnisentwicklung. Die Geschäftsführung der Lehmanns Media GmbH befasst sich intensiv mit dem aktuellen wirtschafts- und geopolitischen Umfeld und dessen Auswirkung auf das Kundenverhalten. Neben dem Krieg in der Ukraine und dem Nahost-Konflikt beeinflussen auch die anhaltende, wenn auch rückläufige Inflation sowie die leicht negative Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts das Kaufverhalten der der Kunden im Einzelhandel. Während im Vorjahr die starke Zunahme der Inflation, insbesondere im Energie- und im Rohstoffbereich, in Verbindung mit Unsicherheiten über die Versorgungssicherheit ein dominierendes Thema war, zeigen sich hier in diesem Jahr die größten Preisrückgänge. In anderen Bereichen des Einzelhandels, insbesondere bei Nahrungsmitteln, bleibt die Preissteigerungsrate hoch und belastet die Konsumneigung. Eine abschließende Einschätzung der Auswirkungen dieser Entwicklungen ist zurzeit nur schwer möglich, da eine Entwicklung sowohl in eine positive Richtung (Beendigung der Konflikte und Rückgang der Inflationsrate) als auch in eine negative Richtung (Andauern des Ukraine-Kriegs/Ausweitung des Nahostkonflikts, weitere geopolitische Spannungen) möglich ist. Insgesamt sehen wir uns jedoch bestmöglich aufgestellt in der gegenwärtigen Situation und gehen derzeit nicht von bestandsgefährdenden Risiken aus. Die Geschäftsführung rechnet im Geschäftsjahr 2023/24 insgesamt mit einem leicht steigenden Umsatz und einem ebenfalls leicht verbesserten (positiven) Ergebnis.
Köln, den 18. Dezember 2023 Detlef Büttner, Geschäftsführer Marcus Droste, Geschäftsführer Ingo Kretzschmar, Geschäftsführer |
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