PrioNatura GmbH
Selbe AdresseArchitekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Soenke Jessen seit 23.1.2020 | Geschäftsführer |
Dennis Hansen seit 30.1.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 40.00% | |
| 20.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Jessen Beteiligungs GmbH | 40.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SANI GmbHBorgstedtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
(Amtsgericht Kiel, HRB 1754 RD) Anhang1. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und der §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Bei der Aufstellung wurden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Die Gliederung der Bilanz erfolgte im Rahmen der Vorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren). Wir haben den Jahresabschluss der SANI GmbH unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde gemäß den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung vorgenommen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit Zeitpunkt des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Abschreibungen errechnen sich nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der jeweiligen Nutzungsdauer und wurden im Geschäftsjahr des Zugangs zeitanteilig vorgenommen. Die Nutzungsdauern der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände betragen 3 bis 5 Jahre. Das Sachanlagevermögen wurde im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten, und soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Bei Erfüllung der Voraussetzungen eines Finanzierungsleasingvertrags im Sinne der steuerlichen Leasingerlasse wurden als Anschaffungskosten der Barwert der Summe der Leasingraten - einschließlich eines am Leasingende vereinbarten Kaufpreises - angesetzt. Die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 und 3 HGB enthalten die Einzelkosten für Material und Fertigung, die Sonderkosten der Fertigung und angemessene Teile der Gemeinkosten. Die Abschreibungen errechnen sich nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der jeweiligen Nutzungsdauer und wurden im Zeitpunkt des Zugangs zeitanteilig vorgenommen. Auf Betriebs- und Geschäftsausstattungen wurden aufgrund einer dauernden Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 129.632,11 vorgenommen. Die Nutzungsdauer der Bauten beträgt ca. 33 Jahre. Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über einen Zeitraum von 3 bis 15 Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2023 angeschaffte Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis einschließlich EUR 1.000,00 wurden in entsprechender Anwendung des § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt, der jährlich mit einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird. Die Finanzanlagen wurden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten angesetzt. Im Falle eines niedrigeren beizulegenden Wertes am Abschlussstichtag werden Abwertungen erst bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Fremdbezogene Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Diese wurden durch Einzelfeststellung der Anschaffungskosten ermittelt. Soweit erforderlich, wurden Abwertungen auf den Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, vorgenommen. Unfertige Leistungen werden bis zum Gewinnrealisationszeitpunkt zu Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten die Fertigungs-, Materialeinzelkosten und Sonderkosten der Fertigung. Die fremdbezogenen Waren wurden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Erkennbaren Risiken wurde durch Abschreibungen oder Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung für die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Bilanzierungswahlrecht für Disagio wurde in Anspruch genommen. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der Steuern erfolgt auf der Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes von 28,43 % (15,83 % für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag und 12,60 % für Gewerbesteuer). Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebene Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuern angesetzt. Entsprechend § 274 Abs. 1 Satz 2 und Satz 3 HGB wurde im Vorjahr das Wahlrecht aktiver latenter Steuern ausgeübt. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurden bestehende Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahren zu erwarteten Verlustverrechnung berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2023 wurden die Verlustvorträge vollständig verbraucht und die aktiven latenten Steuern dementsprechend auf TEUR 0 reduziert. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) berücksichtigt. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode). Als Rechnungszinsfuß wurde nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, angesetzt. Dieser beträgt 1,82 %. Der Bewertung der Pensionsrückstellungen liegen die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck und ein Rententrend von 2 % sowie Gehaltstrend von 0 % pro Jahr zugrunde. Der Aufwand durch Änderung des Rechnungszinses wurde als Zinsaufwand berücksichtigt. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,74 %) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 11.470,00 (Vorjahr: EUR 52.589,00). Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. 3. Angaben zur Bilanz Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist in der Anlage zum Anhang als Bestandteil des Anhangs dargestellt. Der Bilanzposten Ausleihungen an verbundene Unternehmen entfällt vollständig auf Ausleihungen an Gesellschafter. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von EUR 101.497,46 (Vorjahr: EUR 145.378,72) enthalten, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. Die restlichen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen waren im Vorjahr Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 44 enthalten. Für die Ausschüttung gesperrte Beträge i.S.d. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB (Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen) bestehen in Höhe von EUR 11.470,00 (Vorjahr: EUR 258.089,00). Im Vorjahr entfielen EUR 205.500,00 auf die Aktivierung latenter Steuern und EUR 52.589,00 auf den Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen. Sonstige Rückstellungen (TEUR 2.727) wurden im Wesentlichen für Prozesskosten und Projektnachbesserungen (TEUR 941), für Umsatzgutschriften und Projektabgrenzungen fertiggestellter Projekte (TEUR 804) und für ausstehende Rechnungen (TEUR 210) gebildet. Für die Überbrückungshilfe wurde im Rahmen der Schlussrechnung eine Rückstellung in Höhe TEUR 300 für erwartete Rückzahlungsbeträge gebildet, was dem höchstmöglichen Ansatz entspricht. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 12.980 sind durch Sicherungsübereignung des Betriebsinventars, maschineller Anlagen, des Containerbestands und eines Systemgebäudes sowie durch die Abtretung von Forderungen besichert. Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 886 durch Abtretung von Forderungen besichert. In den übrigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 880 (Vorjahr TEUR 1.100) enthalten. 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Das Rohergebnis enthält Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von TEUR 129 aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen sowie in Höhe von TEUR 39 aus der Auflösung von Rückstellungen (davon periodenfremd TEUR 168). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von TEUR 300 aus der Bildung der Rückstellung von Überbrückungshilfe im Rahmen der Schlussrechnung (davon periodenfremd: TEUR 300). Das Finanzergebnis beinhaltet Zinserträge aus der Erhöhung des Rechnungszinses bei den Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 5.704,00 (Vorjahr: Aufwand aus der Verminderung des Rechnungszinses von EUR 13.115,00). In dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung in Form der Auflösung von aktiven latenten Steuern in Höhe von EUR 205.500,00 (Vorjahr: EUR 821.407,00) enthalten, die ebenfalls periodenfremden Aufwand darstellen. 5. Sonstige Angaben Angaben zur Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:
Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt. Sie sind befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Bezüglich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Personalbestand Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 81 Arbeitnehmer. Von den 81 Arbeitnehmern sind 45 Angestellte und 36 gewerbliche Arbeitnehmer. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 7.900 für Leasing- und Mietverpflichtungen, welche sich über eine Dauer von maximal 22 Jahren erstrecken. Beteiligungen Unter den Beteiligungen werden 10 % der Anteile an der Basis Immobilien GmbH, Wallsbüll, ausgewiesen. Im letzten Jahresabschluss (zum 31. Dezember 2022) weist diese Gesellschaft ein Eigenkapital von EUR 2.065.416,17 bei einem Jahresüberschuss von EUR 864.567,91 aus. Vorschlag über die Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 4.081.517,94 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 8.109.030,85 auf neue Rechnung vorzutragen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.
