Sandmann Transporte GmbH & Co. KG

49774 Lähden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRA 205367
Eingetragen
15.12.2016

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sandmann Transporte GmbH & Co. KG

Lähden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftsmodell

Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von Transporten und Logistikdienstleistungen sowie der Betrieb einer LKW-Werkstatt.

Leistungsmerkmale der Gesellschaft sind:

Fahrzeugtransporte und -einlagerung (LKW/ PKW/ Nutzfahrzeuge/ Umschlaggeräte und Anhänger)

Transporte von offenen Ladungen (Container/ Rohre/ Baugruppen etc.)

Zu den Kunden zählen im Wesentlichen Automobilhersteller (Geschäftskunden), mit denen langfristige Verträge bestehen.

1.2. Standort

Der Standort der Gesellschaft befindet sich in Lähden. Zweigniederlassungen existieren nicht.

1.3. Forschung und Entwicklung

In diesem Bereich ist die Gesellschaft als Transportunternehmen nicht tätig.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Vergleich zum Vorjahr ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2020 erstmals seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 um 5,0 % gesunken. Bedingt durch die Coronapandemie gab es insbesondere in den Industrie- und Dienstleistungsbereichen deutliche Rückgänge, während das Baugewerbe mit 1,4 % einen Anstieg der preisbereinigten Bruttowertschöpfung verzeichnen konnte.

Insbesondere die Industrie war in der ersten Jahreshälfte des Jahres 2020 von Störungen in den globalen Lieferketten betroffen. 1

Auch auf der Nachfrageseite machte sich die Coronapandemie durch massiven Rückgang der in- und ausländischen Nachfrage bemerkbar. So gingen die privaten Konsumausgaben im Jahr 2020 um 6,0 % zurück und wurden durch einen Anstieg der Konsumausgaben des Staates um 3,4 % stabilisiert. Im Außenhandel zeigte sich die Coronapandemie durch um 9,9 % zurückgegangen Exporte und um 8,6 % gesunkene Importe. 2

Die Logistik ist der drittgrößte Wirtschaftsbereich in Deutschland nach der Automobilwirtschaft und dem Handel mit einem branchenübergreifenden Umsatz von rd. 272 Milliarden Euro im Jahr 2020. Dies entspricht einem coronabedingten Rückgang um 5 %. Insgesamt sind mehr als 3 Millionen Menschen in der Logistik beschäftigt. Der Logistik-Markt Europa beläuft sich auf 1.115 Milliarden Euro in 2020. Daran hat Deutschland mit rund 25 Prozent einen hohen Anteil. Das liegt nicht nur an der geografischen Lage im Zentrum Europas. Deutschland nimmt eine internationale Spitzenposition in Infrastrukturqualität und Logistiktechnologie ein. Im Bereich der logistischen Dienstleistungen agieren mehr als 70.000 Unternehmen, die ganz überwiegend mittelständisch geprägt sind. 3

2.2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die für die Gesellschaft bedeutendsten finanziellen Leistungsindikatoren sind der Rohertrag und der Jahresüberschuss.

2.3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

2.3.1. Ertragslage

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2020 einen um 25,8 % erhöhten Jahresüberschuss in Höhe von 2.080 T€.

Der Rohertrag verschlechterte sich um 444 T€ auf 21.385 T€. Ursächlich hierfür sind die um 13,1 % geringeren Umsatzerlöse im Jahr 2020 im Gegensatz zum Vorjahr. Die geringeren Umsatzerlöse wurden teilweise kompensiert durch eine bessere Materialaufwandsquote in Höhe von 55,0 % (Vorjahr: 49,3 %).

Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr 2020 6.604 T€ und ist somit auf dem Niveau des Vorjahres.

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/01/PD21_020_811.html
2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/01/PD21_020_811.html
3 https://www.bvl.de/service/zahlen-daten-fakten/umsatz-und-beschaeftigung

Die Abschreibungen betragen 2.816 T€ und sind damit im 350 T€ geringer als im Vorjahr. Dies resultiert im Wesentlichen aus geringeren Investitionen im Geschäftsjahr gegenüber den Vorjahren.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 1.361 T€ auf 9.780 T€ gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus den mit dem Umsatzrückgang korrespondierenden Kosten für Treibstoffe, Reparaturen und LKW-Versicherungen.

Die Zinsaufwendungen betragen 94 T€ und Zinserträge betragen 3 T€. Insgesamt ergibt sich ein negatives Finanzergebnis von 91 T€.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen 446 T€ und die sonstigen Steuern betragen 112 T€.

