Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 513732
Vorher
Planet Vegan VG 1 GmbH
Eingetragen
24.3.2017
Branche
Großhandel mit Fleisch und FleischwarenGroßhandel mit Mehl und GetreideproduktenGroßhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Gegenstand
Handel mit Lebensmitteln

Historie

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Management

NameRolle
Hubertus Treus
seit 29.8.2017
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

heristo holding gmbh

Bad Rothenfelde

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017

Inhalt:

1 UNTERNEHMERISCHES PROFIL UND RAHMENBEDINGUNGEN

1.1 Überblick

1.2 Organisation und Unternehmensbereiche

1.3 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1.3.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

1.3.2 Branchenentwicklung

1.4 Geschäftsentwicklung

1.4.1 Geschäftsentwicklung der heristo-Gruppe

1.4.2. Geschäftsverlauf im Industriebereich

1.4.2.1 stockmeyer gruppe

1.4.2.2 saturn petcare group

1.4.2.3 Appel fine food

1.4.3. Geschäftsverlauf im Handelsbereich

1.5 Personal

1.6 Produktion und Investition

1.7 Forschung und Entwicklung

1.8 Nachhaltigkeit

2 VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

2.1 Vermögenslage

2.2 Finanzlage

2.2.1 Finanzmanagement

2.2.2 Finanzierung

2.2.3 Investitionen

2.2.4 Cashflow

2.3 Ertragslage

2.3.1 Umsatz- und Ergebnisentwicklung

2.3.2 Entwicklungen Rohertrag und Betriebsergebnis

2.3.3 Finanz- und Beteiligungsergebnis

2.3.4 Konzernjahresüberschuss

2.4 Zusammenfassende Beurteilung von Geschäftsverlauf und Lage

3 CHANCEN- UND RISIKOBERICHTERSTATTUNG

3.1 Allgemeines Risikomanagementsystem

3.2 Risikomanagementsystem von Finanzinstrumenten

3.3 Risiken auf weitere Sicht

3.4 Chancen

3.5 Gesamtbild der Chancen- und Risikolage

4 PROGNOSEBERICHT

4.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

4.2 Branchenentwicklung

4.3 Ausblick der heristo-Gruppe

1 Unternehmerisches Profil und Rahmenbedingungen

1 .1 Überblick

Die heristo-Gruppe blickt im Berichtsjahr 2017 auf eine über 100-jährige Firmengeschichte zurück. Die familiengeführte Unternehmensgruppe ist heute international in den Branchen Fleischveredelung, Feinkost, Heimtiernahrung sowie Groß- und Außenhandel von Nahrungsmitteln tätig.

heristo ist eines der umsatzstärksten Familienunternehmen der deutschen Nahrungsmittelindustrie sowie einer der größten und leistungsstärksten europäischen Hersteller von Heimtiernahrung. Die heristo-Gruppe umfasst darüber hinaus eine Handelsorganisation, die qualitativ hochwertiges Rind- und Lammfleisch aus Südamerika und Ozeanien importiert. Heute arbeiten gruppenweit insgesamt etwa 2.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehreren Ländern Europas und in den USA.

Ein stetiger Ausbau der Marktposition, zahlreiche Unternehmensakquisitionen und ein solides Wachstum haben der heristo-Gruppe ihr heutiges Fundament gegeben. Grundlagen des wirtschaftlichen Erfolges sind dabei die hohen Qualitätsansprüche an die Produkte, ein exzellentes Qualitätsmanagement sowie die hochgradige Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. All dies ermöglicht die Fortsetzung und Sicherung der Tradition als mittelständisches Familienunternehmen.

1.2 Organisation und Unternehmensbereiche

Die heristo holding gmbh ist die Konzernholding und Obergesellschaft der heristo-Gruppe. Sie setzt die unternehmerischen Akzente und überwacht die geschäftlichen Aktivitäten der heristo aktiengesellschaft und ihrer operativen Beteiligungen.

Die Unternehmensgruppe ist unter der heristo aktiengesellschaft als strategische Führungsholding in vier dezentral operierenden Unternehmensbereichen organisiert. Dabei bilden die stockmeyer gruppe, die Appel fine food und die saturn petcare group als produzierende Einheiten den Industriebereich. Die Sparte conSup convenient supplies führt das Handelsgeschäft der heristo-Gruppe.

In der stockmeyer gruppe sind Unternehmen zusammengefasst, die die Herstellung und den Vertrieb von Fleisch-, Convenience- und Wurstwaren betreiben. Die Sparte Appel fine food besteht im Wesentlichen aus den Gesellschaften Appel Feinkost GmbH & Co. KG (Cuxhaven) sowie der Buss Fertiggerichte GmbH (Ottersberg). Die Buss Fertiggerichte GmbH in Ottersberg ist einer der marktführenden deutschen Hersteller von kühlfrischen, herzhaften und süßen Fertiggerichten, sterilen Dosenfertiggerichten und Suppen. Die Appel Feinkost GmbH & Co. KG in Cuxhaven ist der führende Hersteller von Fischdauerkonserven und verarbeitet vorwiegend Heringsfilets. Die saturn petcare group zählt zu den führenden Heimtiernahrungsherstellern in Europa und produziert im Wesentlichen Handelsmarken in allen maßgeblichen Petfood-Kategorien. Wesentlicher Vertriebskanal für die Gesellschaften der heristo-Gruppe ist der deutsche Lebensmitteleinzelhandel einschließlich Discount und Drogeriemärkten.

Das in der Sparte conSup gebündelte Handelsgeschäft hat sich durch die Verkäufe des Geflügelbereichs sowie eines Teils des Rindfleischgeschäfts in 2017 deutlich reduziert.

Die operative Steuerung der Unternehmensbereiche obliegt den Geschäftsführungen der einzelnen Spartengesellschaften, die Umsetzung der jeweiligen Geschäftsbereichsstrategien wird durch die Spartenobergesellschaften wahrgenommen. Diese werden von den zentralen Funktionen der heristo aktiengesellschaft unterstützt, um Synergien des Unternehmensverbundes optimal zu nutzen.

1.3 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1.3.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2017 durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ergab sich im Jahresdurchschnitt 2017 ein gegenüber dem Vorjahr um 2,2 % höheres preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt. Die deutsche Wirtschaft ist damit im achten Jahr in Folge gewachsen. Im vorangegangenen Jahr war das BIP bereits in ähnlicher Größenordnung gewachsen (1,9 %). Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von 1,3 % lag.F 1

Positive Wachstumsimpulse kamen 2017 primär aus dem Inland: Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 2,0 % höher als ein Jahr zuvor, die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit 1,4 % unterdurchschnittlich. Insbesondere die Bruttoanlageinvestitionen legten 2017 im Vorjahresvergleich überdurchschnittlich zu (3,0 %). Die Bruttoinvestitionen insgesamt, zu denen neben den Bruttoanlageinvestitionen die Vorratsveränderungen zählen, waren preisbereinigt um 3,6 % höher als 2016. 1

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte nahm 2017 um 3,9 % zu. Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahr 2017 um durchschnittlich 1,8 % gegenüber dem Vorjahr und damit stärker als in den letzten vier Jahren.

Die Arbeitslosenquote lag mit 5,7 % im Jahresdurchschnitt nochmals unter dem Vorjahresniveau. Damit war der Arbeitsmarkt auch im Jahr 2017 sehr robust, zumal die Zahl der Erwerbstätigen in 2017 den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hat. Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt und die hohe Beschäftigung wirkten sich stabilisierend auf den privaten Konsum aus. 1

1.3.2 Branchenentwicklung

Für das Jahr 2017 erwartet die Ernährungsindustrie laut der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE) ihr bislang bestes Umsatzergebnis: Nach ersten Schätzungen konnte der Umsatz im Vorjahresvergleich um 5,7 % auf € 181 Mrd. gesteigert werden. Dabei bleibt der Export auch 2017 der Wachstumsmotor der Branche. Insgesamt konnten lt. BVE die Lebensmittelexporte um 6,9 % auf € 60,4 Mrd. gesteigert werden. Während das Geschäft im EU-Binnenmarkt florierte, dämpften bestehende Handelsbarrieren weiteres Wachstum in Drittländern.

Auch im Heimatmarkt Deutschland konnte nach vorläufigen Schätzungen ein deutliches Umsatzplus in Höhe von voraussichtlich 5,1 % verbucht werden. Gleichzeitig konnte die Beschäftigung um geschätzte 19.000 Arbeitsplätze ausgebaut werden. 2

1.4 Geschäftsentwicklung

1.4.1 Geschäftsentwicklung der heristo-Gruppe

In der heristo-Gruppe werden die Geschäfte im Wesentlichen anhand finanzieller Leistungsindikatoren gesteuert. Zu den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren gehören dabei die Umsatzerlöse, ein nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen intern ermitteltes Betriebsergebnis und der Konzernjahresüberschuss. Diese und weitere finanzielle Leistungsindikatoren sind in die Analyse des Geschäftsverlaufs und die Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einbezogen. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden nicht zur internen Steuerung der heristo-Gruppe herangezogen.

Die Umsätze des Jahres 2017 betrugen € 1,372 Mrd. Gegenüber dem Vorjahr sind die Umsätze somit um ca. 2,8 % gesunken. Der Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf den Verkauf des bisher in der Peter Paulsen Gruppe abgebildeten Handelsgeschäfts mit Geflügelfleisch zum Beginn des vierten Quartals 2017 zurückzuführen. Darüber hinaus wirkt sich die zu Geschäftsjahresbeginn erfolgte Veräußerung des Rindfleisch-Handelsgeschäfts der Gottfried Kurth GmbH umsatzmindernd aus.

Die Rohertragsmarge betrug 33,2 % und hat sich damit um 1,0 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreswert von 32,2 % verbessert.

Die bilanzielle Nettoverschuldung der heristo-Gruppe - definiert als Differenz aus liquiden Mitteln und Bankverbindlichkeiten - betrug zum Jahresende € 13,2 Mio. und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um € 15,1 Mio. verringert. Die wirtschaftliche Nettoverschuldung unter Einbeziehung der Factoring- und Leasingverpflichtungen ging in 2017 sogar um € 36,5 Mio. zurück.

1.4.2. Geschäftsverlauf im Industriebereich

1.4.2.1 stockmeyer gruppe

Der Wurstmarkt ist in 2017 sowohl mengen- als auch wertmäßig gegenüber dem Vorjahr wieder leicht rückläufig. Die Verschiebung des Bedienungsgeschäftes zum Selbstbedienungsproduktgeschäft stagniert derzeit. Der Vertriebskanal Discount und das Preiseinstiegssegment im klassischen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) zeigen ebenfalls Stagnationstendenzen. Die Preise im Rohwarenbereich befanden sich am Anfang 2017 bis zum Herbst auf einem hohen Niveau, bei starkem Preisdruck auf der Verkaufsseite, und fielen zum Jahresende ab.

Der Umsatz der Sparte lag im Geschäftsjahr 2017 mit einem Betrag von € 309 Mio. aufgrund einer Kapazitätsausweitung um € 9 Mio. über dem Vorjahreswert von € 300 Mio. Auch der Absatz der stockmeyer gruppe ist um 1.304 Tonnen auf 61.848 Tonnen gestiegen.

1.4.2.2 saturn petcare group

Der Markt für Hunde- und Katzennahrung ist im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) einschließlich Discount und Drogeriemärkten im ersten Halbjahr 2017 3 gemessen am Umsatz (-2,4 %) und am Absatz (-3,3 %) im Vergleich zum 1. Halbjahr 2016 geschrumpft. Hauptverantwortlich für die negative Umsatzentwicklung waren Rückgänge bei Katzennassnahrung (-3,2 %) und Katzensnacks (-8,2 %). In absoluten Zahlen reduzierte sich der Umsatz dieser beiden Segmente um € 20 Mio. Dies entspricht 87,7 % des gesamten Marktrückgangs.

Der Umsatz für Hundesnacks erhöhte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 um 2,9 %. Alle anderen Segmente entwickelten sich gemessen am Umsatz leicht rückläufig.