Borgstedt, 11. Juni 2024 Dennis Hansen, Geschäftsführer Sönke Jessen, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Seit mehr als 30 Jahren ist die SANI GmbH (nachfolgend auch SANI genannt) Anbieter von mobiler Infrastruktur in Europa. Wir bieten professionelle Raum- und Sanitärlösungen und erstellen hochmoderne Containeranlagen und Gebäude in Modulbauweise in allen Ausstattungen und Größen nach den individuellen Vorgaben unserer Kunden. Der Betrieb der SANI basiert auf zwei Hauptsäulen. Es handelt sich hierbei um die Geschäftsbereiche
Mit der sanitären Infrastruktur umfasst SANI ein modulares Angebot an zur Vermietung verfügbarem Equipment in Form von WCs, Duschen, Urinalen und Wasserstationen. Mit dem Zubehör in Form von Trinkwasser- und Abwasserleitungen sowie -pumpen und entsprechenden Speicherlösungen bedient SANI die Versorgung temporär errichteter Sanitärstationen auf humanitären Projekten. Hierzu zählt traditionell die Ausstattung von Freizeitprojekten wie Festivals und Straßenfesten sowohl aus dem privaten als auch dem öffentlichen Sektor. Zusätzlich begleitet SANI mit Unterbringungslösungen sowie mit militärischen Sanitärstationen NATO- und Bundeswehrübungen und -einsätze im In- und Ausland. Nach Überzeugung der Geschäftsführung setzt SANI mit der Bereitstellung erstklassiger Sanitäranlagen für die Fan Zone bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 seinen Ruf als führender Anbieter von temporärer Infrastruktur fort und unterstreicht mit flexibel einsetzbaren Vakuum-WC-Modulen und Waschtischen sein Engagement für Innovation und Nachhaltigkeit. Der Einsatz von Photovoltaikmodulen in der sanitären Infrastruktur ermöglicht, den CO 2 Ausstoß zu reduzieren. Der Containeranlagenbau / Modulbau stellt seit der im Jahr 2018 begonnenen bundesweiten Neuausrichtung und Expansion den Geschäftsbereich dar, der am stärksten wächst und sich von einem ehemaligen Randbereich zu einem zentralen Element des Geschäftsmodells von SANI entwickelte. Die Vermietung von Containeranlagen / Modulbauten sowie das Angebot dazugehöriger Dienstleistungen gewann neben der klassischen Vermietung von Raumcontainern, insbesondere in den von Corona belasteten Geschäftsjahren 2020/2021, eine zunehmende Bedeutung für SANI. Mit zunehmendem Volumen des zum Geschäftsmodell von SANI gehörenden Containerbestands wächst auch die Bedeutung des Verkaufs- bzw. Handelsgeschäftes mit Containern, das mit der Neuausrichtung von SANI in 2018 ebenfalls im Geschäftsbereich Containeranlagenbau / Modulbau angesiedelt wurde. Die in 2018 begonnene Neuausrichtung soll laufend weiterentwickelt und dem erweiterten Geschäftsmodell angepasst werden. Insbesondere die Niederlassungen Nord sowie Ost werden mit der Ausweitung des Modulbaubereiches massiv gestärkt. 2. Forschung und Entwicklung Gegenstand der Entwicklungstätigkeit bei SANI ist die Weiterentwicklung von vorhandenen Produkten bzw. die Neuentwicklung von Produkten und somit die Erweiterung des Leistungsspektrums. Die Entwicklung und Eigenfertigung von innovativer Vakuumtechnik für den mobilen Sanitärbereich (WC- und Duschbereich), welche auch zahlreiche Aspekte des Umweltschutzes berücksichtigt, erweitert maßgeblich das für die Vermietung von sanitärer Infrastruktur verfügbare Equipment. Diese Technik erleichtert wesentlich die Handhabung von Abwasser und es werden erhebliche Kosten für Frischwasser und die Entsorgung eingespart. Diese Entwicklung wurde bereits vor einigen Jahren begonnen und kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert. SANI hebt sich nach Ansicht der Geschäftsführung durch diese neue Technik deutlich gegenüber den Mitbewerbern ab, was sich in der Breite des Sortiments und in dem nahezu störungsfreien Einsatz widerspiegelt. Zudem wurde das Equipment für die sanitäre Infrastruktur für humanitäre Einsätze weiterentwickelt. Im Modulbaubereich erweiterte SANI sein Portfolio für die Vermietung und den Verkauf um Module mit hochwertigen Ausstattunsvarianten, optimaler Wärmedämmung und in einem modernen, attraktiven Erscheinungsbild. Die Sanitäre Infrastruktur wird mit Produkterweiterungen für die Industrie, Messen, das Militär und die humanitäre Versorgung beständig ausgebaut. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge immer noch hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_ 811.html). Im Jahr 2023 wurden die ab dem Sommer 2022 ohne Einschränkungen wieder aufgelebten Großveranstaltungen von SANI zahlreich unterstützt. Ganzjährig konnten wir die in den von Corona geprägten Vorjahren erfolgreich unterstützten Hygienekonzepte in Industrieunternehmen mit seiner sanitären Infrastruktur fortsetzen. Die sanitäre Infrastruktur wurde zudem verstärkt in humanitären Einsätzen wie der Unterbringung von Flüchtlingen sowie nach dem Erdbeben in der Türkei eingesetzt. Die in den vergangenen Jahren von SANI begonnene Ausweitung des Modulbaubereiches erwies sich im immer noch von Lieferengpässen geprägten Jahr 2023 als strategischer Vorteil gegenüber einer Baubranche, bei der Lieferengpässe im Material ab Ende 2021 massiv den Festbau beeinträchtigten, sich aber weniger auf die Erstellung von Gebäuden aus Fertigmodulen auswirkte. Insgesamt ist feststellbar, dass die Modulbauweise für den sich im energetischen Transformationsprozess befindliche Hochbau in Deutschland, der sich auch unterstützt von Seiten der Regierung verstärkt auf serielle Bausysteme ausrichtet, attraktive Lösungen anbietet und kurzfristig die Baukapazitäten erhöht. 2. Geschäftsverlauf 2023 Zur Unternehmenssteuerung verwendet die SANI GmbH eine Vielzahl alternativer Leistungskennzahlen. Die bedeutsamsten von SANI genutzten Kennzahlen sind:
Der in der o.g Kennzahl "Rohertragsmarge" verwendete Rohertrag berechnet sich als Differenz zwischen der Betriebsleistung (als Summe aus Umsatzerlösen zzgl./abzgl. der Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen, anderen aktivierten Eigenleistungen und sonstigen betrieblichen Erträgen) und den Materialaufwendungen. Darüber hinaus werden intern beispielsweise zur Steuerung der Wirtschaftlichkeit auf Projektebene der Rohertrag (Deckungsbeitrag pro Projekt) sowie zur Steuerung der Unternehmensfinanzierung der Cashflow verwendet. Für das Jahr 2023 wurden im Lagebericht 2022 die folgenden Ziele kommuniziert. Die untenstehende Tabelle zeigt, inwieweit sie realisiert bzw. nicht realisiert wurden.
Mit deutlich stärker als erwartet ausgefallenen Impulsen aus dem Wiederaufleben der Großveranstaltungen, aus der Nachfrage nach sanitärer Infrastruktur seitens der Industrie und der Kommunen sowie einer hohen Nachfrage für den Modulbaubereich war SANI im Geschäftsjahr 2023 in beiden Unternehmensbereichen (Modulbau und sanitäre Infrastruktur) gut aufgestellt. Der erwartete Umsatz aus der Vermietung und dem Service der sanitären Infrastruktur wurde aufgrund neuer Großveranstaltungen und sich mehr in Dauermiete befindlichem Material deutlich übertroffen. Ebenfalls konnte der Umsatz aus dem Handel und Verkauf des Bereichs Modulbau gesteigert werden. Lediglich der zum Geschäftsbereich Modulbau zählende Umsatz aus Vermietung und Service von Containern liegt aufgrund von zurückgestellten beziehungsweise durch Personalmangel bei Kommunen verschobenen Bauprojekten deutlich unter Plan. Die Rohertragsmarge hat sich wie erwartet durch gestiegene Beschaffungskosten, die nicht vollständig weitergegeben werden konnten, von 51,0% im Vorjahr auf 48,7% reduziert. Erfolgreich umgesetzte Prozesse der Kostenkontrolle haben zu einer positiven Abweichung der EBITDA-Marge im Vergleich zum geplanten Wert für 2023 geführt. Insgesamt konnte SANI das erwartete EBT für 2023, trotz der Herausforderungen aus dem Preisbereich, deutlich steigern. Damit ist der Geschäftsverlauf 2023 im Vergleich zu den Erwartungen, die von einer sinkenden Nachfrage nach Großveranstaltungen infolge des allgemein steigenden Preisniveaus in Deutschland ausgingen, als sehr zufriedenstellend zu bezeichnen. 3. Lage des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 a. Ertragslage Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 37.187 T€ sind gegenüber dem Vorjahr um 6.516 T€ gestiegen. Die trotz steigender Inflationszahlen in Deutschland durchgehend stark frequentierten Großveranstaltungen haben sich massiv auf die Umsatzerlöse ausgewirkt und stärkten die bereits im Vorjahr erfolgreiche Vermietung der sanitären Infrastruktur (+1.601 T€). Im Bereich des Modulbaus, basierend auf Vermietung (-493 T€) und dem Handel (+5.408 T€), stärkte der erfolgreiche Verkauf von Modulbauten das Jahresergebnis 2023. Im Geschäftsjahr 2023 wurde mit diesen gestiegenen Umsatzerlösen, der Bestandsveränderung sowie sonstigen betrieblichen Erträgen zusammen mit dem korrespondierenden Aufwand aus Material- und Fremdleistungseinsatz ein um 1.540 T€ höherer Rohertrag in Höhe von 17.982 T€ erzielt (Vorjahr: 16.441 T€). Die Rohertragsmarge ist von 51,0 % im Vorjahr auf 48,7 % im aktuellen Geschäftsjahr gesunken. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die von 50,5% auf 51,6% gestiegene Materialaufwandsquote sowie den um 710 T€ deutlich gesunkenen sonstigen betrieblichen Erträgen zurückzuführen, die im Vorjahr durch Auflösung von Rückstellungen (372 T€) und Erträgen aus Schadensersatz (461 T€) positiv beeinflusst wurden. Die Personalkosten erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der von 77 auf 81 gestiegene Mitarbeiteranzahl um 221 T€ auf 4.828 T€ (Vorjahr: 4.607 T€). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von 3.229 T€ sind um 279 T€ gesunken (Vorjahr: 3.508 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in 2023 (3.671 T€) gegenüber dem Vorjahr (3.643 T€) gering gestiegen (+28 T€). Hierbei sind insbesondere die mit den Großveranstaltungen gestiegenen Werbe- und Reisekosten (+109 T€), die reduzierten Büro- und Platzmieten (-73 TEUR) nach Aufgabe eines Bürogebäudes und gesunkenen Leasingkosten Pkw (-55 TEUR) zu erwähnen. Das Finanzergebnis ist deutlich um 182 T€ auf -352 T€ gestiegen, was insbesondere auf gestiegenen Zinserträge auf Guthaben bei Kreditinstituten (+ 97 T€), durch das gestiegene Zinsniveau und Erträge aus Beteiligungen und Genossenschaftsanteilen (+ 74 T€) zurückzuführen ist. Die Steuern von Einkommen und vom Ertrag sind aufgrund des deutlich gestiegenen EBT um 574 T€ auf 1.754 T€ gestiegen. Zusammengefasst stellt sich die Entwicklung der finanziellen Leistungskennziffern im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die Rohertragsmarge ist aufgrund nicht vollständig weiterbelastbarer Preissteigerungen vor allem im Fremdleistungsbezug leicht rückläufig. Die EBITDA-Marge liegt insbesondere aufgrund der vorher beschriebenen Entwicklung der Rohertragsmarge unter der Marge des Vorjahres. Das EBT konnte mit 5,8 Mio.€ vor allem durch die Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Die Kostenstruktur in % vom Umsatz, die sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt darstellt:
Das seit 2021 positive EBT bildet den deutlichen Umsatzanstieg bei unterproportional gestiegenen Kosten ab. b. Vermögenslage
Rundungsdifferenzen möglich Die Bilanzsumme beträgt 37,1 Mio. € nach 35,8 Mio. € im Vorjahr. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der Finanzanlagen (+1,5 Mio. €) im Rahmen der Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie einem stichtagsbedingten Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+1,2 Mio. €). Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind bis Ende 2026 tilgungsfrei. Es besteht die Möglichkeit einer vorzeitigen Tilgung. Dem gegenüber steht eine Abnahme der Sachanlagen (-0,4 Mio. €), der Liquiden Mittel und der sonstigen Posten (-0,9 Mio. €). Der Rückgang des Sachanlagevermögens resultierte aus Anlagenabgängen (0,1 Mio. €) und Abschreibungen (3,1 Mio. €), welche die Investitionen (2,8 Mio. €) überstiegen. Investitionen wurden insbesondere im Bereich der Modulbaueinheiten/Container (1.424 T€), zwei Teleskopladern (203 T€), LKWs (328 T€) und geleistete Anzahlungen für LKWs (274 T€) getätigt. Der Rückgang der Vorräte auf 1.376 T€ betrifft neben einer Reduzierung der unfertigen Leistungen (-464 T€) aus im Jahr 2024 fertiggestellten Modulbauprojekten im Wesentlichen einem Anstieg der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (+169 T€). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr stichtagsbezogen um 1,2 Mio. € auf 2.445 T€. Der Anteil des mittel- und langfristig gebundenen Vermögens am Gesamtvermögen beträgt 69,1% (25,6 Mio. €). Der Anteil des kurzfristig gebundenen Vermögens beträgt mit 11,5 Mio. € einem Anteil i.H.v. 30,9% des Gesamtvermögens.
Rundungsdifferenzen möglich Die Eigenkapitalquote nahm bedingt durch den Jahresüberschuss und bei einer um 1,2 MEUR gestiegenen Bilanzsumme von 27,9 % im Vorjahr auf 38,0 % im Geschäftsjahr 2023 zu. Eine in 2020 hinzugekommene Stille Beteiligung unterstützt die Finanzstruktur von SANI. Die Rückstellungen haben sich im Wesentlichen durch Rückstellungen für Ertragssteuern um 1.309 T€ auf 5.418 T€ erhöht. Der Rückgang der lang- und kurzfristigen Finanzschulden basiert vor allem auf der Tilgung der Kredite. Weitere Kontokorrentkredite wurden im Berichtsjahr nicht mehr in Anspruch genommen. c. Finanzlage Der Kapitalbedarf von SANI umfasst die Investitionen in das Anlagevermögen und die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit. Dabei finanziert sich das Unternehmen im Wesentlichen über kurz- und langfristige Bankkredite, Finanzierungsleasing und den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Hierbei werden Verbindlichkeiten nach Möglichkeit unter der Ausnutzung von Skontoabzug beglichen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele vereinnahmt. Bedingt durch die Tilgung von mittel- und langfristigen Krediten nahmen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 5.181 T€ auf 12.980 T€ ab.
