Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 83424
Vorher
Argo Personal Service GmbH
Eingetragen
1.3.1988
Branche
Sonstige Überlassung von ArbeitskräftenVermittlung von ArbeitskräftenBefristete Überlassung von Arbeitskräften
Gegenstand
Überlassung von eigenen Arbeitnehmern nach dem AÜG, Personalvermittlung, Durchführung und/oder Vermittlung von Werk- und Dienstverträgen, Übernahme von Medialeistungen unter dem Namen ArgoMedien, Entwicklung und Erbringung von Personaldienstleistungen aller Art sowie die Beratung von Unternehmen.

Historie

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Management

NameRolle
Reiner Dilba
seit 6.8.2020
Geschäftsführer
Marcus Schulz
seit 29.4.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Marcus Schulz Unternehmensbeteiligungs AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Argo Group GmbH
Germany
102.400 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Argo Personal Service GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008

der Argo Personal Service GmbH, Hamburg

I. GESCHÄFTSVERLAUF

A BRANCHENENTWICKLUNG UND UNTERNEHMENSSTRATEGIE

Branchensituation 2008

Die in 2006 begonnene Hochkonjunkturphase für die Zeitarbeitsbranche hat sich auch im ersten Halbjahr 2008 fortgesetzt und zu einer weiteren Verbesserung der wirtschaftlichen Situation geführt. Die Branche konnte weiterhin davon profitieren, dass der gesamtwirtschaftliche Aufschwung zur Nutzung von Personaldienstleistungen geführt hat, da Auftragsspitzen von Kunden auch durch Zeitpersonal besetzt wurden und die Mitarbeiterbeschaffung verstärkt auch über das Mittel der Arbeitnehmerüberlassung vorgenommen wurde. Hierbei ist jedoch festzustellen, dass die Wachstumsgeschwindigkeit deutlich abgenommen hat. Das Wachstum des Zeitarbeitsmarktes betrug nach Branchenangaben von Mitte 2007 bis Mitte 2008 0,6 %. Das erste Halbjahr 2008 war gekennzeichnet durch einen Nachfrageüberhang.

Das zweite Halbjahr 2008 zeigte hingegen ein differenzierteres Bild. Während das dritte Quartal überwiegend von einem Verharren auf hohem Niveau gekennzeichnet war - verbunden mit einer stabilen Auftragssituation, zeigte das 4. Quartal einen deutlichen Rückgang der Nachfrage nach Personaldienstleistungen. Im Industriebereich, speziell bei der Nachfrage nach gewerblichen Kräften sowie Facharbeitern, war die Nachfrage stark rückläufig. Der kaufmännische Bereich, ebenso auch Branchenspezialisten, erwiesen sich als deutlich krisenresistenter. Auch regional zeigten sich Unterschiede: Süddeutschland, speziell die Gebiete der Automobilhochburgen, waren stärker als der Norden und der Westen betroffen. Gleichzeitig entspannte sich die Bewerbersituation deutlich, da vermehrt Arbeitskräfte, auch Fachkräfte, freigesetzt wurden.

Wie in den Vorjahren war im Berichtsjahr zu beobachten, dass Zeitarbeit nicht nur zur Abdeckung von Spitzen herangezogen wurde, sondern Kundenunternehmen die Personaldienstleistung als strukturellen Teil ihrer Wertschöpfung begriffen. Eine immer größere Zahl von Unternehmen - vor allem in der Produktion - bedient sich so der Zeitarbeit als festen Bestandteil ihrer Leistungserstellung und besetzt viele Arbeitsplätze oder ganze Betriebsteile langfristig mit Zeitarbeitnehmern. Auch die Auslagerung in Form von Werkverträgen wird massiv genutzt. Hiermit erreichen die Kundenunternehmen zum einen eine Verringerung und zum anderen eine Flexibilisierung ihrer Kosten. Wir erwarten hier in der Zukunft aufgrund der steigenden Arbeitskosten generell einen weiterhin steigenden strukturellen Anteil der Zeitarbeit an der Wertschöpfung.

Wesentliche Änderungen der Wettbewerbssituation ergaben sich nicht. Die bereits in Vorjahren massiv zu beobachtende Übernahmewelle in der Zeitarbeit wird das Wettbewerbsumfeld nicht nennenswert verändern, da den übernommenen Unternehmen eine Vielzahl von Unternehmensneugründungen in der Branche gegenüber standen und die bezahlten Übernahmepreise für die Entwicklung der jeweiligen Unternehmen zukünftig eine Bürde sein werden.

Wachstumsengpass Mitarbeiter

Das bereits in 2007 bestehende Problem des Bewerbermangels, insbesondere für Mitarbeiter in qualifizierten Tätigkeiten, setzte sich auch in 2008 fort. Diese Rekrutierungsproblematik erweiterte sich zusehends von Spezialisten auf Tätigkeiten mit mittleren Qualifikationen bis, vornehmlich bezogen auf einige Regionen Süddeutschlands, sogar auf den Helferbereich. Diese eingeschränkte Verfügbarkeit führte dazu, dass Bewerber nur noch durch Löhne oberhalb de tarifvertragklich vereinbarten Entgelte gewonnen werden konnten. Gleichzeitig ließ die Marktlage jedoch auch eine Erhöhung der Verrechnungssätze zu. Die Veränderung der Marktlage im zweiten Halbjahr 2008 führte zu einer Zunahme der Bewerber, anfänglich überwiegend in unteren Qualifizierungsstufen, in zunehmendem Maße wurden aber auch qualifizierte Arbeitnehmer freigesetzt. Gleichzeitig war aber auch die Auftragslage rückläufig.

