Stammdaten

Register
Amtsgericht Neubrandenburg HRB 20469
Vorher
Taeter GmbHVeolia Verkehr Service Ost GmbHVeolia Verkehr Service GmbH
Eingetragen
7.7.1982
Branche
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenPersonenbeförderung im Linienverkehr auf der StraßeVermittlungstätigkeiten für die Personenbeförderung
Gegenstand
Jede direkt oder indirekt mit der Erbringung von Verkehrsleistungen in Zusammenhang stehende Geschäftstätigkeit, insbesondere für die Erbringung von Verkehrsleistungen erforderliche und/oder dienliche Dienstleistungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Ramona Frey
seit 4.5.2017
Prokura
Katrin Rüchel
seit 4.5.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Transdev Group Société AnonymeFRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Transdev Stadt GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Transdev GmbH

Berlin

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Transdev GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Transdev GmbH, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Transdev GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen im Abschnitt "Allgemeine Angaben" im Konzernanhang sowie im Abschnitt "C.2. Chancen- und Risikobericht" im Konzernlagebericht der gesetzlichen Vertreter. Dort ist ausgeführt, dass die derzeitige Energiepreiskrise den Konzern auf Ebene der Transdev GmbH, Berlin, (im Folgenden auch: "der Konzern") in eine schwierige Lage bringt. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum hängt daher davon ab, dass die der Finanzplanung zu Grunde liegenden Prämissen, insbesondere zur Energiekostenentwicklung der Jahre 2022 und 2023, eintreten bzw. nicht wesentlich überschritten werden. Soweit die Aufgabenträger diese ungeplanten Energiekosten nicht ausgleichen, kann sich eine Finanzierungslücke ergeben, die eine zusätzliche Finanzierung erforderlich macht. Die Transdev Group S.A., Paris, Frankreich, hat diesbezüglich gegenüber der Transdev GmbH, Berlin, am 30. August 2022 eine bis zum 31. August 2023 zeitlich beschränkte Patronatserklärung abgegeben. Danach verpflichtet sich die Transdev Group S.A., Paris, Frankreich, unwiderruflich, die Transdev GmbH bis zur Höhe von EUR 80 Mio. mit zusätzlicher Liquidität oder sonstigen finanziellen Mitteln auszustatten, soweit dies erforderlich ist, um es der Transdev GmbH zu ermöglichen, alle fälligen Forderungen ihrer Gläubiger zu befriedigen, um dadurch eine drohende oder bestehende Illiquidität der Transdev GmbH im insolvenzrechtlichen Sinne zu vermeiden. Im Falle von wesentlichen Abweichungen von den der Finanzplanung zu Grunde liegenden Prämissen ist die Fortführung der Unternehmenstätigkeit des Konzerns somit von der finanziellen Unterstützung durch die Transdev Group S.A., Paris, Frankreich, abhängig.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 31. August 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wehner, Wirtschaftsprüfer

Schmidt, Wirtschaftsprüfer

GESELLSCHAFTERBESCHLUSS

Die unterzeichnete

Transdev Group, Société Anonyme,

mit einem eingetragenen Kapital von EUR 1.206.035.927,20, eingetragen unter 521 477 851 RCS im Handelsregister in Nanterre,

als alleinige Gesellschafterin der

Transdev GmbH
AG Charlottenburg / HRB100 617B

fasst hiermit unter Verzicht auf sämtliche gesetzlichen und/oder gesellschaftsvertraglichen Fristen und Formen im Wege schriftlicher Beschlussfassung die folgenden Beschlüsse:

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 (Konzernjahresfehlbetrag i. H. v. EUR 40.746.222,04) wird festgestellt.

Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst.

 

Paris, 01.09.2022

Transdev Group S.A.

Thierry Mallet

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

AKTIVA

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
ANLAGEVERMÖGEN    
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.327.494,43 14.031.233,83
Geschäfts- oder Firmenwert 16.295.335,34 18.623.240,39
Geleistete Anzahlungen 1.181.213,23 512.949,29
  29.804.043,00 33.167.423,51
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.269.983,39 42.264.097,09
Technische Anlagen und Maschinen 31.187.962,22 32.304.300,39
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.571.998,22 21.300.393,05
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.004.138,02 12.008.274,51
Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 4.564.320,20 5.352.112,44
Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 192.326.269,07 167.656.357,96
  300.924.671,12 280.885.535,44
Finanzanlagen    
Anteile an assoziierten Unternehmen 1.403.757,82 2.815.688,54
Beteiligungen 218.261,65 252.523,82
Sonstige Ausleihungen 45.107.856,53 44.996.927,53
  46.729.876,00 48.065.139,89
  377.458.590,12 362.118.098,84
UMLAUFVERMÖGEN    
Vorräte    
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 48.448.505,01 45.922.064,58
Waren 27.774,52 635.159,55
  48.476.279,53 46.557.224,13
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 159.950.776,79 152.459.642,75
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 64.693,32 0,00
Forderungen gegen Gesellschafter 136.182,06 2.644.662,87
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.808.012,63 3.320.238,33
Sonstige Vermögensgegenstände 52.503.349,19 35.039.412,50
  220.463.013,99 193.463.956,45
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 17.039.436,93 13.482.642,32
  285.978.730,45 253.503.822,90
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 23.757.739,86 19.602.235,19
NICHT DURCH KONZERNEIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 17.403.966,70 0,00
  704.599.027,13 635.224.156,93

PASSIVA

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
EIGENKAPITAL    
Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
Kapitalrücklage 246.312.702,79 246.312.702,79
Gewinnrücklagen 2.049,00 2.049,00
Verlustvortrag -227.380.436,72 -163.188.406,70
Konzernjahresfehlbetrag -41.416.013,97 -64.192.030,02
Nicht beherrschende Anteile 5.052.132,20 5.536.521,83
Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag 17.403.966,70 0,00
  0,00 24.496.436,90
SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 32.567.946,43 30.127.612,27
RÜCKSTELLUNGEN    
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.856.438,21 3.293.557,65
Steuerrückstellungen 4.817.749,86 6.085.610,36
Sonstige Rückstellungen 227.196.521,11 188.656.312,21
  235.870.709,18 198.035.480,22
VERBINDLICHKEITEN    
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 63.735.502,11 65.959.241,22
Erhaltene Anzahlungen 1.298,50 1.851,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 83.366.998,55 44.953.823,04
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 6.175,61
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 92.303.556,89 78.489.442,34
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.712.997,36 1.309.465,13
Sonstige Verbindlichkeiten 169.486.058,74 168.196.929,30
- davon aus Steuern: EUR 1.176.461,12 (Vorjahr: EUR 485.763,68)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 44.542,41 (Vorjahr: EUR 61.286,28)    
  410.606.412,15 358.916.927,64
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 19.592.954,59 18.342.104,85
PASSIVE LATENTE STEUERN 5.961.004,78 5.305.595,05
  704.599.027,13 635.224.156,93

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

2021
EUR
2020
EUR
Umsatzerlöse 1.207.096.669,20 1.131.842.765,78
Sonstige betriebliche Erträge 41.563.433,24 50.599.387,97
- davon Erträge aus Währungsumrechnung: EUR 153,53 (Vorjahr: EUR 0,00)    
Materialaufwand    
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -135.379.228,62 -120.644.229,92
Aufwendungen für bezogene Leistungen -645.547.618,04 -627.711.723,37
Personalaufwand    
Löhne und Gehälter -281.059.488,96 -263.713.961,69
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -59.245.714,57 -55.353.335,28
- davon für Altersversorgung: EUR 2.164.746,17 (Vorjahr: EUR 1.528.969,96)    
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -45.365.363,28 -44.237.391,91
Sonstige betriebliche Aufwendungen -112.221.784,19 -130.695.347,18
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung: EUR 3,92 (Vorjahr: EUR 1,10)    
Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -3.258.946,44 429.399,98
Erträge aus Beteiligungen 6.144,73 31.540,93
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.075.750,22 4.477.804,32
- davon Erträge aus Abzinsung: EUR 597.722,86 (Vorjahr: EUR 311.966,51)    
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 420.125,61 (Vorjahr: EUR 226.469,63)    
Abschreibungen auf Finanzanlagen -94.027,92 0,00
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.125.480,96 -7.169.169,77
- davon Aufwendungen aus Aufzinsung: EUR 880.171,18 (Vorjahr: EUR 716.386,00)    
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 3.402.895,39 (Vorjahr: EUR 4.899.606,17)    
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.482.110,63 -1.210.060,02
- davon aus latenten Steuern: Aufwand EUR 655.409,73 (Vorjahr: Aufwand EUR 880.800,92)    
Ergebnis nach Steuern -40.037.766,22 -63.354.320,16
Sonstige Steuern -708.455,82 -306.399,09
Konzernjahresfehlbetrag -40.746.222,04 -63.660.719,25
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne 669.791,93 531.310,77

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

TRANSDEV GMBH, BERLIN
AMTSGERICHT CHARLOTTENBURG, HRB 100617B

Allgemeine Angaben

Die Transdev GmbH - kurz "Gesellschaft" - kann als Mutterunternehmen unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss auf ihre Tochterunternehmen - zusammen mit der Muttergesellschaft kurz "Gesellschaften", "Transdev" oder "Konzern" - ausüben. Da der Konzern die Größenmerkmale des § 293 Abs. 1 HGB überschreitet, ist Transdev nach § 290 Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet.

Der Konzernabschluss der Transdev GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Weiterhin liegen dem aufgestellten Konzernabschluss die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung für große Kapitalgesellschaften in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG), die Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) und die ergänzenden Vorschriften des Gesetzes die Gesellschaften mit beschränkter Haftung betreffend (GmbHG) zugrunde.

Die Gliederung des Anlagevermögens wurde entsprechend der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen vom 27. Februar 1968 (BGBl 1968, Seite 193) in der am 17. Juli 2015 geänderten Fassung (BGBl 2015, Seite 1245) vorgenommen.

In den Konzernabschluss wurden die Muttergesellschaft sowie alle Tochtergesellschaften einbezogen.

Der Konzernabschluss wurde unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt. Es bestehen jedoch wesentliche Planungsunsicherheiten im Zusammenhang mit der Energiekrise. Sollte die Energiepreiskrise mittel- und langfristig anhalten oder sich im Prognosezeitraum weiter verschärfen, ist der Fortbestand des Konzerns entweder von entsprechenden Ausgleichzahlungen durch die Aufgabenträger abhängig oder, soweit die Aufgabenträger die zusätzlichen Energiekosten nicht ausgleichen, von der fortlaufenden finanziellen Unterstützung durch die Transdev Group S.A., Paris, Frankreich. Wir verweisen in Bezug auf das vorliegende bestandsgefährdende Risiko auf unsere Ausführungen im Abschnitt "C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht", dort Unterabschnitt "C.2. Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts.

Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge

Zwischen der Transdev GmbH und den folgenden Unternehmen besteht eine geschlossene Kette von Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen:

Gesellschaft Vertragsdatum (letzte Änderung) Gesellschafterversammlung HR- Eintrag Inkrafttreten
Alpina Immobilien GmbH 07./14.11.2014 07.11.2014 15.12.2014 2014
AWV Ahrweiler Verkehrs GmbH 11.12.2013 17.12.2013 27.12.2013 2013
Bayerische Oberlandbahn GmbH (BOB) 11.11.2014 07.11.2014 04.12.2014 2014
Bayerische Regiobahn GmbH (BRB) 11.11.2014 07.11.2014 25.11.2014 2014
Euregio Verkehr GmbH (ehemals VLD Verkehrsbetrieb Lahn Dill GmbH) 11.12.2013 17.12.2013 23.12.2013 2013
eurobus Verkehrs-Service GmbH Rheinland-Pfalz 10.12.2020 14.12.2020 18.12.2020 2020
Everride GmbH 19.11.2019 05.12.2019 16.12.2019 2019
Griensteidl GmbH 14.11.2014 07.11.2014 22.12.2014 2014
INGmobil GmbH 10.12.2020 14.12.2020 18.12.2020 2020
Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck mbH - KVG - 14.12.2020 14.12.2020 21.12.2020 2020
MB Moselbahn Verkehrsbetriebsgesellschaft mbH 09./10.12.2020 14.12.2020 22.12.2020 2020
mobus Märkisch-Oderland Bus GmbH 07./10.12.2020 14.12.2020 18.12.2020 2020
MOVE ON Telematik Service GmbH 11.11.2014 07.11.2014 24.11.2014 2014
Nassauische VerkehrsGesellschaft mbH 14.11.2014 07.11.2014 11.12.2014 2014
Niederschlesische Verkehrsgesellschaft mbH 26.11.2020 24.11.2020 30.11.2020 2020
Norddeutsche Verkehrsbetriebe GmbH 25.11./ 10.12.2020 24.11.2020 22.12.2020 2020
Nord-Ostsee-Bahn GmbH 07.11.2014 07.11.2014 28.11.2014 2014
NordWestBahn GmbH (NWB) 08.08.2014 08.08.2014 19.12.2014 2014
NZM Nutzfahrzeugzentrum Mittelrhein GmbH 25./26.11.2020 24.11.2020 02.12.2020 2020
OLB Oberlandbahn Fahrzeugbereitstellungs GmbH 06.12.2012 10.12.2012 12.12.2012 2012
Omnibus-Verkehr Ruoff GmbH 07.11.2014 07.11.2014 21.11.2014 2014
Ostseeland Verkehr GmbH 19./20.11.2015 18./16.11.2015 21.12.2015 2015
Palatina Bus GmbH 07./13.11.2014 07.11.2014 11.12.2014 2014
Regionalverkehr Westsachsen GmbH 10.12.2020 14.12.2020 16.12.2020 2020
Rohde Verkehrsbetriebe GmbH 07.11.2014 07.11.2014 02.12.2014 2014
Stadtbus Schwäbisch Hall GmbH 07.11.2014 07.11.2014 08.12.2014 2014
stendalbus GmbH 10.12.2020 14.12.2020 16.12.2020 2020
Trans Regio Deutsche Regionalbahn GmbH 06./07.11.2014 07.11.2014 05.12.2014 2014
Transdev Bus GmbH 30.08.2016 10.08.2016 02.09.2016 2016
Transdev Busservice GmbH 07.11.2014 07.11.2014 15.12.2014 2014
Transdev Düren GmbH (ehemals Transdev Niedersachsen GmbH) 29.09.2017 12.09.2017 26.09.2017 2017
Transdev Hannover GmbH 15.04.2019 20.03.2019 12.06.2019 2019
Transdev Instandhaltung GmbH (ehemals Eisenbahnwerkstatt-Gesellschaft mbH) 07.11.2014 07.11.2014 04.12.2014 2014
Transdev Mitteldeutschland GmbH 11.01.2016 06.01.2016 03.06.2016 2016
Transdev Niedersachsen/ Westfalen GmbH 07./14.11.2014 07.11.2014 18.12.2014 2014
Transdev Nord GmbH 16.02.2016 27.01.2016 24.02.2016 2016
Transdev Ostwestfalen GmbH 07./14.11.2014 07.11.2014 05.12.2014 2014
Transdev Personalservice GmbH 07./13.11.2014 07.11.2014 09.12.2014 2014
Transdev Regio GmbH 07.11.2014 07.11.2014 22.12.2014 2014
Transdev Regio Ost GmbH 07.11.2014 07.11.2014 04.12.2014 2014
Transdev Regio-Süd-West GmbH 11.12.2015 02.12.2015 15.12.2015 2015
Transdev Rheinland GmbH 07./14.11.2014 07.11.2014 02.12.2014 2014
Transdev Rhein-Main GmbH 07./12.11.2014 07.11.2014 15.12.2014 2014
Transdev Rhein-Ruhr GmbH (ehemals Transdev Bahn GmbH) 09.11.2015 18./26.11.2015 08.12.2015 2015
Transdev Sachsen-Anhalt GmbH 07./10.11.2014 07.11.2014 17.12.2014 2014
Transdev Service GmbH 07.11.2014 07.11.2014 25.11.2014 2014
Transdev Service West GmbH 23.11.2012 05.12.2012 19.12.2012 2012
Transdev Shuttle GmbH 11.12.2013 17.12.2013 23.12.2013 2013
Transdev Stadt GmbH 07.11.2014 07.11.2014 18.12.2014 2014
Transdev Süd-West GmbH 07.11.2014 07.11.2014 18.12.2014 2014
Transdev Taunus GmbH 09.11.2015 18.11.2015 03.12.2015 2015
Transdev Verkehr GmbH (ehemals Transdev SE & Co. KG) 14.12.2020 14.12.2020 18.12.2020 2020
Transdev Vertrieb GmbH 09.11.2015 18.11.2015 08.12.2015 2015
Transdev West GmbH 07.11.2014 07.11.2014 04.12.2014 2014
Verkehrsgesellschaft Zweibrücken GmbH 10.12.2020 14.12.2020 22.12.2020 2020
VIO Verkehrsgesellschaft Idar-Oberstein mbH 10.12.2020 14.12.2020 18.12.2020 2020
VREM Verkehrsbetrieb Rhein Eifel Mosel GmbH 16.12.2013 17.12.2013 19.12.2013 2013
Württembergische Bus-Gesellschaft mbH 08./09.03.2016 26.01.2016 04.04.2016 2016
Württembergische Eisenbahn-Gesellschaft mbH 07.11.2014 07.11.2014 24.11.2014 2014

Intercompany Cash-Pooling Agreement

Innerhalb des deutschen Transdev-Konzerns führt die Transdev GmbH ein Cash-Pooling durch. Die Transdev GmbH selbst ist in den Cash-Pool der Transdev Group S.A., Paris, Frankreich, eingebunden. Es erfolgt ein täglicher Ausgleich der jeweiligen Salden zwischen der Transdev GmbH und der Transdev Group S.A.