Der Rückgang des Gesamtmarktes ist im Wesentlichen auf zwei Entwicklungen zurückzuführen. Der Trend zu höherwertiger Tiernahrung setzte sich weiter fort. Daraus resultiert eine zunehmende Verschiebung vom Lebensmitteleinzelhandel zum Fachhandel. Außerdem verzeichnete der Online-Absatzkanal starke Wachstumsraten, was ebenfalls zu einem Rückgang im gesamten Lebensmitteleinzelhandel führt. Der Umsatzanteil der Handelsmarke im Vergleich zur Marke lag im Betrachtungszeitraum bei 55,4 %. 3

Die Preise für tierische Rohstoffe haben sich in 2017 spürbar und deutlich stärker als erwartet verteuert. Trotz des anhaltend niedrigen Niveaus der Futtermittelkosten sind vor allem der anhaltende Export von Schlachtnebenprodukten, insbesondere nach Asien und speziell China sowie zurückgehende Schlachtzahlen für den Preisanstieg verantwortlich.

Die für die Erstverpackungen relevanten Aluminiumpreise sind in 2017 ebenfalls erheblich gestiegen. Durch langfristige Kontraktlaufzeiten konnte das Preisniveau im abgelaufenen Geschäftsjahr noch nahezu konstant gehalten werden. Vor allem die hohe Auslastung der Aluminiumproduzenten und die eingeschränkten Importmöglichkeiten aus Asien, primär aus China, sind verantwortlich dafür, dass die Preise für Aluminium in der Spitze um bis zu 30 % gestiegen sind.

Der Umsatz der Sparte steigerte sich im Vergleich zu 2016 um € 12 Mio. bzw. um 2,3 % auf € 532 Mio. Der Außenabsatz der Sparte blieb im Vergleich zu 2016 nahezu konstant. Insgesamt konnte die Sparte saturn petcare group im Geschäftsjahr 2017 einen Außenabsatz in Höhe von 507.948 Tonnen (Vorjahr 508.373 Tonnen) erzielen.

1.4.2.3 Appel fine food

Der Absatz in der Sparte Appel fine food verringerte sich im Geschäftsjahr 2017 insgesamt um ca. 6,3 % auf 142.053 Tonnen (Vorjahr 151.571 Tonnen). Im Wesentlichen auf Grund des Mengeneffekts ist auch der Umsatz um 3,4 % von € 286 Mio. auf € 277 Mio. zurückgegangen.

Der für die Buss Fertiggerichte GmbH bedeutende Markt für ungekühlte Fertiggerichte ist im Jahr 2017 mengenmäßig geringfügig zurückgegangen, ist jedoch wertmäßig leicht gewachsen. Dabei waren im Marktsegment der Suppen leichte Gewinne zu verzeichnen, wohingegen im Bereich der Eintöpfe Verluste zu beobachten waren. Der Markt für gekühlte Fertiggerichte hat in 2017 erneut mengen- und wertmäßig zugelegt, vor allem durch den Zuwachs bei den Fertiggerichten in der Schale, den Teigwaren und den Suppen. Letztere verzeichnen zwar die höchsten Wachstumsraten, besitzen jedoch nur einen vergleichsweise geringen Marktanteil.

Die Rohwarenpreise sind in Summe im Berichtsjahr tendenziell gestiegen. Dabei sind die Beschaffungspreise vor allem im Bereich Fleisch und Fleischerzeugnisse sowie Molkerei- und Eierprodukte gestiegen, während bei Gemüse insgesamt niedrigere Preise zu verzeichnen waren. Das Preisniveau bei Weißblechverpackungen blieb nahezu unverändert.

Auf der Vertriebsseite konnten im Geschäftsjahr 2017 nur vereinzelt Preiserhöhungen durchgesetzt werden. Insbesondere aufgrund der gesunkenen Absatzmenge hat sich der Rohertrag der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert.

Der für die Appel Feinkost GmbH & Co. KG relevante Gesamtmarkt der Fischdauerkonserven verzeichnet erstmals seit 2014 wieder ein leichtes Wachstum. Das Wachstum resultiert vor allem aus dem für Appel relevanten Bereich Hering sowie den Bereichen Sardine und Makrele. In diesem Marktumfeld konnte Appel in der Marke seine Marktposition gegenüber dem Wettbewerb deutlich ausbauen.

Die Absatzmenge hat sich in 2017 geringfügig erhöht. Der Absatzzuwachs war vor allem im Bereich der Marke zu verzeichnen, wohingegen bei der Handelsmarke Mengenrückgänge zu beobachten waren. Die Belebung des Markengeschäfts ist hauptsächlich durch zusätzliches Aktionsgeschäft sowie Mengengewinne von Wettbewerbern im Kerngeschäft begründet.

Auf der Beschaffungsseite waren rückläufige Rohwarenpreise für Hering zu beobachten. Die gesunkenen Einstandspreise mussten im Wesentlichen an den Handel weitergegeben werden.

Der Rohertrag und die Rohertragsmarge haben sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund der Mengenzuwächse im Bereich der Marke verbessert.

1.4.3. Geschäftsverlauf im Handelsbereich

Das Geschäftsjahr 2017 war im Handelsbereich wesentlich beeinflusst durch die Abgänge des Konsolidierungskreises. Zunächst reduzierte sich das Handelsgeschäft mit Rindfleisch aufgrund des Verkaufs der Gottfried Kurth GmbH. Aufgrund des Abgangs zum 1. Januar 2017 gingen die Umsätze im Rindfleischbereich in 2017 gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 um mehr als 40 % zurück.

Mit Wirkung zum 4. Oktober 2017 wurde das Geschäft der Peter Paulsen Gruppe veräußert. Das Handelsgeschäft mit Geflügelfleisch ging im Wege eines Asset Deals auf CP Foods über. Dementsprechend enthält das Geschäftsjahr 2017 im Geflügelbereich nur ca. ¾ des Jahresgeschäfts. Im Vergleich zu 2017 gingen die Umsatzerlöse aus diesem Geschäft daher um ca. 23,5 % zurück.

1.5 Personal

Die heristo-Gruppe verfügt über hochqualifizierte und motivierte Arbeitnehmer. Die hohe Identifikation und die Bindung unserer Mitarbeiter zum Unternehmen zeigen sich auch an einer überdurchschnittlich langen Betriebszugehörigkeit. Der Personalstand der heristo-Unternehmen hat sich im Jahr 2017 geringfügig erhöht. Im Jahresdurchschnitt waren - ohne Auszubildende - 2.894 Mitarbeiter (Vorjahr 2.863) beschäftigt.

Die Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Unternehmens. Der Bereich Personal konzentrierte sich daher im Jahr 2017 weiterhin auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter im Konzern. Den Nachwuchskräften bieten wir Berufsausbildungen in verschiedenen Bereichen der Lebensmittelverarbeitung, Logistik und Verwaltung. Die betriebliche Ausbildung wird durch zusätzliche außerbetriebliche Seminare, die vom Persönlichkeitstraining bis zum Unternehmensplanspiel verschiedenste Aspekte des späteren betrieblichen Einsatzes berühren, unterstützt. Die Zahl der Auszubildenden lag im Geschäftsjahr 2017 mit 92 auf dem Vorjahresniveau (91).

Darüber hinaus gehört natürlich auch die Weiterbildung aller Beschäftigten zur Personalentwicklung der Gruppe, um personelle Kapazitäten und fachliche Kompetenzen zu sichern.

1.6 Produktion und Investition

Der Namenszusatz "The Quality-Group" bringt das Selbstverständnis der heristo-Gruppe als Qualitätsführer bei der Herstellung und Verarbeitung von hochwertigen Lebensmitteln zum Ausdruck. Die heristo-Gruppe verfügt über 9 Produktionsstandorte im In- und Ausland. An diesen Standorten werden kühlfrische Produkte, Suppen, Fertiggerichte, Fleisch- und Wurstwaren sowie Tiernahrung hergestellt.

Die Produktionsstätten zeichnen sich durch einen hohen Qualitätsstandard aus, der durch etablierte Qualitätsmanagementsysteme und regelmäßige Audits überwacht wird. Die gesamte Unternehmensgruppe legt großen Wert auf moderne und zukunftsorientierte Produktions- und Fertigungsanlagen und verfolgt eine vorwärts gerichtete Investitionsstrategie. Das Instandhaltungsmanagement stellt eine hohe Wertbeständigkeit und einen hohen Verfügbarkeitsgrad aller Anlagen sicher. Die Produktionskapazitäten waren auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weitestgehend ausgelastet. Daher betrafen die Investitionen des Geschäftsjahres im Wesentlichen den Ausbau und die Modernisierung des Produktionsbereichs.

Moderne integrierte Warenwirtschafts- und Betriebsdatenerfassungssysteme ermöglichen die Optimierung des Supply-Chain-Prozesses. Gruppenweit wurde die Systemlandschaft vereinheitlicht und integriert. Unterstützt durch professionelle Partner und mittels modernster Lagersysteme werden die Logistikfunktionen wahrgenommen.

1.7 Forschung und Entwicklung

Um die Stellung eines erfolgreichen Familienunternehmens zu festigen, auszubauen und ein profitables Wachstum zu gewährleisten, spielen die Qualitätssicherung und kontinuierliche Verbesserung der eigenen Produkte sowie die Entwicklung neuer Produkte zentrale Rollen. Hierfür hat die herist o- Gruppe die notwendigen Voraussetzungen geschaffen. So ist jede produzierende Sparte mit einem eigenen Entwicklungslabor ausgestattet, welches neben der Entwicklung von innovativen Produktideen auch zur Qualitätssicherung genutzt wird.

Einen Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeit bilden grundsätzlich die Weiterentwicklung bestehender Produkte sowie die Neuentwicklung von Produkten, wie z.B. die Entwicklung von neuen vegetarischen Fertiggerichten. Darüber hinaus geht es in der Ernährungsindustrie auch regelmäßig um Weiter- und Neuentwicklungen im Bereich der Verpackungen. Neben der ständig erforderlichen Entwicklung von neuen Verpackungsformen werden hier auch Tests neuer Verpackungsmaterialien durchgeführt. Im Bereich Tiernahrung zählt die Weiterentwicklung und Anpassung von Rezepturen an futtermittelrechtliche und ernährungsphysiologische Anforderungen in jedem Jahr zu den Schwerpunktthemen.

1.8 Nachhaltigkeit

Die heristo-Gruppe sieht sich als mittelständisches Familienunternehmen zu nachhaltigem und gesellschaftlich verantwortlichem Handeln verpflichtet. Diese Grundsätze finden sich in unseren Unternehmenswerten wieder. Wir sehen uns als fairen und verlässlichen Partner unserer Kunden, Lieferanten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und versuchen, diese Sicht in unserem gesellschaftlichen Engagement zum Ausdruck zu bringen.

Unternehmerischer Erfolg bedeutet für uns auch Beständigkeit über Generationen hinaus. Er zeigt sich in der Verbundenheit mit einer Region, in der wir wirken, sowie in der Verbundenheit mit den Menschen, die uns bei unseren unternehmerischen Aufgaben unterstützen bzw. von unserem Handeln betroffen sind.

Nachhaltiges Wirtschaften heißt für uns erstklassige Produktqualität, Schutz der Umwelt durch moderne ressourcenschonende Technologien und höchste Qualitätsstandards. Nachhaltigkeit zeigt sich aber gerade auch in der Wahrnehmung gesellschaftlicher und sozialer Verantwortung. Unsere Kunden und die Endverbraucher unserer Produkte erwarten von uns erstklassige Qualitäten, d.h. sichere Nahrungsmittel sowie Produkt- und Verpackungsinnovationen, die künftige Standards setzen. Wir versuchen, sowohl durch unsere Unternehmensorganisation als auch durch vorbildhaftes Handeln unserem Verständnis von Nachhaltigkeit Ausdruck zu verleihen und ein Gesicht zu geben. Unsere Compliance Vorschriften unterstützen diesen Ansatz.