Entwicklung in 2009

Die Argo Personal Service GmbH ist als industriefokussiertes Unternehmen ebenfalls von der Rezession betroffen. Anders als die Spezialisten - Luftfahrt und Medizin - ist die Argo Personal Service als Generalist dem Branchentrend gefolgt, dies jedoch nur in unterproportionalem Maße. Branchenweit wird von einem Umsatzrückgang von in etwa 40 % ausgegangen, Argo Personal Service konnte den Rückgang auf unter 30 % begrenzen. Im zweiten Quartal mehren sich Anzeichen für eine Bodenbildung sowie ein Ansteigen der Nachfrage nach Personaldienstleistungen. Von einem Ansteigen der Produktion von Gütern und Dienstleistungen werden vornehmlich Personaldienstleister profitieren, da Aufstockungen der internen Belegschaften in der nahen Zukunft vermutlich nicht in hohem Maße vorkommen werden.

Der Mindestlohn

Der Streit über den Mindestlohn, der in den letzten Jahren von unterschiedlichen Interessengruppen (die rivalisierenden Tarifvertragsgruppen "DGB/BZA" und "CGB/AMP" sowie die politischen Parteien) geführt wurde, konnte bis heute nicht entschärft werden. Zwar haben sich die Koalitionspartner nach langem Streit darauf geeinigt, in der Zeitarbeitsbranche zwar keinen Mindestlohn über das Entsendegesetz, aber eine Lohnuntergrenze über das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz einzuführen, die die Tarifautonomie wahrt. Die Lohnuntergrenze orientiert sich dementsprechend am günstigsten Flächentarifvertrag. Dieser Punkt wird von den Interessengruppen sehr unterschiedlich bewertet, es ist jedoch im laufenden Superwahljahr 2009 nicht damit zu rechnen, dass es zu einer Entscheidung bezüglich des Themas kommen wird. Insgesamt ist festzuhalten, daß die kostenerhöhende Wirkung potentieller Mindestlöhne ohnedies abnimmt, da die tarifvertraglich vereinbarten Szundenlöhne im Jahr 2009 selbt im Niedriglohnbereich den kolpotierten Mindestlohn von EUR 7,50/Stunde nahezu erreichen.

Konsequente Fortsetzung der Unternehmensstrategie

Kernpunkte der operativen Unternehmensziele sind im Wesentlichen unverändert

den Anteil von Fachkräften im Unternehmen auszubauen durch stärkere durch stärkere Segmentierung

Segment der "Helfer" auszubauen und dem Preis- und Wettbewerbsdruck zu entgehen, indem zusätzliche Leistungsmerkmale wie Onsite-Management etc. hinzugefügt werden

durch einen qualitativ hochwertigen Kundenservice ein Differenzierungsmerkmal zu schaffen und zum Erstanbieter des Unternehmens zu werden sowie Kundenanzahl und Umsatz beim einzelnen Kunden zu erhöhen

eine überdurchschnittliche Vertriebskraft durch strukturierte und regelmäßige Akquise auf allen Ebenen zu erreichen

die Rohertragsmarge als wesentlichen Indikator der Geschäftsqualität weiterhin oberhalb des Marktniveaus zu halten

Hierzu wurden seitens der Berichtsgesellschaft und der Muttergesellschaft auch in 2008 weiterhin Investitionen in Struktur, Mitarbeiter und Ausstattung vorgenommen. Dies bedeutet im Berichtsjahr insbesondere

den Ausbau des Niederlassungsnetzes

die Weiterentwicklung der Infrastruktur insbesondere in der Ablauforganisation

den Ausbau der Betreuungs- und Marketinginstrumente

Nachdem in den vergangenen Jahren der Schwerpunkt vor allem auf Umsatzwachstum bei bestehenden Margen abgezielt wurde, hat die Berichtsgesellschaft die zunehmende Knappheit von verfügbaren Mitarbeitern zum Ausbau der Margen genutzt. Die weitere konsequente Verfolgung dieser Strategie ist - bedingt durch die Rezession - vorübergehend ins Stocken gekommen, wird jedoch weiter verfolgt, da von einer nachhaltigen Knappheit an qualifizierten Mitarbeitern ausgegangen werden muss.

B UMSATZENTWICKLUNG UND KOSTENSTRUKTUR

Anders als in den Vorjahren konnte der Umsatz im Berichtsjahr nicht gesteigert werden. Lag er bis Mitte des Geschäftsjahres noch auf Höhe des Vorjahres, führte die Rezession im Folgenden dazu, dass das gesamte Jahr unter dem Vorjahreswert abgeschlossen wurde. Der Rückgang beträgt 5,7 %. Analog zu den in Punkt I A gemachten Angaben zeigen sich bei den einzelnen Segmenten deutliche Unterschiede. Während der Bereich der Facharbeiter und der Industriebereich durch die Rezession betroffen waren, zeigte sich der kaufmännische Bereich als krisenfest und konnte sogar leicht zulegen. Das im letzten Geschäftsjahr geschrumpfte OnSite Geschäft konnte in 2008 verbesserte Zahlen aufweisen, da die Bedienung der strukturbedingt niedrigeren Margen angesichts wieder vermehrt verfügbarer Mitarbeiter wieder verstärkt möglich war.