Das Cash-Pooling dient neben der konzernweiten Zentralisierung der Kassenhaltung auch zur Optimierung der liquiden Mittel aller teilnehmenden Konzernunternehmen durch Abschöpfung der überschüssigen Liquidität der einzelnen Teilnehmer und durch die bedarfsgerechte Verteilung dieser Liquidität innerhalb der Transdev-Gruppe in Deutschland. Die Teilnahme am Cash-Pooling ermöglicht außerdem die Weitergabe der konzernweiten Einsparungen von Finanzierungskosten an die einzelnen Teilnehmer. Die Teilnehmer führen alle liquiden Mittel aus ihrem freien Vermögen in den Cash-Pool der Transdev GmbH ab bzw. sie erhalten aus dem Cash-Pool der Transdev GmbH den benötigten Finanzbedarf taggleich.

Teilnehmer am Cash-Pooling der Transdev GmbH sind alle Tochterunternehmen der Transdev GmbH mit Ausnahme der Transdev Verkehr GmbH, Moers, und ihrer Tochterunternehmen, der Everride GmbH, Leipzig, der NETLOG-Neubrandenburger Teile- und Logistikgesellschaft mbH, Neubrandenburg, und der Sax-Bus Eilenburger Busverkehr GmbH, Eilenburg. Darüber hinaus waren im Geschäftsjahr die assoziierten Unternehmen West-Bus GmbH, Krefeld, und Heidenheimer Verkehrsgesellschaft mbH, Heidenheim an der Brenz, in das Cash-Pooling eingebunden.

Die Transdev Verkehr GmbH führt für sich und ihre Tochterunternehmen ein separates Cash-Pooling durch. Die Transdev Verkehr GmbH ist über einen Cash-Managementvertrag an das zentrale Cash-Management der Transdev GmbH angebunden. Zur Gewährleistung und zugleich Optimierung der Liquidität stellt die Transdev GmbH Liquidität zur Verfügung bzw. nimmt überschüssige Liquidität der Transdev Verkehr GmbH auf.

Struktur der Unternehmensgruppe

Die Transdev GmbH als Muttergesellschaft ist zu 100% an der Transdev Stadt GmbH, Berlin, an der Transdev Regio GmbH, Berlin, und an der Transdev Verkehr GmbH Moers, beteiligt. Die Transdev Stadt GmbH, die Transdev Regio GmbH und die Transdev Verkehr GmbH sind ihrerseits an weiteren Tochterunternehmen mittelbar und unmittelbar beteiligt. Die Transdev GmbH ist darüber hinaus an weiteren Tochterunternehmen mittelbar und unmittelbar beteiligt.

Konsolidierungskreis

Neben der Transdev GmbH sind zum 31. Dezember des Geschäftsjahres 74 inländische Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen worden.

Darüber hinaus bestehen vier mittelbare Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und drei mittelbare Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen.

Nr. Gesellschaft Sitz Beteiligung Gehalten von
1 Transdev GmbH Berlin    
  Tochterunternehmen      
2 Transdev Regio GmbH Berlin 100,00% 1
3 Transdev Stadt GmbH Berlin 100,00% 1
4 Transdev Verkehr GmbH (ehemals Transdev SE & Co. KG) Moers 100,00% 1
5 Transdev Verwaltungs SE Moers 100,00% 1
6 Transdev Niedersachsen/ Westfalen GmbH Rheda-Wiedenbrück 100,00% 1
7 Griensteidl GmbH Gröbenzell 100,00% 1
8 Transdev Sachsen-Anhalt GmbH Halberstadt 100,00% 1
9 Niederschlesische Verkehrsgesellschaft GmbH Weißwasser 100,00% 1
10 Transdev Vertrieb GmbH Berlin 100,00% 1
11 Transdev Instandhaltung GmbH Husum 100,00% 2
12 NETLOG-Neubrandenburger Teile und Logistikgesellschaft mbH Neubrandenburg 66,70% 2
13 Transdev Süd-West GmbH Mönchengladbach 100,00% 2
14 Transdev Regio Ost GmbH Leipzig 100,00% 2
15 Transdev Personalservice GmbH Berlin 100,00% 2
16 Transdev Busservice GmbH Feldberger Seenlandschaft 100,00% 2
17 Württembergische Eisenbahn-Gesellschaft mbH Waiblingen 100,00% 2
18 Ostseeland Verkehr GmbH Schwerin 100,00% 2
19 OLB Oberlandbahn Fahrzeugbereitstellungs GmbH Lenggries 100,00% 2
20 Nord-Ostsee-Bahn GmbH Kiel 100,00% 2
21 Rohde Verkehrsbetriebe GmbH Husum 100,00% 20
22 Norddeutsche Verkehrsbetriebe GmbH Niebüll 100,00% 20
23 Bayerische Oberlandbahn GmbH (BOB) Holzkirchen 100,00% 2
24 Bayerische Regiobahn GmbH (BRB) Holzkirchen 100,00% 2
25 Transdev Mitteldeutschland GmbH Chemnitz 100,00% 23
26 MOVE ON Telematik Service GmbH Holzkirchen 100,00% 23,24
27 NordWestBahn GmbH (NWB) Osnabrück 100,00% 2
28 Transdev Rhein-Ruhr GmbH (ehemals Transdev Bahn GmbH) Berlin 100,00% 2
29 Trans Regio Deutsche Regionalbahn GmbH Koblenz 100,00% 2
30 Transdev Nord GmbH Berlin 100,00% 2
31 Transdev Regio-Süd-West GmbH Waiblingen 100,00% 2
32 Transdev Düren GmbH (ehemals Transdev Niedersachsen GmbH) Berlin 100,00% 3
33 Transdev Service GmbH Neubrandenburg 100,00% 3
34 Omnibus-Verkehr Ruoff GmbH Waiblingen 100,00% 3
35 Stadtbus Schwäbisch Hall GmbH Schwäbisch Hall 100,00% 3
36 Transdev Ostwestfalen GmbH Rheda-Wiedenbrück 100,00% 3
37 Transdev Rheinland GmbH Aachen 100,00% 3
38 Sax-Bus Eilenburger Busverkehr GmbH Eilenburg 56,00% 37
39 TAETER-TOURS GmbH Dresden 51,00% 37
40 Transdev Rhein-Main GmbH Frankfurt am Main 100,00% 3
41 Alpina Immobilien GmbH Frankfurt am Main 100,00% 3
42 Palatina Bus GmbH Edenkoben 100,00% 3
43 Nassauische Verkehrs-Gesellschaft mbH (NVG) Bogel 100,00% 3
44 AWV Ahrweiler Verkehrs GmbH Brohl-Lützing 100,00% 3
45 Euregio Verkehr GmbH (ehemals VLD Verkehrsbetrieb Lahn Dill GmbH) Limburg a. d. Lahn 100,00% 3
46 Transdev Service West GmbH Rheda-Wiedenbrück 100,00% 3
47 VREM Verkehrsbetrieb Rhein Eifel Mosel GmbH Polch 100,00% 3
48 Transdev Shuttle GmbH Heidenheim an der Brenz 100,00% 3
49 Transdev West GmbH Mönchengladbach 100,00% 3
50 HABUS GmbH Verkehrsbetriebe Hagen 51,00% 49
51 Rhein-Bus Verkehrsbetrieb GmbH Düsseldorf 51,00% 49
52 NZM Nutzfahrzeugzentrum Mittelrhein GmbH Neuwied 100,00% 3
53 Transdev Taunus GmbH Berlin 100,00% 3
54 Württembergische Bus-Gesellschaft mbH Waiblingen 100,00% 3
55 Transdev Bus GmbH Berlin 100,00% 3
56 Everride GmbH Leipzig 100,00% 2
57 Transdev Hannover GmbH Hannover 100,00% 2
58 INGmobil GmbH Ingelheim 100,00% 4
59 eurobus Verkehrs-Service GmbH Rheinland-Pfalz Bad Kreuznach 100,00% 4
60 stendalbus GmbH Stendal 100,00% 4
61 Freiberger Eisenbahngesellschaft mbH Freiberg 85,00% 4
62 Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck mbH - KVG - Zittau 100,00% 4
63 Martin Becker GmbH & Co. KG Altenkirchen 100,00% 4,64
64 Verwaltungsgesellschaft der Firma Martin Becker mit beschränkter Haftung Altenkirchen 100,00% 4
65 MB Moselbahn Verkehrsbetriebsgesellschaft mbH Bernkastel-Kues 100,00% 4
66 OSL Bus GmbH Senftenberg 100,00% 4
67 Regionalbus West GmbH Moers 100,00% 4
68 Regionalbus Oberlausitz GmbH Bautzen 74,00% 4
69 Regionalverkehr Westsachsen GmbH Zwickau 100,00% 4
70 mobus Märkisch-Oderland Bus GmbH Strausberg 100,00% 4
71 Verkehrsgesellschaft mbH, Bad Kreuznach Bad Kreuznach 100,00% 4
72 Stadtbus Bad Kreuznach GmbH Bad Kreuznach 100,00% 4
73 Verkehrsgesellschaft Zweibrücken GmbH Zweibrücken 100,00% 4
74 Stadtbus Zweibrücken GmbH Zweibrücken 100,00% 4
75 VIO Verkehrsgesellschaft IdarOberstein mbH Idar-Oberstein 100,00% 4
  Assoziierte Unternehmen      
76 KSI GmbH & Co. KG Augsburg 49,00% 1
77 KSA GmbH Augsburg 49,00% 1
78 West-Bus GmbH Krefeld 49,00% 37
79 Heidenheimer Verkehrsgesellschaft mbH Heidenheim an der Brenz 49,00% 3
  Gemeinschaftsunternehmen      
80 RMV Vermögens- und Beteiligungs GmbH Hamburg 50,00% 3
81 ARGE Prignitzbus GbR Perleberg 50,00% 70
82 REV Regionale Europäische Verkehrsgesellschaft mbH i.L. Augsburg 50,00% 4

Im Geschäftsjahr 2021 ist die Heidenheimer Verkehrsgesellschaft mbH, Heidenheim an der Brenz, durch den Verkauf von Anteilen aus dem Kreis der vollkonsolidierten Tochterunternehmen ausgeschieden und wird fortan als assoziiertes Unternehmen eingeordnet.

Konsolidierungsgrundsätze

Einheitliche Bilanzierungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen sind einheitlich auf den Stichtag der Muttergesellschaft aufgestellt.

Die Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie Erträge und Aufwendungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind mit den in den entsprechenden Einzelabschlüssen ausgewiesenen Werten und - soweit notwendig - nach Anpassungen in den Konzernabschluss übernommen worden. Gliederung, Ansatz und Bewertung erfolgen im Konsolidierungskreis grundsätzlich nach konzerneinheitlichen Vorschriften.

Kapitalkonsolidierung

Die Transdev GmbH stellte zum 31. Dezember 2016 erstmalig einen Konzernabschluss auf, somit erfolgte die Erstkonsolidierung für alle am 1. Januar 2016 bereits existierenden Tochterunternehmen zum 1. Januar 2016.

Bei der Kapitalkonsolidierung wird gemäß § 301 Abs. 1 HGB die Neubewertungsmethode angewandt. Dabei wurde im Rahmen der erstmaligen Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 290 ff. HGB für das Geschäftsjahr 2016 von der Ausnahmeregelung gemäß § 301 Abs. 2 Satz 5 HGB Gebrauch gemacht, die Wertansätze des Mutterunternehmens mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt der Begründung des Mutter-Tochterverhältnisses zu verrechnen. Wesentliche stille Reserven bestanden zum jeweiligen Zeitpunkt nicht, da die Tochterunternehmen hauptsächlich gegründet und nicht erworben wurden. Soweit in der Vergangenheit Erwerbe erfolgten, liegen diese Jahre zurück, sodass daraus resultierende Unterschiedsbeträge bei der erstmaligen Erstellung des Konzernabschlusses bereits amortisiert waren.

Der gemäß § 301 Abs. 1 HGB aus der Kapitalkonsolidierung aufgrund des Erwerbs der Anteile am Transdev Verkehr GmbH (ehemals: Transdev SE & Co. KG) - Teilkonzern resultierende Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von Mio. EUR 23,3 wurde in den Geschäftsjahren 2019 bis 2021 um Mio. EUR 7,0 abgeschrieben. Die Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes beträgt 10 Jahre. Die Abschreibung erfolgt linear über die Nutzungsdauer.

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital werden gem. § 307 HGB innerhalb des Eigenkapitals unter der Bezeichnung "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Die anderen Gesellschaftern zustehenden Anteile am Konzernjahresergebnis werden in einem gesonderten Posten unterhalb des Konzernjahresergebnisses ausgewiesen.

Aufstockungen werden als Kapitalvorgang abgebildet.

Equity-Bewertung

Die Beteiligungen an den assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden in der Konzernbilanz gemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB mit dem Buchwert angesetzt. Die der Bewertung zugrunde liegenden Bilanzen der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen wurden von diesen mit denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie der Konzernabschluss aufgestellt. Der Wertansatz der Beteiligungen wurde regelmäßig gemäß § 312 Abs. 4 HGB fortgeschrieben.

Die Gemeinschaftsunternehmen ARGE Prignitzbus GbR und REV Regionale Europäische Verkehrsgesellschaft mbH i.L. wurden in Anwendung des § 311 Abs. 2 HGB nicht bei der Equity-Bewertung einbezogen. Die Gesellschaften sind hinsichtlich ihres Einflusses auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung.

Schuldenkonsolidierung

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungsposten mit den entsprechenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungsposten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Wesentliche Aufrechnungsdifferenzen haben sich nicht ergeben.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der konzerninternen Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen.

