Stammdaten

Register
Amtsgericht Landshut HRB 5048
Vorher
Ingenieurbüro Sehlhoff GmbHSehlhoff GmbH Ingenieure & Architekten
Eingetragen
5.10.1999
Branche
Architekturbüros für HochbauIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenArchitekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Gegenstand
Beratung, Planung, Bauleitung und Projektmanagement im Bauwesen sowie alle damit zusammenhängenden oder förderlichen Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Chris Pscheidt
seit 18.12.2025
Prokura
Ralph Zettl
seit 30.10.2025
Prokura
Matthias Prasse
seit 11.4.2025
Prokura
Prokura
Michael Graf
seit 14.6.2023
Geschäftsführer
Katharina Cremer
seit 4.4.2023
Prokura
Bernhard Kulig
seit 29.4.2013
Prokura
Peter Baier
seit 26.1.2009
Prokura
Reinhold Schlund
seit 25.10.2007
Prokura
Karsten Sehlhoff
seit 29.10.2003
Geschäftsführer
Axel Sehlhoff
seit 29.10.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Sehlhoff Holding GmbH & Co. KG
Germany
200.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sehlhoff GmbH

Vilsbiburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

Sehlhoff GmbH, Vilsbiburg

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Lizenzen und Software 103.772,00 159.752,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3,00 103.775,00 3,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 9.698,00 10.133,00
2. technische Anlagen und Maschinen 26.532,00 31.825,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 627.542,00 663.772,00 850.765,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 50.000,00 50.000,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 40.000,00 40.000,00
3. sonstige Ausleihungen 2.000.000,00 2.090.000,00 2.000.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 45.193.316,61 41.331.948,69
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -45.193.316,61 0,00 -41.331.948,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.230.721,53 821.689,11
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 41.803,53 28.354,75
3. sonstige Vermögensgegenstände 420.259,79 1.692.784,85 697.065,84
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.073.014,56 3.266.256,83
C. Rechnungsabgrenzungsposten 448.493,51 441.775,04
7.071.839,92 8.397.619,57

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Gewinnrücklagen 325.564,59 325.564,59
III. Gewinnvortrag 990.265,30 3.489.768,88
IV. Jahresfehlbetrag -713.126,66 -2.497.729,58
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 25.200,03 48.698,54
2. sonstige Rückstellungen 982.016,00 1.007.216,03 721.695,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.125.223,68 4.375.000,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 735.716,51 178.544,49
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen ur Leistungen 632.827,91 829.528,40
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.870,05 10.268,17
5. sonstige Verbindlichkeiten 760.757,60 5.261.395,75 714.733,60
D. Rechnungsabgrenzungsposten 524,91 1.547,48
7.071.839,92 8.397.619,57

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Sehlhoff GmbH, Vilsbiburg

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Umsatzerlöse 15.657.363,14 19.405.910,74
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.861.367,92 500.435,06
3. Gesamtleistung 19.518.731,06 19.906.345,80
4. sonstige betriebliche Erträge 512.874,05 572.073,07
5. Materialaufwand
Fremdleistungen 2.504.752,84 2.622.788,81
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.785.412,33 11.031.494,15
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.194.361,33 2.196.106,41
12.979.773,66 13.227.600,56
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 341.000,25 403.328,56
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.374.460,22 4.096.589,20
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 44.119,41 30.348,07
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 490.000,00 2.530.150,44
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 48.773,85 50.376,75
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 23.988,40 59.357,76
13. Ergebnis nach Steuern -687.024,70 -2.481.425,14
14. sonstige Steuern 26.101,96 16.304,44
15. Jahresfehlbetrag 713.126,66 2.497.729,58

Anhang zum 31.12.2023

Sehlhoff GmbH, Vilsbiburg

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Sehlhoff GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft

Firmenname laut Registergericht Sehlhoff GmbH
Firmensitz laut Registergericht Vilsbiburg
Registereintrag Handelsregister
Registergericht Amtsgericht Landshut
Register-Nr. HRB 5048

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Anteile an verbundene Unternehmen zu Anschaffungskosten

Ausleihungen zum Nennwert

Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Finanzanlagen mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, welcher ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist.

Die unfertigen Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Abwertungen auf den Zeitwert wurden vorgenommen. Das Wahlrecht gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Bilanz wurde ausgeübt und die erhaltenen Anzahlungen offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben zur Bilanz

3.1 Mitzugehörigkeitsvermerke

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von EUR 38.156,50 (Vj. EUR 25.114,11) um sonstige Vermögensgegenstände sowie in Höhe von EUR 3.647,03 (Vj. EUR 3.240,64) um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen wie im Vorjahr insgesamt Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar.

3.2 Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens gemäß den Anforderungen des § 284 Abs. 3 HGB sind dem Anlagenspiegel am Ende dieses Anhangs zu entnehmen.

3.3 Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 116.816,32 (Vj. EUR 125.783,41) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3.4 Angaben zu Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern

31.12.2022 31.12.2023
Sachverhalte Euro Euro
Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern 40.000,00 40.000,00

3.5 Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten: Rückstellung für Urlaub und Überstunden TEUR 563, Rückstellung für Altersteilzeit TEUR 45, Rückstellungen für Gewährleistung TEUR 158, Rückstellung für drohende Verluste (Mietzahlungen) TEUR 174, Rückstellungen für Jahresabschlusserstellung/ -prüfung, Steuererklärungen und Beratungsleistungen TEUR 28 sowie Rückstellungen für Aufbewahrungspflichten TEUR 18.

