Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 266047
Vorher
Candy Hoover GmbH
Eingetragen
25.3.1998
Branche
Großhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von elektrischen HaushaltsgerätenEinzelhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Verkauf von Hausgeräten, Zubehör und Ersatzteilen sowie An- und Verkauf von Maschinen, elektrischen und elektronischen Apparaten jeder Art, sowie Vornahme aller hiermit im Zusammenhang stehenden Handelsgeschäfte, sowie Halten und Verwalten von Beteiligungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Francesco Di Valentin
seit 26.11.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Davide Cabri
seit 17.12.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Candy Hoover Group S.r.lITA
76.00%
Candy S.p.AITA
24.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Candy Hoover Group S.r.l
Italy
1520000
76.00%
Candy S.p.A
Italy
480000
24.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HAIER Germany GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

(Vorjahr zum Vergleich)

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.730,56 5.643,89
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 867.619,10 1.124.218,37
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 3.658.474,76 0,00
4.528.824,42 1.129.862,26
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Waren 30.669.363,97 53.672.295,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.537.020,79 19.316.623,37
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.956.153,55 17.938.894,23
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.019.270,84 7.446.901,99
32.512.445,18 44.702.419,59
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 111.674,24 2.925,90
63.293.483,39 98.377.641,46
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 619.974,87 0,00
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 91.514.138,61 64.927.571,25
159.956.421,29 164.435.074,97

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.022.583,76 1.022.583,76
II. Kapitalrücklage 22.863.978,21 22.863.978,21
III. Verlustvortrag -88.814.133,22 -50.048.612,71
IV. Jahresfehlbetrag -26.586.567,36 -38.765.520,51
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 91.514.138,61 64.927.571,25
0,00 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.180.450,00 1.328.546,00
2. Steuerrückstellungen 1.666.390,29 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 12.880.351,32 12.500.137,68
15.727.191,61 13.828.683,68
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.041.898,38 1.758.535,84
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 138.904.711,15 148.383.477,99
3. Sonstige Verbindlichkeiten 282.620,15 464.377,46
144.229.229,68 150.606.391,29
159.956.421,29 164.435.074,97

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

(Vorjahr zum Vergleich)

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 100.688.053,14 125.268.366,99
2. Sonstige betriebliche Erträge 7.160.697,82 7.939.320,60
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 890.670,93 (Vorjahr EUR 33.639,28)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 68.768.497,46 106.178.665,00
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.173.606,17 8.817.268,06
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.981.611,70 2.093.056,11
- davon für Altersversorgung: EUR 66.594,00 (Vorjahr EUR 59.091,00)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 259.512,60 318.831,68
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 39.703.876,79 53.357.537,53
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 261.059,56 (Vorjahr EUR 668.235,02)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22.721,00 26.627,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 5.228.099,80 (Vorjahr EUR 1.058.107,65) 6.069.838,02 1.223.057,08
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.487.571,58 0,00
10. Ergebnis nach Steuern -26.573.042,36 -38.754.100,87
11. Sonstige Steuern 13.525,00 11.419,64
12. Jahresfehlbetrag -26.586.567,36 -38.765.520,51

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB nach den Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend der Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften aufgestellt.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Konrad-Zuse-Platz 6, 81829 München, und ist eingetragen unter der Nummer HRB 266047 des Amtsgerichts München.

Die Gesellschafterinnen sind die Candy S.p.A. mit Sitz in Monza (MB), Italien, und Candy Hoover Group S.r.l. mit Sitz in Brugherio (MB), Italien.

Der Jahresabschluss 2023 wurde unter Zugrundelegung der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Diese Annahme beruht auf einer Patronatserklärung, die eine Gesellschafterin, die Candy Hoover Group S.r.l., am 22. Juli 2016 zur Sicherung der Liquidität bis zu einem Höchstbetrag von TEUR 13.000 und einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017 zu Gunsten der Gesellschaft erklärt hat. Diese verlängert sich danach automatisch um jeweils ein Jahr, sofern sie nicht vier Wochen vor Ablauf von einer der Parteien schriftlich gekündigt wird. Eine Kündigung ist bislang nicht erfolgt.

Am 29. August 2024 hat die Candy S.p.A. unserer Gesellschaft ebenfalls finanzielle Unterstützung zugesichert, so dass wir jederzeit in der Lage sind, fällige Verbindlichkeiten zu bedienen. Diese Erklärung ist gültig bis zum Ablauf von 12 Monaten nach der Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt in der Regel zwischen 3 und 4 Jahre.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen 3 und 6 Jahren) um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250 werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Für Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wird die Bildung eines Sammelpostens vorgenommen. Die Abschreibung erfolgt linear über fünf Jahre. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Bei den Finanzanlagen werden sonstige Ausleihungen zum Nennwert bzw. - soweit voraussichtlich dauerhaft wertgemindert - der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Vorräte (Waren) werden zu Anschaffungskosten nach dem Durchschnittswertverfahren bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip und der Grundsatz der verlustfreien Bewertung werden beachtet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert am Bilanzstichtag bewertet.

Als Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen, die vor dem Bilanzstichtag geleistet wurden, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt für Folgejahre darstellen, angesetzt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz sowie auf steuerliche Verlustvorträge ermittelt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein kalkulierter effektiver Steuersatz von 30 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Überhang beruht auf der unterschiedlichen Behandlung von Pensionsrückstellungen und Verlustvorträgen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Barwerten für laufende Renten angesetzt, die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen durch die Anwendung der Richttafeln RT 2018 G von Dr. Klaus Heubeck ermittelt werden.

Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag bereits erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen abzudecken. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Umrechnungskurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Bei zum Bilanzstichtag abweichenden Umrechnungskursen werden diese gemäß den Vorschriften des § 256a HGB auf Forderungen und Verbindlichkeiten angewendet. Langfristige Fremdwährungsforderungen oder -verbindlichkeiten existieren derzeit nicht.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens während des Geschäftsjahres ergibt sich aus dem Anlagenspiegel, der als Anlage zum Anhang beigefügt wurde.

