CONCRETE Rudolph GmbHLiquidiert
88171 Weiler-Simmerberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kai Junghänel seit 25.7.2024 | Prokura |
Rudolf Dobler seit 4.11.2020 | Prokura |
Manfred Platzer seit 11.2.2019 | Geschäftsführer |
Mike Dipl.-Ing. Edelmann seit 11.2.2019 | Geschäftsführer |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 39.60% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CONCRETE Rudolph GmbHEllhofen, Gemeinde Weiler-SimmerbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben und Erläuterungen Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft nimmt teilweise die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Die CONCRETE Rudolph GmbH mit Sitz in Weiler-Simmerberg, Ortsteil Ellhofen, ist im Handelsregister B des Registergerichts Kempten unter der Nummer HRB 1590 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer setzt sich wie folgt zusammen:
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten oder bei dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. mit dem gleitenden Durchschnittspreis abzüglich gegebenenfalls notwendiger Wertabschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Zum Bilanzstichtag beträgt der Wertabschlag TEUR 68. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen und Fertigerzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Verkaufspreis. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden den angefallenen Material- und Fertigungseinzelkosten anteilige Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen zugeschlagen. Die Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Auf Altbestände und Bestände 2. Wahl werden individuelle Abschläge auf den jeweiligen niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Bewertung der Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert ausgewiesen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 3 % (Vj. 3 %) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Erkennbare Ausfallrisiken einzelner Forderungen werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Rechnungsabgrenzungsposten entsprechen den zeitanteilig vorgeleisteten Beträgen. Die Pensionsrückstellungen wurden zum Bilanzstichtag aus dem Saldo des zur Finanzierung der Pensionszusage angelegten Deckungsvermögens und den korrespondierenden Pensionsverpflichtungen errechnet. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB, da zur Erfüllung der Leistungsverpflichtungen Rückdeckungsversicherungen bestehen, welche an den Pensionsberechtigten verpfändet und somit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Den Rückstellungen für Pensionen lag ein versicherungsmathematisches Gutachten der Allianz Lebensversicherungs-AG zugrunde. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte mittels der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden im Berichtsjahr wiederum die "Heubeck-Richttafeln 2018 G" verwendet. Als weitere Annahme wurde ein Rententrend von 2,0 % p. a. zugrunde gelegt. Ein Gehaltstrend wird ebenso wenig berücksichtigt wie eine Fluktuationsquote, da die Pensionszahlungen ausschließlich auf das in 2014 ausgeschiedene Geschäftsführungsmitglied bzw. dessen Hinterbliebene entfallen. Der zum 31. Dezember 2023 verwendete Diskontierungszinssatz betrug 1,82 %. Infolge der Anpassung des § 253 HGB wurden die Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2023 anhand des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten zehn Jahre ermittelt. Bis einschließlich des Geschäftsjahres 2015 erfolgte die Abzinsung nach Maßgabe des entsprechenden Zinssatzes der vergangenen sieben Jahre. Der Unterschiedsbetrag aus der Anwendung des Zehn-Jahres-Durchschnitts-Zinssatzes und des Sieben-Jahres-Durchschnitts-Zinssatzes (1,74 %) beträgt TEUR 4 und unterliegt der Ausschüttungssperre. Das zur Finanzierung der Pensionszusage angelegte Deckungsvermögen wird mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital zuzüglich Überschussguthaben bewertet und ist durch ein versicherungsmathematisches Gutachten der Allianz Lebensversicherungs-AG nachgewiesen. Steuerrückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Der Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen lag ein versicherungsmathematisches Gutachten der Prof. Dr. E. Neuburger & Partner Institut für Wirtschaftsmathematik und betriebliche Altersversorgung GmbH zugrunde. Als Bewertungsverfahren wurde dabei die Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) verwendet sowie die "Heubeck-Richttafeln 2018 G" angewendet. Als weitere Annahme wurde eine durchschnittliche Fluktuation von 4,0 % p. a. zugrunde gelegt. Der zum 31. Dezember 2023 verwendete Diskontierungszinssatz betrug 1,75 %. Die übrigen sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen führen wie im Vorjahr zu aktiven latenten Steuern, die unverändert mit einem Steuersatz von 15,8 % (Körperschaftsteuer inkl. SolZ) sowie 11,7 % (Gewerbesteuer) zu bewerten sind. Das Ansatzwahlrecht wurde wie im Vorjahr nicht ausgeübt. Die Differenzen beruhen im Wesentlichen auf höheren handelsrechtlichen Wertansätzen bei Rückstellungen. Ggf. zum Bilanzstichtag bestehende Fremdwährungsposten werden jeweils mit dem amtlichen Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag im Finanzanlagevermögen folgenden Anteil an verbundenen Unternehmen:
* Umgerechnet zum Devisenkassamittelkurs am
Bilanzstichtag.
Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag im Finanzanlagevermögen folgende Beteiligung:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 255 (Vj. TEUR 117) Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Ein Teilbetrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 6) hat eine Fälligkeit über einem Jahr, ansonsten sind sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände innerhalb eines Jahres fällig. Der Bilanzposten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen errechnet sich aus dem Saldo der Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.426 (Vj. TEUR 1.477) und dem zur Finanzierung der Pensionszusage angelegten Deckungsvermögen mit einem Zeitwert in Höhe von TEUR 980 (Vj. TEUR 1.001). Die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 32 wurden mit dem Zinsaufwand aus der Pensionsverpflichtung in Höhe von 40 TEUR saldiert. Die Steuerrückstellungen betreffen Körperschaft- und Gewerbesteuer des Berichtsjahres (TEUR 40) und des Vorjahres (TEUR 269). Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubsansprüche und Arbeitszeitguthaben von TEUR 886, für Gewährleistungsverpflichtungen von TEUR 171, für Kundenboni von TEUR 42, für Mitarbeiterprämien von TEUR 50, für Jubiläumsverpflichtungen von TEUR 70, für Rechts- und Beratungskosten von TEUR 43, für Berufsgenossenschaftsbeiträge von TEUR 20, für Schwerbehindertenausgleichsabgabe von TEUR 17 und für ausstehende Rechnungen von TEUR 13. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 35 in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vj. TEUR 17), davon betreffen TEUR 19 (Vj. TEUR 0) den Gesellschafter RBW Rohrdorfer Betonwerke Gmbh & Co. KG. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch übliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten besichert. Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten (Vorjahr in Klammern):
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse entfallen auf:
Periodenfremde Erträge/Aufwendungen (-) sind in folgenden Posten enthalten:
Die periodenfremden sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus nachträglichen Lieferanten-Rückvergütungen und -erstattungen (TEUR 49), Erträge aus der Ausbuchung verjährter Kundenguthaben (TEUR 14) sowie Erträge aus der Auflösung sonstiger Rückstellungen (TEUR 13). Die periodenfremden sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen aus nachlaufenden Lieferantenrechnungen (TEUR 28), aus der Nachzahlung von Berufsgenossenschaftsbeiträgen (TEUR 25), aus nachträglichen Beiträgen (TEUR 13), aus der Endabrechnung von Versorgungsunternehmen (TEUR 5) sowie aus der Endabrechnung von Mietnebenkosten (TEUR 3). Im Geschäftsjahr wurden Erträge aus Beteiligungen an der Peter Bausysteme AG, Winterthur/ Schweiz, in Höhe von TEUR 260 (Vj. TEUR 469) erfasst. Diese Erträge hätten entsprechend der phasengleichen Bilanzierung von Dividenden bereits im Vorjahr ergebniswirksam erfasst werden müssen. Die Korrektur erfolgte in laufender Rechnung. Die Zinsaufwendungen enthalten den Saldo aus dem Zinsaufwand für Rückstellungen für Pensionen (TEUR 40) abzgl. Zinserträge für das Deckungsvermögen (TEUR 32) (TEUR 8; Vj. TEUR 9). Bei der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen ergab sich ein positiver Zinseffekt in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 0), der in den Zinserträgen ausgewiesen ist. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen aus Körperschaftsteuer (TEUR 10; Vj. Ertrag TEUR 1) und Gewerbesteuer (TEUR 10; Vj. Ertrag TEUR 3) enthalten, welche aus Nachzahlungen aufgrund steuerlicher Betriebsprüfung für die Jahre 2017 bis 2020 resultieren. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 139 (Vj. 147) Arbeiter und 58 (Vj. 57) Angestellte beschäftigt. Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt:
Geschäftsführerbezüge wurden im Berichtsjahr nicht gewährt. Für einen ehemaligen angestellten Geschäftsführer sind Pensionsbezüge in Höhe von TEUR 71 (Vj. TEUR 69) geleistet worden. Im Weiteren verweisen wir auf die zuvor gemachten Ausführungen zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingzahlungen stellen sich wie folgt dar:
Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Südbayerisches Portland-Zementwerk Gebr. Wiesböck & Co. GmbH, Rohrdorf, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Es wird daher von der befreienden Wirkung des § 291 Abs. 2 Satz 1 HGB Gebrauch gemacht. Weiterhin wird das Honorar des Abschlussprüfers im Rahmen dieses Konzernabschlusses angegeben.