3.6 Angabe zu den Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten 31.12.2023 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zw. 1 - 5 Jahren
TEUR Gj. TEUR Vj. TEUR Gj. TEUR Vj.
Kreditinstitute 1.250 1.250 1.875 3.125
erhaltene Anzahlungen 736 178 0 0
Lieferanten 633 830 0 0
verbundene Unternehmen 7 10 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 761 715 0 0
davon aus Steuern 747 647 0 0
davon Sozialabgaben 3 1 0 0
Gesamtsumme 3.386 2.983 1.875 3.125
Verbindlichkeiten 31.12.2023 Restlaufzeit von über fünf Jahren Gesamtbetrag davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
TEUR Gj. TEUR Vj. TEUR TEUR
Kreditinstitute 0 0 3.125 0
erhaltene Anzahlungen 0 0 736 0
Lieferanten 0 0 633 0
verbundene Unternehmen 0 0 7 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 761 0
davon aus Steuern 0 0 747 0
davon Sozialabgaben 0 0 3 0
Gesamtsumme 0 0 5.261 0

3.7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 5.244 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: langjährige Mietverträge für Büroräume TEUR 4.065, Leasingverträge für Fahrzeuge und Geschäftsausstattung TEUR 911, sowie Verpflichtungen gegenüber Unterstützungskassen TEUR 268.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Personalaufwand

Von den Personalaufwendungen entfallen EUR 63.084,95 (Vj. EUR 69.324,14) auf Aufwendungen aus der betrieblichen Altersversorgung.

4.2 Abschreibungen auf Finanzanlagen

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB waren im Berichtszeitraum in Höhe von TEUR 490 veranlasst (Vorjahr TEUR 2.530).

4.3 Zinsen und ähnliche Erträge

Von den Zinserträgen entfallen EUR 38.156,50 (Vj. EUR 28.194,66) auf Erträge aus verbundenen Unternehmen.

5. Sonstige Angaben

5.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

2022 2023
Beschäftigte Anzahl Anzahl
Angestellte 225 216
Zwischensumme 225 216
Auszubildende und Praktikanten 17 20
Arbeitnehmer in Elternzeit 6 7
Geschäftsführung 5 5
Summe 253 248

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 216.

5.2 Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer ausgeübter Beruf
Axel Sehlhoff Dipl.-Ingenieur und Geschäftsführer
Karsten Sehlhoff Dipl.-Ingenieur und Geschäftsführer
Michael Graf - ab 01.04.2023 Dipl.-Ingenieur und Geschäftsführer
Uwe Müller Dipl.-Ingenieur und Geschäftsführer
Robert Hobitz Dipl.-Ingenieur und Geschäftsführer

5.3 Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Sehlhoff GmbH

Firmenname/Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis Eigenkapital
in EUR in EUR
Sehlhoff GmbH Oldenburg 100,00 % -435.794,66 -1.657.683,82

5.4 Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt EUR -713.126,66.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von EUR 277.138,64, der zu verwenden ist.

Auf neue Rechnung werden EUR 277.138,64 vorgetragen.

5.5 Unterschrift der Geschäftsführung

 

Vilsbiburg, den 30.09.2024

gez.

Karsten Sehlhoff

Axel Sehlhoff

Geschäftsführer

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1 entgeltlich erworbene Lizenzen u.Software 1.640.185,28 37.171,63 0,00 1.677.356,91
2 Geschäfts- oder Firmenwert 576.612,86 0,00 0,00 576.612,86
2.216.798,14 37.171,63 0,00 2.253.969,77
II. Sachanlagen
1 Bauten auf fremden Grundstücken 46.077,22 0,00 0,00 46.077,22
2 technische Anlagen und Maschinen 52.650,45 0,00 0,00 52.650,45
3 andere Anlagen, Betriebs- und . Geschäftsausstattung 3.163.430,07 48.728,62 -58.087,16 3.154.071,53
3.262.157,74 48.728,62 -58.087,16 3.252.799,20
III. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 714.938,83 0,00 0,00 714.938,83
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.180.150,44 500.000,00 -10.000,00 2.670.150,44
3 Beteiligungen 50.000,00 0,00 0,00 50.000,00
4 Ausleihungen an UN mit Beteiligungsverh. 40.000,00 0,00 0,00 40.000,00
5 sonstige Ausleihungen 2.000.000,00 0,00 0,00 2.000.000,00
4.985.089,27 500.000,00 -10.000,00 5.475.089,27
10.464.045,15 585.900,25 -68.087,16 10.981.858,24
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1 entgeltlich erworbene Lizenzen u.Software 1.480.433,28 93.151,63 0,00 1.573.584,91
2 Geschäfts- oder Firmenwert 576.609,86 0,00 0,00 576.609,86
2.057.043,14 93.151,63 0,00 2.150.194,77
II. Sachanlagen
1 Bauten auf fremden Grundstücken 35.944,22 435,00 0,00 36.379,22
2 technische Anlagen und Maschinen 20.825,45 5.293,00 0,00 26.118,45
3 andere Anlagen, Betriebs- und . Geschäftsausstattung 2.312.665,07 242.120,62 -28.256,16 2.526.529,53
2.369.434,74 247.848,62 -28.256,16 2.589.027,20
III. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 714.938,83 0,00 0,00 714.938,83
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.180.150,44 490.000,00 0,00 2.670.150,44
3 Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4 Ausleihungen an UN mit Beteiligungsverh. 0,00 0,00 0,00 0,00
5 sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.895.089,27 490.000,00 0,00 3.385.089,27
7.321.567,15 831.000,25 -28.256,16 8.124.311,24
Buchwert 31.12.2023 Buchwert Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1 entgeltlich erworbene Lizenzen u.Software 103.772,00 159.752,00
2 Geschäfts- oder Firmenwert 3,00 3,00
103.775,00 159.755,00
II. Sachanlagen
1 Bauten auf fremden Grundstücken 9.698,00 10.133,00
2 technische Anlagen und Maschinen 26.532,00 31.825,00
3 andere Anlagen, Betriebs- und . Geschäftsausstattung 627.542,00 850.765,00
663.772,00 892.723,00
III. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3 Beteiligungen 50.000,00 50.000,00
4 Ausleihungen an UN mit Beteiligungsverh. 40.000,00 40.000,00
5 sonstige Ausleihungen 2.000.000,00 2.000.000,00
2.090.000,00 2.090.000,00
2.857.547,00 3.142.478,00

Lagebericht 2023

Sehlhoff GmbH Vilsbiburg

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Unternehmensprofil

Seit über 50 Jahren ist die SEHLHOFF GMBH eine inhabergeführte Planungs- und Beratungsgesellschaft für Ingenieur- und Architekturleistungen. In zweiter Generation wird die Gesellschaft durch die beiden Söhne des Gründers, Werner Sehlhoff, geführt. Auch die nachfolgende Generation ist bereits im Unternehmen tätig.