Dem Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit von 8.920 T€ (Vorjahr: 7.894 T€) aufgrund des höheren Ergebnisses steht ein Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von 4.044 T€ (Vorjahr: 1.185 T€) durch Tilgungen und ein Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit von 5.740 T€ (Vorjahr: 2.968 T€) gegenüber. Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode (als Saldo aus Kassen- und Bankguthaben sowie jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten) hat sich demzufolge von 4.719 T€ im Vorjahr auf 3.855 T€ am Ende des Geschäftsjahres 2023 reduziert. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Unternehmenssteuerung und Risikomanagement Aus der Geschäftstätigkeit von SANI bestehen fortlaufend Chancen, die es zu erkennen und zu nutzen gilt. Wie jedes operativ tätige Unternehmen ist SANI aber auch Risiken ausgesetzt, die sich ohne entsprechende Maßnahmen negativ auf die künftige Entwicklung des Unternehmens auswirken können. Für Zwecke der Unternehmenssteuerung und des Risikomanagements werden, neben einem standardisierten Berichtswesen, eine Vielzahl von Auswertungen des Finanz- und Rechnungswesens und des Controllings zur systematischen Unterstützung unternehmerischer Entscheidungen genutzt. Durch die weiterhin stetige Anpassung, Überwachung und Kontrolle des Berichtswesens sollen die Analysen immer stärker auf den Einsatzzweck des Vermietgeschäfts ausgerichtet werden. Mithilfe des Controllings werden bei Auswertungen der laufenden Geschäftszahlen negative Entwicklungen der betriebsinternen wie auch Risiken der laufenden Geschäftsentwicklung frühzeitig identifiziert. Entsprechend kurzfristig sind die Geschäftsführung und die leitenden Angestellten informiert, um erforderliche Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Externe Experten begleiteten die Würdigung der internen Risiken wie Kredit-, Zins-, Standort-, Absatz-, Personal-, IT-Risiken wie auch juristische Risiken. 2. Risikobericht a. Wettbewerbsrisiken Branchenspezifische Wettbewerbsrisiken sehen wir derzeit wie auch zukünftig gegeben. In sämtlichen Leistungsbereichen herrscht ein unterschiedlich starker Wettbewerbsdruck, sowohl bei den öffentlichen als auch bei gewerblichen Auftraggebern. SANI begegnet diesem Risiko mit einem optimierten Standortkonzept in Bezug auf die Personalbesetzung wie auch vorhandenes Vermietungsmaterial. Im Geschäftsjahr wurden die Standorte Nord und Ost von SANI weiter fokussiert und bilden die Basis für eine langfristige erfolgreiche Entwicklung. Im Besonderen steht die Optimierung der Logistikkosten im Vordergrund, welche eine hauptsächliche Kostenposition darstellt. Im Geschäftsjahr waren die reduzierten Tätigkeiten am Bau bei den festen Gebäuden deutlicher zu spüren. Der Modulbau dagegen profitiert unter anderem von kommunalen Notwendigkeiten, Räume des Bildungssektors sowie Unterkünfte vorzuhalten. b. Beschaffungsrisiken Risiken auf der Beschaffungsseite von Material können vermindert werden, da zahlreiche nationale, europäische wie auch internationale Hersteller und Lieferanten existieren, welche vergleichbare Leistungen und Qualitäten liefern können. Materialengpässe waren nicht zu verzeichnen. Steigende Energiepreise beeinflussen insbesondere die Transportkosten, welche aber von den Kunden zu tragen sind. Allerdings konnte der Material- und Fremdleistungseinsatz nicht vollumfänglich weiterbelastet werden und belasteten die Rohertragsmarge. Bei weiter steigenden Preisen ist nicht auszuschließen, dass diese ebenfalls nicht vollumfänglich weiterbelastet werden können. Das Beschaffungsrisiko hat sich nach unserer Einschätzung nicht wesentlich verschärft. Sollten sich die Kriegshandlungen in Osteuropa auf weitere Länder ausweiten, müsste die Beschaffung entsprechend diversifiziert werden. c. Absatzrisiken Nach dem Ende der Pandemie wurden ab 2022 die Großveranstaltungen trotz eines zwischenzeitlich deutlich gestiegenen allgemeinen Preisniveaus in Deutschland wieder mit dem Vermietmaterial der sanitären Infrastruktur bedient. Die Branche vermerkte im Geschäftsjahr eine große Nachfrage nach dem Besuch dieser Festivals, vermutlich auch als Reaktion auf die massiv gestiegenen Preise der Reiseveranstalter. Es bleibt abzuwarten, ob aus der zu vermerkenden sinkenden Kaufkraft eine reduzierte Nachfrage resultiert, wenn der Freizeitbereich aus Ersparnisgründen weniger oder gar nicht konsumiert wird, um gestiegene Lebenshaltungskosten auszugleichen. d. Rentabilitätsrisiken Für den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens ist es unerlässlich, dass ausreichende Roherträge sowohl bei Aufträgen zur Vermietung von Containern und Containeranlagen / Modulbauten als auch bei Aufträgen zum Verkauf von Containern bzw. der Fertigung und dem Verkauf von Containeranlagen / Modulbauten erzielt werden. Die Planung solcher Aufträge wird mit dem tatsächlichen Projektverlauf abgeglichen. Abweichungen vom Zeitplan, vom Liefer- und Leistungssoll und bei einer Abweichung