Zwischenergebniseliminierung

Zwischenergebnisse im Anlagevermögen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Latente Steuern

Passive latente Steuern wurden auf temporäre Differenzen aus der Anpassung der Einzelabschlüsse an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie aus der Aufdeckung und Fortschreibung stiller Reserven und Lasten im Rahmen der Erst- und Folgekonsolidierung des Transdev Verkehr GmbH (ehemals Transdev SE & Co. KG) - Teilkonzerns gebildet. Auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und der Handelsbilanz I wurden gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 1 HGB keine aktiven latenten Steuern gebildet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Konzernabschluss

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wird nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) aufgestellt. Der Konzernabschluss wird gemäß § 298 Abs. 1 HGB unter Beachtung der generell für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 242 bis 256a, § 265 bis § 278 HGB sowie der ergänzenden Vorschriften für Konzernabschlüsse der §§ 297 ff. HGB aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Nach § 298 Abs. 1 HGB i. V. m. § 244 HGB ist der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 in Euro aufgestellt. Die Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden ebenfalls in Euro aufgestellt, eine Währungsumrechnung ist nicht erforderlich.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Zugänge werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfasst. Die Abschreibungen auf unterjährige Zugänge des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich pro rata temporis.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden über einen Zeitraum von 3 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden linear über eine Nutzungsdauer von 2 bis 75 Jahre verteilt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, sofern diese erforderlich sind.

Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung des Teilkonzerns Transdev Verkehr GmbH (ehemals: Transdev SE & Co. KG) amortisiert sich über einen Zeitraum von 10 Jahren. Im Rahmen einer Plausibilisierung des Geschäfts- oder Firmenwertes wurden verschiedene begründende Effekte identifiziert und deren Amortisationszeiträume geschätzt. Hierbei handelt es sich vor allem um Synergieeffekte.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, sofern keine außerplanmäßigen Abschreibungen erforderlich sind. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen werden im Konzernabschluss gemäß § 312 HGB mit der Equity-Methode bewertet, sofern solche Unternehmen im Einzelfall nicht von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Risiken im Zusammenhang mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden bei Konkretisierung der Risiken durch Vornahme von Einzelwertberichtigungen und ansonsten durch Vornahme von Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen bestehen nicht.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert bewertet.

Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung: Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Bankguthaben, den Kassenbeständen sowie den Cash-Pool-Forderungen und -Verbindlichkeiten gegenüber der Transdev Group S.A. und sowie gegenüber bestimmten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen zusammen.

Ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten wird für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Zur periodengerechten Abgrenzung von erhaltenen Investitionszuschüssen werden passivische Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen gebildet, die über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände ergebniswirksam aufgelöst werden.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Prof. Dr. Klaus Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Bestimmung der Höhe der Rückstellungen werden zukünftige Erwartungen, Entgelt- und Rentensteigerungen bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird für die Pensionsrückstellungen derzeit von jährlichen Anpassungen von 1,75% (Vorjahr 1,50%) bei den Entgelten und Renten ausgegangen. Der pauschal zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung dieser Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 1,87% (Vorjahr 2,30%); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Bei der Bewertung der sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die erstmalige Erfassung der Rückstellung und der zukünftigen Zuführungen nach der Bruttomethode. Der Zinsertrag aus der Abzinsung wird gesondert vom Zuführungsbetrag erfasst und im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Einnahmen vor dem Abschlussstichtag werden, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.

Eine sich aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden insgesamt ergebende Steuerbelastung wird nach § 306 HGB als passive latente Steuer angesetzt. Es erfolgt kein Ansatz aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge, da von dem Ansatzwahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht wird.

Im Rahmen der zeitnahen Erstellung der Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen werden auf dem Stand der Buchhaltung im Dezember 2021 Aufwands- und Ertragsschätzungen für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2021 vorgenommen. Für Teile dieser Aufwands- und Ertragskomponenten liegen Abrechnungen zum Teil erst nach dem Aufstellungszeitpunkt der Jahresabschlüsse bestimmter Tochterunternehmen vor.

Bei der Aufstellung der Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen wurden insbesondere die Ansprüche auf Erstattungen der Fahrgeldausfälle aus der Beförderung Schwerbehinderter sowie die Ansprüche gegen Verkehrsverbünde und sonstige Leistungsempfänger zum 31. Dezember 2021 auf Basis der gesetzlichen und vertraglichen Grundlagen geschätzt, da die Endabrechnungen durch die Leistungsempfänger regelmäßig nach Erstellung der Jahresabschlüsse bestimmter Tochterunternehmen erfolgen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen wird im Anlagespiegel (Anlage A zum Konzernanhang) dargestellt.

Die Summe der Geschäfts- und Firmenwerte und der passiven Unterschiedsbeträge, die auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen entfallen, beträgt TEUR -62 (Vorjahr TEUR -62). Die darin enthaltene Summe der Geschäfts- und Firmenwerte beträgt TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0); die Summe der passiven Unterschiedsbeträge beträgt TEUR -62 (Vorjahr TEUR -62).

Der Geschäfts- und Firmenwert, der auf Tochterunternehmen entfällt, beträgt TEUR 16.295 (Vorjahr TEUR 18.623).

Vorräte

Das Vorratsvermögen beinhaltet im Wesentlichen Ersatzteile für Schienenfahrzeuge und Busse (42,1 Mio. EUR, Vorjahr 41,1 Mio. EUR).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen haben zum Bilanzstichtag folgende Restlaufzeiten:

Gesamtbetrag
(TEUR)
bis zu einem Jahr
(TEUR)
mehr als ein Jahr
(TEUR)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 159.951 159.188 763
(Vorjahr) (152.460) (151.670) (790)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 65 65 0
(Vorjahr) (0) (0) (0)
Forderungen gegen Gesellschafter 136 136 0
(Vorjahr) (2.645) (2.645) (0)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.808 7.808 0
(Vorjahr) (3.320) (3.320) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 52.503 52.058 445
(Vorjahr) (35.039) (34.470) (569)
Summe 220.463 219.255 1.208
(Vorjahr) (193.464) (192.105) (1.359)

Die Forderungen gegen Gesellschafter enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 136 (Vorjahr TEUR 2.645), die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 65 (Vorjahr TEUR 0) und die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.739 (Vorjahr TEUR 2.590).

Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten Cash-Pool-Forderungen in Höhe von TEUR 873 (Vorjahr TEUR 0).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen, in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr TEUR 92) und resultieren aus Vorsteuer, die erst in Folgeperioden abziehbar ist.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 23.758 (Vorjahr TEUR 19.602) enthält im Wesentlichen Ausgaben für Leasinggeschäfte in Höhe von TEUR 12.662 (Vorjahr TEUR 14.068), Ausgaben für Mieten und Wartung in Höhe von TEUR 4.860 (Vorjahr TEUR 2.814) sowie Ausgaben für Garantieverlängerung in Höhe von TEUR 323 (Vorjahr TEUR 514).

Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist dem Konzerneigenkapitalspiegel zu entnehmen.

Der Konzernbilanzverlustvortrag aus dem Vorjahr beträgt TEUR 227.380 (Vorjahr TEUR 163.188).

Der Konzernabschluss der Transdev GmbH weist zum 31. Dezember 2021 einen nicht durch Konzerneigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 17.404 aus, welcher insbesondere auf die Bildung von Drohverlustrückstellungen zurückzuführen ist. Die Geschäftsführung der Transdev GmbH geht von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit des Konzerns aus und stützt diese Prognose auf Gespräche mit den Gesellschaftern der Transdev GmbH. Die Gesellschafterin der Transdev GmbH hat am 28. Juli 2022 einen Betrag in Höhe von TEUR 80.000 in die freie Kapitalrücklage der Transdev GmbH eingezahlt, um den Fehlbetrag auszugleichen. Wir verweisen diesbezüglich auch auf unsere Ausführungen im Konzernlagebericht.

Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Der Sonderposten enthält im Rahmen von getätigten Investitionen erhaltene Investitionszuschüsse. Die Investitionszuschüsse wurden entsprechend dem Abschreibungsverlauf der begünstigten Wirtschaftsgüter ratierlich aufgelöst. Im Geschäftsjahr ergab sich eine erfolgswirksame Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 5.288 (Vorjahr TEUR 4.991).

Pensionsrückstellung

Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern ab.

Zur Deckung bestimmter Pensionsrückstellungen wurde eine Rückdeckungsversicherung mit Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 62 abgeschlossen, die durch Verpfändung dem Zugriff der Gläubiger entzogen wurde und ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtung dient. Der beizulegende Zeitwert dieser Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr TEUR 136) wurde mit den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 3.530 (Vorjahr TEUR 3.430) verrechnet. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 175 (Vorjahr TEUR 231).

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 4.818 (Vorjahr TEUR 6.086) setzen sich vollständig aus Rückstellungen für Ertragssteuern zusammen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 227.197 (Vorjahr TEUR 188.656) wurden im Wesentlichen für Instandhaltungen von Fahrzeugen in Höhe von TEUR 66.919 (Vorjahr TEUR 54.920), Drohverlustrückstellungen zu Nettoverträgen TEUR 66.472 (Vorjahr TEUR 48.750), für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 55.756 (Vorjahr TEUR 47.492) und für Personal in Höhe von TEUR 28.519 (Vorjahr TEUR 24.992) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben zum Bilanzstichtag folgende Restlaufzeiten:

Gesamtbetrag
(TEUR)
bis zu einem Jahr
(TEUR)
mehr als ein Jahr
(TEUR)
mehr als 5 Jahre
(TEUR)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 63.735 9.402 54.333 21.355
(Vorjahr) (65.959) (6.371) (59.588) (39.393)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1 1 0 0
(Vorjahr) (2) (2) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 83.367 83.367 0 0
(Vorjahr) (44.954) (44.954) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
(Vorjahr) (6) (6) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 92.304 27.304 65.000 65.000
(Vorjahr) (78.489) (13.489) (65.000) (65.000)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.713 1.713 0 0
(Vorjahr) (1.310) (1.310) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 169.486 169.336 150 0
(Vorjahr) (168.197) (165.942) (2.255) (0)
Summe 410.606 291.123 119.483 86.355
(Vorjahr) (358.917) (232.074) (126.843) (104.393)

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von TEUR 63.735 (Vorjahr TEUR 65.959). Von diesen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 18.431 (Vorjahr TEUR 13.607) durch Sicherungsübereignungen und TEUR 17.566 (Vorjahr: TEUR 8.327) durch Grundschulden gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten in Höhe von TEUR 354 (Vorjahr TEUR 4.449) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 547 (Vorjahr TEUR 222).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem oben beschriebenen Cash-Pooling mit der Transdev Group S.A. in Höhe von TEUR 18.969 (Vorjahr TEUR 2.941), Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 65.000 (Vorjahr TEUR 65.000) und Zinsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 7.981 (Vorjahr TEUR 6.100), die aus früheren Cash-Pool-Verbindlichkeiten sowie aus den Darlehensverbindlichkeiten resultieren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten Cash-Pool-Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 381 (Vorjahr TEUR 1.030).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Überzahlungen von Auftraggebern in Höhe von TEUR 112.579 (Vorjahr TEUR 138.292). Die enthaltenen Steuerverbindlichkeiten (TEUR 1.176; Vorjahr TEUR 486) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (TEUR 45; Vorjahr TEUR 61) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 5.961 (Vorjahr TEUR 5.306) resultieren aus der Anpassung der Einzelabschlüsse an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie aus der Aufdeckung und Fortschreibung stiller Reserven und Lasten im Rahmen der Erst- und Folgekonsolidierung des Teilkonzerns der Transdev Verkehr GmbH (ehemals Transdev SE & Co. KG). Die Berechnung erfolgte mit dem konzernweiten Durchschnittssteuersatz von 30%.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.207.097 (Vorjahr TEUR 1.131.843) beinhalten Umsätze aus dem Bahnbetrieb in Höhe von TEUR 783.195 (Vorjahr TEUR 717.605) sowie aus dem Busbetrieb in Höhe von TEUR 423.902 (Vorjahr TEUR 414.238).

Die Umsatzerlöse beinhalten auf Grundlage der "Richtlinie zum Ausgleich von Schäden im öffentlichen Personennahverkehr" sowie der hierauf aufbauenden Nachverhandlungen der Verkehrsverträge im Zusammenhang mit dem Ausbruch von COVID-19 unmittelbare und mittelbare Bestellerentgelte in Höhe von TEUR 66.576 (Vorjahr: TEUR 64.920).

Die Umsatzerlöse enthalten periodenfremde Erlöskorrekturen in Höhe von TEUR 454 aus der Differenz der im Jahr 2020 vorgenommenen Risikoabschläge für die Corona Hilfen in Phase 1 und 2 und der tatsächlichen Rückzahlungsverpflichtung aus der Abrechnung der Corona Hilfen 2020.

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2021
TEUR
2020
TEUR
Erlöse aus Schadensersatz 12.872 7.637
Auflösung von Rückstellungen 11.734 18.676
Auflösung von Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 5.288 4.991
Weiterbelastungen 4.767 6.406
Auflösungen von Wertberichtigungen zu Forderungen 1.889 624
Buchgewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 1.424 8.134
Übrige 3.589 4.131
  41.563 50.599

Die Auflösungen von Rückstellungen und die Buchgewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen stellen periodenfremde Erträge dar. Darüber hinaus bestehen periodenfremde Erträge von TEUR 1.372.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2021
TEUR
2020
TEUR
Drohverlustrückstellungen 25.124 46.712
Aufwendungen im Zusammenhang mit Personal 14.323 14.369
Mieten 12.545 11.027
IT-Kosten 10.163 8.579
Versicherungen und Versicherungsfälle 9.516 9.459
Wertberichtigungen 7.416 6.698
Marketing- und Repräsentationskosten 3.756 3.294
Reparaturen und Instandhaltungen 3.322 3.579
Beiträge und Gebühren 3.320 4.130
Kommunikationskosten 3.283 3.860
Buchverluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 1.632 1.162
Übrige 17.822 17.826
  112.222 130.695

Die Buchverluste aus dem Abgang von Anlagevermögen stellen periodenfremde Aufwendungen dar. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 145 (Vorjahr TEUR 7.860). Für die im Zuge der Corona-Pandemie zukünftig erwartete geringere Nachfrage im öffentlichen Personennahverkehr wurden die im Vorjahr für einzelne Verkehrsverträge gebildeten Drohverlustrückstellungen im Geschäftsjahr 2021 um TEUR 25.124 erhöht, um die langfristig reduzierte Wirtschaftlichkeit abzubilden.

Das Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthält im Wesentlichen Abwertungen von assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von TEUR 3.665 (Vorjahr TEUR 2), Aufwertungen solcher Unternehmen in Höhe TEUR 6 (Vorjahr TEUR 18) sowie Gewinnausschüttungen solcher Unternehmen in Höhe von TEUR 405 (Vorjahr TEUR 393). Das Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthält außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 3.509.

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen in Höhe von TEUR 1.076 (Vorjahr TEUR 4.478) sind im Wesentlichen Garantiegebühren in Höhe von TEUR 414 (Vorjahr TEUR 226) und Erträge aus Abzinsungen in Höhe von TEUR 598 (Vorjahr TEUR 312) enthalten.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.125 (Vorjahr TEUR 7.169) setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Zinsaufwendungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 3.403 (Vorjahr TEUR 4.900), Zinsaufwendungen aus Aufzinsungen in Höhe von TEUR 880 (Vorjahr TEUR 716), aus Darlehenszinsen in Höhe von TEUR 864 (Vorjahr TEUR 885) sowie Aufwendungen für Avalprovision in Höhe von TEUR 588 (Vorjahr TEUR 575).

