Ritzenhoff AGLiquidiert

34431 Marsberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Arnsberg HRB 2169
Vorher
RC Ritzenhoff Cristal Aktiengesellschaft
Eingetragen
5.5.1999
Branche
Großhandel mit keramischen Erzeugnissen und GlaswarenHerstellung von Trinkgläsern und anderen Haushaltswaren aus Glas a. n. g.Herstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus Glas
Gegenstand
Die Herstellung, die Bearbeitung und der Vertrieb von Glasartikeln aller Art sowie der Handel mit Erzeugnissen aus Glas und Porzellan.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sören Quent
seit 12.7.2024
Vorstandsmitglied
Oliver Lütgen
seit 18.10.2023
Prokura
Michael Müller
seit 31.3.2022
Prokura
Anna-Verena Bartl
seit 31.3.2022
Prokura
Ralf Diebenbusch
seit 31.3.2022
Prokura
Steven Heinemann
seit 31.3.2022
Prokura
Christian Krause
seit 6.8.2020
Prokura
Marcus Averbeck
seit 27.3.2012
Prokura
Bernd Fobbe
seit 25.6.2002
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ritzenhoff AG

Marsberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

Vorjahr
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1 entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 369.220,10 274.555,10
2 geleistete Anzahlungen 109.295,75 478.515,85 230.362,25
II. Sachanlagen
1 Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.673.389,93 17.504.604,93
2 technische Anlagen und Maschinen 14.272.781,46 15.363.958,04
3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.323.437,40 6.903.794,68
4 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 37.269.608,79 1.231.074,64
III. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 1.213.614,00 1.213.614,00
2 Beteiligungen 7.190,00 7.190,00
3 Genossenschaftsanteile 988,28 1.221.792,28 974,14
38.969.916,92 42.730.127,78
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.619.626,63 2.739.702,18
2 unfertige Erzeugnisse 4.365.406,89 5.317.642,45
3 fertige Erzeugnisse und Waren 6.944.517,69 7.042.964,14
4 Treibhaus-Emissionsrechte 187.100,00 276.948,80
5 geleistete Anzahlungen 454.880,11 395.693,75
6 erhaltene Anzahlungen -256.979,95 14.314.551,37 -125.945,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.553.185,06 6.939.335,18
2 Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.057.453,10 2.210.734,35
3 Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20.303,43 26.150,34
4 sonstige Vermögensgegenstände 2.911.367,63 1.364.633,52
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 21.054,00 (i.Vj.: € 127.366,00) - 8.542.309,22
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.027.551,32 24.884.411,91 2.004.611,19
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
1 sonstige 91.908,38 164.943,36
63.946.237,21 71.087.541,09

Passiva

Vorjahr
A. EIGENKAPITAL
I. gezeichnetes Kapital
1 Stammaktien 30.000.000,00 30.000.000,00
II. Gewinnrücklage
1 gesetzliche Rücklage 1.475.323,77 1.475.323,77
2 andere Gewinnrücklagen 6.130.024,77 7.605.348,54 6.130.024,77
III. Verlustvortrag -9.471.501,08 0,00
IV Jahresfehlbetrag -6.513.651,14 -9.471.501,08
21.620.196,32 28.133.847,46
B. RÜCKSTELLUNGEN
1 Rückstellungen für Pensionen 1.105.305,00 1.078.580,00
2 sonstige Rückstellungen 3.423.111,30 4.528.416,30 2.266.509,02
C. VERBINDLICHKEITEN
1 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.756.085,45 33.372.523,16
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
€ 8.021.599,65 (i.Vj.: € 6.428.393,68) -
2 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.497.171,91 4.194.285,66
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
€ 3.497.171,91 (i.Vj.: € 4.194.285,66) -
3 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 48.900,86 48.900,86
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
€ 48.900,86 (i.Vj.: € 48.900,86) -
4 sonstige Verbindlichkeiten 2.495.466,37 1.992.894,93
- davon aus Steuern: € 697.982,47
(i.Vj.: € 318.245,41) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:
€ 73.368,43 (i.Vj.: € 79.518,30) -
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
€ 2.324.811,35 (i.Vj.: € 1.992.884,93) - 37.797.624,59
63.946.237,21 71.087.541,09

Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021

Vorjahr
1 Umsatzerlöse 49.680.189,59 45.598.016,39
2 Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -838.273,84 -353.814,82
3 andere aktivierte Eigenleistungen 103.633,00 645.199,00
- Gesamtleistung 48.945.548,75 45.889.400,57
4 sonstige betriebliche Erträge 4.788.662,20 653.628,78
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: € 11.259,88 (i.Vj.: € 9.062,60) -
53.734.210,95 46.543.029,35
5 Materialaufwand:
51 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 22.668.052,70 19.266.122,56
52 Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.314.684,04 23.982.736,74 1.241.682,60
- Rohergebnis 29.751.474,21 26.035.224,19
6 Personalaufwand:
61 Löhne und Gehälter 16.312.847,04 16.791.960,59
62 soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.375.598,57 3.498.954,04
- davon für Altersversorgung:
€ 254.711,26 (i.Vj.: € 268.424,93) - 19.688.445,61
7 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.257.717,50 4.913.405,35
8 sonstige betriebliche Aufwendungen 10.423.587,68 9.667.303,85
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung: € 7.157,87 (i.Vj.: € 2.701,92) - 35.369.750,79
-5.618.276,58 -8.836.399,64
9 Erträge aus Beteiligungen 19,20 19,20
- davon aus verbundenen Unternehmen:
€ 0,00 (i.Vj.: € 0,00) -
10 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 34.536,02 20.697,47
- davon aus verbundenen Unternehmen:
€ 32.396,11 (i.Vj.: € 17.552,78) - 34.555,22
11 Zinsen und ähnliche Aufwendungen
111 Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen 85.277,00 85.046,00
112 übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 722.723,96 808.000,96 -773.445,74 552.995,47
-6.391.722,32 -9.453.724,44
12 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -0,20 -102.132,42
13 Ergebnis nach Steuern -6.391.722,12 -9.351.592,02
14 sonstige Steuern 121.929,02 119.909,06
15 Jahresfehlbetrag -6.513.651,14 -9.471.501,08

Anhang

A. Vorbemerkung

Die Ritzenhoff AG mit Sitz in Marsberg, Sametwiesen 2, ist in das Handelsregister des Amts¬gerichts Arnsberg (HRB 2169) eingetragen.

Wir haben für das Geschäftsjahr 2021 den Jahresabschluss unserer Gesellschaft nach den geltenden handelsrechtlichen Bestimmungen und der des AktG aufgestellt. Die Wertansätze und die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in der Bilanz zum 31.12.2020 wurden dabei unverändert übernommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren gewählt.

B. Angaben

I. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Allgemeine Angaben

Im Rahmen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen wurde als Nutzungsdauer i.d.R. ein Zeitraum von 3 - 5 Jahren zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um die planmäßige Abschreibung angesetzt. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten - soweit erforderlich - auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Dabei wird eine Nutzungsdauer angenommen, wie sie für Zwecke der Steuern vom Einkommen und Ertrag zulässig ist. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach linearer Methode.

Die Gesellschaft wendet die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG an, nach der Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 (seit 01.01.2018; bis 31.12.2017 € 410,00) im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben werden können. Aufgrund der untergeordneten Bedeutung dieses Postens wird diese Vorgehensweise für die handelsrechtliche Bilanzierung übernommen.

Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Genossenschaftsanteile sind zu Anschaffungskosten bewertet.  

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder, soweit geboten, zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die fertigen und unfertigen Glaserzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Zur Ermittlung der Herstellungskosten werden die nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungsfähigen Kosten herangezogen. Fremdkapitalzinsen wurden in die Bewertung nicht einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend erfasst.

Kurzfristige Forderungen in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Das Grundkapital (gezeichnetes Kapital) beträgt € 30.000.000,00 und ist eingeteilt in 1.600.000 Stückaktien zu je € 18,75. Es handelt sich ausschließlich um Stammaktien.

Die anderen Gewinnrücklagen betragen unverändert € 6.130.024,77.

Die Berechnung der Pensionsrückstellung wurde nach anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik berechnet. Als Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck gewählt; angewandt wurde zur Bewertung das modifizierte Teilwertverfahren mit einem Rechnungszins von 2,30 %. Es wurde eine Rentendynamik von 2,00 % p.a. angesetzt.

Im Geschäftsjahr 2015 wurde vom Wahlrecht gem. Art. 75 Abs. 7 EGHGB Gebrauch gemacht, bereits vorzeitig den neuen Rechnungszins gem. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB für Pensionsverpflichtungen anzuwenden. Ab dem Geschäftsjahr 2016 und für den Bilanzstichtag ist die Anwendung der Neuregelung verpflichtend (Art. 75 Abs. 6 EGHGB). Der Rechnungszins ist danach als 10-Jahres-Durchschnitt zu berechnen und fällt daher vorübergehend höher aus als der bisherige 7-Jahres-Durchschnitt (1,87 % statt 2,30 %). Die Pensionsrückstellung unter Anwendung des bisherigen 7-Jahres-Durchschnitts würde € 1.182.715,00 betragen. Der Entlastungseffekt in Höhe des Differenzbetrages in Höhe von € 77.410,00 ist allerdings dauerhaft ausschüttungsgesperrt (§ 253 Abs. 6 HGB).

Die "sonstigen Rückstellungen" berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz gemäß Bekanntgabe der Deutsche Bundesbank abgezinst worden. Aufwandsrückstellungen wurden für unterlassene Instandhaltung gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

2. Besondere Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage IIIa) ersichtlich. Der Anlagenspiegel weist auch die Aufteilung der Abschreibungen des Geschäftsjahres aus.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von € 35.614,43 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Weder unter den sonstigen Vermögensgegenständen noch unter den Verbindlichkeiten sind antizipative Abgrenzungsposten größeren Umfanges enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 746.681,25.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und deren Absicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel am Ende dieses Anhangs.

