Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 2073
Eingetragen
13.6.1980
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von medizinischen und zahnmedizinischen Apparaten und Materialien a. n. g.
Gegenstand
Fabrikation und Vertrieb chirurgischer, medizinischer, zahntechnischer, elektronischer und feinmechanischer Instrumente, Apparate und Maschinen, Unterhaltung eines entsprechenden Reparatur- und Servicedienstes; Durchführung von Schulungskursen für die Anwendung der Instrumente, Apparate und Maschinen nach Ziff.3.1.1. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeingnet sind. Sie kann Zweigniederlassungen errichten und sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Aumüller
seit 9.9.2024
Geschäftsführer
Florian Bammatter
seit 5.6.2023
Prokura
Isabel Wojciechowski
seit 8.10.2020
Prokura
Manuela Gallus
seit 5.7.2019
Prokura
Michael Salge
seit 14.8.2009
Geschäftsführer
Thomas Kreuzwieser
seit 28.1.2009
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Straumann Holding AGCHE
85.00%
15.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Straumann Holding Deutschland GmbH
Germany
170.000 €
85.00%
Germany
30.000 €
15.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

STRAUMANN GmbH

Freiburg im Breisgau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die STRAUMANN GmbH

Prüfungsurteile

"Wir haben den Jahresabschluss der STRAUMANN GmbH, Freiburg im Breisgau,- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der STRAUMANN GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zuden zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Freiburg i. Br., 15. April 2024

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nietzer, Wirtschaftsprüfer

Löffler, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.102,05 30
2. Geschäfts- oder Firmenwert 613.333,33 693
628.435,38 723
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 163.554,30 173
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.777.781,00 1.857
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 176.725,56 0
2.118.060,86 2.030
2.746.496,24 2.753
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 25.918.128,27 25.906
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.567.467,44 8.029
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.134.651,53 32
Davon gegen Gesellschafter: EUR 2.106.110,10 (Vj. TEUR 32)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 126.591,87 107
9.828.710,84 8.168
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 284.490,49 660
36.031.329,60 34.734
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.043.314,46 412
39.821.140,30 37.899

Passiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200
II. Kapitalrücklage 1.842.482,23 1.842
III. Gewinnrücklage 85.000,00 85
2.127.482,23 2.127
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
2. Sonstige Rückstellungen 8.108.111,69 9.428
8.108.111,69 9.428
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.137.708,30 2.414
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 3.137.708,30 (Vj TEUR 2.414)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.496.100,65 22.317
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 17.088.215,02 (Vj TEUR 16.867)
davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 15.535.923,59 (Vj TEUR 17.226)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.735.724,39 1.613
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.735.724,39 (Vj TEUR 1.613)
davon aus Steuern: EUR 542.690,38 (Vj TEUR 631)
27.369.533,34 26.344
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.216.013,04 0
39.821.140,30 37.899

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 232.616.058,68 213.574
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.303.123,27 1.298
davon aus Währungsumrechnung: EUR 211,82 (Vj TEUR 1)
233.919.181,95 214.872
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren 166.469.366,58 154.942
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 31.892.710,40 30.238
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.580.648,73 5.087
davon für Altersversorgung: EUR 465.541,53 (Vj TEUR 488)
37.473.359,13 35.325
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 963.989,86 1.073
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 18.539.099,31 17.239
davon aus Währungsumrechnung: EUR -541,70 (Vj TEUR 3)
56.976.448,30 53.637
10.473.367,07 6.293
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.245,95 8
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 501.364,98 224
davon an verbundene Unternehmen: EUR 456.315,34 (Vj TEUR 188)
davon aus der Aufzinsung: EUR 45.049,64 (Vj TEUR 36)
-493.119,03 -216
9. Ergebnis vor Steuern und vor Ergebnisabführung 9.980.248,04 6.077
10 Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne 9.980.248,04 6.077
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für 2023

I. Allgemeine Angaben

Die STRAUMANN GmbH mit Sitz in Freiburg im Breisgau ist beim Amtsgericht Freiburg im Breisgau unter der HRB 2073 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbHG und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages beachtet. Nach den Größenmerkmalen des § 267 HGB ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Anlagevermögen ist zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen beim beweglichen Anlagevermögen planmäßig nach der linearen Methode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauern für das Sachanlagevermögen entsprechen den steuerlichen Vorgaben gemäß den amtlichen AfA-Tabellen, die wiederum den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern entsprechen. Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen Software, die über drei Jahre abgeschrieben wird, einen Kundenstamm (IVS), der über 10 Jahre abgeschrieben wird sowie Vertriebs Know-how (Botiss) mit einem Abschreibungszeitraum über 15 Jahre. Des Weiteren erfolgen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Bei Wegfall der Gründe, die in Vorjahren zu außerplanmäßigen Abschreibungen geführt haben, werden entsprechende Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Davon ausgenommen sind die Geschäfts- oder Firmenwerte.

