Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 33358
Eingetragen
31.1.2001
Branche
Einzelhandel mit Brillen und KontaktlinsenGroßhandel mit Foto- und optischen ErzeugnissenGroßhandel mit Flachglas
Gegenstand
ist der Handel mit Kontaktlinsen und allen damit zusammenhängenden optischen Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Deborah Olive
seit 10.8.2020
Prokura
Brian George Andrews
seit 21.8.2018
Prokura
Prokura
Agostino Ricupati
seit 23.10.2017
Prokura
Toni Müller
seit 22.2.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Sauflon Pharmaceuticals LimitedGBR
50.00%
CooperVision GmbHEigenbeteiligung
50.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

CooperVision Manufacturing Limited
United Kingdom
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CooperVision GmbH

Darmstadt (vormals: Eppertshausen)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

1. Grundlagen des Geschäftsmodells

Die CooperVision GmbH (im Folgenden auch kurz "CooperVision") vertreibt weiche Kontaktlinsen. Die Produktpalette umfasst hauptsächlich Kontaktlinsen mit einem Tauschrhythmus von einem Tag oder einem Monat. Die im Vergleich zum Wettbewerbsumfeld sehr umfangreiche Produktpalette ermöglicht die Sehkorrektur nahezu jeden Auges und sichert CooperVision damit die Möglichkeit einer hohen Marktdurchdringung.

Vertriebspartner der CooperVision GmbH sind Augenoptiker, Kontaktlinsenanpasser und Augenärzte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Über das sogenannte "Direct to Patient" realisiert CooperVision darüber hinaus eine Direktbelieferung von Kontaktlinsenträgern im Namen und im Auftrag dieser Vertriebspartner.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der gesamte Kontaktlinsenmarkt in Deutschland hat im Kalenderjahr 2023 ein 0-Wachstum zu einem starken Vorjahr erreicht. Dabei hat der Onlinekanal (+6 %) die Verluste im stationären Handel (-6 %) kompensieren können (Quelle: GfK Kalenderjahr 2023/ S. 6). Es erfolgt weiterhin sowohl eine Marktkonsolidierung als auch der Trend zu Omni-Channel-Vertrieb nimmt weiter zu. Die Anteile des stationären Handels und des Onlinegeschäfts haben sich inzwischen bei jeweils ca. 50 % stabilisiert. Produktseitig konnte das Segment der Tageslinsen den Umsatz um 5 % steigern, während Monatslinsen um 2,5 % gesunken sind. (Quelle: GfK Kalenderjahr 2022/ S. 10 & 15)

2.2 Geschäftsverlauf

Für die Steuerung des Unternehmens werden lokal insbesondere die Umsatzerlöse herangezogen.

Die Umsatzerlöse erhöhten sich um EUR 9,0 Mio auf EUR 128,3 Mio.

Das Umsatzziel 2023 wurde somit erreicht.

Entscheidend war hierfür die sehr gute Performance des Monatslinsensegments sowie eine solide Entwicklung der Umsätze mit unseren strategischen Partnern. Die eingeführten Produktinnovationen haben zum Unternehmenserfolg beigetragen. Darüber hinaus nimmt der Wettbewerb preisaggressiver asiatischer Anbieter weiter zu. CooperVision hat innerhalb des Geschäftsjahres 2021/2022 das Pflegemittelgeschäft eingestellt, sodass im laufenden Geschäftsjahr keine Umsatzerlöse mit Pflegemitteln mehr erzielt worden sind, während diese im Vorjahr teilweise noch enthalten waren.

2.3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

CooperVision hat sich im Markt behauptet. Die Gesellschaft erzielte insgesamt einen Umsatzzuwachs im Geschäftsjahr 2022/2023 in Höhe von 7,5 %. Dazu beigetragen haben innovative Produkte im Myopie Bereich (MiSight) sowie die gesamte MyDay Familie. Auf Kundenseite haben Partnerschaften mit großen Key Accounts insbesondere durch Ausbau des Private Label Bereichs wesentlich zum Erfolg beigetragen.

Die Materialaufwandsquote liegt mit 84,7 % nahezu auf Vorjahresniveau (i. Vj. 84,8 %).

Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/Umsatzerlöse) hat sich zum Vorjahr nicht verändert und beträgt 6,9 %. Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich von durchschnittlich 80 im Geschäftsjahr 2021/2022 auf 84 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2022/2023 erhöht.

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 60 getätigt, die im Wesentlichen die Erneuerung der IT-Hardware und der Büroausstattung betreffen. Die Abschreibungen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 186 auf TEUR 168.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 399 auf TEUR 6.924 erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Werbekosten (TEUR 328).

Der Jahresüberschuss erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr auf EUR 2,8 Mio (i. Vj. EUR 2,6 Mio).

Die Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 20.503 (i. Vj. TEUR 19.009) und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.493. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 3.827) und bei gleichzeitiger Minderung der Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 2.312),

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um TEUR 3.827 auf TEUR 17.615 durch eine Umsatzsteigerung über das gesamte Kundenportfolio.

Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres auf TEUR 6.263 erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 30,5 % gegenüber 18,3 % im Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 549 auf TEUR 857 angestiegen. Die Erhöhung resultiert aus höheren Rechnungen für Marketingkampagnen, Recruiting und Beratungskosten, welche zum Jahresende nicht mehr beglichen wurden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verminderten sich stichtagsbedingt um TEUR 2.048 auf TEUR 5.579 und betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen durch die Einbindung in den CooperVision-Konzern und die Gewährung von Lieferantenkrediten verbundener Unternehmen. Durch diese Finanzierungsquellen sowie ein konsequentes Forderungsmanagement ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit sichergestellt.

Die flüssigen Mittel haben sich um TEUR 2.312 auf TEUR 340 vermindert.

Insgesamt war das Geschäftsjahr ein wirtschaftlich starkes Jahr. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2022/2023 konnte gegenüber dem Vorjahr um 7,5 % zulegen. CooperVision hat im Geschäftsjahr 2022/2023 seine Umsatzziele erreicht.

2.4 Beschaffung

Wir beziehen unsere Produkte ausschließlich von unserer Schwestergesellschaft in Belgien.

2.5 Mitarbeiter

Die Mitarbeiter stellen unseren wesentlichen nicht-finanziellen Leistungsindikator dar. Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 2022/2023 84 Mitarbeiter beschäftigt. CooperVision unterstützt die Altersvorsorge, bietet einen breiten Mitarbeiter Benefit Katalog an und fördert gezielt die Weiterbildung der Mitarbeiter.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die strategische Entwicklung und Modernisierung des Portfolios wird sich konsequent fortsetzen. Die Produktfamilien Biofinity und Avaira Vitality in der Monatslinse sowie die Produktfamilien Clariti und MyDay werden weiterhin die Hauptwachstumstreiber sein. Mit der MiSight hat CooperVision eine Innovation im Myopie Management bei Kindern etabliert. Der strategische Ausbau dieser Produktkategorie wird in den nächsten Jahren konsequent fortgeführt.

CooperVision wird auch künftig auf das Wachstumsfeld kundeneigener Marken (private label) setzen und seine starke Marktposition weiter ausbauen. Aktuell befindet man sich in aussichtsreichen Diskussionen mit diversen Potenzialkunden.

Die konsequente Fokussierung auf den Wachstumsmarkt der Tageslinsen sowie erweiterte Kooperationen mit großen Key Accounts werden neue Chancen im Markt bieten, sodass wir für das Jahr 2023/2024 mit einem Wachstum oberhalb der Marktentwicklung rechnen und planen unsere Marktposition auszubauen.

Darüber hinaus sind wir mit Risiken aus der unternehmerischen Tätigkeit konfrontiert, die sich als Vertriebsgesellschaft im Wesentlichen auf den Absatzmarkt konzentrieren. CooperVision bewertet dies als geringes Risiko.

Das Delkredererisiko schätzen wir im Bereich Retail im Rahmen unseres Forderungsmanagements als eher gering ein. Bei keinem relevanten Volumen ist es zu Zahlungsausfällen gekommen.