In den sonstigen Ausleihungen sind die Mietkautionen für den neuen gemieteten Lagerraum in Höhe von TEUR 3.658 enthalten. Die Übergabe des Mietgegenstands fand im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2023 statt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 13.956 (Vorjahr TEUR 17.939) handelt es sich in voller Höhe um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Darin enthalten sind die Forderungen gegen die Gesellschafterinnen in Höhe von TEUR 9.815 (Vorjahr TEUR 17.939), resultierend im Wesentlichen aus der diesjährigen konzernweiten Kostenerstattung.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.019 (Vorjahr TEUR 7.447) enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt in Höhe von TEUR 1.014 (Vorjahr TEUR 5.659) sowie die Mietbürgschaft für die gemietete Bürofläche und sonstige Sicherheiten in Höhe von TEUR 680 (Vorjahr TEUR 700). Zudem sind die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 325 (Vorjahr TEUR 441) mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr enthalten. Die restlichen Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen die Mietvorauszahlung für den Lagerraum in Höhe von TEUR 462 (Vorjahr TEUR 0) und der im Voraus bezahlte Aufwand im Zusammenhang mit Werbe- und Marketingkampagnen in Höhe von TEUR 158 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 1.022.583,76 (DM 2.000.000,00). Es ist noch nicht auf Euro umgestellt worden. Die Kapitalrücklage beinhaltet sonstige Zuzahlungen der Gesellschafterin aus der Umwandlung von Darlehen sowie den Differenzbetrag zwischen dem Nettobuchwert der übernommenen Vermögensgegenstände und den Schulden der Haier Deutschland GmbH in Höhe von TEUR 1.247, der im Zuge der Verschmelzung zum 1. Januar 2021 in die Kapitalrücklage der HAIER Germany GmbH eingestellt wurde.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde mittels eines versicherungsmathematischen Gutachtens durchgeführt. Die Anpassung zum 31. Dezember 2023 erfolgte unter Berücksichtigung des darin enthaltenen Zinsanteils, der in der Gewinn- und Verlustrechnung separat ausgewiesen wird. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,82 % verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 3,00 % berücksichtigt.

Der Unterschiedsbetrag aus der Verwendung des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes im Vergleich zum 7-Jahres-Durchschnittszinssatz zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 8 unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 12.880 (Vorjahr TEUR 12.500) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Garantien und Gewährleistungen (TEUR 2.783, Vorjahr TEUR 2.629), offene Entsorgungsgebühren (TEUR 566, Vorjahr TEUR 760), ausstehende Marketingaufwendungen (TEUR 425, Vorjahr TEUR 637), Personal (TEUR 2.109, Vorjahr TEUR 1.190), ausstehende Lagerhaltungs- und Logistikaufwendungen (TEUR 5.365, Vorjahr TEUR 5.224), Prüfungs- und Beratungsaufwendungen (TEUR 285, Vorjahr TEUR 459), Retouren (TEUR 700; Vorjahr TEUR 0) und Aufwendungen für After-Sales-Services (TEUR 210, Vorjahr TEUR 89).

Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich in Höhe von TEUR 7.533 (Vorjahr TEUR 33.839) um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 131.372 (Vorjahr TEUR 114.544) um Verbindlichkeiten aus konzerninterner Finanzierung.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschafterinnen Candy S.p.A. in Höhe von TEUR 131.372 (Vorjahr TEUR 110.788) und Candy Hoover Group S.r.l. in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 3.756).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 247 (Vorjahr TEUR 264) enthalten. Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr unbesichert.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten haben wir in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Davon Restlaufzeiten
Stand 31.12.2023 bis 1 Jahr über 1 Jahr Davon über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.042 5.042 0 0
(Vorjahr) (1.759) (1.759) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 138.905 132.332 1.600 4.973
(Vorjahr) (148.383) (142.038) (1.200) (5.146)
- davon aus Lieferungen und Leistungen 7.533 960 1.600 4.973
(Vorjahr) (33.839) (27.494) (1.200) (5.146)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin 131.372 131.372 0 0
(Vorjahr) (114.544) (114.544) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 283 283 0 0
(Vorjahr) (464) (464) (0) (0)
Summe Verbindlichkeiten 144.229 137.656 1.600 4.973
(Vorjahr) (150.606) (144.261) (1.200) (5.146)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beinhalten die vertragliche Verpflichtung gegenüber der Haier Smart Home Co., Ltd ., Qingdao/China, in Höhe von TEUR 6.346, resultierend aus der Notierung der D- Aktien im Geschäftsjahr 2018. Der finanzielle Zuschuss in Höhe von TEUR 9.228 ist im Juli 2019 bei der Haier Deutschland GmbH, München, eingegangen.

Factoring

Die Gesellschaft hat einen konzernweiten Factoring-Vertrag mit Banco Santander, S.A., Madrid, Spanien, über Forderungsverkäufe am 21. Dezember 2021 abgeschlossen. Dabei handelt es sich um ein echtes Factoring. Das konzernweite Factoring-Limit in Höhe von EUR 120 Mio. wird durch vier Landesgesellschaften der Candy S.p.A., Italien, aufgeteilt. Die zu verkaufenden offenen Forderungen werden aus den vier Landesgesellschaften an die Candy S.p.A. übertragen und zentralisiert an den Factor Banco Santander, S.A., Madrid, Spanien, in einer Monatsroutine verkauft. Ein Sicherheitseinbehalt wurde auf der lokalen Ebene nicht vereinbart.