Geringwertige Anlagegüter, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen.

Innerhalb der Finanzanlagen werden Genossenschaftsanteile zum Nennwert angesetzt.

Die Bewertung des Warenbestandes erfolgte zu Anschaffungskosten (gleitender Durchschnitt) oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Erkennbare Risiken aus überdurchschnittlicher Lagerdauer sind durch Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Die Risiken im Forderungsbestand sind durch Einzelwertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung von rd. 1 % Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden zu Nennwerten bewertet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus Zeitwertkonten sowie Jubiläumsrückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,76 % (VJ 1,45 %) bewertet. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren. Bei der Ermittlung der Jubiläumsrückstellungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,40 % (VJ 2,40 %) zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 6,72 % (VJ 6,72 %) p.a. unterstellt.

Die ausschließlich der Erfüllung der mit Altersversorgungsverpflichtungen vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen (Rückstellungen für Verpflichtungen aus Zeitwertkonten) dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Bei den Wertpapieren, die ausschließlich der Erfüllung der mit Altersversorgungsverpflichtungen vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen (Rückstellungen für Verpflichtungen aus Zeitwertkonten) dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen. Der beizulegende Zeitwert dieser Wertpapiere ergibt sich aus deren Aktivwert.

Zu erwartende Rückstellungen für Rücksendungen (Retourenrückstellungen) werden mit der durchschnittlichen Rohgewinnmarge der Umsätze der letzten zwei Monate des Geschäftsjahres auf Basis von Erfahrungswerten durchschnittlicher Vorjahresretouren passiviert.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsposten bestehen nicht.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der beigefügten Anlage zum Anhang (Anlagespiegel).

Entgegen dem Vorjahr erfolgt ab diesem Jahr der korrekte gesonderte Ausweis der technischen Anlagen und Maschinen in der Bilanz und im Anlagenspiegel von TEUR 1.778 (Vj. ZEUR 1.857).

Für den Erwerb des Botiss Vertriebs Know-how (Geschäfts- oder Firmenwert) im Jahr 2016 wurde mit einem Abschreibungszeitraum von 15 Jahren gerechnet. Anhaltspunkte hierfür sind sowohl das geschätzte Vertriebs Know-how der Mitarbeiter sowie die durchschnittliche Verbleibdauer der damit übergegangen Vertriebsmitarbeiter.

Wie im vorangegangenen Geschäftsjahr haben alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Es bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.134 (Vj. TEUR 33). Davon betreffen in Höhe von TEUR 28 (Vj. TEUR 33) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen gegenüber der Gesellschafterin, im Zusammenhang mit dem Cashpooling von TEUR 2.106 (Vj. TEUR 0).

Die Gewinnrücklagen betreffen gesellschaftsvertragliche Rücklagen.

Die sonstigen Rückstellungen über TEUR 8.108 (Vj. TEUR 9.428) beinhalten mit TEUR 6.406 (Vj. TEUR 6.146) im Wesentlichen Personalrückstellungen für Jubiläumszusagen, Urlaub- und Freizeitausgleich, Mitarbeiterprämien sowie Abfindungen. Weitere Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.702 (Vj. TEUR 3.282) betreffen hauptsächlich Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen, für Rücklieferungen und für Mieterrückbauten.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Zeitwertkonten werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zum Bilanzstichtag in Höhe ihres Erfüllungsbetrags von TEUR 679 (Vj. TEUR 628) mit dem entsprechenden Deckungsvermögen in Wertguthaben aus Rückdeckungsversicherungen verrechnet. Der Aktivwert des Deckungsvermögens beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 631 (Vj. TEUR 578). Das Deckungsvermögen beinhaltet zweckexklusive, verpfändete und insolvenzgeschützte Guthaben bei einem Insolvenzversicherungsunternehmen. Es erfolgte eine Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen in Höhe von TEUR 1. Nach Saldierung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen zum Zeitwert verbleibt eine Rückstellung in Höhe von TEUR 48.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 22.496 (Vj. TEUR 22.317). Davon betreffen in Höhe von TEUR 7.030 (Vj. TEUR 5.093) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 15.466 (Vj. TEUR 17.224) sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen sonstige Verbindlichkeiten. Hierbei handelt es sich insbesondere um ein Darlehen, den Cash-Pool sowie die Verbindlichkeit aus Gewinnabführung.

