RHI Dinaris GmbHLiquidiert

65189 Wiesbaden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 11625
Eingetragen
26.11.1999
Branche
Herstellung von feuerfesten keramischen Werkstoffen und WarenHerstellung von Gipserzeugnissen für den BauHerstellung von keramischen Erzeugnissen für sonstige technische Zwecke
Gegenstand
Die Herstellung und der Verkauf von feuerfesten Materialien aller Art, ferner von Anlagen für die Umwelt-, Energie- und chemische Industrie im In- und Ausland sowie der Erwerb von Grundstücken zu diesen Zwecken.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Barbara Bruck
seit 31.3.2020
Geschäftsführer
Johann Steiner
seit 19.4.2018
Geschäftsführer
Uwe Püsch
seit 11.7.2005
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

RHI Dinaris GmbH

Wiesbaden

Jahresabschluss 2017

Testatsexemplar

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bericht über das Geschäftsjahr 2017 der RHI Dinaris GmbH

Lagebericht

der RHI Dinaris GmbH 2017

Einbindung in den Konzernverbund der RHI Magnesita Gruppe und Gegenstand der Gesellschaft

Die RHI Dinaris GmbH, Wiesbaden, ist ein Konzernunternehmen der RHI Magnesita N.V., Arnheim, Niederlande. Diese ging im Laufe des Jahres 2017 aus einer Umorganisation der RHI Gruppe hervor. Dabei wurde zunächst das operative Geschäft der RHI AG auf eine Tochtergesellschaft, die RHI Feuerfest GmbH abgespalten. Anschließend wurde die RHI AG selbst auf eine weitere Tochtergesellschaft der RHI AG, die RHI Magnesita N.V., Arnheim / Niederlande verschmolzen. Die RHI Magnesita N.V. hat über eine ihrer Tochtergesellschaften Ende Oktober 2017 50 % und 1 Aktie an der Magnesita Refratarios S.A., Sao Paulo / Brasilien, erworben. Die RHI Magnesita N.V. ist seit dem 26.10.2017 Konzernobergesellschaft und ist an der Londoner Börse notiert. Gesellschafterin der RHI Dinaris GmbH ist die RHI Urmitz AG & Co. KG, MülheimKärlich, Deutschland. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Didier-Werke AG, Wiesbaden, Deutschland. Gegenstand der Gesellschaft ist im Wesentlichen der Handel mit feuerfesten Erzeugnissen sowie die Erbringung von damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen, wie Engineering und Montage. Dabei werden die Leistungen teilweise in Form von Werkverträgen erbracht. Die feuerfesten Produkte werden in erster Linie durch verbundene Unternehmen des RHI Magnesita Konzerns hergestellt. Mit der RHI Feuerfest GmbH besteht ein Vertriebsvertrag, wonach die RHI Dinaris GmbH den Vertrieb der Produkte in eigenem Namen und auf eigene Rechnung betreibt sowie eine feste EBIT-Marge bezogen auf den an die Endkunden berechneten Nettoveräußerungspreis zugesichert wird. Für das Jahr 2017 beträgt diese Marge 2,7 % (i. Vj. 2,7 %). Die Kunden der RHI Dinaris GmbH stammen aus den Bereichen Umwelt, Energie und Chemie.

Darstellung des Geschäftsverlaufes, Umsatz- und Absatzentwicklung

Der Geschäftsverlauf war 2017 erneut durch die anhaltend niedrigen Öl - und Gaspreise beeinflusst. Der Kostendruck auf Kunden, deren Prozesskosten mit dem Ölpreisniveau konkurrieren ist weiterhin hoch, die Investitionsneigung entsprechend niedrig. Der Umsatz von EUR 25,7 Mio (i. Vj. EUR 31,6 Mio) stützt sich daher im Wesentlichen auf Reparaturen.

Die abgesetzten Mengen haben sich im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um ca. 33,2 % auf nunmehr 12.744 Tonnen verringert. Der relativ zum Umsatz starke Mengenrückgang ist durch das Ausbleiben von Aufträgen für komplette Anlagen zurückzuführen. Reparaturaufträge weisen in der Regel einen höheren Serviceanteil auf.

Insgesamt beträgt der Umsatz 2017 EUR 25,7 Mio (i. Vj. EUR 31,6 Mio), die Betriebsleistung EUR 25,8 Mio (i. Vj. EUR 32,8 Mio). Die feuerfesten Produkte werden im Wesentlichen im Rahmen des bestehenden Vertriebsvertrages über die RHI Feuerfest GmbH, Wien, Österreich bezogen.

Finanzierung

Die RHI Dinaris GmbH ist in den Cash Pool der Didier-Werke AG eingebunden. Der Bestand an flüssigen Mitteln wird täglich auf die Didier-Werke AG übertragen. Diese führt den Cash Pool für die Konzerngesellschaften insbesondere in Deutschland und übernimmt als Muttergesellschaft weitgehend die Finanzierungsfunktion für die RHI Dinaris GmbH.

