Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 74433
Eingetragen
7.3.2005
Branche
Personenbeförderung im Linienverkehr auf der StraßeBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenPersonenbeförderung im Gelegenheitsverkehr auf der Straße
Gegenstand
Personenbeförderung mit Kraftfahrzeugen - im Linienverkehr einschließlich des freigestellten Verkehrs, - im Gelegenheitsverkehr.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tobias Beckers
seit 8.3.2023
Geschäftsführer
Johann Diel
seit 22.12.2021
Prokura
Ina Nicolai
seit 23.1.2019
Prokura
Stefan Schulz
seit 23.5.2012
Prokura
Carsten Hessler
seit 13.12.2011
Prokura
Jochen Fink
seit 13.12.2011
Prokura
Peter Runge
seit 28.9.2010
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Land Hessen
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HLB Hessenbus GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Rechtliche und Wirtschaftliche Grundlagen, Marktbedingungen

Die HLB Hessenbus GmbH wurde im Rahmen einer angepassten Konzernstruktur am 08.12.2004 gegründet und ist eine 100 %-Beteiligung der Konzernmutter Hessische Landesbahn GmbH. In der operativ am Markt tätigen Gesellschaft sind alle unmittelbaren Aktivitäten, die mit der Erbringung von Busverkehrsdienstleistungen im Zusammenhang stehen, konzentriert. Seit 2008 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Hessische Landesbahn GmbH. Die HLB Basis AG als Infrastrukturgesellschaft stellt der HLB Hessenbus GmbH Omnibusse und Werkstattleistungen und das (Alt-)Personal zu marktfähigen Konditionen im Rahmen von Leistungsverträgen zur Verfügung.

Das Land Hessen setzt im Buspersonennahverkehr weiterhin auf einen umfassenden und europaweiten Ausschreibungswettbewerb. Die Betriebsleistung im Jahr 2023 liegt mit rd. 7,5 Mio. Wagenkilometer (Wkm) um 0,14 Mio. Wkm leicht unter dem Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2023 konnte das Unternehmen den europaweiten Vergabewettbewerb der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft für das Linienbündel "MTK-West" gewinnen.

Die Laufzeit des Verkehrsvertrages ist vom 01.01.2024 bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2030. Die Leistung wird vom Betriebsstandort Hofheim erbracht und hat ein jährliches Leistungsvolumen von 1,82 Wkm. Um den Betrieb sicher zu stellen, hat die HLB Hessenbus GmbH Ausschreibungen von Subunternehmerleistungen als auch für die Beschaffung von Omnibussen einschließlich eines Full-Servicevertrages durchgeführt.

Ab der 2. Jahreshälfte in 2023 hat die HLB Hessenbus GmbH als Subunternehmer bereits Verkehrsdienstleistungen im Los "MTK-West" erbracht.

Die HLB Hessenbus GmbH hat mit Beginn des Fahrplanjahres 2017 die Verkehrsleistungen im Bündel "MTK-Süd" der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft (MTV) gewonnen. Außerdem hat die Gesellschaft zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 den Zuschlag für die Leistungen im Hochtaunuskreis durch den Aufgabenträger Verkehrsverband Hochtaunus (VHT) mit den Linienbündeln "HTK-Mitte" und "HTK-Nord" erhalten. Insgesamt beträgt im Geschäftsjahr 2023 die Betriebsleistung am Standort Hofheim für diese Verkehrsleistungen rd. 5,2 Mio. Wkm. Die hier genannten Verträge haben jeweils eine Laufzeit bis Dezember 2024. Von beiden Aufgabenträgern wurde die vertraglich vereinbarte Vertragsverlängerungsoption von zwei Jahren gezogen.

Am Betriebsstandort Kassel/Naumburg wird eine Leistung von aktuell 1,2 Mio. Wkm erbracht. Für die unten aufgeführten Leistungen hatte das Unternehmen nach der europaweiten Ausschreibung den Zuschlag zum Jahresfahrplanwechsel am 13.12.2020 für einen Zeitraum von 10 Jahren bis Dezember 2030 erhalten.