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Summe der Haftungsverhältnisse beträgt TEUR 151.149 und betrifft selbstschuldnerische Bürgschaften in Höhe von TEUR 149.349 und Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von TEUR 1.800.

Der Geschäftsführung sind keine Inanspruchnahmen durch obige Haftungsverhältnisse bekannt. Aufgrund der regelmäßigen Würdigung der Haftungsverhältnisse schätzt die Geschäftsführung das Risiko der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen als niedrig ein.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 931.205 (Vorjahr TEUR 599.124). Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Gesamt
(TEUR)
davon 2022
(TEUR)
davon 2023 bis 2026
(TEUR)
davon nach 2026
(TEUR)
Miete/Leasing 832.681 115.421 380.461 336.799
davon gegen AU/GU * 23.073 6.271 7.119 9.683
Dienstleistungsverträge 91.554 8.516 35.045 47.993
davon gegen AU/GU * 0 0 0 0
Grundstücksaufwendungen 5.290 1.182 2.738 1.370
davon gegen AU/GU * 0 0 0 0
Sonstige Verpflichtungen 1.680 1.450 20 210
davon gegen AU/GU * 0 0 0 0
Summe 931.205 126.569 418.264 386.372
davon gegen AU/GU * 23.073 6.271 7.119 9.683

* Assoziierte Unternehmen (AU) / Gemeinschaftsunternehmen (GU)

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es besteht über die dargestellten sonstigen finanziellen Verpflichtungen hinaus ein Dienstleistungsvertrag mit der Gesellschafterin Transdev Group S.A., Paris, Frankreich, über die Führung wesentlicher Teile der laufenden administrativen Tätigkeiten. Die Vergütung betrug im Geschäftsjahr 2021 TEUR 7.295 (Vorjahr TEUR 7.957).

Abschlussprüferhonorar

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 533 (Vorjahr TEUR 583). Des Weiteren wurden andere Bestätigungsleistungen in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr TEUR 11) sowie sonstige Leistungen in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 4) erbracht.

Anzahl der Beschäftigten

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt:

Ø 2021 Ø 2020
Operatives Personal 6.479 6.184
Verwaltung 684 667
Gesamt 7.163 6.851

Nachtragsbericht

Der Ende Februar begonnene russisch-ukrainische Konflikt hat einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Es bestehen Unsicherheiten darüber, wie sich diese Entwicklung im Jahresverlauf 2022 gestalten und welche Folgen der Konflikt für die Konjunktur haben wird. Die erlassenen Sanktionsmaßnahmen führten dazu, dass sich die Energie- und Treibstoffkosten enorm verteuerten. Wir verweisen diesbezüglich auch auf unsere Ausführungen im Konzernlagebericht.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 25. Juli 2022 erfolgte eine Kapitalerhöhung durch Zuführung von TEUR 80.000 in die freie Kapitalrücklage. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf die Lageberichterstattung.

Die Transdev Group S.A., Paris, Frankreich, hat gegenüber der Transdev GmbH, Berlin, am 30. August 2022 eine bis zum 31. August 2023 zeitlich beschränkte Patronatserklärung abgegeben. Danach verpflichtet sich die Transdev Group S.A. unwiderruflich, die Transdev GmbH bis zur Höhe von TEUR 80.000 mit zusätzlicher Liquidität oder sonstigen finanziellen Mitteln auszustatten, soweit dies erforderlich ist, um es der Transdev GmbH zu ermöglichen, alle fälligen Forderungen ihrer Gläubiger zu befriedigen, um dadurch eine drohende oder bestehende Illiquidität der Transdev GmbH im insolvenzrechtlichen Sinne zu vermeiden.

Weitere Ereignisse mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nach dem Ende des Geschäftsjahres nicht ergeben.

Geschäftsführungsorgane der Muttergesellschaft

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden bzw. aktuell werden die Geschäfte der Transdev GmbH durch folgende Personen geführt:

Herr Dr. Tobias Heinemann, Sprecher der Geschäftsführung, Geschäftsführer Bahn sowie Geschäftsführer Personal und Soziales (letzteres bis 31. Mai 2022)

Herr Henrik Behrens, Geschäftsführer Bus

Herr Younès Rouissi, Geschäftsführer Finanzen

Herr Erik Ryll, Geschäftsführer Personal und Soziales (ab 1. Juni 2022)

Die Geschäftsführer erhielten im Geschäftsjahr 2021 für ihre Tätigkeit Bezüge in Höhe von TEUR 979 (Vorjahr TEUR 1.078).

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrates seit dem Geschäftsjahr 2021:

Herr Martin Becker-Rethmann (Vorsitzender), CEO Zone Germany, Transdev Group S.A. (Frankreich), Berlin, ab 25. Februar 2021

Herr Christian Schreyer (Vorsitzender), CEO Northern and Central European Zone und Chairman Germany, Transdev Group S.A. (Frankreich), Saint Cloud (Frankreich), bis 25. Februar 2021

Herr Dr. Kristian Loroch (stellv. Vorsitzender in Jahren mit gerader Jahreszahl), Vorstandsmitglied der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Altenstadt (Hessen)

Herr Bernd Balzer (stellv. Vorsitzender in Jahren mit ungerader Jahreszahl), Gewerkschaftssekretär ver.di Südwestfalen, Solingen

Frau Corinne van Butsele, Head of Finance & Treasury Department, Transdev Group S.A. (Frankreich), Nogent-sur-Marne (Frankreich)

Herr Antoine Colas, CEO International (Canada, Latin America, Africa, Middle East, Asia-Pacific), Transdev Group S.A. (Frankreich), Paris (Frankreich)

Frau Virginie Fernandes, Group Chief Strategy and Transformation Officer, Transdev Group S.A. (Frankreich), Paris (Frankreich), ab 15. Februar 2021

Frau Anne Bagneux, Directrice Zone Sud France, Transdev Group S.A. (Frankreich), Versailles (Frankreich), bis 15. Februar 2021

Frau Caroline Gonin, Group Chief Human Resources Officer, Transdev S.A. (Frankreich), Paris (Frankreich), ab 31. August 2021

Herr Clement de Villepin, Group Human Resources Director, Transdev Group S.A. (Frankreich), Chambourcy (Frankreich), bis 30. August 2021

Frau Anja Kühler, Leiterin Recht, Transdev GmbH, Mittenwalde

Frau Florence Weingarten, Group General Counsel, Transdev Group S.A. (Frankreich), Paris (Frankreich)

Herr Peter Stemmler, Triebfahrzeugführer, Nordwestbahn GmbH, Goch, ab 9. Februar 2022

Herr Torsten Leuschner, Triebfahrzeugführer, Bayerische Oberlandbahn GmbH, Holzkirchen, ab 9. Februar 2022

Herr Enrico Kraut, Busfahrer, Taeter Tours GmbH, Dresden, ab 9. Februar 2022

Herr Andreas Küper, Referent Securitymanagement, Transdev GmbH, Osnabrück, bis 8. Februar 2022

Frau Yolanda Laatsch, Busfahrerin, HABUS GmbH Verkehrsbetriebe, Hagen, bis 8. Februar 2022

Herr Armin Hinderer, Sachbearbeiter Betrieb, Stadtbus Schwäbisch Hall GmbH, Schwäbisch Hall, bis 8. Februar 2022

Im Geschäftsjahr 2021 erhielten Mitglieder des Aufsichtsrates Aufwandsentschädigungen von insgesamt TEUR 16,3 (Vorjahr TEUR 12,9). Diese wurden Ende Dezember 2021 ausgezahlt.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den zum 31. Dezember 2021 ausgewiesenen Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens von TEUR 67.449 auf neue Rechnung vorzutragen.

Befreiung nach §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB

Der vorliegende Konzernabschluss ist ein befreiender Konzernabschluss gemäß §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB. Auf eine Offenlegung der Einzelabschlüsse der im Abschnitt Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge genannten, vollkonsolidierten Tochterunternehmen, für die eine geschlossene Kette von Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen besteht, wird daher gemäß § 264 Abs. 3 HGB i. V. m. § 325 Abs. 1 HGB verzichtet. Darüber hinaus wird auf die Offenlegung des Einzelabschlusses der Martin Becker GmbH & Co. KG als Personengesellschaft gemäß §264b HGB i. V. m. § 325 Abs. 1 HGB verzichtet. Die diesbezüglich erforderlichen Beschlussfassungen der Gesellschafter für das abgelaufene Geschäftsjahr und die Veröffentlichungen der Gesellschafterbeschlüsse im elektronischen Bundesanzeiger erfolgen bis zum 31. Dezember 2022.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Transdev Group S.A., Paris, Frankreich, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

 

Berlin, den 31. August 2022

Transdev GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Tobias Heinemann, Geschäftsführer

Younès Rouissi, Geschäftsführer

Henrik Behrens, Geschäftsführer

Erik Ryll, Geschäftsführer

ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge aus Veränderungen des Konsolidierungskreises
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.037.082,61 1.818.335,72 111.588,39 5.137.658,02
2. Geschäfts- oder Firmenwert 24.164.396,25 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 512.949,29 1.039.303,62 0,00 0,00
  76.714.428,15 2.857.639,34 111.588,39 5.137.658,02
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 105.289.802,34 188.283,91 3.394.402,85 1.386.257,49
2. Technische Anlagen und Maschinen 51.552.034,66 5.087.463,46 10.180,70 4.394.991,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 82.096.552,58 4.486.355,98 1.577.286,81 13.731.394,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.008.274,51 11.253.778,64 0,00 21.021,95
5. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 18.267.206,11 10.168,88 0,00 138.122,18
6. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 361.025.960,44 50.431.878,99 10.482.221,07 31.081.124,42
  630.239.830,64 71.457.929,86 15.464.091,43 50.752.912,65
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 7.177.523,48 2.247.820,01 0,00 0,00
2. Beteiligungen 259.719,93 59.765,75 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 44.996.927,53 133.129,00 0,00 22.200,00
  52.434.170,94 2.440.714,76 0,00 22.200,00
  759.388.429,73 76.756.283,96 15.575.679,82 55.912.770,67
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Umbuchungen
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.285.203,21 49.891.375,13
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 24.164.396,25
3. Geleistete Anzahlungen -371.039,68 1.181.213,23
  914.163,53 75.236.984,61
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 52.487,55 100.749.913,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 275.671,68 52.509.997,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.595.953,53 72.870.180,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -8.236.893,18 15.004.138,02
5. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 105.917,89 18.245.170,70
6. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 4.765.180,27 374.659.674,21
  -1.441.682,26 634.039.074,16
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 9.425.343,49
2. Beteiligungen 0,00 319.485,68
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 45.107.856,53
  0,00 54.852.685,70
  -527.518,73 764.128.744,47
Kumulierte Abschreibungen und Equity-Bewertung
01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge aus Veränderungen des Konsolidierungskreises
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.005.848,78 4.630.666,05 111.588,39 4.961.045,74
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.541.155,86 2.327.905,05 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  43.547.004,64 6.958.571,10 111.588,39 4.961.045,74
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 63.025.705,25 2.676.706,00 2.862.878,64 1.359.602,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.247.734,27 5.399.070,80 10.180,70 3.314.589,12
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 60.796.159,53 6.265.163,25 789.399,52 11.973.741,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 12.915.093,67 864.966,93 0,00 99.210,10
6. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 193.369.602,48 23.200.885,20 5.012.742,91 29.224.339,63
  349.354.295,20 38.406.792,18 8.675.201,77 45.971.482,57
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 4.361.834,94 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 7.196,11 94.027,92 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  4.369.031,05 94.027,92 0,00 0,00
  397.270.330,89 45.459.391,20 8.786.790,16 50.932.528,31
Kumulierte Abschreibungen und Equity-Bewertung
Equity-Bewertung
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 37.563.880,70
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 7.869.060,91
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
  0,00 45.432.941,61
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 61.479.930,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 21.322.035,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 54.298.182,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
5. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 0,00 13.680.850,50
6. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 0,00 182.333.405,14
  0,00 333.114.403,04
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an assoziierten Unternehmen -3.659.750,73 8.021.585,67
2. Beteiligungen 0,00 101.224,03
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
  -3.659.750,73 8.122.809,70
  -3.659.750,73 386.670.154,35
Buchwerte
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.327.494,43 14.031.233,83
2. Geschäfts- oder Firmenwert 16.295.335,34 18.623.240,39
3. Geleistete Anzahlungen 1.181.213,23 512.949,29
  29.804.043,00 33.167.423,51
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.269.983,39 42.264.097,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 31.187.962,22 32.304.300,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.571.998,22 21.300.393,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.004.138,02 12.008.274,51
5. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 4.564.320,20 5.352.112,44
6. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 192.326.269,07 167.656.357,96
  300.924.671,12 280.885.535,44
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.403.757,82 2.815.688,54
2. Beteiligungen 218.261,65 252.523,82
3. Sonstige Ausleihungen 45.107.856,53 44.996.927,53
  46.729.876,00 48.065.139,89
  377.458.590,12 362.118.098,84

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2021

2021
EUR
2020
EUR
Konzernjahresergebnis -40.746.222 -63.660.719
+/- Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 45.459.391 44.237.392
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 39.803.565 49.073.852
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 5.527.151 6.073.849
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -39.594.086 146.585.240
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 16.216.436 -74.463.573
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 753.876 -6.950.261
+/- Zinsaufwendungen / Zinserträge 5.049.731 2.691.365
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 1.482.111 1.210.060
+/- Ertragsteuerzahlungen -1.861.503 -975.154
+/- Verlust/Gewinn aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis -514.614 -12.884
+/- Abwertungen/Aufwertungen aufgrund der Bewertung nach der Equity-Methode 3.659.751 -16.404
- Erträge aus Zuschüssen -5.287.916 -4.991.221
= Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 29.947.671 98.801.541
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -4.260.949 -5.592.722
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 2.392.674 24.778.665
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -47.717.332 -65.358.527
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 2.576
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -161.868 -418.293
+ Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 1.682.547 512.968
+ Erhaltene Zinsen 65.046 4.165.647
+/- Erhaltene Ausschüttungen von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 130.936 393.372
= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -47.868.946 -41.516.315
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 10.877.000 39.712.000
- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -12.329.015 -7.227.000
+ Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 11.787.962 4.943.126
- Gezahlte Zinsen -3.364.322 -2.906.144
- Gezahlte Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile 0 -166.738
= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 6.971.624 34.355.244
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -10.949.651 91.640.471
+ Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahrs 9.512.007 -82.128.464
= Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahrs -1.437.644 9.512.007
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahrs    
+ Zahlungsmittel 17.039.437 13.482.642
+/- Saldo der Cash-Pool-Forderungen / -Verbindlichkeiten -18.477.081 -3.970.636
  -1.437.644 9.512.007

Die Kapitalflussrechnung wird aus der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung gemäß DRS 21 abgeleitet.

Zusätzlich zu den hier ausgewiesenen Investitionen wurden weitere Investitionen in das Anlagevermögen getätigt, die erst in den Folgejahren zu Auszahlungen führen. Im Anlagenspiegel sind die entsprechenden Gesamtinvestitionen ausgewiesen.

Bei den Einzahlungen aus Abgängen im Konsolidierungskreis handelt es sich im Geschäftsjahr 2021 um den Verkaufspreis für Anteile an der Heidenheimer Verkehrsgesellschaft mbH abzüglich des entsprechenden veräußerten Finanzmittelbestandes.

KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
EUR
Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
EUR
Gewinnrücklage (andere Gewinnrücklagen)
EUR
Verlustvortrag
EUR
01.01.2020 25.600,00 246.312.702,79 2.049,00 -163.188.406,70
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00
31.12.2020 25.600,00 246.312.702,79 2.049,00 -163.188.406,70
01.01.2021 25.600,00 246.312.702,79 2.049,00 -227.380.436,72
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00
Umgliederung in den Aktivposten " Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0,00 0,00 0,00 0,00
31.12.2021 25.600,00 246.312.702,79 2.049,00 -227.380.436,72
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Konzernergebnis, das dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist, soweit durch Eigenkapital gedeckt
EUR
Nicht durch Eigenkapital gedecktes Konzernergebnis, das dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
01.01.2020 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00
Konzernjahresergebnis -64.192.030,02 0,00
31.12.2020 -64.192.030,02 0,00
01.01.2021 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00
Konzernjahresergebnis -24.012.047,27 -17.403.966,70
Umgliederung in den Aktivposten " Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0,00 17.403.966,70
31.12.2021 -24.012.047,27 0,00
Eigenkapital des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Summe
EUR
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis
EUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste, durch Eigenkapital gedeckt
EUR
Summe
EUR
Summe
EUR
01.01.2020 83.151.945,09 5.666.454,92 0,00 5.666.454,92 88.818.400,01
Ausschüttung 0,00 -166.737,86 0,00 -166.737,86 -166.737,86
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 -494.506,00 0,00 -494.506,00 -494.506,00
Konzernjahresergebnis -64.192.030,02 0,00 531.310,77 531.310,77 -63.660.719,25
31.12.2020 18.959.915,07 5.005.211,06 531.310,77 5.536.521,83 24.496.436,90
01.01.2021 18.959.915,07 5.536.521,83 0,00 5.536.521,83 24.496.436,90
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 -1.154.181,56 0,00 -1.154.181,56 -1.154.181,56
Konzernjahresergebnis -41.416.013,97 0,00 669.791,93 669.791,93 -40.746.222,04
Umgliederung in den Aktivposten " Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 17.403.966,70 0,00 0,00 0,00 17.403.966,70
31.12.2021 -5.052.132,20 4.382.340,27 669.791,93 5.052.132,20 0,00

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

A. Grundlagen des Konzerns

Die deutsche Transdev-Gruppe, Tochter des in Paris ansässigen weltweiten Mobilitätsdienstleisters Transdev Group S.A., ist Deutschlands führender privater Anbieter im regionalen Bahn- und Busverkehr.

Anteilseigner der Transdev Group S.A., Paris, Frankreich - im Folgenden auch kurz "Transdev Group SA" - sind die Caisse des Dépôts et Consignations, Paris, Frankreich, zu 66% sowie die Rethmann SE & Co. KG, Selm, mit 34%.

Der Konzern ist regional breit aufgestellt und erbringt mit seinen Tochterunternehmen Schienen- und Buspersonenverkehre in weiten Teilen Deutschlands.

Neben der Transdev GmbH sind 74 inländische Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzern integriert.

Die Entwicklung der Transdev-Gruppe ist nur bedingt von der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands abhängig, da langfristige Verkehrsverträge mit öffentlichen Aufgabenträgern wesentliche Grundlage des Geschäftes sind. Dabei unterscheidet man Brutto- und Nettoverträge. Bei Bruttoverträgen liegt das Risiko der Fahrgeldeinnahmen im Wesentlichen beim Aufgabenträger. Bei den Nettoverträgen trägt das Verkehrsunternehmen das gesamte Fahrgeldrisiko. Außerdem gibt es Bruttoverträge mit Anreizwirkung, bei denen das Verkehrsunternehmen nur einen Teil des Fahrgeldrisikos trägt. Die Transdev-Gruppe hat sowohl Brutto- als auch Nettoverträge abgeschlossen.

Auf der Kostenseite besteht eine Abhängigkeit von Preissteigerungen. Diese werden zu einem großen Teil durch Indexierungsregelungen in den Verkehrsverträgen von den Aufgabenträgern ausgeglichen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland, Europa und der Welt wurde auch im Jahr 2021 maßgeblich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie bestimmt. Nach dem pandemiebedingten Rückschlag im Winterhalbjahr 2020/21 hat die deutsche Volkswirtschaft ab dem 2. Quartal 2021 ihre Erholung fortgesetzt. Die zunehmende Impfung großer Teile der erwachsenen Bevölkerung hat den raschen Rückgang der Neuinfektionen unterstützt, wodurch weitreichende Öffnungsschritte in den zuvor eingeschränkten Wirtschaftsbereichen ermöglicht wurden. Nichtsdestotrotz haben sich im Vergleich zum Frühjahr die kurzfristigen Aussichten für die weitere Erholung eingetrübt. Insbesondere die weltweiten Liefer- und Kapazitätsengpässe treffen die stark in globale Wertschöpfungsketten eingebundene deutsche Industrie. Steigende Energie-, Rohstoff- sowie Transportkosten belasten die Gewinnspannen der Unternehmen. 1

Nach den Schätzungen des Sachverständigenrates wurde für das Jahr 2021 ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,7% (ohne nennenswerte Kalendereffekte) erwartet. Angebotsseitigen Engpässe sollten demnach einen Gutteil der noch im Frühjahr prognostizierten Erholung in das nächste Jahr verschieben, womit das Vorkrisenniveau aus dem 4. Quartal 2019 erst im 1. Quartal 2022 wieder erwartet wurde. 2 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7% höher als im Jahr 2020 (auch kalenderbereinigt). Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0% niedriger. 3

1 Sachverständigenrat: Konjunktur: Angebotsseitige Engpässe dämpfen Wachstum, Nr. 52, Jahresgutachten 2021/2022
2 Sachverständigenrat: Konjunktur: Angebotsseitige Engpässe dämpfen Wachstum, Nr. 53 Jahresgutachten 2021/2022
3 Destatis: Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 um 2,7% gestiegen, Pressemitteilung Nr. 020 vom 14. Januar 2022

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Covid-19-Pandemie hat nicht nur im Jahr 2020 bei den Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) einschließlich des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) zu erheblichen Einnahmeeinbußen geführt, sondern bewirkte auch im Jahr 2021 weitere Einnahmeverluste.

Als systemrelevante Dienstleistung wurde der innerdeutsche öffentliche Personennahverkehr seitens der Bestellerorganisationen insgesamt ohne größere Angebotsreduzierungen aufrechterhalten. Die Branche beschäftigte sich fortan mit der Umsetzung von Hygienekonzepten, um einen möglichst hohen Infektionsschutz für Reisende und Mitarbeitende in öffentlichen Verkehrsmitteln zu gewährleisten. Den Fahrgästen wurde die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auferlegt, die Verkehrsunternehmen selbst erhöhten den Infektionsschutz u.a. durch zusätzliche Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen der Fahrzeuge, aber auch die Umsetzung der 3G-Regeln im ÖPNV und SPNV (Letztere gültig seit Ende November 2021).

Bedingt durch die Corona-Pandemie waren im Jahr 2021 nochmals weniger Fahrgäste im Linienverkehr mit Bussen und Bahnen unterwegs als im Jahr 2020. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag die Zahl der Fahrgäste 2021 mit fast 7,9 Milliarden 4% unter dem Wert von 2020 und 34% unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019. Der Rückgang der Fahrgastzahl im Vorjahresvergleich ist allerdings ausschließlich auf das von Lockdown-Maßnahmen und der Einführung der "Homeoffice-Pflicht" geprägte 1. Quartal 2021 zurückzuführen, während das 1. Quartal 2020 noch vergleichsweise gering von der Pandemie beeinflusst war. Im 2. bis 4. Quartal 2021 reisten durchgängig mehr Fahrgäste im Bus- und Bahnlinienverkehr als in den Vorjahresquartalen. 4

Im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der 99% des Linienverkehrs abdeckt, ging das Fahrgastaufkommen im Jahr 2021 nach vorläufigen Ergebnissen um 4% gegenüber 2020 sowie um 33% im Vergleich zu 2019 zurück. So waren im Eisenbahn-Nahverkehr einschließlich S-Bahnen mit 1,7 Milliarden Fahrgästen 6% weniger Menschen unterwegs als im Vorjahr und 42% weniger als noch 2019. Mit Straßenbahnen fuhren 2,6 Milliarden Fahrgäste, das waren 5% weniger als im Jahr 2020 und 37%weniger als vor der Pandemie im Jahr 2019. Die derzeit gemeldeten Daten für den Nahverkehr insbesondere mit Bussen, der mit 4,0 Milliarden Fahrgästen einen leichten Rückgang der Fahrgastzahl um 1% gegenüber 2020 und um 26% gegenüber 2019 aufweist, bilden möglicherweise den tatsächlichen Rückgang nicht vollständig ab. In Bussen kommen automatische Fahrgastzählsysteme vergleichsweise selten zum Einsatz und Fahrgastzahlen werden in unregelmäßigen Abständen durch Verkehrszählungen und Fahrgastbefragungen ermittelt. Daher ist hier noch mit Revisionen der gemeldeten Werte durch die Verkehrsunternehmen zu rechnen. 5

Die für das gesamte Jahr 2021 ermittelten Rückgänge der Fahrgastzahlen im Linienverkehr mit Bussen und Bahnen sind ausschließlich auf das 1. Quartal 2021 zurückzuführen. Das gesamte 1. Quartal 2021 war von der Corona-Pandemie geprägt, während sich die Pandemie im Jahr 2020 erst ab März deutlich auf den öffentlichen Personenverkehr ausgewirkt hatte. So waren im 1. Quartal 2021 insgesamt 38% weniger Menschen im Linienverkehr mit Bussen und Bahnen unterwegs als im Vorjahresquartal (Nahverkehr: -37%; Fernverkehr: -67%). Dagegen wurden im 2. bis 4. Quartal jeweils wieder Zuwächse gegenüber den Vorjahresquartalen erzielt. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 reisten insbesondere im 1. Halbjahr 2021 weniger Fahrgäste im Linienverkehr: Im 1. Quartal 2021 waren 45% weniger Fahrgäste unterwegs als noch 2019, im 2. Quartal waren es 38% weniger. Im 2. Halbjahr lag die Zahl der Fahrgäste um ein Viertel unter dem Niveau von 2019. 6

Für 2021 schätzt die Branche im Frühjahr 2022 die durch die reduzierten Fahrgastzahlen entstandenen Schäden in den Fahrgelderlösen auf rund 4 Mrd. Euro, wobei die pandemiebedingten Einschränkungen und die damit verbundenen Einnahmeverluste zum Jahresende 2021 in diesem Szenario noch nicht berücksichtigt sind und sich die Schadensumme folglich noch erhöhen könnte. Die größten Verluste in den Fahrgelderlösen weisen der DB-Tarif und auch die-Einnahmen in den verbundfreien Räumen aus, da das hohe Preisniveau dieser Tarife sowie die oftmals hohen Reisezeiten dazu führen, dass vor allem Pendler ihre Zeitkarten kündigen.

Die im ÖPNV tätigen Unternehmen treffen die Verluste wirtschaftlich vor allem aus sog. Netto- und eigenwirtschaftlichen Verträgen, bei denen die Unternehmen Chancen und Risiken aus den erzielten Fahrgelderlösen selbst verantworten.

Die durch die Pandemie entstandenen Verluste in den Fahrgelderlösen wurden auch in 2021 analog zum Vorjahr von der öffentlichen Hand erstattet. Dafür stellte der Bund über den sog. Rettungsschirm der ÖPNV-Branche 1 Mrd. Euro zur Verfügung. Der Rest der Mittel war durch die Länder ihrerseits bereitzustellen, wofür ihnen aus nicht abgerufenen Mitteln des Rettungsschirms 2020 etwa 50% der in 2021 benötigten Hilfen zur Verfügung standen.

Die Verkehrsunternehmen hatten bis zum 21. Oktober 2021 vorläufige Anträge auf Erstattung von einstweiligen Hilfen für 2021 bei den Aufgabenträgern gestellt. Zudem wurden die finalen Anträge für die Hilfen in 2020, welche bis zum 30. September 2021 final zu testieren waren, bei den Ländern (für Phase 1) und den Aufgabenträgern (für Phase 2) eingereicht.

Phase 3 des Rettungsschirms betrifft die Kompensation für 2021 und erfolgt wie in Phase 2 als einzelvertragliche Regelungen zwischen Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern (im Allgemeinen als Nachtrag zum Verkehrsdurchführungsvertrag).

Aus Sicht des Wettbewerbs war das Jahr 2021 von einem unterdurchschnittlichen Vergabevolumen geprägt. Zahlreiche Ausschreibungsverfahren wurden zeitlich verschoben, so dass ein Zuschlag erst in 2022 erfolgen wird.

4 Destatis: Fahrgastzahl im Linienverkehr mit Bussen und Bahnen 2021 auf neuem Tiefststand, Pressemitteilung Nr. 152 vom 7. April 2022

5 Destatis: Fahrgastzahl im Linienverkehr mit Bussen und Bahnen 2021 auf neuem Tiefststand, Pressemitteilung Nr. 152 vom 7. April 2022
6 Destatis: Fahrgastzahl im Linienverkehr mit Bussen und Bahnen 2021 auf neuem Tiefststand, Pressemitteilung Nr. 152 vom 7. April 2022

3. Geschäftsverlauf

3.1 Holding

Die Rethmann-Gruppe ist seit 9. Januar 2019 neben der Caisse des Dépôts offiziell zweiter Anteilseigner der Transdev-Gruppe. Rethmann hält 34% der Anteile an der Transdev Group SA. Die in diesem Zusammenhang von der Transdev GmbH aufgenommene 100-prozentige Tochtergesellschaft Transdev Verkehr GmbH (nach Formwechsel aus Transdev SE & Co. KG, vormals Rhenus Veniro SE & Co. KG) und ihre Tochterunternehmen bereichern seither mit mehr als 1.500 Mitarbeitern das Team in Deutschland.

Im Rahmen der Umstrukturierung im Vorstand (Executive Committee) der Transdev Group SA wurden organisatorische und personelle Entscheidungen für die Neuausrichtung der internationalen Transdev-Gruppe getroffen. Damit sind die drei größten Transdev-Länder Frankreich, USA und Deutschland Mitglieder im internationalen Executive Committee und berichten direkt an den CEO.

Mit Wirkung zum 15. Februar 2021 wurde Herr Martin Becker-Rethmann in den internationalen Transdev-Vorstand berufen und hat dort als CEO Germany die Verantwortung für das Deutschlandgeschäft im Konzernvorstand übernommen. Nachdem der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Christian Schreyer, sein Amt niedergelegt hatte, wurde Martin Becker-Rethmann in der Gesellschafterversammlung vom 15. Februar 2021 als Mitglied des Aufsichtsrates bestellt und hat mit Wirkung zum 25. Februar 2021 den Vorsitz im Aufsichtsrat übernommen.

Als Sprecher der Geschäftsführung und Geschäftsführer Bahn hatte Dr. Tobias Heinemann seit 1. Juli 2020 in Personalunion auch die Funktion des Geschäftsführers Personal & Soziales (Arbeitsdirektor) inne. Mit Wirkung zum 1. Juni 2022 hat der Aufsichtsrat der Transdev GmbH Erik Ryll ins Team der Geschäftsführung aufgenommen und zum Arbeitsdirektor ernannt. Des weiteren Geschäftsführer der Transdev GmbH sind Henrik Behrens als Geschäftsführer Bus und Younès Rouissi als Geschäftsführer Finanzen.

3.2 Aktivitäten der Geschäftsbereiche

3.2.1 Zusammenfassung Schienenpersonennahverkehr

Die Anbieter im eigenwirtschaftlichen Schienenpersonenfernverkehr bekamen auch im Jahr 2021 unmittelbar die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zu spüren. Während die DB AG ihre Verkehrsleistung größtenteils aufrechterhalten hat, konnten private Konkurrenten ihre Angebote nicht aufrechterhalten oder gar neu in den Markt eintreten. Die Bundesregierung erließ den Fernverkehrs- aber auch den Schienengüterverkehrsunternehmen 98% der Trassenkosten für den Zeitraum März 2021 bis Februar 2022. Für Leistungen im Schienenpersonennahverkehr galt der Nachlass jedoch nicht.