Unser Fokus für eine nachhaltige Entwicklung zielt auf folgende Bereiche:

Hygiene und Nahrungsmittelsicherheit

Verlässliche und qualitativ hochwertige Lieferanten

Beachtung einer nachhaltigen, d. h. ressourcensicheren Vieh- und

Fischereiwirtschaft bei unseren Zulieferern

Ressourcensparender Umgang mit Wasser, Abwasser, Energie und Luft

Optimierung des Materialeinsatzes und Reduzierung von Abfällen

2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2017 ist mit € 571,3 Mio. um € 6,1 Mio. höher gegenüber dem 31. Dezember 2016 (€ 565,2 Mio.). Auf der Aktivseite ist die Erhöhung vor allem auf einen Anstieg des Anlagevermögens (€ +9,6 Mio.), der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (€ +3,6 Mio.) und der liquiden Mittel (€ +5,4 Mio.) zurückzuführen. Dem stehen im Wesentlichen Rückgänge bei den Sonstigen Vermögensgegenständen (€ - 8,5 Mio.) und der Vorräte (€ -5,6 Mio.) gegenüber. Der Rückgang der Vorräte ist im Wesentlichen auf den Verkauf des Handelsgeschäfts der Peter Paulsen Gruppe zurückzuführen.

Auf der Passivseite spiegelt sich die Erhöhung der Bilanzsumme vor allem in dem um € 30,9 Mio. höheren Eigenkapital wider, das nun zum 31. Dezember 2017 € 244,3 Mio. beträgt. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Konzernjahresüberschuss 2017 von € 34,5 Mio. Darüber hinaus haben sich die Rückstellungen aufgrund diverser Risikopositionen in den einzelnen Sparten, wie z.B. Drohverluste für erwartete negative Deckungsbeiträge, noch zu zahlende Werbekostenzuschüsse sowie Rechts- und Beratungskosten, um € 6,3 Mio. erhöht. Gegenläufige Effekte ergaben sich auf der Passivseite hauptsächlich bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sich stichtagsbedingt und auch aufgrund des Abgangs des Geflügelfleischgeschäfts um insgesamt € 21,0 Mio. verringerten, sowie gegenüber Kreditinstituten (€ -9,7 Mio.). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 37,8 % auf 42,8 %.

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Bewertungsvorschriften der heristo-Bilanzierungsrichtlinie angewandt und umgesetzt, so dass alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen im Sinne einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung erfasst worden sind.

2.2 Finanzlage

2.2.1 Finanzmanagement

Das Finanzmanagement der heristo-Gruppe umfasst das Cash- und Liquiditätsmanagement und das Management von Marktpreisrisiken (Währungen und Zinsen) sowie Kreditausfallrisiken. Die konzerninterne Treasury Organisation der heristo holding führt das Finanzmanagement einheitlich für alle Konzernunternehmen im Rahmen gemeinsamer Richtlinien durch. Organisatorisch ist das Finanzmanagement von den übrigen Verwaltungsbereichen getrennt.

Im Cash-Management werden alle Zahlungsmittelbedarfe und Zahlungsmittelüberschüsse der heristo-Gesellschaften ermittelt. Das Cash-Pooling steuert effizient die Liquidität in der Unternehmensgruppe. Um die Steuerung der Zahlungsflüsse zu optimieren, wurden interne Verrechnungskonten eingeführt und standardisierte Prozesse für Zahlungsvorgänge etabliert.

Das Liquiditätsmanagement stellt die jederzeitige Erfüllung aller Zahlungsverpflichtungen der heristo-Gruppe sicher. Mit einer operativen Jahresplanung und einer Mittelfristplanung werden die Liquiditätsbedarfe ermittelt und durch geeignete Finanzierungsformen gedeckt.

2.2.2 Finanzierung

Die heristo aktiengesellschaft übernimmt zentral die Versorgung der Gesellschaften mit Liquidität zur Finanzierung von Investitionen und des laufenden Geschäftsbetriebes mittels interner Cash-Pooling-Vereinbarungen mit den Tochterunternehmen. Die finanzielle Steuerung der heristo-Gruppe erfolgt zentral über die heristo aktiengesellschaft.

Als wichtigste Ziele des Finanzierungsmanagements gelten die Sicherung der Liquidität und die Bonität des Konzerns. Diese gewähren die notwendige finanzielle Autonomie und bieten eine nachhaltige Sicherung und Steigerung des Unternehmenswertes. Der Kapitalbedarf und die Kapitalbeschaffung sowie Prolongationserfordernisse mittel- und langfristiger Kredittranchen werden im Rahmen der mittel- und kurzfristigen Unternehmensplanung errechnet und regelmäßig unterjährig fortgeschrieben und gegebenenfalls angepasst. Die einzelnen Planungen und Zielsetzungen sind so aufeinander abgestimmt, dass den Erfordernissen an Ertrag, Liquidität, Sicherheit und Autonomie ausgewogen Rechnung getragen wird.

Neben der klassischen Bankenfinanzierung werden Factoring und Leasing als weitere externe Finanzierungsformen genutzt. Die zugeflossenen Mittel aus Factoring und Leasing wirken sich positiv auf die kurzfristigen Finanzschulden und den Bestand an flüssigen Mitteln aus.

Die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind grundsätzlich mit Abschluss des Kreditvertrages zinsgesichert worden.

2.2.3 Investitionen

Insgesamt erfolgten in 2017 Investitionen in das Konzernanlagevermögen in Höhe von € 30,7 Mio. nach € 41,0 Mio. im Vorjahr. Davon entfielen € 27,9 Mio. (Vorjahr € 37,3 Mio.) auf Investitionen in Sachanlagen. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen und wurden vornehmlich in den Kerngeschäftsbereichen getätigt, um die Marktpositionen zu festigen und auszubauen. Darüber hinaus ergaben sich in Folge des mehrheitlichen Erwerbs der Like Meat-Gruppe bei den Anschaffungs- und Herstellungskosten des Konzernanlagevermögens Zugänge aus Konsolidierungskreisänderung in Höhe von € 9,5 Mio.

2.2.4 Cashflow

Die Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2017 wurde in Übereinstimmung mit DRS 21 erstellt.

Danach ergibt sich für das Jahr 2017 bei einem Konzernjahresüberschuss von € 34,5 Mio. ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von € 50,2 Mio.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verzeichnete einen Mittelabfluss von € 17,1 Mio. Dieser Wert resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in Erweiterungen oder Erneuerungen des Sachanlagevermögens in Höhe von € 27,7 Mio. Gegenläufig wirkten sich Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis (Kurth Gruppe und Geschäft der Peter Paulsen) aus.

Der Free Cashflow der Unternehmensgruppe - berechnet als Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zuzüglich des Cashflows aus Investitionstätigkeit - betrug demnach € 33,1 Mio.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist insbesondere aufgrund der im Berichtsjahr vorgenommen Ausschüttungen, der Tilgung von Bankdarlehen sowie der gezahlten Zinsen mit insgesamt € 23,2 Mio. negativ.

Für das Berichtsjahr war somit unter Berücksichtigung währungs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingter Effekte insgesamt ein Cashflow von € 5,1 Mio. zu verzeichnen. Unter Einschluss des Finanzmittelfonds von € 31,7 Mio. zu Beginn des Geschäftsjahres ergibt sich der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2017 in Höhe von € 36,8 Mio.

2.3 Ertragslage

2.3.1 Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Die heristo-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2017 einen konsolidierten Umsatz in Höhe von € 1,372 rd. Der Umsatz liegt damit im Wesentlichen auf Grund der Veränderungen des Konsolidierungskreises um 2,8 % unter dem Vorjahreswert.

In der folgenden Übersicht ist die Umsatzentwicklung der heristo-Gruppe und ihrer Unternehmensbereiche (Sparten) für die Jahre 2017 und 2016 dargestellt:

Unternehmensbereiche 2017 2016 Veränderung
Mio. € Mio. € Mio. € %
heristo-Konzern 1 1.372 1.412 -40 -2,8
stockmeyer gruppe 309 300 9 3,0
Appel fine food 277 286 -9 -3,1
saturn petcare group 532 520 12 2,3
Industriesegment 1 1.118 1.106 12 1,1
conSup (Handelssegment) 1 202 278 -76 -27,3
Sonstige Beteiligungen sowie Konsolidierungseffekte zwischen den Teilkonzernen 52 28 24 85,7

1 Konsolidierte Werte (Rundungsdifferenzen resultieren aus rechentechnischen Gründen).

2.3.2 Entwicklungen Rohertrag und Betriebsergebnis

Im Berichtsjahr wurde eine um € 44,5 Mio. niedrigere Gesamtleistung erwirtschaftet. Unter Einbezug des Materialaufwandes ergab sich dennoch ein nahezu unverändertes Rohergebnis von € 455,5 Mio. Die Rohertragsmarge hat sich dabei geringfügig von 32,2 % im Vorjahr um 1,0 Prozentpunkte auf 33,2 % verbessert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Wesentlichen auf Grund von erhaltenen Schadenersatzleistungen von € 25,9 Mio. auf € 27,8 Mio. Die Personalaufwandsquote im Verhältnis zu den Umsatzerlösen ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte auf 10,3 % gestiegen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betrugen im Geschäftsjahr 2017 € 29,2 Mio., nachdem im Vorjahr € 25,8 Mio. angefallen waren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich aufgrund von kleineren Rückgängen in diversen Einzelposten insgesamt um 2,1 % auf € 261,1 Mio. verringert. Das Betriebsergebnis beträgt € 52,3 Mio. und liegt damit nur geringfügig über dem Vorjahreswert.

2.3.3 Finanz- und Beteiligungsergebnis

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis hat sich von € -2,6 Mio. auf € -1,6 Mio. verbessert. Die Verbesserung ist vor allem auf niedrigere Zinsaufwendungen für langfristige Darlehen zurückzuführen.

2.3.4 Konzernjahresüberschuss

Der Konzernjahresüberschuss 2017 beträgt € 34,5 Mio. und konnte somit gegenüber dem Vorjahr um € 2,0 Mio. gesteigert werden.

Die Steuerquote - definiert als Quotient der Steuern vom Einkommen und Ertrag im Verhältnis zum Konzernjahresüberschuss vor Steuern - verminderte sich von 32,3 % im Vorjahr auf 30,1 % in 2017.

Der Konzerngewinn nach Ausweis der Minderheitenanteile beträgt € 35,6 Mio. nach € 32,6 Mio. aus dem Vorjahr.

2.4 Zusammenfassende Beurteilung von Geschäftsverlauf und Lage

Die Geschäftsentwicklung der heristo-Gruppe zeigte im Geschäftsjahr 2017 ein zufriedenstellendes Bild. Die im Vorjahr prognostizierten Umsatzerlöse auf dem Niveau des Jahres 2016 konnten vor allem aufgrund von Abgängen aus dem Konsolidierungskreis nicht erreicht werden. Der Umsatz in Höhe von € 1,372 Mrd. blieb dabei um 3,0 % gegenüber dem Plan zurück. Dennoch konnte die Erwartung eines im Vergleich zum Vorjahr geringfügig niedrigeren Konzernjahresüberschusses übertroffen werden. Der erwartete Rückgang des Betriebsergebnisses im Vergleich zum Vorjahr ist nicht eingetreten, tatsächlich konnte das Betriebsergebnis geringfügig gesteigert werden. Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der strategischen Geschäftsfelder wurden vorgenommen. Dabei lag das Investitionsvolumen allerdings nicht wie geplant über, sondern deutlich unter dem Vorjahr. Die bilanzielle Nettoverschuldung ist wie erwartet deutlich zurückgegangen.

3 Chancen- und Risikoberichterstattung

3.1 Allgemeines Risikomanagementsystem

Die Unternehmen der heristo-Gruppe sind im Rahmen ihrer Aktivitäten und aufgrund der fortschreitenden Intensivierung des Wettbewerbs vielen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zur Bewältigung von Risiken sind Steuerungs- und Kontrollsysteme entwickelt und eingesetzt worden, die auch im Hinblick auf die Erfüllung gesetzlicher Vorschriften zu einem einheitlichen Risikomanagementsystem zusammengefasst sind und ständig weiterentwickelt werden. Der einheitliche Prozess zielt auf die systematische Identifikation, Beurteilung, Kontrolle und Dokumentation von Risiken ab. Zu diesem Zweck identifiziert das Management der Sparten und der heristo aktiengesellschaft die Risiken anhand definierter Kategorien und bewertet sie bezüglich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit.

Halbjährlich berichtet das zentrale Risikomanagement an den Vorstand - der seinerseits den Aufsichtsrat informiert - über die identifizierten Risiken. Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zur Risikovermeidung, -reduzierung und -absicherung zu entwickeln und zu initiieren. Neben der Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine Ad-hoc-Berichterstattung. Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, gewichtige Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten.