Als Generalplaner decken wir mit unseren über 250 Mitarbeitern an 9 Standorten in Deutschland das gesamte Spektrum der Planungsleistungen im Baubereich ab. Wir erbringen unsere Leistungen fachbereichsübergreifend als Generalplaner, aber auch in den einzelnen Geschäftsbereichen Hoch- und Industriebau, Infrastruktur, Umwelt sowie Technische Ausrüstung. Seit 1966 vertrauen uns unsere Auftraggeber aus dem In- und Ausland.

Mit modernster Technik und Software bestehen wir in einem dynamischen Markt und erweitern unser Spektrum kontinuierlich mit zukunftsorientierten Leistungen. Mit einem zertifizierten Management-System nach DIN EN ISO 9001:2015 erbringen wir unsere Leistungen in höchster Qualität und erfüllen die vielfältigen Anforderungen aus Industrie und öffentlicher Verwaltung. Die Nachhaltigkeit unseres Handelns beweisen wir durch das CSR-Siegel in Silber, mit dem wir 2023 bereits zum wiederholten Male ausgezeichnet wurden.

Ebenso sind wir uns unserer hohen Verantwortung als Arbeitgeber bewusst und wurden zum sechsten Mal mit dem TOP JOB Siegel ausgezeichnet.

1.2 Ziele und Strategie

1.2.1 Unternehmensphilosophie

Wir bieten unseren Auftraggebern Planungs- und Dienstleistungen auf höchstem Niveau, denken dabei weitsichtig und schaffen Nachhaltiges. Im Sinne eines langfristig erfolgreichen Unternehmens haben wir dabei aber auch immer die Wirtschaftlichkeit im Blick. Deshalb hat Nachhaltigkeit in allen Unternehmensbereichen der SEHLHOFF GMBH einen hohen Stellenwert. Wir leben unsere Werte mit einem auf lange Sicht angelegten Handeln und der sozialen Verantwortung (CSR) des inhabergeführten Unternehmens. Daher wird kontinuierlich in neueste Technologien investiert sowie ressourcenschonendes und energieeffizientes Verhalten gelebt. Dies beherzigen wir nicht nur bei unseren Planungen, sondern auch im Umgang mit unseren Mitarbeitern. Wir bilden unseren Nachwuchs aus und fördern diesen bei seiner beruflichen Weiterentwicklung. Wir beteiligen uns bei der schulischen Nachwuchsförderung und der Eingliederung von Zuwanderern. Wir sehen darin eine Chance für die Gesellschaft, aber auch für unsere künftige Personalentwicklung.

1.2.2 Zukunftsorientierte Ausrichtung

Wir begreifen die Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft als Herausforderung, vor allem aber auch als Chance. Frühzeitig haben wir uns digital aufgestellt und sehen uns in dieser "neuen" Welt gut positioniert. Bereits 2017 haben wir die Grundlagen für ein ortsunabhängig vernetztes Arbeiten geschaffen, das uns in der Corona-Krise bereits zugutekam. Geänderten Rahmenbedingungen wollen wir mit konsequentem Handeln begegnen und so unsere Wirtschaftlichkeit langfristig sichern. Durch die Mitarbeit der kommenden Führungsgeneration bei der Gestaltung unserer Zukunftsorganisation stellen wir bereits heute die Weichen für eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Seit 2023 befindet sich die Wirtschaft in Deutschland in einer Rezession. Im abgelaufenen Jahr sank das Bruttoinlandsprodukt um 0,3%. Während alle führenden Wirtschaftsnationen sowie die Eurozone und E27 zum Teil deutliche Zuwächse verzeichnen konnten, hat Deutschland im 5-Jahresvergleich das Niveau vor Corona von 2019 um gerade mal 0,7% überschritten.

Der Export schwächelt, durch Ukraine-Krieg und unsere Energiepolitik sind die Energiepreise stark gestiegen und belasten Wirtschaft und private Haushalte gleichermaßen. Eine weiterhin überbordende Bürokratie, die Investitionen und Entwicklungen zeitlich stark behindert, hat die Industrieproduktion und die Gesamtwirtschaft stark negativ beeinflusst. Hohe Preissteigerungen und vor allem steigende Zinsen sind ein weiterer Hemmschuh für die wirtschaftliche Entwicklung. 1

Diese negativen Einflüsse betreffen auch das Baugewerbe. Der Fachkräftemangel tut ein Übriges dazu. So sind die Bauinvestitionen 2023 um 2,3%, bereits zum dritten Mal in Folge, gesunken. 2

1 Stat. Bundesamt: Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland", S.2,3,17 2 Stat. Bundesamt: Pressemitteilung vom 15. Januar 2024 - 019/24

2 Stat. Bundesamt: Pressemitteilung vom 15. Januar 2024 - 019/24

2.2 Entwicklung der Architektur- und Ingenieurbranche

Auch die Planungsbüros waren 2023 von vielen dieser Probleme beeinflusst. Laut VDI- Konjunkturumfrage 2024 klagen über 30% der Büros über Auftragsrückgange sowohl in Volumen als auch Anzahl. Stopps oder Verschiebungen von Projekten sowohl bei öffentlichen als auch privaten Auftraggebern werden von über 50% der Büros in unterschiedlicher Intensität genannt. Über ein Viertel der Büros klagt daher auch über Umsatzrückgänge. Fast die Hälfte (43%) über gesunkene Umsatzrenditen. Hauptgründe sind nach wie vor der Fachkräftemangel in allen Qualifikationsstufen, gestörte Projektabläufe und der Wegfall der Verbindlichkeit der HOAI. Die Zahlungsmoral der Auftraggeber wird sowohl bei privaten als auch öffentlichen Auftraggebern zu nahezu 50% als verzögert genannt. Eine zunehmende Liquiditätsbelastung ist die Folge. 3

2.3 Geschäftsverlauf

Die SEHLHOFF GMBH bearbeitet zumeist längerfristige Projekte, deren Fertigstellung über den Bilanzstichtag hinausgeht und häufig erst in Folgejahren erfolgt. Deshalb ergeben sich regelmäßig zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr erhebliche Unterschiede zwischen "den in Arbeit befindlichen Aufträgen" (unfertige Leistungen) und damit der Gesamtleistung des Unternehmens.