Unter den sonstigen Rückstellungen sind als erhebliche Posten zu nennen:

T€
Rückruf Thermogläser 850
Altersteilzeit 391
Sonstige Personalrückstellungen 377
Urlaubsverpflichtungen 359
Berufsgenossenschaft 229
Rückgabeverpflichtung
Emissionsrechte 222
Netzentgelte 216
Flexible Arbeitszeit 99

Haftungsverhältnisse bestanden nicht mehr.

3. Besondere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse entfallen auf das

T€
Inland 20.265
Ausland 29.415
49.680

Bei der Bewertung der Debitoren, Kreditoren und Banksalden in fremder Währung mit dem Devisenkassamittelkurs zum 31.12.2021 ergeben sich unter den sonstigen Erträgen auszuweisende Kursgewinne in Höhe von € 11.259,88 und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen auszuweisende Kursverluste in Höhe von € 7.157,87.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen waren nur in einem Umfang vorhanden, der für die Beurteilung der Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist.

II. Bestimmte Sachverhalte

Als sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag solche aus Leasing- bzw. Grundstücks- und Maschinenverträgen, von denen im Geschäftsjahr 2022 rd. T€ 492,6 fällig werden, in den sich daran anschließenden vier Geschäftsjahren voraussichtlich insgesamt rd. T€ 1.230,6.

Am 31.12.2021 bestanden vier Devisentermingeschäfte (insgesamt $ 232.800,00) mit einem beizulegenden Zeitwert von € 2.400,19. Das derivative Finanzinstrument wird zur Währungskursabsicherung eingesetzt. Es besteht eine Bewertungseinheit zwischen dem Devisentermin- bzw. Optionsgeschäft und dem zugrundeliegenden Warengeschäft (micro-hedging gegen Währungsrisiko). Dabei kam die sog. "Einfrierungsmethode" zur Anwendung. Die prospektive Effektivität ergibt sich aus der Laufzeit- und Volumenkongruenz. Die gegenläufigen Wertänderungen und Zahlungsströme aus dem Grund- und Sicherungsgeschäft werden sich voraussichtlich über die Laufzeit ausgleichen.

Es besteht ein Factoringvertrag mit der CommerzFactoring GmbH. Aufgrund dieses Vertrages wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von rd.T€ 456. an den Factor abgetreten. In Höhe von T€ 1.897 werden Forderungen gegen den Factor (Abrechnungskonten) ausgewiesen.

Weitere Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften entfallen, da die aus solchen Geschäften entstehenden Risiken und Vorteile nicht wesentlich und die Offenlegung für die Beurteilung der Finanzlage nicht notwendig ist.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden neben den Vorständen durchschnittlich:

117 Angestellte (ohne Auszubildende)
294 Arbeiter (ohne Ausbildende)
411 Mitarbeiter (ohne Auszubildende)

beschäftigt. Die Anzahl der kaufmännischen und gewerblichen Auszubildenden beträgt 13.

Dem Vorstand gehören an:

 

Herr Dr. Axel Drösser, Düsseldorf - ab 24.06.2021 -,

Herr Detlev Schauwecker, Köln, Sprecher - vom 11.01.2021 bis 24.06.2021 -,

Herr Christoph Kargruber, Steinach/Österreich, Sprecher - bis 11.01.2021 -,

Herr Detlef Eßbach, Steinhagen, Finanzvorstand - bis 10.06.2021 -,

Herr Bernd Giesler, Marsberg - bis 14.01.2022 -.

Im Berichtsjahr 2021 beliefen sich die Bezüge des Vorstandes gem. § 285 Nr. 9a HGB auf rd. T€ 1.161,9. Es sind keine Aufwendungen für die Altersvorsorge der Vorstände darin enthalten. Die Bezüge der früheren Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betrugen € 49.440,00.

Der Aufsichtsrat setzt sich zum Abschlussstichtag und danach wie folgt zusammen:

a) für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2021 beschließt

- Frau Prof. Dr. Julia Fischer, Göttingen,

- Herr Dipl.-Kfm. Herbert Putzmann, Bergisch Gladbach,

- Frau Mag. Karin Trimmel, Klagenfurt/Österreich,

für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2022 beschließt

- Herr Ralph Dihlmann, Wetter,

b) für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2023 beschließt

- Herr Bernhard Zeppenfeld, Marsberg.

Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich auf € 132.000,00.

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021 beträgt T€ 54. Davon entfallen T€ 50 auf Abschlussprüfungsleistungen sowie T€ 4 auf sonstige Bestätigungsleistungen.