Personal- und Sozialbereich

Die Mitarbeiterzahl der RHI Dinaris GmbH ist zum Jahresende 2017 mit 26 Mitarbeitern (ohne Auszubildende) unverändert zum Vorjahreswert (i. Vj. 26 Mitarbeiter).

Die Gesellschaft vertreibt beratungsintensive Produkte. Hierzu wird auf gut ausgebildete Ingenieure, Techniker und Kaufleute zurückgegriffen. Vom Management werden mit den Mitarbeitern individuelle Weiterbildungsmaßnahmen geplant und umgesetzt. Hierbei kann das Unternehmen insbesondere auf die vielfältigen Weiterbildungs- und Personalentwicklungsprogramme aus dem Trainingskatalog der Konzernmuttergesellschaft RHI Magnesita zurückgreifen.

Im Zuge einer wachstums- und demografieorientierten Personalpolitik stehen vor allem die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit aller aktiven Beschäftigten sowie die Gewinnung künftiger Fach- und Führungskräfte im Fokus. Dies wird an erster Stelle durch die Aktivitäten im Bereich der Berufsausbildung sowie weiteren Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Unternehmens auf dem Arbeitsmarkt unterstützt. Darüber hinaus wird an der kontinuierlichen Weiterentwicklung eines zeitgemäßen betrieblichen Gesundheitsmanagements gearbeitet, insbesondere im Rahmen des am Standort existierenden Gesundheitszirkels werden regelmäßig gesundheitsfördernde Projekte realisiert. Darüber hinaus werden im Bereich der Arbeitssicherheit regelmäßig Sicherheitsunterweisungen durchgeführt und versucht das Bewusstsein für potenzielle Unfallquellen zu stärken. Zur statistischen Erfassung der Häufigkeit von Arbeitsunfällen, werden im RHI Magnesita Konzern Unfallkennzahlen nach dem OHSAS-Standard erfasst. Im Jahre 2017 haben sich bei der RHI Dinaris GmbH keine Arbeits- bzw. Wegeunfälle ereignet. Die für die Unfallrate maßgebliche Konzernkennzahl LTIF liegt im Jahresdurchschnitt 2017 daher bei 0

Darstellung der Lage

Die für 2017 erwartete rückläufige Entwicklung der Umsatzerlöse hat sich auf Grund ausbleibender Großprojekte sowie der relativ geringen Investitionsbereitschaft in den Abnehmerindustrien tatsächlich eingestellt. Durch den mit der RHI Feuerfest GmbH bestehenden Vertriebsvertrag wurden die sich hieraus ergebenden nachteiligen Einflüsse auf das Betriebsergebnis teilweise von dieser ausgeglichen. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme beträgt EUR 5,8 Mio. Sie hat sich im Vergleich zum Vorjahr unwesentlich um EUR 0,4 Mio bzw. 7,4 % erhöht. Ursache hierfür ist der Anstieg der Vorräte um EUR 0,2 Mio und der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um ebenfalls EUR 0,2 Mio. Dabei sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen stichtagsbedingt um EUR 0,3 Mio höher ausgefallen.

Die RHI Dinaris GmbH verkauft einen Teil ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die RHI Feuerfest GmbH. Per 31. Dezember 2017 betrug der verkaufte Bestand EUR 0,7 Mio (i. Vj. EUR 0 Mio). Das Ausfall- und Fremdwährungsrisiko aus den verkauften Forderungen wurde auf die RHI Feuerfest GmbH übertragen.

Auf Seiten der Passiva haben sich die Rückstellungen aus Pensionen um EUR 0,2 Mio erhöht. Ebenso haben sich die Verbindlichkeiten um insgesamt EUR 0,1 Mio erhöht.

Der Saldo aus dem Cash Pool mit der Didier-Werke AG beträgt zum Stichtag EUR 0,02 Mio (i. Vj. EUR -0,5 Mio). Flüssige Mittel bestanden zum Stichtag in geringem Umfang.

Die Eigenkapitalquote beträgt 8,6 % (i. Vj. 9,2 %). Das Anlagevermögen ist wie im Vorjahr vollständig durch das Eigenkapital gedeckt. Zusammen mit dem langfristigen Fremdkapital deckt das Eigenkapital darüber hinaus das Umlaufvermögen zu 42,1 % (i. Vj. 43,6 %). Die Finanzierung erfolgt über den Cash Pool mit der Didier-Werke AG.

Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit ist positiv.