Die zum Stichtag 31. Dezember 2023 verkauften Forderungen betragen TEUR 26.414 (Vorjahr TEUR 23.421) und sind durch die Abbildung des echten Factorings gegen die offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verrechnet. Die offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind demnach um denselben Betrag gesunken.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Der Umsatz der HAIER Germany GmbH gliedert sich in folgende Kategorien:

2023 2022
TEUR TEUR
Fertiggeräte 93.973 122.137
Ersatzteile 5.390 2.032
Sonstiges 1.325 1.099
Summe 100.688 125.268

Der Umsatz gliedert sich regional wie folgt auf:

2023 2022
TEUR TEUR
Deutschland 95.228 121.568
Österreich 5.460 3.700
Summe 100.688 125.268

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.557 (Vorjahr TEUR 2.218) erfasst. Diese resultierten im Wesentlichen aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 421 sowie dem späteren Erhalt der konzernweiten Kostenerstattung für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 1.073.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für die Warenauslieferungen, Kundendienstleistungskosten, Aufwendungen für Werbe- und Marketingkampagnen, Aufwendungen für Gewährleistungen, Aufwendungen für die Entsorgungsgebühren, Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und Versicherungen, Mietaufwendungen, Aufwendungen für Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, Kfz- und Telefonkosten sowie Reisekosten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.976 (Vorjahr TEUR 13.428) enthalten. Diese resultierten aus den negativen Inventurdifferenzen, die durch den Umzug der Lagerräume im Geschäftsjahr 2023 entstanden sind.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Erträge aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr TEUR 27).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag berücksichtigen die Effekte aus den abgeschlossenen Betriebsprüfungen. Sie sind daher als periodenfremde Aufwendungen zu betrachten.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen die folgenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 43.750 (Vorjahr TEUR 993) und sie setzen sich wie folgt zusammen:

1 Jahr >1-5 Jahre 5 Jahre und mehr
TEUR TEUR TEUR
Mietverträge - Büroräume 240 450 0
Mietverträge - Lagerräume 4.748 20.151 18.102
PKW-Leasing 59 0 0
Gesamt 5.047 20.601 18.102

Geschäftsführung

Geschäftsführer der HAIER Germany GmbH sind im Geschäftsjahr 2023 und bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses wie folgt:

Herr Thomas Wittling, Feucht, kaufmännischer und Vertriebsgeschäftsführer und Geschäftsführer bei der HAIER Germany GmbH, München, (bis 16. Februar 2023).

Herr Shubao Sun, Monza/Italien, kaufmännischer und Vertriebsgeschäftsführer bei der HAIER Germany GmbH, München, (bis 16. Februar 2023).

Herr Jean-Pascal Rey, Germignaga (VA)/Italien, kaufmännischer und Vertriebsgeschäftsführer und Geschäftsführer bei der HAIER Germany GmbH, München, (seit 16. Februar 2023 bis 9. Mai 2024).

Herr Nitin Gupta, Basiglio (MI)/Italien, kaufmännischer und Vertriebsgeschäftsführer und Geschäftsführer bei der HAIER Germany GmbH, München, (ab 16. Februar 2023).

Herr Rogier Volmer, Bilthoven/Niederlande, kaufmännischer und Vertriebsgeschäftsführer und Geschäftsführer bei der HAIER Germany GmbH, München, (ab 9. Mai 2024).

Der ausgeübte Beruf der Geschäftsführung ist mit ihrer Stellung im Unternehmen identisch. Außerdem ist Herr Nitin Gupta der Chief Financial Officer der Candy Hoover Group S.r.l., Brugherio (MB)/Italien.

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB.

Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 100 für das Geschäftsjahr 2023. Hierbei handelt es sich um reine Abschlussprüfungsleistungen.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 125 Angestellte (Vorjahr 109).

Mutterunternehmen

Das Mutterunternehmen, das für den kleinsten Konsolidierungskreis einen Konzernabschluss aufstellt, in den unsere Gesellschaft einbezogen wird, ist die Candy S.p.A. mit Sitz in Brugherio (MB)/Italien. Er ist erhältlich bei der C.C.I.A. (Camera di Commercio Industria e Agricoltura) in Mailand/Italien. Der größte Konsolidierungskreis, in den unsere Gesellschaft einbezogen wird, ist der Konzernabschluss der Haier Smart Home Co., Ltd., Qingdao/China. Der Konzernabschluss des größten Konsolidierungskreises ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird bei der Shanghai Stock Exchange veröffentlicht.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen mit nahestehenden Personen getätigt.

Vorschlag für die Verwendung des Jahresfehlbetrages

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -26.587 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht - Ereignisse nach dem Stichtag

Es liegen keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.

 

München, den 30. August 2024

HAIER Germany GmbH, München

Rogier Volmer, Geschäftsführer

Nitin Gupta, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

(Anlagenspiegel)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.595,57 0,00 0,00 32.595,57
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.768.964,32 0,00 0,00 2.768.964,32
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 3.658.474,76 0,00 3.658.474,76
2.801.559,89 3.658.474,76 0,00 6.460.034,65
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.951,68 2.913,33 0,00 29.865,01
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.644.745,95 256.599,27 0,00 1.901.345,22
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.671.697,63 259.512,60 0,00 1.931.210,23
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.730,56 5.643,89
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 867.619,10 1.124.218,37
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 3.658.474,76 0,00
4.528.824,42 1.129.862,26

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die HAIER Germany GmbH (im Folgenden auch "HAIER Germany") ist die deutsche Vertriebsgesellschaft der Candy Hoover Group S.r.l. Sie vertreibt Elektrohaushaltsgeräte, darunter Großgeräte (der Marken Haier, Candy und Hoover) und Kleingeräte (der Marke Hoover) in Deutschland und Österreich. Die HAIER Germany GmbH ist seit über 60 Jahren auf dem deutschen Markt vertreten und wurde als erstes Tochterunternehmen außerhalb Italiens etabliert. Mit Wirkung zum 4. Januar 2019 wurde die Candy Hoover-Gruppe der weltweit agierenden Haier-Gruppe angeschlossen.

Der Sitz der HAIER Germany GmbH ist München. Die Gesellschafterinnen sind die Candy S.p.A. mit Sitz in Monza (MB), Italien, und Candy Hoover Group S.r.l. mit Sitz in Brugherio (MB), Italien.

1. Forschung und Entwicklung

Die HAIER Germany GmbH unterhält eine Entwicklungsabteilung in Nürnberg, die die Elektrohaushaltsgeräte entwickelt und weiterentwickelt, um gezielt auf Anforderungen des europäischen Marktes reagieren zu können. Die Kosten dieser Abteilung werden von der Haier- Gruppe in China und Candy Hoover Group S.r.l. in Italien gedeckt. Die im Geschäftsjahr 2023 erstatteten Kosten belaufen sich auf rund TEUR 5.071 (Vorjahr TEUR 4.641).

2. Notierung und Platzierung der D-Aktien

Am 24. Oktober 2018 notierte die oberste Konzernmuttergesellschaft der HAIER Germany GmbH, Haier Smart Home Co., Ltd., Qingdao, China, (SHA: 600690, "Qingdao Haier") ihre Aktien auf dem CEINEX D-Share Markt von der China Europe International Exchange AG.