Einen Anteilsbesitz von 20 % oder mehr haben wir an folgenden Gesellschaften:

Ergebnis des
Kapital- Eigenkapital letzten
Name und Sitz anteil 31.12.2021 Geschäftsjahres
Ritzenhoff B.V.,
Nieuwegein/Niederlande 100 % 110.207,00 390.746,00
Designer Homeware Distribution GmbH,
Marsberg 100 % 24.358,26 0,00
CD Creatives Design GmbH,
Marsberg 100 % 24.542,60 0,00
Designer Homeware Distribution Polen
Sp. z o.o., Poznan/Polen 50 % PLN 58.749,46 PLN 99.277,62

III. Zusammenfassendes Ergebnis nach § 264 Abs. 2 Satz 1 HGB

Besondere Umstände von außergewöhnlicher Bedeutung oder einmaliger Art haben sich im Berichtsjahr insofern gezeigt, dass durch die weltweit grassierende COVID-19-Pandemie und die in deren Folge dekretierten Einschränkungen der wirtschaftlichen Tätigkeiten und das Herunterfahren des gesamten öffentlichen Lebens in Deutschland im zweiten Jahr für den laufenden Betrieb der Glaswannen Aufwendungen anfielen, denen keine Umsätze entgegenstanden. Die vereinnahmten CORONA-Hilfen der öffentlichen Hand betrugen rd. T€ 4.008. Es musste erneut ein Jahresfehlbetrag in Höhe von rd. T€ -6.514 ausgewiesen werden.

IV. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind neben der anhaltenden COVID-19-Pandemie auch die Auswirkungen aufgrund des verbrecherischen Angriffskrieges auf die Ukraine zu berücksichtigen. Insbesondere rückt die Gasversorgung Europas in den Blickpunkt. Von einem Lieferstopp und erheblich steigenden Energiekosten wäre auch unser Unternehmen betroffen. Damit gehen weiter negative Auswirkungen auf die Wirtschaftstätigkeit aus. Die Auswirkungen daraus wurden von uns beurteilt.

Die Liquidität der Ritzenhoff AG und ihrer Beteiligungen ist durch die im Jahr 2020 strukturierte Poolfinanzierung der kreditgebenden Banken unverändert gesichert. Weitere Finanzierungsmöglichkeiten sind gegeben.

Die gute Eigenkapitalausstattung der Ritzenhoff AG und der erwartete erneute Jahresfehlbetrag 2022 führen zu keiner Bestandsgefährdung der Firma.

V. Ergebnisverwendung

Der Verlust des Geschäftsjahres wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Anlagenspiegel

Anschaffungs- Anschaffungs-
oder Herstel- oder Herstel-
lungskosten Zugang/ lungskosten
01.01.2021 Umbuchung(U) Abgang 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1 entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten und Werten 1.611.120,87 84.382,50 0,00 1.847.972,12
152.468,75 (U)
2 geleistete Anzahlungen 230.362,25 31.402,25 0,00 109.295,75
-152.468,75 (U)
1.841.483,12 115.784,75 0,00 1.957.267,87
II. Sachanlagen
1 Gründstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30.411.437,14 0,00 0,00 30.411.437,14
2 technische Anlagen und Maschinen 43.874.105,75 521.150,78 4.949.276,64 40.663.438,53
1.217.458,64 (U)
3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.627.633,45 866.746,26 890.495,63 16.617.500,08
13.616,00 (U)
4 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.231.074,64 0,00 0,00 0,00
-1.231.074,64 (U)
92.144.250,98 1.387.897,04 5.839.772,27 87.692.375,75
III. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 1.213.614,00 0,00 0,00 1.213.614,00
2 Beteiligungen 7.190,00 0,00 0,00 7.190,00
3 Genossenschaftsanteile 974,14 14,14 0,00 988,28
1.221.778,14 14,14 0,00 1.221.792,28
I. - III. 95.207.512,24 1.503.695,93 5.839.772,27 90.871.435,90
Zugang =
Abschreibung
Abschreibung im Geschäfts- Abschreibung
01.01.2021 jahr 2021 Abgang 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1 entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten und Werten 1.336.565,77 142.186,25 0,00 1.478.752,02
2 geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.336.565,77 142.186,25 0,00 1.478.752,02
II. Sachanlagen
1 Gründstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.906.832,21 831.215,00 0,00 13.738.047,21
2 technische Anlagen und Maschinen 28.510.147,71 2.829.784,00 4.949.274,64 26.390.657,07
3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.723.838,77 1.454.532,25 884.308,34 10.294.062,68
4 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
51.140.818,69 5.115.531,25 5.833.582,98 50.422.766,96
III. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2 Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3 Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
I. - III. 52.477.384,46 5.257.717,50 5.833.582,98 51.901.518,98
Buchwert Buchwert
31.12.2021 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1 entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten und Werten 369.220,10 274.555,10
2 geleistete Anzahlungen 109.295,75 230.362,25
478.515,85 504.917,35
II. Sachanlagen
1 Gründstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.673.389,93 17.504.604,93
2 technische Anlagen und Maschinen 14.272.781,46 15.363.958,04
3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.323.437,40 6.903.794,68
4 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.231.074,64
37.269.608,79 41.003.432,29
III. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 1.213.614,00 1.213.614,00
2 Beteiligungen 7.190,00 7.190,00
3 Genossenschaftsanteile 988,28 974,14
1.221.792,28 1.221.778,14
I. - III. 38.969.916,92 42.730.127,78