Im Lagebericht 2019 wurde ein Rohertrag für 2020 in Höhe von 17.259 T€ prognostiziert. Der für das Jahr 2020 tatsächlich erzielte Rohertrag übertraf diese Erwartung um 4.576 T€, da die mit der Corona-Pandemie prognostizierten Umsatzrückgänge moderater ausfielen, als zunächst angenommen.

Des Weiteren wurde im Lagebericht ein Jahresüberschuss für 2019 in Höhe von 100 T€ prognostiziert. Der um 1.980 T€ besser ausgewiesene Jahresüberschuss ergibt sich aufgrund überproportional geringerer Materialaufwendungen sowie gesunkener sonstiger betrieblicher Aufwendungen und Abschreibungen.

2.3.2. Finanzlage

2.3.2.1 Kapitalstruktur

Die Gesellschaft weist eine solide Kapitalstruktur auf. Das Eigenkapital beträgt 6.041 T€ bei einer Eigenkapitalquote von rund 33,0 %.

Die modifizierte Eigenkapitalquote (Eigenkapital und Gesellschafterdarlehen) liegt bei 44,8 %. Das Anlagevermögen wird zu 83,0 % durch Eigenkapital und zu 139,9 % durch Eigenkapital sowie durch mittelfristiges und langfristiges Fremdkapital gedeckt.

2.3.2.2 Investitionen

Im Geschäftsjahr 2020 wurden Investitionen in Höhe von 655 T€ getätigt. Investiert wurde im Wesentlichen in fünf neue LKWs. Im Jahr 2021 sind Investitionen in Höhe von ca. 3.000 T€ geplant, wobei es sich im Wesentlichen um Ersatzinvestitionen (LKWs) handelt.

Die Finanzierung erfolgt über Kredite und Eigenmittel.

2.3.2.3 Liquidität

Im Geschäftsjahr war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Es wurden Darlehen in Höhe von 2.730 T€ getilgt und keine neuen Darlehen aufgenommen.

Der Gesellschaft wurden seitens der Hausbanken unbefristete Kreditlinien in Höhe von 1.000 T€ zur Verfügung gestellt. Zum Bilanzstichtag wurden die eingeräumten Kreditlinien nicht in Anspruch genommen.

Der vereinfachte Cashflow hat sich um 41 T€ auf 4.872 T€ verbessert.

2.3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2020 ist um 3.117 T€ geringer als im Vorjahr und beträgt 18.313 T€. Der Rückgang auf der Aktivseite resultiert im Wesentlichen aus dem gesunkenen Anlagevermögen (welches im Wesentlichen aus LKWs besteht) in Höhe von 2.665 T€ auf 7.276 T€. Den Zugängen (656 T€) stehen Abschreibungen (2.817 T€) und Abgänge (504 T€) gegenüber.

Auf der Passivseite resultiert der Rückgang im Wesentlichen aus den Tilgungen der Darlehen (keine Neuaufnahmen).

2.4. Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Geschäftsjahr verlief insgesamt positiv.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Im Folgenden werden bestimmte Annahmen dargestellt. Tatsächliche Ergebnisse können jedoch von den prognostizierten erheblich abweichen, wenn sich wesentliche Parameter für die Annahmen verändern oder neue Unsicherheiten auftreten.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2021 wird wesentlich von der Entwicklung der Weltwirtschaft und damit einhergehend von der branchenbezogenen Entwicklung des Logistikmarktes abhängen.

3.1.1. Gesamtwirtschaftliche und Branchenentwicklung

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist im 1. Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahresquartal um 3,3 % gesunken. Nachdem sich die deutsche Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2020 zunächst noch erholt hatte, ist das preis-, saison- und kalenderbereinigt Bruttoinlandsprodukt des 1. Quartales 2021 im Vergleich zum 4. Quartal 2020 um 1,7 % zurückgegangen. Dies betraf insbesondere den privaten Konsum, während die Warenexporte die Wirtschaft stützen. 4

Da sich die deutsche Wirtschaft im Vergleich zum Jahr 2020 insgesamt robuster zeigt, geht der Sachverständigenrat von einem um 3,1 % ansteigenden Bruttoinlandsproduktes für das Jahr 2021 aus. Das Niveau von vor Corona dürfte aufgrund dieser Daten zum Jahreswechsel 2021/2022 erreicht werden. Der zu erwartende positive Trend hängt von dem Impffortschritt sowie der Kontrolle des Infektionsgeschehens ab. Bei einer Entspannung dürften sich die von Schließungen und Kontaktbeschränkungen betroffenen Bereiche erholen. Das größte Risiko für die deutsche Konjunktur stellt dabei eine erneute Infektionswelle und damit verbundene Einschränkungen dar. 5

