Stammdaten

Register
Amtsgericht Kaiserslautern HRB 11910
Vorher
Schramm Werkstätten GmbH
Eingetragen
18.2.1985
Branche
Herstellung von MatratzenHerstellung von PolstermöbelnHerstellung von Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbeln
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens der Gesellschaft ist der Betrieb einer Polsterei, einer Schreinerei, sowie die Herstellung und der Vertrieb von Einrichtungsgegenständen für den Wohn- und Schlafbereich, insbesondere von Matratzen und Polsterbetten, im Rahmen industrieller Fertigung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Elmar Edwin Duffner
seit 29.10.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Flex Equipos de Descanso S.A.ESP
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Flex Equipos de Descanso S.A.
Spain
1.000.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schramm GmbH

Winnweiler

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer Polsterei, einer Schreinerei, sowie die Herstellung und der Vertrieb von Einrichtungsgegenständen für den Wohn- und Schlafbereich, insbesondere Matratzen und Polsterbetten, im Rahmen industrieller Fertigung.

B. Wirtschaftsbericht

a. Entwicklung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland

Die Wachstumsaussichten Deutschlands haben sich, aufgrund des vertragswidrigen Bruchs aller Gasliefervereinbarungen durch Russland, deutlich eingetrübt. Dies führte ab 2021 zu höheren Energiepreisen in Europa. Auch die anhaltend hohe Inflation, der Einbruch der Bauwirtschaft, der andauernde Ukraine-Russland-Konflikt sowie der sich verschärfende Nahost-Konflikt beeinflussen den Konsum negativ.

Die Inflationsrate bleibt mit 5,9% in 2023 auf einem hohen Niveau und wird voraussichtlich erst im Laufe des Jahres 2024 auf 2,6% zurückgehen. Ohne die eingeleiteten wirtschaftspolitischen Maßnahmen wäre sie noch höher ausgefallen.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist, laut vorläufigem Jahresergebnis des Statistischen Bundesamtes, im Jahr 2023 um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. Neben dem Coronajahr 2020 bedeutet der Rückgang im Jahr 2023 den zweiten Rückgang in diesem Jahrzehnt.

b. Geschäftsverlauf der SCHRAMM GmbH

1. Ergebnisentwicklung

Der im Geschäftsjahr 2023 erzielte Umsatz lag ca. 8% unter dem Niveau des Vorjahres, wobei nahezu alle Länder bzw. Regionen gegenüber 2022 einen Rückgang aufweisen. Die Exportquote ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei 28% (Vorjahr 28%). Das Rohergebnis (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung ./. Materialaufwand) lag mit TEUR 22.438 deutlich unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: TEUR 24.305).

Die SCHRAMM GmbH wird auf Basis der Kennzahlen Umsatz und Ergebnis vor Steuern geführt (Leistungsindikatoren). Hierauf sind die Controlling-Instrumente und die Prognoseverfahren abgestimmt.

2. Produktion und Beschaffung

Im Berichtsjahr wurden die Produktionskapazitäten, wie bereits im Vorjahr, voll ausgelastet. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Gesamtleistung) ist aufgrund von Preissteigerungen im Bereich der Produktion auf 21,6% (Vorjahr 19,7%) gestiegen.

Die in 2021 und 2022 aufgrund der Corona-Pandemie temporären Versorgungslücken haben sich in 2023 wieder normalisiert. Preissteigerungen konnten nur teilweise weitergegeben werden.

3. Produktentwicklung

Die Produktentwicklung fokussierte sich im Jahr 2023 auf die Markteinführung der Modelle Sipario, Vela, Arco, Padua und Nuvola.

4. Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die Investitionen TEUR 1.401 (Vorjahr TEUR 11.602). Hauptausschlaggebend für den sehr hohen Zugang im Vorjahr ist der Erwerb der bis dahin angemieteten Grundstücke und Gebäude des Unternehmens. Sonstige größere Zugänge gab es in den Bereichen der Maschinen und der Betriebs- und Geschäftsausstattungen.

Diesen Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.006 (Vorjahr TEUR 762) gegenüber.