Der Eintritt in die europäischen Kapitalmärkte durch das erfolgreiche Listing am CEINEX D-Share Markt ist ein wichtiger Bestandteil der Globalisierungsstrategie der Haier-Gruppe. Durch den Eintritt hat der Gesamtkonzern Haier Präsenz in Deutschland und Zugriff auf die Kapitalmärkte erlangt. Darüber hinaus sind die Finanzierungsquellen diversifiziert und die Kapitalstruktur optimiert. Ein Dienstleistungsvertrag zwischen der Konzernmuttergesellschaft und der HAIER Germany GmbH wurde am 1. August 2018 abgeschlossen, in welchem ein finanzieller Zuschuss über insgesamt EUR 9,86 Mio. gewährt wurde.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 367 (Vorjahr TEUR 328) dieses Zuschusses in Marketingaufwendungen bzgl. der Notierung verbraucht. Eine Liquiditätsplanung sieht den Verbrauch des Zuschusses bis zum 31. Dezember 2032 vor.

3. Wirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklungen im abgelaufenen Geschäftsjahr

Als Hersteller von Konsumgütern ist die HAIER Germany GmbH in hohem Maße abhängig von der allgemeinen Konjunktur. Das für die HAIER Germany relevante makroökonomische Umfeld bilden die Absatzmärkte Deutschland und Österreich. Dabei stellt Deutschland im Hinblick auf die Umsatzerlöse nach wie vor den wichtigsten Absatzmarkt dar.

Die Wirtschaft in Europa und auch in Deutschland entwickelte sich im Jahr 2023 sehr unterschiedlich und wurde durch den Ukraine- sowie den Nahost-Konflikt geprägt, was sich in der nach wie vor hohen Inflationsrate widerspiegelt. Im Jahresdurchschnitt 2023 ist der Verbraucherpreisindex im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2022 erneut um +5,9 % gestiegen. 1

Die konjunkturelle Lage in Deutschland im Jahr 2023 verschlechterte sich leicht, das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahresdurchschnitt 2023 um -0,3 % unter dem Vorjahresniveau. Im vorangegangenen Jahr 2022 wies das BIP einen geringen Anstieg aus (1,7 %). 2

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erwartet für das Jahr 2024 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 % in Deutschland. Zudem wird eine rückläufige Inflationsrate auf 2,4 % in Deutschland prognostiziert. 3

1 Vgl. [Statistisches Bundesamt] Verbraucherpreisindizes: Gesamtindex und 12 Abteilungen https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Verbraucherpreisindex/- Tabellen/Verbraucherpreise-12Kategorien.html.
2 Vgl. [Statistisches Bundesamt] Bruttoinlandsprodukt (BIP) und Wirtschaftswachstum https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2112/umfrage/veraenderung-des-bruttoinlandprodukts-imvergleich-zum-vorjahr/
3 Vgl. Kräftige Konjunkturerholung lässt weiter auf sich warten. https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fruehjahrsgutachten-2024-pressemitteilung.html.

Der deutsche Elektrohaushaltsgeräte-Markt wird durch eine bedeutsame Präsenz an großen, internationalen Firmen mit deutschem Ursprung (Bosch, Siemens, Miele, AEG) sowie anderen Unternehmen wie Whirlpool Corp. (auf dem Markt präsent mit zwei Marken deutscher Herkunft, Bauknecht und Privileg), Beko, Gorenje und Amica, geprägt. Es lässt sich außerdem eine immer größere Präsenz von fernöstlichen Herstellern verzeichnen.

Die Candy Hoover-Gruppe ist einer der größten Elektrohaushaltsgeräte-Hersteller in Europa. Der Fokus der Candy Hoover-Gruppe liegt auf der Entwicklung intelligenter Lösungen und Technologien in allen Produktkategorien. Dabei wird auf die Qualität und Benutzerfreundlichkeit der Geräte immer besonderes Augenmerk gelegt und es erfolgt eine Fokussierung auf das Wesentliche. Produkte, die im Jahr 2023 auf den Markt gebracht wurden, bestätigen aus Sicht der Geschäftsführung diesen Anspruch.

Die Marke Candy bietet eine Produktpalette an, die vom Preiseinstiegslevel bis in die gehobenen Segmente reicht. Die Marke steht für Nutzerfreundlichkeit und Pragmatik und hält damit Lösungen bereit, die Zeit, Energie und Aufwand sparen. Die Markenzielgruppe sind junge, moderne Familien sowie digital affine Personen.

Haier und Hoover sind die Marken für das Premium-Segment im Portfolio des Unternehmens. Das Angebot reicht hier vom mittleren bis ins gehobene Preissegment. Die Marke steht für Innovation, Tradition und Design. Dank des umfangreichen Programmangebots und technologisch hochwertiger Performance werden den Nutzern intelligente Lösungen zur Zeit- und Aufwandsersparnis ermöglicht. Die Zielgruppe der Marken Haier und Hoover ist jung, anspruchsvoll, lebt städtisch und verfügt über ein überdurchschnittliches Einkommen.

Die Marke Candy präsentierte mit der Rapido-Reihe die neuen Hauptmodelle im Bereich Waschen, während Hoover ein komplett neues Sortiment an Staubsaugern vorstellte, mit Schwerpunkt auf das inzwischen stärkste Marktsegment des Unternehmens.

5. Entwicklung der HAIER Germany GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr

Als finanzielle Leistungsindikatoren zur internen Steuerung verwendet die Gesellschaft die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis nach Steuern.

5.1. Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Die Gesamtumsätze der HAIER Germany sind mit EUR 101 Mio. im Vergleich zum Vorjahr um EUR 24,6 Mio. gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den niedrigeren Umsätzen im Online- und stationären Handel. Darüber hinaus sind die Umsätze im Bereich der Ersatzteile um EUR 3,4 Mio. gestiegen, im Verhältnis zu dem Gesamtportfolio sind diese allerdings weiterhin eher gering.