Etwa 50% des Umsatzes im Bahnbereich kommt aus Nettoverträgen - hier ist die Wirtschaftlichkeit der Transdev sehr stark von täglichen Fahrgeldeinnahmen, respektive der Kompensation entgangener Fahrgeldeinnahmen abhängig. Inzwischen haben alle SPNV-Unternehmen mit Nettoverträgen Zusatzverträge für die Kompensation in 2021 geschlossen.

Operativ lief das Jahr 2021 stabil, erst im November gab es in den sächsischen Verkehrsverträgen aufgrund der erneuten extremen Infektionslage Einschränkungen im Regelbetrieb, welchen durch lokal und temporär begrenzte Ersatzkonzepte (v.a. Wegfall von Verstärkerfahrten bei Aufrechterhaltung des sonstigen Fahrplans) begegnet wurde.

Als Fazit lässt sich für das Ausschreibungsjahr 2021 zusammenfassen, dass sich keine wesentlichen Verschiebungen im Markt ergeben haben. So konnte Anfang 2021 der Verkehrsvertrag der Mittelrheinbahn (Trans Regio) erfolgreich verteidigt werden. Durch aufgabenträgerseitige, erhebliche Verzögerungen im Vergabeverfahren "NMN 2" erfolgte die Abgabe des Angebotes Mitte März 2022. Bei der Ausschreibung des neu strukturierten NiederrheinMünsterland Netzes 2 konnte sich die Transdev-Gruppe mit dem Angebot der NordWestBahn nicht durchsetzen und unterlag nur äußerst knapp einem Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG (DB).

Durch die Insolvenz der Abellio im Jahr 2021 entschieden die Aufgabenträger im Bereich NRW, dass die Leistungen per Notvergabe für den Zeitraum Februar 2022 bis Dezember 2023 an andere Betreiber vergeben werden. Die Transdev hat für das Netz "Niederrhein" eine Anfrage zur Angebotsabgabe erhalten und ein entsprechendes Angebot eingereicht. Der Zuschlag ist an den Betreiber VIAS ergangen. Die weiteren Netze der Abellio NRW wurden an DB Regio und National Express zugeschlagen.

Die Transdev beteiligte sich im Geschäftsjahr 2021 selektiv an weiteren Ausschreibungen, welche aber erst im Laufe des Jahres 2022 vergeben werden.

3.2.2 Zusammenfassung Busverkehr

Im Gegensatz zum Beginn der Corona-Pandemie erbrachten die meisten Busbetriebe in 2021 die vertraglich vereinbarte Fahrleistung. In wenigen Fällen orderten Aufgabenträger auch zusätzliche, über den Regelbetrieb hinausgehende Corona-Verstärkerfahrten.

Nach dem starken Rückgang der Verkehrsleistung vor allem bei Schülerverkehren, Bedarfs- und Sondertransporten (z.B. Messeverkehre) und B2B-Dienstleistungen (z.B. Bundeswehrverkehre) im Vorjahr, zeichnete sich in 2021 eine leichte Erholung ab, ohne jedoch auch nur annähernd an das Niveau vor der Corona-Pandemie heranzureichen. Positiv hervorzuheben ist die Erholung beim Bundeswehrverkehr. Nachdem der Umsatz in diesem Geschäft um fast die Hälfte im Jahr 2020 eingebrochen war, konnte nun ein Anstieg von ca. 50% erzielt werden. Noch bemerkenswerter ist, dass die Profitabilität sogar oberhalb von 2019 liegt.

Analog zum Bahngeschäft liegen die Fahrgeldeinnahmen der Busbetriebe auch im Jahr 2021 deutlich unterhalb denen des Vergleichsjahres 2019. Die stärksten negativen Auswirkungen auf die Einnahmen sind bei den Nettoverträgen und eigenwirtschaftlichen Verkehren zu verzeichnen (ca. 30% aller Busverträge der Transdev GmbH). Hier ist es zu Beginn des Jahres 2021 gelungen, die Konzessionen der eigenwirtschaftlichen Verkehre der Verkehrsgesellschaft mbH Bad Kreuznach in Bad Kreuznach zurückzugeben und stattdessen für die gleichen Verkehre eine Notvergabe zu erhalten. Bei der Omnibus-Verkehr Ruoff GmbH war dies ebenfalls geplant, konnte jedoch noch nicht umgesetzt werden. Ähnlich wie im Bahnbereich konnten zur Kompensation entgangener Fahrgeldeinnahmen in 2021 Zusatzverträge geschlossen werden. Die finanzielle Auswirkung der Corona-Pandemie im Busgeschäft ist dadurch nur noch leicht negativ.

Auch in 2021 hat sich die Transdev-Gruppe aktiv an Busausschreibungen beteiligt. Es konnten die offensiven Projekte Mayen-Koblenz mit den 3 Linienbündeln Maifeld, Vordereifel und Pellenz sowie Gütersloh Nord gewonnen werden. Die Verteidigung des Bestandsverkehrs im Landkreis Bautzen ist der Regionalbus Oberlausitz GmbH gelungen. Die Rohde Verkehrsbetriebe GmbH hat den Verkehrsvertrag in Bad Segeberg nicht verteidigen können und auch bei der Verkehrsgesellschaft Idar-Oberstein GmbH konnte der Stadtverkehr in Idar-Oberstein nicht erneut gewonnen werden. Die Verfahren Ostholstein Nord und im Landkreis Görlitz sind aufgrund juristischer Anfechtungen noch offen. Insgesamt hat die Transdev-Gruppe ihre Marktposition leicht ausbauen können.

3.3 Maßnahmen der Transdev-Gruppe

Über die gesamte Transdev-Gruppe in Deutschland hinweg wurden Maßnahmen zum Schutz unserer Fahrgäste und Mitarbeitenden ergriffen. Seit dem ersten Lockdown erfolgte eine radikale Ausgabensteuerung, u.a. ein Einstellungsstopp für Verwaltungsbereiche, die Aussetzung von Beraterverträgen, die Prüfung von Neu-/Ersatzinvestitionen sowie konsequentes Kostenmanagement.

In allen Bereichen wurden die Strukturkosten überprüft und entsprechende Maßnahmen zur Reduzierung der Kosten eingeleitet. Außerdem wurden alle Mitarbeiter/innen angehalten, Resturlaub sowie Überstunden zeitnah abzubauen. Diverse gruppenweite Top-Projekte wurden neu priorisiert.

Seit Ausbruch der Pandemie befinden sich die betroffenen Unternehmen der Transdev-Gruppe in direkten Gesprächen mit den Aufgabenträgern. So konnten für Phase 1 und 2 - auch dank einer branchenweiten, gemeinsamen Verhandlung gegenüber der Politik - sämtliche Vereinbarungen mit den Aufgabenträgern erfolgreich abgeschlossen und die vorläufige Beantragung der Mittel für 2021 fristgerecht abgegeben werden.

Trotz der umfangreichen Kompensationen seitens Bund und Ländern wurde das wirtschaftliche Ergebnis der Transdev-Gruppe auch im Jahr 2021 durch die Pandemie negativ beeinflusst. So sind oftmals Prüf- und Hygienemaßnahmen wie Masken für das fahrende Personal, erhöhte Reinigungsaufwendungen aber auch "Mengeneffekte" in der Fahrgastnachfrage (z.B. nach Inbetriebnahmen, bei Neuverkehren, jährliches Wachstum) nicht erstattungsfähig. Zudem müssen pandemiebedingte Einsparungen mit den Kompensationsleistungen verrechnet werden. Darüber hinaus hatte das Land Bayern in Phase 1 und 2 (für 2020) nur 90% der pandemiebedingten Schäden erstattet. Da die Nettoverträge Bahn in Bayern vor der Pandemie deutschlandweit die höchsten Fahrgeldeinnahmen generierten, hatte dies die Wirtschaftlichkeit der Verträge negativ beeinflusst. Für Phase 3 hatte auch das Land Bayern noch in 2021 zugesagt, 100% der pandemiebedingten Schäden zu erstatten.

3.4 Gesamtwürdigung des Geschäftsverlaufes

Ohne Berücksichtigung der pandemiebedingten Einflüsse sowie einzelner nachhaltig unwirtschaftlicher Verkehrsverträge hat sich der Konzern im Geschäftsjahr im Wesentlichen den Erwartungen entsprechend entwickelt. Die prognostizierte Verbesserung des Betriebsergebnisses auf ein leicht positives Ergebnis wurde jedoch nicht erreicht, wobei die negativen betriebswirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie fast ausschließlich den Bereich Schienenverkehr betrafen. Ursächlich hierfür waren Ausfälle bei den Ticketeinnahmen aus Nettoverträgen, die trotz Rettungsschirm von einigen Aufgabenträgern nicht vollständig erstattet wurden. Zudem wurden im Geschäftsjahr 2021 für einzelne SPNV-Verträge Drohverlustrückstellungen gebildet, um die langfristig reduzierte Wirtschaftlichkeit abzubilden. Das Betriebsergebnis beträgt -30,2 Mio. EUR.

Transdev betreibt europaweit die größte E-Busflotte mit über 1.000 Fahrzeugen in unterschiedlichen Ländern. Auch in Deutschland gehen wir - in enger Kooperation mit den Aufgabenträgern - das Thema CO 2-Reduktion intensiv an und stellen unsere Flotten sukzessive auf klimaschonende Antriebe um. In zahlreichen Netzen sorgen E-Busse oder Hybridfahrzeuge bereits für bessere Luft in den Städten. Fahrerassistenzsysteme tragen im Bahn- und Busbereich dazu bei, durch effiziente Fahrweise den Energieverbrauch auf das Nötigste zu reduzieren.

4. Lage

4.1 Vermögenslage

2021 2020 +/-
TEUR % TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 29.804 4 33.167 5 -3.363 -10
Sachanlagen 300.925 43 280.886 44 20.039 7
Finanzanlagen 46.730 7 48.065 8 -1.335 -3
Langfristig gebundenes Vermögen 377.459 54 362.118 57 15.341 4
Vorräte 48.476 7 46.557 7 1.919 4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 159.951 24 152.460 24 7.491 5
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 65 0 0 0 65 0
Forderungen gegen Gesellschafter 136 0 2.645 0 -2.509 -95
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.808 1 3.320 1 4.488 135
Sonstige Vermögensgegenstände 52.503 7 35.039 6 17.464 50
Liquide Mittel 17.039 2 13.483 2 3.556 26
Rechnungsabgrenzungsposten 23.758 3 19.602 3 4.156 21
Kurzfristig gebundenes Vermögen 309.736 44 273.106 43 36.630 13
Nicht durch Konzerneigenkapital 17.404 2 0 0 17.404 0
  704.599 100 635.224 100 69.375 11

Die Immateriellen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Software zur Sicherstellung der betrieblichen, verwaltungstechnischen Abläufe (12,3 Mio. EUR, Vorjahr 14,0 Mio. EUR) und dem Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung des Transdev Verkehr GmbH (ehemals: Transdev SE & Co. KG)-Teilkonzerns (16,3 Mio. EUR, Vorjahr 18,6 Mio. EUR).

Die Sachanlagen beinhalten Grundstücke und Gebäude (39,3 Mio. EUR, Vorjahr 42,3 Mio. EUR), technische Anlagen und Maschinen (31,2 Mio. EUR, Vorjahr 32,3 Mio. EUR), andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (18,6 Mio. EUR, Vorjahr 21,3 Mio. EUR), geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (15,0 Mio. EUR, Vorjahr 12,0 Mio. EUR), Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen (4,6 Mio. EUR, Vorjahr 5,4 Mio. EUR) und Fahrzeuge für Personenverkehr (192,3 Mio. EUR, Vorjahr 167,7 Mio. EUR).

Die Finanzanlagen bestehen insbesondere aus Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die mittels der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden (1,4 Mio. EUR, Vorjahr 2,8 Mio. EUR) sowie sonstigen Ausleihungen (45,1 Mio. EUR, Vorjahr 45,0 Mio. EUR), bei denen es sich im Wesentlichen um geleistete Sicherheiten für Leasingverträge handelt, die langfristig gebunden sind und zum Vertragsende zurückgezahlt werden.

Das Vorratsvermögen beinhaltete im Wesentlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten hauptsächlich Forderungen gegen Verbünde und Aufgabenträger.

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich primär aus Umsatzsteuerforderungen in Höhe von 22,7 Mio. EUR (Vorjahr 8,5 Mio. EUR) sowie Forderungen aus Schadensersatz in Höhe von 11,0 Mio. EUR (Vorjahr 13,1 Mio. EUR) zusammen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält überwiegend Ausgaben für Leasing in Höhe von 12,7 Mio. EUR (Vorjahr 14,1 Mio. EUR), Ausgaben für Mieten und Wartung in Höhe von 4,9 Mio. EUR (Vorjahr 2,8 Mio. EUR) sowie Ausgaben für Versicherungen über 0,9 Mio. EUR (Vorjahr 0,8 Mio. EUR).

2021 2020 +/-
TEUR % TEUR % TEUR %
Gezeichnetes Kapital 26 0 26 0 0 0
Kapitalrücklage 246.313 35 246.313 39 0 0
Gewinnvortrag 2 0 2 0 0 0
Konzernbilanzverlust -268.797 -38 -227.380 -36 -41.417 18
Nicht beherrschende Anteile 5.052 1 5.536 1 -484 -9
Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag 17.404 2 0 0 17.404 0
Eigenkapital 0 0 24.497 4 -24.497 -100
Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 32.568 5 30.128 5 2.440 8
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.856 1 3.293 1 563 17
Steuerrückstellungen 4.818 1 6.086 1 -1.268 -21
Sonstige Rückstellungen 227.197 31 188.656 30 38.541 20
Rückstellungen 235.871 33 198.035 32 37.836 19
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 63.736 9 65.959 10 -2.223 -3
Erhaltene Anzahlungen 1 0 2 0 -1 -50
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 83.367 12 44.954 7 38.413 85
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 6 0 -6 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 92.303 13 78.489 12 13.814 18
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.713 0 1.310 0 403 31
Sonstige Verbindlichkeiten 169.486 24 168.197 26 1.289 1
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 19.593 3 18.342 3 1.251 7
Verbindlichkeiten 430.199 61 377.259 58 52.940 14
Passive Latente Steuern 5.961 1 5.305 1 656 12
  704.599 100 635.224 100 69.375 11

Durch die Bildung der Drohverlustrückstellungen weist der Konzernabschluss der Transdev GmbH zum 31. Dezember 2021 einen nicht durch Konzerneigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 17,4 Mio. EUR aus. Die Geschäftsführung der Transdev GmbH geht von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit des Konzerns aus und stützt diese Prognose auf bereits laufende Gespräche mit den Gesellschaftern der Transdev GmbH. Die Gesellschafterin der Transdev GmbH hat am 28. Juli 2022 einen Betrag in Höhe von 80,0 Mio. EUR in die freie Kapitalrücklage der Transdev GmbH eingezahlt, um den Fehlbetrag auszugleichen.

Der Sonderposten enthält im Rahmen von getätigten Investitionen erhaltene Investitionszuschüsse. Die Investitionszuschüsse wurden entsprechend dem Abschreibungsverlauf der begünstigten Wirtschaftsgüter ratierlich aufgelöst. Im Geschäftsjahr ergab sich eine erfolgswirksame Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse in Höhe von 5,3 Mio. EUR (Vorjahr 5,0 Mio. EUR).