5. Finanzierung

Die Investitionsmaßnahmen wurden aus dem operativen Cashflow finanziert. Der Fokus der Investitionen wird auch im laufenden Jahr 2024 in Maschinen für das angestrebte Wachstum, Effizienzsteigerungen sowie dem neuen ERP-System liegen.

6. Personal

Im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft 186 Mitarbeiter (Vorjahr 188). Davon waren 106 gewerbliche Mitarbeiter, 68 Angestellte und 6 Auszubildende. Zudem waren 6 Leasingkräfte in unserem Unternehmen im Einsatz. Der Personalaufwand verringerte sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aufgrund vakanter Managementpositionen um 1,7% auf TEUR 9.575 (Vorjahr TEUR 9.738).

7. Umweltschutz

Die Gesellschaft verfügt über sämtliche erforderliche Genehmigungen zum Betrieb des Maschinen- und Anlagenparks. Alle Betriebsmittel wurden im Rahmen der umwelt- und arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften eingesetzt.

8. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Die bereits im Jahr 2022 aufgenommenen Renovierungsarbeiten der Ausstellungsräume konnten im Jahr 2023 abgeschlossen werden. Somit steht das gesamte Produktportfolio wieder für unsere Kunden zur Besichtigung und Testung zur Verfügung.

Weiterhin fand zum Anlass des 100-jährigen Bestehen der Gesellschaft am 18. Juni 2023 eine 100-Jahrfeier statt. Zu dieser Feierlichkeit folgten ca. 450 Handelspartner unserer Einladung.

a. Lage der SCHRAMM GmbH

1. Ertragslage

In nahezu allen Absatzmärkten waren die Umsatzerlöse durch die eingetrübte Konjunktur sowie das zurückhaltende Konsumverhalten rückläufig. Im Rahmen der Corona-Pandemie war ein vermehrter Rückzug in häusliches Privatleben zu beobachten, der die Nachfrage angefacht hat. Zum Teil wurden Neuanschaffungen vorgezogen und Investitionen in Möbel ersetzten Urlaubsreisen, welche während der Corona-Pandemie, wenn überhaupt nur eingeschränkt möglich waren. Diese Effekte normalisieren sich nun nach den Pandemie-Jahren, so dass auch Reisen bei privaten Verbrauchern wieder zunehmend in den Fokus rücken und in den Wettbewerb zu Möbelanschaffungen treten.

Gleichzeitig verbesserte sich die Präsenz von SCHRAMM bei Einrichtern und Bettenfachhäusern und auch konnten viele unserer Kunden auf die SCHRAMM Produkte geschult werden.

Bedingt durch ein schwieriges und durch Krieg sowie Unsicherheit geprägtes Marktumfeld waren die im Ausland erzielten Umsatzerlöse rückläufig. Insgesamt verringerten sich die Umsatzerlöse im Jahr 2023 um TEUR 2.531 auf TEUR 28.360 (Vorjahr TEUR 30.891).

Der Materialaufwand ist um TEUR 394 gesunken und mit TEUR 6.234 unter Vorjahresniveau (Vorjahr TEUR 6.628). Hintergrund des Rückgangs sind im Wesentlichen Mengeneffekte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 2.624 auf TEUR 8.125 reduziert (Vorjahr TEUR 10.750). Hintergrund sind geringere Marketingkosten und Ausgleichsansprüche von Handelsvertretern.

Bedingt durch rückläufige Umsätze konnte das Ergebnis des Vorjahres nicht erreicht werden. Insgesamt konnte ein Jahresergebnis vor Steuern von TEUR 3.894 erzielt werden (Vorjahr TEUR 5.710) und lag damit unter dem für 2023 geplanten Ergebnis vor Steuern.

2. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist zum Stichtag um TEUR 2.078 auf TEUR 23.748 (Vorjahr TEUR 21.670) gestiegen. Auf der Aktivseite steht dem Zugang im Sachanlagenvermögen in Höhe von TEUR 183 auf TEUR 12.558 (Vorjahr: TEUR 12.375) ein Rückgang von Forderung in Höhe von TEUR 44 auf TEUR 700 (Vorjahr: TEUR 744) und eine Erhöhung der flüssigen Mittel in Höhe von TEUR 1.206 auf TEUR 6.720 (Vorjahr: TEUR 5.514) gegenüber. Der Anstieg der flüssigen Mittel resultiert aus dem laufenden Geschäft. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital aufgrund des Jahresüberschusses um TEUR 2.715 auf TEUR 21.012 (Vorjahr: TEUR 18.297) gestiegen. Die Rückstellungen liegen mit einer Reduzierung um TEUR 55 auf TEUR 1.914 in etwa auf Vorjahresniveau (Vorjahr: TEUR 1.969). Der Rückgang der Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 583 liegt im Wesentlichen im Wegfall von sonstigen Verbindlichkeiten auf Grund einer Tilgung begründet.