Die stärkere Aktivität von fernöstlichen Herstellern der preiswerteren Kontaktlinsen auf dem deutschen Markt könnte Risiken für die Lage der Gesellschaft bergen. CooperVision begegnet diesen möglichen Risiken mit qualitativ hochwertigen Produkten, Innovationen im Bereich Silikon-Hydrogel und Myopie Management und einem hoch motivierten und bestens geschulten Key-Account- und Außendienstteam. CooperVision bewertet dies als mittleres Risiko.

Weitere Risiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nachhaltig negativ beeinflussen, könnten sich aus einer Verschärfung der geo-politischen Lage ergeben. CooperVision bewertet dies als geringes Risiko. Die anhaltende Inflation hat die Kostenbasis deutlich erhöht. Die reduzierte Kaufkraft kann den Kauf von Kontaktlinsen negativ beeinflussen. CooperVision bewertet dies als mittleres Risiko.

Wesentliche Risiken aus Wechselkursschwankungen ergeben sich für uns nicht, da der größte Teil des Absatzes und die Beschaffung in Euro erfolgen.

Zusammenfassend ergeben sich für CooperVision keine bestandsgefährdenden Risiken.

CooperVision wird weiter eine konsequente Marktbearbeitung forcieren, sowohl durch intensivierte Kooperationen mit strategischen Key Accounts sowie in der fokussierten Bearbeitung neuer Vertriebswege. Des Weiteren bietet CooperVision dem Kontaktlinsen-Spezialisten zusätzliche Serviceleistungen, wie eine Direktbelieferung mit Kontaktlinsen im Auftrag des Kontaktlinsen-Anpassers.

Im Bereich der kleineren augenoptischen Fachbetriebe hält die Tendenz zur Organisation in Verbänden und Einkaufsgruppen an. Hier ist CooperVision mit seiner "Private Label-Strategie", in der auch die neuesten Silikon-Hydrogel-Produkte angeboten werden, bestens aufgestellt.

Das Geschäftsjahr 2022/2023 war ein wirtschaftlich starkes Jahr und wir konnten den Umsatz deutlich steigern. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir ein Wachstum von ca. 5 %. Der aktuelle Forecast für das Jahr 2024/ 2025 beläuft sich auf 5 % über dem Niveau von 2023/2024.

 

Darmstadt, den 28. Mai 2025

CooperVision GmbH

Andreas Sudrow

Bilanz zum 31. Oktober 2023

Aktiva

31.10.2023 31.10.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 4.543,63 98.386,04
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,51 4.544,14 0,51 98.386,55
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 158.347,65 172.844,74
162.891,79 271.231,29
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 2.222.230,48 2.103.006,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.615.499,96 13.788.488,34
2. Sonstige Vermögensgegenstände 60.710,07 17.676.210,03 61.823,87 13.850.312,21
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 340.293,24 2.652.571,44
20.238.733,75 18.605.890,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 101.190,98 132.284,71
20.502.816,52 19.009.406,42

Passiva

31.10.2023 31.10.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 3.448.767,82 893.148,75
III. Jahresüberschuss 2.789.722,15 2.555.619,07
6.263.489,97 3.473.767,82
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 519.944,98 306.701,21
2. Sonstige Rückstellungen 4.741.024,59 4.631.357,57
5.260.969,57 4.938.058,78
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 322.375,71 134,10
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 857.415,29 308.596,81
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.579.250,11 8.006.761,13
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.815.393,60 1.918.318,61
- davon aus Steuern EUR 1.669.212,13 (i. Vj. EUR 1.739.939,47) -
8.574.434,71 10.233.810,65
D. Rechnungsabgrenzungsposten 403.922,27 363.769,17
20.502.816,52 19.009.406,42

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. November 2022 bis 31. Oktober 2023

2022/2023 2021/2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 128.383.901,01 119.401.016,61
2. Sonstige betriebliche Erträge 249.285,44 424.445,57
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -108.801.905,42 -101.311.439,42
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.478.127,44 -7.006.722,90
b) Soziale Abgaben -1.407.295,65 -8.885.423,09 -1.201.057,21 -8.207.780,11
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -168.253,12 -186.406,43
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.924.274,36 -6.525.672,35
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 92.389,29 2.133,19
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.849,66 -22.648,34
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.150.704,52 -1.012.648,52
10. Ergebnis nach Steuern 2.792.165,57 2.561.000,20
11. Sonstige Steuern -2.443,42 -5.381,13
12. Jahresüberschuss 2.789.722,15 2.555.619,07