Bis auf das Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 5.450, welches eine Laufzeit von zwei bis fünf Jahren hat, haben alle Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.043 (Vj. TEUR 412) betreffen im Wesentlichen Anzahlungen für zukünftige Veranstaltungen TEUR 205 (Vj. TEUR 35) sowie Aufwendungen für die Weiterverrechnung von Scanner Lizenzen von TEUR 838 (Vj. TEUR 376).

Im Jahr 2023 sind erstmalig passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 2.216 (Vj. TEUR 1.682) ausgewiesen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzabgrenzungen für kieferorthopädische Prosukte und Lizenzen in Höhe von TEUR 2.186 ( Vj. TEUR 1.657).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse mit Dritten, welche ca. 90 % (Vj. 91 %) der Gesamtumsätze ausmachen, werden ausschließlich in Deutschland erzielt. Von diesen entfallen 85 % (Vj. 86 %) auf den Bereich Implantologie inklusive der implantatgetragenen Prothetik sowie 15 % (Vj. 14 %) auf sonstige Produkte und Dienstleistungen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält in Höhe von TEUR 184 (Vj. TEUR 128) aperiodische Erträge, im Wesentlichen aus Erträgen aus dem Buchgewinn aus Anlagenabgang in Höhe von TEUR 58 (Vj. TEUR 3) und der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 97 (Vj. TEUR 37).

Darüber hinaus sind aperiodische Aufwendungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 8 (Vj. TEUR 818) in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Dabei handelt es sich größtenteils aus Buchverlusten aus Anlagenabgang in Höhe von TEUR 7 (Vj. EUR 0).

V. Sonstige Angaben

Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus den laufenden Mietverträgen (Laufzeiten bis 2027) sowie aus Full-Service-Leasingverträgen für die Geschäftsfahrzeuge.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach Laufzeiten:

Laufzeit Beträge Mietverträge Beträge Leasing (Fuhrpark) Summe
TEUR TEUR TEUR
< 1 Jahr 1.721 1.237 2.958
1 - 5 Jahre 3.734 1.031 4.765
> 5 Jahre 0 0 0
5.455 2.268 7.723

Die Verpflichtungen aus Mietverträgen bestehen für Gebäude.

Die Miet- und Leasingverpflichtungen wurden eingegangen, um den Verwaltungsaufwand im Zusammenhang mit einem im Eigentum stehenden Fuhrpark bzw. im Eigentum stehenden Gebäuden zu minimieren. Dies wurde auf Gruppenebene entschieden.

Mitarbeiter

Die Zahl der im Jahresdurchschnitt Beschäftigten verteilt sich wie folgt:

2023 2022
Beschäftigte i.S.d. § 267 HGB 367 348
davon angestellte Arbeitnehmer 343 325
davon gewerbliche Arbeitnehmer 24 23
Auszubildende 15 15
Gesamt 382 363

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt:

 

Herr Michael Salge, Freiburg im Breisgau - Diplom-Kaufmann

 

Herr Andreas Utz, Freiburg im Breisgau - Diplom-Kaufmann

Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Straumann Holding AG, Basel/Schweiz, welcher den größten und kleinsten Konsolidierungskreis umfasst, einbezogen. Er ist im Internet über www.straumann.com erhältlich.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von TEUR 54 für Abschlussprüfungsleistungen sowie für andere Bestätigungsleistungen ein Honorar von TEUR 5 berechnet. Daneben wurden keine weiteren Leistungen erbracht.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Gewinnverwendung

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Straumann Holding Deutschland GmbH, Freiburg im Breisgau, abgeführt. Der abgeführte Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 9.980.