Entwicklung des Industriebereichs

Der Industriebereich verzeichnet im Berichtsjahr einen Rückgang um TEUR 1.198 auf TEUR 18.952 entsprechend 5,9 %. Trotz dieses Rückgangs hat sich die in der Vergangenheit verfolgte Strategie, Hauptanbieter bei attraktiven Potentialkunden zu werden, als richtig erwiesen. Die durch Telefonkräfte und strukturierte Vorgaben gestützte Akquise hat das Geschäft unterstützt und die rezessionsbedingten Rückgänge eingegrenzt. Die breite Kundenbasis in verschiedenen Industriesegmenten führte dazu, dass Einbrüche in einzelnen Bereichen, z. B. der Automobilindustrie sowie deren Zulieferern, nicht in der Erosion des gesamten Geschäfts resultierten.

Das Preisniveau konnte im Jahresvergleich um 3,4 % verbessert werden. Die Personalkostenentwicklung war, trotz der bestehenden Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Mitarbeitern, unterproportional. Die Erhöhung um 2,8 % führte zu einer Verbesserung des Rohertrags um 0,2 Prozentpunkte auf 27,1 %.

Der Industriebereich hat auch im abgelaufenen Berichtsjahr seine Funktion als wichtiger Volumen- und Ertragsträger gewahrt und lieferte einen Ergebnisbeitrag vor Umlagen von TEUR 2.143 (Vorjahr TEUR 2.585).

Entwicklung des OnSite Geschäfts

Das OnSite Geschäft hat sich in 2008 sehr positiv entwickelt. Neben dem Ausbau des Geschäfts bei bereits bestehenden Kunden, wie z. B. Champignon und DHL, konnten auch Neukunden, z.B. Intersnack, gewonnen werden.

Das Preisniveau nahm zwar im Vergleich zum Vorjahr um 1 % auf EUR 14,89 ab, gleichzeitig waren aber auch die Löhne rückläufig, dies überproportional mit 23 % auf EUR 7,14. Die Erweiterung des Geschäfts führte zu einem Umsatzanstieg um 36,3 % auf TEUR 1.759 und einer Verbesserung des Rohertrags von 12,4 % auf 34,3 %. Der im Vorjahr noch negative Ergebnisbeitrag vor Umlage von TEUR -252) konnte in 2008 auf ein positives Ergebnis von TEUR 394 gesteigert werden.

Entwicklung des Facharbeitersegments

Das Segment Facharbeiter hat im Geschäftsjahr 2008 den größten Einbruch verzeichnet. Der Umsatz ging im Berichtszeitraum um 13,4 % zurück. Während das erste Halbjahr noch dadurch geprägt war, dass Aufträge gegeben waren, die Besetzung mit qualifiziertem Personal jedoch immer schwieriger wurde (zur Jahresmitte lag der Umsatz noch in etwa auf Höhe des Vorjahres), führte die Rezession ab dem dritten Quartal zu einer Abnahme an Aufträgen - gleichzeitig nahm die Anzahl qualifizierter Bewerber wieder zu.

Der Umsatz ging um TEUR 1.508 auf TEUR 9.706 zurück. Aufgrund der Tatsache, dass die Verrechnungssätze um 0,9 % stiegen, die Personalkosten dabei aber auf der Höhe von 2007 verharrten, konnte der Rohertrag von 27,8 % auf 29,6 % gesteigert werden.

Trotz der derzeitigen Rezession muss davon ausgegangen werden, dass sich der Mangel an qualifiziertem Personal weiter verschärfen wird. Neben der Zusammenarbeit der Berichtsgesellschaft mit anderen Gruppengesellschaften an Weiterbildungs- und Qualifizierungskonzepten wurde im Berichtsjahr ein Joint Venture mit dem Ziel der Ausbildung und Qualifizierung von Staplerfahrern gegründet.

Entwicklung des kaufmännischen Bereichs

Das kaufmännische Segment lief, trotz der Rezession, erfreulich. Die Nachfrage war in den ersten neun Monaten des Jahres stabil, erst das 4. Quartal wies Rückgänge auf. Gesamt konnte der Umsatz um 4,8 % auf TEUR 5.172 gesteigert werden. Der Bewerbermangel hat jedoch dazu geführt, dass höhere Gehälter gezahlt werden mussten und die Steigerung der Personalkosten über der Steigerung der Verrechnungssätze lag. Dies führte dazu, dass der Rohertrag von 35,9 % in 2007 auf 35,1 % in 2008 abgesunken ist. Investitionen in eigenes Personal zur Vermittlung von kaufmännischen Kräften führten zu einer Erhöhung der internen Personalkosten, was das Ergebnis des Segments belastete.

Insgesamt hat der kaufmännische Bereich 2008 ein Ergebnis vor Umlagen in Höhe von TEUR 733 (Vorjahr TEUR 844) erwirtschaftet.

Grundsätzlich wird die Gesellschaft ihre bisherige Fokussierung auf die Standorte Hamburg, München, Augsburg, Düsseldorf, Hannover, Frankfurt, Freiburg und Stuttgart aufrecht erhalten und das kaufmännische Segment an den anderen Standorten nur als Mitnahmegeschäft betreiben.