Ertragslage

Einen Überblick über die Entwicklung wichtiger Kennzahlen gibt der nachfolgende Mehrjahresvergleich:

in EUR Mio 2017 2016 2015 2014 2013
Umsatzerlöse 25,7 31,6 40,0 23,4 23,8
Betriebsergebnis 0,8 1,0 1,2 0,7 0,9
Finanzergebnis -0,1 -0,2 -0,2 -0,1 -0,1
Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung 0,6 0,7 1,0 0,5 0,7

Die Umsatzerlöse haben sich im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um EUR 5,9 Mio verringert.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch auf Ebene der Betriebsleistung wieder. Sie hat 2017 um EUR 7,0 Mio abgenommen und beträgt EUR 25,8 Mio.

Aufgrund der vertraglich seitens der RHI Feuerfest GmbH garantierten EBIT-Marge hat sich der Materialaufwand entsprechend dem Umsatz stark um 23,3 % auf EUR 20,7 Mio (i. Vj. EUR 27,0 Mio) vermindert.

Der Personalaufwand hat sich bei gleich bleibender durchschnittlicher Mitarbeiterzahl aufgrund der tarifvertraglichen Gehaltserhöhungen sowie höherer Aufwendungen für Altersversorgung auf EUR 2,6 Mio bzw. um 3,7 % leicht erhöht.

Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen beträgt im Berichtsjahr EUR -1,7 Mio (i. Vj. EUR -1,2 Mio). Aufgrund der geringeren Umsatzerlöse ist ein niedrigeres Betriebsergebnis in Höhe von EUR 0,8 Mio (i. Vj. EUR 1,0 Mio) zu verzeichnen.

Das Finanzergebnis stellt sich wie im Vorjahr negativ dar und beinhaltet im Wesentlichen die Aufwendungen aus der Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen (und Zinsen für Avalprovisionen). Es ergibt sich ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von EUR 0,6 Mio (i. Vj. EUR 0,7 Mio).

Die Umsatzrendite (Jahresergebnis vor Ergebnisabführung zu Umsatzerlösen) beträgt 2,4 % (i. Vj. 2,3 %). Die Eigenkapitalrendite (Jahresergebnis vor Ergebnisabführung zum Eigenkapital am Jahresende) beträgt 123,3 % (i. Vj. 143,2 %).

Hinweise auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die RHI Dinaris GmbH ist in den Risikomanagement-Prozess des RHI Konzerns eingebunden. Mit dem Risikomanagement wird durch systematisches und dezentrales Erfassen, Bewerten und Steuern von Risiken ein bewusster und transparenter Risikoumgang geschaffen. Die regelmäßige Bewertung der Risikosituation und entsprechende Information an die Geschäftsverantwortlichen ermöglichen das kontrollierte Eingehen von Risiken und die damit eng verbundene Wahrnehmung von Chancen.

Risk Owners in den operativen Einheiten und in den Zentralfunktionen identifizieren, bewerten und steuern die Risiken an der Stelle, wo sie auftreten. Risk Coordinators sorgen für eine bereichs- und themenübergreifende Auseinandersetzung mit den identifizierten Risiken und den daraus abgeleiteten Maßnahmen. Das zentrale Risikomanagement der RHI Feuerfest GmbH ist organisatorisch im Finanzbereich angesiedelt und ist für den Risikomanagementprozess und dessen Weiterentwicklung verantwortlich. Es stellt einheitliche Methoden und Werkzeuge zur Identifikation und Bewertung von Risiken zur Verfügung.

Die Risikoidentifikation wird durch die Vorgabe von Risikofeldern und Risikokategorien unterstützt. Risiken werden anschließend nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Auswirkung auf das Betriebsergebnis der betroffenen Einheit gemessen, wobei der Effekt von bereits abgeschlossenen Steuerungsmaßnahmen berücksichtigt wird. Für wesentliche Risiken wird auch die mögliche Auswirkung auf die Liquidität betrachtet. Das zentrale Risikomanagement fasst für den Vorstand die Risikosituation ihres jeweiligen Verantwortungsbereiches zusammen und stellt diese Information quartalsweise in Risikoberichten zur Verfügung. Der Prozess wird durch eine integrierte Risikomanagementsoftware unterstützt. Risikopolitik und Risikomanagementprozesse sind in einem Risk Handbuch festgehalten.

Die RHI Dinaris GmbH trägt grundsätzlich die typischen Betriebsrisiken im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als Vertriebsgesellschaft sowohl auf den Beschaffungs- als auch den Absatzmärkten. Durch den mit der RHI Feuerfest GmbH bestehenden Vertriebsvertrag werden wesentliche Risiken letztlich auf die RHI Feuerfest GmbH übertragen.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Einrichtung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess bzw. die Finanzberichterstattung liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung. Dazu hat die Geschäftsführung die seitens des RHI Magnesita Konzerns für die wesentlichen Geschäftsrisiken innerhalb der Gruppe als auch für den Finanzberichterstattungsprozess gruppenweit verbindlich anzuwendende Regelungen und Richtlinien auch für die RHI Dinaris GmbH für verbindlich erklärt.