3.2 Risikomanagementsystem von Finanzinstrumenten

Ziel der heristo-Gruppe ist es, die finanzwirtschaftlichen Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten möglichst gering zu halten.

Das Management von Marktpreisrisiken hat dabei die Aufgabe, die Auswirkungen von Währungs- und Zinsschwankungen zu reduzieren. So werden insbesondere die aus dem Export in den Dollarraum entstehenden Dollareingänge grundsätzlich bis zu 18 Monate im Voraus abgesichert sofern entsprechende Verkaufsverträge vorliegen. Zum Bilanzstichtag bestanden Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von US$ 8,1 Mio. (Kauf von US$) und US$ 33,6 Mio. (Verkauf von US$). Diese Geschäfte haben das Währungsrisiko reduziert.

Das Management von Kreditausfallrisiken obliegt einem zentralen Debitorenmanagement. Mit Ausnahme der Forderungen einiger ausgewählter Kunden werden alle übrigen Forderungen über eine Warenkreditversicherung abgesichert. Überschreitungen bei den Zahlungszielen und Veränderungen im Zahlungsverhalten melden die operativen Einheiten direkt an die Zentrale.

Das Zinsrisiko, dass steigende Zinssätze den Zinsaufwand ungeplant erhöhen, hat die heristo-Gruppe für ihre mittel- und langfristigen Finanzierungen durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften gemindert, wobei die Konditionen vom jeweiligen Einzelfall abhängig sind. Im Ergebnis wurden so die Zinsaufwendungen für die bestehenden mittel- und langfristigen Bankverbindlichkeiten vollumfänglich fixiert.

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die heristo-Gruppe nicht in der Lage ist, ihre finanziellen Verpflichtungen gegenüber Dritten zu erfüllen. Bezüglich des Liquiditätsmanagement der Gruppe wird auf den Abschnitt "Finanzierung" verwiesen.

3.3 Risiken auf weitere Sicht

Volkswirtschaftliche Risiken: Die Entwicklungen der Weltwirtschaft und auch der deutschen Wirtschaft sind weiterhin unsicher, insbesondere hinsichtlich des Umgangs der politischen und wirtschaftlichen Akteure mit der extremen Verschuldung einzelner Staaten. Darüber hinaus werden der geplante Brexit, die Politik der Trump-Administration und geldpolitische Entscheidungen der Zentralbanken unmittelbare Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung haben. Die Entwicklung der Inflationsraten ist weiter zu beobachten, auch die langfristigen Auswirkungen der nun schon länger anhaltenden Niedrigzinsphase bzw. einer eintretenden Zinswende sind nur schwer einzuschätzen. Darüber hinaus führen stetig steigende regulatorische Anforderungen zu höherem administrativen Aufwand und zusätzlichen Kosten.

Branchen- und unternehmensspezifische Risiken: Die heristo-Gruppe verfügt als zuverlässiger Partner im Lebensmittelbereich über langjährige Erfahrungen und partnerschaftliche Beziehungen zum Lebensmittelhandel. Risiken ergeben sich aus der Herausforderung, zunehmenden Compliance-Anforderungen zeitnah und zielgerichtet zu begegnen. In diesem Bereich wurden in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen.

Aus diversen Großschäden in der Lebensmittelbranche ist die Sensibilität der Versicherer im Bereich der Sachrisiken signifikant gestiegen. Die Gesellschaft reagiert durch kontinuierliche Verbesserungen und insbesondere mit erheblichen Investitionen im Brandschutz auf diese Entwicklungen, um auch weiterhin durch Versicherungen Teile der produktionsinhärenten Risiken absichern zu können.

Risiken sieht die Geschäftsleitung auch in den volatilen Rohstoffpreisen, die sich im Fall von Erhöhungen aufgrund des zunehmend verschärften Wettbewerbs, der Konzentration der Marktteilnehmer oder Verknappung von Rohstoffen durch globale Effekte insbesondere im Discount-Bereich nur sehr zäh, häufig weder zeitgerecht noch umfassend genug in Preiserhöhungen der fertigen Produkte umlegen lassen, während Rohstoffpreissenkungen zu zeitnahen Preissenkungsforderungen führen. Die Konzentration der Wettbewerber nimmt nach wie vor bei gleichzeitigem Ausbau der handelseigenen Produktion über Fleischwerke kontinuierlich zu.

Möglicherweise schwer zu kalkulierende Beschaffungsrisiken können aufgrund plötzlich auftretender Tierseuchen sowie mikrobiologischer bzw. sonstiger Rückstände in den Rohstoffen entstehen. Dies führt beispielsweise für den Bereich der Rohwurst, in dem die Unternehmensgruppe traditionell über eine hohe Kompetenz verfügt, zu neuen und stetig steigenden Anforderungen an die Rohstoffe und deren Verarbeitungsprozesse. Die heristo-Gruppe begegnet diesen Anforderungen u.a. durch die gezielte Auswahl qualitativ hochwertiger Lieferanten und durch "Alarmpläne" auf Unternehmensebene.

Erhöhte Beschaffungsanforderungen ergeben sich einerseits aus einer zunehmenden Sensibilisierung von Verbrauchern und Verbraucherschutzorganisationen bezüglich diverser Produktgruppen, Roh- und Zusatzstoffe, die u.a. in immer differenzierteren Deklarationsanforderungen ihren rechtlichen Niederschlag finden. Dem begegnet die Gesellschaft durch neue Programme und Produkte sowie strategische Beschaffungsmaßnahmen.

Der Verkauf der Produkte der heristo-Gruppe erfolgt im Wesentlichen über den Vertriebskanal Lebensmitteleinzelhandel bzw. Discount. Die Geschäftsführung sieht darin keine Risiken. Sie geht vielmehr von einem weiteren Erfolg ihrer differenzierten Marktstrategie aus, die durch das Verbraucherverhalten bestätigt und auch im zukünftigen Marktverlauf Bestand haben wird. Allerdings ist ein Ertragsrisiko bei einzelnen Schwerpunktkunden möglich, so dass der Ertragssicherung weiterhin verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Insgesamt ist der Absatzmarkt (Lebensmitteleinzelhandel/Discount) durch seine hohe Konzentration gekennzeichnet, was entsprechende Risiken zur Folge hat. Der Online-Handel spielt im Bereich der Lebensmittelversorgung bisher in Deutschland eine untergeordnete Rolle. Im Bereich Petfood steigt der Anteil des Online-Geschäfts im Markt. Die Marktentwicklungen werden hier genau beobachtet.

Darüber hinaus nehmen die Anforderungen der Kunden, z.B. Vorgaben zur Artikelzusammensetzung oder Rückverfolgbarkeit, stetig zu, was oft zu einer höheren Prozesskomplexität führt, die in immer kürzerer Zeit umgesetzt werden muss. Auch der Trend zu fleischreduzierterer Ernährung stellt eine Herausforderung für die traditionellen Produkte der Gesellschaft dar. Die strategische Ausrichtung der Gesellschaft trägt dem sowohl hinsichtlich des Beteiligungs- als auch den Produktportfolios in zunehmendem Umfang Rechnung.

Aufgrund der technologischen Entwicklung und der fortschreitenden Digitalisierung ergibt sich ein grundsätzliches Risiko aus dem Thema Datenschutz. Die im Mai 2018 in Kraft tretende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) soll sowohl den Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten als auch den freien Verkehr solcher Daten sicherstellen. Für die heristo-Gruppe ist ein externer Datenschutzbeauftragter bestellt, der bereits in der Vergangenheit in enger Abstimmung mit den Unternehmen der heristo-Gruppe Maßnahmen erarbeitet hat, um die Datenschutzkonformität sicher zu stellen. Im Zuge der DSGVO werden die Maßnahmen aktualisiert und weiterentwickelt.

Wie für viele andere Unternehmen besteht auch in der heristo-Gruppe eine gewisse Abhängigkeit von IT-Systemen. Die gruppenweit relativ homogene IT-Landschaft der heristo-Gruppe bringt zwar Vorteile durch schlanke und effiziente Prozesse, birgt aber auch Risiken für den Fall von Störungen im IT-Bereich. Die Risiken werden durch ständige Überwachung der Systeme, etablierte Notfallkonzepte, konsequente Weiterentwicklungen, vorausschauendes Projektmanagement und enges Monitoring von Großprojekten minimiert.

Im Bereich Personal werden aufgrund der demographischen Entwicklung und der aktuell positiven gesamtwirtschaftlichen Perspektive Risiken bezüglich der ausreichenden Verfügbarkeit von Fach- und Arbeitskräften gesehen. In bestimmten Branchen und Bereichen dürfte es mittelfristig immer schwerer bzw. teurer werden, freie Stellen zu besetzen. Durch eine langfristige Personal- und Nachfolgeplanung, gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen sowie verstärktes Ausbildungs- und Hochschulmarketing soll diesem Risiko entgegengewirkt werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken: Aufgrund des dargestellten Risikomanagementsystems bei den Finanzinstrumenten können bei der heristo-Gruppe nur geringe Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen auftreten. Die in den vergangenen Jahren eingeleiteten Maßnahmen zur weiteren Stärkung der finanziellen Autonomie der heristo-Gruppe - Verbesserung der Vermögens- und Kapitalstruktur, Abbau bzw. Konstanthalten der Nettoverschuldung sowie Optimierung der Working-Capital-Strukturen - wurden im Geschäftsjahr 2017 fortgesetzt.

Wechselkursrisiken resultieren sowohl aus dem Rohstoffeinkauf, welcher zum Teil in Fremdwährungen erfolgt und damit dem Risiko von Wechselkursschwankungen unterliegt, als auch aus den Auslandsbeteiligungen der heristo-Gruppe. Diesen Risiken begegnet das konzerninterne Finanzmanagement durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften.

3.4 Chancen

Im Rahmen des Chancenmanagements werden Chancen ebenso wie die Risiken dezentral erhoben. Ein der Risikosteuerung vergleichbares Managementsystem wird für die Bewertung der Chancen nicht eingesetzt. Im Rahmen der monatlichen Berichterstattung wird auch über die aktuelle Chancensituation berichtet.

Chancen bestehen für die heristo-Gruppe vor allem in der Entwicklung und Positionierung von neuen Produkten, die effizient hergestellt und durch neue, moderne Verpackungsanlagen verpackt werden. Durch derartige Sortimentserweiterungen können bestehende Märkte innovativ bedient werden.

Darüber hinaus sieht die heristo-Gruppe Chancen in der Nachhaltigkeit ihres Handelns. In Zeiten, in denen in der Öffentlichkeit beispielsweise über falsche Deklarierung von Produkten diskutiert wird, sehen wir die Chance, dass unsere erstklassige Produktqualität aufgrund der exakten Deklarierung von unseren Kunden erkannt und honoriert wird. Der Lebensmitteleinzelhandel und die Endverbraucher erwarten von uns erstklassige Produktqualitäten, die wir durch höchste Anforderungen an Hygiene und Nahrungsmittelsicherheit sowie durch die Auswahl verlässlicher und qualitativ hochwertiger Lieferanten sicherstellen.

Außerdem bestehen Chancen durch Auslandswachstum in ausgewählten Ländern und Märkten.

3.5 Gesamtbild der Chancen- und Risikolage

Basierend auf den der Geschäftsführung zur Verfügung stehenden Informationen kann insgesamt kein Risiko aufgeführt werden, das geeignet wäre, den Fortbestand der heristo-Gruppe zu gefährden. Ebenso sind keine auf Dauer entwicklungsbeeinträchtigenden Risiken hinreichend konkretisierbar. Durch die weiterhin konsequente Nutzung von Synergien innerhalb der Gruppe bieten sich auch in herausfordernden Geschäftsfeldern Chancen für eine positive Entwicklung. Von den vorgenannten Risiken sind die branchen- und unternehmensspezifischen Risiken am bedeutendsten. Diesbezüglich hat sich die Risikolage im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

4 Prognosebericht

4.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

In ihrer Jahresprojektion für das Jahr 2018 erwartet die Bundesregierung eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 2,4 %. Der Beschäftigungsaufbau dürfte dabei durch das knapper werdende Arbeitskräfteangebot etwas weniger schwungvoll verlaufen. Für Arbeitgeber wird es in vielen Branchen und Regionen schwieriger, die offenen Stellen in ihren Unternehmen erfolgreich zu besetzen. Dies erschwert die Ausweitung der Produktion. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bleibt aus Sicht der Bundesregierung jedoch robust. Der Euroraum, Deutschlands wichtigster Absatzmarkt, steht nach Einschätzung der Bundesregierung erst am Anfang der zyklischen Erholung. Zudem befindet sich die deutsche Wirtschaft nur in einer leichten Überauslastung, sodass kein abrupter Abbruch des konjunkturellen Aufschwungs zu befürchten ist. Die Risiken und Chancen für die Wirtschaft sind gegenwärtig ausgeglichener als in der jüngeren Vergangenheit, auch wenn Unwägbarkeiten weiterhin beachtlich bleiben.