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

I. Allgemeine Erläuterungen zum Jahresabschluss des Geschäftsjahres zum 31. Oktober 2023

Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss ist auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuchs sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB wie im Vorjahr eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Darmstadt unter der Nummer HRB 33358 geführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen auf der Basis von drei (Software) bzw. 15 (Firmenwert) Jahren bewertet.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, die entsprechend den voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauern erfolgen, bilanziert. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, und eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt, wird dem durch eine außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zu- und Abgang ausgewiesen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bilanziert. Dabei wird das Verbrauchsfolgeverfahren nach der FiFo-Methode unterstellt. Diese Bewertung weist keinen erheblichen Unterschied zu einer Bewertung auf der Grundlage des letzten vor dem Abschlussstichtag bekannten Marktpreises auf.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich Einzelwertberichtigungen bilanziert.

Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsguthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zu konzerneinheitlichen Umrechnungskursen, die den Devisenkassamittelkursen annähernd entsprechen, umgerechnet. Abweichungen zwischen dem Einbuchungskurs und dem Stichtagskurs werden erfolgswirksam berücksichtigt.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen bzw. Ausgaben ausgewiesen, die für zukünftige Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt werden.

Die Rückstellungen sind in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig ist. Bei den Rückstellungen sind alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen berücksichtigt worden. Bei der Rückstellungsbewertung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zu konzerninternen Umrechnungskursen, die dem Devisenkassamittelkurs annähernd entsprechen, umgerechnet. Abweichungen zwischen dem Entstehungskurs und dem Stichtagskurs werden erfolgswirksam berücksichtigt und im Rahmen der Transferpreise erstattet.

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen werden. Auf die Aktivierung einer sich daraus insgesamt ergebenden Steuerentlastung als aktive latente Steuern wird verzichtet.

Der kombinierte Ertragssteuersatz der Gesellschaft umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag und beträgt 29,1 %.

II. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung) ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Vorräte

Die Vorräte umfassen Warenbestände in Höhe von TEUR 2.222 (i. Vj. TEUR 2.103) und beinhalten Werbematerial in Höhe von TEUR 268 (i. Vj. TEUR 302).

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, mit Ausnahme der Kautionen in Höhe von TEUR 39, wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

4. Stammkapital

Das Stammkapital von EUR 25.000,00 ist voll eingezahlt.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Kundenboni (TEUR 3.089; i. Vj. TEUR 2.792), Mitarbeiterprämien (TEUR 680; i. Vj. TEUR 792), Gutschriften (TEUR 146; i. Vj. TEUR 131), ausstehende Rechnungen (TEUR 433; i. Vj. TEUR 589), 13. Monatsgehalt (TEUR 141; i. Vj. TEUR 133) sowie Urlaubsverpflichtungen (TEUR 155; i. Vj. TEUR 81).

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 5.579 (i. Vj. TEUR 8.007) Verbindlichkeiten gegenüber CooperVision International Limited, Fareham, United Kingdom. Sie resultieren wie im Vorjahr aus Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 1.669 (i. Vj. TEUR 1.740) enthalten.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (TEUR 1.770; i. Vj. TEUR 1.504) betreffen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Zweck dieser Verträge ist die Vermeidung langfristiger Kapitalbindung und Verbesserung der Planungssicherheit. Die Verpflichtungen weisen die im Folgenden dargestellten Fälligkeiten auf:

31.10.2023
TEUR
31.10.2022
TEUR
fällig bis Oktober 2024 (i. Vj. fällig bis Oktober 2023) 626 633
fällig ab November 2024-Oktober 2027 (i. Vj. fällig ab November 2023-Oktober 2026) 1.144 871
1.770 1.504

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt nach den geographischen Märkten auf:

2022/2023
TEUR
2021/2022
TEUR
Deutschland 82.603 88.065
Österreich 11.762 11.278
Schweiz 25.343 18.184
Restl. Europa 8.676 1.874
128.384 119.401

Die Umsatzerlöse resultieren ausschließlich aus dem Handel mit Kontaktlinsen.

2. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 165).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 20 (i. Vj. TEUR 60) enthalten.

3. Abschreibungen

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 168 (i. Vj. TEUR 186) beinhalten ausschließlich planmäßige Abschreibungen.

4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich zusammen aus Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag von TEUR 625 (i. Vj. TEUR 566) und Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2022/2023 von TEUR 526 (i. Vj. TEUR 447).

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.789.722,15 vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.

IV. Sonstige Angaben

Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Gesamtbezüge

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022/2023 war

Herr Johannes Zupfer, Parsberg (bis 21. Januar 2025)

Herr Andreas Ingolf Sudrow, Undenheim (seit 21. Januar 2025)

Die Offenlegung der Organbezüge unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren im Durchschnitt 84 Mitarbeiter (i. Vj. 80) beschäftigt, davon 44 (i. Vj. 39) im Außendienst.

Abschlussprüfungsleistungen

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar in Höhe von TEUR 43 betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernzugehörigkeit

Alleinige Gesellschafterin der CooperVision GmbH ist die CooperVision Manufacturing Limited, Fareham, Großbritannien. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Tochterunternehmen aufstellt, ist die The Cooper Companies, Inc., Lake Forest, Kalifornien, USA. Der Konzernabschluss wird nach US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen erstellt und ist am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich.

Nachtragsbericht

In der Gesellschaftervollversammlung am 24. Juli 2024 wurde eine Ausschüttung von TEUR 3.300 beschlossen.

Herr Johannes Zupfer wurde mit Wirkung zum 21. Januar 2025 als Geschäftsführer abberufen und Herr Andreas Sudrow als Geschäftsführer berufen.

Mit Wirkung zum 28. April 2025 wurden die Aufgaben der Hauptbuchhaltung, Kreditorenbuchhaltung, Debitorenbuchhaltung, Reisekostenabrechnung und Anlagenbuchhaltung vom Shared Service Center 3 Brunel Way Segensworth PO15 5TX Großbritannien übernommen.

Mit Beschluss vom 30. April 2025 wurde der Gesellschaftsvertrag geändert. Die Gesellschaft hat ihren Sitz nach Darmstadt verlegt. Die Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt erfolgte am 19. Mai 2025.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage haben könnten, sind nach dem Bilanzstichtag 31. Oktober 2023 nicht eingetreten.

 

Darmstadt, den 28. Mai 2025

CooperVision GmbH

Andreas Sudrow

Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung) im Geschäftsjahr 2022/2023

Anschaffungskosten
1.11.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.10.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 292.018,08 0,00 0,00 292.018,08
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.080.655,85 0,00 0,00 4.080.655,85
4.372.673,93 0,00 0,00 4.372.673,93
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 24.879,86 0,00 0,00 24.879,86
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 859.468,62 59.913,62 0,00 919.382,24
884.348,48 59.913,62 0,00 944.262,10
5.257.022,41 59.913,62 0,00 5.316.936,03
Kumulierte Abschreibungen
1.11.2022
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31.10.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 193.632,04 93.842,41 0,00 287.474,45
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.080.655,34 0,00 0,00 4.080.655,34
4.274.287,38 93.842,41 0,00 4.368.129,79
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 24.879,86 0,00 0,00 24.879,86
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 686.623,88 74.410,71 0,00 761.034,59
711.503,74 74.410,71 0,00 785.914,45
4.985.791,12 168.253,12 0,00 5.154.044,24
Buchwerte
31.10.2023
EUR
31.10.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 4.543,63 98.386,04
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,51 0,51
4.544,14 98.386,55
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 158.347,65 172.844,74
158.347,65 172.844,74
162.891,79 271.231,29

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die CooperVision GmbH, Darmstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CooperVision GmbH, Darmstadt (bis 18. Mai 2025: Eppertshausen), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CooperVision GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Oktober 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 28. Mai 2025

KPMG AG
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