Gerätebau GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Westinger seit 24.11.2015 | Geschäftsführer |
Manfred Theodor Kötzle seit 24.11.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Feinwerkbau GmbHOberndorf am NeckarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023A. Wirtschaftsbericht I. Geschäftsmodell des Unternehmens Feinwerkbau blickt auf eine mehr als 60-jährige Erfahrung in der Metallbearbeitung zurück. Mit der Herstellung hochpräziser Sportwaffen, die wir weltweit vertreiben, haben wir uns international einen hervorragenden Ruf erworben. Wir sind ein Premiumhersteller und nehmen in unserer Branche eine Spitzenposition ein. Neben unseren eigenen Produkten fertigen wir in kleinerem Umfang Bauteile und Baugruppen höchster Qualität und Präzision für namhafte Unternehmen in Deutschland. Unser Leistungsspektrum reicht dabei von der Materialbereitstellung bis zum fertigen Bauteil. Selbst komplexeste Bauteile mit komplizierten Anforderungen werden von uns projektiert und realisiert. II. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2023 1. Bereich Sportwaffen Wir sind weltweit auf dem Sportwaffenmarkt tätig und arbeiten ausschließlich am Standort Oberndorf. Unser Unternehmen nimmt innerhalb der Branche eine Spitzenstellung ein. Der Name Feinwerkbau steht für Präzision, Zuverlässigkeit und Innovation. Der Markt bietet nur geringe Wachstumschancen. Die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die öffentlich geführten Diskussionen sind nach wie vor nicht dazu angetan, die Absatzmöglichkeiten insbesondere auf dem heimischen Markt deutlich zu verbessern. Der Wettbewerb im Bereich der Sportwaffen ist durch Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet und wird vor allem über den Preis geführt. Unsere Position am Markt zu festigen und zielorientiert weiter auszubauen ist das Ziel unserer Unternehmensstrategie. Dazu setzen wir auf innovative Neuentwicklungen, Produktdesign, Präzision, Qualität und Zuverlässigkeit unserer angebotenen Produkte sowie auf Zuverlässigkeit im Service und in der Schützenbetreuung. Die gesamtwirtschaftliche Situation sowie die Branchenentwicklung wirken sich maßgeblich auf den Geschäftsverlauf aus. Die Strategie, sich nicht am Preiswettbewerb zu beteiligen, kann nicht mehr konsequent verfolgt werden. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 konnten wir im Geschäftsjahr 2023 deutlich höhere Umsatzerlöse generieren. Die Markteinführung innovativer Produkte in Verbindung mit unserem neuen Showroom, in dem wir unser gesamtes Produktprogramm präsentieren und Interessenten fachkundig erläutern, hat zu einer spürbaren Verbesserung der Umsatzseite geführt. Als weiteren Wettbewerbsvorteil konnten wir die Warenverfügbarkeit und die damit verbundene zeitnahe Belieferung unserer Kunden verzeichnen. Insgesamt verzeichneten wir im Geschäftsjahr 2023 im Bereich Sportwaffen eine Umsatzsteigerung von 52,1 %. Im Inlandsgeschäft konnten wir den Sportwaffenumsatz um 43,9 % steigern, im Auslandsgeschäft konnten wir den Umsatz um 67,0 % steigern. 2. Bereich Fremdfertigung Wie in den Vorjahren werden freie Kapazitäten im Sportwaffenbereich zur Bedienung unserer Fremdfertigungsaufträge genutzt. Das Geschäft mit Fremdprodukten entwickelte sich im Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatzzuwachs von TEUR 30 oder plus 3,7 % gegenüber dem Vorjahr leicht positiv. 3. Analyse des Geschäftsverlaufs Umsatz- und Ergebnisentwicklung Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen wir einen Umsatzzuwachs von 5.211 TEUR. Dabei konnten wir die Umsätze auf dem Inlandsmarkt um 39,6 % steigern, während wir im Auslandsgeschäft sogar eine Steigerung von 69,8 % realisieren. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir deutlich reduzierte Lagerbestände im Bereich der Fertigerzeugnisse. Dies ist auf einen im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Abruf eines Großauftrags zurückzuführen. Bei einer konstanten Materialaufwandsquote von 32,9% (Vorjahr: 32,9%) erzielen wir im Berichtsjahr 2023 aufgrund der deutlichen Umsatzsteigerung ein erhöhtes Rohergebnis von TEUR 10.929 (Vorjahr: TEUR 8.480). Im Geschäftsjahr 2023 weisen wir mit TEUR 7.605 (Vorjahr: TEUR 6.604) einen absolut deutlich erhöhten Personalaufwand aus. In Anbetracht der im Jahr 2023 gestiegenen Gesamtleistung beträgt die Personalaufwandsquote 48,2 % (Vorjahr: 54,1%). Unter Berücksichtigung leicht gestiegener Betriebsaufwendungen sowie auch im Jahr 2023 weiter rückläufiger Abschreibungen konnte ein positives Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 1.836,3 (Vorjahr: TEUR 481,3) ausgewiesen werden. Das Finanzergebnis ist leicht rückläufig, der Steueraufwand jedoch deutlich erhöht. Insgesamt weisen wir für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.218 (Vorjahr: TEUR 283,6) aus. III. Lage des Unternehmens Vermögenslage Die Vermögenslage des Unternehmens ist unverändert stabil. Sowohl das kurz- als auch langfristig gebundene Vermögen, als auch die Verbindlichkeiten zeigen eine intakte Struktur. Finanzlage Die finanzielle Lage ist stabil. Unser Finanzmanagement zielt darauf ab, Verbindlichkeiten innerhalb der festgelegten Zahlungsfrist auszugleichen und mögliche Skontierungen zu nutzen. Forderungen werden regelmäßig innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist beglichen. Die Liquidität war im gesamten Geschäftsjahr uneingeschränkt gegeben. Der Gesellschaft steht ein Betriebsmittelkredit in erheblicher Höhe zur Verfügung, welcher im vergangenen Geschäftsjahr nicht beansprucht werden musste. Es sind somit auch keine kurzfristigen Liquiditätsengpässe zu erwarten. Kapitalstruktur Die Kapitalstruktur des Unternehmens hat sich im Jahr 2023 weiter gefestigt. Durch den erwirtschafteten Jahresüberschuss beträgt das Eigenkapital am Bilanzstichtag nunmehr TEUR 3.410 (Vorjahr: TEUR 2.192). Die Eigenkapitalquote beträgt 34,5 % bezogen auf die Bilanzsumme, im Vergleich zu 24,2 % zum Bilanzstichtag des Vorjahres. Investitionen Im Jahr 2023 haben wir rund TEUR 1.059 (Vorjahr: TEUR 661) in das Anlagevermögen, zur Verbesserung der Betriebs- und Ablaufstrukturen, investiert. Dabei wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 599 (Vorjahr: TEUR 748) getätigt. In regelmäßigen Abständen werden Möglichkeiten und Maßnahmen er- örtert, die dazu dienen, die Produktivität in den Folgejahren weiter zu optimieren. Bei Bedarf und unter Berücksichtigung der finanziellen Rahmenbedingungen werden entsprechende Beschlüsse gefasst und die erforderlichen Investitionen initiiert. Ertragslage Das Jahresergebnis ist insbesondere aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse deutlich positiv. Im vergangenen Jahr gelang es uns die Kostenstruktur nahezu stabil zu halten. Die Fertigungstiefe sowie der damit verbundene Personalaufwand sind nach wie vor unverändert hoch. Wir beschäftigen ausschließlich qualifiziertes und erfahrenes Personal. Die natürliche Fluktuation ist äußerst gering und die Betriebszugehörigkeit im Durchschnitt entsprechend hoch. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die Kennzahlen "Rohergebnis pro Mitarbeiter" sowie "Rohergebnis-Rendite" heran. Die Rohergebnis-Rendite errechnen wir aus dem Quotienten Betriebsergebnis zu Rohergebnis. Das Rohergebnis pro Mitarbeiter beträgt TEUR 111,5 (Vorjahr: TEUR 88,3) und hat sich damit um TEUR 23,2 deutlich verbessert. Die Rohergebnisrendite beträgt im Berichtsgeschäftsjahr 16,8% nach 5,7% im zurückliegenden Geschäftsjahr 2022. B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens I. Voraussichtliche Entwicklung Im Hinblick auf die Geschäfts- und Produktpolitik sowie die Technologien und Produktionsverfahren sind keine grundlegenden Änderungen geplant. Wie in den vergangenen Jahren werden wir die aus unserer Sicht notwendigen Ersatz- und Neuinvestitionen diskutieren, um unseren Kunden eine bei verbesserter Produktivität unverändert hohe Qualität unserer Erzeugnisse gewährleisten zu können. Unsere Einschätzung zum Marktvolumen im Bereich Sportwaffen bleibt unverändert: Eine Erhöhung ist lediglich in geringem Umfang zu erwarten. In einem von politischen Diskussionen geprägten Inlandsmarkt können Umsatzzuwächse fast ausschließlich als Ergebnis von Wettbewerbsverdrängung erzielt werden. Unsere Kunden werden sich auch in Zukunft an den Kriterien "Qualität", "Zuverlässigkeit", "Lieferfähigkeit", "Innovationskraft" und "Servicequalität in der Kundenbetreuung" orientieren. Wir sind überzeugt, dass ein Wettbewerb, der vor allem auf aggressiver Preispolitik basiert, keine nachhaltige Erhöhung der Marktanteile bewirken wird. Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass Feinwerkbau als Premium-Hersteller im Sportwaffenmarkt eine starke Position einnimmt. II. Risikobericht 1. Allgemeiner Risikobericht Die Gesellschaft hat keine Währungsrisiken. Wir überwachen und analysieren kontinuierlich das Verhalten und die Entwicklung unserer Konkurrenten im Bereich Sportwaffen, insbesondere in Bezug auf ihre Verkaufsstrategie, Preispolitik und Innovationskraft. Wir haben sowohl einige große Kunden als auch eine Vielzahl von mittelgroßen Kunden. Das Risiko von Ausfällen bewerten wir wie in den Vorjahren als eher gering. Bei der Beschaffung von Materialien und Dienstleistungen arbeiten wir mit zuverlässigen und qualitätsbewussten Lieferanten zusammen. Um die Versorgung zu gewährleisten und die Beschaffungskosten zu senken, überprüfen und erschließen wir regelmäßig neue Bezugsquellen. Dabei legen wir höchste Priorität auf die Einhaltung der Qualitätsstandards. 2. Spezieller Risikobericht Die aktuelle Liquiditätssituation ist zufriedenstellend. Wir verfügen über ausreichende Liquiditätsreserven und sehen derzeit keine Anzeichen für Engpässe. Die im Unternehmen verfügbaren Finanzinstrumente umfassen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Mit einem Großteil unserer Kunden haben wir Vereinbarungen zum Lastschrifteinzug von Forderungen getroffen. Exportgeschäfte werden größtenteils über bankengesicherte Finanzierungen abgewickelt. Unser Mahnwesen ist sehr effektiv, sodass Ausfälle von Forderungen auf wenige Beträge mit geringem Wert beschränkt werden können. Der Arbeitsaufwand und die damit verbundenen Kosten für das Inkassoverfahren sind nicht zu vernachlässigen. Im Bereich des Inkassos kooperieren wir seit vielen Jahren mit einer angesehenen Anwaltskanzlei. Die Begleichung von Verbindlichkeiten erfolgt innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen und gemäß den vereinbarten Bedingungen. Sofern möglich, werden dabei Skonti in Anspruch genommen. Sofern bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, treffen wir entsprechende Wertberichtigungen. Bei unserem Finanzmanagement setzen wir auf eine eher konservative Risikopolitik. III. Chancenbericht Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen, die wir kontinuierlich ausbauen, erweitern und optimieren. Unsere hohen Qualitätsansprüche erreichen wir durch permanente Qualitätskontrollen. Wir verfügen über sehr motivierte Mitarbeiter, unser Augenmerk richten wir im Bereich der Personalpolitik unverändert auf die Qualifizierung von identifizierten Leistungsträgern sowie auf den gezielten Aufbau von neuen bzw. Veränderung von bestehenden Arbeitsplätzen