Kostenstruktur

Die internen Personalkosten betrugen im Berichtsjahr TEUR 4.336 und sanken damit gegenüber dem Vorjahr um 6,3 %. Dieser Rückgang fiel im Vergleich zur Veränderung des Umsatzes überproportional aus, da der Umsatzrückgang bei 5,7 % lag. Die Sachkosten stiegen um 1 %, was sich im Bereich der Inflation bewegt. Unter Hinzurechnung der Verwaltungsumlage reduzierten sich die Sachkosten gegenüber Vorjahr um in etwa 1 %.

C PERSONALBEREICH

Gewinnung externer Mitarbeiter

Mit steigender Konjunktur hatte sich auch der Engpass bei der Gewinnung von externem Personal weiter verschärft. Diese Situation kennzeichnete vor allem die Lage bei qualifiziertem Personal, wo die Ausbildungszahlen ohnehin gering sind und Kunden ihre Auszubildenden und befristet Beschäftigten weiter binden. Das Unternehmen versucht sich zu rüsten, in dem die Argo Personal Service auch in diesen Zeiten bei der Bewerbersuche präsent bleibt und qualifizierte Bewerber mit Termineinstellungen an Argo zu binden sucht. Bei gering qualifizierten Helfern ist die Lage regional unterschiedlich, jedoch in einigen Wirtschaftsräumen ebenfalls kritisch. Argo arbeitet derzeit an neuen Strategien zur Bewerbergewinnung, insbesondere über die neuen Medien.

Mit zunehmender Dauer der Rezession entspannt sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Freisetzungen von Mitarbeitern werden dazu führen, dass qualifizierte Mitarbeiter wieder leichter zu rekrutieren sein werden.

Interner Mitarbeiterstamm sehr stabil

Als Zeitarbeitsunternehmen ist die Berichtsgesellschaft in besonderem Maße von der Qualität des internen Personalstammes abhängig. Hier hat Argo auch in 2007 auf bereits branchenweit sehr hohem Niveau weitere Fortschritte erzielt. Die hohen Freiheitsgrade und die Operationalisierung der Führung durch Regionalleiter haben weitere deutlich positive Effekte auf Produktivität, Arbeitszufriedenheit, Vorgabenumsetzung und Ergebnis.

Im Laufe des Jahres sank die Anzahl der intern beschäftigten Mitarbeiter leicht von 149 auf 144 Personen. Abgänge von internen Mitarbeitern waren fast ausschließlich da zu verzeichnen, wo deren Qualifikation bzw. Motivation aus Sicht des Unternehmens nicht ausreichte. Insgesamt ist die Fluktuationsrate des internen Personals sehr gering.

D INVESTITIONEN

Investitionen in einem Zeitarbeitsunternehmen schlagen sich zum einen als Sachinvestitionen in der Bilanz, zum anderen in Form von Entwicklungs- und Strukturierungsaufwendungen als Aufwandspositionen nieder.

Im Bereich der Sachinvestitionen lag der Schwerpunkt auf der Ausrüstung neuer Niederlassungen mit EDV-Technik und Büroeinrichtungen sowie der Neukonzeption der Serverarchitektur. Insgesamt wurden für Sachinvestitionen TEUR 60 direkt aufgewandt. Der weitaus größte Anteil wird jedoch über eigene Sachinvestitionen hinaus über Leasingverträge abgewickelt.

E FINANZIERUNG

Bei der Finanzierung des Berichtsunternehmens kommt der Holdinggesellschaft Argo Personaldienstleistungen AG die Refinanzierungsfunktion ihrer Tochtergesellschaften zu. Entsprechend wurde auch in 2008 die Finanzierung der Unternehmensgruppe durch die Argo Personaldienstleistungen AG sichergestellt. Diese Gesellschaft stellt den Tochtergesellschaften, auch der Berichtsgesellschaft, die notwendigen liquiden Mittel zur Verfügung. Im Rahmen des Cash Management werden umgekehrt Mitteleingänge zentral verwaltet.

In 2008 traten keine Finanzierungsprobleme auf. Die Berichtsgesellschaft hat im Laufe des abgelaufenen Jahres weitgehend keine liquiden Mittel der Muttergesellschaft benötigt. Durch das im November 2007 aufgenommene Schuldscheindarlehen hat die Argo Personal Service seinen Eigenfinanzierungsbedarf überwiegend selbst gedeckt und hat im Gegenteil überschießende Liquidität an den Cash Pool abgegeben.

Gleichzeitig hat das Unternehmen aufgrund des starken Unternehmenswachstums einen regelmäßigen Finanzierungsbedarf. Dies rührt u.a. daher, daß ca. 90 % der Unternehmenskosten Lohnkosten, Sozialversicherungsbeiträge und Steuern sind, die fix zum Stichtag ausgekehrt werden müssen, wogegen umgekehrt Forderungen zumeist länger vorfinanziert werden müssen.

Um diese Finanzierung des Wachstums sicherzustellen, unterhält die Berichtsgesellschaft seit Jahren mit der Deutschen Factoringbank AG einen Vertrag über stilles Factoring. Durch den Abschluß mit der DFB hat die Gesellschaft auch weiteres Wachstum sicher und mit einem sehr skalierbaren Volumen finanziert und ist mit Liquidität recht komfortabel ausgestattet. Die DFB hat zudem den Finanzierungsrahmen zum Ende Dezember 2006 selbständig auf EUR 4,5 Mio. ausgeweitet.

