Diehl Metering Systems GmbH
Donaustraße 120, 90451 Nürnberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Reiner Edel seit 14.5.2021 | Geschäftsführer |
Stefan Hecht seit 11.7.2019 | Geschäftsführer |
Robert Götz seit 25.8.2015 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 9.95% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EVB Energy Solutions GmbHVelbertJahresabschluss zum 31. Dezember 2012Lagebericht1. Wirtschaftliches UmfeldKonjunkturelle Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft setzte ihren Wachstumskurs (3,3%) auch im abgelaufenen Jahr fort. Für Deutschland, dem derzeit für EVB wesentlichen Markt, ergab sich ein kalenderbereinigtes Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 0,7% und damit deutlich unterhalb des Vorjahres (3,0%). Entwicklung der Branche Der nationale Gesetzgeber verfolgte erneut Anstrengungen, um mittels deregulatorischer Maßnahmen den Wettbewerb im nationalen Energiemarkt anzufachen. Neue prozessuale Auflagen der Bundesnetzagentur boten daher auch im Berichtsjahr einen erneut günstigen Rahmen für unsere Dienstleistungen im Geschäftsbereich Billing&Services (B&S). Die Ertragslage unserer beiden Großkunden RWE und E.ON blieb geprägt von Anstrengungen, die Verschuldung über den Verkauf des nicht strategischen oder defizitären Portfolios zu reduzieren. Daneben wurden aufgrund des Rendite- und Nachfrageeinbruchs im Kerngeschäft interne Kosteneinsparprogramme verschärft vorangetrieben, die im Wesentlichen auf die Reduzierung von Personalkosten abzielten. Entsprechend zählte die Aktie von E.ON in 2012 zu den Top-Verlierern des Deutschen Aktienindex (DAX). Auf dem deutschen Markt wurde das sich auch auf unseren Geschäftsbereich Smart Metering (SM) erstreckende Datenschutzprofil des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI-Datenschutzprofil) weiter ausführlich besprochen. Hier wurden technische Anforderungen definiert, wobei der erforderliche Wirtschaftlichkeitsnachweis hier aktuell noch aussteht. Hierüber begründet sich die -im Vergleich zum Vorjahr- unverändert fehlende Bereitschaft deutscher Energieversorger und Stadtwerke, in SM zu investieren. Jenseits der nationalen Grenzen wird diese deutsche Datenschutzproblematik anders bewertet. Insbesondere Märkte in anderen europäischen Ländern (Skandinavien, Benelux, Polen, Türkei) und auch Asien und Lateinamerika entwickelten sich weiter. 2. GeschäftsentwicklungUmsatz- und Auftragsentwicklung Im Geschäftsjahr 2012 erzielte EVB einen Umsatz von 14,2 Mio €, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von 1,7 Mio € oder 11% entspricht. Der wesentliche Teil unseres Umsatzes entfiel, wie schon in den Vorjahren, auf Dienstleistungen im Geschäftsbereich B&S. In noch geringem absoluten Umfang, im Vergleich zum Vorjahr mit allerdings hoher Wachstumsrate (rd. +268%), wurde Umsatz im Geschäftsbereich SM generiert. Beide Geschäftsbereiche blieben damit deutlich unter unseren Erwartungen. Der Auftragseingang für B&S-Dienstleistungen entspricht üblicherweise dem Umsatzeingang, wohingegen es sich im Geschäftsbereich SM um Projektgeschäft mit mehrmonatiger Laufzeit handelt. Im Geschäftsbereich SM konnten national und international Projekte gewonnen werden. Daher starten wir in das neue Geschäftsjahr mit einem nicht marginalen SM-Auftragsbestand. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Der Jahresüberschuss im Berichtsjahr beträgt +0,8 Mio €. Hierfür ist der Forderungsverzicht mit Besserungsschein als ein Restrukturierungsbeitrag unserer Muttergesellschaft in Höhe von 5,5 Mio € maßgeblich. Operativ wurde in beiden Geschäftsbereichen ein Fehlbetrag erwirtschaftet, was im Geschäftsbereich B&S im wesentlichen auf die -trotz Personalanpassung- nur schwache Kapazitätsauslastung sowie kurzfristige Preiszugeständnisse zurückzuführen ist. Trotz einer guten Umsatzwachstumsrate waren im Geschäftsbereich SM die absoluten Deckungsbeiträge insgesamt noch zu schwach, um notwendige Vorhaltekosten zu kompensieren. Das Moody-Downgrading führte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu erneut höheren Finanzierungskosten für die Mezzanine-Finanzierung. Die gesamten Zins-aufwendungen im abgelaufenem Jahr beliefen sich auf 783 T€. Im abgelaufenen Jahr wurden gezielt verschiedene Restrukturierungsmaßnahmen intern initiiert. Hierbei wurden personelle Anpassungen vorgenommen, dabei auch die Geschäftsführung um eine Person reduziert. Ferner ist der Bereich B&S zum Verkauf gestellt worden. Diese Effekte sind im Jahresabschluss ergebniswirksam angemessen berücksichtigt. Die 30 %-Beteiligung an EVB Services GmbH wurde im Berichtsjahr zum Buchwert veräußert. Die 50,7 %-Beteiligung an EVB IT GmbH wurde zum Bilanzstichtag von 402 T€ auf 152 T€ wertberichtigt. Die Gesellschaft ist über zwei nachrangige Mezzanine-Tranchen in Höhe von insgesamt 6,5 Mio € mittelfristig finanziert. Zusätzlich hat die Muttergesellschaft mit Datum vom 22. Juli 2013 der EVB eine Finanzierungszusage von bis zu 10,8 Mio € befristet bis zum 31. Dezember 2014 gegeben. Die Gesellschaft nimmt am Cashpool der Diehl Gruppe teil, d.h. Finanzmittelüberschüsse werden täglich an die Diehl Stiftung & Co. KG abgeführt. In der Bilanz besteht zum Stichtag ein hoher Cashpoolbestand, der sich infolge eines weiteren Restrukturierungsbeitrages unserer Muttergesellschaft in Form einer Einzahlung in die Kapitalrücklage (5,0 Mio €) ergibt. EVB weist zum 31.12.2012 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 2.334 T€ aus. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag trotz bilanzieller Überschuldung insolvenzrechtlich als nichtüberschuldet einzustufen, da derzeit davon ausgegangen werden kann, dass die Finanzkraft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Betrachtungszeitraum ausweislich einer mehrjährigen und konsistenten Planung gewährleistet ist und daher eine positive Fortführungsprognose gestellt werden kann. Die Zahlungsfähigkeit ist durch eine bis zum 31.12.2014 befristete Finanzierungszusage unseres Gesellschafters in Höhe von 10,8 Mio € sichergestellt. Investitionen Es wurden im geschäftsüblichen Maße Investitionen im Bereich von Softwarelizenzen, IT und Büroausstattung getätigt. Zusätzlich wurden neue Fahrzeuge mit einem Vertragswert von 208 T€ und Laufzeiten zwischen 3 und 4 Jahren geleast. Personal- und Sozialbereich Zum Stichtag 31.12.2012 wurden 274 (Vorjahr 315) Mitarbeiter beschäftigt, die im Wesentlichen im Geschäftsbereich B&S tätig sind. EVB wendet seit dem 01.08.2010 den Tarifvertrag BZA an. Die sich daraus ableitende Tarifsicherheit wird von Belegschaft und Betriebsrat positiv gewürdigt. Für das Unternehmen hat sich daraus das Risiko infolge potentieller tariflicher Nachforderungen aus früheren Tätigkeiten reduziert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte zudem eine einvernehmliche und finale Klärung der Ansprüche der Deutsche Rentenversicherung erreicht werden. EVB ist seit dem 01.01.2011 ordentliches Mitglied im Arbeitgeberverband BZA. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden neue Betriebsvereinbarungen geschlossen, die i.W. die konkrete Umsetzung des neuen Tarifwerkes zum Gegenstand haben. Sonstige wichtige Vorgänge EVB wurde im Rahmen einer internen Revision ein gutes Umsetzungsniveau der Konzernstandards bestätigt. Die Hinweise zur Optimierung wurden umgesetzt. Das Unternehmen absolvierte ein Audit zur Rezertifizierung gemäß DIN ISO 9001: 2008-12 ohne Beanstandungen. Erstmalig wurden hier auch operative Prozesse aus dem Geschäftsbereich SM auditiert. Dem Thema Arbeits- und Datenschutz wird unter Einbindung externer Kompetenzträger zunehmend und konsequent Rechnung getragen. 3. Risiken und Chancen der künftigen EntwicklungRisikomanagementziele und -methoden Das in den Unternehmensprozess integrierte Risikomanagementsystem hat die Aufgabe, Risiken rechtzeitig zu erfassen und zu bewerten, damit wir gegebenenfalls zeitnah gegensteuern können. Ergänzend hierzu stellt das teilkonzern- und konzernweite Berichts- und Planungssystem den zeitnahen und bedarfsgerechten Informationsfluss zum Management sicher. Risiken Branche Dem marktüblichen und jüngst deutlich verschärften Preisdruck im nationalen Geschäft bei B&S begegnen wir mit umfangreichen Qualifizierungsmaßnahmen, um so höhere Stundensätze durchsetzen zu können. Auch wenn sich bei B&S die tatsächliche Beauftragungsdauer im Regelfall rollierend verlängert, ist eine kontinuierlich hohe Kapazitätsauslastung eine stete Herausforderung für die Disposition. Die Anzahl einsatzfähiger und adäquat qualifizierter Mitarbeiter hat wesentlichen Einfluss auf die Ergebnislage eines Dienstleisters. Wir verfolgen in diesem Zusammenhang die Kennzahlen Fluktuation und Krankenstand in kurzen Zyklen. Das Beschäftigungssegment der Zeitarbeit unterliegt in Deutschland einer besonders hohen (partei-)politischen Aufmerksamkeit. Hieraus können sich regelmäßig Veränderungen der rechtlichen und damit auch der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben. In diesem Kontext wurde ein in den Vorjahren von uns angewandter Tarifvertrag im Nachhinein für ungültig erklärt. Hierfür ist zum Bilanzstichtag ausreichend Sorge getragen. Zur Vorbereitung des Marktes SM und für die Bearbeitung internationaler Ausschreibungen fallen auch im Berichtsjahr in angemessenem Umfang Strukturkosten an, denen eine noch zu geringe Wertschöpfung entgegensteht. Wir führen diesen strategisch relevanten Bereich sehr eng. Durch unklare Vorgaben des Regulators und damit fehlende Investitionssicherheit kann sich der Marktdurchbruch in Deutschland weiter verzögern. Beschaffung Stete Herausforderung im Geschäftsbereich B&S ist die Fähigkeit, zum geeigneten Zeitpunkt ausreichend qualifizierte Mitarbeiter in Kundenprojekten einsetzen zu können. Stromzähler werden auf Basis einer nicht exklusiven Vertriebslizenz mit einem Hersteller in US-Dollar und primär projektorientiert eingekauft und kursgesichert. Mit steigendem Geschäftsvolumen nimmt die Abhängigkeit von diesem Lieferanten zu. Das Management von Wechselkursrisiken und der globalen Lieferkette gewinnen an Bedeutung. Internationale SM-Projekte benötigen eine individuelle, zeit- und aufgabenvariable Projektstruktur. Hierfür greifen wir auf ein Netzwerk von auch freiberuflich agierenden