VDF VOGTLAND Federntechnik GmbH
Alemannenweg 25, 58119 Hagen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Paul Bernd Walter Vogtland seit 31.7.2003 | Geschäftsführer |
Rita Vogtland seit 31.7.2003 | Prokura |
Martin Vogtland seit 31.7.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VDF VOGTLAND Federntechnik GmbHHagen-HohenlimburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens Die Kernkompetenz der VDF VOGTLAND Federntechnik GmbH ist die Herstellung von Federungskomponenten. Die Produkte sind qualitativ anspruchsvolle Druckfedern, Zugfedern, Schenkelfedern, Biegeteile und Flachfedern, sowie Baugruppen mit diesen Produkten. VDF VOGTLAND produziert an zwei Standorten in Hagen-Hohenlimburg. Die Gesellschaft ist Teil der VDF FEDERN Gruppe mit Kernkompetenzen in der Federntechnik, der Stanz-Biegetechnik sowie der Fahrwerktechnik. Die Unternehmen sind Komplettanbieter aller Arten technischer Federn und Stanzteilen aus Draht und Band, sowie entsprechender Baugruppen und Komponenten. Die Abnehmer von VDF FEDERN sind weltweit aktiv und über die verschiedensten Branchen gestreut. Der große Bereich Fahrzeugtechnik mit PKW, LKW, Motorrädern, Schienenverkehr und Sonderfahrzeugen summiert sich auf ca. 47 Prozent Umsatzanteil der Gruppe. Produkte im Bereich des Antriebsstrangs machen dabei nur einen marginalen unwesentlichen Anteil aus. Weitere wichtige Abnehmerbranchen sind der Maschinen- und Anlagenbau, die Elektroindustrie, die Landmaschinenhersteller, die Bauzulieferindustrie einschl. der Beschlagindustrie, die Haushaltsgeräteindustrie, die Möbelindustrie, die Mess- und Regeltechnik und die Investitionsgüterindustrie sowie der PKW Aftermarkt für sportliches Automobilzubehör. Das Qualitätsmanagementsystem der Gruppe ist neben der Norm DIN EN ISO 9001:2015 auch nach dem internationalen Standard der Automobilindustrie, IATF 16949, sowie das Umweltmanagementsystem nach ISO 14001:2015 und das Energiemanagementsystem nach ISO 50001:2018 zertifiziert. VDF FEDERN verpflichtet sich zu einem nachhaltigen, verantwortlichen unternehmerischem Handeln und hat eine Corporate Social Responsibility Politik eingeführt. Bedeutende Firmen aus der Automobilzulieferindustrie, aus dem Maschinen- und Anlagenbau, sowie für weitere Investitions-Güter setzen auf die Entwicklungs- und Produktionskompetenz der Gruppe unter dem Dach der Vogtland Holding. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Zu Beginn des Jahres 2023 war die deutsche Wirtschaft mit Optimismus gestartet. Im Laufe des Jahres verschlechterte sich die Stimmung deutlich. Die Nachfrage hatte sich in allen großen Kundenbranchen der Stahl und Metall verarbeitenden Unternehmen in Deutschland abgeschwächt. Die Automobilzulieferindustrie und insbesondere der Nutzfahrzeugbau hatten ebenfalls rückläufige Tendenzen, obwohl sich für einige Modelle noch gute Absatzchancen ergaben. Der Rückgang der Produktion hatte laut Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V. (WSM) sich im dritten Quartal 2023 auf minus 4,2% gegenüber dem Vorjahreswert beschleunigt, im ersten Halbjahr lag das Minus noch bei 1,7%. Laut Branchenverband WSM lagen 12 von 14 Wirtschaftszweigen unter dem Vorjahresniveau, 4 davon zweistellig. Allein die Bereiche Infrastruktur und Sicherheit konnten Zuwächse verzeichnen. Die großen deutschen Industrien Maschinenbau und Fahrzeugbau waren ebenso rückläufig wie Konsumgüterbereiche. Im Schlussquartal des Jahres 2023 verzeichneten einzelne Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes geringere Rückgänge als in den Vormonaten und erste Anzeichen einer leichten Erholung. Insgesamt ist der Auftragseingang