 

Freiburg im Breisgau, 11. April 2024

Die Geschäftsführung der STRAUMANN GmbH

Michael Salge

Andreas Utz

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.198.998,54 5.145,50 287.384,32 -2.027,40 914.732,32
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.203.166,61 0,00 0,00 -949,99 1.202.216,62
2.402.165,15 5.145,50 287.384,32 -2.977,39 2.116.948,94
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 828.414,09 20.107,20 104.114,79 0,00 744.406,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.607.139,70 791.151,13 1.722.667,15 -28.763,41 6.646.860,27
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 176.725,56 0,00 0,00 176.725,56
8.435.553,79 987.983,89 1.826.781,94 -28.763,41 7.567.992,33
10.837.718,94 993.129,39 2.114.166,26 -31.740,80 9.684.941,27
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.169.435,31 19.606,68 287.384,32 2.027,40 899.630,27
2. Geschäfts- oder Firmenwert 509.833,28 80.000,00 0,00 949,99 588.883,29
1.679.268,59 99.606,68 287.384,32 2.977,39 1.488.513,56
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 655.640,49 29.104,69 103.892,98 0,00 580.852,20
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.749.897,79 835.278,49 1.687.333,60 28.763,41 4.869.079,27
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6.405.538,28 864.383,18 1.791.226,58 28.763,41 5.449.931,47
8.084.806,87 963.989,86 2.078.610,90 31.740,80 6.938.445,03
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.102,05 29.563,23
2. Geschäfts- oder Firmenwert 613.333,33 693.333,33
628.435,38 722.896,56
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 163.554,30 172.773,60
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.777.781,00 1.857.241,91
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 176.725,56 0,00
2.118.060,86 2.030.015,51
2.746.496,24 2.752.912,07

Lagebericht 2022

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die STRAUMANN GmbH, Freiburg im Breisgau, (im Folgenden kurz "Straumann") ist eine Vertriebsgesellschaft der Straumann Gruppe mit Hauptsitz in der Schweiz und vertreibt in erster Linie, die von Gruppengesellschaften entwickelten und hergestellten Produkte.

Die STRAUMANN GmbH ist ein führendes Unternehmen im deutschen Dentalmarkt, das chirurgische, restaurative und regenerative Lösungen anbietet, die von Knochenaufbau und Geweberegeneration über Implantate und Prothetik bis hin zu individualisierten Kronen und Brücken reichen. Mit dem Geschäftsbereich "Straumann® CARES® Digital Solutions" bietet die STRAUMANN GmbH Lösungen aus der digitalen Zahnmedizin an und mit dem Geschäftsbereich "ClearCorrect" Lösungen für den kieferorthopädischen Bereich. Unsere Zielgruppen sind Kliniken mit kieferchirurgischen Abteilungen, niedergelassene Zahnärzte, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen, Oralchirurgen, Kieferorthopäden sowie Dental-Labore.

Die STRAUMANN GmbH ist seit 1. Januar 2008 eine 100-prozentige Tochter der Straumann Holding Deutschland GmbH, Freiburg im Breisgau. Als Informationsquelle gilt auch der Geschäftsbericht der obersten Muttergesellschaft, Straumann Holding AG, Basel/Schweiz. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Straumann Holding Deutschland GmbH und der STRAUMANN GmbH ist mit Wirkung zum 21. Dezember 2023 aufgehoben worden. Mit Wirkung zum 1. Januar 2024 ist ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der Straumann Holding Deutschland GmbH und der STRAUMANN GmbH geschlossen worden.

Es existieren unselbständige Zweigniederlassungen in Hügelsheim und Freiburg. In einem benachbarten Stadtteil von Freiburg befindet sich unser Logistikzentrum. Darüber hinaus ist ein Teil des Vertriebsinnendienstes in Räumlichkeiten in Hügelsheim untergebracht.

Die STRAUMANN GmbH fungiert aufgrund des bestehenden Distributionsvertrags als exklusiver Vertragshändler für die Institut Straumann AG, Basel/Schweiz auf dem deutschen Markt.

II. Wirtschaftsbericht

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Implantate

Im Jahr 2023 hat sich unser Implantat-Geschäft weiterhin positiv entwickelt. Auf Grundlage der uns vorliegenden Marktdaten hat sich der Markt für Dentalimplantate in Deutschland im Jahr 2023 leicht positiv entwickelt.

Premium Implantat-Linien der Marke Straumann

Das Implantat-Volumen der Marke Straumann hat sich im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Insbesondere BLX für die Indikation der Sofortversorgung und BLT haben sich hierbei positiv entwickelt.

Value Implantat-Linien der Marken Neodent, Medentika und Anthogyr

Im Value Bereich ist die Straumann GmbH mit den drei Marken Anthogyr, Medentika und Neodent im deutschen Markt vertreten. In Summe haben sich die Value Implantat-Linien ebenfalls positiv entwickelt und lagen vom Volumenwachstum her über dem der Implantate der Marke Straumann.