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Drohverlustrückstellungen zu Nettoverträgen in Höhe von 66,5 Mio. EUR (Vorjahr 48,8 Mio. EUR), für ausstehende Rechnungen in Höhe von 55,8 Mio. EUR (Vorjahr 47,5 Mio. EUR), für die Instandhaltung von Fahrzeugen mit 66,9 Mio. EUR (Vorjahr 54,9 Mio. EUR) sowie für Personal in Höhe von 28,5 Mio. EUR (Vorjahr 25,0 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling mit der Transdev Group SA in Höhe von 19,0 Mio. EUR (Vorjahr 2,9 Mio. EUR), Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 65,0 Mio. EUR (Vorjahr 65,0 Mio. EUR) sowie Zinsverbindlichkeiten in Höhe von 8,0 Mio. EUR (Vorjahr 6,1 Mio. EUR), die aus früheren Cash-Pool-Verbindlichkeiten resultieren.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Überzahlungen von Auftraggebern in Höhe von 112,6 Mio. EUR (Vorjahr 138,3 Mio. EUR).

Die passiven latenten Steuern resultieren aus der Anpassung der Einzelabschlüsse an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie aus der Aufdeckung und Fortschreibung stiller Reserven und Lasten.

4.2 Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über das zentrale Group Cash Management Agreement mit der Transdev Group S.A., Paris, Frankreich.

Die Analyse der Liquidität erfolgt anhand der Kapitalflussrechnung, die im Folgenden aggregiert dargestellt ist:

Aufgliederung der Cashflows 2021
TEUR
2020
TEUR
+/-
TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 29.948 98.801 -68.853
Cashflow aus Investitionstätigkeit -47.870 -41.516 -6.354
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 6.972 34.355 -27.383
Veränderung des Finanzmittelfonds -10.950 91.640 -102.590
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 9.512 -82.128 91.640
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -1.438 9.512 -10.950
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds 2021
TEUR
2020
TEUR
+/-
TEUR
Liquide Mittel 17.039 13.483 3.556
Cash-Pool (InterCompany-Forderungen und -Verbindlichkeiten) -18.477 -3.971 -14.506
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -1.438 9.512 -10.950

Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Anders als im Vorjahr wurde der Cashflow aus Investitionstätigkeit weitaus geringer durch den Finanzierungscashflow abgedeckt. In Kombination mit einem wesentlich geringeren positiven Cashflow aus der operativen Tätigkeit resultiert eine Verminderung des Finanzmittelbestandes von EUR 10,9 Mio.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war im Berichtsjahr geprägt durch Wesentliche Investitionen in Fahrzeuge für die Aufnahme neuer Verkehre. Die Höhe der Investitionen ins Sachanlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr verringert.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war im Vorjahr maßgeblich beeinflusst durch die Erstattung der Leasinggeber von 2019 geleisteten Anzahlungen im Zusammenhang mit dem Abschluss von Leasingtransaktionen.

Die Transdev-Gruppe war im Geschäftsjahr 2021 jederzeit in der Lage, ihre fälligen Verbindlichkeiten zu bedienen. Durch die Einbindung in das Cash-Management-System der Transdev Group SA verfügt die Gesellschaft über einen finanziellen Rahmen für das operative Geschäft und die Finanzierung zukunftssichernder Investitionen.

Zur Verbesserung der kurzfristigen Liquidität hat die Gesellschafterin der Transdev GmbH, die Transdev Group SA, am 28. Juli 2022 einen Betrag von 80,0 Mio. EUR in die freie Kapitalrücklage der Transdev GmbH eingezahlt. Dieser Betrag wurde zum großen Teil dazu verwendet, die bestehende Cash-Pool-Verbindlichkeit gegenüber der Transdev Group SA zurückzuführen.

4.3 Ertragslage

2021 2020 +/-
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 1.207.097 100 1.131.843 100 75.254 7
Materialaufwand -780.927 -65 -748.356 -66 -32.571 4
Personalaufwand -340.305 -28 -319.067 -28 -21.238 7
Abschreibungen -45.365 -4 -44.238 -4 -1.127 3
Sonstige betriebliche Aufwendungen -112.222 -9 -130.696 -12 18.474 -14
Betriebsaufwand -1.278.819 -106 -1.242.357 -110 -36.462 3
Sonstige betriebliche Erträge 41.563 3 50.599 5 -9.036 -18
Betriebsergebnis -30.159 -3 -59.915 -5 29.756 -50
Zinsergebnis -5.050   -2.691   -2.359  
Abschreibungen auf Finanzanlagen -94   0   -94  
Ergebnis aus Beteiligungen -3.253   461   -3.714  
Ergebnis vor Ertragsteuern -38.556   -62.145   23.589  
Ertragsteuern -1.482   -1.210   -272  
Ergebnis nach Steuern -40.038   -63.355   23.317  
Sonstige Steuern -708   -306   -402  
Konzernjahresfehlbetrag -40.746   -63.661   22.915  
abzüglich Anteil nicht beherrschender Anteile am Konzernjahresfehlbetrag 670   531   139  
Verlustvortrag aus dem Vorjahr -227.380   -163.188   -64.192  
Konzernbilanzverlust -268.796   -227.380   -41.138  

Die Umsatzerlöse in Höhe von 1.207,1 Mio. EUR (Vorjahr 1.131,8 Mio. EUR) beinhalten Umsätze aus dem Bahnbetrieb in Höhe von 783,2 Mio. EUR (Vorjahr 717,6 Mio. EUR) sowie aus dem Busbetrieb in Höhe von 423,9 Mio. EUR (Vorjahr 414,2 Mio. EUR). In den Umsatzerlösen sind auf Grundlage der "Richtlinie zum Ausgleich von Schäden im öffentlichen Personennahverkehr" sowie der hierauf aufbauenden Nachverhandlungen der Verkehrsverträge im Zusammenhang mit dem Ausbruch von Covid-19 unmittelbare und mittelbare Bestellerentgelte in Höhe von 66,6 Mio. EUR (Vorjahr 64,9 Mio. EUR) enthalten.

Der Materialaufwand besteht aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren (135,4 Mio. EUR, Vorjahr 120,6 Mio. EUR) und Aufwendungen für bezogene Leistungen (645,5 Mio. EUR, Vorjahr 627,7 Mio. EUR). Der Materialaufwand enthält im Wesentlichen Aufwendungen für Trassen- und Stationskosten, Leasingaufwendungen für Fahrzeuge, Energieverbrauch und Instandhaltungskosten.

Der Personalaufwand beträgt 340,3 Mio. EUR (Vorjahr 319,1 Mio. EUR) und beinhaltet 59,2 Mio. EUR (Vorjahr 55,4 Mio. EUR) Aufwand für soziale Abgaben. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 7.163 Mitarbeitende (Vorjahr 6.851) beschäftigt, davon 6.479 (Vorjahr 6.184) im operativen Bereich und 684 (Vorjahr 667) in der Verwaltung.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von 11,7 Mio. EUR (Vorjahr 18,7 Mio. EUR), Erträge aus der Auflösung von Sonderposten in Höhe von 5,3 Mio. EUR (Vorjahr 5,0 Mio. EUR), Buchgewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr 8,1 Mio. EUR) sowie Erträge aus erhaltenem Schadensersatz in Höhe von 12,9 Mio. EUR (Vorjahr 7,6 Mio. EUR).

Für die im Zuge der Corona-Pandemie zukünftig erwartete geringere Nachfrage im öffentlichen Personennahverkehr wurden die im Vorjahr für einzelne Verkehrsverträge gebildeten Drohverlustrückstellungen im Geschäftsjahr 2021 um 25,1 Mio. EUR (Vorjahr 46,7 Mio. EUR) erhöht, um die langfristig reduzierte Wirtschaftlichkeit abzubilden.

Innerhalb des Konzerns bestehen zwischen der Transdev GmbH und der Mehrzahl der Tochterunternehmen Ergebnisabführungs- und Beherrschungsverträge in geschlossener Kette. Diesbezüglich besteht eine ertragsteuerliche Organschaft.

Es ergibt sich ein Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von 40,7 Mio. EUR (Vorjahr Konzernjahresfehlbetrag von 63,7 Mio. EUR), davon entfallen 0,7 Mio. EUR auf Jahresüberschüsse von nicht beherrschenden Anteilen (Vorjahr Jahresüberschüsse von 0,5 Mio. EUR).

4.4 Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Transdev hat die gesetzten Erwartungen des Budgets 2021 überwiegend erfüllt. Die prognostizierte Entwicklung des Betriebsergebnisses ist jedoch nicht eingetreten, was maßgeblich auf die Berücksichtigung von Risiken hinsichtlich sinkender Umsatzerlöse aus der zukünftigen Nutzung der Verkehrsangebote sowie auf einzelne unwirtschaftliche Verkehrsverträge im SPNV zurückzuführen ist. Die im Zuge der Pandemie erwartete geringere Nachfrage im öffentlichen Personennahverkehr wurde im Geschäftsjahr 2021 für einzelne Verkehrsverträge mit nachhaltig reduzierter Wirtschaftlichkeit über Drohverlustrückstellungen abgebildet.

Durch die Bildung der Drohverlustrückstellungen weist der Konzernabschluss der Transdev GmbH zum 31. Dezember 2021 einen nicht durch Konzerneigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 17,4 Mio. EUR aus.

Aufgrund der insbesondere Corona-bedingt angefallenen Verluste der letzten beiden Jahre ist das Konzern-Eigenkapital aufgebraucht und die Liquiditätslage belastet. Zur Verbesserung der kurzfristigen Liquidität sowie zur Stärkung des Eigenkapitals hat die Gesellschafterin der Transdev GmbH, die Transdev Group SA, am 28. Juli 2022 einen Betrag von 80 Mio. EUR in die freie Kapitalrücklage der Transdev GmbH eingezahlt.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Dem Prognose-, Chancen- und Risikobericht liegt ein Prognosezeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 zugrunde.

1. Prognosebericht

Gesamtaussage zur Prognose des Geschäftsverlaufes

Auf der Grundlage der internen Planungen für den Konsolidierungskreis per 31. Dezember 2021 zu den finanziellen Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2022 erwartet die Geschäftsführung für den Konzern steigende Umsatzerlöse in einem Korridor von 0% bis 5% sowie ein verbessertes aber aufgrund der Energiepreissteigerungen weiterhin negatives Betriebsergebnis.

Gemäß der aktuellen Liquiditätsplanung (base case) besteht im Prognosezeitraum keine Finanzierungslücke. Sollten jedoch die Prämissen zur Kostenentwicklung aufgrund der Energiekrise nicht eintreten bzw. wesentlich überschritten werden, kann sich eine Finanzierungslücke ergeben, die eine zusätzliche Finanzierung erforderlich macht. Für diesen Fall hat die Gesellschafterin Transdev Group SA mit Datum vom 30. August 2022 eine bis zum 31. August 2023 befristete und bis zur Höhe von 80 Mio. EUR begrenzte Patronatserklärung abgegeben, wonach sich die Transdev Group SA verpflichtet, die Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Wir verweisen auch auf die Ausführungen im Abschnitt Chancen- und Risikobericht.

Im Bereich der Investitionen wird im Jahr 2022 mit einem Anstieg gerechnet, der im Wesentlichen aus Buskäufen resultiert. Geplant ist eine Steigerung der Investitionen von 80 Mio. EUR im Jahr 2021 auf rund 96 Mio. EUR im Jahr 2022, die genaue Höhe wird von den Vergabeentscheidungen abhängig sein.

Aus dem 9 Euro-Ticket, welches für die Zeit von Juni-August 2022 durch die Bundesregierung eingeführt wurde, ergeben sich keine Risiken für die Trans-dev-Gesellschaften. Durch das Ticket entstehende Mindererlöse werden komplett vom Bund ausgeglichen. 7

7 Muster-Richtlinie zum Ausgleich von Schäden im öffentlichen Personennahverkehr im Zusammenhang mit dem Ausbruch von COVID-19 und dem temporär eingeführten 9-Euro-Ticket im Jahr 2022 aus Bundes- und Landesmitteln vom 17. Mai 2022 (Endfassung)

Ausblick für den Schienenpersonenverkehr in 2022

Der internationale Fahrplanwechsel im Dezember 2021 hatte diverse vertragliche Auswirkungen bei den SPNV-Verträgen der Transdev-Gruppe:

Bei der NordWestBahn GmbH (NWB) trat Ende 2021 der neue Verkehrsvertrag für die Leistungen im Netz der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen in Kraft. Die NordWestBahn betreibt das Netz bereits seit 2010. Im ersten Betriebsjahr wird das Leistungsvolumen des bestehenden Vertrages erbracht. Im Dezember 2022 erfolgt eine umfangreiche Netzerweiterung auf jährlich rund 6,5 Mio. Zugkilometer. Die Erweiterung umfasst die Integration der Strecke Verden (Aller) - Rotenburg (Wümme), die Strecke Oldenburg - Wilhelmshaven nach der Elektrifizierung, die Einführung einer Expresslinie Bremen - Bad Zwischenahn im Stundentakt sowie Taktverdichtungen in den Stoßzeiten auf einzelnen Linien. Zur Steigerung des Fahrgastkomforts wird die bewährte Bestandsflotte von Alstom um 16 Stadler FLIRT3-Neufahrzeuge ergänzt.

Der größte Ausschreibungsgewinn in der Geschichte der Transdev-Gruppe konnte mit dem Zuschlag im Netz der S-Bahn Hannover verbucht werden. Der ursprünglich für Dezember 2021 geplante Vertragsstart wurde aufgrund der juristischen Prüfung des Vorbetreibers DB Regio um ein halbes Jahr verschoben. Die für den Betrieb neugegründete Transdev Hannover GmbH (TDH) unterstützte den Vorbetreiber bereits durch den Verleih von neu ausgebildeten Fahrpersonal. Früher als geplant konnte Transdev erste Verkehrsleistungen auf Strecken der S-Bahn Hannover übernehmen. Die Aufgabenträger der Region Hannover, die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH und der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe, hatten die Transdev-Gruppe mit einem Probebetrieb als Echtbetrieb auf drei Strecken im Netz der S-Bahn Hannover beauftragt. Mit Wirkung zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2021 übernahm Transdev für sechs Monate bis Juni 2022 den S-Bahn-Verkehr auf den Linien S 3, S 6 und S 7. Zum Einsatz kommen dabei die neuen Züge vom Typ Stadler Flirt 3 XL, die von eigenem Transdev-Personal gesteuert werden. Mit dem kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2022 übernimmt die TDH dann die restlichen sieben Strecken des S-Bahn-Netzes Hannover.

Die Bayerische Oberlandbahn GmbH (BOB) erweiterte ihr Leistungsvolumen zum Jahresende 2021 mit Verkehrsvertrag im Netz Chiemgau-Berchtesgaden in Betrieb. Mit der ersten Inbetriebnahmestufe im Dezember wurde die zuvor von der Berchtesgadener Land Bahn betriebene Strecke zwischen Freilassing und Berchtesgaden übernommen. Zum Einsatz kommen die bereits verkehrenden Fahrzeuge des Typs Stadler FLIRT1. Die zweite Inbetriebnahmestufe erfolgt ein Jahr später mit ebenfalls im Netz ausgeschriebenen Fahrten auf der Strecke Traunstein - Ruhpolding.