Das Rechnungswesen wird auf Grundlage eines Dienstleistungsvertrags durch die Didier-Werke AG geführt. Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen wird sichergestellt, dass die gesetzliche Vorgabe, dass die Aufzeichnungen in den Büchern vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet zu erfolgen haben, erfüllt wird. Der gesamte Prozess von der Beschaffung bis zur Zahlung unterliegt strengen Regeln und Richtlinien, welche jegliche damit im Zusammenhang stehenden Risiken vermeiden sollen. Zu diesen Maßnahmen und Regeln zählen unter anderem Funktionstrennungen, Unterschriftenrichtlinien, ausschließlich kollektive und auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsermächtigungen für Zahlungen sowie systemgestützte Prüfungen durch die verwendete Software.

Durch ein standardisiertes, konzernweites Finanzberichtswesen sowie durch Ad-hoc-Berichterstattung über bedeutsame Ereignisse wird die Geschäftsführung laufend über alle relevanten Sachverhalte informiert.

Liquiditätsrisiken sind nicht erkennbar, da die RHI Dinaris GmbH über den Cash Pool Didier-Werke AG, Wiesbaden, Deutschland bzw. der RHI Feuerfest GmbH, Wien, Österreich, und deren bestehende Kreditlinien bei Banken ausreichende Liquidität generieren kann.

Das operative Währungsrisiko ist bei der RHI Dinaris GmbH relativ gering, da nur in eingeschränktem Maße Exporte in ausländischer Währung vorgenommen werden. Die Auswirkungen sich ändernder Wechselkurse im Rahmen von Absatzvorgängen werden über den garantierten Gewinnaufschlag auf die Vertriebsgesellschaft weitergereicht.

Neben der Identifizierung, Analyse und Bewertung der Finanzrisiken erfolgen auch die Entscheidungen über den Einsatz von Finanzinstrumenten zum Management dieser Risiken zentral über alle Konzerngesellschaften durch die Zentrale des RHI Magnesita Konzerns.

Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Die Geschäftsentwicklung der RHI Dinaris GmbH ist in direktem Maße von der Entwicklung der verschiedenen Abnehmerindustrien in den Bereichen Umwelt, Energie und Chemie abhängig. Darüber hinaus führt die Existenz zahlreicher Konkurrenten zu einem dynamischen Wettbewerbsumfeld. Für die weitere Entwicklung der RHI Dinaris GmbH ist es daher von großer Bedeutung, durch ein hohes Maß an Kundenorientierung und das Anbieten wettbewerbsfähiger Komplettlösungen bestehend aus Material und Dienstleistungen die eigene Wettbewerbsposition auszubauen. Die Chancen und Risiken der weiteren Entwicklung der RHI Dinaris GmbH sind durch den Vertriebsvertrag mit der RHI Feuerfest GmbH, Wien, Österreich bestimmt. Wesentliche unternehmerische Funktionen und damit auch die hiermit verbundenen Chancen und Risiken liegen demnach bei der RHI Feuerfest GmbH, Wien, Österreich.

Absatz

Durch eine anhaltende Verunsicherung hinsichtlich der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung in den Kundenindustrien kann es zu einer weiteren Verschiebung von Aufträgen kommen. Die benötigten Produkte und Dienstleistungen werden zum Großteil erst nach Auftragserteilung bestellt bzw. geleistet, wodurch die Auswirkungen der entsprechenden Risiken begrenzt werden.

Beschaffung

Die Rohstoffmärkte weisen teilweise erhebliche Preisschwankungen auf, die zu Wettbewerbsnachteilen führen können. Die RHI Feuerfest GmbH betreibt daher den Ausbau der Eigenproduktion, um eventuellen Wettbewerbsnachteilen entgegen wirken zu können. Dies wirkt sich mittelbar auch positiv auf die RHI Dinaris GmbH aus.

Die wirtschaftliche Entwicklung der RHI Dinaris GmbH wird durch den bestehenden Vertriebsvertrag mit der RHI Feuerfest GmbH, Wien, Österreich, beeinflusst. Die wesentlichen unternehmerischen Risiken werden durch diesen Vertrag auf die RHI Feuerfest GmbH, Wien, Österreich, übertragen.

Die RHI Dinaris GmbH ist in das Finanzrisikomanagement des RHI Magnesita Konzerns eingebunden. Durch dieses zentrale Finanzrisikomanagement werden diverse Finanzrisiken, insbesondere Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko, Währungsrisiko und Zinsänderungsrisiko, begrenzt.