Das Geschäftsfeld der Implantate und chirurgischen Komponenten insgesamt lag rund 7% über dem Niveau des Jahres 2022.

Implantat-Prothetik

Der Bereich der Prothetik hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr über sämtliche Marken hinweg positiv entwickelt. Auch im Jahr 2023 ist hier insbesondere das starke Wachstum der Medentika Prothetik hervorzuheben.

Der größte Teil unseres Umsatzes wird im Bereich der Implantologie (d.h. Dentalimplantate und Implantat-Prothetik) getätigt. Die Umsatzentwicklung in diesem Bereich war auch im Jahr 2023 positiv.

Kieferorthopädie

Für die STRAUMANN GmbH ist der Bereich der kieferorthopädischen Produkte der jüngste Produktbereich. Der Umsatz mit Dritten in diesem Bereich ist im Jahr 2023 um rund 18% gestiegen.

Digitale Produkte und Lösungen

Der gesamte Bereich der digitalen Produkte und Lösungen hat sich im Jahr 2023 positiv entwickelt. Dieser umfasst die Teilbereiche digitale Hardwarekomponenten, Software- und sonstige Lösungen sowie digitales Zubehör, wobei insbesondere die Intraoralscanner ein deutliches Wachstum verzeichnen konnten.

Biomaterialien

Die Biomaterialien entwickelten sich im Jahr 2023 mit einer Wachstumsrate von rund 10%. Stärkster Bereich waren hier die Produkte, die als Knochenersatzmaterialien dienen.

B. Darstellung der Ertragslage

2023 2022 Abw.
Gesamtumsatz 232.616 213.574 +19.042
(Gesamtumsatzerlöse Berichtsjahr in 1.000 Euro)
Umsatz mit Dritten 209.043 194.355 +14.688
(Gesamtumsatzerlöse Berichtsjahr in 1.000 Euro)
Intercompany Umsatz 23.573 19.219 +4.354
(IC-Umsatzerlöse Berichtsjahr in 1.000 Euro)
Umsatzrentabilität (EBIT Marge) 4,5% 2,9% +1,6% Punkte
(Ergebnis vor Steuern und Zinsen*100/ Gesamtumsatzerlöse)
Materialaufwandsquote 71,6% 72,5% -0,9% Punkte
(Materialaufwand*100/Umsatzerlöse)
Contribution Margin 73,4% 73,1% +0,3% Punkte
((Umsatzerlöse mit Dritten + sonstige betriebliche Erträge - Personalaufwand - Abschreibungen - sonstige betriebliche Aufwendungen) /Umsatzerlöse mit Dritten)

Gesamtumsatz: Der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2023 ist deutlich gestiegen. Wozu im Wesentlichen die Umsätze mit Dritten aber auch die Intercompany-Umsätze beigetragen haben.

Als Vertriebsgesellschaft sind unsere wesentlichen Steuerungsgrößen der Umsatz mit Dritten und die Contribution Margin.

Umsatz mit Dritten: Der Umsatz mit Dritten betrug im Jahr 2023 insgesamt 209,0 Mio. EUR (Vj. 194,4 Mio. EUR). Diese sind somit um 14,7 Mio. EUR oder 7,6% gestiegen. Der Umsatz mit Dritten entfällt zu 85% auf den Bereich Implantologie (inklusive der Implantatgetragenen Prothetik) sowie zu 15% auf sonstige Produkte und Dienstleistungen.

Contribution Margin: Die Kostenstruktur hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die Kosten sind absolut gestiegen. Unserer Aktivitäten im Bereich von Schulungen und Fortbildungen 2023 sind gemessen an den Marketingausgaben leicht unter dem Vorjahr.

Die Reisekosten sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, ebenso die Personalausgaben, u.a. aufgrund des Ausbaus unserer Belegschaft.

Durch den höheren Anstieg des Gesamtumsatzes im Vergleich zu den Kosten lag die Contribution Margin über dem Vorjahresniveau (Anstieg um +0,3%-Punkte).

Der EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen liegt bei 4,5%. Die Materialaufwandsquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr um -1,0%-Punkt auf 71,6% verringert.