der Kosten- und Erlöskalkulation führen zu gegensteuernden Maßnahmen. Die Projektleiter steuern die Auftragsabwicklung vor allem mit Blick auf Termine und Budgets. Interne Strukturen werden beständig laufend verbessert. Ausstehende Lieferantenrechnungen insbesondere für komplexe Gewerke sowie Risiken aus laufenden Abnahmeprozessen werden bilanziell durch Rückstellungen berücksichtigt. e. Forderungsausfallrisiken Die existierenden Risiken des möglichen Ausfalls von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch ein konsequentes Forderungsmanagement minimiert. Geschäfte werden grundsätzlich nur mit Vertragspartnern mit eindeutig guter Bonität abgeschlossen. Bei risikobehafteten Vertragspartnern fordern wir weitergehende Sicherheiten bzw. sichern die Vergütung für unsere Leistungen über Anzahlungen / fortlaufende Vorauszahlungen ab. Einzel- und Pauschalwertberichtigungen werden nach kaufmännischer Sorgfalt gebildet. f. Verwendung von Finanzinstrumenten Die Sicherung ausreichender Liquiditätsreserven ist das vorrangige Ziel unseres kontinuierlichen Planungsprozesses im Bereich des Finanz- und Liquiditätsmanagements. Es werden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt. Zu den im Unternehmen bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten, die durch Maßnahmen des Risikomanagements zu Forderungsausfällen, Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken gesteuert werden. g. Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken Unsere Geschäfte werden ausschließlich in Euro geschlossen. Einem Währungsrisiko sind wir damit nicht ausgesetzt. Zinsrisiken bestehen im Rahmen der Unternehmensfinanzierung in einem üblichen Umfang. Aufgrund einer positiven Cash-Situation wirkt sich die verschärfte Marktzinssituation für Kontokorrentzinsen bei SANI nicht wesentlich aus. Sollte das Zinsniveau weiter steigen und SANI wieder Kontokorrentlinien in Anspruch nehmen, wirkt sich hier ein Zinsrisiko aus. Durch unterjährige Rentabilitäts-, Liquiditäts- wie auch Investitionsplanungen wird den Refinanzierungsrisiken entgegengewirkt. Die in 2018 begonnene Expansionsstrategie des Unternehmens hat weiterhin umfangreiche Finanzmittel in Form von laufenden Krediten gebunden. Laufende Kredite werden seit dem Sommer 2022 nach einer Tilgungsaussetzung über 2 Jahre wieder planmäßig getilgt. Ein kurzfristiger Liquiditätsbedarf kann über Kontokorrentkredite zu marktüblichen Konditionen bei den Hausbanken gedeckt werden. Unsere mittelfristige Unternehmensplanung forciert durch eine geplante Ausweitung der Modulbauflotte für die Geschäftsjahre ab 2022 neben der Zumietung von Wohnraummodulen die Notwendigkeit einer Zuführung weiterer Finanzmittel seitens Dritter. Mit der Diversifizierung des Einsatzes des für eine Vermietung zur Verfügung stehenden Equipments über das Equipments der sanitären Infrastruktur hinaus wird dem Liquiditätsrisiko auch bei reduzierter Eventtätigkeit begegnet. h. Personalrisiken Der Ausfall einzelner Mitarbeiter kann zu Know-how-Verlusten führen. Wir betreiben einen intensiven Wissenstransfer durch die Übertragung von Aufgabenbereichen im Rahmen von Abwesenheitsvertretungen, um diesem Verlustrisiko vorzubeugen. Einem Fachkräftemangel kann SANI auch durch das Ausweiten von Subunternehmerleistungen begegnen. i. IT-Risiken In 2018 wurde die IT-Infrastruktur mit modernsten Server- und Sicherheitstechniken aufgerüstet. Vor externen Angriffen schützen wir uns durch aktuelle Betriebssysteme, Firewall- und Antivirenprogramme. j. Umwelt- und Fertigungsrisiken Unsere Produktions- und Fertigungsprozesse weisen branchenübliche Umwelt- und Arbeitssicherheitsrisiken auf. Im Rahmen unserer Mitgliedschaft im Bundesverband Bausysteme ermitteln wir bestmögliche Maßnahmen. k. Rechtliche Risiken Es sind keine wesentlichen Rechtsstreitigkeiten anhängig, aus denen maßgebliche Risiken resultieren könnten. I. Gesamtaussage zur Risikosituation Nachdem im Geschäftsjahr 2023 die Geschäftsentwicklung auch im Veranstaltungsbereich durch eine trotz Inflationstendenzen unerwartet hohe Nachfrage nach Festivals im Vergleich zu 2022 noch einmal anstieg und zudem das Unternehmen weiterhin erfolgreich zusätzliche Branchen ansprach, denen das Material der sanitären Infrastruktur ganzjährig zur Vermietung angeboten wurde und sich der Auf- und Ausbau des Modulbaubereiches wie geplant mit einem hohen Wachstumspotential entwickelte, halten wir die Risikosituation derzeit weiterhin für beherrschbar. Es bestehen danach nach unserer Einschätzung weder einzeln noch insgesamt Risiken, die einer Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) entgegenstehen. 