Spezialisten zurück, das es in Ableitung unserer Wachstumsziele regelmäßig gilt, gepflegt und weiterentwickelt zu werden. Kunden Mit unseren TOP10-Kunden wickeln wir einen wesentlichen Teil unseres Gesamtumsatzes ab. Insbesondere die Erschließung internationaler SM-Märkte soll dazu bei-tragen, diese Abhängigkeit zu reduzieren. Aufgrund der Bonität unserer Kunden gibt es keine Forderungsausfälle im Geschäftsbereich B&S. Allerdings erfolgt das Zahlungsverhalten nicht immer vereinbarungsgemäß und zum Bilanzstichtag regelmäßig besonders schleppend. Wir setzen hier ein intensives Mahnwesen konsequent und mit gutem Erfolg ein. Forderungen im Geschäftsbereich SM werden infolge Volumen und Kundenprofil bezüglich Bonität und Rechtsraum anders bewertet. Geschäfte dieser Art werden standardmäßig über Vorauskasse oder Akkreditiv abgesichert. Blankogeschäfte werden nur im Ausnahmefall und auf Basis aktueller Kreditauskünfte gewährt. Finanzierung Das Unternehmen hängt von der Finanzierungsbereitschaft und -fähigkeit unserer Muttergesellschaft ab, die voraussichtlich auch über den 31.12.2013 hinaus in Anspruch genommen werden muss, um die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Die Muttergesellschaft hat mit Datum vom 22. Juli 2013 der EVB eine Finanzierungslinie von bis zu 10,8 Mio € zugesagt, die bis zum 31. Dezember 2014 beschränkt ist. Chancen Chancen zum nachhaltigen Umsatz- und Ergebniswachstum ergeben sich aus dem globalen Megatrend zur Energieeinsparung und CO2-Reduktion. Beide Themen sind Kernforderungen, denen sich unsere Kunden stellen müssen. EVB bietet mit seinen beiden Geschäftsbereichen geeignete Lösungen für die entsprechenden Marktanforderungen. Unsere Strategie basiert auf der SM-Entwicklung in den globalen Märkten. Ein Treiber ist hierbei der Stromzähler (commodity), den allein EVB dem Diehl Metering-Produktportfolio beistellt. Der von uns erwartete Start in den globalen Märkten wird insofern direkt auch mit der Generierung von Hardware-Umsätzen bei EVB verbunden sein. Neben der sinnvollen Kombination von Multi-Utility-Hardware, die bevorzugt aus dem Portfolio von Diehl Metering zugekauft wird, bestimmt sich der Erfolg von SM-Projekten wesentlich durch die Fähigkeit, große Datenmengen stabil kommunizieren, verwalten und anschließend kostenoptimal dem IT-System des Versorgers zur Verfügung zu stellen. EVB kann hier durch den Zugriff auf die Software Meterus der Tochtergesellschaft EVB IT unabhängig agieren. 4. PrognoseberichtWirtschaftliche Rahmenbedingungen Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwarten wir für das Jahr 2013 stabil und auf einem ähnlichen Niveau wie 2012. Erwartete Entwicklung Den Geschäftsbereich B&S zu konsolidieren. Im Geschäftsbereich SM wird in 2013 kein materielles Umsatzwachstum erwartet. Auf nationaler Ebene erwarten wir in 2013 eine Klärung wichtiger regulatorischer Fragen, die dann zur Investitionssicherheit unserer Kunden beitragen sollen. Den deutschen SM-Markt sehen wir in 2013 auf unverändert verhaltenem Niveau. Für das Unternehmen insgesamt erwarten wir auch in 2013 ein mit 2012 vergleichbar schwieriges Jahr. 5. Nachtragsbericht Für den Geschäftsbereich B&S wurde ein Verkaufsvertrag mit Closingtermin 31.07.2013 unterzeichnet. Mit dem Mezzanine-Kapitalgeber wurde ein 50%iger Forderungsverzicht der per 30.06.2013 bestehenden Verbindlichkeiten unter Auskehrung der verbleibenden 50% per 31.07.2013 vereinbart.