2023 wurden zwar auch viele Projekte abgeschlossen und schlussgerechnet, jedoch haben wir viele neue Projekte im Wirtschaftsjahr begonnen, die über den Bilanzstichtag hinaus bearbeitet werden. Der Bestand an in Arbeit befindlichen Aufträgen/Projekten 2023 stieg damit deutlich zum Vorjahr. Der Rohertrag sank durch fehlende Gewinnrealisierungen um rund 269 TEUR.

Durch einen weiteren Rückgang der Beschäftigtenzahl 2023 sank der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr. Kostensteigerungen in fast allen Bereichen konterkarieren diesen Effekt jedoch größtenteils und belasten das Betriebsergebnis. Aufgrund eines Rechtsstreits wurde zudem eine erhebliche Einzelwertberichtigung notwendig.

3 VBI-Konjunkturumfrage 2024

Die Mitarbeiterfluktuation hielt auch 2023 an. Wieder haben uns viele langjährige Führungskräfte und Leistungsträger verlassen. Die Nachbesetzung ist nach wie vor schwierig. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten sank 2023 um weitere 14 Mitarbeiter-Kapazitäten (FTE). Dies hat natürlich auch negativen Einfluss auf die produktiven Arbeitsstunden und damit auf die Betriebsleistung. Die Krankenquote sank 2023 leicht, lag mit 5,2% aber noch immer deutlich über dem langjährigen Mittel. Der Verlust von erfahrenen Mitarbeitern und Führungskräften führt zu vielfachen Störungen im Projektablauf und macht diesen ineffizienter. Suche und Neueinarbeitung von adäquatem Ersatz ist zeit- und kostenintensiv. Vor dem Hintergrund des sich nach wie vor verstärkenden Problems des Fachkräftemangels bleiben offene Stellen teilweise lange offen bzw. müssen provisorisch übernommen werden.

Nachdem wir uns 2022 entschlossen hatten, den nicht entwicklungsfähigen Standort in Regensburg zu schließen, führte der Weggang von Kolleginnen und Kollegen in München- Unterschleißheim zu der gleichen Entscheidung den Standort zu schließen und von Landshut aus zu betreuen. Im Laufe des Jahres konnten wir uns einvernehmlich von den verbliebenen Mitarbeitern trennen. Für die Restmietdauer des leerstehenden Büros wurde eine entsprechende Rückstellung gebildet.

Die Gesamtleistung sank 2023 um TEUR 387, der Rohertrag um rund TEUR 269. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) war im Berichtsjahr trotz einer weiteren Abwertung einer Ausleihung an die Tochtergesellschaft mit TEUR-658 (VJ TEUR -2.402) deutlich besser als im Vorjahr.

Nach dem verlustreichen Jahr 2022 haben wir bei unserer Tochtergesellschaft, Sehlhoff GmbH Oldenburg, viele neue Projekte begonnen. Die Problemprojekte des Vorjahres werden sukzessive mit juristischer Unterstützung mit minimalem Produktivaufwand abgearbeitet. Erklärtes Ziel ist es, nur noch Projekte in einer von uns leistbaren Qualität und Komplexität zu bearbeiten. Eine Festigung des Mitarbeiterstammes ist dabei unbedingt notwendig. Zwar hat bei einem neuen Großprojekt ein erneuter mehrfacher Mitarbeiterwechsels wieder kostenintensiven Mehraufwand verursacht. Die restlichen Projekte laufen jedoch wie vorgesehen. Durch die 2023 noch nicht erreichten Projektabschlüsse können im Geschäftsjahr jedoch keine Gewinne realisiert werden. Lediglich die aufgelaufenen Kosten erhöhen unsere Betriebsleistung. Das Geschäftsjahr endete daher mit einem Verlust von 435 TEUR. Eine weitere Liquiditätsunterstützung ist 2023 notwendig gewesen. Das Darlehen an die Tochtergesellschaft stieg aus diesem Grund wieder an. 2023 haben wir, wie im Vorjahr, vorsorglich auch dieses restliche Darlehen an die Tochter in Höhe von 490 TEUR handelsrechtlich vollständig wertberichtigt. Bei einer deutlichen Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der SEHLHOFF GMBH Oldenburg, werden wir eine Wertaufholung durchführen.

Das von der Muttergesellschaft ausgereichte Darlehen ist vollständig über einen qualifizierten Rangrücktritt gesichert. Eine sukzessive Rückführung des Darlehens wird nach Rückkehr in die Gewinnzone erfolgen.

Durch diese außerordentliche Maßnahme wird der Jahresabschluss 2023 der Sehlhoff GmbH maßgeblich beeinflusst und führt zu einem handelsrechtlichen Jahresfehlbetrag von TEUR 713.

2.4 Lage

2.4.1 Ertragslage

Das EBIT 2023 ist insbesondere aufgrund einer auch 2023 notwendigen außerplanmäßigen Abschreibung auf Finanzanlagen wieder deutlich negativ und beträgt TEUR -658 (Vorjahr TEUR -2.402). Die Umsatzrentabilität liegt für 2023 bei -4,6 % (Vorjahr -12,9 %), die Gesamtkapitalrentabilität bei -10,0 % (Vorjahr -29,6 %). Das Finanzergebnis beträgt TEUR -495 (Vorjahr TEUR -2.550).