3. Prognose- und Chancenbericht a. Erwartete künftige gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) traut der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2024 nur noch ein Wachstum um 0,2% zu. Damit fällt Deutschland in der globalen Betrachtung, bei dem durchschnittlich ein Wachstum von 3,1% vermutet wird, weit ab. Der Zwischenbericht vom Mai hebt hervor, dass sich die Inflation für die OECD-Staaten aufgrund der Maßnahmen der Zentralbanken von 6,9% auf 5,0% leicht reduzieren wird. Im Rahmen der politischen Maßnahmen sollten insbesondere Frauen, junge Menschen und ältere Arbeitnehmer vorteilhaft unterstützt werden um Innovationen, Investitionen und positive Einflüsse auf die Wirtschaft zu stärken. Vor allem China könnte das globale Wachstum ausbremsen, sollte die Inflation länger auf einem hohen Niveau verweilen. Die Regierungen sehen sich einer hohen Verschuldung, dem allgemeinen Anstieg des durchschnittlichen Alters der Bevölkerung, dem Klimawandel und der Migration gegenüberstehend. Dies erfordert ambitionierte und strukturierte politische Maßnahmen. (Quelle: OECD (2024), GDP growth projections for 2024 and 2025 (Accessed on 02 May 2024)). Auch die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von nur 0,2% im Jahr 2024. Anders als erwartet, befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein. (Quelle: ifo Institut Konjunkturprognose Deutschland vom 06. März 2024). In der Analyse des Geschäftsklimaindexes zeigt das ifo Institut per April 2024 eine Verbesserung der Erwartungen auf, der dritte Anstieg in Folge. Im Bauhauptgewerbe klagen die Unternehmen aktuell über Auftragsmangel, äußern aber merklich weniger pessimistische Erwartungen (Quelle: ifo Institut Geschäftsklimaindex April 2024). b. Erwartete künftige Entwicklung des Unternehmens SANI kann heute mit der sanitären Infrastruktur und dem Modulbau auf zwei sehr unterschiedliche, jeweils erfolgreiche Geschäftsfelder verweisen. Der Eventbereich stellt eine wesentliche Geschäftsgrundlage von SANI dar, mit der wir zu den führenden Anbietern von Sanitärlösungen für Großveranstaltungen zählen. Zusätzlich zeigten die Jahre der Pandemie eine steigende Nachfrage insbesondere für den Rohrleitungsbau. Durch eine umfangreiche Auswahl an Sanitärsystemen kann SANI eine breite Auswahl an Lösungen für Hygienelösungen anbieten. Die sanitäre Infrastruktur bietet insbesondere für reaktivierte respektive neu erstellte Flüchtlingsunterkünfte hochprofessionelle Lösungen für den Bereich der sanitären Anlagen. SANI und seine Produkte sind ausdrücklich für den Outdoorbereich konzipiert und zudem für den wichtigen Bereich der Hygiene mit Sanitär- und Handwaschlösungen. Die Toiletten und Duschen sind alle außenzugänglich. Die Entwässerung erfolgt durch Vakuum. Hierbei wird das Wasser / Abwasser ohne Verwirbelungen wie bei handelsüblichen Spültoiletten in den Kabinen abgesaugt. Zum anderen saugt das Vakuum einen signifikanten Anteil Luft mit ab, was dazu führt, dass das Risiko von Aerosolen gegenüber einer handelsüblichen Toilette um ein Vielfaches verringert wird. Der Umsatz im Bereich sanitäre Infrastruktur wird nach der unerwartet starken Nachfrage nach Großveranstaltungen im Geschäftsjahr 2023 künftig wieder spürbar rückläufig aber weiter auf hohem Niveau erwartet. Es wird erwartet, dass sich die derzeit in Deutschland zu beobachtende Inflation entgegen der Entwicklung in 2023 künftig negativ auf die Kaufkraft für den Freizeitbereich auswirkt. Daher geht das Unternehmen für 2024 von einem 83%igen Umsatzvolumen im Vergleich zum Vorjahres-Niveau aus, obwohl Veranstaltungen uneingeschränkt stattfinden werden Mit diesem Hintergrund unter Berücksichtigung der Inflationseinflüsse für den herkömmlichen Eventbereich und neuen Anforderungen an Unternehmen, Kommunen und öffentlichen Plätze plant das Unternehmen für 2024 Umsatzerlöse im Bereich der sanitären Infrastruktur von 11,5 M€, für 2025 von 12,4 M€ (2023: 13,4 M€). Unter der Annahme, dass sich auch künftig Großveranstaltungen hoher Beliebtheit erfreuen, sich das Einkommen der Arbeitnehmer an das gestiegene Preisniveau anpasst und die bereits ausgebaute ganzjährige Vermietung dieses Materials insbesondere an Industrie und Kommunen auf hohem Niveau weitergeführt werden kann, werden die hieraus erwarteten Erlöse mittelfristig für das Unternehmen eine Ausweitung des Geschäftsfeldes sanitäre Infrastruktur darstellen. Für den Modulbaubereich werden im Vorjahresvergleich (2023: 11,9 M€) leicht steigende Umsatzerlöse für 2024 i.H.v. 12,1 M€ (+0,2 M€) geplant, für 2025 Umsatzerlöse i.H.v. 12,8 M€. Im Modulbaubereich wird dabei das vorhandene, zur Vermietung zur Verfügung stehende Material trotz reduzierter allgemeiner Bautätigkeit des Hochbaus mit gleichbleibender Auslastung geplant, da der Modulbau im Vergleich zum Wohnungsbau eine Nischenfunktion bedient und die Bedürfnisse der Kommunen weiterhin am Markt angefragt werden. Hier bewährt sich auch die Flexibilität des Unternehmens, individuelle Kundenwünsche aus Modulbauten in dem in Deutschland neu erstarkenden Märkte für günstigen Wohnraum umfassend zu bedienen. Spitzen in der Nachfrage können bei Bedarf durch Kooperationen mit Lieferanten bedient werden. Das für den Modulbau verwendete Equipment umfasst zudem auch sanitäre Einheiten, welche jetzt zahlreich als Hygienemaßnahmen mit ihrer modularen Bauweise