Das Kreditrisiko stellt das Risiko dar, das aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen durch Geschäftspartner entsteht und zu Vermögensverlusten führen kann. Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, nicht jederzeit die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten aufbringen zu können. Das Risiko, das sich aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten, anderen Bilanzposten und / oder Zahlungsströmen infolge von Wechselkursschwankungen ergibt, wird als Währungsrisiko bezeichnet. Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, das sich aus der Wertänderung von Finanzinstrumenten, anderen Bilanzposten und / oder zinsbedingten Zahlungsströmen infolge von Schwankungen von Marktzinssätzen ergibt. Das Zinsänderungsrisiko beinhaltet das Barwertrisiko bei fest verzinsten Bilanzposten und das Zahlungsstromrisiko bei variabel verzinsten Bilanzposten.

Die finanzwirtschaftlichen Risiken werden entsprechend den Regelungen der vom Vorstand genehmigten Finanzierungsrichtlinien erfasst, bewertet, gesteuert und überwacht. Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie liquide Mittel entsprechen auf Grund der kurzen Laufzeit im Wesentlichen den Zeitwerten.

Das Kreditausfallrisiko im operativen Geschäft wird durch den Abschluss von Warenkreditversicherungen, Einholung von Bürgschaften oder durch ähnliche Absicherungsinstrumente auf ein aus wirtschaftlicher Sicht vertretbares Minimum reduziert.

Durch den bestehenden Vertriebsvertrag sind die unternehmerischen Chancen und Risiken der RHI Dinaris GmbH auf die RHI Feuerfest GmbH, Wien, Österreich übertragen.

Prognosebericht

Die weiterhin weltweit zu verzeichnende politische Einflussnahme und die daraus resultierende Volatilität von Investitionsentscheidungen erschweren die Planung der Energiebranche. Für das Geschäftsjahr 2018 zeichnet sich ein Umsatz von unter EUR 25 Mio ab. Für das Ergebnis vor Ergebnisabführung werden für 2018 EUR 0,8 Mio erwartet. Für 2019 gehen wir von einem Umsatz und Ergebnis vor Ergebnisabführung auf dem Niveau des Jahres 2018 aus.

 

Wiesbaden 14. Dezember 2018

RHI Dinaris GmbH

Uwe Züsch

Johann Steiner

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

Bilanz zum 31. Dezember 2017

RHI Dinaris GmbH

AKTIVA

in TEUR Anhang 31.12.2017 31.12.2016
Immaterielle Vermögensgegenstände (1) 0 0
Sachanlagen (2) 16 16
Finanzanlagen (3) 1 1
Summe Anlagevermögen   17 17
Vorräte (4), (11) 256 91
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (5), (12) 5.552 5.318
Flüssige Mittel (6) 8 4
Summe Umlaufvermögen   5.816 5.413
Summe Aktiva   5.833 5.430

PASSIVA

     
in TEUR Anhang 31.12.2017 31.12.2016
Gezeichnetes Kapital   500 500
Summe Eigenkapital (13) 500 500
Rückstellungen für Pensionen (7), (14) 1.801 1.568
Sonstige Rückstellungen (7), (15) 849 809
Summe Rückstellungen   2.650 2.377
Verbindlichkeiten (8), (16) 2.683 2.553
Summe Verbindlichkeiten   2.683 2.553
Summe Passiva   5.833 5.430

Gewinn- und Verlustrechnung RHI Dinaris GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

in TEUR Anhang 2017 2016
Umsatzerlöse (17) 25.718 31.583
Sonstige betriebliche Erträge (18) 81 1.175
Betriebsleistung   25.799 32.758
Materialaufwand (19) -20.691 -26.982
Personalaufwand (20) -2.555 -2.464
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -7 -14
Sonstige betriebliche Aufwendungen (21) -1.794 -2.367
Betriebsergebnis   752 931
Erträge aus Beteiligungen   0 0
Zinsergebnis (22) -133 -152
Finanzergebnis   -133 -152
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -3 -64
Ergebnis nach Steuern   616 715
sonstige Steuern   0 1
Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn   616 716
Jahresüberschuss/ -fehlbetrag   0 0

Anhang 2017

der RHI Dinaris GmbH

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der RHI Dinaris GmbH mit Sitz in Wiesbaden, ist nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden einzelne Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die RHI Dinaris GmbH wird im Handelsregister des Amtsgerichts Wiesbaden unter der Nummer HRB 11625 geführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese sind im Anhang aufgegliedert und erläutert. Aufgrund der Darstellung in TEUR kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind nach den handelsrechtlichen Vorschriften bilanziert.

(1) Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Es wurde eine nach Erfahrungswerten geschätzte Nutzungsdauer von vier (EDV-Software) bis fünf Jahren zu Grunde gelegt. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Das Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde nicht in Anspruch genommen.

(2) Sachanlagen

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen.