Ellhofen, den 15. März 2024 CONCRETE Rudolph GmbH Die Geschäftsführung Mike Edelmann Manfred Platzer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der CONCRETE Rudolph GmbH, Ellhofen, Gemeinde Weiler-SimmerbergA. Unternehmensgrundlagen Die CONCRETE Rudolph GmbH, seit 1.1.2019 Teil der Sparte Fertigteile der Rohrdorfer Gruppe, produziert im Westallgäu, in der Gemeinde Weiler-Simmerberg, vorwiegend Beton-Halbfertigteile. Zu den Hauptprodukten zählen Elementdecken, Doppel- und Thermowände, Massivwände sowie Vollfertigteile wie beispielsweise Massivbalkone. Im Zweigwerk Weiler werden Produkte aus Glasfaserbeton hergestellt, Hauptprodukt sind hier Fassadenelemente. Das Vertriebsgebiet umfasst Bayern, Baden-Württemberg, das angrenzende Österreich sowie die Schweiz in einem Umkreis von ca. 200 km. Daneben werden auch Kletteranlagen und Manufakturprodukte hergestellt, die europaweit vertrieben werden. Unser Erfolg beruht auf ständiger Innovation in Verbindung mit hoher Qualität und einer umfassenden Dienstleistung in planerischer und logistischer Hinsicht. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Steuerung sind der Umsatz und das Betriebsergebnis, welches sich aus dem operativen Ergebnis (EBIT) abzüglich sonstiger Steuern und bereinigt um neutrale und periodenfremde Posten errechnet. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Baunachfrage verzeichnete ab Mitte 2023 einen deutlichen Nachfragerückgang, der sich zum Jahresende deutlich verstärkte. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurde im Jahr 2023 in Deutschland der Bau von 260.100 Wohnungen genehmigt. Dies entspricht 26,6 % oder 94.100 Wohnungen weniger als im Jahr 2022. Die Zahlen enthalten sowohl die Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Gebäuden als auch für neue Wohnungen im Bestand. Betroffen von diesem Rückgang sind ebenso Nichtwohngebäude mit einem Rückgang von 20,9 %. Trotz Wohnungsmangel (Flüchtlingszuzug) und den Zielen der Bundesregierung (Schaffung von > 300.000 Wohnungseinheiten pro Jahr, Ersatzbedarf, usw.) haben die i.V. zu den Vorjahren gestiegenen Bauzinsen sowie die weiter gestiegenen Grundstücks- und Baukosten die Nachfrage zeitweise fast zum Erliegen gebracht. Zudem beinhalten die Auftragsüberhänge die Unsicherheit der Realisierung, d.h. die von den Banken geforderten Wohnungsabverkaufsquoten zu Baubeginn erreichen oft nicht den notwendigen Mindeststand. Damit lässt der vorliegende Auftragsbestand keine verlässlichen Aussagen über die weitere Auslastung zu. Die Einschätzung über den Zeitpunkt einer konjunkturellen Wiederbelebung der Bauwirtschaft reichen von Ende 2024 bis zu 2026. Entscheidende Impulse zur Nachfragestimulierung seitens der Regierung wurden bisher nicht beschlossen. Die von den Wirtschaftsinstituten prognostizierten Konjunkturdaten und damit rückläufigen Steuereinnahmen bei gleichzeitig überproportionalen Sonderausgaben (z.B. Ukraine-Unterstützung, Flüchtlingsunterbringung, Energiewende. usw.) lassen keine großen finanziellen Anreize zur Nachfragestärkung erwarten. Zudem sind die öffentlichen Haushalte ohnehin angespannt. Der starke Nachfragerückgang geht mit einem drastischen Preisdruck am Markt einher. Neben der Notwendigkeit, die Auslastung zu sichern und damit die Kosten zu decken, wollen die Unternehmen ihren Personalbestand aus Sorge vor weiter zunehmendem Fachkräftemangel halten. Zur Überbrückung dieses Zeitfensters wurde bereits Kurzarbeit beantragt, um den Personaleinsatz der unsicheren bzw. schwankenden Produktionsauslastung anpassen zu können. 