Die Gesamtleistung lag 2023 mit TEUR 19.519 um TEUR -387 niedriger als im Vorjahr (TEUR 19.906). Der Rohertrag sank um TEUR -269 auf TEUR 17.014.

In einem schwierigen Geschäftsjahr haben wir viele Projekte angearbeitet, eine Gewinnrealisierung wird aber überwiegend erst in den Folgejahren eintreten. So haben wir 2023 unsere unfertigen Leistungen um rd. 3,86 Mio. EUR aufgebaut. Zunehmend mehr Rechtsstreitigkeiten mit Auftraggebern haben uns zudem gezwungen aus kaufmännischer Vorsicht Einzelwertberichtigungen auf Forderungen um rund 224 TEUR zu erhöhen, die natürlich das Ergebnis negativ beeinflussen. Weiter gestiegene Kosten in nahezu allen Bereichen haben das Ergebnis darüber hinaus negativ beeinflusst. Ebenso auch die genannte außerplanmäßige Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 490 und die Rückstellung für das leerstehende Mietobjekt in Höhe von TEUR 173. Schließlich ergibt nach Steuern ein negatives Jahresergebnis in Höhe von 713 TEUR.

Wie von uns erwartet, ist die Betriebsleistung gesunken, Gewinnrealisierungen fanden nicht in erheblichem Maße statt. Insofern waren unsere Erwartungen für 2023 realistisch.

2.4.2 Investitionen und Finanzierung

Auch 2023 haben wir unsere Investitionen auf das Notwendige beschränkt. Die Investitionen des Geschäftsjahres belaufen sich auf TEUR 86. Sie betreffen im Wesentlichen Software (TEUR 37) sowie notwendige Ersatzinvestitionen (TEUR 49). Sämtliche Investitionen im abgelaufenen Jahr wurden aus dem laufenden Cashflow finanziert.

Zum Bilanzstichtag sind kurzfristig realisierbare flüssige Mittel in Höhe von TEUR 2.073 (Vorjahr TEUR 3.266) vorhanden. Das Eigenkapital sinkt aufgrund des Jahresfehlbetrages auf 11,4 % (Vorjahr 18,1 %) der Bilanzsumme.

Die Gesellschaft finanziert sich darüber hinaus aus erhaltenen Anzahlungen auf erbrachte Leistungen von TEUR 45.929 (Vorjahr TEUR 41.510), Lieferverbindlichkeiten TEUR 633 (Vorjahr TEUR 830) sowie aus übrigen Verbindlichkeiten von TEUR 3.886 (Vorjahr TEUR 5.091). Darin enthalten ist ein KfW-Liquiditätsdarlehen, über TEUR 3.125, das wir im Rahmen der Corona-Krise aus Vorsichtsgründen aufgenommen haben. Tilgungen dazu fanden im Berichtsjahr planmäßig statt.

Der Cashflow im engeren Sinn (Jahresüberschuss zzgl. Abschreibungen) liegt mit TEUR 118 um TEUR 436 unter dem Niveau des Vorjahres.

2.4.3 Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich insbesondere aufgrund der planmäßigen Abschreibungen um rund TEUR -285 verringert. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 40,4 % (Vorjahr 37,4 %). Die unfertigen Planungsleistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.861 erhöht. Erhaltene Anzahlungen auf diese unfertigen Leistungen werden wie im Vorjahr offen abgesetzt.

Das weitere Umlaufvermögen besteht im Wesentlichen aus Forderungen, sonstigen Vermögensgegenständen und aktiver Rechnungsabgrenzung von insgesamt TEUR 2.141 sowie den kurzfristig realisierbaren flüssigen Mitteln in Höhe von TEUR 2.073.

2.5 Finanzielle Leistungsindikatoren

Durch ein permanentes Finanzcontrolling werden die Ergebnisse überwacht. Der Ertragsplanung liegt eine 12-Monats-Planung zugrunde. Monatliche Soll-Ist-Vergleiche mit Analyse der Abweichungen gewährleisten eine zeitnahe Reaktion auf Veränderungen des Marktes. Sämtliche Auswertungen und Analysen werden dem Gesellschafter regelmäßig und zeitnah vorgelegt

Die Geschäftsleitung steuert das Unternehmen mit Hilfe der finanziellen Indikatoren Umsatzerlöse, Jahresergebnis, Auftragsbestand sowie Liquiditätsstand.

3. Prognose-, Risiko-, Chancenbericht

3.1 Prognosebericht

3.1.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahreswirtschaftsbericht 2024 identifiziert die Bundesregierung die großen strukturellen Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft. Geopolitische Krisen, demografischer Wandel, überbordende Bürokratie und die nur in Deutschland so durchgesetzte Energiewende zur klimaneutralen Transformation des Landes waren die Ursache für das negative Wachstum im vergangenen Jahr. 2024 will die Regierung die "ökologische Transformation" durch eine umfangreiche Wachstumsinitiative unter Berücksichtigung der Wohlfahrtssteigerung sozial- ökologisch voranbringen. In zehn Handlungsfeldern will die Regierung im Jahr 2024 angebotspolitische Impulse geben und damit eine nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unter Berücksichtigung der Wohlfahrtsteigerung für die Menschen herbeiführen. Damit soll bereits im kommenden Jahr ein Wirtschaftswachstum von 0,2% erreicht werden. 4

Da es bisher jedoch nur bei wenigen Maßnahmen der umfangreichen Wachstumsinitiative der Bundesregierung konkrete Gesetzesinitiativen gibt, geht jedoch das ifo-Institut für 2024 zunächst von nur geringen Impulsen dieser Maßnahmen aus und rechnet für die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr mit einem Nullwachstum. 5 Ebenso rechnet das ifo-Institut 2023 mit einer Inflationsrate von 2%.