Zum Bilanzstichtag unterhält die Berichtsgesellschaft kurzfristig verfügbare Barmittel in Höhe von TEUR 1.900 (VJ. TEUR 5.717).

F WICHTIGE VORGÄNGE IM GESCHÄFTSJAHR

Eröffnung der Niederlassung Hildesheim

Im Februar 2008 wurde von Argo Personal Service GmbH eine neue Niederlassung in Hildesheim eröffnet. Umsatz und Ergebnis lagen unter den Erwartungen. Die Niederlassung wurde im Zuge der Rezession Ende März 2009 wieder geschlossen.

Die Gesellschaft Arbeit und Zeit GmbH, Hamburg war bis zum 31. Oktober 2008 eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Berichtsgesellschaft. Zu diesem Datum sind die Mitarbeiter auf die Argo Personal Service GmbH übergegangen, Anlagevermögen und Kundenverträge wurden übertragen. Der freigewordene Gesellschaftsmantel wurde für die nachfolgend genannte Gesellschaft genutzt.

Die Berichtsgesellschaft ist zum 1. November 2008 ein Joint Venture mit der Andreas Schmid Logistik AG eingegangen. Der Name der Gesellschaft lautet A/S Logcare GmbH mit Sitz in Gersthofen, das Stammkapital beträgt EUR 50.000. Gegenstand des Unternehmens ist neben der Erbringung von Personaldienstleistungen die Aus- und Weiterbildung von Staplerfahrern.

Ergebnisabführungsvertrag

Der beschlossene Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Berichtsgesellschaft und der Argo Personaldienstleistungen AG wird laut Beschluss des Aufsichtsrates vom 18. November 2008 nicht umgesetzt.

II. GESCHÄFTSLAGE

A Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen der Berichtsgesellschaft sank, bedingt durch Abschreibungen, von TEUR 108 auf TEUR 98. Das immaterielle Vermögen bleibt mit TEUR 315 im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen konstant (VJ TEUR 302).

Die Finanzanlagen blieben im Berichtsjahr unverändert.

Durch weiterhin verbessertes Debitorenmanagement konnten auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stärker reduziert werden, als der Umsatz nachgegeben hat. Der Anstieg des Forderungssaldos ist vor allem bedingt durch höhere Verrechnungssalden mit den Gesellschaften Argo Personaldienstleistungen AG (hier bedingt durch den Rückkauf der Anteile von der Nord Holding), der PuS GmbH sowie Argo Aviation International Ltd (hier bedingt durch Anschubfinanzierungen).

Die Eigenkapitalquote per 31. Dezember 2008 beträgt 30,6 % im Vergleich zu 18,0 % zum Ende des Vorjahres. Diese Erhöhung ist bedingt durch die nicht durchgeführte Ausschüttung des Gewinns.

B Finanzlage

Die Finanzlage ist durch die Factoringfinanzierung sowie das aufgenommene Schuldscheindarlehen ausreichend. Zum Stichtag 31.12.2008 verfügte das Berichtsunternehmen über Barmittel in Höhe von TEUR 1.900.

Für die Fremdkapitalgeber ist weiterhin vor allem die Gesamtbetrachtung der Unternehmensgruppe von Bedeutung. Die konsolidierte Eigenkapitalquote der gesamten Unternehmensgruppe liegt unverändert weit über dem Durchschnitt aller Dienstleistungsunternehmen.

Bankverbindlichkeiten bestanden mit Ausnahme des Schuldscheindarlehens sowie von Avalkrediten zum Bilanzstichtag nicht.

C Ertragslage

Die Ertragslage hat sich im Geschäftsjahr 2008 aufgrund der beginnenden Rezession verschlechtert. Der Umsatz verringerte sich um 5,7 %, der Rohertrag sank aufgrund verbesserter Margen nur unterproportional um 2,8 %. Bedingt durch die Tatsache, dass die Strukturkosten nur mit Zeitverzögerung angepasst werden können, liegt das Ergebnis der Gesellschaft (EBT) 8,9 % unter dem Vorjahreswert.

Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2009 wird beeinflusst durch die aktuelle Rezession. Im ersten Quartal 2009 lag das Ergebnis vor Steuern mit TEUR -467 deutlich unter Vorjahr (TEUR 196), jedoch auch TEUR 96 über dem budgetierten Wert.

Das Ergebnis 2009 wird in hohem Maße davon abhängen, wie lange die Rezession andauern wird. Im ersten Quartal wurde zur Verbesserung der Ergebnissituation ein weitreichendes Kostensenkungspaket umgesetzt, das die Kostenposition um ca. TEUR 110/Monat reduziert. Darüber hinaus hat sich die Mitarbeiterzahl mit Ablauf des ersten Quartals stabilisiert bzw. sogar um 15 % zugelegt. Unter diesen Maßgaben wird das Unternehmen ab Juli 2009 wieder stabil profitabel sein.