Verbindlichkeitsspiegel

davon mit einer Restlaufzeit von gesicherte Art und Form
Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr 1 - 5 Jahren mehr als 5 Jahren Beträge der Sicherheit
1 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.756.085,45 8.021.599,65 23.734.485,80 0,00 31.756.085,45 Grundschulden, Sicherungsübereignung drei Maschinen
2 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.497.171,91 3.497.171,91 0,00 0,00 0,00 (1)
3 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 48.900,86 48.900,86 0,00 0,00 0,00
4 sonstige Verbindlichkeiten 2.495.466,37 2.324.811,35 170.655,02 0,00 0,00
37.797.624,59 13.892.483,77 23.905.140,82 0,00 31.756.085,45

(1) Es bestehen übliche Eigentumsvorbehalte.

Lagebericht

Geschäftsverlauf

Branchensituation

Die Aufstellung der Ritzenhoff AG nach 4 Unternehmensbereichen hat sich zum Vorjahr nicht geändert. Das Kerngeschäft ist weiterhin die Herstellung, Dekoration und der Handel mit Gläsern, insbesondere für die Getränkeindustrie. Daneben haben ein Marken Relaunch und begleitende Marketingmaßnahmen die Bedeutung der Marke Ritzenhoff für das Unternehmen erheblich gesteigert. Diese wird ebenso wie die Lizenzmarke Maxwell & Williams im Fach- und Möbelhandel, sowie verstärkt über verschiedene Online-Plattformen und den eigenen Onlineshop vertrieben. Das Projekt- und Großkundengeschäft sowie der Vertrieb von Promotionartikeln sind weitere relevante Bereiche unseres Unternehmens.

Wirtschaftliche Situation in den Märkten

1. Eurozone: Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) vom 4. Quartal 2019 bis zum 4. Quartal 2021

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/158133/umfrage/entwicklungdes-bip-in-der-eurozone-und-der-eu-gegenueber-dem-vorjahresquartal/

Im Jahr 2021 betrachten wir die Geschäftsentwicklung in Deutschland und Europa nachfolgend getrennt. Durch den, im Vergleich zu anderen Ländern, länger anhaltenden Lockdown in Deutschland war die Entwicklung des BIP deutlich negativer als in der Eurozone (Deutschland -3,3 % vs. Eurozone -1,1 %). Auch die Erholung in den folgenden Quartalen gestaltete sich in der Eurozone sehr viel freundlicher (Im 2. Quartal: Deutschland +9,6 % vs. Eurozone +14,4 %). Diese Entwicklung ist dem im 1. Quartal 2021 weltweit angelaufenen Impfprogramm zu verdanken.

Die Konjunkturdaten zeigten im Verlauf des Jahres ein sehr positives Bild. Insbesondere der Ifo Geschäftsklimaindex stieg bis Mitte des Jahres 2021 kontinuierlich an. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Lieferkettenproblematiken in verschiedenen Branchen deutlich. Auch Ritzenhoff musste beim Import aus Asien, Probleme mit den zur Verfügung stehenden Transportkapazitäten lösen. Wesentlich größer und problematischer ist aber die weltweit gestiegene Inflation. Diese lag im Dezember in Deutschland bei +5,3 % zum Vorjahr und für das Gesamtjahr bei +3,1 % gegenüber 2020. Diese Zahlen spiegeln auch die Entwicklung in der Eurozone wider. Die aktuellen Zahlen aus dem Jahr 2022 zeigen, dass sich dieser Trend noch verstärkt.

2. Entwicklung des ifo-Geschäftsklimaindex von Mai 2021 bis Mai 2022

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1307/umfrage/entwicklung-monatswerte-des-ifo-geschaeftsklimaindex/

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die RITZENHOFF AG konnte im Geschäftsjahr 2021 die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr leicht steigern, erreicht aber noch nicht das Vorkrisenniveau. Besonders in den Unternehmensbereichen Getränkeindustrie und Projektgeschäft konnten die während der Pandemie eingebrochenen Umsatzzahlen erhöht werden. Die Fachhandelsmarken Maxwell & Williams sowie Ritzenhoff entwickelten sich unterschiedlich. Maxwell & Williams konnte die Umsätze auf hohem Niveau stabilisieren. Die Marke Ritzenhoff konnte durch einen während des Jahres durchgeführten Marken Relaunch die Umsätze deutlich steigern. Die im Vorjahr eingeleiteten Maßnahmen zur Reduzierung der Produktionskapazität (Stand-by-Betrieb einer Wanne und Kurzarbeit) wurden im Laufe des Jahres 2021 zurückgefahren. Die Kurzarbeit wurde aufgrund der Auftragslage im April 2021 aufgegeben. Zum Ende des Jahres 2021 übertraf der Auftragsbestand des Unternehmensbereiches Getränkeindustrie den des Vorjahres um 52,7 %. Gegenüber dem Vor-Pandemieniveau des Jahres 2019 ist dies eine Steigerung von 9,3 %. Trotz der insgesamt positiven Entwicklung beim Umsatz konnte die Ritzenhoff AG das zweite Jahr in Folge der Pandemiebelastungen kein positives Jahresergebnis erzielen. Der Jahresfehlbetrag war auch in dieser Höhe erwartet worden.