Aufgrund der immer noch vorhandenen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Coronakrise und den damit verbundenen politischen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronaviruses ist die Prognose unsicher. So wird das Niveau des Jahres 2019 voraussichtlich erst im Jahr 2023 wieder erreicht. 6 Probleme zeigen sich insbesondere in der Automobilbranche und den Maschinen, welche sich aktuell im Strukturwandel befinden. Wachstumsimpulse werden für den Einzelhandel und den E-Commerce erwartet, welche dies aber nur teilweise ausgleichen können. 7

3.1.2. Rohergebnisprognose

Aufgrund der Prognose der gesamtwirtschaftlichen- und Branchenentwicklung ist die weitere Geschäftsentwicklung vorsichtig zu beurteilen. Die Geschäftsführung geht daher von einem Rohertrag leicht unterhalb des Vorjahresniveaus in Höhe von 19.000 T€ aus.

3.1.3. Ergebnisprognose

Die Geschäftsführung geht auf der oben dargestellten Grundlage für das Jahr 2021 von einem Jahresüberschuss in Höhe von 500 T€ aus. Aufgrund der höheren Dieselpreise und möglicher Störungen in den Lieferketten, insbesondere in der Automobilbranche, können sich ergebnisbelastende Auswirkungen ergeben.

4 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/04/PD21_211_811.html
5 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/Konjunkturprognosen/2021/KJ2021_Pressemitteilung.pdf
6 https://www.bvl.de/blog/die-entwicklung-der-logistik-in-2021-prognose-der-logistikweisen/
7 https://www.bvl.de/blog/die-entwicklung-der-logistik-in-2021-prognose-der-logistikweisen/

3.2. Chancen- und Risikobericht

Das Risikoprofil der Gesellschaft setzt sich im Wesentlichen aus den Segmenten von Haftungsrisiken, dem Risiko von Forderungsausfällen und den Kosten- und Ergebnisrisiken zusammen. Den Haftungsrisiken wird durch entsprechende Versicherungen Rechnung getragen. Die Aufträge unterliegen in der Regel den allgemeinen deutschen Spediteurbedingungen, welche entsprechende Haftungsbeschränkungen der Spediteure enthalten. Der breite Kundenstamm und das aktive Forderungsmanagement wirken dem Risiko von Forderungsausfällen entgegen. Es besteht keine Abhängigkeit von einzelnen Kunden, welche die Existenz der Gesellschaft bei Ausfall von Forderungen gefährden könnten. Durch monatliche Reportings und Analysen werden Ergebnis- und Kostenentwicklungen untersucht und durch die Geschäftsleitung überwacht.

3.2.1 Interne Risiken

IT-Risiken

Unsere wesentlichen Geschäftsprozesse basieren auf funktionierenden IT-Systemen. Risiken bestehen darin, dass wichtige Systeme ausfallen, gestört werden oder von unberechtigten Dritten auf diese zugegriffen wird. Aktuell sind keine Risiken aus dem Betrieb der IT-Systeme zu erkennen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das finanzwirtschaftliche Risiko der Gesellschaft wird als gering eingestuft. Die modifizierte Eigenkapitalquote betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 44,8 %. Es wurden keine neuen Darlehen aufgenommen und die Investitionen des Geschäftsjahres konnten aus dem erwirtschafteten Cashflow generiert werden.

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten

Es liegen keine Rechtsstreitigkeiten vor, die ein potentielles Risiko für die Gesellschaft darstellen könnten.

3.2.2 Externe Risiken

Des Weiteren besteht ein wesentliches Risiko im Fahrermangel. Eine der größten Herausforderungen ist die Neugewinnung von Fachpersonal sowie eine langfristige Bindung des Personals.

Im oben beschriebenen Fahrermangel besteht jedoch auch eine wesentliche Chance. Sollte es gelingen, das Personal langfristig an sich zu binden oder sogar auszubauen, sind Auftragszuwächse möglich.

Ein weiteres wesentliches Risiko besteht bezüglich der Auswirkung der Ausbreitung des Coronavirus es auf die Automobilbranche. Wie bereits schon er wähnt, sind die Auswirkungen noch nicht abzuschätzen.