III. WESENTLICHE RISIKEN UND CHANCEN EINER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

A Umsatzrisiko

Die aktuelle Rezession wird eine Erhöhung des erzielten Umsatzes aus 2008 vermutlich unmöglich machen. Dem sich hieraus ergebenden Druck auf die Ergebnisse ist die Geschäftsführung entgegengetreten, in dem sie zeitnah Kostensenkungsprogramme initiiert hat. Hierdurch bedingt sinken die Kosten um ca. TEUR 110 pro Monat. Bei der jetzigen Kostenlage geht die Geschäftsführung davon aus, dass ein Umsatz von in etwa 30 Mio. EUR erforderlich sein wird, um Break Even zu erzielen.

B Bindung interner Mitarbeiter

Die Bindung des internen Personals gehört zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren eines Unternehmens. Als lokales und personenbezogenes Geschäft repräsentieren Niederlassungen bzw. die in den Niederlassungen angestellten Mitarbeiter die eigentliche Verbindung zum Kunden. Diese Mitarbeiter zu verlieren bedeutet in der Regel Umsatzeinbußen und erhebliche Kosten für Neurekrutierung und Einarbeitung anderer Mitarbeiter, mit denen verlorengegangenes Terrain kosten- und zeitaufwendig wieder gewonnen werden muss.

Für den langfristigen Erfolg wird es von großer Bedeutung sein, die Bindung interner Mitarbeiter zu verstärken. Ergänzend hierzu hat die Gesellschaft eine größere Anzahl von Mitarbeitern durch Wettbewerbsverbote an das Unternehmen gebunden.

C Branchenrisiko

Die Zeitarbeit als "flexible Arbeitsplatzreserve der Kundenunternehmen" unterliegt einem sehr spezifischen konjunkturellen Risiko: Alle Unternehmen der Branche sind erheblich abhängig von der Auslastung der Kundenunternehmen, die Zeitarbeit speziell in Spitzenzeiten der Auslastung anfordern. Insofern können konjunkturelle Rückgänge bei Kundenunternehmen, speziell wenn sie branchenbezogen auftreten (Metallbereich, Maschinenbau, Automobil), die Nachfrage nach Zeitarbeitsmitarbeitern erheblich schwächen.

Bisher hat sich Argo aufgrund seiner Vertriebsstruktur in den Jahren seit 2000 vom Trend abgekoppelt. Sofern sich jedoch aus übergeordneten Gründen kundenseitig aus der Stagnation nicht wieder ein tragender Aufschwung entwickelt, sind Auswirkungen auch auf die Wachstumsentwicklung unserer Berichtsgesellschaft nicht auszuschließen.

Dem steht allerdings zudem entgegen, dass Kundenunternehmen vermehrt auch Zeitarbeit strukturell, also nicht nur zur Abdeckung von Spitzenauslastungen, einsetzen. Zunehmend werden Produktions- und Projektbereiche grundsätzlich langfristig mit Zeitarbeit abgedeckt. Diese Erfahrung der Kundenunternehmen, dass Auftragsschwankungen auch bei ihnen zu einer Flexibilisierung der Kosten führen müssen, wird nach Einschätzung der Geschäftsleitung das strukturelle Wachstum der Zeitarbeit längerfristig beflügeln.

Die Berichtsgesellschaft versucht zudem, diese bestehenden Risiken durch die Stärkung in der Überlassung qualifizierter Mitarbeiter zu verringern. Nach Einschätzung der Geschäftsführung sind diese Segmente wesentlich weniger konjunkturanfällig und durch die demografischen sowie Qualifizierungsprobleme in Deutschland nach unten abgesichert. Es gelingt so, unsystematische Risiken eines einzelnen Teilbereiches zu verringern.

D Risiken aus einer Veränderung der gesetzlichen Grundlagen der Zeitarbeit

Unverändert bestehen Risiken aus gesetzlichen Eingriffen in die Kostenstruktur der Zeitarbeitsunternehmen. Die Koalitionspartner CDU und SPD haben sich nach langem Streit darauf geeinigt, in der Zeitarbeitsbranche zwar keinen Mindestlohn über das Entsendegesetz, aber eine Lohnuntergrenze über das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz einzuführen, die die Tarifautonomie wahrt. Die Lohnuntergrenze orientiert sich dementsprechend am günstigsten Flächentarifvertrag. Dieser Punkt wird von den Interessengruppen sehr unterschiedlich bewertet, es ist jedoch im laufenden Superwahljahr 2009 nicht damit zu rechnen, dass es zu einer Entscheidung bezüglich des Themas kommen wird. Es ist jedoch davon auszugehen, dass dieses Thema nach den Wahlen ab spätestens 2010 eine Neuauflage erfährt. Die praktische Relevanz der Mindestlöhne nimmt jedoch angesichts der steigenden Tariflöhne ohnehin ab.

Politische Risiken bestehen eher in Beschränkungen der Arbeitn ehmerüberlassung, falls es tatsächlich zu einer rot-rot-grünen Bundesregierung käme. In diesem Falle bliebe abzuwarten, inwieweit sich die zum Teil extremen Positionen der Linkspartei in prakktischer Politik niederschlagen.

IV. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH ABSCHLUSS DES GESCHÄFTSJAHRES

Schließung der Niederlassung Hildesheim

Zum 31. März 2009 hat die Gesellschaft die in 2008 eröffnete unselbständige Niederlassung in Hildesheim wieder geschlossen.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Ablauf des Geschäftsjahres nicht zu vermelden.