Die Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens sind im Berichtsjahr insgesamt als positiv zu bewerten.

Das Unternehmen finanziert sich komplett aus Eigenmitteln und kommt auch weiterhin ohne Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus.

3. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist stabil. Die für 2023 erwartete Umsatzentwicklung konnte nicht erreicht werden. Das Ergebnis vor Steuern hat sich nicht wie erwartet entwickelt.

b. Zusammenfassende Beurteilung vom Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Sowohl die Vermögenslage als auch die Finanzlage des Unternehmens haben sich unseren Erwartungen entsprechend entwickelt.

C. Chancen und Risiken

Nach den auftragsseitig starken Jahren 2020 und 2021 waren die Auftragseingänge 2022 rückläufig. Im Jahr 2023 ist die Auftragslage gegenüber 2022 leicht angestiegen, hat sich jedoch unterhalb der Erwartungen entwickelt.

Die auf Covid-19 zurückzuführenden Lieferengpässe der zurückliegenden Jahre haben sich zwischenzeitlich normalisiert und die Preise auf erhöhtem Niveau stabilisiert. Die beschaffungsseitigen Preiserhöhungen konnten mit zeitlichem Verzug weitergegeben werden.

Sollten sich die geopolitischen Konflikte (Russland-Ukraine, Nahost, etc.) weiter verschärfen, könnte dies das Konsumverhalten negativ beeinflussen sowie zu beschaffungsseitigen Engpässen bei Rohstoffen und somit zu bedingten Preissteigerungen führen. Hieraus können sich Umsatz - und Ergebnisrisiken ergeben.

Aufgrund des global vorhandenen Netzwerks unseres neuen Mutterkonzerns, der Flex Gruppe (Flex Equipos de Decanso S.A., Madrid/Spanien), öffnen sich uns neue Wege und Alternativen, unsere Wachstumsstrategie voranzutreiben und die Marke "SCHRAMM" weltweit zu platzieren und zu vertreiben. Zunächst priorisieren wir Länder und Regionen in Kerneuropa (DACH & BeNeLux), in denen SCHRAMM bereits auf etablierte Vertriebskanäle zurückgreifen kann. In einem strategisch nächsten Schritt werden die Zielmärkte USA, Asien und Middle East angestrebt, mit dem Ziel, in diesen Märkten Fuß zu fassen. Produkte "handmade in germany" kommen global und insbesondere in den USA und Asien sehr gut an. Die Anpassung unseres Produktportfolios auf den amerikanischen Markt ist bereits angestoßen. Auf Grund dieser Vertriebsstrategien werden wir unabhängiger von den Märkten in Deutschland und der Schweiz.

Im Zusammenhang mit der bestehenden Markenpartnerschaft mit der Wimbledon-Siegerin Angelique Kerber, wurde im Jahr 2023 eine eigene Bettkreation nach ihr benannt. Auch trat SCHRAMM als Premium Partner der Bad Homburg Open 2023, einem internationalen offiziellen Rasen-Vorbereitungsturnier für Wimbledon, als Premium-Partner auf. Auch zukünftig versprechen wir uns von der Markenpartnerschaft mit Angelique Kerber eine Ausweitung des Bekanntheitsgrades unserer Marke.

Durch die eingeleitete Umstellung von Handelsvertretern auf eine eigene Vertriebsorganisationen versprechen wir uns die Erreichung einer näheren Präsenz im nationalen Markt und somit einen näheren und direkten Kontakt zu den Kernmärkten.

Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt sind.