Insgesamt werden lt. der Jahresprojektion der Bundesregierung die verfügbaren Einkommen auch in diesem Jahr deutlich zunehmen. Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen werden im Zuge der konjunkturellen Erholung geringfügig stärker als die Arbeitnehmerentgelte expandieren. Im Ergebnis bleibt die gesamtwirtschaftliche Lohnquote in etwa konstant. Die Lohnstückkosten nehmen moderat zu. Bedingt durch eine etwas geringere Zunahme der Energiepreise dürfte der Anstieg der Verbraucherpreise in diesem Jahr geringfügig niedriger ausfallen als im Vorjahr.

In Anbetracht der weiter verbesserten Absatzperspektiven, anhaltend günstiger Finanzierungsbedingungen sowie der überdurchschnittlichen Kapazitätsauslastung werden die Unternehmen verstärkt in die Erweiterung ihrer Anlagen investieren. Die Investitionsquote wird in diesem Jahr daher deutlich zunehmen. Aufgrund der dynamisch anziehenden Gesamtnachfrage werden die Importe weiterhin stärker als die Exporte zunehmen.

Risiken für die konjunkturelle Entwicklung liegen vor allem im globalen Umfeld, etwa in einer konjunkturellen Abschwächung beispielsweise in China, in den Finanzmärkten, in geopolitischen Vorkommnissen oder in den Konsequenzen des Brexit. Des Weiteren ist ein Aufflammen protektionistischer Handelshemmnisse nicht auszuschließen, wenngleich hier die Risiken aus Sicht der Bundesregierung zuletzt abgenommen haben. 4

4.2 Branchenentwicklung

Für 2018 äußern sich die Unternehmen der Ernährungsindustrie in einer BVE-Konjunkturumfrage zur Umsatzentwicklung insgesamt optimistisch. Rund 65 % der Befragten erwarten 2018 durch kostenbedingte Preissteigerungen höhere Umsätze.

Damit die Ernährungsindustrie ein Beschäftigungsmotor bleibt, muss die neue Bundesregierung aus Sicht der BVE den Regulierungsdruck senken und die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Unterstützung von der Politik erwarten die Unternehmen vor allem beim Bürokratieabbau, bei der Senkung der Steuerlast, dem Abbau von Exporthemmnissen, der Beseitigung des Fachkräftemangels sowie der Sicherung bezahlbarer Energiepreise.

Weiterhin ein wichtiger Trend am deutschen Markt bleibt das steigende Bewusstsein, Informationsbedürfnis sowie Qualitäts- und Nachhaltigkeitsverständnis der Verbraucher für Lebensmittel, ihre Produktion und ihre Herkunft. Die heristo-Gruppe ist sich ihrer allgemeinen Verantwortung für sichere Qualitätslebensmittel bewusst und arbeitet kontinuierlich an weiteren Verbesserungen für die Verbraucher sowie für den Tier- und Naturschutz.

4.3 Ausblick der heristo-Gruppe

Wir gehen für das Geschäftsjahr 2018 insgesamt von einem stabilen Geschäft für die Unternehmen der heristo-Gruppe aus. Aus heutiger Sicht erwarten wir aufgrund des nicht mehr zur heristo-Gruppe gehörenden Geflügelhandelsgeschäfts deutlich niedrigere Umsätze als im Jahr 2017 und einen im Vergleich zum Berichtsjahr etwas niedrigeren Konzernjahresüberschuss. Für das Betriebsergebnis gehen wir ebenfalls von einem Rückgang im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr aus. Unseren Planungen liegt die Annahme zu Grunde, dass sich die Preise für die wichtigsten tierischen und pflanzlichen Rohstoffe nicht wesentlich verändern werden.

Ausgehend von der soliden Vermögens- und Finanzlage der heristo-Gruppe werden wir die erforderlichen Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der strategischen Geschäftsfelder und die Optimierung der Produktionsanlagen konsequent vornehmen. Gemäß der Planung wird das Investitionsvolumen in 2018 voraussichtlich das Niveau des Vorjahres deutlich übersteigen. Dementsprechend rechnen wir mit einer höheren bilanziellen Nettoverschuldung.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden auch in 2018 die Rohertragsmarge beeinflussen. Der intensive Wettbewerb in allen Bereichen der Nahrungsmittelindustrie wird eine ausreichende und zeitlich angemessene Weitergabe der Beschaffungskosten an den Markt auch künftig nicht zulassen.

Hinsichtlich der zukunftsbezogenen Aussagen weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, falls sich die zu Grunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.

 

Bad Rothenfelde, den 16. April 2018

heristo holding gmbh, Bad Rothenfelde

Heinrich W. Risken, Geschäftsführer

Oliver Risken, Geschäftsführer

1 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung 11. Januar 2018
2 BVE Pressemitteilung 17. Januar 2018
3 Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung waren die Marktinformationen nur für das 1. Halbjahr verfügbar.
4 Jahreswirtschaftsbericht 2018 der Bundesregierung

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

31.12.2017
31.12.2016
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.586.127,43 4.813.405,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.121.748,39 579.473,76
3. Geleistete Anzahlungen 300.153,00 523.091,10
  10.008.028,82 5.915.970,53
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 74.273.714,03 69.436.543,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 71.730.484,53 73.505.943,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.572.117,28 17.620.997,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.159.021,67 10.335.608,60
  175.735.337,51 170.899.092,89
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.696.386,29 5.008.981,09
2. Beteiligungen 6.747.945,41 6.229.128,05
3. Sonstige Ausleihungen 450,00 450,00
4. Geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen 0,00 530.000,00
  12.444.781,70 11.768.559,14
  198.188.148,03 188.583.622,56
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 48.056.812,22 45.382.062,98
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 14.796.433,33 14.512.683,03
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 53.513.655,38 62.070.926,20
  116.366.900,93 121.965.672,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 191.789.479,98 188.205.694,58
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.193.106,37 1.129.242,51
3. Sonstige Vermögensgegenstände 23.497.510,35 31.965.705,11
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 2.268.761,92; Vorjahr € 59.965,17)    
(davon gegen Gesellschafter € 50.713,47; Vorjahr € 1.394,84)    
  217.480.096,70 221.300.642,20
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 37.183.127,66 31.820.890,58
  371.030.125,29 375.087.204,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 757.553,94 926.275,68
D. Aktive latente Steuern 1.320.244,81 600.188,34
  571.296.072,07 565.197.291,57

Passiva

   
  31.12.2017
31.12.2016
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
davon eigene Anteile -1.468.520,00 -1.468.520,00
  3.531.480,00 3.531.480,00
II. Kapitalrücklage 5.599.629,24 5.599.629,24
III. Gewinnrücklagen 179.288.327,83 154.719.024,12
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnungen -874.125,22 -1.653.156,60
V. Konzernbilanzgewinn 52.873.746,41 49.629.380,22
VI. Nicht beherrschende Anteile 3.921.768,71 1.616.363,40
  244.340.826,97 213.442.720,38
B. Sonderposten für Investitionszulagen und Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 8.550,12 22.001,40
C. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16.017.200,53 16.094.125,53
2. Steuerrückstellungen 6.737.299,81 4.533.349,98
3. Sonstige Rückstellungen 107.849.480,23 103.725.865,00
  130.603.980,57 124.353.340,51
D. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 50.355.788,00 60.079.841,38
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 89.270.775,38 110.319.253,63
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 131.636,73 71.632,53
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.756.910,70 7.341.432,62
5. Sonstige Verbindlichkeiten 47.959.919,00 45.974.166,41
(davon aus Steuern € 2.417.890,93; Vorjahr € 4.193.514,58)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 525.659,95; Vorjahr € 440.230,74)    
(davon gegenüber Gesellschaftern € 32.851.061,28; Vorjahr € 29.961.898,99)    
  193.475.029,81 223.786.326,57
E. Rechnungsabgrenzungsposten 912.474,52 1.304.906,52
F. Passive latente Steuern 1.955.210,08 2.287.996,19
  571.296.072,07 565.197.291,57

Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

2017
2016
1. Umsatzerlöse 1.372.311.362,68 1.412.408.425,54
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.279.139,03 2.290.734,37
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.068.932,57 942.630,58
4. Sonstige betriebliche Erträge 27.832.951,05 25.944.683,85
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 904.946.589,17 951.771.703,01
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.704.268,95 8.426.816,60
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 118.231.001,51 115.439.065,03
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 22.459.307,65 22.009.460,94
(davon für Altersversorgung € 1.447.940,01; Vorjahr € 1.438.505,04)    
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 29.234.428,36 25.802.004,28
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 261.107.585,45 266.642.693,83
9. Erträge aus Beteiligungen 1.372.894,01 1.454.228,64
(davon aus verbundenen Unternehmen € 637.399,68; Vorjahr € 564.162,39)    
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 6.783,02 2.944,31
11. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 15.626,43 0,00
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 342.444,88 168.114,02
(davon aus verbundenen Unternehmen € 25.837,33; Vorjahr € 49.897,60)    
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 650.139,39
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 30.484,15
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.320.950,92 3.521.890,87
(davon an verbundene Unternehmen € 56,46; Vorjahr € 85,50)    
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 15.231.530,80 15.806.381,79
17. Konzernergebnis nach Steuern 35.436.192,80 33.111.121,42
18. Sonstige Steuern 904.757,52 595.808,75
19. Konzernjahresüberschuss 34.531.435,28 32.515.312,67
20. Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn -45.546,58 -22.567,73
21. Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Verlust 1.108.199,43 97.417,21
22. Konzerngewinn 35.594.088,13 32.590.162,15
23. Konzerngewinnvortrag 49.629.380,22 42.378.021,25
24. Einstellung in Gewinnrücklagen -18.349.721,94 -15.338.803,18
25. Gewinnausschüttung -14.000.000,00 -10.000.000,00
26. Konzernbilanzgewinn 52.873.746,41 49.629.380,22

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2017

I. Allgemeine Angaben

Die heristo holding gmbh hat ihren Sitz in Bad Rothefelde und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Osnabrück (HRB 110932).

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der heristo holding gmbh, Bad Rothenfelde, für das Geschäftsjahr 2017 sind nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Ausweis- und Gliederungsvorschriften wurden den gesetzlichen Vorschriften entsprechend befolgt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

II. Konsolidierungskreis und Stichtag des Konzernabschlusses

a) Konzernobergesellschaft

Mutterunternehmen ist die heristo holding gmbh, Bad Rothenfelde.

Das Stammkapital der heristo holding gmbh beträgt € 5.000.000. Hiervon sind eigene Anteile in Höhe von € 1.468.520 offen abgesetzt.

b) Konsolidierungskreis

Vollkonsolidierung

Im Rahmen der Vollkonsolidierung gemäß §§ 300 ff. HGB sind 47 (Vorjahr 126) Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen worden.

Die Änderungen im Konsolidierungskreis gegenüber dem Vorjahr ergeben sich aus folgenden Sachverhalten:

Mit Kaufvertrag vom 20. Dezember 2016 und Wirkung zum 1. Januar 2017 hat die Planet Vegan GmbH, Bad Rothenfelde, 51 % der Anteile an der Like Meat Holding GmbH, Wetschen, erworben. Diese wiederum hält jeweils 100 % an den Gesellschaften Like Meat GmbH, Düsseldorf, und LMG GmbH, Düsseldorf. Alle drei Gesellschaften wurden zum 1. Januar 2017 erstkonsolidiert.