der WSM-Branchen im Jahr 2023 um 2,7 % zurückgegangen. Sämtliche Indikatoren deuteten darauf hin, dass der Industriestandort Deutschland insgesamt von den negativen Auswirkungen in Bezug auf ausufernde Bürokratie und Energieintensive Wirtschaftszweige besonders betroffen ist. Die sehr mittelständisch geprägte Branche der deutschen Federnindustrie, die zu einem sehr großen Anteil die Automobilzulieferindustrie beliefert, aber gleichzeitig in den verschiedensten Branchen ihre Kunden hat, war von diesen beschriebenen Entwicklungen ebenso deutlich betroffen. Im Jahr 2023 wurde laut Branchenumfrage des Verbandes der Deutschen Federnindustrie (VDFI) von einer durchschnittlichen Umsatzentwicklung von minus 1 Prozent und einem rückläufigen durchschnittlichen Auftragsbestand von ca. 5,6 Monaten berichtet. Dabei entwickelten sich im Branchendurchschnitt beispielsweise die Kapazitätsauslastung sowie die Beschäftigtenanzahl jeweils negativ im Vergleich zum Vorjahr und die Fehlzeiten aufgrund von Arbeitsunfähigkeit verringerten sich durchschnittlich auf 7,4 Prozent. 2.2. Geschäftsverlauf und Lage Erfreulicherweise waren 2023 die Umsätze von VDF VOGTLAND Federntechnik mit plus 0,3 Prozent auf Vorjahresniveau. Der geplante Anstiegt von ca. 4% wurde nicht ganz erreicht. Der Auftragsbestand lag das gesamte Jahr über auf einem hohen Niveau, allerdings wurden die kurzfristigen EDI Kundenabrufe vielfach geändert und teilweise reduziert. Die Gesamtleistung reduzierte sich um ca. minus 5,3 Prozent zum Vorjahr. Dies war in einem gezielten Bestandsabbau an fertigen und unfertigen Erzeugnissen begründet. Die direkten Exporte lagen mit ca. 33 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Kundenstruktur des Unternehmens ist recht gemischt, wobei der Automotive Bereich mit PKW, LKW, Zweirad und Sonderfahrzeugen mit ca. 47 Prozent in der Gruppe weiterhin einen Schwerpunkt bildet. Der Bereich PKW-Zulieferindustrie nimmt dabei ca. 19 Prozent des Gesamtumsatzes ein. Ein weiterer Schwerpunkt sind LKW-Zulieferanwendungen mit ca. 16 Prozent und der Sonderfahrzeugbau mit ca. 9 Prozent Umsatzanteil. Andere wichtige Abnehmerbranchen mit wesentlichen Umsatzanteilen sind die Tür- und Tortechnik, die Landmaschinenindustrie, die Hausgeräteindustrie, die Elektroindustrie, sowie der Maschinen- und Anlagenbau. Die Kundenstruktur des Unternehmens ist ausgewogen, wobei der größte Konzernkunde mit mehreren unabhängigen Standorten ca. 18 Prozent Anteil hat. Die Vormaterialpreise für Federstahldraht waren auch in 2023 auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Nur sehr vereinzelt ergaben sich leichte Rückgänge. Die Versorgung mit Rohmaterial war jederzeit gegeben. Das Rohergebnis lag trotz einem hohen Vormaterialpreisniveaus absolut ca. plus 7,1 Prozent über dem Vorjahr. Zusätzlich erhöhte sich die Gesamtleistung aufgrund von Preissteigerungen und der Energiepreissteigerungen. Absolut ist das Rohergebnis (ohne sonstige betriebliche Erträge) um plus 585 TEUR auf 8.876 TEUR gestiegen. Die beschriebenen Effekte führten folglich zu einer um 5,6 Punkte höheren Rohertragsquote als im Vorjahr. Die Personalaufwendungen erhöhten sich in 2023 mit plus 96 TEUR bzw. ca. plus 1,8 Prozent überproportional zur Gesamtleistungsentwicklung. Personalleasing wurde aufgrund der hohen Kosten weitgehend abgebaut und Stammpersonal gesichert. Die Investition in eine gute Facharbeiterbasis in den vergangenen Jahren zeigt sich heute als positiv und daher wurden auch wieder überproportional Ausbildungsstellen im gewerblich-technischen Bereich angeboten. Generell sehen wir allerdings den Mangel an qualifizierten Kräften