Leistungen:

Linie 51: Wilhelmshöhe - Baunatal

Linie 52: Schauenburg - Kassel - Niestetal und

Linie 55: Schauenburg - Bad Emstal - Schauenburg - Kassel

Am Betriebsstandort Butzbach wurde nur das Vergabelos 2 Butzbach bedient. Im Jahr 2023 lag die erbrachte Betriebsdienstleistung unverändert bei rd. 1,2 Mio. Wkm. Die Folgeausschreibung für dieses Vertragslos konnte nicht erfolgreich gestaltet werden. Die in diesem Los eingesetzten Busse wurden dem Standort Hofheim für den Einsatz in den Losen der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft bzw. dem Verkehrsverbund Hochtaunus zur Verfügung gestellt. Für die Mitarbeiter wurde ein Interessenausgleich/ Sozialplan abgeschlossen. Allen Mitarbeitern wurden Arbeitsplätze angeboten, so dass auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden konnte. Im Rahmen des Abschlusses wurden für schwerbeschädigte Mitarbeiter Abfindungen von insgesamt 68,0 TEUR vereinbart. Sonstige Stilllegungskosten sind nicht angefallen.

Die von der HLB Hessenbus GmbH durchgeführten Verkehre stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

Betriebsstandort Butzbach:

Vergabelos 2 - "Butzbach"; Vertragslaufzeit bis Dezember 2023

Betriebsstandort Kassel/Naumburg:

Linienbündel 105 - Los 1 "Kasseler Becken"; Vertragslaufzeit ab 13.12.2020 bis Dezember 2030

Betriebsstandort Hofheim:

Linienbündel "MTK-Süd" mit einer Vertragslaufzeit vom 11.12.2016 bis Dezember 2026

Linienbündel "HTK-Mitte" im Verkehrsgebiet des Hochtaunuskreises mit einer Vertragslaufzeit vom 11.12.2016 bis Dezember 2026

Linienbündel "HTK-Nord" im Verkehrsgebiet des Hochtaunuskreises mit einer Vertragslaufzeit vom 11.12.2016 bis Dezember 2026

Schienenersatzverkehrsleistungen im Auftrag verschiedener Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) je nach Anforderungen durch die EVU.

Die Gesellschaft hat mit der MTV am 21.07.2021 einen Projektvertrag zur Ertüchtigung des Betriebshofes Hofheim für die Nutzung durch Elektrobusse abgeschlossen. Der Vertrag beinhaltet auch die Beschaffung und den Einsatz von drei E-Bussen.

Geschäftsverlauf 2023

Der Geschäftsverlauf ist maßgeblich geprägt durch gestiegene Umsatzerlöse aus den Regel- und Schienenersatzverkehren. Entsprechend sind die Aufwendungen für Subunternehmerleistungen und Personalgestellungen gestiegen. Zusätzlich sind die Personalkosten durch Tarifsteigerungen und die Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie signifikant gestiegen.

Im Berichtsjahr erhöhen sich die Umsatzerlöse um insgesamt 2,54 Mio. € auf 29,14 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf erbrachte Zusatzleistungen, zum einen für On-Demand-Verkehre im Bus-Los "MTK-Süd" und zum anderen für Subunternehmerleistungen im Bus-Los "MTK-West" zurückzuführen. Darüber hinaus liegen die Umsätze aus Schienenersatzverkehren deutlich über dem Vorjahreswerten. Dies ist zum einen durch den Schienenersatzverkehr auf der Taunusbahn durch den Ausfall von Wasserstoffzügen und zum anderen durch Busnotverkehre und hier insbesondere Busnotverkehre wegen nichtbesetzter Stellwerke begründet.

Die Umsatzerlöse waren zudem durch die zeitversetzte Preisgleitklauseln in einzelnen Verkehrsverträgen gegenüber Vorjahr positiv beeinflusst.

Die sonstigen betrieblichen Erträge steigen leicht aufgrund der Auflösung von Rückstellungen Zudem sind in dieser Position Erträge aus der zeitanteiligen Auflösung von Zuschüssen im Rahmen einer Projektvereinbarung sowie Unfallabrechnungen (Schadensersatzleistungen) enthalten.