Die conSup beef gmbh verkaufte mit Wirkung zum 1. Januar 2017 ihre Anteile an der Kurth Fleischimporte GmbH. Die Gesellschaft inklusive ihrer 11 Tochtergesellschaften wurde entkonsolidiert.

In 2017 gründete die heristo aktiengesellschaft, Bad Rothenfelde, diverse GmbHs (heristo VG 2 GmbH bis heristo VG 8 GmbH) mit einem Eigenkapital von jeweils T€ 25. Alle Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr erstkonsolidiert. Die heristo VG 2 GmbH wurde unterjährig an die heristo holding gmbh, Bad Rothenfelde, verkauft und in Baltrumer Teestube GmbH umbenannt. Die heristo VG 4 GmbH wurde an die Peter Paulsen KG, Hamburg, verkauft und in Paulsen Food GmbH umbenannt. Die heristo VG 5 GmbH wurde im Geschäftsjahr ebenfalls umbenannt in Peter Paulsen Verwaltungs GmbH.

Mit Vertrag vom 29. Juni 2017 und mit Wirkung zum 4. Oktober 2017 verkaufte die heristo-Gruppe 95 % des Geschäfts der Peter Paulsen Gruppe. Die Transaktion erfolgte in Form eines Asset Deals. Dabei wurden die Vorräte und die Beteiligungen der Peter Paulsen KG in die neu gegründete Tochtergesellschaft Paulsen Food GmbH eingebracht und anschließend 95 % der Anteile an dieser Gesellschaft veräußert. Im Rahmen der Transaktion erfolgten 3 Anwachsungen, 77 Gesellschaften wurden entkonsolidiert.

Mit Vertrag vom 15. Februar 2017 gründete die Planet Vegan GmbH, Bad Rothenfelde, die Planet Vegan VG 1 GmbH, Bad Rothenfelde (jetzt Tofukind GmbH). Das Stammkapital beträgt T€ 25. Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr erstkonsolidiert.

Im Geschäftsjahr 2017 gründete die Meat 2000 Fleischhandelsgesellschaft mbH, Köln, die Gesellschaften ABI Angus Beef Import GmbH, Köln und Beef Argentina Import GmbH, Köln, mit einem Eigenkapital von jeweils T€ 25. Beide Gesellschaften wurden erstkonsolidiert.

Auf die Einbeziehung von vier verbundenen Unternehmen wird verzichtet, da diese sowohl einzeln als auch zusammen für die Konzern-Kennzahlen und für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung sind (§ 296 Abs. 2 HGB).

Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen

Unter Berücksichtigung der Änderungen des Konsolidierungskreises hätten sich in den Vergleichszahlen des Vorjahres für die Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2016 um ca. 5 % niedrigere Umsatzerlöse ergeben. In der Bilanz zum 31. Dezember 2016 wären ein um ca. 4 % höheres Anlagevermögen und ein um 6 % niedrigeres Umlaufvermögen ausgewiesen.

Darüber hinaus ergeben sich keine weiteren wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz.- und Ertragslage des Vorjahres.

A t-equity Konsolidierung

Drei Gesellschaften werden mittels der at-equity-Konsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Der sich hieraus ergebende anteilige Jahresüberschuss der equity-Beteiligungen des Jahres 2017 beträgt T€ 637.

Stichtag des Konzernabschlusses und Prüfung der Einzelabschlüsse

Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben den 31. Dezember als Abschlussstichtag.

III. Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften zum 31. Dezember 2017 sind nach den Vorschriften des HGB aufgestellt. Für die Konsolidierung der ausländischen Gesellschaften sind nach den Vorgaben des Mutterunternehmens Abschlüsse erstellt worden, die dem HGB entsprechen.

a) Konsolidierungsgrundsätze

Kapitalkonsolidierung

Die nach der Buchwertmethode durchgeführte Kapitalkonsolidierung (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F.) wurde gem. Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB auf der Grundlage der Wertansätze der Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zum Erwerbs- oder Gründungszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss fortgeführt. Gesellschaften, die ab 2010 erstmalig in den Konzernabschluss der he-risto holding gmbh einbezogen werden, sind aufgrund der Änderungen durch das BilMoG nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB konsolidiert worden. Im Rahmen der Erstkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode wird der Wertansatz der konsolidierungspflichtigen Anteile mit dem darauf entfallenden (neubewerteten) Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Dieses ist mit dem Betrag anzusetzen, der dem beizulegenden Zeitwert der Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten im maßgeblichen Erstkonsolidierungszeitpunkt entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird in der Konzernbilanz, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital gemäß § 301 Abs. 3 Satz 1 HGB ausgewiesen.

Beteiligungen von untergeordneter Bedeutung werden nach der Anschaffungskostenmethode bewertet.

Schuldenkonsolidierung

Bei der Schuldenkonsolidierung werden Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse zwischen den einbezogenen Unternehmen sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten zwischen den einbezogenen Unternehmen gemäß § 303 HGB aufgerechnet.

Zwischenergebniseliminierung

Zwischenergebnisse werden gemäß § 304 HGB eliminiert, wenn zum Stichtag des Konzernabschlusses Vermögensgegenstände aus Lieferungen innerhalb des Konzerns vorhanden sind.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Bei der Konsolidierung von Aufwendungen und Erträgen gemäß § 305 HGB innerhalb der einbezogenen Unternehmen des Konzerns wurden die Innenumsatzerlöse eliminiert. Des Weiteren wurden die sonstigen betrieblichen Erträge, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie Zinserträge und Zinsaufwendungen, die aus konzerninternen Geschäftsvorfällen resultieren, eliminiert.

Latente Steuern aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen

Auf HB II-Anpassungsbuchungen sowie ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen werden aktive und passive Steuerabgrenzungen vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht.

b) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen des beweglichen Anlagevermögens erfolgen linear bei Nutzungsdauern zwischen drei und zehn Jahren.

Die Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten beinhalten im Wesentlichen erworbene Markenrechte und Software-Lizenzen.

Unter dem Posten Geschäfts- oder Firmenwert werden solche aus Einzelabschlüssen der einbezogenen Tochterunternehmen sowie aus verbleibenden aktiven Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Die Abschreibung erfolgt linear über einen Zeitraum von 5 bis 12 Jahren in Abhängigkeit von der Verwertbarkeit des branchenspezifischen Wissens im Unternehmen sowie der Nutzung des Kunden- und Lieferantenstamms.

2017
in T€
2016
in T€
aus Einzelabschlüssen 78 9
aus Konsolidierungsmaßnahmen 1.044 570
Summe 1.122 579

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu den handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige sowie außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern.

Zugänge zu Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Erhaltene Investitionszuschüsse auf Sachanlagen werden als Minderung der Anschaffungskosten angesetzt bzw. als Sonderposten in der Konzernbilanz ausgewiesen.

Abgänge von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht.

Für die vor dem 1. Januar 2008 zugegangenen beweglichen Gegenstände des Sachanlagevermögens wurde bis zum Geschäftsjahr 2009 die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Mit Inkrafttreten des BilMoG ist die umgekehrte Maßgeblichkeit der Steuerbilanz für die Handelsbilanz zwar entfallen, es wurde von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 4 EGHGB zur Fortführung der bisherigen Wertansätze unter Anwendung der für sie bis zum Inkrafttreten des BilMoG geltenden Vorschriften Gebrauch gemacht.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert zwischen € 150 und € 410 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, sofern keine außerplanmäßigen Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den beizulegenden Wert erforderlich sind.

Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen werden Beteiligungen an Unternehmen ausgewiesen, die jeweils für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind und daher nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt handelsrechtlich grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch produktionsbezogene Gemeinkosten sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung.

Den erkennbaren Risiken der Vorratshaltung wird durch verlustfreie Bewertung Rechnung getragen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert, abzüglich besonders ermittelter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zur Abdeckung erkennbarer und latenter Risiken, bewertet.

Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit Fremdwährungsforderungen durch Devisentermingeschäfte deckungsgleich abgesichert sind, werden diese zum Devisenterminkurs bewertet.

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bewertet. Das Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 Abs. 4 bis 7 KStG wird mit einem fristadäquaten und risikofreien Zinssatz diskontierten Barwert unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Die Bewertung der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Der Sonderposten betrifft Investitionszuschüsse, die über die Restlaufzeiten anteilig aufgelöst werden.

Die Pensionsrückstellungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method/ PuC-Methode) unter Berücksichtigung künftiger Entwicklungen sowie der Anwendung des pauschalen durchschnittlichen Marktzinssatzes der Deutschen Bundesbank für Restlaufzeiten von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) bewertet. Der angewendete Zinssatz beträgt zum Bilanzstichtag 3,68 % (im Vorjahr 4,01 %). Es wurden ein Gehaltstrend von bis zu 2,0 %, ein Beitragsbemessungstrend von bis zu 2,0 % und eine Fluktuationswahrscheinlichkeit von bis zu 5,0 % berücksichtigt.

Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen finden die Richttafeln 2005G von Prof. Klaus Heubeck Anwendung. Des Weiteren wurde eine erwartete Rentenentwicklung von 2,0 % berücksichtigt.

Die nach den neuen Vorschriften des BilRuG ermittelten Pensionsrückstellungen belaufen sich zum 31. Dezember 2017 auf T€ 16.017. Der ermittelte Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen den Rückstellungen nach altem (siebenjähriger Durchschnittszins) und neuem Recht (zehnjähriger Durchschnittszins) beträgt zum Bilanzstichtag T€ 1.362.

Die Steuerrückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt.

Für die Bewertung der Jubiläumsrückstellung wurde eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt und mit dem pauschalen Marktzinssatz der Deutschen Bundesbank in Höhe von 2,80 % bewertet. Es wurden ein Gehaltstrend von bis zu 2,0 %, ein Beitragsbemessungstrend von bis zu 2,0 % und eine Fluktuationswahrscheinlichkeit von 4,5 % berücksichtigt.

Übrige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der anzuwendende Zinssatz wird von der Deutschen Bundesbank bekanntgegeben.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem historischen Umrechnungskurs oder dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit Fremdwährungsverbindlichkeiten durch Devisentermingeschäfte deckungsgleich abgesichert sind, werden diese zum Devisenterminkurs bewertet.

Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Wechselkursrisiken wurden Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen mit derivativen Finanzinstrumenten zusammengefasst (Bewertungseinheit). Zur Absicherung von Grundgeschäften werden derivative Finanzinstrumente regelmäßig bei bestehenden Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährungen bzw. geplanten Transaktionen in Fremdwährung eingesetzt. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv festgestellt.

In den einbezogenen Einzelabschlüssen wurden passive latente Steuern aufgrund eines nur steuerlich zulässigen Ansatzes mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerlich voneinander abweichenden Wertansätze verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht aktiviert.

Im Konzernabschluss wurden aktive und passive latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen sowie HB II-Anpassungen gebildet. Zur Ermittlung der latenten Steuern ist ein Steuersatz in Höhe von 31,5 % herangezogen worden.

Gemäß § 308a HGB werden im Konzernabschluss die Aktiv- und Passivposten einer auf fremden Währung lautenden Bilanz zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag und die auf fremde Währung lautenden GuV-Posten mit dem Durchschnittskurs in Euro (funktionale Währung der heristo holding gmbh) umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit den historischen Kursen umgerechnet. Sich aus der Währungsumrechnung ergebende Währungsdifferenzen werden erfolgsneutral innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben bzw. Einnahmen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, gebildet.

IV. Angaben zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

a) Erläuterungen zur Konzernbilanz

(1) Anlagevermögen

Eine von den historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Bilanzposten des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel enthalten (Anlage zum Anhang).

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen T€ 2.185 (Vorjahr T€ 1.121) sonstige Vermögensgegenstände und T€ 8 (Vorjahr T€ 8) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

(3) Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen ausschließlich Ausgaben bzw. Einnahmen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

(4) Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern ergeben sich aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen in Höhe von T€ 1.320 (Vorjahr T€ 600). Davon entfallen auf die Zwischenergebniseliminierung in den Vorräten T€ 429 (Vorjahr T€ 474), auf das Anlagevermögen T€ 115 (Vorjahr T€ 115) und auf sonstige Konsolidierungsmaßnahmen T€ 776 (Vorjahr T€ 11). Die individuell ermittelten Steuersätze liegen im Auslandsbereich zwischen 19,0 % und 25,0 %. Für das Inland wurde unter dem Gesichtspunkt der Wesentlichkeit ein einheitlicher Steuersatz von 31,5 % zugrunde gelegt.