4 BMWK - Jahreswirtschaftsbericht 2024
5 https://www.ifo.de/fakten/2024-09-05/ifo-konjunkturprognose-herbst-2024-deutsche-wirtschaft-steckt-in-krise-fest

Die Ingenieurbüros sehen für 2024 ein weiteres schwieriges Jahr. Sowohl in den Umfragen des VBI als auch der Bayerischen Ingenieurkammer Bau 2024 sind die Büros in ihrer Einschätzung zunehmend pessimistisch. Die weiterhin angespannte konjunkturelle Entwicklung, auch und vor allem auf dem Bau trifft nun auch die Ingenieurbüros. Mehr als ein Drittel der Befragten gehen von Auftragsrückgängen aus. 6

Über 60% der Büros sehen negative Auswirkungen auf ihre wirtschaftliche Situation durch die aktuellen Krisen. 7

Zwar erwarten nur etwas mehr als 10% der befragten Büros in wirtschaftliche Schwierigkeiten zu kommen, eine deutliche Verschlechterung der Lage erwarten aber über 36% der Büros. 8

Die genannten Ursachen gleichen denen des abgelaufenen Jahres. Fachkräftemangel in allen Qualifikationen, Wegfall der Preisbindung der HOAI, starke Kostensteigerungen (speziell bei Gehältern) denen keine adäquaten Honorarerhöhungen gegenüberstehen, Investitionsrückgang und von über zwei Drittel benannt die übermäßige Bürokratie. 9

3.1.2 Entwicklung der Sehlhoff GmbH 2024

Unser Auftragsbestand ist nach wie vor sehr gut. Die durchschnittliche Reichweite beträgt firmenweit über 20 Monate. Die Auslastung der Mitarbeiter ist damit gewährleistet. Die Mitarbeiterfluktuation hält zwar weiterhin an, der Weggang von Leistungsträgern ist 2024 jedoch deutlich reduziert. Einer effektiven Projektbearbeitung steht damit nichts im Wege. Der Krankenstand ist zwar auch 2024 noch deutlich über dem langjährigen Mittel, die Produktivität nimmt aber wieder leicht zu. Verbunden mit der Trennung von einem Geschäftsführer ist in einem Geschäftsführungsbereich eine Neustrukturierung im Gange. Diese wird im Laufe des Jahres auch wirtschaftlich erkennbar werden. Insgesamt gehen wir davon aus, dass unsere Optimierungsmaßnahmen sukzessive greifen. Durch ein verbessertes Projektcontrolling verbunden mit einer honorarorientierten Budgetierung und Personaleinsatzplanung erwarten wir eine deutliche Verbesserung unserer wirtschaftlichen Lage und einen kapazitätskonformen Personaleinsatz. Mehrere Großprojekte binden im Jahr einen großen Teil unserer Kapazitäten, Projektabschlüsse erwarten wir dazu aber noch nicht. Mit einer Beruhigung der Inflation gehen wir 2024 von moderaten Kostensteigerungen aus.

6 VBI-Konjunkturumfrage 2024, S.19
7 Bay. Ingenieurkammer-Bau: Baukrise trifft Ingenieurbüros in Bayern, S. 2
8 Bay. Ingenieurkammer-Bau: Baukrise trifft Ingenieurbüros in Bayern, S. 3
9 VBI-Konjunkturumfrage 2024, S.25

Bei der SEHLHOFF GMBH Oldenburg, unserer Tochtergesellschaft, erwarten wir nach den letzten negativen Zahlen wieder ein positives Jahresergebnis. Die aktuellen Zahlen belegen dies. Die Projekte laufen, die Rechnungsstellung erfolgt regelmäßig, die Liquidität ist nach acht Monaten gewährleistet. In der Belegschaft ist eine gewisse Ruhe eingekehrt, Synergieeffekte aus vorherigen Projekten können nun genutzt werden. Die Stressprojekte der vergangenen Jahre haben durch entsprechende Wertberichtigungen die Vorjahresergebnisse beeinflusst, belasten aber das operative Geschäft nicht mehr. Diese müssen zwar noch juristisch aufgearbeitet werden, hier ist aber mit mehreren Jahren zu rechnen.

Für 2024 ist keine außerplanmäßige Abschreibung für unser Engagement bei der Tochtergesellschaft mehr zu erwarten. Daher gehen wir wieder von einem deutlich positiven Betriebsergebnis aus.

3.2 Risikobericht

Für Risiken, die im laufenden Geschäftsbetrieb entstehen, trägt die SEHLHOFF GMBH in vielerlei Hinsicht Vorsorge. Haftungsrisiken werden durch Versicherungen abgedeckt und in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Die laufende Liquidität wird durch eine kontinuierliche Liquiditätsplanung überwacht. Durch unser risikoaverses Auftraggeberportfolio und ein laufendes Forderungsmanagement erachten wir das Risiko von Forderungsausfällen als relativ gering.

Im operativen Geschäft gewährleisten monatliche PLAN-IST-Vergleiche auf GuV- und Kostenstellenebene eine frühe Abweichungserkennung und zeitnahe Nachsteuerungsmöglichkeiten.

Die IT-Sicherheit hat ebenso bei uns hohe Priorität, da unser vernetztes Arbeiten ohne funktionierende Systeme nicht mehr möglich ist. Aktuelle Sicherheitsprogramme sind aktiv und werden durchgehend überwacht. Zudem gibt es ein IT-Sicherheitskonzept und einen entsprechenden Notfallplan.

Auch wenn die für uns relevanten Risiken sich in den letzten Jahren kaum verändert haben, bekommen einzelne Punkte verstärkt Prioritäten:

Fachkräftemangel - beschränkte Kapazitäten - Perspektiven für Mitarbeiter

Der Fachkräftemangel ist in der gesamten Wirtschaft seit Jahren als Problem erkannt, das sich auch in unserer Branche weiter verstärkt. Nahezu alle Qualifikationen sind davon betroffen.