Die Umsätze mit Dritten für das Jahr 2023 haben mit 209 Mio. EUR die ursprünglichen Umsatz-Erwartungen von 205 Mio. EUR für das Jahr 2023 übertroffen und die Kosten lagen moderat in Höhe von 0,3 % über den Erwartungen. In Summe wurde damit die Erwartungen an die Entwicklung der Steuerungsgröße Contribution Margin bezogen auf Umsatzerlöse in Höhe von 0,3 % überschritten.

C. Darstellung der Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich um 1,9 Mio. EUR erhöht. Das Eigenkapital ist unverändert bei 2,1 Mio. EUR.

Die Erhöhung der Bilanzsumme geht auf die Veränderung des Umlaufvermögens von 34,7 Mio. EUR um 1,3 Mio. EUR auf 36,0 Mio. EUR zurück, wobei die Forderungen gegen verbundene Unternehmen den größten Anteil daran haben.

Die Vorräte betragen, unverändert zum Vorjahr, 25,9 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an fremde Dritte mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr sind um 0,4 Mio. EUR auf 7,6 Mio. EUR gesunken.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.043 (Vj. TEUR 412) betreffen im Wesentlichen Anzahlung für zukünftige Veranstaltungen in Höhe von TEUR 205 (Vj. TEUR 35). Sowie Aufwendungen für die Weiterverrechnung von Scanner Lizenzen in Höhe von TEUR 838 (Vj. TEUR 376).

Auf der Passivseite sind die Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahresniveau um 1,3 Mio. EUR auf 8,1 Mio. EUR gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von 22,3 Mio. EUR um 0,2 Mio. EUR auf 22,5 Mio. EUR gestiegen. Davon betreffen Verbindlichkeiten in Höhe von 15,5 Mio. EUR (Vj. 17,2 Mio. EUR) den Gesellschafter.

Die Finanzlage kann als solide bezeichnet werden. Die Liquidität wird durch ein konzernweit geltendes Liquiditätskonzept sichergestellt. In diesem Zusammenhang besteht ein Cash Concentration Agreement sowie ein Kreditlinienvertrag mit der Straumann Holding Deutschland GmbH. Im Berichtsjahr wurden Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt.

Das Investitionsniveau im Jahr 2023 beträgt 1,0 Mio. EUR und ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Mio. EUR gestiegen. Der Großteil der Investitionen betraf die Logistikerweiterung, Demonstrations- und Vorführmaterialien sowie IT-Hardware.

Die Eigenkapitalquote ist gegenüber dem Vorjahr gesunken, bedingt durch eine höhere Bilanzsumme bei gleichbleibendem Eigenkapital.

2023 2022 Abw.
Eigenkapitalquote 5,3% 5,6% -0,3 % Punkte
(Eigenkapital*100/Gesamtkapital)

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich von 8,0 Mio. EUR um 0,4 Mio. EUR auf 7,6 Mio. EUR verringert. Die durchschnittliche Debitorenlaufzeit ist im Vergleich zu 2022 gleichgeblieben.

2023 2022 Abw.
Durchschnittliche Debitorenlaufzeit 11 11 +/-0
(Durchschn. Debitorenbestand Dritte *360/Umsatzerlöse mit Dritten)

Im Vorjahr wurde eine abweichende durchschnittliche Debitorenlaufzeit von 10 ausgewiesen. Grund hierfür ist die Anpassung der Formel. Die neue Bemessungsgrundlage des durchschnittlichen Debitorenbestandes von Dritten wurde um die Umsätze mit verbundenen Unternehmen reduziert. Weshalb es zu einer Anpassung der Vorjahreszahl auf 11 kommt.

Auch im Geschäftsjahr 2023 war es nicht notwendig, Kapital von fremden Dritten in Anspruch zu nehmen.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der STRAUMANN GmbH kann zusammenfassend als zufriedenstellend beurteilt werden.

D. Arbeitnehmerbelange

Der aktive Personalbestand der STRAUMANN GmbH war zum Jahresende mit 372 Beschäftigten um 4,5% höher als im Vergleich zum Vorjahr (356 Beschäftigte); zusätzlich waren zum Jahresende 15 Auszubildende beschäftigt, im Vorjahr waren es 16 Auszubildende.

Im Berichtsjahr wurden 0,5 Mio. EUR (Vj. 0,5 Mio. EUR) in die Qualifizierung und Weiterbildung unserer Beschäftigten investiert.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

A.Prognosebereich

Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024 ist durch die noch immer hohe Inflation, den anhaltenden Ukraine-Krieg und dessen mögliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung von Unsicherheiten geprägt. Die möglicherweise resultierenden Effekte auf unser Geschäft sind nicht abschließend vorhersehbar.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren daraus aber keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft erkennbar.