Weil die Kosten im Herbst des Jahres 2021 bereits für verschiedene Rohstoffe und auch für Verpackungen unter Lieferkettenproblemen und Inflationsängsten mit Preissteigerungen reagierten, wurde im Professional Bereich mit einer allgemeinen Preiserhöhung von im Herbst des Jahres 2021 reagiert. Für den Bereich der Marke Ritzenhoff ist dies für das 2. Quartal 2022 vorgesehen.

Produktion / Produkte

Die Glasproduktion der RITZENHOFF AG erfolgt gleichbleibend im Blas-Blas-Verfahren. Diese technisch ausgereifte Produktionsmethode wird von uns ständig durch hausinterne Modifikationen des Maschinenparks optimiert. Die geschaffenen Organisationsstrukturen zur Überwachung reibungsloser Produktionsabläufe sind ausschlaggebend für eine effektive und qualitätsorientierte Produktion. Interne und externe Audits (ISO 50001) bestätigen dies nachhaltig.

Es wird auf erprobte und bewährte Grundstrukturen zurückgegriffen, die es ermöglichen, den Anforderungen sich rasch ändernder Märkte anzupassen und zudem den Freiraum für Individualität und Neuentwicklung zu gewährleisten.

Die Produkte der Marke Maxwell & Williams, die seit über 35 Jahren erfolgreich in Australien vertrieben werden, sind von sehr guter Qualität und ausgereift. Hier greifen wir auf bekannte Zulieferbetriebe zurück, welche zum Teil auch für das Projektgeschäft als Vorlieferanten eingeschaltet werden. Die Marke hat sich auch seit Jahren stabil im deutschen und österreichischen Markt behauptet.

Beschaffung

Für Produktion von Kristallglas werden hauptsächlich schwere kalzinierte Soda, Sand und Pottasche benötigt. Diese Rohstoffe werden an unterschiedlichen Rohstoffmärkten gehandelt. Im Jahr 2021 zeichneten sich bereits erste Preissteigerungen ab.

Bei der Beschaffung von Handelsware ist die Entwicklung des US-Dollars von maßgeblicher Bedeutung. Hier werden über Devisentermingeschäfte oder Devisenoptionen die Wechselkursrisiken aufgefangen.

Beim Erwerb von Handelsprodukten hat die RITZENHOFF AG im Geschäftsjahr 2021 ausschließlich mit verlässlichen und für ihre Produktqualität bekannten Zulieferern gearbeitet, um mit immer gleichbleibender Qualität und Liefersicherheit die Märkte bedienen zu können. Allein die beschränkten Transportkapazitäten haben zwischenzeitlich zu Lieferverzögerungen geführt; dabei konnten gestiegene Transportkosten leider nicht vermieden werden.

Investitionen

Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage wurden die Investitionsvorhaben auf das Notwendige reduziert. So musste eine Rauchgasentstickungsanlage (DENOX), aufgrund umweltrechtlicher Auflagen installiert werden. Im Berichtsjahr konnte die Paketstrecke zur Erhöhung der Effizienz im Logistikzentrum in Betrieb genommen werden.

Finanzierungsmaßnahmen

Die bisherigen Geschäftsbanken stehen unverändert mit ausreichenden Kreditlinien zur Verfügung. Zur weiteren Liquiditätssicherung wurde im Jahr 2021 ein langfristiges KfW-Darlehen über € 10 Mio. aufgenommen. Zur Steigerung der Liquidität wurden ab dem 4. Quartal 2021 große Teile der Forderungen an einen Factorer verkauft. Aufgrund der Höhe der erzielten Liquidität konnten Kreditlinien einzelner Geschäftsbanken abgelöst werden.

Personal

Wie geplant sank die durchschnittliche Zahl an Mitarbeitern im Laufe des Jahres 2021. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2021 beschäftigte die RITZENHOFF AG 390,8 aktive Mitarbeiter/innen. Für das Jahr 2022 planen wir in verschiedenen Abteilungen, insbesondere in der Produktion, Mitarbeiter einzustellen. Insgesamt wird ein Aufbau um +10 % der Mitarbeiterzahl erwartet.