Velbert, 25.07.2013 EVB Energy Solutions GmbH R. Benken F. Sanders BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang(1) AllgemeinesDer Jahresabschluss unserer Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2012 ist nach den Vorschriften des HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die EVB Energy Solutions GmbH erfüllt gemäß § 267 HGB im Geschäftsjahr 2012 die Größenkriterien für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt, da eine positive Fortführungsprognose vorliegt und die Muttergesellschaft eine bis zum 31. Dezember 2014 befristete Kreditlinie bis zu einer Höhe von 10,8 Mio. € zugesagt hat. (2) Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig vier Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum, z.B. aufgrund der Laufzeit von Nutzungsrechten, ergibt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen bei technischen Anlagen und Maschinen sechs, bei anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung drei Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 410 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen im Anlagevermögen werden mit dem Nennwert bilanziert. Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Waren werden zu Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen bewertet. Abwertungen für Lagerbestands- und Verwertbarkeitsrisiken werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden zu Nennwerten angesetzt. Daneben werden bei Forderungen erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwert-berichtigungen und allgemeine Kreditrisiken sowie Kosten der Einziehung von Forderungen durch Pauschalwertberichtigungen in angemessenem Umfang berücksichtigt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem versicherungsmathematisch modifizierten Teilwertverfahren bewertet. Den Berechnungen werden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Bei der Bewertung werden Annahmen über die zukünftige Entwicklung bestimmter Parameter berücksichtigt. Als Lohn- und Gehaltstrend wird eine Steigerung von 2,8 % p.a. verwendet, die Rentendynamik wird mit 1,60 % angenommen. Die Abzinsung erfolgt entsprechend dem von der Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegten Zinssatz von 5,07 %. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und alle erkennbaren Risiken der Gesellschaft. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerung) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, die sich innerhalb von 5 Jahren voraussichtlich realisieren. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines aus Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag kombinierten Steuersatzes. Eine sich ergebende passive Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer ausgewiesen. Für eine sich ergebende Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern ausgeübt. (3) WährungsumrechnungBewertungsstichtag für die Umrechnung fremder Währungen ist bei Anlagegütern grundsätzlich der Tag der Anschaffung, bei Forderungen bzw. Verbindlichkeiten der Entstehungstag. Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet; Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips bewertet. Im Rahmen einer konzerneinheitlichen Risikomanagementstrategie werden Währungsrisiken grundsätzlich abgesichert. Bewertungseinheiten werden entsprechend § 254 HGB gebildet und dokumentiert. Bei Deckung mit Termingeschäften erfolgt die Bewertung mit den entsprechenden Sicherungskursen. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Der ineffektive Teil wird nach dem Imparitätsprinzip bilanziert. Dies bedeutet, dass positive Marktwerte in der Bilanz nicht ausgewiesen werden und für negative Marktwerte nur dann eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet wird, wenn sich aus der gebildeten Bewertungseinheit ein Negativüberhang ergibt oder bei einer offenen Position ein Verlust entsteht. Erläuterungen zur Bilanz (4) AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen im Geschäftsjahr sind in einer Anlage zum Anhang dargestellt. (5) FinanzanlagenDie Anteile an verbundenen Unternehmen umfassen die 50,7% Beteiligung an der EVB IT GmbH, Frankfurt am Main. Zum 31.12.2012 beträgt das Eigenkapital 102 T€, (Vorjahr 193 T€) das Jahresergebnis 2012 liegt bei -91 T€ (Vorjahr 44 T€). Die Beteiligungen umfassten die 30% Beteiligung an der EVB Services GmbH. Die EVB Energy Solutions GmbH hat diesen Anteil im Geschäftsjahr 2012 zum Nennwert von 30 T€ veräußert. (6) UmlaufvermögenDie Forderungen gegen verbundenen Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4 T€ (Vorjahr 28 T€) sowie Clearingforderungen in Höhe von 5.126 T€ (Vorjahr 320 T€). (7) Aktive und passive latente SteuernDie Steuerabgrenzungsposten in Höhe von 34 T€ (Vorjahr 86 T€) aktiv und 6 T€ (Vorjahr 18 T€) passiv ergeben sich aufgrund der folgenden Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die Bewertung erfolgt mit dem konzerneinheitlichen Steuersatz in Höhe von 30 %.
(8) Aktive RechnungsabgrenzungspostenDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 47 T€ (Vorjahr 107 T€) beinhaltet die Abgrenzung des Disagio auf das Nachrangdarlehen II (4% von 3.500 T€) in Höhe von 20 T€ (Vorjahr T€ 40). Das Disagio auf das Nachrangdarlehen I ist zum 31.12.2012 komplett aufgelöst worden (Vorjahr 17 T€). Der Rechnungsabgrenzungsposten für das Disagio (4% von 3.500 T€) wird über die Laufzeit des Darlehens (7 Jahre) aufgelöst. (9) EigenkapitalDas gezeichnete Kapital beträgt zum Stichtag 52.250,00 €. Eine Erhöhung des Eigenkapitals durch eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 5.000 T€ wurde durch die außerordentliche Gesellschafterversammlung, abgehalten am 21.12.2012 durch die alleinige Gesellschafterin HYDROMETER GmbH, beschlossen und durchgeführt. Die EVB hat im Geschäftsjahr 2005 eigene Anteile im Nennwert von 5.200,00 € erworben (9,95% des Grundkapitals in Höhe von 52.250,00 €). (10) RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich, für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, für ausstehende Rechnungen und für Jahresabschlusskosten. (11) VerbindlichkeitenDer Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten und die Aufgliederung der einzelnen Verbindlichkeitsposten nach ihrer Restlaufzeit sind in einer Anlage zum Anhang dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 750 T€ (Vorjahr 1.750 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 218 T€ (Vorjahr 189 T€). (12) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie gesamten sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 1.608 T€ (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 T€) verteilen sich wie folgt:
Sie betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen. (13) DerivateFür seine Geschäftstätigkeit setzt das Unternehmen Terminkontrakte ein, um die Risiken im Zusammenhang mit Währungsschwankungen zu bewältigen, die sich zwischen dem Abschlusstag und dem Erfüllungstag ergeben. Die Devisentermingeschäfte schließt die Gesellschaft mit der Diehl Stiftung & Co. KG. Diese wiederum schließt im Wesentlichen betrags- und fristengleich geeignete Kontrakte mit Banken. Der Einsatz dieser Kontrakte erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt internen Kontrollen und bleibt auf Absicherung der Geschäftsvorfälle in Fremdwährung beschränkt. Zum Bilanzstichtag existierten keine derivativen Finanzinstrumente. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (14) UmsatzerlöseDie Umsätze 2012 entfielen hauptsächlich auf den Bereich Billing & Services. Die Umsatzerlöse betreffen die folgenden Bereiche:
(15) Außerordentliche ErträgeDie gesamten außerordentlichen Erträge in Höhe von 5.500 T€ resultieren aus einem Forderungsverzicht mit Besserungsschein zur Stärkung des Eigenkapitals durch einen Beschluss der HYDROMETER GmbH vom 21.12.2012. (16) Steuern vom Einkommen und vom ErtragInnerhalb des Postens der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden ausschließlich latente Steuern ausgewiesen, die wiederum ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belasten. (17) Erträge und Aufwendungen aus latenten SteuernDie Aufwendungen aus latenten Steuern betragen 40 T€ (Vorjahr 1.185 T€) Sie werden in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen. Sonstige Angaben (18) Mitarbeiter
(19) KonzernzugehörigkeitDer Jahresabschluss unserer Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der Diehl Verwaltungs-Stiftung, Nürnberg, für den größten Kreis von Unternehmen und in den Konzernabschuss der Diehl Stiftung & Co. KG, Nürnberg, für den kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Die Konzernabschlüsse werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Damit ist die Gesellschaft gem. § 291 Abs. 2 HGB auch von der Pflicht zur Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit. (20) Angaben zu den Organen der GesellschaftMitglieder der Geschäftsführung:
Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 424 T€. Herr Alte-Teigeler wurde als Geschäftsführer zum 31.05.2012 abberufen. Ferner bestanden zum 31.12.2012 Pensionsrückstellungen gegenüber Geschäftsführern in Höhe von 57 T€. (21) Sonstige AngabenDie Angabe für das Honorar des Abschlussprüfers erfolgt im Konzernanhang der Diehl Verwaltungs-Stiftung, Nürnberg.
Velbert, den 25.07.2013 Die Geschäftsführung R. Benken F. Sanders Entwicklung des Anlagevermögens
Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der EVB Energy Solutions GmbH, Velbert, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grund-sätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 30. Juli 2013 PricewaterhouseCoopers
Karlheinz Gohel, Wirtschaftsprüfer ppa. Torsten Kanoniczak-Schänzer, Wirtschaftsprüfer
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