Bewegliche Anlagegüter, die vor dem 1. Januar 2010 erworben wurden, werden überwiegend degressiv abgeschrieben. Bewegliche Anlagegüter, die nach dem 31. Dezember 2009 erworben wurden, sowie unbewegliche Anlagengüter werden linear abgeschrieben.

Die Abschreibungssätze richten sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Diese beträgt überwiegend für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5-10 Jahre. Geringwertige Anlagegüter werden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben und nach fünf Jahren als Abgänge ausgewiesen.

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Sind die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine Wertaufholung.

(3) Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen werden zum Anschaffungszeitpunkt mit den Anschaffungskosten bilanziert. Niedrigere beizulegende Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen. Soweit der Grund für die Wertminderung nicht mehr besteht, erfolgt eine Zuschreibung auf den am Stichtag beizulegenden Zeitwert bis maximal zu den Anschaffungskosten.

(4) Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips verlustfrei bewertet. Den Lagerrisiken in den Vorräten wurde durch Abschläge Rechnung getragen. Die unfertigen Leistungen werden in der Höhe der direkt zurechenbaren Kosten angesetzt. Erhaltene Anzahlungen von Kunden werden auf der Passivseite ausgewiesen.

(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten. Allen erkennbaren Risiken wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und der Saldo im Zinsergebnis ausgewiesen. In der Bilanz werden diese Vermögensgegenstände mit der zugrund e liegenden Verpflichtung verrechnet. Die sich ergebenden Verpflichtungsüberhänge aus Erfüllungsrückständen der Altersteilzeitverpflichtungen werden unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

(6) Flüssige Mittel

Die inländischen flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert bzw. Nominalwert (Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten) angesetzt. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

(7) Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen und die Jubiläumsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Dabei dürfen Rückstellungen für die Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit einem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Berechnung der Pensionsverpflichtungen liegen die Wahrscheinlichkeitswerte nach den "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde.

Aufgrund des Wahlrechts gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB werden die Beträge aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes über einen Zeitraum von 15 Jahren zu den Pensionsrückstellungen zugeführt. Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Betrag von TEUR 22 (1/15 des zum 1. Januar 2010 ermittelten Unterschiedsbetrags) zugeführt. Der verwendete Rechnungszinssatz beträgt 3,68 % (i. Vj. 4,01 %). Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Der Berechnung liegt die Annahme eines Gehaltstrends von 2,5 % sowie ein Rententrend von 1,75 % zugrunde. Die Fluktuation wurde mit einem Zinssatz von 0,1 % bis zum Alter von 34 Jahren berücksichtigt. Bei der Jubiläumsrückstellung wurde weiterhin ein Trend zur Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze in Höhe von 2,5 % berücksichtigt.

Die Ermittlung der Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung der IDW-Stellungnahme IDW RS HFA 3 ("Handelsrechtliche Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen"). Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen enthält die aus Altersteilzeitvereinbarungen resultierenden Schulden saldiert mit dem Deckungsvermögen. Die Schulden umfassen die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen. Der Erfüllungsrückstand wird ratierlich ab dem Beginn der Beschäftigungsphase der Altersteilzeit angesammelt, während die Aufstockungsleistungen bei Entstehung der Verpflichtung mit ihrem Barwert angesetzt werden.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt, der seit 1. Januar 2010 auch zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezieht.

(8) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

(9) Fremdwährungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden am Bilanzstichtag einheitlich mit dem internen Verrechnungskurs umgerechnet, der an den Devisenkassamittelkurs angelehnt ist. Für Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Umrechnung am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs nur dann, wenn sich hieraus niedrigere Forderungen oder höhere Verbindlichkeiten ergeben. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden je Währung miteinander verrechnet.

(10) Latente Steuern

Aufgrund der steuerlichen Organschaft mit der Didier-Werke AG als Organträgerin werden bei der RHI Dinaris GmbH keine latenten Steuern angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

(11) Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017

in TEUR Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Summe
Anschaffungskosten 01.01.2017 27 57 1 85
Zugänge 0 7 0 7
Abgänge 0 -7 0 -7
Anschaffungskosten 31.12.2017 27 57 1 85
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2017 27 41 0 68
Abschreibungen des Geschäftsjahres 0 7 0 7
Abgänge 0 -7 0 -7
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2017 27 41 0 68
Buchwerte 31.12.2017 0 16 1 17
Buchwerte 31.12.2016 0 16 1 17

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen ist im Wesentlichen eine erworbene CAD-Software aktiviert.

Unter dem Sachanlagevermögen ist die Betriebs- und Geschäftsausstattung aktiviert.

(12) Vorräte

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Waren 256 91
Vorräte 256 91

(13) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen folgende Zusammensetzung auf:

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.606 3.702
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.801 1.464
Sonstige Vermögensgegenstände 146 152
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.553 5.318

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 348 49
Sonstige Forderungen 1.453 1.415
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.801 1.464

Die sonstigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen die Forderungen aus dem Forderungsverkauf an die RHI Feuerfest GmbH.