2. Geschäftsverlauf Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Betriebsergebnis haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt: Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahr nachfragebedingt deutlich zurück. Diesem Trend folgend blieb auch das Betriebsergebnis deutlich unter dem Vorjahresniveau. Da in der Planung für 2023 bereits mit einem gravierenden Rückgang gerechnet wurde, konnte das Planergebnis jedoch erreicht werden. Die Hauptursache für den Umsatzrückgang sind die deutlich rückläufigen Absatzmengen bei den Hauptprodukten; die Verkaufspreise konnten dank einer noch guten Stahlspanne auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Letztendlich konnte trotz schwacher Rahmenbedingungen durch entsprechende Maßnahmen auf der Kostenseite ein noch zufriedenstellendes Ergebnis erreicht werden. 3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 3.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse gingen absatzbedingt im Vergleich zum Vorjahr um 4.618 T€ oder 12,0 % auf 33.745 T€ zurück. Der Umsatzrückgang war bei den wesentlichen Produktbereichen zu verzeichnen, und betraf nur das Inland, während der Export-Umsatz mit 3,2 % leicht zulegen konnte. Bei einem deutlichen Bestandsabbau der Fertigerzeugnisse um 443 T€ (im Vorjahr Bestandsaufbau +82 T€) sowie anderen laufenden betrieblichen Erträgen von 49 T€ (Vorjahr 38 T€) sank die Betriebsleistung um 5.132 T€ bzw. 13,3 % und somit noch etwas stärker als die Umsatzerlöse. Der Materialaufwand verminderte sich v. a. mengenbedingt um 2.250 T€ bzw. 14,9 %. Der Rohertrag (Betriebsleistung abzüglich Materialaufwand) ging absolut um 2.882 T€ oder 12,3 % auf 20.471 T€ zurück. Die Rohertragsmarge (Rohertrag/Betriebsleistung) konnte minimal von 60,7 % auf 61,4 % gesteigert werden. Die Personalaufwendungen konnten trotz Tarifsteigerungen von rd. 5,9 % insgesamt um 462 T€ bzw. rund 4,1 % gesenkt werden. Neben geringeren Produktionsmengen trug auch eine leichte Reduzierung der Beschäftigtenanzahl im gewerblichen Bereich zu dem Rückgang bei. Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich von durchschnittlich 204 auf 197 verringert. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen lagen im Berichtsjahr mit 1.148 T€ um 5 T€ bzw. 0,4 % geringfügig unter dem Vorjahr, wobei im Berichtsjahr wiederum keine außerplanmäßigen Abschreibungen angefallen sind. Die im Vorjahr aufgrund starker Marktpreisschwankungen im Bereich Bewehrungsstahl erforderlichen Abschreibungen auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 573 T€ konnten im Berichtsjahr aufgrund Materialverbrauch sowie gestiegener Marktpreise weitestgehend aufgelöst werden. Die laufenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen, bestehend aus Instandhaltungs-, Betriebs -, Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen sowie gewinnunabhängigen Steuern, verringerten sich insgesamt um 1.024 T€ oder 13,6 % auf 6.486 T€. Den Rückgängen bei den Instandhaltungsaufwendungen von 337 T€ (- 25,9 %), bei den Betriebsaufwendungen von 406 T€ (- 16,4 %), und bei den Vertriebsaufwendungen von 393 T€ (- 13,4 %) stand eine Erhöhung bei den Verwaltungsaufwendungen von 111 T€ (+ 14,3 %) gegenüber, die v.a. durch höhere Versicherungsprämien, Geschäftsbesorgungsaufwand und Kosten der Personalsuche bedingt war. Das Betriebsergebnis sank gegenüber dem Vorjahr um 818 T€ auf 1.910 T€. Der Anteil an der Betriebsleistung ging damit von 7,1 % im Vorjahr auf nur noch 5,7 % zurück. Das Finanzergebnis verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 89 T€ auf 315 T€; der Rückgang des Beteiligungsergebnisses um 209 T€ konnte durch ein um 120 T€ besseres Zinsergebnis nicht vollständig kompensiert werden. Unter Berücksichtigung des analog zum Ergebnisrückgang gesunkenen Ertragsteueraufwands verringerte sich der Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr um 688 T€ auf 1.642 T€. 