V. ZWEIGNIEDERLASSUNGEN/GESCHÄFTSSTELLEN

Die Argo Personal Service GmbH unterhielt zum Bilanzstichtag Zweigstellen in Augsburg, München, Ulm, Aalen, Memmingen, Kempten, Ravensburg, Offenburg, Freiburg, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Bremen, Stuttgart, Düsseldorf, Essen, Bamberg und Köln.

VI. FAZIT UND VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG

Das Geschäftsjahr 2008 konnte trotz der Rezession mit einem positiven und befriedigenden Ergebnis abgeschlossenen werden. Für 2009 ist von hoher Bedeutung, im Vertrieb verstärkt zu arbeiten, um eine weitere Stabilisierung der Umsätze und einen schnellen Wiederaufbau von Mitarbeitern zu erreichen. Gleichzeitig müssen die Strukturkosten der Gesellschaft dem Verkaufserfolg angepasst werden.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2009 wird neben den bereits eingeleiteten Maßnahmen in Vertrieb und auf der Kostenseite in hohem Maße davon abhängen, wie lange die aktuelle Rezession dauert. Das Durchschreiten der Talsohle der Konjunktur ist für die Berichtsgesellschaft als Personaldienstleister bereits der Beginn des kommenden Aufschwungs, da Kundenunternehmen speziell am Beginn einer konjunkturellen Verbesserung Fluktuationen und Auftragsspitzen in der Regel nicht durch eigenes zusätzliches Personal abdecken werden.

 

Hamburg, 09. Juni 2009

Die Geschäftsführung

Gez. Schulz

Gez. Pflüger

Gez. Gomes

Bei dem nachstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungsberichte verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bilanz zum 31. Dezember 2008

AKTIVA


Euro
31.12.2008
Euro
31.12.2007
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen und Software 50.928,00 58.046,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 254.156,00 243.736,00
305.084,00 301.782,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.142,00 2.962,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 95.372,00 103.783,20
97.514,00 106.745,20
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 95.170,00 145.170,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.268.482,93 1.462.664,48
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.385.082,43 911.258,80
3. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 0,00 97.336,10
4. sonstige Vermögensgegenstände 413.491,37 247.524,44
8.067.056,73 2.718.783,82
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.899.735,22 5.717.465,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 58.095,00 53.804,00
10.522.654,95 9.043.750,77

PASSIVA


Euro
31.12.2008
Euro
31.12.2007
Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 102.400,00 102.400,00
II. Kapitalrücklage 97.603,39 97.603,39
III. Gewinnvortrag 1.436.284,81 0,00
IV. Jahresüberschuss 1.376.488,09 1.436.284,81
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 737.008,83 446.376,00
2. sonstige Rückstellungen 680.425,00 346.920,00
1.417.433,83 793.296,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.500.005,36 3.500.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 207.150,27 221.709,59
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 76.468,51
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.385.289,20 2.815.988,47
6.092.444,83 6.614.166,57
- davon aus Steuern Euro 313.631,62 (Euro 361.604,17)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 166,95 (Euro 5.469,36)
10.522.654,95 9.043.750,77

Gewinn- und Verlustrechnung


Euro
Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
1. Rohergebnis 11.308.565,21 11.459.169,64
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.852.513,38 3.743.953,01
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 671.606,65 662.103,73
4.524.120,03 4.406.056,74
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 57.827,57 70.012,95
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.962.511,32 4.795.318,89
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 458.682,26 197.188,40
- davon aus verbundenen Unternehmen Euro 349.050,87 (Euro 101.248,06)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 517.725,10 451.721,25
- davon an verbundene Unternehmen Euro 41.570,89 (Euro 97.285,40)
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.705.063,45 1.933.248,21
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 309.386,29 477.754,40
10. sonstige Steuern 19.189,07 19.209,00
328.575,36 496.963,40
11. Jahresüberschuss 1.376.488,09 1.436.284,81

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 der Argo GmbH ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Die Gliederung der Bilanz wurde zur Erhöhung der Bilanzklarheit um den Posten "Forderungen gegen nahestehende Unternehmen" erweitert. Ausgewiesen werden dort Forderungen gegen Unternehmen, die mittel- oder unmittelbar gleiche Gesellschafter haben.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert worden.

Abweichend vom Vorjahresabschluss wurden Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber im Vorjahr verbundenen Unternehmen, die zum Stichtag nur noch zu 50 % unmittelbar bzw. mittelbar gehalten werden, unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht bzw. gegen nahestehende Unternehmen ausgewiesen. Die jeweiligen Vorjahreswerte wurden ebenfalls entsprechend umgegliedert.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um aufgelaufene Abschreibungen, angesetzt. Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Methode über die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Anlagewerte verteilt vorgenommen. Der Geschäfts- und Firmenwert wird planmäßig über 15 Jahre abgeschrieben, da die voraussichtliche Nutzungsdauer auf diesen Zeitraum eingeschätzt wird.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG mit Anschaffungskosten bis zu Euro 150,00 sind im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 a EStG mit Anschaffungskosten zwischen Euro 150,00 und Euro 1.000,00 € werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Berücksichtigung einer Nutzungsdauer von fünf Jahren angesetzt.