Die Fluktuation hält weiterhin an und wächst. Mitarbeiter gehen in Ruhestand, die Wechselhäufigkeit nimmt ebenso zu. Die Personalsuche ist langwierig, erfahrenes Personal ist schwer zu finden. All dies reduziert zusehends unsere Produktivkapazitäten. Der Wunsch nach höherer Work-Life-Balance begrenzt zusätzlich die Möglichkeiten zu längerfristiger Mehrarbeit. Sogar Arbeitszeitverringerungen treten vermehrt auf.

Mit diesen rückläufigen und beschränkten Mitarbeiterkapazitäten wirtschaftlich umzugehen ist für uns die entscheidende Herausforderung. Mit einer kombinierten Budget- und Kapazitätsplanung werden wir unseren Personaleinsatz optimieren.

Darüber hinaus arbeiten wir an einem Personalentwicklungskonzept, das die individuelle Weiterentwicklung und Perspektive unserer Mitarbeiter fördern soll. Das im letzten Jahr begonnene Pilotprojekt in unserem Geschäftsbereich Ost haben wir nun auf die gesamte Firma ausgeweitet.

Auftraggeber - Zusammenarbeit und vertragskonformes Verhalten

Die Zusammenarbeit mit unseren Auftraggebern wird schwieriger. Sinkende Fachkompetenz auf Auftraggeberseite und häufige Änderungen, sowohl terminlicher als auch inhaltlicher Natur belasten eine wirtschaftliche Projektbearbeitung und einen vorausschauenden Personaleinsatz. Wir müssen und werden im Vorfeld schneller reagieren und vertragliche Änderungen vor Ausführung auf interne Machbarkeit in zeitlicher, kapazitativer und honorartechnischer Hinsicht prüfen und erst nach Einigung ausführen.

Vorleistungen mit dem Versuch diese nachträglich vertraglich zu regeln, dürfen wir uns nicht mehr leisten.

Immer mehr, vor allem große Projekte enden hier auch in Rechtsstreitigkeiten. Noch offene Honorare müssen wir in langwierigen Verfahren mit hohen weiteren internen aber vor allem auch Rechtsberatungskosten einklagen. Um diese Probleme gering zu halten, werden wir unsere Vorleistungen begrenzen. Werden Abschlagszahlungen nicht geleistet, werden wir künftig die Unterbrechung unserer weiteren Arbeit prüfen, um ein Anwachsen dann strittiger Zahlungen zu vermeiden.

Zahlungsverhalten und Mahnwesen

In engem Zusammenhang mit dem vertragskonformen Verhalten unserer Auftraggeber steht auch das Thema Zahlungsverhalten. Bisher haben wir aufgrund langjähriger, partnerschaftlicher Kontakte mit den Auftraggebern ein vorgelagertes Mahnwesen bevorzugt.

Das heißt, unser Projektleiter übernahm gegenüber seinem Ansprechpartner beim Auftraggeber die Erstansprache bei Zahlungsverzug. Dies stellt sich zunehmend als nicht mehr zielführend heraus. Einerseits sind die Kapazitäten unserer Mitarbeiter und damit auch der Projektleiter sehr beschränkt und andererseits hat sich die Situation auf Auftraggeberseite stark verändert. Durch häufige Home-Office-Nutzung sind die Ansprechpartner schwerer zu erreichen, dadurch geänderte/gestörte Abläufe verzögern die Bearbeitung unserer gestellten Rechnungen zusätzlich. Um dem zu begegnen, werden wir daher in unserer Buchhaltung das zentrale Mahnwesen wieder aktivieren und erwarten uns dadurch eine Verbesserung der Einhaltung unserer Zahlungsfristen und eine Stärkung unserer Liquidität.

3.3 Chancenbericht

Change als Chance

Die Welt verändert sich, deshalb verändern auch wir uns und passen unser Geschäftsmodell und unsere Organisation an veränderte Rahmenbedingungen an. Dies wird in vielfältiger Weise geschehen. Das Potential in der Bauplanungsbranche ist auch in Zukunft groß.

Marktentwicklung

Seit mehreren Jahren geht die Anzahl der Planungsbüros sukzessive zurück. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung betrifft auch die Bauplanungsbranche. Viele Büros schätzen die Umsatz- und Ertragslage zunehmend schlechter ein. Demographisch bedingte Unternehmensaufgaben nehmen deutlich zu.

Daneben stellt sich der künftige Bedarf an Planungsleistungen als nach wie vor hoch dar. Auch wenn die Vergabe derzeit eher zurückhaltend ist, das Marktpotential ist vorhanden. Unser Auftragsbestand wächst, beschränkt eher durch fehlende Kapazitäten. Die Anzahl der Bieter geht bei öffentlichen Vergabeverfahren zurück, unsere Zuschlagsquoten steigen. Großprojekte werden immer stärker an Generalplaner vergeben.

SEHLHOFF-Strategie 2030

Um auch in der Zukunft erfolgreich zu sein, müssen wir uns den Herausforderungen der vielfältigen Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft stellen. Damit gilt es auch, unsere gesamte Organisationsstruktur und unsere Zielsetzungen zu hinterfragen.

Wir haben deshalb in mehreren Strategie-Runden engagierte Mitarbeitende dazu eingeladen, die Organisation der Zukunft für die SEHLHOFF GMBH zu erarbeiten. Aus diesem Kreis haben wir eine Gruppe gebildet, die nun die Umsetzung vorantreibt. Die Gesellschafter haben hier die Verantwortung für diese Umsetzung in die Hände der nächsten Generation gelegt und fungieren dabei lediglich als Kontrollgremium. Ein weiterer Schritt in Richtung Führungswechsel.

Strukturierter Führungswechsel

Auch bei SEHLHOFF steht in naher Zukunft in vielen Bereichen ein Generationenwechsel an. Zunehmend werden langjährige Mitarbeiter, Leistungsträger aber auch Führungskräfte aus Altersgründen ausscheiden. Eine geregelte Nachfolge in allen Bereichen ist daher notwendig.