3.2 Vermögens- und Finanzlage Der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen ging bei eigenfinanzierten Investitionen in Höhe von 325 T€ unter Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von 1.148 T€ und der Abgänge von 12 T€ um 835 T€ auf 9.478 T€ oder 46,6 % (Vj. 48,5 %) der Bilanzsumme zurück. Das Finanzanlagevermögen, das im Wesentlichen aus einem 100 %-Anteil an einem verbundenen Unternehmen besteht, blieb im Berichtsjahr unverändert. Das Anlagevermögen insgesamt ist wie im Vorjahr zu 100 % durch Eigenkapital gedeckt. Im Umlaufvermögen ist bei den Vorräten ein deutlicher Rückgang um 1.573 T€ zu verzeichnen, der größtenteils auf einen mengenbedingten Abbau der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, aber auch auf einen Abbau der Fertigerzeugnisse zurückzuführen ist. Neben einem leichten Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+ 157 T€) und der sonstigen Vermögensgegenstände (einschl. Rechnungsabgrenzungsposten) (+ 45 T€), erhöhten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+ 2.127 T€) stark, v.a. aufgrund eines cash-pool-Guthabens bei der Konzernmuttergesellschaft. Der Bestand an flüssigen Mitteln sank um 851 T€ auf 59 T€, was einem Anteil der flüssigen Mittel an der Bilanzsumme von 0,3 % (Vorjahr 4,3 %) entspricht. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung eines Bankkontos, das im Vorjahr noch außerhalb der cash-pooling-Vereinbarung mit der Konzernmuttergesellschaft bestanden hatte. Die Zahlungsfähigkeit im Geschäftsjahr 2023 war zu jedem Zeitpunkt gesichert. Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme beträgt 49,2 % (Vorjahr 47,7 %). Das Eigenkapital verringerte sich per Saldo leicht um 358 T€ auf 16.942 T€, wobei der Erhöhung durch den Jahresüberschuss des Berichtsjahres von 1.642 T€ ein Rückgang durch die Gewinnausschüttung für das Vorjahr von 2.000 T€ gegenüberstand. Die Eigenkapitalquote beträgt damit 83,3 % nach 81,4 % im Vorjahr. Das langfristige Fremdkapital in Form der Pensionsrückstellungen ging um 30 T€ auf 446 T€ zurück. Das kurz- und mittelfristige Fremdkapital einschl. Rückstellungen ging ebenfalls leicht zurück, von 3.488 T€ um 542 T€ auf 2.946 T€. Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus einem Rückgang der sonstigen Rückstellungen (-353 T€) und der sonstigen Verbindlichkeiten (-219 T€). Die Fremdkapitalquote konnte nochmals leicht gesenkt werden, von 18,6 % im Vorjahr auf 16,7 %. Die Bilanzsumme ging insgesamt leicht um 930 T€ bzw. 4,4 % auf 20.334 T€ zurück. C. Chancen- und Risikobericht a) Chancenbericht Trotz guter Marktdurchdringung, einer schlanken Organisation und einem attraktiven Marktgebiet steht uns in 2024 ein sehr schwieriges Wirtschaftsjahr bevor. Ein konsequentes Kostenmanagement, die Überprüfung aller möglichen Einsparungspotentiale (Nachverhandeln bestehender Preisvereinbarungen usw.), die Einhaltung der geplanten Kostenbudgets müssen die Grundlage für eine progressive Angebots- bzw. Auftragsakquise darstellen, um so die Auslastung und die Kostendeckung zu sichern. Besonderes Augenmerk soll den umsatz- bzw. ergebnisstarken Produkten Thermowand, Klimadecke usw. gewidmet werden, um so Umsatzrückgänge bei den Produkten Elementdecke und Doppelwand auszugleichen, und dennoch eine stabile Ergebnissituation zu erreichen. b) Risikobericht Unmittelbare Risiken aus der weltpolitischen Lage, insbesondere aus dem andauernden Russland- Ukraine-Krieg sowie aus der angespannten politischen Lage im Nahen Osten, sind derzeit nicht erkennbar. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken bestehen nicht. Folgende Risiken, nachfolgend nach absteigender Bedeutung genannt, sehen wir als grds. relevant an. Das aktuell größte Risiko sehen wir derzeit auf dem Absatzmarkt aufgrund stark rückläufiger Baunachfrage. Der daraus resultierenden Minderauslastung begegnen wir mit dem Abbau der Zeitkonten der Mitarbeiter sowie der Nutzung von Kurzarbeit. Neben der Kostenanpassung ist das Hauptziel das Halten der qualifizierten Mitarbeiter. Finanzielle Risiken werden durch ein effektives Forderungsmanagement mit regelmäßigen Mahnläufen und zusätzlich durch das Bestehen einer Warenkreditversicherung begrenzt. Zudem werden überwiegend Unternehmen mit langjährigen Geschäftsbeziehungen beliefert und Neu- oder Einmalkunden meist nur gegen Vorkasse. Deshalb sehen wir das Forderungsausfallrisiko als gering an. Mögliche Vermögensrisiken durch Brand oder sonstige Naturgefahren sowie Schadensersatzrisiken aus Produkt- und Betriebsrisiken sind durch bestehende Sach- und Haftpflichtversicherungen weitestgehend abgedeckt. Währungsrisiken bestehen nur in sehr geringem Umfang aus der Fakturierung der Verkäufe an die Schweizer Tochtergesellschaft in CHF, da alle sonstigen Ein- und Verkaufsgeschäfte in Euro getätigt werden. Preisänderungsrisiken minimieren wir auf der Einkaufsseite durch den Abschluss von langfristigen und kostengünstigen Rahmenvereinbarungen für die Bereiche Zement, Sand und Kies, Einbauteile sowie Frachten. Der zeitweise volatile Stahlbereich wird durch eine bedarfsgerechte und ausreichend große (auf den Auftragsbestand bezogene) Bevorratung abgesichert sowie in entsprechenden Preisgleitklauseln im Verkauf berücksichtigt, sodass hieraus ein geringes Risiko besteht. Energiepreisbedingte kurzfristige Einkaufspreissteigerungen werden durch entspr. Energiekostenzuschläge auf der Verkaufsseite weitergegeben. Liquiditätsrisiken wird durch ein konsequentes Einnahmen- und Ausgabenmanagement mit einem aussagekräftigen und aktuellen Berichtswesen einschließlich Planung begegnet. Im Übrigen gewährleistet ein starker Konzernhintergrund die finanzielle Unabhängigkeit der Gesellschaft. Eine sehr hohe Eigenkapitalquote und das Nichtvorhandensein von Bankverbindlichkeiten befördern diese Unabhängigkeit. Ein Liquiditätsrisiko schätzen wir deshalb als gering ein. Dem Risiko aus Personal- und insbesondere Fachkräftemangel wird durch eigene Aus- und Fortbildung sowie geringe Fluktuation durch gute Arbeitsbedingungen und positives Betriebsklima begegnet. Die beschriebenen Risiken sehen wir als beherrschbar an. Prognosebericht Die aktuelle Situation - rückläufige Baugenehmigungen, gestiegene Baumaterialpreise, Energiekosten und klimapolitisch bedingt weiter steigende kostenintensive Anforderungen an die Bauausführung, Fachkräftemangel, Inflation, Unsicherheiten ausgehend vom Russland-Ukraine-Krieg und die daraus resultierenden internationalen Spannungen - macht eine belastbare Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen und der branchenbezogenen Rahmenbedingungen schwierig. Der Einbruch der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte 2023 hat sich weiter verstärkt. Die Stimmung am Markt bestätigt dieses Bild. Ein signifikant zunehmender Preisdruck am Markt ist festzustellen. Auch die Kundenrückmeldungen bestätigen diese Situation. Für das Jahr 2024 erwarten wir mengen- und preismäßig einen weiteren spürbaren Rückgang, wodurch die Ergebnisqualität der Vorjahre nicht gehalten werden kann. In der Planung gehen wir von einem weiteren Rückgang der Umsatzerlöse um ca. 1,1 Mio. € aus, welcher aufgrund z.T. weiter steigender Kostenfaktoren und rückläufiger Preise sich massiv im Betriebsergebnis niederschlagen wird.
Ellhofen, 15. März 2024 Mike Edelmann Manfred Platzer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die CONCRETE Rudolph GmbH, Weiler-Simmerberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der CONCRETE Rudolph GmbH, Weiler-Simmerberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CONCRETE Rudolph GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 8. April 2024 KPMG
Bayerische Treuhandgesellschaft
Prof. Dr. Grottel, Wirtschaftsprüfer Overbeck, Wirtschaftsprüfer |
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