Die Finanzanlagen sind zu Nennwerten bewertet worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie die Kassenbestände und Bankguthaben sind zu Nennwerten bewertet worden. Erkennbare Einzelrisiken wurden am Bilanzstichtag durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Kurswert am Bilanzstichtag bewertet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind nur solche vor dem Bilanzstichtag geleisteten Auszahlungen aktiviert worden, die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die ausgewiesenen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet worden. Ungewisse Verbindlichkeiten und Risiken sind in angemessener Höhe berücksichtigt worden.

Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag bewertet worden.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anschaffungskosten
01.01.2008
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2008
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen und Software 240.345,82 0,00 0,00 240.345,82
2. Geschäfts- oder Firmenwert 316.694,78 32.000,00 0,00 348.694,78
557.040,60 32.000,00 0,00 589.040,60
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 5.822,08 0,00 0,00 5.822,08
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 484.011,70 26.987,66 7.447,77 503.551,59
489.833,78 26.987,66 7.447,77 509.373,67
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 145.170,00 0,00 50.000,00 95.170,00
145.170,00 0,00 50.000,00 95.170,00
1.192.044,38 58.987,66 57.447,77 1.193.584,27
Abschreibungen
01.01.2008
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2008
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen und Software 182.299,82 7.118,00 0,00 189.417,82
2. Geschäfts- oder Firmenwert 72.958,78 21.580,00 0,00 94.538,78
255.258,60 28.698,00 0,00 283.956,60
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.860,08 820,00 0,00 3.680,08
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 380.228,50 28.309,57 358,48 408.179,59
383.088,58 29.129,57 358,48 411.859,67
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
638.347,18 57.827,57 358,48 695.816,27
Buchwerte
31.12.2008
Euro
31.12.2007
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen und Software 50.928,00 58.046,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 254.156,00 243.736,00
305.084,00 301.782,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.142,00 2.962,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 95.372,00 103.783,20
97.514,00 106.745,20
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 95.170,00 145.170,00
95.170,00 145.170,00
497.768,00 553.697,20

Die Entwicklung der in der Bilanz ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen wird nachfolgend dargestellt:

01.01.2008
Euro
Verbrauch
Euro
Auflösung
Euro
Zuführung
Euro
31.12.2008
Euro
Freizeitausgleichsansprüche 0,00 0,00 0,00 331.300,00 331.300,00
Urlaubsansprüche 329.920,00 329.920,00 0,00 282.925,00 282.925,00
Jahresabschlussprüfung und Steuererklärungen 17.000,00 17.000,00 0,00 17.000,00 17.000,00
Übrige Rückstellungen 0,00 0,00 0,00 49.200,00 49.200,00
346.920,00 346.920,00 0,00 680.425,00 680.425,00

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Gesamtbetrag
Euro
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Euro
1 bis 5 Jahre
Euro
über 5 Jahre
Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.500.005,36 5,36 3.500.000,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 207.150,27 207.150,27 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 2.385.289,20 2.385.289,20 0,00 0,00
6.092.444,83 2.592.444,83 3.500.000,00 0,00

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Zinsabgrenzungen in H?he von Euro 38.461,11 enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert.

4. Angaben zum Anteilsbesitz

Die Argo Personal Service GmbH hielt in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Oktober 2008 sämtliche Anteile an der A/S Logcare GmbH, Gersthofen, die bis zum 30. Oktober 2008 als A & Z Arbeit & Zeit GmbH, Hamburg, firmierte. Zum 01. November 2008 hat ein Logistikdienstleister 50 % des gezeichneten Kapitals durch eine entsprechende Kapitalerhöhung übernommen.

5. Sonstige Angaben

Angaben über Mitglieder der Geschäftsführung

Geschäftsführer der Argo Personal Service GmbH sind:

 

Herr Dipl.-Kfm. Christian Pflüger, Hamburg

 

Herr Dipl.-Kfm. Marcus Schulz, Hamburg

 

Herr Michael Teich, Hamburg (bis 28. Dezember 2007; Eintragung im Handelsregister am 12. März 2008)

 

Herr Claudio Santos Gomes, Mundolsheim / Frankreich

In Bezug auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Angaben über Zahl der Arbeitnehmer

Durchschnittlich beschäftigte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2008 Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) wie folgt:

interne Mitarbeiter 131
externe Mitarbeiter 1722
Aushilfen 46
gesamt 1.899

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse, die sich nicht aus der Bilanz ergeben und nach § 251 HGB i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB wahlweise im Anhang anzugeben sind:

Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen:

Die Gesellschaft ist gesamtschuldnerische Mithaftungsverhältnisse in Höhe von insgesamt Euro 1.900.000,00 eingegangen. Diese betreffen in vollem Umfang solche gegenüber verbundenen Unternehmen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 S. 1 Nr. 3 HGB, die sich nicht aus der Bilanz ergeben und nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, wie folgt:

Vertragsart monatlich
Euro
jährlich
Euro
Laufzeit bis
1. Leasingverträge 57.730,81 692.769,72 diverse
2. Mietverträge 46.550,98 558.611,76 diverse bis längstens 31.12.2014
104.281,79 1.251.381,48

 

Hamburg, 19. Juni 2008

Die Geschäftsführung

Gez. Christian Pflüger

Gez. Marcus Schulz

Gez. Claudio Gomes

. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks und Schlussbemerkung

Wir haben den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Argo Personal Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Hamburg, 19. Juni 2009

MIRA Audit AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gez. Jörg Marten, Wirtschaftsprüfer

Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichtes bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2008:

 

09. November 2009

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