 

Lähden, 30. September 2021

Christof Sandmann, Geschäftsführer

Anna Sandmann, Geschäftsführerin

Bilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVSEITE

31.12.2020 Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 523,00 1.560,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,50 0,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.193.484,50 9.882.934,50
7.193.485,00 9.882.935,00
III. Finanzanlagen 82.183,70 57.183,70
davon Anteile an verbundenen Unternehmen: € 82.183,70 Vorjahr: € 57.183,70
7.276.191,70 9.941.678,70
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 360.907,46 363.855,73
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.620.096,60 7.813.291,68
davon gegen verbundenen Unternehmen: € 64.190,84 Vorjahr: € 158.379,84
III. Wertpapiere 120.000,00 0,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.833.457,79 3.204.667,85
10.934.461,85 11.381.815,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten
102.819,04 106.880,08
18.313.472,59 21.430.374,04

PASSIVSEITE

31.12.2020 Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile
Kommandit-Einlagen 500.000,00 500.000,00
II. Rücklagen
Kapitalrücklage 5.540.676,14 5.540.676,14
6.040.676,14 6.040.676,14
B. Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile gem. § 264 c (4) HGB 25.000,00 25.000,00
C. Rückstellungen 526.409,80 551.445,30
D. Verbindlichkeiten 11.721.386,65 14.813.252,60
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: € 6.578.879,84 Vorjahr: € 9.308.927,47
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: € 25.271,97 Vorjahr: € 25.353,87
davon gegenüber Gesellschaftern € 2.144.423,93 Vorjahr: € 1.823.746,42
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 7.582.178,59 Vorjahr: € 8.188.023,60
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 4.139.208,06 Vorjahr: € 6.625.229,00
davon aus Steuern: € 407.543,21 Vorjahr: € 669.223,69
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 20.128,68 Vorjahr: € 63.670,93
18.313.472,59 21.430.374,04

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

2020 Vorjahr
1. Rohergebnis 21.928.980,62 23.160.656,64
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.413.426,20 5.443.544,84
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.190.551,12 1.207.255,65
6.603.977,32 6.650.800,49
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.816.524,52 3.167.105,25
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.779.560,12 11.140.309,92
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 23.040,18
davon aus verbundenen Unternehmen: € 0,00 Vorjahr: € 23.040,18
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.243,89 3.934,18
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 93.940,79 108.997,48
./. 90.696,90 ./. 82.023,12
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 445.827,00 346.916,40
9. Ergebnis nach Steuern 2.192.394,76 1.773.501,46
10. sonstige Steuern 112.150,02 119.900,25
11. Jahresüberschuss 2.080.244,74 1.653.601,21
12. Gutschrift auf Gesellschafterdarlehenskonten 2.080.244,74 1.653.601,21
13. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Sandmann Transporte GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Lähden und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Osnabrück (Reg.-Nr. HRA 205367).

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Personengesellschaften (§§ 264a, c HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kommanditgesellschaft im Sinne von § 264a Abs. 1 HGB i. V. m. § 267 Abs. 2 HGB.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften

Die Bewertung wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, grundsätzlich um planmäßige Abschreibungen auf der Grundlage der linearen Methode vermindert.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Marktpreisen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Allen im Forderungsbestand liegenden Risiken wird durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, die aktiv von den Forderungen abgesetzt sind, Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Beträgen angesetzt. Die Rückstellungen werden zum Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostenverhältnisse bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit der Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

I. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in einer gesonderten Übersicht (Anlagenspiegel = Anlage 3/6) dargestellt.

Die Gesellschaft hält folgende Anteile an verbundene Unternehmen (lt. Jahresabschlüssen per 31.12.2020):

Anteil Eigenkapital Jahresergebnis
Sandmann Charter Trans GmbH, Lähden 100,00% 596.371,79 € 116.937,85 €
Emspol Spolka Z.0.0 60,00% 905.194,76 € 301.535,11 €
Sandmann Transporte Verwaltungs GmbH, Lähden 100,00% 24.471,97 € -81,90 €
CS Beteiligungs GmbH 100,00% 23.053,66 € -1.946,34 €

II. Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 5.572,46 € (Vorjahr: 15.363,05 €).

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

III. Eigenkapital

Das Kommanditkapital ist voll eingezahlt und beträgt 500.000,00 €.