Deshalb beschäftigen wir uns bereits jetzt mit dieser Thematik. Parallel zu erfahrenen Führungskräften arbeiten wir deren Nachfolger bereits ein, um Führungs- und Wissenslücken zu vermeiden. Auf mehreren Positionen hat die Stabübergabe bereits stattgefunden. Andere stehen dazu bereit.

Auf Gesellschafterebene wird derzeit bereits eine Nachfolge implementiert, eine Einarbeitung wird in unterschiedlichen Bereichen stattfinden. Erfahrungen werden hier durch Übernahme einer Standortleitung gesammelt.

Wichtig für uns ist es, am besten aus den eigenen Reihen, potentielle Kandidaten zu finden. Es ist für uns entscheidend, einerseits unser internes Know-How zu erhalten aber vor allem auch im Rahmen einer zukunftsträchtigen Personalentwicklung unseren Leistungsträgern eine Entwicklungsperspektive zu geben.

Verschlankung Management-System

Effizientes, wirtschaftlich erfolgreiches Arbeiten in einer vernetzten Welt bedeutet für uns auch, dass wir standortübergreifend miteinander an Projekten zusammenarbeiten können. Dies funktioniert aber nur, wenn wir uns auf einheitliche Organisation und Arbeitsweisen verständigt haben. Dazu dient unser zertifiziertes QM-System. Da das gewachsene System mit der Zeit auch Ballast angesammelt hat und damit die Anwendung erschwerte, haben wir das komplette Management-System überarbeitet und entschlackt. Selbstverständlich halten wir dabei nach wie vor die Vorgaben der DIN ISO 9001:2015 ein. Wir haben aber das ganze System wieder lebbar gemacht, da wir es als existenziell wichtig erachten, als EIN Unternehmen mit all unseren Standorten gemeinsam zu agieren. In Zeiten des Fachkräftemangels sind die unterschiedlichen Standorte in verschiedenen Bundesländern für SEHLHOFF auch eine Chance, mit vernetzter Flexibilität hier das notwendige Personal zu finden.

Konsolidierung

Kostensteigerungen und Mitarbeiterschwund bei stagnierenden und rückläufigen Honoraren zwingen uns zu Konsolidierungen. Die zunehmende Mobil-Office-Nutzung eröffnet zudem die Möglichkeit von Standortverkleinerungen. Wir müssen diese Aspekte zum Anlass nehmen, uns zu verändern. Auch die Führungsstruktur der Zukunft wird geprägt sein durch die Veränderung unserer Organisation durch SEH-Strategie 2030.

Um wettbewerbsfähig, vor allem aber wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben, bzw. wieder zu werden, müssen wir bei allem Personal- und Fachkräftemangel qualitativ geeignete MA einsetzen. Lieber mit weniger, aber den richtigen Mitarbeitern zusammenarbeiten! Insofern suchen wir lieber länger die passenden Kollegen bzw. trennen uns von denjenigen, die nicht zu unseren Zielvorstellungen passen. Dies betrifft auch die Führungsmannschaft. Wir erkennen Führungsprobleme und müssen diese lösen. Auch schmerzhafte Entscheidungen sind zum Fortbestand des Unternehmens notwendig. Diese Fluktuation dient letztlich bereits heute der Organisation von morgen.

So nutzen wir den Weggang von Mitarbeitern, deren Position in Bezug auf eine zukunftsfähige Organisation zu prüfen. Bei mehreren Standorten werden wir Flächen- und damit Kostenreduzierungen ins Auge fassen.

Effizientes Projektcontrolling und Planung der knappen Ressource Mensch

Planung und Beratung bei Bauvorhaben in hoher Qualität ist unser Anspruch. Genauso wichtig ist aber auch die wirtschaftliche Bearbeitung unserer Projekte. Durch ein von uns entwickeltes Controlling-Instrument können wir nun den Fachbereichen aktuelle Übersichten über den kaufmännischen Projektstand mit angegliederter Budgetierung und Kapazitätsplanung zur Verfügung stellen. Hiermit verfügen die Projekt- und Fachbereichsleiter über Vorgaben, welchen Aufwand wir für welche Leistungsphasen noch zur Verfügung haben und welche Mitarbeiter dazu eingesetzt werden können. Daraus resultierende Übersichten der Kapazitäten aller Mitarbeiter in den einzelnen Fachdisziplinen erlauben nun eine firmenweite Koordination. Ebenso können wir damit frühzeitig Engpässe aber auch Auftragsbedarf erkennen. Auswirkungen von Terminverschiebungen bzw. auch neue Projekte können wir damit mit unseren vorhandenen Ressourcen abgleichen.

Darauf aufgebaute zeitnahe Projektcontrolling-Gespräche werden Abweichungen frühzeitig erkennen und uns gegensteuern lassen. Dies geht einher mit dem konsequenten Handeln gegenüber dem Auftraggeber, auch von diesem die Einhaltung seiner vertraglichen Pflichten, Termine und Zuarbeiten aktiv einzufordern.

4. Sonstige Angaben

Zweigniederlassungen

Hauptsitz der Gesellschaft ist Vilsbiburg.

Unselbständige Zweigniederlassungen und Regionalbüros befinden sich in Berlin, Gottfrieding, Ingolstadt, Jena, Landshut, Leipzig-Markkleeberg und Straubing.

Außerdem gehört zur Firmengruppe die SEHLHOFF GMBH Oldenburg als 100%-ige Tochtergesellschaft.

 

Vilsbiburg, den 30.09.2024

gez.

Karsten Sehlhoff

Axel Sehlhoff

Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sehlhoff GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sehlhoff GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sehlhoff GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Landshut, 05.12.2024

Dr. Küffner & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Prof. Dr. Thomas Küffner, Wirtschaftsprüfer

Dr. Peter Alavi Dehkordi, Wirtschaftsprüfer

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