Demnach beträgt die Gesamtleistung für das Geschäftsjahr 2023 29,95 Mio. € gegenüber 27,40 Mio. € im Vorjahr.

Im Berichtsjahr steigen die Betriebsaufwendungen um 2,59 Mio. € auf insgesamt 30,65 Mio. €.

Der Materialaufwand liegt mit 15,81 Mio. € um 0,96 Mio. € über dem Vorjahreswert. Als größte Posten sind Subunternehmervergütungen, Leistungsverrechnungen mit verbundenen Unternehmen, Omnibusmieten, Treibstoffaufwendungen und sonstige bezogene Leistungen ausgewiesen. Die deutlich gestiegenen Aufwendungen gegenüber dem Referenzzeitraum begründen sich hauptsächlich durch Subunternehmervergütungen, Omnibusmieten sowie Leistungsverrechnungen mit verbundenen Unternehmen aufgrund der gestiegenen Verkehrsleistungen in den Regel- als auch in den Schienenersatzverkehren.

Im Geschäftsjahr 2023 ist ein Personalaufwand in Höhe von 10,33 Mio. € (i.V. 9,42 Mio. €) zu verzeichnen. Dies ist im Wesentlichen durch die Auszahlung einer Inflationsausgleichsprämie von 2 T€ pro Mitarbeiter sowie der Erhöhung der Stundenentgelte um 4,2% ab Oktober 2023 begründet. Darüber hinaus sind in 2023 Aufwendungen für einen Interessensausleich sowie Sozialplan aufgrund des Wegfalls der Verkehrsleistung am Standort Butzbach angefallen.

Der Aufwand für Abschreibungen steigt leicht auf 2,07 Mio. € gegenüber 2,04 Mio. € im Geschäftsjahr 2022.

Die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zusammengefassten Positionen steigen um 0,68 Mio. € auf insgesamt 2,44 Mio. €. Hier wirken insbesondere die abgerechneten Umlagen mit dem Versicherungsverband (VVDE), da die versicherungstechnischen Rückstellungen im Geschäftsjahr 2023 angestiegen sind. Außerdem handelt es sich vorrangig um Unfallentschädigungen, Vertriebskosten, Aufwendungen für bauliche Anlagen, Einsatz und Pflege von Softwarekomponenten, Marketingkosten, Rechts- und Beratungskosten, Mieten für Busabstellplätze, Umlagen für die Geschäftsführungskosten der Muttergesellschaft sowie um Personalnebenkosten.

Demnach ist ein negatives Betriebsergebnis in Höhe von -0,70 Mio. € (i.V. -0,66 Mio. €) auszuweisen. Das Finanzergebnis von -0,17 Mio. € (i.V. -0,07 Mio. €) resultiert im Berichtsjahr aus höheren Zinsaufwendungen im Rahmen des Cash-Poolings mit der Muttergesellschaft HLB GmbH.

Für das Geschäftsjahr 2023 ist demnach unter Berücksichtigung der sonstigen Steuern ein von der Muttergesellschaft zu übernehmender Jahresfehlbetrag in Höhe von -0,87 Mio. € gegenüber -0,73 Mio. € im Vorjahr auszuweisen.

Vermögens- und Finanzlage

Eigentümer der Gesellschaft ist zu 100 % die Hessische Landesbahn GmbH, Frankfurt am Main.

Im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich die Bilanzsumme um 0,87 Mio. € auf 19,54 Mio. €. Das Anlagevermögen ist mit 12,80 Mio. € (i.V. 14,05 Mio. €) bilanziert und umfasst damit 65,5 % (i.V. 75,3 %) der Bilanzsumme.