Zum internen Überwachungssystem gehören:

die Anwendung einheitlicher Richtlinien

der Einsatz zuverlässiger Software

die Auswahl und Schulung qualifizierter Mitarbeiter

Arbeitsanweisungen

Regelungen zur Vertretungsvollmacht

Maßnahmen zur Funktionstrennung

Bei den Kundenforderungen ist aufgrund der Kundenstrukturen und dem nachhaltigen Forderungsmanagement nicht mit außerordentlichen Zahlungsausfällen zu rechnen. Signifikante Risiken aus zu erwartenden Marktpreisschwankungen, sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, sind aus derzeitiger Sicht eher nicht zu erwarten. Die weiteren Auswirkungen der aktuellen finanz- und geopolitischen Gegebenheiten sind nicht abschließend beurteilbar.

Die Gesellschaft ist ihren Zahlungsverpflichtungen im abgelaufenen Geschäftsjahr immer nachgekommen. Die Zahlungsfähigkeit kann aus dem operativen Cashflow gewährleistet werden. Unter Berücksichtigung der weiteren Aussichten, sowie der für das Jahr 2024 und die Folgejahre aufgestellten Planungen, ist die Gesellschaft durch Eigenmittel ausreichend finanziert. Demnach ist die Fortführung des Unternehmens gesichert.

Potenzielle Angriffe auf unsere IT-Systeme stellen ein wesentliches Risiko dar, welchem wir durch Investitionen in moderne Sicherheitstechnik und durch die Zusammenarbeit mit spezialisierten IT-Sicherheitsunternehmen begegnen.

Für das folgende Geschäftsjahr sind im Bereich Marketing, wie in der Vergangenheit, unter anderem weitere Print- und Onlinekampagnen geplant. Für Messeaktivitäten bestehen keine Covid-Beschränkungen mehr, so dass sämtliche Branchenevents voraussichtlich wieder regulär stattfinden werden. Ebenso werden notwendige Digitalisierungsprojekte angegangen und SAP als ERP-System der FLEX-Gruppe implementiert. Hieraus können sich entsprechende Chancen ergeben.

Alle beschriebenen Aussagen, Chancen und Risiken beruhen auf heutigen Erwartungen und teilweise auf Annahmen, welche nicht durch die Gesellschaft zu beeinflussen sind.

Wesentliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr haben sich nicht ergeben. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind auf Basis der erstellten Planungen für die Jahre 2024 ff. derzeit nicht erkennbar.

Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sehen wir zum gegebenen Zeitpunkt nicht.

D. Ausblick und Prognose

Für das laufende Geschäftsjahr 2024 wird mit moderat steigenden Umsatzerlösen gerechnet. Das Ergebnis vor Steuern wird wahrscheinlich leicht über dem des Vorjahres liegen.

Aufgrund der zuvor ausgeführten Aspekte der geplanten Internationalisierung wird weiterhin an dem Ausbau des Export- und Objektgeschäftes gearbeitet und dies durch zielgerichtete Marketing-Kampagnen unterstützt.

Der Ausblick für 2024 ist ebenso spannend und herausfordernd, wie das Jahr 2023 sich zeigte. Neben den Fragen, wie Inflation und Konjunktur sich entwickeln, wie die Notenbanken agieren und die Kapitalmärkte auf diese Faktoren reagieren, werden auch politische Themen nochmals stärker in den Fokus kommen. Fast die Hälfte der Weltbevölkerung ist zu Wahlen aufgerufen. Global werden in fast knapp 30 Ländern neue Präsidenten gewählt, in weiteren 20 Staaten neue Parlamente, von mehreren Landtagswahlen in Deutschland über die Europawahlen bis hin zu den Wahlen in Indien, Russland, Großbritannien und den USA. Der Ausgang der meisten Wahlen ist offen, Überraschungen sind nicht auszuschließen und die Auswirkungen der Wahlen auf die geopolitische Lage sind nicht absehbar, können jedoch groß sein.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem Investitionsvolumen von rd. TEUR 1.000 geplant. Die Investitionstätigkeiten werden sich vor allem auf Neuinvestitionen zur Prozessoptimierung der Fertigung, Effizienzmaßnahmen und der Einführung eines neuen ERP-Systems aufteilen. Die Investitionsmaßnahmen werden vollständig aus dem operativen Cashflow finanziert.