Unsere Ausbildungsaktivitäten haben wir im zurückliegenden Jahr, sowohl im technischen als auch kaufmännischen Teil, unverändert beibehalten. Für das Geschäftsjahr 2022 sollen die Ausbildungsaktivitäten verstärkt werden. Unsere nachhaltige Personalarbeit und die angebotenen Weiterbildungsmaßnahmen haben gezeigt, dass die Bindung der Mitarbeiter an unser Unternehmen und deren Motivation - im positiven Sinne - beinflussbar ist. Die hohe Zahl unserer langjährigen Mitarbeiter spricht hier für sich. Längerfristige Weiterbildungsmaßnahmen werden von der Ritzenhoff AG teilfinanziert bzw. durch eine bezahlte Freistellung ermöglicht. Interne und externe Seminare unterstützen diese Maßnahmen. Hierdurch ist es gelungen, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine sinnvolle und kontinuierliche Weiterbildung zu erreichen und auch Mitarbeiter/innen auf Führungsaufgaben vorzubereiten. Die Etablierung des neuen Vorstandsvorsitzenden und einer zweiten Führungsebene im Jahr 2021 unterstreicht dies nachhaltig. Der Allein Vorstand wird durch ein Gremium aus langjährigen sowie neu eingestellten Mitarbeitern in seiner Arbeit unterstützt.

Umwelt- / Arbeitsschutz

Durch die hohe Qualifikation unserer für diesen Bereich zuständigen Mitarbeiter sowie die Einbindung externer Beratung ist es kein Problem, die umfangreichen gesetzlichen Reglementierungen einzuhalten. Die RITZENHOFF AG hat das Energiemanagementsystem gemäß DIN EN ISO 50001:2011 erfolgreich reauditiert. Ebenso konnte die SMETA 4 Pillar Auditierung erfolgreich erneuert werden.

Darstellung der Lage

Wie in den Vorjahren folgt nachstehend ein Vergleich der Unternehmenskennziffern der Geschäftsjahre 2020 und 2021. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens belief sich am Jahresende 2021 auf 33,9 % (Vorjahr 39,6 %). Das Eigenkapital deckt das Anlagevermögen zu 55,7 % ab. Die Eigenkapitalrentabilität (nach Steuern) belief sich auf -29,1 %. Die Umsatzrentabilität belief sich auf -13,0 % nach Steuern.

Das operative Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf rund € -6,3 Mio.

Alle weiteren zur Beurteilung des Unternehmens relevanten Ziffern lassen sich aus dem Jahresabschluss herleiten.

Chancen- und Risikobericht

Aufgrund des regelmäßigen Risikoberichtes wurden eindeutige Risiken identifiziert und Maßnahmen zur Messung, Steuerung und Minimierung von Risiken definiert. Quartalsweise erfolgt eine laufende Überprüfung des identifizierten Risikos. In diesem Rahmen wurden insbesondere die Energiekosten und die Versorgung mit Rohmaterial betrachtet. Bei den Energiekosten zeichnete sich bereits im auslaufenden Jahr 2021 eine Steigerung der Preise ab.

Bei den Rohmaterialien wurden die guten Beziehungen zu den langjährigen Lieferanten weiter gestärkt. Gleichzeitig wurden zusätzliche Lieferanten als Absicherung gewonnen. Die Preise müssen aber trotzdem weiter beobachtet werden. Hier kommt es nun verstärkt zu Frachtkostenzuschlägen für Lieferungen, aufgrund des gestiegenen Dieselpreises.

Im Bereich des Projektgeschäftes wurden Maßnahmen ergriffen, um das Transportkostenrisiko zu minimieren. Hierzu wurden die Lieferbedingungen mit den Kunden angepasst. Im vergangenen Jahr wurden verschiedene Maßnahmen durchgeführt, um die Ritzenhoff AG wieder in die Gewinnzone zu führen. Zum einen wurde das im Jahr 2020 begonnene Ertragssteigerungsprogramm weitergeführt. Für die Marke Ritzenhoff war der Relaunch mit der Einführung einer Reihe neuer Artikel ein Meilenstein in der jüngeren Geschichte. Die neuen Artikel finden bei den Kunden große Resonanz, was zu steigenden Umsätzen führt. Im Bereich der Getränkeindustrie wurde im Herbst 2021 eine Preiserhöhung 9,5 % für alle Kunden und Artikel durchgeführt.

Voraussichtliche Entwicklung

Nachdem die Einflüsse der Pandemie endlich nachgelassen hatten, ist im Jahr 2022 der Ukraine-Krieg als neue bestimmende Krise aufgetreten. Diese hat weniger Einfluss auf die Absatzseite des Geschäftes als vielmehr auf die Beschaffungsseite. Es sind neben den gestärten Lieferketten, vor allem die Energiepreise, welche die zukünftige Entwicklung des Unternehmens beeinflussen werden. Aus diesem Grund wurde bereits im laufenden Jahr beschlossen, einen Energie- und Frachtkostenpreiszuschlag zu erheben. Frachtkostensteigerungen sind nicht nur durch steigende Ölpreise, sondern auch durch Kapazitätsengpässe bei den Spediteuren gekennzeichnet. Mit den Kunden ist vereinbart worden diese Zuschläge an die Energiepreisentwicklung zu koppeln und gegebenenfalls anzupassen. Die Sicherstellung der Energieversorgung ist für das Jahr 2022 das bestimmende Thema,

Die Absatzseite im Professional Bereich zeigt sich vom Ukraine-Krieg scheinbar unbeeindruckt. Allerdings zeichnet sich bei den Retail Marken Ritzenhoff und Maxwell & Williams eine Kaufzurückhaltung ab.