bestehende Einrichtungen ergänzen bzw. für neue Lösungen das Hygienekonzept des Betreibers vervollständigen. Als Nischenlösung im Baubereich ist der Modulbau nur ansatzweise von den im Baubereich aktuell zu verzeichnenden Preissteigerungen betroffen und unterstützt die Kommunen auch weiterhin in den offensichtlichen Sanierungs- und Unterbringungsthemen. Der Angriff auf die Ukraine und die Aufnahme der Flüchtlinge stellen eine große Herausforderung an Schulen und Kindertagesstättenplätzen dar, die die Situation des ohnehin schon mangelhaften Angebotes schlagartig verschärfte. Der steigende Bedarf an Kindertagesstättenplätzen sowie die zu erfüllende Ganztagsbetreuung von Schulkindern erzeugen einen hohen Bedarf an modularen Gebäudelösungen. Den Fokus sehen wir besonders in den ländlichen Regionen sowie auch in den stadtnahen Großgemeinden, wo zudem ein hoher Zuwachs an jungen Familien aus den Städten verzeichnet wird. Der sanierungsnotwendige Altbestand mit ,Investitionsstau ́ sowie die notwendige Kapazitätserweiterung können voraussichtlich nur von schnell einsatzbereiten Lösungen erreicht werden, wie sie vom Modulbau angeboten werden. Die Explosion der Baukosten in Kombination mit dem Fachkräftemangel wird diese Thematik voraussichtlich in den Jahren 2024/2025 wesentlich beschleunigen. Mit diesem Hintergrund werden auch von Seiten der Industrie Modulgebäude als Verwaltungsgebäude nachgefragt. Die aktuelle Entwicklung der Anfrage- und Auftragslage stellt dar, dass die von uns angebotenen Produkte die unerwartet auftretenden Bedürfnisse unserer bestehenden sowie neuer Geschäftspartner umfangreich bedienen. Die Qualität unserer Produkte, unsere Flexibilität und unser Erfahrungsschatz unterstützen das Modulbaugeschäft ebenso wie die in den kommenden Monaten gegebenenfalls sogar Jahre andauernden Anforderungen von Flüchtlingsunterbringungen. Der Umsatz des wesentlich weniger kapitalintensiven Handelsgeschäfts (Verkauf von Modulbauten) wird künftig deutlich rückläufig erwartet, d.h. es ist für das Jahr 2024 ein Umsatzvolumen aus Handelsgeschäften von 7,0 M€ geplant (2023: 11,9 M€, darin 3,8 M€ kundenseitig verschobene Handelsprojekte mit Fertigstellung Anfang 2023). Ein vergleichbares Volumen von insgesamt 8 M€ ist auch für Handelsgeschäfte für das Jahr 2025 geplant. Hierbei sind die Effekte aus Lieferverzögerungen und negativen Auswirkungen der Nachfrage auf Preissteigerungen im Baubereich berücksichtigt. SANI erwartet für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 die nachfolgend dargestellten Ergebnisse:
Für das Jahr 2024 erwartet das Unternehmen Umsatzerlöse von insgesamt 30,9 M€ (2023: 37,2 M€). Es wird erwartet, dass bei sinkendem Umsatz (2023: 37,2 M€) aufgrund von gesunkenen Materialbeschaffungskosten nach der Hochpreisphase 2022/2023 ein Anstieg der Rohertragsmarge zu verzeichnen ist (2023: 48,7%). Es wird unterstellt, dass sich insbesondere steigende Lohnkosten und Energiepreise negativ auf die EBITDA-Marge auswirken (2023: 25,3%). Somit wird für die Folgejahre infolge eines rückläufigen Umsatzes ein geringes EBT erwartet (2023: 5.835 T€). Zusammenfassend wird festgestellt, dass mit den wieder aufgelebten Großveranstaltungen sowie der deutlichen Ausweitung der ganzjährigen Vermietung der sanitären Infrastruktur kombiniert mit der Ausweitung des Modulbaus im Vermietgeschäft ebenso wie im hochwertigen Handelsgeschäft eine deutliche Ausweitung der Geschäftsgrundlage stattgefunden hat. Diese Entwicklung der Diversifikation des Portfolios wird auch weiterhin ein steigendes Umsatzpotential generieren. Ebenfalls werden die beschriebenen zusätzlichen vertrieblichen Aktivitäten und die Erweiterung des Vermietungsmaterials diese Chancen auf Umsatzsteigerungen fördern. Die Unternehmensplanung weist eine sich zunehmend verbessernde Lage und zunehmende Liquiditätsüberschüsse bei SANI aus, die mittelfristig zu weiteren Jahresüberschüssen und einem zunehmend positiven Reinvermögen führen wird.
Borgstedt, 11. Juni 2024 Die Geschäftsführung Dennis Hansen Sönke Jessen BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSNachfolgender Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss (ohne Offenlegungserleichterungen) sowie auf den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023. An die SANI GmbH, Borgstedt PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der SANI GmbH, Borgstedt - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SANI GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Flensburg, 9. Juli 2024 BDO
AG
Marquardsen, Wirtschaftsprüfer Golz, Wirtschaftsprüfer Auszug aus dem Protokoll über die Gesellschafterversammlungder SANI GmbH, BorgstedtUnter Verzicht auf alle Formen und Fristen für die Einberufung einer Gesellschafterversammlung fassten die Gesellschafter der SANI GmbH, Borgstedt,
heute die folgenden Beschlüsse:
Borgstedt, den 10. Dezember 2024 Jessen Beteiligungs GmbH Thomas Jessen Dennis Hansen Sönke Jessen |
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