Grundsätzlich wird mit einer gleichbleibenden Mitarbeiteranzahl im Vergleich zum Vorjahr geplant, offene Managementpositionen (insbesondere Vertrieb) sollen besetzt werden.

Die Steuerungskennzahlen Umsatz und Ergebnis vor Steuern werden im laufenden Geschäftsjahr über die Controlling-Instrumente verfolgt und monatlich berichtet.

E. Sonstige Angaben

Finanzinstrumente

Die Gesellschaft setzte im abgelaufenen Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, keine derivativen Finanzinstrumente ein.

Gesellschaftsstruktur und Beziehung zu nahestehenden Personen

Zum Bilanzstichtag war die Schramm GmbH eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Flex Gruppe mit Hauptsitz in Madrid/Spanien.

 

Winnweiler, 29. Februar 2024

Martin Kaus

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 97.400,00 140.487,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.316.115,41 10.531.159,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 781.910,00 640.449,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.165.149,00 988.031,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 295.141,64 215.786,04
12.558.316,05 12.375.425,55
12.655.716,05 12.515.912,55
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.815.418,56 1.888.313,60
2. Unfertige Erzeugnisse 247.891,53 181.174,96
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 875.853,45 531.942,37
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 3.646,00
2.939.163,54 2.605.076,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 699.374,94 738.573,99
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 4.297,13
3. Sonstige Vermögensgegenstände 800,00 800,00
700.174,94 743.671,12
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.719.988,37 5.513.902,91
10.359.326,85 8.862.650,96
C. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 665.696,08 224.079,33
D. Aktive latente Steuern 67.363,93 67.363,93
23.748.102,91 21.670.006,77

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 511.291,88 511.291,88
II. Kapitalrücklage 10.000.000,00 10.000.000,00
III. Gewinnvortrag 7.785.289,99 3.756.777,10
IV. Jahresüberschuss 2.715.593,86 4.028.512,89
21.012.175,73 18.296.581,87
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 201.711,00 164.339,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.712.327,82 1.804.540,68
1.914.038,82 1.968.879,68
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 238.540,58 260.095,61
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 415.842,72 378.891,98
3. Sonstige Verbindlichkeiten 167.505,06 765.557,63
(davon aus Steuern € 162.538,06; Vorjahr € 86.589,59)
821.888,36 1.404.545,22
23.748.102,91 21.670.006,77

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 28.360.427,40 30.890.876,66
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 311.785,10 41.895,81
3. Sonstige betriebliche Erträge 179.826,60 2.749.442,78
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.084.715,70 6.488.617,65
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 149.291,47 139.177,63
6.234.007,17 6.627.795,28
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.936.760,40 8.257.774,49
b) Soziale Abgaben 1.638.668,80 1.480.438,27
9.575.429,20 9.738.212,76
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.005.748,96 761.971,06
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.125.095,87 10.749.588,22
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 65,00 3.247,73
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.250,00 98.209,20
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.166.797,00 1.677.712,02
(davon Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern € 0,00; im Vorjahr Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern € 442.224,04)
11. Ergebnis nach Steuern 2.733.775,90 4.031.974,44
12. Sonstige Steuern 18.182,04 3.461,55
13. Jahresüberschuss 2.715.593,86 4.028.512,89

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Schramm GmbH hat ihren Sitz in Winnweiler und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Kaiserslautern (HR B Reg. Nr. 11910).

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) (§§ 242 ff. und 264 ff. HGB), sowie des GmbHG aufgestellt worden.

Der Jahresabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Im Anhang erfolgen Betragsangaben teilweise in Tausend Euro (TEUR). Die Beträge wurden kaufmännisch auf eine Recheneinheit gerundet, so dass es im Einzelfall zu Rundungsdifferenzen kommen kann.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Es wird nach Going concern-Grundsätzen (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) bilanziert.

Von den Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wird teilweise Gebrauch gemacht.

Soweit Ausweiswahlrechte in der Bilanz oder im Anhang bestehen, erfolgt der Ausweis grundsätzlich im Anhang.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Entgeltlicher orbee immateriele Vermögengegestände werden zu Anschaffungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Bei Vermögensgegenständen, deren Nutzungsdauer zeitlich begrenzt ist, werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der wirtschaftlichen Nutzungsdauer vermindert. Die Abschreibungen erfolgen linear. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen für den Fall, dass die Werthaltigkeit der bisher bilanzierten Vermögensgegenstände voraussichtlich dauerhaft nicht mehr gegeben ist.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 netto, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- / Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert (Beachtung des strengen Niederstwertprinzips).