Das Umlaufvermögen liegt mit 6,72 Mio. € um 2,11 Mio. € über dem Vorjahreswert. Davon entfallen auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusammen 2,03 Mio. € (i.V. 1,84 Mio. €). Diese beinhalten überwiegend Forderungen an Verkehrsverbünde und Verkehrsgesellschaften aus der Abrechnung der Busbetriebsleistungen. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 3,85 Mio. € (i.V. 2,05 Mio. €) handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegenüber der HLB Hessenbahn GmbH aufgrund erbrachter Schienenersatzverkehre. Die auf 0,60 Mio. € (i.V. 0,39 Mio. €) gestiegenen sonstigen Vermögensgegenstände resultieren größtenteils aus Rückerstattungsansprüchen aus der Umlagenabrechnung mit dem VVDE sowie aus Mineralölsteuerrückerstattungsansprüchen. Auf die Vorräte entfallen 0,19 Mio. € (i.V. 0,24 Mio. €). Die liquiden Mittel betragen 0,05 Mio. € (i.V. 0,09 Mio. €).

Als Eigenkapital, das neben dem gezeichneten Kapital (0,03 Mio. €), die Kapitalrücklage (2,0 Mio. €) und den Gewinnvortrag von 0,21 Mio. € enthält, werden im Berichtsjahr unverändert 2,24 Mio. € ausgewiesen; damit verzeichnet das Eigenkapital durch die Erhöhung der Bilanzsumme einen Anteil von 11,4 % (i.V. 11,9 %) der Bilanzsumme.

Der im Jahr 2021 gebildete Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen in Höhe von 1,60 Mio. € resultiert fast ausschließlich aus einer Projektvereinbarung im Zusammenhang mit der Beschaffung, dem Betrieb von Omnibussen mit Elektroantrieb und der Erweiterung des Betriebshofes Hofheim mit Ladeinfrastruktur.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sinken um 2,25 Mio. € auf 5,01 Mio. € aufgrund von Tilgungen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 8,07 Mio. € (i.V. 4,27 Mio. €) bestehen größtenteils gegenüber der Schwestergesellschaft HLB Basis AG sowie der Muttergesellschaft Hessische Landesbahn GmbH. Die kurzfristigen Rückstellungen betragen 1,09 Mio. € (i.V. 1,32 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2023 sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 1,23 Mio. € (i.V. 1,52 Mio. €) ausgewiesen, außerdem sind sonstige Verbindlichkeiten von 0,29 Mio. € (i.V. 0,26 Mio. €) bilanziert.

Per 31.12.2023 beträgt der Finanzmittelbestand 0,05 Mio. €. Aufgrund des im Konzern angewendeten Cash Pooling ist die Liquidität der Gesellschaft gesichert.

Die Gesellschaft investierte in das Sachanlagevermögen im Rahmen der Ertüchtigung des Betriebshofes Hofheim für die Nutzung von Elektrobussen.

Chancen- und Risikobericht

Den Umsatzerlösen der Gesellschaft liegen zum einen die jeweiligen Verkehrsverträge mit den entsprechenden Vertragslaufzeiten der Aufgabenträgerorganisationen und zum anderen die Umsätze aus den Schienenersatzverkehren und dem Projektvertrag zum Einsatz der E-Busse zu Grunde.

Mit Gewinn der Ausschreibung des Bündels "MTK-West" wird sich die Ertragssituation des Unternehmens voraussichtlich verbessern.

Mit dem Projekt gemeinsam mit der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft (MTV) über den Einsatz von Elektro-Bussen und der Ertüchtigung der Infrastruktur am Standort Hofheim (Ladeeinrichtungen, Werkstattausstattung) für den Einsatz solcher Busse hat das Unternehmen einen wichtigen Schritt in Richtung Elektromobilität getan. Dies bildet die Grundlage für den Ausbau dieser Aktivitäten, was sowohl die Errichtung der Infrastrukturen auch an den anderen Busstandorten angeht, die Erweiterung am Standort Hofheim sowie den Einsatz weiterer E-Busse an allen Standorten. Aus dieser Entwicklung heraus verspricht sich die Gesellschaft zum einen bessere Chancen im Ausschreibungswettbewerb von Verkehrsleistungen aber auch über das Schwesterunternehmen der HLB Basis AG in einem möglicherweise neuen Segment, der Vorhaltung von Ladeinfrastrukturen für Dritte.