insbesondere im Bereich der Kundenbetreuung sowie in der Endkundengewinnung. IV. Prognosebericht Durch die altersbedingte Fluktuation wird sich in Zukunft die Personalstruktur weiter verändern. Unser Ziel bleibt unverändert die bestqualifizierte Besetzung der jeweiligen Stellen. Bei der Neubesetzung von Positionen stellen wir, wie schon in den Vorjahren fest, dass sich Anzahl der Bewerberkontakte deutlich verringert hat. Das gilt insbesondere auch für die Besetzung unserer Ausbildungsstellen. Diese aktuelle Lage kann dazu führen, dass es in Zukunft noch schwieriger oder sogar unmöglich wird, zeitnah qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Effekte wie etwa im Bereich der Work-Flow-Optimierung oder im Bereich des Qualitäts-Managements bilden auch zukünftig die Basis für grundlegend veränderte und optimierte Geschäftsprozesse, die sich mittel- und langfristig in den ausgewiesenen Ergebnissen niederschlagen können. Zeitgemäße und zuverlässige Informationen zur Geschäftsentwicklung auf allen Ebenen unseres Unternehmens sind für uns unverzichtbar, um eventuelle Unstimmigkeiten in unseren Geschäftsprozessen zeitnah und präzise zu identifizieren und angemessen gegenzusteuern. Deshalb werden wir den Ausbau und die Optimierung unseres internen Kontrollsystems weiter vorantreiben. Ein wichtiger Schwerpunkt wird die Analyse, Steuerung und Optimierung aller Cashflow-relevanten Prozesse sein. Das Ergebnis von Feinwerkbau ist in hohem Maße von der künftigen Umsatzentwicklung abhängig. Im Hauptsegment Sportwaffen ist es unser Ziel, das bestehende Produktspektrum durch ergänzende Produkte erfolgreich am Markt zu erweitern. Wir sind überzeugt, dass wir durch diesen Schritt unser Image als Premium-Hersteller deutlich verbessern und unsere Innovationsfähigkeit weiterhin am Markt wahrnehmbar machen können. Wir gehen davon aus, dass wir dadurch unsere Marktposition im Marktsegment Sportwaffen mittelfristig weiter deutlich stärken werden. Im ersten Quartal des Jahres 2023 konnten wir eine spürbare Belebung bei den erzielten Umsatzerlösen verzeichnen, insbesondere im Bereich unseres Sportwaffengeschäftes. Dieser positive Trend, der das Gesamtjahr 2023 anhielt, hat sich auch im Geschäftsjahr 2024 fortgesetzt. Wir sind immer noch mit gestiegenen Sachkosten konfrontiert, die teilweise auf die stark gestiegenen Preise unserer Lieferanten und Dienstleister zurückzuführen sind. Diese Kosten können nur teilweise durch Preiserhöhungen bei unseren Endprodukten ausgeglichen werden. Die erhöhten Lieferzeiten bei einigen Lieferanten erschweren zudem eine wirtschaftliche Planung. Wir stehen weiterhin vor der Situation, die Lagerbestände zu den aktuell gestiegenen Preisen zu erhöhen, um auch zukünftig über das notwendige Produktionsmaterial zu verfügen. Es gibt zusätzliche bedeutende Einflussfaktoren, insbesondere die signifikanten Preissteigerungen im Energiebereich, die eine seriöse Zukunftsplanung schwierig machen. Ergänzend hierzu sind aufgrund der Tarifvereinbarungen auch für die Zukunft deutliche Erhöhungen der Personalkosten zu erwarten, die wir nur teilweise durch planmäßige altersbedingte Fluktuation ausgleichen können. Unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen gehen wir davon aus, dass wir im Geschäftsjahr 2024 ein deutlich positives Jahresergebnis bei einem erhöhten Rohertrag und intakten Kostenstrukturen erzielen werden. Wir verfügen über ausreichend Finanzmittel, um jederzeit die nötige Liquidität sicherzustellen. C. Bericht über Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft verfolgt eine nachhaltige Strategie der Weiterentwicklung und ständigen Verbesserung ihrer Produktpalette. Zudem werden innovative Produkte entwickelt, um die Positionierung am Markt zu stärken.