Das Jahresergebnis der HAIER Germany hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 12.179 auf TEUR -26.587 verbessert. Die Verbesserung des Jahresergebnisses resultiert im Wesentlichen aus signifikant gesunkenen Materialkosten. Die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 wird im Kapitel "B.3 Ertragslage" näher erläutert.

Die Geschäftsführer beurteilen den Verlauf des Geschäftsjahres 2023 trotz der Verbesserung des Jahresergebnisses als unzufriedenstellend. Da die HAIER Germany sich in einem Marktklima bewegt, das durch einen intensiven Wettbewerbs- und Preisdruck gekennzeichnet ist, wurden die im Vorjahr gesetzten Umsatzziele verfehlt. In der Planung für das Geschäftsjahr 2023 waren Umsatzerlöse in Höhe von EUR 234 Mio. und ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.625 vorgesehen. Im Gesamtjahr 2023 wurden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 101 Mio. bei einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -26.587 nach der Berücksichtigung der konzernweiten Kostenrückerstattungen erzielt. Die Abweichung resultiert im Wesentlichen daraus, dass sich Großaufträge, insbesondere in den Marken-Segmenten der Candy und Hoover, nicht in dem Maße realisieren ließen, wie sie geplant waren.

5.2. Beschaffung

Die HAIER Germany GmbH bezieht ihre Fertigwaren sowie die Ersatzeile im Konzernverbund der Haier- und Candy Hoover-Gruppen.

Die Logistikleistung der Fertigwaren wurde im Wesentlichen vor dem Umzug der Lagerräume im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2023 durch die Haase Hausgerätelogistik GmbH in Garbsen erbracht. Der Dienstleistungsvertrag mit der Haase Hausgerätelogistik GmbH wurde im Geschäftsjahr 2023 gekündigt. Nach dem Umzug der Lagerräume und seit dem zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2023 erbringt Global Brands Logistics GmbH (Gbl), Roßtal/Buchschwabach, die Logistikleistung in unseren eigenen gemieteten Lagerhäuser in Ansbach und in Wörnitz. Die Logistikdienstleistung der Gbl umfasste neben den Wareneingangstransporten auch die Lagerung der Waren sowie, über ein Netzwerk von Verteilspediteuren im gesamten Bundesgebiet, den Transport zu den Abnehmern im Handel.

Das Lager wird weiterhin nach dem Durchschnittswertverfahren unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet und weist bei einem Inventurbestand zum 31. Dezember 2023 von EUR 30,7 Mio. (Vorjahr EUR 53,7 Mio.) eine durchschnittliche Lagerreichweite (durchschnittlicher Vorratsbestand/Materialaufwand) von ca. 221 Tagen (Vorjahr ca. 173 Tagen) auf.

5.3. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Mietkautionen für den neuen gemieteten Lagerraum in Höhe von TEUR 3.658 an den Vermieter gezahlt. Diese wurden als sonstige Ausleihungen unter den Finanzanlagen im Jahresabschluss ausgewiesen. Keine weiteren Investitionen im Analgenvermögen wurden getätigt (Vorjahr TEUR 573 in der Betriebs- und Geschäftsausstattung).

5.4. Personal- und Sozialbereich

Die HAIER Germany hatte zum Jahresende 2023 122 (Vorjahr 116) festangestellte Mitarbeiter. Wie in den Vorjahren gab es mehrere gezielte Weiterbildungsprogramme zur Ausweitung der Fachkompetenz der Mitarbeiter. Alle Außendienst- und Key Account- Mitarbeiter*innen durchliefen regelmäßige Verkaufstrainings. Spezielle Produkttrainings und die Teilnahme an Fachkongressen/-veranstaltungen runden das Maßnahmenpaket ab.

B. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist um EUR 4,5 Mio. auf EUR 160 Mio. gesunken, was vor allem auf eine Reduktion der Waren (EUR -23,0 Mio.), einen Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR -2,8 Mio.) und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR -4,0 Mio.) sowie einen Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände (EUR -5,4 Mio.) zurückzuführen ist.

Gegenläufig dazu ist das Anlagevermögen aufgrund der aktivierten sonstigen Ausleihungen um EUR +3,4 Mio. gestiegen. Darüber hinaus ist der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag aufgrund des negativen Jahresergebnisses um EUR 26,6 Mio. gestiegen.

Das Bankguthaben ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,1 Mio. gestiegen. Aufgrund des bestehenden Cash-Pool-Verhältnisses mit der Muttergesellschaft Candy S.p.A. ist das Bankguthaben weiterhin niedrig.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind um EUR 0,3 Mio. gesunken, was ausschließlich auf den Abschreibungsaufwand zurückzuführen ist.

Die Finanzanlagen sind um EUR 3,7 Mio. im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, da die Mietkautionen für den neuen gemieteten Lagerraum im Geschäftsjahr 2023 getätigt wurden.

Der Rückgang des Vorratsvermögens in Höhe von EUR 23 Mio. resultierte aus dem signifikant niedrigeren Bestand an Fertiggeräten gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang des Vorratsvermögens ist vor allem aufgrund der geringeren Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 sowie der Optimierung der Produktpalette im DACH-Raum zurückzuführen.

Die Reduktion der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR -2,8 Mio. ergibt sich im Wesentlichen aus dem umgesetzten verbesserten Forderungsmanagement. Außerdem ist der Forderungsbestand zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahr geringer aufgrund der verminderten Umsatzerlöse, die im Geschäftsjahr 2023 realisiert wurden.

Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergibt sich im Wesentlichen aus dem Bestand der jährlichen konzernweiten Kostenerstattungen, die in diesem Jahr deutlich weniger angefallen sind, als im Vorjahr.

Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren steuerlichen Vorauszahlungen gegenüber dem Vorjahr. Außerdem wurden die überfälligen Steuerforderungen nach mehrfachen Abfragen und Bestätigungen bei den zuständigen Steuerbehörden in Höhe von EUR 5,6 Mio. abgeschrieben.

Der Anstiegen des aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 620 ergibt sich im Wesentlichen aus der Mietvorauszahlung für den neuen gemieteten Lagerraum im Dezember 2023. Der Aufwand wird erst am Anfang des Geschäftsjahres 2024 realisiert.

Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 bestehen überwiegend aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Steuerrückstellungen sowie den sonstigen Rückstellungen.