Nach einem moderaten Wachstum des Implantatmarktes bis einschließlich 3. Quartal 2023 gehen wir aus heutiger Sicht auch von einem weiteren leichten Anstieg in 2024 für den Gesamtmarkt aus.

Bezüglich den Steuerungsgrößen Umsatz mit Dritten sowie Contribution Margin streben wir ein leicht höheres Niveau im Vergleich zum Jahr 2023 an.

Auf Basis der vorliegenden Informationen sowie den vertraglichen Gegebenheiten mit verbundenen Unternehmen wird das EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen (EBIT-Marge) auch im Jahr 2024 auf vergleichbarem Niveau wie im Jahr 2023 von 4,5 % liegen.

B. Chancen und Risiken

Der im Februar 2022 begonnene Angriff von Russland auf das Staatsgebiet der Ukraine wurde auch im Jahr 2023 fortgeführt. Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen durch den erfolgten Einmarsch russischer Truppen in der Ukraine lassen sich derzeit immer noch nicht abschließend abschätzen.

Damit verbundene negative Folgen sind unter anderem ausgelöste Unsicherheiten sowie die gegen Russland erlassenen Sanktionen. Die Gesellschaft hat keine Liefer- und keine Kundenbeziehungen nach Russland oder der Ukraine.

Zu den weiteren wirtschaftlichen Unwägbarkeiten zählen aktuell auch ein weltweit gestiegenes Zinsniveau und hohe Teuerungsraten sowie weitere steigende (geo)-politische Spannungen wie der Konflikt zwischen Israel und Palästina. Auch hier bestehen keine Liefer- und keine Kundenbeziehungen.

Insgesamt sind keine Lieferverzögerungen durch Engpässe bei Materialien oder ähnlichem zu erwarten.

Durch die laufende Berichterstattung über die Geschäftsentwicklung wird sichergestellt, dass unternehmensgefährdende Risiken frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung rechtzeitig eingeleitet werden können. Die enge Verzahnung des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses stellt somit sicher, dass die Zielerreichungsgrade permanent überprüft werden können.

Durch klare Arbeitsanweisungen, Prozesse und Verantwortlichkeiten ist sichergestellt, dass eine zeitnahe und korrekte Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen stattfindet. Außerdem sind wir in das interne Kontrollsystem der Straumann Gruppe eingebunden.

Änderungen im Gesundheitssystem insbesondere eine Reform der Gebührenordnung für Zahnmediziner (GOZ) könnten deutliche Auswirkungen auf die Entwicklung des Implantologiemarktes haben. Diese Entwicklung wird von uns laufend verfolgt. Wir haben derzeit keine Kenntnis über wesentliche Änderungen der GOZ, die deutliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf haben würden.

Die STRAUMANN GmbH verfügt über eine breite Kundenstruktur, sodass hierdurch eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden nicht gegeben ist.

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken werden aufgrund der Einbindung in die Straumann-Gruppe und die entsprechenden vertraglichen Regelungen nicht erwartet und entsprechend als geringes Risiko eingestuft. Dem Liquiditätsrisiko wird durch die Finanzierung über den Konzern begegnet.

Als in die Straumann Gruppe integrierte Vertriebsgesellschaft sehen wir uns lediglich den Marktrisiken im Bereich des Vertriebs ausgesetzt, wobei keine nennenswerten Risiken im Bereich der Forderungen erkennbar sind. Zur Überwachung und Minimierung dieser Risiken betreiben wir ein konsequentes Forderungsmanagement und arbeiten eng mit unserem Inkasso-Institut zusammen.

Bestandsgefährdende Risiken werden nicht gesehen.

Die größten Chancen im Jahr 2024 sehen wir weiterhin in der erfolgreichen Vermarktung unseres Implantatportfolios im Premium Bereich (insbesondere mit BLT, BLX und TLX bzw. BLC/TLC) und im Value Bereich. Zusätzlich zum Implantatbereich bietet uns das Marktsegment der Kieferorthopädie attraktive Wachstumschancen in der Zukunft.

 

Freiburg im Breisgau, den 11. April 2024

Die Geschäftsführung der STRAUMANN GmbH

Andreas Utz

Michael Salge

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