Oberndorf, 16. Juni 2024 Feinwerkbau GmbH Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Oberndorf, 16. Juni 2024 Feinwerkbau GmbH Gewinn- und Verlustrechnung 2023
Angaben zur Feststellung Der Jahresabschluss wurde am 17. Oktober 2024 festgestellt Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: Feinwerkbau GmbH Firmensitz laut Registergericht: Oberndorf am Neckar Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Stuttgart Register-Nr.: HRB 754709 Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 II HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches gemäß den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB). B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 I 1, III HGB). Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 250,-- wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 IIa EStG im Erwerbsjahr voll, solche mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von EUR 250,-- bis EUR 1.000,-- mit 20%, abgeschrieben. Ansonsten wurde nach § 7 Abs. 1 EStG, soweit diese Wirtschaftsgüter im Berichtsjahr angeschafft oder hergestellt wurden, jeweils eine zeitanteilige Abschreibung vorgenommen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Bereich der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten so weit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 IV HGB). Dabei erfolgt die Bewertung mit dem gleitenden Durchschnittswert, der den Verbrauch den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend abbildet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten (§ 255 II HGB). Für nicht gängige Altbestände wurden in Einzelfällen unter Berücksichtigung angemessener Wertminderungen, angemessene Abschläge in Abzug gebracht. Der zukünftigen marktmäßigen Verwertung wird durch gesonderte Abschläge und Korrekturen Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Einzelwertberichtigungen wurden in Höhe von EUR 47.399,-- (VJ EUR 42.877,--) gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von zwei Prozent auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 II 1 HGB). Die Rückstellungen für Pensionen betragen zum Bilanzstichtag EUR 1.677.014,--. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 I 2 HGB). Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB). Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. C. Angaben zur Bilanz Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr ist der Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel) dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Aufgrund von Erfahrungswerten wurde eine betriebliche Nutzung mit einer geschätzten Nutzungsdauer von 15 Jahren festgelegt. Unter Beteiligungen werden 50 % der Anteile an der Gerätebau GmbH, Oberndorf ausgewiesen. Das Gezeichnete Kapital der Gerätebau GmbH, Oberndorf beträgt EUR 336.000,--. Der Jahresüberschuss beläuft sich für das Geschäftsjahr 2023 auf EUR 164.858,--. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden mit Hilfe eines testierten EDV-Programms der Firma HDI Pensionsmanagement AG ermittelt. Es liegen Bestätigungen eines vereidigten Versicherungsmathematikers vor, die die Richtigkeit der Berechnung dokumentieren. Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen nach dem Teilwertverfahren wurden folgende Annahmen berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):
Bei den Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 9.885,-- (VJ EUR 47.062,-- ). Die sonstigen Rückstellungen mit einem Betrag von EUR 929.276,-- (VJ Euro 520.524,--) beinhalten insbesondere Personalkosten i.H.v EUR 740.830,-- (VJ Euro 291.030,--), Gewährleistungen i.H.v. EUR 78.446,-- (VJ Euro 52.394,--), Jahresabschluss- und Prüfungskosten i.H.v. EUR 44.000,-- (VJ Euro 44.000,--), Berufsgenossenschaft i.H.v. EUR 58.000,-- (VJ Euro 53.100,--) und Sonstiges i.H.v. EUR 8.000,-- (VJ Euro 80.000,--). Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar;
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 1.262.928,-(VJ EUR 1.675.748,--) sind durch Anlagevermögen und Vorräte gesichert. Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 319,7 (VJ TEUR 356,8) betreffen mit TEUR 165,2 (VJ TEUR 172,2) Verbindlichkeiten aus Steuern sowie mit TEUR 7,1 (VJ TEUR 5,0) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§275 II HGB) aufgestellt. Von dem unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesenen Betrag von insgesamt TEUR 115,3 (VJ TEUR 72,1) betreffen mit TEUR 63,4 (VJ TEUR 16,9) Zinsen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Der Zinsaufwand aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen beträgt EUR 31.283,-- (VJ EUR 32.235,--). Von dem unter Sonstige ordentliche Erträge ausgewiesenen Betrag von TEUR 355,7 (VJ TEUR 292,2) betreffen mit TEUR 194,9 (VJ TEUR 144,7) im Geschäftsjahr abgerechnete Zuschüsse aus den Corona-Beihilfen. E. Sonstige Angaben Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Pachtvertrag in Höhe von jährlich EUR 240.000,--. Die Feinwerkbau GmbH stellt innerhalb der Gruppe Sicherheiten für die Darlehen der Gerätebau GmbH zur Verfügung. Nachdem das Vermögen der Gerätebau GmbH die Restschulden der Gerätebau GmbH deutlich übersteigt, schätzen wir das Risiko der Inanspruchnahme gering ein. Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 98 Arbeitnehmer (Zwei Leitende Angestellte, 55 Gewerbliche Mitarbeiter und 41 Nicht-Gewerbliche Mitarbeiter) sowie 11 Auszubildende beschäftigt. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch:
Die Schutzklausel gem. § 286 IV HGB wurde in Anspruch genommen. Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht. F. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.218.952,33 auf neue Rechnung vorzutragen.
Oberndorf, 16. Juni 2024 Feinwerkbau GmbH Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Feinwerkbau GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Feinwerkbau GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Feinwerkbau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Bad Liebenzell, den 11. Oktober 2024 KÜHN
GmbH
Dipl.-Betriebswirt (FH) Matthias Kühn, Wirtschaftsprüfer |
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