Die Steuerrückstellungen wurden zum 31. Dezember 2023 zur Abbildung der potentiellen steuerlichen Risiken aus Vorjahren gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,4 Mio. gestiegen, welche überwiegend die Garantie-, Personal-, Rechtsstreitigkeiten, und ausstehenden Lagerhaltungs- und Logistikaufwendungen beinhalten. Die Zunahme ist hauptsächlich auf den Anstieg der Personalrückstellungen, u. a., der Abfindungskosten (TEUR +844) zurückzuführen. Dem entgegen steht ein Rückgang der Rückstellungen für Seefracht (TEUR -317).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der neuen gemieteten Lagerräume und den daraus erfolgten Transportdienstleistungen gegenüber den Logistikunternehmen um EUR 3,3 Mio. gestiegen. Der neue Vermieter der Lagerräume und die neuen Geschäftspartner im Logistikbereich haben abweichende Abrechnungsperioden und -verfahren für die erbrachten Leistungen als unsere ehemaligen Dienstleister.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR -9,5 Mio. gesunken. Der Rückgang in diesem Posten ist im Wesentlichen auf drei gegenläufige Effekte zurückzuführen. Zu einem ist die Cash-Pool-Verbindlichkeit zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahr um EUR 20,3 Mio. aufgrund der verschlechterten Geschäftssituation von EUR 110,8 Mio. auf EUR 131,1 Mio. gestiegen. Zum anderen sind die Verbindlichkeiten für den Warenbezug aufgrund des niedrigeren Vorratsvermögens und verschlechterten Auftragslage um EUR 26,3 Mio. gesunken. Außerdem wurde ein konzernverbundenen Darlehen in Höhe von EUR 3,7 Mio. im Jahr 2023 basierend auf einer Konzernanweisung zurückgezahlt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 283 (Vorjahr TEUR 464) enthalten sämtliche Positionen mit einer Fristigkeit unter einem Jahr.

2. Finanzlage

Die HAIER Germany finanzierte sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr über die Konzernmuttergesellschaft Candy S.p.A. mit Sitz in Monza (MB), Italien.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeiten beläuft sich auf TEUR 3.658 (Vorjahr TEUR 573). Der Free Cash-Flow entwickelt sich gegenüber dem Vorjahr negativ. Hauptgrund sind die verschlechterte Geschäftssituation sowie die erhöhten Auszahlungen in Finanzanlagen.

Das Working Capital der Gesellschaft in 2023 beträgt EUR -95,5 Mio. (Vorjahr EUR -64,7 Mio.).

Um die Liquidität der HAIER Germany GmbH abzusichern, unterzeichnete die Muttergesellschaft Candy S.p.A. am 29. August 2024 eine "Comfort Letter" (Patronatserklärung) gegenüber der HAIER Germany GmbH. Diese Erklärung ist gültig bis zum Ablauf von 12 Monaten nach der Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023.

Die Candy S.p.A. sichert dabei der HAIER Germany GmbH finanzielle Unterstützung zu. Dies folgt durch eine Verlängerung der Zahlungsziele, Bedienung der fälligen Lieferantenverbindlichkeiten gegenüber den Haier- und Candy-Gruppen und jährlich neu ausgehandelten Kostenrückerstattungen. Damit ist die HAIER Germany zu jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen fristgerecht über den konzernweiten Cash-Pool zu begleichen.

3. Ertragslage

TEUR 2023 2022
Umsatzerlöse 100.688 125.268
Materialaufwand -68.768 -106.179
Rohgewinn 31.920 19.090
Sonstige betriebliche Erträge 7.161 7.939
Personalaufwand -13.155 -10.910
Abschreibungen -260 -319
Sonstige betriebliche Aufwendungen -39.704 -53.358
Zinsergebnis -6.047 -1.196
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -6.488 0
Ergebnis nach Steuern -26.573 -38.754
Sonstige Steuern -14 -11
Jahresfehlbetrag -26.587 -38.766

Die Umsatzentwicklung wurde im Kapitel "A.5.1. Umsatz- und Ergebnisentwicklung" näher erläutert.

Der Materialaufwand ist um 35,2 % gegenüber dem Vorjahrsniveau gesunken, dies ist überwiegend einem Rückgang bei dem Verkauf der Fertiggeräte geschuldet. Außerdem sind die Freight-in-Transportkosten überproportional gesunken. Somit hat sich die Bruttomarge um 16,5 % im Vorjahresvergleich verbessert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Bruttomarge im Jahresdurchschnitt bei 31,7 % (Vorjahr 15,2 %).

Die Beschaffung der Waren findet ausschließlich konzernintern statt.

Sonstige betriebliche Erträge enthalten im Wesentlichen die Kostenerstattungen (Recharge und Support für die Marketing-Aktivitäten in der DACH-Region und für die Entwicklungsabteilung in Nürnberg) von der Haier-Gruppe in China und sind um TEUR 487 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Darüber hinaus hat die HAIER Germany GmbH im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der Wechselkursschwankungen des EURO gegenüber dem US-Dollar einen höheren Ertrag im Vergleich zum Vorjahr realisiert. Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung der Rückstellung für Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 421 sowie dem späteren Erhalt der konzernweiten Kostenerstattung für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 1.073.

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um TEUR 2.245 erhöht. Die Erhöhung ergibt sich aus dem Ausbau des Personalbestands um 15 %.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um TEUR 13.654 reduziert. Im Vorjahr wurden die Verkaufsprovisionen in Höhe von TEUR 13.428 periodenfremd erfasst. Im Jahr 2023 waren keine periodenfremden Verkaufsprovisionen vorhanden. Die Fracht- und Transportkosten sind um TEUR 2.144 gesunken. Die hohen Frachtkosten bedingt nach COVID-19 und der daraus resultierten Lieferkettenengpässe haben sich im Jahr 2023 normalisiert. Lagerhaltungskosten sind um TEUR 5.310 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Ursächlich hierfür war der Wechsel der Logistikdienstleistungsunternehmen und der Umzug der Lagerräume im Geschäftsjahr 2023. Vor dem Umzug wurde sämtliche Kosten von der Haase Hausgerätelogistik GmbH als Lagerhaltungskosten (Vertriebsaufwendungen) erfasst, da HAIER Germany GmbH mit der Haase Hausgerätelogistik GmbH keinen Mietvertrag, sondern einen Dienstleistungsvertrag, abgeschlossen hat. Nach dem Umzug besitzt die HAIER Germany GmbH die eigenen gemieteten Lagerräume. Daher sind hier lediglich die Lagerhaltungskosten (Vertriebsaufwendungen) angefallen, die der neue Logistikanbieter, Global Brands Logistics GmbH (Gbl), in Rechnung gestellt hat. Die Mietkosten der Lagerräume sind gemäß den Mietverträgen unter Mietaufwand (Verwaltungsaufwendungen) erfasst.