IV. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Beträge für:

2019 2020
T€ T€
Personalrückstellungen 201 198
Gewährleistungen 200 200
Aufbewahrungskosten 2 2
ausstehende Rechnungen 6 0
Jahresabschlusskosten und Prüfungskosten 25 36
434 436

V. Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 171.642,34 € (im Vorjahr: 167.140,00 €) enthalten.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgendem Verbindlichkeitenspiegel:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2020 (31.12.2019) bis zu 1 Jahr von mehr als 1 Jahr von mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.578.879,84 2.439.671,78 4.139.208,06 0,00
(9.308.927,47) (2.683.698,47) (6.302.907,69) (322.321,31)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.046.548,60 2.046.548,60 0,00 0,00
(2.452.489,11) (2.452.489,11) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.271,97 25.271,97 0,00 0,00
(25.353,87) (25.353,87) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 2.144.423,93 2.144.423,93 0,00 0,00
(1.798.392,55) (1.798.392,55) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 926.262,31 926.262,31 0,00 0,00
(1.228.089,60) (1.228.089,60) (0,00) (0,00)
11.721.386,65 7.582.178,59 4.139.208,06 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt abgesichert:

- Sicherungsübereignung diverser Gegenstände des Anlagevermögens.

D. Sonstige Angaben

I. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr lag die Geschäftsführung in den Händen der Sandmann Transporte Verwaltungs GmbH, vertreten durch die alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer, Herr Christof Sandmann sowie Frau Anna Sandmann.

In Bezug auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

II. Angaben zur persönlich haftenden Gesellschafterin

Persönlich haftende Gesellschafterin der Sandmann Transporte GmbH & Co. KG ist die Sandmann Transporte Verwaltungs GmbH, Lähden, mit einem gezeichneten Kapital von 25.000,00 €.

III. Angaben zu den Arbeitnehmern

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 2020:

Gewerbliche Arbeitnehmer 147
Angestellte 36
Auszubildende 13
196

IV. sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Mietverträgen bestehen jährliche Verpflichtungen in Höhe von 1.401 T€ (Vorjahr: 860 T€).

Aus Leasingverträgen bestehen Gesamtverpflichtungen in Höhe von 20 T€ (Vorjahr: 123 T€). Leasingverpflichtungen bestehen im Wesentlichen für Fahrzeugleasing.

V. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss wird bereits zum Abschlussstichtag entsprechend den gesellschaftsvertraglichen Regelungen dem Darlehenskonto der Gesellschafter (Verbindlichkeiten) gutgeschrieben.

VI. Nachtragsbericht gemäß § 285 Nr. 33 HGB

Nach Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Zu den zukünftigen Risiken verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.

 

Lähden, 30. September 2021

Christof Sandmann, Geschäftsführer

Anna Sandmann, Geschäftsführerin

Anlagenspiegel 2020

kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2020 Zugänge 2020 Abgänge 2020 Umbuchungen 2020 Stand 31.12.2020
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 128.081,50 0,00 0,00 0,00 128.081,50
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 7.669,38 0,00 0,00 0,00 7.669,38
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.987.672,52 630.338,52 1.103.117,51 0,00 19.514.893,53
19.995.341,90 630.338,52 1.103.117,51 0,00 19.522.562,91
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 57.183,70 25.000,00 0,00 0,00 82.183,70
20.180.607,10 655.338,52 1.103.117,51 0,00 19.732.828,11
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2020 Zugänge 2020 Abgänge 2020 Stand 31.12.2020
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 126.521,50 1.037,00 0,00 127.558,50
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 7.668,88 0,00 0,00 7.668,88
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.104.738,02 2.815.487,52 598.816,51 12.321.409,03
10.112.406,90 2.815.487,52 598.816,51 12.329.077,91
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
10.238.928,40 2.816.524,52 598.816,51 12.456.636,41
Buchwerte
Stand 31.12.2020 Stand 31.12.2019
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 523,00 1.560,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,50 0,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.193.484,50 9.882.934,50
7.193.485,00 9.882.935,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 82.183,70 57.183,70
7.276.191,70 9.941.678,70

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sandmann Transporte GmbH & Co. KG, Lähden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sandmann Transporte GmbH & Co. KG, Lähden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir- ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunfts orientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lingen (Ems), 4. November 2021

Gehring & Kollegen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

T. Merswolken, Wirtschaftsprüfer

M. Hopster, vereidigter Buchprüfer

Hinweis nach § 328 Abs. 1 S. 3 HGB

Wir weisen darauf hin, dass der beiliegende Jahresabschluss aufgrund der Inanspruchnahme von zulässigen Erleichterungen nur teilweise offengelegt wird, während sich der ebenfalls beiliegende Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht.

 

Lähden, 4. November 2021

Geschäftsführung

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 11. November 2021.

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