Für die HLB Hessenbus GmbH werden nachfolgende Risiken definiert:

Mittelfristig besteht ein Risiko hinsichtlich der Leistungsvergütungen im Zusammenhang mit der Anwendung des Hessenindex als Teilkompensation für die Personalkostensteigerungen. Der daraus resultierende Umsatz ist nach jetzigem Stand nur bis zum Jahr 2024 gesichert; demnach sind in den Folgejahren die aus den Tarifabschlüssen resultierenden Mehraufwendungen zum Teil nicht gedeckt und wirken negativ auf die Ergebnisentwicklung.

Wie bereits die vergangenen Tarifabschlüsse gezeigt haben, muss auch zukünftig bei Neuabschlüssen der Tarifverträge mit Bestandteilen gerechnet werden, die zu erheblichen Mehrkosten führen und sich damit negativ auf die Ertragslage des Unternehmens auswirken. Dies zeigen auch die derzeitigen Forderungen der Gewerkschaften für andere Berufsgruppen im Verkehrsgewerbe.

Bei den HLB-Konzernunternehmen wirkt zunehmend der demografische Wandel infolge dessen in nahezu allen Berufsgruppen ein Fachkräftemangel zu verzeichnen ist, der teilweise zu massiven Einschränkungen bei der Verfügbarkeit von Personal führt.

Hinsichtlich der Bezugspreise für Dieselkraftstoff ist anzumerken, dass Erhöhungen von den Gleitklauseln in den Verkehrsverträgen nur zum Teil abgedeckt werden. Zudem werden die Preisanpassungen jedoch nicht überall zeitgenau realisiert. Dieser Sachverhalt kann sich auf die unterjährige Liquidität der Gesellschaft negativ auswirken. Ebenso wirkt sich dies negativ auf die Ertragssituation in den Jahren aus in dem die Bezugspreise steigen, aber die Anpassung der Preisgleitung erst nachwirkt.

Hinzu kommt, dass die drastisch gestiegenen und weiter steigenden Beschaffungskosten für Material, Ersatzteile und Dienstleistungen nicht durch Preisgleitklauseln erfasst sind und die in den Kalkulationen im Ausschreibungswettbewerb eingepreisten Kostensteigerungen bei weitem nicht ausreichend sind. Dies wirkt sich sowohl auf die Ertrags- als auch auf die Liquiditätslage der Gesellschaft negativ aus.

Weiterhin bestehen Risiken in der Materialwirtschaft aufgrund von Lieferengpässen.

Prognosebericht

Positiv auf die Ertragslage der Gesellschaft wirken die Umsatzanteile aus der Anwendung des "Hessenindex" als Teilkompensation für die Personalkostensteigerungen sowie die Umsätze aus der Durchführung von Schienenersatzverkehren. Laut Investitionsplan sind im Jahr 2024 die Beschaffung von 3 gebrauchten Gelenk-Bussen und 4 gebrauchten Dienst-PKWs vorgesehen.

Die für das Geschäftsjahr 2024 im Wirtschaftsplan prognostizierte Verlustübernahme der Muttergesellschaft resultiert im Wesentlichen aus den Verkehren im Hochtaunuskreis, da die Möglichkeiten einer nachhaltigen Anpassung der Wirtschaftlichkeit strukturell kaum gegeben sind. Positiv auf die Ertragslage wird sich das zum 01.01.2024 neu hinzugewonnene Los "MTK-West" auswirken.

Die HLB Hessenbus GmbH wird sich weiterhin an Ausschreibungen beteiligen und dabei wirtschaftlich vertretbare Angebote abgeben. Allerdings ist weiterhin ein extrem harter Wettbewerb festzustellen, der unter Berücksichtigung der tariflichen Gehaltsstrukturen dazu führt, dass es dem Unternehmen bei diesen Rahmenbedingungen schwer fällt konkurrenzfähige Angebote zu unterbreiten und im Wettbewerb zu bestehen.