als besondere Herausforderung. Mit einer Employer Branding Initiative und vielen neuen Benefits ist ein Mitarbeiterbindungs- und Mitarbeitergewinnungsprogramm gestartet worden. Die Gebäude werden von einer Schwesterfirma in der Gruppe langfristig gepachtet. Die Pachtaufwendungen für verschiedene Maschinen und Gebäude lagen mit ca. 406 TEUR planmäßig auf dem Niveau des Vorjahres. Der Leasingaufwand reduzierte sich planmäßig auf 340 TEUR unter das Vorjahresniveau. Die Verpflichtungen aus bestehenden Leasingverträgen in den kommenden fünf Jahren reduzierten sich deutlich auf kumuliert ca. 215 TEUR. Die langfristigen Darlehen über fünf Jahre Laufzeit sind vollständig abgebaut und belaufen sich auf 0 TEUR. Die Vertriebskosten wurden aufgrund verschiedener Einsparungen gesenkt. Die betrieblichen Aufwendungen blieben insgesamt trotz gesungener Gesamtleistung ohne wesentliche Veränderungen. Die Produktivität gemessen als Deckungsbeitrag II nach Material- und Personalaufwendungen ist in 2023 erfreulicherweise wieder deutlich um 14,9 Prozent gestiegen. In Summe konnte trotz der hohen Energiepreise, ein respektables Betriebsergebnis in Höhe von ca. 5,9 Prozent der Gesamtleistung erzielt werden. Das Jahresergebnis 2023 vor Ertragssteuern betrug 862 TEUR. Damit war das Ergebnis über den Erwartungen aus der Unternehmensplanung. Das EBITDAL lag bei 1.595 TEUR. Mit Blick auf die verschiedenen andauernden Krisen und den mehr als schwierigen Rahmenbedingungen bewerten wir diese Entwicklung sehr positiv. Der Erwerb von Technischen Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattungen von der VOGTLAND Besitzgesellschaft führten zu einer um ca. 8,2 Prozent höheren Bilanzsumme im Jahresvergleich. Dies trotz Senkung des Vorratsvermögens, das mit ca. 3.037 TEUR bzw. ca. minus 22 Prozent unter dem sehr hohem Vorjahresniveau lag. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie aus Lieferungen und Leistungen gesunken. Insgesamt war die zufriedenstellende Liquiditätssituation des Unternehmens auch in der durch verschiedene Krisen geprägten Zeit jederzeit gewährleistet. Erfreulicherweise konnte das Eigenkapital absolut erhöht werden und lag trotz einer deutlich ausgebauten Bilanzsumme mit einer bilanziellen Eigenkapitalquote von ca. 38 Prozent auf einem sehr guten Niveau. Im Vorjahr hatten wir eine stabile Entwicklung erwartet. Sie liegt damit weiterhin auf einem überdurchschnittlichen Niveau in der Metallindustrie. Die Finanzsituation ist langfristig stabil und die gegenwärtige Finanzierungsstruktur ist der Unternehmensgröße angemessen. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für die interne Unternehmenssteuerung u.a. die Kennzahlen Umsatz, Eigenkapitalquote und Jahresergebnis heran. Wir sind Komplettanbieter aller Arten technischer Federn, um dem Kunden als kompetenter Ansprechpartner für seine Bedürfnisse zu dienen. Wir sehen uns als Dienstleister indem wir unseren Kunden Komplettlösungen bieten. Dies geht von der Montage von Baugruppen inklusive Beschaffung der Teile bis zu innovativen Verpackungslösungen und Logistikkonzepten. Wir streben eine führende Position des Unternehmens hinsichtlich Marktstellung, Qualität und Service an. Leitlinien zum Aufbau und zur Verteidigung unserer starken Marktstellung sind: • konsequente Kundenorientierung aller Mitarbeiter • kontinuierliche Verbesserung unserer Prozesse und Produkte • Schaffung von Kostenvorteilen zur Sicherung unserer internationalen Wettbewerbsfähigkeit • Verfolgung der Null-Fehler-Strategie • strategische Nutzung und Führung von Partnerschaften in der Wertschöpfungskette Zur Planung werden jährlich strategische und operative Ziele auf Bereichsebene sowie Teamziele, die auf der Grundlage von Markt-, Produkt- und Prozessanalysen basieren, vereinbart. Dabei werden die gegenwärtigen und zukünftigen Erwartungen unserer Kunden beachtet. Ergänzt wird dies durch unser betriebliches Vorschlagwesen. Die Ergebnisse der Geschäftsplanung und der Zielerreichung werden im Management Review regelmäßig bewertet und auf dessen Wirksamkeit und Effizienz überprüft. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht VDF VOGTLAND Federntechnik hat sich vor allem durch die klare Ausrichtung auf kundenspezifische Produkte (Federn und Baugruppen) mit sehr hohen Anforderungen an Maßgenauigkeit, Entwicklungs-, Material- und Bearbeitungsqualität im Markt gut positioniert. Insbesondere die Zusammenarbeit in der VDF FEDERN Gruppe mit einem sehr großen Produktprogramm ermöglicht, wettbewerbsfähige Synergien konsequent zu nutzen. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 geht die Geschäftsführung von folgenden Annahmen und Entwicklungstendenzen aus. Zum Ende des vergangenen Jahres deutete das weiterhin schwache Wirtschaftsumfeld auf eine stagnierende bis schrumpfende deutsche Wirtschaft hin. Allerdings verbessern sich die Konjunkturperspektiven langsam, eine zyklische, konjunkturelle Belebung in der zweiten Hälfte 2024 bleibt möglich. Weiterhin deuten globale Stimmungsindikatoren auf eine anziehende Weltkonjunktur hin. Die Belebung sollte sich verzögert in Europa bzw. Deutschland bemerkbar machen, es besteht also die Möglichkeit, dass sich die deutsche Wirtschaft im Verlauf des Jahres konjunkturell belebt. Hinzu kommen Impulse aus dem Inland aufgrund steigender Reallöhne und der zu erwartenden Zinssenkung der EZB im Sommer. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung vor allem im Verarbeitenden Gewerbe ist allerdings seit Jahren schwach. Dennoch konnten sich viele Firmen der metallverarbeitenden Branchen in diesem Umfeld gut entwickeln. Rückschritte in der Globalisierung belasten zudem besonders Deutschland als Exportland. Nur vereinzelt ergeben sich daraus auch Chancen. Wesentliche konjunkturelle Risiken über die beschriebene schwierige Gemengelage hinaus, sehen wir weiterhin vor allem in Zusammenhang mit außergewöhnlichen Einflüssen durch die internationalen Konfliktherde. Die Entwicklungen auf dem Energie- und Rohstoffmärkten haben sich wieder entspannt. Diese Entwicklungen spiegeln sich in den ersten Monaten des Jahres auch bei VDF VOGTLAND Federntechnik wider. Der Umsatz liegt im ersten Quartal zum Teil preisbedingt um ca. minus 9 Prozent unter dem Vorjahresvergleich. Die langfristigen Auftragsbestände sind insgesamt auf einem befriedigenden Niveau, obwohl es sich abzeichnet, dass das zweite Quartal rückläufige Abrufe und Absätze mit sich bringen wird. Wir erwarten nach einem guten Jahr 2023 und den gemachten Annahmen der Wirtschaftsentwicklung für das Jahr 2024 planmäßig sinkende Umsätze um ca. minus 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein weiterer wesentlicher Punkt wird die Weitergabe von Kostenerhöhungen sein. Auf der Rohmaterialseite ergeben sich zurzeit keine wesentlichen Veränderungen. Allerdings entwickelt sich der Markt für die Nische der Federstähle nicht so rückläufig wie einige Indizes es vermuten lassen. Die Personalkosten werden aufgrund der hohen Tarifabschlüsse und des allgemeinen Arbeitskräftemangels erwartungsgemäß zu einer leicht steigenden Personalkostenquote führen. Es wird wichtig sein, im Jahr 2024 weiterhin konsequent eine hohe Kostendisziplin zu gewährleisten und die Bilanzsumme im Blick zu haben. Belastend wirken weiterhin die hohen Standortkosten, bspw. durch die Steuerbelastungen und Hebesätze, leider weiterhin zunehmenden Bürokratiekosten und langfristig gesehen die Energiepreise. Insbesondere die Energiepolitik muss deutlich stärker eine industriepolitische Perspektive auch für die verarbeitenden Betriebe einnehmen. Ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland und Europa mit einer langfristigen Industriepolitik ist dringend notwendig. Insgesamt erwarten wir zum aktuellen Zeitpunkt, dass unser Jahresüberschuss unter dem Niveau des Jahres 2023 bei einer zufriedenstellenden Umsatzrendite liegen wird. Die Entwicklungen zum Ende des ersten Quartals des Jahres 2024 zeigen eine recht positive Entwicklung auf. Einschränkend weisen wir darauf hin, dass angesichts der enormen politischen Unsicherheiten durch weltweite Konflikte die Prognosen ein Abwärtsrisiko haben. Eine genaue Quantifizierung der Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist derzeit nicht verlässlich möglich. Aufgrund der o.g. Entwicklungen erwarten wir eine stabile Entwicklung der Eigenkapitalquote. Branchenspezifische Risiken sehen wir aufgrund der führenden Stellung der deutschen Federn- und Stanz-Biegeindustrie aktuell nicht. Dies kann auch von der Branchenumfrage des Verbands der Deutschen Federnindustrie abgeleitet werden, die für das Jahr 2024 eine befriedigende Entwicklung im Durchschnitt zeigt, obwohl die Umsatzerwartungen negativ sind. Immer weitergehende Kundenforderungen lassen sich zunehmend schwieriger kostenneutral umsetzen und können zu Produktivitätsnachteilen führen. Hier gehen wir davon aus, dass unsere kontinuierlichen Organisationsoptimierungen weiterhin greifen und unsere gute Position festigen. Wettbewerbsrisiken nehmen beispielsweise aufgrund der Belastung der deutschen Industrie durch die Energiewende im Vergleich zum Ausland zu. Direkte negative Auswirkungen aufgrund der Elektromobilität erwarten wir für das Jahr 2024 nicht. In diesem neuen Segment sowie in anderen Non Automotive Anwendungen konnten in den letzten Jahren neue Projekte mit Bedarf in der Federn- und Stanz-Biegetechnik akquiriert werden. Mit neuen Produkten sehen wir für unser Unternehmen zusätzliche Chancen in diesem Segment. Zusätzliche besondere ertragsorientierte Risiken sind derzeit nicht zu erkennen. Wesentlich ist die Erreichung unserer Umsatzziele. In einem normalen und nicht durch höhere Gewalt gestörten Umfeld ist die Firma VDF VOGTLAND weiterhin international wettbewerbsfähig und zukunftsorientiert positioniert. Chancen sehen wir auch aus unserem Ideenmanagement und der Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das operative Ergebnis und die Ergebnisprognose für 2024 sind auf einem zufriedenstellenden Niveau, so dass sich das Unternehmen weiter in stabilen Verhältnissen bewegen wird. Ausgehend von einer stabilen Vermögens- und Finanzlage, wie sie sich nach den Kennzahlen zum Bilanzstichtag darstellt und aufgrund der gemachten Annahmen, gehen wir von einer weiterhin stabilen Entwicklung des Unternehmens aus. Die im Unternehmen genutzten Finanzierungsinstrumente stehen weiterhin zur Verfügung. VDF VOGTLAND verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden von uns innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Nutzung von Skonto gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend über Kreditlinien verschiedener Banken. Beim Management der Finanzpositionen verfolgen wir eine konservative Risikopolitik. Die Firma verfügt über ein gut organisiertes Debitorenmanagement, bei neuen Kundenbeziehungen wird die Bonität überprüft und soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.