Die HAIER Germany GmbH hat in 2023 weiterhin intensiv in die Marketing-Aktivitäten investiert, um ihre Markenbekanntheit weiter aufzubauen. Der Werbeaufwand ist demzufolge um TEUR 813 gestiegen.

Der Garantieaufwand ist um TEUR 1.710 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die gebildete Garantierückstellung war für die Abdeckung der Gewährleistungsvorfälle ausreichend. Zudem wurde eine kleinere Zuführung in die Gewährleistungsrückstellung aufgrund der geminderten Umsatzerlöse getätigt.

Die Verwaltungsaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.787 gestiegen. Die erhöhten EDV-Kosten resultieren aus der Migration des IT-Systems in den neuen gemieteten Lagerräumen. Die Mietaufwendungen sind aufgrund der neuen Mietverträge für die neuen Lagerräume gestiegen. Der Rückgang in den übrigen Verwaltungskosten gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die nicht mehr vorhandenen Wertberichtigungen der überfälligen Forderungen (Vorjahr: EUR 2,6 Mio.) zurückzuführen.

Eine Aufteilung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wird in der nachfolgenden Tabelle ersichtlich dargestellt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich wie folgt entwickelt:

2023 2022
TEUR TEUR
Fracht/Verpackung 8.551 10.695
Werbeaufwand 7.680 6.867
Lagerhaltungskosten 2.099 7.408
Fahrzeugkosten 630 560
Reisekosten 479 286
Verkaufsprovisionen (periodenfremd) 0 13.428
Kundendienstschulungen 362 287
Summe Vertriebsaufwendungen 19.801 39.532
Summe Garantieaufwendungen 268 1.978
Wartung/Instandhaltung/EDV 2.551 1.499
Versicherungen 331 705
Miete 8.910 685
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 3.658 3.601
Porto/Telekommunikation 309 221
Übrige Verwaltungskosten 3.876 5.136
Summe Verwaltungsaufwendungen 19.635 11.848
Summe sonst. betr. Aufwendungen 39.704 53.358

Der Zinsaufwand beträgt TEUR 6.070 (Vorjahr TEUR 1.223). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um konzernverbundene kumulierte Zinsen aus dem Darlehen, Factoring und Cash- Pooling.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 6.488 (Vorjahr TEUR 0) erfasst. Dabei handelt es sich um die steuerlichen Aufwendungen unter Berücksichtigung der Effekte aus den abgeschlossenen Betriebsprüfungen.

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -26.587 (Vorjahr TEUR -38.766) ab.

C. Entwicklungsbeeinträchtigende Risiken

Das Unternehmen bewegt sich weiterhin in einem preisaggressiven und sehr volatilen Marktumfeld. Es bleibt daher festzustellen, dass die Gesellschaft ausgehend von der Geschäftsentwicklung in 2023, der Geschäftserwartung für 2024 und auch künftig auf die Aufrechterhaltung der bestehenden Finanzierung und die Bereitstellung weiterer finanzieller Mittel durch den Konzernverbund angewiesen sein wird.

Zur Sicherung des Finanzbedarfs besteht eine Patronatserklärung der Gesellschafterin Candy Hoover Group S.r.l. mit Datum vom 22. Juli 2016 wonach sich die Candy Hoover Group S.r.l. gegenüber der Gesellschaft bereiterklärt, zu jeder Zeit Darlehen auf erste schriftliche Anforderung in Höhe der erwarteten bilanziellen Überschuldung bis zu einem Höchstbetrag von TEUR 13.000 zur Verfügung zu stellen. Die Patronatserklärung war bis zum 31. Dezember 2017 gültig und verlängert sich automatisch um jeweils ein Jahr, wenn sie nicht vier Wochen vor Ablauf von einer der Parteien schriftlich gekündigt wurde. Eine Kündigung ist bislang nicht erfolgt.

Zur Sicherung des Finanzbedarfs hat außerdem die Gesellschafterin Candy S.p.A. unserer Gesellschaft mit Datum vom 29. August 2024 finanzielle Unterstützung zugesichert, so dass wir jederzeit in der Lage sind, fällige Verbindlichkeiten zu bedienen. Diese Erklärung ist gültig bis zum Ablauf von 12 Monaten nach der Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023.

Die Gesellschaft ist, wie in der Vergangenheit, auch künftig auf die Finanzierung durch den Konzernverbund angewiesen. Durch die Unterstützungsmaßnahmen besteht derzeit keine Bestandsgefährdung.

D. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung und Prognosebericht

Die wirtschaftliche Situation in Deutschland wird für das Geschäftsjahr 2024 leicht negativ bewertet, wodurch ein Umsatzrückgang im Segment der Weißen Ware erwartet wird. Aufgrund der schwierigen Marktbedingungen rechnen wir im Jahr 2024 mit einem Rückgang der Umsätze und einer entsprechenden Verringerung der Marktanteile für HAIER Germany.

Für das Geschäftsjahr 2024 plant das Unternehmen einen Umsatz von etwa EUR 75 Mio. mit einem erwarteten Jahresfehlbetrag von etwa TEUR 31.408 (ohne Berücksichtigung von Kostenrückerstattungen der Candy Hoover Group S.r.l./Italien). Für das Geschäftsjahr 2025 liegt noch keine Planung vor.