Die Prognose für das Jahr 2022 sieht eine erhebliche Ergebnisverbesserung vor. Das Ergebnis wird aber voraussichtlich noch einmal leicht negativ sein.

Abschließender Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr erwarten noch einmal einen niedrigen Jahresfehlbetrag. Die darin enthaltenden Maßnahmen sind zum großen Teil schon eingeleitet oder sogar umgesetzt. Auf kurzfristige Veränderungen, wie jene aufgrund des Ukraine Krieges, wurde schnell mit Gegenmaßnahmen entweder auf der Kostenseite oder der Erlösseite reagiert.

Da auch durch den Ukraine Krieg Lieferketten unterbrochen wurden, sind inzwischen einige Rohstoffe stark im Preis gestiegen. Es wird weiterhin mit mehreren Lieferanten zusammengearbeitet, um Abhängigkeiten zu vermeiden und die Qualität der Rohstoffe sicherzustellen. Als Energieträger für Herstellung von Glas werden unverändert Strom und Erdgas eingesetzt. Nach wie vor werden die Energiepreise zu den wichtigsten Kostenfaktoren für die RITZENHOFF AG - auch in den kommenden Jahren zählen. Hier versuchen wir, durch Terminkontrakte die Kalkulationsbasis für einen längeren Zeitraum stabil zu halten. Aufgrund der aktuellen Lage an den Energiemärkten durch den Ukraine Krieg wurden verschiedene Szenarien entwickelt, um den gestiegenen Energiepreisen in der Zukunft Rechnung zu tragen. Des Weiteren wurde, um einem Stopp der Gasversorgung und damit einem Abschalten der Gasschmelzwannen aufgrund geringer Erdgasversorgung vorzubeugen, ein Antrag bei der Bundesnetzagentur gestellt. Dieser soll sicherstellen, dass die Gasversorgung der Ritzenhoff AG in der Abschaltreihenfolge an das Ende rutscht.

Wie beschrieben ist der Trend weiterhin positiv. Zurückzuführen ist dies zum Teil auf Nachholeffekte im Bereich der Getränkeindustrie und zum anderen auf eine veränderte Preisstrategie für das Gesamtunternehmen. Einen negativen Einfluss auf die Auftragssituation, durch den Ukraine Krieg sehen wir im Moment nicht.

 

Marsberg, den 19. Mai 2022

Ritzenhoff AG
Der Vorstand

Dr. Axel Drösser

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2021

Der Aufsichtsrat hat während der Berichtszeit die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, den Vorstand überwacht und ihn beratend begleitet. Hierzu haben wir uns vom Vorstand regelmäßig mündlich und schriftlich über die Entwicklung der Gesellschaft sowie über wesentliche Geschäftsvorgänge informieren lassen und alle wichtigen Themen intensiv mit ihm erörtert.

Die Aufsichtsratsvorsitzende stand zudem mit dem Vorstand in ständigem und engem Kontakt. Über wichtige Geschäftsvorfälle und Entscheidungen wurde sie laufend informiert. Auch die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Berichtszeitraum mit dem Vorstand eine Reihe von Einzelgesprächen geführt.

Im Mittelpunkt standen hierbei die wirtschaftliche Lage des Unternehmens sowie dessen Entwicklungsperspektiven, vorgesehene Investitionen und Geschäftspolitik.

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss zum 31.12.2021 der RITZENHOFF AG und den Lagebericht vorgelegt.

Der Jahresabschluss wurde unter Einbeziehung der Buchführung von dem in der Hauptversammlung gewählten Wirtschaftsprüfer, Herrn Dipl.-Kfm. Jens-Uwe Göke, Göke Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bielefeld, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Aufsichtsrat und Vorstand wurden unmittelbar nach Beendigung der Prüfung mündlich über das Ergebnis der Prüfung unterrichtet. Den schriftlichen Bericht hat der Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft und das Prüfungsergebnis unter Hinzuziehung des Wirtschaftsprüfers besprochen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31.12.2021 der RITZENHOFF AG gebilligt, der somit festgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Bilanzgewinns stimmt der Aufsichtsrat zu.

 

Marsberg, den 08. Juni 2022

Der Aufsichtsrat

Karin Trimmel, Vorsitzende

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand der RITZENHOFF AG macht für das Geschäftsjahr 2021 folgenden Gewinnverwendungsvorschlag:

Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Marsberg, den 08. Juni 2022

RITZENHOFF AG

Gewinnverwendungsbeschluss

Die Hauptversammlung hat beschlossen, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Marsberg, den 13. Juli 2022

RITZENHOFF AG

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Ritzenhoff AG, Marsberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ritzenhoff AG, Marsberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ritzenhoff AG, Marsberg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, ein-schließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 19. Mai 2022

Göke Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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