(5) Eigenkapital

Zur Entwicklung des Eigenkapitals vgl. Konzerneigenkapitalspiegel. Das gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage entsprechen dem Ausweis im Einzelabschluss der heristo holding gmbh.

Die anderen Gewinnrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

EUR
Stand 1.1.2016 140.260.382,18
Einstellung in die Rücklage bei Tochterunternehmen 1.338.803,18
Einstellung in die Gewinnrücklage des Konzerns 14.000.000,00
Änderungen des Konsolidierungskreises -880.161,24
Stand 31.12.2016/ 1.1.2017 154.719.024,12
Einstellung in die Rücklage bei Tochterunternehmen 1.849.721,94
Einstellung in die Gewinnrücklage des Konzerns 16.500.000,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 6.219.581,77
Stand 3 1.1 2 .2017 179.288.327,83

(6) Rückstellungen

Die Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:

31.12.2017
in T€
31.12.2016
in T€
Pensionsrückstellungen 16.017 16.094
Steuerrückstellungen 6.737 4.533
Sonstige Rückstellungen    
Boni und Rückvergütung 8.513 10.506
Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 18.747 17.980
Personalrückstellungen 10.652 10.106
Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten 2.470 3.325
Inlandsrückstellungen 1.525 1.633
Übrige Rückstellungen 65.943 60.176
Zwischensumme 107.850 103.726
Gesamtsumme 130.604 124.353

(7) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten entwickelten sich wie folgt:

Restlaufzeit
Gesamtbetrag
T€
≥ 1 Jahr
T€
>1 Jahr
T€
davon mit Restlaufzeit >5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 50.356 356 50.000 10.000
(Vorjahr) 60.080 10.080 50.000 17.500
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 89.271 89.271 0 0
(Vorjahr) 110.319 110.319 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 132 132 0 0
(Vorjahr) 72 72 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein beteiligungsverhältnis besteht 5.757 5.757 0 0
(Vorjahr) 7.341 7.341 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 47.959 46.102 1.857 300
(Vorjahr) 45.974 45.594 380 0
Gesamtsumme 193.475 141.618 51.857 10.300
(Vorjahr) 223.786 173.406 50.380 17.500

Die " Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" betreffen Unternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert wurden und beinhalten in Höhe von T€ 54 (Vorjahr T€ 9) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und T€ 78 (Vorjahr T€ 63) aus sonstigen Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten wie im Vorjahr vollständig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte (Grundschuld, Hypothek, Bürgschaft) besichert sind, beträgt T€ 79 (Vorjahr T€ 79).

Von den sonstigen Verbindlichkeiten bestehen T€ 32.851 (Vorjahr T€ 29.962) gegenüber den Gesellschaftern der heristo holding gmbh.

(8) Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

2017
T€
2016
T€
Finanzanlagevermögen 1.498 1.498
sonstige Konsolidierungsmaßnahmen 67 302
aus Einzelabschlüssen 286 394
Zwischenergebniskonsolidierung 104 94
Gesamtsumme 1.955 2.288

Es handelt sich im Wesentlichen um passive latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen.

b) Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(9) Umsatzerlöse

Die Sparten der heristo-Gruppe haben folgende Umsätze erwirtschaftet:

Unternehmensbereiche 2017 2016 Veränderung
Mio. € Mio. € Mio. € %
heristo-Konzern 1 1.372 1.412 -40 -2,8
stockmeyer gruppe 309 300 9 3,0
Appel fine food 277 286 -9 -3,1
saturn petcare group 532 520 12 2,3
Industriesegment 1 1.118 1.106 12 1,1
conSup (Handelssegment) 1 202 278 -76 -27,3
Sonstige Beteiligungen sowie Konsolidierungseffekte zwischen den Teilkonzernen 52 28 24 85,7

1 Konsolidierte Werte (Rundungsdifferenzen resultieren aus rechentechnischen Gründen).

Die Umsätze gliedern sich wie folgt nach geographisch bestimmten Märkten auf:

2017
T€
2016
T€
Inland 977.429 1.017.592
Ausland 394.882 394.816
Gesamtumsatz 1.372.311 1.412.408

(10) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 13.008 enthalten. Sie betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 3.751), Erträge aus der Auflösung von Pauschal- und Einzelwertberichtigungen (T€ 794), Erträge aus Anlagenabgängen (T€ 330) sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 8.133. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten außerdem Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 492 (Vorjahr T€ 1.788).

(11) Abschreibungen

Im Geschäftsjahr 2017 erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung in Höhe von T€ 162.

(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 2.422 sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 2.213 (Vorjahr T€ 1.713). Die periodenfremden Aufwendungen betreffen unter anderem Verluste aus Anlagenabgängen und Rückvergütungen für Vorjahre.

(13) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von T€ 1.153 (Vorjahr T€ 719).

(14) Steuern

Im Geschäftsjahr 2017 ist saldiert ein Ertrag in Höhe von T€ 740 (Vorjahr T€ 143) aus der Veränderung der latenten Steuern ergebniswirksam erfasst worden.

(15) Abschlussprüferhonorare

Im laufenden Geschäftsjahr 2017 sind für Abschlussprüfungsleistungen T€ 590, für Steuerberatungsleistungen T€ 21 und für andere Bestätigungsleistungen T€ 3 erfasst worden.

(16) Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag ergaben sich Haftungsverhältnisse des heristo-Konzerns von insgesamt T€ 1.211 (Vorjahr T€ 1.284). Diese bestehen aus Bürgschaften von T€ 42 (Vorjahr T€ 250) sowie aus Akkreditivverpflichtungen von T€ 1.169 (Vorjahr T€ 1.034).

Aufgrund der den Haftungsverhältnissen zugrundliegenden Geschäften und der Einschätzung der Bonität der Schuldner wird nicht mit einer Inanspruchnahme aus diesen gerechnet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB, die nicht in der Konzernbilanz erscheinen und auch nicht nach § 298 Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 251 HGB oder § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB anzugeben sind, betragen insgesamt T€ 157.180 und setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2017
T€
Einkaufskontrakte und Bestellobligo 127.005
Miet- und Leasingverträge 17.125
Investitionen, Großreparaturen, Umweltschutzmaßnahmen 6.685
Andere finanzielle Verpflichtungen 6.365
Gesamt 157.180

Der Ausweis erfolgt ohne Umsatzsteuer. Bei den Leasingverpflichtungen für PKW sowie bei den Wartungsverträgen handelt es sich um Jahresbeträge, da die Verträge jederzeit kündbar sind.

Es bestehen Leasingvereinbarungen in einem Umfang von € 6,8 Mio. Mit diesen Vereinbarungen wird die Finanzierung der Gesellschaft entlastet. Risiken ergeben sich hieraus nicht (§ 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung der bilanziellen Fremdwährungspositionen sind Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Die Derivate werden mit den sich gegenläufig verhaltenen Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten in währungsbezogene Bewertungseinheiten (Portfolio-Hedge) zusammengefasst. Sich ausgleichende Wertänderungen bleiben im Abschluss gemäß der Einfrierungsmethode unberücksichtigt. Die ineffektiven Anteile der währungsbezogenen Sicherungsbeziehungen, also sich nicht ausgleichende Wertänderungen, werden nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen behandelt. Für unrealisierte Verlustspitzen werden dem Imparitätsprinzip folgend Drohverlustrückstellungen gebildet. Zum Bilanzstichtag war aufgrund gebildeter Bewertungseinheiten keine Drohverlustrückstellung zu bilden. Die Geschäfte werden in 2017, 2018 und 2019 fällig.

Darüber hinaus werden zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus geplanten Absatz- und Beschaffungsgeschäften in USD, GBP, AUD, CHF und CAD, Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit der abgesicherten Transaktionen wird ausgegangen, da es sich um routinemäßige Geschäfte handelt und die Absicherung deutlich unter dem geplanten Gesamtvolumen liegt. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten unterliegt darüber hinaus klar definierten Vorgaben.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.

Folgende Währungsgeschäfte bestanden per 31. Dezember 2017:

FX-Kauf

Devisentermingeschäfte Nominalwert
in T€
Devisentermingeschäfte mit positivem Zeitwert
in T€
Devisentermingeschäfte mit negativem Zeitwert
in T€
USD 6.826 0 90
Gesamtsumme 6.826 0 90

FX-Verkauf

Devisentermingeschäfte Nominalwert
in T€
Devisentermingeschäfte mit positivem Zeitwert
in T€
Devisentermingeschäfte mit negativem Zeitwert
in T€
USD 29.135 1.353 35
CAD 2.820 48 8
AUD 1.084 12 5
Gesamtsumme 33.039 1.413 48

Folgende Zinssicherungsgeschäfte bestanden per 31. Dezember 2017:

Jahr Finanzinstrumente Nominalwert
in T€
Marktwert
in T€
2017 Zinsswaps 50.000 -712

Bei den Zinsswaps (Basis 3-Monats-Euribor) handelt es sich um Zinssicherungen (Hedging) für langfristige, variabel verzinsliche Kredite, für die Bewertungseinheiten (Einfrierungs-

methode) gebildet wurden. Die Hedgingbeziehungen laufen bis maximal zum 3. Quartal 2023. Grundlage für die Marktwerte sind anerkannte "mark-to-market"-Bewertungen (z.B. Black-Scholes / Barwertberechnung).

Konzernbilanzgewinn

Der in den Konzernbilanzgewinn einbezogene Konzerngewinnvortrag ergibt sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung.

Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der vollkonsolidierten Tochterunternehmen beträgt insgesamt:

2017 2016
Angestellte 986 971
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.908 1.892
Gesamt 2.894 2.863

Anteilsliste und Veröffentlichung

Zur Aufstellung des Anteilsbesitzes siehe Anlage zum Anhang.

Mitglieder der Geschäftsführung und Aufwendungen für Organe

Der Geschäftsführung der heristo holding gmbh gehörte im Geschäftsjahr an:

 

Herr Heinrich W. Risken, Geschäftsführer der heristo holding gmbh, Bad Rothenfelde

 

Herr Oliver Risken, Geschäftsführer der heristo holding gmbh, Bad Rothenfelde

Auf die Darstellung der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Der Geschäftsführung wurden in 2017 keine Vorschüsse und Kredite gewährt.

Ergebnisverwendung

Der Bilanzgewinn des Mutterunternehmens von T€ 78.856, der sich aus dem Jahresüberschuss von T€ 24.274 und dem Gewinnvortrag von T€ 52.582 ergibt, soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres 2017 traten keine weiteren Ereignisse ein, die für die heristo-Gruppe von wesentlicher Bedeutung waren und zu einer veränderten Beurteilung der Lage des Konzerns geführt haben.