Das Unternehmen beabsichtigt des Weiteren seine Aktivitäten im Bereich des Einsatzes von E-Bussen und der Errichtung von Ladeinfrastrukturen zu verstärken.

 

Frankfurt am Main, 15. April 2024

HLB Hessenbus GmbH HLB Hessenbus GmbH

Veit Salzmann, Geschäftsführer

Tobias Beckers, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

HLB HESSENBUS GMBH, FRANKFURT AM MAIN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 12.798.594,45 14.052.359,84
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.171,00 8,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.171,00 8,00
II. Sachanlagen 12.794.423,45 14.052.351,84
1. Fahrzeuge für den Personenverkehr 11.649.317,92 12.925.592,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 201.473,00 298.143,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 943.632,53 828.616,84
B. UMLAUFVERMÖGEN 6.715.116,36 4.607.390,57
I. Vorräte 190.073,52 243.449,28
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 190.073,52 243.449,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.476.380,38 4.272.505,20
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.025.226,62 1.836.354,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.847.950,44 2.050.058,09
3. sonstige Vermögensgegenstände 603.203,32 386.092,23
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 48.662,46 91.436,09
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 23.218,95 5.000,00
19.536.929,76 18.664.750,41

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 2.235.605,18 2.235.605,18
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.000.000,00 2.000.000,00
III. Gewinnvortrag 210.605,18 210.605,18
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 1.604.175,00 1.793.145,00
C. RÜCKSTELLUNGEN 1.093.674,00 1.321.267,00
1. sonstige Rückstellungen 1.093.674,00 1.321.267,00
D. VERBINDLICHKEITEN 14.603.475,58 13.314.733,23
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.009.382,83 7.259.938,47
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.662.358,85 (Vorjahr: EUR 2.250.555,57)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 3.347.023,98 (Vorjahr: EUR 5.009.382,90)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.233.435,92 1.522.817,32
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.233.435,92 (Vorjahr: EUR 1.522.817,32)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.071.737,46 4.272.913,73
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 8.071.737,46 (Vorjahr: EUR 4.272.913,73)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
4. sonstige Verbindlichkeiten 288.919,37 259.063,71
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 288.919,37 (Vorjahr: EUR 259.063,71)
- davon aus Steuern: EUR 237.064,06 (Vorjahr: EUR 64.936,00)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
19.536.929,76 18.664.750,41

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 29.142.148,04 26.605.753,95
2. sonstige betriebliche Erträge 812.226,84 798.461,20
3. Materialaufwand -15.812.714,16 -14.850.564,04
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -3.362.831,47 -3.951.986,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -12.449.882,69 -10.898.578,04
4. Personalaufwand -10.327.436,35 -9.421.767,72
a) Löhne und Gehälter -8.440.284,71 -7.678.359,88
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.887.151,64 -1.743.407,84
- davon für Altersversorgung: EUR 133.456,87 (Vorjahr: EUR 100.893,53)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.074.376,60 -2.035.351,50
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.436.971,12 -1.755.910,46
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 44.968,00 17.960,00
- davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 44.968,00 (Vorjahr: EUR 17.960,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -216.782,59 -87.889,54
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 157.339,28 (Vorjahr: EUR 0,00)
- davon Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 40,00 (Vorjahr: EUR 3.565,00)
9. Ergebnis nach Steuern -868.937,94 -729.308,11
10. sonstige Steuern -1.948,00 -1.943,00
11. Erträge aus Verlustübernahme 870.885,94 731.251,11
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

HLB HESSENBUS GMBH, FRANKFURT AM MAIN

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die HLB Hessenbus GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist im Handelsregister Frankfurt am Main unter der Nr. HR B 74433 eingetragen.

Der Jahresabschluss wird gemäß § 12 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrags entsprechend den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften sowie unter Beachtung der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach § 266 HGB. Die Bilanz wurde entsprechend § 265 Abs. 5 HGB auf der Passivseite um den Posten "Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen" ergänzt. Im Anlagevermögen wird die Gliederung des Jahresabschlusses nach den für Verkehrsunternehmen geltenden Vorschriften (Verordnung vom 27. Februar 1968, BGBl. I 1968, S. 193, zuletzt geändert durch Artikel 8 Absatz 11 des Gesetzes vom 17. Juli 2015, BGBl. I, S. 1245) vorgenommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Die Vorschriften des § 277 HGB wurden beachtet. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wird in Anwendung von § 265 Abs. 5 HGB um den Posten "Erträge aus Verlustübernahme" ergänzt.