(14) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 500.000.

Es wird von der RHI Urmitz AG & Co. KG, Mülheim-Kärlich, gehalten. Die Didier-Werke AG, hält mittel- und unmittelbar 100,0 % an der RHI Urmitz AG & Co. KG.

(15) Rückstellungen für Pensionen

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung zukünftiger Gehalts- und Rententrends sowie eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 3,68 % (i. Vj. 4,01 %). Die Unterdotierung, die sich aus der Neubewertung der Pensionsverpflichtung zum 1. Januar 2010 ergeben hat, beträgt TEUR 328. Der Betrag, der in der Bilanz in Anwendung der Übergangsvorschriften gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB nicht ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen beträgt am Bilanzstichtag TEUR 153.

Der Unterschiedsbetrag, der sich aus dem Ansatz mit dem 10 jährigen Durchschnittszins im Vergleich mit dem 7jährigen ergibt, beträgt TEUR 316 und ist zur Ausschüttung aber nicht zur Abführung gesperrt.

(16) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Personalrückstellungen 556 582
Ausstehende Rechnungen 278 195
Übrige 15 32
Sonstige Rückstellungen 849 809

In den Personalrückstellungen sind Rückstellungen für Altersteilzeit in Höhe von TEUR 38 (i. Vj. TEUR 210) enthalten.

Angaben zur Verrechnung bezüglich Altersteilzeitrückstellung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtung vor Verrechnung des Deckungsvermögens beträgt TEUR 203 (i. Vj. TEUR 269). Der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände beträgt TEUR 165 (i. Vj. TEUR 59).

Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich um Wertpapiere, die mit ihren Marktpreisen zum Abschlussstichtag bewertet sind. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR 117. Die Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen betragen in 2017 TEUR 0 (i. Vj. TEUR 6).

(17) Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 494 192
Erhaltene Anzahlungen aus Bestellungen 769 742
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.218 1.487
Sonstige Verbindlichkeiten 201 132
davon aus Steuern 28 38
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1 0
Verbindlichkeiten 2.683 2.553

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 216 98
Sonstige Verbindlichkeiten 1.002 1.389
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.218 1.487

Die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung des Jahresergebnisses 2017 an die Didier-Werke AG.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben mit Ausnahme der sonstigen Verbindlichkeiten wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Restlaufzeit bis zu einem Jahr 200 130
Restlaufzeit > 1 Jahr 1 1
davon Restlaufzeit > 5 Jahre 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 201 131

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(18) Umsatzerlöse

Der Umsatz mit Feuerfestprodukten lag in 2017 bei TEUR 25.676 gegenüber TEUR 31.583 im Vorjahr und wurde in folgenden Regionen getätigt:

in TEUR 2017 2016
Europa (ohne Deutschland und Österreich) 3.628 4.918
Asia Pacific / Afrika 17.348 22.905
Deutschland 3.965 2.842
Nord- und Südamerika 390 748
Österreich 387 170
Summe Umsatz 25.718 31.583

In den Umsatzerlösen enthalten sind sonstige Umsätze in Höhe von TEUR 1.119 (i. Vj. TEUR 1.208), die Geschäftsvorfälle mit verbundenen Unternehmen betreffen.

(19) Sonstige betriebliche Erträge

Zu den sonstigen betrieblichen Erträgen zählen:

in TEUR 2017 2016
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 43 224
Dotierung kalkulatorische Gewährleistung 14 852
Weiterbelastete Kosten 0 0
davon an verbundene Unternehmen 0 0
Währungskursgewinne 13 6
Übrige 9 92
Sonstige betriebliche Erträge 81 1.175

Von den Währungskursgewinnen entfallen TEUR 7 (i. Vj. TEUR 6) auf realisierte Kursgewinne und TEUR 3 (i. Vj. TEUR 0) auf unrealisierte Erträge aus der Bewertung.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 43 (i.Vj. TEUR 224), sowie TEUR 4 weitere periodenfremde Erträge enthalten.