Die Trans Regio Deutsche Regionalbahn GmbH (TR) hat in 2021 die europaweite Ausschreibung für den weiteren Betrieb der MittelrheinBahn (RB 26) gewonnen und konnte so die Bestandsverkehre im Rheintal verteidigen. Die Trans Regio wird damit ab Dezember 2023 weiterhin die Strecke im Rheintal zwischen Mainz, Koblenz, Bonn und Köln bis Dezember 2033 unter der Marke MittelrheinBahn betreiben. Der Auftrag umfasst jährlich 3,2 Millionen Zugkilometer. Zum Einsatz kommt weiterhin die bewährte Fahrzeugflotte aus 23 Triebzügen vom Typ Siemens Desiro Mainline und Siemens Mireo. Im Rahmen des neuen Verkehrsvertrages wird Trans Regio auch in den Ausbau des Betriebswerks in Koblenz investieren. Zudem wird die Zusammenarbeit mit den Transdev-Busunternehmen vor Ort und der Transdev Vertrieb intensiviert.

Die Transdev Vertrieb GmbH (TDV) übernimmt ab Dezember 2022 für bis zu 14 Jahre den Vertrieb in den beiden bayrischen Netzen Regensburg/ Donautal (Dezember 2022 bis 2036) und Regionalverkehr Oberfranken (Dezember 2023 bis 2035) für den Bahnbetreiber agilis, nachdem dieser entsprechende Ausschreibungen gewonnen hatte.

Die Transdev Vertrieb hatte bereits im Oktober 2020 eine Kooperation für den Vertrieb des Betreibers Go-Ahead Bayern geschlossen, der im Dezember 2021 die Strecke "München - Memmingen - Lindau" übernahm. Einen weiteren neuen Kunden konnte die TDV mit der FlixMobility GmbH gewinnen. Transdev wird bis spätestens 1. Juni 2022 in großen deutschen Bahnhöfen zwölf Fahrkartenautomaten installieren, über die Tickets für die grünen Züge von FlixTrain verkauft werden sollen. Die Transdev Vertrieb kümmert sich bei dem Auftrag für die kommenden zehn Jahre um die Installation, die Wartung und den Betrieb der Automaten.

Zudem konnte die Transdev Vertrieb Anfang 2022 ein weiteres Bahnunternehmen als neuen Kunden gewinnen. Ab Dezember 2023 wird Transdev für die Nordbahn Eisenbahngesellschaft in Schleswig-Holstein bis 2035 Vertriebsdienstleistungen übernehmen, nachdem das Unternehmen zwei Lose im künftigen Akku-Netz von Schleswig-Holstein gewonnen hatte. Die TDV wird unter anderem 63 Ticketautomaten aufstellen, sowie Fahrausweisentwerter und sechs Verkaufsstellen betreiben. Zudem werden fast 100 mobile Terminals für die Mitarbeitenden der Nordbahn bereitgestellt.

Im Jahr 2022 erwartet Transdev ein hohes Vergabevolumen mit deutschlandweiten Wachstumschancen.

Ausblick für den Busverkehr in 2022

Die Regionalbus Oberlausitz GmbH (RBO), eine gemeinsame Gesellschaft des Landkreises Bautzen und der Transdev-Gruppe, wird auch weiterhin den ÖPNV im Landkreis Bautzen betreiben. Dies ist das Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung der Dienstleistung. Der Verkehrsvertrag startete am 1. Januar 2022, läuft über zehn Jahre bis zum 31. Dezember 2031 und umfasst eine Leistung von ca. 12 Mio. Fahrplankilometern. Dabei kommen ca. 250 Busse zum Einsatz.

Die Verkehrsbetrieb Rhein Eifel Mosel GmbH (VREM) hat 2021 Ausschreibungen für den Betrieb von drei großen Linienbündeln mit über 80 Buslinien im Landkreis Mayen-Koblenz gewonnen. Dabei geht es um Linienverkehre im Verkehrsverbund Rhein-Mosel unter anderem in den Städten Andernach, Boppard, Koblenz und Mayen. Die zwei anderen Linienbündel gehen an die Firma Zickenheiner. Seit Fahrplanwechsel im Dezember 2021 sind für zehn Jahre rund 180 neue Busse links-rheinisch im gesamten Gebiet Mayen-Koblenz unter der Marke Verkehrsbetriebe Mittelrhein unterwegs. Etwa 270 Mitarbeitende werden für den Großauftrag eingesetzt. Kernelemente des neuen "ÖPNV-Konzept Nord" und den damit einhergehenden Verbesserungen sind unter anderem gute Anschlüsse zwischen den Linien an bestimmten Knotenpunkten, Taktverdichtungen insbesondere am Wochenende, ein neues NachtBus-Angebot sowie moderne Niederflurbusse mit WLan an Bord.

Die Griensteidl GmbH (GST) in Gröbenzell bei München hat vom Münchner Verkehrsverbund (MVV) den Zuschlag für den Betrieb von drei weiteren Buslinien gewonnen. Ab Fahrplanwechsel im Dezember 2021 sind damit für zehn Jahre auch auf den Linien 701, 711 und 712 Griensteidl-Busse unterwegs. Für die innerstädtischen Linienverkehre rund um den S-Bahnhof Karlsfeld im Landkreis Dachau nordwestlich von München mit jährlich rund 340.000 Buskilometern werden fünf Solobusse und etwa 13 Fahrer/innen benötigt. Zudem hat das Busunternehmen in einem Vergabeverfahren im Oktober 2021 erneut den Zuschlag für die Erbringung von Busnotverkehr (BNV) und Schienenersatzverkehr (SEV) in den beiden Netzen des Bahnbetreibers agilis in Oberfranken/Oberpfalz und im Donautal (Ulm-Ingolstadt-Regensburg) in Bayern für die nächsten acht Jahre erhalten. Der Auftrag enthält Optionen für dreimalige Verlängerung um jeweils zwei weitere Jahre. Die Griensteidl hat bereits in den Jahren zuvor im Auftrag von agilis solche Verkehre organisiert. So betrug das SEV-BNV-Volumen im Jahr 2020 rund 372.000 Buskilometer und umfasste rund 250 Aufträge. Das Volumen der zu betreuenden Netze von agilis wird sich mit dem neuen Vertrag um ein Drittel vergrößern.

Die Württembergische Bus-Gesellschaft mbH (WBG) hat zum Jahresende 2021 den Zuschlag für einen Auftrag als Subunternehmer im Liniennetz der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) erhalten. Ab 11. Dezember 2022 fährt die WBG mit sieben Gelenkbussen auf der Buslinie 90 Korntal - Weilimdorf - Giebel im Verkehrsverbund Stuttgart (VVS). Die Jahresfahrleistung liegt bei 390.000 Buskilometern. Mit dem neu gewonnenen Auftrag betreibt die WBG im VVS künftig 55 Busse.

Die INGmobil GmbH (ING) konnte einen neuen Auftrag für ein Los mit Verkehrsleistungen als Subunternehmer im Verkehrsgebiet der Kommunalverkehr Rhein-Nahe GmbH (KRN) gewinnen. Bei dem Auftrag mit jährlich rund 0,98 Mio. Buskilometern inklusive Rufbusleistungen geht es um Regionalbusverkehre im Landkreis Mainz-Bingen. Insgesamt werden 20 Busse unter der Marke INGmobil auf 30 Linien im Bediengebiet zwischen Bad Kreuznach, Ingelheim und Mainz eingesetzt. Der Auftrag, für den rund 30 Mitarbeitende benötigt werden, läuft über zehn Jahre und startet am 17. Oktober 2022.

Die Palatina Bus GmbH (PAL) in Edenkoben soll ab Dezember 2022 für 10 Jahre den Busverkehr in den Losen 1 und 3 des Linienbündels Neustadt/Weinstraße betreiben. Dies bedeutet, dass der Bestandsverkehr im Bündel Neustadt von 1,7 Mio. Fahrplankilometern pro Jahr gesichert werden konnte und zudem um weitere 1,3 Mio. Fahrplankilometer pro Jahr wächst. Palatina Bus wird damit ab dem 11. Dezember 2022 rund 75 Busse im Städtedreieck Landau - Speyer - Neustadt/Weinstraße auf 12 Linien betreiben.

Die Zahl der Ausschreibungen im ÖPNV Bus Markt nimmt weiter zu, so dass sich Wachstumschancen im Kerngeschäft ergeben. Überlegungen, neue Geschäftsfelder zu erschließen, die das Kerngeschäft ergänzen, werden weiter auf ihre Umsetzungsmöglichkeit untersucht. Zudem bereiten sich die Kommunen weiter auf die Umsetzung der Verkehrswende vor. Hier kann Transdev seine Kompetenzen als weltweit tätige Gruppe gut einbringen, weil die Bürgerinnen und Bürger von den Kommunen Mobilitätsdienstleistungen sowie Zero Emission-Lösungen erwarten. Dies bietet weitere Möglichkeiten, insbesondere im Rahmen öffentlich-privater Partnerschaften.

2. Chancen- und Risikobericht

Durch die monatliche Analyse der Plan/Ist-Abweichungen, die durch das regionale Controlling in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung erstellt wird, ist die Einbettung in das Risikomanagement der Transdev-Gruppe gegeben.

In diesem Rahmen werden besonders die Auswirkungen folgender Indikatoren berücksichtigt:

die Entwicklung der Kilometer- und Stundenleistungen,

die Entwicklung des Strom- und Dieselpreises,

die Entwicklung des Lohn- und Gehaltsgefüges im Rahmen der Tarifentwicklungen und

die Entwicklung der Krankenquoten.

Im Rahmen des Finanzmanagements werden mögliche Risiken u.a. durch folgende Maßnahmen fortlaufend überwacht, quantifiziert und nach den Unternehmenszielen entsprechend aktiv gesteuert:

Freigabe von Teilbudgets nach sorgfältiger Risiko- und Wirtschaftlichkeitsanalyse,

Kostenreduzierungsmaßnahmen zur Kompensation von Erlösausfällen und

Liquiditätssteuerung ausgehend von der mittelfristigen Unternehmensplanung und aktuellen Hochrechnungen und Abweichungsanalysen des Working Capital.

Die derzeitigen Umsatzerlöse/Forderungen der Tochtergesellschaften basieren teilweise auf Schätzungen, die auf konkreten Annahmen basieren. Das Risiko (und die Chance) besteht darin, dass eine finale Abrechnung zu einer Anpassung der Forderungen führt. Hier bestehen also noch entsprechende branchenübliche Beurteilungs- und Schätzungsspielräume.

Konkret unterliegt die Gesellschaft den Risiken im Wettbewerb um Verkehrsverträge, was jedoch gleichzeitig eine Chance darstellt. Zur Abmilderung der Risiken werden die Unterlagen der jeweiligen Töchter vor Teilnahme an einer Ausschreibung durch die Transdev GmbH auf Plausibilität überprüft und freigegeben.

Ein weiteres Risiko ist das Aufrechterhalten des Finanzierungsverhaltens seitens der Gesellschafterin, wobei derzeit keine Anzeichen erkennbar sind, die dem widersprechen.

Die Planungen der Gesellschaft gehen davon aus, dass sich der positive Trend in der Verkehrsentwicklung in der Transdev-Gruppe fortsetzt und ausgebaut werden kann. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass mit den steigenden Chancen aus der Ausweitung und Intensivierung der Verkehrsverträge die hieraus resultierenden grundsätzlichen Risiken ebenfalls zunehmen. Solche Risiken können aus der Fehleinschätzung der Verkehrsentwicklung, aus dem Vertragsmanagement sowie aus operativen Risiken resultieren, wie beispielsweise Zugausfällen und Kosten für Schienenersatzverkehr oder kurzfristiger Ausfall von Fahrpersonal in signifikanten Größenordnungen.

Der Ende Februar begonnene russisch-ukrainische Konflikt hat einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Transdev-Gruppe. Es bestehen Unsicherheiten darüber, wie sich diese Entwicklung im Jahresverlauf 2022 gestalten und welche Folgen der Konflikt für die Konjunktur haben wird.

Die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und im Euro-Raum haben sich durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine drastisch verschlechtert. Daher revidiert der Sachverständigenrat seine Prognose deutlich nach unten und erwartet für Deutschland für das Jahr 2022 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,8% und für das Jahr 2023 ein Wachstum von 3,6%. Das Vorkrisenniveau aus dem 4. Quartal 2019 wird voraussichtlich erst im 3. Quartal 2022 wieder erreicht. 8

Die erlassenen Sanktionsmaßnahmen führten dazu, dass sich die Energie- und Treibstoffkosten enorm verteuerten. Verkehrsunternehmen, Verbünde und Verbände forderten die Aufgabenträger und politischen Entscheidungsträger zu einem schnellen Ausgleich auf.

Aufgrund unterschiedlicher Anwendungen der Energie- und Treibstoff-Indices in den einzelnen Verkehrsverträgen werden die geforderten Ausgleiche individuell zwischen den Vertragsparteien ausgehandelt werden.

Die Energiekrise bringt Transdev Deutschland in eine schwierige Lage. Trotz der Indexierung werden die beispiellosen Preissteigerungen für Strom erhebliche finanzielle Auswirkungen auf das Ergebnis haben. Die ersten sechs Monate des Jahres 2022 haben aufgrund der Preissteigerungen bereits zu erheblichen - nicht geplanten - Belastungen in zweistelliger Millionenhöhe geführt. Diese Situation wird auf lange Sicht finanziell nicht tragbar sein.

Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum hängt daher davon ab, dass die der Finanzplanung zu Grunde liegenden Prämissen, insbesondere zur Energiekostenentwicklung der Jahre 2022 und 2023, eintreten bzw. nicht wesentlich überschritten werden.

Soweit die Aufgabenträger diese ungeplanten Energiekosten nicht ausgleichen, kann sich eine Finanzierungslücke ergeben, die eine zusätzliche Finanzierung erforderlich macht. Die Transdev Group S.A., Paris, Frankreich, hat diesbezüglich gegenüber der Transdev GmbH, Berlin, am 30. August 2022 eine bis zum 31. August 2023 zeitlich beschränkte Patronatserklärung abgegeben.

Danach verpflichtet sich die Transdev Group SA unwiderruflich, die Transdev GmbH bis zur Höhe von 80,0 Mio. EUR mit zusätzlicher Liquidität oder sonstigen finanziellen Mitteln auszustatten, soweit dies erforderlich ist, um es der Transdev GmbH zu ermöglichen, alle fälligen Forderungen ihrer Gläubiger zu befriedigen, um dadurch eine drohende oder bestehende Illiquidität im insolvenzrechtlichen Sinne zu vermeiden.

Im Falle von wesentlichen Abweichungen von den der Finanzplanung zu Grunde liegenden Prämissen ist die Fortführung der Unternehmenstätigkeit des Konzerns somit von der finanziellen Unterstützung durch die Transdev Group SA abhängig.

Die Gesellschafterin der Transdev GmbH, die Transdev Group SA, hat außerdem am 28. Juli 2022 einen Betrag von 80,0 Mio. EUR in die freie Kapitalrücklage der Transdev GmbH eingezahlt, um die Gesellschaft kurzfristig zu unterstützen.

8 Sachverständigenrat: Pressemitteilung, Russischer Angriffskrieg gegen die Ukraine und Energiepreise verschlechtern wirtschaftliche Aussichten drastisch, 30. März 2022, S.1

3. Gesamtaussage zur zukünftigen Entwicklung

Der Konzern wird versuchen, die Performance des bestehenden Geschäfts - insbesondere auch durch Nachverhandlungen der langfristigen Verkehrsverträge - zu verbessern, interne Prozesse zu optimieren und seine Geschäftsaktivitäten auszubauen. Der Konzern wird sich an weiteren Ausschreibungen im Bus- und Bahnbereich beteiligen und plant zudem, das Geschäftsfeld der Vertriebsdienstleistungen weiter auszubauen.

 

Berlin, den 31. August 2022

Transdev GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Tobias Heinemann, Geschäftsführer

Younès Rouissi, Geschäftsführer

Henrik Behrens, Geschäftsführer

Erik Ryll, Geschäftsführer

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