Von der Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 2 HGB wird Gebrauch gemacht

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, angesetzt (fortgeführte Anschaffungs- und Herstellungskosten). Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB.

Die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen werden zeitanteilig nach der linearen Methode vorgenommen; ihnen liegen die nach § 253 HGB bemessenen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde, welche sich an den steuerlichen Abschreibungstabellen orientieren. Sofern bei den Anlagengegenständen zum Abschlussstichtag von einer dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Bis zur Fertigstellung und Aktivierung werden keine Abschreibungen erfasst.

Fremdkapitalzinsen wurden in den Anschaffungs- und Herstellungskosten nicht berücksichtigt.

Die Investitionszuschüsse werden ohne Absetzung vom Vermögensgegenstand auf der Passivseite in einem Sonderposten ausgewiesen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Betrag zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 netto werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG als geringwertige Wirtschaftsgüter aktiviert und im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die Vorräte sind in Höhe der Anschaffungskosten bilanziert. Den Bewertungsrisiken, welche sich aus der Lagerhaltung und -dauer sowie verminderter Verwertbarkeit ergeben, wird, sofern erforderlich, durch Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel sind zum Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken werden durch angemessene Einzelwertberichtigungen, sonstigen Risiken werden durch eine pauschale Wertberichtigung berücksichtigt.

Die liquiden Mittel wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Rückstellungen sind nach vernünftigem kaufmännischem Ermessen gebildet worden und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

3. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der Anlage zum Anhang.

Bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 3.847,9 handelt es sich in Höhe von TEUR 2.376,5 um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und zum anderen um Forderungen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 600,5 sowie in Höhe von TEUR 870,9 um die Forderung aus der Verlustübernahme für das Geschäftsjahr 2023.

In der Position sind Forderungen an die Gesellschafterin Hessische Landesbahn GmbH in Höhe von insgesamt TEUR 1.471,4 enthalten.

Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 25,0 ist vollständig eingezahlt.

Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 2.000,0 wurde gemäß § 272 Abs. 2 Satz 4 HGB von der Gesellschafterin eingelegt.

Für Versicherungsbeiträge (VVDE), rückständige Urlaubs- und Überstundenverpflichtungen, Jahresabschlusskosten, für Archivierungsverpflichtungen und ausstehende Rechnungen sind sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.093,7 gebildet worden.

Als Sonderposten werden erhaltene Zuschüsse ausgewiesen. Sie werden über die Laufzeit der bezuschussten Vermögensgegenstände zeitanteilig aufgelöst.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 8.071,7 handelt es sich in Höhe von TEUR 2.341,6 um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 5.730,1 um Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool.

Die Position enthält Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Hessische Landesbahn GmbH in Höhe von TEUR 5.909,4.

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt (Vorjahresangaben sind kursiv dargestellt):

Restlaufzeiten
Gsamtbetrag
TEUR
bis zu 1 Jahr
TEUR
mehr als 1 Jahr
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.009,4 1.662,4 3.347,0 1.126,0
(7.259,9) (2.250,5) (5.009,4) (1.689,1)
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 1.233,4 1.233,4 0,00 0,00
(1.522,8) (1.522,8) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.071,7 8.071,7 0,00 0,00
(4.272,9) (4.272,9) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 288,9 288,9 0,00 0,00
(259,1) (259,1) (0,00) (0,00)
14.603,4 11.256,4 3.347,0 1.126,0
(13.314,7) (8.305,3) (5.009,4) (1.689,1)

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse enthalten Erlöse aus der Erbringung der Verkehrsleistungen sowie Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an verbundene Unternehmen sowie Dritten.