Hauptziel des Unternehmens ist es, im Geschäftsjahr 2024 die Distribution zu optimieren und die Kosten zu senken. Durch die Optimierung von Verkaufs- und Dienstleistungspartnern in Kombination mit der Einführung neuer, innovativer und qualitativ hochwertiger Produkte soll die Präsenz auf dem deutschen Markt verbessert werden. Dies wird durch Investitionen in Kommunikation unterstützt, um die Akzeptanz bei den Endverbrauchern zu erhöhen. Die in den Jahren 2021 und 2022 umgesetzte Strategie der Distribution zur Gewinnung relevanter Online-Händler wird im Geschäftsjahr 2024 fortgesetzt. Die Distribution in traditionelle (Fach-)Handelskanäle wird weiterhin verstärkt.

Die Erweiterung und Festigung der Online- und traditionellen Handelskanäle für kleine Haushaltsgeräte (SDA) wird die Chancen weiter erhöhen. Die Verbreitung in traditionellen Vertriebskanälen, wie Baumärkten und Lebensmittelkanälen, wird die Geschäftstätigkeit stärken und auch zur besseren Verankerung der Marken Haier, Candy und Hoover auf dem deutschen Markt beitragen. Im Jahr 2024 wird auch das Produktsortiment gezielter optimiert, um besser den Marktanforderungen zu entsprechen. Verschiedene Produkteinführungen werden im verbraucherorientierten, mittelpreisigen Marktsegment stattfinden. Im Bereich der Einbaugeräte wird ein weiterer Schritt zur Abdeckung des Weiße-Ware-Marktes unternommen. Dies umfasst auch die Initiierung von Ersatzverkäufen im Elektronik-Einzelhandel sowie im Küchen- und Möbelhandel und bei Küchenherstellern. Die Integration von intelligenten Anwendungen im Bereich des Internet of Things (IoT) wird zudem weiter verstärkt. Weitere Investitionen in die Kommunikation mit Handel und Endverbrauchern werden die Erfolgschancen erhöhen.

Die Schärfung des Markenportfolios und die Stärkung der Markenbekanntheit werden die Akzeptanz bei Handel und Endverbrauchern steigern. Relevante Maßnahmen hierbei sind unter anderem die Intensivierung von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Messeauftritte in ganz Deutschland, Ladenflächenbelegung und eine Zunahme von digitaler Werbung. Die Untersuchung neuer Geschäftstätigkeiten bleibt ebenfalls ein wichtiger Schwerpunkt. Ein Beispiel dafür ist die Einführung von Solarmodulen für Balkone.

Gemäß unserer internen Risikoklassifizierung sehen wir das Wettbewerbsrisiko als das bedeutsamste Risiko für unser Unternehmen an. Der intensive Wettbewerbsdruck innerhalb des Haushaltsgerätemarktes sowie der Erfolg von bereits auf dem Markt etablierten Wettbewerbern könnte für die künftige Entwicklung des Unternehmens ein Risiko darstellen. Dem stellt unser Unternehmen die Entwicklung von Produkten mit innovativen Funktionen, Alleinstellungsmerkmalen und hohem Qualitätsanspruch entgegen. Dem veränderten Nachfrageverhalten wird mit intensiver Bearbeitung der Online-Kanäle begegnet.

Ferner sehen wir wesentliche Risiken im Bereich Finanzen. Das interne Liquiditätsmanagement, das sich aus der Finanzierung durch die Unterstützung der Candy Hoover-Gruppe und durch Lieferantenkredite ergibt, stellt die Liquiditätssituation des Unternehmens auch künftig sicher.

Die Eindämmung von Finanzrisiken im Bereich der Debitoren wird durch eine intensive Verfolgung der Zahlungseingänge, ein kurzfristiges Mahnwesen, Mahnbescheide, Vollstreckungen sowie durch die Kreditversicherung sichergestellt. Die Einschätzung dieses Risikos ist als gering anzusehen.

Die allgemeinen Unternehmensrisiken (Betriebsunterbrechung, Managementfehler) sind ausreichend durch Versicherungen abgesichert. Diese Risiken sind dementsprechend als gering einzustufen.

Der Fortbestand des Unternehmens sowie die Finanzierung sind - wie oben dargestellt - über den Konzernverbund abgesichert. Es besteht eine potenziell bedeutsame Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Wir schätzen die Eintrittswahrscheinlichkeit jedoch sehr gering ein.

HAIER Germany ist in das Risikomanagementsystem der Candy Hoover Group S.r.l./Italien, eingebunden. Das Risikomanagement der Candy Hoover Group S.r.l./Italien, ist darauf ausgerichtet, aktiv und strukturiert Risiken und Chancen für das Unternehmen zu erkennen und zu managen. So kommt die Geschäftsführung der Verantwortung nach, unternehmerische Risiken weitestmöglich zu begrenzen und gleichzeitig Chancen bestmöglich zu nutzen.

Der Konzern und die Gesellschaft überprüfen fortlaufend ihre Controlling-Systeme bezogen auf die maßgeblichen Unternehmensprozesse. Es wurde sowohl auf Konzernebene als auch auf Gesellschaftsebene ein Kontrollumfeld definiert. Diese Maßnahmen haben zum Ziel, Risikofaktoren frühzeitig identifizieren zu können und adäquat auf bestehende Risiken zu reagieren. Im Mittelpunkt steht neben der Risikovermeidung durch Prävention und Risikoverringerung durch geeignete Maßnahmen die Kompensation und Absicherung bestehender Risiken durch Rückstellungen und geeigneten Versicherungsschutz.

Durch die enge Vernetzung mit den internationalen Standorten innerhalb des Gesamtkonzerns Haier Smart Home Co., Ltd./China trägt die Gesellschaft der weiter zunehmenden Globalisierung der Märkte Rechnung. Die internationale Zusammenarbeit zwischen unseren Standorten in Europa und Asien wird auch in den folgenden Jahren weiter gefördert und ausgebaut werden.

Aufgrund der vorausschauenden Warenbeschaffung und Warenplanung war die HAIER Germany GmbH im Geschäftsjahr 2023 von Warenengpässen verschont.

 

München, den 30. August 2024

HAIER Germany GmbH

Rogier Volmer, Geschäftsführer

Nitin Gupta, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HAIER Germany GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HAIER Germany GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HAIER Germany GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 30. August 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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gez. Marco Bergmann, Wirtschaftsprüfer

gez. Johannes Thomas, Wirtschaftsprüfer

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