Hagen, 15. Mai 2024 VDF VOGTLAND Federntechnik GmbH Geschäftsführung gez. Paul-Bernd Vogtland gez. Martin Vogtland BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Hagen-Hohenlimburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hagen unter HRB 2390 eingetragen. Die VDF VOGTLAND Federntechnik GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Gliederung erfolgt nach den gemäß § 266 Abs. 2 und § 275 Abs. 2 HGB vorgeschriebenen Gliederungsschemata. Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung wurden beachtet. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die dem Jahresabschluss 2023 zu Grunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Vorjahr angewendet. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Anlagegegenstände vorgenommen. Der Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2 a EStG wird im Jahr der Anschaffung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Die Entwicklung des Anlagevermögens zu Bruttowerten ergibt sich aus dem Anlagenspiegel. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Die Anschaffungs-/Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden retrograd durch Abschläge von den Verkaufspreisen errechnet. Die übrigen Posten des Umlaufvermögens werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Den Risiken im Forderungsbestand wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Fremdwährungsforderungen sowie Fremdwährungsguthaben bei Kreditinstituten werden gem. § 256 a HGB mit dem Kassakurs zum Abschlussstichtag bewertet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Es bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 375 (Vorjahr T€ 10). Darin enthalten sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 363 (Vorjahr T€ 0). 3. Eigenkapital Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag von T€ 545 (Vorjahr T€ 423). 4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben in einer Höhe von T€ 2.302 (Vorjahr T€ 3.060) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von T€ 500 (Vorjahr T€ 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 1.808 (Vorjahr T€ 1.859). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen T€ 32 (Vorjahr T€ 18). Sie enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 1). Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. Die Verbindlichkeiten enthalten Steuerschulden in Höhe von T€ 47 (Vorjahr T€ 48). Außerdem sind hier Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 1 (Vorjahr T€ 1) ausgewiesen. 5. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:
6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für Verbindlichkeiten Dritter in Höhe von T€ 964 (Vorjahr T€ 1.160). Davon sind T€ 808 (Vorjahr T€ 972) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Haftungsverhältnisse bestehen auf Grund von Verbindlichkeiten, die andere Unternehmen der VOGTLAND-Gruppe gegenüber Kreditinstituten haben. Alle Unternehmen werden den bislang geplanten Kapitaldienst voraussichtlich pünktlich und vollständig erbringen können. Insofern ist eine Inanspruchnahme unwahrscheinlich. Ferner hat die Gesellschaft sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Pachtvertrag über die von ihr genutzten Betriebsgrundstücke mit aufstehenden Gebäuden, Nutzflächen und sonstigem unbeweglichen Anlagevermögen, Gegenstände des beweglichen Anlagevermögens, den Kundenstamm sowie die Betriebsorganisation einschließlich aller betrieblichen Unterlagen. Die Pachtaufwendungen betragen z.Zt. rd. T€ 406 p.a.. Aus weiteren Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 151 (bis 1 Jahr) sowie in Höhe von T€ 66 (1-5 Jahre). Durch diese Art der Finanzierung wird die Flexibilität erhöht; wesentliche Risiken sind aus den Geschäften nicht ersichtlich. 7. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 5.223,41 (Vorjahr € 12.188,41). 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 1.737,91 (Vorjahr € 1.105,77). 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen enthalten Erträge aus verbundenen Unternehmen von € 2.163,36 (Vorjahr € 2.501,73). 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen enthalten Aufwendungen an verbundene Unternehmen von € 34,69 (Vorjahr € 28,35). V. Sonstige Angaben 1. Nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte Die Gesellschaft hat bereits im Geschäftsjahr 2019 einen Teil ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoring-Vertrages an eine Factoringgesellschaft veräußert. Diese Maßnahme diente der kurzfristigen Tilgung von Verbindlichkeiten. Der Factoring-Vertrag wurde im Geschäftsjahr 2023 fortgeführt. Dem Liquiditätsvorteil stehen die Finanzierungskosten gegenüber. Die Factoringgesellschaft trägt jedoch das Risiko der Zahlungsunfähigkeit für alle von ihr angekauften Forderungen. Die zum Stichtag abgetretenen Forderungen betragen T€ 1.987. 2. Mitarbeiter Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt
3. Organe der Gesellschaft Der Geschäftsleitung gehörten im Geschäftsjahr an: Paul-Bernd Vogtland, Hagen Martin Vogtland, Iserlohn. 4. Vorschlag für die ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 1.099.783,18 auf neue Rechnung vorzutragen.
Hagen-Hohenlimburg, 29. Mai 2024 VDF VOGTLAND Federntechnik GmbH Die Geschäftsführung Beschluss über die Ergebnisverwendung:In der Gesellschafterversammlung vom 26.06.2024 wurde folgender Beschluss gefasst: "Der Bilanzgewinn von € 1.099.783,18 wird auf neue Rechnung vorgetragen." Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 26.06.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die VDF VOGTLAND Federntechnik GmbH, Hagen-Hohenlimburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der VDF VOGTLAND Federntechnik GmbH, Hagen-Hohenlimburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VDF VOGTLAND Federntechnik GmbH, Hagen-Hohenlimburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Altena, 3. Juni 2024 MÄRKISCHE
REVISION GMBH
Jörg Peters, Wirtschaftsprüfer Michael Neuhaus, Wirtschaftsprüfer |
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