 

Bad Rothenfelde, den 16. April 2018

heristo holding gmbh, Bad Rothenfelde

Heinrich W. Risken, Geschäftsführer

Oliver Risken, Geschäftsführer

Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31. Dezember 2017

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2017
Zugang
Währungsumrechnung
Umbuchung
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.626.166,02 1.767.330,50 26.810,60 654.824,90
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.073.905,39 85.000,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 523.091,10 316.935,68 1.107,39 -540.981,17
  32.223.162,51 2.169.266,18 27.917,99 113.843,73
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 149.912.430,53 5.822.302,92 634.767,79 2.102.428,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 300.147.043,29 9.891.687,48 788.006,95 4.526.304,49
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.466.202,12 6.319.317,36 47.059,28 322.594,59
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.451.031,49 5.829.274,08 21.438,65 -7.065.170,94
  523.976.707,43 27.862.581,84 1.491.272,67 -113.843,73
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.766.679,29 687.399,68 0,00 530.000,00
2. Beteiligungen 10.505.171,96 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 450,00 0,00 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen 530.000,00 0,00 0,00 -530.000,00
  17.802.301,25 687.399,68 0,00 0,00
  574.002.171,19 30.719.247,70 1.519.190,66 0,00
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Konzernkreisveränderung
Abgänge
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.505.819,51 422,23 29.580.529,30
2. Geschäfts- oder Firmenwert 787.634,40 0,00 8.946.539,79
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 300.153,00
  4.293.453,91 422,23 38.827.222,09
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.450,00 13.278,44 158.486.100,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.604.530,10 2.922.055,33 317.035.516,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 258.302,58 1.577.016,11 66.836.459,82
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 71.440,00 2.148.991,61 9.159.021,67
  4.961.722,68 6.661.341,49 551.517.099,40
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -529.894,48 0,00 7.454.184,49
2. Beteiligungen 564.833,63 46.016,27 11.023.989,32
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 450,00
4. Geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
  34.939,15 46.016,27 18.478.623,81
  9.290.115,74 6.707.779,99 608.822.945,30
Abschreibungen
01.01.2017
Zuführung
Währungsumrechnung
Umbuchung
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.812.760,35 2.119.254,11 26.184,96 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.494.431,63 335.406,93 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  26.307.191,98 2.454.661,04 26.184,96 0,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 80.475.887,48 3.453.159,84 277.834,12 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 226.641.099,35 19.385.899,25 558.168,43 997,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 43.845.204,82 3.940.708,23 29.782,91 -997,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.115.422,89 0,00 0,00 0,00
  353.077.614,54 26.779.767,32 865.785,46 0,00
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.757.698,20 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 4.276.043,91 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
  6.033.742,11 0,00 0,00 0,00
  385.418.548,63 29.234.428,36 891.970,42 0,00
Abschreibungen
Konzernkreisveränderung
Zuschreibung
Abgänge
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.202,45 0,00 0,00 20.994.401,87
2. Geschäfts- oder Firmenwert -5.047,16 0,00 0,00 7.824.791,40
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  31.155,29 0,00 0,00 28.819.193,27
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.300,00 0,00 794,54 84.212.386,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 811.672,01 -26.833,00 2.065.971,09 245.305.032,45
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -53.634,55 0,00 1.496.721,37 46.264.342,54
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 2.115.422,89 0,00
  764.337,46 -26.833,00 5.678.909,89 375.781.761,89
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100,00 0,00 0,00 1.757.798,20
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 4.276.043,91
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
  100,00 0,00 0,00 6.033.842,11
  795.592,75 -26.833,00 5.678.909,89 410.634.797,27
Restbuchwerte
31.12.2017
31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.586.127,43 4.813.405,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.121.748,39 579.473,76
3. Geleistete Anzahlungen 300.153,00 523.091,10
  10.008.028,82 5.915.970,53
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 74.273.714,03 69.436.543,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 71.730.484,53 73.505.943,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.572.117,28 17.620.997,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.159.021,67 10.335.608,60
  175.735.337,51 170.899.092,89
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.696.386,29 5.008.981,09
2. Beteiligungen 6.747.945,41 6.229.128,05
3. Sonstige Ausleihungen 450,00 450,00
4. Geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen 0,00 530.000,00
  12.444.781,70 11.768.559,14
  198.188.148,03 188.583.622,56

Beteiligungsliste per 31. Dezember 2017

Konsolidierte verbundene Unternehmen
lfd. Nr. Name Gesellschafter Anteil
in %
1 heristo holding gmbh, Bad Rothenfelde        
2 heristo vermögensverwaltungs gmbh & co. kommanditgesellschaft, Bad Rothenfelde *1 1 100    
3 heristo aktiengesellschaft, Bad Rothenfelde *2, 4 1 100    
4 heristo land- und forstwirtschaft gmbh, Bad Rothenfelde *2, 4 1 100    
5 heristo real estate GmbH, Berg 1 100    
6 Planet Vegan GmbH, Bad Rothenfelde *2, 4 1 100    
7 Tofukind GmbH, Jena *2, 4 6 100    
8 Like Meat Holding GmbH, Wetschen 6 51    
9 Like Meat GmbH, Düsseldorf 8 100    
10 LMG GmbH, Düsseldorf 8 100    
11 Baltrumer Teestube GmbH, Bad Rothenfelde 1 100    
12 saturn petcare gmbh, Bremen *2, 4 3 100    
13 saturn petcare B.V., Hattem 12 100    
14 animonda petcare gmbh, Bad Rothenfelde *2, 4 12 100    
15 Günther Janßen Handels GmbH, Bad Rothenfelde *2, 4 12 100    
16 N-RUTAS GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal *1 12 94    
17 Westfälische Fleischwarenfabrik Stockmeyer GmbH, Sassenberg *2, 4 3 100    
18 ALVG Allgemeine Lebensmittel-Vertriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Sassenberg *2, 4 17 100    
19 Appel Feinkost GmbH & Co. KG, Cuxhaven *1, 4 3, 20 100    
20 Norda Fisch Feinkost GmbH, Cuxhaven *2, 4 19 100    
21 Hanse Feinkost GmbH, Cuxhaven *2, 4 19 100    
22 Exzellent Feinkost GmbH, Dresden *2, 4 19 100    
23 Buss Fertiggerichte GmbH, Ottersberg *2, 4 19 100    
24 STEAKMEISTER GmbH, Hamburg *2, 4 23 100    
25 YOUCOOK GmbH, Düsseldorf *2, 4 23 100    
26 miller conSup gesellschaft für import und export mbh, Hamburg 3 100    
27 conSup north america, Inc., Lincoln Park NJ, USA 26 100    
28 Balcerzak Sp. z o.o., Wroblow, Slawa, Polen 3 100    
29 conSup Polska Sp. z o.o., Wroblow, Slawa, Polen 28 100    
30 saturn petcare inc., Lincoln Park NJ, USA 3 100    
31 fine food alliance se, Bad Rothenfelde 3 100    
32 serv.it Gesellschaft für IT Services mbH, Sassenberg *2, 4 3 100    
33 serv.io gmbh, Bremen *2, 4 3 100    
34 heristo automotive gmbh, Bad Rothenfelde *2, 4 3 100    
35 heristo VG 3 GmbH, Bad Rothenfelde 3 100    
36 heristo VG 6 GmbH, Bad Rothenfelde 3 100    
37 heristo VG 7 GmbH, Bad Rothenfelde 3 100    
38 heristo VG 8 GmbH, Bad Rothenfelde 3 100    
39 conSup convenient supplies gmbh, Hamburg *2, 4 3 100    
40 Peter Paulsen Import-Export GmbH & Co. Handels KG, Hamburg *1 39, 41 100    
41 Peter Paulsen Verwaltungs GmbH, Hamburg 3 100    
42 conSup beef gmbH, Köln 39 100    
43 Meat 2000 Fleischhandelsgesellschaft mbH, Köln 42 100    
44 ABI Angus Beef Import GmbH, Köln 43 100    
45 Beef Argentina Import GmbH, Köln 43 100    
46 Paulsen Food Service GmbH, Hamburg 40 100    
47 hc food import gmbh, Hamburg 40 100    
nicht konsolidierte verbundene Unternehmen        
lfd. Nr. Name Gesellschafter Anteil
in %
   
48 conSup ferminco trading gmbh, Hamburg *4 3 100    
49 heristo science ag, Zürich *3 3 95    
50 Gasthaus Alte Schenke GmbH & Co. KG, Bad Rothenfelde 17, 51 100    
51 Alte Schenke Verwaltungs GmbH, Bad Rothenfelde 50 100    
Beteiligungen        
lfd. Nr. Name Gesellschafter Anteil
in %
Eigenkapital der Gesellschaft
in T€
Ergebnis
in T€
52 VFG-Labor GmbH in Liquidation, Versmold 17 20 7 -120
53 ODB Projektionstechnik GmbH, Osnabrück *3 1 49 153 -44

*1 Die Gesellschaft ist gemäß § 264b HGB von Ihrer Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Personengesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen.

*2 Die Gesellschaft ist gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Pflicht zur Erstellung eines Jahresabschlusses und eines Lageberichtes nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften, sowie deren Prüfung und Offenlegung befreit.

*3 Das Eigenkapital und das Ergebnis der Gesellschaft basiert auf dem Jahresabschluss zum 31.12.2016.

*4 Bei der Gesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag (EAV) bzw. eine Verlustübernahmeerklärung.

Die Beteiligungsliste enthält, bis auf 3 Gesellschaften, über die wegen sonst der Gesellschaft drohender erheblicher Nachteile gem. § 313 Abs. 3 S. 1 HGB keine Angaben gemacht werden, 51 verbundene Unternehmen und 2 Beteiligungen.

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2017

01.01.2017 bis 31.12.2017
T€
01.01.2016 bis 31.12.2016
T€
1. Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 34.531 32.515
2. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 29.242 26.436
3. Zunahme der Rückstellungen 2.580 5.178
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 6.587 12
5. Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.083 -6.111
6. Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -26.969 3.041
7. Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 101 -193
8. Zinsaufwendungen/Zinserträge 2.979 3.354
9. Sonstige Beteiligungserträge -1.373 -1.454
10. Ertragsteueraufwand/-ertrag 15.232 15.806
11. Ertragsteuerzahlungen -13.767 -16.596
12. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 50.226 61.988
13. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 2
14. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2.283 -2.443
15. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 881 12.116
16. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -27.749 -37.308
17. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 46 0
18. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -625 -830
19. Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 12.551 0
20. Erhaltene Zinsen 41 43
21. Erhaltene Dividenden 28 1.053
22. Cashflow aus Investitionstätigkeit -17.110 -27.367
23. Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 0 17.500
24. Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -10.000 -17.708
25. Gezahlte Zinsen -1.432 -2.039
26. Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -14.000 -10.000
27. Ein-/Auszahlungen aus der Tilgung von Gesellschafterdarlehen 2.231 -12.100
28. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -23.201 -24.347
29. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 9.915 10.274
30. Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 8 36
31. Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -4.837 121
32. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 31.741 21.310
33. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 36.827 31.741

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den in der Bilanz ausgewiesenen Kassenbeständen, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks in Höhe von T€ 37.183 (Vorjahr T€ 31.821) sowie jederzeit fälligen Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von -T€ 356 (Vorjahr -T€ 80) zusammen.

Konzerneigenkapitalspiegel für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

Eigenkapital des Mutterunternehmens
gezeichnetes Kapital
gez. Kapital Eigene Anteile Summe
Stand am 31.12.2016 5.000 1.469 3.531
Konzernjahresüberschuss 2016 0 0 0
Kapitalerhöhung 0 0 0
Einstellung in Rücklagen 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 2017 0 0 0
Stand am 31.12.2017 5.000 1.469 3.531
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Summe
nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB satzungsmäßige Rücklage andere Gewinnrücklagen Summe
Stand am 31.12.2016 5.600 10.325 144.394 154.719 160.319
Konzernjahresüberschuss 2016 0 0 0 0 0
Kapitalerhöhung 0 0 0 0 0
Einstellung in Rücklagen 0 0 18.350 18.350 18.350
Ausschüttung 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 6.219 6.219 6.219
Konzernjahresüberschuss 2017 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2017 5.600 10.325 168.963 179.288 184.888
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag Konzernjahresüberschuss , der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
Stand am 31.12.2016 -1.653 17.040 32.590 47.977
Konzernjahresüberschuss 2016 0 32.590 -32.590 0
Kapitalerhöhung 0 0 0 0
Einstellung in Rücklagen 0 -18.350 0 -18.350
Ausschüttung 0 -14.000 0 -14.000
Währungsumrechnung 779 0 0 779
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 2017 0 0 35.594 35.594
Stand am 31.12.2017 -874 17.280 35.594 52.000
nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital Summe
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste Summe
Stand am 31.12.2016 1.691 -75 1.616 213.443
Konzernjahresüberschuss 2016 -75 75 0 0
Kapitalerhöhung 0 0 0 0
Einstellung in Rücklagen 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 -14.000
Währungsumrechnung 0 0 0 779
Änderung des Konsolidierungskreises 3.369 0 3.369 9.588
Konzernjahresüberschuss 2017 0 -1.063 -1.063 34.531
Stand am 31.12.2017 4.985 -1.063 3.922 244.341

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die heristo holding gmbh, Bad Rothenfelde

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der heristo holding gmbh, Bad Rothenfelde, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 17. April 2018

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Georg Stegemann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Melanie Wedi, Wirtschaftsprüferin

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde am 16. Mai 2018 gebilligt.

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