(20) Materialaufwand

in TEUR 2017 2016
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1 4
Aufwendungen für bezogene Waren 19.869 26.146
  19.870 26.150
Aufwendungen für bezogene Leistungen 821 832
Materialaufwand 20.691 26.982

(21) Personalaufwand

Im Einzelnen teilt sich der Personalaufwand folgendermaßen auf:

in TEUR 2017 2016
Gehälter 1.604 1.729
Jahressondervergütung, Tantiemen und andere Vergütungen 408 290
Aufwendungen für Abfindungen / Sozialplan 7 104
  2.019 2.123
Soziale Abgaben 353 341
Aufwendungen für Altersversorgung 183 0
  536 341
Personalaufwand 2.555 2.464

(22) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten:

in TEUR 2017 2016
Ausgangsfrachten (Vertrieb) 546 1.025
Von verbundenen Unternehmen belastete Kosten 394 602
Reisekosten 238 202
Mieten, Pacht sowie Leasing 202 212
Sonstige Fremdleistungen 121 116
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 67 77
Währungskursverluste 18 7
Büro- und Verwaltungskosten 25 8
Post- und Telefongebühren 11 11
Versicherungsaufwand 21 21
Gebühren und Beiträge 46 50
Übrige 105 36
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.794 2.367

Von den Währungskursverlusten entfallen TEUR 18 (i. Vj. TEUR 4) auf realisierte sowie TEUR 0 (i. Vj. TEUR 3) auf unrealisierte Kursverluste aus der Bewertung.

(23) Zinsergebnis

in TEUR 2017 2016
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -133 -152
davon an verbundene Unternehmen -11 6
Zinsergebnis -133 -152

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 80 (i. Vj. TEUR 85) enthalten. Der Zinsaufwand aus der Altersteilzeitverpflichtung beträgt TEUR 8 (i. Vj. TEUR 8).

Sonstige Erläuterungen

(24) Personal

Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer gliedert sich wie folgt:

2017 2016
Angestellte 25 25
Kaufmännische Auszubildende 1 1
Personal 26 26

(25) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter den Haftungsverhältnissen ausgewiesen werden, betrifft:

in TEUR 2017 2016
Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Pachtverhältnissen 448 581
davon fällig im Folgejahr 190 183
davon fällig in den darauf folgenden vier Jahren 259 398
Bestellobligo aus Investitionen und Vorräten 0 0
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 448 581

(26) Außerbilanzielle Geschäfte

Es besteht eine Vereinbarung, wonach die Gesellschaft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die RHI Feuerfest GmbH, Wien, verkaufen kann. Dabei werden sämtliche Risiken auf den Erwerber übertragen. Die Zahlungseingänge werden für den Käufer zunächst treuhänderisch von der Gesellschaft entgegengenommen und anschließend an die RHI Feuerfest GmbH weiterverrechnet. Der Verkauf der Forderungen erfolgt zum Nennwert. Für den Zeitraum vom Zeitpunkt des Verkaufs bis zur Weiterleitung der Zahlungseingänge berechnet die RHI Feuerfest GmbH einen marktüblichen Zins.

(27) Bezüge

Von der Veröffentlichung der Geschäftsführerbezüge wird mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB abgesehen. Die Pensionsverpflichtungen für die ehemaligen Organmitglieder und deren Hinterbliebenen betragen TEUR 150 (i. Vj. TEUR 135) und sind zurückgestellt.

(28) Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 20 (i. Vj. TEUR 16). Es entfällt im vollen Umfang auf Abschlussprüfungsleistungen.

(29) Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist gem. § 271 Abs. 2 i. V. m. § 290 HGB ein verbundenes Unternehmen der RHI Magnesita N.V., Arnheim, Niederlande und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Die RHI Magnesita N.V. stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis an Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der RHI Magnesita N.V., Arnheim, Niederlande, kann von der Homepage der Gesellschaft unter www.rhimagnesita.com heruntergeladen werden oder beim Handelsregister der niederländischen Handelskammer unter der Nummer 68991665 eingesehen werden. Der Konzernabschluss der RHI Magnesita N.V. wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und hat befreiende Wirkung (§ 291 HGB) für die RHI Dinaris GmbH.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

Anteilsbesitz der RHI Dinaris GmbH

(gem. § 285 Satz 1 Nr. 11 HGB)

WE=Währungseinheiten

lfd.Nr. Name, Sitz Währung Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital in Tausend WE Ergebnis in Tausend WE
Ausländischhe Unternemmen          
1. RHI Refractories France S.A., Breuillet, Frankreich EUR 0,11 704 -0,10

(28) Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer waren im Berichtszeitraum bestellt:

Uwe Püsch (Ressort Vertrieb)

Dipl.-Kfm. Peter Luef (Ressort Finanzen) (ausgeschieden per 31.08.2018)

Johann Steiner (Ressort Finanzen) (mit Wirkung zum 27.09.2018)

 

Wiesbaden, den 14. Dezember 2018

RHI Dinaris GmbH

Uwe Pusch

Joharn Steiner

RHI Dinaris GmbH

Hagenauer Straße 53-55a

65203 Wiesbaden

Tel.: +49/6112366-11

Fax: +49/6112366-411

www.rhimagnesita.com

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die RHI Dinaris GmbH, Wiesbaden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RHI Dinaris GmbH, Wiesbaden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RHI Dinaris GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfling sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 14. Dezember 2018

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Bernd Roese, Wirtschaftsprüfer

ppa. Richard Gudd, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

100 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.