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den letzten Einkaufspreisen bewertet.

Die unfertigen und fertien Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten berücksichtigt.

Die Herstellungskosten enthalten neben den direkten Material- und Fertigungskosten in angemessenem Umfang notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung, freiwillige soziale Aufwendungen und Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung wurden nicht in die Herstellungskosten eingerechnet.

Fremdkapitalzinsen sind in den Herstellungskosten nicht enthalten. Handelswaren werden mit Anschaffungskosten angesetzt.

Wertabschläge wegen verlustfreier Bewertung und für erkennbare Risiken aufgrund langer Lagerdauer, oder verminderter technischer Verwertbarkeit werden beim Vorratsvermögen in angemessenem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag bilanziert. Bei zweifelhaften oder mit erkennbaren Risiken behafteten Forderungen werden alle erkennbaren Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, wie im Vorjahr, durch Pauschalwertberichtigungen auf die nicht bereits einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die wirtschaftlich den Folgejahren zuzurechnen sind.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Für die sonstigen Rückstellungen wurde der, nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, notwendige Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem, ihrer Restlaufzeit entsprechenden, durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagespiegel der Schramm GmbH dargestellt.

2. Eigenkapital

Das gezeichnete Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 511 (Vorjahr TEUR 511).

3. Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Ausgleichsansprüchen, ausstehenden Rechnungen, Gewährleistungsverpflichtungen und Bonusvergütungen an Kunden gebildet. Weiterhin sind Kosten im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss und der Erstellung von Steuererklärung enthalten.

4. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstigebetriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 180) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, sonstige Sachbezüge und Erlöse aus Anlagenverkäufen.

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht nach § 251 HGB oder § 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind

Die finanziellen Verpflichtungen resultieren aus Fahrzeugleasingverträgen mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Jahren. Der Gesamtwert der Leasingraten beläuft sich im Jahr 2023 auf TEUR 38 (Vorjahr TEUR 6).

2. Beschäftigte

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen 2023
gewerbliche Arbeitnehmer 106
kaufmännische Arbeitnehmer 65
leitende Angestellte 3
174

3. Geschäftsführung

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023:

Martin Kaus, CEO

Die Angaben gemäß § 285 Nr. 9a HGB unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

4. Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Flex Equipos de Descanso S.A. mit Sitz in Madrid/Spanien einbezogen.

Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft in Madrid/Spanien erhältlich und wird im Registro Mercantil bekannt gemacht.

 

Winnweiler, den 29. Februar 2024

Martin Kaus

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1.1.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten und Werten 354.201,72 10.000,00 0,00 364.201,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.586.950,10 74.912,95 0,00 10.661.863,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.401.111,12 269.983,04 11.012,13 3.660.082,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.389.788,38 750.849,87 251.773,54 2.888.864,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 215.786,04 79.355,60 0,00 295.141,64
16.593.635,64 1.175.101,46 262.785,67 17.505.951,43
16.947.837,36 1.185.101,46 262.785,67 17.870.153,15
Abschreibungen
1.1.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten und Werten 213.714,72 53.087,00 0,00 266.801,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 55.790,59 289.957,05 0,00 345.747,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.760.662,12 128.308,04 10.798,13 2.878.172,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.401.757,38 534.396,87 212.438,54 1.723.715,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.218.210,09 952.661,96 223.236,67 4.947.635,38
4.431.924,81 1.005.748,96 223.236,67 5.214.437,10
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten und Werten 97.400,00 140.487,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.316.115,41 10.531.159,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 781.910,00 640.449,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.165.149,00 988.031,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 295.141,64 215.786,04
12.558.316,05 12.375.425,55
12.655.716,05 12.515.912,55

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schramm GmbH, Winnweiler

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schramm GmbH, Winnweiler, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schramm GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 29. Februar 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andre Knufmann, Wirtschaftsprüfer

ppa. David Benjamin Lecomte, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 22. April 2024 festgestellt.

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