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus der Auflösung von Sonderposten und Erträge aus Schadenersatzleistungen. Betriebsfremde Erträge enthalten mit TEUR 32,4 Gutschriften aus dem THG-Handel für die Anschaffung von Elektrofahrzeugen.

Beim Materialaufwand werden in erster Linie Treibstoffkosten und die von der HLB Basis AG bezogenen Leistungen sowie Vergütungen an Subunternehmer ausgewiesen.

Die Abschreibungen wurden planmäßig vorgenommen und betragen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 2.074,4.

Als sonstige betriebliche Aufwendungen werden im Wesentlichen Aufwendungen aus Miet- und Pachtverträgen, Versicherungsbeiträge, Wartungskosten für Hard- und Software, Werbe- und Marketingaufwendungen ausgewiesen.

5. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGB und sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden am Abschlussstichtag nicht.

Der Konzernabschluss wird von der Hessische Landesbahn GmbH, 60329 Frankfurt am Main aufgestellt. Die Hinterlegung wird beim Handelsregister Frankfurt am Main unter der Register-Nr. HR B 25 444 vorgenommen.

Mit der Muttergesellschaft Hessische Landesbahn GmbH besteht zudem seit 2008 ein Ergebnisabführungsvertrag.

Die Darstellung des Honorars der Abschlussprüfer erfolgt im Konzernanhang der Hessische Landesbahn GmbH.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen beträgt:

Vollzeitmitarbeiter 189
Teilzeitmitarbeiter 16
Aushilfen 28
Gesamt 233

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Herr Dipl.-Ing. Veit Salzmann, Siegen.

Herr Dipl.-Ing. Tobias Beckers, Hofheim am Taunus.

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Geschäftsführer sind hauptberuflich als Geschäftsführer der Hessische Landesbahn GmbH, Frankfurt am Main, tätig. Sie erhalten keine Bezüge von der Gesellschaft.

 

Frankfurt am Main, den 15. April 2024

Geschäftsführer HLB Hessenbus GmbH Veit Salzmann

Geschäftsführer HLB Hessenbus GmbH Tobias Beckers

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 128.606,97 5.171,49 0,00 0,00 133.778,46
128.606,97 5.171,49 0,00 0,00 133.778,46
II. SACHANLAGEN
1. Fahrzeuge für den Personenverkehr 20.612.233,44 11.000,00 838.946,92 442.783,94 21.019.396,42
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.320.377,02 49.541,11 0,00 7.473,96 1.362.444,17
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 828.616,84 953.962,61 -838.946,92 0,00 943.632,53
22.761.227,30 1.014.503,72 0,00 450.257,90 23.325.473,12
FINANZANLAGEN
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
22.889.834,27 1.019.675,21 0,00 450.257,90 23.459.251,58
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zuführungen
EUR
Auflösungen
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 128.598,97 1.008,49 0,00 129.607,46
128.598,97 1.008,49 0,00 129.607,46
II. SACHANLAGEN
1. Fahrzeuge für den Personenverkehr 7.686.641,44 1.927.159,00 243.721,94 9.370.078,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.022.234,02 146.209,11 7.471,96 1.160.971,17
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
8.708.875,46 2.073.368,11 251.193,90 10.531.049,67
FINANZANLAGEN
0,00 0,00 0,00 0,00
8.837.474,43 2.074.376,60 251.193,90 10.660.657,13
RESTBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.171,00 8,00
4.171,00 8,00
II. SACHANLAGEN
1. Fahrzeuge für den Personenverkehr 11.649.317,92 12.925.592,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 201.473,00 298.143,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 943.632,53 828.616,84
12.794.423,45 14.052.351,84
FINANZANLAGEN
0,00 0,00
12.798.594,45 14.052.359,84

ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG

Die Gesellschaft ist durch einen Ergebnisabführungsvertrag seit dem 01.01.2008 mit der Hessische Landesbahn GmbH verbunden.

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13. Mai 2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HLB Hessenbus GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HLB Hessenbus GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HLB Hessenbus GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kassel, den 23. April 2024

HTW Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Thomas Olbrich, Wirtschaftsprüfer

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